Pirckheimer-Blog

Tagung/Treffen

Fr, 12.12.2025

Judith Schalansky, 2012 im Kartenlesesaal im Haus Potsdamer Straße. Am 21.01.26 stellt sie den MÄRZ-Reader in der 'Stabi' Berlin vor. | © Foto: Stabi Berlin

Das Buch als Gedächtnis der Welt

2024 fand in Paris eine internationale Konferenz zum Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin und Buchgestalterin Judith Schalansky statt. Die Bedeutung des Buchs als materiales Objekt für ihr Schaffen zu erkunden, war Ziel dieser von Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge und Bénédicte Terrisse organisierten Veranstaltung. Denn Judith Schalanskys zügelloses, ja, und ganz überwiegend in der Staatsbibliothek zu Berlin ausgelebtes Interesse an der Buchgeschichte ist konstitutiv für ihr Werk: Was bisher nicht als Literatur galt, wird von ihr in einen ausgeweiteten Literaturbegriff aufgenommen, vom Insularium der Renaissance bis hin zum Schulbuch des 20. Jahrhunderts. Der nun vorzustellende Tagungsband – als Reader Ende 2025 im Berliner Verlag MÄRZ erschienen und von Judith Schalansky selbst gestaltet – denkt Inhalt und Form daher auch zusammen. Der Reader versammelt nicht allein die wissenschaftlichen Konferenzbeiträge von 13 Forschenden, sondern zudem Proben jenes Materials, das diese überhaupt erst ermöglichte. Der Band wird am 21.01.26, 18 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Saal (Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin) der Stabi vorgestellt. Um Anmeldung wird gebeten. Autorin und Initiatorinnen werden anwesend sein.

(André Schinkel/Staatsbibliothek zu Berlin/Pressemitteilung)

Mi, 26.11.2025

Exlibris: Open Call für Varna 2026

Im Vorfeld des 41. Internationalen FISEA-Exlibris-Kongresses in Varna (Bulgarien) 2026 ist wieder ein Exlibris-Wettbewerb für Künstlerinnen und Künstler ausgeschrieben. Beiträge dafür können bis zum 01. Juli 2026 bei den zuständigen Stellen eingereicht werden. Der Wettbewerb steht Künstlerinnen und Künstlern ab einem Alter von 16 Jahren weltweit offen. Der Bewerb wird von der Jordan Petkov Art Foundation mit Sitz in Varna am Schwarzen Meer organisiert. Teilnehmer und Teilnehmerinnen dürfen maximal 5 verschiedene Exlibris einreichen, jeweils in 3 signierten Exemplaren. Die eingereichten Kunstwerke müssen im Zeitraum 2024 bis 2026 entstanden sein – jedoch nicht vor August 2024. Es ist kein Thema vorgegeben. Alle grafischen Techniken, die mehrere Bilder erzeugen können, einschließlich digitaler Techniken, sind zulässig. Fotokopien, Zeichnungen oder Skizzen werden nicht akzeptiert. Es werden gestaffelt Preisgelder in Höhe von 1.000, 600, 2 x 500 und 400 Euro vergeben. Alle Informationen zur Competition finden sich auf dieser Website.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 17.11.2025

21.11.25: Bundesweiter Vorlesetag. | © Gert Albrecht

21.11.25: Bundesweiter Vorlesetag

Das größte Vorlesefest Deutschlands findet am 21.11.2025 statt. Zum Bundesweiten Vorlesetag erzählen tausende Kapitel gemeinsam eine große Geschichte: Wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung von Kindern ist. Seit 20 Jahren machen die Initiatorinnen Die Zeit, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam. Denn genau das ist der erste Schritt zum Lesenlernen – eine zentrale Fähigkeit, die das gesamte Leben beeinflusst. Der Aktionstag dient vielen als Einstieg in ein freiwilliges Engagement für die Leseförderung: Unter den Teilnehmenden sind viele Menschen bereits zum zweiten Mal dabei. Der Bundesweite Vorlesetag erschafft so seine große und eigene Vorlese-Community und wirkt dadurch nachhaltig – auf freiwilliges Engagement und auf zukünftige Generationen. Dazu passt das Motto, unter dem in diesem Jahr vorgelesen wird: „Vorlesen schafft Zukunft.“ Alle Infos zum Thema finden sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Do, 13.11.2025

LBA: "Bücherlust" im HdB. | © by Ekkehard Schulreich

LBA: Von der „Lust auf die Bücher“

„Bücherlust“ verbindet Qualität von Text, Druck, Gestaltung: Über 120 Jahre ist das Maßstab des Leipziger Bibliophilen-Abends. Ausstellung im Foyer des Literaturhauses Leipzig gibt Einblicke

Von Sperontes’ Singender Muse an der Pleiße bis zur neuesten Edition der Reihe 24x34. Grafik öffnet sich ein Kosmos – die Jahresausstellung Bücherlust. Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends 1904 bis 2025 im Literaturhaus Leipzig gibt Einblick in die Drucke des LBA von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Zu sehen ist nicht nur ein angesichts der Begrenztheit des Foyers und der intensiven Publikationstätigkeit in all den Jahrzehnten kleiner Teil an Büchern, Mappen, originalgrafischen Blättern. Plakate, Flyer, Einladungen vermitteln darüber hinaus einen Eindruck von den LBA-Aktivitäten und zeigen, dass auch dabei auf gestalterische Qualität Wert gelegt wird.

Was mich so fasziniert: Der LBA ist nicht geradlinig, nicht einseitig. Wir sehen ein Geflecht an Drucktechniken, Einbänden, literarischen Inhalten“, sagte Eberhard Patzig zur Vernissage am 07. November. Er sprach von einem „Universum“. Gemünzt war das auf die Drucke aus der Anfangszeit des Vereins, zu sehen in zwei Vitrinen am Eingang. Darunter – ein Hauptwerk – die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen 1929: Die Leipziger 99; ein Titel, der auf die damalige Begrenzung der Mitgliederzahl abzielte. Der Befund trifft aber für die Schau als Ganzes zu. Für Eberhard Patzig und für Thomas Glöß, die diese 12. Ausstellung eine Reminiszenz und ein Abschiedsgeschenk: Zwölf Jahre waren beide an der Spitze des Vereinsvorstandes des Leipziger Bibliophilen-Abends tätig.

„Längst werden wir über unsere Publikationstätigkeit identifiziert“, sagte Thomas Glöß. Er verwies darauf, dass die Wiederaufnahme dessen bereits in den letzten Jahren der DDR begann – angestoßen durch Herbert Kästner, der die Leipziger Regionalgruppe der Pirckheimer leitete, die Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends vorantrieb und heute Ehrenmitglied ist. 

Wie breit das Spektrum ist, wie faszinierend, erschließt sich dem Besucher bei einem Blick in die Vitrinen, beim Wandeln zwischen den Stellwänden. Da ist die Schriftbild-Reihe, beispielhaft Nummer 05: Hanns Eisler Dr. Faustus mit Schablithografien von Michael Triegel. Da sind die Leipziger DruckeGilgamesch mit Radierungen von Reinhard Minkewitz (Nr. 17) und Blaubart mit Farbholzschnitten von Klaus Süß (Nr. 19). Da sind die Paradiesischen Dialoge, die mit Edition sieben ihren Abschluss jetzt gefunden haben – zum Beispiel Gedichte Hans-Eckhardt Wenzels und Lithografien von Johannes Heisig (Nr. 01) – und Das Lied von der Erde mit Lithografien von Sighard Gille (Nr. 05). Da ist die Reihe 24x34. Grafik. Der aktuelle neunte Druck vereint einen Text von Wilhelm Bartsch und eine Aquatinta-Radierung von Wolfgang Buchta.

Eine Klammer um beide Vereine – den Leipziger Bibliophilen-Abend, der von 1904 bis 1933 bestand, und den 1991 wiederbelebten – bildet die ausgestellte Jahresgabe 2023. Sie zeigt die vier Exlibris des LBA: jene von Bruno Héroux und Walter Tiemann aus der Anfangszeit und jene von Oswin Volkamer (1996) und endlich Robert Schmiedel (2023) ... Die Ausstellung im Foyer des Literaturhauses in Leipzig (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) ist bis zum 08. Januar 2026 zu sehen.

(Ekkehard Schulreich)

Mo, 10.11.2025

Am 13.11. trifft sich die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft: Hotel Krone in Hirschberg – zu einem Vortrag samt Buchverlosung.

Regionaltreffen in Hirschberg

Die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft lädt zum letzten Treffen in diesem Jahr noch einmal nach Hirschberg ein. Pirckheimerfreundin Marita Hoffmann schreibt dazu: „Liebe Pirckheimerfreunde, zum Ausklang unserer diesjährigen Treffen freuen wir uns auf den Beitrag von Hans-Joachim Prenzel über Künstlerbücher mit anschließendem Sammlerabend – und Bücherspenden zur Verlosung von Ferdinand Puhe. Ich lade herzlich ein zu unserem Treffen, wie vereinbart treffen wir uns wieder am Donnerstag, dem 13. November 2025 im Hotel Krone, Landstraße 9–11, 69493 Hirschberg, um 19 Uhr. Wie mit dem Hotel vereinbart, werden wir zunächst einen Imbiss zu uns nehmen. Ich freue mich auf ein zahlreiches Wiedersehen und bitte um eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme. Mit herzlichen bibliophilen Grüßen –“ Anmeldungen sind bitte an folgende Email zu senden: m.hoffmann@llux.de ... Herzlich Willkommen in Hirschberg!

(André Schinkel via Matthias Haberzettl/Pressemitteilung)

Mo, 03.11.2025

Wolfgang Fiedler organisierte auch 2025 das 'BET' ...

Das 36. Berliner Exlibris-Treffen

An jedem ersten November-Wochenende treffen sich Exlibris-Freunde in Berlin-Friedrichshain – so auch in diesem Jahr am 01. November; wieder organisiert von Wolfgang Fiedler, der in diesem Jahr die bemerkenswerte Ausstellung Don Quijote im Exlibris – Im Gedenken an Paul G. Becker zusammenstellte. 463 Exlibris von 380 Künstlern und Künstlerinnen. Zum Thema trug der DEG-Ehrenpräsident Paul G. Becker (1931–2024) sage und schreibe 1.300 Exlibris zusammen. Das Gros der ausgestellten Stücke aus der Sammlung Becker stellte Joachim Schlosser zur Verfügung. Zu Gast waren der neue DEG-Präsident Utz Benkel, Künstler und Schatzmeister Andreas Raub, die Künstler Norbert Salzwedel, Erhardt Beitz und Falk Geißler und aus Wittenberg die Elena Kiseleva. Der am weitesten angereiste Gast war das finnische DEG-Mitglied Olli Ylönen. „Unser ehemaliger Präsident Henry Tauber, der eng mit Paul G. Becker befreundet war, führte kenntnisreich in die Ausstellung und das Thema ein. Wolfgang Fiedler ist zu danken, dass er jedes Jahr die Arbeit auf sich nimmt dieses Treffen samt Ausstellung vorzubereiten und durchzuführen“, heißt es auf der Webseite der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. Der ganze Text ist nachlesbar unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 24.10.2025

Einladung in die Werkstatt von Olaf Nie am 20.11.25 in Weßling

Ich lade Sie herzlich am Donnerstag, den 20. November 2025 um 15 Uhr in die Werkstatt von Olaf Nie (Ettenhofener Straße 42, 82234 Weßling) ein. Seit 35 Jahren Handbuchbindermeister und Restaurator, arbeitet er in den letzten 15 Jahren auch als bildender Künstler. In seiner Werkstatt für Einzel- und Sonderfertigung bietet er vom gestalteten Einband über Reparaturen/Restaurierungen bis zur Fertigung von Kassetten und Schmuckschachteln alle Arbeiten eines Handbuchbinders an. Als bildender Künstler beschäftigt er sich mit Collagen aus Bedrucktem der Jahrhunderte. Gern gibt er uns Einblicke in seine Arbeit, stellt sich unseren Fragen und freut sich auf einen anregenden Austausch. Auf seiner Seite www.olaf-nie.de kann man sich über Nies Arbeiten informieren. Aus Platzgründen können leider diesmal nur acht Mitglieder teilnehmen. Also bitte gleich anmelden – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Anmeldung an: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org

(Mit lieben Grüßen: Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Mi, 22.10.2025

Die Herbstausgabe der "Wandelhalle" ist erschienen.

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die Wandelhalle (Ausgabe 2/2025), das Periodikum der Gesellschaft der Bibliophilen e. V., der ältesten Bibliophilen-Gesellschaft in Deutschland, ist unter der bewährten Redaktionsführung von Silvia Werfel erschienen. Das Heft, das zweimal jährlich (für Mitglieder der GdB kostenfrei und ansonsten für lässige 10 Euro pro Jahrgang zu haben) aufgelegt wird, versammelt wieder eine Reihe Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Welt des schönen Buchs auf 48 Seiten. Im Editorial gibt die langjährige Vorsitzende der Gesellschaft, Frau Dr. Annette Ludwig unter dem Beititel Konstante mit Varianz einen Vorausblick auf die nächste Jahrestagung der GdB, die vom 07. bis 10. Mai 2026 in der documenta- und Grimm-Weltstadt Kassel stattfinden wird, und mit der anvisierten Tagung läuft zugleich eine Versuchsanordnung mit, das zweite Mai-Wochenende für die Bibliophilentage fest zu etablieren. Und im Anschluss gibt sich Silvia Werfel selbst die Ehre mit einem wunderbaren Rückblick auf das 2025er Jahrestreffen im Bamberg, das im Zeichen von E. T. A. Hoffmann und Paul Maar stand und flankiert von einem reichen Bilderbogen an Eindrücken keine Wünsche übrig lässt. Dem folgt in der Rubrik Aus anderen Gesellschaften der Rückblick auf die Jahrestagung der DEG in Memmingen. Auch wird das DEG-Jahrbuch 2025 vorgestellt, und im ersten Beitrag der Rubrik Bibliophile Notizen geht es gleich noch einmal um das Exlibris: eine Lithografie von Wilhelm Behrens für Ernst von Mirbach-Harff aus der Sammlung Dr. Blum ... Weiter widmet sich das Heft einer bis dato unbekannten Einbandkünstlerin: Marie J. S. Ostermann, ferner Lovis Corinth wie auch Otto Rohse – und Marc Strehler schreibt über das Glück des Sammelns. Die Ausgabe endet mit den Lesefrüchten, dem Nachruf auf Hansgeorg Schmidt-Bergmann sowie der Einladung, noch am Freundschaftsalbum für die Anna Amalia mitzuwirken. Ganz am Schluss gibt es Hoteltipps für Kassel (s. o.) und einige Personalia für die GdB. Wieder ein wunderbar gefülltes, üppiges Heft. 

(André Schinkel)

Mo, 20.10.2025

Jahrestreffen zum Jubiläum 2026 der Pirckheimer-Gesellschaft

In der Mitgliederversammlung 2025 in Hannover wurden zwar einige Orte als Wunsch in die Diskussion geworfen, es fanden sich aber keine Organisatoren. Somit wurde die Entscheidung in die Hände des Vorstands gegeben – der legte zeitnah los und kann nun seine Wahl für 2026 verkünden. 

Nach einigen Sondierungen und Rücksprachen hat sich Hans Rabenbauer (der Schatzmeister und damit Mitglied des Vorstands unserer Gesellschaft) dazu bereit erklärt, diese überaus anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen – gerade für 2026, in dem die Pirckheimer das 70-jährige Jubiläum der Gründung als Gesellschaft feiern, eine besonders spezielle Aufgabe. Dementsprechend ist der nun gewählte Ort ein ganz besonderer: Nürnberg – die Heimat Willibald Pirckheimers (1470–1530), und ein frühes Zentrum von Renaissance, Humanismus, der Druck- wie Bildenden Künste zumal. 

Vielen Dank an Hans Rabenbauer für die bevorstehende Arbeit im Namen der ganzen Gesellschaft!

Jahrestagung der Pirckheimer-
Gesellschaft 2026 in Nürnberg:
Vom 11. bis 13. September 2026
in W. Pirckheimers Heimatstadt.

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Do, 09.10.2025

Die DEG schreibt Wettbewerb für Jahrestagung aus. Eingereicht werden können Exlibris & Kleingrafiken.

DEG schreibt zur Jahrestagung in Wetzlar 2026 einen Wettbewerb für Exlibris und Kleingrafik aus

Zur Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. 2026 in Wetzlar schreibt die DEG einen Exlibris- und Kleingrafik-Wettbewerb aus. Die Grafiken sollen bis zum 27.03.2026 eingesendet werden an: Joachim Schlosser, Viersener Straße 123, in 41063 Mönchengladbach, joachim47@t-online.de. Es können maximal sechs Exlibris oder andere Kleingrafiken eingereicht werden, die zwischen dem 01.01.2025 und dem Einsendeschluss entstanden sind, gegebenenfalls in Absprache zwischen Künstler und Eigner. Die Blätter (alle Drucktechniken sind erlaubt, Maße maximal bis zur Papiergröße DIN A4) bitte – ohne Trägerpapier – auf der Rückseite mit Bleistift beschriften (Name, Land, Titel, Technik und Jahr). Sämtliche Informationen zum Procedere finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 03.10.2025

Die 30. Ausgabe des "Hamburger Bothen" enthält neben Gedichten von Jan Wagner wieder diverse Infos und 'feineste Schmackazien' zur Bibliophilie.

Hamburger Bothe 30 erschienen

Die neue Ausgabe des Hamburger Bothen, die insgesamt 30. Nummer des Periodikums der Pirckheimer aus dem Norden, die soeben erschienen ist, hat es wieder informativ wie bibliophil in sich. „In der 30. Nummer unseres Mitteilungsorgans für bibliophil Interessierte wird der bedeutende Buchkünstler E. R. Weiß, der bis 1933 insbesondere das Erscheinungsbild des Berliner S. Fischer Verlags entscheidend geprägt hat, zu seinem 150. Geburtstag geehrt. Er wurde ebenso wie sein Verlag ein Opfer der Nazis, die nach ihrer ‚Machtergreifung‘ auch das Verlagswesen völlig umkrempelten und nicht nur die jüdischen Repräsentanten verfolgten, sondern auch aufrechte Künstler wie E. R. Weiß, die dem Regime nicht genehm waren“, heißt es u. a. im Editorial der von Rudolf Angeli und Peter Engel verantworteten Zeitschrift. Im Heft gibt es Informationen zum Jahrestreffen der Pirckheimer im September in Hannover wie auch zum Treffen der Stefan Zweig Gesellschaft in Paris, kurze Nachrichten aus der Bibliophilie und die obligatorische Bibliophile Empfehlung samt einem Nachtrag. In der neuen Rubrik Mitteilungen aus dem Sammlerleben stellt Abel Doering seine 10.000 Bände fassende Bibliothek vor. Auch der Zeitsprung mit einem Auszug aus dem großen Vorausgänger, dem Wandsbecker Bothen, findet sich wieder. Und in der primären Abteilung gibt es einen echten Leckerbissen: Drei neue Gedichte des gebürtigen Hamburgers und hochdotierten Dichters, Übersetzers und Essayisten Jan Wagner, der nicht nur mit dem Georg-Büchner-Preis, sondern auch (für einen Gedichtband eine Sensation) mit dem Preis der Leipziger Buchmesse geehrt wurde. Zu lesen gibt es: exclusive Doppelhaiku, eine Sestine und ein Sonett. Unter der Mail Rudolf_Angeli@web.de ist die Ausgabe erhältlich und kann man zudem auch das neueste Buch von Angeli & Engel (angekündigt ist Gustav Kluge) subskribieren bis zum 15.10.2025.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 25.09.2025

DEG-Jahrestagung 2026: Wetzlar

Die 77. Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. lädt vom 07.05. bis 09.05.2026 in die Goethe- und Optik-Stadt Wetzlar ein. Auf der Seite der DEG heißt es dazu: „Nach 2019 findet zum zweiten Mal unsere Jahrestagung in der Optik- und Goethestadt statt. Wetzlar liegt sozusagen in der Mitte Deutschlands, etwa 90 Kilometer nördlich von Frankfurt. Vom Tagungsort, den großen Räumen im Michel Hotel, sind es nur wenige Meter ins Zentrum mit der schönen Altstadt.“ Alle Teilnehmenden erwartet ein umfangreiches Programm. Anmeldungen sind erbeten bis zum 31. März 2026 unter der Mail matthiaswenger1960@gmail.com bzw. per Post unter Matthias Wenger, Am Hainberg 13, 35585 Wetzlar. Beiträge für den DEG-Wettbewerb sind bis 27.03.2026 einzureichen unter: Joachim Schlosser, Viersener Straße 124, 41063 Mönchengladbach, via Mail: joachim47@t-online.de ... Auf der Webseite der DEG finden sich alle Informationen zu Tagung und Procedere.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 21.09.2025

Christine und Christian Klemke laden zum Besuch.

Aus dem Nähkästchen geplaudert am 27.09. in Weißensee: Christine und Christian Klemke im Atelier

Aus dem Nähkästchen geplaudert wird am 27.09. in Berlin-Weißensee: Christine und Christian Klemke laden zum Besuch und Gespräch im Atelier ihres Vaters, des Malers, Zeichners, Grafikers und Mitbegründers der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke (1917–1994) in die Tassostraße 21 in 13086 Berlin. Genaugenommen wird aus dem Nähkästchen von Gertrud und Werner Klemke geplaudert: Christine und Christian Klemke erzählen Vergnügliches und Besinnliches aus dem Leben der Künstlerfamilie Klemke“, heißt es in der Ankündigung. Und weiter: „Bei einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen können Fragen gestellt werden und bekannte und unbekannte Grafiken und Illustrationen bewundert werden.“ Die Veranstaltung findet im Rahmen des Weißenseer Kultursommers 2025 statt, es wird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro erhoben. Werner Klemke war einer der wichtigsten und bedeutendsten Künstler und Illustratoren der DDR, sein Werk wirkt bis heute in zahlreichen Veröffentlichungen: Büchern und Zeitschriften, Briefmarken und anderen Medien, nach. Viele Kinder sind mit den von ihm illustrierten Büchern, darunter auch die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, Hirsch Heinrich (Abbildung) oder Lütt Matten und die weiße Muschel, auf. Und auch seine Frau Gertrud Klemke-Stremlau (1913–1988), Mutter der fünf gemeinsamen Kinder, war als Malerin und Grafikerin aktiv. Erst nach seinem Tod wurde bekannt, dass Werner Klemke im Krieg vielen Menschen das Leben gerettet hatte. Die Teilnehmerzahl für den um 15 Uhr beginnenden Treff ist begrenzt. Von Seiten der beiden Einladenden heißt es dazu: „Bitte meldet euch an unter der Mail christine_klemke@yahoo.de.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 20.09.2025

Hannover: Robert Grieger grüßt von der PG-Tagung.

Pirckheimer-Jahrestagung 2025 gestern in Hannover gestartet

2025 ist das zweite Mal, dass die Pirckheimer in Hannover zu Gast sind – schließlich ist die niedersächsische Kapitale eine ausgewiesene Stadt des Buchs und des Geists ... und das passt doch wunderbar. Die Metropole empfing die Akkreditierten gestern bei schönsten Spätsommerwetter. Dann ging es in die Gottfried Wilhelm Leibniz Bibliothek. Dem Empfang folgten drei Führungen durch das hohe Haus, das unter anderem den weltweit berühmten Goldenen Brief Alaungpayas aus Birma beherbergt und Schätze aus der Kartensammlung sowie einen haptischen Bereich zum Fühlen und Anfassen präsentierte. Am Empfangsstand präsentierte PG-Vorstandsmitglied Robert Grieger nicht nur die jüngste Ausgabe der Marginalien (Heft 258, Nummer 2025/3) und die wunderbare, ebenfalls druckfrische Jahresgabe der Pirckheimer mit den Erinnerungen Wolfgang Neuberts, die Erinnerungen an 50 Jahre Leben mit dem Buch enthält; nein, er trug auch neben dem aktuellen Namenschild das des ersten Treffens in Hannover. Das Jahrestreffen der Pirckheimer geht heute und morgen in weitere Runden, über den Verlauf berichtet die Facebook-Seite der Gesellschaft; und ganz sicher wird es dort, im Blog und auch in einer späteren Ausgabe der Marginalien weitere Eindrücke und Berichte geben. Vorerst bleibt den Teilnehmerinnen und Teilnehmern von den Schreib- und den Lesetischen der Heimgebliebenen nur, bestes Gelingen zu wünschen, tolle Stunden, feine Blicke! Es ist zumindest für heute weiter heiterstes Wetter verhießen: Vielleicht ist Petrus ja ein Pirckheimer ...

(André Schinkel)

Fr, 19.09.2025

'50 Jahre unterwegs mit Büchern', die Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers – die Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft ist eben frisch erschienen.

50 Jahre unterwegs mit Büchern. Jahresgabe der Pirckheimer

Zeitgleich mit der neuen Ausgabe der Marginalien (Heft 258, Ausgabe 2025/3) und im direkten Vorfeld der heute beginnenden Jahrestagung der Pirckheimer in Hannover erschien in diesem Jahr wieder eine Jahresgabe der Gesellschaft. Auf 144 Seiten berichtet darin Wolfgang Neubert von 50 Jahre(n) unterwegs mit Büchern, von seinen Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers: Die Exemplare des Buchs gehen nun an die Mitglieder der Gesellschaft. Herausgegeben und geleitet von Carsten Wurm, gestaltet von Thomas Glöß, enthält das Eigengewächs neben aufschlussreichen Memoiren Neuberts 14 Vignetten Egbert Herfurths. Die Vorzugsausgabe (50 + 10 Exemplare) enthält einen originalen Acrylstich des Künstlers. Ein bewegender und berührender Einblick in ein Leben für das Buch, dem man in Liebe hingegeben ist und bleibt: Mit einem linden Hauch an Melancholie und zugleich in ein feines Gewand gehüllt, wie es der Pirckheimer-Gesellung gefällt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)