Sprache der Bilder in unruhigen Zeiten – alle zwei Jahre findet der Internationale Comic-Salon Erlangen statt, das größte Festival für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum und eines der wichtigsten Festivals in Europa. Vier Tage lang dreht sich im Zentrum der mittelfränkischen Universitätsstadt alles um die Neunte Kunst ... Im und rund um den Erlanger Schlossgarten befinden sich Messezelte, Ausstellungen, Räume für Lesungen, Vorträge, Gespräche, Workshops und vieles mehr. Mit Kinder lieben Comics ist den jungen Leserinnen und Lesern ein eigenes Festival im Festival gewidmet, der renommierte Max und Moritz-Preis würdigt die besten Neuerscheinungen der letzten zwei Jahre. Unterstützt wird der Internationale Comic-Salon 2026 zum sechsten Mal durch seinen Titelsponsor, die DATEV eG aus Nürnberg. Über 25.000 Besucher und Besucherinnen werden vom veranstaltenden Kulturamt der Stadt Erlangen dabei erwartet.
Im Zentrum des Internationalen Comic-Salons Erlangen steht traditionell die Comic-Messe in eigens errichteten Zelthallen in der Innenstadt. Über 300 Aussteller – Verlage, der Comic-Handel, Comic-Klassen der Hochschulen, unabhängige Kleinverlage, Einzelkünstlerinnen, -künstler sowie Self-Publisher – präsentieren hier ihr Programm. Deutsche Avantgarde, internationale Graphic Novels, frankobelgische Bandes Dessinées, amerikanisches Superheldvolk und japanische Manga – zahlreiche Neuerscheinungen werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, rund 500 Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt kann beim Zeichnen und Signieren ihrer Bücher über die Schulter gesehen werden. Weit über 200 Einzelveranstaltungen, Lesungen, Vorträge, Gespräche und Diskussionen begleiten das Messe- und Ausstellungsprogramm in der mittelfränkischen Stadt.
Zwei große Ausstellungen eröffnen schon vor dem Festival. Mit Christoph Niemann. Auf den Punkt präsentiert das Kunstpalais in Zusammenarbeit mit dem Comic-Salon seit 14. März eine große Werkschau des bekanntesten deutschen Illustrators. Im Stadtmuseum wird ab dem 03.05. mit Was gibt’s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers zusammen mit der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen die erste große Retrospektive des Zeichners und Autors in Süddeutschland gezeigt. Der Comic-Pionierin Isabel Kreitz ist eine Retrospektive in der Zeit, da das Festival läuft, im Kunstmuseum Erlangen gewidmet; Comics ohne Text – Silent Comics – werden in den Fokus gerückt und die Simpsons gefeiert ... Politisch wird es mit #iceoutcomics aus den USA und ernst mit Schattenleben – Menschen ohne Papiere erzählen ... und wissenschaftlich bei der ästhetischen Auseinandersetzung mit der Welt der Quanten. Zahlreiche weitere Ausstellungen, zum Teil in Zusammenarbeit mit den Comic-Verlagen, präsentieren Künstler*innen und ihre neuesten Werke.
Das vollständige Programm kann seit der zweiten Maiwoche unter www.comic-salon.de eingesehen werden. Hier gibt es dann auch die Funktion Mein Salon, mit der man sich bei Interesse sein individuelles Festivalprogramm zusammenstellen kann. Ein kostenloses Programmheft mit allen Events erscheint im Lauf des Mai. Die Hauptveranstaltungsorte sind die Messehallen auf dem Schlossplatz und im Schlossgarten, der Kultur- und Bildungscampus kubic, Palais Stutterheim, das Stadtmuseum – zudem gibt es zahlreiche weitere Veranstaltungsorte in der Innenstadt.
(Robert Grieger/Pressemitteilung)