Pirckheimer-Blog

Ausstellung

Sa, 06.06.2026

Museum der Arbeit: ‚Gut gemacht!‘

Die diesjährige IV. Biennale angewandter Kunst fällt mit dem 70-jährigen Jubiläum der AdK Hamburg zusammen. Die Ausstellung mit dem Titel Gut gemacht! im Museum der Arbeit versteht sich deshalb als ein Fazit der jüngeren Geschichte des Hamburger Kunsthandwerks. Neben den aktuellen Arbeiten der über 70 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern möchte die Ausstellung im Museum der Arbeit deshalb auch ein Augenmerk auf die Besonderheiten aus sieben Jahrzehnten gestaltender Kunst werfen. Die Ausstellung wird auch in diesem Jahr von einem Katalog begleitet, im dem die Geschichte der AdK Hamburg eine zentrale Rolle spielt. Für das Veranstaltungs-Programm zur Ausstellung sind Führungen und Vorträge sowie besondere Angebot für Kinder und Jugendliche geplant. Die Schau ist vom 01.07. bis 06.09.2026 zu sehen. Alle Infos finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 04.06.2026

Neurotitan: Schlaf der Vernunft

Die Ausstellung Schlaf der Vernunft lädt zu einer verrückten Auseinandersetzung mit einem der ältesten und vielfältigsten Themen der Menschheitsgeschichte ein. „El sueño de la razon produce monstruos“, heißt’s bei Francisco de Goya (1746–1828): „Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor.“ Oder, noch etwas treffender und gegenwärtig allfällig zu beobachten: „... gebiert Ungeheuer.“ Ungeheuer – also schreckliche, spukhafte, gespenstische, grausige Geschöpfe – begleiten die künstlerische Reise durch die Innen- und Außenwelten von acht Künstlerinnen und Künstlern, die dieses gruslige Phänomen aus subjektiven Perspektiven erkunden, grafisch erforschen. Der Begriff „Monstrum“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „Wunder“ oder „Missbildung“. Historisch wurde das Ungeheuer als Anomalie betrachtet, die das Bekannte sprengt und zugleich fasziniert. In der Kulturgeschichte sind Monstren Symbole für das Unbekannte, das Unerklärliche und das Angst-Einflößende, aber auch für das Staunen über die Vielfalt des Lebens. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler: Thomas Siemon, Susann Pönisch, Claudia Arndt, Nadine Respondek, Steve Viezens, Martin Bartels, Magda Voerster, Julienne Jattiot, nähern sich dem Thema auf äußerst unterschiedliche Weise – von einer figurativen Darstellung des Sujets ... bis hin zu abstrakten Installationen. Dabei reflektieren sie nicht nur die historischen Bedeutungen, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Fragen rund um Identität, Andersartigkeit und Angst. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, in eine Welt voller monströser Wunder und Kuriositäten einzutauchen und die vielschichtige Faszination schräger Gestalten und wilder Welten zu entdecken sowie den Tönen aus fernen Galaxien zu lauschen. Zu sehen ist das alles bei Neurotitan im Haus Schwarzenberg (Rosenthalerstraße 39, 10178 Berlin) – noch bis zum 20.06.26.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 03.06.2026

"Rare Books Berlin" samt "ILAB-Kongress" und Messe in Berlin. Auch die Pirckheimer und die "Bücherkinder Brandenburg" sind vor Ort und maßgeblich beteiligt.

September: „Rare Book Week“ vom 14. bis 20.09. im Herzen von Berlin

Die Rare Book Week Berlin findet vom 14. bis 20. September 2026 statt und bringt internationale Sammler, Händler und Bibliothekare zusammen. Auch die Pirckheimer sind an diesem Event für alle Freundinnen und Freunde des Buchs beteiligt. Der Höhepunkt der Woche ist die Antiquariatsmesse Rare Books Berlin, die vom 18. bis 20. September 2026 im historischen Kronprinzenpalais (Unter den Linden 03, 10117 Berlin) veranstaltet wird. Der ILAB-Kongress vom 14. bis 17.09. eröffnet die Woche: Der 46. Kongress der International League of Antiquarian Booksellers lockt internationale Fachleute mit Symposien, Führungen und Vorträgen in die Hauptstadt ... Die Rare-Books-Messe im Kronprinzenpalais präsentiert ab 18. erlesene Bücher, Grafiken und Drucke in hocheleganter Salon-Atmosphäre. Begleitende Events: Bibliotheken, Museen und Sammlungen in der Region um Berlin bieten spezielle Ausstellungen, Lesungen und Fachvorträge an. Die Infos zu Ausstellern, Preisen und dem vollständigen Rahmenprogramm gibt es auf der offiziellen Rare Book Week Berlin-Plattform. Für ILAB-Mitglieder ist die Registrierung für den Kongress in der ersten Wochenhälfte bereits über die 46th ILAB Congress 2026-Seite möglich. Für die Bücherkinder Brandenburg – die bereits an einem neuen Projekt arbeiten – ist im Rahmen der Buch-Woche eine Lesung vor internationalem Publikum vorgesehen. Ihr Mentor und Pirckheimer-Freund Armin Schubert verrät in Kürze noch mehr und weitere Details. Vorerst nur soviel: „Gezeigt werden rare/seltene/kostbare Bücher (...) aus der Sammlung von Marlene Dietrich. Aus Paris kamen nach ihrem Tod 1.800 Bücher mit nach Berlin. Welche Autoren das sind, werde ich noch ermitteln.“ Rare Books Week – es wird spannend ...

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 01.06.2026

"Vogelfrei?"-Exposition mit Arbeiten der Fotografin Kristin Schnell – bis 12.07. im Kunstverein Konstanz.

„Vogelfrei?“ – von Kristin Schnell

Seit dem 16. Mai und noch bis zum 12. Juli zeigt der Kunstverein Konstanz (Wessenbergstraße 39/41 in 78462 Konstanz) in Kooperation mit dem Bodensee-Naturmuseum Werke der Fotografin Kristin Schnell. Im Zentrum der Schau steht ihre jüngste Werkgruppe Vogelfrei?, in der sie sich intensiv mit domestizierten Vögeln auseinandersetzt, die in Volieren leben und in der freien Natur kaum überleben könnten. Kristin Schnells Beobachtungen im Vogelkäfig werfen zugleich Fragen nach Freiheit, Verantwortung und den Bedingungen auf, unter denen Tiere heute leben. Grundlage dieser Arbeit ist ihre 400 Quadratmeter große Voliere, eine Arche für vernachlässigte Vögel, die zum Atelier wurde und zum Rettungsanker für viele Gefiederte. Das Projekt verleiht den Vögeln Würde und spiegelt aber auch die Ambivalenz, wie der Mensch mit seinen Mitgeschöpfen umgeht: Die geretteten Wesen agieren wie auf einer Bühne, allerdings ohne Anweisungen – die Künstlerin folgt den Ambitionen ihrer Schützlinge. Zur Ausstellung gibt es zudem ein umfangreiches Beiprogramm. 

(André Schinkel via Christian von Hoffen)

So, 31.05.2026

„Spuren der Nähe“: Kollwitz et al.

Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie heißt eine ungewöhnliche, weit die Jahrzehnte überbrückende Ausstellung der Kunstsammlungen Chemnitz (Theaterplatz 01, 09111 Chemnitz), die seit dem 07. Mai und noch bis zum 30. August 2026 zu sehen ist. Der Mensch ist das Zentrum im Werk der großen Künstlerin Käthe Kollwitz (1867–1945), der in Chemnitz eine berührende Retrospektive gewidmet ist. Flankiert wird sie von den Arbeiten der Fotoklasse von Heidi Specker an der HGB Leipzig – neben Werken Speckers sind auch die ihrer Schülerschaft: Lars Anton Barrelmeyer, Marta Dyachenko, Jana Ehls, Jonas Erler, Albin Flieder, Hannah Francke, Benjamin Friedle, Lam Funke, Arne Grashoff, Takeki Hayashida, Jacob Heine sowie Tatjana Hub, Ferdinand Knöbl, Jan Lessmann, Lucie Löchel, Anita Olarescu, Amely Sommer und Stephen Stahn, zu sehn. Die Kunstsammlungen bieten ein umfängliches Beiprogramm (Artist Talk/Führungen) an.

(André Schinkel via Christian von Hoffen/Pressemitteilung)

Sa, 30.05.2026

Berühmt durch "Mullewapp" und "Tabaluga": Helme Heine. Der Künstler schuf auch Kunstwerke für das Günter Grass-Haus. Sie sind bis Januar in Lübeck zu sehen – in der nahen Kinder- und Jugendbibliothek.

„Helme Heine – Es war einmal ...“ in Lübeck: Ausstellung bis 10.01.2027

Mit der Ausstellung Helme Heine – Es war einmal … widmet sich das Günter Grass-Haus einem der bedeutendsten Bilderbuchkünstler unserer Zeit. Helme Heine war zeitlebens unterwegs – geografisch wie künstlerisch: von Berlin über Afrika und Irland bis nach Neuseeland, vom Theater hin zum international gefeierten Autor und Illustrator. Im vergangenen Jahr verstarb der große Schöpfer kleiner Bildwelten in seinem neuseeländischen Zuhause am Meer.

Seine Figuren – etwa die „Freunde“ aus Mullewapp oder der kleine grüne Drache Tabaluga – sind weltweit bekannt. Neben Illustrationen aus seinen Klassikern zeigt die Ausstellung vor allem neuere Arbeiten. Diese illustrieren mit feinem Humor zentrale gesellschaftliche Themen unserer Zeit wie Klimawandel, Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Demokratie.

Erstmals werden zudem Werke präsentiert, die Helme Heine eigens für das Günter Grass-Haus geschaffen hat und die auf den Nobelpreisträger und Lübeck Bezug nehmen. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Dokumentationen des letzten, bewegenden Besuchs der Kuratoren beim Künstler im bayerischen Prutting kurz vor seinem Tod. Dort gewährte Helme Heine persönliche Einblicke in seinen künstlerische Arbeit, begegnete dem Team mit Offenheit, Vertrauen und großer Herzlichkeit. Eine Begegnung, die die Arbeit an der Ausstellung auf besondere Weise prägte und inspirierte.

Eine Auswahl der Werke wird in der Kinder- und Jugendbibliothek der Hansestadt Lübeck (Hundestraße 05, 23552 Lübeck) präsentiert – die sich nur wenige Schritte vom Günter Grass-Haus entfernt befindet. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museumsshop erworben werden kann. Ein begehbares, aus Holz gefertigtes „Mullewapp“-Dorf, zahlreiche Originalskizzen und -entwürfe sowie Mal- und Zeichenstationen laden Kinder und Erwachsene gleichermaßen dazu ein, zu entdecken, zu spielen und zu staunen. Die Schau wurde kuratiert von Carl Manzey und gestaltet von Berit Reutershan und ist noch bis zum 10. Januar 2027 in der Hansestadt zu sehn. 

Alle Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Günter Grass-Hauses. Am 05. Juni wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten, sie beginnt um 17 Uhr. Wer mag, kann sich um 18 Uhr im Anschluss der Führung durch das Günter Grass-Haus (in der Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck) anschließen. Gute Gelegenheit, das Forum für Literatur und Bildende Kunst zu besuchen!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mi, 27.05.2026

Dagmar Böttcher und Andreas Schirmeister zeigen ihre Bilder bei der Ausstellung von "malwerk" in der Hochschule Harz. Die Ausstellung ist bis September in Wernigerode zu sehen. Korvin Reich arbeitete mit den Künstlern der Stiftung. | © Andreas Damm/ESN

Malwerk in der Hochschule Harz

Ausstellungseröffnung von und mit malwerk in der Hochschule Harz: Am 20. Mai 2026 fand in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus (in der Friedrichstraße 57, 38855 Wernigerode) die Ausstellungseröffnung mit dem inklusiven Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Neinstedt statt. In dem Zusammenhang zeigte die Tanzkompanie TanzHarz des Harztheaters eine hochklassige Choreografie. Unter dem Motto Tanz trifft Wissenschaft findet eine Reihe in Kooperation der Hochschule und der Tanzkompanie des Harztheaters statt. Die Kooperation verbindet künstlerische Praxis mit wissenschaftlichem Arbeiten – und öffnet sich inklusiven künstlerischen Prozessen.

Das malwerk, eine Initiative der ESN zur Teilhabe von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, wird vom Wernigeröder Künstler Korvin Reich geleitet. Es wurden Fotografien weiterverarbeitet und in einem offenen künstlerischen Prozess mit Acrylfarben neu interpretiert. So entstanden Werke, die weniger als Übersetzung denn als eigenständige Fortsetzung zu verstehen sind – Arbeiten, in denen sich unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und schöpferische Handschriften überlagern. Bei der Ausstellungseröffnung konnten sich die Gäste zudem bei einem Auftritt vom Können der Tanzkompanie überzeugen. Die gezeigte Choreografie verbindet klassische Musik aus Georg Friedrich Händels Oper Julius Caesar mit modernen, assoziativen Tanzbildern.

Tarek Assam, Direktor von TanzHarz, lobt die Zusammenarbeit mit der Hochschule – beschreibt, warum es wertvoll ist, ein Kunstprojekt mit Menschen mit Beeinträchtigung zu unterstützen: „Kunst lebt von Vielfalt, Begegnung und dem Mut, neue Wege zu gehen. Genau hier setzt das Projekt des TanzEnsembles TanzHarz an: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung kommen zusammen, um tänzerisch Geschichten zu erzählen, Grenzen zu überwinden und voneinander zu lernen. Sie werden Teil einer Bewegung, die zeigt, dass Inklusion keine leere Worthülse ist, sondern ein lebendiger, kreativer Prozess. Sie ermöglichen echte Begegnungen auf Augenhöhe – im Studio, auf der Bühne und im Publikum.“ Und: „Durch Ihre Unterstützung tragen Sie dazu bei, Vorurteile abzubauen, neue Perspektiven zu eröffnen und ein Zeichen für eine solidarische, offene Gesellschaft zu setzen.“ Ein Satz, der Schule machen möge in diesen verruchten und, ja: ‚fadensonnigen‘ Zeiten. 

„Für das TanzEnsemble TanzHarz ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit und zugleich eine künstlerische Bereicherung. Die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung fordert und fördert die eigenen choreografischen und pädagogischen Fähigkeiten. Sie erweitert den Blick für unterschiedliche Ausdrucksformen, für unkonventionelle Bewegungsqualitäten – und für die wahre Essenz des Tanzes: Kommunikation ohne Worte. (...) Gemeinsam schaffen Sie und TanzHarz etwas Einzigartiges: einen Raum, in dem nicht die Beeinträchtigung zählt, sondern die Kreativität, die Freude an der Bewegung und die Kraft der Gemeinschaft. Die entstehenden Performances berühren, weil sie authentisch sind – sie zeigen Verletzlichkeit, Stärke, Zusammenhalt und pure Lebensfreude. (...) Tanz ist für alle da. Wahre Kunst entsteht dort, wo Menschen einander wirklich begegnen.“ 

Die Ausstellung von malwerk ist bis Ende September in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus zu sehen. Die Tanzkompanie kann man am 05. Juni 2026 im Halberstädter Dom sowie am 12. Juni im Großen Haus in Halberstadt und am 13. Juni im Harztheater in Quedlinburg erleben.

(André Schinkel via ESN/Pressemitteilung)

Di, 26.05.2026

In Waldsieversdorf: Konzert und Vernissage „Montage Heartfield“

Am Sonntag, den 31. Mai 2026, 15 Uhr, lädt das John-Heartfield-Haus (Schwarzer Weg 12, Amt Märkische Schweiz, Waldsieversdorf) zum Konzert und zur Eröffnung der Ausstellung Montage Heartfield ein. Zum 130. Geburtstag von Wieland Herzfelde (1896–1988), dem Bruder John Heartfields (1891–1968), findet ein Konzert des Buckow-Waldsieversdorfer Orchesters statt – mit Big Band Swing und Blasmusik unter der Leitung von Sebastian Bade erwartet die Interessierten ein temperamentvoller Auftakt. Manfred Dietrich (Autor, Regisseur und Dramaturg) und Ronald Weber (Autor und Literaturwissenschaftler) sprechen über die Brüder Heartfield/Herzfelde. In der ehemaligen Garage John Heartfields wird im Anschluss die Exposition Montage Heartfield eröffnet. Der Eintritt für die Veranstaltung im John-Heartfield-Haus in Waldsieversdorf ist frei. Es wird um eine Spende gebeten. Kaffee und Kuchen werden wie immer angeboten. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Internetseite des für das Haus agierenden John-Heartfield-Vereins. Der Ort Waldsieversdorf liegt circa 50 Kilometer östlich von Berlin, im Naturpark Märkische Schweiz in unmittelbarer Nähe des Kneipp-Kurortes Buckow, berühmt durch Brecht. Der Erholungsort ist durch seine hügelige Landschaft mit Wäldern und Seen ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Das John-Heartfield-Haus befindet sich im Schwarzen Weg, am östlichen Ufer des Großen Däbersees gelegen.

(Robert Grieger via Ninon Suckow/Pressemitteilung)

Mo, 25.05.2026

Künstlergespräch mit Siân Bowen – Wien, am 02.06.

Künstlergespräch mit Siân Bowen

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Buch. Raum. Haus. Bewegungsraum findet am 02. Juni 2026 in der Galerie Druck & Buch (Berggasse 21/22, A–1090 Wien) ein Künstlergespräch mit Künstlerin Siân Bowen und ihrem Projekt Collabsible Spaces: Urushi statt. Der Abend zur Kunst Bowens, die die Idee vom Buch als dreidimensionalem Raum mustergültig aufgreift, beginnt um 19 Uhr. Ihre Objekte changieren zwischen zweiter und dritter Dimension, das mit Urushi-Lack behandelte Papier öffnet aus der Buchhaftigkeit in der Tat kleine Räume. Die momentane Ausstellung Buch. Raum. Haus. Bewegungsraum ist noch bis zum 26.06. zu sehen – die Galerie ist Montag bis Freitag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, lediglich am 05. Juni bleibt sie geschlossen ... Alle Infos dazu finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 24.05.2026

Unikales, Bücher in Kleinstauflage und Bibliophiles in Zeitschriftenform präsentiert eine Sonderschau auf Schloss Köthen von Juni bis August. Gezeigt werden dort Bestände der "Landessammlung Kunstbücher", in der Anhaltischen Landesbücherei Dessau zuhause.

Auf Schloss Köthen: „Bibliomania“

Hochhackige Leselust-Objekte und Pop-Up-Cartoons, filigrane Miniaturen, robuste Riesen: Die Landessammlung Künstlerbücher Sachsen-Anhalt, die 1992 in Dessau angelegt und seit 1997 durch Ankäufe durch das Kultusministerium gefördert wird, bietet einen einzigartigen Überblick zur Vielfalt dieses künstlerischen Genres. Die jüngste Sonderausstellung Bibliomania – Sachsen-Anhalts Künstlerbücher im Schloss Köthen (Schlossstraße 04, 06366 Köthen/Anh.) vom 12. Juni bis zum 09. August stellt die formale und thematische Bandbreite des Bestands nun erstmals vor. Konjunktur hat die Buchkunst seit mehr als 100 Jahren, und die in der Anhaltischen Landesbücherei in Dessau gehüteten Bestände legen ein beredtes Zeugnis davon ab. Die Vernissage der Schau findet am 12.06. um 18 Uhr statt. Neben Unikalem werden die bibliophilen Bände des Common Sense zu sehen sein. Es wird ein umfangreiches Begleitprogramm aufgerufen: So werden zu Künstlergesprächen Sabine Golde (19.06.), Anna Helm (26.06.) und Pirckheimer André Schinkel (03.07.) ... die allesamt in der Anhaltischen Landesbücherei vertreten sind, erwartet. Die Gespräche beginnen jeweils um 17.30 Uhr. Auch wird es einige Angebote für die jüngsten Bücherwürmer geben. Alle Infos dazu hier.

(Ernst-Jürgen Liebetraut/Pressemitteilung)

Sa, 23.05.2026

22. Internationaler Comic-Salon Erlangen vom 04. bis 07. Juni 2026

Sprache der Bilder in unruhigen Zeiten – alle zwei Jahre findet der Internationale Comic-Salon Erlangen statt, das größte Festival für Comic-Kunst und grafische Literatur im deutschsprachigen Raum und eines der wichtigsten Festivals in Europa. Vier Tage lang dreht sich im Zentrum der mittelfränkischen Universitätsstadt alles um die Neunte Kunst ... Im und rund um den Erlanger Schlossgarten befinden sich Messezelte, Ausstellungen, Räume für Lesungen, Vorträge, Gespräche, Workshops und vieles mehr. Mit Kinder lieben Comics ist den jungen Leserinnen und Lesern ein eigenes Festival im Festival gewidmet, der renommierte Max und Moritz-Preis würdigt die besten Neuerscheinungen der letzten zwei Jahre. Unterstützt wird der Internationale Comic-Salon 2026 zum sechsten Mal durch seinen Titelsponsor, die DATEV eG aus Nürnberg. Über 25.000 Besucher und Besucherinnen werden vom veranstaltenden Kulturamt der Stadt Erlangen dabei erwartet.

Im Zentrum des Internationalen Comic-Salons Erlangen steht traditionell die Comic-Messe in eigens errichteten Zelthallen in der Innenstadt. Über 300 Aussteller – Verlage, der Comic-Handel, Comic-Klassen der Hochschulen, unabhängige Kleinverlage, Einzelkünstlerinnen, -künstler sowie Self-Publisher – präsentieren hier ihr Programm. Deutsche Avantgarde, internationale Graphic Novels, frankobelgische Bandes Dessinées, amerikanisches Superheldvolk und japanische Manga – zahlreiche Neuerscheinungen werden erstmals der Öffentlichkeit vorgestellt, rund 500 Künstlerinnen und Künstlern aus aller Welt kann beim Zeichnen und Signieren ihrer Bücher über die Schulter gesehen werden. Weit über 200 Einzelveranstaltungen, Lesungen, Vorträge, Gespräche und Diskussionen begleiten das Messe- und Ausstellungsprogramm in der mittelfränkischen Stadt.

Zwei große Ausstellungen eröffnen schon vor dem Festival. Mit Christoph Niemann. Auf den Punkt präsentiert das Kunstpalais in Zusammenarbeit mit dem Comic-Salon seit 14. März eine große Werkschau des bekanntesten deutschen Illustrators. Im Stadtmuseum wird ab dem 03.05. mit Was gibt’s denn da zu lachen? Die komische Kunst des Walter Moers zusammen mit der Ludwiggalerie Schloss Oberhausen die erste große Retrospektive des Zeichners und Autors in Süddeutschland gezeigt. Der Comic-Pionierin Isabel Kreitz ist eine Retrospektive in der Zeit, da das Festival läuft, im Kunstmuseum Erlangen gewidmet; Comics ohne Text – Silent Comics – werden in den Fokus gerückt und die Simpsons gefeiert ... Politisch wird es mit #iceoutcomics aus den USA und ernst mit Schattenleben – Menschen ohne Papiere erzählen ... und wissenschaftlich bei der ästhetischen Auseinandersetzung mit der Welt der Quanten. Zahlreiche weitere Ausstellungen, zum Teil in Zusammenarbeit mit den Comic-Verlagen, präsentieren Künstler*innen und ihre neuesten Werke.

Das vollständige Programm kann seit der zweiten Maiwoche unter www.comic-salon.de eingesehen werden. Hier gibt es dann auch die Funktion Mein Salon, mit der man sich bei Interesse sein individuelles Festivalprogramm zusammenstellen kann. Ein kostenloses Programmheft mit allen Events erscheint im Lauf des Mai. Die Hauptveranstaltungsorte sind die Messehallen auf dem Schlossplatz und im Schlossgarten, der Kultur- und Bildungscampus kubic, Palais Stutterheim, das Stadtmuseum – zudem gibt es zahlreiche weitere Veranstaltungsorte in der Innenstadt.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 22.05.2026

Philipp Loersch: „Les Pierres“ bei FWR · FeldbuschWiesnerRudolph

Der Konzeptkünstler Philip Loersch ist bekannt für seine unkonventionellen, hyperrealistischen Buntstift- und Tuschezeichnungen. Sein Hauptthema Buch und Schrift spiegelt sich im zentralen künstlerischen Motiv des Künstlers: dem Buch als Kulturmedium. Loersch kopiert dafür gedruckte Schriften oder Enzyklopädie-Seiten minutiös per Hand zurück in Zeichnungen – auf Papier oder dreidimensionalen Speckstein und Alabaster. Seit dem 29. April und noch bis zum 30. Mai kann man bei FeldbuschWiesnerRudolph (Jägerstraße 05, 10117 Berlin) von ihm Les Pierres sehen – vier installierte Steinbuch-Skulpturen, die sich auf Rembrandt, De la Tour, Mondrian sowie Turner und deren Werksverzeichnisse beziehen. Eine faszinierende Adaption aus Stein, Bild und Text, ideal auf dem harten, zugleich feinen und durchscheinenden Material! „Wenn man die fünf Arbeiten zusammen betrachtet, zeigen sich gemeinsame Themen: Licht, Zeit, Struktur, Malerei, Bildaufbau.“ So der Künstler zu seiner virtuosen Arbeit am Alabaster. Alle Informationen zur Schau gibt es hier.
 
(André Schinkel via Till Schröder/Pressemitteilung)

So, 17.05.2026

Edward W. Godwin & Oscar Wilde: Dandys ... Dekadenz ... Moderne

Edward W. Godwin und Oscar Wilde. Dandys Dekadenz Moderne heißt die aktuelle Ausstellung im Bröhan Museum (Schlossstraße 01a, 14059 Berlin, direkt am Schloss Charlottenburg), die vom 02. April bis zum 30. August 2026 gezeigt wird. Die Ausstellung widmet sich zwei herausragenden Protagonisten des Aesthetic Movements, dessen Kult der Schönheit einen wesentlichen Impuls für die Entstehung der gestalterischen Moderne setzte. Ausgehend von der beispielhaften Verbindung von Kunst, Design und Lebensstil, die Godwin und Wilde kultivierten, beleuchtet die Schau die ästhetischen und gesellschaftlichen Grundlagen einer Bewegung, die über das 19. Jahrhundert hinaus wirkmächtig blieb und die Entwicklung des Designs beeinflusste. Edward William Godwin (1833–1886) war einer der radikalsten und einflussreichsten Designer des viktorianischen Englands. Der Schriftsteller Oscar Wilde (1854–1900) war ein enger Freund Godwins. Als ikonische Gestalt der viktorianischen Zeit prägte er das Lebensgefühl seiner Zeit zwischen Dandytum und Dekadenz. Godwin und Wilde waren Brüder im Geiste, deren künstlerisches Werk jeweils Ausdruck einer umfassenden Bildung und einer außerordentlichen Wissbegier war. Beide strebten sie nach einer ästhetischen Durchdringung des Alltags und seiner Verwandlung in Kunst. Zur Schau erscheint ein Katalog im Wienand Verlag. Der Katalog wurde von der Ernst von Siemens Kunststiftung unterstützt. Zur Ausstellung gibt es ein umfangreiches Begleitprogramm. Dieses sowie alle anderen Infos sind auf der Website des Museums abrufbar ... auch ein Sommerfest ist bei Bröhan geplant.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 11.05.2026

Karl-Georg-Hirsch-Ausstellung in Göpfersdorf ab dem 22. Mai

Die Anita und Günter Lichtenstein Stiftung (Dorfstraße 12, 04618 Göpfersdorf) ehrt einen großen Grafiker dieser Zeit: aus dem Dunklen ins Licht heißt die neue Jahresexposition der Stiftung in Göpfersdorf im Altenburger Land und widmet sich dem Werk von Karl-Georg Hirsch. Hirsch, der dieser Tage seinen 88. Geburtstag feiert, blickt als Meister vor allem (aber nicht nur) des kleinen Formats auf ein gigantisches Werk, in dessen Zentrum etwa 3.000 Druckgrafiken und eine kaum zu überschauende Zahl Zeichnungen stehen. Vor allem in seiner Kardinaltechnik des Holzstichs wie auch des Holzschnitts, verbunden mit einer unverkennbaren Sprache in Stil und Motivik hat Hirsch, der immer wieder auch Bezug auf Literatur in seiner Kunst nimmt, für die Insel-Bücherei arbeitete und selbst mehrere bibliophile Publikationsreihen aus der Taufe hob, Standards gesetzt. Die Schau in Göpfersdorf wird am 22. Mai um 17 Uhr eröffnet, es liest und spricht Rolf Sakulowski. Die Schau wird bis zum Januar 2027 zu sehen sein, am 08.08.2026 findet von 14 bis 17 Uhr eine Midissage statt. Es erscheint ein Katalog, an dem der Pirckheimer-Freund wie Hirsch-Kenner Jens-Fietje Dwars wesentlich beteiligt ist. Karl-Georg Hirsch wurde 1938 in Breslau geboren, er lebt in Leipzig und gehört zu den bedeutendsten Grafikern der Gegenwart. Durch seine langjährige (1976–2003) Lehrtätigkeit an der Leipziger HGB hat er sein Wissen an viele heute selbst hochgeschätzte Schülerinnen und Schüler weitergegeben. Sein Werk wurde vielfach geehrt, unter anderem mit dem Gutenberg-Preis ... er ist Mitglied der Königlichen Akademie der Wissenschaften, Literatur und Schönen Künste Belgien seit 1994. Seine Arbeiten sind bei vielen Sammlern höchst begehrt.

(André Schinkel)

Fr, 08.05.2026

HDP ab 08.05.26: „Ans Licht geholt“

Am heutigen Abend, 08.05., um 19 Uhr, eröffnet bei der hochdruckpartner Galerie+Werkstatt (in der Lützner Straße 85/Seiteneingang, 04177 Leipzig) die neue Ausstellung mit dem schönen und sprechenden Titel Ans Licht geholt. Zu sehen sind: Hochdruckarbeiten von Franca Bartholomäi (– in der Abbildung ihr Holzschnitt Lost Faces: Puppenfrau, 29 x 29,5 cm, 2023, Reproduktion: Gustav Franz, Leipzig) und Brian Curling, Christine Ebersbach, Roswitha Grüttner, Bettina Haller, Egbert Herfurth, Robert Marchewka, Thomas M. Müller, Gudrun Petersdorff, Frank Wahle sowie Susanne Werdin. Gezeigt werden ältere und jüngere Werke der Künstlerinnen und Künstler, die als Protagonistinnen und Protagonisten der Hochdruckkunst alle mit der hdp-Galerie in Leipzig verbunden sind. Die neue Exposition Ans Licht geholt ist regulär vom 09. Mai bis zum 20. Juni des Jahres in der Pleißestadt zu sehen, die Galerie ist wie folgt geöffnet: Mittwoch bis Freitag 14 bis 18 Uhr und Sonnabend 12 bis 17 Uhr. „Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch!“, heißt es im Pressestatement der hochdruckpartner zur Schau. Die weiteren Infos finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)