Pirckheimer-Blog

Till Schröder

Mo, 22.06.2026

Christoph Links ist am 24.06.26 in Schwerin zu Gast.

Verschwundene Verlage der DDR: Christoph Links liest in Schwerin

Christoph Links’ neues und in seinem (mittlerweile als Imprint des Aufbau Verlags geführten) eponymen Editionshaus erschienenes Buch Verschwundene Verlage der DDR dürfte mithin schon dabei sein, ein Klassiker der Verlagsgeschichtsforschung zu werden. Der Pirckheimer-Freund, Autor und Verleger stellt am 24. Juni sein Werk mit dem Untertitel Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte (1945–1990) ab 19 Uhr in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker (Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin) exclusiv vor und präsentiert einige außergewöhnliche Fälle. Till Schröder, Chefredakteur der Marginalien – Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie und stellvertretender Vorsitzender der Pirckheimer-Gesellschaft, diskutiert mit. Die Landesbibliothek zeigt an diesem Abend ausgewählte Bestände aus verschwundenen Verlagen. – Der Verlag Friedrich Bahn, der Mecklenburger Verlag, der Loef Verlag oder der Petermänken Verlag, zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage ... obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 noch mehr als 200 Editionshäuser eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden. Wurden sie vom Staat aus politischen Gründen enteignet, steuerrechtlich zum Aufgeben gezwungen, sind sie in den Westen abgewandert ... haben sie aus eigenem Antrieb aufgegeben – oder wurden sie gegen ihren Willen fusioniert? Dahinter steht die grundsätzliche Frage, mit welchen Mitteln und Methoden die SED-Führung im Bereich der Kulturwirtschaft agierte, wie sie geistige und wirtschaftliche Konkurrenz aus dem Wege räumte, um für die bevorzugten Firmen finanziell ertragreiche Monopolstellungen zu schaffen. All dies wird in der Lesung, im Vortrag und Gespräch Thema sein. Eine Anmeldung zu dieser Veranstaltung ist nicht notwendig. Der Eintritt ist frei. Im Anschluss findet ein Umtrunk statt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 14.06.2026

Marginalien: Heft 261 erschienen

Soeben ist die neue Ausgabe der Marginalien, die Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, in der 261. Ausgabe (Heft 2026/2) erschienen und ausgeliefert worden. Sie steht, wie es Chefredakteur Till Schröder im Editorial treffend formuliert, im sanften Bann der Frage, wie es sei und gelänge, das Flüchtige zu halten und zu konservieren. Es ist die Grundfrage, die die Künste und das Streben nach dem Schönen gleichsam umtreibt wie auch das Wesen und Fluid der Leidenschaft von Sammelnden wie vorrätig Haltenden, den Antiquaren etwa. Diesen wird in den Beiträgen von Gerhard Leyerzapf und Till Schröder Raum und Würdigung erwiesen, die sich mit dem Antiquariat Die Schmiede des Ehepaars Leyerzapf in Amsterdam und in einem Interview mit Markus Brandis, dem Vorsitzenden des Verbands Deutscher Antiquare, im Rück- und im Vorausblick befassen. Weiterhin geht es um Goethe-Autographen, Flugblätter, Exlibris und last, but not least Lesezeichen – über die Peter Engel ganz faszinierend schreibt. Sylke Wunderlich ist für die Nachrufe dieses Hefts in diesem an Verlusten ganz offenbar reichem Jahr zuständig, sie erinnert in zwei tiefen Texten an Manfred Butzmann und Bernd Frank. Auch wird Wilhelm Höpfner und seinen unveröffentlicht gebliebenen Kinderbüchern gedacht. In der Typografischen Beilage gibt’s Erinnerungen von Michael Faber, im originalgrafischen Teil je eine Algrafie von Konrad Henker, insgesamt vier Motive, die an die Mitglieder der Gesellschaft gehen. Die Linernotes dazu kommen von Ekkehard Schulreich. Den Rezensionsteil bestreiten neben dem Redaktionsleiter selbst Natias Neutert, der Bremer Literaturpreisträger Wilhelm Bartsch sowie Pirckheimerfreund Peter Arlt, der sich den gesammelten Exlibris Egbert Herfurths widmet, und Jens-Fietje Dwars. Bartsch ist in seinem Text zwei Großen ihrer jeweiligen Kunst-Sparte auf der Spur: Isolde Ohlbaum und Peter Handke. Abschließend gibt es Nachrichten für alle Büchernarren und aus der Gesellschaft sowie die Ausstellungstipps – in den Nachrichten gedenkt Carsten Wurm noch einmal Roland R. Bergers.

(André Schinkel)

Do, 23.04.2026

Die Pirckheimer im FABS-Journal

23. April: Welttag des Buches.

In der neuesten Ausgabe (Nummer XXX.1) des renommierten, zweimal jährlich edierten Journals der Fellowship of American Bibliophilic Societies (FABS) werden auf Seite 44 ff. ausführlich die Pirckheimer-Gesellschaft anlässlich ihres 70. Gründungsgeburtstags im Januar dieses Jahres, die Zeitschrift der Gesellschaft Marginalien wie auch der Blog und die umfänglichen Aktivitäten der Pirckheimer vorgestellt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft und zugleich der Chefredakteur der Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst Till Schröder berichtet in der Rubrik Affiliate News des FABS-Journals von der Arbeit der 600 Mitglieder des bibliophilen Vereins, von den Messeteilnahmen der Pirckheimer unter anderem in Leipzig, Hamburg sowie Berlin, wo die Gesellschaft beim Bücherfest (der Blog berichtete), der Rare Book Week und artbook.Berlin (der Blog wird berichten) teilnimmt, wie von der Überführung des Vereinsarchivs in die DNB Leipzig und blickt voraus zur Jahrestagung in Nürnberg, der Heimatstadt Pirckheimers. Die FABS bündelt die bibliophilen Gesellschaften der USA, unterhält zahlreiche Kontakte weltweit. Fein, dabei zu sein.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 06.04.2026

Vorgestellt im FISAE-Newsletter – 'Marginalien 260.'

Marginalien im FISAE-Newsletter

Die ganz neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile (Ausgabe 2026/1, Heft 260) der Pirckheimer-Gesellschaft, bildet im FISAE-Newsletter Nummer 522 wieder eine prominente Abteilung der Mitteilungen des internationalen Exlibris-Verbunds unter Klaus Rödels Federführung. Zusammen mit einer feinen Auswahl Abbildungen zu den Themen des neuen Hefts bietet der Mailletter das Verzeichnis des Inhalts und das Editorial von Redaktionsleiter und Pirckheimer-Vize Till Schröder in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Die Marginalien-Ausgabe befasst sich u. a. mit Pardon, bietet die Exegese Peter Arlts eines Baldwin-Zettl-Blatts und gedenkt neben anderen der großen Künstlerin Núria Quevedo. Außerdem bietet der Newsletter den Ostergrüßen am Anfang folgend zwei weitere illustre Themen: den Katalog über eine Ausstellung mit deutschen Exlibris des 20. Jahrhundert und eine Veröffentlichung zu den Exlibris tschechischer Ärzte mit einer umfänglichen Bibliografie einschlägiger Literatur, vermittelt durch Jan Langhammer.

(André Schinkel)

Fr, 13.03.2026

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen.

Marginalien: Heft 260 erschienen

Pünktlich im Vorfeld der Leipziger Buchmesse, die vom 19. bis 22. März in die Stadt an Pleiße, Parthe und Weißer Elster einlädt, ist die neue Ausgabe der Marginalien, Ausgabe 2026/1 (Heft 260) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei quartus erschienen. Die Nummer ist auf verschiedene Weise eine Ausgabe der Würdigungen und Rückblicke geworden, wie Chefredakteur und stellvertretender Vorstand der Gesellschaft, Till Schröder, gleich im Vorab-Editorial vermerkt: Zum Einen ist das genauso geplant und komponiert; zum anderen gebieten das die Geschehnisse in der Zeit. So ist das Heft auch eines des Gedenkens, Erinnerns und Nachrufens geworden: Gleich viermal wird die große Malerin und Grafikerin Núria Quevedo in der Ausgabe gewürdigt – die Spanierin, die viele Jahrzehnte in Berlin lebte, war verehrt und bewundert und auch einigen Protagonisten der Pirckheimer-Gesellschaft, Armin Schubert etwa, sehr nah und vertraut, eins der Bücher der Bücherkinder ist u. a. ihr als Hommage gewidmet. Der Verleger und Pirckheimer Michael Faber erinnert an Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker Hermann Naumann, ja, und auch der Autor, Sammler, Herausgeber und Bibliophile Manfred Jendryschik, der 2025 in seiner Wahlheimatstadt Leipzig starb, wird gewürdigt. Der gebürtige Dessauer war der mitteldeutschen Künstlerszene eng verbunden. Ferner gibt es einen Text zu einem leicht übersehenen Jubiläum der Messe in Leipzig, zwei Beiträge zur Satirezeitschrift pardon, die dank Till Kaposty-Bliss wieder auflebt: eine Liebeserklärung von Norbert Grewe und das Interview mit dem Neu-Initiator. Das Verschwinden der Buchhandlungen beleuchtet Ralf Plenz, und Peter Arlt verweist auf Amboß & Hämmer von Baldwin Zettl. Um Spiralbindung geht es, und in der Originalgrafischen Beilage samt Begleittext um die Kunst der Schweizerin Olga Prader. Dem gut gefüllten Rezensions-Teil folgen Nachrichten für Bibliophile, das Geburtstagstableau und Ausstellungs-Infos. Auch Archiv-Splitter gibt es, eine neue Rubrik, die Wissenswertes und Skurriles aus 70 Jahren Pirckheimer-Gesellschaft berichtet. Ein rundum gut gefülltes Marginalien-Heft also: Das bibliophile Frühjahr kann kommen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 06.02.2026

Thema des FISAE-Newsletters: die 'Marginalien 259'.

Marginalien im FISAE-Newsletter

Der aktuellen Ausgabe der Marginalien (Heft 259, Ausgabe 2025/4) ist wieder ein großer Teil eines der beiden neuen FISAE-Newsletter gewidmet: In der Ausgabe Nummer 539 des Rundbriefs für die internationale Exlibris-Gemeinschaft wird das Heft ausführlich und wie man es vom FISAE-Neuigkeitenbrief gewohnt ist, in zahlreiche Sprachen übersetzt und damit in der Tat weltweit präsentiert, gewürdigt. Das geht einher mit dem Abdruck des Vorabs von Seite 3, des Editorials von Marginalien-Chefredakteur und stellvertretendem Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, Till Schröder, dem Inhaltsverzeichnis des Heftes in zehn Sprachen – namentlich in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch – dazu kommt eine reiche Auswahl Bilder aus der Ausgabe zu den einzelnen Themen des Hefts. Die Ausgabe 259 war das Schlussheft des Jahres 2025, die nachfolgende Nummer 260 ist gegenwärtig in der Endredaktion und erscheint im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. – Zu weiteren Themen im FISAE-Newsletter schreibt sein Herausgeber Klaus Rödel aus Frederikshavn: „Aus Luxembourg kommt wieder eine schöne Veröffentlichung: Emil van der Vekene – So druckte damals Johannes Gutenberg.“ Und schließlich gibt es laut Newsletter einen Verlust zu konstatieren: „Am 09. Januar starb leider wieder einer der aktiven Sammler der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, Prof. Dr. Werner Grebe. Er hatte seine umfangreiche Exlibrissammlung der Universität (zu) Köln übergeben.“ Klaus Rödel informiert auch am Ende der Präambel, dass er gestürzt ist und der Newsletter (bis auf die bereits vorbereiteten) einige Wochen pausieren muss. Wir wünschen von Herzen gute Besserung!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 31.01.2026

Jubiläum: Pirckheimer auf Touren

Pirckheimer auf Touren: Im Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft ruhen wir uns nur ein klein wenig aus mit Rückblicken und Festivitäten. Wir werden auch dies tun – vor allem in Nürnberg beim Jubiläumstreffen –, aber 70 Jahre Pirckheimer sind für uns Anlass, wie gewohnt aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen. Wir werden in Kooperationen Präsenz zeigen und bei verschiedenen Veranstaltungen und Messen auftreten. Den Auftakt macht unser Mitglied Marie-Pierre Bonniol im Februar (06.–22.02.) mit einer Ausstellung in Bielefeld (Viktoriastraße 24, 33602 Bielefeld) in den Räumen des Kunsthauses Artists Unlimited. Die Pirckheimer sind Medienpartner. Die Schau kreist um eine Idee des Schriftstellers Richard Brautigan aus seinem Roman Die Abtreibung (1971): als eine Sammlung unveröffentlichter Manuskripte. In den 1990ern erweckte Todd R. Lockwood diese fiktive Bibliothek als The Brautigan Library in den USA zum Leben mit nun beinahe 400 Bänden. Bonniol kuratiert Werke der Sammlung und lud ihre Mutter, die naive Malerin Danielle Bonniol-Ferrus, ein, die besondere Bücherei Brautigans/Lockwoods in Bildern zu kommentieren. 

Außerdem stellte Bonniol anlässlich unseres Jubiläums eine Filmreihe für Kinder mit Kurzfilmen über Bücher zusammen, die 2026/2027 in deutschen Städten gezeigt werden soll. Näheres zu den Terminen folgt online und in den Marginalien.  – Im März beginnt für die Pirckheimer die Messe-Saison. Wir sind wieder präsent auf der Leipziger Buchmesse (19.–22.), der BuchDruckKunst in Hamburg (am 11. und 12. April) – sowie bei der artbook in Berlin im November. In Leipzig bieten wir dem neuen Buch der Bücherkinder über Einhörner eine Bühne – und ein Dokumentarfilm zur Kulturgeschichte des Einhorns wird im Juni auf Arte laufen, der in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam auch die Bücherkinder in ihrem Tun filmte. In der Woche gleich nach unserem Jahrestreffen in Nürnberg im September sind wir Medien- und Programmpartner der Rare Book Week in Berlin, veranstaltet vom Verband Deutscher Antiquare und anlässlich der Tagung der Internationalen Vereinigung der Antiquare (ILAB) vom 14. bis 20. September in Berlin. Die Rare Book Week bietet Veranstaltungen an verschiedenen Orten Berlins und eine dreitägige Buchmesse im Kronprinzenpalais. Neben der Einbindung ins Programm werden wir auch als Pirckheimer-Gesellschaft mit einem Stand vor Ort sein, der auch das Jubiläum der PG abbildet. 

Im Jubiläumsjahr schenkt unser Mitglied Nikolaus Topic-Matutin von der Neuhauser Kunstmühle ein bei ihm erschienenes Künstlerbuch der Malerin Marika Voß der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Übergabe am 19. März 2026 samt Podiumsgespräch mit der Künstlerin wird organisiert von der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg. Im Juni liest Pirckheimer-Freund Christoph Links in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker (Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin) in Kooperation mit unserer Gesellschaft aus seinem neuen Buch Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte und unterhält sich auch mit Till Schröder über die Geschichte der Pirckheimer und ihre Rolle im Buchland DDR. Der Link zum Buch findet sich hier. Dies ist ein erster Ausblick ins Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft, weitere Vorhaben und Veranstaltungen sind in Planung. Alle Mitglieder sind eingeladen, das Jubiläum ebenfalls als Anlass für eigene Veranstaltungen zu nehmen, Kooperationen anzuregen. Der Vorstand unterstützt gern. 

Auf geht’s in weitere 70 Jahre.

(Till Schröder)

Mi, 31.12.2025

"Was werden die Tage bringen ...?!" Der Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft grüßt alle Mitglieder und deren Angehörige zum Neuen Jahr und wünscht so allen Glück und Gesundheit. Auf ein neues, wohlan!

Neujahrsgruß

Ein neues Buch, ein neues Jahr
Was werden die Tage bringen?!
Wird’s werden, wie es immer war,
Halb scheitern, halb gelingen.

Ich möchte leben, bis all dies Glühn
Rücklässt einen leuchtenden Funken.
Und nicht vergeht, wie die Flamm’ im Kamin,
Die eben zu Asche gesunken.

(Theodor Fontane.)

In diesem Sinne wünschen wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien, dass Ihr gut und vor allem gesund ins neue Jahr kommt und dieses dann gesund mit allen Sinnen genießen könnt! 

Dies wünschen Euch:
Matthias, Till,
Hans, Dan und
Robert

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Mi, 24.12.2025

Wir wünschen ein schönes und besinnliches Weihnachtsfest!

Das Jahr neigt sich dem Ende zu und es ist Zeit, innezuhalten und die schönen Momente zu feiern. In dieser besonderen Weihnachtszeit senden wir allen Pirckheimern, Freunden, Familien die besten Wünsche voller Freude, Glück, Gesundheit und Liebe.

„Ich werde Weihnachten in meinem Herzen ehren und
versuchen, es das ganze Jahr hindurch aufzuheben.“

(Charles Dickens.)

Euch allen ein schönes, bibliophiles und besinnliches Weihnachtsfest!

Matthias
und Till sowie
Hans, Dan
und Robert 

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

Sa, 20.12.2025

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen. Es enthält auf 128 Seiten vieles an Wissenswertem und Bedenkensschönem für alle Bücher-Vernarrten.

Marginalien: Heft 259 erschienen

Pünktlich vor dem Fest ist die neue, die 259. Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, bei den Pirckheimern und auf den Gabentischen der Sammler und Abonnenten eingetroffen. Das Heft 2025/4, das als Winternummer unter der bewährten Ägide von Redaktionsleiter Till Schröder den Jahrgang beschließt, ist dieses Mal jenen starken Ichs, sowohl bei den Buchschöpfern wie auch bei den Produkten als quasi Individuen selbst, auf der Spur. Um Joachim Ringelnatz und seinen Verleger Heinrich Barchfeld in Leipzig geht es im ersten Beitrag des Heftes von Karsten Hommel. Im Anschluss lobt und porträtiert Jens-Fietje Dwars die Grand Dame, ja, und „Bäumin“ Gerda Lepke, die für die 259 auch die Originalgrafische Beilage des Hefts liefert – stets eine von vier Offsetlithografien mit dem Titel Tänzerin, die den Mitglieder-Exemplaren der Zeitschrift beigelegt sind. Ferner geht es da um Otto Spamer und James Joycens Ulysses (die Riege seiner gestalteten Ausgaben) und: um Horst Dieter Gölzenleuchter, dessen Werk gerade im Literaturhaus Magdeburg zu sehen ist – um den Europa Almanach, und die reiche und so wohlgelungene Jahrestagung der Gesellschaft im September in Hannover. Es gibt gleich fünf Trauerbekundungen für den großen Büchermacher Jens Henkel aus Rudolstadt; und im ABC der Druckkunst unter dem sprechenden Titel Zwischen Alchemie, Handwerk und Kunst etwas heute Spezielles: Janine Kittler und Michael Barthel stellen den Lichtdruck vor, für den es in Leipzig eine der letzten Werkstätten gibt. Die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage fragt nach 250 Jahre Goethe in Weimar – Glücksfall oder Verhängnis? Der Rezensionsteil feiert die Sürrealistische Revolution, das Slanted Magazine und ein betörendes Rabenbuch von Carla Schwiegk und Matthias Jackisch, dessen Vorzugsausgabe damit vergriffen sein sollte. Wie gewohnt gibt’s Neues aus der Pirckheimer-Gesellschaft und Wissenswertes für Bücher- und Grafikfreunde im Servicebereich, auch Hinweise zu relevanten Ausstellungen, Mitgliederzuwachs wie Ehrentagsinfos. Den Bibliophilen entführt das Heft, dem Titel der beiliegenden Vorzugs-Grafik des am Schluss der Nachrichten besprochenen Märchenbands Die Ein-Wunsch-Fee von Jens-Fietje Dwars folgend, und so soll es ja nach einer anstrengenden Zeit auch sein, zum Jahrwechsel in den Garten der Träume.

(André Schinkel)

Do, 18.12.2025

22.11.: Illustrieren in Zeiten der KI

Bericht von einer Podiumsdiskussion in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der artbook.Berlin 2025

Die Illustration befindet sich in einem Umbruch. Was bedeutet es, Bücher, Magazine und Plakate in einer Zeit zu gestalten, in der KI binnen Minuten Bilder erzeugen kann? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Theorienetzwerk Illustration in einer Diskussion. Die lose Initiative von Praktikern und Theoretikern, die aus dem Buchprojekt superILLU hervorgegangen ist, trifft sich seit zwei Jahren regelmäßig online zu Vorträgen und Gesprächen. 

Zum zweiten Mal fand eine Live-Veranstaltung im Rahmen der artbook in Berlin statt, nachdem letztes Jahr ATAK, Mina Braun, Volker Schlecht und Nina Pagalies über Grenzen und Grenzgänger der Illustration nachdachten. Unter dem Titel Illustrieren in unsicheren Zeiten. Wie reagiert die Lehre auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? diskutierten am 22.11.2025 diesmal fünf Illustratoren und Dozenten über die Zukunft ihres Berufs und die Anforderungen in der Lehre. 

Auf dem Podium saßen diesmal eine Reihe gestandene Praktiker, die gleichzeitig unterrichten: Irmela Schautz als Illustratorin und Dozentin an der Akademie für Illustration und Design (AID Berlin) sowie Jakob Hinrichs, Comic-Illustrator und Dozent an der Universität der Künste Berlin, weiterhin Christian Gralingen, Illustrator und Dozent am Lette Verein Berlin. Moderiert wurde die Diskussion von Andreas Rauth, Gestalter, und Till Schröder, Journalist, die ebenfalls beide an der AID Berlin lehren. 

„Die technologische Entwicklung hat den Beruf schon immer geprägt“, begann Andreas Rauth und warf einen historischen Blick auf die Konjunkturen der Illustration – von der Lithografie über den Offsetdruck bis hin zur Fotografie. Auch in den 1990ern hieß es bereits, die Illustration sei durch den Computer abgehängt. Ein Argument, das heute mit KI wiederkehre, so die Ausführungen weiter. KI locke mit einfachen und schnellen Ergebnissen.

Interessanterweise beobachten die Diskutanten bereits jetzt Gegenreaktionen. So berichtet Christian Gralingen von einem Trend zu bewusst einfachen, schnellen Skizzen, die eindeutig nicht aus der KI stammen. Auch die Schaubühne Berlin setzt gerade auf eine Serie handgemachter Illustrationen für eine Plakatkampagne im Stadtraum. Till Schröder ergänzt diese Beobachtung: Die Sehnsucht nach dem Authentischen und Haptischen könnte eine Reaktion auf die Überflutung mit polierten, computergenerierten Bildern sein. „Ähnlich wie beim Tätowieren im Handpoke-Stil, der bewusst naiv und unfertig aussieht, verspricht der handgemachte Aspekt Individualität und Kantigkeit.

Die Lehrenden sehen sich in der Ausbildung neuen Herausforderungen gegenüber. Studierende müssen heute unzählige Programme beherrschen, was schnell zu Überforderung führen kann. Laut Schautz ist Neugierde die zentrale Eigenschaft für Illustratoren: „Eine der Grundeigenschaften, um überhaupt illustrieren zu können.“ Man müsse sich mit den unterschiedlichsten Dingen auseinandersetzen, auch mit KI. Hier bestand Einigkeit auf dem Podium: KI sollte nicht vermieden, sondern als Werkzeug verstanden werden. 

Hinrichs nutzt sie beispielsweise als „Sparringspartner“ auf Textebene für die erzählerische Struktur in Comics. Entscheidend bleibt aber die gestalterische Grundkompetenz. Studierende könn(t)en zwar schnell etwas professionell Scheinendes erschaffen, doch oft fehle ihnen das Auge dafür, was wirklich funktioniere. Die Ausbildung muss nach wie vor Raum geben, eine gestalterische Persönlichkeit entwickeln zu können, und darf sich nicht einzig auf die Vermittlung von Technikkompetenz fokussieren.

Ein weiterer kritischer Punkt: Social Media konditioniere auf Gefälligkeit. Hinrichs fordert, dass Studierende es erlernen, Bilder zu schaffen, die auf Widerstand stoßen: „Was passiert eigentlich, wenn man mal etwas intensiv Hässliches macht?“ Heutige Studierende hätten es einfacher, den ersten Schritt zum Auftraggeber zu machen, da der internationale Markt durch soziale Netzwerke unmittelbarer erreichbar sei. Doch zugleich verschwinde man leichter in der Masse. Die eigene Position zu finden und auch gegen Widerstände durchzuhalten, sei essenziell.

Angesichts des spürbaren wirtschaftlichen Drucks ist das auch wichtig. Es gäbe weniger Aufträge, und Kunden kämen bereits mit KI-generierten Vorlagen, so die Diskutanten. Doch darin liege auch eine Chance, so Gralingen: „Da alle ähnliche Ergebnisse der KI mitbringen, ergibt sich die Möglichkeit zur Differenzierung.“ In seiner Erfahrung suchen Wissenschaftsmagazine zum Beispiel weiterhin gezielt nach menschlichen Illustratoren, die komplexe Themen interpretieren können – ein Bereich, in dem KI noch an Grenzen stößt.

Ein Diskussionsbeitrag aus dem Publikum brachte das Beispiel geschlossener KI-Systeme ein: Eine Illustratorin, die seit drei Jahren Zwerge für einen finnischen Schulbuchverlag zeichnet, trainierte versuchsweise ein Modell ausschließlich mit ihren eigenen Arbeiten – ein System, das nur ihr gehört und das ethisch vertretbar ist. Die Frage der Vergütung für Trainingsdaten ist der eigentliche Knackpunkt bei KI. Ein Problem, das sich mit geschlossenen Systemen wie exactly.ai umgehen lässt.

Auf die Frage, wie Illustration in zwanzig Jahren aussehen werde, appellierte Hinrichs: „Wir müssen auf die Welt schauen, um Antworten zu finden, nicht nur auf bereits existierende Bilder.“ – „Bilder brauchen Seele“, ergänzt Schautz. Den Studierenden Selbstwirksamkeit bewusst zu machen und „zur Autorenschaft des Bildermachens zurückzufinden“ (Hinrichs) bleibe zentral in der Lehre. Dennoch wird die Vernetzung untereinander und mit anderen kreativen Berufen immer wichtiger. Letztlich ist es so: Illustratoren teilen ihr Schicksal mit Übersetzern, Journalisten und vielen anderen Kulturschaffenden. Gemeinsam könnten sie mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen schaffen. Damit der einsame Wolf am Zeichentisch im Rudel stärker wird.

(Till Schröder, Autor und Dozent, er ist Chefredakteur der Marginalien – Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Das nächste Treffen des Theorienetzwerks Illustration findet online via Zoom am 13.01.2026, 19–20.30 Uhr statt. Anmeldung unter: theorienetzwerk.illustration@outlook.de)

Sa, 06.12.2025

Mit P. Breughel: "Der Leserschaft wünschen wir eine besinnliche Adventszeit, gesunde Weihnachten und einen hoffnungsvollen Start ins neue Jahr." So sei es.

In neuem Erscheinungsbild: Der 31. Hamburger Bothe erschien

Alles neu macht der Nikolaus? Nein, der neue Hamburger Bothe – die 31. Ausgabe des Periodikums der Pirckheimer aus dem Norden, herausgegeben von Rudolf Angeli und Peter Engel – ging natürlich pünktlich zum Monatsbeginn an seine Leserinnen und Leser hinaus – die übrigens das im PDF versandte Heft weit über die Grenzen der nördlichen Pirckheimer-Gruppe hinaus schätzen. Es ist allerdings doch etwas neu am frischen Bothen, nach fünf Jahrgängen erschien es den beiden Herausgebern angebracht, das Layout upzudaten. Nun, und das ist auch wohlgelungen und kommt zu Beginn der hoffentlich besinnlichen Zeit auch in festlichen Rot-Applikationen daher. Themen der neuen Ausgabe sind: Codex Delta, Willy Fleckhaus zum 100., Die Bleilaus, Schach und Literatur, das Theorienetzwerk Illustration, ein neues Buch von Peter Engel und ein Gruß zum Jahreswechsel. Der Hamburger Bothe kann per Mail bezogen werden über die Adresse Rudolf_Angeli@web.de

(André Schinkel)

Do, 27.11.2025

In Sachen „Pirckheimer-Archiv“

Aufruf in Sachen Pirckheimer-Archiv: Im nächsten Jahr feiert die Pirckheimer-Gesellschaft ihr 70. Jubiläum. In diesem Zuge wollen wir unser Archiv gern einer Institution übergeben, wie schon auf Mitgliederversammlungen sondiert und angeregt. Bevor wir aber solch ein Konvolut freigeben können, wollen wir das bestehende Archiv weiter strukturieren und wenn möglich ergänzen. Wir gehen auf Spurensuche nicht nur fürs Jubiläum, sondern auch für die Nachwelt. Denn nach verschiedenen Sichtungen des Bestands ist klar: Im Archiv sind über die Jahrzehnte Lücken entstanden vor allem durch die Umwälzungen nach 1989, den organisatorischen Abschied aus dem Kulturbund und durch Schäden an verschiedenen Lagerorten über die Jahre. Wir wenden uns dazu auch an unsere Mitglieder: Wer hat noch Informationen zu Schriftlichem oder Unterlagen, die er dem Archiv überlassen möchte? Das kann alles sein: Rundbriefe und Einladungen, Protokolle und Gaben, Grafiken und Korrespondenz, besondere Marginalien-Ausgaben und Ähnliches ... Die Vorstandsmitglieder Hans Rabenbauer (rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org) sowie Till Schröder (schroeder@pirckheimer-gesellschaft.org) koordinieren das Archiv-Projekt im Hinblick auf das Jubiläum für die Pirckheimer-Gesellschaft und freuen sich über jeden Hinweis.

(Hans Rabenbauer/Till Schröder)

Do, 20.11.2025

Das Theorienetzwerk Illustration lädt zur Diskussion auf der artbook.berlin am 22.11.2025 um 16 Uhr ein.

Illustrieren in unsicheren Zeiten

Gesprächs- und Theoriezeit auf der artbook.berlin 2025: Illustrieren in unsicheren Zeiten. Wie reagiert die Lehre auf Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? So heißt die Diskussionsrunde des Theorienetzwerks Illustration am Samstag auf der Buchkunst- und Grafikmesse, die am 21. 11. beginnt und – bis zum 23.11.2025 im Kunstquartier Bethanien (Mariannenplatz 02, in 10997 Berlin-Kreuzberg) in der Hauptstadt stattfindet. Andreas Rauth und Pirckheimer-Vizevorstand wie Chefredakteur der Marginalien Till Schröder diskutieren mit Irmela Schautz, Jakob Hinrichs und Christian Gralingen am 22.11. um 16 Uhr daselbst. Auch die Pirckheimer-Gesellschaft selbst wird die ganze Zeit auf der Messe vor Ort sein, für wenn es eine(r) nicht gewusst hat. Und die ganze Zeit auch ist der Eintritt frei. Viel mögliches Licht also in den unsicheren Zeiten, die uns anschaun, und in diesem lichtarmen November, gottlob und überdies. Und eine Messe voll Buch sowieso.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 12.10.2025

Der brandneue Newsletter der FISAE (518) würdigt u. a. die jüngste Ausgabe der "Marginalien" (Heft 258).

Marginalien im FISAE-Newsletter

In seinem soeben versandten FISAE-Newsletter 518 würdigt Klaus Rödel einmal mehr das neu erschienene Heft der Marginalien (Ausgabe 258, 2025/3) und bringt neben dem Inhaltsverzeichnis auch das Editorial von Redaktionsleiter Till Schröder in zehn Sprachen. Und neben einer reichen Auswahl Bilder aus der Nummer wird auch explizit die Originalgrafische Beilage mit vier teils fein kolorierten Holzschnitten Peter Zaumseils, gedruckt von Bettina Haller, gewürdigt, im Fall von Rödels Exemplar ist das das Blatt Baumgruppe (in der Abbildung der Druck oben rechts). Weiter berichtet der mit 32 Seiten diesmal recht umfängliche Newsletter von der 12. Welttriennale für Druckgrafik, die von September bis November in Chamalières und in 11 weiteren Partnerstädten stattfindet und in deren Zentrum die Exposition in der Städtischen Kunstgalerie, die dem gravierten Werk von Pierre Soulages gewidmet ist, steht. Und ein Porträt Olli Ylonens im Dschungel findet sich, während der Triennale in der Mittelalterburg Malbork samt Herzchen aufgenommen. Fein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)