Pirckheimer-Blog

Mi, 10.06.2026

Große Trauer um Klaus Raasch II

Die Nachricht vom Tod des Hamburger Druckers, Künstlers und Büchermachers Klaus Raasch (1960–2026) – der Blog berichtete gestern – zieht weite Kreise in der bibliophilen Gemeinde des Landes. Soeben erschien der offizielle Nachruf von Annette Kölbel und Matthias Taube, die in seiner Nachfolge die Organisation der BuchDruckKunst übernahmen. In ihm würdigen sie Raasch als den Buchdrucker Deutschlands, bei dem Verlage und Handpressen die besonderen Drucke ihrer Autorinnen und Autoren in Auftrag gaben. „Seine Akribie, sein Farbempfinden, sein tiefes Wissen von dem Zusammenspiel von Papier, Druckstock, Farbe und Druckpresse hat einzigartige Bücher entstehen lassen.“ Und schließlich: „Wir sind sehr, sehr traurig.“ Klaus Raasch starb in der Nacht vom 07. auf dem 08. Juni in Hamburg-Altona. Er wurde 66 Jahre alt. Er hinterlässt Frau und Sohn. Die Trauer- und Gedenkfeier für ihn findet am 25. Juni 2026 um 13.30 Uhr in Hamburg statt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 09.06.2026

Großer Verlust: Künstler, Drucker und Büchermacher Klaus Raasch ist in der Nacht zu Montag gestorben.

Große Trauer um Klaus Raasch

Wie eben aus verschiedenen Quellen, unter anderem von Matthias Taube und Henry Günther, zu erfahren ist, ist Klaus Raasch, hochgeschätzter Künstler und Büchermacher – mithin „Vater“ der BuchDruckKunst, nach langer, schwerer und tapfer ertragener Krankheit in der Nacht vom Sonntag auf den Montag gestorben. Der Hamburger war eine wichtige und weithin geachtete Persönlichkeit innerhalb der bibliophilen Gemeinde, sein Fehlen wird, auch wenn er viele seiner Angelegenheiten, so die Übergabe der Organisation der BuchDruckKunst und die Auflösung seines Druckateliers Schwarze Kunst, beherzt und umsichtig anging, lange nachhallen und deutlich bleiben. Der 1960 in Wanne-Eickel geborene Raasch lebte seit 1981 in der großen Hansestadt, er war viele Jahre Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, von 1986 an arbeitete er freiberuflich. Bereits im Mai, zur artGrafik in Ahrenshoop, wo er zu den Ausstellern der ersten Stunde gehörte, konnte er nicht mehr anreisen. Ausführlichere Würdigungen zu Klaus Raasch, so durch Matthias Taube, werden sicher bald folgen. 

(André Schinkel)

„Wir lesen uns die Münder wund“: Lesewettbewerbfinale am 18.06.

Der Literaturwettbewerb Wir lesen uns die Münder wund findet einmal im Jahr statt und richtet sich an Nachwuchsautorinnen/-autoren, die noch keine oder nur wenige Erfahrungen im Literatur-Betrieb gesammelt haben. In Kooperation mit dem Literaturhaus Salzburg setzt das MARK damit ein wichtiges Zeichen für die Förderung junger Schriftsteller:innen und bietet ihnen eine Plattform, ihre Texte einer interessierten Öffentlichkeit zu präsentieren. Wir lesen uns die Münder wund findet 2026 statt am Donnerstag, den 18.06., um 19.30 Uhr. Im Finale treten drei Autor:innen an, die sich in den Vorrunden gegen ihre Mitstreiter:innen durchgesetzt haben. Eine Fachjury bewertet die Finalist:innen, als Hauptpreis winkt eine begleitete Publikation in Buchform. Außerdem wird es an diesem Abend auch ein Gespräch mit Katharina J. Ferner geben: Die Salzburger Schriftstellerin erzählt von ihren Erfahrungen im Literaturbetrieb und liest aus dem Lyrikband salamanderin (bei Limbus 2025). Das Literaturhaus findet sich in der Strubergasse 23, A-5020 Salzburg. Die Info hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 08.06.2026

Susann Hoch und Gabriele Sperlich stellen bis 25.07. in Leipzig bei "akanthus/galerie im westwerk" aus.

„Gefährliche Stunde“ – in Leipzig

Soeben, nämlich am vergangenen Wochenende, eröffnet wurde die Ausstellung Gefährliche Stunde bei akanthus/galerie im westwerk (Karl-Heine-Straße 89, 04229 Leipzig) im Westen Leipzigs. Präsentiert sind in Raum zwei die Arbeit zweier Hochdruckpartnerinnen – Gabriele Sperlich zeigt Malerei und Collagen: letztere als Mischtechniken mit Holzschnitt, Zeichnung und Malerei. Und erstmals ihre vollständige Werkreihe Domizile der Zukunft präsentiert Susann Hochmit neun großformatigen Holzschnitten. Außerdem wird die Porträtreihe Seltene Kinder (Steindruck und Holzschnitt) gezeigt. Der Niederländer Cees Hiep komponierte vier kleine Stücke für Klavier zu den Seltenen Kindern, diese wurden auf CD aufgenommen und sind Teil des in einer 25er Auflage erschienenen gleichnamigen Leporellos, das zum Preis von 38 Euro zu haben ist. Die Ausstellung ist vom 06.06. bis 25.07.2026 zu sehen, die Galerie ist wie folgt geöffnet: Di bis Fr 14 bis 19, Sa 11 bis 16 Uhr. Zur Finissage am 25. Juli wird, mit Lyriklesung und Violinenspiel, Gregor Nitzsche erwartet.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 07.06.2026

Im Simone Klein Showroom Köln: Fotoausstellung „Experiment“

Simone Klein Photography & Art Advisory: Seit dem 30. Mai (Vernissage war am 29. Mai) lädt Simone Klein zur Gemeinschaftsausstellung in ihren Showroom in der Gutenbergstraße 48 in 50823 Köln ein. Die Fotografie-Schau, die unter dem Titel Experiment firmiert, wird bis zum 06. Juli in der Domstadt zu sehen sein. Zu sehen in Experiment Fotografien und Fotogramme von Anneliese Hager, Heinz Hajek-Halke, Thomas Ruff und: unserem Pirckheimer-Freund aus Cossengrün bei Greiz, dessen Arbeiten in zahlreichen Exhibitionen und bibliophilen Buchveröffentlichungen (samt eigener Edition) bekannt wurden, Uwe Klos. „Seltene Fotogramme der Künstlerin und Lyrikern Anneliese Hager (1904–1997) aus den frühen 1960er Jahren, außergewöhnliche Lichtgrafiken aus den 1950er Jahren des Berliner Fotografen und früheren Werbegrafikers Heinz Hajek-Halke (1898–1983), Pflanzenfotogramme des Künstlers Uwe Klos (geb. 1959) aus den Zyklen Niemandsland (2016) und Naturformen (2017–2022) und Arbeiten aus den Serien untitled# und neg.pro des Düsseldorfer Fotokünstlers Thomas Ruff (geb. 1958) werden in der Ausstellung (...) gemeinsam gezeigt. Die vier Positionen – ob klassisch oder zeitgenössisch – vereint der experimentelle Umgang mit Sujet, fotografischer Technik und Materialität sowie ihre individuelle hochästhetische Handschrift“, so heißt es in den Linernotes zur Schau. Anfragen bitte über den Link am Textanfang. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Lutz Steinbrück: Bleiben wie’s nie war. Gedichte. Mit 6 Grafiken von HT Kløver. Berlin: KLAK-Verlag 2025, KlBr, 92 Seiten, ISBN 978-3-911617-10-9, für 15 Euro. Wie in seinem Vorgänger "Haltlose Zustände" (2020) treibt den Autor des Buchs ein „diffuses Unbehagen“ an der Welt und Epoche ... die unsere Gegenwart ist.

‚Die Götter entwaffnen‘: Gedichte Lutz Steinbrücks zur Zeit bei KLAK

Zwei Tugenden der dichterischen Existenz sind: Durchhalten und Beständigkeit in den Werkzeugen. Von daher ist die Aussage, dass der jüngste Gedichtband von Lutz Steinbrück, Bleiben wie’s nie war, erschienen im Frühjahr 2025 im Berliner KLAK-Verlag, an seinen Lyrikvorausgänger Haltlose Zustände (2020) anschließt, nicht ehrenrührig, im Gegenteil. Nun sind die Zeitläufte auch nicht besser geworden, das ganz und gar im Gegenteil. Steinbrücks Gedichte sind nah und hochgradig seismografisch am Takt der Epoche, die eine welke und zugleich gefährliche ist; ihre Trübtassigkeit ist allerdings nicht dazu geeignet, unaufmerksam zu werden ... und genau da setzt die Dichtung Lutz Steinbrücks ein. Ein „diffuses Unbehagen“ an der Welt, so oder so ähnlich war bereits der Tenor des zuvor edierten Gedichtzyklus; hier nun setzt, so hebt es bereits in den Linernotes von Bleiben wie’s nie war rück- wie vorausverbindend an, Steinbrück auf die Verklarung, Verschärfung des Blicks im Fokus des Worts und auch ihrer teils be-, teils entseelten Hülsen, die er im Bezug auf den Alltag herauszieht und in Nutzung nimmt, sich damit um ein Abbild des all-gegenwärtigen Absurdistans bekümmernd. Bereits die Kapiteltitel im Buch verweisen darauf: mit Fremdschemen, Die Götter entwaffnen, Tragende Verluste und Aus den Fugen seien vier symptomatisch aus dem Reigen der sieben Unterzyklen des Bandes genannt. Oh, und zugleich ist es so, dass jene Erkenntnis der Misere als Bewusstwerdungsprozess unerlässlich ist und bleibt: „wieder und wieder / wiederholen was / klar scheint /doch nicht ankommt ...“ Oder, sich erwehrend in der Wahrnehmung schon:Eingelaufene Gedanken // zu treffen im Gehirnwaschgang / im Auge der Betrachterin ...“ Und: den Grad an Fäulnis in der Zeit teils überklar benennend, die schillernde Gefahr ... – vom Schmeißfliegenberg der Geschichte wie vom Mont Klamott der anwachsenden Verpixelung her. Ja, in Lutz Steinbrück, der zugleich auch Songwriter für (sic:) Lutzilla ist, kocht das hoch in Loops und Slogans, zieht die Axt des Fingers in der Wunde de facto einen Scheitel im Auge des Lesers. Und endet: „als ob wir je dazugehörten ...“, und: „zerriesel’ ich im Januswind ...“ Wehe uns – nach wie vor. Doch die Bögen sind gespannt, um die „Auswüchse gesundzuschrumpfen“. Und das ist der Anfang. Ein so bedenk- wie bemerkwürdiges Buch, flankiert von einem Gespräch mit dem Dichter und den Arbeiten HT Kløvers: Die dräuenden Götter, die sich gebärden und am Ende Schemen sind, gehören entwaffnet. 

(André Schinkel)

Wurde nur 56 Jahre – Marjane Satrapi ist gestorben.

Paris: Marjane Satrapi gestorben

Sie wurde nur 56 Jahre alt: Am 04. Juni starb in Paris die weltberühmte iranisch-französische Comic-Künstlerin, Illustratorin, Malerin und Filmemacherin Marjane Satrapi (1969–2026). – Mit ihrer vierbändigen Comic-Autobiografie Persepolis, die zwischen 2000 und 2003 erschien und 2007 von der Künstlerin im Verbund mit Vincent Paronnaud verfilmt wurde, setzte sie Standards: Das Werk wurde vielfach ausgezeichnet, die Verfilmung erhielt den Jurypreis bei den Filmfestspielen in Cannes und war für den Oscar nominiert. Die in einfachen Schwarz-Weiß-Bildern gehaltene Graphic Novel erzählt von Satrapins Kindheit und Jugend im Iran in Engführung mit der turbulenten Geschichte des Landes: Sturz des Schahs, die Islamische Republik, der Krieg zwischen dem Iran und dem Irak und die Flucht nach Europa. Zugleich brach der Stoff eine Reihe Stereotypen über das Leben in dem vorderasiatischen Land auf. Satrapi wurde damit zu einer der meistgelesenen, erfolgreichsten Autorinnen des Iran. Im Anschluss veröffentlichte die Künstlerin einige weitere Bücher und Filme, illustrierte Kinderbücher und arbeitete als Herausgeberin. Marjane Satrapi starb nach Auskunft ihrer Freunde aus Trauer um ihren Mann Mattias Ripa, der im Jahr zuvor gestorben war. In seinem Nachruf würdigte der Élysée-Palast Satrapi – als große Künstlerin und Kämpferin für die Freiheit.

(André Schinkel via Christian von Hoffen)

Sa, 06.06.2026

Museum der Arbeit: ‚Gut gemacht!‘

Die diesjährige IV. Biennale angewandter Kunst fällt mit dem 70-jährigen Jubiläum der AdK Hamburg zusammen. Die Ausstellung mit dem Titel Gut gemacht! im Museum der Arbeit versteht sich deshalb als ein Fazit der jüngeren Geschichte des Hamburger Kunsthandwerks. Neben den aktuellen Arbeiten der über 70 teilnehmenden Künstlerinnen und Künstlern möchte die Ausstellung im Museum der Arbeit deshalb auch ein Augenmerk auf die Besonderheiten aus sieben Jahrzehnten gestaltender Kunst werfen. Die Ausstellung wird auch in diesem Jahr von einem Katalog begleitet, im dem die Geschichte der AdK Hamburg eine zentrale Rolle spielt. Für das Veranstaltungs-Programm zur Ausstellung sind Führungen und Vorträge sowie besondere Angebot für Kinder und Jugendliche geplant. Die Schau ist vom 01.07. bis 06.09.2026 zu sehen. Alle Infos finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 05.06.2026

Der Slawist, Autor, Sammler und Pirckheimer Peter Hoffmann ist im Alter von 101 Jahren gestorben.

Abschied von Dr. Peter Hoffmann

Der Berliner Pirckheimerfreund und Slawist Peter Hoffmann ist, wie erst jetzt bekannt wurde, am 16. Mai 2026 im Alter von 101 Jahren gestorben. Zuletzt lebte Hofmann, der als Osteuropa-Experte weithin Anerkennung genoss, in Nassenheide in Brandenburg. Nach dem Studium der Geschichte und Slawistik, der Promotion leitete Hoffmann die Arbeitsgruppe Geschichte der slawischen Völker an der Berliner Akademie der Wissenschaften. Seine umfängliche Bibliothek, die sich mit Aspekten der russischen Geschichte, der deutsch-russischen Beziehungen sowie allgemeineren Fragen zu Aufklärung und Absolutismus im 18. Jahrhundert befasste, gehört mittlerweile zum Bestand der renommierten Herzog August Bibliothek in Wolfenbüttel und wird dort als Spezialsammlung archiviert und nutzbar gehalten. Sein Titel Russland im Zeitalter des Absolutismus (1988) gilt als Standardwerk. Pirckheimer wurde Hoffmann im Jahr 1986. 2018 erschien seine Autobiografie In der hinteren Reihe. Im Vorfeld seines 100. Geburtstags am 09. November 2024 gab der Wissenschaftler und ausgewiesene Bücherfreund dem Chefredakteur der Marginalien, Till Schröder, ein Interview (Heft 255, Ausgabe 2024/4). Insgesamt publizierte Hoffmann – als Autor und Mitautor – 33 Bücher.

(André Schinkel)

Do, 04.06.2026

Neurotitan: Schlaf der Vernunft

Die Ausstellung Schlaf der Vernunft lädt zu einer verrückten Auseinandersetzung mit einem der ältesten und vielfältigsten Themen der Menschheitsgeschichte ein. „El sueño de la razon produce monstruos“, heißt’s bei Francisco de Goya (1746–1828): „Der Schlaf der Vernunft bringt Ungeheuer hervor.“ Oder, noch etwas treffender und gegenwärtig allfällig zu beobachten: „... gebiert Ungeheuer.“ Ungeheuer – also schreckliche, spukhafte, gespenstische, grausige Geschöpfe – begleiten die künstlerische Reise durch die Innen- und Außenwelten von acht Künstlerinnen und Künstlern, die dieses gruslige Phänomen aus subjektiven Perspektiven erkunden, grafisch erforschen. Der Begriff „Monstrum“ stammt aus dem Lateinischen und bedeutet ursprünglich „Wunder“ oder „Missbildung“. Historisch wurde das Ungeheuer als Anomalie betrachtet, die das Bekannte sprengt und zugleich fasziniert. In der Kulturgeschichte sind Monstren Symbole für das Unbekannte, das Unerklärliche und das Angst-Einflößende, aber auch für das Staunen über die Vielfalt des Lebens. Die teilnehmenden Künstlerinnen und Künstler: Thomas Siemon, Susann Pönisch, Claudia Arndt, Nadine Respondek, Steve Viezens, Martin Bartels, Magda Voerster, Julienne Jattiot, nähern sich dem Thema auf äußerst unterschiedliche Weise – von einer figurativen Darstellung des Sujets ... bis hin zu abstrakten Installationen. Dabei reflektieren sie nicht nur die historischen Bedeutungen, sondern auch aktuelle gesellschaftliche Fragen rund um Identität, Andersartigkeit und Angst. Die Ausstellung lädt Besucherinnen und Besucher dazu ein, in eine Welt voller monströser Wunder und Kuriositäten einzutauchen und die vielschichtige Faszination schräger Gestalten und wilder Welten zu entdecken sowie den Tönen aus fernen Galaxien zu lauschen. Zu sehen ist das alles bei Neurotitan im Haus Schwarzenberg (Rosenthalerstraße 39, 10178 Berlin) – noch bis zum 20.06.26.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 03.06.2026

"Rare Books Berlin" samt "ILAB-Kongress" und Messe in Berlin. Auch die Pirckheimer und die "Bücherkinder Brandenburg" sind vor Ort und maßgeblich beteiligt.

September: „Rare Book Week“ vom 14. bis 20.09. im Herzen von Berlin

Die Rare Book Week Berlin findet vom 14. bis 20. September 2026 statt und bringt internationale Sammler, Händler und Bibliothekare zusammen. Auch die Pirckheimer sind an diesem Event für alle Freundinnen und Freunde des Buchs beteiligt. Der Höhepunkt der Woche ist die Antiquariatsmesse Rare Books Berlin, die vom 18. bis 20. September 2026 im historischen Kronprinzenpalais (Unter den Linden 03, 10117 Berlin) veranstaltet wird. Der ILAB-Kongress vom 14. bis 17.09. eröffnet die Woche: Der 46. Kongress der International League of Antiquarian Booksellers lockt internationale Fachleute mit Symposien, Führungen und Vorträgen in die Hauptstadt ... Die Rare-Books-Messe im Kronprinzenpalais präsentiert ab 18. erlesene Bücher, Grafiken und Drucke in hocheleganter Salon-Atmosphäre. Begleitende Events: Bibliotheken, Museen und Sammlungen in der Region um Berlin bieten spezielle Ausstellungen, Lesungen und Fachvorträge an. Die Infos zu Ausstellern, Preisen und dem vollständigen Rahmenprogramm gibt es auf der offiziellen Rare Book Week Berlin-Plattform. Für ILAB-Mitglieder ist die Registrierung für den Kongress in der ersten Wochenhälfte bereits über die 46th ILAB Congress 2026-Seite möglich. Für die Bücherkinder Brandenburg – die bereits an einem neuen Projekt arbeiten – ist im Rahmen der Buch-Woche eine Lesung vor internationalem Publikum vorgesehen. Ihr Mentor und Pirckheimer-Freund Armin Schubert verrät in Kürze noch mehr und weitere Details. Vorerst nur soviel: „Gezeigt werden rare/seltene/kostbare Bücher (...) aus der Sammlung von Marlene Dietrich. Aus Paris kamen nach ihrem Tod 1.800 Bücher mit nach Berlin. Welche Autoren das sind, werde ich noch ermitteln.“ Rare Books Week – es wird spannend ...

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 02.06.2026

Eins der Themen im neuen "Bothen" ist die ikonische Verlegerin Katharina Kippenberg, im Heft von Sabine Knopf gewürdigt. Sie war eine enge Freundin Rilkes.

Hamburger Bothe 34 erschienen

Die jüngste Ausgabe, die Nummer 34 des Hamburger Bothen, des Periodikums der Pirckheimer im Norden, die aus der Freien und Hansestadt Hamburg regelmäßig bibliophile Neuigkeiten bringt und mittlerweile im gesamten deutschsprachigen Raum zur wichtigen Informationsquelle in Sachen Bibliophilie geworden ist, ist soeben erschienen. „Liebe Pirckheimer, liebe Freunde des schönen Buches, es hat etwas gedauert, aber jetzt liegt das achte Buch des Verlags Angeli & Engel gedruckt vor“, schreibt Peter Engel, einer der beiden Herausgeber des Bothen, im Geleit. Es ist dies „der Band Er wollte einmal Maler werden – Farbige Bilder und Zeichnungen von Wolfgang Borchert. In den nächsten Tagen erhalten die vielen Vorbesteller das reich bebilderte Buch, am 16. Juni wird es von den Herausgebern im Vortragsraum der Hamburger Staats- und Universitätsbibliothek offiziell vorgestellt, Gäste sind dabei herzlich willkommen.“ Fein! Ein weiteres Highlight in der Ausgabe ist die umfängliche Würdigung von Katharina Kippenberg (1876–1947) – legendäre Insel-Verlegerin und enge Freundin Rainer Maria Rilkes (1875–1926) – zum 150. Geburtstag. Neben Rilke förderte und unterstützte „Katharina die Große“ eine Reihe hochbedeutender Autorinnen und Autoren – so Hugo von Hofmannsthal, Ricarda Huch, Stefan Zweig und Hans Carossa, Johannes R. Becher oder Theodor Däubler. Im Zeitsprung gibt es Interessantes aus dem Wandsbecker Bothen von 1771 aus Otranto, Madrid und Regensburg zu berichten. Und Urs Heftrich widmet sich den 24 Frames von Abbas Kiarostami (1940–2016), einem hoch ambitionierten Filmprojekt, das dessen Sohn Ahmad zu Ende brachte. Dem Essays zum Film folgen zwei lyrische Adaptionen Heftrichs zum Thema als Originalbeiträge. Ninon Suckow schreibt über 550 Jahre Buchdruck in Rostock ... Peter Engel über Ludwig Hardt. Die Ausgabe ist unter der Emailadresse Rudolf_Angeli@web.de zu bekommen.

(André Schinkel)

Mo, 01.06.2026

"Vogelfrei?"-Exposition mit Arbeiten der Fotografin Kristin Schnell – bis 12.07. im Kunstverein Konstanz.

„Vogelfrei?“ – von Kristin Schnell

Seit dem 16. Mai und noch bis zum 12. Juli zeigt der Kunstverein Konstanz (Wessenbergstraße 39/41 in 78462 Konstanz) in Kooperation mit dem Bodensee-Naturmuseum Werke der Fotografin Kristin Schnell. Im Zentrum der Schau steht ihre jüngste Werkgruppe Vogelfrei?, in der sie sich intensiv mit domestizierten Vögeln auseinandersetzt, die in Volieren leben und in der freien Natur kaum überleben könnten. Kristin Schnells Beobachtungen im Vogelkäfig werfen zugleich Fragen nach Freiheit, Verantwortung und den Bedingungen auf, unter denen Tiere heute leben. Grundlage dieser Arbeit ist ihre 400 Quadratmeter große Voliere, eine Arche für vernachlässigte Vögel, die zum Atelier wurde und zum Rettungsanker für viele Gefiederte. Das Projekt verleiht den Vögeln Würde und spiegelt aber auch die Ambivalenz, wie der Mensch mit seinen Mitgeschöpfen umgeht: Die geretteten Wesen agieren wie auf einer Bühne, allerdings ohne Anweisungen – die Künstlerin folgt den Ambitionen ihrer Schützlinge. Zur Ausstellung gibt es zudem ein umfangreiches Beiprogramm. 

(André Schinkel via Christian von Hoffen)

Die DEG-Kleingrafik des Monats versucht sich über den Stand der Dinge dieser Ära zu verlautbaren: die Kunst als Instanz von Einhalt und Wahrnehmung ...

DEG: Grafik des Monats Juni 2026

Die DEG-Kleingrafik des Monats für den Juni ist das Blatt Dispair von Horst Brandenburg. Es handelt sich dabei um einen sprechenden Titel (das englische Wort bedeutet Verzweiflung) und bei dem Objekt um ein höchst aktuelles Blatt, das sich künstlerisch in Form eines Holzstichs zu den Verwerfungen der Zeit verhält. Da das 21. ganz offenbar in Verlängerung des in der Hinsicht verheerenden 20. Jahrhunderts eines der Kriege sein soll, wird sich das auch weiter in die Kunst wie die Kunstgeschichte eingraben. „Der Künstler dieser Kleingrafik ist in der DEG gut bekannt. Sein P. F. zum Jahreswechsel hat jedes Mitglied erhalten. Nun wurde Horst Brandenburg aus Mecklenburg-Vorpommern mit dem Jury-Preis des DEG-Wettbewerbs ausgezeichnet. Stellvertretend für seine eingereichten Holzstiche stellen wir diese bewegende Grafik vor.“ So beschreibt es Siegfried Bresler in seinem Begleittext zur Exlibris-des-Monats-Rubrik. Und gibt auch einen Einblick für die Situation, nun, und den Anlass der Entstehung der grafischen Arbeit: „Die Idee zu dem Blatt kam Horst Brandenburg, als er beim Zahnarzt wartend in einer Zeitschrift das Foto des Jungen aus dem Gaza-Streifen sah, der verzweifelt seinen Kopf in die Hände an der Stirn stützt und apathisch auf den Boden blickt.“ Und: „Das Foto berührte ihn so sehr, dass er mit den Eindrücken die Grafik mit dem Titel Dispair (...) entwarf. In der Grafik bildet der in der Hocke sitzende Junge, der auf einem Quader positioniert ist, den Bildmittelpunkt.“ Keiner soll sterben / Von einer anderen Hand – / Zu keiner Zeit, Bro. So möchte man es gern an die Wände geschrieben wissen – Bresler spürt in seinem Begleitwort dem Leid nach, das am Ende in der Regel vor allem Verheerung hinterlässt, hier wie da. In einer zunehmenden Ideologisierung der Debatten wird es zunehmend schwer, darüber zu sprechen; vielleicht vermag es ja die Kunst als aufklärerische Instanz, wenigstens eine Nachricht über den Zustand der Welt abzugeben und dass man sie sich befriedet wünscht, rum wie num. Punkt.

(Bert Blaubart via DEG/Pressemitteilung)

So, 31.05.2026

„Spuren der Nähe“: Kollwitz et al.

Spuren der Nähe. Käthe Kollwitz und zeitgenössische Fotografie heißt eine ungewöhnliche, weit die Jahrzehnte überbrückende Ausstellung der Kunstsammlungen Chemnitz (Theaterplatz 01, 09111 Chemnitz), die seit dem 07. Mai und noch bis zum 30. August 2026 zu sehen ist. Der Mensch ist das Zentrum im Werk der großen Künstlerin Käthe Kollwitz (1867–1945), der in Chemnitz eine berührende Retrospektive gewidmet ist. Flankiert wird sie von den Arbeiten der Fotoklasse von Heidi Specker an der HGB Leipzig – neben Werken Speckers sind auch die ihrer Schülerschaft: Lars Anton Barrelmeyer, Marta Dyachenko, Jana Ehls, Jonas Erler, Albin Flieder, Hannah Francke, Benjamin Friedle, Lam Funke, Arne Grashoff, Takeki Hayashida, Jacob Heine sowie Tatjana Hub, Ferdinand Knöbl, Jan Lessmann, Lucie Löchel, Anita Olarescu, Amely Sommer und Stephen Stahn, zu sehn. Die Kunstsammlungen bieten ein umfängliches Beiprogramm (Artist Talk/Führungen) an.

(André Schinkel via Christian von Hoffen/Pressemitteilung)

Sa, 30.05.2026

Berühmt durch "Mullewapp" und "Tabaluga": Helme Heine. Der Künstler schuf auch Kunstwerke für das Günter Grass-Haus. Sie sind bis Januar in Lübeck zu sehen – in der nahen Kinder- und Jugendbibliothek.

„Helme Heine – Es war einmal ...“ in Lübeck: Ausstellung bis 10.01.2027

Mit der Ausstellung Helme Heine – Es war einmal … widmet sich das Günter Grass-Haus einem der bedeutendsten Bilderbuchkünstler unserer Zeit. Helme Heine war zeitlebens unterwegs – geografisch wie künstlerisch: von Berlin über Afrika und Irland bis nach Neuseeland, vom Theater hin zum international gefeierten Autor und Illustrator. Im vergangenen Jahr verstarb der große Schöpfer kleiner Bildwelten in seinem neuseeländischen Zuhause am Meer.

Seine Figuren – etwa die „Freunde“ aus Mullewapp oder der kleine grüne Drache Tabaluga – sind weltweit bekannt. Neben Illustrationen aus seinen Klassikern zeigt die Ausstellung vor allem neuere Arbeiten. Diese illustrieren mit feinem Humor zentrale gesellschaftliche Themen unserer Zeit wie Klimawandel, Migration, Geschlechtergerechtigkeit, Frieden und Demokratie.

Erstmals werden zudem Werke präsentiert, die Helme Heine eigens für das Günter Grass-Haus geschaffen hat und die auf den Nobelpreisträger und Lübeck Bezug nehmen. Ergänzt werden diese Arbeiten durch Dokumentationen des letzten, bewegenden Besuchs der Kuratoren beim Künstler im bayerischen Prutting kurz vor seinem Tod. Dort gewährte Helme Heine persönliche Einblicke in seinen künstlerische Arbeit, begegnete dem Team mit Offenheit, Vertrauen und großer Herzlichkeit. Eine Begegnung, die die Arbeit an der Ausstellung auf besondere Weise prägte und inspirierte.

Eine Auswahl der Werke wird in der Kinder- und Jugendbibliothek der Hansestadt Lübeck (Hundestraße 05, 23552 Lübeck) präsentiert – die sich nur wenige Schritte vom Günter Grass-Haus entfernt befindet. Zur Ausstellung ist ein Katalog erschienen, der im Museumsshop erworben werden kann. Ein begehbares, aus Holz gefertigtes „Mullewapp“-Dorf, zahlreiche Originalskizzen und -entwürfe sowie Mal- und Zeichenstationen laden Kinder und Erwachsene gleichermaßen dazu ein, zu entdecken, zu spielen und zu staunen. Die Schau wurde kuratiert von Carl Manzey und gestaltet von Berit Reutershan und ist noch bis zum 10. Januar 2027 in der Hansestadt zu sehn. 

Alle Informationen dazu finden sich auf der Webseite des Günter Grass-Hauses. Am 05. Juni wird eine Führung durch die Ausstellung angeboten, sie beginnt um 17 Uhr. Wer mag, kann sich um 18 Uhr im Anschluss der Führung durch das Günter Grass-Haus (in der Glockengießerstraße 21, 23552 Lübeck) anschließen. Gute Gelegenheit, das Forum für Literatur und Bildende Kunst zu besuchen!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 29.05.2026

„tga-tag: all you can type“ in Wien

tga-tag: all you can type: Wenn das keine Verlockung für jede Liebhaberin, jeden Liebhaber der Schrift ist! Ja, und der Traum hat Aussicht: Der tga-tag: all you can type ist die erste Ausgabe eines neuen Veranstaltungsformats. Jede Menge Kurzvorträge und Präsentationen rund um Schrift und Schriftgestaltung an einem Nachmittag und Abend. Wenn sich das Format bewährt, wird es in unregelmäßigen Abständen wiederholt. Der Auftakt findet statt am 03. Juni 2026 im Designforum mq Wien (Museumsplatz 01, A-1070 Wien), von 13 bis 21 Uhr. Mit dabei sind bei der Premiere: Finn Krimmel, Stephan Kurz, David Einwaller und Jakob Mayr, Alja Herlah, Daniel Perraudin, Joana Correia und Marcus Sterz, Sláva Jevčinová, Marko Drpič, Zoran Pungerčar sowie endlich Luitgard Eisenmeier. Der Eintritt für Mitglieder typographischer Gesellschaften liegt bei 16 (ganzer Tag) bzw. 8 (halber Tag), für Studierende bei 12 bzw. 6 Euro, für alle anderen Interessierten bei 80 (VVK 60) bzw. 40 (VVK 30) Euro. Alle Informationen zum tga-tag am 03.06. finden sich unter diesem Link.

tga-tag: „all you can type“ –
Mittwoch, 03. Juni 2026,
von 13 Uhr bis ca. 21 Uhr,
Museumsplatz 01, A-1070 Wien.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Do, 28.05.2026

"Sommer: Tatendrang": Sechs Autorinnen & Autoren aus halleschen Ämtern lesen am 04.06.26 im H & D.

Lyrisches aus langen Amtsfluren

Noch ist Sachsen-Anhalt nicht verloren, und die Kultur floriert in den Städten des Landes, wie erst die Landesliteraturtage in Dessau bewiesen. Eine ganz besondere Lesung gibt es am 04.06. mit dem schnurrigen Titel Das Amt liest: Lyrisches aus langen Fluren. Autorinnen und Autoren, die in halleschen Ämtern in Job und Würden sind, lesen ab 19 Uhr aus ihren Werken im Hafenmeister & Docks (Pfälzer Ufer 04, 06108 Halle an der Saale) an einer der wohl schönsten Stellen der Kunst- und Saalestadt. Unter anderem sind am Gig mehrere Protagonisten des Landesamts für Archäologie und Denkmalpflege, das mit der Himmelsscheibe einen Jahrtausendfund von Weltgeltung hütet, mittels Texten beteiligt. Sommer: Tatendrang – das ist längst nicht alles, was es zu entdecken gibt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 27.05.2026

Dagmar Böttcher und Andreas Schirmeister zeigen ihre Bilder bei der Ausstellung von "malwerk" in der Hochschule Harz. Die Ausstellung ist bis September in Wernigerode zu sehen. Korvin Reich arbeitete mit den Künstlern der Stiftung. | © Andreas Damm/ESN

Malwerk in der Hochschule Harz

Ausstellungseröffnung von und mit malwerk in der Hochschule Harz: Am 20. Mai 2026 fand in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus (in der Friedrichstraße 57, 38855 Wernigerode) die Ausstellungseröffnung mit dem inklusiven Kunstprojekt der Evangelischen Stiftung Neinstedt statt. In dem Zusammenhang zeigte die Tanzkompanie TanzHarz des Harztheaters eine hochklassige Choreografie. Unter dem Motto Tanz trifft Wissenschaft findet eine Reihe in Kooperation der Hochschule und der Tanzkompanie des Harztheaters statt. Die Kooperation verbindet künstlerische Praxis mit wissenschaftlichem Arbeiten – und öffnet sich inklusiven künstlerischen Prozessen.

Das malwerk, eine Initiative der ESN zur Teilhabe von Menschen mit körperlichen und geistigen Einschränkungen, wird vom Wernigeröder Künstler Korvin Reich geleitet. Es wurden Fotografien weiterverarbeitet und in einem offenen künstlerischen Prozess mit Acrylfarben neu interpretiert. So entstanden Werke, die weniger als Übersetzung denn als eigenständige Fortsetzung zu verstehen sind – Arbeiten, in denen sich unterschiedliche Wahrnehmungen, Erfahrungen und schöpferische Handschriften überlagern. Bei der Ausstellungseröffnung konnten sich die Gäste zudem bei einem Auftritt vom Können der Tanzkompanie überzeugen. Die gezeigte Choreografie verbindet klassische Musik aus Georg Friedrich Händels Oper Julius Caesar mit modernen, assoziativen Tanzbildern.

Tarek Assam, Direktor von TanzHarz, lobt die Zusammenarbeit mit der Hochschule – beschreibt, warum es wertvoll ist, ein Kunstprojekt mit Menschen mit Beeinträchtigung zu unterstützen: „Kunst lebt von Vielfalt, Begegnung und dem Mut, neue Wege zu gehen. Genau hier setzt das Projekt des TanzEnsembles TanzHarz an: Menschen mit und ohne Beeinträchtigung kommen zusammen, um tänzerisch Geschichten zu erzählen, Grenzen zu überwinden und voneinander zu lernen. Sie werden Teil einer Bewegung, die zeigt, dass Inklusion keine leere Worthülse ist, sondern ein lebendiger, kreativer Prozess. Sie ermöglichen echte Begegnungen auf Augenhöhe – im Studio, auf der Bühne und im Publikum.“ Und: „Durch Ihre Unterstützung tragen Sie dazu bei, Vorurteile abzubauen, neue Perspektiven zu eröffnen und ein Zeichen für eine solidarische, offene Gesellschaft zu setzen.“ Ein Satz, der Schule machen möge in diesen verruchten und, ja: ‚fadensonnigen‘ Zeiten. 

„Für das TanzEnsemble TanzHarz ist dieses Projekt eine Herzensangelegenheit und zugleich eine künstlerische Bereicherung. Die Arbeit mit Menschen mit Beeinträchtigung fordert und fördert die eigenen choreografischen und pädagogischen Fähigkeiten. Sie erweitert den Blick für unterschiedliche Ausdrucksformen, für unkonventionelle Bewegungsqualitäten – und für die wahre Essenz des Tanzes: Kommunikation ohne Worte. (...) Gemeinsam schaffen Sie und TanzHarz etwas Einzigartiges: einen Raum, in dem nicht die Beeinträchtigung zählt, sondern die Kreativität, die Freude an der Bewegung und die Kraft der Gemeinschaft. Die entstehenden Performances berühren, weil sie authentisch sind – sie zeigen Verletzlichkeit, Stärke, Zusammenhalt und pure Lebensfreude. (...) Tanz ist für alle da. Wahre Kunst entsteht dort, wo Menschen einander wirklich begegnen.“ 

Die Ausstellung von malwerk ist bis Ende September in der Papierfabrik auf dem Wernigeröder Campus zu sehen. Die Tanzkompanie kann man am 05. Juni 2026 im Halberstädter Dom sowie am 12. Juni im Großen Haus in Halberstadt und am 13. Juni im Harztheater in Quedlinburg erleben.

(André Schinkel via ESN/Pressemitteilung)

Di, 26.05.2026

In Waldsieversdorf: Konzert und Vernissage „Montage Heartfield“

Am Sonntag, den 31. Mai 2026, 15 Uhr, lädt das John-Heartfield-Haus (Schwarzer Weg 12, Amt Märkische Schweiz, Waldsieversdorf) zum Konzert und zur Eröffnung der Ausstellung Montage Heartfield ein. Zum 130. Geburtstag von Wieland Herzfelde (1896–1988), dem Bruder John Heartfields (1891–1968), findet ein Konzert des Buckow-Waldsieversdorfer Orchesters statt – mit Big Band Swing und Blasmusik unter der Leitung von Sebastian Bade erwartet die Interessierten ein temperamentvoller Auftakt. Manfred Dietrich (Autor, Regisseur und Dramaturg) und Ronald Weber (Autor und Literaturwissenschaftler) sprechen über die Brüder Heartfield/Herzfelde. In der ehemaligen Garage John Heartfields wird im Anschluss die Exposition Montage Heartfield eröffnet. Der Eintritt für die Veranstaltung im John-Heartfield-Haus in Waldsieversdorf ist frei. Es wird um eine Spende gebeten. Kaffee und Kuchen werden wie immer angeboten. Alle weiteren Informationen finden sich auf der Internetseite des für das Haus agierenden John-Heartfield-Vereins. Der Ort Waldsieversdorf liegt circa 50 Kilometer östlich von Berlin, im Naturpark Märkische Schweiz in unmittelbarer Nähe des Kneipp-Kurortes Buckow, berühmt durch Brecht. Der Erholungsort ist durch seine hügelige Landschaft mit Wäldern und Seen ein sehr beliebtes Urlaubsziel. Das John-Heartfield-Haus befindet sich im Schwarzen Weg, am östlichen Ufer des Großen Däbersees gelegen.

(Robert Grieger via Ninon Suckow/Pressemitteilung)