Pirckheimer-Blog

Neuerscheinung

Di, 20.09.2022

superILLU: Die Illustration fängt das Unsagbare im Netz der Wörter ... ǀ © Uta Schneider/Juliane Wenzl

superILLU — Die Zweite

Welche Bedeutung haben Illustrationen? Ist dieses Medium überhaupt noch aktuell? Und: Wie illustriert man eigentlich? Zu diesen Fragen haben Expertinnen und Experten aus Theorie und Praxis kontroverse Antworten vorgelegt, die in der Publikation superILLU nachzulesen sind. Am Veranstaltungsabend werden diese grundlegenden Thesen zur Illustration erstmals öffentlich vorgestellt sowie mit neuen Gästen und Publikum diskutiert. Es wird dafür herzlich eingeladen am Dienstag, den 04.10.2022 um 18 Uhr in die Ingeborg-Drewitz-Bibliothek in Berlin-Steglitz. Es diskutieren: der Kunstwissenschaftler Andreas Rauth (Beitrag: Stil und Authentizität der Illustration), Kunsthistoriker Johannes Rößler (Hybridität/historische Genese der Illustration), Typografin und Künstlerin Ulrike Stoltz (Schriftbildlichkeit, Illustration als Darstellung des Unsagbaren im Netz der Wörter), Illustratorin und Bildwissenschaftlerin Juliane Wenzl (visuelle Narrationsformen, Vermittlung von Inhalten mit Bildern). Die Bibliothek befindet sich im dritten Obergeschoss im Einkaufszentrum Das Schloss, Grunewaldstraße 3, 12165 Berlin, und ist via S- und U-Bahn (Bahnhof Rathaus Steglitz) gut zu erreichen. Die Veranstaltung wird organisiert von der Hegenbarth Sammlung Berlin, die Plätze sind begrenzt, es wird um Anmeldung unter anmeldung@herr-hegenbarth-berlin.de gebeten.

superILLU: Zu einer Theorie der Illustration =
superILLU: Towards a Theory of Illustration.
Hrsg. v. Ulrike Stoltz u. Juliane Wenzl.
Weimar: Jonas Verlag 2022. In deutscher und
englischer Sprache, 352 Seiten, Broschur,
ISBN 978-3-89445-593-4, 32,00 Euro.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 16.09.2022

Bei den Ahrenshooper Literaturtagen werden auch die Nocturnen Henry Günthers präsentiert.
Doppelseite aus dem Buch.

21. Ahrenshooper Literaturtage

Vom 01. bis 03.10.2022 findet in der Strandhalle Ahrenshoop die größte Buchmesse Mecklenburg-Vorpommerns statt. Auf ihr präsentieren sich 15 Verlage u. a. mit Literatur über das Bundesland am Meer, die Halbinsel Fischland-Darß-Zingst und Ahrenshoop. Auf der Messe spiegelt sich auch wider, dass Ahrenshoop ein Künstlerort ist. Der Ort ist durch seine reiche künstlerische Tradition und nicht zuletzt durch sein hochrenommiertes, in den ganzen Ostsee-Raum ausstrahlendes Künstlerhaus Lukas, das Kunstschaffende aller Sparten beherbergt, berühmt. Auf der Messe sind aufgrund dessen neben regulären Publikationen auch besondere Druckerzeugnisse, wie zum Beispiel künstlerisch anspruchsvolle Bücher aus handgeschöpftem Papier, mit siebgedruckten Illustrationen, originalgrafische Bücher, Blätter, Karten sowie Sammelmappen, die per Holzschnitt, Linotype oder Monotypie gedruckt wurden, zu finden. So ist auch die aktuelle Publikation der BuchKunstBalance in der Strandhalle zu bewundern, Nocturnen von Henry Günther, die mit dem beziehungsreichen Untertitel Ahrenshooper Gedichte zu glänzen wissen. Das Büchlein wurde auf Bütten gedruckt und ist mit Zeichnungen des Autors versehen.

Henry Günther: nocturnes
Ahrenshooper Gedichte
Format: 19,5 x 15 cm, 28 Seiten,
gedruckt auf Büttenpapier,
Einband: Fedrigoni Tintoretto crema,
signierte Ausgabe, 25 Euro.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 26.08.2022

Noch bis zum 30.10. werden die Arbeiten von Halina Kirschner in Erfurt gezeigt.
Die Künstlerin illustrierte zuletzt "Trieste Centrale" von Jaroslav Rudiš. ǀ © Halina Kirschner

Das Huhn & die Harfe

Die Sommerausstellung im Molsdorfer Schlossmuseum (Schloßplatz 6, 99096 Erfurt-Molsdorf) ist in diesem Jahr Halina Kirschner gewidmet. Sie wird seit dem 24. Juli und noch bis zum 30. Oktober 2022 gezeigt. Neben preisgekrönten Buchillustrationen sind vor allem Riso- und Serigrafien der vielseitigen Leipziger Grafikerin zu bewundern, die in Farb- und Formenreduktion große Ausdruckskraft entwickeln, voll Witz und Humor sind und Kirschners feiner, empathischer Beobachtungsgabe. So sind etwa zahlreiche Bilder ihrer Kalender-Geschichten zu sehen. Auch wird Kirschners neuestes Buchprojekt vorgestellt. Nach den Illustrationen zur Grasharfe, dem Klassiker von Truman Capote, hat sich die Künstlerin nun einem weiteren „Eisenbahnausflugsziel“ von Jaroslav Rudiš gewidmet: Trieste Centrale erschien im März 2022. Das Büchlein korrespondiert mit dessen gefeiertem Winterberg-Roman. Im Rahmen ihrer Ausstellung wird Halina Kirschner gemeinsam mit  Museumskuratorin Silke Opitz zudem endlich das weiße Kaninchen aus dem Grünen Schlosszimmer „befreien“. Das barocke Tierporträt befindet sich in der Wandverkleidung des einst voll vertäfelten Prunkraumes. Es stammt wohl vom Erfurter Maler Jacob Samuel Beck (1715–1778). Nun soll das Kaninchen eine eigene Geschichte bekommen und damit durch den Schlossgarten hoppeln. Dort sind spielerisch Rätsel zu lösen, und der*die Kaninchenfreund*in erfährt so ziemlich alles über den Schlossgarten … Auf nach Molsdorf!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 25.08.2022

Unter zünftigem Titel erschien ein neues Buch in der Edition M & M.
Der Steinbock und der Wassermann, die gehen es verschieden an ...
... das Lustgebrüll des wilden Leu macht indes das Krebstier scheu.

Explizite Astrologie

Auf diesem Buch machte sich, wenn das nicht schnöde wäre, ein Aufkleber mit dem Hinweis „Explicit Lyrics“ nicht schlecht – denn der Doppelzeiler „Der Krebs krebst meist so vor sich hin, / empfindet Sex als Widersinn“ ist noch eines der harmloseren Beispiele der „versaut-poetischen Sterndeutungen“ von Frank Schulz, das unter dem schon keine Fragen mehr offen lassenden Titel Sternzeichen-Fick-Info als originalgrafisches Buch mit dreizehn zweifarbigen Holzschnitten von Jürgen Meyer Jurkowski in der Edition M & M desselben soeben erschien.

Im seligen Gründungsjahr 1998 ist die Edition M & M mit dem Vorsatz angetreten, jedes Jahr ein originalgrafisches Buch herauszugeben. Dass es in 24 Jahren nur sieben Bücher von sechs Autoren geworden sind, lässt sich unter „gelebte Langsamkeit“ abhaken. Selbstironisch und realitätsnah heißt Jürgen Meyer Jurkowskis (JMJ) Devise heute: "Keine neuen Bücher, bevor die alten nicht verkauft sind!" Aber nun ja, nix gilt ewig. In Abweichung von dieser ‚Maxime‘ ist nach mehrjähriger Enthaltsamkeit wieder eine Neuerscheinung der Edition zu vermelden.

Diesmal hat sich JMJ zwei lyrische Texte des bekannten Romanautors Frank Schulz (Das Ouzo-Orakel, die Onno-Viets-Romane) ausgesucht. Schon der Haupttitel Sternzeichen-Fick-Info kennt augenscheinlich keine Euphemismen und gibt unmissverständlich an, worum es geht: Um Sex, Erotik, Lust und Triebe. „Der Reiz“, so Meyer Jurkowski, „sich mit besagtem Thema künstlerisch auseinanderzusetzen, ist ungebrochen und unerschöpflich. Nach wie vor hat die ‚normalste Sache der Welt‘ einen hohen Tabuisierungsgrad und großes Erregungspotential.“ Moralapostel und Freigeister stehen sich da seit Äonen unversöhnlich gegenüber. Besonders in Zeiten von Hypermoral und Political Correctness mit ihrer zunehmenden Verbots-Kultur werden Künstler ganz schnell mit der Frage nach der Korrektheit ihres Tuns konfrontiert.

Das 38-seitige Buch ist dabei als eine klare Antwort zum oben angesprochenen Problem gemeint; und es ist zugleich ein Statement für die Freiheit der Kunst: Ein „Du-darfst“ von – so JMJ – dubiosen „Saubermännern und -frauen“ kann es nicht geben. „Kunst braucht keine Erlaubnis. Was sie braucht, ist der gepflegte Tabubruch. Die Fick-Info erfüllt das Tabubruch-Postulat auf poetische Weise und darf als ein Akt gegen eine moralinsaure sprachliche Zensur interpretiert werden.“ Bildende Künstler wie Cranach, Rubens, Rembrandt, Beardsley, Courbet, Picasso, Dalí, Schiele, Zille u. v. a. haben gewagte, freizügige Bilder geschaffen. Skandale, Verbote, empörtes Geschrei gab es dabei nahezu immer.

Sprich: Frank Schulz und JMJ befinden sich literatur- und kunsthistorisch in guter Gesellschaft. Die frühen Japaner und Chinesen, die alten Ägypter, die Griechen und Römer der Antike erotisierten in Text und Bild auf höchstem Niveau. Über die Jahrhunderte bis in die Gegenwart wurde zum Thema weitergedichtet, -gemalt, -fotografiert, -gefilmt. Aber worum geht es bei Schulz’ Text? Er wählt die Form des Horoskops und „untersucht“ in zwei Gedichten die Frage, was die Sterne über die sexuellen Eigenschaften, Macken und, nun, Leistungen der Männer orakeln. Dabei deutet er die Gestirne zunächst in 13 sauber gereimten Strophen aus der Sicht Von Girls für Girls. Eine ganz andere Perspektive bietet dann das finale einstrophige Kurzgedicht Von Boys für Boys.

JMJ weiter: „Schulz dichtet drastisch versaut und wild drauflos. Das ist selbstironisch, voller Witz, ist pure Lust an sprachlicher Grenzüberschreitung – ein Schuss Dada, ein Schluck Reeperbahn, viel Volksmund." Meyer Jurkowskis Holzschnitte sind derweil nicht minder liederlich und ironisch, auch wenn er auf die Darstellung des Menschen beim Geschlechtsakt völlig verzichtet. Seine Illustrationen haben keine in Bilder umgesetzten Textbezüge, sondern sie sind frei am Gesamtthema orientierte Bildfindungen.

Herausgekommen ist ein kraftvolles, zeichenhaftes Formenspiel mit Details der ‚Sexualspielzeuge“ des Homo eroticus. Und das Handwerkliche? Passend zum Thema: expressive Farbgebung in Schwarz und Rot für hervorgehobene Textteile und als Zweitfarbe der Holzschnitte, Schleipen-Werkdruckpapier, Vor- und Nachsatz in Rot, Bezugs-Gewebe mit Deckelprägung. Die Buchbinderei Zwang hat alles zueinandergefügt. Zu perfekt? Auf keinen Fall. Das ist der Anspruch von M & M: „Nur so wird’s ‚Erotic Art‘: Honi soit qui mal y pense.“ Dem ist wohl nichts weiter hinzuzufügen. Mit einem Schutzumschlag von Klaus Raasch gehüllt, sind 20 Verkaufsexemplare für einen Preis von 560 Euro erhältlich. Kontakt: jmj.meyer@gmx.de. Man beeile sich.

Frank Schulz: Sternzeichen-Fick-Info
Mit 13 zweifarbigen Holzschnitten
von Jürgen Meyer Jurkowski
38 Seiten, Gewebeeinband mit SchU
25 Exemplare, 20 für den Verkauf
Hamburg: Edition M & M, 560 Euro

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 07.08.2022

Die neueste Ausgabe des "Hamburger Bothen" ist kürzlich erschienen.

Neuer Hamburger Bothe erschienen

Im Frühsommer 2020 hoben Peter Engel und Rudolf Angeli eine Pirckheimer-Regionalgruppe für den Norden aus der Taufe. Leider kam es damals wegen Corona zu keinem Treffen. Engel und Angeli beschlossen die regelmäßige Herausgabe eines Rundbriefs, Der Hamburger Bothe genannt, der die Regionalgruppe zusammenführen soll. Der Verteilerkreis wächst von Bothe zu Bothe, auch da die beiden entschieden, ihn an jeden interessierten Gastleser kostenfrei zu versenden und so alle bibliophilen Leseratten, Kunstbegeisterten, Sammler jeder Couleur zu einen. In der neuen Ausgabe geht es nun um „Goethes Papagei“, Jens-Fietje Dwars berichtet vom thüringischen Palmbaum, dessen verdienstvoller Chefredakteur er seit einer Reihe von Jahren ist; und ein gewisser, noch nicht lange im Dienst befindlicher Blog-Administrator macht ein paar katzbuckelnde Erklärbewegungen um zwei seiner Gedichte. Außerdem gibt es Informationen zu den Veröffentlichungen des Verlags Angeli & Engel, in dem mit großem Erfolg ein Band von Klaus Waschk erschien, dem in Kürze ein Buch von Rainer Ehrt folgt. Der Bothe wird per Mail als PDF versandt, auf Nachfrage bekommt man auch eine Printausgabe, Kontakt besteht über: Rudolf_Angeli@web.de.

(André Schinkel)

Mo, 18.07.2022

Die neue Ausgabe des Gutenberg-Jahrbuchs

Gutenberg-Jahrbuch 2022 erschienen

Der 97. Jahrgang des Gutenberg-Jahrbuches erschien in Mainz bei Harrassowitz, herausgegeben von unserem Pirckheimer-Freund Professor Dr. Stephan Füssel. Das Jahrbuch beinhaltet zahlreiche Beiträge zu Buchgeschichte, -kultur und -gestaltung und ist ein einzigartiges Projekt im Bereich der Buchkunst. Seit 2003 wird die typografische Gestaltung durch Professor Ralf de Jong (Folkwang Universität der Künste in Essen) verantwortet – das Buch präsentiert sich alle zwei Jahre in einer neuen Schrift. Dieses Jahr wurde Comma Base von Martin Majoor ausgewählt, dem auch ein gesonderter Artikel im Band gewidmet ist. Der Schutzumschlag des Jahrbuchs stammt seit 2008 aus den Entwürfen Studierender.   

Das zentrale Thema des diesjährigen Jahrbuchs ist das Studium von Inkunabeln; darunter die Fortsetzung der Inkunabelbibliografie bis zum Jahr 2021. Weitere interessante Beiträge zu Inkunabeln sind: Paul Schweitzer-Martin, Falk Eisermann und Oliver Duntze: Norm und Abweichung im frühen Buchdruck. Standards and Variations in Fifteenth-Century Printing mit Veröffentlichungen aus dem internationalen Workshop in Heidelberg vom 29.09. bis 01.10.2021; der Artikel Between Basel and Lyon: Bernhard Richel, Martin Huss, and a Possible Printer‘s Vade Mecum (The Morgan Library & Museum, MS M.158) von F. Hamburger (Harvard University); Malcolm Walsby: The creation of the title page in French incunabula, sowie Paul Schweitzer-Martin: Innovation und Kooperation in der Inkunabelproduktion: Der Druckort Speyer.

Für die Vorbereitung des diesjärigen Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft in Oldenburg empfohlen – Sven Behnke, Matthias Bley, Matthias Bollmeyer und Detlef Haberland: Die illuminierte Polydeukes-Ausgabe aus der Bibliothek des Willibald Pirckheimer (Aldus Manutius 1502). Ein Fund in der Landesbibliothek Oldenburg. Es handelt sich bei der im Titel genannten Ausgabe um den im Rahmen des Forschungsprojekts „Antiken-Rezeption und späthumanistisch aufgeklärte Kennerschaft: Georg Friedrich Brandes als Sammler von Drucken der Offizin des Venezianers Aldus Manutius“ gefundenen Erstdruck des Onomastikón des griechischen Sophisten und Rhetors Ioulios Polydeukes, der 1502 von Aldus Manutius veröffentlicht wurde.

Das Buch sticht „in einem prächtigen goldgeprägten Maroquin-Einband des 18. Jahrhunderts ins Auge, da er als einzige der Oldenburger Aldinen mit einer kunstvollen Renaissance-Buchmalerei am unteren Rand der ersten Textseite verziert ist“. Die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft werden diese Schätze während des Jahrestreffens in Oldenburg bestaunen können! Anmeldungen zur Teilnahme sind möglich unter: info@pirckheimer-gesellschaft.org.

Jahrbuch der Gutenberg-Gesellschaft 97
Hrsg. von Stephan Füssel
Mainz: Harrassowitz 2022
279 Seiten, 98 Euro
ISBN 978-3-44711-859-0

(Maria Bogdanovich)

Di, 12.07.2022

Friedrich von Hardenberg (Novalis)
Palmbaum 1/22: Was ist romantisch? ǀ © Ralf Julke
Das Plakat zur Ausstellung

Was bleibet aber, erzählen die Dichter*- und Künstler*innen

Unser Pirckheimer-Freund, der Autor, Herausgeber, Ausstellungs- und Filmemacher Jens-Fietje Dwars, verantwortet in Thüringen die Literaturzeitschrift Palmbaum. Sie erscheint halbjährlich im quartus-Verlag Bucha bei Jena. Die jüngste Ausgabe 1/22 befasst sich in einem ausführlichen Schwerpunkt mit dem 250. Geburtstag von Friedrich von Hardenberg alias Novalis (1772–1801), der, im mansfeldisch-kursächsischen Oberwiederstedt geboren, zu einem der wichtigen Taktgeber der Literatur und Philosophie bis in die Gegenwart wurde.

Eine Reihe thüringischer Orte – Jena, Grüningen, Tennstedt – spielte dabei auch eine Rolle im Leben von Novalis. Die eigentliche Dimension seiner Wirksamkeit fällt ins 20. Jahrhundert: Einige der großen lateinamerikanischen Dichter (Paz, Juarroz, Parra) nennen als ihren Haus-Gott neben Friedrich Hölderlin ausdrücklich den unvollendeten Frühromantiker, dessen teils verschwiemelte Verklärung als „Dichter der Blauen Blume“, wie die Beiträge der aktuellen Palmbaum-Ausgabe beweisen, viel zu kurz greift.

Ralf Julke von der Leipziger Internet Zeitung hat über das aktuelle Palmbaum-Heft, das neben dem Schwerpunkt zum Jubilate eine Reihe neuer Gedichte, Prosa, Essays, Nachrichten und nicht zuletzt eine umfängliche Rubrik Rezensionen enthält, eine so eingehende wie erhellende Besprechung verfasst, sie ist unter diesem Link einzusehen. Julke, für die tiefe Anverwandlung seines jeweiligen Gegenstands bekannt, bezeugt dabei zugleich den seltenen Fall eines in seiner umfassenden Klugheit und Sichtweite noch möglichen Feuilletons.

Für jede Ausgabe des Palmbaum schafft eine Künstlerin, ein Künstler aus Mitteldeutschland jeweils ein eigenes Cover. Für die Nummer 1/22 des Journals konnte Susanne Theumer aus Höhnstedt im Salzatal, das sich zwischen der ehrwürdigen Stadt Halle an der Saale und eben jenem Mansfeld, dem Novalis entstammt, erstreckt, gewonnen werden. Die gebürtige Hallenserin gehört zu den bedeutendsten Grafikerinnen ihrer Generation – ihre Radierungen und Kohle-Kreide-Zeichnungen finden weithin Beachtung, ihre Bibliografie umfasst insgesamt 50 Bücher, Kassetten und Mappen (zuletzt: Lost Playgrounds, 2022).

Die Übernahme der Redaktionsleitung durch Jens-Fietje Dwars verhalf dem Palmbaum zu einer schönen Renaissance; die Zusammenarbeit mit den zeitgenössischen Künstlern gab der Zeitschrift ein unverwechselbares Gepräge. Auf Einladung des Vereins der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. sind seit dem 26. Juni und noch bis zum 12. August 2022 im Literaturhaus Magdeburg 34 signierte Andrucke der Einbände der Zeitschrift samt den dazugehörigen Originalen von Angela Hampel, Karl-Georg Hirsch, Uwe Pfeifer, Moritz Götze und vielen weiteren zu bewundern. Auch ein echter Altenbourg ist in der Schau zu sehen. Die Exhibition ist als Wanderausstellung konzipiert – wenn Sie sie bei Ihnen zeigen möchten, nehmen Sie bitte Kontakt mit uns auf: info@pirckheimer-gesellschaft.org.

(Ralph Aepler/André Schinkel)

Mi, 23.10.2019

Dr. Wilk-Mincu, Foto: Jon Mincu

80. Geburtstag: Dr. Barbara Wilk-Mincu

"Am 29. Oktober wird die Berliner Kunsthistorikerin und Kleist-Forscherin Dr. Barbara Wilk-Mincu 80 Jahre alt.
43 Jahre ihres Lebens hat sie an einem Buchprojekt gearbeitet. Ihre Arbeit wurde nicht subventioniert, sie hat auch keine Preise dafür bekommen, jetzt liegt das Ergebnis in drei großformatigen Leinenbänden vor: Heinrich von Kleist in der bildenden Kunst. Catalogue raisonné. Der Textteil ist soeben erschienen; ein Tafelband soll folgen.
Wir gratulieren unserer Autorin und wünschen ihr die für ihr Lebenswerk gebührende Anerkennung!"

(Günther Emig)

Dr. Barbara Wilk-Mincu wurde 1939 kurz nach Beginn des Zweiten Weltkrieges in Berlin geboren. Seit 1942 lebte die Familie Wilk in Potsdam und ging 1951 nach West-Berlin.
Die Autorin studierte zunächst an der Freien Universität Berlin und dann an der Universität Tübingen Kunstgeschichte, Ägyptologie und Völkerkunde und promovierte 1969. Von 1969 bis 1971 folgte die Bibliotheksausbildung an der Württembergischen Landesbibliothek Stuttgart und an der Bibliotheksschule Frankfurt am Main. Ab 1971 arbeitete sie als Fachreferentin für Kunstgeschichte an der Staatsbibliothek zu Berlin – Preußischer Kulturbesitz. Sie lebt mit ihrem Mann, dem Künstler Jon Mincu, in Berlin.
Ihr Interesse für Heinrich von Kleist und die Kunst zu Kleist entstand durch die Mitarbeit an der Jubiläumsausstellung der Staatsbibliothek mit der Heinrich-von-Kleist-Gesellschaft zum 200. Geburtstag des Dichters 1977. Nach ihrer Pensionierung 2004 konnte sie die Arbeit an diesem Thema intensivieren.

Barbara Wilk-Mincu: Heinrich von Kleist in der bildenden Kunst (1801-2000) Catalogue raisonné
Günther Emigs Literatur-Betrieb, Niederstetten 2019
3 Bände, 28 x 20 cm, Leinen. Zusammen 144, 1818 Seiten
322,90 Euro

Hans Fallada in Neuenhagen

Beim Neuenhagener Bücherbrunch wird neben Neuerwerbungen und Schätze der Bibliothek unter anderen in diesem Jahr das Miniaturbuch „Hans Fallada in Neuenhagen – Sein Leben in Bildern und Zitaten“ vorgestellt.

Das Miniaturbuch darf im Buchblock die Größe von 100 x 100 Millimetern nicht überschreiten, dieses Büchlein ist 95 x 60 Millimeter klein. Es versetzt uns in die Zeit der 30er Jahre des vergangenen Jahrhunderts, und der eine oder andere alteingesessenen Neuenhagener Bürger wird einige Gebäude oder Institutionen, die im Büchlein abgebildet sind, noch kennen. Wer sich für die Geschichte Neuenhagens und seinen damaligen Bewohner Hans Fallada interessiert, kommt an diesem Buch nicht vorbei. Es entstand in einer Auflage von 1.500 Stück als Gemeinschaftswerk der Gemeinde Neuenhagen (inbesondere Frau Jutta Skotnicki, verantwortlich für Öffentlichkeitsarbeit und Tourismus und Herr Gunter Kirst, Fachbereichsleiter Bürgerdienste und Einrichtungen), der Anna-Ditzen-Bibliothek (Leiterin Frau Stefanie Reich und Herr Thomas Mees)  und dem Freundeskreis Miniaturbuch Berlin e. V. (insbesondere Herr Udo Haedicke als Vorsitzender). Das Buch wird an diesem Sonnabend in der Bibliothek vorgestellt und kann vor Ort erworben werden.

Resultierend aus der Zusammenarbeit zu diesem Buch führt der Freundeskreis Miniaturbuch Berlin e. V. an diesem Sonnabend seinen Miniaturbuch-Kauf- und Tauschbörse in der Neuenhagener Bibliothek im 1. OG durch. Hierzu  sind Leser und Sammler, Interessierte und Neugierige sowie kleine und große Leseratten herzlich eingeladen.

(Udo Haedicke)

Bücherbrunch und Miniaturbuch-Börse: 26. Oktober 2019, 10 Uhr, bzw. 10:30 Uhr

Anna-Ditzen-Bibliothek
Hauptstraße 2, 15366 Neuenhagen bei Berlin

So, 06.10.2019

Fotos © Abel Doering

Thomas Siemon und Stefan Körbel in der Eremitage

Seit dem 3. Oktober läuft die 27. Ausstellung der Galerie Eremitage Gransee. Präsentiert werden Arbeiten des Leipziger Druckers Thomas Siemon. Neben ambitionierten Handpressendrucken, Typo- und sonstige Grafiken und der in Blei gedruckte Literaturzeitschrift carpe plumpum hat der V. O.-Stomps-Preis-Träger, u.a. gemeinsam mit Julienne Jattiot, an diversen Gemeinschaftsproduktionen mitgewirkt, bei denen auch immer wieder Namen von Pirckheimern auftauchen.

Die Ausstellung bot 2 Tage nach der Eröffnung den Rahmen einer bemerkenswerten Buchpremiere der Edition Schwarzdruck mit der 100sten Edition dieses Verlages von Marc Berger. Der Autor Stefan Körbel, bekannt als einer von Karls Enkeln und der Bolschewistischen Kurkapelle, las und sang aus seinem ersten Roman Wendekreis oder Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik.

Ausstellung: 3. Oktober - 24. November 2019

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4A, 16775 Gransee

Stefan Körbel, Wendekreis oder Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik
Edition Schwarzdruck, Gransee 2019
13 x 21 cm, Hardcover mit Lesebändchen, 560 Seiten, 29 Euro  
ISBN 978-3-96611-002-0
 

  1. Kommentar | Abel Doering | 6.10.2019: Habe mich zum ersten Mal darüber gefreut, dass ein Regionalzug Verspätung und ich damit mehr Zeit zum Lesen hatte und trotzdem verpasste ich fast das Aussteigen, weil mich das Buch, welches genau zwischen dem 3. und dem 7. Oktober erschien, derart gefesselt hat.
    Ein Buch, das ich allen meinen Freunden empfehlen werde, denen, für die sich vor 30 Jahren das Land nach Westen öffnete und jenen, die das als Osterweiterung erlebten und bereit sind zu begreifen, was das für uns bedeutet. Ein Buch, auf das ich lange gewartet habe, es spricht mir aus der Seele.

Fr, 13.09.2019

Buchbinden im japanischen Stil

Das 2019 im Schweizer Haupt Verlag erschienene Buch Buchbinden im japanischen Stil bietet mehr, als der Titel verspricht, denn es vermittelt anhand von ideenreichen Vorschlägen und konkreten Anleitungen, die das Buchbinden genauso berücksichtigen wie Aufbau und Form des Buches in Japan, die Einbandgestaltung und auch das verwendete Papier, generell ein Gefühl für das Buch dieses Inselstaates als Kulturgut.

Die Autorin Petra Paffenholz, die an der Werkkunsthochschule Köln studierte und als Dozentin für Kunst- und Kreativitätsprojekte an Schulen tätig ist, legt damit mit ihrer Anleitung und Inspiration für dekorative Einbände und Bindungen, so der Untertitel, ein Buch vor, welches nicht nur die Lust am Buch und der japanischen Kultur weckt, sondern inspiriert, sich intensiver mit dem japanischen Bücherhandwerk zu beschäftigen. Das kann man dann auch im dritten Teil des Buches, der treffend mit »Inspiration Japanreise« betitelt ist und an Orte führt, in denen das Büchermachen und das Umfeld des Buches auf eine jahrhundertealte Tradition zurückblickt. So beispielsweise nach Nara, wo eine der wenigen noch existierenden Firmen Tusche in Handarbeit herstellt oder Kyoto mit dem Shibori-Museum, das einen Eindruck von der Kunst des Papierfärbens bietet. Aber auch der in Tokio beheimatete Buchkünstler Yo Yanazaki und seine Kranichbücher, deren Flexibilität und skulpturalen Eigenschaften sie zu dreidimensionalen Objekten machen, werden neben weiten Künstlerbüchern vorgestellt. Und natürlich führt der imaginäre Rundgang durch Japan als Hort des Buches auch in die Jimbō-chō, die Straße der antiquarischen Bücher in Tokio, die als das größte Bücherviertel des Welt gilt, sowie zu Buchbindereien, Büchercafés und Buchläden.

Mein Resümee: Das Buch ist geeignet, nicht nur erste Schritte zu einem selbst gefertigten Buch zu unternehmen, sondern erlaubt mit seiner Vielzahl gut reproduzierter Abbildungen, sich auch einen Eindruck der japanischen Buchkultur im Ganzen zu verschaffen.

(ad)

Paffenholz: Buchbinden im japanischen Stil
Haupt Verlag, Bern 2019
224 Seiten, gebunden, 23,5 x 26 cm
ISBN 978-3-258-60211-0
34 EUR / 39 SFR

Mo, 02.09.2019

Foto © Friedenauer Presse

250. Geburtstag von Alexander von Humboldt

Am 14. September ist der 250. Jahrestag von Alexander von Humboldts Geburt. Aus diesem Anlass findet ab heute in der Humboldt-Bibliothek in Berlin eine Ausstellung mit einer Auswahl der Tierzeichungen Alexander von Humboldts statt. 

Seekühe, Kraterfische, Jaguare - von seiner großen Südamerikareise brachte Alexander von Humboldt Aufzeichnungen über Tiere mit, von denen man in Europa bis dahin kaum gehört hatte. Seine anschaulichen Beschreibungen und realitätsgetreuen Illustrationen brachten den Zeitgenossen die Neue Welt näher, die für die meisten unerreichbar war. Die Tiertexte waren ein Meilenstein für die Zoologie - und ein exotisches Vernügen für das breite Publikum.
Die Forschungsergebnisse, die Alexander von Humboldt von seiner großen Amerikareise in den Jahren von 1799 bis 1804 mitbrachte, revolutionierten das damalige Wissen und den Blick der Alten auf die Neue Welt. Seine Texte über die exotischen Tiere, die zuvor kein Europäer gesehen, geschweige denn beschrieben hatte, waren ein Meilenstein für die Zoologie und wurden auch in Zeitungen für ein großes Publikum nachgedruckt. Nachdem sie lange Zeit in Vergessenheit geraten waren, bietet vorliegende Band mit einer Auswahl von sechszehn Tiertexten- und zeichnungen einen Einblick in Alexander von Humboldts Tierleben und illustriert das Wissenschaftsideal des großen Naturforschers.

Nach Humboldts Tod trat seine zoologische Arbeit hinter anderen Aspekten seines Werks zurück, die Tiere gerieten in Vergessenheit. »Tierleben«, erschienen in der Friedenauer Presse, ermöglicht zum ersten Mal seit Alexander von Humboldts Zeiten wieder einen umfassenden Blick auf sie.

Ausstellung: 2. September - 26. Oktober 2019

Humboldt-Bibliothek
Berlin-Reinickendorf 

Alexander von Humboldt - Tierleben
Herausgegeben und mit einem Nachwort von Sarah Bärtschi
Friedenauer Presse, Berlin 2019
184 S. / Gebunden
ISBN 978-3-932109-90-4
24,00 €

Sa, 24.08.2019

George Grosz, Rudolf Omansen und ein Huhn, Büchergilde Gutenberg 2019

George Grosz – Das Huhn im Kopf

Verfemung, Trauma und Entschädigung

Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin präsentiert in Zusammenarbeit mit der Büchergilde Gutenberg eine besondere künstlerische Trouvaille: die letzte Illustrationsfolge von George Grosz (1893–1959).
Die Geschichtensammlung von Rudolf Omansen mit den Grosz-Illustrationen wurde in diesem Jahr erstmalig von der Büchergilde Gutenberg veröffentlicht.

Als einer der ersten Künstler wurde George Grosz bereits im März 1933 von den Nationalsozialisten ausgebürgert. Obwohl er in den USA hochgeschätzt wurde, litt der Künstler sehr unter der Verfemung seines Werkes in der Heimat. Ende der 1950er Jahre entschloss sich der gesundheitlich schwer angeschlagene Grosz zur Rückkehr nach Berlin.
Im Rahmen der sogenannten „Wiedergutmachungspolitik“ der jungen Bundesrepublik wurde Grosz an seinem Lebensende für die Verunglimpfung seines Werks während des „Dritten Reiches“ finanziell entschädigt. Maßgeblichen Anteil hieran hatte der Mediziner Rudolf Omansen, der das entscheidende Gutachten über die körperlichen und seelischen Folgeschäden des Künstlers verfasste.
Bald verband Grosz und Omansen eine enge Freundschaft, die in der schöpferischen Zusammenarbeit um die Geschichte eines imaginierten Huhns mündete, das einen renommierten Professor in den Wahnsinn treibt: eine Parabel auf psychologische Traumata, unter denen Grosz nach der Ächtung und Teilzerstörung seines Werks durch die Nationalsozialisten selbst litt.

Ausstellung: 26. August - 27. Oktober 2019

Lesung: 10. Oktober 2019, 19 Uhr

George Grosz, Rudolf Omansen und ein Huhn. Wie es zur letzten Illustrationsfolge von George Grosz kam.
Hg. v. Juerg Judin und Pay Matthis Karstens. Mit einem Essay von Ralph Jentsch;
leinengebundenes Hardcover, 76 Seiten; Büchergilde Gutenberg 2019

Mi, 21.08.2019

Starker Wind über der bleichen Stadt

Catharine J. Nicely, Verlegerin der PalmArtPress stellt in einer Buchpremiere Jakob van Hoddis »Starker Wind über der bleichen Stadt – Strong Wind Over the Pale City« vor.

Jakob van Hoddis zählt zu den Begründern des literarischen Expressionismus. Sein Achtzeiler »Weltende« bildete einen Meilenstein für Generationen nachfolgender Dichter und Dichterinnen. 1887 als Hans Davidsohn in Berlin geboren, wurde er nach einer literarisch produktiven Phase ab 1914 zum Patienten psychiatrischer Anstalten und 1942 nach Osteuropa deportiert und ermordet. Erstmals und mit Hilfe seiner engagierten Erben erscheinen seine Gedichte nun in einer schönen zweisprachigen Ausgabe auch auf Englisch.

Mit der Herausgeberin Irene Stratenwerth, den Übersetzern Mitch Cohen und Gregory Divers sowie der Vertreterin der Erbengemeinschaft Michal Beller (Tel Aviv) spricht Sonja Longolius, eine der beiden Leiterinnen des Literaturhauses.

26. September 2019, 19:30 Uhr, Tickets

Literaturhaus Berlin
Fasanenstr. 23, 10719 Berlin-Charlottenburg

Do, 01.08.2019

Gesa Elsner freut sich über das aufwendig gestaltete Buch, in dem Kunstdrucker Hendrik Liersch ihre Texte verwendet hat. Foto © Mirko Bartels

Der Dichterin Lohn ist ein Künstlerbuch

"Gesa Elsners Texte sind in einem aufwendig gestalteten Werk erschienen 

Tiefsinnige Gedichte über Beziehungen und Gefühle, dazu Frauenbilder im Linolschnitt, alles auf feinem englischen Papier und in einer Kassette: Das neue Buch „Eva“ mit acht Texten der Neustädter Dichterin Gesa Elsner und elf Drucken von Steffen Büchner kann sich sehen lassen. Erschienen ist es beim Kleinstverlag Corvinus Presse [...] Die·Auflage liegt bei 22 nummerierten und handsignierten Exempleren, die je 300 Euro kosten. 

Kunstdrucker Hendrik Liersch sei mit der Idee auf sie zugekommen, berichtet Elsner. Zuvor hatte sie.mit dem Dresdner Büchner über Facebook Texte und Bilder ausgetauscht, "Ich hatte das Gefühl, unsere Sachen passen euetnander", sagt sie. Das ging offenbar auch dem Drucker so, und er überraschte beide Beteiligte mit seiner fdee ... "Jetzt, wo.ich es in der Hand habe, fühle ich mich glücklich und geehrt", saqt Elsner lächelnd. Zusätzlich zur teuren, gebunden Ausgabe hat Liersch noch eine broschierte Volksausgabe gedruckt, in der zu den Texten als einzige Abbildung das linolqeschnittene Porträt Elsners zu finden ist. "regenatem" heißt das Werk nach einem ihrer Gedichte. 0b das latein ist? Das hebe auch ihre Tochter schon mal gefragt, sagt Elsner schmunzelnd. Nein, gemeint ist der Atem bei Regen, in dichteriIhier Freiheit eben klein geschrieben. [...]"

(Kathrin Götze, Hannoversche Allgemeine, 1.8.2019, S. 2)

siehe auch: Eva (Pirckheimer-Blog, 14.7.2019)