Sie sind hier

Buch des Monats

Pirckheimer-Blog

Buch des Monats

Mi, 01.09.2021

Hendrik Nicolaas Werkman, Foto: Hans Eckert, © Klingspor-Museum

Von Silberdisteln und blauen Booten

Niederländische Pressendrucke von 1910–1945.

Drucke niederländischer Pressen von außerordentlicher Seltenheit stehen im Mittelpunkt des nächsten Buchs des Monats. Von den frühen typografischen Meisterwerken der Zilverdistel über S. H. de Roos‘ Hügel- und J. F. van Royens Kunera-Presse, die noch deutlich den englischen Einfluss spüren lassen, bis hin zu den freien Grafiken eines Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945) zeigt Hans Eckert (Universitätsbibliothek Frankfurt) ausgewählte Beispiele. Das Klingspor Museum besitzt die größte Werkman-Sammlung außerhalb Hollands, die 1968 aus dem Besitz von August Henkels (1906-1975) angekauft werden konnte, der zu den engsten Vertrauten Werkmans gehörte.

3. September, 14 Uhr, die Teilnehmerzahl bei der Lesung ist begrenzt. Anmeldung erwünscht 069-8065-2164. Die Veranstaltung findet gemäß der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften, sowie der 3G-Regel statt.

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 30.07.2021

Little Boy

Stefan Soltek und Kerstin Appelshäuser-Walter präsentieren im Klingspor Museum als Buch des Monats das Bild vom Kind als Zeichen von Tod und Leben.

Frappierender, zynischer konnte die Atombombe nicht genannt werden, die die amerikanische AirForce am 6.8.1945 über Hiroshima zündete: Little boy. Über 200.000 Menschen starben sofort, bzw. in den folgenden Jahren. Eines der eindrucksvollsten Zeichen zur Bombardierung Hiroshimas hat der Plakatgestalter Uwe Loesch gesetzt. Seine Inszenierung des Kleinen Jungen (und später taucht das Motiv in anderen Zusammenhängen wieder auf) veröffentlichte er 1995 und erzielte mit diesem Plakat erhebliche Aufmerksamkeit. - Aber auch in der Serie von Plakaten, die unter der Überschrift Hiroshima Appeals bis heute jährlich entstehen, spielt das Motiv des Kindes eine Rolle. Dr. Stefan Soltek wird in seinem Vortrag die verschiedenen Werke vorstellen. Einen Blick in die Kunstgeschichte vergangener Epochen wird Dr. Kerstin Appelshäuser-Walter werfen. Sie beleuchtet die Figur des kleinen Jungen in der christlichen Ikonographie: sie spielt in der Religions- und Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle, wenn es um die Darlegung der Sachverhalte von Leben und Tod geht. Im Mittelpunkt christlich orientierter Zivilisation steht natürlich Jesus Christus. Schon als Neugeborenem wird ihm die Wiege zum Opferaltar umgestaltet.

6. August 2021, 14 Uhr
Eintritt 4 € (Mitglieder der Freundesvereinigung Klingspor Museum 2 €)

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 30.06.2021

© Karin Innerling

Pulp Painting

Am Freitag zeigt Karin Innerling in der Reihe "Buch des Monats" des Klingspor-Museums eine Auswahl neuer Buchobjekte. Sie hat sich in den letzten Jahren schwerpunktmäßig mit "Pulp Painting" - also geschöpften, gegossenen und mit flüssigem Papier gestalteten Papieren und den daraus entstandenen Buchobjekten beschäftigt. Es sind malerische Unikatbücher entstanden - oft mit handschriftlichen Texten - die eine neue Facette ihrer Arbeit zeigen.

2. Juli 2021, 14 Uhr, Teilnehmerzahl begrenzt
Eintritt 4 € (Mitglieder der Freundesvereinigung Klingspor Museum 2 €)

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach,

Mi, 13.01.2021

© Klingspor Museum

Helfried Hagenberg / Buch 76

Diesem Buch gab sein Autor den Titel seines Entstehungsjahrs: 76. es begeht somit seinen 45. Geburtstag; und es steht seinem sehr glücklichen Eigentümer - dem Klingspor Museum - gut zu Gesicht, dankbar für den Erwerb zu sein. Helfried Hagenberg überraschte auf der 6 documenta mit diesem und anderen Büchern - im Handel erworbenen Kladden, denen er, so auf seine Art schreibend, den Text als minutiöses Arrangement von Linien und Kanten in den Leib seiner Seiten schnitt. Wortlos. Grandios. Nicht ein reißerisches Kunststück, sondern ein Kunstwerk von jener Weise der Innewerdung, wie die sich aus einem sinnlich-gedanklichen Anliegen ausbildet, das jenseits der Schrift eine Beredtheit des Grafischen formt.

Dass es zeitlos ist, beweist, wie es in die Zeit passt. In die der Reduktion, der Schließung, der Wendung ins Tieferliegende, wie es der Virus verschreibt. Nein, seine Umstände lösen nicht nur - wenn auch viel zu viel - Leid aus. Er gibt die Chance, im Weniger ein bestimmtes Mehr auszumachen. Buch 76 - so leise, so filigran, so vielsagend ins Papier flüsternd, in der Flachheit von Nichts den Raum für Alles eröffnend - dieses Buch gerät, an seinem 45. Geburtstag zum Kind dieser, unserer Tage. Es sagt: nicht alles ist stumm, weil uns die Worte fehlen. Gerade so schräg, wie es erscheint, weist es geradlinig nach vorne. Ausblick in ein Jahr un/erwartbarer Einsichten.

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 25.02.2020

Vitali Konstantinov, Es steht geschrieben - Von der Keilschrift zum Emoji, Gerstenberg, ISBN 978-3-8369-5943-8

Vitali Konstantinov - Es steht geschrieben…

Als "Buch des Monats" wählte das Klingspor-Museum Offenbach für den März Vitali Konstantinovs "Es steht geschrieben… Von der Keilschrift zum Emoji". In seinem 2019 erschienenen Sachbuch für Kinder ab 10 Jahre erarbeitet Vitali Konstantinov die unterschiedlichsten Zeichen menschlicher Kommunikation und zeigt auf äußerst unterhaltsame Weise der Vielfalt der Schrift. Die Schrift entspricht einem urmenschlichen Bedürfnis nach Verständigung, auch über Zeit und Raum hinweg. In der Art einer Graphic Novel stellt Vitali Konstantinov äußerst sachverständig zahlreiche Schriftsysteme der Menschheitsgeschichte vor bis hin zu Klingonisch.

6. März 2020, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Do, 29.08.2019

© Hans Schmidt, Foto: Klingspor-Museum Offenbach

Buch des Monats

Hans Schmidt (14.01.1923 – 14.05.2019) zu Ehren. Vortrag von Stefan Soltek.

Wirksamer wusste niemand der Schrift zu Leibe zu rücken. Hans Schmidt entwickelte im Lauf seines Lebens mit der Schrift ein unvergleichliches Gespür dafür, ihre Ingredenzien von Linie und Körper analytisch abzutasten und neuartig auszuformen. Feinsinnigkeit und Kühnheit waren ihm gegeben, gegen das Erwartbare Schreiben zu profilierten Ausdrucksweisen zu erweitern. Beispiele aus der Sammlung sollen dies bezeugen.

6. September 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 28.06.2019

Dita Moser, Kalenderblatt Freitage 1910 © Klingspor Museum Offenbach

Kästchen und Quadrate

Die Wiener Moderne

Die Künstlergruppe der Wiener Secession feierte große Erfolge mit Ausstellungen voller streng geometrischer Formen. Die Vorliebe für das Quadrat ist kennzeichnend für diese Wiener Variante des Jugendstils. Neben den vielen Kästchen kommen auch Dreiecke, Kreise und Spiralen vor. Der Secessionsstil in Österreich lebt weniger von Natureinflüssen und mehr von Strukturen. Selbst die Signete der Kunstschaffenden wie der Wiener Werkstätte haben geometrische Formen und die Zeitschrift „Ver Sacrum“ erscheint im ungewöhnlich quadratischen Format.
Ein Vortrag im Klingspor Museum zum Buch des Monats von von Annina Schubert.

5. Juli 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 05.06.2019

Die Edition Tiessen

Als Mitarbeiter des renommierten Typographen Gotthard de Beauclair im Insel Verlag und in der Trajanuspresse machte sich Wolfgang Tiessen um die Buchgestaltung verdient. 1977 gründete er seine eigene Presse in Neu Isenburg, die hervorragende typographische Gestaltung mit Originalgraphiken zeitgenössischer Künstler verband. Bis 1995 erschienen 80 Drucke, die alle in der Original-Janson-Antiqua gesetzt waren, und Maßstäbe für das bibliophile Buch in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts setzten.

Vortrag vom Pirckheimer Sven Uftring, der sich als Verleger und Sammler der Bibliophilie verschrieben hat.

7. Juni 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 27.02.2019

Mit Illustrationen von Benjamin Lacombe, Aus dem Französischen von Edmund Jacoby, mit Seidenbezug und 14 Ausstanz-Seiten, Verlagshaus Jacoby & Stuart GmbH, ISBN 978-3-946593-47-8

Frida Kahlo im Kinderbuch

Frida Kahlo - Illustrationen über das Leben der legendären mexikanischen Malerin in Kinderbüchern

Bekannt durch ihre ausdrucksstarken Selbstbildnisse, ist Frida Kahlo und ihr künstlerisches Schaffen bis heute noch präsent. Ihre Dynamik offenbart sich auf besondere Art und Weise in einem von Benjamin Lacombe illustrierten Bildband. Das Buch mit dem Titel „Frida“ erzählt im poetischen Stil das Leben der Künstlerin mit großformatigen besonders gestalteten Bildern und eingefügten Zitaten. Verschiedene Lebensthemen werden hier in kurzen Kapitel vorgestellt: „Die Liebe“, „Die Erde“, „Die Mutterschaft“(...). Es ist kaum verwunderlich, dass Frida Kahlo, die als Mensch und Künstlerin so stark polarisiert, eine große Inspirationsquelle für viele Illustratoren und andere Künstler darstellt.

Monica Brown befasst sich in ihrem Kinderbuch „Frida Kahlo und die Tiere“ mit der liebevollen Bindung Fridas zu den Tieren. Geprägt durch eine Reihe von Schicksalsschlägen geben ihr die Tiere als loyale Begleiter den nötigen Halt. Die Farbigkeit der Illustrationen soll an die Werke der Künstlerin erinnern.

Die Gestaltungen der Kinderbücher, die Lucia Gallo präsentiert, veranschaulichen die Vielschichtigkeit und Komplexität der Malerin und ermöglichen den Kindern eine schonende Herangehensweise, sich mit den Themen Krankheit, Schmerz, Leid, Kunst und Liebe auseinanderzusetzen.

1. März 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 29.01.2019

Avec quelques briques - Vincent Godeau

Raumgreifend – neue Popups

Das Buch ist ein Raum voller Möglichkeiten. Im Popup greift das Buch tatsächlich ins Dreidimensionale aus und nimmt sich Raum für Experimente. Seit einigen Jahrzehnten entstehen zahlreiche Popup-Bücher, die sich vor allem sachbezogenen Themen widmen oder von Künstlern gestaltet sind, die sich dem Papier als künstlerischem Material verschreiben. Im Buch des Monats Februar des Klingspor Museums stellt Dorothee Ader die spannendsten zeitgenössischen Popup-Bücher vor und zeigt neue Tendenzen auf. Historische Vorgänger beispielsweise aus dem Bereich Spielbilderbuch werden dabei in Beziehung gesetzt, um Themen und Techniken auf die Spur zu kommen.

1. Februar 2019, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 27.11.2018

© kunstanstifter verlag

kunstanstifter

In der Reihe »Buch des Monats« gibt das Klingspor-Museum Einblicke ins Lektorat eines ungewöhnlichen Bilderbuchverlags. Der »Verlag für Illustration« wurde 2006 von Suse und Niklas Thierfelder in Mannheim gegründet. Das kunstanstifter-Programm steht für schräge, witzige, außergewöhnliche, provokante, aber intelligente Illustrationen und Texte. Die Lektorin Lena Anlauf stellt das Kinderbuchprogramm vor und gibt einen Einblick in die Programmarbeit des kleinen, unabhängigen Bilderbuchverlages.

7. Dezember 2018, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 30.07.2018

Behmer: Der Fischer un syne Fru

Behmer: Von dem Fischer un syner Fru

Marcus Behmer (1879 – 1958) zählt zu den bedeutendsten Buchillustratoren der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts. Außerdem war er als Buchgestalter und Schriftkünstler tätig. Bekannt geworden durch seine Illustrationen zu Oscar Wildes Salome gestaltet er wenige Jahre später im Insel Verlag Leipzig die Ausgabe zum Fischer un syner Fru. Von den Illustrationen, über die selbst gestaltete und auch durch ihn von Hand gesetzte Schrift bis hin zum Einband gelingt Behmer das Märchen von Phillip Otto Runge als buchkünstlerisches Gesamtkunstwerk.

Allein in der Ausstellung „Delphine in Offenbach. Die Marcus Behmer Sammlung des Klingspor Museums“ können zwei kolorierte Serien der detailreichen Radierungen zu diesem sozialkritischen Märchen bewundert werden. Daneben bieten verschiedene Ausgaben der Inselbücherei vielseitige Beobachtungsmöglichkeiten dazu, wie die einzelnen Gestaltungselemente miteinander in Dialog treten.
Dieser Dialog wird von den Buchseiten Behmers ausgehend in die Sammlung des Klingspor Museums fortgesetzt. Wo schwimmen hier noch weitere Fische im Wasser?

3. August 2018, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Do, 28.06.2018

Abb. © Büchergilde Buchhandlung & Galerie Wolfgang Grätz

Graphic Novels

In der Reihe "Buch des Monats" beschäftigt sich in Offenbach Anna-Fee Neugebauer mit dem Thema "Graphic Novels – nur Bilderbücher für Erwachsene?"

Das Genre der „Graphic Novels“ boomt, nicht nur in Deutschland. Doch was sind Graphic Novels eigentlich? Wo haben sie ihren Ursprung? Gibt es Unterschiede zur Gattung Comics? Was sind ihre erzählerischen Möglichkeiten? Und nicht zuletzt: Wie spielen sie mit unserer Wahrnehmung? Anhand ausgewählter Werke aus der Sammlung des Klingspor Museums (z.B. von Helena Bochořáková-Dittrichová, Frans Masereel, Otto Nückel, Lynd Ward) und aus Privatbesitz, versucht Anna-Fee Neugebauer vom Amt für Kultur- und Sportmanagement eine Annäherung an diese noch recht junge Kunstform und ihre wachsende Bandbreite.

6. Juli 2018, 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 30.04.2018

© Nina Mößle / Petra Ober

Künstlerbücher von Petra Ober

In Farben träumen – Künstlerbücher von Petra Ober

Die farbintensiven Unikat-Bücher der Künstlerin Petra Ober laden zum Träumen ein. Kaum geöffnet, taucht man mit allen Sinnen in ein Meer aus Farben ein und spürt Fragmenten lyrischer Texte nach. Farben, Papiere und Texte fügen sich in Petra Obers Büchern zu einem harmonischen Zusammen-klang, der im Auge des Betrachters sanft nachschwingt.

Das Buch des Monats findet diesmal in der SOH Offenbach statt und betrachtet Künstlerbücher von Petra Ober im Kontext ihres künstlerischen Schaffens, das neben Büchern auch Malerei, Zeichnung und Objekte umfasst. Die Künstlerin präsentiert im Dialog mit Nina Mößle einige neue Unikat-Bücher und führt anschließend durch ihre Ausstellung „Die Bilder der Buchkünstler VII“.

4. Mai 2018, 14 Uhr

Stadtwerke Offenbach Holding GmbH
Offenbach, Senefelderstraße 162

Di, 27.03.2018

Karl Klingspor (Photographie von Frank Eugene, 1916)

Ein Leben für das Buch

Zum 150. Geburtstag von Karl Klingspor stellt Martina Weiß den großen Bibliophilen vor und präsentiert Highlights aus seiner Sammlung. Klingspor trug als Inhaber der Schriftgießerei Gebr. Klingspor in Offenbach maßgeblich zu einer Erneuerung der Schrift Anfang des 20. Jahrhunderts bei. Seine bibliophile Leidenschaft führte zu einer beachtlichen Sammlung zeitgenössischer Buchkunst, die später den Grundstock des Klingspor Museums bildete. Er initiierte den Wettbewerb „Schönste Bücher“ und war als Mitglied mehrerer bibliophiler Vereinigungen bestens vernetzt mit anderen großen Sammlern seiner Zeit. Zahlreiche Stücke seiner Sammlung besitzen kostbare Einbände. Besonders die über 80 Einbände, die der führende Buchbinder der ersten Hälfte des 20. Jahrhunderts Ignatz Wiemeler für Klingspor fertigte, gehören zu den besonderen Zimelien des Museums.

6. April 2018 14 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach