Pirckheimer-Blog

Pirckheimer-Gesellschaft

Di, 03.03.2026

Eine Crowdfunding-Aktion für das neue Projekt der "Bücherkinder" läuft vom 03.03. bis 02.04. Mit dem Erlös soll das Buch-/Jahresprojekt "An den Marken meiner Tage" – Realisierung – mitfinanziert werden.

„An den Marken meiner Tage“: Eine Crowdfunding-Aktion – für die Bücherkinder aus Brandenburg

Mit dem heutigen Tag um 10 Uhr startete eine Crowdfunding-Aktion für das nächste Projekt der Bücherkinder Brandenburg unter der Mentorschaft von Pirckheimer-Freund Armin Schubert. Das segensreiche kreative Unterfangen, in dem Schülerinnen und Schüler Schreibern und Künstlern begegnen und selbst schreiberisch und gestalterisch aktiv werden, zeitigte bereits mehrere Bücher und fand zwischen Berlin, Potsdam und Paris weithin Beachtung. Auch im Arte-Film zur Einhorn-Ausstellung im Potsdamer Barberini-Museum spielen die Bücherkinder eine elementare Rolle. Die Pirckheimer unterstützen die Kinder seit vielen Jahren, der Mentor der Gruppe wurde für seine Arbeit mit einer Verdienstmedaille des Landes Brandenburg geehrt. Für das jüngste Vorhaben, An den Marken meiner Tage, bitten die Gesellschaft und die Akteure um Unterstützung. Ja, für die physische Umsetzung (Material-/Druckkosten) brauchen die Bücherkinder dieses Mal finanzielle Unterstützung, um in diesem Jahr gemeinsam ein Texte-Bilder-Buch schaffen zu können. Ein Jahr erforschen die Kinder und Jugendlichen u. a. das Leben und Werk von Margot Friedländer und Marlene Dietrich, schreiben und illustrieren selbst ein eigenes Buch, das nach seiner Realisierung präsentiert wird. Ein mehr als edles Unterfangen! Für jede Spende ab oder über 30 Euro geben die Stadtwerke Brandenburg, die in diesem Jahr 30. Geburtstag feiern, 30 Euro dazu. Ziel ist: 2.000 Euro. Geld also für einen guten Zweck: Das sollte doch zu schaffen sein. Die ersten Spenden für das Projekt sind bereits eingegangen. Auch Prämienkäufe sind möglich. Werden die 2.000 Euro nicht erreicht, gehen alle Gelder zurück. Spenden kann man bis zum 02.04. (20 Uhr) unter diesem Link.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Sa, 07.02.2026

Besuch beim "Pergamenter" in Bobingen – am 26.02. in der Pestalozzistraße 01, Treffpunkt ist um 15 Uhr.

„Der Pergamenter” – Pergament-Ausstellung in Bobingen (26.02.)

Manfred Wildbrett wurde als „der Letzte seines Standes, der Pergamenter” bezeichnet. Von 1868 bis 2012 bestand die Firma Carl Wildbrett in Bobingen, im Anschluss wurde sie als Schenkung von Manfred und Edith Wildbrett an die Öffentlichkeit übergeben. Die historische Verwendung von Pergament ist durch Blätter in Büchern, also mittelalterlichen Handschriften, überliefert und reicht durch handgeschriebene Urkunden bis in die Neuzeit. Pergament ist spanngetrocknete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet wird. Zum Charakter des Pergaments heißt es unter anderem: „Handgeschriebene Dokumente (Besitzurkunden, Grundschuldbriefe) existierten bis ins 19. Jahrhundert. Pergament war noch vor wenigen Jahren attraktiv für Wappenmalerei und Urkunden im kulturellen Bereich. (...) Man unterscheidet beim Pergament (...) die Haarseite oder Oberseite und die Fleischseite oder Unterseite. Die Dicke des Pergamentes ist kein Merkmal. Je nach Verwendungszweck bleibt die Haut in ihrer natürlichen Stärke oder wird mechanisch dünner geschabt. Beispielsweise wird für Urkunden dickes Pergament gewählt, weil es die Feuchtigkeit der Farben besser absorbiert. Dagegen sollte Pergament für Bucheinbände dünn sein. Die Blätter in den aus dem Mittelalter überlieferten Handschriften sind entweder beidseitig glatt oder beidseitig samtartig. In der Dicke sind sie sehr unterschiedlich, denn es war immer Herstellung in Handarbeit. Pergament ist opak (durchschimmernd), weshalb die mittelalterlichen Schreiber darauf achteten, dass die Zeilen Rücken auf Rücken angeordnet waren.” Weiter heißt es in den Ausführungen des Hochsträssler-Vereins, der die Pflege der Objekte mitträgt: „Pergament ist hygroskopisch, das heißt, es nimmt Luftfeuchtigkeit auf. Beim Trocknen kann es etwas wellig werden, wenn es dabei nicht gespannt oder gepresst wird. (...) Lose Blätter wölben sich beim Trocknen immer in Richtung Haarseite; das erleichtert dem Laien die Bestimmung der Oberseite, die insbesondere beim samtartigem Pergament nicht so leicht erkennbar ist.” Die Wehringer Firma Wildbrett, die 2012 aus Altersgründen den Betrieb aufgegeben hat, wird uns Teilnehmenden einen Einblick in die ehemalige Pergamentherstellung geben. Somit werden wir alle Schritte kennenlernen, angefangen bei der Rohware über das Äschern/Einweichen und das Enthaaren bis hin zum Spannen der Häute, dem Trocknen und der Lagerung. Es werden zudem die Werkzeuge zur Herstellung vorgestellt, darunter das Halbmondformschabeisen. Zu sehen sind unter anderem auch der Zunftsiegelstock und diverse Musterbücher, Urkunden, Werbematerialien sowie Kalligraphen. Treffpunkt für diesen besonderen Termin ist am 26. Februar 2026 um 15 Uhr im Museum (Pestalozzistraße 01, 86399 Bobingen). – Es wird um baldige Anmeldung per Email: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org, gebeten.

(Hans Rabenbauer via Robert Grieger)

Fr, 06.02.2026

Thema des FISAE-Newsletters: die 'Marginalien 259'.

Marginalien im FISAE-Newsletter

Der aktuellen Ausgabe der Marginalien (Heft 259, Ausgabe 2025/4) ist wieder ein großer Teil eines der beiden neuen FISAE-Newsletter gewidmet: In der Ausgabe Nummer 539 des Rundbriefs für die internationale Exlibris-Gemeinschaft wird das Heft ausführlich und wie man es vom FISAE-Neuigkeitenbrief gewohnt ist, in zahlreiche Sprachen übersetzt und damit in der Tat weltweit präsentiert, gewürdigt. Das geht einher mit dem Abdruck des Vorabs von Seite 3, des Editorials von Marginalien-Chefredakteur und stellvertretendem Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, Till Schröder, dem Inhaltsverzeichnis des Heftes in zehn Sprachen – namentlich in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch – dazu kommt eine reiche Auswahl Bilder aus der Ausgabe zu den einzelnen Themen des Hefts. Die Ausgabe 259 war das Schlussheft des Jahres 2025, die nachfolgende Nummer 260 ist gegenwärtig in der Endredaktion und erscheint im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. – Zu weiteren Themen im FISAE-Newsletter schreibt sein Herausgeber Klaus Rödel aus Frederikshavn: „Aus Luxembourg kommt wieder eine schöne Veröffentlichung: Emil van der Vekene – So druckte damals Johannes Gutenberg.“ Und schließlich gibt es laut Newsletter einen Verlust zu konstatieren: „Am 09. Januar starb leider wieder einer der aktiven Sammler der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, Prof. Dr. Werner Grebe. Er hatte seine umfangreiche Exlibrissammlung der Universität (zu) Köln übergeben.“ Klaus Rödel informiert auch am Ende der Präambel, dass er gestürzt ist und der Newsletter (bis auf die bereits vorbereiteten) einige Wochen pausieren muss. Wir wünschen von Herzen gute Besserung!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 03.02.2026

Die Ausgabe 32: Der neue "Hamburger Bothe" ist da.

„Hamburger Bothe 32“ erschienen

Pünktlich zum 01. Februar erschien die neue, die insgesamt 32. Ausgabe des Hamburger Bothen, herausgegeben von den Pirckheimern im Norden wie gewohnt, namentlich von Rudolf Angeli und Peter Engel. Das Magazin, in der Corona-Zeit zur Verständigung über die Lockdown-Grenzen hinaus aus der Taufe gehoben, ist mittlerweile für viele Bibliophile im deutschsprachigen Raum zum Infopoint geworden und wird auch in den großen Bibliotheken online vorrätig gehalten. Das neue Heft rekursiert auf die Veranstaltungen rund um das neue Buch von Gustav Kluge, dessen Band Disegno ≠ Disegno im Verlag Angeli & Engel erschien; auch lädt Pirckheimer-Freund Ralf Plenz zum Pirckheimer-Treffen in der Elbmetropole am 09.05. ein. Peter Engel berichtet eindrücklich vom Wachsen und Entstehen seiner Selbstbildnis-Sammlung in der noch neuen Rubrik Mitteilungen aus dem Sammlerleben ... und dem Gruselbusel à la 1772 im Zeitsprung folgt de facto die Todesanzeige für das Graphische Viertel in Leipzig: Mit der Schließung der letzten Druckerei, der von Thomas Böhlau in der Ranftschen Gasse 14 Ende 2025 und dem anvisierten Exitus des Literaturhauses wird es langsam dunkler in der Buchstadt. – Urs Heftrich parliert aus dem Reimversteck über das Bauen von Sonetten nebst drei eigenen Bausätzen, und Abel Doering würdigt Mary W. Shelley zum 175. Todestag. Dieser fiel bzw. fällt, wie auch der 225. von Daniel Chodowiecki, der im aktuellen Bothen gleichsam die allfällige Würdigung erfährt, auf Anfang Februar. Hoffnung und Gedenken also, und in den Themen Licht und Schatten in der neuen Nummer des Hamburger Bothen, der so, als kleines wie digitales Geschwisterchen der Marginalien, in seinem sechsten Jahrgang eine gute Figur macht: Wer ihn nicht hat, kann ihn über die E-Mail Rudolf_Angeli@web.de ganz problemlos anfordern.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 02.02.2026

In Bielefeld zu Gast ab 06.02.: The Brautigan Library.

Bielefeld: The Brautigan Library

Eine Bibliothek unveröffentlichter Manuskripte? So etwas gibt es? In der Tat, und wie passend, dass sie sich in Bielefeld präsentiert, der Stadt, die bekanntlich auch „unveröffentlicht“ ist. Im Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft präsentieren wir diese Schau unseres Mitglieds Marie-Pierre Bonniol. In den Räumen des Kunsthauses Artists Unlimited (Viktoriastraße 24, 33602 Bielefeld) blickt die französische Kuratorin vom 06. bis 22. Februar 2026 auf eine Idee aus dem Roman Die Abtreibung (1971) von Richard Brautigan (1935–1984). In dem Buch stellt sich der amerikanische Schriftsteller und Dichter eine Bibliothek vor, die sich der liebevollen Aufnahme und Aufbewahrung persönlicher Bücher und Manuskripte aller Art verschrieben hat. Seit ihrer fiktiven Gründung bietet sie einen Ort des Trostes und der symbolischen Existenz für Werke, die niemals veröffentlicht oder vertrieben werden. In den 1990ern erweckte Todd R. Lockwood diese fiktive Bibliothek als The Brautigan Library in den USA zum Leben, die bis 1996 auf knapp 400 Bände anwuchs und mittlerweile im Clark County Museum in Vancouver, Washington, ansässig ist. Die Bibliothek ist zu einer Ikone geworden und hat französische Autoren wie Jean-Yves Jouannais (Artistes sans œuvres, 2009) und David Foenkinos (Le mystère Henri Pick, 2016) inspiriert. Marie-Pierre Bonniol schaut unter anderem auf das eigenwillige „Mayonnaise“-System der Klassifizierung der Bibliothek, das nach Themen sortiert, nicht Autoren, zeigt Werke der Sammlung als Unikate, Filme, Fotos und lud zudem ihre Mutter, die naive Malerin Danielle Bonniol-Ferrus, ein, die Bücherei in Bildern zu kommentieren. Öffnungszeiten: Fr 16 bis 19 Uhr, Sa/So 14 bis 17 Uhr. Ein Fest für Auge und Geist. 

(Till Schröder)

Sa, 31.01.2026

Jubiläum: Pirckheimer auf Touren

Pirckheimer auf Touren: Im Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft ruhen wir uns nur ein klein wenig aus mit Rückblicken und Festivitäten. Wir werden auch dies tun – vor allem in Nürnberg beim Jubiläumstreffen –, aber 70 Jahre Pirckheimer sind für uns Anlass, wie gewohnt aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen. Wir werden in Kooperationen Präsenz zeigen und bei verschiedenen Veranstaltungen und Messen auftreten. Den Auftakt macht unser Mitglied Marie-Pierre Bonniol im Februar (06.–22.02.) mit einer Ausstellung in Bielefeld (Viktoriastraße 24, 33602 Bielefeld) in den Räumen des Kunsthauses Artists Unlimited. Die Pirckheimer sind Medienpartner. Die Schau kreist um eine Idee des Schriftstellers Richard Brautigan aus seinem Roman Die Abtreibung (1971): als eine Sammlung unveröffentlichter Manuskripte. In den 1990ern erweckte Todd R. Lockwood diese fiktive Bibliothek als The Brautigan Library in den USA zum Leben mit nun beinahe 400 Bänden. Bonniol kuratiert Werke der Sammlung und lud ihre Mutter, die naive Malerin Danielle Bonniol-Ferrus, ein, die besondere Bücherei Brautigans/Lockwoods in Bildern zu kommentieren. 

Außerdem stellte Bonniol anlässlich unseres Jubiläums eine Filmreihe für Kinder mit Kurzfilmen über Bücher zusammen, die 2026/2027 in deutschen Städten gezeigt werden soll. Näheres zu den Terminen folgt online und in den Marginalien.  – Im März beginnt für die Pirckheimer die Messe-Saison. Wir sind wieder präsent auf der Leipziger Buchmesse (19.–22.), der BuchDruckKunst in Hamburg (am 11. und 12. April) – sowie bei der artbook in Berlin im November. In Leipzig bieten wir dem neuen Buch der Bücherkinder über Einhörner eine Bühne – und ein Dokumentarfilm zur Kulturgeschichte des Einhorns wird im Juni auf Arte laufen, der in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam auch die Bücherkinder in ihrem Tun filmte. In der Woche gleich nach unserem Jahrestreffen in Nürnberg im September sind wir Medien- und Programmpartner der Rare Book Week in Berlin, veranstaltet vom Verband Deutscher Antiquare und anlässlich der Tagung der Internationalen Vereinigung der Antiquare (ILAB) vom 14. bis 20. September in Berlin. Die Rare Book Week bietet Veranstaltungen an verschiedenen Orten Berlins und eine dreitägige Buchmesse im Kronprinzenpalais. Neben der Einbindung ins Programm werden wir auch als Pirckheimer-Gesellschaft mit einem Stand vor Ort sein, der auch das Jubiläum der PG abbildet. 

Im Jubiläumsjahr schenkt unser Mitglied Nikolaus Topic-Matutin von der Neuhauser Kunstmühle ein bei ihm erschienenes Künstlerbuch der Malerin Marika Voß der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Übergabe am 19. März 2026 samt Podiumsgespräch mit der Künstlerin wird organisiert von der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg. Im Juni liest Pirckheimer-Freund Christoph Links in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker (Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin) in Kooperation mit unserer Gesellschaft aus seinem neuen Buch Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte und unterhält sich auch mit Till Schröder über die Geschichte der Pirckheimer und ihre Rolle im Buchland DDR. Der Link zum Buch findet sich hier. Dies ist ein erster Ausblick ins Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft, weitere Vorhaben und Veranstaltungen sind in Planung. Alle Mitglieder sind eingeladen, das Jubiläum ebenfalls als Anlass für eigene Veranstaltungen zu nehmen, Kooperationen anzuregen. Der Vorstand unterstützt gern. 

Auf geht’s in weitere 70 Jahre.

(Till Schröder)

Do, 29.01.2026

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft e. V., das sind 70 Jahre Arbeit für das und Liebe zum schönen Buch ... So ist der 29. Januar 2026 ein ganz besonderer Tag.

Ein ganz besonderer Tag: 70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft e. V.

Bücher – Nein, ich bitte Sie inständig:
Nicht mehr fragen! Laß dich doch belehren!
Bücher, auch wenn sie nicht eigenhändig
Handsigniert sind, soll man hoch verehren.

Joachim Ringelnatz.

29. Januar 2026 – was für ein Datum. Wir feiern 70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft. Viele haben bereits über ihre Geschichte geschrieben: Horst Kunze und Carsten Wurm, Wolfram Körner, Herbert Kästner, Hartmut Pätzke oder Till Schröder; in den Marginalien, den Jubelrufen oder auch auf unserer Webseite. „Am 29. Januar treffen sich im Café Budapest, Berlin, Stalinallee 165, etwa 80 Bücherfreunde, um die Pirckheimer-Gesellschaft in aller Form aus der Taufe zu heben. Das Präsidium besteht im wesentlichen aus dem Initiativkomitee, Kaiser, Löwenthal, Lange, Kaemmel und Klemke. Bruno Kaiser umreißt die Ziele und die Arbeitsaufgaben. Neben dem Bewahren des Bucherbes sieht er im Fördern des neuen Buches eine gleichrangige Aufgabe. Gewählt wird ein Geschäftsführender Vorstand, dem die Mitglieder des Initiativkomitees und Walter Berger, Ausstattungsleiter des Verlages Rütten & Loening, angehören, und ein 18 Personen umfassender Gesamtvorstand.“ So fing es an vor 70 Jahren. Mehr dazu auch auf unserer Webseite. 70 Jahre voller Wandel für das Buch und die Gesellschaft. 70 Jahre voller Arbeit für das Buch – mit Hochs und Tiefs. Digitalisierung, demografischer Wandel, verändertes Leseverhalten, die Begrifflichkeit der Bibliophilie an die nächsten Generationen tragen, alles Themen, mit denen sich die Gesellschaft auseinandersetzen muss. Bibliophile und literarische Gesellschaften haben es schwer in der jetzigen Zeit. Einige haben aufgeben müssen im Verlauf der Jahrzehnte. Um so wichtiger ist es, jetzt ein Zeichen zu setzen und mit Aktivität und Kreativität gegen diesen Trend zu arbeiten. Alle Mitglieder können hierbei helfen. Vor 20 Jahren fand zum 50-jährigem Jubiläum das Jahrestreffen in Berlin statt, mit reichhaltigem Programm. In diesem Jahr findet das Jubiläumstreffen in der Stadt unseres Namensgebers Willibald Pirckheimer in Nürnberg statt. Auch dort dürfen wir uns auf ein tolles Programm freuen (Näheres u. a. in unserer Rubrik Veranstaltungen auf unserer Webseite). Gleichzeitig stehen in diesem Jahr auch die ein oder andere Veranstaltung, Beiträge in den Marginalien und auch im Blog unter dem Thema 70 Jahre Pirckheimer. Wir dürfen gespannt sein. Also: Lasst uns mit diesem Jubiläum einen positiven Blick in die Zukunft werfen und alles für unsere Gesellschaft und unsere Herzensthemen rund um Buch und Grafik in Angriff nehmen.

(Robert Grieger, Pirckheimer mit ganzem Herzen)

Mi, 28.01.2026

In Potsdam: Bücherkinder on Film

Bücherkinder on film! Am 25. Januar war es soweit: Premiere des Arte/ZDF-Films Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht von Mathias Frick (2025, 52 Minuten) im Museum Barberini. Der Veranstaltungssaal im dritten Stock proppevoll, aufgeregte Kinder in der ersten Reihe. Denn auch die Bücherkinder Brandenburg spielten eine gewichtige Rolle im Film, der anlässlich der großen Potsdamer Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst entstand. Nach kurzen Worten der Produzentin Eva Rink und Museumsleiterin Ortrud Westheider ging es los. Der Bogen im Film spann sich von der Bibel und Heraldik über Kirchenkunst und Moderne bis ins Jetzt, zu einem schwarzen Einhorn von Carsten Nicolai und den Rainbow-Unicorns der LBGTB+-Community. Eindrückliche Bilder, interessante Einsichten der Kuratoren, Kamerafahrten entlang der Objekte – auch vielen illuminierten Büchern und naturkundlichen Berichten: Der Film erzählte umfassend aber nicht langatmig von christlicher Bedeutung und weltlicher Ermächtigung. Genau richtig. Neben Kuratoren aus Edinburgh, aus New York, Paris oder Potsdam, einer Restauratorin aus Brandenburg oder dem Archivleiter in Schwäbisch-Gmünd, das sich ältestes Stadtwappen mit Einhorn in Deutschland auf die Fahnen schreiben kann, kamen auch die Bücherkinder zu Wort und ins Bild, die ihre ganz eigene Herangehensweise ans Ergründen des Fabeltiers aufzeigten: schreibend und zeichnend. Die Bücherkinder waren dabei, als ein mittelalterlicher Wandteppich mit aufsehenerregender Stilistik in einer Kirche in Brandenburg für die Ausstellung entdeckt und abgenommen wurde. Sie lesen aus ihren Geschichten im Ausstellungsraum im Barberini, sie diskutieren in ihrem AG-Raum in der Schule. Mit viel Beifall setzte der Abspann ein. Im Publikum nicht nur Eltern, auch Möglichmacher wie Museums- und Archivleiter, Kuratoren, Restauratoren, Filmproduzenten, Fernsehredakteure. Sie alle holt Mathias Frick sich bedankend nach vorn, auch die Bücherkinder. Was auch beeindruckte: die immense Wuselei im gesamten Museum. Viele, viele Besucher stürmten das Barberini anlässlich des Tags der Offenen Tür. Die Warteschlange vor dem Haus reichte beinahe hinüber bis zur Kirche. Da ahnt man vielleicht, was auf Paris zukommt: Denn ins Museé de Cluny mit seinem berühmten Einhornsaal aus Wandteppichen wandert die Schau demnächst weiter. Ab 09. März gastiert sie an der Seine. Ein toller Tag für die Brandenburger Bücherkinder und ihren Mentor Armin Schubert, im Pirckheimer-Kosmos aktiv seit über fünfzig Jahren. Sobald die Sendetermine feststehen, geben wir hier im Blog Laut. Unbedingt ansehen!

(Till Schröder)

Mo, 26.01.2026

03. Pirckheimer-Treffen in Altona – am 09. Mai 2026.

Pirckheimer-Treffen in Hamburg

Im Mai ist es wieder so weit: Die Pirckheimer im Norden treffen sich in diesem Jahr zum dritten Mal in der Hamburger Schnittke-Akademie zu einem Tag mit Vorträgen, Ausstellungen sowie einer Büchertauschbörse. Am Samstag, den 09. Mai 2026, zwischen 11 und 15 Uhr laden sie in die Schnittke-Akademie (Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg) in Hamburg-Altona ein. Zu sehen gibt es Bibliophiles, Druckkunst, lesefreundliche Typografie und Kalligrafie ... – Und zu hören sind Bücherliebhaber, Sammler, Verleger, Künstler. Neben je zehnminütigen Vorträgen der Aussteller entsteht im Beiprogramm eine kostenlose Büchertauschbörse für alle Besucher und Aussteller mit maximal sieben Büchern pro Person. Um Anmeldung (auch für Besucher) wird herzlich gebeten, der Eintritt ist frei. Die Organisation liegt wieder in den Händen von Pirckheimer-Freund Ralf Plenz vom Input-Verlag, www.input-verlag.de, E-Mail: plenz@input-verlag.de, Telefon: (040) 60 92 26 04. Die Aussteller wenden sich bitte wegen einer Tischbuchung für Ausstellungsgut möglichst frühzeitig, spätestens bis zum 02.04.2026, an Ralf Plenz. Am selben Tag findet im Anschluss ebenfalls in den gleichen Räumen eine Veranstaltung der Hamburger Autorenvereinigung von 15.30 bis 17.30 Uhr statt. Ein ganzer Tag des Buches also! Die Pirckheimer freuen sich auf regen Zuspruch.

Pirckheimer-Treffen in Hamburg-Altona
am 09.05.2026, von 11 bis 15 Uhr in der 
Schnittke-Akademie (Max-Brauer-Allee 24, 
22765 Hamburg), im Anschluss Lesung.

(Ralf Plenz)

So, 18.01.2026

Die Buchmesse lädt im März wieder nach Leipzig ein, und auch die Pirckheimer sind 2026 wieder dabei.

Leipziger Buchmesse 19.–22.03.2026

Vier Tage, vom 19. bis 22. März 2026, präsentieren sich in den Messehallen (Messeallee 01, 04356 Leipzig) auf der Leipziger Buchmesse Autorinnen und Autoren mit ihren Novitäten, Verlage und Dienstleister die ganze Welt der Bücher. Diese Welt der Bücher wäre jedoch unvollständig, wenn nicht auch Buchkünstler, Illustratoren und die Sammler all dieser schönen Dinge in Leipzig dabei sind. Traditionell sind auch die Pirckheimer mit einem eigenen Stand vertreten. In diesem Jahr ist er in Halle 5, Stand C104 unter dem Dach von Buchkunst und Grafik, und ab diesem Jahr nahe dem Antiquariatsbereich, zu finden. Bei den Pirckheimern ist die Vorfreude groß, in diese Welt ums Buch einzutauchen und den Blick der hoffentlich vielen Besucher speziell auf Buchkunst und Bibliophilie zu lenken. Alle Informationen zur Leipziger Buchmesse gibt es hier unter diesem Link

(Robert Grieger)

Do, 15.01.2026

Das Register der "Marginalien"-Ausgaben 151 bis 255 ist jetzt kostenlos online im PG-Shop downloadbar.

Register der Marginalien 151–255 neu auf der Pirckheimer-Website

Wir haben es endlich geschafft, den Großteil des Registers unserer Marginalien als Download auf unsere Seite zu bringen. Das Register umfasst sowohl alle Beiträge der im deutschsprachigen Raum einzigartigen Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie (so der beredte Untertitel des Journals) und funktioniert zugleich auch als Kreuzregister: Denn es verzeichnet sowohl die einzelnen Autoren mit den Titeln ihrer Aufsätze, Rezensionen und Berichte als auch die aus dem Inhalt der Texte gewonnenen Schlagwörter nach dem Alphabet geordnet. Die Schlagwörter können zum einen Personen- oder Sachschlagwörter sein. Unterschlagwörter wurden nicht erstellt. Dafür wurde bei allen Schlagwörtern jeweils die aufsteigende Reihenfolge der Hefte berücksichtigt, in denen sie erschienen sind. In unserem Shop bieten wir als kostenlosen Download aktuell das Register in zwei Teilen an. Teil 1 (Hefte 151–235), welches damals auch als Publikation erschienen ist. Und Teil 2 (Hefte 236–255), welches als Fortsetzung digital zusammengeführt wurde. Auch für die einzelnen jüngsten Hefte 256, 257 und 258 gibt es bereits eigene Heftregister. Diese sind aber nicht im Shop zu finden, sondern direkt bei den einzelnen Marginalien im Shop – direkt am Ende des angezeigten Inhaltsverzeichnis’. Und: Wenn wieder mehrere einzelne Register zusammengekommen sind, werden diese auch gebündelt direkt als Zusammenfassung im Shop erscheinen. Hiermit wollen wir auch allen Beteiligten und insbesondere Gerhard Rechlin für die große Arbeit an dem Register danken! Alle Informationen und der Link zum Download der Register für die Marginalien finden sich hier.

(Robert Grieger)

Mi, 31.12.2025

"Was werden die Tage bringen ...?!" Der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft grüßt alle Mitglieder und deren Angehörige zum Neuen Jahr und wünscht so allen Glück und Gesundheit. Auf ein neues, wohlan!

Neujahrsgruß

Ein neues Buch, ein neues Jahr
Was werden die Tage bringen?!
Wird’s werden, wie es immer war,
Halb scheitern, halb gelingen.

Ich möchte leben, bis all dies Glühn
Rücklässt einen leuchtenden Funken.
Und nicht vergeht, wie die Flamm’ im Kamin,
Die eben zu Asche gesunken.

(Theodor Fontane.)

In diesem Sinne wünschen wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien, dass Ihr gut und vor allem gesund ins neue Jahr kommt und dieses dann gesund mit allen Sinnen genießen könnt! 

Dies wünschen Euch:
Matthias, Till,
Hans, Dan und
Robert

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Fr, 26.12.2025

Hans Werner Oswald in Freising

Mit der Ausstellungstätigkeit geht es auch im Neuen Jahr unbeirrt weiter – es ist mit Hans Werner Oswald auch ein Pirckheimer-Freund dabei, der, ganz frisch dem Weihnachtsfrieden entstiegen und noch in die beziehungsreichen Rauhnächte verstrickt, gleich zu Jahresbeginn seine Arbeiten zeigt. Vom 02. Januar bis zum 12. Januar zeigt Oswald Malerei und Zeichnungen im Alten Gefängnis zu Freising (Brennergasse 01, 85354 Freising). Die Ausstellung ist an den Wochentagen von 14 bis 18, am Samstag, Sonntag und am Dreikönigstag (06.01.2026) von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. Am 02. Januar findet von 19 Uhr bis 21 Uhr die Vernissage der Schau statt – es spricht der Künstlerkollege und Mentor Hans Werner Oswalds, Herr Professor Christian Weihrauch aus Leipzig, anlässlich der Eröffnung. Die Laudatio auf den Ausstellenden wird den sprechenden Titel Im Zeichnen sehen tragen und die Besonderheit der Arbeit Hans Werner Oswalds würdigen. „Möglicherweise ist Hans Werner Oswald ein Wissenschaftler, ein analytisch denkender Mensch, der in seinem Leben vielen Generationen von Kindern und Jugendlichen die Geheimnisse der Naturwissenschaften beigebracht hat“, heißt es da. Und weiter: „Diese Haltung sorgt vermutlich auch für die Portion Demut, die für ein solches, umfangreiches und nach Arbeitsschluss des Lehrers entstandenes grafisches Werk notwendig ist.“ Hans Werner Oswald ist seit 2018 Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, er wurde 1945 in Moosburg an der Isar geboren, wo er auch heute noch lebt. Er erhielt ab 1959 Unterricht von Professor Georg Hummitzsch. Bei der Sommerakademie Salzburg und beim Kunstsommer Irsee begegnete er Künstlern wie Bernhard Heisig, Georg Eisler, Volker Stelzmann oder Sighard Gille. Seit 1982 leitet er die Malschule in Moosburg ... seit 2023 ist Weihrauch sein Irseer Mentor. 

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

Mi, 24.12.2025

Wir wünschen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, innezuhalten und die schönen Momente zu feiern. In dieser besonderen Weihnachtszeit senden wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien die besten Wünsche voller Freude, Glück, Gesundheit und Liebe.

„Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und
versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.“

(Charles Dickens.)

Euch allen ein schönes, bibliophiles und besinnliches Weihnachtsfest!

Matthias
und Till sowie
Hans, Dan
und Robert 

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Sa, 20.12.2025

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen. Es enthält auf 128 Seiten vieles an Wissenswertem und Bedenkensschönem für alle Bücher-Vernarrten.

Marginalien: Heft 259 erschienen

Pünktlich vor dem Fest ist die neue, die 259. Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, bei den Pirckheimern und auf den Gabentischen der Sammler und Abonnenten eingetroffen. Das Heft 2025/4, das als Winternummer unter der bewährten Ägide von Redaktionsleiter Till Schröder den Jahrgang beschließt, ist dieses Mal jenen starken Ichs, sowohl bei den Buchschöpfern wie auch bei den Produkten als quasi Individuen selbst, auf der Spur. Um Joachim Ringelnatz und seinen Verleger Heinrich Barchfeld in Leipzig geht es im ersten Beitrag des Heftes von Karsten Hommel. Im Anschluss lobt und porträtiert Jens-Fietje Dwars die Grand Dame, ja, und „Bäumin“ Gerda Lepke, die für die 259 auch die Originalgrafische Beilage des Hefts liefert – stets eine von vier Offsetlithografien mit dem Titel Tänzerin, die den Mitglieder-Exemplaren der Zeitschrift beigelegt sind. Ferner geht es da um Otto Spamer und James Joycens Ulysses (die Riege seiner gestalteten Ausgaben) und: um Horst Dieter Gölzenleuchter, dessen Werk gerade im Literaturhaus Magdeburg zu sehen ist – um den Europa Almanach, und die reiche und so wohlgelungene Jahrestagung der Gesellschaft im September in Hannover. Es gibt gleich fünf Trauerbekundungen für den großen Büchermacher Jens Henkel aus Rudolstadt; und im ABC der Druckkunst unter dem sprechenden Titel Zwischen Alchemie, Handwerk und Kunst etwas heute Spezielles: Janine Kittler und Michael Barthel stellen den Lichtdruck vor, für den es in Leipzig eine der letzten Werkstätten gibt. Die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage fragt nach 250 Jahre Goethe in Weimar – Glücksfall oder Verhängnis? Der Rezensionsteil feiert die Sürrealistische Revolution, das Slanted Magazine und ein betörendes Rabenbuch von Carla Schwiegk und Matthias Jackisch, dessen Vorzugsausgabe damit vergriffen sein sollte. Wie gewohnt gibt’s Neues aus der Pirckheimer-Gesellschaft und Wissenswertes für Bücher- und Grafikfreunde im Servicebereich, auch Hinweise zu relevanten Ausstellungen, Mitgliederzuwachs wie Ehrentagsinfos. Den Bibliophilen entführt das Heft, dem Titel der beiliegenden Vorzugs-Grafik des am Schluss der Nachrichten besprochenen Märchenbands Die Ein-Wunsch-Fee von Jens-Fietje Dwars folgend, und so soll es ja nach einer anstrengenden Zeit auch sein, zum Jahrwechsel in den Garten der Träume.

(André Schinkel)