Pirckheimer-Blog

Henry Günther

Sa, 10.01.2026

Findet im Mai statt: Die 'artGrafik Ahrenshoop' 2026.

Vorblick auf Ahrenshoop – im Mai

Vom 14. bis zum 17. Mai 2026 ist es wieder soweit und findet die nächste artGrafik Ahrenshoop zwischen Meer, Sand, Wiese und Bodden auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst statt. Die Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Künstlerbücher lädt wieder ein in die Strandhalle Ahrenshoop (Dorfstraße 16b, 18347 Ahrenshoop). Die vom Pirckheimer-Freund aus dem benachbarten Ribnitz-Damgarten, Henry Günther, organisierte und kuratierte viertägige Begegnung öffnet von Donnerstag bis Sonnabend jeweils von 11 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr ihre Pforten. Das Künstlerdorf Ahrenshoop ist seit langem berühmt und bekannt für eine Reihe Kunstschaffender, die mit ihm verbunden sind, Ausstellungen bestimmen das kulturelle Leben des mit einer langen kunsthistorischen Geschichte verbundenen Ostseebads. Und durch das im Orts-Inneren ansässige Künstlerhaus Lukas wird seit vielen Jahren auch die Entstehung von Werken aller künstlerischen Gattungen gefördert. Insgesamt sind zur artGrafik in diesem Jahr 16 Ausstellende eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren. Dabei sind 2026 u. a. der Holzschneider Frank Eißner aus dem mainfränkischen Aschaffenburg, zudem die Pirckheimer-Freunde Klaus Raasch (von dem auch der Plakathintergrund stammt) und Rainer Ehrt sowie Henry Günther selbst, ferner die zwei Leipzigerinnen Susanne Hoch und Urte von Maltzahn-Lietz (die aus dem Norden stammt), Tina Flau aus Berlin und aus dem Großraum von Halle die Kaltnadelvirtuosin und Zeichnerin, die auch auf eine lange originalgrafische Bibliografie verweisen kann – Susanne Theumer ... Aus Elsterberg reist Peter Zaumseil an. Und schließlich: Lokalmatador wird sein Hans Götze, der im Ostseeort lebt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 30.12.2025

Löwe, Einhorn, neues Bücherkinder-Buch – in "Vom Mehrwert des Einhorns" geht's mythisch zur Sache. Darin werden Bilder, Fotos, Recherchen, ja, und vor allem Texte zu einem superben Thema geboten. Der Kultursender Arte drehte einen Film zu dem Projekt, der Anfang 2026 in Potsdam und Paris gezeigt wird.

Das Bibliophile zum Jahresende: „Vom Mehrwert des Einhorns“

Inner sanctum bibliorum: Das Bibliophile des Monats kommt dieses Mal aus dem inneren Kreis, den eigenen Reihen, und es würdigt explizit die Arbeit der Bücherkinder Brandenburg, ihre jüngste Publikation und ihren unermüdlichen Mentor, Pirckheimer-Freund Armin Schubert. Und es heißt ja auch, das Schönste hebt man sich bis zum Schluss auf. So auch 2025: Mithin handelt es sich bei den Bücherkindern um ein überaus ambitioniertes Projekt, das von Armin Schubert in Variationen seit vielen Jahren angeboten und durchgespielt wird: die Begegnung junger Menschen mit Literatur und Kunst, die Anregung, selbst schaffend tätig zu werden ... und mit den Musen, Autorinnen, Autoren, Künstlerinnen und Künstlern in den Austausch zu treten, Freude und Bleibendes im Blick.

So auch in diesem, dem (sic!) brandneuen Buch der Bücherkinder, die seit Jahren von verschiedenen Institutionen, so auch der Pirckheimer-Gesellschaft gefördert und unterstützt werden. Es heißt: Vom Mehrwert des Einhorns. Einhorn, das mythische Wesen in der Kunst. Das Kunstwerk entstand, jene umspielend und begleitend, zur Einhorn-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini – die ab März im Musée des Cluny in Paris gezeigt wird. Illustre Künstlerinnen und Künstler wie Angela Hampel (unter anderem für den Titel) und Pètrus Akkordéon (wundervoll, der mit dem Einhorn kuschelnde Löwe, der den jungen Schöpferinnen und Schöpfern gewidmet ist!) waren dabei den Bücherkindern und ihrem Mentor zur Seite, das Einhorn-Projekt zu einem guten und runden Ende zu führen. Nun liegt es vor, reist bald mit der Schau nach Frankreich und sorgt für weitere Weihen.

Auch zu Filmehren gerieten so die Akteurinnen und Akteure aus Brandenburg an der Havel, ihre Arbeit, ihren Aufenthalt im Museum begleitend. Armin Schubert schreibt unter anderem dazu: „... zum Schließtag des Museums Barberini am Dienstag, dem 04. November 2025, wurden die Bücherkinder Brandenburg zu Drehaufnahmen mit Lesung aus ihrem Buch Vom Mehrwert des Einhorns eingeladen. Dazu hier einige Aufnahmen von der Filmarbeit an diesem Nachmittag in Potsdam. [Bericht im Pirckheimer-Blog folgt gesondert anlässlich der Premiere.] Die Filmpremiere wird im Januar 2026 im Auditorium des Museums [Humboldtstraße 05/06 (Alter Markt), 14467 Potsdam, geöffnet Mo und Mi bis So 10 bis 19 Uhr] stattfinden. Danach läuft der Filmbeitrag zum Einhorn in der Kunst im Januar/Februar 2026 auf dem Kultursender Arte. Und weiter heißt es: 

Im März 2026 wird dann diese Ausstellung im Musée de Cluny in Paris gezeigt. Dazu läuft dann auch dort der Film. Einige Eltern möchten mit mir diese Ausstellungseröffnung ebenfalls besuchen. Damit hat unsere Bemühung, die der Pirckheimer-Gesellschaft e. V., zum Umgang von Kindern mit Büchern und Kunst, mit dem Lesen und Schreiben, eine weitere vorzeigbare Qualität erreicht.“ So ist es. Und: Die langjährige Arbeit im Dienst der Vermittlung von Kultur hat Armin Schubert vor kurzem die Verdienstmedaille des Landes Brandenburg eingebracht. Das Buch selbst bietet auf 72 Seiten in Farbe sorgsam ediert die Texte, Fotos, Flyer, Recherchen und Dokumente sowie die Zeichnungen der Bücherkinder, zu einem Thema, das ein ewiges und in der Zeit stehendes zugleich ist und viele Vorbilder aus der Kunst und Religion kennt. Auch Gedichte (darunter Rilke), weitere Tiere, ein signiertes Blatt Angela Hampels, eine herrliche Folge Akkordéon-Bilderspäße sind dabei. 

An der Realisierung waren neben Schubert zudem Sven Märkisch, Dietmar Block, Klaus Raasch und Henry Günther beteiligt. Nun: Würdiger kann man die Rubrik Bibliophiles des Monats für das scheidende Jahr kaum beenden. Die Bücherkinder (und Pirckheimer) sind halt ne tolle Truppe. 

(André Schinkel)

Mo, 29.09.2025

Henry-Günther-Schau in Prerow

„... eine ereignisreiche und anstrengende Woche steht an: Am 03. Oktober 2025 beginnen die Ahrenshooper Literaturtage in der Strandhalle und enden am 05. Oktober 2025 um 17 Uhr“, teilt Künstler und Pirckheimer-Freund Henry Günther mit. „Unmittelbar danach beginnt um 19 Uhr meine Ausstellungseröffnung: Personalausstellung in der Seemannskirche Prerow …“ Vom 05.10. bis 20.11. 2025 sind Günthers Klangbilder. Farbholzdrucke, Papierarbeiten & Künstlerbücher dort (Kirchenort 02, 18375 Ostseebad Prerow) zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 05. Oktober, nach dem Gottesdienst gegen 19 Uhr statt und wird mit einer Lyriklesung gefeiert. Das dazugehörige Gepräch begleitet Gabriele Hegner von Der Darsser. Zu den Farbholzdrucken und Papierarbeiten werden zwei Künstlerbücher von Henry Günther mit vorgestellt: Einmal das unikate Malerbuch klang s_t_i_l_l_e (Gedichte, Papierarbeiten & Farbholzdrucke, Halblederausgabe in Buchkassette (Leinen)Format: 33 x 33 cm, 32 Seiten, Handheftung auf Bänder, Büttenpapier BFK Rives France, 2025). Und zum anderen erste Entwürfe und Gedichte zum neuen Künstlerbuch mit poetischen Miniaturen: Verklärte Nacht – eine Hommage zur Musik von Arnold Schönberg. Es wird auch – unter dem Slogan … die Anmut des Buches … – Henry Günthers aktueller Lyrikband im Rahmen der Ausstellung angeboten, es handelt sich dabei um seine Nocturnes. Ahrenshooper Gedichte, ein in Handarbeit hergestelltes Künstlerbuch. Die Auswahl enthält Gedichte sowie Zeichnungen aus verschiedenen Künstlerbüchern von Günther, gedruckt auf Metapaper Extrarough warmwhite 115 g/m2, Format: 21 x 14,5 cm, 104 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, signierte Ausgabe, 25 Euro). Die Seemannskirche – ein historisches wie kulturelles Highlight an der Ostsee!

(André Schinkel via Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 28.07.2025

05.10. – Henry Günther liest und stellt in Prerow aus.

Seemannskirche Prerow: Henry Günthers Schau „Klangbilder“

Vorausblick auf den Herbst: Vom 05. Oktober an zeigt der Künstler und Pirckheimer-Freund Henry Günther in einer Personalausstellung in der Seemannskirche von Prerow (Kirchenort 02, 18375 Ostseebad Prerow) Farbholzdrucke, Papierarbeiten und Künstlerbücher. Klangbilder heißt die neue Schau, die am 05.10. um 12 Uhr eröffnet wird. Die Vernissage wird durch eine Lyriklesung begleitet, die Moderation und Gesprächsbegleitung dafür übernimmt Gabriele Hegner. Dafür liegen auch zwei aktuelle Bücher Herny Günthers vor: Einerseits das unikate Malerbuch klang stille – neueste Gedichte, Papierarbeiten und Farbholzdrucke, Halblederausgabe in Buchkassette (Leinen), Format: 33 x 33 cm, 32 Seiten, Handheftung auf Bändern, Büttenpapier (2025); und zum anderen, mit dem schönen Übertitel ... die Anmut des Buches versehen: der Gedichtband Nocturnes. Ahrenshooper Gedichte, eine Auswahl Lyrik und Zeichnungen aus den Veröffentlichungen Günthers, Format: 21 x 14,5 cm, 104 Seiten, gedruckt auf Metapapier, Hardcover mit Schutzumschlag, signiert. Beide sind in Handarbeit gefertigt, das Unikat für einen Preis von 1.750, der Lyrikband für 25 Euro je Stück zu haben. Die Ausstellung mit den Arbeiten und feinen Büchern Henry Günthers wird bis zum 20. November 2025 in Prerow zu sehen sein. Bei der Seemannskirche des Ostseebads handelt es sich um einen wichtigen Kulturort, der weit in die Region hineinwirkt und eine Vielzahl hochwertiger Veranstaltungen anbietet. Der historische Platz wird durch einen Verein erhalten und bespielt. – Für das Jahr 2026 wirft eine Sensation ihren Schatten voraus: Vom 22. bis 25.05. stellt Georg Baselitz sein Gemälde Mein Vater sieht einen Engel für nur 72 Stunden dort aus, eine Hommage an Prerow.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 10.05.2025

Die "artGrafik", hier im Programm der Kurverwaltung beworben, findet im Mai/Juni in Ahrenshoop statt.

04. „artGrafik“ in Ahrenshoop

„... die artGRAFIK will sich als neues Kunstereignis im Ostseebad Ahrenshoop etablieren ...“, so endete der Beitrag im Nordmagazin des NDR im vergangenen Jahr. Die vierte Ausgabe der Messe zwischen Ostsee und Bodden findet vom 29. Mai bis 01. Juni 2025 in der Strandhalle (Dorfstraße 16b, 18346 Ahrenshoop) des berühmten Ortes statt. Die Halle ist von Donnerstag bis Samstag von 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet. Neben dem Organisator und Initiator der Sache, dem Pirckheimer-Freund Henry Günther wird es wieder eine Reihe illustre Gäste geben – mit ihren Arbeiten in allen grafischen Techniken sind dieses Jahr 16 zeitgenössische Künstlerinnen und Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet an der artGrafik beteiligt. Susann Hoch, Urte von Maltzahn-Lietz und Hans Bote aus Leipzig sind dabei, Tina Flau aus Potsdam, Rainer Ehrt aus Kleinmachnow, Ute Hausfeld und Peter Rensch aus Berlin, Martin Max aus Weimar, Christina Sauer aus Ibbenbühren. Und „Peter Zaumseil kommt von Elsterberg, Britta Matthies aus Hohen Viecheln, Lousie Heymans, Klaus Raasch sowie Tita do Régio Siva aus Hamburg ...“, so Henry Günther in seiner Einladung, „... aus Gotha reist wieder Thomas Offhaus an mit Radierungen, und den kürzesten Weg hat Hans Götze aus Ahrenshoop. Feine Sache, so eine artGrafik – nix wie hin!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 03.04.2025

BuchDruckkunst startet morgen im Hamburger Museum der Arbeit

Aller guten Buchkunst- und Grafikmessen sind drei: Nach Borken und Leipzig startet morgen die BuchDruckKunst im Hamburger Museum der Arbeit (Stiftung Historische Museen Hamburg, MdA, Wiesendamm 3, 22305 Hamburg-Barmbek) mit ca. 60 Ausstellerinnen und Ausstellern sowie Schriftgießern, Setzern und Buchbindern, die ihre Gewerke vorführen. Die Messe, die das Team um Klaus Raasch organisiert, öffnet am Freitag von 17 bis 21, am Samstag von 10 bis 18 und am Sonntag von 10 bis 17 Uhr, der Eintritt beträgt 9 (Freitag) bzw. 12 (ermäßigt 9) Euro, im Eintritt inbegriffen ist wieder ein Ausstellerverzeichnis. Und während in Leipzig die Pirckheimer durch den Vorstand der Gesellschaft samt Katrin Aepler, Sigrid und Ralf Wege vertreten waren, übernimmt das in Hamburg der Verlag Angeli & Engel der beiden Pirckheimer-Freunde Rudolf Angeli und Peter Engel. Auch sonst ist die Liste der Ausstellenden illuster: Andrea Ackermann, Anja Harms, Claudia Berg, die augen:falter, edition sonblom, Frank Eißner, der MDE, Rainer Ehrt, Svato Verlag und Susanne Theumer sind nur einige der leuchtenden Namen, die das buchkunst- und sammelwütige Volk erwarten. Auch Anna Helm und Tina Flau werden vertreten sein und viele andere noch. Auf die Verklärte Nacht Henry Günthers (Abbildung) wurde bereits in einem vorausgehenden Blog-Text verwiesen. Bis zum 06. April steht die BDK im MdA unter dem Thema Herzblut & Werkschwarz

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 29.03.2025

Bei der "BuchDruckKunst" dabei – Henry Günther.

Buch(KunstBalance)DruckKunst

Die Leipziger Buchmesse (die, wie die Berichte aus dem Inneren der bibliophilen Welt verheißen, wieder ein großer Erfolg ist) ist noch zwei Tage im Gange, da steht zum nächsten Wochenende hin bereits die nächste Messe an, die BuchDruckKunst in Hamburg. Mit dabei ist auch in diesem Jahr Pirckheimer-Freund Henry Günther, der mit einem neuen Malerbuch anreist, einer Hommage an Arnold Schönberg (1974–1951): Verklärte Nacht heißt das jüngste Opus Magnum. Außerdem zeigt Günther die ersten Andrucke zum neuen Band der Poetischen Miniaturen XVI: Idyllen zum nahezu gemeinsamen 100. Geburtstag von Friederike Mayröcker (1924–2021) und Ernst Jandl (1925–2000). Henry Günther hatte mit dem großen Sprachneuerer und seriellen Dichter Jandl wiederholt zusammengearbeitet, wie das erste gemeinsame Werk Idyllen (Erstausgabe des Gedichtbands bei Luchterhand 1989) und eine Widmung Ernst Jandls im Exemplar des Künstlers (siehe Abbildung) zeigt. Erste Arbeitsproben wird es neben Verklärte Nacht und weiteren Werken Günthers vom 04. bis 06.04.2025 in Hamburg zu sehen geben. Der Pirckheimer-Blog wird auch davon berichten.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 15.12.2024

Tolle Sache: Das neueste 'Bücherkinder'-Buch ist da!

Nach dem Buch ist vor dem Buch

Anlässlich des neuen Bücherkinder-Buchs „Vom Aufstehen mit Eva, mit Abel, mit Noah und mir“

Ein Jahr Arbeit hat sich gelohnt. Am 12. Dezember 2024, wurden in einer feierlichen Stunde im Musikraum der Evangelischen Grundschule am Dom zu Bandenburg an der Havel im Beisein der Bücherkinder, ihrer Eltern und ihrem Büchervater, Pirckheimer-Freund Armin Schubert, das neu entstandene Buch Vom Aufstehen mit Eva, mit Abel, mit Noah und mir übergeben.

Die Kinder im Alter zwischen neun und dreizehn Jahren haben sich unter anderem intensiv mit Texten zur Arche Noah, mit dem Ansatz zu Eva als Aufklärerin von Dorothee Steffensky-Sölle (1929–2003) und Friedrich von Schiller (1759–1805) beschäftigt. Bei einem Besuch im Museum Barberini in der brandenburgischen Landeshauptstadt wurden zudem die Werke von Edward Munch (1863–1944) betrachtet, und es wurden Texte aus der Genesis zur Vertreibung aus dem Paradies gelesen. Es befassten sich alle mit Themen wie Emanzipation, Politikverdrossenheit und der möglichen Beteiligung an der Gestaltung der Demokratie. Zusätzlich gab es Texte aus der autonomen Grundschule aus Sopot bei Gdańsk, die wir 2022 besucht hatten. So entsteht ein Dialog in Zeiten des Umbruchs und ein europäischer Gemeinschaftssinn zwischen Kindern.

Entstanden ist dabei mit Vom Aufstehen mit Eva ... ein Buch, das selbstgeschriebene Texte und Gedichte mit Tiefgang beinhaltet. Zusätzlich haben die Kinder Grafiken zu den Themen per Linolschnitt entstehen lassen. Die farbigen Drucke wurden mit Hilfe der Galerie Sonnensegel gefertigt, die als Orginale in die Bücher gebunden wurden. Zwei externe Künstler haben dieses Buch mit je einer originalen Grafik begleitet, dies waren Helge Leiberg aus Berlin und Klaus Raasch aus Hamburg. Jedes Bücherkind kann nun so ein hochwertiges Exemplar sein Eigen nennen.

Im neuen Jahr 2025 startet nun das elfte Buchprojekt. Ein großes Thema ist die Bedeutung des Einhorns. Das Fabeltier ist in Kunst und Kultur weit verbreitet. Dieses Projekt wird zur Freude aller vom Fernsehsender Arte/ZDF als Jahresfilmprojekt begleitet. Dieser Film mit den Bücherkindern wird dann zusammen mit der internationalen Ausstellung im Museum Barberini in Potsdam und danach in Paris im Museé de Cluny gezeigt. Diese intensive Schreibarbeit mit den Kindern, die Museumsbesuche, Recherchen etc. kosten Geld, welches immer mit viel Herzblut und Initiative vom Mentor der Bücherkinder, Herrn Armin Schubert, erkämpft wurde. Und an diesem Nachmittag des 12.12. sorgte dann Andreas Kutsche (MdL, BSW des Landes Brandenburg) für einen Gänsehautmoment. Er überreichte eine Jahresspende im Wert von 12 x 500 Euro. Die Dankbarkeit aller Beteiligter ist enorm. So kann die Arbeit der Bücherkinder im Januar starten.

Weitere Spender für dieses Buchprojekt, das sich auch mit dem 500 Jahre alten Einhorn-Teppich aus der Gotthardtkirche zu Brandenburg befasst, werden dringend gesucht. Unsere Stadt Brandenburg wird durch eine solche Arbeit von Kindern europaweit geehrt. Die Pirckheimer-Gesellschaft ist Träger diese Arbeit an der Domgrundschule zu Brandenburg mit vielen Kindern.

(Maria Kunz/Armin Schubert)

Fr, 12.04.2024

3. "artGrafik" in Ahrenshoop vom 09. bis 12.05.2024.

Mai 2024: ArtGrafik Ahrenshoop

Vom 09. bis 12. Mai 2024 findet in Ahrenshoop die artGrafik 2024 des mondänen Ostsee-Ortes in der Strandhalle (Dorfstraße 16b, 18346 Ahrenshoop) statt. Die dritte Messe dieser Art am Schmal-Übergang des Fischlands in den Darß öffnet ihre Pforten Donnerstag bis Sonnabend von 11 bis 18 und am Sonntag des Wochenendes von 11 bis 17 Uhr. Organisiert und realisiert wird die artGrafik wie auch in den Jahren zuvor von Pirckheimer-Freund Henry Günther aus Ribnitz-Damgarten – neben ihm stellen in der Strandhalle direkt hinter den seeseitigen Dünen des Kultbades eine kleine und feine Auswahl Buchkünstlerinnen und Buchkünstler, Grafikerinnen und Grafiker aus: Susann Hoch, Urte von Maltzahn-Lietz und Hans Bote aus Leipzig sind dabei, Linde Kauert und Tina Flau aus Potsdam, Pirckheimer-Freund Rainer Ehrt aus Kleinmachnow, Ute Hausfeld und Katja Lang aus Berlin, Gudrun Illert aus Weimar, Katrin Magens aus Dannenberg im Wendländischen, Britta Matthies aus Hohen Viecheln und Klaus Raasch aus Hamburg. Aus Münster (Westfalen) kommt Josef Kleinheinrich, und den jeweils kürzesten und weitesten Weg haben Hans Götze (Ahrenshoop) und Antje Wichtrey (Granada in Spanien). Das Ostseebad Ahrenshoop, auf einer Landenge zwischen offenem Meer und Bodden gelegen, ist seit jeher ein Ort der Kunst, hier haben bereits im vergangenen Jahrhundert zahlreiche Künstler Station gemacht oder sind geblieben und haben den Platz mir ihrer Arbeit geprägt und ihm ein Denkmal gesetzt. Das Künstlerhaus Lukas in der Nähe des zentralen Strandübergangs beherbergt Monat für Monat Stipendiaten aus allen künstlerischen Sparten aus diversen Ostseeanrainerstaaten. Und mit der artGrafik dürften Henry Günther und das Organisationsbüro eine neue und segensreiche Tradition in der an künstlerischen Traditionen reichen Gemeinde mit ihrem typischen, mondänen Gepräge begründet haben. Willkommen zur 3. Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung & Künstlerbücher in Ahrenshoop!

(André Schinkel)

Di, 09.04.2024

Die "Bücherkinder" in Brandenburg an der Havel. Die Gruppe wird von den Pirckheimern unterstützt, ihr Mentor ist der Pirckheimer-Freund Armin Schubert.
Die "Bücherkinder" publizierten mehrere Bücher. Sie sind zahlreichen Künstlern und Werken gewidmet.
Auch Olaf Scholz schätzt die Arbeit der Domschüler.
Der "Phönix von Aschersleben" von Sven Großkreutz.
Der "Letzte Tanz" von Altmeister Karl-Georg Hirsch.
Claudia Berg: "Haus bei Burano". Die Meisterin der Kaltnadel wurde u. a. mit dem Meid-Preis geehrt.

Blatt für Blatt: „Bücherkinder“ und die „Edition Pirckheimer“

Die Gesellschaft trägt die Lust auf Buchkunst ins Land. Ein Blick auf zwei ihrer Initiativen

Ein hehres Anliegen besitzt zuweilen einen etwas drögen Sound. In der Satzung der Pirckheimer-Gesellschaft heißt es denn auch sachlich: „Der Verein hat den Zweck, das Sammeln von schönen und wertvollen Büchern, von Grafik und Exlibris zu fördern und zu unterstützen, Kenntnisse über Geschichte und Gegenwart des Buches zu verbreiten, Mitglieder und Öffentlichkeit mit Werken der Buchkunst und Grafik vertraut zu machen, zur Entwicklung der grafischen Künste beizutragen und das Exlibris zu pflegen.“ Das klingt nach mächtig viel bibliothekarischer Emphase, ist vielleicht auch der Reeducation-Stimmung der 1950er Jahre geschuldet, in der die Gesellschaft gegründet wurde. Was ist schön? Was ist wertvoll? Welche Werte vermitteln wir? 

Bei solch fluiden Kategorien ist die Bandbreite der Perspektiven groß: Antiquare, Buchhändler, Verleger, Künstler, Drucker, Sammler, Leser gehören zu uns, auch Institutionen wie die Bayerische Staatsbibliothek, das Literaturarchiv Marbach, die Deutsche Nationalbibliothek, die Büchergilde Gutenberg bis hin zu Verlagen wie die burgart presse, die Edition Mückenschwarm oder The Bear Press. Buch und Grafik als Kulturgut, Wissensträger, Kunstobjekt, Geschichtsquelle, Unterhaltungsmedium sind unser Thema, sich widerspiegelnd in den Marginalien, unserer Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, in Jahresgaben, Grafikeditionen und Buchförderungen. Aber wir wären nicht solch eine lebendige, 600 Mitglieder umfassende bibliophile Gesellschaft in Deutschland, wenn wir das so trocken handhaben würden, wie es klingen mag. Zwei Initiativen unserer Gesellschaft, die Bücherkinder und die Edition Pirckheimer, sollen dafür Beispiel sein. 

Wie bekommen wir Kinder zum Lesen und Erwachsene zum Sammeln? An diesen beiden Herausforderungen arbeiten wir verstärkt seit einigen Jahren. Der Kunstpädagoge Armin Schubert, seit Jahrzehnten Pirckheimer, ist der Kopf hinter den Bücherkindern Brandenburg. Seine Idee: Kinder beschäftigen sich ein Jahr lang mit einem Thema und machen am Ende ein eigenes Buch. In der kreativen Auseinandersetzung mit Originaltexten und -illustrationen wächst Verständnis für Literatur, für Geschichten, Bilder. In den Räumen der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg entstehen so Jahr um Jahr Kleinode. Die Kinder recherchieren, diskutieren, zeichnen, dichten, probieren sich in originalgrafischen Drucktechniken von Linolschnitt über Radierung bis Siebdruck. Am Ende mündet es in einer von Sven Märkisch und Dietmar Block in der Galerie Sonnensegel gedruckten und von Henry Günther in der Edition BuchKunstBalance gebundenen kleinen Auflage. So entstanden schon elf Titel, u. a. zu Theodor Hosemann, Christa Wolf, Werner Klemke, Arno Mohr, Jurek Becker, Harald und Robert Metzkes, Egbert Herfurth, Franz Fühmann.

Zum Thema Schriftstellerkindheiten tauchten die Kinder ein in die Erinnerungen von Günter Grass, Franz Fühmann, Christa Wolf und Jurek Becker. Neben den eigenen Illustrationen der Kinder steuerten erstmals auch bekannte Künstler Originalgrafiken zum Buch Die Farben der Kindheit bei: Rainer Ehrt, Katrin Stangl, Sven Großkreutz, Klaus Süß, Moritz Götze. Das jüngste Buch erschien im Dezember 2023 zum Thema Frieden: Pax questuosa. Aktueller denn je, Hommage jeweils an die einzigartige Künstlerin Núria Quevedo und die große Erzählerin Anna Seghers.

Die Pirckheimer unterstützen finanziell, materiell und mit Kontakten, denn oft genug treffen sich die Kinder mit den Künstlern oder mit Personen, die sie kannten. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kam zu Besuch, schrieb ihnen auch eine Postkarte für das Buchprojekt über Jurek Beckers Karten an dessen Sohn, was die Kinder zu eigenen Karten anregte; es entstand ein langes Filminterview zwischen Klaus Ensikat und Denis Scheck, das die Kinder mit eigenen Texten zu Ensikat-Bildern flankierten; die amerikanische Leseforscherin Maryanne Wolf wurde auf sie aufmerksam u. v. m. Immer geht es den Kindern dabei um den produktiven Austausch mit dem Vorgefundenen. Und auch Bundeskanzler Olaf Scholz ließ es sich nicht nehmen, sie zu besuchen.

Im Falle unserer Edition Pirckheimer denken wir an eine ältere Zielgruppe. Unserer Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile Marginalien liegt pro Ausgabe für jedes Mitglied eine Originalgrafik bei. War dies in der Vergangenheit nur in vereinzelten Heften der Fall, so etablierten wir vor sieben Jahren die regelmäßige Beilage mit jeder Ausgabe. Auch ein Grund für unser Mitgliederwachstum. Wir freuen uns, mit den preiswerten Blättern namhafter Künstler wie Max Uhlig, Dieter Goltzsche, ATAK, Volker Pfüller, Ottographic, Strawalde, Frank Eißner, Thomas Ranft, augen:falter, b.a.c.H. und vielen weiteren vor allem jüngeren Lesern den Aufbau einer eigenen Grafiksammlung zu ermöglichen. Trotzdemergibt sich daraus ein paradoxes Problem: Je erfolgreicher die Zeitschrift, je höher ihre Auflage, desto mehr steigen die Kosten und sinkt der Sammlerwert der Grafiken.

Vor einigen Jahren haben wir auf dieses Problem mit der Herausgabe einer exklusiven Edition Pirckheimer geantwortet: einer Grafikmappe in kleiner Auflage, die den Sammlern etwas Besonderes bietet und deren Ertrag dabei hilft, die Finanzierungslücke für qualitätsvolle Grafik-Beilagen der Marginalien auszugleichen. Kuratiert von Jens-Fietje Dwars, u. a. Herausgeber der literarischen Edition Ornament im quartus-Verlag, starteten wir mit sieben A3-Blättern in 35er Auflage von den Künstlern Susanne Theumer, Hans Ticha, Klaus Süß, Moritz Götze, Kay Voigtmann, Strawalde und Baldwin Zettl. Obwohl die Subskribenten jenseits des Auftaktblatts von Zettl die Motive nicht kannten, war die Auflage schnell verkauft, und die Besteller freuten sich alle zwei Monate über ein neues Blatt. Ein schöner Erfolg, der auch auf dem Vertrauen der Käufer fußte. Mit der 2022 lancierten zweiten Mappe der Edition passten wir das Konzept leicht an: Auflage 50 Exemplare, alle sieben Blätter liegen bereits vor. Somit weiß jeder, was ihn erwartet, wenn er die Edition abonniert.

Karl-Georg Hirschs Holzschnitt Letzter Tanz krönt darin eine ganze Reihe oft skurriler Paare des Altmeisters, die weniger harmlos tänzeln, als vielmehr ihre Kräfte messen. Dieter Goltzsche trägt eine kleine Radierung namens Schaukelpferd bei. Max Uhlig gab uns für die Mappe eine radierte Frauenkopf-Studie aus dem Jahr 1978, von der bislang noch keine Auflage gedruckt wurde. Seine Malerkollegin im Geiste, Gerda Lepke, zeichnete in ihrer Algrafie mit bekannt freiem Strich ein geheimnisvolles Paar. Der Grafiker und Maler Gerd Mackensen zeigt mit seiner handkolorierten Radierung Nur Narr! Nur Dichter! einen Nietzsche jenseits verklärender Heroisierung. Als Vertreter nachwachsender Generationen konnten wir Sven Großkreutz gewinnen. Sein rätselhaftes Blatt Phönix aus Aschersleben ist aufwändig in Ätzradierung, Aquatinta, Kaltnadel und Aussprengtechnik gearbeitet. Und Claudia Berg beschließt die Mappe mit einem Blatt aus ihrem jüngsten Venedig-Zyklus: Haus bei Burano ist ein weiteres Zeugnis ihrer atmosphärisch dichten Radierkunst. 

Die Mappe wurde erneut von Silke Steinhagen in Weimar gebunden, ein Beiblatt in Bleisatz von der Pavillon-Presse Weimar gedruckt. Sieben Blätter für 1.600 Euro, die in ihrer Zusammenstellung mit hoher künstlerischer Varianz verzaubern. Wofür beim Kind Interesse geweckt wurde, das kann echte Sammlerleidenschaft im Erwachsenenalter zeitigen. So, hoffen wir, geht der Samen auf.

(Till Schröder, Text ist erstveröffentlicht im Begleitbuch der BuchDruckKunst, Hamburg 2024)

Di, 12.03.2024

Mit der zweiten Auflage des Reprints der "tango nocturnes" (hier: Doppelseite im Innenteil) und zwei neuen Büchern reist Henry Günther zu den Messen in Hamburg und Ahrenshoop an. | © Thomas Wolf

„BuchKunstBalance“: Neuigkeiten

Mit einer Reihe neuer Künstlerbücher aus den Jahren 2023/2024 reist Pirckheimer-Freund Henry Günther (BuchKunstBalance) aus Ribnitz-Damgarten zu den beiden Kunst-Messen im hohen und mittleren Norden: der BuchDruckKunst in Hamburg (05. bis 07. April, Museum der Arbeit) und der 3. artGRAFIK in Ahrenshoop (09. bis 12. Mai 2024). Auch wenn das unikate Malerbuch tango nocturnes. Ahrenshooper Gedichte mit Helge Leiberg wie auch die erste Auflage des Reprints bereits vergriffen sind, wird eine zweite Auflage der Reprintausgabe zu beiden Messen vorliegen. Die Poetischen Miniaturen XV: Bleib allein / tango mit ausgewählten Gedichten von Thomas Brasch und Henry Günther sind nun an die Sammler und das Lyrikkabinett München ausgeliefert. Später im Sommer wird es in der Seemannskirche in Prerow eine gesonderte Einzelausstellung mit Lesung aus beiden Künstlerbüchern geben. Der Termin dafür wird rechtzeitig bekannt gegeben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 15.02.2024

Aufwartung bei Edvard Munch: Die "Bücherkinder" im Barberini. | © Armin Schubert · Henry Günther

Die „Bücherkinder“ im Barberini

Aufwartung bei Edvard Munch – die Bücherkinder aus Brandenburg besuchten das Museum Barberini in Potsdam, sie waren zu einem Kunstgespräch und einer Führung in das renommierte Kunsthaus in der brandenburgischen Hauptstadt und ehemaligen preußischen Königsstadt (Ort des Museums: Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam) gereist, auch, um sich, wie Bücherkinder-Mentor und Pirckheimer-Freund Armin Schubert berichtet, für das neue Arche-Noah-Buch Anregungen und kreative Impulse zu holen. Seit dem 18. November 2023 und noch bis zum 01. April 2024 zeigt das Museum die spektakuläre Exposition mit Werken des großen norwegischen Vorläufers von Fauvismus und Expressionismus Munch (1863–1944), dessen Schrei neben vielen anderen seiner Gemälde (insgesamt sind es 1.700, daneben zudem ein umfangreiches grafisches und zeichnerisches Œuvre) weltberühmt wurde und in seinem Existentialismus bis heute geblieben ist. Die Kinder, so Schubert weiter, gerieten vor den Bildern auch ins Schreiben, so vor einer Frühfassung des Schreis, ein Gemälde, das aus New York nach Deutschland an die Havel kam. „Welch ein Glücksfall!“, so der Mentor, der im Verbund mit Pirckheimer-Freund, Künstler und Beistand in gestalterischen Fragen Henry Günther die Bücherkinder begleitete. Und erläutert begeistert weiter: „Gelebte Bibliophilie mit dem Nachwuchs unserer Gesellschaft.“ Ein Beispiel, dem dringend, in diesen Zeiten zumal, anempfohlen wird, dass es viele Nachahmer findet. Die Brandenburger Bücherkinder werden seit Jahren von der Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt und gefördert, zuletzt veröffentlichten sie mit Pax questuosa ein Buch zu Ehren von Anna Seghers (1900–1983) und auch Núria Quevedo (*1938) – und davor eines mit Texten und Zeichnungen zu den Kindheiten von Christa Wolf (1929–2011), Franz Fühmann (1922–1984), Günter Grass (1927–2015) und Jurek Becker (1937–1997), das sie bis nach Danzig, Günter Grassens Heimatstadt, führte – und ihnen die Anerkennung selbst des Bundeskanzlers Olaf Scholz einbrachte. So wird es auch mit dem neuen Buchprojekt segensreich und gut weitergehen, wohl dem, dient es doch der Sicherung der Zukunft, was vielleicht nicht jedem bewusst sein mag. Munch, auch wenn er der Schöpfer eines zunehmend dunklen Werkes war, würde sich dem Lob dafür wohl auch nicht verweigern. Die Ausstellung in Potsdam zeigt einen der größten Protagonisten der künstlerischen Moderne, der die Einsamkeit und „Geworfenheit des Menschen“ in berührenden und teils bedrückenden Bildern zum Ausdruck brachte. Das Barberini ist montags von 10 bis 19 Uhr und an allen anderen Tagen von 09 bis 19 Uhr zu sehen, der letzte Einlass erfolgt eine Dreiviertelstunde vor Schließung. Hingehen und es den Bücherkindern gleichtun! Der Eintritt beträgt 16 bzw. 18 (Sonnabend/Sonntag) und ermäßigt 10 Euro. Alle weiteren Infos hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 05.12.2023

"Pax questuosa", das neue Projekt der Bücherkinder aus Brandenburg an der Havel, erscheint am 14.12.23 und ist Núria Quevedo und Anna Seghers gewidmet.

Bücherkinder: „Pax questuosa“ – Buch erscheint am 14. Dezember

Am 14. Dezember erscheint das neue Buch der Brandenburger Bücherkinder. Sein Titel: Pax questuosa, und im Untertitel heißt es: Ein Friedensbuch. Gemeint ist die jüngste Buchpublikation als Hommage der einzigartigen Künstlerin Núria Quevedo (*1938) sowie der großen Erzählerin Anna Seghers (1900–1983). In wackligen Zeiten wie diesen ist das „Klagen des Friedens“ (was die Übersetzung des Titels in etwa bedeutet) deutlich vernehmbar, jede Sorge und Verlautbarung wert. Das Projekt der von Pirckheimer-Freund Armin Schubert als deren Mentor schon lange betreuten Gruppe und von den Pirckheimern unterstützten Gruppe setzt damit die Reihe der vorausgehenden Künstlern gewidmeten Annäherungen und Ausdeutungen auf kindliche und jugendliche Weise fort; mithin eines der probatesten und schönsten Mittel, die jungen Generationen an Kunst, Kultur und Geschichte heranzuführen. Am Premieretag bekommen zehn der Bücherkinder aus der Stadt an der Havel nach einem Jahr Arbeit ihr Buch überreicht. Gefördert wurde die Arbeit mit Mitteln des Ministeriums für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg. Zur Jugendgeschichtsmesse im Haus der Brandenburg-Preußischen Geschichte in Potsdam besuchte aus diesem Anlass Minister Steffen Freiberg den Stand der Bücherkinder. Und auch ein Radiobeitrag des RBB würdigte das Projekt (der Blog berichtete jeweils). Die Bindearbeiten lag wieder in den Händen von Pirckheimer-Freund Henry Günther aus Ribnitz-Damgarten. Weitere Informationen, so Armin Schubert, folgen am 14.12. Zur Premiere werden zudem neben den Eltern der Bücherkinder auch Christine Becker und der Grafiker Dietmar Block erwartet. Pax questuosa ein tolles Projekt. Dona. Nobis. Pacem.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 22.08.2023

Die nächste "artGrafik" in Ahrenshoop (anbei eine Aufnahme von der ersten Messe 2021) findet vom 09. bis 12.05.2024 in der Strandhalle des legendären Künstlerdorfs statt. Es werden wieder namhafte Künstlerinnen und Künstler wie Antje Wichtrey und Katrin Magens u. a. sowie der renommierte Verleger Josef Kleinheinrich an der Ostsee erwartet.

3. artGRAFIK Ahrenshoop: Mai 2024

Die 3. Kunstmesse artGrafik Ahrenshoop wirft schon ihre Schatten voraus: Sie findet vom 09. bis 12. Mai 2024 in der Strandhalle des Kunstdorfs an der Ostsee statt, teilt Pirckheimer-Freund Henry Günther, Künstler und Messe-Organisator, mit. Auch diesmal mit höchst interessanten Künstlern und Editeuren bestückt: So reist Antje Wichtrey eigens aus Granada (Spanien) an. Ihre Arbeiten werden seit mehr als drei Jahrzehnten auf Buch- und Kunstmessen vertrieben: „vorzugsweise über das Kunsthaus Lübeck; dabei befindet sie sich in guter Vertretung mit Günter Grass und Armin Mueller-Stahl.“ Auch Josef Kleinheinrich (Buchkunst Kleinheinrich) kommt aus Münster zur artGrafik. Er verlegt vorzugsweise skandinavische Künstler wie etwa Radierungen Per Kirkebys zu Gedichten von Inger Christensen, aber auch aus dem deutschsprachigen Raum: Markus Lüpertz und Angelika Kaufmann. Und aus Dannenberg kommend, wird die Grafikerin Katrin Magens erstmals dabei sein. Weitere Messe-Informationen kündigt Henry Günther zum Jahreswechsel an. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 13.04.2023

Zum zweiten Mal in Ahrenshoop: die artGrafik 2023.

ArtGrafik in Ahrenshoop 2023

Und noch eine Messe: Vom 18. bis 21. Mai findet die artGrafik in der Strandhalle von Ahrenshoop (Dorfstraße 16b, 18347 Ahrenshoop, Kontakt besteht unter: artGrafik.ahrenshoop@online.de) statt. Die Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Künstlerbücher öffnet ihre Tore von Donnerstag bis Sonnabend 11 bis 18 Uhr und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr und dürfte zu denen gehören, die man am ehesten mit einem Strandspaziergang verbinden kann, gehört zu Ahrenshoop nicht nur zu den schönsten, mondänsten unter den vorpommerschen Ostseebädern ... nein, man kann auch, nur, indem man die Düne überwindet, dem Meer seine Aufwartung machen. Und auf der anderen Seite hat man es nicht weit bis zum Bodden. Vor allem aber ist der Ort am Übergang vom Fischland zum Darß seit vielen Jahrzehnten als veritabler Kunstort bekannt. Die Zahl renommierter Künstler, die hier arbeiteten oder sich niederließen, ist Legion, sie reicht bis zu Größen wie Erich Heckel und Gerhard Marcks. Und auch das Künstlerhaus Lukas ist weit über den Bodden hinaus bekannt und begehrt. Grund genug, dem kleinen Paradies an der Ostsee wieder einen Besuch abzustatten, und zumal, wenn die unter der Ägide von Henry Günther, der in Ribnitz-Damgarten, ganz in der Nähe, lebt, arbeitet und wirkt, stehende zweite artGrafik im schönen Mayen ihre Tore öffnet und der im besten Sinne Kunst- wie Büchernarr an den baltischen Ufern gleich zweierlei Sehnsüchte stillen kann: der nach einem Bad in der Kunst, die ihn um- und antreibt, und der nach ein wenig Sonne über dem schönsten Meer, das den Menschen auf diesem wackligen Planeten gegeben ist. Ach, Ahrenshoop: was für ein Platz für eine Kunstmesse!

(André Schinkel)