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Pirckheimer-Blog

So, 05.09.2021

Maximilian Oehlschläger (Vors. des Stiftungsrates), Max Uhlig, Thomas Lopau (Moderator) und Sonja Oehlschläger (Vors. des Stiftungsvorstandes), Foto © Elke Lang

Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz an Max Uhlig

Nachdem der Dresdner Maler Max Uhlig am 20. November 2020 für sein Werk im kleinsten Kreis den mit 20.000 Euro dotierten Kunstpreis zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff erhalten hatte, konnte nun coronabedingt mit großer Verzögerung am 28. August durch die gleichnamige Stiftung im großen Rahmen im Chemnitzer Hof eine würdige Festveranstaltung mit einer Improvisation zu Uhligs Gemälde “Sommer bei Katharinenberg“ von dem Pianisten Jeffrey Goldberg durchgeführt werden. Grußworte entrichteten Barbara Kepsch, Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus, sowie Sven Schulze, Oberbürgermeister der Stadt Chemnitz, die Laudation hielt Wolfgang Holler, Generaldirektor der Museen der Klassikstiftung Weimar. Max Uhlig sprach trotz starker körperlicher Einschränkung selbst ausführliche Worte des Danks. Ein eindrucksvoller Kurzfilm zeigte den Künstler bei seiner Arbeit an den Fenstern für die Magdeburger Johanniskirche. Anschließend wurde eine Max-Uhlig-Ausstellung in der Galerie Weise im Rosenhof 4 eröffnet.

Es war der zweite Preis, der durch die 2015 gegründete Stiftung zu Ehren von Karl Schmidt-Rottluff Chemnitz vergeben wurde. Der erste Preis ging 2018 an den Chemnitzer Künstler Michael Morgner. Zu beiden Preisen ist eine splendide Festschrift herausgegeben worden. In ihr äußern sich 37 Wegbegleiter, Freunde und Sammler der Künstler. Unter ihnen befinden sich in dem Buch zu Uhlig so bekannte Persönlichkeiten wie Werner Schmidt, Klaus Werner, Lothar Lang, Michael Morgner, Dieter Goltzsche, Roland Jäger, Thomas Ranft, Peter Herrmann, Matthias Flügge und Hedwig Döbele.  Enthalten sind außerdem die Biografien sowie eine Auswahl an Preisen, Ehrungen, Werken in öffentlichen Sammlungen und Publikationen. Beide Schriften sind reich mit Abbildungen versehen.

Die Preisvergabe ist alle zwei Jahre vorgesehen. Sie richtet sich auf Künstler, deren Leistungen „außerhalb des Spektakels und des Marktes“ erreicht wurden, wie in der Festschrift steht. Wer den nächsten Preis erhält, stehe noch nicht fest, so Sonja Oehlschläger, die Vorsitzende des Stiftungsvorstandes. Es werde eine internationale Sicht angestrebt.

(Elke Lang)

Sa, 04.09.2021

Foto: Lilo Tschichold-Link

Digitized collections in cultural heritage institutions

Zum Abschluss des von der Deutschen Forschungsgesellschaft (DFG) finanzierten Digitalisierungsprojekts rund um den Nachlass des Typografen und Buchgestalters Jan Tschichold veranstaltet das Deutsche Buch- und Schriftmuseum Leipzig eine internationale Fachtagung:
"Digital Material. Digitized collections in cultural heritage institutions. Conference on the curating and analyzing of digitized collections using the example of Jan Tschicholds Estate."

Die Tagung widmet sich am Beispiel des Arbeitsnachlasses von Jan Tschichold der Analyse und Visualisierung digitaler Sammlungen und Fragen des Kuratierens digitaler Objekte. Neben dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum bewahren zahlreiche weitere Institutionen in Europa Teile von Jan Tschicholds materiellem Erbe. Erstmals treffen sich diese und blicken gemeinsam auf Tschicholds Lebenswerk. Zudem treffen Experten der Digital Humanities (DH) aus Europa und den USA zusammen, um Antworten auf drängende Fragen zur Digitalisierung von Kulturerbe zu diskutieren.

15. / 16. September 2021, Programm und weitere Informationen zur Teilnahme hier. Anmeldungen zum Stream über GoToWebinar.

Deutsches Buch- und Schriftmuseum und virtuell

Fr, 03.09.2021

Literaten-Kalender 2022

2022 ist der 10. Jahrgang der Reihe Die Wilden 13 - ein kleines Jubiläum. Zum ersten Mal erscheint im Rahmen dieser Kalenderreihe ein Literaten-Kalender: Ein Kalender mit 13 Porträts von Schriftstellern und Schriftstellerinnen aus aller Welt - exklusiv für diesen Kalender gemalt, gezeichnet oder geschnitten von 13 zeitgenössischen KünstlerInnen.
Der Kalender ist in einer limitierten Auflage von nur 300 Exemplaren aufgelegt, ist DIN A3 groß, hat eine Spiralbindung und enthält 13 Blatt: Das Titelblatt zeigt  Anna Seghers - ein Gemälde von Henrike Gomber. Die 12 Monatsblätter enthalten Porträts von Eugéne Ionesco (Oleksandra Sysa), Sylvia Plath (Susanne Haun), Virginia Woolf (Theresa Künig), Olga Tokarczuk (Malwina Chabocka), Alfred Kubin (Utz Benkel), Else Lasker-Schüler (Olga Lunow)Edgar Allen Poe (Armin Hurt), Mascha Kaléko (Bernhard Vogt), Michail Bulgakow (Tatiana Takush), Colette  (Doreen Wagner), Margret Atwood (Norbert Salzwedel) und Bob Dylan (Roswitha Geisler).

Der Einzelpreis ist 19,50 Euro inkl. Versandkosten. Bei einer Bestellung von zwei Kalendern jeweils nur 17 Euro, bei drei Kalendern jeweils 15 Euro und ab 5 Kalendern nur noch 12,50 Euro, Bestellung per E-Mail.

Präsentation: 24. September 2021, 19 Uhr, die beteiligte Künstler sind anwesend, es gilt die 3G-Regel, Anmeldung erforderlich unter stiewe@stadtmuster.de oder 0177/7423230
Gleichzeitig wird auch der in derselben Reihe ("Die Wilden 13“) erschienene AKT-Kalender 2022  vorgestellt.

Buchhandlung am Schäfersee
Markstraße 5/6, 13409 Berlin

Do, 02.09.2021

2. v lks. Frédéric Bußmann (Generaldirektor des Carlfriedrich Claus Archivs), Barbara Klepsch (Sächsische Staatsministerin für Kultur und Tourismus), Brigitta Milde (Leiterin des Carl Friedrich Claus Archivs), Sven Schulze (Oberbürgermeister von Chemnitz), Foto © Elke Lang

Nähe und Distanz

Unter diesem Titel zeigt in Chemnitz eine Ausstellung Carlfriedrich Claus und Gerhard Altenbourg im Dialog.

Sie konnten nicht unterschiedlicher sein: Carlfriedrich Claus (1930 – 1998) und Gerhard Altenbourg (1926 – 1989). Der eine war ein spartanisch lebender Kommunist, der andere ein bürgerlicher Feingeist, dessen Wurzeln in einem Pfarrhaus liegen und der sich selbst zu einer eleganten Kunstfigur stilisiert hat. Dass sie nun in einer Ausstellung in den Kunstsammlungen Chemnitz zusammengeführt sind, hat dennoch seine Berechtigung. Beide lebten nur für ihre Arbeit, waren hochgradig gebildet, und beide brachten ein außerordentliches singuläres Werk hervor, das nicht dem Kanon des sozialistischen Realismus entspricht. Sie kannten sich und schätzten sich gegenseitig hoch, obwohl ihnen bewusst war, dass zwischen ihnen Welten liegen in ihren politischen Anschauungen und ihrer Kunst. Sie hatten die gleichen Freunde. Aus dem Briefwechsel zwischen Lothar Lang und Carlfriedrich Claus, der soeben im Verlag Faber & Faber, Leipzig erscheint, geht schon aus dem ersten Brief hervor, dass der Annaberg-Buchholzer und Lang sich bereits über den Altenburger Künstler, damals noch Ströch-Altenbourg, ausgetauscht hatten. Mit 21 Nennungen im Personenregister dieser Briefauswahl gehört er neben dem Ehepaar Christa und Gerhard Wolf, Albert Wigand und Werner Schmidt zu den Menschen, die in seinem Leben die größte Rolle spielten. Am 30.3.1972 schreibt Lang: „Zwischendurch viel Besucher hier, darunter auch Altenbourg, der nächstens zu Ihnen kommen wird, um seine Claus-Sammlung zu bereichern. Ich lege Ihnen hier ein Bobrowski-Bändchen bei, mit Altenbourg-Arbeiten“.

Die repräsentative Ausstellung entstand in Kooperation zwischen den Kunstsammlungen Chemnitz – Stiftung Carlfriedrich Claus Archiv, vertreten durch den Generaldirektor Frédérich Bußmann, sowie dem Lindenau-Museum Altenburg und der Stiftung Gerhard Altenbourg, beide von Roland Krischke geleitet.

Es ist ein umfangreicher Katalog mit Abbildungen aller ausgestellten Werke und dem gesamten Briefwechsel zwischen Claus und Altenbourg erschienen.  Die Textbeiträge stammen von Inge Grimm, Brigitta Milde und Marie Winter. Unter den Werken befinden sich zahlreiche, die neu durch Schenkung von Dr. Friedrich Falke und Dr. Dietrich Falke in den Besitz der Kunstsammlungen gekommen sind.

(Elke Lang)

Ausstellung: bis 14. November 2021

Kunstsammlungen Chemnitz

TROISDORFER BILDERBUCHPREIS 2021

In diesem Jahr wird der Troisdorfer Bilderbuchpreis zum 23. Mal verliehen. Er ist nach wie vor der einzige Spezialpreis für künstlerische Bilderbuchgestaltung im deutschsprachigen Raum.

Die Jury entschied einstimmig, der in Berlin lebenden Illustratorin Nele Brönner und dem Buch Frosch will auch (Tulipan Verlag, 2020) den ersten Preis zuzuerkennen. Nele Brönner zeichnete mit farbiger und schwarzer Tusche, feinen Pinseln und Buntstiften und verband schließlich Analoges mit Digitalem.
Mit ihren Illustrationen nimmt Nele Brönner einfühlsam Anteil an Froschs Enttäuschung, zeigt aber auch mit viel Bildwitz den Wandel der Geschichte.

Stilistisch und inhaltlich völlig anders arbeitet die Illustratorin Tatia Nadareischwili, die aus Georgien stammt. Ihr Buch Tina hat Mut (Baobab Books, 2020), das den 2. Preis des Troisdorfer Bilderbuchpreises erhielt, zeigt sich durchgehend in einem eher minimalistischen Setting. So wird mit dezenten Linien und wenigen Farben ein Stelzenhaus am Rande eines Bambushains entworfen und damit auf Georgien, das Land der eigenen Kindheit, angespielt. Tatsächlich sind es viele Erinnerungen an frühere Zeiten, die die Illustratorin in ihrem Bilderbuch spiegelt. 

Von „Warteschlangengeschichten“, die uns spätestens seit der Corona-Pandemie äußert vertraut sind, handelt das dritte Preisträgerbuch des Troisdorfer Bilderbuchpreises. Dabei zielt das Bilderbuch von Lena Hesse mit dem Titel Hallo, ist hier hinten? (Nilpferd, 2020) nicht auf Corona-Erfahrungen. Vielmehr spiegelt die Illustratorin eine ganz normale Situation im Sommer: Eine Warteschlange vor einem Eiswagen, die vor allem in Berlin (hier lebt die Illustratorin) und nach KiTa-Schluss entsetzlich lang zu sein scheint.

Für Geschichten, die tatsächlich von jungen Menschen gelebt werden, entschieden sich die Troisdorfer Grundschüler, indem sie den Kinderjurypreis an das Buch Activists (Jacoby & Stuart, 2020) vergaben. In ihrem eher dokumentarisch ausgerichteten Sachbuch illustrierte Patricia Thoma in Schwarz-Weiß-Illustrationen und mit farbigen Hervorhebungen sehr eindrucksvoll das Handeln junger Menschen, die aktiv die Zukunft gestalten und dazu beitragen, dass die Welt gerechter und vor allem lebenswerter wird. 

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog mit zahlreichen farbigen Abbildungen sowie Texten von Ines Dettmann, Antje Ehmann, Christine Knödler, Pauline Liesen und Jennifer Walther-Hammel.

Preisverleihung: 5. September 2021, 11 Uhr
Ausstellung: 5. September - 21. November 2021

Burg Wissem - Bilderbuchmuseum der Stadt Troisdorf
Burgallee 1, 53840 Troisdorf

Mi, 01.09.2021

Hendrik Nicolaas Werkman, Foto: Hans Eckert, © Klingspor-Museum

Von Silberdisteln und blauen Booten

Niederländische Pressendrucke von 1910–1945.

Drucke niederländischer Pressen von außerordentlicher Seltenheit stehen im Mittelpunkt des nächsten Buchs des Monats. Von den frühen typografischen Meisterwerken der Zilverdistel über S. H. de Roos‘ Hügel- und J. F. van Royens Kunera-Presse, die noch deutlich den englischen Einfluss spüren lassen, bis hin zu den freien Grafiken eines Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945) zeigt Hans Eckert (Universitätsbibliothek Frankfurt) ausgewählte Beispiele. Das Klingspor Museum besitzt die größte Werkman-Sammlung außerhalb Hollands, die 1968 aus dem Besitz von August Henkels (1906-1975) angekauft werden konnte, der zu den engsten Vertrauten Werkmans gehörte.

3. September, 14 Uhr, die Teilnehmerzahl bei der Lesung ist begrenzt. Anmeldung erwünscht 069-8065-2164. Die Veranstaltung findet gemäß der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften, sowie der 3G-Regel statt.

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Ein Tagebuch

Bibliophiles des Monats September ist ein im Jahr 2002 entstandenes und vor wenigen Tagen erstmals öffentlich vorgestelltes Künstlerbuch von miley.
Nach einer Kehlkopfentfernung führte er ein visuelles Tagebuch, in welchem er Zeichnungen, Artefakte der Krankheit und Therapie, kleine Texte und Fotos vereinte. Diese Chronik ist nicht wie ein echtes Tagebuch mit täglichen Einträgen gefüllt, sondern wurde diskontinuierlich bedient. Dort wo Platz war, kam der Beitrag hin.
Ein Antrieb, eine Aufforderung für das Entstehen dieses Buches war dem Künstler die Installation von Joseph Beuys, dessen Geburtstag sich am 12. Mai zum 100sten mal jährte: "Zeige Deine Wunde" von 1976.

»Mit dem Kehlkopf verliert man seine Stimme, ein wichtiger Bestandteil der Identität. [...] Nicht jeder versteht diese "Roboterstimme". Ich war nach der OP ein anderer Mensch - wie mit einem neuen Betriebssystem - ohne es gleich zu realisieren. Erst nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass alles von nun an anders ist. Eine andere Welt tut sich auf, die keinesfalls besser ist als meine alte Welt war bzw. ist.«

(miley)

Ein starkes Buch, das man nicht leichtfertig zur Hand nehmen kann, geradezu ungern, aber wenn das geschah, ist man gezwungen, es intensiv zur Kenntnis zu nehmen, vom Inhalt her wie in seiner Ästhetik.

miley, Tagebuch 2002
Unikat, Spiralheftung, 200 Seiten (unpaginiert), handschriftlich, mit Zeichnungen, Collagen, Ausstanzungen

Di, 31.08.2021

Wendekreis ...

Was macht man an einem 3. Oktober, wenn man nicht etwa gerade das Bundesverdienstkreuz verliehen bekommt?

Für dieses Jahr kann ich Abhilfe anbieten: Eine musikalische Lesung des Romans „Wendekreis oder Die Vollendung der deutschen Einheit im Südpazifik“. Musikalisch, weil: in dem Buch spielen einige Songs eine gewisse Rolle. Ein paar von denen bringen wir, meine Begleiterinnen Silva Winkler (bg) und Karoline Körbel (perc, voc) und ich, hier zu Gehör.

Erschienen war das Buch bei „Schwarzdruck“ Ende 2019 und wurde durchweg positiv besprochen. Die anschließend geplante Lese-Tour lief gut an, Corona brach sie ab, aber nun soll es wieder losgehen.

Autor, Verlag, Musikerinnen und Veranstalter freuen sich auf euch!

Es empfiehlt sich eine Reservierung, auch wegen eventueller Corona-Beschränkungen. Kontakt dafür und weiteres, auch zu Burg Beeskow, auf deren Seiten.

(Stefan Körbel)

2. Oktober 2021
Burg Beeskow

3. Oktober 2021, 19 Uhr
„Novilla“, Berlin-Schöneweide, Hasselwerder Str. 22, 12439 Berlin

weitere Informationen:
edition schwarzdruck
Novilla
Burg-Beeskow

Dark side, Abb. © Julienne Jattiot

GRAVUR E (Paris/Berlin)

Acht Pariser und acht Berliner Künstler zeigen die Möglichkeiten künstlerischer Druckgrafik. Linolschnitt, Monotypie, Holzschnitt, Siebdruck, Radierung, Aquatinta… so vielfältig wie die Ausdrucksformen sind auch Themen und Stile. Gemeinsam ist allen die Leidenschaft für Druckgrafik - vernetzt durch das gemeinsame Nutzen von Werkstätten und Grafikpressen.

Diese Ausstellung soll zu einer Tradition werden, eine Fortsetzung ist im darauffolgenden Jahr in Paris geplant...

Eine Kooperation von Association pour l’Estampe et l’Art Populaire (Kristin Meller), Jott P. M. Druckwerkstatt (Julienne Jattiot), Kunstgießerei Altglienicke (Anke Schirlitz), Kunstsalon am Berg im Tal (Skadi Engeln)

Mit Werken von Raúl Velasco, Skadi Engeln, Léah Ménard, Roland Barth, Delphine Gauly, Julienne Jattiot, Clémence Fernando, Philipp Hennevogl, Laurent Bergstrasser, Kerstin Wittelmeyer, Laurence Geoffroy, Susann Pönisch, Kristin Meller, Zoppe Voskuhl, Raúl Villullas, Kollektiv Tod.

Vernissage: 10. September 2021, 18 Uhr
Ausstellung: 10. September - 29. Oktober 2021

Ort: Kunstgießerei Altglienicke (ehemals Kunstgießerei Flierl UG)
Wegedornstraße 46, 12524 Berlin, Einfahrt 52

Mo, 30.08.2021

Biografie

Das Grafik-Kabinett von A bis Zett

Das im Frühjahr 2021 angekündigte und seinerzeit noch aus 50 Exponaten bestehende virtuelle „Grafik-Kabinett“ ist jetzt abgeschlossen und kann real besucht werden. Die auf ca. 150 Exponate angewachsene Ausstellung in der Werkstatt und Galerie der Edition Einstein umfasst vorwiegend typografische Drucke, die in alte bzw. historische Rahmungen gefasst sind. Dabei reicht das Spektrum vom ornamentalen ABC bis hin zu experimentellen Formen.

In der Regel wurde die Grafik im Buchdruck auf der Handpresse erstellt, aber für eine kleine Anzahl der Objekte wurden auch Mischtechniken verwandt (z. B. Collage, Schablonen, Handkolorierung, Farbstift). Bei allen Exponaten handelt es sich um Unikate. Diese können vor Ort erworben werden.

Für den Besuch der Ausstellung gibt es keine allgemeinen Öffnungszeiten, um Besucheransammlungen zu vermeiden. Stattdessen können sich Interessenten individuell per Email anmelden und einen persönlichen Besuchstermin vereinbaren.

(Hans Witte)

Historische Druckerei und Galerie für Buchdruckkunst der Edition Einstein
Deitlevsen 1, 31860 Emmerthal-Deitlevsen

So, 29.08.2021

Bibliophile Einwürfe

Bei diesem Titel von Harald Kugler (siehe auch hier), der rechtzeitig zum Jahrestreffen herauskam und dort bestellt werden kann, handelt es sich um eine Auskopplung der Zwischentexte zum Projekt "Die Bücherwelt" mit Gedanken zur Bibliophilie eines offensichtlich passionierten Lesers, Sammlers und Mitglieds der Pirckheimer-Gesellschaft, der über diese Liebe zum Buch zum Autor wurde.
26 Schlagworte, häufig Buchtiteln oder Zitaten entlehnt, sind Anlass und Gegenstand des Nachdenkens über das Kulturgut Buch, über Wirkung von Literatur und die Welt eines Bibliophilen, wobei der Autor seine kulturelle Herkunft nicht verschweigt.
Das weckt Erinnerung an Gelesenes und holt damit bereits Vergessenes zurück mit dem Wunsch, diese Bücher wieder aus dem Regal zu holen und sich erneut darin zu vertiefen. Unabhängig davon, dass man selbst einige Passagen der „Bibliophilen Einwürfe“ so manches Mal nochmals lesen möchte.

Sicher eignet sich dieser Titel auch als Geschenk, Freunden und Bekannten unserer Mitglieder die eigene bibliophile Leidenschaft, das Hobby des Büchersammelns, nahezubringen und das Interesse am Buch zu wecken.

Dem Privatdruck ist der Versuch anzusehen, auch in der Gestaltung bibliophilen Ansprüchen gerecht zu werden, was aber, zumindest in der 1. Aufl., durch epubli nicht umgesetzt wurde. Dazu kommt, dass der im Blocksatz gesetzte Text keine Silbentrennung enthält und dadurch mitunter Wortzwischenräume entstehen, die ein flüssiges Lesen stören - hier wäre ein Flattersatz, eventuell links- und rechtbündig, angebrachter.
Positiv sei dagegen eine Grafik von Pedro als "Frontispiz" (allerdings nicht wie gewohnt neben dem Titel, sondern vor dem Text) und der zum ersten Mal bei einem Einbogendruck von Harald Kugler verwendete feste Einband angemerkt.

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Sa, 28.08.2021

miley mit Andruck-Presse und Multimedia-Installation "reset"
Galerie Würtenberger druckt in der Ausstellung Walter Karberg "Zeichen"
Studio 22, Walter Karberg "Wege", Fotos ad

Ortstermin Moabit - reset

Der erste Tag des Ortstermins 2021 führte u.a. zu den Pirckheimern Michael Ley und Udo Würtenberger.

Tiefe Einblicke in das Reset infolge einer folgenreichen Operation gab ein Künstlerbuch von miley, entstanden vor 20 Jahren, welches in Kürze hier vorgestellt wird.
Aktuell beschäftigt sich miley mit den Schnittstellen digitaler und analoger Drucktechniken und demonstrierte diese an einer transportablen Andruck-Hochpresse (Nudel) mit einem gelaserten Druckstock und einem geschnittenen Stock, bzw. den Ergebnissen seiner Arbeit an einer Tiefdruckpresse mit Radierungen in Kupfer, korrodiert und einer Solarplate-Druckplatte.

In der Galerie Würtenberger ist derzeit eine Ausstellung mit dem frühen Werk des Berliner Künstlers Walter Karberg (1935 - 2017) zu sehen, wenige 100 m weiter kann parallel zu dieser Ausstellung im Studio 22 (Anette Wörner) das spätere Werk dieses ehemaligen Professors an der FHSS betrachtet werden.

Selbstverständlich darf die Ausstellung <Doku.Argu.Experi.Pig.> mit experimentellen Installationen, Videos und Klangräumen in der Galerie Nord des Kunstvereins Tiergarten nicht unerwähnt bleiben, ein sehr beklemmendes Erlebnis auf dem Hintergrund mit Sirenengeheul vorbeirasender Fahrzeugkolonnen der Polizei zur Verhinderung von Protesten gegen Coronamaßnahmen und dem permanenten Lärm von Hubschraubern, was wie ein Bestandteil der Installationen wirkten.

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Fr, 27.08.2021

Jörn Michael, Rotkäppchen

Ortsgespräche

Zur Ausstellung "Im tiefsten Wald" mit Sylvia Graupner, Birger Jesch, Jörn Michael, Sabine Sachs, Eran Schaerf und Holger Wendland bei Jörg Seifert im Kunstkeller Annaberg findet ein Ortsgespräch statt. Die Ortsgespräche sind eine Initiative der Schenkung Hoffmann der Staatliche Kunstsammlung Dresden

Eröffnung: 4. September 2021, 17 Uhr
Ausstellung: 4. September - 10. Oktober 2021

Kunstkeller Annaberg
Wilischstr. 11, 09456 Annaberg-Buchholz

Do, 26.08.2021

INCorporating Art Fair

Heute beginnt in Hamburg die erstmals stattfindende INCorporating Art Fair mit über 100 Aussteller aus ganz Europa statt.

Damit präsentiert auch die Nürnberger GALERIE HAFENRICHTER endlich wieder auf einer KUNSTMESSE ausstellen, darunter auch der Pirckheimer Johannes Häfner, gemeinsam mit den Künstlern der Galerie Alex Katz, Damien Hirst, Julian Opie, Mr. BrainwashStephan BalkenholJohannes Häfner, Ariane Kipp uva.

Messe 26. - 29. August 2021

Oberhafenquartier
Stockmeyerstr. 41, 20457 Hamburg

Mi, 25.08.2021

Sommerfest bei PalmArtPress

Anfang September findet bei der Pirckheimerin Catharine Nicely (PalmArtPress) wieder das traditionelle Sommerfest statt:

ab 15 Uhr mit Lesungen von: Carmen-Francesca Banciu, Kornelia Boje, Susanne Alge, Ingolf Brökel, musikalisch umrahmt von Victor Nicoara am Klavier.

ab 19 Uhr mit Lesungen von: Patricia Paweletz, Irene Stratenwerth, Wolf Christian Schröder, musikalisch umrahmt von Barbara Klaus-Cosca am Akkordeon

und andere Überraschungen!

4. September 2021, Eintritt: ab 15 Uhr oder 19 Uhr, jeweils 15 EUR, beides 25 EUR (inklusive Essen und Getränke)
Um Anmeldung wird gebeten. Bei einem Besuch gelten die aktuellen Bestimmungen zur Maskenpflicht, Abstand und 3 G

PalmArtPress
Pfalzburger Str. 69, 10719 Berlin