Pirckheimer-Blog

Do, 23.04.2026

Die Pirckheimer im FABS-Journal

In der neuesten Ausgabe (Nummer XXX.1) des renommierten, zweimal jährlich edierten Journals der Fellowship of American Bibliophilic Societies (FABS) werden auf Seite 44 ff. ausführlich die Pirckheimer-Gesellschaft anlässlich ihres 70. Gründungsgeburtstags im Januar dieses Jahres, die Zeitschrift der Gesellschaft Marginalien wie auch der Blog und die umfänglichen Aktivitäten der Pirckheimer vorgestellt. Der stellvertretende Vorstandsvorsitzende der Gesellschaft und zugleich der Chefredakteur der Zeitschrift für Bibliophilie und Buchkunst Till Schröder berichtet in der Rubrik Affiliate News des FABS-Journals von der Arbeit der 600 Mitglieder des bibliophilen Vereins, von den Messeteilnahmen der Pirckheimer unter anderem in Leipzig, Hamburg sowie Berlin, wo die Gesellschaft beim Bücherfest (der Blog berichtete), der Rare Book Week und artbook.Berlin (der Blog wird berichten) teilnimmt, wie von der Überführung des Vereinsarchivs in die DNB Leipzig und blickt voraus zur Jahrestagung in Nürnberg, der Heimatstadt Pirckheimers. Die FABS bündelt die bibliophilen Gesellschaften der USA, unterhält zahlreiche Kontakte weltweit. Fein, dabei zu sein.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 22.04.2026

„Druck. Macht. Wissen“ in Rostock

Druck. Macht. Wissen. 550 Jahre Buchdruck in Rostock heißt die Ausstellung, die am 28.03.2026 im Kulturhistorischen Museum Rostock (im Kloster zum Heiligen Kreuz, Klosterhof 07, 18055 Rostock) eröffnet wurde und bis zum 28. Juni in der alten Hansestadt an der Ostsee zu sehen sein wird. Denn Rostock ist ein uraltes Zentrum des Druckens. Unter der Zwischenüberschrift Von den Michaelisbrüdern bis zum Internet auf der Webseite des Museums etwa heißt es: „Die Ausstellung erinnert an den Druck des ersten Buches mit beweglichen Lettern in Rostock vor 550 Jahren und zeigt die Entwicklung der Stadt zum bedeutenden Medienstandort Norddeutschlands. Seit der Gründung der Druckerei der Michaelisbrüder 1476 entstand eine reiche Buchdrucktradition. Trotz der Schließung durch den Einfluss Martin Luthers blieb Rostock ein Zentrum für Drucker und Verlage, die ihre Werke in den gesamten Ostseeraum exportierten.“ Und: „Im 19. Jahrhundert wurde die Stadt zudem zum Ursprung der ersten Zeitungen Mecklenburgs – ein Erbe, das bis heute nachwirkt.“ Zur Buchdruck-Schau gibt es ein überaus umfangreiches Beiprogramm: so öffentliche Führungen durch die Sonderschau (immer donnerstags um 17 Uhr und an ausgewählten Samstagen (16 Uhr) und Sonntagen (11 Uhr), zum Teil mit Kurator und Museumsdirektor Dr. Steffen Stuth) – ferner Workshops für Kinder, Jugendliche und Erwachsene: Buchbinden, Lesezeichengestaltung sowie zu Medien, Macht und Wissen im Wandel (Anfrage unter: Helena.Ruff@Rostock.de) und endlich zum Thema 550 Jahre Buchdruck in Rostock die Teilnahme an den Michaelisklostertagen vom 23. bis 26.04. Das Museum ist Di bis So 10 bis 18 Uhr geöffnet. Der Museums-Eintritt ist frei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 21.04.2026

Finissage „Solitaire“ – Führung & Werkstattgespräch in der LBO

„Meine Bücher kann man nicht in die Hand nehmen, nicht öffnen oder lesen. So bewahren sie ihr Geheimnis. Doch man kann sich ihnen zuwenden. Sie erwidern den Betrachterblick wie ein Portrait, dessen Blick dem Gegenüber folgt. Meine Gemälde sind Portraits von Büchern.“ So beschreibt Hannes Möller seine Arbeit. – Zum Abschluss seiner Solitaire-Ausstellung in der Landesbibliothek Oldenburg (LBO, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) ist der Künstler zum Werkstattgespräch und für eine Finissage-Führung durch die Ausstellung mit seinen hyperrealistischen Bildern noch einmal in Oldenburg zu Gast. Seit 2007 besucht Möller Bibliotheken mit historischen Beständen in ganz Europa, darunter Cluny, Coburg, Gotha, Göttingen, Hannover, Oxford, St. Gallen, Straßburg, Weimar, Wolfenbüttel und eben auch Oldenburg. In jenen Kathedralen des Wissens entdeckt er immer wieder außergewöhnliche Schätze, setzt mit ihren Spuren auseinander, schafft eindrücklichste Bücherporträts dieser einzigartigen Solitäre und so einen bibliophilen Blick der besonderen Art. Am 23. April um 17.30 Uhr kann man ihn noch einmal samt seiner Bildwerke in Oldenburg erleben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 20.04.2026

Neue Ausstellung im Radierverein

Der Verein für Original-Radierung München e. V. (Ludwigstraße 07, 80539 München) lädt am 24. April und bis 15. Mai 2026 zur neuen Ausstellung in seiner Galerie ein. Unter dem Titel Antidote werden die Arbeiten von Jana Gunstheimer und Christoph Knecht gezeigt. Die Vernissage für die Präsentation der beiden grafischen Positionen findet am 24.04. von 19 bis 21 Uhr statt. Es spricht zur Einführung in die Ausstellung Franz Schneider von der Neuen Galerie Landshut. Die Galerie ist während der regulären Ausstellungsdauer Mittwoch bis Freitag 15 bis 19 Uhr sowie Samstag 11 bis 14 Uhr geöffnet. Am Himmelfahrtstag ist die Ausstellung geschlossen. Alle Schau-Infos gibt es hier. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 19.04.2026

Heike Ellermanns Bild "Wo sich verbergen" von 2014.

LBO: Wo sich verbergen? – Zum 125. Geburtstag von Rose Ausländer

Sie war eine der großen, stillen Dichterinnen deutscher Sprache, ihr Werk ist von den Erfahrungen des 20. Jahrhunderts gezeichnet: Rose Ausländer (19011988), deren Geburtstag sich am 11.05. zum 125. Mal jährt. Wie ihr Leidens- und Schicksalsgenosse Paul Celan (1920–1970) stammte sie aus Czernowitz. Die Begegnung mit seinen Gedichten beeindruckte sie nachhaltig, wie auch die Zeit im Ghetto ihrer Heimatstadt 1941 bis 1944. „Wo / wenn der Regen abspringt / von schmutzigen Ziegeln // wo / wenn der Damm reißt im / Gedächtnis und die / gestauten Wasser hervorbrechen // wo / sich verbergen // wenn sie dich anfallen / ungestüm / und sich verbünden mit // stürzenden Himmeln“ – Rose Ausländers Gedichtwerk gehört zu den existentiellsten Beiträgen zur deutschsprachigen Lyrik des letzten Jahrhunderts. Am 11. Mai, ihrem Geburtstag, wird die Dichterin, die lange in Amerika, kurz in Wien und ab 1965 in Düsseldorf lebte, in der LBO (Landesbibliothek Oldenburg, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) mit einer Lyriklesung, Redebeiträgen, Klezmermusik und Bildern zu den Gedichten geehrt. Nach einem Grußwort von Bibliotheksdirektorin Corinna Roeder spricht die Oldenburger Künstlerin Heike Ellermann über ihre Begegnung mit dem Werk der Dichterin und zeigt 25 künstlerische Arbeiten zu Gedichten Rose Ausländers. Und: Ein Teil der Arbeiten wird bis zum 15. Juni im Foyer der LBO ausgestellt sein. Schauspielerin Elfi Hoppe liest die Texte von Rose Ausländer, Dr. Rudolf Fietz spricht zu den Kunstwerken. Klezmermusik gibt es von Dagmar Martens (Klarinette) und Clemens Schneider (Akkordeon). Außerdem gehen alle 25 Arbeiten von Heike Ellermann als Schenkung in die Sammlungen der Landesbibliothek über. Die LBO ist von Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr, an den Samstagen von 09 bis 16 Uhr geöffnet. Das Gesamtwerk von Rose Ausländer wurde im S. Fischer Verlag in Frankfurt am Main publiziert.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 18.04.2026

"Cast away", Acryl auf Leinwand, 180 x 125 cm (2018) von Cornelia Schlemmer ab 18.04. in Zossen zu sehn.

Ausstellung in Zossen: „Wynora – Schichtungen in Raum und Zeit“

Die Ausstellung Wynora – Schichtungen in Raum und Zeit mit den Werken von Uta Eckerlin und Cornelia Schlemmer wird vom 18. April bis 25. Mai 2026 in der Neuen Galerie des Landkreises Teltow-Fläming in Zossen (Gutenbergstraße 01, 15806 Zossen) zu sehen sein. Die Vernissage für die Exposition findet am 18.04. um 15 Uhr statt. Der Titel Wynora ist ein frei gewählter Name, der an eine mögliche alte slawische Göttin erinnert. Der Name ist dem Klang des Ortsnamen Wünsdorf poetisch nachempfunden und öffnet den gedanklichen Rahmen für eine Ausstellung, die sich mit den sichtbaren und verborgenen Schichten von Geschichte beschäftigt. Die Ausstellung macht die historischen Zusammenhänge erfahrbar und lädt dazu ein, die darunterliegenden Strukturen und Entwicklungen wahrzunehmen und die Geschichte des Ortes aus verschiedenen Perspektiven zu betrachten. Die Schau erkundet die oft verborgenen Spuren der Geschichte, indem sie Wasser, Landschaft und Erinnerung als miteinander verwobene Schichten von Macht, Angst und Aufbruch sichtbar macht. Bildhauerin Uta Eckerlin und Malerin Cornelia Schlemmer arbeiten seit rund 30 Jahren künstlerisch miteinander. In den gemeinsamen Ausstellungen werden Skulptur und Malerei in einen dialogischen Zusammenhang gestellt. Im Mittelpunkt steht die Auseinandersetzung mit Formen menschlichen Miteinanders sowie mit individuellen und gesellschaftlichen Spuren. Es führt zur Eröffnung die Kulturaktivistin Jaana Prüss in die Ausstellung ein. Mit einer Performance ist außerdem Yui Kawaguchi präsent – die den Dialog zwischen den Werken im Raum aufnimmt. Die Schau ist Do bis So und feiertags von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Die Infos gibt’s unter diesem Link.

(Ninon Suckow via Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 17.04.2026

Olaf-Hajek-Ausstellung in Brandenburg a. d. H.: Tipp!

Im magischen Bildergarten: Olaf Hajek in Brandenburg (Havel)

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“. Auch die Galerie „Sonnensegel“ (Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel) stellt sich auf den Frühling ein und lädt die Kunstinteressierten in den „magischen Bildergarten“ Olaf Hajeks ein. Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Hajek, der als virtuoser Illustrator und damit als toller Geschichtenerzähler bekannt wurde – auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so fantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert ... In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst-Bilderbüchern veröffentlicht. The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren unter anderem schon in Einzelausstellungen Hamburg und München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren. Die Ausstellung ist vom 25. April bis zum 19. Juni 2026 in der Stadt an der Havel zu besichtigen. Die Vernissage für die Bilder Hajeks findet am 25.04. um 16 Uhr statt. Die Galerie ist Montag bis Donnerstag 08 bis 17 Uhr, Freitag von 08 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt einen eher symbolischen Euro. Der 1965 in Rendsburg geborene Künstler lebt heute in Berlin und Palma de Mallorca. Für sein Werk wurde er wiederholt geehrt und ausgezeichnet. Zuletzt stellte Olaf Hajek in Paris und Shanghai aus. Alle Informationen zu Im magischen Bildergarten gibt es bei Matthias Frohl und – unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 16.04.2026

Hamburger Graphic Novel Tage finden vom 04. bis 07. Mai statt

Die 14. Graphic Novel Tage finden 2026 vom 04. bis 07. Mai im Hamburger Literaturhaus (Schwanenwik 38, 22087 Hamburg) mit einem umfangreichen Programm und hoch illustren Gästen statt. Die Tage finden mit der Unterstützung der Mara & Holger Cassens Stiftung und der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien, statt. Es werden gute Gäste wie Paul Karasik, Katia Fouquet, Keum Suk Gendry-Kim, Finja Frank, Reinhard Kleist, Joscha Baltes, Alison Bechdel und viele weitere erwartet – die Themen der Vorträge, Vorführungen, Lesungen, Workshops sind weitgefasst. Der Comic hat die Kinderstube hinter sich gelassen – und das nicht nur, weil er ins Literaturhaus einzieht. Dort war er schon des Öfteren, aber noch nie so erwachsen, so stark, mit so viel Qualität und in dieser Form: An vier aufeinander folgenden Abenden bringen die Hamburger Graphic Novel Tage (seit 2012) je einen internationalen und einen deutschen Comicstar miteinander ins Gespräch. Andreas Platthaus (FAZ), einer der renommiertesten Comickenner im deutschen Sprachraum, kuratiert und moderiert das Festival. Die 14. Hamburger Graphic Novel Tage garantieren: Frische Anregungen, neue Einsichten, große grafische Literatur ... Alle Infos zum Festival finden sich auf der Webseite des Hamburger Literaturhauses. Cool! Cool! Und: Cool!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mi, 15.04.2026

Premiere: Mit eigenem Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026!

Zu unserem diesjährigen Pirckheimer-Jubiläum feiern wir eine Premiere: Das erste Mal haben wir einen Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026. Am Samstag und Sonntag, den 27. und 28. Juni 2026, wird dem Buch, der Literatur, dem Lesen und Diskutieren auf dem Bebelplatz wieder eine Bühne bereiten. Das Bücherfest wird vom Börsenverein Berlin-Brandenburg, einem Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit Sitz in der Berliner Danckelmannstraße veranstaltet, das Event ist erfolgreich ausgebucht, die Anmeldungsmöglichkeiten für Aussteller sind erschöpft. Der begeisterte Zuspruch hat im letzten Jahr noch einmal die besondere Strahlkraft des Berliner Bücherfests unterstrichen, an dem auch in diesem Jahr mit der bewährten Kombination aus über hundert Marktständen für den Buchhandel und einem literarisch und gesellschaftspolitisch spannenden Lesungsprogramm in drei Veranstaltungszelten angeknüpft wird. Präsentiert wird ein breites Angebot für Menschen aller Generationen, für Literaturbegeisterte ebenso wie für Neugierige. Lesungen von prominenten Autorinnen und Autoren stehen gleichberechtigt neben Debüts, Belletristik und Sachbuch finden ihren Raum. Die gute Tradition, mehrere Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Verlagen gemeinsam in moderierten Gesprächen zu präsentieren, wird fortgeführt. Das Programm des Berliner Bücherfests wird ab Mai öffentlich einsehbar sein. Alle anderen Informationen bekommt man schon jetzt über diesen Weblink. Auf geht’s zum Bücherfest!

(Robert Grieger)

Di, 14.04.2026

Berlin: African Book Festival 2026 findet vom 29. bis zum 31. Mai statt

Ein einzigartiges Merkmal des African Book Festivals ist die Entwicklung neuer Formate, die im Literaturbetrieb ihresgleichen suchen. Ein Großteil des Publikums sind junge Buchbegeisterte. Mit offenen Ausschreibungen, Abstimmungen und der Möglichkeit, Programmpunkte und Gäste vorzuschlagen, wir eingeladen sich bereits im Vorfeld an der Gestaltung des Fests aktiv zu beteiligen. Das Ziel ist ein leicht zugängliches Literaturerlebnis, bei dem Teilhabe großgeschrieben wird und das einen ganz besonderen Kontakt zwischen Autorinnen, Autoren und Lesenden ermöglicht. Das Programmteam von InterKontinental e. V. wird eng mit dem Kreativbeirat zusammenarbeiten, um Themenschwerpunkte und Gäste auszuwählen. Vom 29. bis 31. Mai 2026 feiert das African Book Festival afrikanische Autorinnen und Autoren und ihre Fans. InterKontinental e. V. ist ein Verein zur Förderung von Literatur aus Afrika im deutschsprachigen Raum. Das African Book Festival ist Berlins erstes und größtes Festival von und für Schreibende des Kontinents. Das Motto der Ausgabe für 2026 ist Welcome to the Club. Das dreitägige Literatur- und Performance-Event findet statt im Theater Aufbau Kreuzberg (tak) in der Prinzenstraße 85f in 10969 Berlin (mit der U-Bahn bis Moritzplatz), kuratiert von ‚The Audience‘. Unter diesem Weblink gibt es alle Info zum ABF 2026

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 13.04.2026

Editionsikone: der Bamberger Karl-May-Verlag steht zum Verkauf – er war über 113 Jahre in Familienhand.

Traditionsreich: Karl-May-Verlag aus Bamberg steht zum Verkauf

Der Karl-May-Verlag steht zum Verkauf. Das berichtet das Manager-Magazin. Sein Geschäftsführer Bernhard Schmid sucht nach einem neuen Verleger für den Familienbetrieb. Schmids Großvater hatte den Verlag 1913 mitgegründet; er selbst ist seit 2007 alleiniger Gesellschafter. Schmid erklärte, er wolle rechtzeitig Sorge tragen, dass der Verlag in guten Händen eine sichere Zukunft habe. Gegründet wurde der Karl-May-Verlag 1913 in Radebeul. Geschäftsführer Euchar Albrecht Schmid hatte vor dem Tod des Autors regen Kontakt zu Karl May. Dessen Witwe war als Rechteinhaberin ebenfalls an der Gründung des Verlags beteilitgt. Später zog der Verlag nach Bamberg. Die Bücher des Verlags haben optischen Wiedererkennungswert mit ihren traditionellen grünen Einbänden und der goldenen Schrift. Das Programm des Verlags besteht fast ausschließlich aus den Werken seines Namensgebers: Karl May gilt als einer der meistgelesenen Autoren deutscher Sprache überhaupt; am bekanntesten sind seine Geschichten um Winnetou. May wurde 1842 im Landkreis Zwickau geboren, er verstarb 1912 im elbsächsischen Radebeul. Der Verlag war für 113 Jahre in Familienhand. Auch der MDR und Deutschlandfunk berichteten. Der Beitrag des DLF vom 11.04. findet sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 12.04.2026

Kunstmühle kündigt Ausstellung ab April mit dem Digitalprojekt an

Flankiert von einem berührenden Spruch zu Angelegenheiten der Zeit (die mit dem heutigen Abend in Europa vielleicht ein wenig geordneter scheinen mögen) kündigt die zu den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft zählende Neuhauser Kunstmühle eine Ausstellung aus dem eigenen Digitalprojekt, das weiter voranschreitend in Kooperation mit dem Verein Kultur 1 entsteht, an. Die 15 bisher fertiggestellten Drucke werden vom 20.04. bis 19.06. bei der Mietervereinigung Österreich (Reichsratsstraße 15, A-1010 Wien) gezeigt. Die Druckgrafiken können dort und bei der Kunstmühle selbst erworben werden, der Erwerb jedes Blatts unterstützt die Fortarbeit an dem vielgestaltigen Projekt. Die Wiener Exhibition zeigt u. a. Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern der Mühle. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 11.04.2026

Roland Berger (1942–2026). | © Abel Doering/Archiv

Abschied von Prof. Roland Berger

Am 04. April starb, wie von verschiedener Seite, so unter anderen der jungen Welt vom 09. April 2026, mitgeteilt wird, das langjährige (1969–2025) Pirckheimer-Mitglied Professor Dr. Roland Berger (1942–2026) nach langer Krankheit. Berger, der in Weinböhla in Sachsen geboren wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren im brandenburgischen Hohen Neuendorf, wo er seit 1996 gelebt hatte. Er war neben seiner Mitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft auch eine Reihe Jahre Vorstandsmitglied der Pirckheimer. Nach dem Abitur an der ABF der MLU Halle-Wittenberg studierte er Kunsterziehung und Deutsch an der Berliner Humboldt-Universität und war als Dozent tätig. 1976 erfolgte die Promotion, 1985 bis 1995 war er Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit am Fachbereich Kunsterziehung der Humboldt-Uni. Danach war er wieder als Lehrer und Dozent in den neuen Bundesländern tätig. Neben seiner kunstpädagogischen und akademischen Arbeit war Roland Berger auch immer als bildender Künstler tätig; sein umfangreiches Werk ist vielgestaltig und umfasst unter anderem Radierungen, Zeichnungen, Exlibris, Scherenschnitte – auch Plakate, Illustrationen und Publizistik ... Seine bevorzugten künstlerischen Haupttechniken waren indes der Holz- und der Linolschnitt, eines seiner thematischen Leitmotive ist der Harlekin. Er zeigte sein Werk in einer Vielzahl von Ausstellungen, seine Grafik erschien in Zeitungen, Zeitschriften, in der Edition Schwarzdruck – und nicht zuletzt auch in den Marginalien. So steuerte er u. a. etwa die Originalgrafische Beilage für die Mitglieder zum Heft 209 (Ausgabe 2013/1) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei, auch den Jahrestreffen widmete er seine Gabe. Insbesondere waren auch seine originellen Neujahrsgrüße beliebt. Roland Bergers Arbeiten waren international bekannt und geschätzt. Auch Frottagen und Plastisches sind Teil seines Werks.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Fr, 10.04.2026

Stand der Pirckheimer auf der 'BuchDruckKunst' – es sind zahlreiche weitere PG-Freunde in Hamburg, so neben den Genannten auch Henry Günther (mit der Edition 'BuchKunstBalance') sowie die Bücherkinder.

Viele Pirckheimer mit Ständen bei der BuchDruckKunst 2026 dabei

„Verrückt nach Buch & Grafik“ – dieser wunderbare Slogan der Pirckheimer-Gesellschaft trifft auf der diesjährigen BuchDruckKunst, die am anstehenden Wochenende im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) die Pforte öffnet, gleich in mehrerlei Weise zu: Neben Einzelausstellern wie Cornelius Brändle und Rainer Ehrt hat Rudolf Angeli bereits den Pirckheimer-Stand (Alte Fabrik, Stand 39) errichtet und wartet auf viele Interessenten. Auch die Bücherkinder Brandenburg samt ihrem Mentor, Pirckheimer Armin Schubert, sind mit eigenem Stand und Auftritt vor Ort (Neue Fabrik, EG). Unter den sechzig Ausstellenden finden sich auch die Meister der Einbandkunst und ein Teil der Crème der gegenwärtigen grafischen wie Buchkunst-Elite. Die Messe ist am 11. (10 bis 18) und 12. April (10 bis 17 Uhr) öffentlich zugänglich. Neben dem regulären Tages- wird auch ein Wochenendticket und ein günstiges Nachmittagsticket angeboten. Die Messe ist leicht via Auto, S- und U-Bahn (Haltestelle Barmbek) erreichbar. Alle Infos hier.

(André Schinkel)

Tolle "Farbwelten": Die neunjährige Nina zeigt ihrem Vater ihr Bild – bei der Ausstellungseröffnung in der "Sparkasse" in Wernigerode. | © Andreas Damm/ESN

Die „Farbwelten“ in Wernigerode

Das Kunstprojekt Farbwelten der Evangelischen Grundschule Ilsenburg – gemeinsam erstellt mit der Künstlerin Melanie Kuna-Drechsler, präsentiert seine Werke der Öffentlichkeit. Diesen Mittwoch, den 08. April 2026, fand die Vernissage der Ausstellung im Foyer der Geschäftsstelle der Harzsparkasse in der Gustav-Petri-Straße 08 in 38855 Wernigerode statt. Im Februar 2026 wurde die Schule zu einem bunten Experimentierraum: Im Projekt arbeiteten Kinder der 3. und 4. Klassen begeistert mit Farben und Materialien. Neben Melanie Kuna-Drechsler leitete Kunstlehrerin Katja Truthmann die Kids an. Nina ist eine der 47 Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht haben: „Mein Bild heißt Die bunten Pusteblumen. Ich habe mit Pinsel und Schwamm gearbeitet. Beim Malen hatte ich viel Spaß, weil man einfach so drauflos malen konnte. Ich finde, es sieht sehr bunt aus. Ich liebe Farben. Deshalb habe ich mit vielen bunten Farben gearbeitet. Beim Malen habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich habe auf einer Leinwand mit Tusche gemalt.“ Feine Sache! Die Schau in Wernigerode ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

(Andreas Damm/Evangelische Stiftung Neinstedt)

Do, 09.04.2026

Freier Eintritt in die Moritzburg zu Halle am 22. April.

Kunstmuseum Moritzburg Halle: Freier Eintritt am 22. April 2026

Mit einem Festakt in der Leopoldina begeht am 22. April die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ihr 30-jähriges Jubiläum – und aus diesem Anlass ermöglicht sie an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr allen Interessierten den freien Eintritt in das Kunstmuseum Moritzburg des Landes Sachsen-Anhalt (Friedemann-Bach-Platz 05, 06108 Halle an der Saale). Zu sehen sind die Sammlungspräsentation, die Sonderschau Wilhelm Lehmbruck. Ewig menschlich – sowie zwei Kabinettpräsentationen mit durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung geförderten Sammlungserweiterungen: Farben des Lichts. Internationales Studioglas und Feuer & Form. Keramik der Moderne. Die Moritzburg gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen in den neuen Bundesländern, sie liegt im Herzen der Saalestadt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 08.04.2026

10. KMDD: Künstlermesse Dresden

Die Künstlermesse Dresden findet auch in diesem Jahr, entgegen einiger Unsicherheiten im Vorfeld – und 2026 zum nunmehr zehnten Mal – statt. „Was Ende vergangenen Jahres noch alles andere als sicher schien, wird jetzt Realität: Die 10. KMDD findet statt! – Trotz Haushaltskürzungen und schwieriger kulturpolitischer Rahmenbedingungen setzt der Künstlerbund Dresden ein kraftvolles Zeichen für die Bildende Kunst – und feiert zugleich ein Jubiläum.“ Auch für die zehnte Ausgabe der KMDD hat der Künstlerbund Dresden e. V. etwa hundert Künstlerinnen und Künstler, darunter sowohl einzelne Positionen als auch Künstlergruppen, Produzentengalerien und schließlich Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden eingeladen. Sie findet wie auch in den Jahren zuvor im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Lingnerplatz 01, 01069 Dresden) statt und zwar vom 17. bis 19. April (Freitag 19 bis 22, Sonnabend 11 bis 20, Sonntag 11 bis 18 Uhr), die Tickets gibt es für 10 (ermäßigt 6, Familienticket 25) Euro. Das Freitags-Ticket gilt auch für die Eröffnung der Messe im Foyer des DHMD um 18 Uhr. Zum Jubiläum gibt es die Live-Performance des Ensemble AuditivVokal Dresden – mit einem Programm von Heinrich Schütz bis John Cage: In Anwesenheit aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler! Die vollständige Teilnehmerliste anbei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 07.04.2026

"Broken Voices": Das Cartonnmuseum in Basel zeigt vom 28.03. bis 21.06.2026 Arbeiten von José Muñoz. Der Argentinier wurde durch 'Alack Sinner' berühmt.

Basel: José Muñoz „Broken Voices“

Der argentinische Comickünstler José Muñoz erzählt in harten Schwarz-Weiß-Kontrasten – von drastischen Crime Storys um Detektiv Alack Sinner bis zur feinfühligen Biografie der Jazzlegende Billie Holiday. Originale, Skizzen, farbige Arbeiten zeigen ihn im Cartoonmuseum in Basel in einer umfassenden Retrospektive. Mit ihren Hardboiled-Storys um Privatdetektiv und Ex-Polizist Alack Sinner haben der aus Argentinien stammende Comiczeichner Muñoz und sein Landsmann, Autor Carlos Sampayo, einen Meilenstein der Comicgeschichte geschaffen. Anfang der 1970er Jahre nach Spanien emigriert, trifft der in Buenos Aires ausgebildete Muñoz in Barcelona Sampayo, der Argentinien ebenfalls aus politischen Gründen verlassen hat. Gemeinsam erschaffen sie den Antihelden Alack Sinner, der auf den ersten Blick alle Klischees der Zunft erfüllt: desillusioniert, melancholisch, einsam, dem Alkohol verfallen. Die 1975 gestartete, über Jahrzehnte fortgeführte Serie geht weit über die typischen Genregrenzen hinaus. Sie verwebt klassische Krimihandlung mit scharfer Gesellschaftskritik – etwa an Rassismus und Korruption – und nimmt Bezug auf Ereignisse wie den Vietnamkrieg oder die Anschläge vom 11. September. Die Figuren changieren zwischen beinahe realistischer Darstellung und grotesker Karikatur – ein spannungsgeladenes Wechselspiel von Alptraum und Wirklichkeit. Neben der Sinner-Reihe entstehen auch andere Werke wie Joe’s Bar und Sophie Going South, die mit lakonischem Humor ernste Themen behandeln. Spätere Arbeiten von Muñoz spiegeln seine Sehnsucht nach dem multikulturellen Lebensgefühl von Buenos Aires wider. Die Ausstellung im Cartoonmuseum Basel (Zentrum für narrative Kunst, St. Alban-Vorstadt 28, CH-4052 Basel, 28.03. bis 21.06.2026, Di–So 11–17 Uhr) zeigt Originalzeichnungen aus den Comicklassikern, Vorstudien, Illustrationen, Porträts sowie aktuelle freie Arbeiten in Farbe – Werke, die unter anderem mit dem Grand Prix des Comicfestivals in Angoulême ausgezeichnet wurden.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 06.04.2026

Vorgestellt im FISAE-Newsletter – 'Marginalien 260.'

Marginalien im FISAE-Newsletter

Die ganz neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile (Ausgabe 2026/1, Heft 260) der Pirckheimer-Gesellschaft, bildet im FISAE-Newsletter Nummer 522 wieder eine prominente Abteilung der Mitteilungen des internationalen Exlibris-Verbunds unter Klaus Rödels Federführung. Zusammen mit einer feinen Auswahl Abbildungen zu den Themen des neuen Hefts bietet der Mailletter das Verzeichnis des Inhalts und das Editorial von Redaktionsleiter und Pirckheimer-Vize Till Schröder in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Die Marginalien-Ausgabe befasst sich u. a. mit Pardon, bietet die Exegese Peter Arlts eines Baldwin-Zettl-Blatts und gedenkt neben anderen der großen Künstlerin Núria Quevedo. Außerdem bietet der Newsletter den Ostergrüßen am Anfang folgend zwei weitere illustre Themen: den Katalog über eine Ausstellung mit deutschen Exlibris des 20. Jahrhundert und eine Veröffentlichung zu den Exlibris tschechischer Ärzte mit einer umfänglichen Bibliografie einschlägiger Literatur, vermittelt durch Jan Langhammer.

(André Schinkel)

So, 05.04.2026

Druckfrisch: Neue "Wandelhalle für Bücherfreunde".

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die neue Ausgabe (Frühjahr 2026) der Wandelhalle für Bücherfreunde, die, seit 2015 unter der redaktionellen Ägide von Silvia Werfel, für die Gesellschaft der Bibliophilen e. V., die älteste Buch-Gesellschaft für Bibliophilie im deutschsprachigen Raum, herausgegeben wird, ist eben erschienen. Die jüngste Nummer des zweimal jährlich erscheinenden Periodikums versammelt wieder jede Menge Infos, Schau- und Lesestoff für das büchernärrische Volk. So bereitet ein umfängliches Editorial auf die Bibliophilentage der Gesellschaft, die abweichend von der Tradition nicht im Juni, sondern vom 07. bis 10.05. in Kassel stattfinden werden, auf die Tage in der Stadt des künstlerischen Weltdokumentenerbes (Gebrüder Grimm samt Grimmwelt  sowie das documenta-Archiv) vor. Ferner wird der aus Beständen der LBO rekonstruierte Roman Im Zeichen der Spinne von Mopsa Sternheim, 2025 bei Wallstein erschienen, als das gewürdigt, was er ist: Eine literarische Sensation. Es gibt ein feines Bilanz-Gespräch mit dem langjährigen Vorstand des LBA, Thomas Glöß, der sein Ehrenamt nach mehr als zehn Jahren abgab, zudem Nachrichten aus der Mainzer Gutenberg- und der Fränkischen Bibliophilengesellschaft. In der Rubrik Bibliophile Notizen wird die Reihe Exlibris im Porträt fortgesetzt und die Serie Einbandporträts zu Ehren von Sammler Wolfgang Brenner umbenannt. Kimberley Wegner schreibt zum Phänomen Inventing E. T. A. Hoffmann der Meister der romantischen Phantastik ist auch 250 Jahre nach seiner Geburt eine Ikone der Buch- und Illustrationskunst. Weitere Texte drehen sich um den Coverwettbewerb zu Kleists Zerbrochenem Krug bei Reclam, Curt Bloch, Ernst Fischer sowie Carola Willbrand, das Buch TYPE. Buchdruck in Europa und Asien und diverse andere Buchneuigkeiten. Abschließend werden zwei Ausstellungen mit Plakatkunst: Plakatfrauen und Unter Druck (beide in Wiesbaden), gewürdigt. Das Frühlingsheft endet mit der Einladung zur Mitgliederversammlung im Rahmen des Jahrestreffens, Geburtstags-Grüßen wie Neumitgliedern. Das Wandelhallen-Abo kostet 10 Euro im Jahr, die Lektüre lohnt sich!

(André Schinkel)