Pirckheimer-Blog

So, 26.10.2025

"Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz" im Museum Wilhelm Busch in Hannover.

Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz (Hannover)

Schau im Museum Wilhelm Busch: Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz

Seit dem 26. September und bis zum 08. März 2026 zeigt das Museum Wilhelm Busch in Hannover seine neue Ausstellung Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz in seinen Räumen. Das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst feiert damit den 160. Geburtstag von Max und Moritz, der bekanntesten Bildergeschichte von Wilhelm Busch (1832–1908), die im Oktober 1865 erstmals erschien. Ja, Max und Moritz, die vielleicht ungezogensten Kinder der Welt, werden in diesem Jahr 160 Jahre alt ... Das Museum Wilhelm Busch Hannover widmet den beiden Unverbesserlichen darum eine Sonderausstellung. In Böse?! Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz begegnen Besucher*innen den bösen Buben und ihrem Schöpfer Wilhelm Busch ganz persönlich und erfahren, wie alles kam, wie es eben kam. Die Schau versucht, Antworten auf die vielen Fragen zu Max und Moritz zu finden: Wer kennt die beiden heute, was verbindet man mit ihnen und wie entstand die Bildergeschichte? Und: Sind Max und Moritz eigentlich für Kinder geeignet? Welche Rolle spielen Ungehorsam, Widerstand und Verbrechen in Buschs Geschichten? Und wie gegenwärtig sind diese Themen in unserer Gesellschaft? Die Ausstellung ist in fünf Kapitel gegliedert: Wilhelm Buschs Münchner Jahre (1854 bis 1868): Freunde. Feste. Arbeit sowie Die bösen Buben: Entwicklung. Entstehung. Erbe; Böse?!: Streiche. Widerstand. Verbrechen; Die prominenten Buben: Bild. Inhalt. Marke und Die vorbildlichen Buben: Impuls. Vorlage. Auseinandersetzung. Alle weiteren Böse?! -Infos finden sich unter diesem Link. Adresse: Georgengarten 01, 30167 Hannover. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am 24.12. und 31.12. ist es geschlossen. 

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Sa, 25.10.2025

Peter Nagengasts "Rückkehr aus Troja" – in Stendal.
Lilo (2. v. r.) und Robert Nagengast (r.) im Gespräch mit Gästen bei der Ausstellungseröffnung "Rückkehr aus Troja" im Winckelmann-Museum in Stendal.

Nagengasts „Rückkehr aus Troja“

Der Berliner Künstler Peter Nagengast (1935–1985) schuf in seinem letzten Lebensjahr einen umfangreichen Zyklus von Zeichnungen zu den Irrfahrten des Odysseus. Diese sind noch bis zum 23. November 2025 im Winckelmann-Museum in Stendal zu sehen. Ergänzt wird die Schau mit Werken von sechzehn Gegenwartskünstlern aus dem Sammlungsbestand des Museums, die sich mit Themen um Troja und die Odyssee auseinandersetzen. Darunter sind dem Buch- und Grafikfreund so vertraute Namen wie Klaus Süß, Ulrich Hachulla, Dagmar Ranft-Schinke sowie Rolf Xago Schröder oder Alfred Traugott Mörstedt und Ronald Paris. 

„Die ausgestellten Skizzen und Zeichnungen zeigen, wie intensiv sich Peter Nagengast mit der Antike auseinandergesetzt hat“, sagte zur Eröffnung Museumsdirektorin Dr. Stephanie-Gerrit Bruer. Sie begrüßte zur Vernissage im Winckelmann-Museum die Witwe des Künstlers Lilo Nagengast sowie den Sohn Robert. Robert Nagengast freute sich, dass das „letzte große Werk“ seines Vaters in Stendal in einem so umfangreichen Rahmen gezeigt wird – in dem Jahr, in dem sich sein Todestag zum 40. Mal jährt und er seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Bereits während seiner Gymnasial-Zeit habe sich sein Vater für die Antike interessiert, die ihn sein Leben lang begleitet habe, bis zur 1986 bei Aufbau erschienenen Odyssee mit seinen Illustrationen – sein „letzter großer Bildzyklus.“

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit 156 Seiten und 102 Farbabbildungen erschienen. Er ist an der Museumskasse zum Sonderpreis erhältlich. In ihm schreibt Käthe Wenzel: „Unter Nagengasts suchenden, spröden Strich tauchen die altbekannten Gestalten neu und ungewohnt aus dem Nebel auf: Schön, aber befremdlich: eulenäugig, mächtig, aber verformt, fast shakespearehaft, oder wie entfernte Cousinen von Hoffmanns Erzählungen … Athene, Kirke, Odysseus …“ In ihrem Katalogbeitrag Die Welt ein Schiff setzt sich Dr. Kathrin Schade, die wissenschaftliche Kuratorin des Winckelmann-Museums, mit der Figur des Odysseus in modernen Bildwerken des Stendaler Sammlungsbestandes auseinander. Abgerundet wird der Katalog mit einer kurzen Biografie Peter Nagengasts und einem ausführlichen Verzeichnis der ausgestellten Werke. 

Die Gestaltung des Katalogs hat übrigens Robert Nagengast übernommen, selbst Künstler und Grafiker. Für das Cover entschied er sich für ein Zusammenspiel zweier Zeichnungen seines Vaters.

Rückkehr aus Troja. Die Abenteuer des Odysseus. 
Katalog zur Ausstellung im Winckelmann–Museum,
Winckelmannstraße 36–38, 39576 Stendal, 
vom 04. Oktober bis zum 23. November 2025, 
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr,
Katalog-ISBN: 978-3-9825616-5-3, 29,95 Euro.

(Sigrid und Ralf Wege)

Fr, 24.10.2025

Einladung in die Werkstatt von Olaf Nie am 20.11.25 in Weßling

Ich lade Sie herzlich am Donnerstag, den 20. November 2025 um 15 Uhr in die Werkstatt von Olaf Nie (Ettenhofener Straße 42, 82234 Weßling) ein. Seit 35 Jahren Handbuchbindermeister und Restaurator, arbeitet er in den letzten 15 Jahren auch als bildender Künstler. In seiner Werkstatt für Einzel- und Sonderfertigung bietet er vom gestalteten Einband über Reparaturen/Restaurierungen bis zur Fertigung von Kassetten und Schmuckschachteln alle Arbeiten eines Handbuchbinders an. Als bildender Künstler beschäftigt er sich mit Collagen aus Bedrucktem der Jahrhunderte. Gern gibt er uns Einblicke in seine Arbeit, stellt sich unseren Fragen und freut sich auf einen anregenden Austausch. Auf seiner Seite www.olaf-nie.de kann man sich über Nies Arbeiten informieren. Aus Platzgründen können leider diesmal nur acht Mitglieder teilnehmen. Also bitte gleich anmelden – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Anmeldung an: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org

(Mit lieben Grüßen: Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Do, 23.10.2025

Und auch die Büchergilde wurde 2025 geehrt ... Fein!

Die Deutschen Verlagspreise 2025 auf der Buchmesse verliehen

Auch auf der Buchmesse in Frankfurt wurden im Beisein von Staatskulturminister Wolfram Weimer die Deutschen Verlagspreise in insgesamt vier ehrenden Kategorien vergeben: als Spitzenpreise, Gütesiegel, Nachhaltigkeitspreis und undotiertes Gütesiegel (für Verlage über der Umsatzgrenze). Die Spitzenehrungen (dotiert mit 50.000 Euro) gingen an den Konkursbuch Verlag, am März und Unrast. Unter den Gütesiegel-Geehrten (18.000 Euro) befindet sich unter anderem die Büchergilde Gutenberg. Der Preis fördert mittlere und kleine unabhängige Verlagshäuser, die laut Aussage von Wolfram Weimer die Vielfalt in der deutschen Editionsszene aufrechterhalten. Allen Geehrten sei von Herzen gratuliert! Es wurde in Frankfurt zünftig gefeiert. Die vollständige Liste findet sich hier.

(André Schinkel/Pressemiteilung)

Mi, 22.10.2025

Die Herbstausgabe der "Wandelhalle" ist erschienen.

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die Wandelhalle (Ausgabe 2/2025), das Periodikum der Gesellschaft der Bibliophilen e. V., der ältesten Bibliophilen-Gesellschaft in Deutschland, ist unter der bewährten Redaktionsführung von Silvia Werfel erschienen. Das Heft, das zweimal jährlich (für Mitglieder der GdB kostenfrei und ansonsten für lässige 10 Euro pro Jahrgang zu haben) aufgelegt wird, versammelt wieder eine Reihe Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Welt des schönen Buchs auf 48 Seiten. Im Editorial gibt die langjährige Vorsitzende der Gesellschaft, Frau Dr. Annette Ludwig unter dem Beititel Konstante mit Varianz einen Vorausblick auf die nächste Jahrestagung der GdB, die vom 07. bis 10. Mai 2026 in der documenta- und Grimm-Weltstadt Kassel stattfinden wird, und mit der anvisierten Tagung läuft zugleich eine Versuchsanordnung mit, das zweite Mai-Wochenende für die Bibliophilentage fest zu etablieren. Und im Anschluss gibt sich Silvia Werfel selbst die Ehre mit einem wunderbaren Rückblick auf das 2025er Jahrestreffen im Bamberg, das im Zeichen von E. T. A. Hoffmann und Paul Maar stand und flankiert von einem reichen Bilderbogen an Eindrücken keine Wünsche übrig lässt. Dem folgt in der Rubrik Aus anderen Gesellschaften der Rückblick auf die Jahrestagung der DEG in Memmingen. Auch wird das DEG-Jahrbuch 2025 vorgestellt, und im ersten Beitrag der Rubrik Bibliophile Notizen geht es gleich noch einmal um das Exlibris: eine Lithografie von Wilhelm Behrens für Ernst von Mirbach-Harff aus der Sammlung Dr. Blum ... Weiter widmet sich das Heft einer bis dato unbekannten Einbandkünstlerin: Marie J. S. Ostermann, ferner Lovis Corinth wie auch Otto Rohse – und Marc Strehler schreibt über das Glück des Sammelns. Die Ausgabe endet mit den Lesefrüchten, dem Nachruf auf Hansgeorg Schmidt-Bergmann sowie der Einladung, noch am Freundschaftsalbum für die Anna Amalia mitzuwirken. Ganz am Schluss gibt es Hoteltipps für Kassel (s. o.) und einige Personalia für die GdB. Wieder ein wunderbar gefülltes, üppiges Heft. 

(André Schinkel)

Di, 21.10.2025

Im Jahre 2025 findet der "Tag der Bibliotheken" zum 30. Mal statt. Zahlreiche Büchereien beteiligen sich.

„Tag der Bibliotheken“: 24.10.2025

In diesem Jahr findet der Tag der Bibliotheken nun schon zum 30. Mal statt! Zu diesem Jubiläum bieten viele Bibliotheken wieder zahlreiche Veranstaltungen für ihre Besucher*innen an. Einen besonderen Grund zum Feiern haben die Städtischen Bibliotheken Dresden, die am 24.10. den Preis als Bibliothek des Jahres 2025 verliehen bekommen. Zu diesem Anlass kann die Bibliothek z. B. mit der Taschenlampe erkundet werden ... und auf dem „grünen Pfad“ lassen sich die Angebote zum Thema Nachhaltigkeit entdecken. Und am 27.10.25 erhält die Stadtbibliothek Siegburg den Preis Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen 2025 und feiert das mit einem kleinen Festival, das am Tag der Bibliotheken beginnt. Dabei kann man unter anderem einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen der Bibliothek bekommen. Außerdem wird das Projekt Bücherecke aus dem Knast vorgestellt, eine Kooperation mit der JVA Siegburg. Die Janusz-Korczak-Bibliothek in Berlin organisiert zum Thema Banned Books in den USA eine öffentliche Lese-Chor-Veranstaltung. Die Stadtbibliothek Saarbrücken bietet Trickfilmworkshops, eine Rätseljagd durch die Bibliothek sowie einen Workshop zum Thema Zeichne deinen eigenen Comic an. Bei den Stadtbüchereien Düsseldorf gibt es einen Schnuppertag, bei dem an einem Live-Podcast teilgenommen werden kann, ein Buch-Talk stattfindet sowie Einblicke ins Musikstudio oder den KI-Kiosk gewährt werden. Auch wissenschaftliche Bibliotheken beteiligen sich am Tag der Bibliotheken – so die Unibibliothek Essen, die Bibliotheken der Stiftung Bauhaus Dessau und der Hochschule Anhalt. Die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg gewährt Einblicke zum Thema Künstliche Intelligenz. Und auch die Bibliothek des Leibniz-Zentrums für Archäologie in Mainz lädt ein. Ein guter Tag für das Buch!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 20.10.2025

Jahrestreffen zum Jubiläum 2026 der Pirckheimer-Gesellschaft

In der Mitgliederversammlung 2025 in Hannover wurden zwar einige Orte als Wunsch in die Diskussion geworfen, es fanden sich aber keine Organisatoren. Somit wurde die Entscheidung in die Hände des Vorstands gegeben – der legte zeitnah los und kann nun seine Wahl für 2026 verkünden. 

Nach einigen Sondierungen und Rücksprachen hat sich Hans Rabenbauer (der Schatzmeister und damit Mitglied des Vorstands unserer Gesellschaft) dazu bereit erklärt, diese überaus anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen – gerade für 2026, in dem die Pirckheimer das 70-jährige Jubiläum der Gründung als Gesellschaft feiern, eine besonders spezielle Aufgabe. Dementsprechend ist der nun gewählte Ort ein ganz besonderer: Nürnberg – die Heimat Willibald Pirckheimers (1470–1530), und ein frühes Zentrum von Renaissance, Humanismus, der Druck- wie Bildenden Künste zumal. 

Vielen Dank an Hans Rabenbauer für die bevorstehende Arbeit im Namen der ganzen Gesellschaft!

Jahrestagung der Pirckheimer-
Gesellschaft 2026 in Nürnberg:
Vom 11. bis 13. September 2026
in W. Pirckheimers Heimatstadt.

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

So, 19.10.2025

Eine der schönsten Lieben der Welt: Vitrinenausstellung zur Bibliophilie im DHM in Berlin

Und im Anschluss ab Ende Oktober: Vitrinenausstellung zu diversen Schadensbildern von Büchern

Vitrinenausstellung zur Bibliophilie: Zwischen der Langen Nacht der Museen (30.08.2025) und dem Tag der Bibliotheken (24.10.2025) zeigt die DHM-Bibliothek eine Vitrinenausstellung zur Bibliophilie (Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 02, 10117 Berlin). In der gezeigten Präsentation erfährt man, welche Eigenschaften eine bibliophile Person auszeichnet, seit wann es das Phänomen des Büchersammelns gibt und welche Gründe Buchliebhaber dazu animieren, eine eigene private Buchsammlung aufzubauen. Optisch sehr aufwendig gestaltete und unikale Objekte aus der Bibliothekssammlung legen Zeugnis über eine der schönsten Lieben der Welt – der Bücherliebe – ab. Die Ausstellung kann innerhalb der Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 09 bis 16 Uhr und Freitag 09 bis 13 Uhr besucht werden. Eine Führung durch die Ausstellung ist im Rahmen des Tags der Bibliotheken buchbar. Und das hat gute Tradition im DHM: Die Bibliothek präsentiert im Rahmen ihrer Öffnungszeiten in regelmäßigen Abständen besondere Stücke aus ihrer Sammlung. So ist auch bereits die nächste Vitrinenausstellung angekündigt – sie widmet sich ab Ende Oktober allen Sachverhalten zum Thema Schadensbilder von Büchern. „Ab Oktober 2025 sind dort Bücher zu sehen, die verschiedene Schadensbilder aufweisen. Anhand von kaputten Einbänden und Schäden in den Bänden selbst wird gezeigt, wie solche Mängel entstehen, welche Maßnahmen im Vorfeld ergriffen werden können, um diese zu vermeiden und welche Schritte unternommen werden können, um Schäden zu beheben. Die Ausstellung soll ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig ein umsichtiger Umgang mit Büchern sowohl im Privatbereich, als auch in einer Kulturgut bewahrenden Einrichtung, wie die des DHM, ist.“ Alle Schau-Informationen dazu finden sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Die Jugendliteraturpreise 2025 auf der Buchmesse verliehen

„Bücher, die Mut machen“ standen bei der diesjährigen Verleihung der Jugendliteraturpreise im Rahmen der Buchmesse in Frankfurt am Freitag im Zentrum und auf der Agenda: Mut machend in einer unübersichtlichen und brodelnden Zeit. Bundesfamilienministerin Karin Prien überreichte die Auszeichnungen in insgesamt fünf regulären und zwei Sonder-Kategorien. Ausgezeichnet wurden Berta Paramo und die Übersetzerin Stefanie Kuballa-Cottone für ihr Buch Läuse. Handbuch zum Überleben auf Menschen in der Sachkategorie. Desweiteren wurden Jens Rassmus (im Ressort Bilderbuch) für Regentag und Karen Köhler mit Himmelwärts (Sparte Kinderbuch) geehrt. Auch wurden ausgezeichnet: Sarah Jäger, Dirk Reinhard und Maren Amini. Ja, und schließlich wurde noch ein Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration verliehen. Die Extra-Ehrung wurde an Antje Damm vergeben, deren Bücher, am bekanntesten wohl Frag mich!, als stilbildend anzusehen sind. Mut machen in wackliger Ära, das ist aller Ehren wert. Glückwunsch an die sieben Gepriesenen!

(André Schinkel)

Sa, 18.10.2025

6. BuchKunstSalon hat begonnen

Gestern begann in Aschaffenburg der 06. Buchkunstsalon, den Susanne Theumer, Bernhard Hench und Frank Eißner in der Coronazeit begründeten und der eine Alternative zu den großen Messen bietet: In kleinem Ambiente bieten Buch- und Grafikenthusiasten und -enthusiastinnen ihre Werke und Arbeiten an. Die kleine Metropole im nordwestlichen Zipfel Bayerns an Main und Aschaff scheint für eine solche Aktion geradezu prädestiniert – überschaubar, und doch ist alles vorhanden von der Infrastruktur bis zur großen Geschichte und Kultur. Noch heute und morgen bis in den frühen Abend empfangen die Ausstellerinnen und Aussteller ihre Sammler, Käufer und sonst sich Interessierenden im Herzen der mainfränkischen Stadt. Die kleine, feine Messe ist dabei flankiert von einem nicht unerheblichen Kulturbeiprogramm: mit Theater, Musik und Aktionen. An zwei Orten, deren Zentromer das Café Krèm Bernhard Henchs, der sich als Magnet und gute Seele für die Kulturschaffenden nicht nur seiner Region erwiesen hat, bildet, ist alles konzentriert auf das bibliophile und/oder schönst gebundene Buch, edle Kalender, Originalgrafik und -zeichnungen ... Und die Kundschaft der Eingeladenen weiß das familiäre und zugleich professionelle Engagement in Aschaffenburg zu schätzen. Das alles ist für kleinen Eintritt zu haben: nur 3 Euro kostet die Karte, und die Türen zum buch- und grafikschönen Glück öffnen sich ... das kann man ja mal versuchen, in Leipzig oder Frankfurt für diesen Obolus sich bis zu den Buchkunstständen durchzukämpfen ... Und es wird auch 2025 viel geboten, neben den Protagonisten sind in diesem Jahr wieder eine Reihe illustrer Künstlerinnen, Künstler, Herausgeber und Editionen vor Ort: Andrea Ackermann sowie Claudia Richter, Inka Grebner, Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg ... die edition sonblom, der Verlag Thomas Reche, die edition wasser im turm.berlin, Martin Lang, John Gerard, Rollbuch und The Bear Press. Die Karten gelten für beide Salon-Orte, die in der City unmittelbar in Nachbarschaft sind: Riesengasse 10 und Herstallstaße 20. Heute bis 19, morgen bis 17 Uhr. Hingehn!

(André Schinkel)

Fr, 17.10.2025

Hochdruckpartnerkalender 2026 – ab 18.10.2025 in Leipzig erhältlich. Präsentation bei HDP um 17 Uhr.

Hochdruckpartnerkalender 2026

Die Galerie+Werkstatt hochdruckpartner lädt zur Präsentation des originalgrafischen Kalenders hochdruckpartner und Gäste 2026 am 18.10. um 17 Uhr in ihren Räumen (Lützner Straße 85, 04177 Leipzig) in die Boomtown an der Pleiße ein. „Am Samstag, dem 18. Oktober 2025 erscheint zum 19. Mal unser originalgrafischer Hochdruck-Kalender. Daran wirken mit: Hans Bote, Niklas Dietzel, Leon Friederichs, Bettina Haller, Hanneke van der Hoeven, Jonas Liesaus, Felix Lorenz, Jan Vičar und wir Hochdruckpartner – alle Blätter wurden exklusiv für den Kalender gestaltet und gedruckt.“ Der Druck der Kalenderauflage (180 Exemplare zuzüglich 24 Belegexemplare für die beteiligten Künstlerinnen und Künstler) erfolgte durch hochdruckpartner an den Kniehebelpressen bzw. der Andruckpresse Grafix in der eigenen Werkstatt. Und: Komplettiert wird der Kalender durch ein originalgrafisches Deckblatt, die Monatsblätter hinter den Grafiken sowie ein Informationsblatt mit Künstlernamen, Titeln und Angaben zur Technik. Natürlich sind alle Hochdrucke von Hand signiert und nummeriert. Das Papierformat der Grafiken beträgt 36 x 29,7 cm, mit Kalendarium hat der Kalender eine Gesamtgröße von 45 x 29,7 cm. Der Preis: 220 Euro (zuzüglich Versandkosten). „Wir freuen uns schon auf Ihr Interesse ... und Ihre Bestellung!“ Alle HDP-Infos unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 16.10.2025

Alle Jahre wieder öffnet die Buchmesse in Frankfurt ihre Pforten für das Büchervolk. | © Marc Jacquemin

Buchmesse in Frankfurt eröffnet

Am Mittwoch wurde die Frankfurter Buchmesse 2025 in den Messehallen der Stadt am Main, nachdem es bereits zuvor den Preisregen mit dem Deutschen Buchpreis für Dorothee Elmigers Roman Die Holländerinnen gab, für das Fachpublikum eröffnet. Die weltgrößte Bücherschau läuft bis zum Sonntag, ab morgen ist die Messe auch fürs interessierte Publikum zugänglich. Insgesamt werden mehr als 1.000 Autorinnen, Autoren und Sprecher auf 15 Bühnen erwartet, die über 500 Stunden Programm bieten. Auch wird jede Menge Prominenz durch die Hallen pilgern. Es sind Aussteller aus 92 Ländern und Fachbesucher aus 140 Ländern vor Ort, auch das Segment Buchkunst wird bedient, von den Pirckheimern ist u. a. die Edition Hibana in Frankfurt. Neu ist, dass es in der Festhalle die Möglichkeit gibt, Autorinnen und Autoren zu treffen und sich ihre Bücher signieren zu lassen. Allein dafür werden 20.000 Fans erwartet. Großer Bahnhof für die Literatur as every year! 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 15.10.2025

"Das neue Versteck" – Ausstellung in Röderhof (Huy) mit Arbeiten der beiden aktuellen Stipendiatinnen.

In Röderhof: „Das neue Versteck“

Sage keiner, im Harzvorland wäre nix los: Seit vielen Jahren arbeitet in Röderhof im Huygebirge ein Kunstverein unerschrocken an seinen Träumen und Visionen, macht Ausstellungen, Symposien und vergibt v. a. sechs Stipendien im Jahr an Künstlerinnen und Künstler: Franca Bartholomäi war da, Wiebke Elzel, Wieland Krause, aber auch Autoren wie Ingo Schulze und André Schinkel ... Für den Sonntag lädt der Verein um Ingund und Olaf Wegewitz kraft seines Vereinsvorsitzenden Martin Hentrich in die alte Brauerei unterhalb von Kloster Huysburg (Gut 50, 38838 Röderhof) ein: 19.10., ab 15 Uhr. Gezeigt werden die Arbeiten der aktuellen Stipendiatinnen Katja Windau und Susanne Ostwald. Zu sehen sind diese bis zum 28.11., immer am Sonntag von 14 bis 17 Uhr. Da das Haus im Winter geschlossen ist, handelt es sich um den Saisonabschluss in Röderhof. Und wer einmal da ist: Halberstadt liegt mit Gleimhaus, Dom, Domschatz sowie Buchardikirche gleich um die Ecke. 

(Kevin Konopke/Pressemitteilung)

Di, 14.10.2025

tgm lädt zu Vortrag mit Kathrin Kunkel-Razum in München ein

Die Typographische Gesellschaft München e. V. (Schumannstraße 09, 81679 München) lädt gemeinsam mit Dr. Christoph Draxler, Sprachwissenschaftler an der Münchner LMU und aktives tgm-Mitglied, ein zu einem Abend mit Dr. Kathrin Kunkel-Razum, der langjährigen Leiterin der Duden-Redaktion und einer der prägenden Stimmen der deutschen Gegenwartssprache, zu einem Abend zum Thema Sprachkultur in motion am 30.10.25 um 19 Uhr in der LMU oder via Online-Stream. Woke, Klimakleber, Zeitenwende? Wir sprechen darüber, wie Sprache Normen setzt, welche politischen und gesellschaftlichen Diskussionen sich in einem Wörterbuch zeigen. Ja, und warum es so faszinierend sein kann, wie Wörter kommen, gehen oder ganz plötzlich für Aufregung sorgen. Kathrin Kunkel-Razum ist Germa­nistin und gehörte der Duden-Re­daktion seit 1997 an. Als Chef­re­dak­teurin prägte sie maßgeblich die inhaltliche und gesell­schaftliche Weiter­ent­wicklung des Dudens. Unter ihrer Führung wurden zahl­reiche Neolo­gismen aufge­nommen, darunter Begriffe wie Klimakleber oder ChatGPT. Sie setzte sich insbe­sondere für eine sprachliche Öffnung in Richtung inklusiver und gend­er­ge­rechter Sprache ein, was gesell­schaftlich stark diskutiert wurde. Darüber hinaus war sie lang­jähriges Mitglied im Rat für deutsche Recht­schreibung. Alle Infos zur Veranstaltung im Hörsaal A 014 im LMU-Hauptgebäude am Geschwister-Scholl-Platz gibt es hier.  

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 13.10.2025

Neuhauser Kunstmühle lädt ein

Die Neuhauser Kunstmühle (Obere Hauptstraße 01, A-3192 Hohenberg) lädt zum nächsten Tag der offenen Tür am Samstag, den 25.10.2025, 10 bis 16 Uhr herzlich ein. Elisabeth und Nikolaus Topic-Matutin führen durch die Werkstatt, geben Einblick in nahezu alle seit 1996 entstandenen Editionen, sie stellen vor allem auch die Werke vor, die sie gemeinsam mit dem Verein DruckKunst in letzter Zeit verwirklicht haben: Laser, Plotter, Fine art printer und andere digitale Werkzeuge verbinden sich mit den traditionellen Drucktechniken zu einer neuen Qualität. „Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“, heißt es in der Einladung. Den direkten Kontakt nach Niederösterreich gibt’s hier.

(André Schinkel)

Franckesche Stiftungen: erneuter 'Welterbe-Anlauf'.

Zweiter Anlauf für das Welterbe

Seit 1999 stehen sie auf der Tentativliste, ein erster Antrag wurde 2016 zur Prüfung und Bearbeitung noch einmal zurückgenommen; nun aber scheinen die Chancen nicht schlecht zu stehen, dass es in einem weiteren Anlauf klappt – der Welterbe-Titel für die Franckeschen Stiftungen zu Halle. So teilt es die neue Stiftungsdirektorin der ehrwürdigen Schulstadt, die mit ihrer Philosophie in die ganze Welt ausstrahlte und zu den bedeutenden Aushängeschildern der Kulturstadt an der Saale gehört, Frau Dr. Marianne Schröter, heute mit. Und auch wenn der Weg dahin sicher langwierig sein wird, so seien dem Bildungskosmos, den die Stiftungen, die Mitglied unserer Gesellschaft sind, darstellen, für einen guten Ausgang bei der UNESCO-Entscheidung einst alle Daumen gedrückt!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 12.10.2025

Der brandneue Newsletter der FISAE (518) würdigt u. a. die jüngste Ausgabe der "Marginalien" (Heft 258).

Marginalien im FISAE-Newsletter

In seinem soeben versandten FISAE-Newsletter 518 würdigt Klaus Rödel einmal mehr das neu erschienene Heft der Marginalien (Ausgabe 258, 2025/3) und bringt neben dem Inhaltsverzeichnis auch das Editorial von Redaktionsleiter Till Schröder in zehn Sprachen. Und neben einer reichen Auswahl Bilder aus der Nummer wird auch explizit die Originalgrafische Beilage mit vier teils fein kolorierten Holzschnitten Peter Zaumseils, gedruckt von Bettina Haller, gewürdigt, im Fall von Rödels Exemplar ist das das Blatt Baumgruppe (in der Abbildung der Druck oben rechts). Weiter berichtet der mit 32 Seiten diesmal recht umfängliche Newsletter von der 12. Welttriennale für Druckgrafik, die von September bis November in Chamalières und in 11 weiteren Partnerstädten stattfindet und in deren Zentrum die Exposition in der Städtischen Kunstgalerie, die dem gravierten Werk von Pierre Soulages gewidmet ist, steht. Und ein Porträt Olli Ylonens im Dschungel findet sich, während der Triennale in der Mittelalterburg Malbork samt Herzchen aufgenommen. Fein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 11.10.2025

Hat nicht geningelt, aber trotzdem gewonnen – der Literaturnobelpreis für 2025: László Krasznahorkai.

Literaturnobelpreis für László Krasznahorkai u. a. gute News

Dieses Mal sind es zwei gute Nachrichten hintereinander: Nach der gestrigen Verkündung des Friedensnobelpreises braucht man das Ende der Aufklärung noch nicht mit dem Gedanken an jene gruselclownesken Einforderungen verbinden, die durch das Mediendickicht schipperten – noch nicht, wie gesagt. Und dass László Krasznahorkai, wie wir seit zwei Tagen wissen, den diesjährigen Literaturnobelpreis enthält, ist in gewisser Weise die Bestätigung eines in der Welt noch möglichen besseren Trends: Einen Ungarn hatte mancher in diesem Jahr sicher auf der Liste, aber womöglich nicht Krasznahorkai. Der aus Gyula an der Grenze zu Rumänien (aus dem auch der Vater Dürers nach Deutschland dereinst kam) stammende Autor hat seit Satanstango (1985) sein in der Tradition von Kafka und Bernhard gesehenes Werk konsequent vorangetrieben, zuletzt erschien von ihm auf deutsch die Erzähltrilogie Im Wahn der Anderen mit Zeichnungen von Max Neumann (S. Fischer 2023). Ein mehr als würdige Wahl, reiht sich doch der Erzähler damit endgültig in die Phalanx der großen ungarischen Erzähler, unter denen er nach Imre Kertész (2002) der zweite Nobelgeehrte ist, ein. Und ein Appell an die Leidenschaft in der Kunst und die Aufrichtigkeit in den Dingen. Gut.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 10.10.2025

Volker Stelzmann: "Prometheus", 1982, Radierung auf Büttenpapier – Teil der "Prometheus"-Mappe.

„Panik im Olymp“: Vortrag in Jena

Roland Rittig spricht heute um 18.30 Uhr in der Kunstsammlung Jena (Markt 07, 07743 Jena) über das legendäre Mappenwerk Prometheus 1982 – das zunächst im Auftrag des Kulturbunds der DDR entstand und dann in Ungnade fiel und verboten wurde. Es enthält Texte und Grafiken der Crème de la Crème der damaligen Szene: mit Arbeiten von Willi Sitte bis Werner Tübke und Texten von Volker Braun bis Wilhelm Bartsch. Die Mappe entstand anlässlich des 150. Todestags Goethes. Im Rahmen der Ausstellung So viel Silber im Grau soll ein Vortrag des Initiators die Mappe in den Fokus rücken. Im Anschluss besteht die Möglichkeit zu einem Besuch in der Ausstellung. Rittig war viele Jahre Lyrikdozent an der halleschen MLU, zu seinen Schülern gehörten u. a. Ralf Meyer und André Schinkel, er lebt in Zeitz und machte sich um die Wiederentdeckung Ernst Ortlepps verdient. Anmeldungen zu Vortrag wie Besuch der Schau werden unter der Nummer (03641) 498250 erbeten.

(Othmar Kasulke/Pressemitteilung)

Do, 09.10.2025

Die DEG schreibt Wettbewerb für Jahrestagung aus. Eingereicht werden können Exlibris & Kleingrafiken.

DEG schreibt zur Jahrestagung in Wetzlar 2026 einen Wettbewerb für Exlibris und Kleingrafik aus

Zur Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. 2026 in Wetzlar schreibt die DEG einen Exlibris- und Kleingrafik-Wettbewerb aus. Die Grafiken sollen bis zum 27.03.2026 eingesendet werden an: Joachim Schlosser, Viersener Straße 123, in 41063 Mönchengladbach, joachim47@t-online.de. Es können maximal sechs Exlibris oder andere Kleingrafiken eingereicht werden, die zwischen dem 01.01.2025 und dem Einsendeschluss entstanden sind, gegebenenfalls in Absprache zwischen Künstler und Eigner. Die Blätter (alle Drucktechniken sind erlaubt, Maße maximal bis zur Papiergröße DIN A4) bitte – ohne Trägerpapier – auf der Rückseite mit Bleistift beschriften (Name, Land, Titel, Technik und Jahr). Sämtliche Informationen zum Procedere finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)