Ganz ohne Spitzen geht es nicht in solcher Zeit – zumal, wenn man gewisse Kulturstaatsminister gegen sich und die papierene Welt ahnt: „... mit dieser Mail erreicht Sie unsere Nummer 33 – und wir gestehen offen: Wir hatten erwogen, Ihnen an diesem 01. April mitzuteilen, der Hamburger Bothe stelle sein Erscheinen ein, um fortan als KI-generierter Newsletter weiterzuleben. Doch dann besannen wir uns. Manche Dinge schreibt man lieber selbst. Im Anhang finden Sie das Gewohnte: sorgfältig Gesetztes, handverlesen Ausgewähltes – und keinen einzigen Algorithmus. Was darin wartet, verrät das Inhaltsverzeichnis; was darin verborgen liegt, entdecken Sie beim Lesen.“ Nun, da ist es gut, dass man sich noch einmal eines Besseren besann: Auch in Papierform ist der neue Bothe zu haben. Mit der Ankündigung der Auflösung der Maximilian-Gesellschaft setzt Abel Doering indes dem Heft zusätzlich ein reich bebommeltes Narrenkäpplein an die Adresse solcher politischer Kulturvergessenheit auf. Nun, Satire, wem Satire gebührt. Ansonsten geht’s natürlich höchlich seriös im Journal zu und gibt es gute News für die Bibliophilen im Norden wie in der übrigen Welt. Und so wird auf die BuchDruckKunst sich gefreut, das feine Buch von Wolfgang Neubert rezensiert und v. a. zur Subskription des neuen, des achten Drucks von Angeli & Engel eingeladen, das sich mit Wolfgang Borchert (1921–1947) als Maler und Zeichner befasst und bildnerische Arbeiten des berühmten Kahlschlag-Autors enthält. Das Buch, das in der Vorzugsausgabe ein radiertes Borchert-Porträt von Rainer Ehrt enthält, kann in zwei Formaten bis zum 15. Mai 2026 subskribiert werden. Interessenten wenden sich bitte an Rudolf_Angeli@web.de. Außerdem gibt es neben Fakten aus der Welt der Bibliophilie einen Hinweis auf den Serapion-Verlag, der E. T. A. Hoffmann edierte.
(Bert Blaubart/Pressemitteilung)