Pirckheimer-Blog

Exlibris

Sa, 24.09.2022

Der erste Preis beim Keith-Wingrove-Memorial-Wettbewerb ging an Deborah Chapman aus Montreal für ihr Mezzotinto-Exlibris "Poseidon".

Keith Wingrove Memorial Prizes

Gruß aus Nordamerika II: Wie Klaus Rödel im FISAE-Newsletter berichtet, teilt James P. Keenan in seinem kurzen Bericht vom XXXIX. FISAE Exlibris Congress auch die Preisträger des Keith-Wingrove-Memorial-Wettbewerbs mit. Die Auszeichnungen gingen in diesem Jahr nach Kanada, in die USA, die Türkei, nach Polen und Frakreich. Im Einzelnen wurden mit den Keith Wingrove Memorial Trust Prizes des American Bookbinders Museums folgende Künstler geehrt: Der erste Preis geht an Deborah Chapman aus Montreal in Quebec (Kanada) für ihr Mezzotinto Poseidon (für George Steiner). Den zweiten Preis erhielt Marina Terauds aus Michigan (Vereinigte Staaten) – ihr Exlibris, eine Radierung, entstand für Claudia Smukler. Nurgul Arikan, Istanbul (Türkei) wird für sein computergeneriertes Exlibris für M. Omer Dedeoglu geehrt. Anerkennungen und ehrenvolle Erwähnungen gingen an die Exlibris mit dem synchronen Titel Jack London an Krzysztof Marek Bak aus Bielsko-Biala in Polen (Computer Generated Design – „for KHB”) und – auch er ein sehr bekannter Exlibris-Künstler in Europa wie Amerika – Oleg Dergachov. Der gebürtige Russe lebt im französischen Soyaux, er war lange Jahre als Kunst- und Hochschullehrer in Kanada tätig; seine Radierung schuf er für James P. Keenan. Ein herzlicher Glückwunsch an die internationale Riege an Preisträgerinnen und Preisträgern!

(André Schinkel)

Do, 22.09.2022

Exlibris: eine große Leidenschaft auch in Amerika.
James Keenan, Dan Mueller und Ann Pari-Mueller.
Der Book Club of California ǀ © James Keenan

Gruss aus Nordamerika

Über Klaus Rödel erreicht uns ein Gruß aus den Vereinigten Staaten: Im Nachgang des XXXIX. FISAE Exlibris Congress, der am 15. September in Oakland, Kalifornien, stattfand, berichtet FISAE-Vizepräsident James Keenan kurz vom Treffen der Exlibris-Freunde im Regatta Room des Oaklander Waterfront Hotels und gibt seiner Hoffnung Ausdruck, künftig auch mehr Sammler und Begeisterte aus Europa zu treffen, was, so der ehemalige FISAE-Präsident Rödel, „für die Belebung des Exlibris auf beiden Kontinenten von Vorteil“ wäre.

Keenan schreibt: „Der Kongress in San Francisco war mit 50 Teilnehmern bei jeder unserer Veranstaltungen ein Erfolg. Es war ein kleiner Kongress mit überwiegend nordamerikanischen Teilnehmern, die sich über das Sammeln von Exlibris informieren wollten. Es ist schade, dass die Europäer nicht teilnehmen konnten, da ihr Einfluss den Austausch in der Zukunft fördern würde. Im Mittelpunkt unseres Treffens stand passenderweise die bedeutende zeitgenössische Buchkunstbewegung, die heute in San Francisco im Gange ist. (...) Alle hatten viel Spaß, und die Ausstellungen, Vorträge und Empfänge waren außergewöhnlich. Auch das mehrgängige Abschlussbankett in Yoshi’s Jazz Club am Jack London Square war köstlich!“

Dazu gibt es eine Reihe beeindruckende Fotos und eine Auflistung der Ehrungen für besondere Leistungen (die Keith Wingrove Memorial Trust Prizes, die nach Kanada, in die USA, nach Polen und in die Türkei gehen); auch eine Teilnehmerliste wird in Aussicht gestellt. Bereits am 12. September wurde die Ausstellung The Tribute to George Steiner. An International Bookplate Competition exhibition, präsentiert vom Book Club of California, die in der 312 Sutter Street in San Francisco bis zum 12. Dezember zu sehen wird, eröffnet.

Zum Kongress erschienen insgesamt vier PublikationenTribute to George Steiner. An International Bookplate Competition (Cambridge Bookplate, 2022), Ex Libris: The Art of Contemporary World Bookplates (ebd., 2022), Illustrated Essays on Bookplate Collecting. Revised edition (ebd., 2022), Antioch Bookplate Company. Excerpts from the Autobiography of Ernest Morgan 1905–2000 (ebd., 2022); zusätzlich wurde auf William E. ButlerAmerican Bookplate (Primrose Hill Press, London 2000) ausdrücklich verwiesen. 

Auch standen wichtige Entscheidungen an. Der bisherige FISAE-Präsident James Keenan stand nicht mehr für die Wahl an die Spitze zur Verfügung. Zur neuen Präsidentin wurde gewählt Maria Casas Hierro, Keenan wurde erster, Anthony Pincott zweiter Vizepräsident. Da es für den Exekutivsekretär keine Kandidatur gab, führt Olli Ylönen das Amt bis 2024 fort. Dann findet der XL. Kongress statt, erwählter Ort für die Tagung ist mit großer Mehrheit Palma de Mallorca auf den Balearen geworden. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 06.09.2022

Der ikonische Herrscher Tutanchamun wird in Lissabon von der Exlibris-Akademie geehrt.

Exlibris und Ägyptomanie

Gute und ungewöhnliche Nachricht gibt es für alle Exlibris-Freunde aus Portugal. Am 24. September nimmt nach kurzer Sommerpause die Academia de Portuguesa de Ex-Libris ihre Ausstellungs- und Sitzungstätigkeit wieder auf. Aus Anlass des 100. Jahrestages der Entdeckung des Grabs von Tutanchamun im Tal der Könige in Luxor-Theben durch Howard Carter, die einen an sich wenig bedeutenden Pharao des Neuen Reichs zu einem Superstar der Moderne katapultierte und eine zweite Welle der Ägyptomanie auslöste, die letztlich bis heute anhält, widmet sich die Akademie, teilt Klaus Rödel von der FISAE mit, in der Ausstellung „Egyptomania, Sphinges and Pyramids“ des Architekten Segismundo Pinto dem Thema. Der Ausstellungseröffnung um 15 Uhr folgt die Konferenz „Tutanchamun in Portugal. Berichte in der portugiesischen Presse (1922–1939). Archäologie, Ägyptomanie, Ägyptologie“ unter der Ägide von Professor José das Candeias Sales und Dr. Susana Mota. Es laden ein die Präsidentin der Academia, Ana Cristina Martins, Vizepräsident José Estevéns Colaço und Generalsekretärin Madalena Ferreira Jordão. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 04.06.2022

Ulf Benkel

DEG-Jahrestagung 2023

Nach 2017 wird 2023 die kleine Bischofsstadt Paderborn mit dem mehr als 1200-jährigen Dom und der übersichtlichen Altstadt mit den zahlreichen Quellen der Pader zum zweiten Mal Austragungsort der Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft sein. Das Stadtbild von Paderborn wird geprägt durch zahlreiche Kirchen, der Kaiserpfalz und viele alte Stadthäuser.
Vom Tagungsort, dem Welcome Hotel, kann man zu Fuß in wenigen Minuten die Altstadt erreichen.

Am Samstagnachmittag wird eine Busfahrt in das Klostermuseum Dalheim angeboten.
Die Tagung findet im Hotel Welcome am Rande der Paderborner Altstadt statt. In zwei Tauschräumen und drei Räumen für Künstler und Antiquare gibt es genügend Platz für die Sammleraktivitäten, für Fachgespräche oder gemütlichen Plausch.

(Lydia Willemsen und Siegfried Bresler, Organisationsteam für die Jahrestagung 2023)

Tagung: 11. - 14. Mai 2023

Paderborn
Hotel Welcome

Mo, 23.05.2022

Mitteilungen der ÖEG 1 /2022

Das gerade erschienene Heft der Mitteilungen der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft ist mit einem Beitrag von Dr. Hans Werner Sokop dem Exlibris zum Dante-Aligheri-Jahr gewidmet.

Des weiteren enthält es Jahresendgedanken des Vorsitzenden Tillfried Cernajsek, sowie Mitteilungen aus  der ÖEG, Informationen zu Ausstellungen, Zeitschriften und Bücher.

Abschließend findet sich der Hinweis, dass dieses Heft das letzte sein könnte, sofern sich nicht Nachfolger für die Redaktion finden sollte.

Mo, 31.01.2022

Alice Wanke, Eigenexlibris (Ex musicis), zweite Fassung, 1936. Radierung, 140 x 138 mm

Exlibris Jahrbuch 71

Als Band 71 liegt nun das immer mit einer gewissen Spannung erwartete Jahrbuch der Österreichischen Exlibris Gesellschaft vor, das wie die Vorgänger eine Anzahl wichtiger Informationen über das Geschehen auf dem Bereich des Exlibris in Österreich berichtet, umfangsreich und gut illustriert. Das Jahrbuch ist nicht im Mitgliedsbeitrag der ÖEG enthalten und kann separat gekauft werden.

Der erste Artikel berichtet über das Künstlerehepaar Luigi Kasimir und Tanna Kasimir-Hoernes und ist eine Ergänzung zu den Daten, die bereits auf der Internetseite der ÖEG stehen.
Der folgende Artikel bezeugt, dass sich das Jahrbuch nicht nur mit Exlibris beschäftigt. Georg von Oppel berichtet eingehend über Leben und Werk des akademischen Malers und Radierers Hans Massmann (geboren in Bukarest 1887 und verstorben in Wien 1973), der im ursprünglichen Sinne auch Exlibris schuf. Sein von Hand mit Tinte oder Tusche direkt in die Bücher eingetragenes Eigner Zeichen ist noch vom Jugendstil beeinflusst. Dem Jahrbuch ist als einzige Originalbeilage der Nachdruck einer Strichätzung beigefügt.
In einem weiteren Artikel stellen Irmgard Linke-Traunfellner und Eleonore (Nora) Strebl einen Briefwechsel zur Verfügung zwischen Rudolf Schmidt (1894 - 1980), Bildhauer und Medailleur und Franz Traunfellner (1913 - 1986), Maler und Grafiker.
Johannes Diethart und Karl F. Stock beschäftigen sich mit griechischen Devisen auf Exlibris und präsentieren nicht weniger als 18 Exlibris mit einer Spannweite von Hector Böhmer, Willibald (Bilibaldus) Pirckheimer über Gabriele D’Annunzio bis zu Paul Pfister und Remo Palmirami.
Ein interessantester Artikel des Jahrbuches stammt aus der Feder von Claudia Karolyi: Nachgewiesene Exlibris, nicht realisierte Entwürfe und motiv-verwandte freie Grafik von Alice Wanke.
Weiter sind zwei Cossmann-Texte für alle Cossmann-Verehrer (und deren gibt es noch immer viele) von Bedeutung, denn sie liefern eine sehr persönliche Beschreibung aus der Sicht des Künstlers seiner Kindheit und seiner Ausbildungszeit wie auch Namen einiger seiner Lehrer.

(Klaus Rödel, FISAE Newsletter 99)

Mi, 28.07.2021

THERE IS A LINE

Das Frederikshavn Kunstmuseum stellt von September bis Mitte Oktober in der Reihe "Exlibriskünstler der Gegenwart" den türkischen Künstler Erkin Keskin und in der Reihe" Exlibrissammler der Gegenwart‘" Kleingraphiken aus der Sammlung von Christian Krätz aus Deutschland aus.

Gezeigt werden Arbeiten u.a. von Andreas Raub, Elfriede Weidenhaus, Hedwig Pauwels, Hermann Naumann, Elfriede Weidenhaus und Krzysztof Marek Bak.

Eröffnung: 28. August, 14 Uhr
Ausstellung: 28. August - 16. Oktober 2021

Frederikshavn Kunstmuseum
Parallelstraße 14, 9900 Frederikshavn, Dänemark

Do, 25.07.2019

Exlibris der Pirckheimer-Gesellschaft

Die Schöpferin eines 1971 an alle Pirckheimer ausgereichten Exlibris dieser Gesellschaft, Elizabeth Shaw, verstarb bereits 1992. Sie wurde am 4. Mai 1920 in Irland geboren und war seit 1944 mit dem deutschen Bildhauer u. Maler Rene Graetz verheiratet. 1946 übersiedelte sie nach Berlin, zunächst in den westlichen Bezirk Zehlendorf, später in die DDR nach Prenzlauer Berg, wo sie als Karikaturistin für den Ulenspiegel, Frischer Wind, Vorwärts, den Aufbau Verlag und das Neue Deutschland arbeitet. Neben Illustrationen zu Brechts Gedichten porträtierte sie 1959 die Mitglieder der Akademie der Künste. Gemeinsam mit Berta Waterstradt.schrieb sie ab 1962 Reportagen zu Städtereisen in die Sowjetunion, Bulgarien, England, Irland, Italien, Spanien, USA, Tansania und Frankreich in Das Magazin. 1963 erscheint ihr Kinderbuch Der kleine Angsthase, sie verfasste und illustrierte 24 weitere Kinderbücher und illustrierte Bücher von James Krüss, Gerhard Holtz-Baumert, Heinz Kahlau und Rainer Kirsch.

Das Exlibris zeigt Prof. Dr. Dr. h.c. Bruno Kaiser (1911 - 1982), Ehrenmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft. Seine Büchersammlung machte ihn zu einem der bedeutendsten bibliophilen Sammler in der DDR. Besondere Verdienste erwarb er sich durch die Wiederauffindung des größten Teils der Handbibliotheken von Karl Marx und Friedrich Engels.

Do, 30.05.2019

Blick in den Katalog "Geologische und montanistische Exlibris", rechte Seite, lks. oben: Exlibris für Dr. jur. H. Masthoff von Andreas Raub, Radierung, 1997

Geologische und montanistische Exlibris

In Pettenbach, Österreich, findet eine Ausstellung mit geologischen und montanistische Exlibris aus dem Bestand von Hofrat Dr. Tillfried Cernajsek, Vizepräsident der ÖEG und der Österreichischen Gesellschaft für zeitgenössische Graphik, statt.

"Ab dem 18. Jahrhundert werden vereinzelt Exlibris von Bergbauarbeitern und Rohstoffverarbeitern bekannt. [ ... ]
Die Motive der Exlibris aus diesen Fachbereichen sind zahlreich: allen voran das Bergbausymbol, [ ... ] Wappen, [ ... ] Festtracht, Arbeitsplatz, Produkte, Mineralien, Fossilien, Erzstufen, Gebirgsansichten, Höhlen, Werkzeuge [ ... ], Motti ("mente et malleo" oder "Glück auf"), Porträt des Eigners, Zwerge [ ... ], geologische Phänomene [ ... ], Lebensbilder aus der Vorzeit, Artefakte, Abbildungen aus historischen Büchern [ ... ] und zuletzt auch Heilige."
(Tillfried Cernasjek)

Als „Berichte der Geologischen Bundesanstalt“, Band 131, erschien ein Katalog zur Ausstellung mit einer ausführlichen Beschreibung aller Exponate der 24 Tafeln und 2 Vitrinen, sowie 19 farbigen Abb. ausgewählter Exlibris.

Ausstellung: 27. April - 16. Juni 2019

Exlibriskabinett des Schrift- und Heimatmuseums "Bartlhaus"
Pettenbach, Österreich

So, 26.05.2019

Foto © Abel Doering

Exlibris zum Tage

Ein Exlibris aus Bulgarien, entstanden im Vorjahr des Beitritts dieses Landes zur Europäischen Union für einen Exlibrissammler und Autor aus einem Gründungsmitglied der EU, den Niederlanden:

Marin Gruev (*1963) - "Europa", Exlibris für Luc Van Den Briele, Radierung/Aquatinta, 2006, 90 x 120 mm, sign./ Blindstempel.

So, 05.05.2019

Vom Geschmack der Erinnerung

Besonders die erste Erzählung eines neuen Bändchens von Eva Masthoff erreicht jeden wahren Bibliophilen, ist es doch eine nachempfundene Begebenheit über die wahre Begegnung zweier Menschen, die durch Sammelleidenschaft, angeregt vom Interesse an Alain-Fourniers "Le Grand Meaulnes" und einem Exlibris von Andreas Raub, zusammenkamen.
Aber auch „Der Barde mit dem Weinglas“, ein ergreifendes, tief ins Herz schauende Portrait eines verstorbenen Freundes oder die Erzählung „Espresso in Haltern mit Herbert Rosendorfer“ und andere Erinnerungen sprechen an, weitere Geschichten interpretieren die im Büchlein abgebildete Exlibris der Autorin und Sammlerin dieser Bucheignerzeichen mit privatem Erlebten, was beim Leser Assoziationen zu Eigenem erweckt.
Ein lesenswertes Büchlein also mit einem feinsinnigen, poetischen „Geschmack der Erinnerung“, wie abschließend und mit einem Exlibris ihres Mannes Horstfried Masthoff illustriert, mit wenigen Worten nochmals heraufbeschworen.

(ad)

Chiliverlag 2019
Brosch., 113 Seiten, zahlr., teils farb. Abb.
ISBN 978-3-943292-77-0
12,90 €

Sa, 11.02.2017

ein Exlibris von einem Pirckheimer für einen Pirckheimer

Albrecht von Bodecker, 1984, Exlibris für Jürgen Gottschalk

Di, 08.11.2016

Artur Henne – Exlibris und Gebrauchsgrafik in Dresden

Artur Henne, 1887 in Dresden geboren, absolvierte 1902 die Kunstgewerbevorschule in Dresden, betätigte sich zwei Jahre im Kunstgewerbe, besuchte 1905 bis 1908 die Kunstgewerbeschule Dresden, wo er Theater-Malerei bei Prof. Donadini studierte, sowie 1908  bis  1912 die Kunstakademie Dresden als Meisterschüler Eugen Brachts, die er 1912 mit der silbernen Medaille abschloß.
Sein Atelier wurde am 13. Februar 1945 total ausgebombt und er lebte seitdem in Liebstadt, wo er 1963 verstarb.  Sein Exlibris-Schaffen zwischen 1913 und 1945 ist geprägt von seiner Heimatstadt Dresden und spiegelt den bürgerlichen Querschnitt der städtischen Gesellschaft wider.
Das nun vorliegende Werkverzeichnis der Exlibris und Gebrauchsgrafik zeigt das in besonders konzentrierter Form.

ARTUR HENNE – Exlibris und Gebrauchsgrafik in Dresden
Herausgeber: Alexander Atanassow
Einleitung: Dr. Wolfgang Hönle
308 Seiten, 266 Abbildungen, 13 x 21 cm
Festeinband mit Schutzumschlag
ISBN 978-3-9815797-1-0
24,95 €

Mi, 03.08.2016

Kupferstiche von Falk Geißler

Am Sonntag, dem 31.07.2016 fand in der Kirche der kleinen Gemeinde Polbitz am Nachmittag die Ausstellungseröffnung zum Kupferstichwerk von Falk Geißler aus Rochlitz statt.
Der Turm der Kirche, die an der Mitteldeutschen Kirchenstraße liegt, ragt weithin sichtbar über die umgebende Auenlandschaft in der Nähe der Elbe hinaus. Ein Förderverein kümmert sich um den Erhalt des seit den siebziger Jahren des 20. Jahrhunderts nicht mehr für religiöse Zwecke genutzten Gotteshauses.
Da der Elbe-Radweg in der Nähe der Ortschaft vorbeiführt, machen auch immer wieder Radwanderer an der Kirche Halt.
Das vorgestellte Kupferstichwerk von Falk Geisler weist insbesondere Illustrationen zur Literatur, wie „Frühlings Erwachen“ von Frank Wedekind, „Dr. Henry Selwyn“ von W.G. Sebald und „Malone Dies“ von Samuel Beckett auf. Neben freien Arbeiten sind auch Neujahrsgrafik und formatgerechte, und damit ihrem Zweck gemäße, Exlibris in der Ausstellung zu sehen. Alle Arbeiten sind von hohem technischen Können geprägt und es ist eine Lust, sich in die Inhalte zu vertiefen.
Kombiniert war die Ausstellungseröffnung mit einer Autorenlesung. Robert Lucas Sanatanas aus Berlin trug aus seiner noch unveröffentlichten Erzählung „Die Maultrommelsaga“ Texte vor. Er besitzt eine ausgefeilte Sprache und es ist faszinierend, ihm zuzuhören. Hierzu hatte Falk Geißler schon mehrere Illustrationen gestochen, die einschließlich von Zustandsdrucken ausgestellt sind. Nach dem ersten Teil der Lesung wurde die Kupferstichausstellung eröffnet und so erschloss sich auch der Inhalt der Illustrationen zur „Maultrommelsaga“. Es ist als glückliche Fügung zu bezeichnen, dass Schriftsteller und Grafiker sich vor einigen Jahren kennen gelernt haben.
In unserer hektischen, von Oberflächlichkeit geprägten Zeit ist es eine Besonderheit, wenn ein junger Künstler sich dieser anspruchsvollen und zeitaufwendigen Technik widmet – mit Kupferstichen beeindruckten uns bisher schon Ilgenfritz, Stauf, Volkamer, Bitzer und Zettl aus dem Osten Deutschlands.
(Winfried Hirsch)

Mo, 09.05.2016

Sonderkatalog Bucheignerzeichen

Freunde des Exlibris wird es freuen zu hören, dass das Auktionshaus Dietrich Schneider-Henn (Seefeld bei München) für eine Auktion am 8. Juni zusätzlich zum Auktionskatalog einen Sonderkatalog mit 883 Positionen aus einer süddeutschen Sammlung zur Stilgeschichte des Bucheignerzeichens im 20. Jahrhundert herausgegeben hat.
Die Auktion findet am 8. Juni statt, weitere Informationen und Katalog als PDF finden sich auf der Homepage des Auktionshauses.