Pirckheimer-Blog

Pirckheimer-Gesellschaft

Fr, 05.06.2026

Der Slawist, Autor, Sammler und Pirckheimer Peter Hoffmann ist im Alter von 101 Jahren gestorben.

Abschied von Dr. Peter Hoffmann

Der Berliner Pirckheimerfreund und Slawist Peter Hoffmann ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 16. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren gestorben. Zuletzt lebte Hofmann, der als Osteuropa-Experte weithin Anerkennung genoss, in Nassenheide in Brandenburg. Nach dem Studium der Geschichte und Slawistik, der Promotion leitete Hoffmann die Arbeitsgruppe Geschichte der slawischen Völker an der Berliner Akademie der Wissenschaften. Seine umfängliche Bibliothek, die sich mit Aspekten der russischen Geschichte, der deutsch-russischen Beziehungen sowie allgemeineren Fragen zu Aufklärung und Absolutismus im 18. Jahrhundert befasste, gehört mittlerweile zum Bestand der renommierten Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und wird dort als Spezialsammlung archiviert und nutzbar gehalten. Sein Titel Russland im Zeitalter des Absolutismus (1988) gilt als Standardwerk. Pirckheimer wurde Hoffmann im Jahr 1986. 2018 erschien seine Autobiografie In der hinteren Reihe. Im Vorfeld seines 100. Geburtstags am 09. November 2024 gab der Wissenschaftler und ausgewiesene Bücherfreund dem Chefredakteur der Marginalien, Till Schröder, ein Interview (Heft 255, Ausgabe 2024/4). Insgesamt publizierte Hoffmann – als Autor und Mitautor – 33 Bücher.

(André Schinkel)

Mi, 13.05.2026

Ahrenshoop: ArtGrafik ab 14. Mai

Die Kunstmesse für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Künstlerbücher im hohen Nordosten: Vom 14. bis zum 17. Mai 2026 ist es wieder soweit und findet die 05. artGrafik Ahrenshoop zwischen Meer, Sand, Wiese und Bodden – auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst – statt. Die Messe lädt auch in diesem Jahr ein in die Strandhalle Ahrenshoop (Dorfstraße 16b, 18347 Ahrenshoop). Die vom Pirckheimer-Freund aus dem benachbarten Ribnitz-Damgarten, Henry Günther, organisierte und kuratierte viertägige Begegnung öffnet von Donnerstag bis Sonnabend jeweils von 11 bis 18, am Sonntag von 11 bis 17 Uhr ihre Pforten. Insgesamt sind 16 Künstlerinnen und Künstler eingeladen: Gudrun Illert, Reiner Stec, Klaus Raasch, Rainer Ehrt, Susanne Hoch und Tina Flau ... Neu dabei sind in diesem Jahr Susanne Theumer und Frank Eißner. Auf nach A’hoop!

(André Schinkel)

Sa, 09.05.2026

Trauerfeier für Roland Berger findet am 02.06. statt.

Der Termin für Trauerfeier und die Beisetzung von Roland Berger steht fest: Pankow, 02.06., 12 Uhr

Über mehrere Äther erreichen den Blog die Informationen zur Trauerfeier und Beisetzung des langjährigen Pirckheimers und Künstlers Professor Roland R. Berger: Sie findet am Dienstag, den 02. Juni 2026 auf dem Friedhof Pankow III (Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin) in Berlin um 12 Uhr statt. Der 1942 in Sachsen geborene Berger, der als Lehrer wie Künstler aktiv war und von 1985 bis 1995 eine Professur für Kunsterziehung mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Uni bekleidete, war am 04. April des Jahres gestorben. Roland Berger war von 1969 bis 2025 Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und arbeitete zeitweise im Vorstand der Gesellschaft. Ein Hauptmotiv seiner Kunst war der Harlekin, der auch als Originalgrafische Beilage einem Heft der Marginalien beilag. Eine eingehende Würdigung von Leben und Werk Roland R. Bergers erfolgt in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift (Heft 261, das sich derzeit im Druck befindet) durch Carsten Wurm. 

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

So, 03.05.2026

Die Exkursion auf dem berühmten Waldfriedhof von München findet am 21. Mai 2026 (ab elf Uhr) statt.

Exkursion auf dem Waldfriedhof von München am 21. Mai ab 11 Uhr

Den Pirckheimern steht mit einer gut zweistündigen Exkursion über den Waldfriedhof in München ein weiteres Highlight bevor. Wir treffen uns dazu am 21. Mai 2026 um 11 Uhr am Haupteingang in der Fürstenrieder Straße. Dort werden wir mit Gerd Holzheimer in die literarische Vergangenheit wandern. Dr. phil. Gerd Holzheimer muss ich in unserem Kreis nicht mehr vorstellen, er ist Verfasser von über 30 Büchern, zuletzt die Biografie über „Apfelpfarrer“ Korbinian Aigner, Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Literarischer Herbst im Fünfseenland, Herausgeber der Zeitschrift Literatur in Bayern. Als literarischer Landvermesser leitet er literarische Exkursionen weltweit und in seiner Heimat an der Würm. Kurator verschiedener Ausstellungen, Mitarbeit an Filmen, Vorträge zu kulturhistorischen Themen. Die Landeshauptstadt München zeichnete 2013 Holzheimer mit dem Ernst-Hoferichter-Preis aus, der an Künstler verliehen wird, die „Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden“. 2015 war Gerd Holzheimer zudem Kulturpreisträger des Landkreises Starnberg.

Ein Besuch auf einem Friedhof ist immer auch ein Stück Erinnerungskultur. In ganz besonderem Maß trifft das auf den Waldfriedhof in München zu. Ein Gang durch seine weitverzweigten Wege kommt einem Gang durch die Literatur- wie Kulturgeschichte, auch durch die politische Geschichte gleich. Der Waldfriedhof, von 1905 bis 1907 angelegt, ist der größte in München. Er liegt auf dem ehemaligen Forst von Schloss Fürstenried. Und die Anlage selbst ist ein Meisterstück von Hans Grässel (1860–1939), Architekt, der das Stadtbild von München überhaupt sehr stark geprägt hat.

Schon die Eingangssituation ist hochinteressant. Thema: Sphingen auf dem Portal. Mit Sphinx verbinden wir automatisch das Rätselhafte, auch Gefährliche. Wer ihre Frage nicht beantworten kann, wird gefressen, und das waren alle auf dem Weg nach Theben. Ödipus war der Erste, der ihren Fängen entging. Dafür bekam er zum Lohn die Königin Iokaste zur Frau – seine Mutter, Witwe des von ihm gleichfalls – im Unwissen, dass es sein Vater sei – erschlagenen Laios. Das Rätsel seines eigenen Daseins bleibt ihm verborgen. „Du schaust umher und siehst nicht, wo du stehst im Üblen, / Nicht, wo du wohnst, und nicht, mit wem du lebst – / Weißt du, von wem du bist?“, heißt es im König Ödipus des großen griechischen Tragöden Sophokles, der im 5. Jahrhundert v. Chr. lebte.

Allenthalben verschwanden auf Münchner Friedhöfen Sphingen, so am Westfriedhof und am Nordfriedhof. Ein regelrechter Sphingenfresser namens Max Panitz, seines Zeichens Baurat, wird von Heißerer dafür verantwortlich gemacht. Und Erich Scheibmayr, Verfasser von Letzte Heimat. Persönlichkeiten in Münchner Friedhöfen (München 1984), mit dessen Buch (genauer gesagt sind es drei) Begräbnisstätten zu kulturellen Gedenkstätten wurden, nennt Panitz „brutal“, einen „wilden Hund“, einen „Zerstörer“. Die zwei Sphingen auf dem Haupteingang am Münchner Waldfriedhof hat er wohl nur deshalb verschont, weil sie so „erhaben auf jeweils zwei steinernen Toren“ liegen.

Ein paar Meter weiter kommen wir zu der Rotunde, die als Anlage für Hans Grässel gedacht ist. Auf der Rückseite findet man (aber nur, wenn man es weiß) Johann Wolfgang von Goethes Sonett Natur und Kunst in Stein gemeißelt. „Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen / Und haben sich, eh man es denkt, gefunden; / Der Widerwille ist auch mir verschwunden, / Und beide scheinen gleich mich anzuziehen …“ Zur Auswahl einzelner Gräber: Das bereits erwähnte Buch von Erich Schreibmayr ist ein guter Cicerone für unseren Gang über den Waldfriedhof. Hier nur ein kleines name dropping, damit man ungefähr erkennen kann, wohin die Reise geht – 12: Familie Mann; 13: Circus Krone; 17: Die Wedekinds; 22: Kurt Huber; 43: Bandera, Bierbaum, Heyse; 44: Lena Christ; 38: Alfons Goppel, Josef Ruederer; 131: Max Reger; 95: Franz von Stuck … Ja, und natürlich etliche andere mehr, darunter ein paar echte „Geheimtipps“: das Grab der Vera Ouckama-Knoop (1900–1919); ihr hat Rilke Die Sonette an Orpheus gewidmet mit dem Untertitel: Ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop), oder des Malerpaars Maria Uhde (1892–1918) und Georg Schrimpf (1889–1938).

In der Amalienstraße 42 befand sich das Atelier des Malers Georg Schrimpf, des Freunds von Oskar Maria Graf, in dessen autobiografischen Schriften Schrimpf eine große Rolle spielt (so über den Tod von Schrimpfs Lebensgefährtin im Kindbett: Das Unglück. Eine Künstlergeschichte) sowie Ein barockes Malerporträt, 1950 erschienen in der Sammlung Mitmenschen. Und Schrimpf porträtierte seinerseits Graf (siehe Galerie im Lenbachhaus). – Weiterhin: Julia Löhr (1877–1927), Schwester von Heinrich und Thomas Mann, für den sie das Vorbild abgab als Ines Institoris im Roman Doktor Faustus. Der eigentümlich seltsame, wenngleich nahezu unleserliche Spruch auf ihrem Grab lautet: „Gott, ich danke dir für alles Glück, das du mir gesandt hast und noch viel mehr für jedes Unglück.“ Um Himmels willen, was hat denn das zu bedeuten, wenn ihr Bruder Thomas schreibt, sie hätte sich „vor Gattenekel“ das Leben genommen? Dumpf ahnt man das Schreckliche ihres Schicksals.

Georg Kannewischer (1897–1972), zählte zu den ersten Mitarbeitern des Bayerischen Rundfunks, seit 1929 Komponist, Dirigent und Arrangeur von Musiksendungen, Leiter der Hauptabteilung Musik. Langjähriger Briefwechsel mit dem Kiem Pauli (ein Exemplar davon wird im Exkursions-Rucksack mitgeführt und kann am Grab gezeigt werden), womit sich ein weiterer roter Faden durch die Exkursion zieht: der Kiem Pauli (1882–1960) war lange Zeit zusammen mit Kurt Huber (1893–1943), dessen Grab ja auch besucht wird, in den Bergen unterwegs, um Volkslieder zu sammeln, was Grundlage für das spätere, gemeinsam herausgegebene Altbayerische Liederbuch (1936) wurde.

Die Anastasia-Kapelle im alten Teil des Waldfriedhofs ist eine Kirche der ganz besonderen Art: Eine hölzerner, ursprünglich provisorischer Bau. Man kann nur einmal im Jahr in sie hineinblicken, ansonsten sind die Türen verschlossen. Nur bei der Mai-Andacht, an der auch schon der orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis teilgenommen hat, kommt man hinein. Was schade ist, denn die Ausmalungen, gestaltet vom 1988 verstorbenen Maler Max Lacher, sind sehr besonders. Lacher gestaltete die Kapelle kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Er stellt die Pein Jesu dar, jedoch sind dessen Peiniger klar als Nationalsozialisten gezeigt, eine einmalige ikonografische Darstellung. Auch Adolf Hitler kann man auf dem Gemälde erkennen, mit Spiegel um die Ecke schauend. Max Lacher malte nicht nur von 1946 bis 1949 die Fresken der Anastasiakapelle, 1956 zum Beispiel übernahm er in München die Fassadengestaltung des Textilhauses Ludwig Beck am Rathauseck, in Sgraffito- und Steinintarsien-Technik. Und last, but not least besuchen wir Michael Endes (1929–1995) Grab.

Der kulturgeschichtliche Gang beginnt am Haupteingang des Waldfriedhofes, Fürstenrieder Straße. Das ist auf Jahre hinaus von der Verkehrsanbindung her problematisch, aber sowohl thematisch wie dramaturgisch notwendig. Es ist dringend notwendig, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen. Verursacht durch die städtebauliche Schnapsidee, eine Trambahn-Trasse durch die Fürstenrieder Straße zu legen, gibt es keine Parkplätze mehr an der Fürstenrieder Straße – und damit auch keine als Parkmöglichkeit für den Waldfriedhof. Selbst der einst großzügig eigene Parkplatz für den Waldfriedhof fiel dieser „Nicht-Planung“ zum Opfer. Also: Nicht mit dem privaten PKW anfahren! Das kann durch den ebenfalls allfälligen Stau eine Verzögerung von wenigstens  einer halben Stunde ergeben, bis man aus dieser Mausefalle überhaupt wieder herausfindet – noch immer, ohne einen Parkplatz zu finden. Einzige Möglichkeit: Buslinie 51 Richtung Aidenbachstraße nehmen. In den Bus kann man aus den U-Bahnlinien U6 Holzapfelkreuth oder U5 Laimer Platz umsteigen.

Die reine Gehzeit der Exkursion beträgt etwas mehr als zwei Stunden. Es empfiehlt sich, im Anschluss die Einkehr im Restaurant Busento gegenüber dem Haupteingang einzuplanen und zwar nach der Mittagszeit, also nach 14 Uhr, da das Lokal bis zu dieser Zeit überlastet ist. Reservierung ist dafür unbedingt notwendig. Bitte bei Teilnahme anmelden bei mir: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org. Ich freue mich auf Ihren Besuch am 21. und wünsche Ihnen bis dahin alles Gute.

(Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Do, 23.04.2026

Die Pirckheimer im FABS-Journal

23. April: Welttag des Buches.

In der neuesten Ausgabe (Nummer XXX.1) des renommierten, zweimal jährlich edierten Journals der Fellowship of American Bibliophilic Societies (FABS) werden auf Seite 44 ff. ausführlich die Pirckheimer-Gesellschaft anlässlich ihres 70. Gründungsgeburtstags im Januar dieses Jahres, die Zeitschrift der Gesellschaft Marginalien wie auch der Blog und die umfänglichen Aktivitäten der Pirckheimer vorgestellt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft und zugleich der Chefredakteur der Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst Till Schröder berichtet in der Rubrik Affiliate News des FABS-Journals von der Arbeit der 600 Mitglieder des bibliophilen Vereins, von den Messeteilnahmen der Pirckheimer unter anderem in Leipzig, Hamburg sowie Berlin, wo die Gesellschaft beim Bücherfest (der Blog berichtete), der Rare Book Week und artbook.Berlin (der Blog wird berichten) teilnimmt, wie von der Überführung des Vereinsarchivs in die DNB Leipzig und blickt voraus zur Jahrestagung in Nürnberg, der Heimatstadt Pirckheimers. Die FABS bündelt die bibliophilen Gesellschaften der USA, unterhält zahlreiche Kontakte weltweit. Fein, dabei zu sein.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 15.04.2026

Premiere: Mit eigenem Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026!

Zu unserem diesjährigen Pirckheimer-Jubiläum feiern wir eine Premiere: Das erste Mal haben wir einen Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026. Am Samstag und Sonntag, den 27. und 28. Juni 2026, wird dem Buch, der Literatur, dem Lesen und Diskutieren auf dem Bebelplatz wieder eine Bühne bereiten. Das Bücherfest wird vom Börsenverein Berlin-Brandenburg, einem Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit Sitz in der Berliner Danckelmannstraße veranstaltet, das Event ist erfolgreich ausgebucht, die Anmeldungsmöglichkeiten für Aussteller sind erschöpft. Der begeisterte Zuspruch hat im letzten Jahr noch einmal die besondere Strahlkraft des Berliner Bücherfests unterstrichen, an dem auch in diesem Jahr mit der bewährten Kombination aus über hundert Marktständen für den Buchhandel und einem literarisch und gesellschaftspolitisch spannenden Lesungsprogramm in drei Veranstaltungszelten angeknüpft wird. Präsentiert wird ein breites Angebot für Menschen aller Generationen, für Literaturbegeisterte ebenso wie für Neugierige. Lesungen von prominenten Autorinnen und Autoren stehen gleichberechtigt neben Debüts, Belletristik und Sachbuch finden ihren Raum. Die gute Tradition, mehrere Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Verlagen gemeinsam in moderierten Gesprächen zu präsentieren, wird fortgeführt. Das Programm des Berliner Bücherfests wird ab Mai öffentlich einsehbar sein. Alle anderen Informationen bekommt man schon jetzt über diesen Weblink. Auf geht’s zum Bücherfest!

(Robert Grieger)

Fr, 10.04.2026

Stand der Pirckheimer auf der 'BuchDruckKunst' – es sind zahlreiche weitere PG-Freunde in Hamburg, so neben den Genannten auch Henry Günther (mit der Edition 'BuchKunstBalance') sowie die Bücherkinder.

Viele Pirckheimer mit Ständen bei der BuchDruckKunst 2026 dabei

„Verrückt nach Buch & Grafik“ – dieser wunderbare Slogan der Pirckheimer-Gesellschaft trifft auf der diesjährigen BuchDruckKunst, die am anstehenden Wochenende im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) die Pforte öffnet, gleich in mehrerlei Weise zu: Neben Einzelausstellern wie Cornelius Brändle und Rainer Ehrt hat Rudolf Angeli bereits den Pirckheimer-Stand (Alte Fabrik, Stand 39) errichtet und wartet auf viele Interessenten. Auch die Bücherkinder Brandenburg samt ihrem Mentor, Pirckheimer Armin Schubert, sind mit eigenem Stand und Auftritt vor Ort (Neue Fabrik, EG). Unter den sechzig Ausstellenden finden sich auch die Meister der Einbandkunst und ein Teil der Crème der gegenwärtigen grafischen wie Buchkunst-Elite. Die Messe ist am 11. (10 bis 18) und 12. April (10 bis 17 Uhr) öffentlich zugänglich. Neben dem regulären Tages- wird auch ein Wochenendticket und ein günstiges Nachmittagsticket angeboten. Die Messe ist leicht via Auto, S- und U-Bahn (Haltestelle Barmbek) erreichbar. Alle Infos hier.

(André Schinkel)

Di, 31.03.2026

Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse: Dank und Ausblick

Die Leipziger Buchmesse 2026 ist zu Ende. Es war wieder eine tolle Veranstaltung. Wir möchten uns bei allen bedanken: Helfern und Unterstützern (im Vorder- wie im Hintergrund), Besuchern, Mitgliedern, Gästen, Freunden, Familie ... einfach allen, durch die das möglich gemacht wurde.
Und ihr wisst ja, wie es heißt: Nach der Messe ist vor der Messe. Wir hoffen auf ein Wiedersehn zur Leipziger Buchmesse 2027. Und um es präziser zu machen: Vom 18. März 2027 bis 21. März 2027 findet die nächste Leipziger Buchmesse statt. Also habe ich wieder einen Blick drauf, um rechtzeitig den Frühbucherrabatt abzugreifen und wieder rechtzeitig in die Planung zu gehen. Auf ein Neues!

(Robert Grieger)

Mi, 18.03.2026

32. Leipziger Antiquariatsmesse

In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März auch die 32. Leipziger Antiquariatsmesse auf der Neuen Messe der Pleißemetropole (Messe-Allee 01, 04356 Leipzig) in der Messehalle 5 (gleich beim Besucherparkplatz gelegen) statt. Die Messe in der Messe ist vom Donnerstag bis zum Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet zugleich in der Zeit ein eigenes Veranstaltungsprogramm an. Organisatorisch verantwortlich ist abook.de unter der Ägide von Marianne Fleischer Bartsch –: „abooks.de ist bekannt als langjährige Veranstalterin der Leipziger Antiquariatsmesse. Nach den Jahren der Pandemie und dem unerwarteten Tod des Firmengründers, Detlef Thursch, waren wir froh, wieder auf der Buchmesse präsent sein zu können. Nun musste sich abooks.de wieder neu aufstellen und ist mit dem Firmensitz nach Berlin gezogen. Die Verbindung des Vergangenen mit der Gegenwart, das Erhalten unseres gedruckten Erbes, der Schrift-, Druck- und Buchkunst ist eine wichtige Aufgabe der Antiquariate. Dies im heutigen Literaturbetrieb und Buchmarkt sichtbar zu machen, ist die Aufgabe, die sich abooks.de gestellt hat. Welchen besseren Platz könnte es dafür geben als die Leipziger Buchmesse? Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“ An den 30 Ständen der Antiquariatsmesse ist man auf der Suche nach dem schönen und alten Buch bestens aufgehoben. Kompetente Antiquarinnen und Antiquare stehen dem interessierten Publico gern zur Seite. Die Messe verfügt über einen eigenen Garderobenbereich, das Messecafé ist um die Ecke. Interessant, auch in Pirckheimer-Hinsicht, zudem die Veranstaltungen: Am Donnerstag um 16 Uhr ist Hans-Jürgen Wilke zu Gast und berichtet über seine Zusammenarbeit mit Konrad Felixmüller. Und am Sonnabend um 15 Uhr liest Wolfgang Neubert, als Antiquar der Antiquariatsmesse viele Jahre verbunden, aus seinem Buch 50 Jahre unterwegs mit Büchern. Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers, das Ende 2025 als exclusive Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft erschienen ist.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 17.03.2026

Die "Leipziger Buchmesse" lädt vom 19. bis 22. März 2026 in die Stadt an der Pleiße ein ... Natürlich sind auch diesmal die Pirckheimer & Bücherkinder dabei.

Es ist soweit: Leipziger Buchmesse

Vier Tage, vom 19. bis 22. März 2026, präsentieren sich in den Messehallen (Messeallee 01, 04356 Leipzig) auf der Leipziger Buchmesse Autorinnen und Autoren mit ihren Novitäten, Verlage und Dienstleister die ganze Welt der Bücher. Diese Welt der Bücher wäre jedoch unvollständig, wenn nicht auch Buchkünstler, Illustratoren und die Sammler all dieser schönen Dinge in Leipzig dabei sind. Traditionell sind auch die Pirckheimer mit einem eigenen Stand vertreten. In diesem Jahr ist er in Halle 5, Stand C104 unter dem Dach von Buchkunst und Grafik, und ab diesem Jahr nahe dem Antiquariatsbereich, zu finden. Bei den Pirckheimern ist die Vorfreude groß, in diese Welt ums Buch einzutauchen und den Blick der hoffentlich vielen Besucher speziell auf Buchkunst und Bibliophilie zu lenken. Alle Informationen zur Leipziger Buchmesse gibt es hier unter diesem Link. Auch die Bücherkinder sind wieder im Programm: Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst, am Buchmessesamstag, 15 bis 15.30 Uhr. Außerdem: Für jedes Mitglied, das unseren Stand besucht, gibt es vielleicht eine kleine Überraschung. Herzlich willkommen in Leipzig!

(Robert Grieger)

Mo, 16.03.2026

Regionaltreffen Rhein-Main-Neckar im Hotel Krone.

Regionaltreffen in Hirschberg

 Die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft trifft sich Donnerstag, am 19. März 2026, im Hotel Krone (Landstraße 9–11, 69493 Hirschberg) um 19 Uhr zur ersten und Frühlingszusammenkunft in diesem Jahr. Wolfgang Vogel (slowtype) berichtet über sein aktuelles Projekt: Heinrich Heines Wintermärchen, illustriert und im Handsatz realisiert. Zuvor gibt es vor Ort einen Imbiss für alle Teilnehmenden. „Ich freue mich auf unser Wiedersehen und bitte um eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme. Die kurzfristige Einladung bitte ich zu entschuldigen. Mit herzlichen bibliophilen Grüßen“, schreibt Pirckheimerin Marita Hoffmann in ihrer Einladung. Es wird gebeten, sich unter ihrer Mail m.hoffmann@llux.de dazu zu melden bei Teilnahmeinteresse.

(André Schinkel)

So, 15.03.2026

15. März 2026: Tag der Druckkunst

Der Tag der Druckkunst findet am heutigen 15. März 2026 statt: Rund um diesen Tag können Künstlerinnen und Künstler, Druckwerkstätten, Museen, Hochschulen, Kunstvereine sowie andere Akteure zeigen, wie lebendig die gegenwärtige Druckkunst ist: von traditionellen Techniken bis zu den experimentellen Formen. Veranstaltungen wie Symposien und Kurse, Ausstellungen und Workshops, Vorführungen und viele andere Events konnten ab dem 01. Januar 2026 auf der dafür eingerichteten, hier verlinkten Website eingetragen werden. Der schöne Grund dafür: Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. „Ein Tag zum Feiern, finden wir!“, heißt es dazu bei den Initiatoren. Und weiter: „Deshalb findet immer am 15. März der Tag der Druckkunst statt. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wird rund um diesen Tag bundesweit bis hin ins benachbarte europäische Ausland eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist!“ Nahezu 400 Veranstaltungen wurden auf dem Portal der Website eingetragen. Auch im Bereich der Pirckheimer-Gesellschaft sind Events gemeldet: So erschien heute Vormittag der 05. Brandenburger Bilderbogen mit insgesamt 16 Beteiligten in der Galerie „Sonnensegel“ in Brandenburg an der Havel (der Blog berichtete). Organisiert wird der Tag vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V., der die Belange von zirka 10.000 Künstlerinnen und Künstlern im Land vertritt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 13.03.2026

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen.

Marginalien: Heft 260 erschienen

Pünktlich im Vorfeld der Leipziger Buchmesse, die vom 19. bis 22. März in die Stadt an Pleiße, Parthe und Weißer Elster einlädt, ist die neue Ausgabe der Marginalien, Ausgabe 2026/1 (Heft 260) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei quartus erschienen. Die Nummer ist auf verschiedene Weise eine Ausgabe der Würdigungen und Rückblicke geworden, wie Chefredakteur und stellvertretender Vorstand der Gesellschaft, Till Schröder, gleich im Vorab-Editorial vermerkt: Zum Einen ist das genauso geplant und komponiert; zum anderen gebieten das die Geschehnisse in der Zeit. So ist das Heft auch eines des Gedenkens, Erinnerns und Nachrufens geworden: Gleich viermal wird die große Malerin und Grafikerin Núria Quevedo in der Ausgabe gewürdigt – die Spanierin, die viele Jahrzehnte in Berlin lebte, war verehrt und bewundert und auch einigen Protagonisten der Pirckheimer-Gesellschaft, Armin Schubert etwa, sehr nah und vertraut, eins der Bücher der Bücherkinder ist u. a. ihr als Hommage gewidmet. Der Verleger und Pirckheimer Michael Faber erinnert an Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker Hermann Naumann, ja, und auch der Autor, Sammler, Herausgeber und Bibliophile Manfred Jendryschik, der 2025 in seiner Wahlheimatstadt Leipzig starb, wird gewürdigt. Der gebürtige Dessauer war der mitteldeutschen Künstlerszene eng verbunden. Ferner gibt es einen Text zu einem leicht übersehenen Jubiläum der Messe in Leipzig, zwei Beiträge zur Satirezeitschrift pardon, die dank Till Kaposty-Bliss wieder auflebt: eine Liebeserklärung von Norbert Grewe und das Interview mit dem Neu-Initiator. Das Verschwinden der Buchhandlungen beleuchtet Ralf Plenz, und Peter Arlt verweist auf Amboß & Hämmer von Baldwin Zettl. Um Spiralbindung geht es, und in der Originalgrafischen Beilage samt Begleittext um die Kunst der Schweizerin Olga Prader. Dem gut gefüllten Rezensions-Teil folgen Nachrichten für Bibliophile, das Geburtstagstableau und Ausstellungs-Infos. Auch Archiv-Splitter gibt es, eine neue Rubrik, die Wissenswertes und Skurriles aus 70 Jahren Pirckheimer-Gesellschaft berichtet. Ein rundum gut gefülltes Marginalien-Heft also: Das bibliophile Frühjahr kann kommen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 03.03.2026

Eine Crowdfunding-Aktion für das neue Projekt der "Bücherkinder" läuft vom 03.03. bis 02.04. Mit dem Erlös soll das Buch-/Jahresprojekt "An den Marken meiner Tage" – Realisierung – mitfinanziert werden.

„An den Marken meiner Tage“: Eine Crowdfunding-Aktion – für die Bücherkinder aus Brandenburg

Mit dem heutigen Tag um 10 Uhr startete eine Crowdfunding-Aktion für das nächste Projekt der Bücherkinder Brandenburg unter der Mentorschaft von Pirckheimer-Freund Armin Schubert. Das segensreiche kreative Unterfangen, in dem Schülerinnen und Schüler Schreibern und Künstlern begegnen und selbst schreiberisch und gestalterisch aktiv werden, zeitigte bereits mehrere Bücher und fand zwischen Berlin, Potsdam und Paris weithin Beachtung. Auch im Arte-Film zur Einhorn-Ausstellung im Potsdamer Barberini-Museum spielen die Bücherkinder eine elementare Rolle. Die Pirckheimer unterstützen die Kinder seit vielen Jahren, der Mentor der Gruppe wurde für seine Arbeit mit einer Verdienstmedaille des Landes Brandenburg geehrt. Für das jüngste Vorhaben, An den Marken meiner Tage, bitten die Gesellschaft und die Akteure um Unterstützung. Ja, für die physische Umsetzung (Material-/Druckkosten) brauchen die Bücherkinder dieses Mal finanzielle Unterstützung, um in diesem Jahr gemeinsam ein Texte-Bilder-Buch schaffen zu können. Ein Jahr erforschen die Kinder und Jugendlichen u. a. das Leben und Werk von Margot Friedländer und Marlene Dietrich, schreiben und illustrieren selbst ein eigenes Buch, das nach seiner Realisierung präsentiert wird. Ein mehr als edles Unterfangen! Für jede Spende ab oder über 30 Euro geben die Stadtwerke Brandenburg, die in diesem Jahr 30. Geburtstag feiern, 30 Euro dazu. Ziel ist: 2.000 Euro. Geld also für einen guten Zweck: Das sollte doch zu schaffen sein. Die ersten Spenden für das Projekt sind bereits eingegangen. Auch Prämienkäufe sind möglich. Werden die 2.000 Euro nicht erreicht, gehen alle Gelder zurück. Spenden kann man bis zum 02.04. (20 Uhr) unter diesem Link.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Sa, 07.02.2026

Besuch beim "Pergamenter" in Bobingen – am 26.02. in der Pestalozzistraße 01, Treffpunkt ist um 15 Uhr.

„Der Pergamenter” – Pergament-Ausstellung in Bobingen (26.02.)

Manfred Wildbrett wurde als „der Letzte seines Standes, der Pergamenter” bezeichnet. Von 1868 bis 2012 bestand die Firma Carl Wildbrett in Bobingen, im Anschluss wurde sie als Schenkung von Manfred und Edith Wildbrett an die Öffentlichkeit übergeben. Die historische Verwendung von Pergament ist durch Blätter in Büchern, also mittelalterlichen Handschriften, überliefert und reicht durch handgeschriebene Urkunden bis in die Neuzeit. Pergament ist spanngetrocknete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet wird. Zum Charakter des Pergaments heißt es unter anderem: „Handgeschriebene Dokumente (Besitzurkunden, Grundschuldbriefe) existierten bis ins 19. Jahrhundert. Pergament war noch vor wenigen Jahren attraktiv für Wappenmalerei und Urkunden im kulturellen Bereich. (...) Man unterscheidet beim Pergament (...) die Haarseite oder Oberseite und die Fleischseite oder Unterseite. Die Dicke des Pergamentes ist kein Merkmal. Je nach Verwendungszweck bleibt die Haut in ihrer natürlichen Stärke oder wird mechanisch dünner geschabt. Beispielsweise wird für Urkunden dickes Pergament gewählt, weil es die Feuchtigkeit der Farben besser absorbiert. Dagegen sollte Pergament für Bucheinbände dünn sein. Die Blätter in den aus dem Mittelalter überlieferten Handschriften sind entweder beidseitig glatt oder beidseitig samtartig. In der Dicke sind sie sehr unterschiedlich, denn es war immer Herstellung in Handarbeit. Pergament ist opak (durchschimmernd), weshalb die mittelalterlichen Schreiber darauf achteten, dass die Zeilen Rücken auf Rücken angeordnet waren.” Weiter heißt es in den Ausführungen des Hochsträssler-Vereins, der die Pflege der Objekte mitträgt: „Pergament ist hygroskopisch, das heißt, es nimmt Luftfeuchtigkeit auf. Beim Trocknen kann es etwas wellig werden, wenn es dabei nicht gespannt oder gepresst wird. (...) Lose Blätter wölben sich beim Trocknen immer in Richtung Haarseite; das erleichtert dem Laien die Bestimmung der Oberseite, die insbesondere beim samtartigem Pergament nicht so leicht erkennbar ist.” Die Wehringer Firma Wildbrett, die 2012 aus Altersgründen den Betrieb aufgegeben hat, wird uns Teilnehmenden einen Einblick in die ehemalige Pergamentherstellung geben. Somit werden wir alle Schritte kennenlernen, angefangen bei der Rohware über das Äschern/Einweichen und das Enthaaren bis hin zum Spannen der Häute, dem Trocknen und der Lagerung. Es werden zudem die Werkzeuge zur Herstellung vorgestellt, darunter das Halbmondformschabeisen. Zu sehen sind unter anderem auch der Zunftsiegelstock und diverse Musterbücher, Urkunden, Werbematerialien sowie Kalligraphen. Treffpunkt für diesen besonderen Termin ist am 26. Februar 2026 um 15 Uhr im Museum (Pestalozzistraße 01, 86399 Bobingen). – Es wird um baldige Anmeldung per Email: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org, gebeten.

(Hans Rabenbauer via Robert Grieger)