Pirckheimer-Blog

Lesung

Mo, 02.03.2026

Zur Lesung, zu Gespräch und Diskussion mit Michael Knoche lädt die SBB am 16.03.2026 nach Berlin ein.

Knoche: „Revolution im Leseland“

Zur Buchvorstellung und Diskussion zu Michael Knoches beim Wallstein-Verlag in Göttingen edierter Untersuchung Revolution im Leseland. Wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach der Wende lädt die Staatsbibliothek zu Berlin in den Wilhelm-von-Humboldt-Saal (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) am Montag, den 16. März 2026, um 18 Uhr ein. Im Gespräch, neben dem Verfasser der Monografie, Michael Knoche: Jens Bisky und Carola Pohlmann, die Moderation übernimmt Achim Bonte. – Nach dem Mauerfall 1989 standen auch die Bibliotheken der DDR vor einer radikalen Neuausrichtung. Gerade den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken gelang jedoch – mit Unterstützung aus dem Westen – eine rasche und beispiellose Modernisierung. Die Lücken in den Sammlungen wurden geschlossen, die Gebäude saniert und mit zeitgemäßer Informationstechnologie ausgestattet. Diese Erneuerungsoffensive löste einen Schub aus, von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Auch in personeller Hinsicht verlief die Umgestaltung bemerkenswert: Zwar wurde das Personal auf Leitungsebene streng evaluiert, aber anders als in vielen Bereichen der Hochschulen gab es keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost. Die Personalstärke der Belegschaften blieb relativ konstant – auch wenn die Übernahme der Angestellten in das bundesdeutsche Tarifsystem konfliktträchtig war und viele Erwartungen enttäuschte. Immerhin blieb der Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Während andernorts nur von Versäumnissen und Verlierern die Rede ist, belegt dieses Buch: Die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur im Osten, sondern auch im Westen gehören zu den Gewinnern der Einheit. Die Lesung findet in Kooperation mit den Freunden der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. statt. Alle Informationen zur Veranstaltung mit Michael Knoche in der SBB finden sich hier ... Um Anmeldung wird gebeten.

Michael Knoche: Revolution im Leseland.
Lesung, Gespräch und Diskussion
am 16. März 2026 um 18 Uhr, in
der Staatsbibliothek zu Berlin,
Wilhelm-von-Humboldt-Saal,
Unter den Linden 08, 10117 Berlin.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 27.02.2026

Pirckheimer Christoph Links liest am 24.03.2026 aus seinem neuen Buch – um Anmeldung wird gebeten.

Verschwundene Verlage der DDR

Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 noch mehr als 200 Editionshäuser eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker und Pirckheimer-Freund Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden ... Er stellt sein Buch im Gespräch in der Staatsbibliothek zu Berlin (Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 08, 10117 Berlin) am 24. März 2026 (Beginn ist 18.30 Uhr) erstmals vor und präsentiert außergewöhnliche Fälle. Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlags Kurt Grabau. Alle Infos dazu finden sich hier. Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten. Besprechung des Buchs im Blog erfolgt gesondert.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Do, 26.02.2026

„Diese lange Zeit in der Sonne“

Sage einer, Erzählungen (sic!:) zählten nicht. Mit Diese lange Zeit in der Sonne hat es der Weimarer Autor Stefan Petermann in die thüringischen Nachrichten des MDR geschafft. Das Buch, soeben in der von Wulf Kirsten (um 2000) begründeten Edition Muschelkalk im Mitteldeutschen Verlag erschienen, fasst 17 nachgerade ungeheuerliche, stets aus der Brandung der Normalität aufsteigende, teils magisch-, teils surrealistische Geschichten auf 188 Seiten (ISBN 978-3-68948-038-7, 20 Euro) – am heutigen Donnerstag feiert der Band seine Premiere in der LiteraturEtage (Marktstraße 2–4, 99423 Weimar). Die Lesung, das Gespräch moderiert der Herausgeber der Edition, Pirckheimer-Freund André Schinkel. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, Tickets können auch bereits digital erworben werden und sind an der Abendkasse der LiteraturEtage erhältlich. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, mit dem Autor und dem Herausgeber ins Gespräch zu kommen. Alle Infos – hier.

(Othmar Kasulke/Pressemitteilung)

Fr, 13.02.2026

Andrea Lange stellt in Halle im "Kunstraum P16" aus.

Neue Bücher und Grafik in Halle: Andrea Lange im Kunstraum P16

In memoriam Cees Nooteboom

Die Kemberger Grafikerin und Buchkünstlerin Andrea Lange stellt ab dem heutigen 13. Februar bis zum 30. April 2026 im halleschen Kunstraum P16 (Puschkinstraße 16, 06108 Halle an der Saale) aus; die Vernissage findet heute um 17 Uhr in der kleinen Galerie in der nördlichen Innenstadt des Saalemetropölchens statt. Andrea Lange, die auch gemeinsam mit ihrer Kollegin und seinerzeitigen Kommilitonin an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig, Bettina Haller aus Chemnitz, die Sonnenberg-Presse betreibt, in der unter anderem das feine LyrikHeft erscheint, zeigt unter dem Titel im Nachhinein – Monoprint und anderes Grafisches von Andrea Lange neben Hochdrucken und Unikatblättern aus der Serie Typo ’25 auch Beispiele unikater Bücher im Kleinformat und das titelgebende Exponat, im Nachhinein, zu einem Gedichttext der Wiesbadener Dichterin, Performerin und Jongleurin Daniela Daub (Gelliprint, Acryl, Handsatz, Buchdruck, Leporello, feste Buchdecke, Format ca. 16 x 16 cm, Auflage: 9 unikate Exemplare). Der Kunstraum P16 ist jeweils freitags von 17 bis 19 Uhr und ansonsten zu den Veranstaltungen geöffnet. Während der Eröffnung liest auf Einladung der Künstlerin Pirckheimer-Freund André Schinkel den Text von Daniela Daub und drei eigene Texte aus dem LyrikHeft Nr. 28, das Gedichte und Prosagedichte des Lyrikers sowie mehrere Serigrafien von Cornelius Brändle (corn.elius) enthält. Alle Informationen zu Andrea Lange, zu ihrer Arbeit, ihren Aktivitäten und Angeboten finden sich unter diesem Link.

(Ernst-Jürgen Liebetraut)

Sa, 31.01.2026

Jubiläum: Pirckheimer auf Touren

Pirckheimer auf Touren: Im Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft ruhen wir uns nur ein klein wenig aus mit Rückblicken und Festivitäten. Wir werden auch dies tun – vor allem in Nürnberg beim Jubiläumstreffen –, aber 70 Jahre Pirckheimer sind für uns Anlass, wie gewohnt aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen. Wir werden in Kooperationen Präsenz zeigen und bei verschiedenen Veranstaltungen und Messen auftreten. Den Auftakt macht unser Mitglied Marie-Pierre Bonniol im Februar (06.–22.02.) mit einer Ausstellung in Bielefeld (Viktoriastraße 24, 33602 Bielefeld) in den Räumen des Kunsthauses Artists Unlimited. Die Pirckheimer sind Medienpartner. Die Schau kreist um eine Idee des Schriftstellers Richard Brautigan aus seinem Roman Die Abtreibung (1971): als eine Sammlung unveröffentlichter Manuskripte. In den 1990ern erweckte Todd R. Lockwood diese fiktive Bibliothek als The Brautigan Library in den USA zum Leben mit nun beinahe 400 Bänden. Bonniol kuratiert Werke der Sammlung und lud ihre Mutter, die naive Malerin Danielle Bonniol-Ferrus, ein, die besondere Bücherei Brautigans/Lockwoods in Bildern zu kommentieren. 

Außerdem stellte Bonniol anlässlich unseres Jubiläums eine Filmreihe für Kinder mit Kurzfilmen über Bücher zusammen, die 2026/2027 in deutschen Städten gezeigt werden soll. Näheres zu den Terminen folgt online und in den Marginalien.  – Im März beginnt für die Pirckheimer die Messe-Saison. Wir sind wieder präsent auf der Leipziger Buchmesse (19.–22.), der BuchDruckKunst in Hamburg (am 11. und 12. April) – sowie bei der artbook in Berlin im November. In Leipzig bieten wir dem neuen Buch der Bücherkinder über Einhörner eine Bühne – und ein Dokumentarfilm zur Kulturgeschichte des Einhorns wird im Juni auf Arte laufen, der in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam auch die Bücherkinder in ihrem Tun filmte. In der Woche gleich nach unserem Jahrestreffen in Nürnberg im September sind wir Medien- und Programmpartner der Rare Book Week in Berlin, veranstaltet vom Verband Deutscher Antiquare und anlässlich der Tagung der Internationalen Vereinigung der Antiquare (ILAB) vom 14. bis 20. September in Berlin. Die Rare Book Week bietet Veranstaltungen an verschiedenen Orten Berlins und eine dreitägige Buchmesse im Kronprinzenpalais. Neben der Einbindung ins Programm werden wir auch als Pirckheimer-Gesellschaft mit einem Stand vor Ort sein, der auch das Jubiläum der PG abbildet. 

Im Jubiläumsjahr schenkt unser Mitglied Nikolaus Topic-Matutin von der Neuhauser Kunstmühle ein bei ihm erschienenes Künstlerbuch der Malerin Marika Voß der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Übergabe am 19. März 2026 samt Podiumsgespräch mit der Künstlerin wird organisiert von der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg. Im Juni liest Pirckheimer-Freund Christoph Links in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker (Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin) in Kooperation mit unserer Gesellschaft aus seinem neuen Buch Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte und unterhält sich auch mit Till Schröder über die Geschichte der Pirckheimer und ihre Rolle im Buchland DDR. Der Link zum Buch findet sich hier. Dies ist ein erster Ausblick ins Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft, weitere Vorhaben und Veranstaltungen sind in Planung. Alle Mitglieder sind eingeladen, das Jubiläum ebenfalls als Anlass für eigene Veranstaltungen zu nehmen, Kooperationen anzuregen. Der Vorstand unterstützt gern. 

Auf geht’s in weitere 70 Jahre.

(Till Schröder)

Fr, 30.01.2026

Das Gleimhaus. | © Archiv Gleimhaus (CC BY-SA 3.0)

Gleimhaus: Weiße, Falk & Fantasy

Auch vor der nächsten Sonderausstellung, die das Gleimhaus für den März vorbereitet, gibt es ein gutes und weitgefächertes Programm im Museum der deutschen Aufklärung am Halberstädter Dom-Rund (Domplatz 31, 38820 Halberstadt) im östlichen Vorharz. So feiert die Einrichtung, die auch Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ist, am 09.02. den 300. Geburtstag von Christian Felix Weiße (1726–1804). Im Lesezirkel wird über dessen Parallelstück zu Lessings Nathan von 1780, Der Fanatismus oder Jean Calas, gesprochen. Die Runde beginnt um 18 Uhr, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Am 11.02. stellt um 19.30 Uhr in der Rubrik Geist und Muse bei Gleim Frau Düfi stellt ihren Fantasy-Roman Das Band der Elemente vor. Die gebürtige Harzerin lebt heute in Hannover. In der Geschichte vereinen sich die Kräfte der vier Elemente mit der Dramatik des Zirkus’ zu einem bunten Schauspiel. Und am 19.02., 15 Uhr, spricht in der Teestunde bei Gleim Reimar Lacher zum Thema Johannes Falk. Vom Spötter zum Retter. Falk, der viel Gutes bewirkte und dessen 200. Todestag sich 2026 jährt, ist vor allem als Dichter von O du fröhliche im Gedächtnis geblieben. Über ihn wird man im Lauf von 2026 wie auch zu Christian Felix Weiße noch öfter hören. Alle Gleimhaus-Info hier

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 26.01.2026

03. Pirckheimer-Treffen in Altona – am 09. Mai 2026.

Pirckheimer-Treffen in Hamburg

Im Mai ist es wieder so weit: Die Pirckheimer im Norden treffen sich in diesem Jahr zum dritten Mal in der Hamburger Schnittke-Akademie zu einem Tag mit Vorträgen, Ausstellungen sowie einer Büchertauschbörse. Am Samstag, den 09. Mai 2026, zwischen 11 und 15 Uhr laden sie in die Schnittke-Akademie (Max-Brauer-Allee 24, 22765 Hamburg) in Hamburg-Altona ein. Zu sehen gibt es Bibliophiles, Druckkunst, lesefreundliche Typografie und Kalligrafie ... – Und zu hören sind Bücherliebhaber, Sammler, Verleger, Künstler. Neben je zehnminütigen Vorträgen der Aussteller entsteht im Beiprogramm eine kostenlose Büchertauschbörse für alle Besucher und Aussteller mit maximal sieben Büchern pro Person. Um Anmeldung (auch für Besucher) wird herzlich gebeten, der Eintritt ist frei. Die Organisation liegt wieder in den Händen von Pirckheimer-Freund Ralf Plenz vom Input-Verlag, www.input-verlag.de, E-Mail: plenz@input-verlag.de, Telefon: (040) 60 92 26 04. Die Aussteller wenden sich bitte wegen einer Tischbuchung für Ausstellungsgut möglichst frühzeitig, spätestens bis zum 02.04.2026, an Ralf Plenz. Am selben Tag findet im Anschluss ebenfalls in den gleichen Räumen eine Veranstaltung der Hamburger Autorenvereinigung von 15.30 bis 17.30 Uhr statt. Ein ganzer Tag des Buches also! Die Pirckheimer freuen sich auf regen Zuspruch.

Pirckheimer-Treffen in Hamburg-Altona
am 09.05.2026, von 11 bis 15 Uhr in der 
Schnittke-Akademie (Max-Brauer-Allee 24, 
22765 Hamburg), im Anschluss Lesung.

(Ralf Plenz)

Do, 22.01.2026

H. D. Gölzenleuchter & Rainer Küster lesen in Witten.

Lesung mit H. D. Gölzenleuchter & R. Küster in der „Bodegas Rioja“

Zu einer Lesung mit Horst Dieter Gölzenleuchter, dessen Ausstellung Worte und Bilder soeben, initiiert von Sigrid und Ralf Wege, im Magdeburger Literaturhaus zu Ende ging, und Rainer Küster lädt am 06. Februar 2026 die Weinhandlung Bodegas Rioja in Witten (Bochumer Straße 40, 58455 Witten) ein. Die beiden dabei stellen ihr gemeinsames Mappenprojekt Weidenrösslein vor, das acht parodistische Texte und eine VfL-Erzählung Küsters sowie zwei Holzschnitte von Gölzenleuchter enthält. Zur Lesung dieser Texte wird es auch ein Gespräch der Schöpfer geben, in dem sie erklären, wie denn das Rösslein auf die Weide kommt. Und im Anschluss liest H. D. Gölzenleuchter, selbst seit Jahrzehnten auch literarisch tätig, aus seinem Lesebuch, herausgegeben von der Westfälischen Literaturkommission. Die Parodien Rainer Küsters beziehen sich auf bekannte Texte, Lieder und Gedichte, von Heinrich Heine, Bertolt Brecht und natürlich: den Giganten der deutschsprachigen Literatur, Johann Wolfgang von Goethe. Leibliches Wohl garantiert, Eintritt frei, es beginnt: 19 Uhr. 

(André Schinkel via Till Schröder/Pressemitteilung)

Fr, 16.01.2026

In Oldenburg: „Mein Freund Rilke“

Die Landesbibliothek Oldenburg (LBO, am Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) lädt im Rahmen ihrer vielfältigen Ausstellungstätigkeit zum Rilke-Doppeljubiläum 2025/2026 (150. Geburtstag und 100. Todestag) am 22. Januar 2026 zu einer Buchpräsentation des Comics Mein Freund Rilke von Melanie Garanin, erschienen im Carlsen Verlag, ein. „Die Comic-Zeichnerin Melanie Garanin eröffnet in ihrem Comic Mein Freund Rilke (2025) einen neuen, glei­chermaßen berührenden wie erfrischend witzigen Blick auf den berühmten Lyriker Rainer Maria Rilke. Der Comic“, heißt es in der Ankündigung der Veranstaltung, „erzählt von einer Begegnung mit dem Autor – und zwar sowohl über dessen Gedichte als auch im tatsächlichen Leben. Poesie und Fantasie, Tiefe und Humor berühren sich in dieser Graphic Novel ebenso, wie sich Rilkes Lebenszeit mit unserer heutigen Zeit berührt. Melanie Garanin lädt ein zu einer Entdeckungsreise – für alle, die Rilke lieben, und für alle, die ihn (neu) entdecken wollen.“ Rainer Maria Rilke (1875–1926) zählt zu den bedeutendsten deutschsprachigen Dichtern der letzten anderthalb Jahrhunderte. Sein Werk, das auch zeitweise belächelt wurde, vereint in symbolistischer Manier Schönheit und Existentialismus – viele seiner Zeilen wurden zu geflügelten Worten und Ausdruck für die Würde wie Geworfenheit des Menschen in der Moderne. Der gebürtige Prager, der über die Künstlerkolonie Worpswede mit dem Norden verbunden ist, gilt als Meister des Dinggedichts. Melanie Garanin bietet einen neuen Blick auf RMR. – Die Veranstaltung in der Landesbibliothek (alle Infos dazu hier) beginnt 19 Uhr.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 22.12.2025

Luise, Fontane in Berlin, am 25.02. auch Rainer Ehrt.

„Fontane beim Friseur“ – in Berlin

Das Museum Ephraim-Palais (Poststraße 16, 10178 Berlin) hat mit der Zeichnung Fontane beim Friseur ein Blatt von Künstler und Pirckheimer-Freund Rainer Ehrt erworben. Es zeigt eine fiktive Begegnung zwischen dem Schriftsteller und dem legendären Berliner Hof-Friseur François Haby. Interessenten können es im Neuen Jahr in Augenschein nehmen, wenn Ehrt dort aus sein neuestes Werk, das Buch Preußens Luise zum 250. Geburtstag der Gattin Wilhelm III., vorstellt. Das Buch ist im Berliner Bäßler-Verlag angekündigt. Die Präsentation findet am 25.02.26 um 18 Uhr im Salon des Museums statt. Der Platz ist begrenzt, Tickets können jetzt schon via Link geordert werden. 

(André Schinkel)

Fr, 12.12.2025

Judith Schalansky, 2012 im Kartenlesesaal im Haus Potsdamer Straße. Am 21.01.26 stellt sie den MÄRZ-Reader in der 'Stabi' Berlin vor. | © Foto: Stabi Berlin

Das Buch als Gedächtnis der Welt

2024 fand in Paris eine internationale Konferenz zum Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin und Buchgestalterin Judith Schalansky statt. Die Bedeutung des Buchs als materiales Objekt für ihr Schaffen zu erkunden, war Ziel dieser von Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge und Bénédicte Terrisse organisierten Veranstaltung. Denn Judith Schalanskys zügelloses, ja, und ganz überwiegend in der Staatsbibliothek zu Berlin ausgelebtes Interesse an der Buchgeschichte ist konstitutiv für ihr Werk: Was bisher nicht als Literatur galt, wird von ihr in einen ausgeweiteten Literaturbegriff aufgenommen, vom Insularium der Renaissance bis hin zum Schulbuch des 20. Jahrhunderts. Der nun vorzustellende Tagungsband – als Reader Ende 2025 im Berliner Verlag MÄRZ erschienen und von Judith Schalansky selbst gestaltet – denkt Inhalt und Form daher auch zusammen. Der Reader versammelt nicht allein die wissenschaftlichen Konferenzbeiträge von 13 Forschenden, sondern zudem Proben jenes Materials, das diese überhaupt erst ermöglichte. Der Band wird am 21.01.26, 18 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Saal (Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin) der Stabi vorgestellt. Um Anmeldung wird gebeten. Autorin und Initiatorinnen werden anwesend sein.

(André Schinkel/Staatsbibliothek zu Berlin/Pressemitteilung)

Mo, 17.11.2025

21.11.25: Bundesweiter Vorlesetag. | © Gert Albrecht

21.11.25: Bundesweiter Vorlesetag

Das größte Vorlesefest Deutschlands findet am 21.11.2025 statt. Zum Bundesweiten Vorlesetag erzählen tausende Kapitel gemeinsam eine große Geschichte: Wie wichtig Vorlesen für die Entwicklung von Kindern ist. Seit 20 Jahren machen die Initiatorinnen Die Zeit, Stiftung Lesen und die Deutsche Bahn Stiftung auf die Bedeutung des Vorlesens aufmerksam. Denn genau das ist der erste Schritt zum Lesenlernen – eine zentrale Fähigkeit, die das gesamte Leben beeinflusst. Der Aktionstag dient vielen als Einstieg in ein freiwilliges Engagement für die Leseförderung: Unter den Teilnehmenden sind viele Menschen bereits zum zweiten Mal dabei. Der Bundesweite Vorlesetag erschafft so seine große und eigene Vorlese-Community und wirkt dadurch nachhaltig – auf freiwilliges Engagement und auf zukünftige Generationen. Dazu passt das Motto, unter dem in diesem Jahr vorgelesen wird: „Vorlesen schafft Zukunft.“ Alle Infos zum Thema finden sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 07.11.2025

Band 5: Grimmschrats Vollendung

Aller guten Dinge sind fünf, und so nimmt es nicht Wunder, dass es nun in Kürze den fünften und abschließenden Band des Grimmschrats zu bewundern gibt und einzuheimsen gilt. Es ist dies die höchst ambitionierte Neuausgabe aller Märchen der Gebrüder Grimm, vollständig neu illustriert und in schöne Bücher gesetzt von unserem Pirckheimer-Freund Henrik Schrat. „... Band 5 Grimm erscheint diesen Monat, ich freu mich irre, Gänsehaut und alles ...“ Ja, so beschreibt es der Künstler selbst, und besser könnte man die Vorfreude auf das abschließende Opus wohl kaum in Worte fassen. Das Bündel am Ende der Werkausgabe wird man dereinst den himmelblauen nennen, schön anzusehen, mit Silberschnitt und natürlich wieder einer Reihe Cameo-Auftritten der Sponsoren und Förderer im Bildwerk. Sechs Jahre Arbeit finden so ihren glücklichen Abschluss. Ja, und auch ein Schuber für die Gesamtausgabe ist nun bestellbar. Die Premiere für Band 5 steht bereits fest: Am 22.11. um 19 Uhr wird im Haus für Poesie in der Kulturbrauerei gefeiert, dass das Rumpelstilzchen quietscht (Knaackstraße 97, 10435 Berlin). Der Eintritt ist frei, Kostümierung ausdrücklich erlaubt. Alle Informationen und erste Einblicke in das abschließende Meisterwerk in Märchen gibt es hier. Nun denn: Ihr Pirckheimerlein kommet und sehet, was der Schrat uns für die Regale bescheret hat!

(André Schinkel)

Di, 07.10.2025

LBO: Buchpremiere „Im Zeichen der Spinne“ (Mopsa Sternheim)

Ein verschollen geglaubter Roman feiert Premiere: Elfi Hoppe liest am 08. Oktober 2025 aus dem Roman Im Zeichen der Spinne von Mopsa Sternheim, der Tochter Carl Sternheims, der in einer hand- und maschinenschriftlichen Rohfassung in der Landesbibliothek Oldenburg wiederentdeckt wurde. Über die Arbeit mit dem Material sprechen die Herausgeber Dr. Rudolf Fietz und Gisela Niemöller. Es ist nicht weniger als eine literarische Sensation: Ein verloren geglaubtes Werk, der Roman einer vergangenen Epoche von alarmierender Aktualität, wurde in der Landesbibliothek Oldenburg wiederentdeckt. In einem Koffer fand sich als Konvolut unsortierter Blätter der einzige Roman von Mopsa Sternheim (1905–1954). Gert Schiff, dem jungen Freund ihrer letzten Lebensjahre, vertraute sie das Werk mit der Bitte um Publikation an. Der aus Oldenburg stammende Kunsthistoriker konnte ihren Wunsch bis zu seinem Tod 1990 nicht realisieren. So überdauerte der Text versteckt inmitten seines Nachlasses. Mit diesem Roman tritt die Tochter des Dramatikers und Erzählers Carl Sternheim und der Tagebuchschreiberin und Autorin Thea Sternheim endlich aus dem Schatten der Eltern heraus als Verfasserin und Zeugin der Epochenumbrüche des zwanzigsten Jahrhunderts. Sie erzählt die Geschichte von Vivan und Michael, die von den Gegensätzen zwischen künstlerischer Selbstverwirklichung und hartem Alltagskampf geprägt ist. Es geht um die Glanz- und Schattenseiten der „Goldenen Zwanziger“ und die Gräuel des Nationalsozialismus. Der Roman wurde bei Wallstein aufgelegt und hat eine interessante Editions-Geschichte, die am Abend gleichsam zur Sprache kommen wird. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Grußworte kommen Corinna Roeder (LBO) und Margarete Rosenbohm-Plate (Stiftung Dr. Gert Schiff). Der Zutritt ist ohne Anmeldung möglich, der Premiereneintritt frei. Ort: LBO, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg.

(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)

Mo, 29.09.2025

Henry-Günther-Schau in Prerow

„... eine ereignisreiche und anstrengende Woche steht an: Am 03. Oktober 2025 beginnen die Ahrenshooper Literaturtage in der Strandhalle und enden am 05. Oktober 2025 um 17 Uhr“, teilt Künstler und Pirckheimer-Freund Henry Günther mit. „Unmittelbar danach beginnt um 19 Uhr meine Ausstellungseröffnung: Personalausstellung in der Seemannskirche Prerow …“ Vom 05.10. bis 20.11. 2025 sind Günthers Klangbilder. Farbholzdrucke, Papierarbeiten & Künstlerbücher dort (Kirchenort 02, 18375 Ostseebad Prerow) zu sehen. Die Eröffnung der Ausstellung findet am 05. Oktober, nach dem Gottesdienst gegen 19 Uhr statt und wird mit einer Lyriklesung gefeiert. Das dazugehörige Gepräch begleitet Gabriele Hegner von Der Darsser. Zu den Farbholzdrucken und Papierarbeiten werden zwei Künstlerbücher von Henry Günther mit vorgestellt: Einmal das unikate Malerbuch klang s_t_i_l_l_e (Gedichte, Papierarbeiten & Farbholzdrucke, Halblederausgabe in Buchkassette (Leinen)Format: 33 x 33 cm, 32 Seiten, Handheftung auf Bänder, Büttenpapier BFK Rives France, 2025). Und zum anderen erste Entwürfe und Gedichte zum neuen Künstlerbuch mit poetischen Miniaturen: Verklärte Nacht – eine Hommage zur Musik von Arnold Schönberg. Es wird auch – unter dem Slogan … die Anmut des Buches … – Henry Günthers aktueller Lyrikband im Rahmen der Ausstellung angeboten, es handelt sich dabei um seine Nocturnes. Ahrenshooper Gedichte, ein in Handarbeit hergestelltes Künstlerbuch. Die Auswahl enthält Gedichte sowie Zeichnungen aus verschiedenen Künstlerbüchern von Günther, gedruckt auf Metapaper Extrarough warmwhite 115 g/m2, Format: 21 x 14,5 cm, 104 Seiten (Hardcover mit Schutzumschlag, signierte Ausgabe, 25 Euro). Die Seemannskirche – ein historisches wie kulturelles Highlight an der Ostsee!

(André Schinkel via Robert Grieger/Pressemitteilung)