Pirckheimer-Blog

Sigrid Wege

Di, 21.06.2022

Plakat zur Eröffnung der Ausstellung "Wort- und Bilderlust – Im Zeichen der Palme" | © Jens-F. Dwars

Vernissage: Wort- und Bilderlust – Im Zeichen der Palme

Originalgrafiken und Andrucke der Einbände der Thüringer Literaturzeitschrift „Palmbaum“ in einer Ausstellung der Magdeburger Pirckheimer (Verein der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. "Willibald Pirckheimer") im Literaturhaus Magdeburg

Die Zeitschrift „Palmbaum. Literarisches Journal aus Thüringen“ besteht seit 1993 und erscheint zweimal jährlich im quartus-Verlag Bucha bei Jena. Sie wird vom Thüringer Literaturrat herausgegeben und von der Thüringer Staatskanzlei gefördert. Ihr Vorbild ist die „Fruchtbringende Gesellschaft“, die erste deutsche Literaturvereinigung, die 1617 in Weimar gegründet wurde und sich die vielfach nutzbringende Palme als ihr Erkennungszeichen gewählt hat. Seit 2005 werden die Einbände der Zeitschrift von Künstlern aus Mitteldeutschland gestaltet. Der Reigen der Beteiligten reicht von Gerhard Altenbourg über Moritz Götze, Angela Hampel, Karl-Georg Hirsch, Horst Hussel, Gerda Lepke, Gerd Mackensen, Wolfgang Petrovsky, Uwe Pfeifer, Strawalde, Klaus Süß, Susanne Theumer, Hans Ticha, Max Uhlig und Kay Voigtmann bis zu Baldwin Zettl. So vereinen die Hefte beste Literatur und Grafik aus dem Osten.

Auf Einladung des Vereins der Bibliophilen und Grafikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. sind ab 25. Juni 2022 im Literaturhaus Magdeburg 34 signierte Andrucke der Einbände und Originalgrafiken zu sehen. An den Heften lässt sich Buchgestaltung exemplarisch nachvollziehen, denn oft gilt es den geeigneten Ausschnitt einer Grafik auszuwählen und mit den typografischen Bausteinen abzustimmen, damit ein Umschlag entsteht, der Neugier auf das Titelthema weckt und ästhetischen Genuss gewährt.

Zur Eröffnung der Ausstellung stellen Jens-Fietje Dwars (Jena) und André Schinkel (Halle) das aktuelle Heft zu Novalis vor. Der eine ist Chefredakteur des „Palmbaums“, der andere von „Ort der Augen“. Beide lesen aus ihren jüngsten Büchern: aus „Goethes Erotica“ mit Zeichnungen von Gerd Mackensen und dem Erzählband „Die Stadt, die ich verlasse“. Kurzum: eine Lust für alle, die Worte und Bilder lieben – und mehr noch deren wechselseitige Bereicherung im schönen Buch.

Die Ausstellung ist vom 26. Juni bis 12. August zu sehen. Sie wird durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg gefördert und durch den Verein Literaturhaus Magdeburg und die Zeitschrift "Palmbaum" unterstützt.

Der Eintritt zur Ausstellungseröffnung ist frei.

Vernissage: 25. Juni 2022, 15 Uhr
Ausstellung: 26. Juni bis 12. August 2022

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7
39104 Magdeburg

Sa, 13.11.2021

Thomas Ranft in seinem Atelier | ® Ralf Wege
Plakat zur Ausstellung / © R. Wege

Thomas Ranft - Radierungen zu Hölderlins "Hyperion"

Mit eineinhalb Jahren coronabedingter Verzögerung wird am 17. November 2021 die Ausstellung mit Radierungen des Künstlers Thomas Ranft zu Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion" in Magdeburg eröffnet. Der Künstler wird anwesend sein. In die Ausstellung führt die Kulturwissenschaftlerin Eva Reulecke ein. Musikalisch begleitet Frank Schöpke die Eröffnung.

Die Vernissage war ursprünglich für März 2020 geplant. Trotz der Verschiebung ist der Anlass der Schau geblieben: Zwei Jubiläen werden gewürdigt – der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin und der 75. Geburtstag von Thomas Ranft. Eine Verbindung zwischen beiden knüpft mit »Hyperion« eines der bekanntesten Werke Hölderlins, dessen erster Band 1779 erschien. Thomas Ranft hat in Auseinandersetzung mit diesem Werk zwei Grafikmappen mit je elf Radierungen sowie 15 experimentellen Blättern geschaffen.

Die Kunsthistorikerin Hanneke Heinmann schreibt 2013 in ihrem Text "Thomas Ranft und Hölderlins Hyperion": »Thomas Ranft zeigt in Kunst und Handeln, dass der Wert des Individuums und der Kampf für ein höheres Ziel jenseits von routienemäßiger Bürgerpflichterfüllung bestimmende Leitlinien sind. Hier scheint er ein geistiger Bruder des Romanhelden Hyperion zu sein. … Zudem entdeckt Ranft mit feinem Gespür in Hölderlins Textpassagen eigene alte Bildfindungen, die er umdeutet und weiterbearbeitet. Er hält sich an seine Maxime, den Text als Anstoß für Reflexionen und freie Improvisationen über die vorgefundenen Themen zu nutzen.«

Die Ausstellung ist eine Veranstaltung des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. »Willibald Pirckheimer«, der Schwesterorganisation der Pirckheimer-Gesellschaft. Sie wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, unterstützt durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg und den Verein Literaturhaus Magdeburg e.V.

(Sigrid Wege)

Ausstellungseröffnung: 17. November 2021, 19 Uhr, freier Eintritt
Ausstellung: 18. November 2021 - 11. Februar 2022

Literaturhaus Magdeburg und HOT Alte Bude Magdeburg

Do, 05.03.2020

Radierungen von Thomas Ranft

Magdeburger Bibliophile zeigen Radierungen von Thomas Ranft zu Hölderlins »Hyperion«

Noch haben die Corona-Viren das Literaturhaus Magdeburg nicht in einer kritischen Anzahl erreicht, sodass der Ausstellung mit Radierungen von Thomas Ranft zu dem Roman »Hyperion« von Friedrich Hölderlin aktuell nichts im Wege steht. Die Ausstellung wird am Mittwoch, 25. März in Magdeburg eröffnet. Der Künstler wird anwesend sein. In die Ausstellung führt Gabriele Muschter (Berlin) ein. Musikalisch wird die Eröffnung von Jerzy Bojanowski (Magdeburg) begleitet.

Zwei Jubiläen werden mit der Ausstellung gewürdigt, die in diesem Jahr zu feiern sind: der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin und der 75. Geburtstag von Thomas Ranft. Eine Verbindung zwischen beiden knüpft mit »Hyperion« eines der bekanntesten Werke Hölderlins, dessen erster Band 1779 erschien. Thomas Ranft hat in Auseinandersetzung mit diesem Werk zwei Grafikmappen mit je elf Radierungen sowie Textblättern geschaffen. Organisiert wir die Schau vom Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. »Willibald Pirckheimer« und dem Literaturhaus Magdeburg.

(Ralf Wege)

Die Ausstellung wird wegen des Corona-Virus verschoben!

Eröffnung: 25. März 2020, um 19 Uhr
Ausstellung: 26. März - 26. Juni 2020

Literaturhaus Magdeburg
Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg

Do, 11.04.2019

Würde, Stempel-, Moosgummidruck, Holzschnitt, 2016

Hinter verschlossenen Lidern

Der Name Andrea Lange ist vielen Pirckheimern vertraut. Nicht zuletzt seit Dr. Peter Labuhn über die Reihe LyrikHefte in den Marginalien (Heft 228) geschrieben hat. Diese Reihe wird seit 2005 gemeinsam von Bettina Haller und Andrea Lange in der Sonnenberg-Presse ediert.

Nächste Woche wird eine Ausstellung mit Grafiken von Andrea Lange in Magdeburg eröffnet. Dazu laden die Magdeburger Bibliophilen in das Literaturhaus ein. Zu sehen sind unter dem Titel „Hinter verschlossenen Lidern“ Drucke, die in den vergangenen zehn Jahren entstanden sind: Holzschnitte, Farbholzschnitte, Radierungen und Kombinationen wie Holzschnitt und Radierung oder Holzschnitt mit Stempel-, Papp- und Materialdruck.
(Sigrid und Ralf Wege)

Vernissage: 17. April 2019, 19 Uhr, Andrea Lange wird anwesend sein.

Literaturhaus Magdeburg, Thiemstraße 7

So, 26.03.2017

Bücherkinder begeistern das Messepublikum

Der dritte Tag der Leipziger Buchmesse war für die Pirckheimer ein Tag der Veranstaltungen.
Foto 1 und 2: Ralph Aepler
Zuerst hieß es: "E-Book ist wie schlechter Sex!". Hartmut Andryczuk und Birgit Eichler berichten über die vielen Möglichkeiten, sich dem Thema Sammeln von Büchern zu nähern, moderiert von Jens-Fietje Dwars. Danach waren die Bücherkinder aus Brandenburg an der Havel, Galerie Sonnensegel, mit Armin Schubert heute Gäste auf der Lesebühne in Halle 3. Konkurrenzlos gut zogen sie mit ihren Texten und Bildern und natürlich mit dem Rap zu ihrem Buch "Klemke 100" Besuchermassen an. Sie lieferten eine grandiose Performance!
Zu gleicher Zeit wurde im Haus des Buches mit einführenden Worten von Matthias Haberzettl eine Ausstellung mit Zeichnungen von Werner Klemke zu Hans Christan Andersen eröffnet, die mit seinem Nachlass ins Klingspor-Museum gelangten und die jetzt ein Kinderbuch aus dem Beltz-Verlag illustrieren.
Und selbstverständlich war auch am heute vermuteten Höhepunkt des Besucheransturms der Messestand der Pirckheimer wieder gut besucht und Ralf und Sigrid Wege, Marita Hoffmann, Matthias Haberzettl und Katrin und Ralph Aepler, sowie Abel Doering konnten viele Pirckheimer am Stand begrüßen. Auch Mitgliedsanträge flatterten wieder ins Haus und wurden in noch größerer Zahl angefordert. Der Tag machte darüber hinaus deutlich, dass die Vernetzung der Bibliophilen, der Buchkünstler, Illustratoren und Pressendruckern mit dieser Messe große Fortschritte machte.
Jürgen Höritzsch und corn.elius brändle, Organisator der artbook.berlin
Einige Fotos finden sich auf Facebook, klick hier, weitere werden folgen.

Do, 21.04.2016

Martha Irene Leps im Magdeburger Literaturhaus

Gestern "lud der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. "Willibald Pirckheimer" in das Magdeburger Literaturhaus zur Eröffnung der Ausstellung Mit leichtem Gepäck mit Werken der Zerbster Künstlerin Martha Irene Leps. Ausgestellt sind grafische Arbeiten, Druckstöcke und Handpressenbücher von Martha Irene Leps, die auch persönlich anwesend war. [...]
Die Begrüßung der Gäste erfolgte durch Sigrid Wege, Vorsitzende des Vereins [...], die Magdeburger Malerin, Grafikerin und Installationskünstlerin Anette Groschopp, langjährige Kollegin und Freundin von Martha Irene Leps interviewte die Künstlerin zu deren Schaffen, Leben und Lebensansichten.[...]
Für die derzeit im Magdeburger Literaturhaus laufende Ausstellung entlehnte sie den Titel Mit leichtem Gepäck bei der deutschen Lyrikerin Hilde Domin (1909- 2006), da Martha Irene Leps einerseits von dieser Lyrikerin begeistert ist und andererseits mit der Wahl dieses Titels einen Bezug zur Gegenwart herstellen möchte. Sie denke dabei an die momentane Flüchtlingssituation. Da sei auch jeder auf sich gestellt und das Wichtige reduziere sich auf wirklich Weniges, resümiert die Künstlerin.
Auch die Kinderbücher von Martha Irene Leps kamen zur Sprache und sie erzählte, wie sie 1997 mit ihren Zeichnungen unter dem Arm auf der Leipziger Buchmesse, sich auf die Suche nach einem Verlag machte und beim damaligen Magdeburger Verlag Blaue Äpfel ein offenes Ohr bzw ihre jetzige Freundin Anette Groschopp fand. [...]
Musikalisch umrahmt wurde die Vernissage von Maria Ackermann am Saxophon. Im Anschluss an das Interview, bei dem es auch Fragen aus dem Publikum gab, konnten sich die Gäste mit den Linolschnitten von Martha Irene Leps bekannt machen, aber auch sich mit der Künstlerin unterhalten, wobei auch ihre mitgebrachten Restposten ihrer Bücher großes Interesse fanden. [...]"
(Annegret Mainzer)

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Ausstellung: 20. April - 10. Juni 2016

Magdeburger Literaturhaus