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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

So, 03.10.2021

Abb. © ad

Das dritte Jahrzehnt LBA

Der Leipziger Bibliophilen-Abend gründete sich 1904 und zählte seitdem zu den angesehensten und wirkungsreichsten bibliophilen Vereinigungen Deutschlands. Er löste sich, einer Zwangsauflösung zuvorkommend, 1933 aufgrund der vielen jüdische Mitglieder in seinen Reihen auf. Ab 1956 lebte die Leipziger Bibliophilie als Regionalgruppe der Pirckheimer-Gesellschaft im Kulturbund der DDR wieder auf und am 9. Januar 1991 entstand daraus der LBA neu; keineswegs als eine Konkurrenz zu den weiterhin bestehenden Pirckheimern. Konsequent ist daher, dass zahlreiche LBA-Mitglieder zugleich in der Pirckheimer-Gesellschaft verankert sind.

Zum Jubiläum erschien, wie aller zehn Jahre üblich, nun allerdings mit einer halbjährlichen Corona-Verzögerung eine Festschrift mit Textbeiträgen von dreizehn Autoren (Michael Hametner, Herbert Kästner, Stefanie Jacobs, Sabine Knopf, Mark Lehmstedt, Thomas Kleiderling, Clemens Meyer, Thomas Theobald Döring, Manfred Jendryschik und Norbert Grewe) und signierten Originalgraphiken von neun Künstlern (Madeleine Heublein, Julienne Jattiot, Frank Eißner, Alim Pasht-Han, Sighard Gille, Christian Weihrauch, Yvette Kiessling, Uwe Bremer und Gudrun Petersdorff), sowie Bibliographie und Dokumentation.

Hrsg.: Thomas Glöß - Das dritte Jahrzehnt LBA
Leipzig 2021. 146 S., 325 x 205 mm., Pappband in Schuber.
Gesamtgestaltung Gert Wunderlich.
Satz in der Maxima, typographische Bearbeitung: André Grau.
Druckerei Friedrich Pöge auf Lessebo Design matt natural 150 g/qm.
Die buchbinderische Verarbeitung erfolgte durch die Müller Buchmanufraktur Leipzig.
Auflage 260 nummerierte Exemplare.

Sa, 02.10.2021

Fotos vom Jahrestreffen 2021

Hier können die Fotos vom Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft betrachtet und bei Interesse heruntergeladen werden.

Wer seine Fotos der Allgemeinheit zur Verfügung stellen möchte, kann diese per E-Mail an den Blogbetreiber senden, es erfolgt eine Auswahl. Bislang enthält das Album Fotos von Abel Doering (76), Nora Doering (1), Hendrik Liersch (1), Gisela Klostermann (3), Matthias Haberzettl (1) und Ralf Parkner (4).

Die Rechte der Fotos liegen bei den jeweiligen Urhebern, wo diese Angabe fehlt, liegen die Rechte beim Blogbetreiber. Eine kommerzielle Nutzung bedarf der Zustimmung.

(Dieser Eintrag wird bei Aktualisierung des Albums jeweils oben im Blog angezeigt.)

Hamburger Bothe 6

Das neueste Informationsblatt der Pirckheimer aus dem Nordwesten der BRD ist jetzt erschienen, bereits das sechste. Hier kann man es aufrufen, sofern man nicht ohnehin zu den Abonnenten des Blattes gehört.

Das zentrale Thema des Hamburger Bothen ist natürlich ein ausführlicher Bericht von Rudolf Angeli über das, vor fünf Tagen zu Ende gegangene, Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft und die BuchDruckKunst. Dieser Bericht enthält zudem ein Atelierbericht von Elke Rehder, die zum diesjährigen Treffen die traditionell an alle Teilnehmer ausgereichte Graphik schuf.
Weitere Themen sind die Neuverfilmung der Schachnovelle von Stefan Zweig durch Philipp Stölzl, Neues aus den Verlag Angeli & Engel einschließlich einer aus den Marginalien übernommenen Rezension des Premieretitels und die Selbstdarstellung des Autors Heiner Egge und eine Betrachtung von Tilman Schroeder über die Gemeinsamkeit von Karl May und Hermann Hesse sowie Artikel zum mairisch Verlag und den Maler und Dichter Pit Morell.

Do, 30.09.2021

AUS DEM ANTIQUARIAT 3/2021

Angenehm überrascht hat das aktuelle Heft "Aus dem Antiquariat" - sowohl der reich bebilderte Beitrag von Adela Sophia Sabban über Christoph Meckel und die Eremiten-Presse von V.O. Stomps, als auch die Abhandlung von Michael Eschmann, über den Berliner Antiquar und Buchhändler Hugo Streisand (1877 - 1955).
Im Beitrag über die Eremiten-Presse wird deutlich, warum die Zusammenarbeit von Meckel und Stomps nahelag, sie entsprang der Verbindung von Wort und Bild im Buch. "Ich betrachte mein geteiltes Dasein und die geteilten Bereiche und Wirkungen: Literatur und Graphik. In meiner Person eines, verschmolzen, unteilbar und durch nichts zu trennen." (Christoph Meckel). Der Artikel von Michael Eschmann, Antiquar in Griesheim, ist eine weitere Facette seiner Beschäftigung mit dem Curriculum Vitae von Antiquaren.

Für Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft ist die beigelegte Information über die Verlegung der Jahresversammlung, die ursprünglich in Ottobeuren stattfinden sollte, nach Leipzig wichtig.
Das Programm sieht Führungen durch die Bibliotheca Albertina, die Besichtigung des Verlags Faber & Faber, Führungen durch den Papyrus Ebers Schauraum und die Präsentation ausgewählter Handschriften und Nachlässe aus der UB Leipzig, eine Führung durch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum und das Museum für Druckkunst Leipzig vor.

Jahrestreffen: 10. und 11. Dezember 2021
Mitgliederversammlung: 10. Dezember 2021, 15 Uhr

Vortragssaal der Bibliotheca Albertina

Di, 28.09.2021

Herbert Sailer - Mitten in der Nacht

Die vom Pirckheimer Till Sailer herausgegebene Auswahl bringt zum ersten Mal einen Querschnitt aus dem Nachlass eines Lyrikers, der mit 32 Jahren im Zweiten Weltkrieg starb und von dem zu seinen Lebzeiten nur ein schmales Bändchen erschien.
Die frühen Gedichte Herbert Sailers (1912-1945) verschmelzen Motive der Neuromantik und der Bewunderung für Rilke mit dem Erleben der Jugend- und Reformbewegung. Ein Heranwachsender sucht nach seinem Weg in einer Zeit der Auf- und Umbrüche: Nichts ist mehr sicher, das Vertraute zerfallen, das Kommende ungewiss. Mit unsentimental verknappten Versen findet er zu einer eigenen Sprache. Landschaftsgedichte wie Rhön, Reflexionen über das Unwiederbringliche des Lebens wie Alter Mann im Gebirge und Mitten in der Nacht oder Porträts von Kleist und Bach brauchen den Vergleich mit namhaften Lyrikern seiner Zeit nicht zu scheuen. Zarte Liebesgedichte finden sich neben poetischen Verdichtungen von Natur- und Alltagsbeobachtungen wie Pappel im Morgen oder Gesang vom Töpfer.
Immer ging es Sailer um das Eins-Sein „mit allem, was da lebt“. Und vielleicht hat ihn diese Sehnsucht nach dem allverbindend Lebendigen auch in die Reihen der braunen Rattenfänger getrieben, in deren Massenaufmärschen sich viele seiner Zeitgenossen rauschhaft aufgehoben fühlten. Noch 1933 warnte Sailer: „Ihr habt viel Worte um euch aufgebaut/ und sprecht von Volk,/ als ob ihr’s bei euch trüget,/ so wie ein Ding“ und 1935: „Wir trauen allzu leicht/ dem Glanz von großen Worten“. Arbeit am Wort aber ist die Aufgabe der Dichter aller Zeiten!
Thomas Ranft begleitet diese Arbeit mit den Mitteln seiner Sprache: der Radierung!

Eine Vorzugsausgabe in 30 Exemplaren mit beiliegender Radierung wird von Thomas Ranft ausgeliefert.

Herbert Sailer - Mitten in der Nacht, Gedichte 1931-1939
Hrsg.: Till Sailer
Die weiße Reihe, Band 16, quartus-Verlag Bucha bei Jena 2021
88 Seiten, Klappenbroschur mit der Radierung "Ikarus" von Thomas Ranft
14,90 €
ISBN 978-3-947646-35-7

Doppeltitel der Kelmscott Press: "The Works of Geoffrey Chaucer" (1896)

Marginalien #242

Das dritte Heft der Marginalien diesen Jahres ist derzeit in der Auslieferung.

"Vermittler, Befähiger, Anreger: In vielen Bereichen braucht es Menschen, die Wege bereiten, damit eigene Kreativität ihren Weg finden kann. Ob nun Mäzene, die Forschung ermöglichen, Lehrer, die Talente erkennen, oder Freunde und Familie, die einen machen lassen, statt mit Skepsis in den Speichen eigenen Strebens zu stochern. Wer wagt, gewinnt. Und Wagnisse sind Bildungsbeschleuniger. Wir werfen diesmal einen Blick auf einige solcher »Enabler« in Sachen Buch. Ernst Falk breitet in einem kommentierten Verzeichnis der Malerbücher der Èditions Tériade die gesamte Vielfalt des künstlerischen Ausdrucks der Moderne des letzten Jahrhunderts aus. [...] Henri Matisse bezeugt dies in seinem Rückblick aufs Büchermachen in unser Typografischen Beilage. [...] Sylke Kaufmann, Leiterin des Lessing Museums in Kamenz, erzählt von der Grafiksammlung des Hauses und wie sie über die Jahrzehnte Künstler mit Lessings Gedanken zusammenbrachte, Blatt für Blatt wachsend. Peter Richter wiederum schaut zurück auf die Antiquare seines Lebens.  [...] Dass Ideen für Äonen aber gleichermaßen in just diese tagespolitische Mühlen geraten können, zeigt Norbert Grewe. Anhand eines Autografen des amerikanischen Autors Isaac Asimov blickt er auf die politisch aufgeladen Verwerfungen der Science Fiction-Fanszene der 1970er Jahre in Deutschland und die damaligen Konflikte rund um Utopie und Alltag. Und letztlich ruft uns Hans Eckert in unserer Serie Berühmte Bücher den Buchkunst-Anreger par Excellence des vorvorherigen Jahrhunderts ins Gedächtnis: William Morris und seine Kelmscott Press [...]

(Till Schröder)

Mo, 27.09.2021

Philip Waechter, Rosi in der Geisterbahn © 2005 Beltz & Gelberg

ROSI IN DER GEISTERBAHN

Die Bilderbuchgeschichte Rosi in der Geisterbahn (Beltz & Gelberg, 2005) handelt von der liebenswerten Häsin Rosi, die schon seit einiger Zeit keine ruhige Nacht mehr verbringt, da ein stets sich wiederholender Albtraum sie quält. Wie es Rosi gelingt, ihren Albtraum zu bewältigen und sich vom Angst-Hasen zum Mut-Hasen zu verwandeln, zeigt das Buch - und hier vor allem die Illustrationen. Auf humorvolle und zugleich ernsthafte Weise verdeutlichen sie den jungen Leser*innen, dass es sich lohnt, sich aktiv den eigenen Ängsten zu stellen und an Lösungen zu arbeiten.

Der Illustrator Philip Waechter, Sohn des legendären Zeichners und Cartoonisten F.K. Waechter, studierte an der Fachhochschule Mainz Kommunikationsdesign mit dem Schwerpunkt Illustration. Seit 1995 zeichnet und schreibt er Bilderbücher, Kinderbücher und Comics für Kinder und Erwachsene. 1999 gründete er gemeinsam mit anderen Künstlern die Frankfurter Labor Ateliergemeinschaft. 

Ausstellung: 23. August - 14. November 2021

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

So, 26.09.2021

v.l.n.r.: Ralf Wege, Till Schröder, Ralph Aepler (hält den Rechenschaftsbericht), Armin Schubert, Foto: ad

Mitgliederversammlung 2021

Den Abschluss des 48. Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft bildete die Mitgliederversammlung, eingeleitet durch einen aufschlussreichen Vortrag unseres Mitglieds Armin Schubert über die Herausforderungen der digitalen Welt für Leser und Freunde des gedruckten Wortes und Hürden und Erfolge der Arbeit mit den Bücherkindern Brandenburg. Der Vortrag ist hier nachzulesen.
Rechenschaftsberichte und Informationen aus den Regionalgesellschaften gaben einen Überblick über die stetig erfolgreiche Entwicklung der Pirckheimer-Gesellschaft.

Für das nächsten Jahrestreffen wurde Oldenburg (Oldb) vom 23. bis 25. September 2022 vorgesehen.

Sa, 25.09.2021

Officina Ludi
Christian Ewald
Eckehart SchumacherGebler
Herbert Kästner im Gespräch mit Rainer Ehrt
Ralph Aepler (mitte) bei Uwe Warnke (lks.), Fotos: ad

Pirckheimer auf der BuchDruckKunst

Am Nachmittag dann der Rundgang durch die BuchDruckKunst. Die Auflagen infolge Pandemie waren hart für die Gäste, Aussteller und Veranstalter, so durften auf der Messe die 60 Aussteller nur gleichzeitig von 40 Interessenten besucht werden. Da die Besucher sich naturgemäß in der Regel Stunden auf der Messe aufhielten, standen viele teilweise stundenlang Schlange am Eingang und eine Führung der Pirckheimer über das Messegelände durch Klaus Raasch war nicht möglich. Eine ausführliche Einführung im Freien musste ausreichen, dem folgte ein individueller Besuch der Tagungsteilnehmer bei den Ausstellern.

Auf der BuchDruckKunst fanden dann die Teilnehmer des Jahrestreffens Pirckheimer, die nicht zum Jahrestreffen, sondern als Aussteller gekommen waren, wie Hanif Lehmann, Eckehart SchumacherGebler, Rainer Ehrt, Christian Ewald, <usus> Uta Schneider und Ulrike Stoltz ...
Pirckheimer konnten damit neben Pirckheimern Illustratoren, Drucker, Buchkünstler und Verleger treffen, mit denen sie seit Jahren bekannt und häufig freundschaftlich verbunden sind, mit denen sie jedoch zwangsläufig seit Pandemiebeginn keinen persönlichen Kontakt hatten hatten.

So wurde dieser Nachmittag wie angestrebt zu dem Höhepunkt des Jahrestreffens und die BuchDruckKunst gab Hoffnung.

(ad)

Fr, 24.09.2021

Elke Rehder, "Ich möchte ein Leuchtturm sein", Radierung, Aufl. 75 Expl. + 7 e.a., Abb.: A. Doering

Graphik zum Jahrestreffen 2021

Heute begann, parallel zur BuchDruckKunst, in Hamburg das 48.Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft.

Zur Begrüßung überreichte Elke Rehder allen Teilnehmern eine, zum Jahrestreffen entstandene, dem Hamburger Dichter Wolfgang Borchert zum 100. Geburtstag gewidmete Radierung zum Gedicht

"Ich möchte ein Leuchtturm sein

in Nacht und Wind -
für Dorsch und Stint -
für jedes Boot -
und bin doch selbst
ein Schiff in Not!
"

(Wolfgang Borchert, aus Laterne, Nacht und Sterne. Gedichte um Hamburg, 1946)

Do, 23.09.2021

Cleo-Petra Kurze, Tanz auf dem Vulkan, 2012, Mischtechnik (Feder, Tusche, Farbe, Buntstift)

Cartoons und so…

Das Satiricum des Sommerpalais Greiz zeigt eine Ausstellung von Cleo-Petra Kurze mit Werken ihres künstlerischen Schaffens der letzten 45 Jahre. Dazu stellt die Künstlerin Zeichnungen aus ihrem privaten Depot zur Verfügung. Ergänzt wird die Schau aus dem Bestand der Sammlung im Sommerpalais.

Cleo-Petra Kurze studierte von 1970-1975 an der Hochschule für Grafik und Buchkunst in Leipzig. Von da an war sie freiberuflich tätig als Illustratorin und Cartoonistin. Sie war regelmäßige Teilnehmerin an den Biennalen und den Triennalen der Karikatur im Greizer Sommerpalais.

Ausstellung: 9. Oktober 2021 - 15. Januar 2022

Staatliche Bücher- und Kupferstichsammlung Greiz
SATIRICUM des Sommerpalais Greiz
Fürstlich Greizer Park, 07973 Greiz

Mi, 22.09.2021

Katalog zur Ausstellung © Uwe Loesch. Foto: Klingspor Museum Offenbach

0, nix*

Von 2002 an bis heute verbindet die Ausstellungen des Klingspor Museums die Plakatgestaltung des international renommierten Gestalters Uwe Loesch. Er ist Träger des Gutenberg Preises der Stadt Leipzig, erhielt den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, zahlreiche Ausstellungen, Preise und Auszeichnungen auf Plakatbiennalen begleiten seinen Weg. Davon profitieren auch immer wieder die über 100 Plakate, die dem Buch- und Schriftmuseum in Offenbach sein grafisches Gesicht geben. Sie bilden den einen Schwerpunkt der Ausstellung. Der andere – erstmals öffentlich präsentiert – liegt auf der Vielfalt des typografischen Schaffens für Bücher, Zeitschriften und Programmankündigungen. Vieles erscheint als Geniestreich aus dem Moment heraus. Die Ausstellung demonstriert, wie kontinuierlich dabei das Modulieren von Überzeugungen die Handschrift des Uwe Loesch leitet.
Grafik Design kämpft mit dem Zuviel an Effekt und Zuwenig an Esprit. Uwe Loesch gehört zu denen, die sehenswert die Balance halten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (29 Euro).

24. September bis 14. November 2021, Einlass nur für 3G

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 21.09.2021

Remigio

In den Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, ist eine Rezension von Till Schröder zum Projekt „Remigio“ erschienen, einem Graphic-Novel-Projekt von Eduardo Roca (Grafik) und Nikolaus Topic-Matutin (Plot und Texte). Erzählt werden die Abenteuer des papiergeborenen Remigio, der außergewöhnliche Eigenschaften besitzt und sich mit seiner Vertrauten, Dora, der Kubistin, zwischen Bild und Welt hin und her bewegt.
Vor einem Jahr wurde hier über eine Crowdfunding-Aktion für dieses Projekt berichtet. Die Blätter 1-11 erschienen in einer Auflage von 250 + 50 Bonusexemplaren, 12 und 13  mit einer Auflage von 60 zuzüglich EA. Das Format ist 86 x 61 cm.
Die Folge wird fortgesetzt.

Die Rezension ist hier nachzulesen.

(Elisabeth und Nikolaus Topic-Matutin)

GORDON  WELTERS - Fotografie

Herbstausstellung in der Galerie SONNENSEGEL

Ein Weltreisender macht Station in der Heimat. Der in Brandenburg an der Havel geborene Fotograf Gordon Welters hat im Auftrag renommierter internationaler Magazine und Zeitungen wie der New York Times den ganzen Erdball bereist. Seine Reportagen führten ihn nach Palästina, Russland, Kasachstan, Bangladesch, Indonesien, in den Senegal, nach Tansania, Kuba, Kanada und durch Europa.

Trotz dieser Weltläufigkeit empfindet der Fotokünstler eine tiefe Verbundenheit zu der vertrauten Brandenburgischen Region. In gewisser Weise zählt auch die Galerie „Sonnensegel“ zu diesen heimischen Wurzeln, so dass diese Ausstellung mit Arbeiten Gordon Welters schon längst überfällig schien. Schließlich fanden die Bilder des Brandenburger Fotografen regelmäßig den Weg in große Fotoausstellungen auf der ganzen Welt und wurden mehrfach ausgezeichnet.

Traditionell wird ein originalgrafisches Plakat aufgelegt. Der Fotograf gestattete der Galerie, ein Foto grafisch zu adaptieren. Die von Sven Märkisch gedruckten Exemplare signiert Gordon Welters für die Eröffnungsgäste.

(Matthias Frohl)

Eröffnung: 25. September 2021, 16 Uhr
Ausstellung: 25. September 2021  - 25. Februar 2022

Galerie "Sonnensegel"
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg

Mo, 20.09.2021

Christina Wildgrube, Ærø, 29,5 x 39,6 cm, Monotypie, 2021, Detail (lks.), Nina Annabelle Märkl, The Inside of the Outside of the Inside 1_2, ca. 115 x 70 x 25 cm, Kaltnadelradierung, Tuschezeichnung, Federstahl, Magnete, 2021, Detail

Lineares in München

Der Verein für Original-Radierung München stellt in einer Ausstellung LINEARES Werke von von Christina Wildgrube und Nina Annabelle Märkl aus.

Als Künstlerin im Feld der Druckgrafik liegt das Interesse von Christina Wildgrube auf den im Buchdruck verwendeten Verzierungen (Ornamente / Schmuckelemente) aus Blei oder Messing, die sie an Schraffuren in Landkarten erinnern. 
Sie greift diese Assoziation zur Abbildung von Raum auf, entwickelt druckgrafische Bildkompositionen und verdeutlicht eine Möglichkeit, eine einst elementare Handwerkstechnik, vom Prozess des Digitalen abgelöst, bildnerisch neu zu definieren und umzunutzen. Die Letter, das Ornament wird zum Pixel im Bild.

Nina Annabelle Märkl‘s Arbeiten bewegen sich an der Schnittstelle zwischen Kaltnadelradierung, Zeichnung und Objekt, der Vervielfältigung und dem Unikat. Über die Faltung linearer Zeichnungen von Raumstrukturen, die Übersetzung in die Radierung und die Fortführung in der Tuschezeichnung entsteht in Verbindung mit den Linien des Federstahls und seiner Schatten ein Spannungsfeld zwischen tatsächlichem und möglichen Raum.

Die Künstlerinnen lernten sich 2020 in Wittenberg kennen, wo beide zu unterschiedlichen Zeiten Stipendiatinnen der Cranach-Stiftung waren.

Eröffnung: 23. 9.2021 von 19 Uhr, Einführung: Dr. Barbara Fischer
Ausstellung: 24. September - 16. Oktober 2021
Open Art: 24. September 2021, 18 Uhr, 25. September 2021, 11 Uhr
Lange Nacht: 16. Oktober 2021, 18 Uhr

Verein für Original-Radierung München e.V.,
Ludwigstraße 7, Innenhof