Pirckheimer-Blog

Jens-Fietje Dwars

So, 10.04.2022

Marginalien 244 mit Typografischer (Albrecht von Bodecker) und Graphischer Beilage (Uwe Pfeifer: Hin und her, Holzschnitt, sign.)

MARGINALIEN #244

Zur artbook.berlin nord konnten die Marginalien #244 bereits vorgestellt werden, am Montag darauf hatten sie die meisten Pirckheimer in ihrem Briefkasten. 

"Das seltene Finden. So betitelt Albrecht von Bodecker vor gut 35 Jahren seine Erfahrungen mit Antiquariaten. Er schreibt nicht: Das Seltene finden. Er stellt nicht die Trouvaille in den Mittelpunkt, sondern die Suche. Der Prozess ist ihm wichtiger als das Produkt. Auf dem Weg zum geliebten Fund wächst der eigentliche Schatz: Wissens- und Wahrnehmungserweiterung. Es hat schon etwas Zen-haftiges, dieses Stöbern nach schönen Büchern. Nachzulesen in unserer Typografischen Beilage, mit der wir dem Buchkünstler zu seinem 90. Geburtstag im April gratulieren.
Ums Suchen geht es auch in anderen Beiträgen unserer aktuellen Ausgabe. Die Suche nach angemessener Form zum Beispiel, von der Sabine Knopf berichtet. Sie porträtiert Friederike Pondelik, die langjährige Künstlerische Leiterin des Reclam-Verlags Leipzig.
[...]
Fast schon manisch suchte ein anderer Gestalter nach der idealen Form: Willy Wiegand und seine Bremer Presse wollten nichts mehr als das Buch an sich neu zu erfinden, landete bei klassizistischer Askese, was in einigen der schönsten Bücher des 20. Jahrhunderts gipfelte – aber auch im Konkurs, wie Helmut Steffens für uns erzählt. Auch Christof Kugler sucht: Alles zum Spanischen Bürgerkrieg. Christoph Links besuchte den Arzt aus Frankfurt am Main [...] Jens-Fietje Dwars spürt im Atelier von Uwe Pfeifer der »Magie der Sachlichkeit« nach, dem Suchen nach Gewissheiten hinter nüchterner Darstellung, [...]
Und schließlich erzählt Christiane Hoffrath von der Suche nach Wahrheit – nicht nur von der astronomischen Galileo Galileis, sondern auch von der über dessen erstes Buch, dem Sternenboten von 1610, ausgelöst durch eine spektakuläre Fälschung."

(Till Schröder, Editorial)

Do, 13.01.2022

Jahresgabe 2021 der Pirckheimer Gesellschaft

Als Jahresgabe 2021 ist für unsere Mitglieder das Buch "Strawalde. Nebengekritzeltes. Gedichte aus sieben Jahrzehnten mit fünfzig Zeichnungen und Collagen" vorgesehen, welches von Jens-F. Dwars herausgegeben wurde und für die Pirckheimer-Gesellschaft erschien.
Neben der Jahresgabe wird es eine inhaltlich identische Vorzugsausgabe in 75 Exemplaren für die Sammler der Edition Ornament geben. die von Silke Steinhagen (Weimar) handgebunden wird. Diesen Exemplaren liegt eine signierte Lithografie von Strawalde bei, gedruckt von Christian Müller (Wurzbach).

Der vielfach ausgezeichnete Filmemacher Jürgen Böttcher, der als Maler und Grafiker seine Bilder mit Strawalde signiert, beging 2021 seinen 90. Geburtstag. Aus diesem Anlaß erschienen seine Gedichte aus sieben Jahrzehnten, die er für die Pirckheimer-Gesellschaft geschaffen hat. Strawalde spricht lieber von Nebengekritzel. Denn die Verse entstanden immer nur nebenbei, neben dem Malen und Filmedrehen. Sie sind keine hehre Gedanken-Lyrik, die Ewigkeitsgeltung beansprucht. Nicht in Stein gemeißelt, vielmehr spontane Notizen, rau und lebendig wie seine Bilder, geboren aus unbändiger Lust am Sprachspiel, an Alliteration, Reim und dadaistischer Sprengung des Sinns, um sich sinnlich am reinen Klang der Worte zu erfreuen. Grüße von Anna Blume, an denen Schwitters seine Freude hätte, Narren-Sprüche gegen „die Überweisen“, die „mit Weisheit Tisch und Wand besch...“ (Nietzsche).
Aufs Schönste ergänzen sich diese lustvollen Kritzeleien mit den Zeichnungen und Collagen. Von Strawalde handgeschrieben erscheinen die Verse wie grafische Strukturen und geben sich umgekehrt die Bilder als rätselhafte Schriftzeichen zu erkennen, die dazu einladen, entziffert oder vielmehr erhört zu werden. Denn letztlich sind beide Klanggebilde, die uns vom Leben erzählen.

Edition Ornament im quartus-Verlag Bucha, 2021,
12 S., 16,5/24,4 cm, Festeinband

Di, 11.01.2022

Typografische Beilage: Die Magie des Enchiridion Leonis Papae / Grafische Beilage: ATAK HERE, Risografie

Marginalien #243

Im Editorial der Ende letzten Jahres ausgelieferten Marginalien schreibt Till Schröder: "Die Person hinter der Kunst, sie fasziniert die Kritiker. Sie oder er ginge unbeirrt ihren oder seinen Weg. Ihr oder sein Individualismus mache sie einzigartig, heißt es. Geht es um Annäherung, beschäftigt die Kritiker das Besondere im Werk oft mehr als das Verwandte. Und doch agiert selbst der Exzeptionellste unter den Schaffenden nie im luftleeren Raum. Durch Kontext entsteht Bedeutung. In Abgrenzung zum Davor das neue Danach. Starke Persönlichkeiten reifen oft in starken Umfeldern. Das Drumherum bestimmt Bildung innerer Ästhetik gleichermaßen wie Möglichkeit äußeren Ausdrucks.
In diesem Sinne erkunden die Marginalien diesmal Menschen, die ihre künstlerischen Wege in der Tat unbeirrt von Zeiten und Systemen zu gehen scheinen. Allerdings, was im Nachhinein betrachtet als zielstrebig scheinen mag, stellt sich für die Künstler selbst eher wie ein Neugieriges-Sich-Treiben-Lassen dar. Über Vorbestimmung sinnieren sie wenig. Der Schriftsteller
Ingo Schulze nimmt uns mit in die Bild- und Buchwelten von Olaf Wegewitz, dem großen Nachspürer von Natur im Papier. Matthias Gubig erkundet die illustrativen Bildwelten Jutta Mirtschins, deren Kinderbücher und Theaterplakate gleichermaßen intime wie distanzierte Weltsicht atmen. Tobias-David Albert besucht den Typografen, Buchgestalter und Bildhauer Volker Küster nahe der niederländischen Grenze, der als Schriftgestalter Zeichen nicht nur im Zweidimensionalen der Buchseiten vermisst, sondern auch im Dreidimensionalen des Eisenguss’. Jens-Fietje Dwars erzählt von drei glorreichen Jahren des Hans Mardersteig und seiner Kunstzeitschrift Genius im Deutschland der 1920er Jahre, während Norbert Grewe in die Anfangsjahre des Diogenes Verlags eintaucht – und Daniel Keels Faible für die Fantastik. Michael Siefeners Kurzgeschichte über ein Zauberbuch in den Katakomben Lyoner Antiquariate verströmt eben solche in unserer Typografischen Beilage. Bernhard Hampp steigt ein in die napoleonische Epoche und ruft Adalbert Chamisso, den weltreisenden Franzosen in preußischem Dienst, seinen Schlemihl und den Kunersdorfer Musenhof ins Gedächtnis. Fritz Jüttner erinnert an 250 Jahre Klopstock’scher Oden, die Kraft eines Kommas und die Wirkmacht illegaler Nachdrucke. Und [... Till Schröder ...] durfte bei ATAK vorbeischauen, dem Professor der Illustration mit Punk-Wurzeln, der das Malen zitatreicher Stilleben für sich entdeckt hat."

Als grafische Beilage erhielten Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft die Risografie von ATAK HERE, vom Künstler signiert und nummeriert, in 650 Exemplaren dreifarbig gedruckt von Dominik Dabrowski in der Druckwerkstatt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale). Die allen Heften beiliegende typografische Beilage enthält den oben erwähnten Text "Die Magie des Enchiridion Leonis Papae", wie immer gestaltet und kommentiert von Matthias Gubig.

Sa, 11.12.2021

Von Sammellust bis Engelsturz

Im Altenburger E. Reinhold Verlag erscheint "Von Sammellust bis Engelsturz" von Dieter Gleisberg mit Beiträgen zu Kunst und Künstlern.

Dieser Titel enthält Texte u.a. zu Goethe, Heinrich Wilhelm Campe und Caspar David Friedrich über Max Klinger und Conrad Felixmüller bis hin zu Gerhard Kurt MüllerCarlfriedrich Claus und Thomas Ranft, sowie vielen anderen Künstlern.

25 Exemplare dieses Buches werden als Vorzugsausgabe mit einem Original-Farbholzschnitt "Engel 2021" von Karl-Georg Hirsch ausgeliefert. Jedes Blatt wurde vom Künstler gedruckt, handsigniert und nummeriert.

Das nächste Heft der Marginalien wird eine Besprechung des Titels von Jens-Fietje Dwars enthalten.

Dieter Gleisberg: Von Sammellust bis Engelsturz - Beiträge zu Kunst und Künstlern
E. Reinhold Verlag, Altenburg 2021
Festeinband, 21 x 27 cm, ca. 208 Seiten, ISBN 978-3-95755-067-5 
Normalausgabe: 29,80 €
Vorzugsausgabe mit einem Farbholzschnitt von Karl-Georg Hirsch: 69,80 €

Di, 28.09.2021

Herbert Sailer - Mitten in der Nacht

Die vom Pirckheimer Till Sailer herausgegebene Auswahl bringt zum ersten Mal einen Querschnitt aus dem Nachlass eines Lyrikers, der mit 32 Jahren im Zweiten Weltkrieg starb und von dem zu seinen Lebzeiten nur ein schmales Bändchen erschien.
Die frühen Gedichte Herbert Sailers (1912-1945) verschmelzen Motive der Neuromantik und der Bewunderung für Rilke mit dem Erleben der Jugend- und Reformbewegung. Ein Heranwachsender sucht nach seinem Weg in einer Zeit der Auf- und Umbrüche: Nichts ist mehr sicher, das Vertraute zerfallen, das Kommende ungewiss. Mit unsentimental verknappten Versen findet er zu einer eigenen Sprache. Landschaftsgedichte wie Rhön, Reflexionen über das Unwiederbringliche des Lebens wie Alter Mann im Gebirge und Mitten in der Nacht oder Porträts von Kleist und Bach brauchen den Vergleich mit namhaften Lyrikern seiner Zeit nicht zu scheuen. Zarte Liebesgedichte finden sich neben poetischen Verdichtungen von Natur- und Alltagsbeobachtungen wie Pappel im Morgen oder Gesang vom Töpfer.
Immer ging es Sailer um das Eins-Sein „mit allem, was da lebt“. Und vielleicht hat ihn diese Sehnsucht nach dem allverbindend Lebendigen auch in die Reihen der braunen Rattenfänger getrieben, in deren Massenaufmärschen sich viele seiner Zeitgenossen rauschhaft aufgehoben fühlten. Noch 1933 warnte Sailer: „Ihr habt viel Worte um euch aufgebaut/ und sprecht von Volk,/ als ob ihr’s bei euch trüget,/ so wie ein Ding“ und 1935: „Wir trauen allzu leicht/ dem Glanz von großen Worten“. Arbeit am Wort aber ist die Aufgabe der Dichter aller Zeiten!
Thomas Ranft begleitet diese Arbeit mit den Mitteln seiner Sprache: der Radierung!

Eine Vorzugsausgabe in 30 Exemplaren mit beiliegender Radierung wird von Thomas Ranft ausgeliefert.

Herbert Sailer - Mitten in der Nacht, Gedichte 1931-1939
Hrsg.: Till Sailer
Die weiße Reihe, Band 16, quartus-Verlag Bucha bei Jena 2021
88 Seiten, Klappenbroschur mit der Radierung "Ikarus" von Thomas Ranft
14,90 €
ISBN 978-3-947646-35-7

Fr, 30.04.2021

Screenshot der heutigen Online-Ausgabe

Mackensen illustriert Goethes frivolste Werke

"Mit sinnlichen Bildern hat der Sondershäuser Maler Gerd Mackensen eine Sammlung erotischer Geschichten und Gedichte von Johann Wolfgang Goethe illustriert. Mit Szenen wie bei heimlichen Blicken durch die Schlüssellöcher fremder Schlafzimmer erspäht, übersetzt Mackensen einige der rneistzensierten Texte vom meistzitierten deutschen Autoren in explizite Bildsprache. [...] in einem kunstvoll gestalteten Büchlein mit dem Titel „Erotica" [...] sind Werke versammelt, die Goethe selbst in einer verschlossenen Mappe verwahrt hielt, weil Freunde und Förderer ihm geraten hatten diese Texte nicht zu veröffentlichen", erklärt Jens-Fietje Dwars, der Herausgeber [...] „Einige der Texte wurden erst 70 Jahre nach dem Tod des Dichters erstmals gedruckt. Unverändert allerdings nur in kleinen Privatauflagen. [...] In unserer Ausgabe aber lassen wir natürlich keinen der noch so ausdrucksstarken Worte aus Goethes Originaltext weg", versichert er. Geradezu angestachelt von der mitunter derben Deutlichkeit des Dichters, habe er Zeichenstift und Pinsel ebenfalls ungehemmt freien Lauf gelassen, bekennt der Maler Gerd Mackensen. [...]"

(Timo Götz, in Thüringer Allgemeine, 30.4.2021)

Do, 22.04.2021

Goethe - Erotica
Gerd Mackensen, „Nur eine Nacht“, Lithografie auf 21 x 28 cm Büttenpapier

Außer der Reihe

Herausgegeben und gestaltet von Jens-Fietje Dwars erscheint in der Edition Ornament des quartus-Verlag "Johann Wolfgang Goethe. Erotica" mit Farbzeichnungen von Gerd Mackensen.

Goethe gehört nicht nur bis heute zu den meistzitierten, sondern war bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch einer der meistzensierten Autoren deutscher Sprache. Eben weil er als Dichterfürst und "Lehrer der Nation" galt, durfte sein Werk nichts Unschickliches enthalten. Wobei er selbst Hand an seine Texte legte: Obszönes, wie "Hanswursts Hochzeit", Invektiven gegen die Doppelmoral der frömmelnden Speichellecker in den "Venezianischen Epigrammen" und sein Bekenntnis zur Lust an der Lust in den "Römischen Elegien" und dem späten Gedicht "Das Tagebuch" - all das hatte er in einer Mappe mit dem Titel "Erotica" ausgesondert und seinem Nachlass-Herausgeber Eckermann anvertraut. Die Editionsgeschichte der Texte gleicht einem Krimi, denn unliebsame Stellen wurden im Manuskript ausradiert, weggeschabt und abgeschnitten, als Geheimdepot im Staatsarchiv gelagert und erst 1914 in den Ergänzungsbänden der Weimarer Ausgabe gedruckt, und selbst dort noch unvollständig. Die vorliegende Ausgabe bringt all diese Texte, reduziert aber Goethe nicht auf das "Verbotene". Vielmehr folgt sie der Spur des Erotikers durch sein gesamtes Werk, um die Liebe - in all ihren Facetten und abgründigen Paradoxien - als den offenbar geheimen Motor seines Lebens und Dichtens freizulegen, sichtbar zu machen. Und dies dank der expressiv kraftvollen Zeichnungen des Malers Gerd Mackensen auf die denkbar schönste Weise.

192 Seiten, 15,5 x 24,5 cm, Festeinband in Ganzleinen schwarz mit Prägeschrift in Rot und Weiß sowie handgeleimtem Deckelschild in Prägung, durchgehend ganzseitige Farbabbildungen.
ISBN 978-3-947646-28-9, 39,90 EUR

Vorzugsausgabe A: Nr. 1 bis 20 mit der signierten Lithografie "Eine Nacht nur ..." sowie einer unikalen Originalzeichnung.
Da die Litho und ein Teil der Zeichnungen größer sind als das Format des Buches, fertigt die Buchbinderin Silke Steinhagen (Weimar) eine A4-Hülle aus 350 g-Karton mit eingelegtem Buch und einer Grafik-Mappe. Es besteht auch die Möglichkeit, weitere Originalzeichnungen, die für das Buch geschaffen wurden, zu erwerben, sie werden dann in der Mappe geliefert.
Preis ab 300 €, entspr. gewählter Zeichnung(en).

Vorzugsausgabe B: Nr. 21 bis 50 mit der signierten Lithografie "Eine Nacht nur ..."
Preis: 120 €

Mo, 21.09.2020

Fotos © ad

Jahrestreffen - Tag 3


Ferdinand Puhe


Rudolf Angeli


Matthias Koloßa


Prof. Peter Arlt


Till Schröder


Gerhard Rechlin


Dr. Thilo Berkenbusch


Jutta Osterhof (Mitgliederbetreuung), Matthias Haberzettl (Mitgliederbetreuung), Dr. Thilo Berkenbusch (Schatzmeister), Dr. Ralph Aepler (Vorsitzender des Vorstandes), Ralf Wege (Presse und Medien), Till Schröder (Stellv. Vorsitzender des Vorstandes)


Matthias Haberzettl und Dr. phil. Jens-Fietje Dwars

Di, 04.08.2020

Sisyphos des schönen Buches: Jens-Fietje Dwars zum 60. Geburtstag - Hrg. Jens Kirsten/Ulrich Kaufmann

Jens-Fietje Dwars zum 60.

Thüringen feierte am 2. August in Jena den 60. Geburtstag Geburtstag des Pirckheimers Jens Fietje Dwars, Mitglied der Redaktionskommission der Marginalien.

Matthias Biskupek schreibt über ihn: "Weil ... gern alle Werke aufgezählt werden: bei Dwars müssen wir summarisch bleiben: eigene Bücher und Filme: zwei Dutzend. Herausgaben von Anthologien von und für Kollegen: drei Dutzend. Verlegte Bücher: vier Dutzend in seiner „Weißen Reihe“ und der „Edition Ornament“. Für das Literaturjournal PALMBAUM mit jeweils individueller grafischer Titelgestaltung ist er seit 2005 Chefredakteur. Rezensionen, Wortmeldungen, polemische Beiträge, Glossen, Ausstellungstexte – vermutlich mehrere hundert."
Und Biskupek notiert in seinem Tagebuch: "Die Gäste für Jens-Fietje Dwars zum 60. treffen ab 15:00 langsam im Schillerhof ein. Der Jenaer Buchhändler, die Ahrenshooper Urlaubs-Gastgeber, Quartus-Verleger Ignasiak, der eine PALMBAUM-Broschüre verteilt: "Sisyphos des schönen Buches: Jens-Fietje Dwars zum 60. Geburtstag" (Hg. Jens Kirsten/Ulrich Kaufmann). 30 Bildende Künstler und Schriftsteller. Der Jubilar selbst verteilt ein eigens produziertes Doppelblatt „VERBORGEN Dreifach“, jeder Geburtstagsgastfamilie gewidmet. Dwars erzählt einen Film, den er zur Feier einer Niederlage (Frankreich/Preußen 1806) produzierte.
Da sitzen der [Vorstands-Chef ...] der Pirckheimer-Gesellschaft
Aepler, der Meistergrafiker Kay Voigtmann, Dichter Peter Gosse und Frau. Man plaudert über Jens Henkels burgart-presse. Etwas später kommen die Scherzers, noch später Kati Zorn und Mario. Horst-Peter Meyer, Kaffee, Kuchen, kleine und große Gerichte a la cart."

Für alle die nicht da waren, das Buch zum Nachmittag "Sisyphos des schönen Buches: Jens-Fietje Dwars zum 60. Geburtstag" (12 € plus Versand - Bestellung bitte an quartus-Verlag).

Mo, 25.03.2019

klick nebenstehend Leipziger Buchmesse 2019

Impressionen von der Leipziger Buchmesse

Vier ereignisreiche Tage verbrachte die Pirckheimer-Gesellschaft in Leipzig, durch den Vorstand vertreten mit Ralph Aepler, Matthias Haberzettl, Jutta Osterhof, Ralf Wege und weiteren Pirckheimern, wie Katrin und Charlotte Aepler, Abel Doering, Jens-Fietje Dwars und Till Schröder und unterstützt durch viele Pirckheimer, die sich mit eigenen Ständen auf der Messe präsentierten. Und, obwohl die Anzahl der Neueintritte mit 10+ nicht ganz an die der letzten Jahre herankam, war der Pirckheimer-Auftritt in Leipzig erfolgreich. Wir bestritten viele Auftritte auf der Lesebühne, so u.a. mit den Bücherkindern Brandenburg, mit Hartmut Andryczuk und Jens-Fietje Dwars, mit dem Quarch-Verlag, über den in Leipzig eine Dokumentation vorgestellt werden konnte, die alle Pirckheimer in diesem Jahr als Jahresgabe erhalten werden, mit Marc Johne vom BODONI-Vielseithof, wir stellten die Marginalien einer breiten Öffentlichkeit vor und vertieften unsere Zusammenarbeit mit Kunsthochschulen.
Viele Pirckheimer und andere Freunde des gut gemachten Buches und der Druckgraphik besuchten uns, für alle, denen das verwehrt blieb, hier einige Impressionen von der Leipziger Buchmesse 2019. (Fotos © Ralph Aepler, Abel Doering, Manfred Krause, Ralf Wege).

... siehe auch Renate Bojanowski und Mironde Verlag.

So, 24.02.2019

Friedenauer Presse: Gestern-Heute-Morgen

Am 21. März 2019 | 11:00 – 11:30 Uhr wird sich auf der Leipziger Buchmesse im Gespräch mit Jens-Fietje Dwars die neuen Verlegerinder Friedenauer Presse Friederike Jacob vorstellen.

Im Berliner Stadtteil Friedenau 1963 von Andreas Wolff gegründet, 1983 von der Tochter Katharina Wagenbach-Wolff übernommen, fand im 55. Jahr des Bestehens nun wieder ein Generationenwechsel statt. Die Friedenauer Presse wird seit 2017 von der Slavistin und Verlegerin Friederike Jacob geleitet.
Im Gespräch mit der Verlegerin und einem Sammler, moderiert von Jens-Fietje Dwars, stellt die Pirckheimer-Gesellschaft das neue Programm der Presse vor, blickt zurück auf die Höhepunkte der bisherigen Verlagsgeschichte und fragt, warum es auch morgen noch Sammler solch legendärer Pressendrucke geben wird, die den Leser mit Inhalt und Ausstattung gleichermaßen beglücken.

Leseinsel Sachbuch + Buchkunst, Halle 3, Stand B600

Chromosom XY. Männerkunst - Herrenkunst, Wolfgang Müller / An Paenhuysen, Broschur, 120 Seiten, Verbrecher-Verlag, ersch. 1.3.2019, ISBN: 9783957323866

Goebbels Gedichte und Hitlers Bilder

Am 22. März 2019 | 11:00 – 11:30 Uhr wird auf der Leipziger Buchmesse Hartmut Andryczuk moderiert von Jens-Fietje Dwars darüber sprechen, wohin uns artgerechte Kunst, Literatur und Wissenschaft führt.

Neorechtes Denken wird wieder salonfähig? Der Bücher- und Filmemacher Jens-Fietje Dwars liest Gedichte von Joseph Goebbels. Hartmut Robert Andryczuk stellt sein Künstlerbuch Übermalung von Adolf Hitler vor. Dieses Buch ist vom 1.−31. März 2019 in der Ausstellung „Chromosomen XY – Männerkunst, Herrenkunst“ in Berlin zu sehen, die zum Erscheinen des gleichnamigen Buches im BARBICHE stattfindet.

Leseinsel Sachbuch + Buchkunst, Halle 3, Stand B600

Edition Pirckheimer und die Marginalien

Am 21. März 2019 | 16:00 – 16:30 Uhr werden auf der Leipziger Buchmesse die Marginalien vorgestellt.

Seit drei Jahren erscheint die traditionsreiche Zeitschrift, die 1956 gegründet wurde, im kleinen Thüringer quartus-Verlag. Durch Gewinnung neuer Autoren und Künstler gelang es, wieder an beste Zeiten anzuknüpfen. Das Papier wurde verändert, gefragte Grafiker wie Strawalde, Klaus Süß, Moritz Götze und Susanne Theumer lieferten originale Beilagen und die Redaktion wurde verjüngt. 2019 beginnt mit der Herausgabe einer „Edition Pirckheimer“: einer Sammlung von Originalgrafik in A3. Zwei Blätter sollen pro Jahr erscheinen, das erste stammt von Baldwin Zettl, dem Altmeister des Kupferstichs. Erleben Sie den Künstler im Gespräch mit dem Vorsitzenden der Pirckheimer-Gesellschaft, Dr. Ralph Aepler und dem neuen Chefredakteur Till Schröder, moderiert von Jens-F. Dwars. Anschließend Signierstunde am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft.

Leseinsel Sachbuch + Buchkunst, Halle 3, Stand B600

Di, 19.02.2019

Dr. Jens-Fietje Dwars (lks.) und Dr. Peter Labuhn, Foto © Ralf Wege

Was ist ein schönes Buch?

Die immer wieder diskutierte Frage „Was ist ein schönes Buch?“ stand während der ersten Veranstaltung 2019 im Literaturhaus Magdeburg auf dem Programm. Erhellende Antworten gaben die Pirckheimer-Mitglieder Dr. Jens-Fietje Dwars und Dr. Peter Labuhn. Sie brachten ihre Sicht zum schönen Buch den rund 50 Gästen des gemeinsamen Neujahrsempfangs des Magdeburger Literaturhaus-Vereins und des Vereins der Bibliophilen- und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt "Willibald Pirckheimer" nahe.

... weiterlesen: Was ist ein schönes Buch?

So, 04.11.2018

HOMMAGE AN SCHWITTERS

Zum ersten Todestag von Horst Hussel (18. November) erschien beim Pirckheimer Jens-Fietje Dwars in der Edition Ornament das Heft "BEGEGNUNGEN MIT KURT SCHWITTERS". 
Horst Hussel (1934-2017) war einer der letzten Dadaisten. Das Heft enthält seine Geschichten um Kurt Schwitters, der Lisbeth, Martha und anderen Damen als der fabelhafte Herr Kuwitter aus Revon erscheint. Nur zwei der neun „Doten“ sind zu Hussels Lebzeiten erschienen, alle anderen stammen aus seinem Nachlaß, ebenso die beiden Radierungen der Vorzugsausgaben sowie neun Fotografien von Dada-Objekten, von denen eine auch der Normalausgabe beiliegt.

350 num. Exemplare, 40 S., 14/20,5 cm, Handfadenheftung von Silke Steinhagen.
Eine montierte Zeichnung und neun Fotografien von Dada-Objekten.
Separat beiliegend das Hussel-Foto „100 000 000 Dada-Grüße“.
ISBN 978-3-943768-99-2
Normalausgabe: 19,90 EUR
Drei Vorzugsausgaben:
A = 10 Expl. mit beiden Radierungen und allen drei Fotografien: 170 EUR
B = 20 Expl: mit der Radierung „Herr Kuwitter“ + dem Foto „Hahn“ mit Phantasiegedicht: 80 EUR
C = 20 Expl. mit der Radierung „Lisbeth & Martha“ + dem Foto „Fisch“: 80 EUR
Die Radierungen wurden von Manfred Wolf (Berlin) gedruckt und mit Hussels Stempel versehen.

Weitere Informationen: edition-ornament.de/...

Dieser Blog enthält Informationen für die Pirckheimer-Gesellschaft und andere Bibliophilen, betreut und rechtlich verantwortet von Abel Doering. Um in diesem Blog etwas zu veröffentlichen, können Sie Ihren Beitrag auch an blog@pirckheimer-gesellschaft.org senden. Falls es Probleme bei der Anzeige älterer Posts gibt, wechseln Sie bitte auf https://pirckheimer.blogspot.com.
(Alle Abbildungen sind urheberrechtlich geschützt!)

Blog abonnieren