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Pirckheimer-Blog

Mo, 08.11.2021

Lene und Dietmar Block an der Presse beim Druck der Radierung Bücherturm
Und hier im Buch: Erzählung und Farbradierung von Helene

Bücher fallen nicht vom Himmel oder die Lust an Wörtern

Die Bücherkinder Brandenburg traten ihrem aktuellen Projekt unter der Mentorenschaft des Pirckheimers Armin Schubert Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel“ mit dem Erlernen der Kaltnadelradierung in eine neue Phase. Erste Bücher erscheinen kurz vor Weihnachten, ab Januar 2022 die restlichen in einer Auflage von 60 Exemplaren.

Im Vorwort zu diesem Projekt heißt es: „Im Hinstorff Verlag ist das eindrückliche und besondere Buch, ein Kunstwerk zweier Künstler aus der DDR, nun bereits in der 12. Auflage erschienen. Es wurde von Egbert Herfurth aus Leipzig genial illustriert. An Franz Fühmann wollen wir zu seinem 100. Geburtstag erinnern und den Illustrator Egbert Herfurth mit seinem umfangreichen Schaffen für Kinder mit dieser Hommage in der Weise ehren. [...] Die Kinder lernten mit Sprachspielen und Gedanken spielerisch umzugehen, die aus der Gedankenwelt von Schopenhauer, Rückert, Schleiermacher, Schiller, Herder und Wilhelm von Humboldt, von Marx und Engels oder aus der Bibel stammen. Sie erfuhren etwas über den Streit zwischen Hesiod und Homer, den Streit von Cäsar und Xerxes, etwas von Wilhelm Busch und Brecht, von Goethe und G.A. Bürger, Victor Hugo, von Galletti und Morgenstern bis hin zur Moderne. [...] Somit sind wir nach dem Buch zur Postkarten-Poesie für Jurek Becker in einen weiteren Bereich von Sprachschöpfungen und Kreativität vorgedrungen.
Wunderbar war eine erneute Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaftlerin Christine Becker. Unser Buch berichtet im mittleren Teil davon.
Die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. und die Kulturbundstiftung unterstützt diese Arbeit erneut in hohem Maße. Den Bücherkindern der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg und der Schulleitung gehört mein großer Dank.“

(Armin Schubert)

So, 07.11.2021

Super BOOKS 2021

Zum zweiten Mal seit dem Auftakt im Jahr 2019 zeigen über 50 Künstler, Gestalter und alternative Verleger ihre Produktionen im Haus der Kunst. Damit erhält die in München sehr lebendige und aktive Künstlerbuchszene die Fläche für einen gemeinsamen Auftritt. Neben dem Schwerpunkt München sind diesmal auch Produzenten aus Österreich (Auslöser sowie Darja Shatalova und Kristian Ujhelji), der Schweiz (_957 Independent Art Magazine sowie GRRRR) und den Niederlanden (The Artist and the Others sowie Dutch Independent Art Book Publishers und Lula Valletta & HOK) vertreten. Tobi Huschka aus Köln stellt Bücher vom Kunsthaus Kat18 vor, einer inklusiven Kunstwerkstatt. Die Münchner piratInnenpresse, ein Verlag von Kindern und Jugendlichen, stellt Taschenbücher und Faltkarten her. Ihr üblicher Versammlungsort ist „die Kajüte unterm Dach der Seidl-Villa in Schwabing“. Iwalewabooks hat die jüngsten Entwicklungen in der zeitgenössischen Kultur Afrikas im Fokus.
Die Teilnehmenden sehen sich in der Tradition der 1960er-Jahre, als sich im Umfeld der postavantgardistischen Kunstszene neue Kommunikations- und Distributionsnetze bildeten. Ihre Produkte wie Künstlerbücher, Magazine oder Zines sind autonome Kunstwerke. Mit ihrer Ethik der Zugänglichkeit, die in Preisgestaltung und der Direktheit von Vertriebswegen zum Ausdruck kommt, bilden sie ein Gegengewicht zu den gängigen Spielregeln des Kunstmarkts.
Die Publikationen können direkt vor Ort gekauft werden.
Super BOOKS ist eine Kooperation mit AAP Archiv Künstlerpublikationen, Akademie der Bildenden Künste München und fructa space.
Kuratiert von Sabine Brantl mit Hubert Kretschmer, Martin Schmidl sowie Quirin Brunnmeier und Malte Wandel.

12. / 13. November 2021, Der Eintritt ist frei, Slot erforderlich.

Haus der Kunst, Südgalerie 1. Stock
München

Sa, 06.11.2021

Herzlichen Glückwunsch!

Heute vor 250 Jahren wurde Alois Senefelder geboren, nach Johannes Gutenberg vermutlich der zweitwichtigste Mensch für die Druckkunst.

1796 entwickelte er die Lithografie, den Steindruck. Daraus entwickelte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Offsetdruck, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Buchdruck (Hochdruck) weitgehend ablöste. Außerdem ist seine Erfindung eng mit der Plakatkunst und dem Siegeszug der Litfaßsäule ab Mitte des 19. Jahrhunderts verknüpft.

Das Museum für Druckkunst Leipzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, die künstlerischen Drucktechniken zu bewahren und vor allem lebendig zu halten. Das passiert unter anderem durch Führungen und Workshops, zum Beispiel zum Wochenende der Grafik, aber auch digital, z.B. auf dem YouTube-Kanal, da gibt es auch ein Video über die Lithografie.

Wochenende der Grafik: 13. und 14. November 2021

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Fr, 05.11.2021

Abb.: Detail aus dem Buchcover "Alles! 100 Jahre Jawlensky in Wiesbaden"

Wandelhalle 2021-2

Das zweite Jahresheft der Wandelhalle für Bücherfreunde, Nachrichten der Gesellschaft der Bibliophilen, ist erschienen.

Schwerpunkt ist ein Interview mit Theresa Wedemeyer zur Einbandkunst, daneben gibt es einen Bericht über die Jahrestagung der fränkischen Bibliophilen und zum Jahrbuch 2021 der Deutschen Exlibris-Gesellschaft.

Als Bibliophile Notizen enthält das Heft das Exlibris-Porträt No.9 Erich Büttner für Georg Hermann Borchardt und die Vorstellung der aus 12 Plakaten bestehenden Serie "Frauen im Graphischen Gewerbe", welche von Stipendiatinnen der Manufaktur Willi Beck geschaffen wurden.

Unter Interna noch folgende Information:
"Weimar - dritter Versuch ... Der Vorstand geht davon aus, dass das mehrfach verschobene Jahrestreffen [der Gesellschaft der Bibliophilen vom 16. bis 20. Juni] 2022 stattfindet und freut sich darauf. Dr. Annette Ludwig hatte bereits 2020 und 2021 in Absprache mit den beteiligten Institutionen ein abwechslungsreiches Programm ausgearbeitet. Bleibt zu hoffen, dass es, wie ursprünglich geplant, durchgeführt werden kann. Konkrete Informationen werden ab Februar 2022 auf der Webseite veröffentlicht sowie in der Frühjahrsausgabe der Wandelhalle."

Do, 04.11.2021

Studenten aus Halle und Jena im 18. Jh.

Johann Joachim Winckelmann als Student

Unser Mitglied, das Winckelmann-Museum, lädt zu einer Führung durch Frau Agnes Kunze M.A. zum Thema: „Da mir die gewöhnliche Academische Speise zwischen den Zähnen hängen blieb: Johann Joachim Winckelmann als Student“ ein.

Trotz bitterster Armut schaffte Johann Joachim Winckelmann den Sprung an die Universität. In Halle studierte er gezwungener Maßen Theologie und lernte bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit kennen und schätzen. Später ging er an die Universität Jena, um sich u.a. der Medizin zu widmen.

Der Vortrag entführt in Winckelmanns Lebenswelt, die geprägt ist von Entbehrungen, intensiven Freundschaften und Träumen, die manches Mal unerfüllt bleiben sollten.

7. November 2021, um 15.00 Uhr

Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36 - 38, 39576 Hansestadt Stendal

Mi, 03.11.2021

Eckhard Froeschlin, Kafka, 2021, 39x28 cm

Offene Ateliertür in Scheer

Zum Wochenende der Offenen Ateliertür in Scheer erscheinen von Eckhard Froeschlin die Jahresgaben-Radierungen, siehe hier.

Ein Sonderfall sind die drei Dichterporträts, deren Verkauf einen Katalog der Arbeiten zu Wort, Dichtung und Literatur des Künstlers mitfinanzieren soll. Herausgegeben von Werner Meyer, Direktor des Kunstmuseums Göppingen i.R., und getragen von den Kunstmuseen in Singen und Albstadt, soll er im März nächsten Jahres erscheinen. Die Vorzugsausgabe des Katalogs mit beiliegender Radierung winkt gratis denen, die eines, zwei oder alle drei der Dichterporträts erwerben.

Tokaido bezieht sich auf eine in den USA gesehene Karte der wichtigsten japanischen Straße, ist also ein Reiseblatt. Traumfahrer ist ein Überfahrender, der mir selber etwas rätselhaft bleibt, eine Art versehrter Eroberer. Saulgau.Störche entstand im Sommer zur Ausstellung in der Galerie Die Fähre Saulgau - der Ausstellungs-Sonderpreis wurde bis zum 31. Dezember 2021 verlängert. Dann enden auch die Vorzugspreise der anderen Arbeiten. Der Katalog REISEREISE ist gerade zur Ausstellung in der Villa Eugenia in Hechingen erschienen, ebenfalls noch zum Vorzugspreis.

Offene Ateliers: 13. und 14. November 2021

Eckhard Froeschlin
Alte Papierfabrik, Fabrikstr. 32-40, 72516 Schee

Di, 02.11.2021

Wolfgang de Bruyn (l.) im Gespräch mit dem Pirckheimer und Schriftsteller Till Sailer (Foto: Elke Lang)

Eine Feier für Günter de Bruyn (1926 – 2020)

Punktgenau zum 95. Geburtstag am 1. November hatten die Vertretung des Landes Brandenburg beim Bund, das Kleist-Museum Frankfurt (Oder) und die Günter-de-Bruyn-Stiftung in der Landesvertretung ausgerichtet. Der Sohn Wolfgang de Bruyn sprach über die Günter-de-Bruyn-Stiftung, die der Schriftsteller schon 2014 durch eine testamentarische Verfügung über den Grundstock von 50.000 Euro aus seinem Nachlass vorbereitet hatte, sowie über die Gründung des Fördervereins 2020 unter Vorsitz von Wolfgang de Bruyn als Träger der Stiftung. Diese hat den Zweck, Günter de Bruyns Lebenswerk zu erhalten und so aufzuarbeiten, dass es der Öffentlichkeit zugänglich ist. Eine erste Arbeit bestehe für den Förderverein darin, „die vielen laufenden Regalmeter Bibliothek“ des Schriftstellers zu katalogisieren“, so Wolfgang de Bruyn. Hannah Lotte Lund, die bei der Veranstaltung als Direktorin des Frankfurter Kleist-Museums verabschiedet wurde – die Interimsleitung übernimmt bis März nächsten Jahres Wolfgang de Bruyn –, lobte den Jubilar als „guten Historiker, der Günter de Bruyn für mich ist – und wenn dann noch gute Literatur herauskommt...“ Der Leiter des Brandenburgischen Literaturbüros Peter Walther zitierte in seinem Essay aus dem Gratulationsbrief Angela Merkels zu de Bruyns 80. Geburtstag, in dem es heißt, dass dieser „dem Denken der Herrschenden niemals die Herrschaft über das eigene Denken gegeben habe“.

Zu den Gästen gehörte auch der Pirckheimer André Förster, Mitglied des Fördervereins und Verleger. In dessen Quintus Verlag erschien von Christiane Barz / Wolfgang de Bruyn / Hannah Lotte Lund „Günter de Bruyn – Schreibwelten. Zwischen märkischer Kulturgeschichte und deutscher Gegenwart“, der Begleitband zu der noch vom Schriftsteller selbst mit konzipierten Wander-Ausstellung „Günter de Bruyn – Märkische Schreibwelten“. Sie ist vom 5. November bis 9. Januar 2022 nach Frankfurt und Beeskow im Haus der Brandenburgisch-Preußischen Geschichte in Potsdam zu sehen.

Verbunden war die Feierlichkeit mit der Premiere des letzten, postum herausgebrachten Buchs von Günter de Bruyn, einer Nacherzählung von Friedrich de la Motte-Fouqués Zaubermärchen „Undine“ unter dem Titel „Die neue Undine“ (S. Fischer Verlag) mit einem ganz anderen, überraschenden Ausgang. Eindrucksvoll gelesen wurden die ersten beiden Kapitel durch den Schauspieler Hanns Zischler.

(Elke Lang)

aus der Sommerausstellung "EINE ANDERE WELT" mit Arbeitsergebnissen aus den Kursgruppen

Herbstzeit mit bunten Drachen

Doch nicht die buntgeschmückten Flugobjekte aus Papier, die in den Herbstmonaten den Himmel durchpflügen, werden in zwei Tagen in der Brandenburgischen Fouqué-Bibliothek präsentiert - in der neuen Ausstellung der Galerie „Sonnensegel“ tummeln sich die Drachen aus Ritter- und Fantasiegeschichten auf den Zeichenblättern.
Die Fabelwesen sind Schöpfungen von Kurskindern der Brandenburger Kunstschule im Alter zwischen 8 und 16 Jahren. Ihre im Gutenberg-Druckladen der Galerie „Sonnensegel“ unter Anleitung des Pirckheimers Sven Märkisch gedruckten Illustrationen sind im diesjährigen originalgrafischen Kinder-Kunst-Kalender der Galerie zusammengefasst, welcher  in einer Auflage von 50 Exemplaren gedruckt wurde und nun der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Ausstellungseröffnung: 4. Oktober 2021 16.30 Uhr
Ausstellung: 4. Oktober - 30. Dezember 2021 

Fouqué-Bibliothek
14770 Brandenburg an der Havel, Altstädtischer Markt 8

Sergey Kirnitzkiy: Exlibris für Anneliese Ostermann, C4+C7, 2021

Sergey Kirnitzkiy

Die Geschichte des Exlibris ist ohne die Existenz von Büchern nicht denkbar. Exlibris und die Liebe, auch Leidenschaft zum Buch sind zumindest ursprünglich eng miteinander verbunden. Zu den berühmtesten Büchern der Weltliteratur gehört der Roman über die absurden Kämpfe des idealistischen Ritters von der traurigen Gestalt Don Quijote de la Mancha, geschrieben Anfang des 17. Jahrhunderts von Miguel de Cervantes.

Motive aus dem Don Quijote zählen bis heute zu den beliebtesten literarischen Sujets auf Exlibris. Zwei davon haben die Jury auf der DEG-Tagung im Oktober 2021 in Haltern am See so überzeugt, dass sie ihren Schöpfer, den ukrainischen Künstler Sergey Kirnitzkiy (* 1974), zum Sieger des DEG-Wettbewerbs gekürt hat. Der Sammler Tomas Ostermann hatte diese beiden Exlibris im Gedenken an seine Eltern, den Zahnarzt Dr. Kurt Ostermann und seine Frau Anneliese, in Auftrag gegeben. Als Anneliese Ostermann mit 51 Jahren verstarb, hinterließ sie ihrem Sohn eine Kollektion bibliophiler Bücher, darunter zahlreiche Erstdrucke und – Ausgaben von Cervantes. Zwar besaß das Ehepaar Ostermann keine Exlibris auf seinen eigenen Namen, aber Anneliese Ostermann hatte die Gewohnheit, ihre Bücher mit ihrer Signatur selbst zu personalisieren.

Der Auftrag an Kirnitzkiy schloss den Vorschlag ein, als Grundlage zwei herausragende Grafiken von Savva Brodsky (1923–1982) zu nehmen. „Als ich diese beiden wunderschönen Werke sah,“ so Kirnitzkiy selbst, „beeindruckten sie mich mit ihrer Einfachheit, Technik und Bedeutung! Ich gab sofort mein Einverständnis und begann mit der Arbeit an Skizzen, um den Text mit den Namen der Eltern und den Text mit dem Namen des Künstlers in die Komposition aufzunehmen. Beim Gravieren der Platte hatte ich die wunderbare Erfahrung, den Stil, die Technik und den Strich von Savva Brodsky genau zu vermitteln. Es dauerte eine lange Zeit.“ ...

(Henry Tauber)

Mo, 01.11.2021

oben: "Frans Masereel und das Buch", Auswahl und Einleitung von Theodor Pinkus, Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft 1961 / unten: Neujahrsgruß 1965 mit dem Holzschnitt "Der Optimist" von Frans Masereel, auf Japanpapier, Foto © ad

Frans Masereel und das Buch

"Bibliophiles des Monats" im November ist die vor 60 Jahre erschienene Neujahrsgabe 1961 der Pirckheimer-Gesellschaft Frans Masereel und das Buch“.
Der Schweizer Staatsbürger Paul Theodor Pinkus (1909 - 1991), als Nicht-DDR-Bürger eines der „inoffiziellen Mitglieder“ der Pirckheimer-Gesellschaft, hatte sich seinerzeit um die Bekanntmachung des Werkes von Frans Masereel verdient gemacht, was auf großes Interesse bei den Bibliophilen in der DDR stieß und eine starke Beachtung dieses flämischen Holzschneiders Anfang der 60ger Jahre auch in unserem Land zur Folge hatte.

Die Neujahrsgabe mit zwei Titelvignetten und 49 Holzschnitten von Illustrationen bis zu Exlibris erschien in einer limitierten Auflage von 400 Exemplaren, von denen 75 römisch nummeriert für den Künstler und den Limmat-Verlag Zürich reserviert wurden, gesetzt aus der 12p halbfetten Gill-Grotesk und gedruckt in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig. Die Gestaltung lag in den Händen von Walter Schiller. Die Klischees fertigte die Grafische Kunstanstalt G. Rebner und Co., Leipzig. Die Buchbindearbeiten (Pappband mit Leinenrücken und einer montierter Abb., Fadenheftung) besorgte die Werkstatt Prof. Otto Dorfner in Weimar.

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So, 31.10.2021

DEG Präsident Henry Tauber & Preisträger Ulrike Ladnar (Foto Marietta Hagedorn)

DEG tagte in Haltern am See

Nach fast 2½ Jahren konnte endlich die Tagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft in Haltern am See in den Tagen 21. - 24. Oktober 2021 stattfinden. Corona bedingt hatten sich etwa 100 Teilnehmer aus 16 Ländern im schönen Hotel Seehof direkt am Wasser eingefunden und verbrachten drei Tage in guter Stimmung und regem Tauschverkehr (und ohne Mundschutz Zwang!).
Der interessante Ausflug in das Römermuseum erhielt durch eine Sonderausstellung einen extra Colorit und war für alle, die daran teilnehmen, ein besonderes und informatives Erlebnis.
Ebenfalls Corona bedingt war nur eine der Preisträger anwesend, die Künstlerin Silvana Martignoni, die den 1. Preis des DEG Wettbewerbs erhielt.
Höhepunkt war die wohlverdiente Verleihung der Walter von Zur Westen Medaille an die frühere Redakteurin des DEG Jahrbuches, Ulrike Ladnar.
Am Ende der gut gelungenen Tagung wünschten sich alle ein hoffentlich gesundes Wiedersehen Anfang Mai 2022 in Gelsenkirchen.

(Klaus Rödel)

Hanif Lehmann, Barockgarten Großsedlitz mit 2 Sphinxen, 2019/20, Radierung, Aquatinta, 29 x 36 cm

hortus secretus

Noch bis zum 5. Juni 2022 ist die seit Ende November laufende 36. Leipziger Grafikbörse an verschiedenen Orten in Mitteldeutschland unterwegs. Sie entführt in den „hortus secretus“, den geheimen Garten. Zu diesem Thema haben über 100 Künstler, darunter auch Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, grafische Arbeiten eingereicht, die derzeit im Museum für Druckkunst ausgestellt sein werden.

Die Künstler stammen überwiegend aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wobei die Stadt Leipzig einen Schwerpunkt bildet. Ihre Interpretationen des „hortus secretus“ reichen vom Garten als konkreten Ort bis zu gedanklichen, fantastischen Gärten. Dabei bedienen sie sich verschiedener Druckgrafischer Techniken und experimentieren auch mit Mischformen.

Durch die Ausstellung führt heute der Kunsthistoriker Rainer Behrends.

8. Oktober – 21. November 2021 Museum für Druckkunst Leipzig
28. November 2021 – 30. Januar 2022 Grafikmuseum Bad Steben
6. Februar – 19. April 2022 KunstWandelhalle Bad Elster
1. Mai – 5. Juni 2022 Kulturspeicher Dörenthe

Sa, 30.10.2021

Alexander Frohberg und Lukas Giesler, zweifarbiger Steindruck, gedruckt auf der Steindruckschnellpresse von Christian Müller

250. Geburtstag von Alois Senefelder

Aus Anlass des 250. Geburtstag von Alois Senefelder (geb. 6. November 1771) findet im Museum für Steindruck Wurzbach die Ausstellung DER JUNGE STEINDRUCK statt.

Zur Ausstellung wird Museumsgespräch mit Hanns-Peter Schöbel, Autor des Buches „Alois Senefelder - Der Steindrucker'' stattfinden, der in die Verfahren des Farbwerdens, welche Alois Senefelder begründet hat, einführen wird. Lukas Giesler, Technischer Leiter der Werkstatt für Lithographie und Offsetdruck der Staatlichen Akademie der Bildenden Künste Karlsruhe, wird zu den Werken der Ausstellung sprechen. Die Autoren der Blätter dieser Präsentation sind junge Kunststudenten, die mit einem Stipendium vom Kunstverein "Freunde der Kunst" gefördert worden sind und in den letzten Jahren Mitglieder der Werkstatttage für Steindruck in Wurzbach waren.

Zur Ausstellung erscheint eine Vorzugsgraphik als Gemeinschaftsarbeit der Kunststudenten David Muth und Krischa Kaczmarek "Alois Senefelder - 250", ein zweifarbiger Steindruck, gedruckt auf der Steindruckschnellpresse und handgepudert mit Gold. Auflage 70 Exemplare, Motivgröße 31 x 20 cm, Blattgröße 36 x 24 cm, Vorzugspreis während der Ausstellung 60 €, danach 120 €.

(Christian und Bärbel Müller)

Ausstellung: 4. November 2021 - 5. Februar 2022
Museumsgespräch: 6. November 2021, 14 Uhr

Kunsthaus Müller / Museum für Steindruck
Markt 6, 07343 Wurzbach/Thüringen

Fr, 29.10.2021

25 Jahre "edition noir." bei der FBM

Am diesjährigen Messedonnerstag erhielt Birgit Klös und Pirckheimer Bodo Klös "edition noir." von der Messeleitung der Buchmesse 2021 in Frankfurt eine Urkunde und einen Kuchen für 25-jährige Teilnahme an der Buchmesse Frankfurt.

Die in Lich beheimatete "edition noir." hat sich spezialisiert auf Druckgrafik und Buchkunst.

Die erste Teilnahme der Buchmesse war 1996 und seitdem präsentieren Birgit und Bodo Klös ;mit ihrem Verlag "edition noir." jährlich bis heute verschiedene Künstler aus ihrem Programm, aktuell Bodo W. Klös, Dagmar Zemke, Günther Hermann, Tomi Ungerer, Frank Eissner, Lorenzo Mattozzi und Sylvian Ylvain Lainè, bei dieser großen Bücherschau in Frankfurt. Leider war die Beteiligung der Kollegen in diesem Jahr nur rudimentär. Trotz allen Unkenrufen und den Pandemieeinschränkungen kann die "edition noir." für 2021 eine erfolgreiche Messe vermelden.

Das Projekt Liber bietet Büchergutscheine und unterstützt Schreibende sowie Verlage der Schweiz. © -sda- Keystone

Crowdfunding für die Schweizer Buchbranche

Die Corona-Krise hat Autoren, Verlage und Buchhandlungen schwer getroffen. Es „... ist klar, dass die Corona-Krise ihre Mitglieder langfristig empfindlich trifft und sich nur mit besonderer Unterstützung bewältigen lässt“.
Um in der Schweiz auf die Situation aufmerksam zu machen und der Branche einen Anstoß zu geben, wurde dort eine nationale Crowdfunding-Kampagne unter dem Namen LIBER gestartet, Sie soll finanzielle Mittel in den Schweizer Buchmarkt zurückbringen. Es ist „... eine Kampagne zugunsten des Schweizer Buchschaffens, die sich direkt an Leserinnen und Leser richtet. Die Schweiz ist heute ein Land mit einer großen Buchvielfalt, die auch nach der Coronakrise erhalten bleiben muss“, so Tanja Messerli, Geschäftsführerin des Schweizer Buchhändler- und Verleger-Verbands SBVV.

Unterstützer erhalten für einen Beitrag von 60 Franken einen Liber-Bon im Wert von 100 Franken, der in 400 Buchhandlungen in der Schweiz eingelöst werden kann. Die Mittel dafür haben die Schweizer Branchenverbände bei Stiftungen, Städten und Kantonen gesammelt.