Pirckheimer-Blog

Sa, 11.07.2026

Chapeau! Peter Arlt wurde im Juni in Weimar geehrt. Der Gothaer Pirckheimer wurde für sein Jahrzehnte andauerndes Wirken für die Künste ausgezeichnet.

Verdienstorden für Peter Arlt

Hohe Auszeichnung für Peter Arlt: der Kunstwissenschaftler, Autor, Publizist und Pirckheimer-Freund wurde, wie die Thüringer Allgemeine berichtet, am 29. Juni 2026 in der Weimarhalle zu Weimar mit dem Thüringer Verdienstorden geehrt. Thüringens Ministerpräsident Mario Voigt, der die Ehrung vornahm, betonte im Beisein von Christine Lieberknecht und Michael Krapp sowie Thomas Weiß seine Anerkennung für das langjährige Wirken Arlts für die Kunstgeschichte und Kunsttheorie, etwa als Hochschullehrer in Erfurt, wie sein Engagement als leidenschaftlicher Freund und Förderer der Künste. Peter Arlt trat als Kurator, Herausgeber von Katalogen und Monografien, auch als Lyriker hervor; 2023 organisierte er das 50. Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in seiner Heimatstadt Gotha ... Anfang dieses Jahres eine Willi-Sitte-Retrospektive in Merseburg – in den Marginalien ist er den Mitgliedern der Gesellschaft durch seine vielfältigen und tiefgehenden Beiträge bekannt. Für diese engagierte Passion von, wie die TA schreibt, Beginn an wurde der 82-Jährige nun mit dem Verdienstorden des Freistaats ausgezeichnet. Die Gemeinschaft der Kunst- und Büchernarren freut sich mit dem Geehrten aus ihren Reihen und gratuliert Peter Arlt von Herzen!

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Fr, 10.07.2026

"Produktive Unruhe" in Dresden: noch bis zum 26.07.

„Produktive Unruhe“ in Dresden

Die Ausstellungs-Sigle ist Programm: Produktive Unruhe. Kunst, Publikum und Alternativkultur im Spannungsfeld der IX. und X. Kunstausstellung der DDR in den 80er Jahren, unter diesem so sehr sprechenden wie weitläufigen Titel sind noch bis zum 26. Juli 2026 die zahlreichen künstlerischen Dokumente der (alternativen) Kulturszene der DDR in der robotron-Kantine (Lingnerallee am Skatepark, 01069 Dresden) zu sehen. Die 1980er waren auch in Dresden eine bewegte unruhige Zeit voll Widersprüche, Auseinandersetzungen und Neuanfänge. Welche Ausdrucksformen konnten sich durchsetzen, welche neuen Beziehungen entstanden zwischen Kunst und Publikum diesseits und jenseits von staatlicher Lenkung? Die Schau Produktive Unruhe nimmt ausgewählte Positionen der Kunst, der Fotografie und der Alternativkultur dieser Zeit als Resonanzraum sich anbahnender gesellschaftlicher Veränderungen in den Blick. Den Ausgangspunkt bilden dabei die IX. und die X. Kunstausstellung als größte und meistbesuchte Überblicksausstellung der DDR, in denen sich bereits die Vielfalt des damaligen künstlerischen Wirkens abbildet, aber auch ausgewählte Positionen einer Alternativkultur, die zu diesem Zeitpunkt bereits eigene Wege jenseits der staatlich gelenkten Bahnen sucht und findet. Daneben gibt in der Auseinandersetzung mit dem Thema auch Neues zu sehen. Insgesamt werden die Arbeiten von mehr als fünfzig Künstlerinnen und Künstlern gezeigt, darunter Karl-Heinz Adler und Falko Behrendt, Sibylle Bergemann, Christian Borchert sowie Hubertus Giebe, Dieter Goltzsche, Hans-Hendrik Grimmling ... Angela Hampel, Andreas Hegewald, weiterhin Gerda Lepke, Peter Makolies, Helga Paris, A. R. Penck, Núria Quevedo – der Pirckheimer Ulrich Tarlatt, Max Uhlig, Ruth Wolf-Rehfeldt oder schließlich Fotis Zaprasis. Die Schau ist von Mittwoch bis Freitag 16 bis 19 Uhr, Samstag und Sonntag 12 bis 18 Uhr geöffnet – der Eintritt ist frei. Alle Infos zur Unruhe-Schau in der Kantine im Kunsthaus Dresden finden sich hier.

(André Schinkel via Christian von Hoffen)

Do, 09.07.2026

Die UB Heidelberg lädt zum 'Tag der offenen Tür' ein. Gezeigt werden rare Bestände – in zwei Führungen.

17.07. ist der „Tag der offenen Tür“ von heiCOLLECTIONS in Heidelberg

Am nächsten Freitag, dem 17. Juli 2026, lädt die Universität Heidelberg im Rahmen des Tags der offenen Tür von heiCOLLECTIONS herzlich ein, ihre Museen und Sammlungen kennenzulernen. Besucherinnen und Besucher erwartet ein vielfältiges Programm mit Führungen und Einblicken in die wissenschaftlichen Sammlungen der Universität. Die Universitätsbibliothek beteiligt sich mit zwei Führungen durch ihre Historischen Sammlungen. Dr. Thorsten Huthwelker gibt einen rund 30-minütigen Überblick über die einzigartigen Bestände der Universitätsbibliothek und präsentiert ausgewählte Originale aus dem Tresor, darunter kostbare Handschriften, Drucke und weitere Zeugnisse der Heidelberger Bibliotheksgeschichte. Die Führungen finden von 11 bis 11.30 Uhr und von 14 bis 14.30 Uhr im Rundzimmer (Raum 24, Erdgeschoss) der Hauptbibliothek in der Plöck 107–109 statt. Die Teilnahme an den Führungen am Tag der offenen Tür ist kostenfrei. Aufgrund der begrenzten Teilnehmerzahl ist eine Anmeldung über die E-Mail-Adresse heicollections@uni-heidelberg.de erforderlich. Alle Informationen dazu sind auf der Site der Unibibliothek abrufbar. 

Führung „heiCOLLECTIONS“:
Tag der offenen Tür am 17.07.2026
Universitätsbibliothek Heidelberg
Plöck 107–109, 69117 Heidelberg

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

BuchBerlin am 31.10. und 01.11.2026

Die BuchBerlin – die Berliner Buchmesse ist eine Erlebnismesse und wichtigster Treffpunkt für die unabhängige Literaturszene. Mehr als 300 unabhängige Verlage, Autorinnen, Autoren aus dem gesamten deutschsprachigen Raum stellen ihre aktuellen Bücher auf der BuchBerlin vor; auf 80 Lesungen kann man das erleben. Das Event findet am 31.10. (10 bis 18) und am 01.11. (10 bis 17 Uhr) statt in der Arena Berlin (Eichenstraße 04, 12435 Berlin). Die Infos zu der Messe finden sich hier.

(André Schinkel)

Mi, 08.07.2026

"Spitze Zunge trifft spitze Feder" – John-Heartfield-Haus würdigt am Sonnabend, 11.07.26, Walter Trier.

„Spitze Zunge trifft spitze Feder“

Zum 75. Todestag von Walter Trier erzählt Frau Dr. Antje M. Warthorst, die Leiterin des Walter-Trier-Archivs Konstanz, was den jüdischen Künstler mit John Heartfield verbindet, und sie berichtet über seine politischen Arbeiten in den Jahren der Weimarer Republik in Berlin und im englischen und kanadischen Exil: am Samstag, den 11. Juli, 15 Uhr unter dem Motto Spitze Zunge trifft spitze Feder. Und die Meisterin der Wortspiele und der gesellschaftspolitischen Lieder, AnniKa von Trier, die bringt mit ihrem lindgrünen Akkordeon Songs aus ihrem Programm Gerade jetzt! auf die Bühne. Ein schräg humorvoller Blick auf die Welt und ihren Untergang. Wo? – Im John-Heartfield-Haus (Schwarzer Weg 12, 15377 Waldsieversdorf). Alle weiterführenden Informationen gibt es hier.

(Robert Grieger via Ninon Suckow/Pressemitteilung)

Ein neuer StabiLiebling in der BSB

Im Rahmen der Präsentationsreihe StabiLiebling zeigt die BSB am 15./16.07. mit Jazz von Henri Matisse eines der berühmtesten Künstlerbücher des 20. Jahrhunderts. In seiner letzten Werkphase griff Matisse (1869–1954) zur Schere und „zeichnete“ damit, indem er eine scheinbar fröhliche Motivwelt in bunten, klaren, satten Farben aus Papier schnitt. Die Preziose ist je von 10 bis 19 Uhr in der Schatzkammer der Bayerischen Staatsbibliothek (Ludwigstraße 16, 80539 München) zu sehen. Dazu gibt es Kurzvorträge im Fürstensaal (auch im 1. OG): 11, 13, 17 Uhr. Der Eintritt ist frei.
 
(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 07.07.2026

Burg: Neue „Take Off“-Schau 2026

Mit Take Off 2026 setzt die KHS Burg Giebichenstein in Halle an der Saale ihre im August 2021 begonnene Ausstellungsreihe fort und zeigt die Abschlussarbeiten ihrer Meisterschülerinnen und Meisterschüler parallel zur Jahresausstellung Mitte Juli. In der diesjährigen Ausstellung in der Burg Galerie im Volkspark (Schleifweg 8a, 06114 Halle) sind vom 17. Juli bis 09. August 2026 die Arbeiten von zwölf Absolventinnen und Absolventen zu sehen, die im Jahr 2026 ihren Abschluss gemacht haben. Die Ausstellung zeigt ein vielschichtiges Bild aktueller künstlerischer Praxen und ästhetischer Haltungen. Unabhängig vom Medium kreisen die künstlerischen Fragen in diesem Jahr verstärkt um die Form und den Prozess ihrer Entstehung, gewissermaßen um die Triebkräfte des Schaffens selbst. Die Arbeiten aus Malerei, Bildhauerei, Installation, Keramik, Zeichnung und Film spannen sich weit auf: Sie bewegen sich zwischen kleiner und großer Dimension, opulenter Dichte und fein tarierter Reduktion. Sie hinterfragen Gewissheiten und – stimmen auf neue ein. Mit einem räumlichen „Paukenschlag“ behauptet sich die Skulptur von Hyoeun Jin im Galerieraum. Sofia Mayers zumeist handtellergroße Plastiken lassen vom Maßstab an das denken, was die Finger grade umgreifen können. Zwaantje Beer arbeitet mit Öl auf Holz, Hanbyeol Mun entwickelt Mäander-Skulpturen, Carmen Voigts zeigt Zeichnungen und surreale Objekte ... – Elisabeth Otto versteht Bewegung und Skulptur als Medien sozialer Erfahrung und Interaktion. Ähnlich verhält es sich bei Johanna Koepe. Keramik gibt es von Philsoo Heo, Kartierungen von Elektra Tzamouranis und Malerei von Naomi Pietro und Henning Gundlach. Klara Goiny arbeitet schließlich mit großer Ernsthaftigkeit mit Graphit und Ölkreide am Fassen des Nicht-Fasslichen ... Alle Infos gibt es hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 06.07.2026

„(Un)lesbar“ mit Wortbildern und Schreibzeichnungen in Frankfurt

Die vielfältigen Erscheinungsformen von Schrift in der modernen und zeitgenössischen Kunst stehen im Mittelpunkt der Ausstellung (Un)lesbar in der Rathaushalle Frankfurt (am Markt 01, 15230 Frankfurt (Oder)). Ausgewählte Kunstwerke aus den Sammlungen des Brandenburgischen Landesmuseums für moderne Kunst (BLMK) und des Muzeum Sztuki Łodz im Herzen von Polen werden einander gegenübergestellt und in einen grenzüberschreitenden Zusammenhang gebracht. Buchstaben, Worte und Zeichnungen begegnen Besucherinnen und Besuchern der Ausstellung nicht nur als Träger sprachlicher Bedeutung. Sie werden zu – malerischem Material, rhythmischer Struktur oder gestischer Spur und bewegen sich zwischen Lesbarkeit und Abstraktion. Manche Arbeiten fordern zum Entziffern auf, andere verweigern bewusst jede eindeutige Interpretation und machen sichtbar, dass Schrift ebenso Bild wie Sprache sein kann. Die Ausstellung spannt so einen Bogen von historischen Avantgarde-Positionen bis zu zeitgenössischen künstlerischen Ansätzen und macht deutlich, dass sich die Auseinandersetzung mit Schrift als künstlerischem Medium in Deutschland und Polen parallel entwickelt hat und bis heute ein gemeinsames Experimentierfeld bildet. Die Exposition, die am gestrigen 05. Juli 2026 eröffnet wurde und bis zum 13.09.2026 in der BMLK-Rathaushalle zu sehen ist, zeigt die Werke von Richard Burkart und Manfred Butzmann, Wasja Götze, Carlfriedrich Claus, Hermann Glöckner, Joachim Jansong, Ingo Kirchner wie Janina Kraupe-Swiderska, Wolfgang Petrovsky, Ruth Wolf-Rehfeld sowie vielen anderen. Die Kuratoren laden herzlich nach Frankfurt an der Oder ein. Alle Info und Bildmaterial gibt es unter diesem Link.

(André Schinkel/BLMK/Pressemitteilung)

So, 05.07.2026

Exlibris des Monats: Karel Demel

Bestimmte Momente in der Musikgeschichte, sei die der Klassik oder eben jene der Moderne, sind als Wendepunkte zu verstehen. Ab diesem Augenblick öffnet und verändert sich etwas in dieser überaus direkten Art und Weise einer Kunst, in der Welt zu sein. Und der in Kansas City geborene Altsaxophonist Charlie Parker (1920–1955) ist wohl für einen solchen Moment verantwortlich zu machen: Seine Art zu spielen, die letztlich in den Bebop mündete, hat die Populärmusik des Jazz geprägt bis heute. Seine inspirierende Gabe bezahlte er letzthin mit einem unglücklichen Leben, das 35-jährig endete, krank, vom Heroin gezeichnet. Es bleibt das Feuer seiner Musik – als Quell in der Kunst. Auch der Exlibriskünstler Karel Demel (1942–2024), der in Prag lebte, hat sich eingehend mit Musik beschäftigt. Am Prager Konservatorium studierte er Posaune,Tuba und Kontrabass, ehe er den Grafiker-Beruf erlernte. Wie vibrierend die Melodiebögen und Improvisationen Charlie Parkers auf seinem Saxofon wirkten, stellt er eindringlich in dieser Radierung für M. C. dar, die das Exlibris des Monats Juli bei der DEG ist. Dem fliegenden Sound Parkers wie der Kleingrafik Demels hat sich Heinz Neumaier in einem tiefgehenden Text angenommen. Er findet sich komplett lesbar hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 04.07.2026

Staatsbibliothek: Michael Knoche

Im Rahmen der BSB-Reihe Zur Sache – Autorinnen und Autoren in der Staatsbibliothek findet am 15. Juli eine Veranstaltung mit dem langjährigen Direktor der Anna Amalia Bibliothek in Weimar, Dr. Michael Knoche, in der Bayerischen Staatsbibliothek (Ludwigstraße 16, 80539 München) statt. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr, es wird um Anmeldung unter veranstaltungen@bsb-muenchen.de gebeten. Knoche stellt im Gespräch mit der Generaldirektorin der BSB, Frau Dr. Dorothea Sommer, sein Buch Revolution im Leseland. Wie sich wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach dem Mauerfall neu organisierten vor. Info zum Thema: Abseits der großen öffentlichen Aufmerksamkeit gelang den wissenschaftlichen Bibliotheken in der DDR nach dem Mauerfall ein bemerkenswerter Wandel, der sehr weit über die ausschließliche Anpassung dieser an die neuen Rahmenbedingungen hinausging und von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Darüber berichtet Michael Knoche, von 1991 bis 2016 Direktor der Anna Amalia, aus erster Hand. Die Bayerische Staatsbibliothek lädt sehr herzlich dazu ein! Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei.

(André Schinkel/BSB/Pressemitteilung)

04.07.: Deutsche Erstausgabe der „Unabhängigkeitserklärung“ im Deutschen Historischen Museum

Die Unabhängigkeitserklärung der Vereinigten Staaten wurde am 04. Juli 1776 vom Zweiten Kontinentalkongress in Philadelphia verabschiedet. Philadelphia war damals noch die Hauptstadt der Kolonie und fortan auch die Hauptstadt des neuen Bundesstaates Pennsylvania. Bis 1790 war sie zudem die bevölkerungsreichste Stadt an der nordamerikanischen Ostküste. Von Pennsylvanias fast 300.000 Einwohnern sprachen etwa 100.000 Deutsch. Um sie über dieses bedeutende politische Ereignis zu informieren, übersetzte der Drucker Charles Cist – geboren als Carl Jacob Sigismund Thiel in St. Petersburg – den Text von Thomas Jeffersons Unabhängigkeitserklärung ins Deutsche. Seit 1993 (Abb.) befindet sich eines der beiden erhaltenen Exemplare von Steiner und Cist in der Sammlung des Deutschen Historischen Museums, wo es in der Ausstellung Objekte. Geschichte. Geschichten jetzt wieder zu sehen ist. Das zweite Exemplar befindet sich am Gettysburg College in Pennsylvania. Dort geht man davon aus, dass das Blatt vielleicht schon am 05. Juli gedruckt und am nächsten Tag verteilt wurde. Falls das stimmt, wäre dieses den bekannteren englischsprachigen Ausgaben zuvorgekommen! Das Berliner Exemplar ist bis August zu sehen – die Infos gibt es hier.

(Dan Reynolds)

Fr, 03.07.2026

Hochdruckpartnerblickwechsel: Kurse-Ausstellung bis zum 05.09.

Aktuell werden bei hochdruckpartner Holz- und Linolschnitte, Linolätzungen sowie weitere experimentelle Hochdrucke ausgestellt, die in den Kursen von Gabriele Sperlich und Susann Hoch von Kursteilnehmerinnen geschaffen wurden. Es stellen aus: Ines Anhut, Rita Barwitzki, Jana Bovet, Mia Bovet, Janine Braumann, Heike Dietrich, Annette Haubner-Leupold, Stefanie Heckl, Heike Hornauf-Galle, Ulrike Jurrack, Eva-Maria Kühn, Maria Langhammer, Karola Leonhard, Jacqueline Luther, Christiane Pönisch, Heinke Preuss, Wilma Rambow, Astrid Rothmann, Antje Seifert und Kathleen Umma. Die Exposition in der Lützner Straße 85 (Seiteneingang), 04177 Leipzig) ist seit dem 27.06. und bis zum 05.09.2026 zu sehen. Im Juli und August finden übrigens wieder Intensiv-Sommerkurse statt – freie Plätze dafür gibt es noch vom 13. bis 17.08. und vom 19. bis 23.08.: Nähere Info dazu gibt es auf der Website der Hochdruckpartner. Wohlan: Wunderbare Hochdruckaussicht!
 
(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 02.07.2026

‚Vintage Paper Berlin‘ am 18./19.09.

Originale auf Papier: Vom 18. bis 19. September 2026 versammelt die Vintage Paper Berlin im Herzen Berlins (Kulturquartier Alte Münze Berlin, Am Molkenmarkt 31, 10179 Berlin) 50 bis 70 internationale Aussteller zu einer exklusiven Präsentation seltener Originale auf Papier. Entdecken Sie eine Welt, in der antiquarische Kostbarkeiten, historische Fotografien, künstlerische Arbeiten aus Papier und ikonische Werbeposter aufeinandertreffen – ein Crossover-Angebot für Sammler, Künstler und Kenner. Als Verkaufsmesse und Inspirationsquelle schafft Vintage Paper Raum für Begegnung und Austausch. Expertinnen, Experten, Sammler und Händler treffen hier ein Publikum, das Bücher, Kunst und Kultur liebt – wo Vergangenheit lebendig wird und neue Ideen entstehen. In der inspirierenden Atmosphäre der Alten Münze präsentieren die Ausstellenden auf über 1.000 Quadratmetern ihre schönsten Entdeckungen. Die Messe richtet den Blick konsequent auf das, was auf Papier gesammelt, gehandelt und gezeigt wird. Im Zentrum stehen dabei seltene Bücher und Grafik, historische Fotografien, alte Werbung auf Papier, Pressedrucke, Künstlereditionen und zeitgenössische Kunst auf Papier. Die Messe ist Teil der Rare Book Week Berlin, die vom 14. bis 20. September 2026 stattfindet. Sie positioniert sich dabei als eigenständiges Format mit eigenem Profil, eigener Location und eigenem Publikumsschwerpunkt. Sie befindet sich von der Rare Books Week fußläufig nur ca. fünfzehn Gehminuten entfernt. Damit entsteht in Berlin eine konzentrierte Messewoche für seltene Bücher, Druckgrafik und Papierkunst. Die Ausstellenden der Vintage Paper Berlin profitieren von der Sichtbarkeit innerhalb dieser Woche und ... der Anziehungskraft der Verbandsmesse – sowohl für Fachbesucher als auch für das sammelnde Publikum. Alle Infos – hier.

(Robert Grieger via Michael Schrottmeyer)

Mi, 01.07.2026

Mozart im Kinsky: Konzertprogrammzettel von 1789.

Sommerauktionsrekord im Kinsky

Inmitten der aufsehenerregenden und nicht selten Rekorde aufstellenden Kunstgaranten wie Nitsch, Waldmüller und Helnwein bei der Sommerauktion im Kinsky Mitte Juni war auch ein solches Objekt, das zur Rubrik Edle Ephemera zu zählen ist, vertreten, das sein Anfangsgebot von zunächst 1.500 Euro bis zu einem Wert von 19.500 Euro hochschrauben konnte. Es handelte sich dabei um einen Programmzettel zum Concert des Herrn Kapellmeister Mozart im Leipziger Gewandhaus am Dienstag, den 12. May 1789. Es handelt sich bei dem superb teuren Schnipsel um ein Objekt aus der Geschäftsauflösung Wolfdietrich Hassfurther. Das Komponistengenie Wolfgang Amadeus Mozart, geboren 1756 in Salzburg, gestorben 1791 in Wien, gehört zu den bedeutendsten Vertretern der abendländischen Musik der Neuzeit. Das Auktionshaus residiert im Palais Kinsky in Wien und betreibt eine Filiale in Graz, gehört zu den größten und erfolgreichsten Kunstbörsen Mitteleuropas. 

(André Schinkel via Till Schröder)

Di, 30.06.2026

Björn Kuhligk: zu Gast bei Favoritenpresse & Friends.

Björn Kuhligk am Richardplatz

Tolle Meldung: Die Berliner Favoritenpresse eröffnet im kommenden Herbst eine eigene Galerie in Berlin-Neukölln (Richardplatz 07, 12055 Berlin); und weil das ein Anlass zur Freude ist, lädt sie für das erste Juliwochenende am 04. und 05.07. zu einer Art Voreröffnung ein. Ja: Zu Gast wird an diesen Tagen Björn Kuhligk sein. Der Dichter und Fotograf ist ein echtes Hauptstadtgewächs und deren jeweiligen Kiezen mit Linse und Stift auf der Spur. In seinem neuen Bild- und Textband bei den Favoriten spürt er Schönefeld nach, jenem 20.000-Leute-Ort am BER, von dem man vielleicht nicht so genau weiß, ob er wirklich existiert, obwohl er in aller Munde ist ... Diese Ambivalenz bannt Kuhligk, der am 04. und 05. Juli bei Favoritenpresse & Friends vor Ort sein wird, in beeindruckende Bilder. Die Galerie ist von 12 bis 21 (Sa) bzw. 12 bis 18 Uhr (So) geöffnet. Den Band Schönefeld gibt es für 40 Euro beim Verlag, für Sammler auch mit exclusiven Vorzugsabzügen in drei Motiven. Fein.

(André Schinkel via Robert Grieger)

Mo, 29.06.2026

Munich: Ink Me Baby One More Time

Ink Me Baby One More Time ... – so mancher Titel trägt momentan mehr den Sommer in sich als das allgemeine Bratapfelwetter, das man sich am soeben heiß verstrichenen Wochenende, möglichst aus dem Schatten, betrachten und einverleiben konnte. Der Radierverein München lädt vom 03. bis 24. Juli unter diesem Titel zur Mitgliederausstellung samt der drei Jahresgaben auf 2026 in die Schau ein. Mit dabei ein Star der farbenfrohen Art: Moritz Götze – kraft seiner Melange aus Pop, Punk und Tiefgang. Vernissage ist am 02. Juli 2026 ab 19 Uhr: Ludwigstraße 07, 80539 München. Es ist während der Expositionsdauer Mi bis Fr 15 bis 19, am 1. Samstag im Monat 11 bis 14 Uhr geöffnet.

(André Schinkel)

So, 28.06.2026

Der Ausstellungskatalog "Vielseitige Buchpatienten" von Reinhard Nitsche sowie Kirsten Meyer begleitet die gleichnamige Exposition im Domherrenhaus zu Verden. Unser Rezensent Michael Spyra lebt in Halle an der Saale als Autor und Lehrer – zuletzt erschien sein Band "In Auflösung begriffen" (bei Urs Engeler).

Die Verdener Buchretter geben Einblick im Domherrenhaus

Es ist beschwerlich, sich vor den Brandmeldungen unserer Tage zu verbergen, erreichen sie einen doch jederzeit und allerorts. Umso erfreulicher dann, wenn sich Nachrichten von vorgestern der Informationsflut beigesellen, wider Erwarten per Post. Die Feuermelder vergangener Tage haben nämlich die angenehme Eigenschaft, gegenwärtige Ereignisse als relativ zu entschärfen. 

Im konkreten Fall soll es um den Katalog Vielseitige Buchpatienten von Reinhard Nitsche und Kirsten Meyer gehen. Dieser ist begleitend zur gleichnamigen Ausstellung seit dem 13. Mai und bis zum 23. August 2026 im Historischen Museum Domherrenhaus Verden (Untere Straße 13, 27283 Verden) mit dem Untertitel Auf Spurensuche in der historischen Bibliothek des Domgymnasiums Verden erschienen. – Der Oberstudienrat und die Restauratorin präsentieren uns dreizehn Bände aus den angesprochenen Beständen, die zwischen 1550 und 1836 publiziert wurden und die von Aristoteles über Johann Lund und Sebastian Münster bis hin zu Abraham Scultetus reichen. Darunter befinden sich auch eine plattdeutsche Bibel und ein Kräuterbuch von 1588.

Jedes Werk bekommt sein Kapitel, in dem Nitsche die Arbeiten vorstellt. Das tut er historisch akkurat und mit Begeisterung, der Herr Oberstudienrat, der nach Dienstende durch die Archive und Magazine des Gymnasiums wandelt und uns ein kurzes Schlaglicht, einen knappen Vortrag über das jeweilige Buch, seine Verfasser oder die historische Einordnung gibt. Dabei erzählt Nitsche lebendig nach und berichtet mit erfrischender Leichtigkeit, was den Rezensenten sich gern dazu hinreißen lässt, den Katalog als ein Prosawerk lesen zu wollen: im irrlichternden Kerzenschein des Lehrers vorweg schlendernd und im nüchternen und klaren Schein der Restauratorin nachschreitend.

Beide Stimmen sind überaus sympathisch und eingenommen für ihre Patienten, was den Inhalt lebendig macht und ihre Ausführungen von denen einschlägiger Lexika unterscheidet. Schon die Kapitelüberschriften stimmen darauf ein: Indiana Jones muss es gelesen haben! Kein Christentum ohne Bundeslade & Co.! lese ich zu Lunds Jüdische Heiligthümer, 1701, Alte Bibliothek Nro. 04, oder: Ikarus der Reformierten? Was von Scultetus übrig blieb – der Fall des Prager Bildersturms zu einer Sammlung mehrerer Predigten desselben von 1621. Beide Überschriften bilden nur eines der vielen Spektren zwischen Popkultur und klassischer Antike dieses Kataloges ab.

Bereichert wird die jeweilige Einordnung Nitsches um eine Darlegung der Restaurationsschritte. Das erdet die Texte und unterstreicht die Ernsthaftigkeit, mit der sich Meyer an die Rettung und den physischen Erhalt der Werke gemacht hat. Darüber hinaus enthält der Katalog etliche Abbildungen der jeweiligen Werke und Restaurationsschritte. Für mich ist Vielseitige Buchpatienten ein Band, der auch außerhalb der Ausstellung funktioniert, gleichwohl der Besuch derselben noch bis Ende August in Verden möglich ist. Sehr zu empfehlen!

(Michael Spyra)

Sa, 27.06.2026

„Indiecon“ lädt nach Hamburg ein

Indiecon ist ein gemeinsames Projekt von unabhängigen Magazine-, Buch-, Kunstdruck-, Zine-, Newsletter-, Podcast- und Website-Verlagen aus aller Welt. Das dreitägige Verlagsfestival findet im Oberhafen in Hamburg statt, einem ehemaligen Güterbahnhof, der heute im Kreativviertel mitten im Stadtzentrum liegt. Dass unabhängige Festival, an dem sich 2025 mehr als 30 Länder beteiligten, wird in diesem Jahr vom 04. bis zum 06. September stattfinden. Neben Ausstellerinnen und Ausstellern aus fünfzehn deutschen Städten waren u. a. Gäste aus der Ukraine, China, der USA, aus Taiwan, Singapur, Mexiko, Nigeria und vielen anderen Staaten mit ihren Arbeiten auf der Indiecon. Auf der Webseite des Festivals kann man sich bereits informieren und auch schon Tickets ordern.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 26.06.2026

artbook.berlin vom 20. bis 22.11.26

Die artbook.Berlin, die legendäre Messe für Buchkünstlerinnen, Buchkünstler, Grafikerinnen und Grafiker und vor allem Grafik- und Buchkunstnarren in Berlin-Kreuzberg, findet 2026 vom 20. bis zum 22. November statt. Die Anmeldung für die interessierten Ausstellerinnen und Aussteller, die sich im Bethanien am Mariannenplatz präsentiern wollen, ist über die Blogspot-Seite der Messe schon möglich: Dort liegt ein digitales Formular dafür bereit. Für Fragen sind dort auch die beiden guten Seelen der artbook.BerlinCornelius Brändle und Hanneke van der Hoeven, erreichbar. 

(André Schinkel)

Ein Preis für Junge Sammler 2026

Es ist wieder soweit: Der Verband Deutscher Antiquare ist bis zum 31.07. auf der Suche nach jungen Menschen, die Bücher, Grafiken, Autographen und sonstige Arbeiten auf Papier sammeln und lobt einen Preis für die originellste oder überzeugendste, ihr Thema am besten darstellende Sammlung aus. Es ist ein Preisgeld in Höhe von 1.000 Euro ausgelobt ... weiterhin beinhaltet die Ehrung die Präsentation der Sammlung auf der Rare Books Berlin im Herbst, ja, und last, but alles andere als least eine Jahresmitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft. Die Bedingungen: Die Altersgrenze liegt bei 35 Jahren, es wird ein umgrenztes Thema (Provenienz, Künstlerin oder Künstler, Autorin oder Autor oder auch Einbände, Handschriften, Plakate, Ephemera) gesammelt. Die Bewerbung ist mit mindestens 20 Objektfotos, einem erläuternden Text sowie Beschreibung der Gründe, warum gesammelt wird, einzureichen. Bei Fragen bitte an buch@antiquare.de wenden.

(André Schinkel via Till Schröder)