Pirckheimer-Blog

Pirckheimer-Gesellschaft

So, 14.12.2025

Der komplette "Grimmschrat", die Bände 1 bis 5. Der himmelblaue ist der neue, der Gretel-Band des hoch ambitionierten Unterfangens, das nun – zum "guten Ende" – auch noch einen Schuber bekam. Top-Tipp!

Schrat in Höchstform: Band 5 der Grimmschen Märchen erschienen

„Und das haben wir jetzt davon: Ein Jahrhundertwerk in fünf Bänden.“ So beschreibt es Felicitas Hoppe in ihrem euphorischen Geleit für den letzten, den fünften, den Gretel-Band des in Sachen Märchen wohl ambitioniertesten Projekts der letzten Jahre: den jetzt schon ikonisch zu nennenden Grimmschrat, der vollständig neu illustrierten und edierten Henrik-Schrat-Ausgabe der Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, erschienen bei Textem in Hamburg. Und natürlich ist der letzte Band des Werks, das Henrik Schrat Jahre beschäftigte, wunderschön – quietschhimmelblau mit einem edlen silbernen Buchschnitt (Hardcover, Leinen, 288 Seiten, etwa 350 Abbildungen, 34 Euro), weswegen er auch – der Glitzernde heißt in der feinen Reihe, die alle Märchentexte der Grimms versammelt, gestaltet von Interkool/Christoph Steinegger. Nun, und vor allem: komplett durchillustriert vom Schrat, seines Zeichen auch Mitglied unserer Gesellschaft, samt Cameos aus der Jetztzeit, Herzschmerz und Gruselbusel, Lititi und Märchenwucht auf höchstem Niveau. Jawohl, das muss die Welt in ihrer bibliophilen Ausformung bewegen. Wer also für Weihnachten noch nach Schönblättrigem Ausschau hält, die Suche ist hiermit beendet. Es kann noch beim Schrat geordert und auch abgeholt werden bis zum 24.12. – es gibt auch Schenkrikel und für die Komplettisten einen feinen Schuber (für 20 Euro). Und wer wollte das nicht sein unter den einschlägigen Büchernarrn: ein Komplettist. Man eile sich. Der Direktkontakt zum Schrat hier, Kontakt zum Verlag hierüber. 

(André Schinkel, in seiner Erscheinungsform als Märchen-Elf)

Sa, 13.12.2025

Karl Holtz: "Acht bunte Blätter" (1971, Titel der Serie).

„Wer war Karl Holtz?“ Ein Aufruf

Über Karl Holtz, begnadeten Karikaturisten und Zeichner, finden sich bereits einige Beiträge in den Marginalien. Geschätzt von viele Künstlern, ist er ein Name, der in Kennerkreisen hohes Ansehen besitzt. Bekannt wurde er auch durch die farbintensiven Coverbilder für den Ulenspiegel nach 1945, dem nach einigen Jahren erst von den westlichen dann den sowjetischen Alliierten die Lizenz entzogen wurde. Seine bissigen Bilder in linken Blättern der Weimarer Republik hatten ihm schon damals und erst Recht in den Zeiten des Nationalsozialismus Ärger eingebracht, in DDR-Zeiten dann antistalinistische Karikaturen, erschienen in Schweizer Zeitschriften. Trotz Berufsverbot bei den Nazis und Haft in der DDR blieb er ein geschätzter Künstler in Ostdeutschland, arbeitete für den Eulenspiegel und erfand den Comicstrip Möchtelmanns Abenteuer. Völlig rehabilitiert wurde er erst nach der Wende, lange nach seinem Tod 1978. Ein Künstler zwischen den Stühlen und in den Ritzen der Brüche europäischer Geschichte. Zunehmend droht er vergessen zu werden. Darum: Angesichts seines bevorstehenden 50. Todestages 2028 versucht eine kleine Gruppe von Pirckheimern um Martin Jehle (Sammler, Berlin), Till Schröder (Journalist, Berlin) und Bert Zoller (Antiquariat Johann Nadelmann, Berlin) dem entgegenzuwirken. Zwar existieren einige kleine Monografien über den Künstler, und eine durch jahrelange Forschung gewachsene Website zum Künstler (karl-holtz-archiv.de) mit einem umfangreichen Werkverzeichnis – ein definitives WV steht aber noch aus. Auch möchte die Gruppe Möglichkeiten für Publikationen und Ausstellungen ausloten. Wir freuen uns über Gleichgesinnte, die mithelfen wollen, den Künstler extensiver zu erforschen und wieder in die Öffentlichkeit zu bringen. Gern können Sie uns dazu kontaktieren über die E-Mails post@johann-nadelmann.de oder schroeder@pirckheimer-gesellschaft.org.

(Till Schröder) 

Sa, 06.12.2025

Mit P. Breughel: "Der Leserschaft wünschen wir eine besinnliche Adventszeit, gesunde Weihnachten und einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr." So sei es.

In neuem Erscheinungsbild: Der 31. Hamburger Bothe erschien

Alles neu macht der Nikolaus? Nein, der neue Hamburger Bothe – die 31. Ausgabe des Periodikums der Pirckheimer aus dem Norden, herausgegeben von Rudolf Angeli und Peter Engel – ging natürlich pünktlich zum Monatsbeginn an seine Leserinnen und Leser hinaus – die übrigens das im PDF versandte Heft weit über die Grenzen der nördlichen Pirckheimer-Gruppe hinaus schätzen. Es ist allerdings doch etwas neu am frischen Bothen, nach fünf Jahrgängen erschien es den beiden Herausgebern angebracht, das Layout upzudaten. Nun, und das ist auch wohlgelungen und kommt zu Beginn der hoffentlich besinnlichen Zeit auch in festlichen Rot-Applikationen daher. Themen der neuen Ausgabe sind: Codex Delta, Willy Fleckhaus zum 100., Die Bleilaus, Schach und Literatur, das Theorienetzwerk Illustration, ein neues Buch von Peter Engel und ein Gruß zum Jahreswechsel. Der Hamburger Bothe kann per Mail bezogen werden über die Adresse Rudolf_Angeli@web.de

(André Schinkel)

Di, 02.12.2025

Mit Franz Fühmann 1976 in Schlagenthin (oben). Die Künstlerin Núria Quevedo und Pirckheimer Armin Schubert (unten) waren viele Jahre eng befreundet. Auch mit den "Bücherkindern" war Núria Quevedo verbunden, deren "Pax questuosa" ist ihr gewidmet.

Große Trauer um Núria Quevedo

Wie soeben unser Pirckheimer-Freund, der Mentor und Prinzipal der Bücherkinder Brandenburg, Armin Schubert, mitteilt und eben erst bekannt wurde, ist die große Künstlerin Núria Quevedo (1938–2025) in ihrer Wahlheimatstadt Berlin gestorben. Schubert, der mit Quevedo viele Jahre eng befreundet war, schreibt: „Mein Gott, nun auch noch Núria Quevedo; sie starb am 22. November des Jahres, und (das) erschüttert mich tief. Seit 1976 sind wir, begonnen mit Franz Fühmanns Roman für Kinder, Prometheus, miteinander verbunden. Das hat gehalten über all die Jahre. Zuletzt waren wir in Chemnitz dabei, als sie den Schmidt-Rottluff-Ehrenpreis bekam.“ Und weiter heißt es: „... durch sie haben wir auch Barcelona kennen und lieben gelernt. In meiner Sammlung sind viele gute Kunstwerke; erst jüngst haben wir die große Farblithografie Jeder, der seinen Weg geht ... zu einem Gedicht von Antonio Machado für die Eröffnung der Friedensdekade 2025 in der Petrikapelle beim Dom zu Brandenburg als Impuls verwendet.“ Núria Quevedo wurde am 18. März 1938 eben in Barcelona geboren, sie war die Tochter republikanischer Emigranten und lebte seit 1952 in Berlin, ab 1997 auch in Sant Feliu de Guíxols in der katalanischen Provinz Girona. Sie studierte von 1958 bis 1963 an der Weißenseer Kunsthochschule bei Arno Mohr, Klaus Wittkugel und Werner Klemke, war von 1968 bis 1971 Meisterschülerin bei Klemke. Ihr unverkennbares und umfängliches, zunächst grafisches, später auch malerisches Werk wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet. Mit Brandenburg an der Havel war sie über Armin Schubert, Christa Wolf, die Galerie Sonnensegel, die Bücherkinder vielfältig verbunden, stellte in der Domstadt aus, arbeitete mit Schülerinnen und Schülern und war auch an den Buchprojekten der Bücherkinder beteiligt – eines der Bücher, Pax questuosa, ist ihr und Anna Seghers (1900–1983), deren Aufstand der Fischer von St. Barbara sie 1981 (wie auch die Erzählung Kassandra von Christa Wolf (1984)) illustrierte, als Hommage gewidmet. Sie arbeitete auch zu einigen Vertretern und Vertreterinnen der Sächsischen Dichterschule: Volker Braun, Karl Mickel, Kerstin Hensel. Núria Quevedo war mit dem Dokumentarfilmregisseur Karlheinz Mund verheiratet. Ihr Werk ist in zahlreichen großen Häusern wie der Neuen Nationalgalerie vertreten. Mit anderen Berliner Künstlerinnen gründete sie 1992 die Künstlerinnen-Initiative Xanthippe e. V. Zuletzt waren ihre Arbeiten 2023/24 in Chemnitz (Kunstsammlungen am Theaterplatz) zu sehen.

(André Schinkel via Armin Schubert)

Do, 27.11.2025

In Sachen „Pirckheimer-Archiv“

Aufruf in Sachen Pirckheimer-Archiv: Im nächsten Jahr feiert die Pirckheimer-Gesellschaft ihr 70. Jubiläum. In diesem Zuge wollen wir unser Archiv gern einer Institution übergeben, wie schon auf Mitgliederversammlungen sondiert und angeregt. Bevor wir aber solch ein Konvolut freigeben können, wollen wir das bestehende Archiv weiter strukturieren und wenn möglich ergänzen. Wir gehen auf Spurensuche nicht nur fürs Jubiläum, sondern auch für die Nachwelt. Denn nach verschiedenen Sichtungen des Bestands ist klar: Im Archiv sind über die Jahrzehnte Lücken entstanden vor allem durch die Umwälzungen nach 1989, den organisatorischen Abschied aus dem Kulturbund und durch Schäden an verschiedenen Lagerorten über die Jahre. Wir wenden uns dazu auch an unsere Mitglieder: Wer hat noch Informationen zu Schriftlichem oder Unterlagen, die er dem Archiv überlassen möchte? Das kann alles sein: Rundbriefe und Einladungen, Protokolle und Gaben, Grafiken und Korrespondenz, besondere Marginalien-Ausgaben und Ähnliches ... Die Vorstandsmitglieder Hans Rabenbauer (rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org) sowie Till Schröder (schroeder@pirckheimer-gesellschaft.org) koordinieren das Archiv-Projekt im Hinblick auf das Jubiläum für die Pirckheimer-Gesellschaft und freuen sich über jeden Hinweis.

(Hans Rabenbauer/Till Schröder)

Do, 20.11.2025

Das Theorienetzwerk Illustration lädt zur Diskussion auf der artbook.berlin am 22.11.2025 um 16 Uhr ein.

Illustrieren in unsicheren Zeiten

Gesprächs- und Theoriezeit auf der artbook.berlin 2025: Illustrieren in unsicheren Zeiten. Wie reagiert die Lehre auf Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? So heißt die Diskussionsrunde des Theorienetzwerks Illustration am Samstag auf der Buchkunst- und Grafikmesse, die am 21. 11. beginnt und – bis zum 23.11.2025 im Kunstquartier Bethanien (Mariannenplatz 02, in 10997 Berlin-Kreuzberg) in der Hauptstadt stattfindet. Andreas Rauth und Pirckheimer-Vizevorstand wie Chefredakteur der Marginalien Till Schröder diskutieren mit Irmela Schautz, Jakob Hinrichs und Christian Gralingen am 22.11. um 16 Uhr daselbst. Auch die Pirckheimer-Gesellschaft selbst wird die ganze Zeit auf der Messe vor Ort sein, für wenn es eine(r) nicht gewusst hat. Und die ganze Zeit auch ist der Eintritt frei. Viel mögliches Licht also in den unsicheren Zeiten, die uns anschaun, und in diesem lichtarmen November, gottlob und überdies. Und eine Messe voll Buch sowieso.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 13.11.2025

LBA: "Bücherlust" im HdB. | © by Ekkehard Schulreich

LBA: Von der „Lust auf die Bücher“

„Bücherlust“ verbindet Qualität von Text, Druck, Gestaltung: Über 120 Jahre ist das Maßstab des Leipziger Bibliophilen-Abends. Ausstellung im Foyer des Literaturhauses Leipzig gibt Einblicke

Von Sperontes’ Singender Muse an der Pleiße bis zur neuesten Edition der Reihe 24x34. Grafik öffnet sich ein Kosmos – die Jahresausstellung Bücherlust. Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends 1904 bis 2025 im Literaturhaus Leipzig gibt Einblick in die Drucke des LBA von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Zu sehen ist nicht nur ein angesichts der Begrenztheit des Foyers und der intensiven Publikationstätigkeit in all den Jahrzehnten kleiner Teil an Büchern, Mappen, originalgrafischen Blättern. Plakate, Flyer, Einladungen vermitteln darüber hinaus einen Eindruck von den LBA-Aktivitäten und zeigen, dass auch dabei auf gestalterische Qualität Wert gelegt wird.

Was mich so fasziniert: Der LBA ist nicht geradlinig, nicht einseitig. Wir sehen ein Geflecht an Drucktechniken, Einbänden, literarischen Inhalten“, sagte Eberhard Patzig zur Vernissage am 07. November. Er sprach von einem „Universum“. Gemünzt war das auf die Drucke aus der Anfangszeit des Vereins, zu sehen in zwei Vitrinen am Eingang. Darunter – ein Hauptwerk – die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen 1929: Die Leipziger 99; ein Titel, der auf die damalige Begrenzung der Mitgliederzahl abzielte. Der Befund trifft aber für die Schau als Ganzes zu. Für Eberhard Patzig und für Thomas Glöß, die diese 12. Ausstellung eine Reminiszenz und ein Abschiedsgeschenk: Zwölf Jahre waren beide an der Spitze des Vereinsvorstandes des Leipziger Bibliophilen-Abends tätig.

„Längst werden wir über unsere Publikationstätigkeit identifiziert“, sagte Thomas Glöß. Er verwies darauf, dass die Wiederaufnahme dessen bereits in den letzten Jahren der DDR begann – angestoßen durch Herbert Kästner, der die Leipziger Regionalgruppe der Pirckheimer leitete, die Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends vorantrieb und heute Ehrenmitglied ist. 

Wie breit das Spektrum ist, wie faszinierend, erschließt sich dem Besucher bei einem Blick in die Vitrinen, beim Wandeln zwischen den Stellwänden. Da ist die Schriftbild-Reihe, beispielhaft Nummer 05: Hanns Eisler Dr. Faustus mit Schablithografien von Michael Triegel. Da sind die Leipziger DruckeGilgamesch mit Radierungen von Reinhard Minkewitz (Nr. 17) und Blaubart mit Farbholzschnitten von Klaus Süß (Nr. 19). Da sind die Paradiesischen Dialoge, die mit Edition sieben ihren Abschluss jetzt gefunden haben – zum Beispiel Gedichte Hans-Eckhardt Wenzels und Lithografien von Johannes Heisig (Nr. 01) – und Das Lied von der Erde mit Lithografien von Sighard Gille (Nr. 05). Da ist die Reihe 24x34. Grafik. Der aktuelle neunte Druck vereint einen Text von Wilhelm Bartsch und eine Aquatinta-Radierung von Wolfgang Buchta.

Eine Klammer um beide Vereine – den Leipziger Bibliophilen-Abend, der von 1904 bis 1933 bestand, und den 1991 wiederbelebten – bildet die ausgestellte Jahresgabe 2023. Sie zeigt die vier Exlibris des LBA: jene von Bruno Héroux und Walter Tiemann aus der Anfangszeit und jene von Oswin Volkamer (1996) und endlich Robert Schmiedel (2023) ... Die Ausstellung im Foyer des Literaturhauses in Leipzig (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) ist bis zum 08. Januar 2026 zu sehen.

(Ekkehard Schulreich)

Mo, 10.11.2025

Am 13.11. trifft sich die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft: Hotel Krone in Hirschberg – zu einem Vortrag samt Buchverlosung.

Regionaltreffen in Hirschberg

Die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft lädt zum letzten Treffen in diesem Jahr noch einmal nach Hirschberg ein. Pirckheimerfreundin Marita Hoffmann schreibt dazu: „Liebe Pirckheimerfreunde, zum Ausklang unserer diesjährigen Treffen freuen wir uns auf den Beitrag von Hans-Joachim Prenzel über Künstlerbücher mit anschließendem Sammlerabend – und Bücherspenden zur Verlosung von Ferdinand Puhe. Ich lade herzlich ein zu unserem Treffen, wie vereinbart treffen wir uns wieder am Donnerstag, dem 13. November 2025 im Hotel Krone, Landstraße 9–11, 69493 Hirschberg, um 19 Uhr. Wie mit dem Hotel vereinbart, werden wir zunächst einen Imbiss zu uns nehmen. Ich freue mich auf ein zahlreiches Wiedersehen und bitte um eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme. Mit herzlichen bibliophilen Grüßen –“ Anmeldungen sind bitte an folgende Email zu senden: m.hoffmann@llux.de ... Herzlich Willkommen in Hirschberg!

(André Schinkel via Matthias Haberzettl/Pressemitteilung)

Fr, 24.10.2025

Einladung in die Werkstatt von Olaf Nie am 20.11.25 in Weßling

Ich lade Sie herzlich am Donnerstag, den 20. November 2025 um 15 Uhr in die Werkstatt von Olaf Nie (Ettenhofener Straße 42, 82234 Weßling) ein. Seit 35 Jahren Handbuchbindermeister und Restaurator, arbeitet er in den letzten 15 Jahren auch als bildender Künstler. In seiner Werkstatt für Einzel- und Sonderfertigung bietet er vom gestalteten Einband über Reparaturen/Restaurierungen bis zur Fertigung von Kassetten und Schmuckschachteln alle Arbeiten eines Handbuchbinders an. Als bildender Künstler beschäftigt er sich mit Collagen aus Bedrucktem der Jahrhunderte. Gern gibt er uns Einblicke in seine Arbeit, stellt sich unseren Fragen und freut sich auf einen anregenden Austausch. Auf seiner Seite www.olaf-nie.de kann man sich über Nies Arbeiten informieren. Aus Platzgründen können leider diesmal nur acht Mitglieder teilnehmen. Also bitte gleich anmelden – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Anmeldung an: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org

(Mit lieben Grüßen: Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Mo, 20.10.2025

Jahrestreffen zum Jubiläum 2026 der Pirckheimer-Gesellschaft

In der Mitgliederversammlung 2025 in Hannover wurden zwar einige Orte als Wunsch in die Diskussion geworfen, es fanden sich aber keine Organisatoren. Somit wurde die Entscheidung in die Hände des Vorstands gegeben – der legte zeitnah los und kann nun seine Wahl für 2026 verkünden. 

Nach einigen Sondierungen und Rücksprachen hat sich Hans Rabenbauer (der Schatzmeister und damit Mitglied des Vorstands unserer Gesellschaft) dazu bereit erklärt, diese überaus anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen – gerade für 2026, in dem die Pirckheimer das 70-jährige Jubiläum der Gründung als Gesellschaft feiern, eine besonders spezielle Aufgabe. Dementsprechend ist der nun gewählte Ort ein ganz besonderer: Nürnberg – die Heimat Willibald Pirckheimers (1470–1530), und ein frühes Zentrum von Renaissance, Humanismus, der Druck- wie Bildenden Künste zumal. 

Vielen Dank an Hans Rabenbauer für die bevorstehende Arbeit im Namen der ganzen Gesellschaft!

Jahrestagung der Pirckheimer-
Gesellschaft 2026 in Nürnberg:
Vom 11. bis 13. September 2026
in W. Pirckheimers Heimatstadt.

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

So, 12.10.2025

Der brandneue Newsletter der FISAE (518) würdigt u. a. die jüngste Ausgabe der "Marginalien" (Heft 258).

Marginalien im FISAE-Newsletter

In seinem soeben versandten FISAE-Newsletter 518 würdigt Klaus Rödel einmal mehr das neu erschienene Heft der Marginalien (Ausgabe 258, 2025/3) und bringt neben dem Inhaltsverzeichnis auch das Editorial von Redaktionsleiter Till Schröder in zehn Sprachen. Und neben einer reichen Auswahl Bilder aus der Nummer wird auch explizit die Originalgrafische Beilage mit vier teils fein kolorierten Holzschnitten Peter Zaumseils, gedruckt von Bettina Haller, gewürdigt, im Fall von Rödels Exemplar ist das das Blatt Baumgruppe (in der Abbildung der Druck oben rechts). Weiter berichtet der mit 32 Seiten diesmal recht umfängliche Newsletter von der 12. Welttriennale für Druckgrafik, die von September bis November in Chamalières und in 11 weiteren Partnerstädten stattfindet und in deren Zentrum die Exposition in der Städtischen Kunstgalerie, die dem gravierten Werk von Pierre Soulages gewidmet ist, steht. Und ein Porträt Olli Ylonens im Dschungel findet sich, während der Triennale in der Mittelalterburg Malbork samt Herzchen aufgenommen. Fein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 03.10.2025

Die 30. Ausgabe des "Hamburger Bothen" enthält neben Gedichten von Jan Wagner wieder diverse Infos und 'feineste Schmackazien' zur Bibliophilie.

Hamburger Bothe 30 erschienen

Die neue Ausgabe des Hamburger Bothen, die insgesamt 30. Nummer des Periodikums der Pirckheimer aus dem Norden, die soeben erschienen ist, hat es wieder informativ wie bibliophil in sich. „In der 30. Nummer unseres Mitteilungsorgans für bibliophil Interessierte wird der bedeutende Buchkünstler E. R. Weiß, der bis 1933 insbesondere das Erscheinungsbild des Berliner S. Fischer Verlags entscheidend geprägt hat, zu seinem 150. Geburtstag geehrt. Er wurde ebenso wie sein Verlag ein Opfer der Nazis, die nach ihrer ‚Machtergreifung‘ auch das Verlagswesen völlig umkrempelten und nicht nur die jüdischen Repräsentanten verfolgten, sondern auch aufrechte Künstler wie E. R. Weiß, die dem Regime nicht genehm waren“, heißt es u. a. im Editorial der von Rudolf Angeli und Peter Engel verantworteten Zeitschrift. Im Heft gibt es Informationen zum Jahrestreffen der Pirckheimer im September in Hannover wie auch zum Treffen der Stefan Zweig Gesellschaft in Paris, kurze Nachrichten aus der Bibliophilie und die obligatorische Bibliophile Empfehlung samt einem Nachtrag. In der neuen Rubrik Mitteilungen aus dem Sammlerleben stellt Abel Doering seine 10.000 Bände fassende Bibliothek vor. Auch der Zeitsprung mit einem Auszug aus dem großen Vorausgänger, dem Wandsbecker Bothen, findet sich wieder. Und in der primären Abteilung gibt es einen echten Leckerbissen: Drei neue Gedichte des gebürtigen Hamburgers und hochdotierten Dichters, Übersetzers und Essayisten Jan Wagner, der nicht nur mit dem Georg-Büchner-Preis, sondern auch (für einen Gedichtband eine Sensation) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt wurde. Zu lesen gibt es: exclusive Doppelhaiku, eine Sestine und ein Sonett. Unter der Mail Rudolf_Angeli@web.de ist die Ausgabe erhältlich und kann man zudem auch das neueste Buch von Angeli & Engel (angekündigt ist Gustav Kluge) subskribieren bis zum 15.10.2025.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 21.09.2025

Christine und Christian Klemke laden zum Besuch.

Aus dem Nähkästchen geplaudert am 27.09. in Weißensee: Christine und Christian Klemke im Atelier

Aus dem Nähkästchen geplaudert wird am 27.09. in Berlin-Weißensee: Christine und Christian Klemke laden zum Besuch und Gespräch im Atelier ihres Vaters, des Malers, Zeichners, Grafikers und Mitbegründers der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke (1917–1994) in die Tassostraße 21 in 13086 Berlin. Genaugenommen wird aus dem Nähkästchen von Gertrud und Werner Klemke geplaudert: Christine und Christian Klemke erzählen Vergnügliches und Besinnliches aus dem Leben der Künstlerfamilie Klemke“, heißt es in der Ankündigung. Und weiter: „Bei einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen können Fragen gestellt werden und bekannte und unbekannte Grafiken und Illustrationen bewundert werden.“ Die Veranstaltung findet im Rahmen des Weißenseer Kultursommers 2025 statt, es wird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro erhoben. Werner Klemke war einer der wichtigsten und bedeutendsten Künstler und Illustratoren der DDR, sein Werk wirkt bis heute in zahlreichen Veröffentlichungen: Büchern und Zeitschriften, Briefmarken und anderen Medien, nach. Viele Kinder sind mit den von ihm illustrierten Büchern, darunter auch die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, Hirsch Heinrich (Abbildung) oder Lütt Matten und die weiße Muschel, auf. Und auch seine Frau Gertrud Klemke-Stremlau (1913–1988), Mutter der fünf gemeinsamen Kinder, war als Malerin und Grafikerin aktiv. Erst nach seinem Tod wurde bekannt, dass Werner Klemke im Krieg vielen Menschen das Leben gerettet hatte. Die Teilnehmerzahl für den um 15 Uhr beginnenden Treff ist begrenzt. Von Seiten der beiden Einladenden heißt es dazu: „Bitte meldet euch an unter der Mail christine_klemke@yahoo.de.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 20.09.2025

Hannover: Robert Grieger grüßt von der PG-Tagung.

Pirckheimer-Jahrestagung 2025 gestern in Hannover gestartet

2025 ist das zweite Mal, dass die Pirckheimer in Hannover zu Gast sind – schließlich ist die niedersächsische Kapitale eine ausgewiesene Stadt des Buchs und des Geists ... und das passt doch wunderbar. Die Metropole empfing die Akkreditierten gestern bei schönsten Spätsommerwetter. Dann ging es in die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Dem Empfang folgten drei Führungen durch das hohe Haus, das unter anderem den weltweit berühmten Goldenen Brief Alaungpayas aus Birma beherbergt und Schätze aus der Kartensammlung sowie einen haptischen Bereich zum Fühlen und Anfassen präsentierte. Am Empfangsstand präsentierte PG-Vorstandsmitglied Robert Grieger nicht nur die jüngste Ausgabe der Marginalien (Heft 258, Nummer 2025/3) und die wunderbare, ebenfalls druckfrische Jahresgabe der Pirckheimer mit den Erinnerungen Wolfgang Neuberts, die Erinnerungen an 50 Jahre Leben mit dem Buch enthält; nein, er trug auch neben dem aktuellen Namenschild das des ersten Treffens in Hannover. Das Jahrestreffen der Pirckheimer geht heute und morgen in weitere Runden, über den Verlauf berichtet die Facebook-Seite der Gesellschaft; und ganz sicher wird es dort, im Blog und auch in einer späteren Ausgabe der Marginalien weitere Eindrücke und Berichte geben. Vorerst bleibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von den Schreib- und den Lesetischen der Heimgebliebenen nur, bestes Gelingen zu wünschen, tolle Stunden, feine Blicke! Es ist zumindest für heute weiter heiterstes Wetter verhießen: Vielleicht ist Petrus ja ein Pirckheimer ...

(André Schinkel)

Fr, 19.09.2025

'50 Jahre unterwegs mit Büchern', die Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers – die Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft ist eben frisch erschienen.

50 Jahre unterwegs mit Büchern. Jahresgabe der Pirckheimer

Zeitgleich mit der neuen Ausgabe der Marginalien (Heft 258, Ausgabe 2025/3) und im direkten Vorfeld der heute beginnenden Jahrestagung der Pirckheimer in Hannover erschien in diesem Jahr wieder eine Jahresgabe der Gesellschaft. Auf 144 Seiten berichtet darin Wolfgang Neubert von 50 Jahre(n) unterwegs mit Büchern, von seinen Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers: Die Exemplare des Buchs gehen nun an die Mitglieder der Gesellschaft. Herausgegeben und geleitet von Carsten Wurm, gestaltet von Thomas Glöß, enthält das Eigengewächs neben aufschlussreichen Memoiren Neuberts 14 Vignetten Egbert Herfurths. Die Vorzugsausgabe (50 + 10 Exemplare) enthält einen originalen Acrylstich des Künstlers. Ein bewegender und berührender Einblick in ein Leben für das Buch, dem man in Liebe hingegeben ist und bleibt: Mit einem linden Hauch an Melancholie und zugleich in ein feines Gewand gehüllt, wie es der Pirckheimer-Gesellung gefällt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)