Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Mo, 18.05.2026

20.05.: Der Grimmschrat in Kassel

„Ihr Lieben, am Mittwoch gibt’s in Kassel in der Hofbuchhandlung Vietor einen Abend zum Grimmprojekt mit mir ...“, so hebt die Einladung von Künstler, Editeur, Performer und Pirckheimer Henrik Schrat an. „Toll, nochmal in der Heimatstadt der Grimms zu sein, und über das Projekt zu sprechen, und Bilder zu zeigen. Wie verknüpfen sich die Bilder mit der Realität, was steckt dahinter, wie sind die vielen Cameos zustandegekommen? Es gibt so viel zu erzählen ...“ Henrik Schrat hatte es sich zur edlen Aufgabe gemacht, das gesamte Märchenwerk der Gebrüder Grimm in einem mehrere Jahre währenden Großprojekt neu zu illustrieren und zu edieren. Ende letzten Jahres erschien mit dem himmelblauen der fünfte und letzte Band der Ausgabe, fest gebunden, auf feinem Papier, mit Silberschnitt im Thelem Verlag. Und wer den Schrat kennt, weiß, dass seine Auftritte Erlebnisse sind. Über das Grimmschrat-Cameo-System war es im Übrigen möglich, persönlich oder in Form eines persönlich gewählten Orts Teil der Ausgabe zu sein – denn das darüber eingeworbene Sponsoring half das Mammut-Werk zu vollenden und zu realisieren. Diese Neuausgabe der Kinder- und Hausmärchen nebst angeschlossenen Texten enthält alle 240 Märchen und anverwandte Werke, die die Grimms dereinst sammelten. Und Orte wie Kassel (oder Hanau) sind elementar für das Entstehen der Sammlung gewesen. Also – es kehrt der Schrat an einen authentischen Ort für seinen Auftritt. Am 20.05. um 19 Uhr bei Vietor am Ständeplatz 17, 34117 Kassel. Reservierung ist unter der (0561) 13 0 85 möglich. „Ich freu mich sehr, wenn ihr vorbeikommt und wir ein bissel schwätzen können im Anschluss. Bücher werden signiert.“ So der Schrat, in Vorfreude auf den Abend in Kassel.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 16.05.2026

Hingehn – Thomas Franke parliert am 17.05. in Bonn!

In Bonn: „Das letzte Problem“ mit Thomas Franke (Lesung am 17.05.)

Sir Thomas Franke, künstlerischer Tausendsassa und Pirckheimer-Freund aus Bonn, lädt für den Sonntag, den 17. Maien 2026 (Einlass ab 19 Uhr) zur Lesung Das letzte Problem in die Zone Blues Bar (Maxstraße 2a, 53111 Bonn, Telefon: (0228) 69 57 57) in die ehrwürdige Bundesstadt am Rhein ein. Oder wie er es ganz höchstselbst formuliert: „Jawollski, liebe Interessentinnen und Interessenten meines künschtelerischen Herumdilettierens, hiermit möchte ich nach langer Zeit wieder einmal ein Plakattewitsch im Internetz an die Litfaßsäule schlagen: ein Plakattewitsch, mit welchem ich darüber informiere, daß ich gegenwärtig eine Lesung vorbereite (...) zu der ich, mein lockeres Maulwerkzeug gebrauchend, Conan Doyles Holms’sche Kriminalgeschichte Das letzte Problem (auch Sein letzter Fall oder Sherlock Holmes’ Untergang) schwadronieren werde.“ Worum handelt es sich dabei? „Es handelt sich um Dr. Watsons Bericht vom Tod seines Freundes Sherlock Holmes (dem sich am 06. September dieses Jahres, im Rahmen der 20. Lesereise durch die Bonner Altstadt, am selben Ort vorgetragen, die überaus spannende, genial von Sir Arthur Conan Doyle geschriebene Kriminal-Erzählung über die ‚Wiederauferstehung‘ des Sherlock Homes, Im leeren Haus, anschließen wird). Dr. Watson, Freund und Mitarbeiter des Meisterdetektivs Sherlock Holmes, beginnt seinen Bericht über seines Freundes Kampf gegen Holmes’ düsteren Widersacher, den gefährlichen Professor Moriarty, der mit dem Sturz der beiden in die beim schweizerischen Dorf Meiringen gelegenen Reichenbachfälle endet, mit den Worten: ‚Mit schwerem Herzen greife ich zur Feder, um den hervorragenden Geistesgaben meines Freundes Holmes für alle Zeiten das letzte Denkmal zu setzen‘ ...“ Wenn das nicht aufregend zu werden verspricht. Vorverkauf und Anmeldung zum Gig: Reservierungen sind aufgrund des knappen Platzangebots erbeten, Kontakt: siehe oben. Es wird ein lässiger Obolus von 10 Euro erhoben, vor allem, Zitat Thomas Franke: „... damit der Vorträger die Unmengen Wein und Schnaps und Bier bezahlen kann, die er im Verlauf des Vortrags in sich hineinschütten wird.“ Es wird hingegangen, mit weitem Ohr und Aug gelauscht, was keine Bitte ist.

(André Schinkel)

Di, 12.05.2026

Der Namensgeber für die Ehrung ist Max Herrmann.

Max-Herrmann-Preis verliehen

Die Antiquarin Elvira Tasbach aus Berlin erhielt am gestrigen 11. Mai im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Stabi den Max-Herrmann-Preis 2026. Dieser wird für Verdienste um das Bibliotheks­wesen von den Freunde der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. vergeben. Geehrt wird unter anderem, wie der Vorsitzende der Stabi-Freunde, Peter Altmaier, und der Börsenverein des Deutschen Buchhandels mitteilen, ihre Tätigkeit als Mäzenatin. So hatte Elvira Tasbach der Bibliothek u. a. den Catalog der Bücher im Besitz seiner Exzellenz Herrn Freiherrn Alexander’s von Humboldt mit mehr als 1.000 hand­schriftlichen Notizen Humboldts geschenkt. Der Preis ist nach dem Berliner Literatur- und Theaterwissenschaftler Max Herrmann (1865–1942) benannt, der im KZ Theresienstadt starb. Die Verleihung fand um 18 Uhr statt, die Laudatio für die Geehrte hielt der Verleger im Wallstein-Verlag, zugleich Vorsitzender der Historischen Kommission des BörsenvereinsThedel von Wallmoden. Der Preis wurde zuvor bereits an Paul Raabe, Götz Aly, Monika Grütters, Wim Wenders vergeben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 10.05.2026

Christian Ewald (in der Mitte des Bilds) an der Seite von Andreas Platthaus (li.) und Michael Krüger Ende 2014 bei der Präsentation des "e-walds" in Mainz.

Abschied von Christian Ewald

Wie von verschiedenen Seiten aus der Pirckheimer-Gesellschaft zu erfahren ist, ist der Verleger der legendären Katzgraben-Presse, Christian Ewald (1949–2026) in der Nacht vom 08. zum 09. Mai in seiner Wahlheimatstadt Berlin gestorben. Der vielfach für seine künstlerische und verlegerische Arbeit Geehrte wurde in Weimar geboren und studierte Typografie und Gebrauchsgrafik in Berlin. 1990 gründete er in einem der ältesten Häuser in Berlin-Köpenick den nach der anrainenden Straße benannten Verlag. Der hochgeschätzte Künstler, Büchermacher wie kundige Austauschs- und Gesprächspartner in Sachen Bibliophilie war Mitglied unserer Gesellschaft – zum Jahreswechsel 2014 präsentierte er unter der prominenten Anteilnahme von Andreas Platthaus von der FAZ und Hanser-Kult-Verleger Michael Krüger seinen e-wald im Gutenberg-Museum in Mainz. In Heft 256 (2025/1) der Marginalien würdigt Helmut Garritzmann Christian Ewald im Zuge einer Ehrung in seiner Geburtsstadt zum 75. wie auch die Presse zum 35. Geburtstag. Abel Doering, der mit ihm eng befreundet war, könnte es nicht treffender formulieren: „Mit dem Tod von Christian Ewald hat die bibliophile Gemeinde einen weiteren großen Verlust erlitten, er wird uns fehlen.“ So ist es.

(André Schinkel via Henry Günther)

Do, 07.05.2026

Nu:Lit – Texte um Ulm und Neu-Ulm

Den Auftakt gab es schon vorgestern mit der Lese- und Diskussionsveranstaltung Warum eigentlich Klassiker? Thedel von Wallmoden im Gespräch mit dem erfolgreichen Verleger des Wallstein Verlags in der Theaterei Herrlingen, aber mit dem heutigen Tag beginnt das Nu:Lit-Festival für ungewohnte Literatur in (Ulm und) Neu-Ulm offziell. Nu:Lit, ein Konzept von Autor, Pirckheimer-Freund und Verleger Florian L. Arnold, ist dezentral und barrierefrei und bringt die Kultur in die Stadtteile. Und zwar in Form von ungewohnter Literatur. Die kleine, aber feine Reihe hat sich den Spielarten des Humors in der Literatur verschrieben: mal schräg, mal fein, aber nie bösartig. Lachen und Lächeln an ungewöhnlichen Orten in Neu-Ulm. Weil Lachen doch die beste Medizin ist ... Auch 2026 bringt Nu:Lit die Mundwinkel wieder nach oben, vertieft Lach- statt Sorgenfalten und verteilt literarische Lachanfälle im ganzen Neu-Ulmer Stadtgebiet. Die diesjährige Ausgabe findet bis zum 17. Mai 2026 statt. Mit dabei sind: Friederike Gräff, Knut Cordsen, Leo Riegel mit Cartoon-Pointen vom Feinsten, Ole Lucoje und schließlich Matthias Egersdörfer, der aus Das Lachen des Grünspechts und Rotkehlchen umschwirren mich liest. Das Verzeichnis der Akteure, Auftritte und ihrer Zeiten findet sich auf der Webseite des Festivals. Humor in der ganzen Stadt: So soll es sein.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 05.05.2026

Rainer Ehrts Ausstellung "Strichgewitter" wird vom 15. August bis 25. Oktober in Werder (Havel) gezeigt.

Ausstellung in Werder – Rainer Ehrts „Strichgewitter“ ab 15.08.

Er dürfte unter den Pirckheimern einer der Umtriebigsten und Präsentesten sein: Künstler Rainer Ehrt stellt unter dem sprechenden Thema Strichgewitter von August bis Oktober 2026 bei der Christian-Morgenstern-Gesellschaft e. V. (Hoher Weg 150, 14542 Werder an der Havel) in der Obst- und Blumenstadt Werder (Havel) aus. Strichgewitter zeigt Cartoons und satirische Grafik, Malerei und eine Reihe anderweitige Grafik und Illustrationen Ehrts. Der in Kleinmachnow lebende und freiberufliche Maler und Grafiker, Illustrator, Cartoonist sowie Buchkünstler und Skulpteur Rainer Ehrt zeichnet sich in seinem umfangreichen, vielfach geehrten Werk besonders für seine satirisch-kritischen Bearbeitungen und Adaptionen historischer wie gegenwärtiger Themen sowie gesellschaftlich relevanter Persönlichkeiten aus. Ehrts originalgrafische Arbeiten werden durch einige skulpturale Werke ergänzt. Seine Werke sind unter anderem bekannt durch Publikationen in Eulenspiegel, Das Magazin, in der Märkischen Allgemeinen, im Nebelspalter (Schweiz), bei Cicero und im Manager-Magazin. Die Ausstellung Strichgewitter wird vom 15. August bis zum 25. Oktober 2026 in der Christian-Morgenstern-Gesellschaft e. V. gezeigt, die Vernissage dafür findet am 15.08.​ von 17 bis 19 Uhr statt. Die nähere Information dazu gibt es auf der Website der Veranstalter. 

Rainer Ehrts Exposition Strichgewitter
vom 15.08.2026 bis zum 25.10.2026.
Vernissage der Ausstellung: 15.08., 17 Uhr,
Christian-Morgenstern-Gesellschaft e. V.
Hoher Weg 150, 14542 Werder (Havel)

(Ninon Suckow via Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 04.05.2026

BuchKunstBiennale in Horn 2026

Die Edition Thurnhof lädt gemeinsam mit dem Kunstverein Horn von 14. bis 17. Mai 2026 zur 17. BuchKunstBiennale nach Horn in Niederösterreich (Wiener Straße 02, A-3580 Horn) ein. In den Räumlichkeiten des Kunstvereins steht an den Tagen die Vielfalt des Buches als künstlerisches Medium im Mittelpunkt. 25 Buchkünstlerinnen und -künstler aus Deutschland, der Schweiz, den Niederlanden, Tschechien und Österreich geben Einblick in ihre Arbeit und zeigen, auf welch unterschiedliche Weise das Buch als Kunstobjekt gedacht und gestaltet werden kann. Mit dabei sind unter anderem: Hanneke van der Hoeven, Cornelius Brändle und Annegret Frauenlob sowie Svato Zapletal. Geboten werden Präsentation, Vorführungen, Werkstatteinblicke und Workshops. Auch die Neuhauser Kunstmühle ist dabei. Die XVII. KunstBuchBiennale ist wie folgt geöffnet: Do 15 bis 19, Fr 09 bis 18 Uhr, Sa 10 bis 18 & So 10 bis 17 Uhr. Die feierliche Eröffnung der Biennale samt Vereinsausstellung findet donnerstags 15 Uhr statt. Unter dem Link gibt es alle Informationen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 03.05.2026

Die Exkursion auf dem berühmten Waldfriedhof von München findet am 21. Mai 2026 (ab elf Uhr) statt.

Exkursion auf dem Waldfriedhof von München am 21. Mai ab 11 Uhr

Den Pirckheimern steht mit einer gut zweistündigen Exkursion über den Waldfriedhof in München ein weiteres Highlight bevor. Wir treffen uns dazu am 21. Mai 2026 um 11 Uhr am Haupteingang in der Fürstenrieder Straße. Dort werden wir mit Gerd Holzheimer in die literarische Vergangenheit wandern. Dr. phil. Gerd Holzheimer muss ich in unserem Kreis nicht mehr vorstellen, er ist Verfasser von über 30 Büchern, zuletzt die Biografie über „Apfelpfarrer“ Korbinian Aigner, Künstlerischer Leiter der Veranstaltungsreihe Literarischer Herbst im Fünfseenland, Herausgeber der Zeitschrift Literatur in Bayern. Als literarischer Landvermesser leitet er literarische Exkursionen weltweit und in seiner Heimat an der Würm. Kurator verschiedener Ausstellungen, Mitarbeit an Filmen, Vorträge zu kulturhistorischen Themen. Die Landeshauptstadt München zeichnete 2013 Holzheimer mit dem Ernst-Hoferichter-Preis aus, der an Künstler verliehen wird, die „Originalität mit Weltoffenheit und Humor verbinden“. 2015 war Gerd Holzheimer zudem Kulturpreisträger des Landkreises Starnberg.

Ein Besuch auf einem Friedhof ist immer auch ein Stück Erinnerungskultur. In ganz besonderem Maß trifft das auf den Waldfriedhof in München zu. Ein Gang durch seine weitverzweigten Wege kommt einem Gang durch die Literatur- wie Kulturgeschichte, auch durch die politische Geschichte gleich. Der Waldfriedhof, von 1905 bis 1907 angelegt, ist der größte in München. Er liegt auf dem ehemaligen Forst von Schloss Fürstenried. Und die Anlage selbst ist ein Meisterstück von Hans Grässel (1860–1939), Architekt, der das Stadtbild von München überhaupt sehr stark geprägt hat.

Schon die Eingangssituation ist hochinteressant. Thema: Sphingen auf dem Portal. Mit Sphinx verbinden wir automatisch das Rätselhafte, auch Gefährliche. Wer ihre Frage nicht beantworten kann, wird gefressen, und das waren alle auf dem Weg nach Theben. Ödipus war der Erste, der ihren Fängen entging. Dafür bekam er zum Lohn die Königin Iokaste zur Frau – seine Mutter, Witwe des von ihm gleichfalls – im Unwissen, dass es sein Vater sei – erschlagenen Laios. Das Rätsel seines eigenen Daseins bleibt ihm verborgen. „Du schaust umher und siehst nicht, wo du stehst im Üblen, / Nicht, wo du wohnst, und nicht, mit wem du lebst – / Weißt du, von wem du bist?“, heißt es im König Ödipus des großen griechischen Tragöden Sophokles, der im 5. Jahrhundert v. Chr. lebte.

Allenthalben verschwanden auf Münchner Friedhöfen Sphingen, so am Westfriedhof und am Nordfriedhof. Ein regelrechter Sphingenfresser namens Max Panitz, seines Zeichens Baurat, wird von Heißerer dafür verantwortlich gemacht. Und Erich Scheibmayr, Verfasser von Letzte Heimat. Persönlichkeiten in Münchner Friedhöfen (München 1984), mit dessen Buch (genauer gesagt sind es drei) Begräbnisstätten zu kulturellen Gedenkstätten wurden, nennt Panitz „brutal“, einen „wilden Hund“, einen „Zerstörer“. Die zwei Sphingen auf dem Haupteingang am Münchner Waldfriedhof hat er wohl nur deshalb verschont, weil sie so „erhaben auf jeweils zwei steinernen Toren“ liegen.

Ein paar Meter weiter kommen wir zu der Rotunde, die als Anlage für Hans Grässel gedacht ist. Auf der Rückseite findet man (aber nur, wenn man es weiß) Johann Wolfgang von Goethes Sonett Natur und Kunst in Stein gemeißelt. „Natur und Kunst, sie scheinen sich zu fliehen / Und haben sich, eh man es denkt, gefunden; / Der Widerwille ist auch mir verschwunden, / Und beide scheinen gleich mich anzuziehen …“ Zur Auswahl einzelner Gräber: Das bereits erwähnte Buch von Erich Schreibmayr ist ein guter Cicerone für unseren Gang über den Waldfriedhof. Hier nur ein kleines name dropping, damit man ungefähr erkennen kann, wohin die Reise geht – 12: Familie Mann; 13: Circus Krone; 17: Die Wedekinds; 22: Kurt Huber; 43: Bandera, Bierbaum, Heyse; 44: Lena Christ; 38: Alfons Goppel, Josef Ruederer; 131: Max Reger; 95: Franz von Stuck … Ja, und natürlich etliche andere mehr, darunter ein paar echte „Geheimtipps“: das Grab der Vera Ouckama-Knoop (1900–1919); ihr hat Rilke Die Sonette an Orpheus gewidmet mit dem Untertitel: Ein Grab-Mal für Wera Ouckama Knoop), oder des Malerpaars Maria Uhde (1892–1918) und Georg Schrimpf (1889–1938).

In der Amalienstraße 42 befand sich das Atelier des Malers Georg Schrimpf, des Freunds von Oskar Maria Graf, in dessen autobiografischen Schriften Schrimpf eine große Rolle spielt (so über den Tod von Schrimpfs Lebensgefährtin im Kindbett: Das Unglück. Eine Künstlergeschichte) sowie Ein barockes Malerporträt, 1950 erschienen in der Sammlung Mitmenschen. Und Schrimpf porträtierte seinerseits Graf (siehe Galerie im Lenbachhaus). – Weiterhin: Julia Löhr (1877–1927), Schwester von Heinrich und Thomas Mann, für den sie das Vorbild abgab als Ines Institoris im Roman Doktor Faustus. Der eigentümlich seltsame, wenngleich nahezu unleserliche Spruch auf ihrem Grab lautet: „Gott, ich danke dir für alles Glück, das du mir gesandt hast und noch viel mehr für jedes Unglück.“ Um Himmels willen, was hat denn das zu bedeuten, wenn ihr Bruder Thomas schreibt, sie hätte sich „vor Gattenekel“ das Leben genommen? Dumpf ahnt man das Schreckliche ihres Schicksals.

Georg Kannewischer (1897–1972), zählte zu den ersten Mitarbeitern des Bayerischen Rundfunks, seit 1929 Komponist, Dirigent und Arrangeur von Musiksendungen, Leiter der Hauptabteilung Musik. Langjähriger Briefwechsel mit dem Kiem Pauli (ein Exemplar davon wird im Exkursions-Rucksack mitgeführt und kann am Grab gezeigt werden), womit sich ein weiterer roter Faden durch die Exkursion zieht: der Kiem Pauli (1882–1960) war lange Zeit zusammen mit Kurt Huber (1893–1943), dessen Grab ja auch besucht wird, in den Bergen unterwegs, um Volkslieder zu sammeln, was Grundlage für das spätere, gemeinsam herausgegebene Altbayerische Liederbuch (1936) wurde.

Die Anastasia-Kapelle im alten Teil des Waldfriedhofs ist eine Kirche der ganz besonderen Art: Eine hölzerner, ursprünglich provisorischer Bau. Man kann nur einmal im Jahr in sie hineinblicken, ansonsten sind die Türen verschlossen. Nur bei der Mai-Andacht, an der auch schon der orthodoxe Erzpriester Apostolos Malamoussis teilgenommen hat, kommt man hinein. Was schade ist, denn die Ausmalungen, gestaltet vom 1988 verstorbenen Maler Max Lacher, sind sehr besonders. Lacher gestaltete die Kapelle kurz nach dem Zweiten Weltkrieg aus. Er stellt die Pein Jesu dar, jedoch sind dessen Peiniger klar als Nationalsozialisten gezeigt, eine einmalige ikonografische Darstellung. Auch Adolf Hitler kann man auf dem Gemälde erkennen, mit Spiegel um die Ecke schauend. Max Lacher malte nicht nur von 1946 bis 1949 die Fresken der Anastasiakapelle, 1956 zum Beispiel übernahm er in München die Fassadengestaltung des Textilhauses Ludwig Beck am Rathauseck, in Sgraffito- und Steinintarsien-Technik. Und last, but not least besuchen wir Michael Endes (1929–1995) Grab.

Der kulturgeschichtliche Gang beginnt am Haupteingang des Waldfriedhofes, Fürstenrieder Straße. Das ist auf Jahre hinaus von der Verkehrsanbindung her problematisch, aber sowohl thematisch wie dramaturgisch notwendig. Es ist dringend notwendig, ein öffentliches Verkehrsmittel zu benutzen. Verursacht durch die städtebauliche Schnapsidee, eine Trambahn-Trasse durch die Fürstenrieder Straße zu legen, gibt es keine Parkplätze mehr an der Fürstenrieder Straße – und damit auch keine als Parkmöglichkeit für den Waldfriedhof. Selbst der einst großzügig eigene Parkplatz für den Waldfriedhof fiel dieser „Nicht-Planung“ zum Opfer. Also: Nicht mit dem privaten PKW anfahren! Das kann durch den ebenfalls allfälligen Stau eine Verzögerung von wenigstens  einer halben Stunde ergeben, bis man aus dieser Mausefalle überhaupt wieder herausfindet – noch immer, ohne einen Parkplatz zu finden. Einzige Möglichkeit: Buslinie 51 Richtung Aidenbachstraße nehmen. In den Bus kann man aus den U-Bahnlinien U6 Holzapfelkreuth oder U5 Laimer Platz umsteigen.

Die reine Gehzeit der Exkursion beträgt etwas mehr als zwei Stunden. Es empfiehlt sich, im Anschluss die Einkehr im Restaurant Busento gegenüber dem Haupteingang einzuplanen und zwar nach der Mittagszeit, also nach 14 Uhr, da das Lokal bis zu dieser Zeit überlastet ist. Reservierung ist dafür unbedingt notwendig. Bitte bei Teilnahme anmelden bei mir: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org. Ich freue mich auf Ihren Besuch am 21. und wünsche Ihnen bis dahin alles Gute.

(Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Fr, 24.04.2026

'Buch. Raum. Haus. Bewegungsraum' ab Mai in Wien.

Galerie Druck & Buch Wien: „Buch. Raum. Haus. Bewegungsraum“

Buch. Raum. Haus. Bewegungsraum heißt die neue Ausstellung, die am 07. Mai um 19 Uhr in der Galerie Druck & Buch (Berggasse 21/2, A-1090 Wien) in der österreichischen Hauptstadt eröffnet und bis zum 26. Juni 2026 zu sehen ist. Das Künstlerbuch als dreidimensionaler Raum: ein Haus bildend, umreißend, erinnernd, mimikrierend – den Menschen im Raum denkend; zwischen Objekt und Erzählung entfalten sich Bücher als architektonische Gebilde, als begehbare Gedankenräume, als Spiegel individueller und kollektiver Erfahrung. So beschreibt es Galeristin Susanne Padberg. Und: Die Ausstellung versammelt künstlerische Positionen, die das Buch als Raumkörper begreifen, reflektieren oder thematisieren. Gezeigt wird eine Auswahl von neun international arbeitenden Künstlerinnen und Künstlern. Die Galerie ist Mo bis Fr 11 bis 18 Uhr geöffnet – am 15. Mai und 05. Juni bleibt die Ausstellung geschlossen. Die Werke sind auf der Site der Galerie schon betrachtbar. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 21.04.2026

Finissage „Solitaire“ – Führung & Werkstattgespräch in der LBO

„Meine Bücher kann man nicht in die Hand nehmen, nicht öffnen oder lesen. So bewahren sie ihr Geheimnis. Doch man kann sich ihnen zuwenden. Sie erwidern den Betrachterblick wie ein Portrait, dessen Blick dem Gegenüber folgt. Meine Gemälde sind Portraits von Büchern.“ So beschreibt Hannes Möller seine Arbeit. – Zum Abschluss seiner Solitaire-Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg (LBO, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) ist der Künstler zum Werkstattgespräch und für eine Finissage-Führung durch die Ausstellung mit seinen hyperrealistischen Bildern noch einmal in Oldenburg zu Gast. Seit 2007 besucht Möller Bibliotheken mit historischen Beständen in ganz Europa, darunter Cluny, Coburg, Gotha, Göttingen, Hannover, Oxford, St. Gallen, Straßburg, Weimar, Wolfenbüttel und eben auch Oldenburg. In jenen Kathedralen des Wissens entdeckt er immer wieder außergewöhnliche Schätze, setzt mit ihren Spuren auseinander, schafft eindrücklichste Bücherporträts dieser einzigartigen Solitäre und so einen bibliophilen Blick der besonderen Art. Am 23. April um 17.30 Uhr kann man ihn noch einmal samt seiner Bildwerke in Oldenburg erleben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 19.04.2026

Heike Ellermanns Bild "Wo sich verbergen" von 2014.

LBO: Wo sich verbergen? – Zum 125. Geburtstag von Rose Ausländer

Sie war eine der großen, stillen Dichterinnen deutscher Sprache, ihr Werk ist von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts gezeichnet: Rose Ausländer (19011988), deren Geburtstag sich am 11.05. zum 125. Mal jährt. Wie ihr Leidens- und Schicksalsgenosse Paul Celan (1920–1970) stammte sie aus Czernowitz. Die Begegnung mit seinen Gedichten beeindruckte sie nachhaltig, wie auch die Zeit im Ghetto ihrer Heimatstadt 1941 bis 1944. „Wo / wenn der Regen abspringt / von schmutzigen Ziegeln // wo / wenn der Damm reißt im / Gedächtnis und die / gestauten Wasser hervorbrechen // wo / sich verbergen // wenn sie dich anfallen / ungestüm / und sich verbünden mit // stürzenden Himmeln“ – Rose Ausländers Gedichtwerk gehört zu den existentiellsten Beiträgen zur deutschsprachigen Lyrik des letzten Jahrhunderts. Am 11. Mai, ihrem Geburtstag, wird die Dichterin, die lange in Amerika, kurz in Wien und ab 1965 in Düsseldorf lebte, in der LBO (Landesbibliothek Oldenburg, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) mit einer Lyriklesung, Redebeiträgen, Klezmermusik und Bildern zu den Gedichten geehrt. Nach einem Grußwort von Bibliotheksdirektorin Corinna Roeder spricht die Oldenburger Künstlerin Heike Ellermann über ihre Begegnung mit dem Werk der Dichterin und zeigt 25 künstlerische Arbeiten zu Gedichten Rose Ausländers. Und: Ein Teil der Arbeiten wird bis zum 15. Juni im Foyer der LBO ausgestellt sein. Schauspielerin Elfi Hoppe liest die Texte von Rose Ausländer, Dr. Rudolf Fietz spricht zu den Kunstwerken. Klezmermusik gibt es von Dagmar Martens (Klarinette) und Clemens Schneider (Akkordeon). Außerdem gehen alle 25 Arbeiten von Heike Ellermann als Schenkung in die Sammlungen der Landesbibliothek über. Die LBO ist von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, an den Samstagen von 09 bis 16 Uhr geöffnet. Das Gesamtwerk von Rose Ausländer wurde im S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main publiziert.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 17.04.2026

Olaf-Hajek-Ausstellung in Brandenburg a. d. H.: Tipp!

Im magischen Bildergarten: Olaf Hajek in Brandenburg (Havel)

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“. Auch die Galerie „Sonnensegel“ (Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel) stellt sich auf den Frühling ein und lädt die Kunstinteressierten in den „magischen Bildergarten“ Olaf Hajeks ein. Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Hajek, der als virtuoser Illustrator und damit als toller Geschichtenerzähler bekannt wurde – auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so fantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert ... In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst-Bilderbüchern veröffentlicht. The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren unter anderem schon in Einzelausstellungen Hamburg und München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren. Die Ausstellung ist vom 25. April bis zum 19. Juni 2026 in der Stadt an der Havel zu besichtigen. Die Vernissage für die Bilder Hajeks findet am 25.04. um 16 Uhr statt. Die Galerie ist Montag bis Donnerstag 08 bis 17 Uhr, Freitag von 08 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt einen eher symbolischen Euro. Der 1965 in Rendsburg geborene Künstler lebt heute in Berlin und Palma de Mallorca. Für sein Werk wurde er wiederholt geehrt und ausgezeichnet. Zuletzt stellte Olaf Hajek in Paris und Shanghai aus. Alle Informationen zu Im magischen Bildergarten gibt es bei Matthias Frohl und – unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 12.04.2026

Kunstmühle kündigt Ausstellung ab April mit dem Digitalprojekt an

Flankiert von einem berührenden Spruch zu Angelegenheiten der Zeit (die mit dem heutigen Abend in Europa vielleicht ein wenig geordneter scheinen mögen) kündigt die zu den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft zählende Neuhauser Kunstmühle eine Ausstellung aus dem eigenen Digitalprojekt, das weiter voranschreitend in Kooperation mit dem Verein Kultur 1 entsteht, an. Die 15 bisher fertiggestellten Drucke werden vom 20.04. bis 19.06. bei der Mietervereinigung Österreich (Reichsratsstraße 15, A-1010 Wien) gezeigt. Die Druckgrafiken können dort und bei der Kunstmühle selbst erworben werden, der Erwerb jedes Blatts unterstützt die Fortarbeit an dem vielgestaltigen Projekt. Die Wiener Exhibition zeigt u. a. Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern der Mühle. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 11.04.2026

Roland Berger (1942–2026). | © Abel Doering/Archiv

Abschied von Prof. Roland Berger

Am 04. April starb, wie von verschiedener Seite, so unter anderen der jungen Welt vom 09. April 2026, mitgeteilt wird, das langjährige (1969–2025) Pirckheimer-Mitglied Professor Dr. Roland Berger (1942–2026) nach langer Krankheit. Berger, der in Weinböhla in Sachsen geboren wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren im brandenburgischen Hohen Neuendorf, wo er seit 1996 gelebt hatte. Er war neben seiner Mitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft auch eine Reihe Jahre Vorstandsmitglied der Pirckheimer. Nach dem Abitur an der ABF der MLU Halle-Wittenberg studierte er Kunsterziehung und Deutsch an der Berliner Humboldt-Universität und war als Dozent tätig. 1976 erfolgte die Promotion, 1985 bis 1995 war er Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit am Fachbereich Kunsterziehung der Humboldt-Uni. Danach war er wieder als Lehrer und Dozent in den neuen Bundesländern tätig. Neben seiner kunstpädagogischen und akademischen Arbeit war Roland Berger auch immer als bildender Künstler tätig; sein umfangreiches Werk ist vielgestaltig und umfasst unter anderem Radierungen, Zeichnungen, Exlibris, Scherenschnitte – auch Plakate, Illustrationen und Publizistik ... Seine bevorzugten künstlerischen Haupttechniken waren indes der Holz- und der Linolschnitt, eines seiner thematischen Leitmotive ist der Harlekin. Er zeigte sein Werk in einer Vielzahl von Ausstellungen, seine Grafik erschien in Zeitungen, Zeitschriften, in der Edition Schwarzdruck – und nicht zuletzt auch in den Marginalien. So steuerte er u. a. etwa die Originalgrafische Beilage für die Mitglieder zum Heft 209 (Ausgabe 2013/1) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei, auch den Jahrestreffen widmete er seine Gabe. Insbesondere waren auch seine originellen Neujahrsgrüße beliebt. Roland Bergers Arbeiten waren international bekannt und geschätzt. Auch Frottagen und Plastisches sind Teil seines Werks.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

So, 05.04.2026

Druckfrisch: Neue "Wandelhalle für Bücherfreunde".

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die neue Ausgabe (Frühjahr 2026) der Wandelhalle für Bücherfreunde, die, seit 2015 unter der redaktionellen Ägide von Silvia Werfel, für die Gesellschaft der Bibliophilen e. V., die älteste Buch-Gesellschaft für Bibliophilie im deutschsprachigen Raum, herausgegeben wird, ist eben erschienen. Die jüngste Nummer des zweimal jährlich erscheinenden Periodikums versammelt wieder jede Menge Infos, Schau- und Lesestoff für das büchernärrische Volk. So bereitet ein umfängliches Editorial auf die Bibliophilentage der Gesellschaft, die abweichend von der Tradition nicht im Juni, sondern vom 07. bis 10.05. in Kassel stattfinden werden, auf die Tage in der Stadt des künstlerischen Weltdokumentenerbes (Gebrüder Grimm samt Grimmwelt  sowie das documenta-Archiv) vor. Ferner wird der aus Beständen der LBO rekonstruierte Roman Im Zeichen der Spinne von Mopsa Sternheim, 2025 bei Wallstein erschienen, als das gewürdigt, was er ist: Eine literarische Sensation. Es gibt ein feines Bilanz-Gespräch mit dem langjährigen Vorstand des LBA, Thomas Glöß, der sein Ehrenamt nach mehr als zehn Jahren abgab, zudem Nachrichten aus der Mainzer Gutenberg- und der Fränkischen Bibliophilengesellschaft. In der Rubrik Bibliophile Notizen wird die Reihe Exlibris im Porträt fortgesetzt und die Serie Einbandporträts zu Ehren von Sammler Wolfgang Brenner umbenannt. Kimberley Wegner schreibt zum Phänomen Inventing E. T. A. Hoffmann der Meister der romantischen Phantastik ist auch 250 Jahre nach seiner Geburt eine Ikone der Buch- und Illustrationskunst. Weitere Texte drehen sich um den Coverwettbewerb zu Kleists Zerbrochenem Krug bei Reclam, Curt Bloch, Ernst Fischer sowie Carola Willbrand, das Buch TYPE. Buchdruck in Europa und Asien und diverse andere Buchneuigkeiten. Abschließend werden zwei Ausstellungen mit Plakatkunst: Plakatfrauen und Unter Druck (beide in Wiesbaden), gewürdigt. Das Frühlingsheft endet mit der Einladung zur Mitgliederversammlung im Rahmen des Jahrestreffens, Geburtstags-Grüßen wie Neumitgliedern. Das Wandelhallen-Abo kostet 10 Euro im Jahr, die Lektüre lohnt sich!

(André Schinkel)