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Neuerscheinung

Pirckheimer-Blog

Neuerscheinung

Di, 05.12.2017

Holzschnitt auf dem Titelblatt: Ulrich Tarlatt - am weltenbaum

Common Sense 2017

Der 29. Almanach erscheint in wenigen Tagen - der Vorletzte!

Ulrike Erber-Bader bezeichnete schon vor Jahren COMMON SENSE als den wichtigsten gegenwärtigen Künstleralmanach im deutschsprachigen Raum.

Der Almanach 2017 es ist mit 31. Beteiligten wieder ein opulentes Buch geworden, 40 grafiken .. alle beiträge sind signiert, siehe hier.

"sogottwill wird es auch noch das 30. buch im nächsten jahr geben
doch dann beende ich das projekt
eine menge arbeit steckt in jedem jahrgang
aber auch großes vergnügen
488 beteiligte bislang - viele waren mehrmals dabei
ich durfte sie kennenlernen
freundschaftliche beziehungen sind gewachsen
nur so konnten die bücher entstehen
dies spiegeln sie so hoffe ich auch wider"

(ulrich tarlatt)

Sa, 02.12.2017

Hans Eckardt Wenzel - Tubarium

Schwarzdruck hat - endlich mal wieder! - einen neuen Handpressendruck herausgebracht. Das "Tubarium" entstand anläßlich des Renteneintritts es Freundes von Schwarzdruck und Tubisten Georg Schwark. Der spielte nicht nur im Rundfunksinfonieorchester Berlin die Tuba, sondern auch in der Band von Hans Eckardt Wenzel. Dieser Poet und Tausendsassa hat (quasi nebenbei!) im Lauf vieler Jahre immer wieder Texte über die Tuba und Tubisten geschrieben und damit vermutlich das weltweit umfangreichste und vielschcihtigste poetische Werk zu diesem Thema geschaffen. Nun endlich sind diese Texte auch in gedruckter Form für die Ewigkeit zu haben! 

Wenzel, Hans Eckardt, Tubarium
Edition Schwarzdruck 2017
Zweifarbiger Buchdruck von Blei, Holz und Nyloprintplatten in schwarz und reichbleichgold auf 140g Poensgen&Heyer-Werkdruck. 14 Blätter, teilweise zum Ausklappen, mit vier Buchschrauben in einem schwarzen , zweifarbig (gold und silber) bedruckten Umschlag geheftet. Beiliegend eine eigens dafür produzierte exklusive CD mit historischen Aufnahmen von Tubamusik und ein dazu gehöriges Notenheft. Einmalig Aufl. 200 Exemplare, davon 100 arabisch nummerierten Exemplare für den Verkauf, 96,00 €

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Mi, 29.11.2017

Alles Glück dieser Erde

Vor 3 Wochen erschien in der Corvinus-Presse von Hendrick Liersch der Gedichtband von Gerd Adloff mit Abbildung von 11 Kaltnadelradierungen von Klaus Zylla in japanische Bindung und einer Auflage von 180 vom Autor signierten Exemplaren (20 €). Gleichzeitig erschien eine Vorzugsausgabe mit mit 4 Radierungen im Buch und einer lose beiliegenden von Klaus Zylla, gedruckt von Dieter Bela, in 22 numerierten und signierten Exemplare Handbindung von Stefan Cseh (300 €).
Leider verpasste ich die Buchpremiere, konnte mich aber heute davon überzeugen, wie sarkastisch und hintergründig der auf den ersten Blick kitschige Titel "Alles Glück dieser Erde" für die Gedichte von Adloff ist und wie kongenial dessen Gedanken ergänzt werden durch die Illustrationen von Zylla.

Gerd Adloff, 1952 geboren, arbeitete als Rotationsarbeiter, Buchverkäufer und Packer in einer Druckerei und studierte 1976 bis 1981 Germanistik an der Humboldt-Universität zu Berlin. Zahlreiche Lyrikveröffentlichungen seit 1990, in der Corvinuspresse erschien nach "Zwischen Geschichte und September" (2015) mit Illustrationen von Horst Hussel jetzt sein zweiter Gedichtband.

Von Klaus Zylla, 1953 geboren, u.a. 1977 - 1982 Arbeit und Studium an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee, läuft derzeit eine Ausstellung der Kunstsammlung Lausitz im Schloß Senftenberg, die mit einer Lesung aus "Alles Glück dieser Erde" eröffnet wurde.

"Mit seiner phantastischen und skurrilen Figurenwelt kann der Maler und Grafiker Klaus Zylla als einer der Erben der Art Brut angesehen werden. Zylla war zunächst als Siebdrucker in der Werbung tätig. Die Kunsthochschule Berlin-Weißensee besuchte er im Abendstudium und beschäftigte sich parallel im Bereich des künstlerischen Siebdrucks. Seit etwa 1990 widmet er sich ausschließlich dem eigenen künstlerischen Schaffen."

Ausstellung: 15. November 2017 - 14. Januar 2018

Spreewald-Museum | Topfmarkt 12 | 03222 Lübbenau

Sa, 25.11.2017

Die Trinkersonne

Die burgart-presse des Pirckheimers Jens Henkel kündigt die Buchpremiere DIE TRINKERSONNE an. Der Autor, Franzobel (zuletzt auf der Shortlist zum Deutschen Buchpreis und kürzlich mit dem Bayerischen Literaturpreis ausgezeichnet) reist eigens aus Wien an und wird aus dem Werk lesen; der Künstler Kay Voigtmann aus dem benachbarten Gera ist natürlich auch anwesend.

Der Druck erscheint in einer einmaligen Auflage von 80 Exemplaren; 65 arabisch nummerierte Exemplare sind zum Verkauf bestimmt, 15 Künstler- und Verlegerexemplare werden römisch nummeriert. Das Impressum ist von  Autor und Künstler signiert.
Format: 26 x 20 cm, ca. 38 Seiten. Der Druck der Radierungen erfolgt durch Peter Oehler, Gera. Den Satz übernimmt Hahndruck Kranichfeld; den Handeinband fertigt Ludwig Vater, Jena.

  • Ausgabe A: Ex. 1-20 mit einer zusätzlich beigelegten Zeichnung von Kay Voigtmann, alle Grafiken handkoloriert und signiert, Halblederband im Schuber (vergriffen)
  • Ausgabe B:Ex. 21-40, alle Grafiken handkoloriert und signiert, Halblederband im Schuber, 350,00 €
  • Ausgabe C:Ex. 41-65, Pappband, 250,00 €

Buchpremiere: 1. Dezember 2017, 19 Uhr

Galerie Huber & Treff | Charlottenstraße 19 | Jena

So, 19.11.2017

Wenzels Tubarium

Schwarzdruck hat - endlich mal wieder - ein Buch selber gedruckt: das „Tubarium“. Das Buch (buchgedruckt, mit einer exklusiven CD und einem Notenheft) ist auf 100 Verkaufsexemplare limitiert.

Ein außergewöhnliches Buch in vielerlei Hinsicht. Und die Eremitage Gransee feiert Premiere: der Autor Hans Eckardt Wenzel und der Tubist Georg Schwark (bekannt u.a. von einigen Ausstellungseröffnungen hier in der Eremitage) gibt sich die Ehre … Es erwartet die Premierengäste ein anregender, vergnüglicher und einmaliger Abend.

Das Buch wird, solange der Vorrat reicht, nur an diesem Abend zum einmaligen Sonderpreis von 70 Euro zu haben sein - nachgedruckt wird definitiv nicht!

Buchpremiere: 24. November 2017, 19 Uhr

EREMITAGE GRANSEE
Galerie für zeitgenössische Buchkunst und Druckgraphik
Mauerstraße 4 A · D-16775 Gransee

Di, 31.10.2017

Impressit Rössler – gedruckte Kunst aus Hohenossig

Am 2. November wird in Leipzig die Ausstellung »Impressit Rössler – gedruckte Kunst aus Hohenossig« eröffnet - gleichzeitig hat der 2. Band der Reihe »Paradiesische Dialoge« des LBA Premiere.

Jeanette und Reinhard Rössler gründeten vor 37 Jahren im Leipziger Stadtteil Gohlis ihre Druckwerkstatt für künstlerische Grafik. 1986 zogen sie vor die Tore der Stadt und erweiterten dort ihre Druckwerkstatt. Später kamen unter dem neuen Label »Künstlerhaus Hohenossig« Galerieräume, das Sächsische Druckgrafik-Symposion, ein Artist-in-Residence-Programm, Radier- und Kreativkurse sowie das Angebot von Feinstpapieren dazu.

Viel Erfahrung und Einfühlungsvermögen in Technik, Material und Thema machten die beiden Grafik­drucker von Beginn an zu engen Partnern zahlreicher Künstler. So ließen nicht nur Werner Tübke und Bernhard Heisig bei ihnen drucken, bis heute sind es neben Sighard Gille, Rosa Loy, Rolf Münzner, Michael Triegel, Matthias Weischer und Jan Peter Tripp über 100 weitere Künstler.

Der Leipziger Bibliophilen-Abend hat sich auf seine Fahnen geschrieben, einen Beitrag zur Pflege und Erneuerung der Leipziger Grafik und Buchkultur zu leisten. Bereits dieses Anliegen macht den LBA zum potenziellen Partner des Künstlerhauses Hohenossig. Eine reale Zusammenarbeit existiert auf der Grundlage dieser Verbundenheit bereits seit Jahren. Viele der Künstler, die Grafiken für Editionen des LBA schufen, ließen diese in Hohenossig drucken. Somit waren Jeanette und Reinhard Rössler in Buchprojekte eingebunden, zu deren erfolreichem Gelingen sie einen wesentlichen Anteil geleistet haben, so auch bei dem zur Präsentation vorliegenden Band.

Die Ausstellung dokumentiert mit Grafiken und Büchern einen Querschnitt des Werkstattschaffens von den Anfängen bis in die Gegenwart.

(Thomas Glöß)

Vernissage: 2. November 2017, 18 Uhr
Ausstellung: 3. November 2017 - 9. Januar 2018

Haus des Buches, Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig

Fr, 13.10.2017

Schachaufgaben im Original

Pünktlich zur Frankfurter Buchmesse ist in der Elke Rehder Presse der zweite Band der Reihe „Schachaufgaben im Original“ erschienen. Der erste Band erschien 2016 mit dem Untertitel „Payne's Illustrirter Familien-Kalender 1858–1865“.

Der nun vorliegende zweite Band behandelt die Schachspalte in der illustrierten Damen-Zeitung „Der Bazar“. Die Zeitung wurde 1854 von Ludwig von Schaeffer-Voit in Berlin gegründet. An das frühere Anwesen erinnert heute noch der Ruhwaldpark.

Neben einem Beitrag zur Verlagsgeschichte werden die Schachredakteure Johannes Hermann Zukertort und Jean Dufresne vorgestellt. Der Briefwechsel mit der Schachredaktion aus dem Zeitraum 1869 bis 1881 ist vollständig wiedergegeben. Zusätzlich enthält der Band einen Rückblick auf die Entwicklung des Frauenschachs im 19. Jahrhundert.

Ein umfangreicher Index mit den Namen der Schachkomponisten, Schachspieler, Verleger, Buchhändler und Redakteure erleichtert die Suche in den 168 Seiten.

Elke Rehder: Schachaufgaben im Original. Band II: Der Bazar 1869 – 1881
Barsbüttel, Elke Rehder Presse, Oktober 2017
168 S. mit zahlreichen Abbildungen. Hardcover mit Leinenstruktur. Format: 30,5 x 21,5 cm
Preis 29,00 € inkl. MwSt., zzgl. Versand 

Inhaltsverzeichnis
Namensverzeichnis
Leseprobe

Di, 10.10.2017

Alexander Puschkin | Pique-Dame

Mit Lithographien von Boris Zabirokhin

Alexander Puschkins «Pique-Dame» war  eines der ersten Werke eines russischen Autors, denen auch im Europa ihrer Zeit Erfolg beschieden war. Nun ist die «bedeutendste Novelle der Weltliteratur» (André Gide) des «Goethe des Ostens», wie Thomas Mann Puschkin bezeichnete, in  einer neuen Übersetzung ins Deutsche als bibliophile Edition erschienen.

Feinsinnig  illustriert  wurde  sie  vom  russischen «Meister  der  Druckgraphik»: Boris  Zabirokhin schuf elf phantastische Lithographien, die Puschkins Opus kongenial begleiten und die düstergeheimnisvolle Stimmung der Novelle eindrucksvoll vertiefen. Sie wurden in der Werkstatt der Akademie der Künste, St. Petersburg, von den Originalsteinen abgezogen.

♠ 80 Seiten, 19,5 x 28,5 cm
♠ 100 Exemplare auf Bütten gedruckt
♠ Vom Künstler nummeriert und signiert
♠ Von Hand geheftet und gebunden
♠ Ausgabe A (Nummern 1 bis 85)
Halblederband in Schuber: € 398
♠ Ausgabe B (Nummern I bis XV)
Unikateinbände mit beigegebener signierter Bleistiftzeichnung: bitte anfragen.

Pegasus Presse P.J. Moosbrugger
Postfach 1347 ⋅ D-86331 Königsbrunn
Weidenstraße 24 ⋅ D-86343 Königsbrunn

Flyer

So, 10.09.2017

Mit kindlichem Witz auf der Spur von Kuschelkatz und Raubtierschmatz

»In der Nacht / erwacht die Katz, / geht aus dem Haus, / fängt eine Maus …«, so beginnt das neue Buch der Edition M & M. Hört sich nach Katzengeschichte an. So ist es. Eine kurze. 35 Zeilen. Reicht das für eine Geschichte, für ein Buch? Auf jeden Fall. Großzügig ausgelegt, verstecken sich in den 35 Zeilen sogar acht Mini-Geschichten. Ein Satz, eine Geschichte.
Mit diesem »Werk« verlässt die EM & M ihren bisher proklamierten Programm-Rahmen. Diesmal nichts aus der Nobelpreiskiste, nichts von einer renommierten literarischen Persönlichkeit, sondern diesmal beginnt alles mit ein paar handschriftlichen Zeilen der elfjährigen Schülerin Paloma, die in ihrem kreativem Eifer zum Geschriebenen auch gleich kleine Bleistiftzeichnungen verfertigt hatte. Beides gefiel mir.
Der Text – zum Schmunzeln. Locker, kindlich unbefangen nach der Methode »Reim dich oder ich fress dich« zusammengebastelt, dazu eine Pointe, deren verbale Drastik die Geschichte paukenschlagartig beendet. Nix von süßlicher Kuschelkatzen-Schmusetier-Geschichte. Ein erster Gedanke: Aus dem Material lässt sich etwas machen! Ich begann mit den Zeichnungen zu experimentieren: extreme Vergrößerungen, Ausschnitte, Holzschnitte entstanden. Das Buchkonzept: Rückkehr zum Einfachen, zum Elementaren – Handsatz, Werkdruckpapier, nichts Buntes, Blockbuch-Broschur. Eine gut erhaltene 48-p-Berthold-Bodoni kam zum Einsatz, die seit Jahren unbeachtet in ihrem Steckschriftkasten als Schrift-Dornröschen dahindämmerte. Für den Schutzumschlag konnte ich auf Plakatschriften zurückgreifen, die ein Setzerkollege am Ende der Bleisatzära vor dem Container gerettet hatte. Das Schleipen-Werkdruck erschien mir bestens geeignet für so ein Buch: säurefrei und alterungsbeständig, angenehme Optik und Haptik, auch in »Bläulichweiß« noch ein warmer cremefarbener Ton, die Oberfläche nicht geglättet, matt. Ideal für den Druck von Schrift und Holzschnitten.
Bis auf den Umschlag wurden Text und Holzschnitte von mir auf einer Korrex-Andruckpresse gedruckt. Die buchbinderische Verarbeitung oblag der Buchbinderei Christian Zwang in Hamburg.

(Jürgen Meyer Jurkowski)

Paloma Meyer
In der Nacht erwacht die Katz …

2017. Mit sechs Holzschnitten (Format 30 x 21 cm) nach Zeichnungen von Paloma Meyer, geschnitten von Jürgen Meyer Jurkowski. Blockbuch mit 14 Seiten, Broschur mit Schutzumschlag. Buchformat: 32 x 23 cm. Gestaltung, Handsatz, Druck der Innenseiten (Text/Holzschnitte) und Herstellung: Jürgen Meyer Jurkowski, Hamburg. Auflage: 20 Exemplare, im Impressum nummeriert (1/20 – 20/20) und von den »Buchmachern« signiert. Satz /Schriften: Handsatz aus der 48 Punkt Bodoni Berthold normal und diversen undefinierbaren Holzschriften. Druck des Schutzumschlages: Klaus Raasch, Hamburg. Papier: Innenteil: Schleipen Werkdruck, 120 g/m2, 2-faches Volumen; Einband: Fotokarton, schwarz, 280 g/m2; Vor- und Nachsatz: Bugra-Bütten, schwarz, 130 g/m2. Bindearbeiten: Buchbinderei Christian Zwang, Hamburg.
Euro 160,–

Di, 05.09.2017

Zwei Texte von Heiko Michael Hartmann

Der Pirckheimer Michael Ley kann eine Neuerscheinung vorstellen, den Titel NEMESIS DIVINA ODER DER WOLKENTAXONOM mit einem Text von Heiko Michael Hartmann mit 2 eingebundenen Originalgraphiken von miley. Einer Vorzugsausgabe wird eine farbige Radierung beiliegen, eine Homage an Joseph Beuys "zeige deine Wunden" und das "Braunkreuz". Das Titelbild, eine Kombiation aus analoger und digitaler Zeichnung ist ach als Originalholzschnitt erhältlich.

Ein in gleicher Ausstattung erscheinende Titel von Heiko Michael Hartmann DRINNEN, DRAUSSEN enthält Farbholzschnitte von Udo Würtenberger.

Bibliophile Broschur | 36 Seiten inkl. Umschlag | Fadenheftung | 120 g Römerturm Werkdruck

Normalausgabe No. 1 - 30, 18 € | Vorzugsausgabe No. I -  XX, 40 € | beide Titel im Pappschuber 36 € / 80 €

So, 03.09.2017

Die Kunst der Sammlung – Peter Zitzmann

Der dritte Band in der Reihe von Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag). Ein Gespräch mit dem in diesem Jahr verstorbenen Privatsammler Peter Zitzmann.

Themen: Künstlerzeitschriften, Ver Sacrum, William Morris, Xylon, Künstlerzeitschrift Herzattacke, Derriere le Miroir, Originalgrafik und Originalarbeit, Konrad Lengenfelder und die Anfänge der Sammlung Zitzmann, Carl Ferdinand Mayer, Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, Albrecht-Dürer-Gesellschaft, schPeZi-Presse, Germanisches Nationalmuseum, Druck & Buch, Peter Angermann, Harri Schemm, Poetenfest Erlangen, Karl-Georg Hirsch, Institut für moderne Kunst Nürnberg, Systematisierung der Künstlerbücher, Kunstvereine, weiße Handschuhe, Erwerbungen, Antiquariate, Erlanger Comic-Salon, Mini-Messen und Übernachtungen im Atombunker, Medienpräsenz von Künstlerbüchern. 

Originalzeichnungen und Handschriften von Hartmut Andryczuk zu den Kommentaren von Peter Zitzmann.

Hybriden-Verlag | Series: Die Kunst des Sammelns | Copies: 30 | 650 €

Mo, 28.08.2017

Klaus Ferentschik - Bisquitkrümel

Das Herbstprogramm der PalmArtPress startet mit der ersten Veranstaltung am Sa. 9. September mit der Vorstellung der Neuerscheinung "Bisquitkrümel". Es wird von Klaus Ferentschik (Lesung) und Horst Hussel (Ausstellung) präsentiert. "Musica Responsa" (Heidemarie Wiesner, Klavier, und Waltraut Elvers, Bratsche) werden den Abend umrahmen - natürlich wartet hinterher wieder ein Buffet inklusiv Getränke auf die Teilnehmer.

Bei diesen Bisquitkrümeln handelt es sich um 77 literarische Miniaturen bzw. Mikroromane; so kurz, dass es kürzer kaum geht und trotzdem alles darin steht. Ohne Scheu erzählen sie – auf teils humorvolle, teils aber-, für- & irrwitzige, teils traurige, teils ironische, teils sarkastische, teils vulgäre, teils mörderische (u. v. m.) Weise – von vorstellbaren und unvorstellbaren Möglichkeiten und Unmöglichkeiten der erdenklichen und unerdenklichen Art. Die sie illustrierenden Tuschezeichnungen hat Horst Hussel eigens dafür geschaffen.

ISBN: 978-3-941524-93-4 | Miniaturen | 90 Seiten | Klappenbroschur | € 20

Vorzugsausgabe mit Radierung von Horst Hussel | Auflage 33 Exemplare | € 70

PalmArtPress | Pfalzburger Str. 69, 10719 Berlin

Do, 24.08.2017

Heinrich Stieglitz um 1840

Ein „Denkmal“ für den Dichter Heinrich Stieglitz

Von unserem Pirckheimer-Freund Bernd-Ingo Friedrich erscheint voraussichtlich zur Herbstmesse 2017 ein zweibändiges „Denkmal“ für den Dichter Heinrich Stieglitz (Arolsen 1801 – 1849 Venedig).

- Das Erscheinen der Bücher mußte in den Februar 2018 verschoben werden. -

Als die 28jährige Charlotte Stieglitz sich den Dolch, den sie elf Jahre zuvor ihrem Verlobten Heinrich Stieglitz geschenkt hatte, ins Herz senkte, tat sie das in der Absicht, den inzwischen zu ihrem Mann gewordenen, kranken Dichter „durch einen furchtbaren Schmerz, einen ungeheuren Schreck“ von einem vermeintlichen „Wahnsinn“ zu heilen. Damit hatte sie zwar, aus heutiger Sicht, instinktiv das Richtige getan, doch sie hatte nicht mit der kalkulierten Niedertracht gerechnet, die sich ihrer Tat bemächtigen sollte. Tatsächlich führte diese im Weiteren dazu, daß Heinrich in einer einzigartigen, bis heute andauernden Rufmordkampagne sowohl literarisch als auch menschlich vernichtet wurde. Die Biographie Heinrich Stieglitz, ein Denkmal entstand im Ergebnis von über fünf Jahren akribischer Recherche vor allem zur Ehrenrettung des zu Unrecht verfemten Dichters. In einem zweiten Teil werden sein Werk und dessen überwiegend positive Rezeption durch die Zeitgenossen betrachtet. Nicht zuletzt widmet sich die Monographie ausführlich dem allein (und nicht nur!) im Falle Stieglitz nun schon fast 200 Jahre währenden Totalversagen der Literaturwissenschaft.

Acht Exkurse, überschrieben: „Zur Hygiene in Berlin“, „Die Medizin im Biedermeier“, „Vorbilder, Förderer und Freunde“, „Friedrich Wilken und seine Bibliothekare“, „Noch etwas vom Gelde“, „Vom Werden der Bilder des Orients“, „Heinrich Heine, Voß & Co.“, „Das Junge Deutschland“ und „Einiges über den Selbstmord“, weiten die erste (!) präzise recherchierte und daher so umfangreiche Biographie zu einem eindrucksvollen Panorama der Berliner Zustände in den ersten Jahrzehnten des 19. Jahrhunderts.

Die Anhänge „Der Dichter Heinrich Stieglitz“, „Die deutsch-orientalische Dichtung“, „Heinrich Stieglitz‘ Bilder des Orients“ und „Heinrich Stieglitz‘ China“ erschließen Stieglitz‘ Hauptwerk, die vierbändigen Bilder des Orients, aus unvoreingenommener Sicht.

Die Kapitel „Heinrich Stieglitz als Texter“ und ein Verzeichnis der „Vertonungen von Gedichten“ widmen sich dem speziellen und besonders erstaunlichen Aspekt der Rezeption zahlreicher Stieglitzscher Dichtungen durch die Musiker.

  • Heinrich Stieglitz, ein Denkmal. Erster Teil: Biographie und Exkurse. Neustadt an der Orla: Arnshaugk Verlag 2018. 540 Seiten mit 4 Abb. Pp. 8°. 58,00 Euro. ISBN 3-944064-88-7.
  • Heinrich Stieglitz, ein Denkmal. Zweiter Teil: Anhänge, Nachklänge und Register. Neustadt an der Orla: Arnshaugk Verlag 2019. 434 Seiten mit 5 Abb. Pp. 8°. 58,00 Euro. ISBN 3-944064-89-5.

Eine Studie Beiläufiges zur Wahrnehmung Chinas ..., die während der Arbeit an dieser Monographie entstand, wurde bereits im Dezember 2016 veröffentlicht. In ihr geht es vor allem um die Überbewertung von Goethes „chinesischen“ Dichtungen im Gegensatz zur völligen Abwertung von Heinrich Stieglitz‘ Tragikomödie „China“ im vierten Band der Bilder des Orients.

Mi, 02.08.2017

THORVALD HENNINGSEN - BUCHEINBÄNDE

Die einzigartige Einbandsammlung Steinthal in der Zentralbibliothek Zürich ermöglicht einen Einblick in die späten Schaffensjahre von Thorvald Henningsen (1896 - 1977). Ein Werkverzeichnis mit Texten zu Leben und Arbeit erschliesst jetzt das Wirken eines bildenden Handwerkers, der in der Einbandgeschichte des zwanzigsten Jahrhunderts einen wichtigen Platz einnimmt..

Wie jede Kunst, reflektiert auch der eng mit der Buchkunst verbundene Einband in seinen Wandlungen die künstlerischen Strömungen seiner Zeit. Im Werk von Thorvald Henningsen bildet sich ein wichtiger Teil der Schweizer Einbandgeschichte eines Jahrhunderts ab, die im Vergleich mit Einbandkünstlern in Frankreich oder auch im deutschsprachigen Raum ablesbar wird. Die aus der Tradition des Handwerks hervorgegangenen Techniken und formalen Anverwandlungen führen im Austausch mit zeitgenössischen Künsten zu Formulierungen, die auch den Bucheinband bestimmen. Spuren der zweitausendjährigen Geschichte des Buchbindens begleiten diese Handwerkskunst bis heute. Im Werk von Thorvald Henningsen haben wir es – neben Büchern mit besonderen Texten und Bildern – vor allem auch mit dem Bücherliebhaber zu tun, der diese Bücher erworben und Einbände in Auft rag gegeben hat. Die kostbaren, mitunter auch fragilen Bände sind Architektur im Kleinformat, sind Hüter und Bewahrer mit dem Anspruch, ein Werk zu sein. Monumente, die sich der Veralltäglichung entziehen. Jeder einzelne Einband bezeugt meisterliches Können und die «unermüdliche Hingabe im Dienste der beruflichen Entwicklung», in der Thorvald Henningsen auch seine Berufung sah, wenn er schrieb: «nicht nur des Kunden wegen muss ein Buch schön gebunden sein, sondern vielmehr noch um der Arbeit selbst willen, aus Freude am tadellosen Gestalten.»

Thorvals Hennigsen - Bucheinbände. Ein Werkverzeichnis, bearbeitet von Mechthild Lobisch und Erich Gülland, herausgegeben von Hans Burkhardt

bookfactory | Isenrietstr. 21 | 8617 Mönchaltorf

Fr, 14.07.2017

Prof. Dr. Peter Arlt, Foto © Ralf Parkner

Peter Arlt - Mein Maler ist ein Kauz

Der junge Maler Karl Stauffer-Bern in der Guten Schmiede beim 70-jährigen Gustav Freytag

Dem kaiserlichen Wunsche gemäß trifft in Siebleben ein junger Schweizer berühmter Porträtist ein, der mit Bildnissen von Dichtern des 19. Jahrhunderts beinahe den ganzen deutschen Parnass gemalt hat. Gerade wollte er nach Rom aufbrechen, sollte er nun in Siebleben bei Gotha Gustav Freytag malen. Zuerst war Stauffer für den Porträtauftrag nicht willens, dann wurde er frohgemut, selbstgewiss, sogar überheblich, nach innerem Kampf der Umschlag, die Verzweiflung. Es geschieht, was das Ganze in Frage stellte. Bei dem alten Dichter und dem jungen Maler entwickelte sich aus ihrem Briefwechsel und Begegnungen mit Frauen hier wie dort Liebesaffären mit Glück und Konflikt. In welche Gefahr sich Stauffer begab, sich in Lydia Escher-Welti zu verlieben, sie später als seine Geliebte zu entführen, lag nicht nur daran, dass sie die Ehefrau seines Freundes und Schulkameraden und Kunstmalers war, sondern damit auch die Schwiegertochter des Bundesrates Emil Weltis. Vor allem war sie die Tochter des berühmten Alfred Eschers, der Princeps von Zürich und Schöpfer der Gotthardbahn.
Die Erzählung umfasst Geschichten, dokumentarisch und fiktiv, vom Realismus, vom Gothaer Herzog, vom Maler Louis Gurlitt, von der Siebleber Kirche, vom Postwagen des Schnellzuges nach Frankfurt, von einem des Landwehrvereins, der aus dem Dorfe Wechmar stammt, und von Silberdistelkränzen.
Dem schon erarbeiteten wissenschaftlich-akademischen Beitrag zu Gustav Freytags (1816-1895) mit dem Maler Karl Stauffer-Bern (1857-1891) und die Entstehung des Porträt-Gemäldes, 1886/87, folgt hier ein ins erzählerische Genre umgewandelter neuer Text für eine heitere, nachdenkliche und tragische Lektüre eines völlig unbekannten Themas. In der künstlerischen Darstellungsweise prägte sich das erforschte Geschehen komplexer aus als die wissenschaftliche Forschung es vermochte.

Peter Arlt liest seine Erzählung am Pirckheimerabend der Thüringer Regionalgruppe.

14.Oktober 2017 ab 14 Uhr

Stadtmuseum/Bertuchhaus in Weimar
Liebknechtstrasse 5