Pirckheimer-Blog

Marginalien

Do, 08.10.2026

Marginalien-Pakete sind zurück: Drei Bündel je zum Sonderpreis

Marginalien-Überraschungspakete zum Kennenlernen (Sonderpreis) sind zurück. Es ist ja gerade groß in Mode: sogenannte BlindBoxen: Man kauft etwas und weiß nicht, was drin ist. Wir hatten das schon früher und lassen es wieder aufleben, nur bei uns hat man zumindest eine Vorstellung, was einen erwartet: Bibliophile Erkenntnisse. Die Marginalien als einziges deutschsprachiges Journal, das sich der Buchkunst, -grafik und Bibliophilie widmet, feiert im nächsten Jahr den 70. Geburtstag. 

Wer in „alten“ Ausgaben der Marginalien blättert, kann immer wieder etwas Überraschendes finden. Gönnen Sie sich selbst das Vergnügen oder schenken Sie dieses einfach anderen Buch-, Kunst- und Grafikliebhabern. Drei Marginalien-Pakete hat der Vorstand bei der Sichtung der Lagerbestände geschnürt, die jetzt zum Sonderpreis erworben werden können. Wichtig: Die Zusammenstellung der Marginalien und Grafiken erfolgt zufällig. Man kann kein gezieltes Objekt erhalten. Im Fall eines Beitritts zur Pirckheimer-Gesellschaft im Jahr der Bestellung wird der Preis für das Paket auf den ersten Mitgliedsbeitrag angerechnet. Die abgebildeten Hefte und Drucke dienen zur Darstellung (man hat keinen expliziten Anspruch auf die im Bild gezeigten Hefte und Grafiken) des Angebots.

Es werden drei Pakete angeboten: drei Marginalien-Hefte ohne oder mit Grafik-Beilage(n). Ihr Preis liegt zwischen 5 und 20 Euro zuzügl. 2,95 Versand. Man findet sie hier im Pirckheimer-Shop.

(Robert Grieger)

Di, 15.09.2026

Armenischer Übersetzerpreis für den Pirckheimer André Schinkel

Eine Ehrung besonders wertvoller Art erreichte das Mitglied der Redaktion der Marginalien und Redakteur unseres Pirckheimer-Blogs: André Schinkel wird der Kantegh-Preis, die wichtigste Ehrung für Übersetzer und Übersetzerinnen in Armenien, am 10. Oktober 2026 im Rahmen eines Festes im fernen Kaukasus überreicht. Übersetzer sind ideale Brückenbauer zwischen den Kulturen. Die Auszeichnung würdigt daher Schinkels Arbeit als Kenner, Vermittler, Freund der armenischen Literatur und seine nachdichterische Arbeit zur armenischen Lyrik der Moderne wie der Gegenwart – der Preis wird jährlich (in der Regel an armenische Autorinnen und Autoren) vom Armenischen Schriftstellerverband und dem Katholikat der armenischen Kirche in Etschmiadsin vergeben.

Um so schöner, dass der Preis nun einen Schriftsteller jenseits der Landesgrenzen in den Fokus rückt, der sich um den deutsch-armenischen Kulturaustausch verdient gemacht hat. Kürzlich erst war er für die armenisch-deutsche Anthologie des Friedrich-Bödecker-Kreises Brücken der Sehnsucht (2026) als Redakteur tätig. Er war 2024 Teilnehmer der Übersetzerwerkstatt „Poesie der Nachbarn“ im Künstlerhaus Edenkoben, das jedes Jahr sechs deutsche Lyrikerinnen und Lyriker und sechs aus einem Gastland zur gemeinsamen Übersetzungsarbeit einlädt. 2025 erstand daraus die zweisprachige Anthologie Der doppelte Sisyphus. Gedichte aus Armenien, erschienen im Verlag Das Wunderhorn mit Texten von Gohar Galstyan, Arpi Voskanyan, Dominik Dombrowski, Odile Kennel, Birgit Kreipe, Jan Röhnert und André Schinkel. Auch als Redakteur der Literaturzeitschrift oda – Ort der Augen bietet er zeitgenössischer armenischer Literatur eine Plattform. Insgesamt war er an der Realisierung von sechs Anthologien zum Thema beteiligt, hielt Vorträge zur armenischen Kultur und reiste ab 2011 mehrfach in den Südkaukasus.

Das Übersetzerfest findet jedes Jahr zu Ehren des Nationalheiligen Mesrop Mashtots, der die armenische Schrift erfand und so im fünften Jahrhundert das Wort Gottes nach Armenien brachte, in Oschakan, wo seine Grabkirche steht, statt. Der Name des Preises bedeutet „Fackel“ oder „Leuchter“ und steht symbolisch für das Licht, das durch die Übersetzung von einer Sprache in die andere in die Worte kommt. Schinkel, der auch am 12. Oktober in Jerewaner Goethe-Institut eine Lesung halten soll, wird von einem Vertreter des Friedrich-Bödecker-Kreises des Landes Sachsen-Anhalt, der mit der Writers Union of Armenia freundschaftlich verbunden ist, begleitet. Der Freundschaftsvertrag dafür geht auf Levon Ananyan und Jürgen Jankofsky zurück – namhafte Dichter wie Wilhelm Bartsch haben im Rahmen des Austauschs wichtige Impulse gesetzt.

Zuletzt erschien von Schinkel im Mitteldeutschen Verlag der Gedichtband Mondlabyrinth (2024, zweite Auflage 2026). Für das Frühjahr 2027 ist im mdv-Imprint Morio sein Band Thebanischer Tag und andere Geschichten angekündigt. Den Buchkunstfreunden sind unter anderem seine Bücher mit Originalgrafiken von Karl-Georg Hirsch, Susanne Theumer oder Andrea Ackermann ein Begriff. Der Autor ist Mitglied der Sächsischen Akademie der Künste sowie der Akademie der Künste Sachsen-Anhalt. Teile seines Werks wurden in 20 Sprachen übersetzt und mehrfach ausgezeichnet, so mit dem Walter-Bauer-Preis (2012) und einer Ehrengabe der Deutschen Schillerstiftung von 1859 (2021). Im Mitteldeutschen Verlag betreut er als Lektor unter anderem die Walter-Bauer-Reihe und gibt die Edition Muschelkalk heraus. Wir Pirckheimer freuen uns sehr, dass einem aus unserer Mitte diese seltene Ehre zuteil wird und gratulieren herzlichst.

(Till Schröder/Pressemitteilung)

Fr, 11.09.2026

"Marginalien 262" – das 'ganze Paket'. Das neue Heft ist soeben bei quartus erschienen. | © Till Schröder

Marginalien: Heft 262 erschienen

Als reiche Lieferung kommen die neuen Marginalien daher: Die Ausgabe 262 der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft enthält als Überraschung und Ehrung eine eigenständige Beilage anlässlich des 90. Geburtstags von Herbert Kästner mit Würdigungen für den verdienstvollen Jubilar und exklusiver Grafikbeilage der von ihm hochgeschätzten Leipziger Künstlerin Stephanie Marx. Seinen Ehrentag feierte Kästner am 01. September, und die Reihe der Gratulanten war sowohl auf dem Papier wie auch bei der ihm gewidmeten Feier in der Pleißestadt lang: LBA, Insel Verlag, Künstler, Autoren und natürlich die Pirckheimer, deren Arbeit er zugleich prägte. Auch sonst ist das neue Heft üppig bestückt, widmet sich den Ausgaben von Erich Kästners Emil und die Detektive oder Karel Čapeks Der Krieg mit den Molchen, von dem insbesondere die kongenial von Hans Ticha illustrierte Fassung aus der Vielzahl der Auflagen heraussticht, einem Bild von Konrad Felixmüller, Flaneuren und Reisenden, Eduard Taska sowie der Kirchenbibliothek St. Nikolai im sächsischen Döbeln. Zahlreiche Nachrufe beschäftigen sich mit den Werken und Verdiensten Christians Ewalds und Klaus Raaschs. Ein weiteres Thema verzahnt sich auf gleich zwei Ebenen im Heft: Marlene Dietrichs (1901–1992) Leben, Wirken, Denken, Bibliothek werden in Text und Typografischer Beilage gewürdigt – in letzterer kommt die große Mimin, Sängerin, Autorin selbst zu Wort. Die Grafische Beilage stammt von Christofer Kochs, den Markus Schreyer im Heft porträtiert. Der Rezensionsteil befasst sich u. a. mit den Sichtungen der DDR-Literatur bzw. -Verlage durch Carsten Gansel und Christoph Links. Jubiläums-Splitter gibt es von Till Schröder, und das Heft-Ende bringt wie immer Nachrichten aus der Pirckheimer- im Besonderen und der Bücherwelt im Allgemeinen. Feines, umfänglich gefülltes Heft, das alle Bibliophilen informiert, ehrt und: hüllt.

(André Schinkel)

Di, 01.09.2026

Heute 90 – Herbert Kästner! | © Matthias Haberzettl

Alles Gute zum Ehrentag: Herbert Kästner feiert heute Geburtstag!

Der Mann, der heute einen großen Ehrentag begeht, ist eine Instanz: ob als Pirckheimer-Freund, als langjähriger Prinzipal des Leipziger Bibliophilen-Abends, als Gralshüter des Wissens um die ganz sicher schönste Buchreihe der Welt, die Insel-Bücherei – ja, Herbert Kästner wird heute 90 Jahre alt! Der gebürtige Leipziger, auch in seiner Profession als Mathematiker eine hochachtbare Persönlichkeit (für die Kleine Enzyklopädie Mathematik gab es 1966 den Nationalpreis der DDR), ist den Bibliophilen durch sein umfängliches wie unermüdliches Wirken im Dienst des schönen Buches wie dessen glücklicher Kollaboration mit guter Grafik vertraut: Ab 1980 war Herbert Kästner im Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, 1988 übernahm er die Leipziger Gruppe. Mehr noch, ihm ist es zu verdanken, dass seine Heimatstadt auch den Namen Buchstadt nach wie vor verdient, für den LBA hat er sich bleibende Verdienste erworben, etwa die Herausgabe der Reihen Totentänze (auch bei Insel erschienen) und Stichwort ist neben vielem anderen mit ihm verbunden. Koryphäe ist auch das richtige Wort, sein Wissen zur Insel-Bücherei betreffend: Seine Bibliographie zur Reihe (Hauptband 2012, Supplement 2024) ist gleichsam Legende wie nautischer Kompass. Ja, zärtlicher Neid ist auch damit verbunden für den Sammler, dürfte doch seine IB-Sammlung vollständig sein. Bis heute steht Herbert Kästner u. a. auch der Redaktion der Marginalien beratend zur Verfügung ... Der 01. September ist Herbert-Kästner-Tag, und alle Büchernärrinnen und -narren, alle Freundinnen und Freunde der schönen Seiten danken ihm, gratulieren von Herzen: Chapeau, auf noch viele Jahre!

(André Schinkel, im Namen der bibliophilen Gemeinde)

Gerenot Richter wird zum 100. in Meiningen geehrt.

Meiningen, Elisabethenburg: 100. Geburtstag von Gerenot Richter

Eine Einladung, die aus der Südthüringer Musenstadt natürlich auch nach Franken geht, mit der Thüringer Pirckheimer-Gruppe am Sonnabend, 24. Oktober, um 11 Uhr, im Schloss Meiningen (Elisabethenburg), Schlossplatz 01, 98617 Meiningen, zum 100. Geburtstag des Grafikers Gerenot Richter eine Auswahl seiner Radierungen und Aquatintaradierungen, die den Meininger Museen als Schenkung von der Witwe des Künstlers, Ingeborg Richter, übereignet wurden, zu bewundern.

Die Vorlage der Grafiken bestreitet in einem schönen Bibliotheksraum Frau Dr. Almut Pollmer-Schmidt, die eine kleine Einführung zum Haus und zu den beiden Sonderausstellungen zu Herzog Georg II. geben wird. Zum Künstler und zu seiner Kunst ergänzt die Einführung unser Pirckheimer-Freund, Kunsthistoriker, Kenner der Künstler Professor Dr. Peter Arlt (Gotha), dessen Artikel Nike für totale Abrüstung! über Gerenot Richter in der 263. Marginalien-Ausgabe erscheinen wird.

Also, schon mal den Termin im Herbst vormerken! Der Geburtstag Gerenot Richters jährt sich am 05. Dezember zum 100. Mal. Wer sich den Thüringer Pirckheimern anschließt, kann mit ihnen am 24.10.2026 im Anschluss im Turmcafé gemeinsam noch Kaffee trinken. Jeder Teilnehmer zahlt entsprechend dem moderaten Gruppen-Eintritt je 5 Euro. Die Aufwandsgebühr für die Einführung in Höhe von 25 Euro übernimmt die Pirckheimer-Gesellschaft. Rund um die Museen im Meininger Zentrum sind einige Parkplätze zu finden, die (begrenzt auf zwei Stunden) nutzbar sind. Alternativ wird empfohlen, den nahegelegenen, fußläufigen Parkplatz Zentrum-West zu benutzen.

(André Schinkel via Peter Arlt/Pressemitteilung)

Fr, 31.07.2026

Wie fein – die Pirckheimer im DLF-Interview. | © DLF

Pirckheimer im DLF-Büchermarkt

Die Pirckheimer sind Thema im Deutschlandfunk: In der aktuellen Ausgabe des Büchermarkts vom 31.072026 interviewt Carsten Hueck unseren Vizevorsitzenden der Gesellschaft sowie leitenden Redakteur der Marginalien, Till Schröder, zu Geschichte und Gegenwart des Vereins mit Blick auf ihr diesjähriges Jubiläum. Unter dem Signum Sammler und andere Verrückte. 70 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft würdigt er den Namensgeber Willibald Pirckheimer, die Gründer der Gesellschaft, berichtet von der Arbeit und Wirksamkeit der Vereinigung und ihrer Organe, die regional wie global arbeiten, wie auch vom breitgefächterten Themenspektrum der Bücherfreunde und Grafiksammler, vernarrt in die Welt des Schönen vom Codex über Antiquarisches bis zu Kunstbüchern, Einzel-Grafik, Graphic Novels – und Reihen, Treffen, Regionalgruppen ... Das ganze Interview gibt es hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 29.07.2026

Christofer Kochs malt und singt

Er ist ein künstlerischer Tausendsassa, Maler und Grafiker, seit jüngstem auch unter der Sigle Theo the Bird mit Band und erstem eigenen Album musikalisch unterwegs: Christofer Kochs, lebend in Augsburg, zugleich auch seit 2018 mit einem Lehrauftrag für Zeichnung und Grafik an der Freien Kunst Akademie daselbst lehrend aktiv, es ist die insgesamt fünfte Dozentur, die er übernahm. Kochs ist zudem der Schöpfer der Exclusiv-Grafik für die Teilnehmer des Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft in Nürnberg im kommenden September, er findet sich in der im Druck befindlichen, in Kürze erscheinenden Ausgabe 262 (Heft 2026/3) der Marginalien, zu dem er die Originalgrafische Beilage beisteuert und in der Rubrik Zu Besuch im Atelier eingehend vorgestellt wird. Der auch als Bildhauer/Skulpteur Tätige trägt für die Mitglieder der Gesellschaft, mit dem Titel Belichtung des Jetzt, eine von einer Pinselzeichnung ausgehende Serigrafie bei. Am 22.07.26 war nun Christofer Kochs bei der Abendschau des Bayerischen Rundfunks zu Gast, präsentierte seine Single Kittens live und berichtete von seiner vielfältigen Arbeit, auch einem anstehenden kreativen Arbeits- und Studienaufenthalt in einem Künstlerhaus im Norden. Via Weblink ist der Beitrag hier einsehbar.

(André Schinkel via Hans Rabenbauer)

Mo, 20.07.2026

Marginalien im FISAE-Newsletter

In seinem neuen FISAE-Newsletter Nummer 573 stellt Klaus Rödel, der zugleich in zahlreichen Ländern eine Krise des Exlibris-Wesens konstatiert – gewissermaßen als Argument, dass es noch ein paar Instanzen gibt, die sich dem Kleingrafik-Thema widmen – neben der Exlibriswereld und der Suomen Exlibrisyhdistys auch die jüngste Ausgabe der Marginalien (Ausgabe 261, Heft 2026/2) vor. Flankiert wird der Newsletter von einem der klassischen Porträts von Willibald Pirckheimer (1470–1530), dem Namensgeber der Gesellschaft. Neben der reichen Auswahl aus dem Bildbestand des Heftes bringt Rödel die Inhaltsangabe und das Editorial von Chefredakteur Till Schröder in den in der FISAE üblichen zehn Sprachen. Ebenso verfährt der FISAE-Neuigkeitenbrief mit den Journalen aus den Niederlanden und Finnland. Darüber hinaus gibt es Infos zum anstehenden 41. FISAE-Kongress in Varna in Bulgarien. Ein weiterer Newsletter (die Sonder-Ausgabe 573A) widmet sich Gernot Blum, dem langjährigen DEG-Präsidenten, der im vergangenen Mai im Alter von 86 Jahren gestorben ist. Der Mediziner war stolzer Besitzer einer 200.000 Stücke Exlibris und diverse Gelegenheitsgrafiken umfassenden Sammlung, sein Sammelschwerpunkt der Tod in allen Facetten.

(André Schinkel)

So, 14.06.2026

Marginalien: Heft 261 erschienen

Soeben ist die neue Ausgabe der Marginalien, die Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft, in der 261. Ausgabe (Heft 2026/2) erschienen und ausgeliefert worden. Sie steht, wie es Chefredakteur Till Schröder im Editorial treffend formuliert, im sanften Bann der Frage, wie es sei und gelänge, das Flüchtige zu halten und zu konservieren. Es ist die Grundfrage, die die Künste und das Streben nach dem Schönen gleichsam umtreibt wie auch das Wesen und Fluid der Leidenschaft von Sammelnden wie vorrätig Haltenden, den Antiquaren etwa. Diesen wird in den Beiträgen von Gerhard Leyerzapf und Till Schröder Raum und Würdigung erwiesen, die sich mit dem Antiquariat Die Schmiede des Ehepaars Leyerzapf in Amsterdam und in einem Interview mit Markus Brandis, dem Vorsitzenden des Verbands Deutscher Antiquare, im Rück- und im Vorausblick befassen. Weiterhin geht es um Goethe-Autographen, Flugblätter, Exlibris und last, but not least Lesezeichen – über die Peter Engel ganz faszinierend schreibt. Sylke Wunderlich ist für die Nachrufe dieses Hefts in diesem an Verlusten ganz offenbar reichem Jahr zuständig, sie erinnert in zwei tiefen Texten an Manfred Butzmann und Bernd Frank. Auch wird Wilhelm Höpfner und seinen unveröffentlicht gebliebenen Kinderbüchern gedacht. In der Typografischen Beilage gibt’s Erinnerungen von Michael Faber, im originalgrafischen Teil je eine Algrafie von Konrad Henker, insgesamt vier Motive, die an die Mitglieder der Gesellschaft gehen. Die Linernotes dazu kommen von Ekkehard Schulreich. Den Rezensionsteil bestreiten neben dem Redaktionsleiter selbst Natias Neutert, der Bremer Literaturpreisträger Wilhelm Bartsch sowie Pirckheimerfreund Peter Arlt, der sich den gesammelten Exlibris Egbert Herfurths widmet, und Jens-Fietje Dwars. Bartsch ist in seinem Text zwei Großen ihrer jeweiligen Kunst-Sparte auf der Spur: Isolde Ohlbaum und Peter Handke. Abschließend gibt es Nachrichten für alle Büchernarren und aus der Gesellschaft sowie die Ausstellungstipps – in den Nachrichten gedenkt Carsten Wurm noch einmal Roland R. Bergers.

(André Schinkel)

So, 10.05.2026

Christian Ewald (in der Mitte des Bilds) an der Seite von Andreas Platthaus (li.) und Michael Krüger Ende 2014 bei der Präsentation des "e-walds" in Mainz.

Abschied von Christian Ewald

Wie von verschiedenen Seiten aus der Pirckheimer-Gesellschaft zu erfahren ist, ist der Verleger der legendären Katzgraben-Presse, Christian Ewald (1949–2026) in der Nacht vom 08. zum 09. Mai in seiner Wahlheimatstadt Berlin gestorben. Der vielfach für seine künstlerische und verlegerische Arbeit Geehrte wurde in Weimar geboren und studierte Typografie und Gebrauchsgrafik in Berlin. 1990 gründete er in einem der ältesten Häuser in Berlin-Köpenick den nach der anrainenden Straße benannten Verlag. Der hochgeschätzte Künstler, Büchermacher wie kundige Austauschs- und Gesprächspartner in Sachen Bibliophilie war Mitglied unserer Gesellschaft – zum Jahreswechsel 2014 präsentierte er unter der prominenten Anteilnahme von Andreas Platthaus von der FAZ und Hanser-Kult-Verleger Michael Krüger seinen e-wald im Gutenberg-Museum in Mainz. In Heft 256 (2025/1) der Marginalien würdigt Helmut Garritzmann Christian Ewald im Zuge einer Ehrung in seiner Geburtsstadt zum 75. wie auch die Presse zum 35. Geburtstag. Abel Doering, der mit ihm eng befreundet war, könnte es nicht treffender formulieren: „Mit dem Tod von Christian Ewald hat die bibliophile Gemeinde einen weiteren großen Verlust erlitten, er wird uns fehlen.“ So ist es.

(André Schinkel via Henry Günther)

Sa, 09.05.2026

Trauerfeier für Roland Berger findet am 02.06. statt.

Der Termin für Trauerfeier und die Beisetzung von Roland Berger steht fest: Pankow, 02.06., 12 Uhr

Über mehrere Äther erreichen den Blog die Informationen zur Trauerfeier und Beisetzung des langjährigen Pirckheimers und Künstlers Professor Roland R. Berger: Sie findet am Dienstag, den 02. Juni 2026 auf dem Friedhof Pankow III (Am Bürgerpark 24, 13156 Berlin) in Berlin um 12 Uhr statt. Der 1942 in Sachsen geborene Berger, der als Lehrer wie Künstler aktiv war und von 1985 bis 1995 eine Professur für Kunsterziehung mit künstlerischer Lehrtätigkeit an der Humboldt-Uni bekleidete, war am 04. April des Jahres gestorben. Roland Berger war von 1969 bis 2025 Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft und arbeitete zeitweise im Vorstand der Gesellschaft. Ein Hauptmotiv seiner Kunst war der Harlekin, der auch als Originalgrafische Beilage einem Heft der Marginalien beilag. Eine eingehende Würdigung von Leben und Werk Roland R. Bergers erfolgt in der nächsten Ausgabe der Zeitschrift (Heft 261, das sich derzeit im Druck befindet) durch Carsten Wurm. 

(André Schinkel via Matthias Haberzettl)

Do, 23.04.2026

Die Pirckheimer im FABS-Journal

23. April: Welttag des Buches.

In der neuesten Ausgabe (Nummer XXX.1) des renommierten, zweimal jährlich edierten Journals der Fellowship of American Bibliophilic Societies (FABS) werden auf Seite 44 ff. ausführlich die Pirckheimer-Gesellschaft anlässlich ihres 70. Gründungsgeburtstags im Januar dieses Jahres, die Zeitschrift der Gesellschaft Marginalien wie auch der Blog und die umfänglichen Aktivitäten der Pirckheimer vorgestellt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft und zugleich der Chefredakteur der Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst Till Schröder berichtet in der Rubrik Affiliate News des FABS-Journals von der Arbeit der 600 Mitglieder des bibliophilen Vereins, von den Messeteilnahmen der Pirckheimer unter anderem in Leipzig, Hamburg sowie Berlin, wo die Gesellschaft beim Bücherfest (der Blog berichtete), der Rare Book Week und artbook.Berlin (der Blog wird berichten) teilnimmt, wie von der Überführung des Vereinsarchivs in die DNB Leipzig und blickt voraus zur Jahrestagung in Nürnberg, der Heimatstadt Pirckheimers. Die FABS bündelt die bibliophilen Gesellschaften der USA, unterhält zahlreiche Kontakte weltweit. Fein, dabei zu sein.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 06.04.2026

Vorgestellt im FISAE-Newsletter – 'Marginalien 260.'

Marginalien im FISAE-Newsletter

Die ganz neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile (Ausgabe 2026/1, Heft 260) der Pirckheimer-Gesellschaft, bildet im FISAE-Newsletter Nummer 522 wieder eine prominente Abteilung der Mitteilungen des internationalen Exlibris-Verbunds unter Klaus Rödels Federführung. Zusammen mit einer feinen Auswahl Abbildungen zu den Themen des neuen Hefts bietet der Mailletter das Verzeichnis des Inhalts und das Editorial von Redaktionsleiter und Pirckheimer-Vize Till Schröder in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Die Marginalien-Ausgabe befasst sich u. a. mit Pardon, bietet die Exegese Peter Arlts eines Baldwin-Zettl-Blatts und gedenkt neben anderen der großen Künstlerin Núria Quevedo. Außerdem bietet der Newsletter den Ostergrüßen am Anfang folgend zwei weitere illustre Themen: den Katalog über eine Ausstellung mit deutschen Exlibris des 20. Jahrhundert und eine Veröffentlichung zu den Exlibris tschechischer Ärzte mit einer umfänglichen Bibliografie einschlägiger Literatur, vermittelt durch Jan Langhammer.

(André Schinkel)

Fr, 13.03.2026

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen.

Marginalien: Heft 260 erschienen

Pünktlich im Vorfeld der Leipziger Buchmesse, die vom 19. bis 22. März in die Stadt an Pleiße, Parthe und Weißer Elster einlädt, ist die neue Ausgabe der Marginalien, Ausgabe 2026/1 (Heft 260) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei quartus erschienen. Die Nummer ist auf verschiedene Weise eine Ausgabe der Würdigungen und Rückblicke geworden, wie Chefredakteur und stellvertretender Vorstand der Gesellschaft, Till Schröder, gleich im Vorab-Editorial vermerkt: Zum Einen ist das genauso geplant und komponiert; zum anderen gebieten das die Geschehnisse in der Zeit. So ist das Heft auch eines des Gedenkens, Erinnerns und Nachrufens geworden: Gleich viermal wird die große Malerin und Grafikerin Núria Quevedo in der Ausgabe gewürdigt – die Spanierin, die viele Jahrzehnte in Berlin lebte, war verehrt und bewundert und auch einigen Protagonisten der Pirckheimer-Gesellschaft, Armin Schubert etwa, sehr nah und vertraut, eins der Bücher der Bücherkinder ist u. a. ihr als Hommage gewidmet. Der Verleger und Pirckheimer Michael Faber erinnert an Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker Hermann Naumann, ja, und auch der Autor, Sammler, Herausgeber und Bibliophile Manfred Jendryschik, der 2025 in seiner Wahlheimatstadt Leipzig starb, wird gewürdigt. Der gebürtige Dessauer war der mitteldeutschen Künstlerszene eng verbunden. Ferner gibt es einen Text zu einem leicht übersehenen Jubiläum der Messe in Leipzig, zwei Beiträge zur Satirezeitschrift pardon, die dank Till Kaposty-Bliss wieder auflebt: eine Liebeserklärung von Norbert Grewe und das Interview mit dem Neu-Initiator. Das Verschwinden der Buchhandlungen beleuchtet Ralf Plenz, und Peter Arlt verweist auf Amboß & Hämmer von Baldwin Zettl. Um Spiralbindung geht es, und in der Originalgrafischen Beilage samt Begleittext um die Kunst der Schweizerin Olga Prader. Dem gut gefüllten Rezensions-Teil folgen Nachrichten für Bibliophile, das Geburtstagstableau und Ausstellungs-Infos. Auch Archiv-Splitter gibt es, eine neue Rubrik, die Wissenswertes und Skurriles aus 70 Jahren Pirckheimer-Gesellschaft berichtet. Ein rundum gut gefülltes Marginalien-Heft also: Das bibliophile Frühjahr kann kommen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 06.02.2026

Thema des FISAE-Newsletters: die 'Marginalien 259'.

Marginalien im FISAE-Newsletter

Der aktuellen Ausgabe der Marginalien (Heft 259, Ausgabe 2025/4) ist wieder ein großer Teil eines der beiden neuen FISAE-Newsletter gewidmet: In der Ausgabe Nummer 539 des Rundbriefs für die internationale Exlibris-Gemeinschaft wird das Heft ausführlich und wie man es vom FISAE-Neuigkeitenbrief gewohnt ist, in zahlreiche Sprachen übersetzt und damit in der Tat weltweit präsentiert, gewürdigt. Das geht einher mit dem Abdruck des Vorabs von Seite 3, des Editorials von Marginalien-Chefredakteur und stellvertretendem Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft, Till Schröder, dem Inhaltsverzeichnis des Heftes in zehn Sprachen – namentlich in Deutsch, Englisch, Französisch, Italienisch, Spanisch, Polnisch, Ukrainisch, Russisch, Chinesisch und Japanisch – dazu kommt eine reiche Auswahl Bilder aus der Ausgabe zu den einzelnen Themen des Hefts. Die Ausgabe 259 war das Schlussheft des Jahres 2025, die nachfolgende Nummer 260 ist gegenwärtig in der Endredaktion und erscheint im Vorfeld der Leipziger Buchmesse. – Zu weiteren Themen im FISAE-Newsletter schreibt sein Herausgeber Klaus Rödel aus Frederikshavn: „Aus Luxembourg kommt wieder eine schöne Veröffentlichung: Emil van der Vekene – So druckte damals Johannes Gutenberg.“ Und schließlich gibt es laut Newsletter einen Verlust zu konstatieren: „Am 09. Januar starb leider wieder einer der aktiven Sammler der Deutschen Exlibris-Gesellschaft, Prof. Dr. Werner Grebe. Er hatte seine umfangreiche Exlibrissammlung der Universität (zu) Köln übergeben.“ Klaus Rödel informiert auch am Ende der Präambel, dass er gestürzt ist und der Newsletter (bis auf die bereits vorbereiteten) einige Wochen pausieren muss. Wir wünschen von Herzen gute Besserung!

(André Schinkel/Pressemitteilung)