Pirckheimer-Blog

Marginalien

Fr, 06.02.2026

Thema des FISAE-Newsletters: die 'Marginalien 259'.

Marginalien im FISAE-Newsletter

Der aktuellen Ausgabe der Marginalien (Heft 259, Ausgabe 2025/4) ist wieder ein großer Teil eines der beiden neuen FISAE-Newsletter gewidmet: In der Ausgabe Nummer 539 des Rundbriefs für die internationale Exlibris-Gemeinschaft wird das Heft ausführlich und wie man es vom FISAE-Neuigkeitenbrief gewohnt ist, in zahlreiche Sprachen übersetzt und damit in der Tat weltweit präsentiert, gewürdigt. Das geht einher mit dem Abdruck des Vorabs von Seite 3, des Editorials von Marginalien-Chefredakteur und stellvertretendem Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, Till Schröder, dem Inhaltsverzeichnis des Heftes in zehn Sprachen – namentlich in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch – dazu kommt eine reiche Auswahl Bilder aus der Ausgabe zu den einzelnen Themen des Hefts. Die Ausgabe 259 war das Schlussheft des Jahres 2025, die nachfolgende Nummer 260 ist gegenwärtig in der Endredaktion und erscheint im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. – Zu weiteren Themen im FISAE-Newsletter schreibt sein Herausgeber Klaus Rödel aus Frederikshavn: „Aus Luxembourg kommt wieder eine schöne Veröffentlichung: Emil van der Vekene – So druckte damals Johannes Gutenberg.“ Und schließlich gibt es laut Newsletter einen Verlust zu konstatieren: „Am 09. Januar starb leider wieder einer der aktiven Sammler der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, Prof. Dr. Werner Grebe. Er hatte seine umfangreiche Exlibrissammlung der Universität (zu) Köln übergeben.“ Klaus Rödel informiert auch am Ende der Präambel, dass er gestürzt ist und der Newsletter (bis auf die bereits vorbereiteten) einige Wochen pausieren muss. Wir wünschen von Herzen gute Besserung!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 29.01.2026

70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft e. V., das sind 70 Jahre Arbeit für das und Liebe zum schönen Buch ... So ist der 29. Januar 2026 ein ganz besonderer Tag.

Ein ganz besonderer Tag: 70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft e. V.

Bücher – Nein, ich bitte Sie inständig:
Nicht mehr fragen! Laß dich doch belehren!
Bücher, auch wenn sie nicht eigenhändig
Handsigniert sind, soll man hoch verehren.

Joachim Ringelnatz.

29. Januar 2026 – was für ein Datum. Wir feiern 70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft. Viele haben bereits über ihre Geschichte geschrieben: Horst Kunze und Carsten Wurm, Wolfram Körner, Herbert Kästner, Hartmut Pätzke oder Till Schröder; in den Marginalien, den Jubelrufen oder auch auf unserer Webseite. „Am 29. Januar treffen sich im Café Budapest, Berlin, Stalinallee 165, etwa 80 Bücherfreunde, um die Pirckheimer-Gesellschaft in aller Form aus der Taufe zu heben. Das Präsidium besteht im wesentlichen aus dem Initiativkomitee, Kaiser, Löwenthal, Lange, Kaemmel und Klemke. Bruno Kaiser umreißt die Ziele und die Arbeitsaufgaben. Neben dem Bewahren des Bucherbes sieht er im Fördern des neuen Buches eine gleichrangige Aufgabe. Gewählt wird ein Geschäftsführender Vorstand, dem die Mitglieder des Initiativkomitees und Walter Berger, Ausstattungsleiter des Verlages Rütten & Loening, angehören, und ein 18 Personen umfassender Gesamtvorstand.“ So fing es an vor 70 Jahren. Mehr dazu auch auf unserer Webseite. 70 Jahre voller Wandel für das Buch und die Gesellschaft. 70 Jahre voller Arbeit für das Buch – mit Hochs und Tiefs. Digitalisierung, demografischer Wandel, verändertes Leseverhalten, die Begrifflichkeit der Bibliophilie an die nächsten Generationen tragen, alles Themen, mit denen sich die Gesellschaft auseinandersetzen muss. Bibliophile und literarische Gesellschaften haben es schwer in der jetzigen Zeit. Einige haben aufgeben müssen im Verlauf der Jahrzehnte. Um so wichtiger ist es, jetzt ein Zeichen zu setzen und mit Aktivität und Kreativität gegen diesen Trend zu arbeiten. Alle Mitglieder können hierbei helfen. Vor 20 Jahren fand zum 50-jährigem Jubiläum das Jahrestreffen in Berlin statt, mit reichhaltigem Programm. In diesem Jahr findet das Jubiläumstreffen in der Stadt unseres Namensgebers Willibald Pirckheimer in Nürnberg statt. Auch dort dürfen wir uns auf ein tolles Programm freuen (Näheres u. a. in unserer Rubrik Veranstaltungen auf unserer Webseite). Gleichzeitig stehen in diesem Jahr auch die ein oder andere Veranstaltung, Beiträge in den Marginalien und auch im Blog unter dem Thema 70 Jahre Pirckheimer. Wir dürfen gespannt sein. Also: Lasst uns mit diesem Jubiläum einen positiven Blick in die Zukunft werfen und alles für unsere Gesellschaft und unsere Herzensthemen rund um Buch und Grafik in Angriff nehmen.

(Robert Grieger, Pirckheimer mit ganzem Herzen)

Do, 15.01.2026

Das Register der "Marginalien"-Ausgaben 151 bis 255 ist jetzt kostenlos online im PG-Shop downloadbar.

Register der Marginalien 151–255 neu auf der Pirckheimer-Website

Wir haben es endlich geschafft, den Großteil des Registers unserer Marginalien als Download auf unsere Seite zu bringen. Das Register umfasst sowohl alle Beiträge der im deutschsprachigen Raum einzigartigen Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie (so der beredte Untertitel des Journals) und funktioniert zugleich auch als Kreuzregister: Denn es verzeichnet sowohl die einzelnen Autoren mit den Titeln ihrer Aufsätze, Rezensionen und Berichte als auch die aus dem Inhalt der Texte gewonnenen Schlagwörter nach dem Alphabet geordnet. Die Schlagwörter können zum einen Personen- oder Sachschlagwörter sein. Unterschlagwörter wurden nicht erstellt. Dafür wurde bei allen Schlagwörtern jeweils die aufsteigende Reihenfolge der Hefte berücksichtigt, in denen sie erschienen sind. In unserem Shop bieten wir als kostenlosen Download aktuell das Register in zwei Teilen an. Teil 1 (Hefte 151–235), welches damals auch als Publikation erschienen ist. Und Teil 2 (Hefte 236–255), welches als Fortsetzung digital zusammengeführt wurde. Auch für die einzelnen jüngsten Hefte 256, 257 und 258 gibt es bereits eigene Heftregister. Diese sind aber nicht im Shop zu finden, sondern direkt bei den einzelnen Marginalien im Shop – direkt am Ende des angezeigten Inhaltsverzeichnis’. Und: Wenn wieder mehrere einzelne Register zusammengekommen sind, werden diese auch gebündelt direkt als Zusammenfassung im Shop erscheinen. Hiermit wollen wir auch allen Beteiligten und insbesondere Gerhard Rechlin für die große Arbeit an dem Register danken! Alle Informationen und der Link zum Download der Register für die Marginalien finden sich hier.

(Robert Grieger)

Sa, 20.12.2025

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen. Es enthält auf 128 Seiten vieles an Wissenswertem und Bedenkensschönem für alle Bücher-Vernarrten.

Marginalien: Heft 259 erschienen

Pünktlich vor dem Fest ist die neue, die 259. Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, bei den Pirckheimern und auf den Gabentischen der Sammler und Abonnenten eingetroffen. Das Heft 2025/4, das als Winternummer unter der bewährten Ägide von Redaktionsleiter Till Schröder den Jahrgang beschließt, ist dieses Mal jenen starken Ichs, sowohl bei den Buchschöpfern wie auch bei den Produkten als quasi Individuen selbst, auf der Spur. Um Joachim Ringelnatz und seinen Verleger Heinrich Barchfeld in Leipzig geht es im ersten Beitrag des Heftes von Karsten Hommel. Im Anschluss lobt und porträtiert Jens-Fietje Dwars die Grand Dame, ja, und „Bäumin“ Gerda Lepke, die für die 259 auch die Originalgrafische Beilage des Hefts liefert – stets eine von vier Offsetlithografien mit dem Titel Tänzerin, die den Mitglieder-Exemplaren der Zeitschrift beigelegt sind. Ferner geht es da um Otto Spamer und James Joycens Ulysses (die Riege seiner gestalteten Ausgaben) und: um Horst Dieter Gölzenleuchter, dessen Werk gerade im Literaturhaus Magdeburg zu sehen ist – um den Europa Almanach, und die reiche und so wohlgelungene Jahrestagung der Gesellschaft im September in Hannover. Es gibt gleich fünf Trauerbekundungen für den großen Büchermacher Jens Henkel aus Rudolstadt; und im ABC der Druckkunst unter dem sprechenden Titel Zwischen Alchemie, Handwerk und Kunst etwas heute Spezielles: Janine Kittler und Michael Barthel stellen den Lichtdruck vor, für den es in Leipzig eine der letzten Werkstätten gibt. Die von Thomas Glöß gestaltete Typografische Beilage fragt nach 250 Jahre Goethe in Weimar – Glücksfall oder Verhängnis? Der Rezensionsteil feiert die Sürrealistische Revolution, das Slanted Magazine und ein betörendes Rabenbuch von Carla Schwiegk und Matthias Jackisch, dessen Vorzugsausgabe damit vergriffen sein sollte. Wie gewohnt gibt’s Neues aus der Pirckheimer-Gesellschaft und Wissenswertes für Bücher- und Grafikfreunde im Servicebereich, auch Hinweise zu relevanten Ausstellungen, Mitgliederzuwachs wie Ehrentagsinfos. Den Bibliophilen entführt das Heft, dem Titel der beiliegenden Vorzugs-Grafik des am Schluss der Nachrichten besprochenen Märchenbands Die Ein-Wunsch-Fee von Jens-Fietje Dwars folgend, und so soll es ja nach einer anstrengenden Zeit auch sein, zum Jahrwechsel in den Garten der Träume.

(André Schinkel)

Do, 18.12.2025

22.11.: Illustrieren in Zeiten der KI

Bericht von einer Podiumsdiskussion in Berlin-Kreuzberg im Rahmen der artbook.Berlin 2025

Die Illustration befindet sich in einem Umbruch. Was bedeutet es, Bücher, Magazine und Plakate in einer Zeit zu gestalten, in der KI binnen Minuten Bilder erzeugen kann? Mit dieser Frage beschäftigte sich das Theorienetzwerk Illustration in einer Diskussion. Die lose Initiative von Praktikern und Theoretikern, die aus dem Buchprojekt superILLU hervorgegangen ist, trifft sich seit zwei Jahren regelmäßig online zu Vorträgen und Gesprächen. 

Zum zweiten Mal fand eine Live-Veranstaltung im Rahmen der artbook in Berlin statt, nachdem letztes Jahr ATAK, Mina Braun, Volker Schlecht und Nina Pagalies über Grenzen und Grenzgänger der Illustration nachdachten. Unter dem Titel Illustrieren in unsicheren Zeiten. Wie reagiert die Lehre auf die Herausforderungen des 21. Jahrhunderts? diskutierten am 22.11.2025 diesmal fünf Illustratoren und Dozenten über die Zukunft ihres Berufs und die Anforderungen in der Lehre. 

Auf dem Podium saßen diesmal eine Reihe gestandene Praktiker, die gleichzeitig unterrichten: Irmela Schautz als Illustratorin und Dozentin an der Akademie für Illustration und Design (AID Berlin) sowie Jakob Hinrichs, Comic-Illustrator und Dozent an der Universität der Künste Berlin, weiterhin Christian Gralingen, Illustrator und Dozent am Lette Verein Berlin. Moderiert wurde die Diskussion von Andreas Rauth, Gestalter, und Till Schröder, Journalist, die ebenfalls beide an der AID Berlin lehren. 

„Die technologische Entwicklung hat den Beruf schon immer geprägt“, begann Andreas Rauth und warf einen historischen Blick auf die Konjunkturen der Illustration – von der Lithografie über den Offsetdruck bis hin zur Fotografie. Auch in den 1990ern hieß es bereits, die Illustration sei durch den Computer abgehängt. Ein Argument, das heute mit KI wiederkehre, so die Ausführungen weiter. KI locke mit einfachen und schnellen Ergebnissen.

Interessanterweise beobachten die Diskutanten bereits jetzt Gegenreaktionen. So berichtet Christian Gralingen von einem Trend zu bewusst einfachen, schnellen Skizzen, die eindeutig nicht aus der KI stammen. Auch die Schaubühne Berlin setzt gerade auf eine Serie handgemachter Illustrationen für eine Plakatkampagne im Stadtraum. Till Schröder ergänzt diese Beobachtung: Die Sehnsucht nach dem Authentischen und Haptischen könnte eine Reaktion auf die Überflutung mit polierten, computergenerierten Bildern sein. „Ähnlich wie beim Tätowieren im Handpoke-Stil, der bewusst naiv und unfertig aussieht, verspricht der handgemachte Aspekt Individualität und Kantigkeit.

Die Lehrenden sehen sich in der Ausbildung neuen Herausforderungen gegenüber. Studierende müssen heute unzählige Programme beherrschen, was schnell zu Überforderung führen kann. Laut Schautz ist Neugierde die zentrale Eigenschaft für Illustratoren: „Eine der Grundeigenschaften, um überhaupt illustrieren zu können.“ Man müsse sich mit den unterschiedlichsten Dingen auseinandersetzen, auch mit KI. Hier bestand Einigkeit auf dem Podium: KI sollte nicht vermieden, sondern als Werkzeug verstanden werden. 

Hinrichs nutzt sie beispielsweise als „Sparringspartner“ auf Textebene für die erzählerische Struktur in Comics. Entscheidend bleibt aber die gestalterische Grundkompetenz. Studierende könn(t)en zwar schnell etwas professionell Scheinendes erschaffen, doch oft fehle ihnen das Auge dafür, was wirklich funktioniere. Die Ausbildung muss nach wie vor Raum geben, eine gestalterische Persönlichkeit entwickeln zu können, und darf sich nicht einzig auf die Vermittlung von Technikkompetenz fokussieren.

Ein weiterer kritischer Punkt: Social Media konditioniere auf Gefälligkeit. Hinrichs fordert, dass Studierende es erlernen, Bilder zu schaffen, die auf Widerstand stoßen: „Was passiert eigentlich, wenn man mal etwas intensiv Hässliches macht?“ Heutige Studierende hätten es einfacher, den ersten Schritt zum Auftraggeber zu machen, da der internationale Markt durch soziale Netzwerke unmittelbarer erreichbar sei. Doch zugleich verschwinde man leichter in der Masse. Die eigene Position zu finden und auch gegen Widerstände durchzuhalten, sei essenziell.

Angesichts des spürbaren wirtschaftlichen Drucks ist das auch wichtig. Es gäbe weniger Aufträge, und Kunden kämen bereits mit KI-generierten Vorlagen, so die Diskutanten. Doch darin liege auch eine Chance, so Gralingen: „Da alle ähnliche Ergebnisse der KI mitbringen, ergibt sich die Möglichkeit zur Differenzierung.“ In seiner Erfahrung suchen Wissenschaftsmagazine zum Beispiel weiterhin gezielt nach menschlichen Illustratoren, die komplexe Themen interpretieren können – ein Bereich, in dem KI noch an Grenzen stößt.

Ein Diskussionsbeitrag aus dem Publikum brachte das Beispiel geschlossener KI-Systeme ein: Eine Illustratorin, die seit drei Jahren Zwerge für einen finnischen Schulbuchverlag zeichnet, trainierte versuchsweise ein Modell ausschließlich mit ihren eigenen Arbeiten – ein System, das nur ihr gehört und das ethisch vertretbar ist. Die Frage der Vergütung für Trainingsdaten ist der eigentliche Knackpunkt bei KI. Ein Problem, das sich mit geschlossenen Systemen wie exactly.ai umgehen lässt.

Auf die Frage, wie Illustration in zwanzig Jahren aussehen werde, appellierte Hinrichs: „Wir müssen auf die Welt schauen, um Antworten zu finden, nicht nur auf bereits existierende Bilder.“ – „Bilder brauchen Seele“, ergänzt Schautz. Den Studierenden Selbstwirksamkeit bewusst zu machen und „zur Autorenschaft des Bildermachens zurückzufinden“ (Hinrichs) bleibe zentral in der Lehre. Dennoch wird die Vernetzung untereinander und mit anderen kreativen Berufen immer wichtiger. Letztlich ist es so: Illustratoren teilen ihr Schicksal mit Übersetzern, Journalisten und vielen anderen Kulturschaffenden. Gemeinsam könnten sie mehr Aufmerksamkeit für ihre Anliegen schaffen. Damit der einsame Wolf am Zeichentisch im Rudel stärker wird.

(Till Schröder, Autor und Dozent, er ist Chefredakteur der Marginalien – Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie. Das nächste Treffen des Theorienetzwerks Illustration findet online via Zoom am 13.01.2026, 19–20.30 Uhr statt. Anmeldung unter: theorienetzwerk.illustration@outlook.de)

So, 12.10.2025

Der brandneue Newsletter der FISAE (518) würdigt u. a. die jüngste Ausgabe der "Marginalien" (Heft 258).

Marginalien im FISAE-Newsletter

In seinem soeben versandten FISAE-Newsletter 518 würdigt Klaus Rödel einmal mehr das neu erschienene Heft der Marginalien (Ausgabe 258, 2025/3) und bringt neben dem Inhaltsverzeichnis auch das Editorial von Redaktionsleiter Till Schröder in zehn Sprachen. Und neben einer reichen Auswahl Bilder aus der Nummer wird auch explizit die Originalgrafische Beilage mit vier teils fein kolorierten Holzschnitten Peter Zaumseils, gedruckt von Bettina Haller, gewürdigt, im Fall von Rödels Exemplar ist das das Blatt Baumgruppe (in der Abbildung der Druck oben rechts). Weiter berichtet der mit 32 Seiten diesmal recht umfängliche Newsletter von der 12. Welttriennale für Druckgrafik, die von September bis November in Chamalières und in 11 weiteren Partnerstädten stattfindet und in deren Zentrum die Exposition in der Städtischen Kunstgalerie, die dem gravierten Werk von Pierre Soulages gewidmet ist, steht. Und ein Porträt Olli Ylonens im Dschungel findet sich, während der Triennale in der Mittelalterburg Malbork samt Herzchen aufgenommen. Fein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 19.09.2025

'50 Jahre unterwegs mit Büchern', die Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers – die Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft ist eben frisch erschienen.

50 Jahre unterwegs mit Büchern. Jahresgabe der Pirckheimer

Zeitgleich mit der neuen Ausgabe der Marginalien (Heft 258, Ausgabe 2025/3) und im direkten Vorfeld der heute beginnenden Jahrestagung der Pirckheimer in Hannover erschien in diesem Jahr wieder eine Jahresgabe der Gesellschaft. Auf 144 Seiten berichtet darin Wolfgang Neubert von 50 Jahre(n) unterwegs mit Büchern, von seinen Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers: Die Exemplare des Buchs gehen nun an die Mitglieder der Gesellschaft. Herausgegeben und geleitet von Carsten Wurm, gestaltet von Thomas Glöß, enthält das Eigengewächs neben aufschlussreichen Memoiren Neuberts 14 Vignetten Egbert Herfurths. Die Vorzugsausgabe (50 + 10 Exemplare) enthält einen originalen Acrylstich des Künstlers. Ein bewegender und berührender Einblick in ein Leben für das Buch, dem man in Liebe hingegeben ist und bleibt: Mit einem linden Hauch an Melancholie und zugleich in ein feines Gewand gehüllt, wie es der Pirckheimer-Gesellung gefällt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 13.09.2025

Soeben erschienen: Das neue Heft der "Marginalien".

Marginalien: Heft 258 erschienen

Schon in Blickweite der Jahrestagung der Pirckheimer-Gesellschaft in Hannover, die am nächsten Wochenende stattfindet, wird soeben die neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Gesellschaft ausgeliefert. Es handelt sich um das insgesamt 258. Heft (Ausgabe 2025/3) des Journals, das aufgrund seiner thematischen Wichtung ziemlich einzig in der deutschsprachigen Zeitschriftenlandschaft dasteht, das nun dritte Heft unter der gestalterischen Ägide von Pirckheimer-Freund Thomas Glöß. Ausgabe um Ausgabe erarbeitet das Redakteursteam unter Leitung von Chefredakteur und stellvertretendem PG-Vorstand Till Schröder samt Beistand und Zulieferung diverser Autorinnen und Autoren ein gut gefülltes Heft zu nahezu allen grafischen und bibliophilen Themen und Genres auf 128 Seiten. Für die Ausgabe 258 sind dies: Erich Mühsam und seine Verleger (Erik Glossmann), Sklaverei in den Bilderbüchern der Aufklärung (Jürgen Overhoff), Briefmarken aus Künstlerhand (Norbert Grewe) sowie außerdem die Zwölf Artikel aller Bauernschaft von 1525 (Wolfgang Schmitz), die illustren Ganymed-Jahrbücher (Jens-Fietje Dwars) und ferner Ein Morgenstern aus 120 Händen (Heike Schnotale). Bernhard Hampp schreibt über das in Büchern abgelegte Pflanzenwissen der Jahrhunderte, Katrin Nitzschke über Fritz Löffler und Till Schröder über die größte Bibelseite der Welt, Uwe Klos interviewt Peter Zaumseil, der für das Heft die originalgrafische Beilage in vier teils handkolorierten Holzschnitten fertigte. Beiden, die in Ostthüringen leben und wirken, ist da ein so berührendes wie aufschlussreiches Gespräch gelungen. Im Rezensionsteil geht es um Praxisbücher zur Illustration wie den dritten Band der Literarischen Wanderungen durch Mitteldeutschland – und Kenner Fritz Jüttner gibt einen so schnurrigen wie eigenwilligen Abriss zur Bücherfrucht des Klopstock-Jahres. Die Typografische Beilage widmet sich noch einmal dem Bauernkriegsjahr. Am Ende des Heftes stehen in gewohnter Weise die Rubriken Aus der Pirckheimer-Gesellschaft und Nachrichten für Bücher- und Grafikfreunde sowie sich den Themen der Gesellschaft widmende Ausstellungstipps für den gesamten deutschsprachigen Raum. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 02.08.2025

Dr. Jens-Fietje Dwars wird 65. | © Sylwia Mierzynska

Jens-Fietje Dwars: 65. Geburtstag

Jens-Fietje Dwars, ein Freund der Künste, der Dichter, Erzähler, Zeichner, Grafiker – verdienter Pirckheimer-Freund zudem, Redaktionsleiter des Palmbaum seit langem und Redaktionsmitglied der Marginalien, feiert heute am 02. August seinen 65. Geburtstag. Der promovierte Philosoph und Germanist, der selbst als Autor, Ausstellungsmacher, Herausgeber, Filmemacher reüssiert, begeht den Ehrentag im Angesicht eines umfangreichen Werks: Zum halbrunden Geburtstag stehen zwei äußerst lesenswerte Bücher an, der Erzählband Wie ich den Kommunismus verlor ... die Essay-Kollektion Erfolg ist ein Irrtum. Dwars begründete gleich mehrere schöne Buchreihen, gefüllt mit Texten und Grafiken, viele der Beiträgerinnen und Beiträger gehören zur Creme ihrer Szene. Schön auch die Beinahe-Zwillingsschaft mit seinem bewunderten Freund Wilhelm Bartsch, der just heut seinen 75. begeht und von dem Jens-Fietje Dwars zwei Bände Gedichte herausgab. Für sein Werk ist Jens-Fietje Dwars mit dem Grimme-Preis und zuletzt mit dem Walter-Bauer-Preis geehrt worden – und es bleibt zu wünschen, dass seine Aufsätze und Porträts für die Marginalien den Pirckheimern noch viele Jahre erhalten bleiben. Lieber Jens-Fietje, von Herzen alles Gute ... bleiben wir unbeirrt!

(André Schinkel)

Mo, 21.07.2025

Wird im FISAE-Newsletter in Deutsch und Englisch gewürdigt: das aktuelle Heft 257 der "Marginalien".

Marginalien im FISAE-Newsletter

Im neuesten Newsletter der FISAE (Ausgabe 494) ist die aktuelle Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie (257. Heft, Jahrgang 2025/2) unserer Gesellschaft vom Herausgeber Klaus Rödel wieder mit Lob und viel Platz im Periodikum der FISAE-Neuigkeiten bedacht worden. Neben dem Vorder- und Rückencover des neuerdings auch dort bebilderten Hefts bringt Rödel das Editorial und den Inhalt in deutscher und englischer Sprache sowie eine reiche Auswahl des Bildbestands der Nummer von Bernhard Jäger über Thurneysser, Hirsch, Hegenbarth bis Wolfgang Würfel und Moritz Götze. Auch die Würdigung von Peter Hinke, der in Leipzig die Connewitzer Verlagsbuchhandlung betreibt, ist dort zu finden ... Und außerdem ist in der Ausgabe eine gute Auswahl der wundervollen Exlibris-Stiche von Jürgen Czaschka (1943–2018) zu sehen – und werden die Beiträge zur International Exlibris Competition in Ostrów Wielkopolski benannt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 02.07.2025

Überblick und Detail: Die "Marginalien 257" nebst der excl. originalgrafischen Beilage von Bernhard Jäger.

Marginalien: Heft 257 erschienen

Das jüngste Heft der Marginalien, der vierteljährlich erscheinenden Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft (Ausgabe 257, Heft 2025/2) ist soeben erschienen und ausgeliefert worden. Es ist das zweite Heft im erneuerten Design, das von der Redaktion um Pirckheimer-Freund und stellvertretenden Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, Till Schröder, seit 2017 verantwortet wird. Das Motto der neuen Ausgabe kann sich, wie man bereits im Editorial lesen kann, mit dem Aspekt des Spurenlesens im weitesten, im tragischen wie im schönen Sinne des Worts beschreiben lassen. So widmet sich Stefan Soltek dem Werk von Bernhard Jäger, seiner Buchkunst und Grafik, und flankiert auf diese Weise die originalgrafische Beilage der Ausgabe, die zweifarbige Offsetlithografie Schauspieler von 1976, gedruckt nach einem unveröffentlichten Motiv Bernhard Jägers von Stephan Rosentreter. In Auflage gibt es 650 signierte und nummerierte Exemplare, das Blatt liegt allen Heften für Mitglieder exclusiv bei. In der Rubrik Fundsache gibt es den faszinierenden Beitrag Leonhard Thurneyssers Bebaiōsis agōnismou von 1576 – ein Unikat in der Bayerischen Staatsbibliothek, der sich mit einer so schillernden Persönlichkeit wie auch einem solchen Thema befasst: den überaus ungewöhnlichen Forschungen Thurneysser zum Thurns und deren Nachwirkungen bis ins vorletzte Jahrhundert. Ekkehard Schulreich würdigt mit Kurt Wolff würde das gefallen Peter Hinkes 2025 seit nunmehr 35 Jahren bestehende Connewitzer Verlagsbuchhandlung in Leipzig, die der Verfasser in bester Tradition sieht, die an berufener Örtlichkeit fortgeführt wird: Bücher verkaufen und Bücher machen in Personal- und Haus-Union. In der Verlagsbuchhandlung erscheinen seit der Wendezeit Bücher in liebevoller Gestaltung und mit hohem Wiedererkennungswert, unter anderem auch eine Werkausgabe zu Andreas Reimann – ein gutes Beispiel, wie Bücher in regulärer Ausgabe schön sind und werthaltig bleiben bis in die Gegenwart. Einer weiteren berührenden Spurensuche widmet sich Till Schröder in seinem Text Aschepartikel als Symbol einer Katastrophe. Der Maler Hannes Möller im Interview über sein Bibliotheken-Projekt beschädigter und verbrannter Bücher. Der Maler stellt die in Mitleidenschaft, etwa beim großen Band der Anna Amalia 2004, gezogenen Exponate in den Mittelpunkt seiner Kunst, gibt ihnen so in drei Werk-Komplexen Würde und Anwesenheit – im Gespräch gibt Möller tiefgehend Auskunft über seine Motivation. Joachim Möller schreibt zu den Illustrationen zu Jonathan Swifts Gulliver’s Travels (1726), Peter Arlt zu den Lesezeichen in der Buchsammlung Otto Kaysers. Weitere Highlights sind die Aufsätze von Sebastian Fitzner zu einer lang vergessenen Sternenkarte und Jens-Fietje Dwars zu einem Theodor-Fontane-Unikatbuch von Moritz Götze, das sich, in Emaille, John Maynards annimmt. Es folgen Rezensionen sowie Nachrichten zur Arbeit der Pirckheimer im Speziellen, zur Bücherwelt im Allgemeinen und: Ausstellungshinweise am Ende.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 07.05.2025

"Marginalien" – in den 'Bibliophilen Notizen' der GdB.

„Marginalien“ in den Bibliophilen Notizen der GdB-Seite rezensiert

Eine sehr schöne Rezension der jüngsten Ausgabe der Marginalien (2025/1, Heft 256) erschien in den Bibliophilen Notizen auf der Webseite der Gesellschaft der Bibliophilen im April. Sie geht u. a. auf die Neugestaltung der Zeitschrift nach der Übergabe der Gestaltung von Matthias Gubig an Thomas Glöß ein und stellt zugleich die Kontinuität in der Qualität des viermal im Jahr edierten Periodikums der Pirckheimer, das die einzige Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie in der Form im deutschsprachigen Raum darstellt, heraus. „Der Inhalt ist bewährt vielseitig“, schreibt Autorin und Rezensentin Silvia Werfel und konstatiert einen gelungenen, die Hochwertigkeit im Standard wahrenden und behutsam interpretierenden Wechsel in der Gestaltung. Und zieht insgesamt ein gutes, lobendes Fazit: „Auch im neuen Look bieten die Marginalien hohe Qualität, inhaltlich wie gestalterisch“, für das unter der Ägide von Chefredakteur Till Schröder erscheinende publikative Aushängeschild der Pirckheimer-Gesellschaft. Die ganze Besprechung der Ausgabe findet sich hier.

(André Schinkel)

Di, 15.04.2025

Frauke Ottos Buchkunst: im Mai im Haus des Buches.

Frauke Otto im Haus des Buches

„Die Bücher von Frauke Otto“, schrieb Viola Hildebrand-Schat (Goethe-Universität Frankfurt) über das Schaffen der Künstlerin in den Marginalien (Heft 2024/1), „obgleich keineswegs materiell opulent ausgestattet, kehren hervor, welche Rolle das Material spielt, mithin wie sich Material selbst zur Sprache bringt und sinnkonstituierend wirkt.“ Die Kunst der gebürtigen Nordhäuserin, die seit vielen Jahren in Halle lebt und dort an der Kunsthochschule arbeitet, ist ab dem 13. Mai im Leipziger Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) zu sehn. Frauke Ottos Bücher sind in den großen Sammlungen dieser Welt prominent vertreten. Die Vernissage am 13.05. beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Zentraler Ort der Schau im Haus ist das Literaturcafé. Alle Infos dazu hier.

(André Schinkel)

So, 13.04.2025

Gewürdigt: Die "Marginalien" im FISAE-Newsletter.

Marginalien im FISAE-Newsletter

„Es ist unglaublich, wie die Pirckheimer-Gesellschaft es schafft, viermal jährlich eine Zeitschrift mit 128 Seiten zu veröffentlichen. Gewiss, es ist eine Gesellschaft für Buchkunst und Bibliophilie und somit mehr als nur für Exlibriskunst“, schreibt Klaus Rödel, „dennoch ist auch das Exlibris ein Thema in der Gesellschaft, und sie ist seit vielen Jahren Mitglied der FISAE.“ So würdigt der Newsletter 468 der FISAE die jüngste, die Ausgabe 256 der Marginalien (Heft 2025/1), der einzigen derartigen Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie im deutschsprachigen Raum. Es folgen im Newsletter ein Überblick zum Inhalt samt dem Editorial von Redaktionsleiter Till Schröder in diversen Sprachen, in denen die FISAE mit der Welt kommuniziert, flankiert von einer reichen Auswahl an Bildern, die in dem Heft erschienen sind: Hermann Seewald, Werner Klemke und Johannes Gutenberg kommen so im Neuigkeitenbrief der internationalen Exlibris-Gesellschaft zu Ehren. Auch die Blätter von Gerhard Marcks, Karl-Georg Hirsch sowie einige Maro-Cover werden gezeigt ... Zudem stellt der Letter Werke polnischer und tschechischer Exlibriskünstler vor. Der FISAE-Newsletter bündelt und verbreitet regelmäßig Informationen zum Exlibris weltweit. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 27.03.2025

Der "Pirckheimer"-Stand – frisch aufgebaut von den guten und engagierten Seelen der Gesellschaft ...

Leipzig: Eva, Abel, Noah, Ararat ...

Ihr Bibliophilen, nun kommet: Heute morgen hat die Leipziger Buchmesse 2025 ihre Pforten geöffnet, und mittendrin in Halle 5 erwartet natürlich der Stand der Pirckheimer-Gesellschaft all die Freundinnen und Freunde des schönen Buchs, der Grafik und Buchkunst. Zu finden sind diverse Vertreter der Pirckheimer an Stand D402, und im weiten Umkreis gruppieren sich bis zum 30.03. andere bibliophile Gesellschaften, Lesungsorte, die Stände der Buchkunst daselbst, ja, und zudem die Antiquariatsmesse um das Zentromer der Pirckheimerischen Welt- und Büchersicht. Am Stand gibt es wieder einen schönen Einblick in die Arbeit der mehr als 600 Mitglieder umfassenden Gesellung, dazu Publikationen, darunter die neueste Ausgabe der Marginalien im neuen Design, zu bewundern wie auch Originalgrafik; und auch der eine oder andere durch die Hallen streifende Pirckheimer wird sich immer wieder bei den Engagierten vor Ort einfinden ... Mit dem Auftritt der Bücherkinder Brandenburg unter Leitung ihres Mentors Armin Schubert wird die Gesellschaft am Sonnabend, 29.03., um 13 Uhr auch eine Veranstaltung zum Messeprogramm beisteuern: Die Kinder stellen im Verbund mit dem Pirckheimer-Freund aus der Havelstadt ihr neuestes Buch vor. Die Lesung und Präsentation findet im Forum Literatur der Halle 5 (K602) statt. Und auch auf zwei weitere Veranstaltungen mit Beteiligung von Pirckheimern in der Halle sei verwiesen: so auf die Lesung Pop Up Lyrik am Stand H401 (Lounge der Unabhängigen Verlage) eines noch jungen Lyrik-Netzwerks (28.03., 14 Uhr), die Präsentation von Der doppelte Sisyphos des Künstlerhauses Edenkoben (K211, 28.03., 17 Uhr) u. a. mit Armenuhi Abgarjan-Drost, Hans Thill und André Schinkel, bei der die Ergebnisse einer deutsch-armenischen Dichterwerkstatt vorgestellt werden ... Eva, Abel, Noah bei den Bücherkindern, der Ararat, der über Leipzig steht, Herz, was will man mehr.

(Kevin Konopke)