Pirckheimer-Blog

Neujahrsgraphik

Di, 06.01.2026

DEG-Exlibris des Monats: P. F. 2026

Das Exlibris des Monats im Januar ist traditionell das PF, das die DEG bei einer Künstlerin oder einem Künstler für das beginnende Jahr in Auftrag gibt und das dem DEG-Magazin beigelegt wird. Da ein Mitgliederbeschluss festgelegt hat, dass die DEG aus Kostenersparnisgründen keines mehr in Auftrag geben soll, wäre ein solches PF eigentlich nicht mehr entstanden. Doch der Präsident der DEG – Utz Benkel – fand im Verbund mit der Enkelin des bekannten Exlibriskünstlers Hubert Rockenberger, der in Norwegen lebenden Annika Rockenberger, eine feine Lösung. „Um diese schöne Tradition für all unsere Mitglieder beizubehalten, habe ich unser Mitglied, den Holzstecher Horst Brandenburg aus Vorpommern beauftragt, ein PF zu gestalten und zu drucken. Das Honorar für diese Arbeit wurde von unserem Mitglied aus Norwegen Annika Rockenberger […] und von mir selbst aufgebracht. Thema des Blattes ist die weltpolitische Situation. Schnell hat er einen Entwurf vorgelegt, der sich – obwohl die Lage bekanntermaßen düster und problematisch ist – auf humoristische Weise diesem Thema annimmt.“ Auch vom Holzstecher selbst, Horst Brandenburg, gibt es ein berührendes Statement, in dem er auf das Motiv und seine Quelle blickt, dann in einem zweiten Absatz auf Die Axt Gottes von Simon Brett eingeht und seine Conclusio daraus verweist („Wir sollten es darstellen, das Leid der Welt, es bewegt die Menschen.“) und schließlich – noch ein paar Worte zu Technik, Druck und Ausführung, seiner Werkzeugausstattung und schließlich seinem Umgang mit dem Resultat verliert. Die Verse sind übrigens im Bleisatz gedruckt. Am Ende gibt es gute Wünsche des DEG-Präsidenten für alle Exlibris-Freunde. Und alle Informationen dazu – hier.

(André Schinkel/Pressemiteilung)

Fr, 02.01.2026

Pro felicitas 2026: Fürs neue Jahr

Das neue Jahr wirft bereits Licht und Schatten voraus – angesichts der verheerenden Katastrophe im Zentrum von Crans-Montana im schweizerischen Wallis fehlen der Welt sichtlich die Worte; und alles Eifern möge in diesen Tagen verstummen, wünscht man sich, und den weit über 100 Verletzten, die gerade unter anderem auch nach Deutschland, nach Berlin, Leipzig und Halle etc. ausgeflogen werden, möchte alle Hilfe zukommen, dass sie wieder gesund werden können. Dass diese Hilfe über die Ländergrenzen hinaus möglich ist und passiert, hilft, nicht den Glauben zu verlieren, dass es eben so auch unter den Menschen zugehen kann und soll. Und dass man da einhält und der vielen Toten gedenkt, die das Unglück forderte. In der Tat ist es grad nicht die Zeit des Belferns, wie es die politische Hochprominenz ungerührt fortführt, sehr wohl aber der guten Gedanken, an die man sich doch trotz allem halten muss, auch, um Kraft zu haben fürs Künftige und das, was ertragen werden muss und zu bestehen ist. Leicht fällt es einem da nicht, das pro felicitas auszusprechen, aber ohne ein Wort für tätige Zuversicht und in der Bedeutung etwas abgewandelt eben auch anteilnehmende Solidarität ... wäre auch alles nix, so ist es doch. Nun, und auch auf andere Art und Weise wird es ein herausforderndes Jahr: 2026 ist in Deutschland ein sogenanntes Superwahljahr, aber ein bissel bleibt einem im Moment die Vorfreude auf diese Art Ausübung von Mündigkeit im Solarplexus stecken. Wo es auch so schon knirscht und knackt in der möglichen und geförderten Anwesenheit von Kultur und Kunst in der geschätzten Öffentlichkeit. Und um Literaturhäuser gefeilscht wird: in den Städten der Bücher und überhaupt. Und wo sich ein Gegen-Establishment rüstet, mit den Werkzeugen einer umgedeuteten Aufklärung und der verbrämten Postulation von Harmlosigkeit behängt. Scheint also so, als wäre auch da Solidarität und Beharren gefordert. Pro felicitas? Aber ja. Übertreiben wir es nur nicht und wirken weltfern und saumselig in dieser Übertreibung. Und halten uns so an eines der schönsten der nun doch Stück für Stück eintreffenden Blätter mit guten Wünschen, das hier für viele als stellvertretend eingestellt sein soll. Es stammt von unserem Pirckheimer-Freund Matthias Frohl und wünscht den Pirckheimern und überhaupt, dass man, wenn „das Glück vorbeirollt – fest zugreifen [soll], auch wenn man sich dabei etwas verrenken muss …“ Glück und Aufklärung, Nähe und Einsatz, Solidarität und Mitmenschlichkeit, sie werden 2026 gebraucht: Gehen. Wir. Es. An.

(Ernst-Jürgen Liebetraut)

Mo, 29.12.2025

"Mögen die langen Nächte hinter uns liegen ..." – die Pirckheimerin Constanze Kreiser grüßt uns für 2026.

Erste Neujahrsgrüße für 2026

Auch wenn das Einlaufen der Grüße fürs Künftige in diesem Dezember noch dürftig ist (was sicher mit dem wenig Lichtvollen, das das Jahr unter Umständen bietet, zu tun hat), gelangen einige erste Blätter und Verlautbarungen für 2026 in die Blog-Redaktion. Vielleicht sind aber die Wünsche für Glück für das, was uns gegebenenfalls erwartet, wichtiger denn je. Und so ist denn der Gruß unserer Pirckheimer-Freundin Constanze Kreiser sicher eben auch metaphorisch lesbar: „Mögen die langen Nächte hinter uns liegen ...“ Verbunden ist das mit herzlichen Neujahrsgrüßen der Künstlerin an alle Pirckheimer. Und eines bringt ja der Winterbeginn und der darauffolgende Jahreswechsel mit sich: dass die Tage tatsächlich Minute um Minute wieder länger werden. Vielleicht dass mehr Licht auch weniger Gemunkel und Gerangel mit sich bringt, wie es die Welt ja im Moment durchschüttelt und nicht zur Ruhe kommen lässt. Mehr Licht heißt auch mehr Hoffnung, zumindest möchte man das hoffen, dass es das heißt. Sie ist die Letzte, die geht. Und das ist zutiefst menschlich. Fassen wir uns in Mut und Zuversicht. Dann hat es vielleicht nicht an uns gelegen, wenn’s doch anders kommt.

(André Schinkel)

Mi, 10.12.2025

"P. F. – Pro felicitas – Viel Glück" heißt’s in Meschede.

„P. F. – Pro felicitas – Viel Glück!“

In der Abtei Königsmünster in Meschede im Sauerland wird seit dem 07. Dezember 2025 und bis zum 01. Januar 2026 eine Ausstellung mit Neujahrs-Grafiken aus den zwanziger Jahren des letzten Jahrhunderts gezeigt. In der Einladung heißt es: „Nur noch wenige Wochen sind es, bis das neue Jahr beginnt. Grund für uns, über das vergangene Jahr nachzudenken und auch über all das, was das neue Jahr wohl bringen wird. Es ist guter Brauch, dass wir die Zukunft in den Blick nehmen und uns Glück wünschen.“ Die gezeigten Objekte stammen aus der Exlibris- und Kleingrafik-Sammlung der Abtei (Klosterberg 11, 59872 Meschede). Die Schau ist wie folgt zu sehen: Mo bis Sa 09–12 und 14–17.30 Uhr, So 11–12 und 15–17.30, an den Feiertagen 15–17.30 Uhr. Pro felicitas – viel Glück: Wir werden es auch und gerade 2026 gut brauchen können. Die Mönche freuen sich auf einen Besuch.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 07.01.2025

P. F. 2025: Neujahrsgrüße/-wünsche trafen u. a. von Constanze Kreiser, Beate Schotte und Uwe Klos ein.

P. F. 2025: Weitere Neujahrsgrüße

Imagine there’s no Heaven
It’s easy if you try
No Hell below us
Above us, only sky
Imagine all the people
Living for today ...

John Lennon, again.

Es trafen und treffen nach wie vor weitere gute Grüße und Wünsche zum Neuen Jahr ein – so von Pirckheimer-Freundin Constanze Kreiser aus Brandenburg an der Havel, deren Credo für dieses eben angebrochene und, ja, schon wieder Volten schlagende Jahr sein soll: „Genaues Hinsehen und vernunftgeleitete Entscheidungen für 2025!“ Das Eine wie das Andere, im Guten wie im Prekären der Weltlage, dürfte auch mit dem Neubeginn elementar sein und bleiben. Die hallesche Grafikerin Beate Schotte wünscht mit einer Zeichnung des Doms der Saalestadt: „Immer gut behütet durch 2025!“, während Konzeptkünstler Wieland Krause, ebenfalls an der Saale ansässig, Hoffnungsgrün verschickt. Ein starker Wunsch, der sich da durch eine Anmutung des Nazar-Amuletts an die Seele legt. Und aus Cossengrün bei Greiz traf heute das Fotogramm Farn (Auflage: 30) von Pirckheimer-Freund Uwe Klos am zerzausten Redaktionsschreibtisch ein, das dem Jahr und seinen Bewohnern Milde, Güte und Liebe wünscht. „No Hell below us“ – es möge die Welt in Ordnung kommen.

(André Schinkel)

Do, 02.01.2025

"P. F. 2025": Es grüßen u. a. Matthias Gubig, Matthias Frohl, Cornelius Brändle, Hanneke van der Hoeven ...

P. F. 2025: Gutes zum Neuen Jahr!

You may say I’m a dreamer
But I’m not the only one
I hope someday you’ll join us
And the world will be as one

John Lennon, Imagine.

Oft ist es so, das Einfachste ist das Schönste in der Kunst. Ja, denn es entwaffnet die Herzen und Gedanken der Menschen im sprichwörtlichen Sinne, und damit soll auch dies neue Jahr, 2025, wenigstens in den Herzen und Gedanken, begonnen und begrüßt sein. Und zum Einfachsten und Schönsten gehört es, Grüße zu schicken und zu bekommen und in dem Wunsch vereint zu sein, das nächste, das neue, das anbrechende Jahr sei ein Grund, sich in Hoffnung und Zuversicht, wenn es denn sein soll, auch in gute Vorsätze zu fassen. Und die Vielzahl der einkommenden Grafiken, Mails, Texte und Wünsche formuliert genau das: Trotz aller Iden und Omen der Jetztzeit soll dieses 2025 ein gutes und glückliches sein. Naja, und wenn es mit einem Feuerkunstwerk im besten Sinne schon getan wäre, sollte es mit der Neujahrsinszenierung, die vor der Küste von Rio de Janeiro pünktlich zum Jahreswechsel stattfand, schon eine gute Richtung bekommen haben: Zwanzig Minuten beste und feinste Choreografie, wenn das zumindest die Äther nicht gnädig stimmt ... Gute Freunde erlebten das gerade, was man ansonsten in den Nachrichten sah, denke ich da mit zärtlichem Neid. Und fühle zugleich, wie nahezu alle Welt sich da doch ähnlich ist in seinen Wünschen. Dazu stelle man sich John Lennons ins Mark rührenden Song vor, den, wie man nun wieder weiß, utopischen Klassiker Imagine: „Imagine theres no countries / It isnt hard to do / Nothing to kill or die for / And no religion too / Imagine all the people / Living life in peace ...“ Und es endet, seit es J. L. 1971 zu Papier brachte, mit dem schönen Traum: „And the world will live as one.“ Nun, so ist es letztlich seit der Zeit der Bilderhöhlen: Der Traum geht dem Umdenken der Menschen voraus. Diese Hoffnung ist nicht aufzugeben. Und auch wenn das im Moment weit weg scheint dank einer ganzen Herde aufgescheuchter Widerlinge und Ratzepimmel, die die Welt im Klump sehen wollen, bleibt es doch auch an der Kunst, diese Aussicht zu bewahren. Sie kündet damit wie jeher davon, dass eine andere Welt möglich bleibt. Es ist der Tenor nahezu jeden Grußes, der momentan bei der Blog-Redaktion eintrifft. So formuliert es Matthias Gubig kraft seiner Tripelgabe als großer Typograf, Grafiker und Autor sublim und schön, dass man es gleich unterschreiben möchte: „friedlich mögen / sich vergleichen / die Ausruf- und / die Fragezeichen“, und wünscht „Gesundheit, Glück und gute Gespräche“, was man durchaus ein wenig hölderlinsch (vgl. dessen Mnemosyne) verstehen mag: Es ist immer, wo die Kunst anhebt, zugleich die Frage nach dem Gegenüber und dem Gespräch, das sich womöglich mit ihm ergibt und so der Kunst erst Sinn und Raum gibt, gestellt ... Und auch von Matthias Frohl aus Brandenburg an der Havel kommt wieder ein ganz wundervolles P. F. 2025: Licht und Schönheit sind ihm eingeschrieben und, wer weiß, vielleicht ein Plan im Rücken, wie alles doch noch glücklich zu lösen sei ... Und schließlich sei auf das gemeinsame Blatt von Hanneke van der Hoeven und Cornelius Brändle (corn.elius) noch stellvertretend verwiesen, die in Berlin die edition wasser im turm betreiben und 2024 wieder für die artbook.berlin verantwortlich zeichneten, und das in vielen Sammlerhaushalten mittlerweile eingetroffen sein dürfte. Es endet mit dem feinen Wunsch, der so viele bewegt: „on winding paths / find your center, / keep your balance, / practicing the upright gait / cultivate friendships, / stay cheerful, / even in the new year ...“ Also, bleiben wir freundlich und freundschaftlich, halten die Balance, Mitte, Zuversicht: Die Kunst stehe uns bei.

(André Schinkel)

Sa, 06.01.2024

P. F. 2024: Weitere Neujahrsgrüße, so von Cornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven (oben) oder Ckaudia Richter (unten) trafen bei den Pirckheimern bzw. bei der Blog-Redaktion der Gesellschaft ein.

P. F. 2024: Grüße zum Neuen Jahr II

Mit der Freude zieht der Schmerz
traulich durch die Zeiten.
Schwere Stürme, milde Weste,
bange Sorgen, frohe Feste
wandeln sich zu Zeiten.

Und wo eine Träne fällt,
blüht auch eine Rose.
Schon gemischt, noch eh wir’s bitten,
ist für Throne und für Hütten
Schmerz und Lust im Lose.

War’s nicht so im alten Jahr?
Wird’s im neuen enden?
Sonnen wallen auf und nieder,
Wolken gehn und kommen wieder
und kein Mensch wird’s wenden.

Gebe denn, der über uns
wägt mit rechter Waage,
jedem Sinn für seine Freuden,
jedem Mut für seine Leiden
in die neuen Tage,

jedem auf dem Lebenspfad
einen Freund zur Seite,
ein zufriedenes Gemüte
und zu stiller Herzensgüte
Hoffnung ins Geleite!

Inzwischen trafen bei den Pirckheimern und in der Blog-Redaktion eine Reihe weiterer Grüße zum Neuen Jahr ein, so unter anderem von den Intiatoren der ArtBook.Berlin, Cornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven oder von Buchkünstlerin Claudia Richter, deren Arbeit auch in der aktuellen Ausgabe der Marginalien, zu deren Grafikbeilage sie ein Zweifarblinolblatt beitrug, im Zusammenhang ihrer Mitgliedschaft im book art center Halle, gewürdigt wird. Weitere Grüße trafen ein von der Kemberger Holzschneiderin Andrea Lange und von Fotograf Norbert Kaltwaßer. Nun muss eigentlich nur noch das Jahr: ein schönes werden. Am Begleittext, dem Neujahrslied von Johann Peter Hebel (1760–1826) sollte es unserer Meinung nach nicht haken, dass das gelingt ... 

(André Schinkel)

Mo, 01.01.2024

Es grüßen zu Neujahr u. a. Frank Eißner, Constanze Kreiser, Matthias Frohl und zudem Matthias Gubig.

P. F. 2024: Grüße zum Neuen Jahr

Nun ist das Licht im Steigen,
Es geht ins neue Jahr.
Lass deinen Mut nicht neigen,
Es bleibt nicht, wie es war.
So schwer zu sein, ist eigen
Im Anfang immerdar,
Am Ende wird sich’s zeigen,
Wozu das Ganze war.
Nicht zage gleich dem Feigen
Und klag’ in der Gefahr!
Schwing auf zum Sonnenreigen
Dich schweigend wie der Aar!
Und wenn du kannst nicht schweigen,
So klage schön und klar!

Auch das neue Jahr 2024 soll mit den Versen der Großen begrüßt sein, gedankenvoll und doch auch voller Kraft wie in dem gereimten Hoch-Parlando Friedrich Rückerts (1788–1866), der unter den bedeutenden Stimmen seiner Epoche eine der vielfältigsten und nach wie vor unter Wert gehandelten sein dürfte. Von Rückert lernen hieße auch: Offenheit und Toleranz zu üben – wie nur wenige Dichter unserer Sprache hat er sich für die Weltsprache Dichtung stark gemacht, dabei alle Strömungen, Kulturen und Sprachen achtend, beherzigend und zugänglich machend. Ohne ihn hätte der deutschsprachige Leser keine Ahnung vom Glanz der orientalischen Ghaselen- oder der indischen Brahmanen-Dichtung. Mehr denn je werden die Stimmen gebraucht, auch in einem Jahr, von dem noch keiner erahnt, wie es verläuft – und ob es in ihm den Menschen denn möglich sein wird, die Vernunft wiederzuerwecken. Ohne die Vernunft wird es düster im Jahrhundert.

Ein schweres Jahr liegt hinter uns, und es verfolgt uns bis in die Kunst, wie es etwa der neueste FISAE-Newsletter von Klaus Rödel zeigt – viele der dort gezeigten P. F.-Exlibris sprechen über die Weltlage mit Ernst oder Ingrimm, gerade im Angesicht der als friedliche Zeit postulierten Fest-, der Weihnachts- und Jahreswechseltage. Es drückt sich darin Verzweiflung und dunkle Verwunderung ob der dringenden Reparaturbedürftigkeit des Menschenwesens und seines unseligen Drangs, die Därme seines Nachbarn über den Zaun hängen zu wollen, aus. Und die guten Wünsche gehen damit einher, dass man es nicht aufgeben will, an Hoffnung und Besinnung zu glauben. So sei es denn in die Augen geschabt und, wenn es nicht anders geht, auch in die Ohren gebrüllt. Ob es nützt, wird sich zeigen. Angesichts des Gros an Seelen, die würdig leben wollen, sollte es machbar sein ...

Gleichsam erreichen die Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft und auch die Blog-Redaktion von allen Seiten grafische und textliche Grüße und Wünsche zum Neuen Jahr: Dass unausgesetzt die Hoffnung besteht, dass es ein gelingendes, beglückendes sei. Und was ist der Mensch ohne die Hoffnung. Zumal die Künste den möglichen und eintreffenden Glanz neben dem Abgrund zeigen und zeigen. Das ist letztlich seit der Höhlenmalerei so. Und die neuesten Forschungen zeigen, dass nicht nur der eiszeitliche Jetztmensch, der wir sind, die Kunst kannte, sondern auch sein Bruder, der Neandertaler. Welch Belehrung über den Unsinn von Aggression, Überheblichkeit und Intoleranz aus den Tiefen der Zeit! Wie sollte man es nicht wieder und wieder mit Menschenliebe versuchen.

Verteilet euch nach allen Regionen
Von diesem heilgen Schmaus!
Begeistert reißt euch durch die nächsten Zonen
Ins All und füllt es aus!

Schon schwebet ihr in ungemeßnen Fernen
Den selgen Göttertraum,
Und leuchtet neu, gesellig, unter Sternen
Im lichtbesäten Raum.

Dann treibt ihr euch, gewaltige Kometen,
Ins Weit und Weitr hinan;
Das Labyrinth der Sonnen und Planeten
Durchschneidet eure Bahn.

Ihr greifet rasch nach umgeformten Erden
Und wirket schöpfrisch jung,
Daß sie belebt und stets belebter werden
Im abgemeßnen Schwung.

Und kreisend führt ihr in bewegten Lüften
Den wandelbaren Flor
Und schreibt dem Stein in allen seinen Grüften
Die festen Formen vor.

Nun alles sich mit göttlichem Erkühnen
Zu übertreffen strebt;
Das Wasser will, das unfruchtbare, grünen,
Und jedes Stäubchen lebt.

Und so verdrängt mit liebevollem Streiten
Der feuchten Qualme Nacht;
Nun glühen schon des Paradieses Weiten
In überbunter Pracht.

Wie regt sich bald, ein holdes Licht zu schauen,
Gestaltenreiche Schar,
Und ihr erstaunt, auf den beglückten Auen,
Nun als das erste Paar,

Und bald verlischt ein unbegrenztes Streben
Im selgen Wechselblick.
Und so empfangt mit Dank das schönste Leben
Vom All ins All zurück.

Mit diesen (sic!) Weltseele-Versen von Johann Wolfgang Goethe (1749–1832), dessen Geburtstag 2024 eine denkwürdige Halbrundung begeht, sei ein gutes und glückliches Jahr gewünscht – in der Aussicht, dass es sich doch noch fügt mit den schönen und vernünftigen Dingen. Es grüßen im Bilderteil Frank Eißner, Constanze Kreiser, Mattias Frohl und Matthias Gubig. Bei Einkunft weiterer Grüße wird nochmal eine Auswahl getroffen. Dona. Nobis. Pacem ... Es nützt doch nüscht.

(André Schinkel)

Di, 17.01.2023

Im ehrwürdigen Gotha (hier: Schloss Friedenstein) findet vom 22. bis 24. September das Jahrestreffen 2023 der Pirckheimer-Gesellschaft statt.

Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft 2023 in Gotha

Nach der letzten Zusammenkunft in Oldenburg 2022 empfängt dieses Jahr die Pirckheimer das thüringische Gotha. Vom 22. bis 24. September feiern wir in der alten Residenzstadt ein Jubiläum: Es ist das 50. Jahrestreffen unserer Gesellschaft, organisiert durch Peter Arlt. Das erste Treffen dieser Art fand 1972 in Dresden statt. Gotha bietet Führungen durch die Forschungsbibliothek Gotha, eine musikalische Reise in der Schlosskirche zu Willibald Pirckheimer und seinen Zeitgenossen mit Sabine Lindner, Bildende Kunst und Musik von Thomas Offhaus, eine Ausstellung im Spiegelsaal mit Neujahrsgrafiken aus fünf Jahrzehnten der Sammlung Peter Arlt, und auch das Sammlerpaar Christiane und Norbert Grewe gibt im Vortrag und Gespräch Einblicke in ihre Buch- und Grafikschätze. Das endgültige Programm und die Modalitäten der Anmeldung werden bis zum Frühsommer auf der Internetseite der Pirckheimer und in Heft 249 (Ausgabe 2023/2) der Marginalien, der Zeitschrift unserer Gesellschaft, veröffentlicht. 

(Till Schröder)

Sa, 12.01.2019

PF 2019

С Новым годом!
A Happy New Year!
Felice Anno Nuovo!
Ein glückliches neues Jahr!

Marc Berger
Edition Schwarzdruck

Di, 09.01.2018

Neujahrsgraphik Marc Berger

PF 2018

С Новым годом!
A Happy New Year!
Felice Anno Nuovo!
Ein glückliches neues Jahr!

Marc Berger
Edition Schwarzdruck

Do, 04.01.2018

Henry Günther, "pina - der tanz", Farbholzdruck, © BuchKunstBalance@online.de, Henry Günther

pina - der tanz

Für das Neue Jahr 2018
senden wir allen Freunden, Kollegen
und Sammlern,
aus unserer neuen Wohnung
in Ribnitz-Damgarten,
die besten Wünsche.

Leonard & Henry Günther

Mi, 03.01.2018

pf 2018

Liebe Kunstfreunde,
mit einer Abbildung aus dem gerade wachsenden Künstlerbuch "Midgardzormr" (zu den Themen Edda und Klimawandel) sende ich beste Wünsche für ein friedvolles, heiteres und lebendiges 2018!
Atelier Tina Flau

So, 31.12.2017

Neujahrsgraphik: Hélene Habbot Bautista, "Entrez!", Linolschnitt, 2017

PF 2018

Allen Pirckheimern, Buch- und Graphikfreunden, Sammlern, Bibliophilen und auch Bibliomanen: ein papierreiches und druckergeschwärztes frohes 2018!

Bonne Année - Happy New Year - Frohes neues Jahr - Gullukkig Niuw Jaar - L'Shannah Tovah Tikatevu - Yeni Yiliniz Kutlu Olsun - Feliz Año Nuevo - Eftecheezmaenos o Kaenooryos hronos - Godt Nytt År - Buon Capodanno - Onnellista Uutta Vuotta

Sa, 30.12.2017

Zwei Publikationen zum Jahreswechsel

Wie jedes Jahr schuf Matthias Haberzettl auch 2017 zwei limitierte Schriften über seine Sammelgebiete "Werner Klemke" und "Eduard Prüssen", die er mit seinen Weihnachts- und Neujahrsgrüßen Pirckheimer-Freunden schickte - Vielen Dank!

Entdeckungen 2017. Meine schönsten Funde im Klemke-Jahr lautet diesmal seine in 100 nummerierten Exemplaren aufgelegte Publikation zu Werner Klemke. Und es ist dort erstaunliches zu lesen, nicht nur über die erworbenen Graphiken und Bücher von Werner Klemke, sondern z.B. auch über das unerwartete Ende einer Auktion, in der der Bieter Haberzettl unterlag und trotzdem das nicht ersteigerte Exemplar seiner Sammlung hinzufügen konnte.
Eine zweites, in einer nummerierten Auflage von 30 Exemplaren erschienenes Heft behandelt unter dem Titel Eduard Prüssen ... und die Medizin Illustrations-Arbeiten des Künstlers in populär-medizinischen Zeitschriften 1973 - 1992, ein eher seltenes und deshalb besonders hoch zu schätzendes Betätigungsfeld für gefragte Illustratoren.