Pirckheimer-Blog

Marginalien

Fr, 11.11.2022

Karl-Georg Hirsch: "Letzter Tanz. Für Gottfried B.", Holzschnitt mit Tonplatte im Irisdruck.
Sven Großkreutz: "Phoenix aus Aschersleben", Ätz-/ Kaltnadelradierung, Aquatinta, Aussprengtechnik.
Claudia Berg: "Haus bei Burano", Kaltnadelradierung.

Subskriptionsfrist für die Grafikmappe Edition Pirckheimer verlängert

Unserer Zeitschrift Marginalien liegt pro Ausgabe für jedes Mitglied eine Originalgrafik bei. War dies in der Vergangenheit nur in vereinzelten Heften der Fall, so etablierten wir vor fünf Jahren die regelmäßige Beilage mit jeder Ausgabe. Auch ein Grund für unser Mitgliederwachstum. Wir freuen uns, mit den preiswerten Blättern namhafter Künstler wie Max Uhlig, Dieter Goltzsche, ATAK, Volker Pfüller, Strawalde, Frank Eißner, Thomas Ranft und vielen mehr vor allem jüngeren Lesern den Aufbau einer eigenen Grafiksammlung zu ermöglichen. Trotzdem bleibt das paradoxe Problem: Je erfolgreicher die Zeitschrift, je höher ihre Auflage, desto mehr steigen die Kosten und sinkt der Sammlerwert der Grafiken.

Vor drei Jahren haben wir auf dieses Problem mit der Herausgabe einer exklusiven Edition Pirckheimer geantwortet: einer Grafikmappe in kleiner Auflage, die den Sammlern etwas Besonderes bietet und deren Ertrag dabei hilft, die Finanzierungslücke für qualitätsvolle Grafik-Beilagen der Marginalien auszugleichen. Kuratiert von Jens-Fietje Dwars, unter anderem auch Herausgeber der literarischen Edition Ornament im quartus-Verlag, starteten wir mit sieben A3-Blättern in 35er Auflage von den Künstlern Susanne Theumer, Hans Ticha, Klaus Süß, Moritz Götze, Kay Voigtmann, Strawalde und Baldwin Zettl. Mit der diesjährig gestarteten zweiten Mappe der Edition passten wir das Konzept leicht an: Auflage 50 Exemplare, und alle sieben Blätter liegen bereits vor, statt sukzessive ausgeliefert zu werden. Somit weiß jeder, was ihn erwartet, wenn er die Edition abonniert.

Karl-Georg Hirschs Holzschnitt Letzter Tanz krönt eine ganze Reihe oft skurriler Paare des Altmeisters, die weniger harmlos tänzeln, als vielmehr ihre Kräfte messen. Dieter Goltzsche trägt eine kleine Radierung namens Schaukelpferd bei. Max Uhlig gab uns für die Mappe eine radierte Frauenkopf-Studie aus dem Jahr 1978, von der bislang noch keine Auflage gedruckt wurde. Seine Malerkollegin im Geiste, Gerda Lepke, zeichnete in ihrer Algrafie mit bekannt freiem Strich ein geheimnisvolles Paar. Der Grafiker und Maler Gerd Mackensen zeigt mit seiner handkolorierten Radierung Nur Narr! Nur Dichter! einen Nietzsche jenseits verklärender Heroisierung. Als Vertreter nachwachsender Generationen konnten wir Sven Großkreutz gewinnen. Sein rätselhaftes Blatt Phönix aus Aschersleben ist aufwändig in Ätzradierung und Aquatinta, Kaltnadel und Aussprengtechnik gearbeitet. Und Claudia Berg beschließt die Mappe mit einem Blatt aus ihrem jüngsten Venedig-Zyklus: Haus bei Burano ist ein weiteres Zeugnis ihrer atmosphärisch dichten Radierkunst. Die Mappe wird erneut von Silke Steinhagen in Weimar gebunden, ein Beiblatt in Bleisatz von der Pavillon-Presse Weimar gedruckt.

Mit einer Auslieferung rechnen wir im November. Bis zum 31. Dezember kann die Mappe zum Subskriptionspreis von 1.300 Euro erworben werden. Danach kostet sie 1.600 Euro. Wir haben die ursprünglich in den Marginalien (Heft 246) angekündigte Frist verlängert, da die Marginalien bei einigen verspätetet ausgeliefert wurden. Für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft sowie Sammler der ersten Mappe (auch wenn sie nicht den Pirckheimern angehören) wird ein weiterer Rabatt von 10 Prozent gewährt, sodass die Mappe dann 1.170 Euro zuzüglich Versand kostet. Die Bezahlung ist in drei Raten möglich. Die Verteilung der Nummern erfolgt in der Reihenfolge der Bestellungen. Subskriptions-Bestellungen können gerichtet werden an:

Pirckheimer-Gesellschaft e. V.
c/o Matthias Haberzettl
Ramsbergstr. 12, 86156 Augsburg
E-Mail: haberzettl@pirckheimer-gesellschaft.org

(Jens-Fietje Dwars)

Fr, 21.10.2022

Matthias Gubig. ǀ © Thomas Gubig
Es herrschte reger Andrang. ǀ © Thomas Gubig

Retrospektive Matthias Gubig

Die Galerie 100 in Berlin war gerammelt voll. Bis auf die Straße stand man, um der Eröffnungsrede von Hans-Eberhard Ernst zuzuhören – einer Eröffnung für Matthias Gubig. Der Typograf und Grafiker zeigt seit dem 19. Oktober Bilder & Bücher oder, wie er es im Untertitel nennt: „Zeitzeichen aus fünfzig Jahren“. 

Eingestimmt durch die Kompositionen von Jasper Libuda, der mit Kontrabass und Loop-Station seine ganz eigene, melodische Form aus Drone und Kammermusik darbot, führte Ernst durch das Œuvre und Leben von Gubig, der seit acht Jahren auch die Marginalien für die Pirckheimer-Gesellschaft gestaltet. 

Er erzählte vom ausgebombten Kind aus Dresden, das zum Professor für Typografie an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee aufstieg, der unzählige Bücher gestaltet hat (auch als »schönste« ausgezeichnete), Grafiken und Typografiken schafft, mit Plakaten die Zeiten kommentiert, und als Typograf eben generell wisse, „wie man mit Umbrüchen“ umgehe. Das Publikum quittierte das Wortspiel lachend. 

Von Holzstichmontagen aus den 1970ern über Buchgestaltungen und Plakate der 1980er und 1990er bis hin zu den Spätdrucken, in Eigenregie von Matthias Gubig geschaffenen Büchern der Jetztzeit, ist die Spannbreite und spielerische anregende Wirkung der ausgestellten Objekte in zwei Räumen groß. Noch bis zum 18. Dezember kann man sich in der Galerie 100 davon selbst überzeugen.

Matthias Gubig:
Bilder & Bücher.
Zeitzeichen aus fünfzig Jahren
Galerie 100
Konrad-Wolf-Str. 99
13055 Berlin
19.10.–18.12.2022

(Till Schröder)

Fr, 07.10.2022

Die neue Ausgabe der "Marginalien" samt der Grafik von Xago und dem "Besonderen Blatt" zu Ehren von Matthias Gubig. ǀ © Till Schröder

Marginalien 246 erschienen

Ganz frisch auf dem Tisch ist die neueste Ausgabe der Marginalien, genauer gesagt die Ausgabe 246 der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft. Unter der Ägide von Chefredakteur Till Schröder entstand wieder ein Heft voller Aufsätze, Rezensionen und Mitteilungen, das sich der Hingabe zum schönen Buch, der Grafik und im besten Sinne der Bibliomanie hingibt: Ernst Falk würdigt Heinz Edelmann, Renate Reschke porträtiert Xago (der mit Unter Beobachtung: Kunst wunderbarerweise gleich auch die Beilage für die Vereinsmitglieder beisteuerte) zum runden Geburtstag; Jens-Fietje Dwars kündigt die zweite Folge der Edition Pirckheimer an, Matthias Flügge hält eine Laudatio auf Strawalde, Anja Harms und Eberhard Müller-Fries (deren Ausstellung in Oldenburg eben die Pirckheimer begeisterte) erfahren Würdigung, Dieter Goltzsche erinnert an Ursula Lang. In der Typografischen Beilage zeigt uns Jürgen Engler die Poesie der Satzzeichen, und im ABC der Druckkunst führt Thomas Glöß in die Kunst des Siebdrucks ein (wird in Heft 247 fortgesetzt). Und ein wirklich ganz besonderes Blatt wird mit einer Extraausgabe der gleichnamigen Rubrik an Matthias Gubig verschenkt: Mit der eigens dafür entstandenen Grafik Der Glyphenbeschwörer von Gubig-Schülerin Julienne Jattiot und einem berührenden Text Till Schröders ehrt die Redaktion den großen Typografen, der auch die Marginalien gestaltet, und gratuliert ihm zum 80. Geburtstag. Der Reigen wird beschlossen mit Rezensionen zu schönen Büchern und Mitteilungen aus der Welt derselben. 

(André Schinkel)

Fr, 09.09.2022

Breslauer Preis für Bibliographie: Erster Preis 2022.
Den zweiten der insgesamt vier vergebenen Preise erhält Ernst Fischer.

Breslauer Preis für Bibliographie

Die International League of Antiquarian Booksellers (ILAB) hat die Gewinner des Breslauer Preises für Bibliographie 2022 bekanntgegeben. Insgesamt wurden 99 Arbeiten eingereicht. Der erste Platz ging an Jack Baldwin mit A Catalogue of Fifteenth-Century Printed Books in Glasgow Libraries and Museums (zwei Bände, Woodbridge: Boydell and Brewer 2020). Die Universitätsbibliothek Glasgow besitzt eine der umfangreichsten Sammlungen seltener Bücher im Vereinigten Königreich, darunter 1.062 Inkunabeln. Eine Beschreibung von weiteren 62 Inkunabeln aus anderen Glasgower Bibliotheken und Museen vervollständigt den Katalog.

Der zweite Preis geht an Ernst Fischer (Börsenverein des Deutschen Buchhandels, Historische Kommission): Geschichte des deutschen Buchhandels im 19. und 20. Jahrhundert. Band 3 Drittes Reich und Exil, drei Teile: Exilbuchhandel 1933–1945/1; Exilbuchhandel 1933–1945/2; Exilbuchhandel/Supplement (Berlin und Boston: De Gruyter, 2020 und 2021). Den dritten Platz belegt Renaud Adam mit Vivre et imprimer dans les Pays – Bas Méridionaux (Des Origines à la réforme) (zwei Bände, Turnhout: Brepols 2018). Eine Honourable Mention (Lobende Erwähnung) erhielten schließlich Frank Romano und Miranda Mitrano mit History of Desktop Publishing (New Castle, Delaware: Oak Knoll Press 2019).

Die Auszeichnung, mit dem alle vier Jahre herausragende bibliografische und buchgeschichtliche Arbeiten gewürdigt werden, wurde erstmals 1967 verliehen. Der ILAB Breslau Prize for Bibliography wird von der ILAB mit der großzügigen Unterstützung der B. H. Breslauer Foundation gesponsort und am 14. September 2022 im Rahmen des ILAB-Symposiums in der Weston Library (Bodleian Libraries) in Oxford, verliehen. Eine Ausstellung aller eingereichten Bücher samt der 2022 ausgezeichneten Titel wird vom 15. bis 18. September 2022 während der London Rare Book Fair (Firsts) in der Londoner Saatchi Gallery zu sehen sein. – Das Opus magnum des zweiten Preisträgers, Ernst Fischer, wurde übrigens in der Ausgabe 243 (2021/4) der Marginalien durch Klaus-Jürgen Becker rezensiert und gewürdigt. 

(Maria Bogdanovich)

Di, 09.08.2022

Die "BücherLust" findet am 10. und 11. September in Berlin statt.
Klaus Ensikat ǀ © Kindermann Verlag
Die jüngste Jahresgabe der Pirckheimer ist der Band "Nebengekritzeltes" von Strawalde, erschienen in der Edition Ornament (quartus-Verlag, Bucha 2021).

Bücherlust in Berlin

Nach langer Pause findet in Berlin wieder einer der größten Antiquitätenmärkte Deutschlands statt. Am 10. und 11. September 2022 lädt die Antiquariatsmesse „BücherLust“ auf die alte Trabrennbahn Karlshorst in der Treskowallee ein. Rund 20.000 Besucher werden erwartet. Bislang haben sich 54 Teilnehmer angemeldet. Neben Unternehmen aus Deutschland werden auch Anbieter aus Amsterdam, Budapest, den Haag, London und Wien vertreten sein.

Wie die Organisatoren anmerken: „In den letzten Jahrzehnten war immer ein Bedürfnis nach einer für alle leicht und risikolos zugänglichen Antiquariatsveranstaltung vorhanden. Verschiedene Anstöße und Versuche wurden, leider zumeist regional, von verschiedener Seite unternommen. Keiner der Versuche konnte sich etablieren. Nun ein neuer Aufschlag – die Antiquariatsmesse ‚BücherLust‘! [...] Kein Preisdruck und kein Standesdenken, wenn es um die öffentliche Präsentation alter und seltener Bücher geht. Ihre Qualität und Bedeutung spricht für sich selbst. Andere Länder machen es uns seit Jahrzehnten vor. [...] Nach ihrem Vorbild soll mit der Antiquariatsmesse ‚BücherLust‘ eine offene Veranstaltung mit jährlicher Wiederholung ins Leben gerufen werden.“

Die Veranstaltung wurde organisiert mit Unterstützung des Verbands Deutscher Antiquare e. V., der GIAQ – Genossenschaft der Internet-Antiquare e. G., des Börsenverein des deutschen Buchhandels e. V., der Fachzeitschrift Aus dem Antiquariat, des Verbands der Antiquare Österreichs, von Petra Bewer (Veranstalterin der Antiquaria Ludwigsburg), Harrison-Hiett Rare Books, Ursula Saile-Haedicke (Braunschweig), der Gesellschaft der Bibliophilen e. V., Regina Pröhm and Michael Schrottmeyer GbR, Provincial Booksellers Fairs Association, des Zentralen Verzeichnisses antiquarischer Bücher (ZVAB) sowie der Buch- und Offsetdruckerei H. Heenemann Berlin.

Die Pirckheimer-Gesellschaft unterstützt den Veranstalter mit einem attraktiven Rahmenprogramm. Auf der Empore der Tribünen-Halle werden viele Künstler, Autoren und Verlage begrüßt. Der Samstag startet um 12 Uhr mit Anna Kindermann. Gemeinsam mit unserem Pirckheimer-Freund, dem grandiosen Klaus Ensikat, wird das neueste Buch aus dem Hause Kindermann präsentiert. Im Anschluss besteht die Möglichkeit, sich von Ensikat eines seiner Bücher signieren zu lassen. 14 Uhr besuchen uns die Bücherkinder aus Brandenburg am Pirckheimer-Stand und stellen ihre neuesten Arbeiten vor. Und um 16 Uhr präsentiert der Quintus-Verlag Eseleien mit André Förster, Dieter Goltzsche und Gunnar Decker.

Am Sonntagmorgen geht es weiter mit Matthes & Seitz, der Friedenauer Presse und den legendären Naturkunden, um anschließend mit der Büchergilde Gutenberg fortzufahren und dem neuesten Band aus der Hand von Hans TichaTicha illustriert Brecht – ein Saisonhöhepunkt! An beiden Tagen präsentieren wir an unserem Stand den zweiten Teil unserer Edition Pirckheimer, herausgegeben von Jens-Fietje Dwars. Unsere Jahresgaben und unsere Zeitschrift Marginalien erwarten Sie zudem.

Die Antiquariatsmesse ist an beiden Tagen von 10 bis 18 Uhr geöffnet. Die alte Trabrennbahn Karlshorst (Treskowallee 159, 10318 Berlin) ist mit der S-Bahn (Linie 3) gut zu erreichen, sie liegt nur 200 Meter vom S-Bahnhof Berlin-Karlshorst entfernt. Besucherparkplätze für mit dem Auto anreisende Interessenten sind für 5 Euro je Tag vorhanden. Der Eintritt für Besucher beträgt 3 Euro. Das Besucherparkplatzticket wird für einen Besucher als Eintrittsgeld voll angerechnet, so dass der Parkplatz für einen Besucher freien Eintritt bedeutet. Kontakt für die Anmeldung und Informationen zur Antiquariatsmesse besteht über Christoph Neumann, einerseits per Mail: info@antiquariat-neumann.de, andererseits per Telefon: (0178) 5 40 90 18. Weiterführende Informationen sind über die eigens eingerichtete Seite www.bücherlust.com erhältlich.

(Maria Bogdanovich/Ralph Aepler)

Mo, 18.07.2022

Herbert W. Franke (1927-2022) auf der Transmediale 2010 ǀ © Shervin Afshar (CC BY-SA 3.0)

Abschied von Herbert W. Franke

Die europäische Kulturszene trauert um einen einzigartigen Pionier der Medienkunst, einen – was im Zeitalter der galoppierenden Fächerverengung allein schon Aufsehen erregt – universell Gelehrten und Tausendsassa, der als Wissenschaftler, bildender Künstler und Schriftsteller (sowie durchaus in steter Bereitschaft, diese Kosmen zu mischen) bis ins hohe Alter aktiv blieb und den Diskurs mitbestimmte. Am 16. Juli starb in seiner oberbayerischen Wahlheimat Herbert W. Franke, wenige Wochen nach seinem 95. Geburtstag.

1927 in Wien geboren, studierte Franke Physik, Chemie und Mathematik, Psychologie und Philosophie, begründete die Ars Electronica mit, lehrte in München, forschte zur Elektrotechnik, zu KI, zur Höhlenkunde, zur Tropfstein-Datierung ... Vor allem aber gilt er als „Dinosaurier“ der Computerkunst und -grafik. 1970 war er mit einem Siebdruck auf der Biennale vertreten. Ungezählt seine Bücher: Science-Fiction-Romane und -Erzählungen, Aufsätze, Gedichte. Seine letzte Aktion war der digitale Abverkauf seiner Serie Math art am 1. Juni, ganze 30 Sekunden brauchte er dafür. Zuvor hatte Franke, sich damit als einer der Vordenker des Metaverse erweisend, mit seiner Frau Susanne Päch in den 2000ern auf der Plattform Active Worlds die Z-Galaxy eröffnet, einen multimedialen Raum für Kunst.

Dort wie im Zentrum für Kunst und Medien in Karlsruhe wird nun sein Vermächtnis gesammelt, bewahrt und für die Nachwelt von der Umtriebigkeit wie dem Geistesreichtum von Herbert W. Franke künden. Eine ausführliche Würdigung der Bedeutung Frankes als „philosophischer Fixstern“ für die westdeutsche utopische Literatur nach 1950 durch Norbert Grewe ist im Übrigen zu finden im 245. Heft (2022/2) der Marginalien, der Zeitschrift der Pirckheimer-Gesellschaft.

(André Schinkel)

So, 10.04.2022

Marginalien 244 mit Typografischer (Albrecht von Bodecker) und Graphischer Beilage (Uwe Pfeifer: Hin und her, Holzschnitt, sign.)

MARGINALIEN #244

Zur artbook.berlin nord konnten die Marginalien #244 bereits vorgestellt werden, am Montag darauf hatten sie die meisten Pirckheimer in ihrem Briefkasten. 

"Das seltene Finden. So betitelt Albrecht von Bodecker vor gut 35 Jahren seine Erfahrungen mit Antiquariaten. Er schreibt nicht: Das Seltene finden. Er stellt nicht die Trouvaille in den Mittelpunkt, sondern die Suche. Der Prozess ist ihm wichtiger als das Produkt. Auf dem Weg zum geliebten Fund wächst der eigentliche Schatz: Wissens- und Wahrnehmungserweiterung. Es hat schon etwas Zen-haftiges, dieses Stöbern nach schönen Büchern. Nachzulesen in unserer Typografischen Beilage, mit der wir dem Buchkünstler zu seinem 90. Geburtstag im April gratulieren.
Ums Suchen geht es auch in anderen Beiträgen unserer aktuellen Ausgabe. Die Suche nach angemessener Form zum Beispiel, von der Sabine Knopf berichtet. Sie porträtiert Friederike Pondelik, die langjährige Künstlerische Leiterin des Reclam-Verlags Leipzig.
[...]
Fast schon manisch suchte ein anderer Gestalter nach der idealen Form: Willy Wiegand und seine Bremer Presse wollten nichts mehr als das Buch an sich neu zu erfinden, landete bei klassizistischer Askese, was in einigen der schönsten Bücher des 20. Jahrhunderts gipfelte – aber auch im Konkurs, wie Helmut Steffens für uns erzählt. Auch Christof Kugler sucht: Alles zum Spanischen Bürgerkrieg. Christoph Links besuchte den Arzt aus Frankfurt am Main [...] Jens-Fietje Dwars spürt im Atelier von Uwe Pfeifer der »Magie der Sachlichkeit« nach, dem Suchen nach Gewissheiten hinter nüchterner Darstellung, [...]
Und schließlich erzählt Christiane Hoffrath von der Suche nach Wahrheit – nicht nur von der astronomischen Galileo Galileis, sondern auch von der über dessen erstes Buch, dem Sternenboten von 1610, ausgelöst durch eine spektakuläre Fälschung."

(Till Schröder, Editorial)

Fr, 25.03.2022

Stand der Pirckheimer-Gesellschaft
Tamara Ivanova und Michael Bensman (die Maske fiel nur fürs Foto!)
Rainer Ehrt, Foto © ad

artbook.berlin nord

Nach zwei Jahren Corona-Pause heute endlich wieder ein Neustart der artbook.berlin, zurückgekehrt zu den Wurzeln in die Galerie Nord, diesmal mit 30 Ausstellern noch etwas kleiner, selbst die 1. artbook.berlin vor 10 Jahren war mit 45 Ausstellern größer, aber auch 2022 zeigte sich die Künstlerbuchmesse wieder mit gewachsener Qualität.

In der Begrüßungstüte für die Aussteller diesmal neben dem traditionellen Schoko-Buchstaben eine FFP2-Ma..., aber die Lust an der Begegnung von Buchkünstlern mit Sammlern und die Wunsch der Besucher an Gesprächen mit den Buchkünstlern war ungebrochen. Wie auch die Freude an kollegialen Begegnungen. Übrigens auch mit Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft.

Unter den Ausstellern finden sich alte Bekannte, wie Barbara Beisinghoff, Julienne Jattiot, Sabine Golde, Tamara Ivanova und Michael Bensman, Claudia Berg, Petrus Akkordeon, Peter Rensch, auch Pirckheimer, wie Hanfried Wendland, Rainer Ehrt, das Klingspor-Museum, Uta Schneider und Ulrike Stoltz (hier können nicht alle genannt werden).

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft konnte man einen ersten Blick in die Marginalien (244. Heft) werfen. Es enthält für Mitglieder, die das Heft am Montag im Briefkasten haben werden, den signierten Holzschnitt von Uwe Pfeifer "HIN UND HER".

Die Messe ist noch am Sonnabend von 14 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Galerie Nord/ Kunstverein Tiergarten Berlin-Moabit
Turmstraße 75, 10551 Berlin

Do, 03.03.2022

Der Engel der Geschichte

In diesen Tagen nimmt sicher jeder Pirckheimer, sofern er sie in seiner Sammlung hat, die «Engel der Geschichte» in die Hand, eine von HAP Grieshaber herausgegebene Künstlerzeitschrift.

Denn HAP Grieshaber engagierte sich bekanntlich gegen die Diktaturen in Griechenland und unter Pinochet in Chile und setzte sich in Zeiten des Kalten Krieges für den Brückenschlag zwischen den beiden deutschen Staaten ein. Hierbei entstanden auch zahlreiche Kontakte mit der Pirckheimer-Gesellschaft, sowie Ausstellungsbeteiligungen. Heft 104 der Marginalien enthielt als typografische Beilage postum seinen Text «Meine Bücher».

Das Engagement dieses großen Künstlers ist Mahnung auch im aktuellen Konflikt in Europa.

Die Online-Auktionsplattform Artpeers bietet in der in 5 Tagen auslaufenden Auktion «Der Engel der Geschichte XII. Für Grieshaber zum 15. Februar 1969». Im Folio-Format und losen Bogen enthält es neben einem doppelseitigen, höchst aktuellen Holzschnitt Grieshabers (siehe Abb.), Orig.-Lithographien von Hans Martin Erhardt, Fritz Genkinger und Rudolf Szymanski, eine Orig.-Zinkätzung von Rudolf Hochlehner, ein Orig.-Linolschnitt von Gisela Sternstein, ein Orig.-Holzschnitt von Gert Köller, die Graphik der späteren Lebensgefährtin von Grieshaber Margarete Hannsmann «Prometheus: Alpha», und einer s/w-Fotografie von Walter Renz. Der Umschlag wurde von Josua Reichert gestaltet.
Das Heft wurde in einer Auflage von 1000 Exemplaren von Margot Fürst und Roland Hänßel herausgegeben und erschien in der manus presse.

Di, 01.02.2022

rechts: Mein Vorurteil gegen diese Zeit, Büchergilde Gutenberg 1932 | lks.: Literatur-Alphabet, Jahresgabe 1979 der Pirckheimer-Gesellschaft

Bibliophiles des Monats - Mein Vorurteil gegen diese Zeit

Bibliophiles des Monats“ Februar ist eine Ausgabe der Büchergilde Gutenberg von 1932 „Mein Vorurteil gegen diese Zeit. Karl Rössing. 100 Holzschnitte.
Die Ausgabe enthält 99 ganzseitige Abbildungen in Originalgröße von Galvanoplastiken nach den Originalstöcken, sowie 1 Schlussvignette, nach Holzstichen von Karl Rössing. Den Abbildungen ist ein Vorwort des Künstlers vorangestellt. Das Buch hat das Format 4°, enthält 207 S., in Originalleinen mit Textprägung, gebunden mit SchU.

Ein Reprint dieses klassischen Buches politischer Graphik der Weimarer Republik erschien 1974 aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Büchergilde Gutenberg.

Das Werk des 1987 neunzigjährig verstorbenen Österreichers Karl Rössing ist den Mitgliedern unserer Gesellschaft gut vertraut; es wurde ausführlich mehrfach in den Marginalien behandelt und ist auch heute noch Thema von Pirckheimer-Abenden. So hielt der Schriftkünstler Prof. Fritz H. Ehmcke aus München, der selbst einen großen Anteil an der Beförderung moderner Buchkunst hatte und 1963 den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig erhielt, 1960 vor den Pirckheimern in mehreren Regionalgruppen Vorträge zu Karl Rössing, einem politischen Künstler, der den Holzstich bevorzugte und mit diesem vorwiegend im Kleinformat eine beispielhafte Aussagekraft erreichte und der sich ab den 50ger Jahren mehr dem Clair-Obscur-Stich zuwandte, den er in Drucken größeren Formats auch als Wandgraphik anwandte. Mit seiner Illustration von etwa 40 Büchern leistete er Hervorragendes. Neben dem hier vorgestellten sei hier nur "Münchhausen" (Kurt Wolff Verlag 1919) und Gottfried Kellers "Der Schmied seines Glücks" (Insel-Verlag 1921) genannt.

1979 erhielten Pirckheimer als Jahresgabe die erstmals in Buchform erschienene Neuausgabe „Literatur-Alphabet“ von Karl Rössing mit 18 ganzseitigen, in Originalgröße reproduzierten Holzstichen, eine einmalige Auflage in 1400 Expl., gestaltet von Albert Kapr und gesetzt und gedruckt in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Sa, 29.01.2022

66 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Vor 66 Jahren fand im Berliner Café Budapest die Gründungsveranstaltung der Pirckheimer-Gesellschaft statt. Diese Organisation ist damit zwar nur halb so alt, wie die beiden anderen überregionalen deutschen Bibliophilen-Verbände, aber von der Mitgliederzahl auch die zweitstärkste von ihnen.

In Erinnerung an die Gründung verloste die Pirckheimer-Gesellschaft einige Bücher bei Beantwortung der Frage nach dem Titel ihres ersten Drucks, der den Anwesenden auf der Gründungsveranstaltung übergeben wurde. Dieser Titel wurde vor genau einem Jahr hier als Bibliophiles des Monats vorgestellt.

Die richtige Antwort lautet also "29. Januar 1956".

Dieser erste Druck der Pirckheimer-Gesellschaft enthält zwei Texte: die Anekdote "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547" von Friedrich Schiller und die betreffende Passage der von Schiller für seine Schrift genutzten Quelle aus "Res in Ecclesia et Politia Christiana gestae Rudolstadt 1670" von J. Söffing. Die Nennung mindestens eines dieser Titel galt damit ebenfalls als richtige Antwort. Ebenso wurde als korrekte Antwort auch "Heft Null der Marginalien" gewertet. Insider nennen dieses Heft so, da das Layout dieses Drucks für die ersten dreizehn Ausgaben der Marginalien übernommen wurde.

Gewonnen haben

  • Udo H. (Neuenhagen) - Rainer Ehrt, "Zerstreute Sammlung, Erotische Geschichten", VEVAIS Editions 2021
  • Gabriele A. (Markranstädt) - Gorch Fock, "Seefahrt ist not!", Perlen der Literatur Bd. 2, Input-Verlag 2021
  • Sabine M. (Altenburg) - Georg Orwell, "1984", Perlen der Literatur Bd. 5, Input Verlag 2021
  • Gerhard P. (Halle) - Hannelore Valencak, "Das Fenster zum Sommer", Perlen der Literatur Bd.11, Input-Verlag 2021
  • Michael L. (Nürnberg) - Franz Werfel, "Eine blassblaue Frauenschrift", Perlen der Literatur Bd. 13, Input-Verlag 2021

Wir danken den Stiftern der Gewinne. Die Bücher gehen den Gewinnern in den nächsten Tagen zu.

So, 16.01.2022

Rainer Ehrt, Zerstreute Sammlung, VEVAIS Editions 2021

66 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Am 29. Januar 1956 wurde die Pirckheimer-Gesellschaft gegründet. Grund genug, an diesem Tag ein Buch unter den Freunden, also nicht nur unter den Mitgliedern, unserer bibliophilen Vereinigung zu verlosen.

Zu gewinnen ist der nebenstehende, in der VEVAIS Editions erschienene Titel "Zerstreute Sammlung, Erotische Geschichten" unseres Mitglieds Rainer Ehrt. Zur Verlosung kommt die broschierte Ausgabe.
Layout und Satz des Buches übernahmen der Autor und Jörg Wachtel, der Satz erfolgte in Praho Pro und Neue Frutiger, Herstellungsdesign Alexander Scholz und Hans Jörg Rafalski, Druck und Verarbeitung Sportflieger Berlin, Endveredlung Ingrid Trommer, Königshain-Wiederau.

Weiterhin werden ausgewählte Titel der Reihe "Perlen der Literatur" zur Verlosung kommen, eine neue Reihe des Pirckheimers Ralf Plenz mit europäischen Autoren des 19. und 20. Jahrhunderts in bester Ausstattung, einer individuellen, an den Inhalt angepasste Typographie, einer Bauchbinde mit kaligraphischer Gestaltung, einheitlich blauen Leineneinbänden und farbiges, zum Buchtitel passendes Vorsatzpapier, Hardcover-Leineneinband, gutem Papier, sorgfältigem Druck und Fadenheftung.

Zur Teilnahme am Gewinnspiel genügt eine E-Mail mit dem Titel des ersten Drucks der Pirckheimer-Gesellschaft, der den Anwesenden auf der Gründungsveranstaltung im damaligen Café Budapest in Berlin übergeben wurde. Ein Hinweis, den allerdings nur Insider verstehen: Ein Jahr später erschien das erste Heft der Marginalien, Blätter der Pirckheimer-Gesellschaft, fast zwei Jahre später dann die erste Jahresgabe "Sechs Generationen auf Bücherjagd" von Jürgen Kuczynski.

Di, 11.01.2022

Typografische Beilage: Die Magie des Enchiridion Leonis Papae / Grafische Beilage: ATAK HERE, Risografie

Marginalien #243

Im Editorial der Ende letzten Jahres ausgelieferten Marginalien schreibt Till Schröder: "Die Person hinter der Kunst, sie fasziniert die Kritiker. Sie oder er ginge unbeirrt ihren oder seinen Weg. Ihr oder sein Individualismus mache sie einzigartig, heißt es. Geht es um Annäherung, beschäftigt die Kritiker das Besondere im Werk oft mehr als das Verwandte. Und doch agiert selbst der Exzeptionellste unter den Schaffenden nie im luftleeren Raum. Durch Kontext entsteht Bedeutung. In Abgrenzung zum Davor das neue Danach. Starke Persönlichkeiten reifen oft in starken Umfeldern. Das Drumherum bestimmt Bildung innerer Ästhetik gleichermaßen wie Möglichkeit äußeren Ausdrucks.
In diesem Sinne erkunden die Marginalien diesmal Menschen, die ihre künstlerischen Wege in der Tat unbeirrt von Zeiten und Systemen zu gehen scheinen. Allerdings, was im Nachhinein betrachtet als zielstrebig scheinen mag, stellt sich für die Künstler selbst eher wie ein Neugieriges-Sich-Treiben-Lassen dar. Über Vorbestimmung sinnieren sie wenig. Der Schriftsteller
Ingo Schulze nimmt uns mit in die Bild- und Buchwelten von Olaf Wegewitz, dem großen Nachspürer von Natur im Papier. Matthias Gubig erkundet die illustrativen Bildwelten Jutta Mirtschins, deren Kinderbücher und Theaterplakate gleichermaßen intime wie distanzierte Weltsicht atmen. Tobias-David Albert besucht den Typografen, Buchgestalter und Bildhauer Volker Küster nahe der niederländischen Grenze, der als Schriftgestalter Zeichen nicht nur im Zweidimensionalen der Buchseiten vermisst, sondern auch im Dreidimensionalen des Eisenguss’. Jens-Fietje Dwars erzählt von drei glorreichen Jahren des Hans Mardersteig und seiner Kunstzeitschrift Genius im Deutschland der 1920er Jahre, während Norbert Grewe in die Anfangsjahre des Diogenes Verlags eintaucht – und Daniel Keels Faible für die Fantastik. Michael Siefeners Kurzgeschichte über ein Zauberbuch in den Katakomben Lyoner Antiquariate verströmt eben solche in unserer Typografischen Beilage. Bernhard Hampp steigt ein in die napoleonische Epoche und ruft Adalbert Chamisso, den weltreisenden Franzosen in preußischem Dienst, seinen Schlemihl und den Kunersdorfer Musenhof ins Gedächtnis. Fritz Jüttner erinnert an 250 Jahre Klopstock’scher Oden, die Kraft eines Kommas und die Wirkmacht illegaler Nachdrucke. Und [... Till Schröder ...] durfte bei ATAK vorbeischauen, dem Professor der Illustration mit Punk-Wurzeln, der das Malen zitatreicher Stilleben für sich entdeckt hat."

Als grafische Beilage erhielten Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft die Risografie von ATAK HERE, vom Künstler signiert und nummeriert, in 650 Exemplaren dreifarbig gedruckt von Dominik Dabrowski in der Druckwerkstatt der Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle (Saale). Die allen Heften beiliegende typografische Beilage enthält den oben erwähnten Text "Die Magie des Enchiridion Leonis Papae", wie immer gestaltet und kommentiert von Matthias Gubig.

Mo, 27.12.2021

Ein Nagel für die Marginalien

Im ADC Wettbewerb 2021 wurde den Marginalien, Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie, wie hier berichtet, der Bronzene Nagel des Art Directors Club für Deutschland verliehen.
Insgesamt wurden in dieser Kategorie drei Bronzene Nägel vergeben. Die beiden anderen Preisträger sind die Design-Zeitschrift "form" und die Zeitschrift der Wochenzeitung "ZEIT", das "ZEIT-Magazin". Goldene und Silberne Nägel sind in diesem Jahr von der Jury nicht verliehen worden.

Wie unser Chefredakteur Till Schröder mitteilte, ist diese Auszeichnung jetzt nach einigen Irrwegen in realitas bei der Pirckheimer-Gesellschaft eingetroffen und kann somit hiermit vorgestellt werden.
Diese Würdigung wird der gesamten Redaktion Ansporn für weitere interessante und vielfältige Beiträge in zukünftigen Heften der Marginalien sein und den Lesern ist diese Auszeichnung nochmals Anlass, der Redaktion dafür Dank zu sagen.

Mo, 13.12.2021

Dieter Goltzsche, Nixe, 2000, Kaltnadelradierung, 17,5 x 12,2 cm

Teile von Etwas

Am Dienstag wird in der Galerie der Berliner Graphikpresse die Ausstellung Dieter Goltzsche: Teile von Etwas. Radierungen aus den Jahren 1960 bis 2021 eröffnet.

Ende November 2021 erschien der dritte Band des Werkverzeichnisses der Radierungen von Dieter Goltzsche, der im Rahmen der Ausstellung in der Galerie erhältlich sein wird. Dieter Goltzsche schuf unter anderem einige Graphiken für die Pirckheimer-Gesellschaft, so z.B. die monogrammierte Algraphie "Porträt Peter Hille" als Beilage zu den Marginalien Heft 174.

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Künstlergespräch mit Dieter Goltzsche und Sigrid Walther zum Radierwerk des Künstlers, den technischen und inhaltlichen Herausforderungen sowie dem neu erschienenen dritten Band des Werkverzeichnisses der Radierungen statt.

Eröffnung: 14. Dezember 2021, 18 Uhr, Einführende Worte: Anita Kühnel, 2G, Anmeldung erforderlich
Ausstellung: 14. Dezember 2021 - 11. Februar 2022 (20. Dezember 2021 - 11. Januar 2022 geschlossen)
Künstlergespräch: 27. Januar 2022

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin-Friedrichshain