Pirckheimer-Blog

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Fr, 06.03.2026

Holger Uske: "Aufbruch des Windes. Gedichte 1975–1986" ist erschienen 2025 in der Edition Sinnbild in Suhl, broschiert, 124 Seiten, ohne ISBN, mit Grafiken von Annette Wiedemann, und ist beim Autor für 15 Euro erhältlich (50 Exemplare in der ersten Auflage).

Gelesen übers Jahr · III: „Aufbruch des Windes“ von Holger Uske

David Gilmour 80

Dieses Buch erscheint, wie sein Verfasser in seiner Vorbemerkung andeutet, vierzig Jahre nach seiner Entstehung, es ist das erste Skript, das Holger Uske beim Berliner Union-Verlag einreichte – 1987 war das; und im Sommer 1990 bekam er es zurück, ungedruckt. Die DDR hatte es simpel verhindert, und ihr aus der Wende aufsteigender Nachruch zudem. Aber irgendwie ging es dem Suhler Dichter und Liedermacher, mithin die gute Seele des Südthüringer Literaturvereins, nicht aus dem Kopf. Und auch wenn sein Urheber sich eine Weile fragte, ob es noch richtig und gut sein, diese Texte zu bringen, und auch wenn es nun nur in einer Kleinstauflage von 50 Stück vorliegt – es ist gut, dass es da ist! Denn das Büchel, hinter das sich auch Freunde des Autors mitdahinterklemmten, um es erscheinen zu lassen, ist es schon ganz „ein Uske“. Und berichtet (so der Eingangstext) „vom neuen und alten Widerstehen“. Vom Mut, den das kostet, damals wie heute, als Selbstbehauptung und wo die „Kraft des Wortes (...) im Schwinden“ ist. Und weiter steht da: „Ich hoffe, dass dieses lediglich in einer Kleinstauflage gedruckte Büchlein mehr ist als nur ein Zeitzeugnis. Denn es erzählt auch vom (beinahe) Möglichen von einst und vom damals wie heute nötigen (sic:) mutigen Widerspruchsgeist, um auch geistig zu überleben. Der ‚Wind‘ im ‚Wald‘ ist noch immer – oder längst wieder zum Sprung bereit.“ Ein Zeitzeugnis im schönsten und berührenden Sinne sind diese Lieder und Gedichte Uskes, die von der Liebe sprechen, dem Wunsch nach Behaustheit, aber auch von den Miss- und wackligen Umständen ihrer Zeit, die sich in den Iden der Zeit berühren und wohl auch wiederholen. Und sind zugleich das starke Statement, ein kraftvoller Auftritt des Dichters, der der gebürtige Riesaer Holger Uske bis heute geblieben ist – forschend und fragend, instistiv leise und doch auch unbestechlich, auf die Segnungen der Kunst rekurrierend, widerständig und innig zugleich. Und immer wieder die Liebe, auf diesen Seiten im Buch, auf denen die Perlschrift vor wechselnden Farben parliert, konkret und metaphysisch: „Nur das Licht / In uns gilt ...“ Mit Grafik von Annette Wiedemann, die auch Ende der 1980er schon die Gestaltung hätte übernehmen mögen. Gestaltet von Andreas Kuhrt. Endend mit einer großen Reminiszenz: „Mein bestes Gedicht / Ist mein Sohn“. Ein schönes bezeugendes berührendes Buch, nach soviel Jahrn: Gut, dass es nun da ist.

(André Schinkel)

Sa, 28.02.2026

Bei der Editionale dabei: Susanne Padberg aus Wien.

Galerie „Druck & Buch“ zu Gast in Köln: 13. Editionale (06.–08. März)

Die Pirckheimer-Freundin und Galeristin Susanne Padberg aus Wien ist mit ihrer Galerie „Druck & Buch“ zu Gast bei der 13. Editionale, die vom 06. bis 08. März 2026 in der Metropole Köln am Rhein stattfindet. Die Editionale ist eine internationale Messe für Künstlerbücher und Editionen sowie Buchobjekte, die alle zwei Jahre, in unmittelbarer Nähe zum Kölner Dom, in der Kunst- und Museumsbibliothek (am Heinrich-Böll-Platz, Bischofsgartenstraße 01, 50667 Köln, Eingang über das Filmforum) an die Stände einlädt. Die Messe ist am Freitag von 18 bis 21, am Samstag von 11 bis 19 und am Sonntag von 11 bis 18 Uhr geöffnet, die Eröffnung findet am Freitag, 06.03., um 18 Uhr im Kinosaal des Filmforums statt. Zu sehen sein werden am Stand der Galerie „Druck & Buch“ neueste Arbeiten von: Jule Claudia Mahn und Tricia Treacy sowie Herbert Stattler, Clifton Meador und Stefan Gunnesch, Ronnin Ami Silverberg, Käthe Wenzel, Blow Up Press, Daniela Deeg und Cynthia Lollis, Ken Campbell, Desislava Unger, Marlene McCallum, Emily McVarish und schließlich von Veronika Schäpers. Die Arbeiten, die die Galerie in Köln zeigen und anbieten wird, können bereits über die Website von „Druck & Buch“ angesehen werden, der Link zu den Werken findet sich hier. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 24.02.2026

19.02., in der Stabi Berlin: Ein Abend für das "Mosaik".

Aufgewachsen mit den Digedags: Das „Mosaik“ von Hannes Hegen

Letzten Donnerstag durfte ich in der Staatsbibliothek zu Berlin (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) wieder für die Berlin-Brandenburger Gruppe der Pirckheimer-Gesellschaft einen Vortrag halten. Das Mosaik ist der sowohl älteste als auch auflagenstärkste erscheinende Comic aus deutscher Produktion. Und durch die am längsten währende zusammenhängende Erscheinungsgeschichte im Comic-Bereich steht das Mosaik auch im Guiness-Buch des Rekorde. Der Vortrag am 19.02. begann um 19 Uhr, und im Begleittext zum Event hieß es: „Generationen von Kindern sind in der DDR mit den Digedags aufgewachsen. Die drei kleinen Kerle, die Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen Mitte der 1950er Jahre zum Leben erweckt hatte, waren unterhaltsam und witzig. Bei ihren Reisen in der Gegenwart, der Vergangenheit und auch in der Zukunft konnte man vieles lernen, wurde aber niemals belehrt. Wer die Hefte heute noch besitzt, wie Pirckheimer Robert Grieger, kann sich glücklich schätzen, und das nicht nur, weil guterhaltene Hefte inzwischen auch sehr gute Preise erzielen. An diesem Abend erfuhren wir viel über den ‚Vater‘ der Digedags, und der Referent hatte neben den Heften auch eine Vielzahl an weiterführender Literatur mitgebracht.“ Und so war es: Ein spannender Abend, an dem sich wohl so mancher aus unseren Reihen in seine Kindheit und Jugend zurückversetzt fühlte, denn irgendwann hatte fast jeder Kontakt mit den munteren Knaben. Von Dezember 1955 bis Juni 1975 erschienen unter der Federführung von Hannes Hegen 221 Hefte, die in 23 Jahrhunderten Menschheitsgeschichte spielen und deren Haupthelden die Digedags: Dig, Dag und Digedag, waren. Die Serie wird seit 1976 mit den nachfolgenden Figuren der Abrafaxe bis heute weitergeführt. Das Thema Mosaik & Hannes Hegen wurde, das lag schon allein in der Sache begründet, farbenfroh, unterhaltsam und spannend präsentiert ... Und das hat mir sehr gefallen, und ich denke, ich konnte meine Zuhörer auf die Reise gut mitnehmen. So konnte ich an dem Abend in der Staatsbibliothek ein weiteres Thema meiner Sammelleidenschaft (was ich zuvor bereits durch die Themen Whisky & Buch sowie Alexandre Dumas vollzog) präsentieren. Der Vortrag fügte sich, denke ich, gut passend zu den vielen Jubiläen der letzten Jahre zum Thema Mosaik (800. Mosaik-Heft, 100 Jahre Hannes Hegen, 50 Jahre Abrafaxe, 600 Hefte Abrafaxe, 70 Jahre Mosaik) ein.

(Robert Grieger/Fotos: Abel Doering)

So, 22.02.2026

"Mein Morgenstern"-Schau in Mainburg: ab 01.03.26.

„Mein Morgenstern“ in Mainburg

„Von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden: Mein Morgenstern. Ein Buch zum 111. Todestag von Christian Morgenstern“: Unter diesem Slogan reist momentan eine ganz besondere Reminiszenz und/oder Reverenz für den Dichter (1871–1914), der soviel mehr war als der Schöpfer von Fisches Nachtgesang, durch die Lande. Vom 01. März bis zum 03. Mai 2026 ist das Resultat, ein Gemeinschaftswerk von 60 Künstlerinnen und Künstlern, nun im Stadtmuseum Mainburg (Abensberger Straße 15, 84048 Mainburg) zu bewundern und in Augenschein zu nehmen; ja, und auch selbst kann man setzerisch interaktiv werden. Was gibt es zu sehen in der Hallertau? Der Verein für die Schwarze Kunst, die Meister der Einbandkunst (MDE), die Papiermühle Homburg und die Büchergilde Gutenberg haben in einer zweijährigen Projektkooperation die Werke für diese Ausstellung geschaffen im Verbund mit 60 Protagonistinnen und Protagonisten der Druck-, Papier- und Buchbindekunst. Die Schau feiert das Handwerk, lösungsorientierte Zusammenarbeit und die Kreativität von, wie für Wort, Schrift und Bild. Weiter heißt es in der Ankündigung des Museums: „Das Setzen mit Bleibuchstaben und das Drucken von Morgenstern-Gedichten auf einer sog. Nudel (kleine Handpresse) können Besucher selbst erleben.“ Und mehr noch: „Das Ergebnis – Mein*Morgenstern mit eigenem Namen – können sie gleich mitnehmen.“ Ein rundum feines Paket also: tolle Kunst und was Eigenes dazu. Und dass der 111. Ehrentag für Morgenstern, der am 31. März, also innerhalb der Exposition, auch Geburtstag hat, bereits 2025 war, ist dabei nebensächlich.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 21.02.2026

Eugen F. Strobel-Matza in Burgk

Das Museum Schloß Burgk zeigt vom 01.03.2026 bis zum 27.09.2026 eine Gedenkausstellung der Deutschen Exlibris Gesellschaft e. V. zur Erinnerung an Eugen F. Strobel-Matza (1931–2018). Unter dem Titel Nürnberg, China und gemalte Musik – Die Kunst des Eugen F. Strobel-Matza wird eine Vielfalt der Werke des Künstlers ausgestellt. Ergänzt wird sie durch die Ausstellung von Exlibris, die andere Künstler für Strobel-Matza schufen. Eine große Leidenschaft waren für Strobel-Matza der Nahe und der Ferne Osten und deren Kulturen. Zudem war er Synästhet, er konnte Töne sehen, was er in seine Kunst einfließen ließ. Einige dieser Klangbilder sind auch in der Ausstellung auf Schloß Burgk zu sehen. Seit den 1960ern schuf er für seine eigene Bibliothek eigene Exlibris, die er als Gebrauchsgrafiken in seine Bücher einklebte. Seit 1986 war er Mitglied der DEG. Insgesamt gestaltete er 433 Exlibris, von denen fast 200 in der Ausstellung auf Schloß Burgk gezeigt werden. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 15.02.2026

Spitzenstücke in der Bayerischen Stabi ab dem 11.03.

Stabi München: die Spitzenstücke

Die Bayerische Staatsbibliothek hütet und bewahrt in ihren Magazinen und Tresoren unzählige Spitzenstücke des schriftlichen und visuellen Kulturerbes der Menschheit: erlesene Handschriften – 14 von ihnen zählen zum UNESCO-Weltdokumentenerbe – Inkunabeln und rare alte Drucke, Landkarten, Noten, Nachlässe, historische Fotos, Künstlerbücher, Orientalia, Hebraica, Asiatica von Weltrang u. v. m. Aufgrund strenger konservatorischer Vorgaben sind diese Schätze nur sehr selten öffentlich zu sehen. Für den #StabiLiebling öffnet die Bibliothek ihre Tresore und präsentiert in ihrer Schatzkammer jeden Monat an zwei Tagen ein Spitzenstück aus den Sammlungen. Die Präsi-Reihe startet am 11. und 12. März mit der weltberühmten Gutenberg-Bibel, gefolgt im April von den Bairischen Landtafeln von Philipp Apian, einer Ikone der altbayerischen Kartographie, und dem Bußpsalmencodex Albrechts V., der wohl schönsten Musikhandschrift der Welt, im Mai ... Die Schatzkammer liegt im ersten Obergeschoss der Stabi. Jeweils um 11, 13 und 17 Uhr der Präsitage (die bis zum Februar 2027 bereits feststehen) geben Experten Erläuterungen zu den Preziosen. Alle Infos zu diesem so besonderen Angebot finden sich auf der Webseite der Staatsbibliothek verlinkt.

(André Schinkel/BSB/Pressemitteilung)

Sa, 14.02.2026

"Buchobjekt, Performance und Klangkunst" zudem – Laure Catugier wird 2026 in Wolfenbüttel gefeiert.

Laure Catugier erhält den HAB-Künstlerbuchpreis für 2026

Die französische, 1982 in Toulouse geborene Künstlerin Laure Catugier, die heute in Berlin lebt, erhält den Künstlerbuchpreis 2026 der berühmten Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel für ihr Buchprojekt Kadenz. Prämiert wird damit ihr Konzept für ein vielschichtiges Künstlerbuch, das sich der HAB, ihrer Architektur und ihrer Baugeschichte widmet. Das Medium Buch denkt die Künstlerin dabei als räumlich erfahrbare Ausstellungsfläche ganz neu. „Mit Kadenz legt Catugier ein innovatives Konzept vor, in dem das Künstlerbuch als dreidimensionaler, aktiv erfahrbarer Raum verstanden wird“, heißt es auf der Website der HAB zum Projekt. Weiter steht da: „Traditionelle Lesereihenfolgen und textuelle Hierarchien sollen aufgehoben werden, um stattdessen ein offenes, performatives Erlebnis zu schaffen. Innerhalb dieses Formats entfaltet das Buch eine eigene ‚Architektur‘: Es verknüpft Archivbilder, Fotografien vor Ort und meditative Klangkompositionen zu einem architektonischen Portrait der Herzog August Bibliothek.“ Und zugleich reflektiert Kadenz auch den Wert und die Präsenz von Bibliotheken in der Öffentlichkeit. Der Künstlerbuchpreis wird seit 2018 gemeinsam von der Herzog August Bibliothek und der Curt Mast Jägermeister Stiftung vergeben und ist mit 6.000 Euro und der Möglichkeit, einen Monat in der und mit den Beständen der HAB zu arbeiten, verbunden. Im Anschluss findet die Präsentation des Resultats im Rahmen der feierlichen Preisverleihung statt. Insgesamt lagen der Jury 26 Projektideen vor, aus denen die der international beachteten Laure Catugier ausgewählt wurde. Eine würdige, mutige wie reizvolle Wahl.

(André Schinkel/Sarah Janke (HAB)/Pressemitteilung)

Di, 10.02.2026

Der Cartoonpreis 2025: Krüger, Beck und Masztalerz.

Der „Deutsche Cartoonpreis“ 2025

Zum fünften Mal wurde der Deutsche Cartoonpreis im Kasseler KulturBahnhof verliehen. Die Auszeichnung wird jährlich von Frankfurter Buchmesse sowie Lappan Verlag in drei Preiskategorien zu 3.000, 2.000 und 1.000 Euro vergeben, ein Publikumspreis in Höhe von 1.000 Euro wird zudem von der Stadt Kassel ausgelobt. Der Leipziger Zeichner Beck wurde dabei mit dem ersten Preis geehrt. Die Siegerkarikatur nimmt einen gewissen transatlantischen Königsnarziss auf die Schippe, ohne dass sein Namen genannt wird. Den zweiten Preis erhielt Jens Eike Krüger – der dritte ging an Piero Masztalerz, der Publikumspreis an meta bene ... Die Verleihung wurde ausgerichtet durch die Caricatura Galerie (Rainer-Dierichs-Platz 01, 34117 Kassel) unterstützt von der cdw-Stiftung. Am Rainer-Dierichs-Platz sind die Preisträgerarbeiten der Geehrten noch bis zum 15.02.26 zu sehen.

(André Schinkel via Christian von Hoffen/Pressemitteilung)

Mo, 09.02.2026

"Gestaltung braucht Haltung" – ab März in München.

TGM: Gestaltung braucht Haltung

Zeichen setzen: Gestaltung braucht Haltung – unter diesem Titel stehen 2026 die Abendvorträge der tgm, der Typographischen Gesellschaft München e. V. Die Reihe in diesem Jahr fragt: Wie kann Haltung der Gestaltung Orientierung geben, um Zukunft positiv mitzugestalten? Antworten liefern Vorträge aus Fotografie, Architektur, Buchgestaltung und Typografie. In der Tat ist es so: In Zeiten von Polykrisen und Reizüberflutung gewinnt Haltung an Bedeutung und ist nicht neutral. Die Gestaltung in all ihren Anwendungsgebieten formt das Werk, zeigt und prägt zudem unser Verhältnis zur Gesellschaft. – Im März startet die Vortragsreihe, die vor allem im HP8 des Gasteigs (Hans-Preißinger-Straße 08, 81379 München) stattfindet, im Raum Projektor. Es referieren: Jean Ulysses Voelker, Jutta Echterhoff, Martina Borsche, Peter Haimerl, Sybille Krämer, Martin Mosch und Hans ten Doornkaat. Die Reihe läuft bis zum November, alle Infos dazu auf der tgm-Website.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 08.02.2026

"BuchDruckKunst" – auch die Pirckheimer sind dabei.

10. bis 12. April: „BuchDruckKunst“

Die Hamburger BuchDruckKunst findet vom 10. bis 12. April 2026 traditionell im Museum der Arbeit (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) in der 21. Auflage statt. Eine Vielzahl an Künstlerinnen, Künstlern und Editionen zeigt ihre außergewöhnlichen Werke und Drucke auf der Messe, die im deutschsprachigen Raum die größte und bekannteste Verkaufsmesse für Buchkunst und Grafik ist. Von 2015 an stand die BuchDruckKunst unter der Ägide von Buchdrucker, Holzschneider sowie Pirckheimer-Freund Klaus Raasch; ab 2026 organisieren und leiten Diplom-Designerin Annette Kölbel und der Maler, Grafiker und Xylograf Matthias Taube die 21. BuchDruckKunst. Als Motto für die kommenden Messen haben sie den Slogan Tradition Meets Young and Fresh festgelegt – im Willen, in Hamburg Tradition und junge, frische Positionen zusammenzuführen. Die Stiftung der Hamburger historischen Museen, zu der das Museum der Arbeit gehört, war und ist Kooperations- und Vertragspartner der Messe. Insgesamt werden in der Alten Fabrik des Museums der Arbeit wieder 60 Ausstellerinnen und Aussteller erwartet. Alle Infos zur BuchDruckKunst finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 05.02.2026

"The Hunting of the Snark ...": Wolfgang Buchta lädt zum Künstlergespräch bei "Druck & Buch", Wien, ein.

Druck & Buch: Künstlergespräch

Im Rahmen der aktuellen Ausstellung Best of 2025 lädt die Galerie Druck & Buch (Berggasse 21/22, A-1090 Wien) in die österreichische Hauptstadt zum Künstlergespräch am 12.02.2026 um 18 Uhr ein. Zu Gast sein wird Wolfgang Buchta, der über seine jüngste Unikatbuchreihe zu Lewis Carrolls The Hunting of the Snark spricht. In der Ankündigung heißt es: „Die phantastische und tatsächlich rückwärts erzählte Ballade von Lewis Carroll ist der Ausgangspunkt für Wolfgang Buchtas neueste Unikat-Künstlerbuchserie. Er fertigte Druckgrafiken an, die ihm aber ausschließlich zum Übermalen dienten! Wir sprechen über diesen Prozess, über das phantastische Vergnügen und sehen die verschiedenen Zustände.“ Und unter diesem Link gibt es einen ersten Einblick in das erste der Bücher. Vom 12. bis 27.02. gibt es zudem einen Flohmarkt: alte und seltene Künstlerbücher!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 04.02.2026

„Preußens Luise“ von Rainer Ehrt

Anlässlich des 250. Geburtstags der Königin Luise von Preußen hat Künstler und Pirckheimer-Freund Rainer Ehrt neben einer eigenständigen Würdigung in feiner Buchform auch eine Reihe Präsentationen anvisiert. Die sicherlich am berufensten Ort stattfindende wird vom 09.05. bis 21.06. im Pomonatempel auf dem Pfingstberg inmitten des Potsdamer Sanscoussi-Welterbes zu sehen sein: Zeichnungen, Illustrationen, Druckgrafik und besagtes Buch werden in Schinkels erstem Bauwerk präsentiert. Die Schau im Pomonatempel, der 1800 als Teepavillon errichtet wurde, ist sonnabends und sonntags sowie an Feiertagen von 14 bis 17 Uhr geöffnet. Das Buch erschien bei Hendrik Bäßler.

(André Schinkel via Till Schröder)

Di, 03.02.2026

Die Ausgabe 32: Der neue "Hamburger Bothe" ist da.

„Hamburger Bothe 32“ erschienen

Pünktlich zum 01. Februar erschien die neue, die insgesamt 32. Ausgabe des Hamburger Bothen, herausgegeben von den Pirckheimern im Norden wie gewohnt, namentlich von Rudolf Angeli und Peter Engel. Das Magazin, in der Corona-Zeit zur Verständigung über die Lockdown-Grenzen hinaus aus der Taufe gehoben, ist mittlerweile für viele Bibliophile im deutschsprachigen Raum zum Infopoint geworden und wird auch in den großen Bibliotheken online vorrätig gehalten. Das neue Heft rekursiert auf die Veranstaltungen rund um das neue Buch von Gustav Kluge, dessen Band Disegno ≠ Disegno im Verlag Angeli & Engel erschien; auch lädt Pirckheimer-Freund Ralf Plenz zum Pirckheimer-Treffen in der Elbmetropole am 09.05. ein. Peter Engel berichtet eindrücklich vom Wachsen und Entstehen seiner Selbstbildnis-Sammlung in der noch neuen Rubrik Mitteilungen aus dem Sammlerleben ... und dem Gruselbusel à la 1772 im Zeitsprung folgt de facto die Todesanzeige für das Graphische Viertel in Leipzig: Mit der Schließung der letzten Druckerei, der von Thomas Böhlau in der Ranftschen Gasse 14 Ende 2025 und dem anvisierten Exitus des Literaturhauses wird es langsam dunkler in der Buchstadt. – Urs Heftrich parliert aus dem Reimversteck über das Bauen von Sonetten nebst drei eigenen Bausätzen, und Abel Doering würdigt Mary W. Shelley zum 175. Todestag. Dieser fiel bzw. fällt, wie auch der 225. von Daniel Chodowiecki, der im aktuellen Bothen gleichsam die allfällige Würdigung erfährt, auf Anfang Februar. Hoffnung und Gedenken also, und in den Themen Licht und Schatten in der neuen Nummer des Hamburger Bothen, der so, als kleines wie digitales Geschwisterchen der Marginalien, in seinem sechsten Jahrgang eine gute Figur macht: Wer ihn nicht hat, kann ihn über die E-Mail Rudolf_Angeli@web.de ganz problemlos anfordern.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 31.01.2026

Jubiläum: Pirckheimer auf Touren

Pirckheimer auf Touren: Im Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft ruhen wir uns nur ein klein wenig aus mit Rückblicken und Festivitäten. Wir werden auch dies tun – vor allem in Nürnberg beim Jubiläumstreffen –, aber 70 Jahre Pirckheimer sind für uns Anlass, wie gewohnt aktiv in die Öffentlichkeit zu gehen. Wir werden in Kooperationen Präsenz zeigen und bei verschiedenen Veranstaltungen und Messen auftreten. Den Auftakt macht unser Mitglied Marie-Pierre Bonniol im Februar (06.–22.02.) mit einer Ausstellung in Bielefeld (Viktoriastraße 24, 33602 Bielefeld) in den Räumen des Kunsthauses Artists Unlimited. Die Pirckheimer sind Medienpartner. Die Schau kreist um eine Idee des Schriftstellers Richard Brautigan aus seinem Roman Die Abtreibung (1971): als eine Sammlung unveröffentlichter Manuskripte. In den 1990ern erweckte Todd R. Lockwood diese fiktive Bibliothek als The Brautigan Library in den USA zum Leben mit nun beinahe 400 Bänden. Bonniol kuratiert Werke der Sammlung und lud ihre Mutter, die naive Malerin Danielle Bonniol-Ferrus, ein, die besondere Bücherei Brautigans/Lockwoods in Bildern zu kommentieren. 

Außerdem stellte Bonniol anlässlich unseres Jubiläums eine Filmreihe für Kinder mit Kurzfilmen über Bücher zusammen, die 2026/2027 in deutschen Städten gezeigt werden soll. Näheres zu den Terminen folgt online und in den Marginalien.  – Im März beginnt für die Pirckheimer die Messe-Saison. Wir sind wieder präsent auf der Leipziger Buchmesse (19.–22.), der BuchDruckKunst in Hamburg (am 11. und 12. April) – sowie bei der artbook in Berlin im November. In Leipzig bieten wir dem neuen Buch der Bücherkinder über Einhörner eine Bühne – und ein Dokumentarfilm zur Kulturgeschichte des Einhorns wird im Juni auf Arte laufen, der in Zusammenarbeit mit dem Museum Barberini in Potsdam auch die Bücherkinder in ihrem Tun filmte. In der Woche gleich nach unserem Jahrestreffen in Nürnberg im September sind wir Medien- und Programmpartner der Rare Book Week in Berlin, veranstaltet vom Verband Deutscher Antiquare und anlässlich der Tagung der Internationalen Vereinigung der Antiquare (ILAB) vom 14. bis 20. September in Berlin. Die Rare Book Week bietet Veranstaltungen an verschiedenen Orten Berlins und eine dreitägige Buchmesse im Kronprinzenpalais. Neben der Einbindung ins Programm werden wir auch als Pirckheimer-Gesellschaft mit einem Stand vor Ort sein, der auch das Jubiläum der PG abbildet. 

Im Jubiläumsjahr schenkt unser Mitglied Nikolaus Topic-Matutin von der Neuhauser Kunstmühle ein bei ihm erschienenes Künstlerbuch der Malerin Marika Voß der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Übergabe am 19. März 2026 samt Podiumsgespräch mit der Künstlerin wird organisiert von der Regionalgruppe Berlin-Brandenburg. Im Juni liest Pirckheimer-Freund Christoph Links in der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern Günther Uecker (Johannes-Stelling-Straße 29, 19053 Schwerin) in Kooperation mit unserer Gesellschaft aus seinem neuen Buch Verschwundene Verlage. Ein unbekanntes Kapitel ostdeutscher Kulturgeschichte und unterhält sich auch mit Till Schröder über die Geschichte der Pirckheimer und ihre Rolle im Buchland DDR. Der Link zum Buch findet sich hier. Dies ist ein erster Ausblick ins Jubiläumsjahr unserer Gesellschaft, weitere Vorhaben und Veranstaltungen sind in Planung. Alle Mitglieder sind eingeladen, das Jubiläum ebenfalls als Anlass für eigene Veranstaltungen zu nehmen, Kooperationen anzuregen. Der Vorstand unterstützt gern. 

Auf geht’s in weitere 70 Jahre.

(Till Schröder)

Fr, 30.01.2026

Das Gleimhaus. | © Archiv Gleimhaus (CC BY-SA 3.0)

Gleimhaus: Weiße, Falk & Fantasy

Auch vor der nächsten Sonderausstellung, die das Gleimhaus für den März vorbereitet, gibt es ein gutes und weitgefächertes Programm im Museum der deutschen Aufklärung am Halberstädter Dom-Rund (Domplatz 31, 38820 Halberstadt) im östlichen Vorharz. So feiert die Einrichtung, die auch Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft ist, am 09.02. den 300. Geburtstag von Christian Felix Weiße (1726–1804). Im Lesezirkel wird über dessen Parallelstück zu Lessings Nathan von 1780, Der Fanatismus oder Jean Calas, gesprochen. Die Runde beginnt um 18 Uhr, Vorkenntnisse sind nicht nötig. Am 11.02. stellt um 19.30 Uhr in der Rubrik Geist und Muse bei Gleim Frau Düfi stellt ihren Fantasy-Roman Das Band der Elemente vor. Die gebürtige Harzerin lebt heute in Hannover. In der Geschichte vereinen sich die Kräfte der vier Elemente mit der Dramatik des Zirkus’ zu einem bunten Schauspiel. Und am 19.02., 15 Uhr, spricht in der Teestunde bei Gleim Reimar Lacher zum Thema Johannes Falk. Vom Spötter zum Retter. Falk, der viel Gutes bewirkte und dessen 200. Todestag sich 2026 jährt, ist vor allem als Dichter von O du fröhliche im Gedächtnis geblieben. Über ihn wird man im Lauf von 2026 wie auch zu Christian Felix Weiße noch öfter hören. Alle Gleimhaus-Info hier

(André Schinkel/Pressemitteilung)