Pirckheimer-Blog

Tagung/Treffen

Di, 17.01.2023

Im ehrwürdigen Gotha (hier: Schloss Friedenstein) findet vom 22. bis 24. September das Jahrestreffen 2023 der Pirckheimer-Gesellschaft statt.

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2023 in Gotha

Nach der letzten Zusammenkunft in Oldenburg 2022 empfängt dieses Jahr die Pirckheimer das thüringische Gotha. Vom 22. bis 24. September feiern wir in der alten Residenzstadt ein Jubiläum: Es ist das 50. Jahrestreffen unserer Gesellschaft, organisiert durch Peter Arlt. Das erste Treffen dieser Art fand 1972 in Dresden statt. Gotha bietet Führungen durch die Forschungsbibliothek Gotha, eine musikalische Reise in der Schlosskirche zu Willibald Pirckheimer und seinen Zeitgenossen mit Sabine Lindner, Bildende Kunst und Musik von Thomas Offhaus, eine Ausstellung im Spiegelsaal mit Neujahrsgrafiken aus fünf Jahrzehnten der Sammlung Peter Arlt, und auch das Sammlerpaar Christiane und Norbert Grewe gibt im Vortrag und Gespräch Einblicke in ihre Buch- und Grafikschätze. Das endgültige Programm und die Modalitäten der Anmeldung werden bis zum Frühsommer auf der Internetseite der Pirckheimer und in Heft 249 (Ausgabe 2023/2) der Marginalien, der Zeitschrift unserer Gesellschaft, veröffentlicht. 

(Till Schröder)

So, 04.12.2022

Utz Benkel schuf eigens das Tagungsblatt für die DEG-Jahrestagung 2023 (Linolschnitt.)
Wahrzeichen in Paderborns Innenstadt: das Rathaus.

Einladung nach Paderborn

Die Deutsche Exlibris-Gesellschaft e. V. (DEG) lädt zur Jahrestagung vom 11. bis 14. Mai 2023 nach Paderborn ein und bittet um potentielle Teilnehmer um eine Anmeldung bis zum 15. März mit den bereitgestellten Unterlagen. In der Ausschreibung, die sowohl auf der Website der Gesellschaft (www.exlibris-deg.de) zu finden ist wie auch über den Newsletter der FISEA zu uns kam, heißt es: „Viele Exlibris-Sammler und -Künstler erinnern sich noch gerne an die DEG-Jahrestagung im Jahre 2017 in Paderborn. Aufgrund der positiven Rückmeldungen zu dem Treffen laden wir alle noch einmal in die kleine Bischofsstadt mit dem mehr als 1.200-jährigen Dom und der übersichtlichen Altstadt mit den zahlreichen Quellen der Pader ein.“

Das umfangreiche DEG-Tagungsprogramm in der Stadt im östlichen Nordrhein-Westfalen, deren Name eben von den zahlreichen Quellen der Pader, des wohl kürzesten Gewässers in Deutschland, das die Bezeichnung Fluss verdient, herrührt, auch einen Wettbewerb und eine Tombola. Für beide Segmente wird ebenfalls um Einreichung bzw. Spende bis zum 15. März gebeten. Auch der Ort selbst eignet sich für Erkundungen jenseits des eigentlichen Programms: Schloss Neuhaus, in das Stadtmuseum, ins Heinz-Nixdorf-Forum, den Haxtergrund oder das Klostermuseum Dalheim (Ausflugsangebot am Samstag, um frühzeitige Anmeldung wird gebeten). Zu Spaziergängen in den Pausen und an den Abenden lädt die malerische Altstadt ein.

Weiter heißt auf der Seite der DEG: „Von unserem Tagungsort, dem Welcome Hotel, kann man zu Fuß in wenigen Minuten die Altstadt erreichen. Ein schöner Spaziergang führt entlang der Pader zum Domplatz mit dem zentralen Neptunbrunnen. Hier lohnt es zu verweilen oder am Samstag ins Markttreiben einzutauchen. Ein Besuch des Domes, des Diözesanmuseums und der von Karl dem Großen angelegten Kaiserpfalz sind zu empfehlen. Durch eine Gasse kommt man aus dem Dom-Viertel in das weltliche Paderborn und erreicht den Rathausplatz mit dem alten Rathaus und weiteren Giebelhäusern im Stile der Weser-Renaissance.“

Ein mehr als ehrwürdiger Ort also für die 73. Tagung der Deutschen Exlibris-Gsellschaft. Für das Treffen schuf eigens Utz Benkel einen Linolschnitt, das Tagungsblatt DEG-Jahrestagung 2023. Um Anmeldung zur Tagung wird gebeten bei Siegfried Bresler. Es ist möglich, sich per Post – Zittauer Straße 23B, D-33619 Bielefeld – oder (bevorzugt) per Mail – s.bresler@t-online.de – anzumelden. Es sind nur schriftliche Anmeldungen über diese Wege möglich. Weitere Hinweise zur Bezahlung von Tagungsgebühren, den Wettbewerb, Tombola-Preise (Grafiken, Exlibris, Bücher u. a. Dinge, die das Sammlerherze erfreut) und die (möglichst frühzeitige) Hotelbuchung finden sich auf der Webseite der Deutschen Exlibris-Gesellschaft.

(André Schinkel)

Sa, 08.10.2022

Der prunkvolle Saal des Schlosses war Anfangs- und Endpunkt des Jahrestreffens in Oldenburg. | © R. Wege
Marcus Kenzler begrüßte die Pirckheimer im Idyllenzimmer. Im Vordergrund die Studie Tischbeins "Die Stärke des Mannes" von 1790 (Aquarell, Feder und Blei auf Papier) | © R. Wege
Auf reges Interesse stieß bei den Pirckheimern das Konvolut handschriftlicher Blätter Tischbeins, das Kunsthistorikerin Tonia Eskuche (l.) mitgebracht hat. | © R. Wege
Museumsdirektor Rainer Stamm mit dem Gästebuch des Sammlers Ernst Beyersdorff, dessen erster Seite sich der Maler Franz Radziwill mit einem Aquarell geschmückt hat. | © R. Wege
Corinna Roeder (l.) begrüßte als Hausherrin die Pirckheimer in der Landesbibliothek Oldenburg. | © R. Wege
Aufmerksam verfolgen die Pirckheimer den Ausführungen des Auktionators Christian Hesse. | © R. Wege
Die Chance, in ausgewählten Büchern der Feenders-Sammlung zu blättern ließ sich kaum ein Pirckheimer entgehen. | © R. Wege
Anja Harms und Eberhard Müller-Fries zeigen Buchkunst zum Anfassen. | © R. Wege

Auf Entdeckungsreise: Die Pirckheimer in Oldenburg

Der große Saal im Oldenburger Schloss bildete die prunkvolle räumliche Klammer des Pirckheimer-Treffens 2022 vom 23. bis 25. September. Dort begrüßte Rainer Stamm als Hausherr des im Schloss angesiedelten Landesmuseums für Kunst und Kulturgeschichte Oldenburg die Pirckheimer am Freitag zu ihrem 49. Jahrestreffen. Er versprach den rund 60 aus ganz Deutschland angereisten Buch- und Grafikliebhabern eine „Entdeckungsreise mit Blick hinter die Kulissen“.

Die ersten beiden Blicke fielen zum einen auf die Buchbestände aus dem Nachlass des Museumsgründers, Publizisten und Sammlers Walter Müller-Wulckow und des Gründers der Vereinigung für junge Kunst, Ernst Beyersdorff, sowie die verschollene Leihbücherei dieser Avantgarde-Vereinigung. Zum anderen nahmen die Pirckheimer Arbeiten auf Papier des Malers Johann Heinrich Wilhelm Tischbein (1751–1829) ins Visier. Tischbein war von 1808 bis 1829 als Hofmaler des Herzogs Peter Friedrich Ludwig in Oldenburg und Eutin tätig, weshalb sich heute zahlreiche seiner Werke im Landesmuseum befinden.

Rainer Stamm entführte die Pirckheimer in das erste Drittel des 20. Jahrhunderts und präsentierte im Prinzenpalais die Sammlungen des Gründungsdirektors des Landesmuseums Walter Müller-Wulckow und Ernst Beyersdorff, Gründer der 1922 ins Leben gerufenen Vereinigung für junge Kunst in Oldenburg. Stamm stellte nicht nur Bücher aus den Sammlungen vor, auch die der ab 1933 verstreuten Mitgliederbibliothek des Vereins, sondern schilderte profund und anschaulich die historischen Hintergründe ihrer Entstehung, ging auf die Persönlichkeiten der beiden Sammler ein. Bei der Beyersdorffschen Sammlung sei hier besonders auf sein Gästebuch hingewiesen, mit Einträgen von unter anderem Karl-Schmidt Rottluff, Mary Wigman, Bruno Taut, Arnold Schönberg oder Bertolt Brecht. Gottfried Benns Eintrag war der letzte vor der selbstgewählten Auflösung der Vereinigung angesichts der drohenden Gleichschaltung: Er las am 30. Januar 1933 genau in dem Raum im Prinzenpalais, in dem sich die Pirckheimer gerade befanden, während damals, 1933, die Nationalsozialisten vor den Fenstern die sogenannte Machtergreifung mit einem Fackelzug zelebrierten. Die Einträge beginnen erst 1946 wieder.           

Bei der Sammlung Müller-Wulckow beeindruckten viele Pirckheimer vor allem die „weltweit gesuchten Ephemera zur klassischen Moderne“, wie es Stamm charakterisierte. Beispiele sind Kataloge der Kestner-Gesellschaft, darunter der „sehr seltene Katalog“ Schmidt-Rottluff – Negerkunst von 1920, Einladungen zu Ausstellungen von Otto Dix oder Lyonel Feininger, und der Katalog zur Kunstausstellung Erster deutscher Herbstsalon, die 1913 von Herwarth Walden (Galerie Sturm) organisiert worden war, sowie Einladungskarten der Galerie Neue Kunst Fides in Dresden.

Da die eigentliche Bearbeiterin der Tischbein-Sammlung erkrankt war, sprangen Marcus Kenzler und Tonia Carlotta Eskuche ein. Entsprechend verschoben sich die inhaltlichen Schwerpunkte weg von der wissenschaftlichen Tischbein-Forschung. Kenzler gab eine Einführung in seine Arbeit als Provenienzforscher. Bis heute habe er zahlreiche Sammlungsstücke als dringende Verdachtsfälle oder eindeutiges „NS-Raubgut“ identifizieren können. Die ersten Restitutionen erfolgten 2014. Unter anderem sei für ihn erwiesen, dass einige Stücke aus den Sammlungen des Museums für die sogenannte „Führersammlung“ in Linz bestimmt gewesen seien.

Dennoch rückten die Arbeiten Tischbeins auch in den Fokus: Aus dem Bestand hatten die Experten zwei Arbeiten ausgewählt: Das Aquarell Die Stärke des Mannes von 1790, das das Museum 1928 angekauft hatte, und die Gouache über Feder- und Kreidezeichnung Schornsteinfeger über Hamburger Dächern (1801/1806). Zusätzlich lag auf dem Tisch ein gebundenes Konvolut von handschriftlichen Blättern Tischbeins, das mit gebührendem Abstand von den Pirckheimern betrachtet werden durfte. Das alles erlebten die Pirckheimer im Idyllenzimmer und damit umgeben von Tischbeins Idyllenzyklus, der aus mehr als 40 Gemälden besteht und vollständig erhalten ist. Und das sogar in der von Tischbein veranlassten Original-Hängung, wie Kenzler betonte.

Corinna Roeder stellte am Samstag die Künstlerbuch-Sammlung von Onno Feenders mit über 1.000 kostbaren Büchern vor. Die Leiterin der Landesbibliothek Oldenburg hatte 40 von ihnen bereitgelegt. Feenders habe von Anfang an eine wichtige Regel für Sammler befolgt, wie sie der Bibliophile Leopold Hirschberg formulierte: „Zersplittere Dich nicht!“  Roeder: „Um Vollständigkeit in einem äußerlichen Sinn ist es Onno Feenders nie gegangen, wohl aber darum, signifikante und qualitätsvolle Beispiele für die wichtigsten Vertreter und Entwicklungen des Pressendrucks zu sammeln.“ Der Platz lässt an dieser Stelle lässt nur eine kleine Aufzählung zu: Kelmscott-Press: The Romance of Sir Degrevant (1896), Doves-Press: English Bible (fünf Bände, 1902–1905), Ernst-Ludwig-Presse: Stundenbücher (zehn Bände, 1920–1922), Cranach-Presse: Shakespeares Hamlet (1929), Raamin-Presse: Kafkas Betrachtung (1990), Otto Rohse Presse: Gryphius’ Sonette (1970), Burgart-Presse: Christa Wolfs Im Stein (1998).

Er hoffe sehr, dass die Landesbibliothek Oldenburg diese Sammlung fortsetzen kann, sagte Christian Hesse, der an die Worte von Bibliothekschefin Roeder anknüpfte.  Der Inhaber des Auktionshauses Christian Hesse Auktionen in Hamburg sprach über den Umgang mit Büchersammlungen, um die sich deren Gründer nicht mehr kümmern kann oder will. Immer wieder werde die Frage „Was passiert mal mit meiner Sammlung?“ an ihn herangetragen. Hesse: „Die Kinder sind oft ratlos, wenn sie eine Sammlung erben.“ Für ihn ist die komplette Übernahme einer Sammlung durch eine Institution eine Option, eine andere, die Objekte durch eine Auktion wieder in den Sammlerkreislauf zu bringen. So beispielsweise geschehen mit der Sammlung der Barbara Achilles-Stiftung, die er 2021 versteigert hat. Damit hört die Sammlung in physischem Sinne zwar auf zu existieren, jedoch kann sie in Form eines (fundierten und gut gestalteten) Katalogs fortbestehen. Ein Beispiel für diese Variante ist der Katalog Wege zum idealen Buch – Die Sammlung der Barbara Achilles-Stiftung, von dem Hesse für jeden Teilnehmer des Jahrestreffens ein Exemplar stiftete.

Mit dem Besuch der Kabinettausstellung Bücherschätze der venezianischen Renaissance aus der Offizin des Aldus Manutius der Landesbibliothek kehrten die Pirckheimer quasi an ihren Ursprung, zu ihrem Namensgeber, zurück. Denn als jüngst entdecktes Kleinod der Sammlung entpuppte sich ein Band aus der Bibliothek von Willibald Pirckheimer, der von seinem Freund Albrecht Dürer von Hand illustriert wurde. Dabei handelt es sich um das 1502 in Venedig von Manutius gedruckte Onomastikón des Polydeukes. Auf dem ersten Blatt finden sich in Deckfarbenmalerei auf Delfinen balancierende Putten, die das Wappen Willibald Pirckheimers darstellen. Es sei gelungen, den Band zweifelsfrei als eines von 14 Büchern zu identifizieren, die 1634 von den Erben Pirckheimers an einen holländischen Sammler verkauft wurden, erzählte Matthias Bley, Leiter Historische Bestände und landesbibliothekarische Aufgaben. An dieser Entdeckung ist die Pirckheimer-Gesellschaft nicht ganz unschuldig. Als sie ihren Besuch in Oldenburg plante, so Pirckheimer-Vorsitzender Ralph Aepler, seien die Mitarbeiter der Bibliothek im Rahmen der Vorbereitungen erst auf diesen Fund gestoßen, da man ja speziell etwas für die Pirckheimer-Gesellschaft zeigen wollte und sich der Pirckheimer-Bände bewusst war.

Mit dem Besuch der Ausstellung Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt der Künstler Anja Harms (Buchkünstlerin) und Eberhard Müller-Fries (Bildhauer) im Erdgeschoss der Bibliothek verließen die Pirckheimer das Mittelalter und die Aldinen und wandten sich der Gegenwartskunst zu, Künstlerbüchern, raumgreifenden, lesbaren Buchskulpturen. Für Harms und Müller-Fries ist der Ausgangspunkt ihres kreativen Schaffens immer die Literatur. Texte von Schriftstellern wie Paul Celan, Rainer Maria Rilke, Friedrich Hölderlin, Ingeborg Bachmann, Johannes Bobrowski, Hugo Ball, Hans Arp oder Christian Morgenstern zeigen die Bandbreite, in der sich die Künstler bewegen. Fast zwingend fügten die Künstler mit ihrer Idee, die jeweiligen Texte durch die Kammerschauspielerin Elfi Hoppe während des Rundganges vortragen zu lassen, dem Gesamtkunstwerk neben der visuellen eine akustische Dimension hinzu.

Die Begegnung mit Harms und Müller-Fries und der Besuch ihrer Ausstellung besaß für die Pirckheimer noch den besonderen Charme, die Künstler kennenzulernen, die die Grafik des Jahrestreffens gestaltet haben: Farbradierung und Linolschnitt Denn nirgend bleibt er. Friedrich Hölderlins Fragment 38, gedruckt auf Hahnemühle-Kupferdruckbütten in einem Umschlag aus bedrucktem Transparentpapier, hergestellt im Handsatz, Buchdruck und Collage aus rotem Himalayapapier im Format 27 mal 39 Zentimeter.

Den Tag beschlossen am Abend der Schriftsteller Klaus Modick und Museumsdirektor Rainer Stamm. Beide sprachen über Bücher, deren Entstehung und deren Zukunft. Klaus Modick las zudem aus seinen Büchern. Anschließend ging es zum gemeinsamen Abendessen in den Ratskeller.

Die Mitgliederversammlung am Sonntag im großen Saal des Oldenburger Schlosses beendete das Jahrestreffen 2022. Damit schloss sich auch der Kreis, der sich mit der Begrüßung durch den Pirckheimer-Vorsitzenden Ralph Aepler und Museumsdirektor Rainer Stamm fast 48 Stunden zuvor an dieser Stelle geöffnet hatte. Oldenburg hatte viel zu bieten.

(Ralf Wege, der vollständige Bericht erscheint in den Marginalien 247)

Sa, 24.09.2022

Der erste Preis beim Keith-Wingrove-Memorial-Wettbewerb ging an Deborah Chapman aus Montreal für ihr Mezzotinto-Exlibris "Poseidon".

Keith Wingrove Memorial Prizes

Gruß aus Nordamerika II: Wie Klaus Rödel im FISAE-Newsletter berichtet, teilt James P. Keenan in seinem kurzen Bericht vom XXXIX. FISAE Exlibris Congress auch die Preisträger des Keith-Wingrove-Memorial-Wettbewerbs mit. Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr nach Kanada, in die USA, die Türkei, nach Polen und Frakreich. Im Einzelnen wurden mit den Keith Wingrove Memorial Trust Prizes des American Bookbinders Museums folgende Künstler geehrt: Der erste Preis geht an Deborah Chapman aus Montreal in Quebec (Kanada) für ihr Mezzotinto Poseidon (für George Steiner). Den zweiten Preis erhielt Marina Terauds aus Michigan (Vereinigte Staaten) – ihr Exlibris, eine Radierung, entstand für Claudia Smukler. Nurgul Arikan, Istanbul (Türkei) wird für sein computergeneriertes Exlibris für M. Omer Dedeoglu geehrt. Anerkennungen und ehrenvolle Erwähnungen gingen an die Exlibris mit dem synchronen Titel Jack London an Krzysztof Marek Bak aus Bielsko-Biala in Polen (Computer Generated Design – „for KHB”) und – auch er ein sehr bekannter Exlibris-Künstler in Europa wie Amerika – Oleg Dergachov. Der gebürtige Russe lebt im französischen Soyaux, er war lange Jahre als Kunst- und Hochschullehrer in Kanada tätig; seine Radierung schuf er für James P. Keenan. Ein herzlicher Glückwunsch an die internationale Riege an Preisträgerinnen und Preisträgern!

(André Schinkel)

Do, 22.09.2022

Exlibris: eine große Leidenschaft auch in Amerika.
James Keenan, Dan Mueller und Ann Pari-Mueller.
Der Book Club of California ǀ © James Keenan

Gruss aus Nordamerika

Über Klaus Rödel erreicht uns ein Gruß aus den Vereinigten Staaten: Im Nachgang des XXXIX. FISAE Exlibris Congress, der am 15. September in Oakland, Kalifornien, stattfand, berichtet FISAE-Vizepräsident James Keenan kurz vom Treffen der Exlibris-Freunde im Regatta Room des Oaklander Waterfront Hotels und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, künftig auch mehr Sammler und Begeisterte aus Europa zu treffen, was, so der ehemalige FISAE-Präsident Rödel, „für die Belebung des Exlibris auf beiden Kontinenten von Vorteil“ wäre.

Keenan schreibt: „Der Kongress in San Francisco war mit 50 Teilnehmern bei jeder unserer Veranstaltungen ein Erfolg. Es war ein kleiner Kongress mit überwiegend nordamerikanischen Teilnehmern, die sich über das Sammeln von Exlibris informieren wollten. Es ist schade, dass die Europäer nicht teilnehmen konnten, da ihr Einfluss den Austausch in der Zukunft fördern würde. Im Mittelpunkt unseres Treffens stand passenderweise die bedeutende zeitgenössische Buchkunstbewegung, die heute in San Francisco im Gange ist. (...) Alle hatten viel Spaß, und die Ausstellungen, Vorträge und Empfänge waren außergewöhnlich. Auch das mehrgängige Abschlussbankett in Yoshi’s Jazz Club am Jack London Square war köstlich!“

Dazu gibt es eine Reihe beeindruckende Fotos und eine Auflistung der Ehrungen für besondere Leistungen (die Keith Wingrove Memorial Trust Prizes, die nach Kanada, in die USA, nach Polen und in die Türkei gehen); auch eine Teilnehmerliste wird in Aussicht gestellt. Bereits am 12. September wurde die Ausstellung The Tribute to George Steiner. An International Bookplate Competition exhibition, präsentiert vom Book Club of California, die in der 312 Sutter Street in San Francisco bis zum 12. Dezember zu sehen wird, eröffnet.

Zum Kongress erschienen insgesamt vier PublikationenTribute to George Steiner. An International Bookplate Competition (Cambridge Bookplate, 2022), Ex Libris: The Art of Contemporary World Bookplates (ebd., 2022), Illustrated Essays on Bookplate Collecting. Revised edition (ebd., 2022), Antioch Bookplate Company. Excerpts from the Autobiography of Ernest Morgan 1905–2000 (ebd., 2022); zusätzlich wurde auf William E. ButlerAmerican Bookplate (Primrose Hill Press, London 2000) ausdrücklich verwiesen. 

Auch standen wichtige Entscheidungen an. Der bisherige FISAE-Präsident James Keenan stand nicht mehr für die Wahl an die Spitze zur Verfügung. Zur neuen Präsidentin wurde gewählt Maria Casas Hierro, Keenan wurde erster, Anthony Pincott zweiter Vizepräsident. Da es für den Exekutivsekretär keine Kandidatur gab, führt Olli Ylönen das Amt bis 2024 fort. Dann findet der XL. Kongress statt, erwählter Ort für die Tagung ist mit großer Mehrheit Palma de Mallorca auf den Balearen geworden. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 18.09.2022

Farbradierung und Linolschnitt von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries: "Denn nirgend bleibt er" (Friedrich Hölderlin, Fragment 38). Künstlerin und Künstler führen am 23.09. nicht nur durch die Ausstellung, es gibt auch eine Lesung mit der Oldenburger Schauspielerin Elfi Hoppe.

Führung und Lesung bei der Jahrestagung in Oldenburg

Das Pirckheimer-Jahrestreffen in Oldenburg wird um einen Höhepunkt reicher. Am 23.09. werden Anja Harms und Eberhard Müller-Fries die Teilnehmer des diesjährigen Jahrestreffens persönlich durch die Ausstellung „Wie ist doch alles weit ins Bild gerückt“ führen. Es werden aber nicht nur die Künstler selbst im Landesmuseum Oldenburg ihre Arbeiten präsentieren. Die Kammerschauspielerin Elfi Hoppe wird zudem literarische Texte vortragen. Elfi Hoppe ist vielen Menschen in Oldenburg und darüber hinaus durch unzählige Theater-Rollen bekannt. 2020 wurde sie sogar zum Ehrenmitglied des Oldenburgischen Staatstheaters ernannt. Wir freuen uns nicht nur auf künstlerischer Ebene, sie für diesen Nachmittag  gewinnen zu können, sondern vor allem auch, unseren Mitgliedern und Oldenburger Gästen damit eine Freude bereiten zu können!

(Charlotte Aepler)

So, 11.09.2022

Gedichte Altenbourgs erschienen 2019 bei Wallstein.
Die Studie "Ein Engel im Atelier" erschien ebenfalls in Göttingen.

Altenbourg zu Gast bei Novalis

Altenbourg und Novalis, das ist aus Sicht des großen Altenburger Künstlers eine stimmige und triftige Kombination. So findet das nächste Treffen der Gerhard Altenbourg Gesellschaft am 24. September 2022 im Novalis-Museum auf Schloss Oberwiederstedt statt, dem Geburtsort des von Altenbourg verehrten Dichters und Naturforschers. Damit schließt sich im Jubiläumsjahr anlässlich des 250. Geburtstags Friedrich von Hardenbergs ein berührender Kreis. Im Vorfeld der Diskussion, wie wiederum der 100. Ehrentag von Gerhard Altenbourg, der auf das Jahr 2026 fällt, würdig zu feiern sei, sollte der kleine Ort an der Wipper im Mansfeldischen der ideale Platz sein.

Die Gerhard Altenbourg Gesellschaft gründete sich im November 2018 in Altenburg, dem Wirkort des Künstlers. Sie will beitragen, das künstlerische und dichterische Werk Gerhard Altenbourgs zu erhalten, wissenschaftlich zu erfassen und publizistisch zu verbreiten. Die Gesellschaft unterstützt darin – sowohl finanziell als auch durch eigene Projekte – die seit 2002 bestehende Stiftung Gerhard Altenbourg, die den umfangreichen Nachlass des Künstlers betreut – inklusive des Wohnhauses mit Bibliothek und Kunstsammlung sowie des Gartens.

Die Pirckheimer-Gesellschaft gehört zu den Gründungsmitgliedern der inzwischen auf knapp 100 Mitglieder angewachsenen Gerhard Altenbourg Gesellschaft. Die 2019 aufgenommenen Aktivitäten wurden durch Corona unterbrochen, doch konnte die Gesellschaft zwei Publikationen der Stiftung fördern: noch 2019 den im Wallstein Verlag erschienenen Band Wald minotaurisch mit Gedichten Altenbourgs in einer Auswahl des Dichters Wulf Kirsten, und 2021 Ein Engel im Atelier, die ebenfalls im Wallstein Verlag edierte kunst- und geistesgeschichtliche Studie des Kunsthistorikers Dieter Blume zu Altenbourgs künstlerischer Ausgestaltung des zentralen Raumes im Haus am Braugartenweg.

Gegenwärtig, so Vorsitzende Jutta Penndorf, baut die Gesellschaft eine eigene Website auf. 2021 gab sie mit Unterstützung des Förderkreises des Lindenau-Museums den Holzschnitt Erich dressiert seinen Vogel – einen Nachdruck vom originalen Druckstock der Stiftung durch Stefan Knechtel, heraus. Als jüngste Publikation legte sie 2022 eine Annäherung an Altenbourgs Garten mit Bildern und Texten von Zeitgenossen und mit finanzieller Unterstützung der Stadt Altenburg und der Thüringer Staatskanzlei vor. All diese Aktivitäten werden wie das Künftige Thema in Oberwiederstedt sein. Interessierte erhalten weitere Informationen und melden sich bitte unter der Mailadresse post@gerhard-altenbourg-gesellschaft.de für die Teilnahme an.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 06.09.2022

Der ikonische Herrscher Tutanchamun wird in Lissabon von der Exlibris-Akademie geehrt.

Exlibris und Ägyptomanie

Gute und ungewöhnliche Nachricht gibt es für alle Exlibris-Freunde aus Portugal. Am 24. September nimmt nach kurzer Sommerpause die Academia de Portuguesa de Ex-Libris ihre Ausstellungs- und Sitzungstätigkeit wieder auf. Aus Anlass des 100. Jahrestages der Entdeckung des Grabs von Tutanchamun im Tal der Könige in Luxor-Theben durch Howard Carter, die einen an sich wenig bedeutenden Pharao des Neuen Reichs zu einem Superstar der Moderne katapultierte und eine zweite Welle der Ägyptomanie auslöste, die letztlich bis heute anhält, widmet sich die Akademie, teilt Klaus Rödel von der FISAE mit, in der Ausstellung „Egyptomania, Sphinges and Pyramids“ des Architekten Segismundo Pinto dem Thema. Der Ausstellungseröffnung um 15 Uhr folgt die Konferenz „Tutanchamun in Portugal. Berichte in der portugiesischen Presse (1922–1939). Archäologie, Ägyptomanie, Ägyptologie“ unter der Ägide von Professor José das Candeias Sales und Dr. Susana Mota. Es laden ein die Präsidentin der Academia, Ana Cristina Martins, Vizepräsident José Estevéns Colaço und Generalsekretärin Madalena Ferreira Jordão. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 29.07.2022

Kongress-Logo: Holzstich von Richard Wagener

XXXIX. FISAE-Kongress in Oakland

Der XXXIX. Ex-Libris-Kongress der FISAE (International Federation of Ex-Libris Societies) findet vom 11. bis 18. September 2022 in Oakland (Kalifornien/USA) statt. Für die Versammlung der internationalen Ex-Libris-Freunde und -Gesellschaften entstand als Logo eigens ein Holzschnitt von Richard Wagener. Nach der Absage des Kongresses 2020 soll dieser wieder regulär alle zwei Jahre stattfinden und einberufen werden. Zur Plenarsitzung der Delegierten unter Leitung des Präsidenten der FISAE, James Keenan, wird für den 15. September ins Waterfront Hotel San Francisco Bay Area ab 10 Uhr Ortszeit eingeladen. In der Sitzung stehen die Wahlen des Präsidenten, der Vizepräsidenten an; auch muss – da der bisherige, Olli Ylönen, nicht weiter zur Verfügung steht – ein neuer Exekutivsekretär für eine Amtszeit von sechs Jahren per Wahl bestimmt werden. Weiterhin werden auch die Modalitäten der nächstanstehenden Kongresse (2024–2028) beraten. Da es sich abzeichnet, dass nicht jeder Delegierte persönlich teilnehmen kann, wird darum gebeten, dass die Gesellschaften ihre Delegierten wie auch deren Erreichbarkeit mitteilen. Den Delegierten, die nicht vor Ort sein können, wird in diesem Fall dann ein Videokonferenz-Link zugeteilt. Auch können bereits Vorschläge für Kandidaten und Einladungen für die nächsten Kongresse abgegeben werden. Kontakt für diese Informationen besteht zum amtierenden Exekutivsekretär Olli Ylönen: ylonenolli@gmail.com.

(Klaus Rödel/André Schinkel)

Sa, 03.08.2019

wiedergelesen: Gutenberg

In einem Monat trifft sich die Pirckheimer-Gesellschaft zum Jahrestreffen in der Gutenberg-Stadt Mainz, dem Sitz des Gutenberg-Museums, bekannt als Weinhauptstdt, als Ort der Minipressen-Messe und seit 2011 Träger des Titels "Stadt der Wissenschaft" .

Grund genug, sich zur Einstimmung auf den Besuch von Mainz wieder einmal mit Henne Gensfleisch zum Gutenberg, genannt Johannes Gutenberg, zu beschäftigen und so besann ich mich auf einen Titel von Klaus-Rüdiger Mai, der bei Propyläen aus Anlass des Gutenbergjahrs 2018 Ende 2016 erschien und der, wie viele Bücher, nicht allein wegen des Inhalts, sondern auch aufgrund seiner Gestaltung (Manja Hellpapp, Berlin) und seiner gediegenen Ausstattung den Weg in meine Bibliothek fand. Gesetzt aus Quaadrat, Neutraface und Lapture enthält das Buch neben Illustrationen nach zeitgenössischen Abbildungen eingebundene, im Format abweichende Bildbeigaben auf Pergament, so den Brief des heiligen Hieronymus, den Typenapparat Johannes Gutenbergs und Spielkartenmotive, sowie den Anfang der Genesis der Berliner Pergamentbibel. Der zweifarbig gedruckte Text wird ergänzt durch eine 20seitige Auswahlbibliografie und ein Zensus aller 47 erhaltenen Exemplare der 42zeiligen Gutenbergbibel.

Klaus-Rüdiger Mai: Gutenberg. Der Mann, der die Welt veränderte
Ullstein Buchverlag (Propyläen) Berlin 2016
ISBN: 978-3-549-97467-1
28 € (Preisbindung aufgehoben: 9,99 €)

Jahrestreffen: 6. - 8. September 2019

Mo, 28.01.2019

Neuer Termin! Jahrestreffen und Mitgliederversammlung 2019

Das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft findet Anfang September 2019 in Mainz statt. Der ursprünglich beschlossene Zeitpunkt parallel zur Mainzer Minipressen-Messe Ende Mai ließ sich nicht realisieren.

Es wird kein zentrales Tagungshotel geben, aber für 90 Teilnehmer werden im Hotel Mainzer Hof  Zimmer zur Verfügung stehen (EZ 72 €, DZ 94 € pro Nacht).
Die Anmeldung und Ausgabe der Unterlagen zum Jahrestreffen, sowie die Veranstaltungen am Sonntag werden im Gutenberg-Museum stattfinden, die Festveranstaltung am Sonnabend mit dem Literaturkritiker Denis Scheck und der Verlegerin Karin Schmidt-Friderichs im Kurfürstlichen Schloss.

Im Rahmen des Jahrestreffens tagt im Gutenberg-Museum die Mitgliederversammlung. Die vorläufige Tagesordnung wird in den kommenden Marginalien 232 vorgestellt. Weitere Vorschläge können bis 15. Mai 2019 eingereicht werden, die endgültige Tagesordnung wird in Heft 233 der Marginalien veröffentlicht.

Anmeldung: bis 15. Mai 2019
Jahrestreffen: 6. - 8. September 2019 (Tagungsbeitrag: 85 Euro)
Mitgliederversammlung: 8. September 2019, 10 Uhr

Mi, 09.01.2019

Ein Rückblick: Mainz 1995

Das Jahrestreffen 2019 der Pirckheimer-Gesellschaft wird vom 6. bis 8. September in Mainz stattfinden, 24 Jahre nach ihrem letzten Treffen in dieser Stadt. Seinerzeit wurde auf das Jahrestreffen wie folgt in der Zeitung der Mainzer Minipressen-Messe hingewiesen. 2019 werden die Pirckheimer 4 Monate vor ihrem Jahrestreffen auf der Mainzer Minipressen-Messe mit einem Stand vertreten sein.

"Die Pirckheimer-Gesellschaft e. V. wurde 1956 in Berlin gegründet. In ihr sind mehr als 500 Bibliophile, Graphik- und Exlibrissammler über den deutschen Sprachraum hin vereint. 

Die diesjährige Jahresversammlung der Pirckheimer findet, auch anläßlich der 13. Minipressen-Messe, am 27./28. Mai 1995 in Mainz statt. Im Rahmen dieses Treffen werden 2 Veranstaltungen stattfinden: 

Den Festvortrag wird Prof. Dr. Dr. h.c Hans Mayer (Tübingen) am Samstag, dem 27.5.1995, um 14 Uhr 30 im Gutenberg-Museum halten. Er wird zum Thema "Humamismus heute" sprechen. 
Mayer, 1907 in Köln geboren, Polyhistor, studierte Jura, Geschichte und Philosophie. 1935 bis 1945 war er im Exil in Frankreich und in der Schweiz, 1946 bis 1947 Chefredakur bei Radio Frankfurt/Main. 1948 bis 1963 hatte er eine Professur für Literaturgeschichte in Leipzig inne, seit 1965 eine Professur für deutsche Sprache und Literatur in Hannover. 
Außerdem übernahm
[er] zahlreiche Gastprofessuren in vielen Ländern der Welt. Er ist als Autor u.a. zum Werk Georg Büchners, Thomas Manns, Richard Wagners und Bert Brechts hervorgetreten. Verdienste erwarb er sich auch als Literaturkritiker und Übersetzer. Sein schriftstellerisches Werk wurde 1995 von der Berlin/Brandenburgischen Akademie der Künste mit der Verleihung des Heinrich-Mann-Preises gewürdigt. 

Eine Kabinettausstellung und ein Werkstattgespräch mit dem Maler und Buchkünstler Hans Ticha (geboren 1940) finden am Sonntag, dem 28. Mai 1995 um 10 Uhr im Gutenberg-Museum statt. Ticha, ursprünglich Kunsterzieher, studierte 1965- 70 an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee u.a. bei Kurt Robbel, Werner Klemke, Klaus Wittkugel und Arno Mohr. Seit 1970 war er in Berlin als Maler und Graphiker tätig und war u.a. erfolgreich in den Wettbewerben „Schönste Bücher des Jahres". Auf der Internationalen Buchkunst Ausstellung 1982 in Leipzig erhielt er eine Silbermedaille. Nach der Wende trat er mit kritischen „DDR-Bildern 1979- 1989" an die Öffentlichkeit. Er illustrierte mehr als 50 Bücher. Die Kabinettausstellung umfaßt vor allem Arbeiten aus den letzten 5 Jahren. Der Künstler lebt heute in Maintal."

25. Internationale Buchmesse der Kleinverlage und Handpressen: 30. Mai - 2. Juni 2019

Rheingoldhalle Mainz
Rheinstraße 66, 55116 Mainz

Sa, 25.08.2018

Ralf Parkner hat sich die richtige Bank für eine Verschnaufpause ausgesucht. Sie steht vor der Bibliothek vis-á-vis vom Rathaus. Fotos: Jörg Kottorba

Pirckheimer im "Märkischen Markt"

Annähernd 70 Büchersammler aus ganz Deutschland, die Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft sind, kommen vom 31. August bis zum 2. September zum Jahrestreffen nach Frankfurt. Den Aufenthalt vorbereitet hat der Frankfurter Ralf Parkner, tatkräfig unterstützt von Elke Lang aus Storkow. ...
Der heute 65-jährige Parkner sammelt unter anderem Exlibris, Handzeichnungen und Grafiken - so von Günter Kunert, Peter Sottmeier, Manfred Bofinger und Ulrich Karlkurt. Parkner, der mit seiner Vielzahl von Schallplatten, Filmprogrammen, Autogrammen und einer kompletten Sammlung zum Thema Jazz längst Einzug in ein Rekordbuch halten könnte, besitzt auch eine umfangreiche Büchersammlung. ...
Seit 36 Jahen hat Parkner seine geistige Heimstatt in der Pirckhelmer-Gesellschaft. Zumindest, was das Sammeln von Büchern, Grafiken und Exlibris betrifft. "Die Pirckbeimer Gesellschaft wurde mein zweites Zuhause", erzählt er und zeigt stolz einige seiner Veröffentlichungen ...

(Jörg Kotterba, Märkischer Markt, 22./23. August 2018)

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Mi, 08.08.2018

Speisekarte zum Jahrestreffen 2018

Traditionell wird zu den Festessen, die einen der Höhepunkte eines jeden Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft bilden, eine Speisekarte für die Teilnehmer gestaltet.
Für das Treffen in diesem Jahr lag die Gestaltung dieser Speisekarte in den Händen von Hanif Lehmann (widukind-presse) aus Dresden, der auch die Grafik zum Jahrestreffen schafft, die jeder Teilnehmer der jährlichen Zusammenkunft der Pirckheimer-Gesellschaft erhält.

Jahrestreffen: 31. August - 2. September 2018

Frankfurt/O

Di, 10.07.2018

MDE-Mitgliederversammlung 2018

Der Vorstand der "Meister der Einbandkunst – Internationale Vereinigung e.V." (MDE) lädt herzlich zu einer Exkursion in die Herzog August Bibliothek nach Wolfenbüttel ein. Die Exkursion wird mit unserer Jahresmitgliederversammlung, Vorträgen und Workshops verbunden sein. Dazu steht in direkter Nähe zur Bibliothek das Jugendgästehaus zur Verfügung. Nähere Informationen bei Ireen Kranz, Sonja Poll oder Esther Everding.

Die Exkursion führt in die Herzog August Bibliothek, 1572 gegründet. Sie war im 17. Jahrhundert die größte Bibliothek nördlich der Alpen. Heute beherbergt sie mehr als eine Million Objekte, allein 11 800 handgeschriebene Schriften sind darunter, von denen mehr als 400 000 vor 1830 verfasst wurden – darunter das Evangeliar Heinrichs des Löwen, entstanden zwischen 1174 und 1188. Außerdem beherbergt sie umfangreiche Kunstbestände, wie die Malerbuchsammlung, historische Karten und Globen. Zu den vielen Berühmtheiten, die hier arbeiteten, gehören Leibniz und Lessing.
Am Samstagabend wird Hans-Peter Preiss, MDE-MItglied, einen Vortrag mit Präsentation von Originalen zum Thema Sonderarbeiten „Was der Buchbinder sonst noch machte …“ vorstellen. Außerdem präsentieren die Mitglieder, die im April bei Auguste Blaizot in Paris ausgestellt haben, ihre Bucheinbände.

Jahrestreffen:  15. bis 16. September 2018

Jugendgästehaus | Herzog August Bibliothek
Wolfenbüttel