Pirckheimer-Blog

Buch

Di, 02.08.2022

Marianne Julia Strauss: "Büchertempel. Die schönsten Bibliotheken aus aller Welt"
Deutschsprachige Ausgabe von "Do You Read Me?", dem Vorgänger von "Büchertempel"

Büchertempel: Die schönsten Bibliotheken aus aller Welt

In den Jahren 2021 und 2022 wurde der prächtige Band Büchertempel. Die Schönsten Bibliotheken aus aller Welt (Temples of Books: Magnificent Libraries Around the World) von der Berliner Autorin und Reisenden Marianne Julia Strauss auf Deutsch und Englisch vom Gestalten-Verlag veröffentlicht. Seit einem Jahrzehnt reist Strauss um die Welt, immer auf der Suche nach unerzählten Geschichten. Im Vorgänger von Büchertempel, dem gleichsam in mehreren Sprachen aufgelegten Do You Read Me? Bookstores Around the World, 2020 ebenfalls bei Gestalten erschienen, stellte sie die inspirierendsten Buchhandlungen der Welt vor.

Büchertempel erkundet die Geschichte und die Aufgaben, die Architektur und die sich wandelnde Rolle ausgesuchter Bibliotheken weltweit. Die folgenden Seiten zeigen außergewöhnliche öffentliche und private Sammlungen, National- und Klosterbibliotheken, umgewidmete Lokschuppen und UNESCO-geschützte Lehmbauten von Mexiko bis Vietnam und Mauretanien. Die Kategorien stehen stellvertretend für alle engagierten Bibliotheken, die unser gesammeltes Wissen kuratieren und schützen“, heißt es in der Einführung des Buches.

Insgesamt werden 54 Bibliotheken auf der ganzen Welt beschrieben – von der Stadtbibliothek von Seinäjoki in Finnland bis zur Hyundai Card Cooking Library in Seoul, darunter auch mehrere in Deutschland und Österreich befindliche: die Jesuitenbibliothek der Abtei Maria Laach, die Klosterbibliothek von Metten, die Staatsbibliothek zu Berlin, die Klosterbibliothek Wiblingen (Ulm), die Bibliothek im Stift Schlägl (Aigen-Schlägl), die Altenburger Stiftsbibliothek sowie die Österreichische Nationalbibliothek mit Sitz in Wien.

Einerseits handelt es sich bei dem zweiten Band, in dem sich M. J. Strauss „buchhaften“ Themen widmet, um ein prachtvolles Album, ein „Bilderbuch“, das sich mit der Geschichte wie den Beständen der gezeigten ‚Büchertempel‘ befasst, zum anderen sind die alten Bibliotheksgebäude ihrerseits selbst längst zu historischen wie „architektonischen Raritäten“ geworden, die es zu bewahren und sorgfältig zu studieren gilt. Büchertempel – eine „Ode an das Lesen“!  

Marianne Julia Strauss (dt.)
Büchertempel. Die schönsten
Bibliotheken aus aller Welt
Berlin: Gestalten 2021
304 Seiten, 49,90 Euro
ISBN 978-3-96704-025-8

Marianne Julia Strauss (engl.)
Temples of Books. Magnificent
Libraries Around the World
Berlin: Gestalten 2022
304 pages, 49,90 Euro
ISBN 978-3-96704-024-1

(Maria Bogdanovich)

Di, 30.04.2019

Albrecht von Brandenburg-Ansbach

Igor Kąkolewski, Direktor des Zentrums für Historische Forschung Berlin der Polnischen Akademie der Wissenschaften, stellt in der Staatsbibliothek zu Berlin Jacek Wijaczkas Biographie "Albrecht von Brandenburg-Ansbach (1490-1568) – Letzter Hochmeister des Deutschen Ordens und erster Herzog in Preußen" vor.

Ende des 15. Jahrhunderts gebot der letzte Hochmeister des Deutschen Ordens nur noch über einen Rest des einst mächtigen Deutschordensstaates Preußen. Hinter sich die Ostsee, vor sich das vereinigte Polen-Litauen, ohne Unterstützung aus dem fernen Reich, seine Lage war eigentlich aussichtslos. Albrecht legte das Hochmeisteramt nieder, wandelte den Ordensstaat in ein weltliches Herzogtum um und führte in Preußen die Reformation ein. Das Buch zeichnet ein vielschichtiges und farbenprächtiges Lebensbild des bedeutenden Hohenzollern Albrecht von Brandenburg-Ansbach und damit eines der seltenen Kapitel wirklich gemeinsamer deutsch-polnischer Geschichte.

(Barbara Schneider-Kempf)

Buchpräsentation, 14. Mai 2019, 18 Uhr, anschließender kleiner Empfang
Um Anmeldung wird gebeten bis zum 8. Mai 2019

Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz
Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 8, 10117 Berlin

Do, 19.11.2009

Wunderbare Bücherwelten

Moderne Druckkunst aus Hamburg

In den vergangenen Jahren machte das Germanische Nationalmuseum bereits verschiedentlich auf seine umfassende Sondersammlung zur jüngeren deutschen Buchkunstbewegung aufmerksam. Mit der Ausstellung „Wunderbare Bücherwelten – Moderne Druckkunst aus Hamburg“ wird nun erstmals ein regionaler Schwerpunkt gesetzt. Äußeren Anlass für die Beschäftigung mit diesem Thema bot eine Schenkung des bekannten Hamburger Buchkünstlers Otto Rohse, der dem Germanischen Nationalmuseum seine Druckwerkstatt überließ.
Die Buchkünstler Hamburgs stellen eine kleine, aber interessante und vielschichtige Gruppe dar, der bislang wenig Aufmerksamkeit geschenkt wurde. Obwohl die Druckkunst gemeinhin als schwarze Kunst bezeichnet wird, mangelt es ihren Werken nicht an Farbenpracht und gestalterischer Vielfalt. Die moderne Buchkunst aus der Hansestadt präsentiert sich vielmehr als ein Experimentierfeld künstlerischer Ausdrucksformen, die mittels verschiedenster Techniken umgesetzt werden.

Die stilistische Ausgewogenheit aller Komponenten gilt als maßgebendes Prinzip der modernen Buchkunstbewegung. Um 1900 als Gegenströmung zum industriell hergestellten Buch entstanden, wandten sich die Buchkünstler gegen die Herabwürdigung des Buches zum reinen Gebrauchsgegenstand. Neben ausschließlich typographisch gestalteten Werken sind in der Ausstellung auch zahlreiche illustrierte Bücher zu sehen, denn auch die Kombination von Text und Bild ist von alters her ästhetisches und funktionales Anliegen von Buchherstellung.
Gerade weil das bibliophile Buch in der heutigen, von Paperback und E-Book bestimmten Zeit nunmehr eine untergeordnete Rolle spielt, macht die Ausstellung auf beispielgebende Zeugnisse handwerklicher Fertigung aufmerksam, um so das Interesse am handgearbeiteten Buch zu wecken. Jedes Buch hat seine eigene Geschichte, die die Ausstellung erzählen möchten.

Ein Katalog (Johannes Pommeranz: Wunderbare Bücherwelten. Moderne Druckkunst aus Hamburg. Nürnberg: Germanisches Nationalmuseum, 2010, 207 S.: zahlr. Ill., ISBN 978-3-936688-42-9) begleitet die Ausstellung.

Ausstellung: 9. Dezember 2009 bis 11. April 2010

è Germanisches Nationalmuseum
Kartäusergasse 1
D-90402 Nürnberg

Fr, 12.06.2009

Henry van de Velde (1863-1957)

Buchkunst. Vom Jugendstil zum Bauhaus

Die Ausstellung zeigt etwa 100 Leihgaben aus der Sammlung Ariane und John Dieter Brinks, ergänzt durch herausragende Objekte aus anderen Sammlungen. Der Belgier Henry van de Velde ist vor allem als Architekt bekannt, er war aber auch – ganz dem Zeitgeist seiner Generation entsprechend – ein sehr vielseitiger Entwerfer für Möbel, Textilien, Tafelsilber und Keramik. Eine zentrale Rolle nahm darüber hinaus die Gestaltung von Büchern ein, seine Entwürfe vereinen Schlichtheit und Monumentalität miteinander. Van de Velde beschäftigte sich während seines langen gestalterischen Schaffens, rund 50 Jahre, mit Buchkunst, seine typografischen Arbeiten entwickelten sich vom „Ornamentalen“ hin zur „Linie“, d.h. vom Jugendstil zum Funktionalismus.
Das ausgehende 19. Jahrhundert stellte für Kunst und Literatur in Belgien einen Höhepunkt dar. Die Berührungslinien zwischen Malerei und dekorativer Kunst erwiesen sich als eng. So beginnt Henry van de Velde zunächst als Maler und wendet sich in den 1890er Jahren der angewandten Kunst zu. Er entwickelte seinen Neuen Stil, ignorierte die überkommene Unterschei-dung zwischen „Kunst“ und „Kunstgewerbe“ und gestaltete durch seine bald unverwechselbare Formensprache von Linien und Flächen praktisch jeden Bereich des Lebens: Häuser, Räume, Kleidung und Schmuck, aber auch jeglichen Gebrauchsgegenstand des Alltags. Und eben, neben so vielem, das Buch.
In der Ausstellung im Bröhan-Museum, die zuvor im Designmuseum Gent zu sehen war, werden die Bücher von Henry van de Velde zum ersten Mal präsentiert. Sie zeigt opulente Buch-Einbände und hervorragende typografische Werke. Außerdem kann sich der Besucher mit Hilfe der zahlreichen Skizzen und Probedrucke sowie der verschiedenen Fassungen des gleichen Entwurfs, ein Bild davon machen, wie diese herausragende Buchkunst entstanden ist. Ergänzt wird die Ausstellung durch das van de Velde-Kabinett des Bröhan-Museums, das Möbel und Kunstgewerbe zeigt.

(Abb. © VG Bild-Kunst, Bonn 2009)

12. Juni bis 20. September 2009

è Bröhan Museum
Landesmuseum für Jugendstil, Art Deco
und Funktionalismus (1889–1939)
Schloßstraße 1a
14059 Berlin

Di, 05.05.2009

Künstler wie ...

Graphik und Künstlerbücher von
Eckhard Froeschlin und Anne Büssow

Am 8. Mai 2009, 20:00 Uhr eröffnet der ERATA-Verlag in Leipzig eine Ausstellung mit ausgewählten Arbeiten des in Baden-Württemberg lebenden und arbeitenden Künstlerpaares è Eckhard Froeschlin und è Anne Büssow.
Graphik und Buchdruck bilden Schwerpunkte im vielseitigen Schaffen des Künstlerpaares. Im Jahr 1999 wurde Eckhard Froeschlin mit dem Graphikpreis der Porträtbiennale Tuzla (Bosnien Herzegovina) und dem Hans-Meid-Preis für Buchkunst ausgezeichnet.
In seinen Radierungen porträtiert Eckhard Froeschlin bekannte Künstler, wie Henri Matisse, Max Beckmann, David Alfaro Siqueiros, Edvard Munch, Auguste Renoir, Edward Hopper und Vincent Van Gogh in ungewöhnlicher Intimität und zugleich Entrücktheit. Edvard Munch beispielsweise steht nackt und nur mit einem Hut auf dem Kopf in seinem Atelier in Ekely. Der alte Auguste Renoir wird sitzend in seiner Wohnzimmerbehausung dargestellt. Seine von schwerer Krankheit stark deformierte Hand vermag kaum den Pinsel zu halten. Den mexikanische Wandmaler David Alfaro Siqueiros brachte seine engagierte Kunst ins Gefängnis von Lecumberri, wo er unbeirrt weitermalte und zum Symbol für Widerstand und Freiheit wurde.
Daneben werden in der Ausstellung neue Arbeiten der Edition "Schwarze Seite" gezeigt, der Künstlerbuchpresse, die Anne Büssow und Eckhard Froeschlin im Jahr 1990 gegründet haben. Für die Herstellung der Künstlerbücher wird Originaldruckgraphik mit Buchdruck im Handsatz kombiniert und per Abziehpresse auf ausgesuchte, teils handgeschöpfte Papiere gedruckt. Die Künstlerbücher der "Schwarzen Seite" stellen eine eindrucksvolle Verbindung zwischen den Medien Wort und Bild her.

8. Mai - 15. Juli 2009

è ERATA Literaturverlag
ERATA Literaturverlag
Kurt-Wolff-Buchdepot
Brockhausstr. 56
04229 Leipzig
Fon: (+49) 0341 / 3011 430
Fax: (+49) 0341 / 3011 431

Do, 30.04.2009

Document

Luboks im Museum der bildenden Künste

Der Name Lubok geht auf farbige russische Einblatt-Holzschnitte zurück, die ihren Ursprung in der Volkskunst haben. Oftmals erläuterten kurze Texte die Darstellungen, die satirisch, kritisch oder patriotisch motiviert sein konnten. Luboks illustrierten aktuelle Themen und waren seit Mitte des 17. Jahrhunderts in Russland populär und preiswert zu erwerben.

Der Reiz, der von Ruckhäberle und Siemon herausgegebenen Reihe, liegt in der Vielfalt der künstlerischen Handschriften. Gedruckt werden die Bücher von den Originaldruckstöcken auf einer „Präsident“-Schnellpresse aus dem Jahr 1958. Die Ausgaben sind nummeriert, die Auflagenhöhe variiert zwischen 300 und 1.500 Stück. Alle Bücher erinnern an den demokratischen Charakter der Grafik: Kunst kann in hohen Auflagen für viele Menschen zugänglich gemacht und künstlerische Ideen schnell und leicht verbreitet werden. Die Blätter sind Originale und als Buch für wenig Geld zu erwerben.

Das neu erbaute Museum der bildenden Künste in Leipzig zeigt in einer Ausstellung alle bislang erschienenen Bücher der Reihe Original-Linolschnittbücher, dessen neuestes von Katja Schwalenberg "Sag einfach ja oder nein" geschaffen wurde.

11. März bis 1. Juni 2009

è
Museum der bildenden Künste Leipzig
Katharinenstr. 10
04109 Leipzig
Telefon: 0341 - 216 99 0
Telefax: 0341 - 216 99 999
*
E-Mail

siehe auch è
149. Frankfurter Brafikbrief

Fr, 24.04.2009

Editionen des Leipziger Bibliophilen-Abends

Augenweide und Leselust

Ausstellung im Gutenberg-Museum Mainz
9. April bis 24. Juni 2009
Bertolt Brecht: Flüchtlingsgespräche, mit 12 Holzschnitten von Hans Ticha,
Leipzig 1997 (Reihe Leipziger Drucke des LBA)
Die Ausstellung bietet einen Überblick über die Edition bibliophiler Drucke aus den letzten 20 Jahren, originalgraphisch illustrierte und mit typographischer Noblesse gestaltete literarische Texte, unter denen mehr als die Hälfte Erstdrucke zeitgenössischer Autoren sind.
Gleichzeitig entsteht ein Überblick über die Arbeitsweise zahlreicher hochrangiger Illustratoren, Grafiker und Buchgestalter, wie Egbert Herfurth, Karl-Georg Hirsch, Günter Jacobi, Albert Kapr, Angelika und Rolf Kuhrt, Reinhard Minkewitz, Volker Pfüller, Walter Schiller, Hans Ticha, Gert Wunderlich und vieler anderer.Konzeption der Ausstellung durch den Vorsitzenden des Bibliophilen-Abends, Herbert Kästner.

Ausstellungskalalog: "Augenweide und Leselust"
Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends e. V.
Preis: 20 €
è Leipziger Bibliophilen-Abend
è Gutenberg-Museum Mainz
Museum für Buch-, Druck- und Schriftgeschichte
Liebfrauenplatz 5
55116 Mainz

NeueKleiderDrucke

In der Galerie Pohl stellte unser Mitglied Hanfried Wendland am 23. April 2009 den Berlin/Brandenburger Pirckheimer-Freunden die von ihm herausgegebene und mit Originalgraphiken versehene bibliophile Reihe NeueKleiderDrucke vor. Einige dieser Künstlerbücher sind noch erhältlich, Interessenten wenden sich bitte direkt an den Herausgeber.


20. Druck (2004)
Erich Fried
Liebesgedichte
mit 4 Farbholzschnitten
10/20 Exemplare


21. Druck (2004)
Wilhelm Müller
Winterreise
Gedichtzyklus mit 13 Farbholz- und Linolschnitten
auf Transparentpapier
4/8/20 Exemplare




22. Druck (2005)
H.C. Artmann
Von einem Husaren, der Schneider wird,
und was dann weiter passiert

Erzählung
mit 8 handkolorierten Linolschnitten
20 Exemplare




24. Druck (2006)
Barbara Högl
Ungefähr Halb
Gedichte
mit 18 farbigen Linolschnitten
9/21 Exemplare





25. Druck (2007)
Joseph, seine Brüder
und Ägypten
vier Kapitel aus dem Alten Testament
und Textzitate aus:
Thomas Mann "Joseph und seine Brüder"
mit 18 mehrfarbigen
Holz- und Linolschnitten
22 Exemplare





27. Druck (2008)
OvidMetamorphosenPhilemon und Baukisund zwei Gedichte vonReiner Kunzemit 10 einfarbigen Linolschnitten
und 2 Farb-Linolschnitten
25/8 Exemplare

Hanfried Wendland
Teltower Str. 11
14109 Berlin
Tel. 030 8051052
Fax 030 36752244

Di, 14.04.2009

Buch Gestalten. Made in China

Aktuelles chinesisches Buchdesign

Ausstellung der Stiftung Buchkunst in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt a. M. vom 17. April bis 6. Juni 2009.

China präsentiert sich im Oktober 2009 als Ehrengast der Frankfurter Buchmesse. Die Stiftung Buchkunst zeigt Ihnen schon jetzt eine Ausstellung aktueller chinesischer Buchgestaltung, konzipiert von Lü Jingren, Professor an der Akademie für Kunst und Design, Tsinghua Universität in Beijing, und einer der herausragenden Buchgestalter Asiens.


Mehr als 160 Bücher – in dieser Vielfalt erstmals in Europa zu sehen – von 40 renommierten chinesischen Buchgestalterinnen und Buchgestaltern zeigen Ideenreichtum, das Spiel zwischen Tradition und Innovation und eine exotische Vielfältigkeit der Materialien. Der Bogen spannt sich von traditioneller Gestaltung im Sinne der großen chinesischen Buchkultur bis zu experimentellen Buchformen.

Am 16. April 2009, 18 bis 19 Uhr führt è
Lü Jingren mit einem Bildvortrag direkt vor der Eröffnung in die Ausstellung ein. Zur Eröffnung um 19:30 Uhr sprechen Ute Schwens, Direktorin der Deutschen Nationalbibliothek Frankfurt und Uta Schneider, Geschäftsführerin der Stiftung Buchkunst.

è Deutsche Nationalbibliothek
60322 Frankfurt am Main
Adickesallee 1
Mo–Do 10–20 Uhr / Fr 10–18 Uhr / Sa 10–17 Uhr
Sonn- und Feiertage geschlossen

è Stiftung Buchkunst
Adickesallee 1
60322 Frankfurt am Main
Tel. 069–1525–1800
* E-Mail

weitere Informationen è Ad Hoc News

Do, 19.02.2009

Polens historische Schätze

Das Nationalinstitut Ossolineum zu Gast in Wien

Die Geschichte und Identität Polens sowie die historischen Beziehungen zu Österreich stehenim Mittelpunkt dieser Ausstellung im Prunksaal der Österreichischen Nationalbibliothek. Gezeigt werden Schätze aus der Sammlung des Nationalinstituts Ossolineum, – wertvolle Bücher, Handschriften, Urkunden, Grafiken und Münzen aus mehreren Jahrhunderten – die die wechselvolle Geschichte Polens von der Monarchie über die Weltkriege und den Kommunismus bis zur Gegenwart dokumentieren.
Gegründet wurde das Ossolineum im Jahr 1817 von dem polnischen Adeligen, Gelehrten und Bibliophilen Joseph Maximilian Graf Ossolinski (1748–1826), seit 1809 Präfekt der Hofbibliothek in Wien. Im 19. und 20. Jahrhundert wurde das Ossolineum zum Speicher und Verwalter des polnischen Gedächtnisses durch die Sammlung einmaliger Bibliotheks- und Museumsbestände, vor allem Polonica. Die Bestände wurden nach 1945 zwischen Lemberg und Breslau aufgeteilt. Ein Teil davon befindet sich heute in der Lemberger Stefanyk-Bibliothek der Nationalen Akademie der Wissenschaften, aus der auch einige der Exponate der Ausstellung stammen.

Ausstellung vom 27. Februar bis 29. März 2009
im Prunksaal der
è Österreichischen Nationalbibliothek
Josefsplatz 1
1010 Wien
Tel. (+43 1) 534 10-270

Di, 17.02.2009

Pressendrucke nach 1945 und illustrierte Bücher

Ausstellung aus der Sammlung unseres Mitglieds Klaus Nowak

Zu meiner Jugendzeit war in Ermangelung von Fernsehen und dem nötigen Kleingeld für Kino und Kunst die Information durch ein Buch immer möglich, dazu häufig kostenlos. Verstärkt wurde meine Beziehung und Liebe zum Buch und zur Illustration während meiner ersten Lehrzeit als Buchdrucker. In der Provinz, in einem handwerklich orientierten Betrieb in dem der eine oder andere fehlende oder defekte Buchstabe der Plakatschrift aus Holz neu geschnitten werden mußte oder schnell noch eine Vignette für das Festprogramm in Linol geschnitten wurde. Nach Wanderjahren, während meines Studiums in Berlin, begann ich in den sechziger Jahren mit dem Sammeln einzelner Drucke, bei denen meistens der Preis entscheidender war, als die Qualität. Die Sammlung hat sich also nach und nach aus bescheidenen Anfängen heraus entwickelt und umfasste zunächst Holzschnitt illustrierte Bücher und Einblattdrucke. Dazu kamen sporadisch und je nach Finanzlage, Vorzugsausgaben mit beiliegender Originalgraphik aus denen sich dann eine Sammlung mit Druckgaphik verselbstständigte. Schon während meines Studiums an der Meisterschule für Graphik und Buchgewerbe war ich in Buchverlagen tätig. Somit war ich in der glücklichen Lage, fast vierzig Jahre lang mein Hobby und den Beruf annähernd zu verbinden. Hilfreich war auch die Mitgliedschaft in bibliophilen Gesellschaften, die mir häufig einen Vorsprung an Informationen beim Erwerb diverser Künstlerbücher verschafften.
Nicht zu unterschätzen beim Kauf schöner Buchausgaben ist die Büchergilde Gutenberg, schon 1924 vom Bildungsverband deutschen Buchdrucker gegründet. Sie bürgt für sorgfältige Typographie und steht für eine gediegene und individuelle Ausstattung und Qualität, wie einige Exponate beweisen mögen. Der Gang durch sechzig Jahre Buchgeschichte sollte aufzeigen, was an Ideen in der Buchproduktion in dieser Zeit verwirklicht wurde. Ich würde mich freuen, wenn das gelungen ist und Sie neugierig auf mehr „Buchkunst" geworden sind.

Klaus Nowak

Ausstellung
26. Februar bis 28. März 2009
è Kreisbibliothek Eutin
Schloßplatz 2
23704 Eutin

Mi, 01.10.2008

Ruth Tesmar - Vorletzte Fragen

Buch- und Schreibobjekte von Ruth Tesmar sowie Bilder zum Buch "Vorletzte Fragen" mit Texten von Jochen Hörisch

Letzte Fragen - "Woher kommen wir, wohin gehen wir, was istt der Sinn des Lebens?" - wirken heute eher komisch; sie lassen sich im postmetaphysischen Zeitalter allenfalls noch ironisch stellen. Auf diese Fragen reagieren die Bilder von Ruth Tesmar. Eine Ausstellung, die die Demarkationslinie zwischen Wort und Bild ab- und überschreitet. Weitere Buchobjekte sowie Handgeschriebenes von Ruth Tesmar verdeutlichen zusätzlich die Verbindung von Schrift und Bild, Wort und Zeichen.

14.10. - 7.12.2008
Eintritt frei

è
Schloss Neuhardenberg
Großer Saal, Foyer
Schinkelplatz
15320 Neuhardenberg

Mi, 02.04.2008

Ausstellung: Theatrum machinarum

Theatrum machinarum – Das technische Schaubuch der frühen Neuzeit

Die Bibliothek des Deutschen Museums besitzt weltweit die bedeutendste Sammlung an Maschinenbüchern. Bei diesen handelt es sich um aufwändig illustrierte technische Werke des 16., 17. und 18. Jahrhunderts. Sie zeigen uns den Stand der Technik in der frühen Neuzeit und vermitteln gleichzeitig ein Bild von phantastischen technischen Ideen und Projekten der Zeit.
Die prächtigen Schaubücher im Stil der Spätrenaissance und des Barock zählen zu den bedeutendsten Druckwerken der Epoche überhaupt. Ihre Illustrationen wurden meist als Kupferstiche ausgeführt. Diese aufwändige und teuere Art der Illustration zog in der zweiten Hälfte des 16. Jahrhunderts in die Buchkunst ein und ersetzte nach 1600 immer mehr den bis dahin dominierenden Holzschnitt. Maschinenbücher zeigen uns Meisterwerke der Technik, sind aber auch selbst Meisterwerke der zeitgenössischen Buchgestaltung.

Das Deutsche Museum gibt zu der Ausstellung einen Katalog heraus (144 S., zahlreiche Abb., Preis 14,50 €).


Museumsinsel 1, 80538 München
Telefon: (089) 2179-224
Fax: (089) 2179-262
è mail
13. März – 25. Mai 2008, Eintritt frei

Di, 04.03.2008

ein Buch zur Jugendweihe

Als Gabe zur Jugendweihe 2008 entschied sich der Freidenkerverband Berlin für einen Titel unseres Mitglieds è Faber & Faber Leipzig.
Die Jugendlichen erhalten das Buch "Werner Heiduczek - Das verschenkte Weinen, Gesammelte Märchen" mit 30 farbigen Illustrationen von Jutta Mirtschin.

Märchen sind ein Quell, der vom Paradies ausgeht und die Erde bewässert. Diese Weisheit der Alten hat Werner Heiduczek, der bekannte deutsche Romancier und Essayist, geboren 1926 in Hindenburg/Schlesien, schon lange aufgenommen. Seit Jana und der kleine Stern, seinem ersten Märchen aus dem Jahre 1968, erzählt er in genießerischer Vermessenheit die Geschichten und Abenteuer alter und uralter, reicher und armseliger Welt. Was er seither den Verhältnissen der Zeit ablauschte, was ihm die Legenden anvertrauten, hat er in Texten wie Laterne vor der Bambushütte, Das verschenkte Weinen, Der singende Fisch oder Der Schatten des Sijawusch und anderen Titeln Gestalt gegeben. Es gehört zum Schönsten, was er geschrieben hat, ebenbürtig der märchenhaften Erzählkunst des großen Kirgisen Tschingis Aitmatow. (Verlagsinformation)

Sa, 19.01.2008

Buchmagie

Künstlerbücher von NAUM - BooK - ART Suomi

NAUM – BooK – ART Suomi wurde in Finnland gegründet und ist eine Initiative von Tatjana Bergelt, finnische Buchkünstler national und international vorzustellen.

„NAUM“ kommt aus dem Russischen und spielt darauf an, dass diese Bücher den Geist ansprechen. Die Künstler/innen präsentieren mit ihren Künstlerbüchern Wortgefechte, Bildwälder, Gedankenwelten und Wortbilder.
NAUM – BooK – ART Suomi besteht derzeit aus den Künstler/inne/n Tatjana Bergelt, Joakim Eskildsen, Eeva-Liisa Isomaa, Juha Joro, Olof Kangas, Jouko Ollikainen, Alexander Reichstein, Cia Rinne, Sándor Vály und Senja Vellonen.

Das Künstlerbuch wird von Anfang bis Ende von einer Person hergestellt. Der Künstler kann andere Fachleute zur Hilfe ziehen, ist aber allein für den Inhalt und die Form verantwortlich. Hierin unterscheidet sich das Künstlerbuch vom traditionellen Buch, an dessen Herstellungsprozess neben dem Schriftsteller auch andere, das Endresultat wesentlich beeinflussende, Fachleute beteiligt sind, wie z.B. der Verleger, der Drucker, der Grafiker und nicht zuletzt der Verkäufer.

24.1.-29.2.2008
Mo 10-17, Di-Do 11-19, Fr 9-15 Uhr (24.1. bis 15.00 Uhr)
Ausstellungseröffnung: Mi 23.1.2008 / 19.00 Uhr
Finissage: Do 28.2.2008, 19.00 Uhr: Tatjana Bergelt stellt die Künstlerbücher und ihre Erscheinungsformen vor.
è
Finnland-Institut
Georgenstr. 24
10117 Berlin-Mitte
(Bahnhof Berlin-Friedrichstraße)