Pirckheimer-Blog

Ausstellung

Sa, 07.03.2026

"Visions of Wonder" – Poughkeepsie, New York (USA).

Poughkeepsie: Visions of Wonder

Im Rahmen der Ausstellung Visions of Wonder, die sich in Poughkeepsie, New York, am Vassar College (Main Library) mit der bildnerischen Darstellung zu den Märchenstoffen der Gebrüder Grimm befasst und die noch bis zum 08. Juni 2026 zu sehen ist, wird auch das originalgrafische Buch Die Wilden Schwäne (nach dem Text bei Hans Christian Andersen und dem ganz ähnlichen Plot bei den Grimms) von Barbara Beisinghoff gezeigt. Zur Schau kann auch der Online-Katalog Visions of Wonder: Illustrating Grimms’ Tales Across Two Centuries unter dem anhängenden Link in Augenschein genommen werden, ein Kapitel widmet sich dort auch dem unikalen Beisinghoff-Werk. Ausstellung und Katalog ehren zudem die Bild-Arbeit von Kult-Illustrator Maurice Sendak.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 05.03.2026

Die Präsentation des Katalogs bei der Eröffnung der "Aldinen"-Ausstellung, von links nach rechts: Astrid Steiner-Weber, Corinna Roeder, Detlef Haberland, Anna Teschner, Matthias Bley. Die LBO verfügt über einen kostbaren Bestand von "Aldinen"-Editionen.

LBO: Ein Schatz kommt ans Licht

Aldinen: Buchschätze der venezianischen Renaissance heißt die Kabinettausstellung, die seit dem 19.02. und noch bis zum 21.03.2026 in der Landesbibliothek Oldenburg (Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) zu sehen ist. Über fünf Jahre hat der Bonner Literaturwissenschaftler Professor Dr. Detlef Haberland am Katalog der Drucke des Aldus Manutius und seiner Nachfolger in der Landesbibliothek Oldenburg gearbeitet und darin 275 kostbare Bücher aus der Renaissance erstmals wissenschaftlich beschrieben und untersucht. Der italienische Humanist Aldus Manutius gründete 1495 in Venedig einen Verlag, der sich besonders den Texten griechischer und römischer Autoren widmete. Seine Bücher, Aldinen genannt, wurden wegen ihrer herausragenden philologischen Qualität schon im 16. Jahrhundert hoch geschätzt und setzten auch in Typographie und Gestaltung neue Maßstäbe. Mit einer Festveranstaltung am 18. Februar stellte die Landesbibliothek diesen lange verborgenen Schatz nun der Öffentlichkeit vor. „Historische Kulturschätze – seien es Bücher oder andere Objekte – können nur für die Forschung fruchtbar werden, wenn sie wissenschaftlich erschlossen und öffentlich sichtbar gemacht werden“, betonte Anna Teschner, Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, bei der Eröffnung der Ausstellung im Februar. Mit einer eigenhändigen Dürer-Miniatur in einem der Werke gab es zudem eine handfeste Sensation vermelden. Die LBO ist Mo bis Fr 10 bis 19, Sa 09 bis 12 Uhr offen. Der Eintritt ist frei. 

(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)

Mi, 04.03.2026

Neue Ausstellung "Faszination Druck" in Bonn-Bad Godesberg – vom 13.03.2026 bis zum 20.04.2026.

Bad Godesberg: Faszination Druck vom 13.03.2026 bis zum 20.04.2026

Anlässlich des Internationalen Tages der Druckkunst (15. März) veranstaltet der Kunstverein Bad Godesberg im Frühjahr 2026 erneut eine Ausstellung mit Druckgrafik. – Die künstlerischen Drucktechniken sind seit dem 15. März 2018 in das Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der UNESCO-Kommission in Deutschland aufgenommen worden. Ziel der Godesberger Ausstellung ist die Förderung der zeitgenössischen Druckkunst in seiner ganzen Vielfalt. Die gezeigten Arbeiten sind alle der Druckgrafik zuzuordnen, wobei es experimentelle zeitgenössische grafische Techniken wie Monotypien oder Cyanotypien ebenso zu sehen gibt wie die traditionellen Drucktechniken Holzschnitt, Linolschnitt, Siebdruck oder Radierung. Mit Arbeiten von: Lisa Bille, Norbert Bogusch, Beate Bündgen, Marlene Dammers, Ulrike Hagenkort, Sabine Häusler sowie Ulrike Viola Henrich, Gerlind Hentze, Ursula Hieronymi-Pinnock, Karoline Hoffmann-Pudelko und Elena Klinkmann-Voß, Johanna Köppel-Pirang, Brigitte Kuchta, Doris Maile, Ulrike Mangel – ferner von Mo Möseler, Sabine Odenthal, Sophia Pechau, Ulrike von Quast, Andy Rumball, Ursula Schaffer, Michael Scheu, Johanna Siegberg Kinast, Krystyna Steffens, zweiimdruck und Tanguy aus Paris. Die Vernissage der Ausstellung findet am Freitag, 13. März 2026, 18 Uhr, statt; die Exponate sind bis zum 20. April (abschließendes Kunstgespräch am 20.04. um 20 Uhr) zu sehen. Der Kunstverein ist unter folgender Adresse zu finden: Burgstraße 85, 53177 Bonn-Bad Godesberg. Alle Infos dazu hier. 

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 02.03.2026

„Reading between the Lines“ in der World Chess Hall of Fame

Reading between the Lines – Chess and Literature heißt eine Ausstellung in der World Chess Hall of Fame (4652 Maryland Ave., St. Louis, MO) in St. Louis (Missouri) in den Vereinigten Staaten, die seit dem 19. September 2025 und noch bis zum 12. April 2026 zu sehen ist. Mit dabei ist der Grafik-Zyklus der Barsbütteler Künstlerin und Pirckheimerin Elke Rehder, eine Folge Holzschnitte zur weltberühmten Schachnovelle von Stefan Zweig (1881–1942), seines letzten und wohl auch bekanntesten Werks. Elke Rehders Arbeiten – das Phänomen Schach spielt eine erhebliche Rolle in ihrer Passion als Künstlerin wie Sammlerin – nahmen dabei selbst einen überaus wirksamen und erfolgreichen Weg: wurden sie doch in einer Anzahl Ausstellungen gezeigt, so unter anderem bei der Büchergilde Gutenberg; zierten Buchcover (so bei S. Fischer, beim Leipziger Miniaturbuchverlag) und Kataloge; erschienen monografisch, als Plakate und Postkartensets und ließen den Zyklus, der in der Grundschicht aus sechs Blättern besteht, die die Erzählung illustrieren und sich explizit zu Zitatauszügen der Schachnovelle verhalten, selbst ikonisch werden. Nun, es gilt: Ehre, wem Ehre gebührt. Rehders Xylografien dürften zum Eindrücklichsten gehören, was zu Stefan Zweigs Text, der momentan so hochaktuell ist wie je, an Anverwandlung entstand. Ja, und Schach (von persisch šāh: Schah), das alte Königsspiel, es dürfte noch eine der edleren Metaphern sein für das, was zwischen den Menschen so vorgeht. Alle Infos zu Reading between the Lines finden sich unter diesem Link.

(André Schinkel via Till Schröder)

Mi, 25.02.2026

In Buxtehude zu sehen ab 01.03. – "Maskiertes Paar" von Heike Küster. Außerdem stellt Britta Lange aus.

„Um:Druck“ in Buxtehude: Küster und Lange im Marschtorzwinger

Um:Druck: Vom 01. März bis 05. April 2026 lädt die Kulturförderung der Hansestadt Buxtehude unter diesem Titel zur Sonderausstellung in den Marschtorzwinger (Westfleth, 21614 Buxtehude) ein. Gezeigt werden Arbeiten der Künstlerinnen Heike Küster und Britta Lange, die sich beide seit vielen Jahren der analogen Druckkunst widmen – mit unterschiedlichen Handschriften und einem gemeinsamen Blick auf die Vielfalt traditioneller Techniken. Heike Küsters Arbeiten zeichnen sich durch klare Formen und präzise gesetzte Flächen aus – in seriellen Prozessen und mit mehrfarbigen Druckplatten entstehen kraftvolle, vielschichtige Bildwelten, die, bei aller Klarheit, oft erzählerische Tiefe mit einem feinen Humor vereinen. Britta Lange lässt sich von Situationen des Alltags, Märchen und Gedichten inspirieren. Was sie bewegt, überführt sie in eine eigenständige, zeitgenössische Bildsprache. Es entstehen dabei klare, erzählerische Arbeiten, die Vertrautes neu betrachten. Ergänzt wird Um:Druck durch eine „Ausstellung in der Ausstellung“: Gezeigt werden Mini-Prints aus einem internationalen Open-Print-Exchange-Projekt. Dadurch entsteht ein Dialog zwischen lokaler Druckkunst und internationalen Impulsen. Die Ausstellung wird am 28.02. um 15 Uhr von der Bürgermeisterin der Hansestadt, Katja Oldenburg-Schmidt, eröffnet. Die Einführung gibt Christoph Goritz, Vorsitzender des Vereins der Kunstfreunde für Wilhelmshaven, musikalisch begleitet wird die Eröffnung vom Gitarristen und Loop-Artisten Uwe Kamrad. Der Eintritt ist frei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 23.02.2026

Die jüngste Sonderausstellung "In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge" eröffnete eben im Karl-May-Haus.

Hohenstein-Ernstthal: „In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge“

In der Heimath. Karl Mays Erzgebirge, so heißt die neue Sonderausstellung im Karl-May-Haus in Hohenstein-Ernstthal (Karl-May-Straße 54, 09337 Hohenstein-Ernstthal), die seit dem 21.02.2026 zu sehen ist und bis zum 14.02.2027 zu sehen sein wird. In der Heimath? Karl Mays Erzgebirge? Nicht ungewöhnlich ist, wenn ein Schriftsteller über seine Heimat schreibt. Ungewöhnlich ist eher, wenn dies ein wenig bekannter Teil seines Werks ist. Doch ebenso wie Karl Mays Wilder Westen oder sein Orient anders aussahen, als es Reisende von damals tatsächlich erlebt haben oder wie es wissenschaftliche Erkenntnisse heute zeigen, so ist sein Bild der Heimatregion ein literarisch verändertes. Es bringt uns aber den Autor besonders nahe. Die Sonderausstellung im Karl-May-Haus, an authentischem Ort, soll die Besucher mitnehmen in eine vergangene Welt. „Wir wollen das Erzgebirge vorstellen, wie Karl May es erlebt hat, also seine Umgebung in seiner Zeit. Gehört Ernstthal zum Erzgebirge? Was verbinden wir heute mit dem Erzgebirge und was davon spielte für Karl May eine Rolle? Unter welchen Bedingungen lebten die Menschen hier im 19. Jahrhundert, welche sozialen Hintergründe beeinflussten ihre Entwicklung? Was bedeuteten Grenzen für den Alltag und die Zukunftsaussichten, politisch und wirtschaftlich? Was verbindet die Menschen auch diesseits und jenseits der sächsisch-böhmischen Grenze?“ Erst in der Zusammenschau – durch Querbezüge und im Rückblick zeigen sich besondere Facetten des Lebens und Werks sowie der Wirkung Karl Mays, denen hier einmal genauer nachgegangen werden soll. Die Ausstellung wurde von Frau Professorin Dr. Kerstin Kreul aus Hohenstein-Ernstthal kuratiert, das Museum ist von Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Die Infos zur Schau finden sich unter diesem Link.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 22.02.2026

"Mein Morgenstern"-Schau in Mainburg: ab 01.03.26.

„Mein Morgenstern“ in Mainburg

„Von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden: Mein Morgenstern. Ein Buch zum 111. Todestag von Christian Morgenstern“: Unter diesem Slogan reist momentan eine ganz besondere Reminiszenz und/oder Reverenz für den Dichter (1871–1914), der soviel mehr war als der Schöpfer von Fisches Nachtgesang, durch die Lande. Vom 01. März bis zum 03. Mai 2026 ist das Resultat, ein Gemeinschaftswerk von 60 Künstlerinnen und Künstlern, nun im Stadtmuseum Mainburg (Abensberger Straße 15, 84048 Mainburg) zu bewundern und in Augenschein zu nehmen; ja, und auch selbst kann man setzerisch interaktiv werden. Was gibt es zu sehen in der Hallertau? Der Verein für die Schwarze Kunst, die Meister der Einbandkunst (MDE), die Papiermühle Homburg und die Büchergilde Gutenberg haben in einer zweijährigen Projektkooperation die Werke für diese Ausstellung geschaffen im Verbund mit 60 Protagonistinnen und Protagonisten der Druck-, Papier- und Buchbindekunst. Die Schau feiert das Handwerk, lösungsorientierte Zusammenarbeit und die Kreativität von, wie für Wort, Schrift und Bild. Weiter heißt es in der Ankündigung des Museums: „Das Setzen mit Bleibuchstaben und das Drucken von Morgenstern-Gedichten auf einer sog. Nudel (kleine Handpresse) können Besucher selbst erleben.“ Und mehr noch: „Das Ergebnis – Mein*Morgenstern mit eigenem Namen – können sie gleich mitnehmen.“ Ein rundum feines Paket also: tolle Kunst und was Eigenes dazu. Und dass der 111. Ehrentag für Morgenstern, der am 31. März, also innerhalb der Exposition, auch Geburtstag hat, bereits 2025 war, ist dabei nebensächlich.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 21.02.2026

Eugen F. Strobel-Matza in Burgk

Das Museum Schloß Burgk zeigt vom 01.03.2026 bis zum 27.09.2026 eine Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft e. V. zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931–2018). Unter dem Titel Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza wird eine Vielfalt der Werke des Künstlers ausgestellt. Ergänzt wird sie durch die Ausstellung von Exlibris, die andere Künstler für Strobel-Matza schufen. Eine große Leidenschaft waren für Strobel-Matza der Nahe und der Ferne Osten und deren Kulturen. Zudem war er Synästhet, er konnte Töne sehen, was er in seine Kunst einfließen ließ. Einige dieser Klangbilder sind auch in der Ausstellung auf Schloß Burgk zu sehen. Seit den 1960ern schuf er für seine eigene Bibliothek eigene Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der DEG. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloß Burgk gezeigt werden. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 20.02.2026

Daumiers Blatt "Mme. Greluche: Oh Gustave, qu'elle est bonne!" (1839), zu sehen in der Albertina in Wien.

Honoré Daumier: Im „Spiegel der Gesellschaft“ in der Albertina

Seit dem 06. Februar und bis zum 25. Mai 2026 ist in der Albertina in Wien (Albertinaplatz 01, A-1010 Wien) die erste große Daumier-Schau seit 90 Jahren zu sehen, wobei seine Kunst nicht weniger aktuell erscheint als zur Entstehungszeit. Fürwahr: Der große Maler, Grafiker, Bildhauer und vor allem Karikaturist Honoré Daumier (1808–1879) wirkt in seiner überaus beißenden Zeitkritik im Angesicht der gegenwärtigen Entwicklungen in der Welt so gar nicht aus der Epoche gefallen. Als er 1832 sogar den französischen König anging, brachte ihm das sechs Monate Haft ein. Auch galt er als profunder Chronist des Pariser Alltagslebens. Neben Lithografien und Zeichnungen sind auch seine berühmten Gemälde und Skulpturen ausgestellt – sowie ein Trickfilm zum Werk Daumiers, dessen Musik von keinen Geringeren als Paul und Linda McCartney stammt. Die Ausstellung ist täglich von 10 bis 18 (Mi und Fr 10 bis 21) Uhr zu sehen. Alle Infos zur Exposition finden sich hier. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 19.02.2026

"Glamour und Geometrie" – bis 26.04.2026 in Berlin.

Berlin: „Glamour und Geometrie“

Glamour und Geometrie. Art Déco in der Illustration. Blackbox #17 heißt die jüngste Ausstellung im Berliner Bröhan-Museum (Schlossstraße 01a, 14059 Berlin), die seit dem 20. November und noch bis zum 26. April 2026 (immer von Dienstag bis Sonntag von 11 bis 18 Uhr) zu sehen sein wird. Paris, April 1925: Die Exposition internationale des arts décoratifs et industriels modernes feiert den Erfolg einer neuen Ästhetik, die später, nach der Schließung der Schau im Herbst, als Art Déco in die Designgeschichte eingehen wird. In Illustrationen für Zeitschriften und Werbung fand der Stil eine besonders schillernde Bühne. Diese grafischen Zeugnisse prägten das Bild der Moderne entscheidend – sie machten den Luxus der neuen Zeit sichtbar, multiplizierbar und massenwirksam. Dabei waren sie alles andere als trivial: Die Publikationen der Zeit waren Kunstwerke, sorgsam ediert und gedruckt, ausstrahlend vor allem in die Lebensbereiche Mode und Innenarchitektur. Das Au-Pochoir-Verfahren zeitigte zarte, reliefartige Strukturen und zugleich eine intensive, leuchtende Farbigkeit in den Publikationen. Alle gezeigten Werke entstammen der Stuttgarter Privatsammlung Lucius, die mit dieser Präsentation erstmals in Berlin zu sehen ist. Alle Informationen dazu hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 15.02.2026

Spitzenstücke in der Bayerischen Stabi ab dem 11.03.

Stabi München: die Spitzenstücke

Die Bayerische Staatsbibliothek hütet und bewahrt in ihren Magazinen und Tresoren unzählige Spitzenstücke des schriftlichen und visuellen Kulturerbes der Menschheit: erlesene Handschriften – 14 von ihnen zählen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe – Inkunabeln und rare alte Drucke, Landkarten, Noten, Nachlässe, historische Fotos, Künstlerbücher, Orientalia, Hebraica, Asiatica von Weltrang u. v. m. Aufgrund strenger konservatorischer Vorgaben sind diese Schätze nur sehr selten öffentlich zu sehen. Für den #StabiLiebling öffnet die Bibliothek ihre Tresore und präsentiert in ihrer Schatzkammer jeden Monat an zwei Tagen ein Spitzenstück aus den Sammlungen. Die Präsi-Reihe startet am 11. und 12. März mit der weltberühmten Gutenberg-Bibel, gefolgt im April von den Bairischen Landtafeln von Philipp Apian, einer Ikone der altbayerischen Kartographie, und dem Bußpsalmencodex Albrechts V., der wohl schönsten Musikhandschrift der Welt, im Mai ... Die Schatzkammer liegt im ersten Obergeschoss der Stabi. Jeweils um 11, 13 und 17 Uhr der Präsitage (die bis zum Februar 2027 bereits feststehen) geben Experten Erläuterungen zu den Preziosen. Alle Infos zu diesem so besonderen Angebot finden sich auf der Webseite der Staatsbibliothek verlinkt.

(André Schinkel/BSB/Pressemitteilung)

Fr, 13.02.2026

Andrea Lange stellt in Halle im "Kunstraum P16" aus.

Neue Bücher und Grafik in Halle: Andrea Lange im Kunstraum P16

In memoriam Cees Nooteboom

Die Kemberger Grafikerin und Buchkünstlerin Andrea Lange stellt ab dem heutigen 13. Februar bis zum 30. April 2026 im halleschen Kunstraum P16 (Puschkinstraße 16, 06108 Halle an der Saale) aus; die Vernissage findet heute um 17 Uhr in der kleinen Galerie in der nördlichen Innenstadt des Saalemetropölchens statt. Andrea Lange, die auch gemeinsam mit ihrer Kollegin und seinerzeitigen Kommilitonin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, Bettina Haller aus Chemnitz, die Sonnenberg-Presse betreibt, in der unter anderem das feine LyrikHeft erscheint, zeigt unter dem Titel im Nachhinein – Monoprint und anderes Grafisches von Andrea Lange neben Hochdrucken und Unikatblättern aus der Serie Typo ’25 auch Beispiele unikater Bücher im Kleinformat und das titelgebende Exponat, im Nachhinein, zu einem Gedichttext der Wiesbadener Dichterin, Performerin und Jongleurin Daniela Daub (Gelliprint, Acryl, Handsatz, Buchdruck, Leporello, feste Buchdecke, Format ca. 16 x 16 cm, Auflage: 9 unikate Exemplare). Der Kunstraum P16 ist jeweils freitags von 17 bis 19 Uhr und ansonsten zu den Veranstaltungen geöffnet. Während der Eröffnung liest auf Einladung der Künstlerin Pirckheimer-Freund André Schinkel den Text von Daniela Daub und drei eigene Texte aus dem LyrikHeft Nr. 28, das Gedichte und Prosagedichte des Lyrikers sowie mehrere Serigrafien von Cornelius Brändle (corn.elius) enthält. Alle Informationen zu Andrea Lange, zu ihrer Arbeit, ihren Aktivitäten und Angeboten finden sich unter diesem Link.

(Ernst-Jürgen Liebetraut)

Do, 12.02.2026

"Yellow Submarine and Beyond ..." – das Graphische Kabinett der Stadt Backnang ehrt Heinz Edelmann.

„Yellow Submarine and Beyond ...“

Yellow Submarine and Beyond – noch bis zum 06.03.2026 ist die umfassende Ausstellung zum Werk von Heinz Edelmann (1934–2009) im Graphik Kabinett in der Galerie der Stadt Backnang (Petrus-Jacobi-Weg 01, 71522 Backnang) zu sehen. Heinz Edelmann – eine prägende Gestalt des internationalen Grafikdesigns und der Illustrationskunst – vermittelt anhand von Leihgaben aus dem Nachlass des Künstlers einen eindrucksvollen Einblick in sein facettenreiches Schaffen: von der Jugendzeitschrift twen über den legendären Beatles-Film Yellow Submarine (der ihm zu Weltruhm verhalf) bis zu den Buchumschlägen zu Herr der Ringe und freien grafischen Arbeiten. Als Lehrer prägte Edelmann Generationen von Gestaltern. Die Schau präsentiert sein umfangreiches Werk, zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Beiprogramm mit Führungen und freien Druckwerkstätten.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 10.02.2026

Solitaire-Zyklus: Hannes Möller stellt in der LBO aus.

Hannes Möllers „Solitaire“ in der LBO: Bibliotheken-Projekt 2026

Das Bibliotheken-Projekt von Hannes Möller, das in hohem Maße einzigartig an die künstlerische Umsetzung seltener, rarer und in Mitleidenschaft (durch den Brand in der Anna Amalia 2004 etwa) gezogener Bücher in den großen Bibliotheken des europäischen Raums herangeht, geht weiter: Ab dem 26. Februar werden ausgewählte Exponate aus dem dritten Zyklus des Projekts, Solitaire, in der Landesbibliothek Oldenburg (Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) gezeigt. Das berückende Unterfangen Möllers, das mit Brandbücher/Aschebücher und Die verlorene Bibliothek zwei weitere Legs besitzt und in der fotorealistisch-malerischen Würdigung von Buchsolitären (oder was von ihnen übrigblieb) besteht, wird zudem flankiert von der dritten Auflage des Begleitbuchs (Solitaire, Hardcover, 96 Seiten, 81 Farb- und Schwarzweißabbildungen, zum Preis von 34,95 Euro zuzüglich 6,95 Euro Versandkosten), die u. a. beim Künstler zu haben ist. Was gibt es in Oldenburg zu sehen? „Gezeigt werden u. a. zehn große Arbeiten aus dem Solitaire-Zyklus, darunter sechs neue Bilder u. a. aus Gotha, Coburg und der Landesbibliothek Oldenburg“, so schreibt es der Künstler Hannes Möller in seiner Einladung. Die Ausstellung wird regulär vom 27.02. bis zum 25.04.2026 zu sehen sein, zur Vernissage am 26.02. um 19 Uhr sprechen Professor Dr. Peter Burschel von der HAB Wolfenbüttel und für die LBO Corinna Roeder. Die Schau ist von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, an den Samstagen von 09 bis 16 Uhr zu sehen, der Eintritt in die Bibliothek ist frei. Bücher als Individuen, in Gemälden in Szene gesetzt, man möge sich das nicht entgehen lassen. Das Buch zum Solitaire-Projekt erscheint am 15. Februar und kann vorbestellt werden ... Alle LBO-Infos hier

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 07.02.2026

Besuch beim "Pergamenter" in Bobingen – am 26.02. in der Pestalozzistraße 01, Treffpunkt ist um 15 Uhr.

„Der Pergamenter” – Pergament-Ausstellung in Bobingen (26.02.)

Manfred Wildbrett wurde als „der Letzte seines Standes, der Pergamenter” bezeichnet. Von 1868 bis 2012 bestand die Firma Carl Wildbrett in Bobingen, im Anschluss wurde sie als Schenkung von Manfred und Edith Wildbrett an die Öffentlichkeit übergeben. Die historische Verwendung von Pergament ist durch Blätter in Büchern, also mittelalterlichen Handschriften, überliefert und reicht durch handgeschriebene Urkunden bis in die Neuzeit. Pergament ist spanngetrocknete Tierhaut, die seit dem Altertum als Beschreibstoff verwendet wird. Zum Charakter des Pergaments heißt es unter anderem: „Handgeschriebene Dokumente (Besitzurkunden, Grundschuldbriefe) existierten bis ins 19. Jahrhundert. Pergament war noch vor wenigen Jahren attraktiv für Wappenmalerei und Urkunden im kulturellen Bereich. (...) Man unterscheidet beim Pergament (...) die Haarseite oder Oberseite und die Fleischseite oder Unterseite. Die Dicke des Pergamentes ist kein Merkmal. Je nach Verwendungszweck bleibt die Haut in ihrer natürlichen Stärke oder wird mechanisch dünner geschabt. Beispielsweise wird für Urkunden dickes Pergament gewählt, weil es die Feuchtigkeit der Farben besser absorbiert. Dagegen sollte Pergament für Bucheinbände dünn sein. Die Blätter in den aus dem Mittelalter überlieferten Handschriften sind entweder beidseitig glatt oder beidseitig samtartig. In der Dicke sind sie sehr unterschiedlich, denn es war immer Herstellung in Handarbeit. Pergament ist opak (durchschimmernd), weshalb die mittelalterlichen Schreiber darauf achteten, dass die Zeilen Rücken auf Rücken angeordnet waren.” Weiter heißt es in den Ausführungen des Hochsträssler-Vereins, der die Pflege der Objekte mitträgt: „Pergament ist hygroskopisch, das heißt, es nimmt Luftfeuchtigkeit auf. Beim Trocknen kann es etwas wellig werden, wenn es dabei nicht gespannt oder gepresst wird. (...) Lose Blätter wölben sich beim Trocknen immer in Richtung Haarseite; das erleichtert dem Laien die Bestimmung der Oberseite, die insbesondere beim samtartigem Pergament nicht so leicht erkennbar ist.” Die Wehringer Firma Wildbrett, die 2012 aus Altersgründen den Betrieb aufgegeben hat, wird uns Teilnehmenden einen Einblick in die ehemalige Pergamentherstellung geben. Somit werden wir alle Schritte kennenlernen, angefangen bei der Rohware über das Äschern/Einweichen und das Enthaaren bis hin zum Spannen der Häute, dem Trocknen und der Lagerung. Es werden zudem die Werkzeuge zur Herstellung vorgestellt, darunter das Halbmondformschabeisen. Zu sehen sind unter anderem auch der Zunftsiegelstock und diverse Musterbücher, Urkunden, Werbematerialien sowie Kalligraphen. Treffpunkt für diesen besonderen Termin ist am 26. Februar 2026 um 15 Uhr im Museum (Pestalozzistraße 01, 86399 Bobingen). – Es wird um baldige Anmeldung per Email: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org, gebeten.

(Hans Rabenbauer via Robert Grieger)