Pirckheimer-Blog

Werner Klemke

Do, 08.01.2026

Potsdam-Bornim: Manfred Butzmann ist gestorben.

Trauer um Manfred Butzmann

Der Träger des Käthe-Kollwitz-Preises und des Brandenburgischen Kunstpreises, der Grafiker und Illustrator Manfred Butzmann (1942–2026) ist in seiner Heimatstadt Potsdam, im Stadtteil Bornim, in dem er auch geboren wurde, am 04. Januar im Alter von 83 Jahren gestorben. Vor allem den Berlinern ist er als unbestechlicher Chronist ihrer Dinge im Gedächtnis geblieben. Butzmann wuchs in Eutzsch im Wittenbergischen auf und studierte nach einer beruflichen Ausbildung zum Offsetretuscheur und Malübungen in Caputh in Weißensee bei Werner Klemke, Arno Mohr und Klaus Wittkugel. Nach seiner Meisterschülerschaft bei Werner Klemke arbeitete Butzmann als Buchillustrator und Einbandgestalter, machte sich als Grafiker, Aquarellist und Plakatkünstler einen Namen. Berlin verdankt ihm viele Abbilder seiner rauen Seele“, schreibt die tageszeitung vom 06. Januar in ihrem Nachruf auf Manfred Butzmann. Und: „Butzmann, das ist beste ‚Berliner Schule‘, sein künstlerischer Blick glitt über Menschen und Stadt, sah einen Schwarzen Giebel, der sich roh auf der Wand des Nachbarhauses abzeichnete, oder den Anhalter Puff, ein pervers pink getünchtes Haus, während nebenan alles wegbrach.“ Und mit einer besonderen Vorliebe gestaltete Butzmann, dessen Ausstellungsplakate Maßstäbe setzten, auch Frottagen, Abreibungen u. a. von Berliner Hausfluren, aber auch von Grabsteinen und Türblättern. Seine überaus unkonventionelle Plakat-Kunst setzte Butzmann auch für zahlreiche öffentlich relevante Themen ein. 2007 zog es ihn zurück nach Potsdam-Bornim, wo er am vergangenen Sonntag starb. Er illustrierte u. a. Bücher und Textzyklen von Maxim Gorki, Iwan Turgenjew sowie Gustav Meyrink und Nikos Kazantzakis.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 02.12.2025

Mit Franz Fühmann 1976 in Schlagenthin (oben). Die Künstlerin Núria Quevedo und Pirckheimer Armin Schubert (unten) waren viele Jahre eng befreundet. Auch mit den "Bücherkindern" war Núria Quevedo verbunden, deren "Pax questuosa" ist ihr gewidmet.

Große Trauer um Núria Quevedo

Wie soeben unser Pirckheimer-Freund, der Mentor und Prinzipal der Bücherkinder Brandenburg, Armin Schubert, mitteilt und eben erst bekannt wurde, ist die große Künstlerin Núria Quevedo (1938–2025) in ihrer Wahlheimatstadt Berlin gestorben. Schubert, der mit Quevedo viele Jahre eng befreundet war, schreibt: „Mein Gott, nun auch noch Núria Quevedo; sie starb am 22. November des Jahres, und (das) erschüttert mich tief. Seit 1976 sind wir, begonnen mit Franz Fühmanns Roman für Kinder, Prometheus, miteinander verbunden. Das hat gehalten über all die Jahre. Zuletzt waren wir in Chemnitz dabei, als sie den Schmidt-Rottluff-Ehrenpreis bekam.“ Und weiter heißt es: „... durch sie haben wir auch Barcelona kennen und lieben gelernt. In meiner Sammlung sind viele gute Kunstwerke; erst jüngst haben wir die große Farblithografie Jeder, der seinen Weg geht ... zu einem Gedicht von Antonio Machado für die Eröffnung der Friedensdekade 2025 in der Petrikapelle beim Dom zu Brandenburg als Impuls verwendet.“ Núria Quevedo wurde am 18. März 1938 eben in Barcelona geboren, sie war die Tochter republikanischer Emigranten und lebte seit 1952 in Berlin, ab 1997 auch in Sant Feliu de Guíxols in der katalanischen Provinz Girona. Sie studierte von 1958 bis 1963 an der Weißenseer Kunsthochschule bei Arno Mohr, Klaus Wittkugel und Werner Klemke, war von 1968 bis 1971 Meisterschülerin bei Klemke. Ihr unverkennbares und umfängliches, zunächst grafisches, später auch malerisches Werk wurde vielfach geehrt und ausgezeichnet. Mit Brandenburg an der Havel war sie über Armin Schubert, Christa Wolf, die Galerie Sonnensegel, die Bücherkinder vielfältig verbunden, stellte in der Domstadt aus, arbeitete mit Schülerinnen und Schülern und war auch an den Buchprojekten der Bücherkinder beteiligt – eines der Bücher, Pax questuosa, ist ihr und Anna Seghers (1900–1983), deren Aufstand der Fischer von St. Barbara sie 1981 (wie auch die Erzählung Kassandra von Christa Wolf (1984)) illustrierte, als Hommage gewidmet. Sie arbeitete auch zu einigen Vertretern und Vertreterinnen der Sächsischen Dichterschule: Volker Braun, Karl Mickel, Kerstin Hensel. Núria Quevedo war mit dem Dokumentarfilmregisseur Karlheinz Mund verheiratet. Ihr Werk ist in zahlreichen großen Häusern wie der Neuen Nationalgalerie vertreten. Mit anderen Berliner Künstlerinnen gründete sie 1992 die Künstlerinnen-Initiative Xanthippe e. V. Zuletzt waren ihre Arbeiten 2023/24 in Chemnitz (Kunstsammlungen am Theaterplatz) zu sehen.

(André Schinkel via Armin Schubert)

Di, 25.11.2025

Der Hirsch Heinrich ist wieder da!

Der Hirsch Heinrich ist wieder da! Zu sehen ist er während der Ausstellung in der Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek in Berlin-Weißensee (Bizetstraße 41, 13088 Berlin) – vom 27. November bis zum 18. Dezember 2025, die Vernissage der Exposition findet am 27.11., 16.30 Uhr, statt. Ja, Hirsch Heinrich, das 2024 im Atelier Klemke erfundene Maskottchen des Weißenseer Kultursommers, ist einen Monat am Antonplatz zu Gast. Die Kinder aus dem Atelier Klemke zeigen ihre selbstgemalten und -gezeichneten Bilder. Hirsch Heinrich ist eine der bekanntesten Figuren Werner Klemkes (1917–1994), höchst renommierter Künstler in der DDR und weit darüber hinaus, das gleichnamige Buch mit dem Text von Fred Rodrian (1926–1985) erschien erstmals 1960. Die Bibliothek dazu wie folgt: „Hirsch Heinrich zieht in die Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek ein. Desweiteren werden von Kindern gezeichnete Bilder zu Hirsch Heinrich im Bereich der Kinderbibliothek präsentiert, ein Buch, wie die Zeichnungen entstanden sind, wird vorgestellt.“ Die nach dem renommierten, so u. a. 1983 mit dem Georg-Büchner-Preis geehrten Mitgründer (1920–1989) der Gruppe 47 benannte Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek befindet sich seit 2005 in der Nähe des Antonplatzes in Berlin-Weißensee. Sie ist Zentrum für Leseförderung und Medienkompetenz der Stadtbibliothek Pankow, zudem deren Sitz der Ausbildungsabteilung und zusammen mit der Volkshochschule Pankow und der Musikschule Béla Bartók ein Teil des Kooperationsstandortes Bildungszentrum am Antonplatz. Zur feierlichen Eröffnung wird es eine Darbietung mit dem Kinderchor der Musikschule geben.

Hirsch Heinrich ist wieder da!
Ausstellung 27.11.–17.12.2025
Wolfdietrich-Schnurre-Bibliothek
Bizetstraße 41, 13088 Berlin

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 21.09.2025

Christine und Christian Klemke laden zum Besuch.

Aus dem Nähkästchen geplaudert am 27.09. in Weißensee: Christine und Christian Klemke im Atelier

Aus dem Nähkästchen geplaudert wird am 27.09. in Berlin-Weißensee: Christine und Christian Klemke laden zum Besuch und Gespräch im Atelier ihres Vaters, des Malers, Zeichners, Grafikers und Mitbegründers der Pirckheimer-Gesellschaft Werner Klemke (1917–1994) in die Tassostraße 21 in 13086 Berlin. Genaugenommen wird aus dem Nähkästchen von Gertrud und Werner Klemke geplaudert: Christine und Christian Klemke erzählen Vergnügliches und Besinnliches aus dem Leben der Künstlerfamilie Klemke“, heißt es in der Ankündigung. Und weiter: „Bei einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen können Fragen gestellt werden und bekannte und unbekannte Grafiken und Illustrationen bewundert werden.“ Die Veranstaltung findet im Rahmen des Weißenseer Kultursommers 2025 statt, es wird eine Teilnahmegebühr von 25 Euro erhoben. Werner Klemke war einer der wichtigsten und bedeutendsten Künstler und Illustratoren der DDR, sein Werk wirkt bis heute in zahlreichen Veröffentlichungen: Büchern und Zeitschriften, Briefmarken und anderen Medien, nach. Viele Kinder sind mit den von ihm illustrierten Büchern, darunter auch die Kinder- und Hausmärchen der Gebrüder Grimm, Hirsch Heinrich (Abbildung) oder Lütt Matten und die weiße Muschel, auf. Und auch seine Frau Gertrud Klemke-Stremlau (1913–1988), Mutter der fünf gemeinsamen Kinder, war als Malerin und Grafikerin aktiv. Erst nach seinem Tod wurde bekannt, dass Werner Klemke im Krieg vielen Menschen das Leben gerettet hatte. Die Teilnehmerzahl für den um 15 Uhr beginnenden Treff ist begrenzt. Von Seiten der beiden Einladenden heißt es dazu: „Bitte meldet euch an unter der Mail christine_klemke@yahoo.de.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 07.09.2025

Dokufilm "Ein Weißenseer Künstler: Werner Klemke."

Werner-Klemke-Film in Schwerin, Hohen Neuendorf und Zehdenick

Schwerin, Hohen Neuendorf und Zehdenick: Pirckheimer-Freund Kerem Saltuk präsentiert seinen vielbeachteten Dokumentarfilm Ein Weißenseer Künstler: Werner Klemke in den nächsten Tagen und Wochen gleich mehrfach. Die Dokumentation des Videografen widmet sich dem Mitbegründer der Pirckheimer-Gesellschaft und hochrenommierten Künstler und Helden Werner Klemke (1917–1994), dessen umfangreiches malerisches, zeichnerisches, grafisches und gestalterisches weit über die Zeit der DDR hinaus wirkte und wirkt, im Spiegel seiner Herkunft, seiner Arbeit und seines Lebens. Klemkes Arbeit ist vielen bekannt und vertraut, sie umfasst die Illustrationen für Hunderte Bücher wie Lütt Matten und die weiße Muschel, Hirsch Heinrich, Bootsmann auf der Scholle oder auch die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm, Einzelzyklen, Briefmarken und vieles mehr. Berühmt ist auch die gestalterische Prägung des Magazins durch Klemke kraft seiner ikonischen Cover bis heute für Liebhaber und Sammler. Die nächste Vorführung des Films wird stattfinden im Kino unterm Dach (Martinstraße 1/1a, 19053 Schwerin) in der Landeshauptstadt für Mecklenburg und Vorpommern Schwerin: am 18. September um 17.15 Uhr. Desweiteren laden zur Vorführung ein die Heimatfreunde Hohen Neuendorf am 26. September in den Saal des Rathauses Hohen Neuendorf (Oranienburger Straße 02, 16540 Hohen Neuendorf). Beginn ist um 19 Uhr, Einlass ab 18.30 Uhr. Es wird um Anmeldung gebeten unter der (03303) 50 07 01, da die Plätze begrenzt sind. Eine dritte Vorführung samt Gespräch wird es am 17.10.25 in der Klosterscheune Zehdenick (Klosterstraße 02, 16792 Zehdenick) geben. Beginn: 19 Uhr. Videograf Kerem Saltuk wird jeweils anwesend sein. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 09.04.2025

1974 wurde Werner Klemke die Ehrenbürgerschaft von Certaldo in der Toskana angetragen, der Stadt, in der Boccaccio geboren wurde. Der Künstler und seine Frau (Mitte) wurden mit einem Umzug geehrt.

Werner-Klemke-Seite neu online

„Deutscher Illustrator, Stolz der DDR, Kindheitserinnerungen an Generationen von Deutschen, Allmächtiger Künstler, Workaholic, begeisterter Buchliebhaber, Erstklassige Ehrenmedaille des Mutterlandes, zweimal Staatsmedaille der DDR, Goldmedaille auf der Leipziger Internationalen Buchmesse, Leipziger Gutenbergpreis, 70 Bücher wurden als das schönste Buch der DDR eingestuft.“ So preist, frei digital übersetzt, ein Klappentext der von Werner Klemke illustrierten Märchen Andersens im fernen China den Meister. Und auch wenn seine Kinder und Kindeskinder zärtlich abwehren mögen, dass er allmächtig gewesen sei: Ein wenig ist er das geblieben durch die Kraft seines Werks und Iden seiner Biografie. Und so ist es auch recht und billig, dass es die Start-Seite der neu hergerichteten Website zu Ehren Klemkes ziert, die nun besucht und bewundert werden kann. Unter der Ägide von Christian Klemke erfährt man alles zu Leben und Wirken des großen Künstlers, der in dunkler Zeit zudem ein stiller Held war und Leben rettete. Und auch, wie es zur Ehrenbürgerschaft in einer italienischen Kleinstadt kam ... Die neue Webseite zu Werner Klemke (1917–1994), der Anfang 1956 zu den Gründervätern der Pirckheimer-Gesellschaft gehörte, findet sich unter diesem Link. Man sehe, lese und staune – auch ein bissel angerührt darf man sein. 

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

Fr, 03.01.2025

Fein: Werner Klemkes einzigartige Titelbilder für das legendäre "Magazin" werden in Strausberg gezeigt.

Werner Klemke in Strausberg

Ein Stück Zeitgeschichte ist in der Ambulanzgalerie im Strausberger Krankenhaus (Krankenhaus Märkisch-Oderland, Prötzeler Chaussee 05, 15344 Strausberg) zu bewundern – Werner Klemkes (1917–1994) Arbeiten für die DDR-Kultzeitschrift Das Magazin aus fünf Jahrzehnten (1955–1990) werden dort vom 14.01. bis zum 18.03.2025 gezeigt. Der Mitbegründer der Pirckheimer-Gesellschaft prägte das legendäre Journal, das bis heute, nun unter der Ägide von Till Kaposty-Bliss, besteht, mit seinen einzigartigen Titelbildern. Und auch der berühmte Klemke-Kater war in dem Magazin, das nicht zuletzt durch seine Aktfotos in der Heftmitte begehrte „Bückware“ war, immer dabei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 22.12.2024

Gelungener und berührender Jahresabschluss: Jana Rodrian, Kerem Saltuk, Christine Klemke in Berlin.

Werner-Klemke-Film im Kino Toni

Die letzte Vorführung des Werner-Klemke-Dokumentarfilms, den Pirckheimer-Freund Kerem Saltuk 2021 inszenierte, in diesem Jahr war am 17.12.2024 im Kino Toni am Antonplatz in Berlin-Weißensee, dem Heimatstadtteil des Mitbegründers der Pirckheimer-Gesellschaft (1917–1994), ein Erfolg, wie der Regisseur von Werner Klemke: Ein Weißenseer Künstler auf seinem FB-Account berichtet. Dafür waren mehr als 100 Besucher gekommen. Und im Anschluss des Films beantwortete Saltuk gemeinsam mit Christine Klemke, Tochter von Werner Klemke, sowie Jana Rodrian, der Tochter von Fred Rodrian, die Fragen des Publikums. Klemkes und Rodrians gemeinsame Bücher sind bis heute Kult, als Vorfilm hatte an dem Abend eigens Hirsch Heinrich gedient. Ein guter und gelungener Jahresabschluss in bewegter Zeit, die Liebe, Frieden, Glück und Kinderbücher verdient.

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

Fr, 13.12.2024

"Kino Toni", 17.12.2024: Ein Abend für Werner Klemke.

„Hirsch Heinrich“ und Werner-Klemke-Dokufilm im Kino Toni

Eine besondere Überraschung erwartet die Freunde und Verehrer von Werner Klemke am 17.12. um 18 Uhr im Kino Toni in Berlin-Weißensee (Antonplatz 1, 13086 Berlin). Dort gibt es am nächsten Dienstag den feinen Dokumentarfilm Werner Klemke: Ein Weißenseer Künstler von Kerem Saltuk zu sehen, der, selbst in Weißensee lebend, dem legendären Künstler und Gründungsmitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, ein so tiefgehendes wie liebevoll würdigendes Porträt widmet, zu dem er Weggefährten und Zeitgenossen des Mannes (1917–1994), der überdies im Zweiten Weltkrieg als Held der Menschlichkeit sich erwies und einer der bekanntesten sowie beliebtesten Maler und Grafiker wie Gestalter seiner Zeit gewesen und bis heute geblieben ist. Und als Vorfilm gibt es nichts Geringeres als den Hirsch Heinrich nach dem ikonischen Kinderbuch von Fred Rodrian (1926–1985), das natürlich der Meister höchstselbst (wie auch Das Wolkenschaf) illustrierte und das in kaum einem Kinderzimmer ab den Sechzigern fehlen durfte. Vorbestellte Karten (Bestellung ist über den Link in der Kinonennung oben möglich) sind bitte bis 15 Minuten von Beginn abzuholen. Der Eintritt kostet 12 (ermäßigt 9) Euro, weitere Ermäßigungen sind möglich. Vorhang auf! Im Anschluss an die Vorführung gibt es im Kino ein Gespräch mit Christine Klemke sowie Saltuk.

(André Schinkel)

So, 01.12.2024

Lumpengesindel und Schattenzwerge, ja, Pilzköpfe und Getiere, Hexen und Plüschwesen finden sich in der Schau von Henrik Schrat und Martin Mannig bis 23. März 2025 auf Schloss Klippenberg in Radeberg.

Lumpengesindel, Schattenzwerge

Henrik Schrat (Berlin) und Martin Mannig (Dresden) stellen gemeinsam im Museum Schloss Klippenstein (Schlossstraße 6, 01454 Radeberg) im sächsischen Radeberg aus. Die Schau, die seit dem 28. November 2024 und bis zum 23. März 2025 zu sehen ist, firmiert unter dem triftigen Titel Lumpengesindel und Schattenzwerge. Die Eröffnung am 28.11. (Einführung: Patrick-Daniel Baer) war flankiert von einer Verlesung eines Märchens der Gebrüder Grimm und einer Geschichte von Stefano Benni, dazu gab es ordentlich noch Musik auf die Ohren gezwiebelt von DJ Two-Face. Und nun ist es so: Grimmige (sic!) und lustige Gestalten bevölkern das Schloss Klippenstein. Der Künstler Henrik Schrat illustriert Originaltexte der Grimm-Märchen und verortet sie mit seinen Bildern im Hier und Jetzt. Erstmals werden alle 240 Märchen der Gebrüder Grimm in einer fünfbändigen Gesamtausgabe vorgelegt. In den Zeichnungen residiert der Teufel im Berghain, das Hexenhaus steht am Kanzleramt, ein Pferd wird zum Auto, naja, und Udo Lindenberg gehört zu den Stadtmusikanten. Bisher sind vier Bände erschienen, der fünfte kommt 2025 heraus. Pünktlich zur Ausstellung gibt es quasi als Maxi noch ein kleines Buch mit einem Märchen (der Blog berichtete). Den Pirckheimern ist er zudem bekannt dank Porträt und Original-Beilage im aktuellen Heft der Marginalien. Jawohl, und der international erfolgreiche Künstler Martin Mannig bietet in seinen Bildern gleichsam einer Reihe merkwürdiger und rätselhafter Figuren Raum. Man kennt sie aus Märchen und Trickfilmen, aus der Volkskunst und der Welt des Kunstgewerbes. Jedoch wurden diese Gartenzwerge, Wichtelmänner, Hexen, Plüschtiere und Pilzköpfe ihrem populären Kontext entrissen und derart grotesk inszeniert, dass sie mehrdeutig und ambivalent teilweise vom Gegenteil ihrer Geschichten künden. Umrahmt wird diese Ausstellung mit verschiedenen Ausgaben von Grimms Märchen, illustriert u. a. von Josef Hegenbarth, Otto Ubbelohde, Lea Grundig und Werner Klemke. Weiterhin werden Scherenschnitte mit Märchenmotiven von Curt Voigt präsentiert. Alle Informationen zu dieser skurril-reichen, märchenhaften Schau finden sich unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 17.10.2024

Die Galerie3Plus zeigt Werner Klemke und Pit Arens.

Golem Hof: Werner-Klemke-Schau

Die Galerie3Plus lädt zur Neueröffnung in ihre heiligen Hallen auf dem entstehenden Golem Hof nach Petersdorf (Sieversdorfer Straße 19a, 15236 Jacobsdorf, OT Petersdorf) ein. Zur Vernissage am 26. Oktober um 16 Uhr wird schon das volle Aufgebot an möglicher Kunst (Depotausstellung, Sonderausstellung, künstlerischer Gast) vorzufinden sein. Dazu heißt es: „Die Galerie3Plus vereint zukünftig zeitgenössische und moderne Kunst miteinander.“ Und weiter präsentiert sie „neben einer Depotausstellung und dem Atelier von Sabine Heller, dauerhaft Werke von (...) drei namhaften Künstlern und Künstlerinnen.“ Das sind neben Sabine Heller Waldemar Grzimek und Christa Cremer und als Gast der Keramiker Pit Arens. Ja, und noch viel mehr wird geboten: „Im Rahmen der Neueröffnung findet eine Sonderausstellung mit Originalzeichnungen von Werner Klemke statt. Wie ‚Klemke & Grzimek‘ aufeinandertrafen, ist eine besondere Geschichte …“ – und sie wird freilich auch Thema der Eröffnung sein. Die Sonderschau ist bis zum 20. Dezember 2024 zu sehn. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 16.10.2024

Jutta Mirtschin stellt seit 12.10.2024 in Bautzen aus.

Museum Bautzen: Jutta Mirtschin

Seit dem 12.10.2024 und bis zum 04.05.2025 ist die neue Schau Jutta Mirtschin – Malerei, Grafik, Illustration, Theater, Plakat im Museum Bautzen (Muzej Budyšin, Kornmarkt 1, 02625 Bautzen) zu sehen Die Ausstellung im Museum ihrer Heimatstadt zeigt eine repräsentative Auswahl aus dem Œuvre der Künstlerin, die Kindheit und Schulzeit dort verbrachte. Jutta Mirtschin studierte 1968 an der Abendakademie der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig (HGB), 1969 bis 1976 mit anschließender Aspirantur an der Kunsthochschule Berlin, 1982 bis 1985 als Meisterschülerin an der Akademie der Künste Berlin bei Werner Klemke (1917–1994) – im Januar 1956 Mitbegründer der Pirckheimer-Gesellschaft. Seit 1974 arbeitet Jutta Mirtschin freiberuflich als Malerin und Grafikerin. Mit ihren hintersinnigen Illustrationen gestaltet sie Bücher für Kinder und Erwachsene, die in zahlreichen Verlagen erscheinen. Sie stattet Inszenierungen für Schauspielaufführungen und Puppentheater aus, gestaltet zudem Theater- und Filmplakate. National wie international erhielt sie wiederholt Anerkennungen und Preise. Ihre Werke sind in öffentlichen Sammlungen im In- und Ausland vertreten. Und alle Informationen zur Exposition ihrer Werke in Bautzen finden sich hier.

(André Schinkel)

Sa, 28.09.2024

Kerem Saltuks Dokumentarfilm zu Werner Klemke wird am Sonntag, 29.09., im Li.Wu Rostock gezeigt.

Rostock: Werner Klemke im Li.Wu

Am kommenden Sonntag, den 29.09., wird um 16.30 Uhr Kerem Saltuks Film Werner Klemke: Ein Weißenseer Künstler im Li.Wu (Lichtspieltheater Wundervoll/Metropol, Barnstorfer Weg 4, 18057 Rostock) in der mecklenburgischen Metropole am Meer vorgeführt. Der Regisseur und Pirckheimer-Freund wird bei der Vorführung dabei sein und im Anschluss für ein Gespräch zur Verfügung stehen. Im 70-minütigen Porträt des großen Künstlers, des Helden und Mitbegründers unserer Gesellschaft kommen Angehörige und Weggefährten des Weißenseers zu Wort. Klemke (1917–1994) gehörte als Maler, Grafiker und Illustrator zu den bedeutendsten Künstlern der DDR und der wiedervereinigten Bundesrepublik. Alle Informationen zur Vorführung finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 09.04.2024

Die "Bücherkinder" in Brandenburg an der Havel. Die Gruppe wird von den Pirckheimern unterstützt, ihr Mentor ist der Pirckheimer-Freund Armin Schubert.
Die "Bücherkinder" publizierten mehrere Bücher. Sie sind zahlreichen Künstlern und Werken gewidmet.
Auch Olaf Scholz schätzt die Arbeit der Domschüler.
Der "Phönix von Aschersleben" von Sven Großkreutz.
Der "Letzte Tanz" von Altmeister Karl-Georg Hirsch.
Claudia Berg: "Haus bei Burano". Die Meisterin der Kaltnadel wurde u. a. mit dem Meid-Preis geehrt.

Blatt für Blatt: „Bücherkinder“ und die „Edition Pirckheimer“

Die Gesellschaft trägt die Lust auf Buchkunst ins Land. Ein Blick auf zwei ihrer Initiativen

Ein hehres Anliegen besitzt zuweilen einen etwas drögen Sound. In der Satzung der Pirckheimer-Gesellschaft heißt es denn auch sachlich: „Der Verein hat den Zweck, das Sammeln von schönen und wertvollen Büchern, von Grafik und Exlibris zu fördern und zu unterstützen, Kenntnisse über Geschichte und Gegenwart des Buches zu verbreiten, Mitglieder und Öffentlichkeit mit Werken der Buchkunst und Grafik vertraut zu machen, zur Entwicklung der grafischen Künste beizutragen und das Exlibris zu pflegen.“ Das klingt nach mächtig viel bibliothekarischer Emphase, ist vielleicht auch der Reeducation-Stimmung der 1950er Jahre geschuldet, in der die Gesellschaft gegründet wurde. Was ist schön? Was ist wertvoll? Welche Werte vermitteln wir? 

Bei solch fluiden Kategorien ist die Bandbreite der Perspektiven groß: Antiquare, Buchhändler, Verleger, Künstler, Drucker, Sammler, Leser gehören zu uns, auch Institutionen wie die Bayerische Staatsbibliothek, das Literaturarchiv Marbach, die Deutsche Nationalbibliothek, die Büchergilde Gutenberg bis hin zu Verlagen wie die burgart presse, die Edition Mückenschwarm oder The Bear Press. Buch und Grafik als Kulturgut, Wissensträger, Kunstobjekt, Geschichtsquelle, Unterhaltungsmedium sind unser Thema, sich widerspiegelnd in den Marginalien, unserer Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, in Jahresgaben, Grafikeditionen und Buchförderungen. Aber wir wären nicht solch eine lebendige, 600 Mitglieder umfassende bibliophile Gesellschaft in Deutschland, wenn wir das so trocken handhaben würden, wie es klingen mag. Zwei Initiativen unserer Gesellschaft, die Bücherkinder und die Edition Pirckheimer, sollen dafür Beispiel sein. 

Wie bekommen wir Kinder zum Lesen und Erwachsene zum Sammeln? An diesen beiden Herausforderungen arbeiten wir verstärkt seit einigen Jahren. Der Kunstpädagoge Armin Schubert, seit Jahrzehnten Pirckheimer, ist der Kopf hinter den Bücherkindern Brandenburg. Seine Idee: Kinder beschäftigen sich ein Jahr lang mit einem Thema und machen am Ende ein eigenes Buch. In der kreativen Auseinandersetzung mit Originaltexten und -illustrationen wächst Verständnis für Literatur, für Geschichten, Bilder. In den Räumen der Evangelischen Grundschule am Dom zu Brandenburg entstehen so Jahr um Jahr Kleinode. Die Kinder recherchieren, diskutieren, zeichnen, dichten, probieren sich in originalgrafischen Drucktechniken von Linolschnitt über Radierung bis Siebdruck. Am Ende mündet es in einer von Sven Märkisch und Dietmar Block in der Galerie Sonnensegel gedruckten und von Henry Günther in der Edition BuchKunstBalance gebundenen kleinen Auflage. So entstanden schon elf Titel, u. a. zu Theodor Hosemann, Christa Wolf, Werner Klemke, Arno Mohr, Jurek Becker, Harald und Robert Metzkes, Egbert Herfurth, Franz Fühmann.

Zum Thema Schriftstellerkindheiten tauchten die Kinder ein in die Erinnerungen von Günter Grass, Franz Fühmann, Christa Wolf und Jurek Becker. Neben den eigenen Illustrationen der Kinder steuerten erstmals auch bekannte Künstler Originalgrafiken zum Buch Die Farben der Kindheit bei: Rainer Ehrt, Katrin Stangl, Sven Großkreutz, Klaus Süß, Moritz Götze. Das jüngste Buch erschien im Dezember 2023 zum Thema Frieden: Pax questuosa. Aktueller denn je, Hommage jeweils an die einzigartige Künstlerin Núria Quevedo und die große Erzählerin Anna Seghers.

Die Pirckheimer unterstützen finanziell, materiell und mit Kontakten, denn oft genug treffen sich die Kinder mit den Künstlern oder mit Personen, die sie kannten. Der deutsche Bundespräsident Frank-Walter Steinmeier kam zu Besuch, schrieb ihnen auch eine Postkarte für das Buchprojekt über Jurek Beckers Karten an dessen Sohn, was die Kinder zu eigenen Karten anregte; es entstand ein langes Filminterview zwischen Klaus Ensikat und Denis Scheck, das die Kinder mit eigenen Texten zu Ensikat-Bildern flankierten; die amerikanische Leseforscherin Maryanne Wolf wurde auf sie aufmerksam u. v. m. Immer geht es den Kindern dabei um den produktiven Austausch mit dem Vorgefundenen. Und auch Bundeskanzler Olaf Scholz ließ es sich nicht nehmen, sie zu besuchen.

Im Falle unserer Edition Pirckheimer denken wir an eine ältere Zielgruppe. Unserer Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile Marginalien liegt pro Ausgabe für jedes Mitglied eine Originalgrafik bei. War dies in der Vergangenheit nur in vereinzelten Heften der Fall, so etablierten wir vor sieben Jahren die regelmäßige Beilage mit jeder Ausgabe. Auch ein Grund für unser Mitgliederwachstum. Wir freuen uns, mit den preiswerten Blättern namhafter Künstler wie Max Uhlig, Dieter Goltzsche, ATAK, Volker Pfüller, Ottographic, Strawalde, Frank Eißner, Thomas Ranft, augen:falter, b.a.c.H. und vielen weiteren vor allem jüngeren Lesern den Aufbau einer eigenen Grafiksammlung zu ermöglichen. Trotzdemergibt sich daraus ein paradoxes Problem: Je erfolgreicher die Zeitschrift, je höher ihre Auflage, desto mehr steigen die Kosten und sinkt der Sammlerwert der Grafiken.

Vor einigen Jahren haben wir auf dieses Problem mit der Herausgabe einer exklusiven Edition Pirckheimer geantwortet: einer Grafikmappe in kleiner Auflage, die den Sammlern etwas Besonderes bietet und deren Ertrag dabei hilft, die Finanzierungslücke für qualitätsvolle Grafik-Beilagen der Marginalien auszugleichen. Kuratiert von Jens-Fietje Dwars, u. a. Herausgeber der literarischen Edition Ornament im quartus-Verlag, starteten wir mit sieben A3-Blättern in 35er Auflage von den Künstlern Susanne Theumer, Hans Ticha, Klaus Süß, Moritz Götze, Kay Voigtmann, Strawalde und Baldwin Zettl. Obwohl die Subskribenten jenseits des Auftaktblatts von Zettl die Motive nicht kannten, war die Auflage schnell verkauft, und die Besteller freuten sich alle zwei Monate über ein neues Blatt. Ein schöner Erfolg, der auch auf dem Vertrauen der Käufer fußte. Mit der 2022 lancierten zweiten Mappe der Edition passten wir das Konzept leicht an: Auflage 50 Exemplare, alle sieben Blätter liegen bereits vor. Somit weiß jeder, was ihn erwartet, wenn er die Edition abonniert.

Karl-Georg Hirschs Holzschnitt Letzter Tanz krönt darin eine ganze Reihe oft skurriler Paare des Altmeisters, die weniger harmlos tänzeln, als vielmehr ihre Kräfte messen. Dieter Goltzsche trägt eine kleine Radierung namens Schaukelpferd bei. Max Uhlig gab uns für die Mappe eine radierte Frauenkopf-Studie aus dem Jahr 1978, von der bislang noch keine Auflage gedruckt wurde. Seine Malerkollegin im Geiste, Gerda Lepke, zeichnete in ihrer Algrafie mit bekannt freiem Strich ein geheimnisvolles Paar. Der Grafiker und Maler Gerd Mackensen zeigt mit seiner handkolorierten Radierung Nur Narr! Nur Dichter! einen Nietzsche jenseits verklärender Heroisierung. Als Vertreter nachwachsender Generationen konnten wir Sven Großkreutz gewinnen. Sein rätselhaftes Blatt Phönix aus Aschersleben ist aufwändig in Ätzradierung, Aquatinta, Kaltnadel und Aussprengtechnik gearbeitet. Und Claudia Berg beschließt die Mappe mit einem Blatt aus ihrem jüngsten Venedig-Zyklus: Haus bei Burano ist ein weiteres Zeugnis ihrer atmosphärisch dichten Radierkunst. 

Die Mappe wurde erneut von Silke Steinhagen in Weimar gebunden, ein Beiblatt in Bleisatz von der Pavillon-Presse Weimar gedruckt. Sieben Blätter für 1.600 Euro, die in ihrer Zusammenstellung mit hoher künstlerischer Varianz verzaubern. Wofür beim Kind Interesse geweckt wurde, das kann echte Sammlerleidenschaft im Erwachsenenalter zeitigen. So, hoffen wir, geht der Samen auf.

(Till Schröder, Text ist erstveröffentlicht im Begleitbuch der BuchDruckKunst, Hamburg 2024)

Do, 28.03.2024

Die DIAF-Plakatschau in Dresden ist dienstags bis freitags von 9 bis 17, an Wochenenden und feiertags von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt 5 (ermäßigt 4) Euro. Für Kinder unter 7 Jahren und ab Freitagmittag, 12 Uhr, ist für alle der Eintritt frei.

Trickfilmplakatkunst in Dresden

Nachtrag zum Klemke-Film in Dresden: Quasi begleitend ist die Sonderausstellung Trickfilm Plakat Kunst – Arbeiten für den DDR-Filmverleih Progress in den Technischen Sammlungen Dresden noch bis zum 02. Juni zu sehen. „Für rund 375 Animationsfilme und Kurzfilmprogramme aus dem In- und Ausland sind in der DDR Kino-Plakate gedruckt worden. Diese vielfältigen Arbeiten haben etwa 70 verschiedene Gestalterinnen und Gestalter entworfen – junge Absolventen ebenso wie namhafte Zeichner. Neun dieser Künstler stellt die Schau vor: Kurt Geffers und Paul Rosié, Werner Klemke, Roswitha Grüttner, Steffi Bluhm sowie Angelika van der Borght, Manfred Bofinger, Jutta Mirtschin und Susanne Kahl.“ Die Ausstellung beschreibt auch den Wandel von den ausdrücklichen Porträtplaketen weniger Protagonisten der direkten Nachkriegszeit zu einer zunehmend größeren Eigenständigkeit in der Gestaltung. Die progressive Plakatgestaltung etwa in Polen hatte unter anderem einen starken Einfluss auf die Gestalter und (zu 40 Prozent) Gestalterinnen der Werke. Und: Viele Absolventen der Berliner Kunst- und Gestaltungsschulen in Weißensee und Schöneweide befinden sich darunter. Ein Katalog zur Ausstellung ist in Arbeit.

(André Schinkel)