Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Di, 13.01.2026

Filmaufnahmen – Mentor Armin Schubert und seine Bücherkinder vor dem 'Einhorn-Teppich' in Potsdam.

Potsdam: „Open House“ & Premiere

Das Museum Barberini in der brandenburgischen Landeshauptstadt (Humboldtstraße 5–6, 14467 Potsdam) lädt zum Open-House-Termin am 25. Januar 2026 in die Kapitale an der Havel ein. Von 10 bis 19 Uhr (letzter Einlass: 18 Uhr) gibt es freien Eintritt ins Museum und jeweils 12.30 und 15.30 Uhr Einführungen zur aktuellen Ausstellung Einhorn. Das Fabeltier in der Kunst im Museum sowie von 14 bis 16 Uhr freie Atelierzeit für alle. Und – dabei findet aber auch und vor allem die Premiere des Arte/ZDF-Films Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht von Mathias Frick (2025, 52 Minuten) statt, in dem die Brandenburger Bücherkinder, die sich eingehend mit der Materie der Schau befassten und unter Mentorschaft von Pirckheimer-Freund Armin Schubert ein Einhorn-Buch veröffentlichten, eine bedeutende Rolle spielen. Die Bücherkinder werden seit Jahren auch von der Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt und gefördert. Der Film wird jeweils um 11 (Screening, auf Einladung des Hauses) und um 14 Uhr (öffentlich) gezeigt. Was für tolle Nachrichten: Chapeau!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 12.01.2026

"Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken": Ab 12.02. lädt das Stabi Kulturwerk zur Ausstellung ein.

Im Stabi Kulturwerk: „Was lesen?“

Unter dem so beziehungsreichen Titel Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken lädt das Stabi Kulturwerk (Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 08, 10117 Berlin) vom 12. bzw. 13.02. bis zum 10.05.2026 in einer Ausstellung zur Wahrnehmung von Literatur ein, die jenseits der Kanons und Listen stattfindet und nichtsdestotrotz vielleicht doch von Bedeutung ist. Die Schau schließt so Lücken und lässt eine andere Liste des bewahrten Wissens der Welt entstehen. Die Exhibition wird am 12.02. um 18 Uhr im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Stabi mit einem Grußwort von Julia von Blumenthal (Präsidentin der Humboldt-Uni) sowie einer Lesung der Schauspielerin Maria Hartmann eröffnet. Um Anmeldung zur Vernissage wird gebeten. Die Ausstellung kann Mi bis So von 10 bis 18 und Do von 10 bis 20 Uhr besucht werden – Eintritt/Begleitprogramm sind kostenlos.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 11.01.2026

Susanne Padberg präsentiert "Best of 2025" in Wien.

„Druck & Buch“ Wien: Best of 2025

Die erste Präsentation der Galerie Druck & Buch in der österreichischen Hauptstadt (Berggasse 21/2, A-1090 Wien – ganz in Schrittnähe des Sigmund-Freud-Hauses) gilt den Erwerbungen des Ausstellungshauses von Susanne Padberg im letzten Jahr. Die Pirckheimerin schreibt dazu in ihrer Rundmail: „Vielen Dank für viel Gutes im alten Jahr und die besten Wünsche für das neue Jahr – ein neues Jahr ist ja immer mit Hoffnung und Verheißung verbunden (möge sie sich erfüllen) und auch mit dem Rückblick auf Gutes: Best of 2025, die besten Neuzugänge des alten Jahres! Diese sind vom 09. Januar bis 27. Februar in der Galerie in Wien und online zu sehen ...“ Gezeigt werden dabei die Neuzugänge von Käthe Wenzel und Tricia Treacy, Herbert Stattler – ferner Werke von Clifton Meador, Stefan Gunnesch, Robbin Ami Silverberg, Natalia Weiss ... sowie der Blow Up Press, von Daniela Deeg & Cynthia Lollis, Ken Campbell und Josef Schwaiger, von den augen:falterinnen aus Leipzig und Emily McVarish. Die Galerie im Zentrum Wiens ist Mo bis Fr 11 bis 18 Uhr geöffnet.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 10.01.2026

Findet im Mai statt: Die 'artGrafik Ahrenshoop' 2026.

Vorblick auf Ahrenshoop – im Mai

Vom 14. bis zum 17. Mai 2026 ist es wieder soweit und findet die nächste artGrafik Ahrenshoop zwischen Meer, Sand, Wiese und Bodden auf der Halbinsel Fischland-Darß-Zingst statt. Die Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung und Künstlerbücher lädt wieder ein in die Strandhalle Ahrenshoop (Dorfstraße 16b, 18347 Ahrenshoop). Die vom Pirckheimer-Freund aus dem benachbarten Ribnitz-Damgarten, Henry Günther, organisierte und kuratierte viertägige Begegnung öffnet von Donnerstag bis Sonnabend jeweils von 11 bis 18 und am Sonntag von 11 bis 17 Uhr ihre Pforten. Das Künstlerdorf Ahrenshoop ist seit langem berühmt und bekannt für eine Reihe Kunstschaffender, die mit ihm verbunden sind, Ausstellungen bestimmen das kulturelle Leben des mit einer langen kunsthistorischen Geschichte verbundenen Ostseebads. Und durch das im Orts-Inneren ansässige Künstlerhaus Lukas wird seit vielen Jahren auch die Entstehung von Werken aller künstlerischen Gattungen gefördert. Insgesamt sind zur artGrafik in diesem Jahr 16 Ausstellende eingeladen, ihre Arbeiten zu präsentieren. Dabei sind 2026 u. a. der Holzschneider Frank Eißner aus dem mainfränkischen Aschaffenburg, zudem die Pirckheimer-Freunde Klaus Raasch (von dem auch der Plakathintergrund stammt) und Rainer Ehrt sowie Henry Günther selbst, ferner die zwei Leipzigerinnen Susanne Hoch und Urte von Maltzahn-Lietz (die aus dem Norden stammt), Tina Flau aus Berlin und aus dem Großraum von Halle die Kaltnadelvirtuosin und Zeichnerin, die auch auf eine lange originalgrafische Bibliografie verweisen kann – Susanne Theumer ... Aus Elsterberg reist Peter Zaumseil an. Und schließlich: Lokalmatador wird sein Hans Götze, der im Ostseeort lebt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 07.01.2026

Otto Ubbdelohde zu "Frau Holle", ca. 1910, 12,8 x 11,6 cm. In Goßfelden wírd zudem Henrik Schrat gezeigt.

In Lahntal-Goßfelden: „Henrik Schrat und Otto Ubbelohde“

Die im November 2025 geplante und seinerzeit abgesagte Eröffnung der Ausstellung Henrik Schrat und Otto Ubbelohde – Rodung Kreuzung Lichtung im Otto-Ubbelohde-Haus in Goßfelden (Otto-Ubbelohde-Weg 30, 35094 Lahntal-Goßfelden) im Lahntal findet nun am Sonntag, den 11. Januar 2026, um 11.30 Uhr statt. Der Pirckheimer-Freund Henrik Schrat, der soeben den letzten Band seiner neu illustrierten Ausgabe der Märchen der Brüder Grimm vorgelegt hat, schreibt dazu: „Otto Ubbelohde ist wohl mein Favorit unter den Grimm-Illustratoren, ein grafisches Genie, und in seinem Haus in der Stiftung zu Gast sein zu dürfen und eine Ausstellung gemeinsam mit seinen Zeichnungen zu machen, ist eine große Ehre und Freude.“ Überdies: „Das Ubbelohde-Haus, seine Wandmalereien und die Dauerausstellung an sich sind schon eine Reise wert ...“ Otto Ubbelohde (1867–1922) dürfte der bekannteste und nachhaltigste Illustrator der Grimm-Märchen sein – der Grimmschrat, erschienen von 2019 bis 2025 unter der Ägide Henrik Schrats, sollte sich mt seiner Vollendung allerdings in die Riege der großen Märchenausgaben einreihen. Das Haus im Lahntal ist sonntags von 10 bis 17 Uhr geöffnet bzw. nach Vereinbarung zugänglich. Am 24.01.26 eröffnet zudem eine Schrat-Ausstellung im Haus unter den Linden im thüringischen Sondershausen ... Weitere Veranstaltungen sind geplant. Alle Informationen zu den Büchern wie zu Terminen finden sich hier.

(André Schinkel)

Fr, 02.01.2026

Pro felicitas 2026: Fürs neue Jahr

Das neue Jahr wirft bereits Licht und Schatten voraus – angesichts der verheerenden Katastrophe im Zentrum von Crans-Montana im schweizerischen Wallis fehlen der Welt sichtlich die Worte; und alles Eifern möge in diesen Tagen verstummen, wünscht man sich, und den weit über 100 Verletzten, die gerade unter anderem auch nach Deutschland, nach Berlin, Leipzig und Halle etc. ausgeflogen werden, möchte alle Hilfe zukommen, dass sie wieder gesund werden können. Dass diese Hilfe über die Ländergrenzen hinaus möglich ist und passiert, hilft, nicht den Glauben zu verlieren, dass es eben so auch unter den Menschen zugehen kann und soll. Und dass man da einhält und der vielen Toten gedenkt, die das Unglück forderte. In der Tat ist es grad nicht die Zeit des Belferns, wie es die politische Hochprominenz ungerührt fortführt, sehr wohl aber der guten Gedanken, an die man sich doch trotz allem halten muss, auch, um Kraft zu haben fürs Künftige und das, was ertragen werden muss und zu bestehen ist. Leicht fällt es einem da nicht, das pro felicitas auszusprechen, aber ohne ein Wort für tätige Zuversicht und in der Bedeutung etwas abgewandelt eben auch anteilnehmende Solidarität ... wäre auch alles nix, so ist es doch. Nun, und auch auf andere Art und Weise wird es ein herausforderndes Jahr: 2026 ist in Deutschland ein sogenanntes Superwahljahr, aber ein bissel bleibt einem im Moment die Vorfreude auf diese Art Ausübung von Mündigkeit im Solarplexus stecken. Wo es auch so schon knirscht und knackt in der möglichen und geförderten Anwesenheit von Kultur und Kunst in der geschätzten Öffentlichkeit. Und um Literaturhäuser gefeilscht wird: in den Städten der Bücher und überhaupt. Und wo sich ein Gegen-Establishment rüstet, mit den Werkzeugen einer umgedeuteten Aufklärung und der verbrämten Postulation von Harmlosigkeit behängt. Scheint also so, als wäre auch da Solidarität und Beharren gefordert. Pro felicitas? Aber ja. Übertreiben wir es nur nicht und wirken weltfern und saumselig in dieser Übertreibung. Und halten uns so an eines der schönsten der nun doch Stück für Stück eintreffenden Blätter mit guten Wünschen, das hier für viele als stellvertretend eingestellt sein soll. Es stammt von unserem Pirckheimer-Freund Matthias Frohl und wünscht den Pirckheimern und überhaupt, dass man, wenn „das Glück vorbeirollt – fest zugreifen [soll], auch wenn man sich dabei etwas verrenken muss …“ Glück und Aufklärung, Nähe und Einsatz, Solidarität und Mitmenschlichkeit, sie werden 2026 gebraucht: Gehen. Wir. Es. An.

(Ernst-Jürgen Liebetraut)

Do, 01.01.2026

Klaus Bellin: Was bleibet aber. Schriftsteller in der DDR. Porträts. Bucha b. Jena: quartus-Verlag 2025. KlBr., 198 S., ISBN 978-3-947646-68-5, für 16 Euro.

Gelesen übers Jahr: Klaus Bellins „Was bleibet aber“- 32 Porträts

Als Porträtist ist Klaus Bellin, der Ende des eben vergangenen Jahres seinen 90. Geburtstag feierte, eigentlich uneinholbar. In zahlreichen Bänden und Features für den Rundfunk, in Artikeln und Aufsätzen hat der Berliner so ungezählte Biografien auf höchstem literarischem und essayistischem Niveau verfasst, einige dieser Werke, etwa zu Kurt Tucholsky und seiner Frau, zu Anna Seghers oder zu Heinrich Böll, gehören zum Besten, was man an gegenwärtiger biografischer Publizistik zu lesen bekommt. Viele dieser WerkeAugenblicke der Literatur, Bankett für Dichter oder Gegenwelten seien genannt – dürften mehr zu einer gelebten Literaturgeschichte der Gegenwart beitragen als so manche hochtrabende wissenschaftliche Affirmation. So ist es auch mit dem neuesten Band Bellins: Was bleibet aber, auf ein ikonisches Zitat Friedrich Hölderlins bezogen, porträtiert in 32 Texten bekannte und auch weniger bekannte Schriftsteller der DDR, die heute zum Teil schon längst dem Vergessen anheimgegeben sind. Bellin spannt dabei den Bogen weit von Johannes R. Becher, dessen tragische Vita noch einmal zum Tragen kommt, über Hermlin und Fühmann bis hin zu Elmar Faber, seines Zeichens einer der bedeutendsten Verleger des selbsternannten Leselands. Die Großen und Nobelpreisverdächtigen wie Christa Wolf oder Johannes Bobrowski, Brecht oder eben Seghers, mit denen Bellin vertraut war, sind selbstverständlich dabei. Zugleich wird in dem Buch sehr viel zur Ehrenrettung derer getan, deren Name heute kaum noch klingt. Klaus Bellin beschreibt zudem die Ambivalenz dieser Jahre: Emigranten, die, in der BRD verschrien, verspottet, in die DDR gingen, dort lebten und schrieben, an ein besseres Deutschland glaubend und selbst schwer enttäuscht wurden; Iden, die auch die Dagebliebenen und Nachgeborenen trafen. Oder das seltsame Zwischen-den-Stühlen-Sein Stefan Heyms, der aus den USA nach Europa zurückkehrt und nach und nach bei anfänglicher Privilegiertheit in die kruden Mühlen der DDR-Kulturpolitik gerät und dies aber mit größter Würde aussitzt. Weiterhin treten auf: Fritz Rudolf Fries, Brigitte Reimann, Jeanne Stern, Armin Müller, Volker Braun, Walter Kaufmann, Hans Mayer u. a. essentielle Teile der Phalanx der DDR-Literatur. Erschienen ist das Büchel in der Weißen Reihe des quartus-Verlags, begründet und herausgegeben von Pirckheimer-Freund Jens-Fietje Dwars. Der Toplesetipp für den Neujahrstag!

(André Schinkel)

Mi, 31.12.2025

"Was werden die Tage bringen ...?!" Der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft grüßt alle Mitglieder und deren Angehörige zum Neuen Jahr und wünscht so allen Glück und Gesundheit. Auf ein neues, wohlan!

Neujahrsgruß

Ein neues Buch, ein neues Jahr
Was werden die Tage bringen?!
Wird’s werden, wie es immer war,
Halb scheitern, halb gelingen.

Ich möchte leben, bis all dies Glühn
Rücklässt einen leuchtenden Funken.
Und nicht vergeht, wie die Flamm’ im Kamin,
Die eben zu Asche gesunken.

(Theodor Fontane.)

In diesem Sinne wünschen wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien, dass Ihr gut und vor allem gesund ins neue Jahr kommt und dieses dann gesund mit allen Sinnen genießen könnt! 

Dies wünschen Euch:
Matthias, Till,
Hans, Dan und
Robert

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Di, 30.12.2025

Löwe, Einhorn, neues Bücherkinder-Buch – in "Vom Mehrwert des Einhorns" geht's mythisch zur Sache. Darin werden Bilder, Fotos, Recherchen, ja, und vor allem Texte zu einem superben Thema geboten. Der Kultursender Arte drehte einen Film zu dem Projekt, der Anfang 2026 in Potsdam und Paris gezeigt wird.

Das Bibliophile zum Jahresende: „Vom Mehrwert des Einhorns“

Inner sanctum bibliorum: Das Bibliophile des Monats kommt dieses Mal aus dem inneren Kreis, den eigenen Reihen, und es würdigt explizit die Arbeit der Bücherkinder Brandenburg, ihre jüngste Publikation und ihren unermüdlichen Mentor, Pirckheimer-Freund Armin Schubert. Und es heißt ja auch, das Schönste hebt man sich bis zum Schluss auf. So auch 2025: Mithin handelt es sich bei den Bücherkindern um ein überaus ambitioniertes Projekt, das von Armin Schubert in Variationen seit vielen Jahren angeboten und durchgespielt wird: die Begegnung junger Menschen mit Literatur und Kunst, die Anregung, selbst schaffend tätig zu werden ... und mit den Musen, Autorinnen, Autoren, Künstlerinnen und Künstlern in den Austausch zu treten, Freude und Bleibendes im Blick.

So auch in diesem, dem (sic!) brandneuen Buch der Bücherkinder, die seit Jahren von verschiedenen Institutionen, so auch der Pirckheimer-Gesellschaft gefördert und unterstützt werden. Es heißt: Vom Mehrwert des Einhorns. Einhorn, das mythische Wesen in der Kunst. Das Kunstwerk entstand, jene umspielend und begleitend, zur Einhorn-Ausstellung im Potsdamer Museum Barberini – die ab März im Musée des Cluny in Paris gezeigt wird. Illustre Künstlerinnen und Künstler wie Angela Hampel (unter anderem für den Titel) und Pètrus Akkordéon (wundervoll, der mit dem Einhorn kuschelnde Löwe, der den jungen Schöpferinnen und Schöpfern gewidmet ist!) waren dabei den Bücherkindern und ihrem Mentor zur Seite, das Einhorn-Projekt zu einem guten und runden Ende zu führen. Nun liegt es vor, reist bald mit der Schau nach Frankreich und sorgt für weitere Weihen.

Auch zu Filmehren gerieten so die Akteurinnen und Akteure aus Brandenburg an der Havel, ihre Arbeit, ihren Aufenthalt im Museum begleitend. Armin Schubert schreibt unter anderem dazu: „... zum Schließtag des Museums Barberini am Dienstag, dem 04. November 2025, wurden die Bücherkinder Brandenburg zu Drehaufnahmen mit Lesung aus ihrem Buch Vom Mehrwert des Einhorns eingeladen. Dazu hier einige Aufnahmen von der Filmarbeit an diesem Nachmittag in Potsdam. [Bericht im Pirckheimer-Blog folgt gesondert anlässlich der Premiere.] Die Filmpremiere wird im Januar 2026 im Auditorium des Museums [Humboldtstraße 05/06 (Alter Markt), 14467 Potsdam, geöffnet Mo und Mi bis So 10 bis 19 Uhr] stattfinden. Danach läuft der Filmbeitrag zum Einhorn in der Kunst im Januar/Februar 2026 auf dem Kultursender Arte. Und weiter heißt es: 

Im März 2026 wird dann diese Ausstellung im Musée de Cluny in Paris gezeigt. Dazu läuft dann auch dort der Film. Einige Eltern möchten mit mir diese Ausstellungseröffnung ebenfalls besuchen. Damit hat unsere Bemühung, die der Pirckheimer-Gesellschaft e. V., zum Umgang von Kindern mit Büchern und Kunst, mit dem Lesen und Schreiben, eine weitere vorzeigbare Qualität erreicht.“ So ist es. Und: Die langjährige Arbeit im Dienst der Vermittlung von Kultur hat Armin Schubert vor kurzem die Verdienstmedaille des Landes Brandenburg eingebracht. Das Buch selbst bietet auf 72 Seiten in Farbe sorgsam ediert die Texte, Fotos, Flyer, Recherchen und Dokumente sowie die Zeichnungen der Bücherkinder, zu einem Thema, das ein ewiges und in der Zeit stehendes zugleich ist und viele Vorbilder aus der Kunst und Religion kennt. Auch Gedichte (darunter Rilke), weitere Tiere, ein signiertes Blatt Angela Hampels, eine herrliche Folge Akkordéon-Bilderspäße sind dabei. 

An der Realisierung waren neben Schubert zudem Sven Märkisch, Dietmar Block, Klaus Raasch und Henry Günther beteiligt. Nun: Würdiger kann man die Rubrik Bibliophiles des Monats für das scheidende Jahr kaum beenden. Die Bücherkinder (und Pirckheimer) sind halt ne tolle Truppe. 

(André Schinkel)

Mo, 29.12.2025

"Mögen die langen Nächte hinter uns liegen ..." – die Pirckheimerin Constanze Kreiser grüßt uns für 2026.

Erste Neujahrsgrüße für 2026

Auch wenn das Einlaufen der Grüße fürs Künftige in diesem Dezember noch dürftig ist (was sicher mit dem wenig Lichtvollen, das das Jahr unter Umständen bietet, zu tun hat), gelangen einige erste Blätter und Verlautbarungen für 2026 in die Blog-Redaktion. Vielleicht sind aber die Wünsche für Glück für das, was uns gegebenenfalls erwartet, wichtiger denn je. Und so ist denn der Gruß unserer Pirckheimer-Freundin Constanze Kreiser sicher eben auch metaphorisch lesbar: „Mögen die langen Nächte hinter uns liegen ...“ Verbunden ist das mit herzlichen Neujahrsgrüßen der Künstlerin an alle Pirckheimer. Und eines bringt ja der Winterbeginn und der darauffolgende Jahreswechsel mit sich: dass die Tage tatsächlich Minute um Minute wieder länger werden. Vielleicht dass mehr Licht auch weniger Gemunkel und Gerangel mit sich bringt, wie es die Welt ja im Moment durchschüttelt und nicht zur Ruhe kommen lässt. Mehr Licht heißt auch mehr Hoffnung, zumindest möchte man das hoffen, dass es das heißt. Sie ist die Letzte, die geht. Und das ist zutiefst menschlich. Fassen wir uns in Mut und Zuversicht. Dann hat es vielleicht nicht an uns gelegen, wenn’s doch anders kommt.

(André Schinkel)

Fr, 26.12.2025

Hans Werner Oswald in Freising

Mit der Ausstellungstätigkeit geht es auch im Neuen Jahr unbeirrt weiter – es ist mit Hans Werner Oswald auch ein Pirckheimer-Freund dabei, der, ganz frisch dem Weihnachtsfrieden entstiegen und noch in die beziehungsreichen Rauhnächte verstrickt, gleich zu Jahresbeginn seine Arbeiten zeigt. Vom 02. Januar bis zum 12. Januar zeigt Oswald Malerei und Zeichnungen im Alten Gefängnis zu Freising (Brennergasse 01, 85354 Freising). Die Ausstellung ist an den Wochentagen von 14 bis 18, am Samstag, Sonntag und am Dreikönigstag (06.01.2026) von 11 bis 18 Uhr zu besichtigen. Am 02. Januar findet von 19 Uhr bis 21 Uhr die Vernissage der Schau statt – es spricht der Künstlerkollege und Mentor Hans Werner Oswalds, Herr Professor Christian Weihrauch aus Leipzig, anlässlich der Eröffnung. Die Laudatio auf den Ausstellenden wird den sprechenden Titel Im Zeichnen sehen tragen und die Besonderheit der Arbeit Hans Werner Oswalds würdigen. „Möglicherweise ist Hans Werner Oswald ein Wissenschaftler, ein analytisch denkender Mensch, der in seinem Leben vielen Generationen von Kindern und Jugendlichen die Geheimnisse der Naturwissenschaften beigebracht hat“, heißt es da. Und weiter: „Diese Haltung sorgt vermutlich auch für die Portion Demut, die für ein solches, umfangreiches und nach Arbeitsschluss des Lehrers entstandenes grafisches Werk notwendig ist.“ Hans Werner Oswald ist seit 2018 Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, er wurde 1945 in Moosburg an der Isar geboren, wo er auch heute noch lebt. Er erhielt ab 1959 Unterricht von Professor Georg Hummitzsch. Bei der Sommerakademie Salzburg und beim Kunstsommer Irsee begegnete er Künstlern wie Bernhard Heisig, Georg Eisler, Volker Stelzmann oder Sighard Gille. Seit 1982 leitet er die Malschule in Moosburg ... seit 2023 ist Weihrauch sein Irseer Mentor. 

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

Mi, 24.12.2025

Wir wünschen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, innezuhalten und die schönen Momente zu feiern. In dieser besonderen Weihnachtszeit senden wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien die besten Wünsche voller Freude, Glück, Gesundheit und Liebe.

„Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und
versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.“

(Charles Dickens.)

Euch allen ein schönes, bibliophiles und besinnliches Weihnachtsfest!

Matthias
und Till sowie
Hans, Dan
und Robert 

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Di, 23.12.2025

"Es war einmal ein Faustkeil ...": Leseprobe aus einem der Kreativprojekte des Verfassers. Die Kursivstellen sind vorgegeben. | © Didier Descouens (CC BY-SA 3.0)

Minimärchen für zwischendurch

Es war einmal ein Faustkeil, der lag im Bücherregal eines Archäologen zwischen den Werkausgaben von Goethe und Winckelmann. Am liebsten sah er seinem Besitzer zu, wenn er Scherben und Klingen sortierte, sich die schmaler werdenden Haare raufte und an guten Tagen seiner Frau ein Küßchen gab. Eines Tages aber war der Archäologe gestorben, und es wurde still im Arbeitszimmer des Archäologen, nur das Schluchzen der Frau des Archäologen hörte man immer wieder durch die Tür. Es brachte nichts, die Traurigkeit müsse aufhören, sagte sich der Faustkeil und wackelte und ruckelte solange an sich selbst herum, bis er aus dem Regal fiel und die Frau kam und ihn aufhob. Seitdem liegt er im Wohnzimmer auf dem Tisch bei der Frau, die ihn von Zeit zu Zeit streichelt, als sei der Faustkeil der Kopf des Archäologen – und weil zumindest Faustkeile unsterblich sind, kann man nur hoffen, daß sie nun nicht mehr so traurig sind. 

 

(André Schinkel)

Mo, 22.12.2025

Luise, Fontane in Berlin, am 25.02. auch Rainer Ehrt.

„Fontane beim Friseur“ – in Berlin

Das Museum Ephraim-Palais (Poststraße 16, 10178 Berlin) hat mit der Zeichnung Fontane beim Friseur ein Blatt von Künstler und Pirckheimer-Freund Rainer Ehrt erworben. Es zeigt eine fiktive Begegnung zwischen dem Schriftsteller und dem legendären Berliner Hof-Friseur François Haby. Interessenten können es im Neuen Jahr in Augenschein nehmen, wenn Ehrt dort aus sein neuestes Werk, das Buch Preußens Luise zum 250. Geburtstag der Gattin Wilhelm III., vorstellt. Das Buch ist im Berliner Bäßler-Verlag angekündigt. Die Präsentation findet am 25.02.26 um 18 Uhr im Salon des Museums statt. Der Platz ist begrenzt, Tickets können jetzt schon via Link geordert werden. 

(André Schinkel)

Sa, 20.12.2025

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen. Es enthält auf 128 Seiten vieles an Wissenswertem und Bedenkensschönem für alle Bücher-Vernarrten.

Marginalien: Heft 259 erschienen

Pünktlich vor dem Fest ist die neue, die 259. Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, bei den Pirckheimern und auf den Gabentischen der Sammler und Abonnenten eingetroffen. Das Heft 2025/4, das als Winternummer unter der bewährten Ägide von Redaktionsleiter Till Schröder den Jahrgang beschließt, ist dieses Mal jenen starken Ichs, sowohl bei den Buchschöpfern wie auch bei den Produkten als quasi Individuen selbst, auf der Spur. Um Joachim Ringelnatz und seinen Verleger Heinrich Barchfeld in Leipzig geht es im ersten Beitrag des Heftes von Karsten Hommel. Im Anschluss lobt und porträtiert Jens-Fietje Dwars die Grand Dame, ja, und „Bäumin“ Gerda Lepke, die für die 259 auch die Originalgrafische Beilage des Hefts liefert – stets eine von vier Offsetlithografien mit dem Titel Tänzerin, die den Mitglieder-Exemplaren der Zeitschrift beigelegt sind. Ferner geht es da um Otto Spamer und James Joycens Ulysses (die Riege seiner gestalteten Ausgaben) und: um Horst Dieter Gölzenleuchter, dessen Werk gerade im Literaturhaus Magdeburg zu sehen ist – um den Europa Almanach, und die reiche und so wohlgelungene Jahrestagung der Gesellschaft im September in Hannover. Es gibt gleich fünf Trauerbekundungen für den großen Büchermacher Jens Henkel aus Rudolstadt; und im ABC der Druckkunst unter dem sprechenden Titel Zwischen Alchemie, Handwerk und Kunst etwas heute Spezielles: Janine Kittler und Michael Barthel stellen den Lichtdruck vor, für den es in Leipzig eine der letzten Werkstätten gibt. Die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage fragt nach 250 Jahre Goethe in Weimar – Glücksfall oder Verhängnis? Der Rezensionsteil feiert die Sürrealistische Revolution, das Slanted Magazine und ein betörendes Rabenbuch von Carla Schwiegk und Matthias Jackisch, dessen Vorzugsausgabe damit vergriffen sein sollte. Wie gewohnt gibt’s Neues aus der Pirckheimer-Gesellschaft und Wissenswertes für Bücher- und Grafikfreunde im Servicebereich, auch Hinweise zu relevanten Ausstellungen, Mitgliederzuwachs wie Ehrentagsinfos. Den Bibliophilen entführt das Heft, dem Titel der beiliegenden Vorzugs-Grafik des am Schluss der Nachrichten besprochenen Märchenbands Die Ein-Wunsch-Fee von Jens-Fietje Dwars folgend, und so soll es ja nach einer anstrengenden Zeit auch sein, zum Jahrwechsel in den Garten der Träume.

(André Schinkel)