Pirckheimer-Blog

Sa, 26.02.2022

Marina Koldobskaja, Acryl auf Karton, (2020 ?), Fotos: ad
Michael Ley, Il Drago, Farb-Linoldruck 2019
Archi Galentz (lks.) und Andreas Wolf

Tiere im Garten der Kunst

In der Pankower Galerie Wolf & Galentz wurde gestern eine umfangreiche Ausstellung mit unterschiedlichsten künstlerischen Positionen zum Thema Tier, zur Beziehung des Menschen zum Tier, auch dessen Mythos, eröffnet. Präsentiert werden Werke verschiedener Techniken, von der Druckgraphik, Zeichnung, Malerei bis hin zu Plastiken und Fotografie von rund 20 Künstlern, darunter auch vom Pirckheimer miley oder Holzschnitte von Conrad Felixmüller aus der Sammlung des Pirckheimers Jürgen Wilke.

Die in St. Petersburg lebende Künstlerin Marina Koldobskaja z.B. malt in einem reduziert expressiven Gestus Bilder von Tieren, die eigentümlich grimmig und teilweise gefährlich und dann doch auch wieder freundlich wirken. Die im ersten Moment an Kinderbilder und Marimekko erinnernde Formsprache gibt den Tieren einen sehr charaktervollen Ausdruck, die Darstellungen bleiben aber rätselhaft. Der finnische Künstler Sampsa Indrén dagegen zeichnet und malt seit einigen Jahren tote Tiere, die er auf der Sommerhaus­insel oder am Straßenrand findet. Auf den Zeichnungen verlieren die Tiere dennoch nie an Würde. Die Berliner Künstlerin Ina Sangenstedt beschäftigt sich in ihren Tierplastiken und Tierskulpturen mit dem Verhältnis zwischen Menschen und Tieren. Und die Bildsprache von Jakob Roepke erinnert sowohl an Steampunk als auch an Surrealismus.

Ausstellung: 27. Februar - 24. April 2022

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Fr, 25.02.2022

mitgesammelt und eingekapselt

Kapselschriften, Schriftstücke, die auf Grund ihres kleinen Formats nicht eigenständig in einem Regal eingestellt und mit gleichartigen Schriftstücken, gesammelt in einem geeigneten Behälter aufbewahrt werden, gibt es in alten Bibliotheken zuhauf, so auch in der 1543 gegründeten Universitätsbibliothek Leipzig. Sie hat für ihre neue Ausstellung Studierenden der Kulturwissenschaften ihre Magazine geöffnet, darunter einen Raum, wo Zehntausende von kleinen Schriften liegen, die in Schachteln aufbewahrt werden. Diese von den Bibliothekaren sogenannten "Kapseln" wurden geöffnet und durchsucht; das Ergebnis ist eine Ausstellung mit Werken, die man in einer wissenschaftlichen Universalbibliothek nicht erwarten würde.

Werbe- und Streitschriften fallen auf, auch Ratschläge fürs Rasieren und für den Umgang mit Starkstrom. Man findet Aufrufe zur Durchsetzung des Frauenwahlrechts, Plakate zum Streik Leipziger Bürger nach dem Ende des Ersten Weltkriegs, aber auch Berichte über wundersame Ereignisse aus der Zeit des Barock oder frühe Proteste gegen das Impfen. Die studentische Expedition war auf Interessantes und Kurioses aus. Mit viel Liebe und Mühe hat sie die ausgestellten Schriften erläutert. So wird die Bibliothek als Kulturarchiv geöffnet, leidenschaftliche Auseinandersetzungen früherer Jahre werden anschaulich.

Der Katalog, gestaltet von Stefan Gunnesch, macht das Suchen und Finden selbst zum Erlebnis: Er ist als eigene Kapsel gestaltet und gruppiert die unterschiedlichen Funde des Ausstellungsteams in verschiedenformatigen Heften. Mit der Ausstellung verabschiedet sich der Direktor der Universitätsbibliothek Leipzig, Ulrich Johannes Schneider, nach gut fünfzehn Jahren aus dem Dienst. Er bleibt der Universität als Kulturwissenschaftler erhalten und hat in dieser Funktion die Ausstellung vorbereitet, zusammen mit Studierenden, die aktiv und mit Entdeckerlust die Ausstellung möglich machten.

Ausstellungseröffnung: 23. März 2022, 18 Uhr
Ausstellung: 24. März bis 25. September 2022

Ausstellungsraum der Bibliotheca Albertina
Beethovenstraße 6, 04107 Leipzig

Do, 24.02.2022

Tabea Blumenschein, Die Knochenband

Hartmut Andryczuk kündigt die neue Edition „Tabea Blumenschein, Die Knochenband“ im Hybriden-Verlag an, die anlässlich einer Ausstellung der Künstlerin erscheint:

2018 entstand im Laufe von drei Wochen Tabeas Zeichnungsserie „Die Knochenband“, insgesamt 50 variierende Zeichnungen auf 5 Leporellos. Doris singt von der „Schuld-Struktur“ oder präsentiert sich in Tabeas Voodoo-Doll-Kostüm. Die Knochenband feiert fröhlich das Oktoberfest in Volkstracht oder sie singt im Tangoschritt vom „Apachentanz“. Ob Deadly Doris oder Doris mortelle – alle Menschen sind wie Doris: tödlich und sterblich.

Die Edition umfasst alle Zeichnungen der fünf Leporelli, die 2018 im Hybriden-Verlag erschienen und inzwischen vergriffen sind.

Tabea Blumenschein, Die Knochenband
gebunden, Prägeklischee einer Zeichnung von T.B.
Texte von Hartmut Andryczuk und Wolfgang Müller
66 Seiten mit fünf Zeichenserien von Tabea Blumenschein
Beiheft mit Bildmaterial aus Tabea und Doris dürfen doch wohl noch Apache tanzen, 1981, bestempelt von Wolfgang Müller
Bestellung hier.

Ausstellung: 12. März - 4. Juni 2022

Galerie K-Strich
Schauräume Weberstraße 51a, 28203 Bremen

Foto: Facebook o.A.

Mainzer Minipressen-Messe abgesagt

Der Hinweis am 25. Januar 2022, dass die Grafikbörse Borken auf den 27. - 29. Mai 2022 verschoben wurde, enthielt die Anmerkung, dass "diese Terminverschiebung eine schlechte Nachricht für Freunde der Mainzer Minipressen-Messe sei, die bereits seit längerem ebenfalls für dieses Wochenende geplant ist."

Diese Anmerkung ist nun hinfällig.

Wie die Veranstalter mitteilen, wird die zweijährlich stattfindende Mainzer Minipressen-Messe, die zuletzt 2019 stattfand, auch 2022 ausfallen.

Mi, 23.02.2022

© Nünnerich-Asmus-Verlag

Johannes Gutenberg

Johannes Gutenberg. Unternehmer des zweiten Jahrtausends“ ­– so heißt das neue Buch des Sammlers Dr. Erwin Kreim.

"Man of the Millennium" oder vielleicht auch "Master of Entrepreneurship“? Mit dieser Frage befasst sich unter anderem der Autor und Bankdirektor a.D. und betrachtet Gutenbergs Erfindung als unternehmerische Leistung aus der erfrischend, modernen Perspektive der Wirtschaftswissenschaften. Ein Sachbuch voller Aha-Effekte.
Als passenden Ort für eine Buchvorstellung hat Dr. Kreim das Gutenberg-Museum gewählt, wo diese spannende Publikation im Rahmen einer Gesprächsrunde mit Dr. Annette Ludwig und der Verlegerin Dr. Annette Nünnerich-Asmus vorstellen. Im Anschluss können die Teilnehmer bei einem Glas Wein mit dem Autor ins Gespräch über den genialen Erfinder Gutenberg zu kommen.

Buchvorstellung: 25. Februar 2022, 18 Uhr, 2G, Anmeldung unter besuch.gm(at)stadt.mainz.de oder 06131/123411

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

Patrick Rössler, Screenshot aus der Selbstdarstellung

Video zum Antiquaria-Preis

Der 28. Antiquaria-Preis 2022 ging an den Kommunikationswissenschaftler und enthusiastischen Sammler Patrick Rössler.

Neben seiner Arbeit in der Empirischen Kommunikationsforschung verbindet er eine intensive, fast detektivische Sammelpraxis mit der wissenschaftlich-historischen Durchdringung seiner Fundobjekte und Reflexionen darüber in Ausstellungen und Publikationen. So gelingt es Rössler, in seinen vielfältigen Arbeiten (etwa zum Bauhaus, zur Typographie, zu „Journalismus und visueller Kultur in der Weimarer Republik“, zum Taschenbuch der 50er Jahre und der „Deutschen Kinopublizistik 1917–1937“) auch dem Grafikdesign in Typographie und in der Bildsprache ein neues Gesicht zu verleihen.
Bewundernswert und auszeichnungswürdig mit dem Antiquaria-Preis erscheint der Jury die ungewöhnliche Bandbreite von Patrick Rösslers wissenschaftlichem Werk und dessen Grundierung durch eine entsprechende leidenschaftliche Sammeltätigkeit.
(aus der Begründung der Jury)

Die Laudatio hielt Stephanie Jacobs, Leiterin des Deutschen Buch- und Schriftmuseums der Deutschen Nationalbibliothek. Die Preisverleihung fand am 17. Februar 2022 im „Podium“ der Musikhalle Ludwigsburg statt. Sie wurde aufgezeichnet und kann ab sofort hier nochmals angesehen werden.

Di, 22.02.2022

Bernd Friedrich, geprägte Karte

22.2.22

Unsere Welt ist derzeit voller beängstigender Ereignisse, jedoch es gibt immer wieder auch Erfreuliches.

Zahlen, eine menschliche Erfindung, begegnen uns täglich überall in Hülle und Fülle. Jedoch manche Zahlen mit magischem Hintergrund finden besonders Beachtung, und solch ein denkwürdiges Ereignis steht unmittelbar bevor. Es ist das heutige Datum nach unserem abendländischen Kalender: 22.2.22.

Fünfmal die Ziffer Zwei! Dadurch ein großer Tag für die Zwei, der ersten geraden Zahl, dem Symbol für Dualismus. Daher wird dieser Tag auch bevorzugt als Hochzeitstermin gewählt.

Und wann wiederholt sich so etwas? Erst am 22.Februar 2122, also genau in 100 Jahren. Jedoch das erlebt keiner von uns mehr – oder?

Für mich, der neben anderen grafischen Mitteln auch mit historischen Buchdruckmaterialien (Holz- und Bleilettern und Bilddruckstöcken) experimentiert, war das Anlass, eine Mail-Art-Karte in recht begrenzter Anzahl auf einer Handdruckpresse – ähnlich wie Gutenberg - anzufertigen und zu versenden. Gern hätte ich ja diese jedem um 22:22:22 Uhr persönlich übergeben. Doch leider war ich nie Schüler in Hogwarths ;-)

An einem 22.2. genau vor 82 Jahren, wurde der fünfjährige Tenzin Gyatso als der XIV. Dalei Lama gesegnet. Von ihm stammt dieses heutzutage immer noch voll zutreffende Zitat "In der Wut verliert der Mensch seine Intelligenz."

(Bernd Friedrich)

Mo, 21.02.2022

Durch den sich Vögel werfen

Am Samstag eröffnen Anja Harms und Eberhard Müller-Fries im Kunstverein Coburg ihre Ausstellung »Durch den sich Vögel werfen« mit Künstlerbücher und Buchinstallationen.
Die Künstler werden in der Zeit von 12 bis 15 Uhr persönlich anwesend sein und durch ihre Ausstellung führen.

Ausstellung: 5. März - 24. April 2022, aktuelle Corona-Regeln hier

Kunstverein Coburg
Park 4a, 96450 Coburg

Zeitschriften abzugeben

Ich möchte mich altersmäßig etwas "gesundschrumpfen" und daher eine Sammlung der Zeitschriften "Sinn und Form" und NDL (Neue Deutsche Literatur) an Selbstabholer verschenken. Es handelt sich jeweils um die ersten 50 Jahrgänge, von denen nur wenige Hefte fehlen.

Anfragen bitte direkt beim Anbieter: Rolf- Rüdiger Noack, Riehler Gürtel 10, 50735 Köln, Tel.: 0221 760 23 07, E-Mail

So, 20.02.2022

Collage aus Börsenblatt, sowie Faber & Faber

#buchbesuch

Immer mehr Verlage und Veranstalter planen eigene Veranstaltungen, mit denen die ursprünglich geplanten Messetage vom 17. bis 20. März dennoch zu einem Literaturfest werden können.

Nach der Ankündigung einer buchmesse_popup, in der über 50 Verlage ihre aktuellen Titel im Leipziger Werk 2 präsentieren, legten Leipziger Verlage nach und gaben eine eigene Aktion bekannt. Unter dem Titel #buchbesuch öffnen sie am 19. März ihre Türen. Mit dabei sind: Buchfunk, die Pirckheimer Faber & Faber, Klett Kinderbuch, Lehmstedt Verlag, Lychatz, Mosses Schroeter Verlag, Palomaa Publishing, Seemann Henschel und Zweitausendeins.

Alle Details wie genaue Orte, Öffnungszeiten und Programmpunkte werden von den einzelnen Verlagen bekanntgegeben und in den sozialen Medien unter #buchbesuch gebündelt. „Wir hoffen auf viele Verlagsstadtschwärmer, die Lust auf einen Blick ins neue Programm und in unser Verlagszuhause haben“, sagt Klett Kinderbuch-Geschäftsleiterin Franziska Hauffe, von der die Initiative ausging.

Offene Türen: 19. März 2022

#buchbesuch

Sa, 19.02.2022

Edition »bookart« 2, 48 € (später 68 €), zzgl. Versand

17. BuchDruckKunst

Die 17. BuchDruckKunst in Hamburg wirft ihren bunten Schatten voraus:

Im Shop Klaus Raasch wird ab sofort die Graphik zur Buchkunstmesse zu einem befristet reduzierten Preis von 48 € angeboten, eine Vektorgrafik von Thomas Marutschke als Ultrachromeprint in feinster Auflösung auf Büttenkarton. Motivformat 48 x 34 cm, Papierformat 59,4 x 42 cm, signiert und numeriert. Diese ist in zwei Farbvarianten erhältlich, nebenstehend die Edition »bookart« 2, hier die Edition »bookart« 1. Lieferung ca. 3 - 4 Werktage.

17. BuchDruckKunst: 1. - 3. April 2022

Museum der Arbeit, Hamburg

Fr, 18.02.2022

Leipziger Buchmesse als popup

Nach der Messe-Absage ist vor der Messe. Über 50 Verlage werden auch 2022 in Leipzig ihre aktuellen Titel bei einem buchmesse_popup präsentieren.

Mit dabei sind laut Ankündigung der Veranstalter unter anderem die Aufbau Verlage, C.H.Beck, Hanser, Jung und Jung, Kampa, Kanon, Katapult, Klett-Cotta, Kunstmann, Mare, Matthes & Seitz, Schöffling, Suhrkamp/Insel, Verbrecher, Voland & Quist und Wagenbach. Auch der PEN werde auf der buchmesse_popup vertreten sein. Und es soll ein umfangreiches Lesungsprogramm in den Cammerspielen geben.

"Nach der Absage der hochgeschätzten Leipziger Buchmesse wollten wir nicht untätig bleiben", so die Initiatoren Leif Greinus vom Verlag Voland & Quist und Gunnar Cynybulk vom Kanon Verlag. "Unser aller Autoren und ihre Bücher brauchen die positive Energie, die von Leipzig im Frühjahr ausgeht."
Tom Kraushaar von Klett-Cotta verweist darauf: "Unsere Initiative ist als einmaliges Ereignis gedacht. Sie richtet sich nicht gegen die etablierte Messe. Und sie richtet sich auch ausdrücklich nicht gegen die Verlage, die aus nachvollziehbaren Gründen ihre Teilnahme an der Leipziger Buchmesse abgesagt haben."

Buchmesse: 18. - 20. März 2022

Werk 2
Kochstraße 132, 04277 Leipzig

Kunststoffbauten BUCH ZWEI

In der Leipziger Galerie KUB findet die Veröffentlichung und Buchlesung von BUCH ZWEI – Leben in Kunststoffbauten aus dem Verlag sphere publishers statt.

Die Autoren Elke Genzel und Pamela Voigt umtrieb die Frage: „Wie fühlt es sich an, in einem UFO zu leben?“ Sie besuchten für dieses Buch alte Baumeister und ihre Familien und die jungen Bewohner und neuen Nutzer von Kunststoffbauten. Für diese neuen Bewahrer sind die UFOs befreiende Orte des Denkens. Die Lesung gibt einen Einblick dieser menschlichen Sehnsüchte und zeigt einen Einblick in das liebevoll recherchierte und gestaltete Buch.

Die Veranstaltung in der Galerie KUB wird im Rahmen der Finissage der Diplom-Ausstellungen We Must Be Mistaken von Johanna Maj Schmidt & Charlotte Ruppert und Komplex BA 1 von Christoph Liepach organisiert. Besichtigungen sind am vor der Lesung ab 14 Uhr möglich.

Lesung: 27. Februar 2022, 16:30 Uhr

Galerie KUB
Kantstraße 18, 04275 Leipzig

BUCH ZWEI – Leben in Kunststoffbauten
www.sphere-pub.com
176 S., Hardcover, 32 €
ISBN 978-3-9821327-7-8

Do, 17.02.2022

Armin Schubert (lks.) und Ralph Aepler

Bücherkinder in der Staatsbibliothek zu Berlin

Im nächsten Monat sollten die „Bücherkinder Brandenburg“ eigentlich auf der Leipziger Buchmesse 2022 ihr neuestes Projekt, das von ihnen verfasste Hommage-Buch zum 100. Geburtstag des Dichters Franz Fühmann, vorstellen. Dieser Termin ist leider wegen der Absage der Messe nun hinfällig. Sozusagen als Ersatz, aber nicht weniger wertzuschätzen, hat sich kurzfristig der Rostocker Hinstorff Verlag dafür eingesetzt, dass das Buch der Bücherkinder im Berliner Zentrum für Kinder-und Jugendliteratur in der Weinmeisterstraße mit allen Texten und Grafiken der Kinder ausgestellt werden kann.

Zudem hat die Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden, nun alle der bisher von den Brandenburger Bücherkindern erschienenen Bücher in ihren Bestand aufgenommen. Das berichtete Armin Schubert, der Mentor der Bücherkinder. Beides ist ein enormer Erfolg für die Bücherkinder, für die Evangelische Grundschule am Dom und für die Pirckheimer-Gesellschaft. Es ist eine wichtige Anerkennung ihrer Arbeit der Kulturellen Bildung, die sie auch gemeinsam mit einem weiteren Buch fortsetzen werden.

Ihren ersten Ritterschlag haben die Bücherkinder auch schon bekommen, von keinem geringeren als Egbert Herfurth selbst. Er bedankte sich in einem Brief an Armin Schubert und die Bücherkinder mit sehr persönlichen und rührenden Worten. Außerdem dankte er allen weiteren Beteiligten, vom Grafiker über den Hinstorff-Verlag Rostock, die evangelische Grundschule, die Unterstützung durch die Pirckheimer-Gesellschaft bis hin zu den Eltern und Henry Günther von BuchKunstBalance.

(rb, meetingpoint-brandenburg.de)

Mi, 16.02.2022

Katja Spitzer - Studio Dreams

Die nächste Ausstellung der Kinder- und Jugendgalerie "Sonnensegel" in Brandenburg widmet sich dem Werk der Berliner Künstlerin Katja Spitzer.

Katja Spitzer hat Kunstgeschichte und Geschichte in Halle und Illustration an der Hochschule für Graphik und Buchkunst in Leipzig und der Hochschule Luzern studiert. Heute arbeitet sie in Berlin Prenzlauer Berg und lebt am Müggelsee. Sie zeichnet für Verlage und gibt Workshops für Kinder und Erwachsene.

Das originalgraphische Ausstellungsplakat wurde von Sven Märkisch gedruckt, es zeigt die Graphik "Frisuren".

Ausstellung: 19. März - 17.Juni 2022

Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg

Di, 15.02.2022

Tagungsgrafik von Andreas Raub

Neues zur DEG-Jahrestagung 2022

Die Deutsche Exlibris-Gesellschaft bittet darum, folgende Information an möglichst viele, vor allem auch an Nicht-Mitglieder weiterzugeben. Dem kommen wir natürlich gern nach.

Alle Exlibris-Freunde, die an der Jahrestagung 2022 in Gelsenkirchen teilnehmen wollen, werden zur besseren Planbarkeit der Veranstaltung DRINGEND gebeten, sich spätestens bis einschließlich 15. März anzumelden - sowohl unter der neuen Mail-Adresse a.kerrutt@yahoo.de als auch im Plaza Hotel Gelsenkirchen unter gelsenkirchen@plazahotels.de.
Die ermäßigten Zimmerpreise für die Tagung im Hotel gelten nur bis zum 15.3.2022.

Leider müssen die Sonderausstellung Industrie grafisch gesehen und auch der Besuch der Zeche Zollverein ersatzlos gestrichen werden

(Für das neue Orga-Team und die DEG Alexander Kerrutt)

... weitere Informationen hier.

Mo, 14.02.2022

Sven Märkisch: Die wirkliche Möglichkeit (oben), ETWA (unten)

Künstlerbücher von Sven Märkisch

Im Rahmen Ausstellung "Best of 2021" der der Galerie DRUCK & BUCH in Wien findet am Donnerstag ein Buchgespräch mit Sven Märkisch statt. Er betreibt den Druckladen der Brandenburger Galerie Sonnensegel.

Nach seiner wunderbaren mehrbändigen Künstlerbuchbox "Gedichte für Kinder" von Ossip Mandelstam in der Wort-für-Wort-Übertragung von Elke Erb setzte Sven Märkisch nunmehr seine Zusammenarbeit mit der Büchnerpreisträgerin fort. Sie ließ ihm freie Hand bei der Auswahl unveröffentlichter Gedichte - er setzte sie mit seinen vielfarbigen Holzschnitten mit verlorener Form visuell um. Seine zugleich fast beiläufig daherkommenden Künstlerbücher zu Elke Erb "Die wirkliche Möglichkeit" und "ETWA" geben den Gedichten subtil Gesicht.

Buchgespräch (online) am Donnerstag, 17. Februar um 19 Uhr.
(Link zum Gespräch)

Galerie DRUCK & BUCH
Susanne Padberg

So, 13.02.2022

artbook.berlin 2022

Nachdem die artbook.berlin pandemiebedingt zwei Jahre ausfallen musste, wollen die Veranstalter, corn.elius + hanneke, nicht wieder ein Jahr auf die nächste artbook.berlin warten und Frühjahr eine zusätzliche Plattform in Berlin zu bieten, ihre neuen Werke, die es sicherlich reichlich gibt, dem interessierten Publikum zu präsentieren.

Die artbook.berlin geht für dieses Frühjahr zurück zu den Wurzeln, zurück, dahin wo alles seinen Anfang nahm, zurück zur Galerie Nord in Berlin-Moabit. Die artbook.berlin lädt ein, und orientiert sich erstmal bei der Auswahl der 30 Teilnehmer, an der Teilnehmerliste der ersten artbook.berlin von 2012.
Die Pirckheimer-Gesellschaft, bei der das Interesse zur Teilnahme zur der ersten artbook.berlin aufkeimte, ist seit 2013 zunehmend aktiver dabei.

Es ist gut, jetzt eine Veranstaltung für die Buchkunst auf die Beine zu stellen, statt noch einmal bis November zu warten, wenn auch in kleinerem Rahmen als bisher gewohnt.
Die artbook.berlin wird so lebendig gehalten und die Zeit des Wartens auf schöne und besondere Bücher und Grafiken verkürzt.

artbook.berlin: 25. - 27. März 2022

Galerie Nord,
Turmstrasse 72, 10551 Berlin-Moabit

Sa, 12.02.2022

Screenshot verlagegegenrechts.com

Offener Brief zur LBM-Absage

[...] Die Absage der Leipziger Buchmesse ist nicht nur für Verlage, Autorinnen und die Region Leipzig ein ökonomischer Verlust, sie ist ein schwerer Schlag gegen die Kulturlandschaft und zeugt von gesellschaftspolitischer Kurzsichtigkeit.

[...] befremdet [...] in der Begründung der Absage besonders eine Formulierung: Durch die plötzlichen Stornierungen einiger großer Verlage und Verlagsgruppen sei „die erwartete Qualität und inhaltliche Breite nicht mehr gewährleistet.“ Wird allen Ernstes ökonomische Masse mit Qualität gleichgesetzt, um die weniger großen Akteure auf dem Buchmarkt als irrelevant abzutun? Das kommt einer Verhöhnung derer gleich, die mit ihrer Arbeit das kulturelle Leben erst ermöglichen. Die [...] die Vielfalt herstellen, die sich in den Augen der Gewinnoptimierer nicht rechnet, mit der sie sich gleichwohl gern schmücken [...].

Noch befremdlicher ist das beflissene Raunen in etlichen Medien: Sei Leipzig noch zukunftstauglich, brauche es überhaupt noch Buchmessen, [...] Das Festhalten an nichtvirtuellen Formaten sei „Sentimentalität“. Damit werden Lesende, Schreibende, an Inhalten [...] und am Austausch Interessierte für überholt und überflüssig erklärt. [...] Muss die Leipziger Buchmesse erst von ökonomischen Zwängen und Renditevorgaben befreit werden, um ihre eigentliche und wesentliche Aufgabe zu erfüllen? Stellen wir die Gegenfrage: Sind die Konzernverlage – oder besser, ihre Marketingabteilungen – nicht vielleicht entbehrlich für dieses Fest kultureller Begegnung, [...] Brauchen wir, braucht die Gesellschaft nicht vielleicht eine von diesen Konzernen unabhängige Leipziger Buchmesse?

[...] wir befinden uns in einer Krise, weitere werden folgen. [...] diesen wird man nicht mit einer Flucht in die digitale Welt, ins Reich der Algorithmen und Simulationen begegnen können. Wir brauchen Bücher für Menschen, für Herzens- und Verstandesbildung, eine Literatur, die nicht als beliebige Ware daherkommt. Wir brauchen die Begegnungen, den Austausch, den gesellschaftspolitischen Diskurs. Die Leipziger Buchmesse ist ein Ort dafür. [...]

... gesamten Offenen Brief der Verlage gegen Rechts lesen.

Fr, 11.02.2022

Vortrag zum Werk von Gerhard Richter

Eine Ergänzung zum Beitrag Gerhard Richter Künstlerbücher

In einem neuen digitalen Vortrag stellt die Kunstbibliothek in Berlin erstmals die Künstlerbücher Gerhard Richters in einer großen Überblicksausstellung vor.

Dr. Moritz Wullen, Direktor der Kunstbibliothek, wird die Teilnehmer zu diesem Anlass begrüßen, in die Ausstellung einführen und einen Ausblick über die gemeinsame Arbeit der Sammlungen im neuen Museum des 20. Jahrhunderts geben. Gemeinsam taucht Dr. Michael Lailach mit den Teilnehmern des Vortrags in die Gedankenwelt des Künstlers – vom Bild zum Buch und zurück – ein. Sie blicken auf das Buch als Objekt, das Künstlerbuch als Medium der Kunst von 1960 bis heute und auf das Buch als alternativen Raum der Kunst.

Mitglieder der Schweizerischen Bibliophilen-Gesellschaft sowie Freunde der Nationalbibliothek können sich bis zum 21. Februar über ihren jeweiligen Mitgliederbereich zur Teilnahme an diesem Zoom-Vortrag anmelden. Eine Teilnahmemöglichkeit für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft ist angefragt.

Vortrag: 22. Februar 2022, 19 Uhr