Ausstellungseröffnung von und mit malwerk in der Hochschule Harz: Am 20. Mai 2026 fand in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus (in der Friedrichstraße 57, 38855 Wernigerode) die Ausstellungseröffnung mit dem inklusiven Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Neinstedt statt. In dem Zusammenhang zeigte die Tanzkompanie TanzHarz des Harztheaters eine hochklassige Choreografie. Unter dem Motto Tanz trifft Wissenschaft findet eine Reihe in Kooperation der Hochschule und der Tanzkompanie des Harztheaters statt. Die Kooperation verbindet künstlerische Praxis mit wissenschaftlichem Arbeiten – und öffnet sich inklusiven künstlerischen Prozessen.
Das malwerk, eine Initiative der ESN zur Teilhabe von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, wird vom Wernigeröder Künstler Korvin Reich geleitet. Es wurden Fotografien weiterverarbeitet und in einem offenen künstlerischen Prozess mit Acrylfarben neu interpretiert. So entstanden Werke, die weniger als Übersetzung denn als eigenständige Fortsetzung zu verstehen sind – Arbeiten, in denen sich unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und schöpferische Handschriften überlagern. Bei der Ausstellungseröffnung konnten sich die Gäste zudem bei einem Auftritt vom Können der Tanzkompanie überzeugen. Die gezeigte Choreografie verbindet klassische Musik aus Georg Friedrich Händels Oper Julius Caesar mit modernen, assoziativen Tanzbildern.
Tarek Assam, Direktor von TanzHarz, lobt die Zusammenarbeit mit der Hochschule – beschreibt, warum es wertvoll ist, ein Kunstprojekt mit Menschen mit Beeinträchtigung zu unterstützen: „Kunst lebt von Vielfalt, Begegnung und dem Mut, neue Wege zu gehen. Genau hier setzt das Projekt des TanzEnsembles TanzHarz an: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung kommen zusammen, um tänzerisch Geschichten zu erzählen, Grenzen zu überwinden und voneinander zu lernen. Sie werden Teil einer Bewegung, die zeigt, dass Inklusion keine leere Worthülse ist, sondern ein lebendiger, kreativer Prozess. Sie ermöglichen echte Begegnungen auf Augenhöhe – im Studio, auf der Bühne und im Publikum.“ Und: „Durch Ihre Unterstützung tragen Sie dazu bei, Vorurteile abzubauen, neue Perspektiven zu eröffnen und ein Zeichen für eine solidarische, offene Gesellschaft zu setzen.“ Ein Satz, der Schule machen möge in diesen verruchten und, ja: ‚fadensonnigen‘ Zeiten.
„Für das TanzEnsemble TanzHarz ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit und zugleich eine künstlerische Bereicherung. Die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung fordert und fördert die eigenen choreografischen und pädagogischen Fähigkeiten. Sie erweitert den Blick für unterschiedliche Ausdrucksformen, für unkonventionelle Bewegungsqualitäten – und für die wahre Essenz des Tanzes: Kommunikation ohne Worte. (...) Gemeinsam schaffen Sie und TanzHarz etwas Einzigartiges: einen Raum, in dem nicht die Beeinträchtigung zählt, sondern die Kreativität, die Freude an der Bewegung und die Kraft der Gemeinschaft. Die entstehenden Performances berühren, weil sie authentisch sind – sie zeigen Verletzlichkeit, Stärke, Zusammenhalt und pure Lebensfreude. (...) Tanz ist für alle da. Wahre Kunst entsteht dort, wo Menschen einander wirklich begegnen.“
Die Ausstellung von malwerk ist bis Ende September in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus zu sehen. Die Tanzkompanie kann man am 05. Juni 2026 im Halberstädter Dom sowie am 12. Juni im Großen Haus in Halberstadt und am 13. Juni im Harztheater in Quedlinburg erleben.
(André Schinkel via ESN/Pressemitteilung)