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Pirckheimer-Blog

Di, 22.06.2021

»Solitude« © Veronika Schäpers
»Das müssen Sie mir erst einmal beweisen / First you have to prove it to me« © Veronika Schäpers

Buchpräsentation von Veronika Schäpers

Veronika Schäpers veranstaltet auf Einladung von Walter Vorjohann eine Buchpräsentation in Frankfurt:

»Das müssen Sie mir erst einmal beweisen / First you have to prove it to me«
»Solitude«

»Solitude« ist ein Auszug aus Henry David Thoreaus »Walden«, ein Lob auf das einfache, zurückgezogene Leben im Einklang mit der Natur, verfasst 1845-47 in den Wäldern Massachusetts. Dem weißen Buch aus medizinischem Filterpapier und Restaurierungsvlies sind 15 runde Papierfilter mit abstrakten Zeichen und Elementen beigelegt. Diese haben ihren Ursprung in Grafiken und Diagrammen, die das Coronageschehen im Frühjahr 2020 an den verschiedensten Orten der Welt darstellen. Das Buch entstand in Zusammenarbeit mit Susan Pietzsch, Tokyo.
»Das müssen Sie mir erst einmal beweisen / First you have to prove it to me« besteht aus 12 gehefteten und im Buchdruck bedruckten Umschlägen mit insgesamt 24 originalen s/w und Farbfotogrammen. Die Umschläge werden in einem Drehschuber aufbewahrt, einer speziellen Konstruktion aus zwei ineinandergreifenden Schubern, die sich auf 90° öffnen lässt.
Als sich im Frühjahr 2020 das Coronavirus eine weltweite Pandemie auslöste, tauchten zeitgleich immer mehr Verschwörungstheorien zur Herkunft und Verbreitung des Virus auf. Daraus entstand die Idee zu diesem Buch, das neben dem extra für diese Ausgabe verfassten Text »Reiner Wein« von H.M. Hartmann auch Auszüge aus Titus Oates’ Publikation zu der von ihm erdachten Papistenverschwörung von 1679 enthält.

Buchpräsentation: 3. Juli 2021, 11 - 18 Uhr, Veronika Schäpers wird anwesend sein

Ausstellung Walter Vorjohann: “Landmark Buildings”
Grüneburgweg 58-62,  60322 Frankfurt/M

Mo, 21.06.2021

Bauhaus-Sammlung Herzogenrath

Im Oktober 2020 erschienen im Roten Antiquariat und der Galerie Meridian unseres Mitglieds Christian Bartsch die Kataloge "Fotografie und Archivalien", sowie "Kurt Kranz", nunmehr wurden die Kataloge "Bücher" und "Typografie und Kunst" ausgeliefert. Im Herbst findet das Angebot dieser Sammlung seinen Abschluss mit dem Katalog "Fotografie in Vintageprints".

Der aktuell erschienene 3. Katalog enthält 79 Positionen, darunter Plakate von Oskar Schlemmer, einen Holzschnitt von Lyonel Feininger, Lithografien von Oskar Schlemmer und Willi Baumeister, ein Heft von El. Lissitzky, eine Zeitungsbeilage und Hefte von László Moholy-Nagy u.v.a.m.

Der 4. Katalog enthält neben einer Bibliografie von Schriften zum Bauhaus von Wulf Herzogenrath Bücher zum Bauhaus, alphabetisch und chronologisch sortiert sowie eine chronologische Bauhaus-Rezeption in der DDR und ein Namensregister.

Zu beziehen sind die Kataloge über Rotes Antiquariat und Galerie C. Bartsch | Knesebeckstraße 13/14 | 10623 Berlin-Charlottenburg.

So, 20.06.2021

Ausstellungsansicht © Gutenberg-Museum Mainz

Höhepunkte englischer Buchdruckkunst

Die Kabinett-Ausstellung des Gutenberg-Museums widmet sich im Sommer in der Reihe "Unsere Schönsten ..." den Höhepunkten englischer Buchdruckkunst.

Einzigartige Monumente der Buchkunst schuf im 19. Jahrhundert der britische Buchkünstler William Morris (1834-1896) in seiner Privatdruckerei "Kelmscott Press". Ein ganz besonderes Buch ist der "Kelmscott Chaucer", eine kunstvoll mit zahlreichen Ornamenten ausgestaltete Ausgabe des Gesamtwerks des spätmittelalterlichen Autors Geoffrey Chaucer (um 1342/43-1400). Diese und andere außergewöhnlichen Bücher aus dem Hause "Kelmscott Press" zeigt die Ausstellung.

Ausstellung: 28. Mai - 24. September 2021

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

Sa, 19.06.2021

Screenshot http://www.melodieundrhythmus.com/

100. GEBURTSTAG VON WILLI SITTE (2)

"WILLI SITTES VITALISTISCHE ÄSTHETIK

Von Willi Sitte gemalt zu werden, verband sich mit der witzigen Vorstellung einer rosafarbigen Fleischlichkeit. Doch würde dabei an schieres Fleisch gedacht, das aus drei Vierteln Wasser, fast einem Viertel Eiweiß, etwas Fett und wenig Mineralstoffen besteht, oder an das durch Knochen, Sehnen und Knorpel zusammengehaltene Fleisch, sprächen wir nicht über Malerei.

Wer bei Willi Sittes Darstellungen von weiblichen Körpern über »quellende Fleischbatzen« spottet wie der Kritiker Christoph Tannert, verwechselt Farbmotiv mit Naturform. Er sieht nicht, wie »die Farbe sich aus der Gegenstandsbindung löst, um Ausdrucksträger […] zu werden«, so der Kunsthistoriker Hermann Raum. Wer Bedeutungsebenen durcheinanderbringt, obwohl er grundlegendes Wissen über Ästhetik durchaus sein Eigen nennt, erheischt eine politische Aburteilung Sittes und will zusammen mit der Person auch die Bilder als »instrumentalisierte Staatskunst« und als »Unkunst« ablehnen. Hier hängt das »Fleisch« der Bilder Sittes am Haken der sozialistischen Gesellschaftsidee, was einem CSU-Minister in einer Ausstellung als Auftrieb einer »trojanischen Herde« dünkte.

Willi Sittes Intention ist vergleichbar mit der des Bildhauers Alfred Hrdlicka: »Fleischmachen ist das zentrale Anliegen der bildenden Kunst.« …"

(Peter Arlt in Melodie & Rhythmus 3/2021)

Fr, 18.06.2021

save the date

Die artbook.berlin findet wieder statt, wie die Organisatoren Hanneke van der Hoeven und Cornelius Brändle heute bekannt gaben.

Auch die Pirckheimer-Gesellschaft wird wieder dabei sein und das messebegleitende Programm durch zwei Veranstaltungen bereichern.

Messe: 19. - 21. November 2021

Kunstquartier Bethanien
Friedrichshain/Kreuzberg, Mariannenplatz 2

Do, 17.06.2021

Katalog von Peter Arlt zur Merseburger Ausstellung - für Pirckheimer kostenlos

100. GEBURTSTAG VON WILLI SITTE

Am 28. Februar wäre Willi Sitte 100 Jahre alt geworden. Vor 15 Jahren wurde an diesem Tag auch die Willi-Sitte-Galerie eingeweiht. Die Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst steht zwar voraussichtlich vor ihrer Auflösung - gefeiert wird dennoch!

Aus Anlass des 100. des Künstlers bereitet der Förderverein der Sitte-Galerie die Ausstellung „Merseburger Sprüche & Sprünge. Hommage auf den Realismus. Zum 100. Geburtstag Willi Sittes“ vor, Mitte Juli soll sie eröffnet werden und dann wird das Haus richtig voll hängen. „Auch mit Werken von Sitte, aber vor allem von Weggefährten“, darunter Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt, Bernhard Heisig, Uwe Pfeifer, Jochen Ehmke, Bernd Göbel, Klaus-Dieter Urban, so der Vorsitzende des Vereins Michael Finger. „Die Künstler schätzen, dass wir eine solche Ausstellung organisieren, und sie schätzen das künstlerische Werk Sittes.“

Kuratiert wird die Ausstellung vom Pirckheimer Peter Arlt, der zur Ausstellung auch einen Katalog herausgegeben hat, den er für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft in begrenzter Stückzahl kostenlos zur Verfügung stellte. Der Katalog kann hier angefordert werden, wobei der Vorstand gegen eine Beteiligung an den Versandkosten nichts einzuwenden hätte.

Merseburger Sprüche & Sprünge
132 Seiten mit 133 farbig abgebildeten Werken
ISBN: 978-3- 947492-21-3

Ausstellung: 10. Juli 2021 - 17. Januar 2022

Willi-Sitte-Galerie Merseburg
Domstraße 15, 06217 Merseburg

Mi, 16.06.2021

Stefan Gunnesch, "Abschweifen", Foto © Galerie DRUCK & Buch

Künstlergespräch mit Stefan Gunnesch

Der Gast des letzten Online-Gesprächs bei Susanne Padberg vor der Sommerpause ist der Leipziger Künstler Stefan Gunnesch Gegenstand des Gespräches ist sein 2020 entstandenes Künstlerbuch "Abschweifen" - in einer angemessen ungewöhnlichen Buchform versucht er die Gedankengänge und -verwerfungen zu visualisieren.

Wolfgang Buchta wird am 24. Juni 2021 um 19 Uhr der Gast des Finissagengespräches der Ausstellung "Best of 2020" vor Ort in der Galerie sein.

Zoom-Meeting: 17. Juni um 19 Uhr online, Meeting-ID: 647 4831 1037 Kenncode: 711554

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg
Berggasse 21/2, 1090 Wien

Di, 15.06.2021

Brandenburger Bücherkinder arbeiten an einem neuen Projekt

Heute berichtet die Märkische Allgemeine:

"Trotz der Pandemie haben die Bücherkinder Brandenburg von Januar bis Juni 2021 an ihrem nächsten Buch gearbeitet. Diesmal befassen sich die Kinder noch bis Weihnachten 2021 mit der Arbeit des Illustrators Egbert Herfurth aus Leipzig zu seinem Buch von Franz Fühmann „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“. Dazu hat der Hinstorff Verlag Rostock allen dieses Buch geschenkt, und Herfurth hat viele seiner Plakate zum Thema Buch und Lesen gestiftet.
In dieser Arbeit hinein, die wegen der Schulschließungen auch digital fortgesetzt und betreut werden musste, kamen aus Wegendorf vom Maler und Grafiker
Harald Metzkes für jedes Bücherkind je ein Farbholzschnitt zum schwedischen Märchen „Hänschen im Blaubeerwald“. Mit diesem Motivationsschub, der als Dank des Künstlers für das vorausgegangene Buch zu Metzkes & Metzkes gemeint war, ging die Arbeit für unsere neues Werk weiter.
„Jetzt, so kurz vor den Sommerferien nahm unsere Arbeit noch einmal ordentlich Fahrt auf, als
Christine Becker, die Witwe von Jurek Becker, mit den Kindern intensiv zum Thema Lautmalerei arbeitete“, berichtet Armin Schubert, der die Brandenburger Bücherkinder als Mentor betreut. Der Kameramann Joschka Lippelt hat dieses Arbeitstreffen mit seiner Filmkamera begleitet. Dazu möchte die Pirckheimer-Gesellschaft eine filmische Dokumentation zu dieser Arbeit erstellen.
[...]
Das Buch kann hoffentlich durch die Bücherkinder zur Buchmesse 2022 in Leipzig vorgestellt werden, so wie das in den Jahren davor mit Büchern zu Werner Klemke, zu Arno Mohr und Jurek Becker haben machen können."

(MAZ)

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Mo, 14.06.2021

Detlef Thursch auf der letzten realen Antiquariatsmesse Leipzig 2019, Foto © Ursula Saile-Haedicke

Detlef Thursch (1952 - 2021)

"Heute erreichte mich die furchtbare Nachricht vom Tod meines lieben Kollegen Detlef Thursch.

Er war Veranstalter der Antiquariatsmessen von Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und vieler weiteren großer und kleiner Veranstaltungen. Bei ihm habe in Düsseldorf das erste mal an einer Antiquariatsmesse teilgenommen und noch vor kurzen sprachen wir darüber, dass es mit dem Antiquariatstag in Hamburg bald endlich wieder losgeht. Man konnte prächtig mit ihm zechen und streiten und ich werde ihn, dem unseren Branche, aber auch ich persönlich vieles verdanke, sehr vermissen.

Du hast „deinen Stand viel zu früh abgebaut“ lieber Detlef.

Mein Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Söhnen und allen denen er Freund war."

(Michael Solder)

Buchvorstellung des BODONI-Vielseithof

Der BODONI-Vielseithof stellt das Buch "Buskow – Die Geschichte eines Brandenburger Dorfes" vor.

Die Historikerin Dr. Christa Kouschil, seit Jahren der Bodoni-Community auf dem Bodoni-Vielseithof in Buskow verbunden, erschloss auf der Basis reicher und vielfältiger Archivalien, wohlwollend von Dorfbewohnern unterstützt, die Geschichte des Brandenburger Dorfes Buskow im Weichbild der Stadt Neuruppin. Es ist die Geschichte vor allem der Bauern, die Land und Hofwehr bis 1818 zu Lass-Besitz hatten, die Geschichte ihrer wachsenden feudalen Ausbeutung in einem zunehmend durch Gutswirtschaft geprägten Gemeinwesen. Bewusst stehen nicht die honorigen Adelsgeschlechter im Mittelpunkt der Untersuchungen, ungewollt aber auch nicht die wenig oder nichts besitzenden Kossäten, Büdner und Einlieger sowie die große Anzahl des Gesindes und der Tagelöhner − die Archivalien erwiesen sich darüber als unergiebig.
Geschehnisse der jüngeren und jüngsten Geschichte sucht der Leser nahezu vergebens. Das Buch ist eine Hommage an das kleine Dorf und seine Bewohner.

Buchvorstellung: 30. Juni 2021, 18 Uhr
Tickets, Eintritt frei

BODONI-Vielseithof, Buchwerk Bodoni e.V.
Buskower Dorfstraße 22
16816 Neuruppin

Christa Kouschil, Buskow – Geschichte eines Brandenburger Dorfes1800 - 1933
144 Seiten | Paperback
20,00 €

So, 13.06.2021

Den Grafikbrief gibt es auch in der gedruckten Version

Der 237. Frankfurter Grafikbrief

Bezugnehmend auf die aktuelle Ausstellung in der Frankfurter Büchergilde-Buchhandlung "Junge Kunst aus alten Mauern: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle" widmet sich der 237. Grafikbrief den Studenten und Alumni dieser Kunsthochschule.

Wolfgang Grätz ‚An dieser Hochschule hätte ich auch gern studiert‘, entfuhr es mir bei meinem ersten Nicht-Winter-Besuch der ‚Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle‘ vor einigen Wochen. Der Blick aus dem von schweren alten Holzbalken gehaltenen Werkstattsaal fällt durchs offene Fenster in einen als Park gestalteten Campus, auf dem zahlreiche Bronzeplastiken stehen, überragt vom mittelalterlichen Burgturm und hohen Wehrmauern.
Diese ‚Unterburg‘ wurde in den Jahren 1445 bis 1464 errichtet, auf die heute nicht mehr existierende Vorgänger- (‚Ober‘)burg berief Friedrich I. Barbarossa 1157 die Fürstenversammlung ein. 1921 wurde die Stadt Halle Eigentümerin der Burg und verlagerte ihre 1915 gegründete Kunstgewerbeschule dorthin. Diese verstand sich als Alternative zum Bauhaus, war zum Teil stärker kunsthandwerklich ausgerichtet, kooperierte beispielsweise aber auch mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin, die in Halle ein Experimentalstudio einrichtete...
"

Dem folgt Neues aus Leipzig mit Beiträgen über Petra SchuppenhauerAugen:falter erforschen die PfaueninselFranziska Neubert illustriert Faber & Faber, sowie Subskriptionsbeginn für Fabers Leipziger Liebhaberdruck

Und ganz nebenbei steht dann noch der Satz "Unsere Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt ist nach 2018 und 2019 jetzt zum dritten Mal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet worden!"
Wir wissen warum und gratulieren.

Frankfurter Grafikbrief online

Ausstellung: 7. Juni - 17. Juli 2021

Frankfurter Büchergilde & Galerie
An der Staufenmauer 9

Sa, 12.06.2021

Die Büchergilde Gutenberg in der Schweiz

Die Büchergilde Gutenberg wurde 1924 in Leipzig gegründet. 1933 machte sich die Schweizer Büchergilde durch eine Neugründung in Zürich von Deutschland unabhängig.

Die Kantonsbibliothek Vadiana führt in der Ausstellung "Büchergilde Gutenberg. Zur Geschichte einer Bildungsinstitution" durch die Geschichte dieser Buchgemeinschaft. Der St. Galler Buchgestalter und Grafiker Hans-Peter Kaeser, der seine Büchergilde-Sammlung der Kantonsbibliothek Vadiana schenkte, hat die Ausstellung eingerichtet, in der aus der wechselvollen Geschichte der Büchergilde u.a. anschauliche Beispiele aus der Zeit der Exilliteratur von 1933 bis 1945 und darüber hinaus gezeigt werden.

"Die Büchergilde Gutenberg […] hat eine große buchkünstlerische und buchhandwerkliche Tradition. Sie hat vor allem das künstlerisch illustrierte Buch gepflegt und genießt deshalb bis heute einen ausgezeichneten Ruf in der Verlagswelt.
[Sie] hat seit ihrer Gründung avantgardistische Typographie gefördert, zur Zeit der Emigration die Tradition der deutschen Buchkunst bewahrt, die in Deutschland durch die nationalsozialistische Kulturpolitik zerstört wurde. Nach dem Krieg hat sie mit wenigen anderen Verlagen an der Wiederherstellung der technischen und künstlerischen Voraussetzungen für eine neue Blüte der Buchkunst gearbeitet und ihre Renaissance in den späten fünfziger und sechziger Jahren mit repräsentiert. In der Zeit des Niedergangs - bewirkt durch die technische Revolution und mehr noch durch die extreme Kommerzialisierung der Verlage und den Verlust des Qualitätsbewusstseins - hat die Büchergilde Gutenberg das Fähnlein der Buchkunst hochgehalten und durch «richtig" gemachte Bücher einen Maßstab gesetzt, an dem der Niedergang anderer Verlage sichtbar wird.
Heute beim zaghaften Ansatz eines neuen Qualitätsbewusstseins kann die Büchergilde deshalb als Beispiel dienen. Zugleich erfüllt sie eine gewisse Vorreiterfunktion, indem sie - gemäßigt - an die experimentellen Ansätze der zwanziger Jahre anknüpft.
Sie verkörpert Tradition und Fortschritt zugleich - im Geiste Gutenbergs.
"

(Hans-Peter Willberg)

Vernissage 11. Juni, 18.30 Uhr, Begrüßung: Sonia Abun-Nasr, Kantonsbibliothekarin, Eröffnungsvortrag: Hans-Peter Kaeser, Anmeldung erforderlich
Ausstellung: 11. - 25. Juni 2021

Kantonsbibliothek Vadiana, Ausstellungssaal
Notkerstrasse 22, 9000 St.Gallen

Fr, 11.06.2021

Jutta Osterhof 2012 bei einem Vortrag beim BBA über Eberhard Schlotter, Foto © Abel Doering

Jutta Osterhof zum 80.

Ein herzlicher Glückwunsch zum heutigen Geburtstag geht auch an das Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft Jutta Osterhof.

Jahrzehntelang sorgte sie sich in der Revisionskommission um die korrekte Verwendung unserer finanziellen Mittel, hatte trotzdem immer eine helfende Hand, z.B. beim Umzug unseres Archivs und bei seiner Pflege und ist seit einem Jahr im Vorstand für die Mitgliederbetreuung tätig.

Wie sie dabei noch Zeit fand und noch immer findet für ihr Sammelgebiet Eberhard Schlotter, das aus einer persönlichen Freundschaft mit dem Künstler erwuchs, oder für ihr Wirken im Berliner Bibliophilen-Abend, sowie als Vorsitzende des Kuratoriums der Eberhard Schlotter Stiftung Celle, ist nur mit dem allgemeingültigen Slogan der Pirckheimer zu erklären: "Bücherstaub hält jung".

Blick in die Ausstellung "Am Wasser" von Constanze Kreiser, April 2021 am Scharmützelsee östlich von Berlin, Foto © Konstanze Kreiser

Constanze Kreiser zum 60.

Die in Berlin und Brandenburg arbeitende Künstlerin Constanze Kreiser ist den Pirckheimern nicht nur durch ihre Buchobjekte und Installationen oder ihre Beteiligung an nationalen und internationalen Ausstellungen und Messen bekannt, sie betreibt auch seit 4 Jahren erfolgreich einen Blog zum Entstehen von Künstlerbüchern, sowie mit Ausstellungs- und Lesetipps, siehe Künstlerbücher und Buch Objekte.

Die Künstlerin wurde auf der artbook.berlin vor vier Jahren auf die Pirckheimer-Gesellschaft aufmerksam, ist seitdem Mitglied unserer Gesellschaft und veröffentlicht auch Beiträge hier im Pirckheimer-Blog.

Heute feiert sie ihren 60. Geburtstag und wir Pirckheimer gratulieren!

Do, 10.06.2021

Daniel Richter „Storm (blau)“

Daniel Richter - Storm (2 Motive)

Endlich wieder Sommer, endlich wieder Sonne, endlich wieder eine Perspektive und endlich wieder Originaldruckgrafik von Daniel Richter.

"Storm"

Auf diesen beiden Lithografien von Daniel Richter ist der Blick eines Mädchens in die Ferne gerichtet. Der Stecken auf den Schultern verleiht ihr die nötige aufrechte Haltung in dieser Stellung auszuharren, um auf sandigem, gezackten Dünenhügeln dem wildem Spiel der Wolken zuzuschauen.

Die beiden Arbeiten von Daniel Richter sind in einer 20er und 30er Auflage gedruckt. Das Format der Grafik mit blauem Mädchen vor roter Landschaft (Abb.) beträgt 53,5x41cm, das Pendant mit rotem Mädchen hat ein Format von 59,4x42cm. Beide zweifarbigen Steindrucke sind nummeriert und handsigniert. Jedes Motiv kostet 1.450,00.

(Jan Pelkofer, Paul Klös und Klaus Büscher)

TABOR PRESSE BERLIN
Taborstrasse 22, 10997 Berlin