Die jüngste Ausgabe, die Nummer 34 des Hamburger Bothen, des Periodikums der Pirckheimer im Norden, die aus der Freien und Hansestadt Hamburg regelmäßig bibliophile Neuigkeiten bringt und mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum zur wichtigen Informationsquelle in Sachen Bibliophilie geworden ist, ist soeben erschienen. „Liebe Pirckheimer, liebe Freunde des schönen Buches, es hat etwas gedauert, aber jetzt liegt das achte Buch des Verlags Angeli & Engel gedruckt vor“, schreibt Peter Engel, einer der beiden Herausgeber des Bothen, im Geleit. Es ist dies „der Band Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert. In den nächsten Tagen erhalten die vielen Vorbesteller das reich bebilderte Buch, am 16. Juni wird es von den Herausgebern im Vortragsraum der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek offiziell vorgestellt, Gäste sind dabei herzlich willkommen.“ Fein! Ein weiteres Highlight in der Ausgabe ist die umfängliche Würdigung von Katharina Kippenberg (1876–1947) – legendäre Insel-Verlegerin und enge Freundin Rainer Maria Rilkes (1875–1926) – zum 150. Geburtstag. Neben Rilke förderte und unterstützte „Katharina die Große“ eine Reihe hochbedeutender Autorinnen und Autoren – so Hugo von Hofmannsthal, Ricarda Huch, Stefan Zweig und Hans Carossa, Johannes R. Becher oder Theodor Däubler. Im Zeitsprung gibt es Interessantes aus dem Wandsbecker Bothen von 1771 aus Otranto, Madrid und Regensburg zu berichten. Und Urs Heftrich widmet sich den 24 Frames von Abbas Kiarostami (1940–2016), einem hoch ambitionierten Filmprojekt, das dessen Sohn Ahmad zu Ende brachte. Dem Essays zum Film folgen zwei lyrische Adaptionen Heftrichs zum Thema als Originalbeiträge. Ninon Suckow schreibt über 550 Jahre Buchdruck in Rostock ... Peter Engel über Ludwig Hardt. Die Ausgabe ist unter der Emailadresse Rudolf_Angeli@web.de zu bekommen.
(André Schinkel)