Sie sind hier

Till Schröder

Pirckheimer-Blog

Till Schröder

So, 20.11.2016

artbook.berlin 2016 (3)

Abel Doering (links), Till Schröder am Pirckheimer-Stand hinter der widukind presse
Hier nun einige, gestern von Armin Schubert aufgenommene Bilder von der Veranstaltung der Bücherkinder Brandenburg, die auf der artbook.berlin 2016 die Gelegenheit erhielten, Drucke einer Graphik von Klaus Ensikat zu kolorieren, was im Anschluss durch den Künstler gewürdigt wurde.
Und die Fotos vom letzten Tag der artbook.berlin stehen jetzt auch auf Facebook zur Verfügung, siehe hier.

So, 05.06.2016

Graphic Novel in den Marginalien 221

Walde+Graf bei Metrolit Verlag, Berlin
Zeichnungen von Jakob Hinrichs
(Schönstes Deutsches Buch 2016 in der
Kategorie Allgemeine Literatur)
Wer sich im Internet auf die Suche nach einer Definition begibt, was Graphic Novel ist, wird mit erstaunlich unterschiedlichen Ergebnissen konfrontiert. Wen interessiert, welche Rolle Graphic Novel inzwischen auf dem Buchmarkt spielt, sieht sich in einer großen Buchhandlung um und wird überrascht sein. Wer jedoch wissen will, was eine „normale“ Graphic Novel zu einer „grandiosen“ Graphic Novel macht und was Künstler wie Olaf Gulbransson, Edvard Munch und Kurt Schwitters damit zu tun haben, der muss die nächste Ausgabe der Marginalien lesen. Im Heft 221 setzt sich der Pirckheimer Till Schröder (bisher vor allem bekannt durch sein mehrfach ausgezeichnetes Buch zu Frans Haacken) fundiert und anschaulich mit den Graphic-Novel-Biografien dieser drei Künstler auseinander, die von den norwegischen Comic-Zeichnern Steffen Kverneland und Lars Fiske geschaffen wurden. [...}
(Ralf Wege auf Facebook)

So, 01.02.2015

27. Januar, 19 Uhr Schillerhaus Mannheim, 3 freie Plätze ...

Der Auftakt der Veranstaltungsreihe Buch, Kultur & Gesellschaft der Initiative Buchkultur in Kooperation mit den Reiss-Egelhorn Museen wurde durch Till Schröder aus Berlin gestaltet.
Wir alle kennen sein mehrfach preisgekröntes Buch über Frans Haacken. Wer noch eines erwerben möchte, sollte sich beeilen, es gibt nur noch wenige…
Der Vortrag war Spitzenklasse! Till Schröder hat „seinen“ Frans Haacken verinnerlicht. Erstaunt war das doch umfassend vorgebildete Publikum über die gewonnen Einsichten. Es ist beeindruckend was dieser Frans Haacken alles geschaffen hat und woran er beteiligt war. Unsere dringende Empfehlung an alle Bibliophilen Gesellschaften kann nur lauten, laden Sie Till Schröder ein und ein unvergesslicher und hochinformativer Abend über einen Künstler ist garantiert. Über einen Künstler, dessen Werk man kennt aber den Künstler selbst kennen nur wenige - außer - Till Schröder natürlich.
Da Till Schröder das Werk Frans Haackens auch noch nahezu vollständig besitzt, sollten wir den Gedanken einer Ausstellung einmal aufgreifen. Die beeindruckenden Stücke mal live zu sehen, geht über den Genuss des Buches sicherlich ein Stück hinaus.
Nach fast 2 Stunden, die wie im Fluge vergingen, und der Referent hätte noch viel zu erzählen gehabt, stand Till Schröder unseren Gästen noch für Fragen zur Verfügung. Beim anschließenden Abendessen sprühte der Referent noch voller weiterer Ideen für künftige Projekte. Wir können also voller Vorfreude gespannt sein auf weitere buchkünstlerische Highlights! Wir erhielten in den letzten Tagen sehr viel positiven Zuspruch zu Till Schröder und unserer Reihe. Auch der Mannheimer Morgen berichtete über die IB, die Reihe und die Referenten.
(Dr. Ralph Aepler)

Mi, 14.01.2015

Terminänderung bei der Initiative Buchkultur

Vor Kurzem konnte hier das Programm "Buch, Kultur und Gesellschaft" der Initiative Buchkultur vorgestellt werden. Der für Januar angekündigte Vortrag von Elmar Faber mußte auf April verlegt werden. Deshalb startet das Programm am 27. Januar mit Till Schröder und seinem vielfach ausgezeichneten Buch über Frans Haacken, einen Grenzgänger in mehrfacher Hinsicht, dessen Name weniger bekannt ist als sein Werk.
Auf der Terminseite der Pirckheimer-Gesellschaft finden sich alle Termine in der geänderten Reihenfolge.

Do, 01.01.2015

Buch, Kultur & Gesellschaft

Unter diesem Titel wird die Initiative Buchkultur in unregelmäßiger Folge attraktive Persönlichkeiten zu Wort kommen lassen, deren Leben sich meist in mehreren verschiedenen Gesellschaftsformen abgespielt hat und auf die eine oder andere Weise eng mit Büchern verbunden ist. Wir freuen uns sehr, daß wir als Veranstaltungsort das ›Museum Schillerhaus‹ in Mannheim und mithin die Reiss-Engelhorn-Museen als Kooperationspartner gewinnen konnten. Besonderer Dank gebührt in diesem Zusammenhang Liselotte Homering für ihren vergangenen und zukünftigen Einsatz. Auch die bibliophile Pirckheimer-Gesellschaft konnten wir als Kooperationspartner gewinnen, worüber wir nicht minder erfreut sind.

27. Januar 2015 (Achtung: Terminänderung!)
Elmar Faber: ›Verloren im Paradies – Ein Leben zwischen den Untergängen‹
Mit Elmar Faber (Leipzig) begrüßen wir eine ganz große Verlegerpersönlichkeit: Von den Trümmern Weimars über den Zusammenbruch 1945 und das Ende der DDR erstrecken sich seine Erinnerungen. Vom Lektor und Verlagsassistent am Bibliographischen Institut Leipzig führte ihn sein Weg an die Spitze mehrerer großer Verlagshäuser wie die Edition Leipzig, den Aufbau-Verlag und Rütten & Loening. Sein Engagement galt den Autoren der DDR – die meisten kannte er persönlich, viele verlegte er selbst bis vor wenigen Jahren, darunter Christoph Hein, Christa Wolf, Erwin Strittmatter, Wolfgang Hilbig und Heiner Müller. 1990 gründete er mit Michael Faber den Verlag Faber & Faber, dessen bibliophile Kunstwerke längst schon kein Geheimtipp mehr sind. Die Graphischen Bücher, die DDR-Bibliothek und die Sisyphos-Presse stehen – vielfach ausgezeichnet – für die Liebe zum Buch und zur Literatur.
10. März 2015
Matthias Haberzettl & Annet Betsalel: Filmpräsentation ›Treffpunkt Erasmus. Die Kriegsjahre von Werner Klemke
Der Klemke-Sammler Matthias Haberzettl (Augsburg) und die Regisseurin Annet Betsalel
 (Niederlande) stellen ihr Dokumentarfilm-Projekt vor. Nach Jahrzehnten in einem Versteck wurde 2011 das Archiv der Jüdischen Gemeinde von Bussum bei Amsterdam entdeckt. Die Dokumente umfassen lückenlos einen Zeitraum von 150 Jahren. Sie erzählen die erstaunliche Geschichte der beiden jungen Wehrmachtssoldaten Johannes Gerhardt und Werner Klemke. Mit hohem Risiko retteten sie das Leben der jüdischen Familie van Perlstein, indem sie falsche Papiere anfertigten. Zusammen mit ihnen halfen sie weiterhin, Dutzende von Menschen vor der Deportation zu bewahren. Gerhardt fiel 1944. Klemke kehrte nach Krieg und Internierung nach Berlin zurück, wo er einer der renommiertesten Grafiker und Buchkünstler der DDR und weit darüber hinaus wurde. Der Film erzählt eine Geschichte vom heldenhaften Kampf gegen Ungerechtigkeit, von der großen Liebe zu Büchern und von einer Freundschaft, die ein Leben lang hielt.

21. April 2015 (Achtung: Terminänderung!)
Till Schröder: ›Zwischen Brecht und Bilderbuch. Die vielen Leben des Grafikers Frans Haacken
Der Autor und Verleger Till Schröder (Berlin) berichtet über das vielfältige Schaffen des Grafikers Frans Haacken. Die mehrfach preisgekrönte Monographie von Schröder über Haacken „ist wunderbar gemacht in jeder Hinsicht: Akribisch recherchiert, gut lesbar geschrieben, mit Liebe gesetzt, ordentlich gedruckt – ein Buch, wie Bücher sein sollten, es aber doch in den seltensten Fällen sind.” (Christian Welzbacher, Portal Kunstgeschichte)
Frans Haacken (1911-1979) war ein grafischer Grenzgänger. Er arbeitete für Ost wie West, für Kinderbücher und Hochliteratur, für Avantgarde und Reklame. Er schuf Plakate und Bücher für Bertolt Brecht. Mit Prokofiews ›Peter und der Wolf‹ zeichnete er eines der markantesten Bilderbücher Deutschlands und animierte inmitten der Berlin-Blockade den bis dahin längsten deutschen Zeichenfilm ›Das Spatzenfest‹. Er prägte das Theaterplakat nach 1945, holte Werbefilmpreise in Cannes, entwarf Kirchenglas und machte deutschen Nonsens international bekannt, als seine „turnende Tante” den italienischen Humorpreis von Bordighera errang. Er blieb gerade deshalb der ewige Geheimtipp. Sein Aktionsradius war immens. Bekannt wurde Haacken durch seine Illustrationen für Brechts ›Kalendergeschichten‹ und die ersten Plakate für das Berliner Ensemble. Sein reichhaltiges grafisches und trickfilmisches Werk dagegen geriet aus dem Blickfeld.

30. Juni 2015
Dieter B. Herrmann: ›Astronom in zwei Welten‹
Dieter B. Herrmann (Berlin) interessiert sich bereits in der Grundschule für Astronomie und baut mit Freunden kleine Fernrohre. Aber er spielt auch im Kinderensemble im ›Haus der jungen Pioniere‹ u.a. mit Helga Hahnemann und Thomas Langhoff. Er wird Stammgast in der Archenhold-Sternwarte in Berlin-Alt-Treptow und veranstaltet schon als 16jähriger eigenständige Führungen. Er studiert Physik an der Humboldt-Universität, wirkt nebenbei wieder als Schauspieler im Studententheater und schreibt monatliche Kolumnen für die Zeitschrift ›Der aktuelle Sternenhimmel‹. Ab 1970 ist er Mitarbeiter der Archenhold-Sternwarte, 1976 wird er ihr Direktor, später auch Gründungsdirektor des Zeiss-Großplanetariums in Berlin-Prenzlauer Berg. Schwerpunkt seiner Tätigkeit ist die Astronomiegeschichte. Er veröffentlicht über 30 Bücher, unzählige Zeitschriftenartikel und ist 15 Jahre lang Moderator der Fernsehsendung ›AHA‹. Sein wichtigstes Anliegen ist die Verbindung von Wissenschaft und Kultur. Nach der Wende gelingt es ihm durch großen persönlichen Einsatz, Archenhold-Sternwarte und Großplanetarium zu erhalten. Er wird Präsident der Leibniz-Gesellschaft und Vorstandsmitglied der Urania-Gesellschaft Berlin, die das Ziel hat, wissenschaftliche Erkenntnisse einem Laien-Publikum zugänglich zu machen. Seit September 2010 trägt der im Jahre 2000 entdeckte Kleinplanet 103460 den Namen ›Dieterherrmann‹.

14. Juli 2015
Reinhard Klimmt: ›Das Taschenbuch. Die Sammlung Klimmt‹
Reinhard Klimmt (Saarbrücken) war von 1998 bis 1999 Ministerpräsident des Saarlandes und von 1999 bis 2000 Bundesminister für Verkehr, Bau- und Wohnungswesen. Da sein besonderes Interesse der grenzüberschreitenden Zusammenarbeit mit Frankreich und Lothringen galt, haben wir ihn am französischen Nationalfeiertag, der an den Sturm auf die Bastille erinnert, eingeladen. Seine Büchersammlung ist berühmt. Die Bibliothek des ehemaligen SPD-Politikers erstreckt sich buchstäblich über sein ganzes Haus, darunter eine nahezu vollständige Sammlung der Taschenbücher der jungen Bundesrepublik. Mit dem ›Stabilo-Baukasten‹ war der kleine Reinhard nicht zu beeindrucken. Es mussten Bücher sein. Andere Geschenke akzeptierte er nicht. Was er als Schüler durch Musizieren und Nachhilfestunden verdiente, investierte er zunächst in Taschenbücher. Prägend die rororo-Bände, von der Nummer eins bis zur Nummer 1000. Dazu Fischer, Ullstein, List, Herder, Goldmann und was es noch so gab. So entstand eine beeindruckende und heute nahezu vollständige Paperback-Sammlung der fünfziger und sechziger Jahre. Mit einem Freund will Klimmt einen Katalog aller deutschsprachigen Taschenbuchtitel herausgeben, die zwischen dem 1.Januar 1950 und dem 31.Dezember 1959 erschienen sind, und damit auch an die Illustratoren erinnern, die sie gezeichnet und gemalt haben. „Das wird eine kleine Kulturgeschichte der jungen Bundesrepublik.” „Die Bücher sind durch mich hindurchgewuchert, sie sind ein Teil von mir”, schrieb Klimmt in seinem Buch ›Auf dieser Grenze lebe ich‹. Er entdeckte und sammelte die Exilliteraten, die vor den Nazis ins Ausland flüchten mussten: Alfred Döblin, Else Lasker-Schüler, Lion Feuchtwanger, Thomas Mann, Bertolt Brecht, Paul Zech, Ernst Fuhrmann – und viele andere, die meisten heute längst vergessen. Nicht nur die „verbrannten Dichter” hat er dort gesammelt, sondern auch scheinbar Unscheinbares – zum Beispiel ein kleines Heft mit Flüsterwitzen aus dem Dritten Reich oder „Deine Opfer klagen an”, eine Streitschrift aus dem Jahr 1934, die von den ersten Konzentrations¬lagern handelt.

13. Oktober 2015
Peter Sodann: ›Die Tangente berührt den Kreis nur in einem Punkt. Die Peter-Sodann-Bibliothek‹
Peter Sodann (Staucha), dem Publikum im Westen als Tatort-Kommissar Ehrlicher bekannt geworden, ist Schauspieler, Regisseur und Theaterintendant. Mit dem Leipziger Studentenkabarett ›Rat der Spötter‹ kam er früh in Konflikt mit dem damaligen Regime. Nach Inhaftierung und einer Ausbildung als Spitzendreher konnte er sein Theaterstudium fortsetzen. Eine Vielzahl von klassischen und Brecht-Rollen gehörten zu seinem Repertoire als Theaterschauspieler und Regisseur. Er war Schauspieldirektor (Magdeburg, Halle) und Intendant (Halle). Das Jahr 1989: die DDR hatte ihr Ende gefunden, das Leben ging weiter. Tonnenweise wurden Bücher aus der Produktion von DDR-Verlagen entsorgt. Die Immobilien, in denen sie aufbewahrt wurden, wechselten

Do, 20.11.2014

Programm der artbook.berlin 2014

... alle Teilnehmer durch Klick auf die Abbildung.

Do, 06.11.2014

artbook berlin 2014

Messe für Künstlerbücher und Editionen
Bereits in das dritte Jahr geht die artbook Berlin, diesmal aufgrund der ständig wachsenden Größe im traditionellen Kunstquartier Bethanien. Bislang haben sich 93 Buchkünstler, Pressen, Graphiker und weitere Teilnehmer angemeldet, darunter neben den aus den vergangenen Jahren bekannten Künstlern auch Gesichter, die man aus Mainz, Leipzig, Hamburg oder Frauenfeld kennt, die aber 2014 in Berlin das erste Mal dabei sein können.
Natürlich sind auch wieder viele Pirckheimer dabei, so, um nur einige zu nennen, Marc Berger, Matthias Gubig, Till Schröder und Hanfried Wendland.

Messe: 21. bis 23. November 2014

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2
10997 Berlin

German Design Award für die Monographie "Frans Haacken"

Das Buch des Pirckheimers Till Schröder "Frans Haacken. Zeichner zwischen 3 Welten", welches die Mitglieder des Berliner Bibliophilen Abend als Vorzugsausgabe mit einem Haacken-Linolschnitt aus dem Jahr 1932 erhielten, wurde erneut ausgezeichnet.
Nachdem es bereits den European Design Preis 2013 in Silber in der Kategorie Book Layout erhielt, wurde es jetzt auch beim German Design Award 2015 mit der Prämierung Winner, also einer Silbermedaille bedacht. Somit erhielt dieser Titel jetzt auch den Stamp of Approval des deutschen Rats für Formgebung. Und in Österreich konnten das Buch ebenfalls punkten und erhielten beim Joseph Binder Award 2014 eine Auszeichnung (Distinction).

Do, 04.07.2013

Frans Haacken

- ein vernachlässigter Ikonograph Brechts

Im soeben erschienenen Dreigroschenheft findet sich ein Artikel unseres Mitglieds Till Schröder mit einer ausführlichen Beschreibung der Arbeiten von Frans Haacken zu (und mit) Bertolt Brecht, die weit über die Darstellung des Wirkens dieses Graphikers für den Schriftstelle und Dramkatiker hinausgeht, wie sie bereits in der Monographie zu Haacken durch Till Schröder vorgestellt wurden - siehe hier.
"1949 ist ein Jahr der Premieren: Deutschland feiert mit großem Brimborium das Goethe-Jahr, gebiert zwei deutsche Staaten, freut sich über das erste Oktoberfest nach Kriegsende in München und den ersten Rosenmontagsumzug in Köln - und heißt Brecht in Berlin wieder willkommen. Im Januar feiert das "Berliner Ensemble" mit "Mutter Courage" Premiere am Deutschen Theater. Im gleichen Monat tritt zum ersten Mal ein bis dahin unbekannter Akteur in Brechts Umfeld auf den Plan - Frans Haacken (1911-1979). Sein Schutzumschlag zu Brechts erster Prosa-Veröffentlichung in Deutschland nach der Emigration - die "Kalendergeschichten" im Gebrüder Weiss Verlag Berlin - ist der Auftakt einer produktiven, aber vergessenen Zusammenarbeit, die bis zu Brechts Tod 1956 reichen wird. Haacken schuf dabei zwei Ikonen der Brecht-Illustration - "Der verwundete Sokrates" und "Mutter Courage" -, die das visuelle Gedächtnis zu Brechts Werk vor allem in der DDR prägten. ..."
(Till Schröder in Dreigroschenfheft 3/2013, S. 18ff)

Di, 11.06.2013

Frans Haacken - Zeichner zwischen 3 Welten

Das Frans-Haacken-Buch von Till Schröder, welches 2012 auch die Jahresgabe des BBA war, in den MARGINALIEN als hervorragende "bibliographische Expedition" besprochen wurde und auch im Blog der Pirckheimer-Gesellschaft Ende letzten Jahres vorgestellt und hoch gelobt wurde, hat am 8. Juni 2013 den European Design Preis 2013 in Silber in der Kategorie Book Layout erhalten. Zu Recht, wie wir meinen und deshalb auch Glückwünsche aus unseren Reihen!

Mo, 17.12.2012

Zwischen Brecht und Bilderbuch

Die Jahresgabe des Berliner Bibliophilen Abends ist 2012 eine Vorzugsausgabe "Frans Haacken. Zeichner zwischen 3 Welten" mit einem Haacken-Linolschnitt aus dem Jahr 1932. Es ist die erste umfassende Biographie zum vergessenen? Brecht-Grafiker und Kinderbuchgestalter. Von seinen Plakaten für das Berliner Ensemble bis zum Kinderbuchklassiker "Peter und der Wolf", von illustrierten Lion Feuchtwanger-Gedichten bis zu Nonsens-Trickfilmen für "Die Sendung mit der Maus", von "Alice im Wunderland"-Adaptionen bis Kirchenglas im rheinischen Kohlebergbau, von in Cannes prämierten Werbefilmen bis zu Briefmarkenentwürfen - Haacken war ein vielseitiger Nachkriegskünstler im Dunstkreis vieler Szenen, sei es die Galerie Rosen um Heinz Trökes, die Trickfilmerin Lotte Reiniger und Werbefilmer Hello Weber, die Theatermacher Peter Palitzsch, Bertolt Brecht und Roman Weyl, die Grafiker Werner Klemke und Herbert Sandberg, die Verleger Arthur Felguth und Alfred Holz. Gerade deswegen geriet er aus dem Blickfeld. Er war einfach zu aktiv.
Zusammen mit den Gestaltern der formdusche entstand von Till Schröder nach drei Jahren Reifezeit und Recherche ein reich bebilderter Überblick über Leben und Werk des Zeichners, der frühzeitig einen unverwechselbar reduziert-ironischen Strich entwickelte und mit seiner wohltemperierten Farbigkeit der Zeit um einiges voraus war. Durch das Auswerten des bisher unbekannten Nachlasses und akribische Recherchen in Archiven und Sammlungen entstand ein detailliertes Bild des Grenzgängers zwischen Ost und West, zwischen Avantgarde und Reklame - einem Spötter zwischen drei Welten: Buch, Grafik und Film.
Das Buch wird in der nächsten Ausgabe der MARGINALIEN von Franz Zauleck besprochen, ergänzt um einen Beitrag über Haacken von Till Schroeder im darauffolgenden Heft.

105 Exemplare als Vorzugsausgabe, davon 80 Expl. für den BBA, diese in geprägtem Ganzleinen mit Schutzumschlag und einem Linolschnitt: „Jazz“ von Frans Haacken (ca. 1932) als autorisiertem Handabzug auf handgeschöpftem Bütten.

Gretanton-Verlag
232 Seiten mit 390 meist farbige Abbildungen,
30,5 x 21,5 cm
ISBN 978-3-00-040470-2

1 Kommentar:
Dr. Ralph Aepler hat gesagt: Dank unseres Pirckheimer Blog‘s, für dessen Betreuung wir alle!, Herrn Abel Doering, nicht genug danken können, bin ich auf Till Schröders Buch über Fritz Haacken aufmerksam geworden und ich habe mir sofort ein Exemplar zusenden lassen.
Für mich als Freund von Nachschlagewerken ist es stets ein Genuss, einen kompakten und zugleich umfassenden Überblick zu bekommen. Die ausgewählten Bilder unterstreichen den Text und erweitern den eigenen Blick über die bekannten Beispiele, wie Peter und der Wolf hinaus. Das Buch steht bei mir direkt neben Jürgen Holsteins Blickfang, also den Ritterschlag meinerseits hat das Buch! 22.12.2012