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Barbara Beisinghoff

Pirckheimer-Blog

Barbara Beisinghoff

Do, 06.05.2021

Kunstdokumentation KD VII

Im März 2021 erschien die Kunstdokumentation KD VII des Münchner Künstlerbuchsammler Dietmar Mayer

Darin sind u.a. auch zwei unikaten Künstlerbücher von Barbara Beisinghoff  von 2017 durchfotografiert und zusammengefasst, was zusammengehört, nämlich die märchenhafte Schatzsuche der Brüder Grimm mit der "Springwurzel" bei ihrer Wortarbeit und Bettine von Arnims soziales Engagement u. a. für die Brüder Grimm "Ins Ungebundene zwischen Sehnsucht und Mutwillen".

Das Fotobuch, 36 x 27 cm, hat 38 Seiten, ist von 1/28 - 28/28 nummeriert und von Dietmar Mayer und mir signiert und kostet mitsamt einer beigelegten Originalradierung 180 €.

Näheres siehe Die gläserne Libelle.

Mo, 11.11.2013

Barbara Beisinghoff - Tau blau Dew blue

Das Buch Tau blau Dew blue ist lange gereift. Es ist nun fertig nach einem Jahr: Leinsaat, Beobachten aller Stadien des Wachsens, Blühens und Abfliegens der einzelnen Blütenblätter des Flachses im Wind, Raufen und Tauröste, Riffeln, Schwingen und Brechen. Das Taurösten ist gar nicht so einfach. Wenn man den Flachs zu lange auf der Wiese liegen läßt, werden die Stengel dunkel.
Tau ist eigentlich transparent und nicht blau. Der Titel bezieht sich auf die Tauröste und die zartblaue Blüte.
Wachstum und Form werden sichtbar im Papier. Drei Wasserzeichen wurden gebogen und auf das Schöpfsieb aufgenäht. Das Erste ist das goldene Dreieick. Es bezeichnet die Blattstellung um den Stengel. Jedes Blatt will gleich viel Sonne haben um den Stengel herum. Zweites Wasserzeichen: Der Schnitt des Flachsstengels zeigt die Punkte um die Stengelmitte, das sind die Fasern. Das dritte Wasserzeichen zeigt die Pflanze mit den Knutten. Die Fibonaccizahlen sind mit Wasser gezeichnet im frisch geschöpften Flachspapier. Radierungen und Text reflektieren das Erleben des Wachstumsprozesses im Jahresrhythmus auf dem Land, in Tautropfen, im Einfluss der Gestirne. Sie reflektieren das immer Wiederkehrende, das Unerwartete und die Kraft gerade im zarten Papier.
Die Bindung: Der schmale Rückenleporello mit aufgenähten Lagen entspricht dem Thronen der zarten Blüten auf den sich im Wind hin und her biegenden Stengeln. Die Kassette umfängt das Bewegte.

Herausgeber Edition Die gläserne Libelle und Gerard Paperworks, 2013
Textcollage, Radierungen auf jeder Buchseite, Wasserstrahlzeichnung, Papierguss, Wasserzeichen und eingeschöpfte Papiere von Barbara Beisinghoff
Handgeschöpftes Papier aus Flachs, Baumwolle und Hanf von John Gerard
Handsatz und Buchdruck Schrifttyp Diotima 16 pt und 12 pt von Wolfgang Blauert,
deutsch und englisch;
Handeinband und Kassette von Vera Schollemann
Auflage 38 nummerierte und signierte Exemplare + 2 e.a.; 22 x 18 cm; 950 Euro

So, 25.11.2012

artbookberlin 2012 endete

Aussteller (von vorn nach hinten): Barbara Beisinghoff, Hendrik Liersch, Peter Rensch, Hanfried Wendland
Soeben schloss die artbookberlin 2012. Die Veranstaltung wurde in dieser Stadt aufgesogen und empfunden, wie ein Wassertropfen auf einem heißen Stein, so einer der Gäste. Am letzten Tag warteten die Besucher trotz naßkaltem Wetter bereits vor Öffnung an der Tür und die Messe war, wie an den beiden vorangegangenen Tagen ständig gut besucht, mitunter hatte man das Gefühl, dass die Räumlichkeiten den Anstrom nicht mehr fassen konnten. Im Publikum fanden sich gestandene Sammler des Künstlerbuches genauso, wie auch jüngere, allerdings in Sachen Buchkunst ebenfalls erstaunlich kompetente Besucher, was mir von allen Beteiligten bestätigt wurde, ob von Sabine Golde (Carivari), Hendrik Liersch (Corvinus Presse) oder Henry Günther (Atelier BuchKunst). So verwundert nicht, dass man sich teilweise mehr Raum wünschte, im wörtlichen Sinne wie auch hinsichtlich der Möglichkeit, sich bei einer Tasse Kaffee aus dem Trubel zwischenzeitlich zurückziehen zu können. Erfreulich war die Feststellung des Veranstalters Cornelius H. Brändle (edition wasser im turm.berlin), dass dieser artbook.berlin 2012 mindestens eine zweite 2013 folgen wird, alle Aussteller und Gäste waren sich darin einig, dass diese in Berlin nicht nur gewünscht, sondern auch notwendig ist.
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einige Fotos, © Abel Doering

Fr, 23.11.2012

artbookberlin 2012 eröffnet

Reinhold Nasshan (Einhand Press) am Stand von Marc Berger (V.E.B. Schwarzdruck)
Heute, pünktlich um 15:00 Uhr öffnete mit der artbook.berlin nach langer Zeit wieder eine Messe für Künstlerbücher und Editionen ihre Pforten in Berlin. Nach einhelliger Meinung der Aussteller und zu erleben am öffentlichen Interesse, welches sich in den sofort gut gefüllten Ausstellungsräumen zeigte, eine lang vermisste Messe in dieser Stadt. Die Liste der Aussteller verweist auf eine Qualität in der Buchgestaltung, die sich ein Pirckheimer wünscht und woran man bei dem sinkenden Angebot von Buchkunst auf den großen kommerziellen Messen wie Leipzig oder Frankfurt/M schon fast nicht mehr glauben wollte. Namen zu nennen, bedeutet, wichtige Namen zu unterschlagen, aber dennoch sollen einige der den Pirckheimern sicher gut bekannten Teilnehmer erwähnt werden, wie der Drucker Marc Berger (V.E.B. Schwarzdruck), die Graphikerin Barbara Beisinghoff (Die gläserne Libelle), Claudia Berg, die für die Pirckheimer Aus den Ruinen von Volker Braun illustrierte, Hanif Lehmann (widukind Presse), der für die MARGINALIEN einen Holzschnitt liefert oder Wolfgang Grätz, dessen Graphikbrief wohl jeder genauso kennt, wie sein Engagement für die Kunst, Hanfred Wendland, der kürzlich den Berlin-Brandenburger Pirckheimern seine Künstlerbücher vorstellte, wie auch Peter Rensch, der derselben Regionalgruppe seine Graphik und das Programm der Andante Handpresse präsentierte, Uta Schneider, bekannt von der Stiftung Buchkunst und nunmehr selbst als Buchkünstlerin tätig, Wolfgang Henne mit seiner auffälligen Bodensatzbibliothek ...
Es bleibt zu hoffen, dass die artbookberlin 2012 Auftakt einer langjährigen Tradition ist.
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Ausstellung: 23. bis 25. November 2012

artbookberlin in der Galerie Nord
Turmstr. 75
10551 Berlin


einige Fotos, © Abel Doering

Fr, 21.09.2012

Barbara Beisinghoff

Vor der Regionalgruppe Berlin/ Brandenburg der Pirckheimer-Gesellschaft stellte die Künstlerin, Papierschöpferin und Graphikerin Barbara Beisinghoff im kleinen Säulensaal der Stadtbibliothek Berlin Künstlerbücher mit Radierungen und Wasserzeichen vor und informierte über Hintergründe zu den Projekten und ihr Wirken, häufig gemeinsam mit internationalen Künstlern oder im Ausland. Die teilnehmenden Pirckheimer und Gäste, darunter auch die US-Künstlerin Susan Goethel-Campbell, welche vom 16.8.-16.9. als artist in residence im Atelierhaus Beisinghoff in Diemelstadt–Rhoden arbeitete, wurden mit den von Barbara Beisinghoff (weiter)entwickelten und praktizierten Techniken vetraut gemacht und konnten sich ausführlich unter anderem mit ihren Arbeiten "Klavierkindheit, Die Finger zur Schnur verflochten", "Song of Paper", "Mit Goethe den Farbenkreis durchlaufen oder wenn Farben verrückt werden" oder "Der Engel ist mein Wasserzeichen" auseinandersetzen.
Ein inspirierender Abend mit einer inspirierenden Künstlerin.
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... weitere Fotos
... siehe auch Die gläserne Libelle

Mi, 25.08.2010

Die weniger leichte Bewegung

Gedichte von Thomas Luthardt
mit acht Radierungen von Barbara Beisinghoff.

Thomas Luthardt (geboren 1950) schrieb Kinderbücher, Erzählungen, Opernlibretti; kaum ein Genre, das nicht von ihm bearbeitet wurde. Doch ist der Friedrichshagener vor allem Dichter.
Im APHAIA VERLAG ist anlässlich seines 60. Geburtstags sein neuer Lyrikband erschienen "Die weniger leichte Bewegung". Gedichte, die den Leser auf eine Reise mitnehmen durch Landschaften und Zeiten, Lieben und Enttäuschungen, die Stille der Stadt und den Krach der Natur. Luthardts Zeilen bieten eine klare Sprache. Seine Gedichte sollen Zeitzeichen sein, wie er selbst sagt. Auseinandersetzungen mit sich durch die Zeit, die Orte, die Männer/Lieben hindurch. Alles trägt bei zu dem Versuch, sich selbst zu untersuchen, abzuklopfen auf die Risse, Brüche eines Lebens. Die Veränderungen aufzuspüren und die Konstanten immer mit einem Augenzwinkern zu beschreiben, ist ein anderes Motiv in diesen Gedichten. Ein Motiv, das sich auch in der graphischen Seite des Buches niederschlägt.

Barbara Beisinghoff (geb.1945), Graphikerin und Papierschöpferin, die mit ihren Ausstellungen im In- und Ausland große Aufmerksamkeit erregte, sorgte nicht nur für die Umschlagsgestaltung, sondern präsentiert sich mit acht Radierungen für diesen Band. Ihre Kompositionen zu den Gedichten Thomas Luthardts sind filigrane, fast objekthafte Visualisierungen von Bewegungen, die ineinander fließen. So schafft die Künstlerin eine organische Verbindung zur Lyrik des Dichters und schlägt einen Bogen zu den Vertonungen von Jens-Uwe Günther, dessen Kompositionen die vom APHAIA VERLAG angestrebte Dreiheit der Künste vervollständigt. Als Komponist arbeitet Jens-Uwe Günter für namhafte Theater, seine Kompositionen (über 300) wurden u.a. mit dem Grabbe-Preis für Komposition geehrt, andere an der _Komischen Oper Berlin aufgeführt. Seine im Buch enthaltenen Vertonungen der Gedichte tragen dazu bei, den vorliegenden Lyrikband zu etwas Außerordentlichem zu machen.
 
Jens-Uwe Günther vertonte die Titel "Du", Einem Freund" und "Kettenkarussell" für Bariton und Klavier.

Engl. Broschur im Format 24 x 17 cm, 80 Seiten, 9 farbige Abb., 2010. ISBN 978-3-926677-78-5 / 19,- Euro

Buchpremiere mit Ausstellung und anschließender Lesung mit Musik am 3. September 2010, 19.30 Uhr

è ZeitGalerie Friedrichshagen
Scharnweberstr. 59
12587 Berlin

Fr, 06.11.2009

Barbara Beisinghoff

Radierung, Wasserzeichen, Installation, Buchkunst zu Gertrud Kolmar, Marina Zwetajewa und Christa Wolfs Kassandra

Freitag, 13.11.2009, 19.30 Uhr Lesung: Blanche Kommerell liest Gertrud Kolmar, Marina Zwetajewa und Christa Wolfs Kassandra, Eintritt: 6,- €
Samstag, 14.11.2009, 14 bis 18 Uhr, ist im Rahmen der Offenen Ateliers in Pankow in Anwesenheit der Künstlerin


Freitag, 20.11.2009, 18 Uhr Finissage, Künstlerbücher der Edition »Die gläserne Libelle«
Ausstellung vom 17. 10. bis 21. 11. 2009

è Galerie Forum Amalienpark
13187 Berlin, Breite Straße 2a

siehe auch è Papiertreppen
und è Die gläserne Libelle

Do, 02.07.2009

Klänge des erwachenden Wassers


Die Werke der vier Künstlerinnen Nham-hee Völkel-Song, Barbara Beisinghoff, Katharina Pieper und Helga Seekamp haben trotz ihrer verschiedenen Herangehensweisen und Konzepte die Auseinandersetzung mit der Kalligrafie, dem „Schön-Schreiben“ als Kunstform, gemeinsam. In der Gruppenausstellung kommen die unterschiedlichsten Aspekte des kalligrafischen Arbeitens zum Tragen. Meditative und symbolische Elemente, Papier als Material sowie das Schöpfen von Papier an sich, Wasser, Licht und Schrift werden auf beeindruckende Weise miteinander verwoben.

Vernissage: 02. Juli 2009, 18.00 Uhr
Ausstellung vom 03.-17. Juli 2009, Mo-Fr 12.00-17.00 Uhr


è Galerie Korea, Kulturabteilung
Botschaft der Republik Korea
Lützowufer 26
10787 Berlin
Tel. 030/ 269 52-0