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Pirckheimer-Blog

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Di, 23.11.2021

Ergänzung und Absagen

Am Freitag wird eine Druckgraphik-Ausstellung in der Galerie Wolf & Galentz in Berlin Pankow eröffnet. Die hier erfolgte Ankündigung kann um einen Hinweis ergänzt werden: Unter den Ausstellern ist auch der Pirckheimer Michael Ley, der im Kabinett ein Vitrinentableau mit Druckgraphik und Künstlerbüchern mit dem Schwerpunkt "Schnittstellen / Interfaces zwischen analoger Druckgraphik und digitaler Technik" präsentiert.
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Der zweite Hinweis ist leider eine negative Nachricht: Die Eröffnung der angekündigten Ausstellung "Aurelius Vita/Die armenische Nachtigall" in Berlin ist abgesagt - bis auf weiteres.
Udo Würtenberger, ebenfalls Pirckheimer, hat zwei sehr schöne Holzschnitt-Bücher geschaffen, die unbedingt sehenswert sind! Den Satz beider Bücher führte Michael Ley aus.
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Der dritte Hinweis ist nochmals eine Absage: Nach zwei Jahren Corona-Wirren sollte es am 24. November 2021 endlich wieder einmal ein Treffen des Berliner Bibliophilen-Abend geben, dieser musste ebenfalls kurzfristig abgesagt werden. Geplant war ein Abend zum Thema "Griechische Mythologie in bibliophiler Gestalt".

So, 21.11.2021

Nina A. Schuchardt, Eichhörnchenverlag, (Foto: ad)

BuchBerlin / Eichhörnchenverlag

Unter den Ausstellern der BuchBerlin 2021 gab es einige aufleuchtende Sterne, vor allem im Bereich des Kinderbuchs. Dazu gehört zweifelsohne der Eichhörnchenverlag.

Der 2017 gegründete Eichhörnchenverlag gibt, derzeit von zehn Künstlern und vier Autoren gestaltet, Bücher für Kleinkinder heraus. Darin werden jedoch nicht, wie mitunter angestrebt, vorbestimmte Lerninhalte vermittelt, sondern es werden liebe- und anspruchsvoll gestaltete Bilderbücher vorgelegt, die Freude an den Bildern, Worten und Geschichten schenken. Im Vordergrund stehen bei den Büchern des Eichhörnchenverlags somit die Bilder, für Kleinkinder anregend und anspruchsvoll gezeichnet, Bilder, die selbst Erzählungen sind und keine bloßen Illustrationen.
Den Kindern wie ihren Bezugspersonen wird damit ein Anlass zu entspanntem Miteinander und Kommunikation geboten, wobei dieses geteilte Erlebnis für alle Beteiligten auch bei der hundertsten Wiederholung noch schön, spannend und wertvoll bleibt. Damit werden die Bücher des Verlages nicht nur zu einer Empfehlung für den familiären Umkreis der Kinder, sondern auch für jeden, der wie ich beruflich mit der frühkindlichen Entwicklung unseres Nachwuchses zu tun hat.

(Nora Doering, Kita-Erzieherin)

Sa, 20.11.2021

Arena Berlin, Besucheransturm 16 Uhr
Am Stand des Verlags der 9 Reiche
comediantes Verlag Leipzig (Fotos ad)

BuchBerlin 2021

Die Buchberlin trat nie mit dem Anspruch auf, das Spektrum der großen Buchmessen wie Frankfurt oder Leipzig durch eine Buchmesse in der Hauptstatt zu erweitern.

Dennoch war die 7. BuchBerlin eine Enttäuschung. Nicht nur aufgrund der (mit wenigen Absagen) teilnehmenden nur 300 Verlage und Autoren, für die sich eine halb so großen Anzahl von Besuchern interessierte, die trotz Ausgrenzung der Ungeimpften nur maskiert Zutritt bekamen und den Messebesuch dann getrübt durch die beschlagener Brille erlebten, sondern durch das vorrangig auf Esoterik, Religionen und Fantasy begrenzte Angebot der vorrangig als Self Publisher tätigen Autoren, selbsternannten Schamanen und spirituellen Ratgebern von Lebenstipps für den Alltag. Und es wurde deutlich, dass es leider auf dem Gebiet des Self Publishing kaum jemanden zu geben scheint, der Bücher produziert, die einem Buchliebhaber nicht das Grauen lehren.

Positiv anzumerken ist das, wenn auch etwas überbordende, Angebot queerer Literatur und es gab selbstredend auch erfreuliche Entdeckungen, vor allem bei den Kinderbüchern. Neben den in diesem Bereich mehrheitlich zu findenden Self Publishern mit gut gemachten Titeln war hier auch der Kindermann Verlag vertreten, auf der Messe fanden sich auch weitere Perlen der Buchproduktion, so vom Verlag Klaus Wagenbach oder von Steffen Marciniak mit seinem Verlag der 9 Reiche, der u.a. auch die Anthologie "Entführung in die Antike" aus der PalmArtPress der Pirckheimerin Catharine J. Nicely vorstellte, in welcher er Mitautor ist. Zu nennen ist von den Teilnehmern auf jeden Fall auch #BerlinAuthors, ein Literaturnetzwerk, welches junge Autoren beim Weg zu Literatur engagiert und selbstlos unterstützt. Auch beim Berliner Indyverlag Satyr, dem Leipziger Verlag comediantes und die für Bibliophile interessante Ausnahme unter den Ausstellern frankfurter edition unikat, ... resonanz und ... kamishibai lohnt ein Besuch.

In kommenden Posts werden einzelne Aussteller genauer vorgestellt.

(ad)

Fr, 19.11.2021

Glückscode

Vom Pirckheimer Gisbert Amm / Lyrikhaus Joachimsthal erschien bei Hendrik Liersch in der Corvinus-Presse der Titel Glückscode in zwei Ausgaben.

In einer Volksausgabe in japanische Bindung kann das Buch für 20 € bestellt werden.
Das Künstlerbuch in einer Auflage von 22 Exemplaren hat als Frontispiz eine unikate Originalzeichnung von Miguel Ruibal und kostet 250 €. Das Buch und die Kassette wurden von Stefan Cseh gebunden.

Mi, 17.11.2021

Udo Würtenberger, zweifarbiger Holzschnitt

Aurelius-Vita und Armenische Nachtigall

Holzschnitt- und Linolschittzyklen von Udo Würtenberger, Layout und Schriftsatz: Michael Ley.

In einer Ausstellung der Galerie Udo Würtenberger werden die „Vita Sancti Aurelii", die mittelalterliche Nacherzählung des Lebens und Wirkens des Heiligen Aurelius und ,,Die armenische Nachtigall", eine Sammlung von Liebesgedichten des armenischen Schriftstellers Nahabed Kutschak aus dem 16.Jahrhundert gezeigt.
Beide Werke wurden in Anlehnung an die mittelalterliche Buchmalerei mit farbigen Holz- und Linolschnitten versehen und als Buch-Unikate gestaltet.

Ausstellungseröffnung: 12. Dezember 2021, 12 Uhr. Musikalische Gestaltung: Quartett Leolino, Hamburg ABGESAGT!
Ausstellung: 16. Dezember 2021 - 14. Januar 2022 ABGESAGT!

Galerie Udo Würtenberger
Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin

Di, 16.11.2021

Katalog der vorjährigen Ausstellung
Arkadi-Michailowitsch-Kolchanow Eisgang. Siedlung Dimkovo, Holzstich, 20x20 cm (Stockmaß), 1982
Philipp Mager: Traum von Fliegen III, 2021, 89 x 126 cm (Stockmaß), Linoldruck

Druckgrafik

Die Berliner Kunstgalerie Wolf & Galentz präsentiert zahlreiche druckgrafische Arbeiten auf Papier aus 100 Jahren, die frühesten aus den 1920er-Jahren, die jüngsten von 2021. Die Ausstellung knüpft an die Druckgrafikausstellung vom vergangenen Jahr an: War die erste Druckgrafikausstellung bei Wolf & Galentz einem einzigen, nämlich dem selten gewordenen Genre Holzstich gewidmet, so lotet die kommende Schau die Grenzen und Möglichkeiten der Druckgrafik überhaupt aus. Werke verschiedenster druckgrafischer Techniken werden gezeigt, auch einige spannende experimentelle; die Formate reichen von Miniaturen bis hin zu ungewöhnlich großformatigen Arbeiten; die Künstler stammen aus Ost- und Westdeutschland, Russland, Armenien, Frankreich, Belgien und Österreich. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Präsentation von Künstler aus Russland, der Kaukasusregion und Deutschland.

Die Ausstellung zeigt historische und zeitgenössische künstlerische Grafik, darunter Werke von Michail Wercholantsew, frühe Bücher mit Originalgrafiken von Wassili Masjutin und Pawel Schillingowski sowie ein berühmtes Picasso-Porträt von Georgi Echeistow von 1934. Die Familie von Arkadi Kolchanow vertraute uns mehrere sehr seltene Holzstiche des Meisters an. Der langjährige Drucker von Konrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, leiht uns Werke aus seiner Sammlung. Wir durften einige Blätter aus dem Nachlass von Jürgen Wittdorf zur Ausstellung aussuchen, ebenso Lithografien in Schabtechnik von Rolf Münzner und Andreas Dress aus der DDR. Einige Linoldrucke von Künstlerinnen aus der Sowjetunion der 1960er- und 1970er-Jahre, die eine eigene Ausstellung verdient hätten, werden aus Platzmangel in einer Mappe präsentiert.
Miniaturen – Exlibris und andere – von Meistern der Gattung wie Gerard Gaudaen aus Belgien und Anatoli Kalaschnikow aus der UdSSR werden ebenso zu sehen sein, wie die für das Genre ungewöhnlich großformatigen Drucke von Christian Stock, Philipp Mager und Anton Laiko.
Es werden Linolschnitte und Radierungen von Klaus Fußmann und Jahresgrüße von seinem Schüler Hans-Joachim Billib gezeigt. Die Siebdrucke aus den 1970er-Jahren von Jürgen Peters, in Werkstätten in den USA hergestellt, bestechen durch Klarheit und herausragende Qualität. Eine Reihe von Radierungen von Aude de Kerros, die Tief- und Hochdruckverfahren auf einem Blatt vereinen, manifestieren die Meisterschaft der Künstlerin aus Paris.
Neben klassischen drucktechnischen Verfahren werden auch experimentelle Ansätze gezeigt, so zum Beispiel die Drucke von Swetlana Wedernikowa aus Sankt Petersburg, die in einer einzigartigen Technik entstanden sind, da der Künstlerin nach dem Ende der Sowjetunion keine Lithografiewerkstatt mehr zur Verfügung stand und sie daraufhin eine eigene Drucktechnik entwickelte, bei der sie ölhaltige Farbe mit einer Radierpresse verwendete. Weiterhin sind Offsettdrucke von Ruth Wolf-Rehfeldt, experimentelle Litho-, Radierungs- und Kupferstichmonotypien und andere ungewöhnliche Arbeiten bis hin zu Hologrammen von Jürgen Eichler zu sehen.

Die Ausstellung wird flankiert von einem Rahmenprogramm mit Vorträgen: Joachim Pohl spricht als Ost-Berliner Galerist über seine Sammlung von amerikanisch-britische Druckgrafik. Der Drucker Hans-Jürgen Wilke erzählt von seinen Erfahrungen. Pascal Johanssen, Mitgründer und Leiter des Museums Direktorenhaus Berlin, stellt die Sammlung von Papierarbeiten und Druckgrafik seines Museums vor und geht auf die Rolle des Festivals Illustrative für die Entstehung der Sammlung ein.

Eröffnung: 26. November 2021, 18 Uhr
Ausstellung: 28. November 2021 - 6. Februar 2022
Joachim Pohl: "Wie kommt ein Künstler und Kurator in der DDR zu einer Sammlung mit Druckgrafiken der Popart?" 28. November 2021, 16:30 Uhr

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Mo, 15.11.2021

Bezirksmuseum Marzahn: Emil Stumpp / Kurt Schwaen

Berliner Porträts der 1920er- und 30er- Jahre

Der Maler und Zeichner Emil Stumpp (1886-1941) ist heute in Deutschland eher unbekannt. In den 1920er- und 30er-Jahren gehörte er zu den wichtigsten Pressezeichnern seiner Zeit. Er porträtierte bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft und ließ seine „Modelle“ die Zeichnungen eigenhändig unterschreiben. Stumpp hinterließ ein immenses Gesamtwerk von zwanzigtausend Lithografien, unzähligen Aquarellen, Zeichnungen und mehreren hundert Ölgemälden.

Nach seinem Tod gründeten seine Tochter Hedwig und deren Mann Kurt Schwaen das Emil-Stumpp-Archiv. Sie kuratierten daraus eine Ausstellung, die im Juni 1945 als erste Kunstausstellung überhaupt nach Kriegsende in Berlin-Wilmersdorf gezeigt wurde. In den Folgejahren betreute das Ehepaar Schwaen diese Archivbestände weiterhin sorgsam und ermöglichte über Jahrzehnte weitere Stumpp-Ausstellungen in Ost- und Westdeutschland. Ende der 1980er-Jahre ließ Schwaen auf seinem Grundstück in Mahlsdorf einen eigenen Bungalow für diese Werke errichten.

Seit den 1990er-Jahren ist der größte Teil des Nachlasses im Emil-Stumpp-Archiv konzentriert, das sich heute in Gelnhausen befindet. Es wird von Michael Stumpp, einem Neffen Emil Stumpps, betreut. Daneben gibt es weitere Sammlungen u.a. im Deutschen Historischen Museum in Berlin, im Institut für Zeitungsforschung in Dortmund, im Deutschen Bundestag, in vielen Museen und in privaten Graphiksammlungen.

Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl von Porträts, die vom Kurt-Schwaen-Archiv zur Verfügung gestellt wurden.

Ausstellung: 15. November 2021 - 8. Juli 2022
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 2
12685 Berlin, Alt-Marzahn 55

”Wer möchte nicht am Leben bleiben …“

Wie am 16. August hier berichtet, findet parallel im Bezirksmuseum eine Sonderausstellung über den Komponisten Kurt Schwaen (1909- 2007) statt, hierzu gibt es ein Ausstellungsgespräch mit der Pirckheimerin Dr. Ina Iske-Schwaen zu ihrer jahrzehntelange Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit ihrem Mann mit der Museumsleiterin Dorothee Ifland, in der Dr. Ina Iske-Schwaen an einem Beispiel den Werdegang einer Komposition von der ersten Idee bis zur Aufführung im Konzertsaal erläutert.

Gespräch: 24. November 2021,18 Uhr
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1
12685 Berlin, Alt-Marzahn 51

Sa, 13.11.2021

Rolf Biebl, »Akt im Raum«, (2021), dreifarbiger Siebdruck (Serigraphie) auf Munken Print Cream (300 g/m²), 19 x 28 cm, Blatt: 20 x 29 cm, sign & dat., Prägestempel, Aufl. 250 Expl.

Rolf Biebl

In der vom Pirckheimer Andreas Wessel betreuten jW-Kunstedition ist die achte Graphik erschienen, der dreifarbige Siebdruck »Akt im Raum« von Rolf Biebl, gedruckt von Reiner Slotta.

Rolf Biebl wurde 1951 geboren und studierte von 1973 bis 1978 Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er war an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest, der Akademie der Künste der DDR und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig und gründete zusammen mit Clemens Gröszer und Harald K. Schulze die Künstlergruppe NEON REAL. Seit den 1990er Jahren setzt er sich verstärkt mit der Malerei auseinander.

Der menschliche Körper steht im Zentrum seiner Kunst. Zahlreiche seiner bildhauerischen Arbeiten sind im öffentlichen Raum in Berlin, Rostock, Frankfurt (Oder) und Cottbus zu finden.

Plakat zur Ausstellung / © R. Wege
Plakat zur Ausstellung / © R. Wege
Thomas Ranft in seinem Atelier | ® Ralf Wege
Thomas Ranft in seinem Atelier | ® Ralf Wege

Thomas Ranft - Radierungen zu Hölderlins "Hyperion"

Mit eineinhalb Jahren coronabedingter Verzögerung wird am 17. November 2021 die Ausstellung mit Radierungen des Künstlers Thomas Ranft zu Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion" in Magdeburg eröffnet. Der Künstler wird anwesend sein. In die Ausstellung führt die Kulturwissenschaftlerin Eva Reulecke ein. Musikalisch begleitet Frank Schöpke die Eröffnung.

Die Vernissage war ursprünglich für März 2020 geplant. Trotz der Verschiebung ist der Anlass der Schau geblieben: Zwei Jubiläen werden gewürdigt – der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin und der 75. Geburtstag von Thomas Ranft. Eine Verbindung zwischen beiden knüpft mit »Hyperion« eines der bekanntesten Werke Hölderlins, dessen erster Band 1779 erschien. Thomas Ranft hat in Auseinandersetzung mit diesem Werk zwei Grafikmappen mit je elf Radierungen sowie 15 experimentellen Blättern geschaffen.

Die Kunsthistorikerin Hanneke Heinmann schreibt 2013 in ihrem Text "Thomas Ranft und Hölderlins Hyperion": »Thomas Ranft zeigt in Kunst und Handeln, dass der Wert des Individuums und der Kampf für ein höheres Ziel jenseits von routienemäßiger Bürgerpflichterfüllung bestimmende Leitlinien sind. Hier scheint er ein geistiger Bruder des Romanhelden Hyperion zu sein. … Zudem entdeckt Ranft mit feinem Gespür in Hölderlins Textpassagen eigene alte Bildfindungen, die er umdeutet und weiterbearbeitet. Er hält sich an seine Maxime, den Text als Anstoß für Reflexionen und freie Improvisationen über die vorgefundenen Themen zu nutzen.«

Die Ausstellung ist eine Veranstaltung des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. »Willibald Pirckheimer«, der Schwesterorganisation der Pirckheimer-Gesellschaft. Sie wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, unterstützt durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg und den Verein Literaturhaus Magdeburg e.V.

(Sigrid Wege)

Ausstellungseröffnung: 17. November 2021, 19 Uhr, freier Eintritt
Ausstellung: 18. November 2021 - 11. Februar 2022

Literaturhaus Magdeburg und HOT Alte Bude Magdeburg

Fr, 12.11.2021

Fotos: ad

Whisky und Buch

Ein sowohl geistiger und diesmal auch hochgeistiger Genuss war der gestrige Pirckheimer-Abend der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe unter dem Thema "Whisky und Buch" mit dem Vortrag von Robert Grieger, in welchem er die Welt des Whiskys aus der Sicht eines Bücherfreundes vorstellte.

Bücherfreunde wissen, dass ein guter Tropfen, respektvoll genossen und ein gutes Buch kein Gegensatz sein müssen und die Geschichte der Literatur liefert dazu ausreichend Beispiele. Diesem Anreiz folgend, war Robert Grieger, Sammler von Büchern zum Thema Whisky nicht erst in Corona-Zeiten, wenn auch seitdem verstärkt, bemüht, in der virtuellen Welt Freunde beider geistigen Genüsse zusammenzuführen, so z.B. u.a. als Herausgeber der Berliner Whisky Depesche, und hat in Zusammenarbeit mit Matthias Hartinger von Whisky and Talk 2021 zum Welttag des Buches die Facebook-Gruppe Bücher rund um Whisk(e)y & Co. ins Leben gerufen.

An diesem Abend wurden nun auch Whisky und Bibliophiles real geboten. Theodor Fontane, Sir Walter Scott, Arthur Conan Doyle, auch Douglas Adams und andere bedeutende Literaten waren im Zusammenhang mit Whisky zu erwähnen. Genauso Größen wie Alfred Barnard, Michael Jackson, Dave Broom, Hans Offringa und weitere.

Und Robert Grieger hat, man verzeihe die Platitude, damit den Beweis angetreten, dass das Sammeln von Büchern keine trockene Angelegenheit ist.

Mo, 08.11.2021

Lene und Dietmar Block an der Presse beim Druck der Radierung Bücherturm

Bücher fallen nicht vom Himmel oder die Lust an Wörtern

Die Bücherkinder Brandenburg traten ihrem aktuellen Projekt unter der Mentorenschaft des Pirckheimers Armin Schubert Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm zu Babel“ mit dem Erlernen der Kaltnadelradierung in eine neue Phase. Erste Bücher erscheinen kurz vor Weihnachten, ab Januar 2022 die restlichen in einer Auflage von 60 Exemplaren.

Im Vorwort zu diesem Projekt heißt es: „Im Hinstorff Verlag ist das eindrückliche und besondere Buch, ein Kunstwerk zweier Künstler aus der DDR, nun bereits in der 12. Auflage erschienen. Es wurde von Egbert Herfurth aus Leipzig genial illustriert. An Franz Fühmann wollen wir zu seinem 100. Geburtstag erinnern und den Illustrator Egbert Herfurth mit seinem umfangreichen Schaffen für Kinder mit dieser Hommage in der Weise ehren. [...] Die Kinder lernten mit Sprachspielen und Gedanken spielerisch umzugehen, die aus der Gedankenwelt von Schopenhauer, Rückert, Schleiermacher, Schiller, Herder und Wilhelm von Humboldt, von Marx und Engels oder aus der Bibel stammen. Sie erfuhren etwas über den Streit zwischen Hesiod und Homer, den Streit von Cäsar und Xerxes, etwas von Wilhelm Busch und Brecht, von Goethe und G.A. Bürger, Victor Hugo, von Galletti und Morgenstern bis hin zur Moderne. [...] Somit sind wir nach dem Buch zur Postkarten-Poesie für Jurek Becker in einen weiteren Bereich von Sprachschöpfungen und Kreativität vorgedrungen.
Wunderbar war eine erneute Zusammenarbeit mit der Literaturwissenschaftlerin Christine Becker. Unser Buch berichtet im mittleren Teil davon.
Die Pirckheimer-Gesellschaft e.V. und die Kulturbundstiftung unterstützt diese Arbeit erneut in hohem Maße. Den Bücherkindern der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg und der Schulleitung gehört mein großer Dank.“

(Armin Schubert)

So, 07.11.2021

Super BOOKS 2021

Zum zweiten Mal seit dem Auftakt im Jahr 2019 zeigen über 50 Künstler, Gestalter und alternative Verleger ihre Produktionen im Haus der Kunst. Damit erhält die in München sehr lebendige und aktive Künstlerbuchszene die Fläche für einen gemeinsamen Auftritt. Neben dem Schwerpunkt München sind diesmal auch Produzenten aus Österreich (Auslöser sowie Darja Shatalova und Kristian Ujhelji), der Schweiz (_957 Independent Art Magazine sowie GRRRR) und den Niederlanden (The Artist and the Others sowie Dutch Independent Art Book Publishers und Lula Valletta & HOK) vertreten. Tobi Huschka aus Köln stellt Bücher vom Kunsthaus Kat18 vor, einer inklusiven Kunstwerkstatt. Die Münchner piratInnenpresse, ein Verlag von Kindern und Jugendlichen, stellt Taschenbücher und Faltkarten her. Ihr üblicher Versammlungsort ist „die Kajüte unterm Dach der Seidl-Villa in Schwabing“. Iwalewabooks hat die jüngsten Entwicklungen in der zeitgenössischen Kultur Afrikas im Fokus.
Die Teilnehmenden sehen sich in der Tradition der 1960er-Jahre, als sich im Umfeld der postavantgardistischen Kunstszene neue Kommunikations- und Distributionsnetze bildeten. Ihre Produkte wie Künstlerbücher, Magazine oder Zines sind autonome Kunstwerke. Mit ihrer Ethik der Zugänglichkeit, die in Preisgestaltung und der Direktheit von Vertriebswegen zum Ausdruck kommt, bilden sie ein Gegengewicht zu den gängigen Spielregeln des Kunstmarkts.
Die Publikationen können direkt vor Ort gekauft werden.
Super BOOKS ist eine Kooperation mit AAP Archiv Künstlerpublikationen, Akademie der Bildenden Künste München und fructa space.
Kuratiert von Sabine Brantl mit Hubert Kretschmer, Martin Schmidl sowie Quirin Brunnmeier und Malte Wandel.

12. / 13. November 2021, Der Eintritt ist frei, Slot erforderlich.

Haus der Kunst, Südgalerie 1. Stock
München

Sa, 06.11.2021

Herzlichen Glückwunsch!

Heute vor 250 Jahren wurde Alois Senefelder geboren, nach Johannes Gutenberg vermutlich der zweitwichtigste Mensch für die Druckkunst.

1796 entwickelte er die Lithografie, den Steindruck. Daraus entwickelte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Offsetdruck, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Buchdruck (Hochdruck) weitgehend ablöste. Außerdem ist seine Erfindung eng mit der Plakatkunst und dem Siegeszug der Litfaßsäule ab Mitte des 19. Jahrhunderts verknüpft.

Das Museum für Druckkunst Leipzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, die künstlerischen Drucktechniken zu bewahren und vor allem lebendig zu halten. Das passiert unter anderem durch Führungen und Workshops, zum Beispiel zum Wochenende der Grafik, aber auch digital, z.B. auf dem YouTube-Kanal, da gibt es auch ein Video über die Lithografie.

Wochenende der Grafik: 13. und 14. November 2021

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Do, 04.11.2021

Studenten aus Halle und Jena im 18. Jh.

Johann Joachim Winckelmann als Student

Unser Mitglied, das Winckelmann-Museum, lädt zu einer Führung durch Frau Agnes Kunze M.A. zum Thema: „Da mir die gewöhnliche Academische Speise zwischen den Zähnen hängen blieb: Johann Joachim Winckelmann als Student“ ein.

Trotz bitterster Armut schaffte Johann Joachim Winckelmann den Sprung an die Universität. In Halle studierte er gezwungener Maßen Theologie und lernte bedeutende Persönlichkeiten seiner Zeit kennen und schätzen. Später ging er an die Universität Jena, um sich u.a. der Medizin zu widmen.

Der Vortrag entführt in Winckelmanns Lebenswelt, die geprägt ist von Entbehrungen, intensiven Freundschaften und Träumen, die manches Mal unerfüllt bleiben sollten.

7. November 2021, um 15.00 Uhr

Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36 - 38, 39576 Hansestadt Stendal

Di, 02.11.2021

aus der Sommerausstellung "EINE ANDERE WELT" mit Arbeitsergebnissen aus den Kursgruppen

Herbstzeit mit bunten Drachen

Doch nicht die buntgeschmückten Flugobjekte aus Papier, die in den Herbstmonaten den Himmel durchpflügen, werden in zwei Tagen in der Brandenburgischen Fouqué-Bibliothek präsentiert - in der neuen Ausstellung der Galerie „Sonnensegel“ tummeln sich die Drachen aus Ritter- und Fantasiegeschichten auf den Zeichenblättern.
Die Fabelwesen sind Schöpfungen von Kurskindern der Brandenburger Kunstschule im Alter zwischen 8 und 16 Jahren. Ihre im Gutenberg-Druckladen der Galerie „Sonnensegel“ unter Anleitung des Pirckheimers Sven Märkisch gedruckten Illustrationen sind im diesjährigen originalgrafischen Kinder-Kunst-Kalender der Galerie zusammengefasst, welcher  in einer Auflage von 50 Exemplaren gedruckt wurde und nun der Öffentlichkeit präsentiert werden kann.

Ausstellungseröffnung: 4. Oktober 2021 16.30 Uhr
Ausstellung: 4. Oktober - 30. Dezember 2021 

Fouqué-Bibliothek
14770 Brandenburg an der Havel, Altstädtischer Markt 8