Pirckheimer-Blog

Mo, 23.03.2026

Zum Erfolg der Pirckheimer auf der Buchmesse 2026 trugen auch die "Bücherkinder" mit ihrer Lesung bei.

Großer Erfolg der Bücherkinder auf der Leipziger Buchmesse 2026

Der Auftritt der Bücherkinder Brandenburg am vergangenen Samstag, 21.03., auf der Leipziger Buchmesse war wieder ein feiner Erfolg. Um 15 Uhr traten die jungen Schreiberinnen und Schreiber sowie Künstlerinnen und Künstler in Begleitung ihres Mentors und Begründers der Bücherkinder-Gruppe, Pirckheimerfreund Armin Schubert, in Halle 5 der großen Frühjahrsmesse in Sachen Buch und Literatur in Leipzigs Nordosten zur Präsentation ihres neuesten Buchs Vom Mehrwert des Einhorns, das Ende letzten Jahres (unter anderem begleitet von einer Arbeit Angela Hampels) erschien, vor gut gefülltem Auditorium an. „(D)ie Lesung der Bücherkinder Brandenburg auf der Leipziger Buchmesse ist außerordentlich gelungen und von einem großen Publikum mit viel Beifall bedacht worden“, so beschreibt Armin Schubert die Messe-Veranstaltung. „Am Ende der Lesung bekamen die Kinder Buchgeschenke der Pirckheimer-Gesellschaft, und es wurde in Vorfreude darauf hingewiesen, dass der arte-Dokfilm zum Einhornprojekt am 19. April 2026 um 16.45 Uhr über den Sender arte-TV laufen wird.“ Durch den Film wird die kreative Arbeit der Bücherkinder auch im Nachbarland, im Musée de Cluny in Paris, wo sich der berühmte Einhornsaal befindet, zu Ehren kommen (der Blog berichtete). Und vielleicht wird es möglich sein, in der Gotthardtgemeinde in Brandenburg an der Havel, wo sich der Brandenburger Einhornteppich befindet, der die Kinder bei ihrer Arbeit inspirierte, so eine Art Public Viewing zu organisieren, wenn der Film zum Mythos des Fabelwesens ausgestrahlt wird. Das jedenfalls würde den Bücherkindern der Stadt und natürlich auch Armin Schubert, der im letzten Jahr für seine Arbeit ausgezeichnet wurde, gefallen. Gleichsam am Buchmessesamstag hatte zudem Antiquar Wolfgang Neubert aus seinen Memoiren gelesen. Diese waren als exklusive Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft für das Jahr 2025 erschienen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 22.03.2026

Berlin-Charlottenburg: Ausstellung "Käthe Kollwitz und das Theater" – bis zum 03. Mai 2026 im Schloss.

„Käthe Kollwitz und das Theater“

Das Käthe-Kollwitz-Museum Berlin eröffnet im ehemaligen Theatergebäude des Schlosses Charlottenburg (Spandauer Damm 10, 14059 Berlin) eine neue Perspektive auf das Leben und Werk einer der bedeutendsten deutschen Künstlerinnen: Mit der Sonderausstellung Käthe Kollwitz und das Theater rückt ein bislang wenig beleuchtetes Thema in den Fokus – die Theateraffinität von Käthe Kollwitz (1867–1945) sowie ihrer Familie. Die Ausstellung ist seit dem 21. Februar und bis zum 03. Mai zu sehen und beleuchtet den Einfluss der Bühnenkunst auf das Leben und Werk von Käthe Kollwitz. Die Exposition umfasst mehr als 100 Exponate von 17 teils hochrenommierten Leihgebern, sie schließt eine dreijährige Forschungsarbeit der Kollwitz-Spezialistin Annette Seeler ab, die in Zusammenarbeit mit dem Museum durchgeführt wurde. Es erschien gleichzeitig ein Katalog. Sämtliche Infos zur Schau, auch zum Begleitprogramm der Ausstellung, finden sich hier. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 21.03.2026

Bücherkinder: Einhorn-Film seit dem 20.03. in der Arte-Mediathek

Große Reminiszenz für eine Legende: Die Dokumentation Das Einhorn. Kulturgeschichte einer Sehnsucht ist seit gestern, 20.03.2026, in der Mediathek von arte abrufbar. Ihr Regisseur Mathias Frick geht in der Reportage der Symbolhistorie des wohl berühmtesten aller Fabelwesen auf eine bestechende Weise nach: Seinem Wurzeln im Glauben (dem es, zumindest in der Bibel, wohl einer Fehlübersetzung entspringt) wie im Träumen der Menschen, seinen natürlichen Vorbildern, seiner Ambivalenz, Würde und seinem Eingang in die Alltagskultur. Stars des Films, neben der Kreatur der Erwägung selbst: u. a. die Tapisserie, der Einhornteppich aus St. Gotthardt in Brandenburg, die Ausstellung zum Thema im Museum Barberini in Potsdam, der weltberühmte Einhornsaal in Cluny. Und natürlich die Brandenburger Bücherkinder samt ihrem langjährigen Mentor, Pirckheimer-Freund Armin Schubert, die dem Tier ein ganzes Buch widmeten: Vom Mehrwert des Einhorns, und heute auf der Leipziger Buchmesse eben dieses präsentieren: um 15 Uhr in Halle 5, Bühne E604. Wunderbare Sache. Toller Film. Unbedingt anschaun. Und weitersagen! Und zur Lesung hingehn!

(André Schinkel)

Fr, 20.03.2026

DEG-Tagung: Last Call to Wetzlar

Die 77. Jahrestagung der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. findet vom 07.05.2026 bis 09.05.2026 in Wetzlar statt. „Nach 2019 findet zum zweiten Mal unsere Jahrestagung in der Optik- und Goethestadt statt. Wetzlar liegt sozusagen in der Mitte Deutschlands, etwa 90 Kilometer nördlich von Frankfurt. Vom Tagungsort, den großen Räumen im Michel Hotel, sind es nur wenige Meter ins Zentrum mit der schönen Altstadt.“ Die DEG verweist darauf, dass die Anmeldefrist in Kürze verstreicht: „Bitte melden Sie sich spätestens bis zum 31. März 2026 an bei: Matthias Wenger, Am Hainberg 13, 35585 Wetzlar oder per Email: matthiaswenger1960@gmail.com ...“ Es wäre auch zu beachten, dass die Bezahlung der Anmeldegebühren bis 31. März 2026 vorzunehmen ist. Alle Informationen dazu wie auch zur Tagung sowie zum DEG-Tagungsprogramm finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 19.03.2026

Mechthild Lobisch in der Galerie Bausmann in Halle an der Saale

Vom 13. März bis zum 10. April 2026 zeigt die Galerie Erik Bausmann (Martha-Brautzsch-Straße 13, 06108 Halle an der Saale) Arbeiten einer Nestorin der deutschen Einbandkunst, von Mechthild Lobisch (1940–2025). Lobisch leitete von 1995 bis 2006 das Studienfach Konzeptkunst Buch an der halleschen Kunsthochschule und prägte so eine Reihe Buchkünstlerinnen. Sie war außerdem als Zeichnerin, Fotografin und Schöpferin von Rauminstallationen aktiv. Für ihr Werk wurde sie unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis sowie dem Gautinger Kulturpreis geehrt. Wie zwei ihrer Schülerinnen, Claudia Richter und Rita Lass, war die Künstlerin Meisterin der Einbandkunst (MDE). Die Galerie, die 2019 von Mainz nach Halle umzog, ist Mi bis Fr 10 bis 14 Uhr geöffnet.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 18.03.2026

32. Leipziger Antiquariatsmesse

In Kooperation mit der Leipziger Buchmesse findet vom 19. bis 22. März auch die 32. Leipziger Antiquariatsmesse auf der Neuen Messe der Pleißemetropole (Messe-Allee 01, 04356 Leipzig) in der Messehalle 5 (gleich beim Besucherparkplatz gelegen) statt. Die Messe in der Messe ist vom Donnerstag bis zum Sonntag 10 bis 18 Uhr geöffnet und bietet zugleich in der Zeit ein eigenes Veranstaltungsprogramm an. Organisatorisch verantwortlich ist abook.de unter der Ägide von Marianne Fleischer Bartsch –: „abooks.de ist bekannt als langjährige Veranstalterin der Leipziger Antiquariatsmesse. Nach den Jahren der Pandemie und dem unerwarteten Tod des Firmengründers, Detlef Thursch, waren wir froh, wieder auf der Buchmesse präsent sein zu können. Nun musste sich abooks.de wieder neu aufstellen und ist mit dem Firmensitz nach Berlin gezogen. Die Verbindung des Vergangenen mit der Gegenwart, das Erhalten unseres gedruckten Erbes, der Schrift-, Druck- und Buchkunst ist eine wichtige Aufgabe der Antiquariate. Dies im heutigen Literaturbetrieb und Buchmarkt sichtbar zu machen, ist die Aufgabe, die sich abooks.de gestellt hat. Welchen besseren Platz könnte es dafür geben als die Leipziger Buchmesse? Wir freuen uns auf Ihren Besuch!“ An den 30 Ständen der Antiquariatsmesse ist man auf der Suche nach dem schönen und alten Buch bestens aufgehoben. Kompetente Antiquarinnen und Antiquare stehen dem interessierten Publico gern zur Seite. Die Messe verfügt über einen eigenen Garderobenbereich, das Messecafé ist um die Ecke. Interessant, auch in Pirckheimer-Hinsicht, zudem die Veranstaltungen: Am Donnerstag um 16 Uhr ist Hans-Jürgen Wilke zu Gast und berichtet über seine Zusammenarbeit mit Konrad Felixmüller. Und am Sonnabend um 15 Uhr liest Wolfgang Neubert, als Antiquar der Antiquariatsmesse viele Jahre verbunden, aus seinem Buch 50 Jahre unterwegs mit Büchern. Erinnerungen eines Antiquars und Sammlers, das Ende 2025 als exclusive Jahresgabe der Pirckheimer-Gesellschaft erschienen ist.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 17.03.2026

Die "Leipziger Buchmesse" lädt vom 19. bis 22. März 2026 in die Stadt an der Pleiße ein ... Natürlich sind auch diesmal die Pirckheimer & Bücherkinder dabei.

Es ist soweit: Leipziger Buchmesse

Vier Tage, vom 19. bis 22. März 2026, präsentieren sich in den Messehallen (Messeallee 01, 04356 Leipzig) auf der Leipziger Buchmesse Autorinnen und Autoren mit ihren Novitäten, Verlage und Dienstleister die ganze Welt der Bücher. Diese Welt der Bücher wäre jedoch unvollständig, wenn nicht auch Buchkünstler, Illustratoren und die Sammler all dieser schönen Dinge in Leipzig dabei sind. Traditionell sind auch die Pirckheimer mit einem eigenen Stand vertreten. In diesem Jahr ist er in Halle 5, Stand C104 unter dem Dach von Buchkunst und Grafik, und ab diesem Jahr nahe dem Antiquariatsbereich, zu finden. Bei den Pirckheimern ist die Vorfreude groß, in diese Welt ums Buch einzutauchen und den Blick der hoffentlich vielen Besucher speziell auf Buchkunst und Bibliophilie zu lenken. Alle Informationen zur Leipziger Buchmesse gibt es hier unter diesem Link. Auch die Bücherkinder sind wieder im Programm: Vom Mehrwert des Einhorns. Das mythische Wesen in der Kunst, am Buchmessesamstag, 15 bis 15.30 Uhr. Außerdem: Für jedes Mitglied, das unseren Stand besucht, gibt es vielleicht eine kleine Überraschung. Herzlich willkommen in Leipzig!

(Robert Grieger)

Mo, 16.03.2026

Dem Grafiker, Illustrator, Maler Frans Masereel ist im französischen Épinal eine Retrospektive gewidmet.

Frans-Masereel-Schau in Épinal

Un art entre révolte & rêverie – heißt die vielbeachtete Ausstellung zum Werk des großen flämischen Künstlers Frans Masereel (1889–1972), die seit dem 14. Februar und bis zum 20. September im Musée de l’Image in der Ville d’Épinal (am 42 Quai de Dogneville, F-88000 Épinal) in den Vogesen (GE) im Nachbarland Frankreich zu sehen ist. Masereel, der auch in Deutschland u. a. als Illustrator von Stefan Zweig und Romain Rolland hoch verehrt wird, ist auch durch sein leidenschaftliches Engagement für Humanismus zum Signet und zur Ikone geworden. Das Musée de l’Image ist Di bis Fr von 9.30 bis 12 und von 14 bis 18 Uhr geöffnet, an den Wochenenden von 10 bis 12 und 14 bis 18 Uhr. Eine innige Empfehlung Roger Vander Lindens, Pirckheimer und Vize der Masereel-Stiftung! 

(André Schinkel via Till Schröder)

Neu bei Hochdruckpartner: "Material versus Druck".

Hochdruckpartner: „Material versus Druck“-Schau bis 02.05.

Am Freitag, 13. März 2026 um 19 Uhr eröffnete bei Hochdruckpartner Werkstatt + Galerie die neue Ausstellung Material versus Druck mit experimentellen Arbeiten im Hochdruck von Eleonora Damme, Julienne Jattiot, Jonas Liesaus, Tanja Pohl und Stefan Stößel. Die Grafikpräsentation in den Hochdruck-Räumen, zu finden in der Lützner Straße 85, 04177 Leipzig, von Susann Hoch, Gabriele Sperlich, Stephanie Marx und Harald Alff im Leipziger Westen ist bis zum 02. Mai zu sehen: „Wir laden Sie herzlich ein und freuen uns auf Ihren Besuch!“ Die Material versus Druck-Ausstellung ist von Mittwoch bis Freitag von 14 bis 18 und an den Sonnabenden von 12 bis 17 Uhr geöffnet. Werkstatt und Galerie sind bekannt für ihre rege Ausstellungstätigkeit und den jährlich aufgelegten originalgrafischen Kalender Hochdruckpartner und Gäste. Zudem sind gleichzeitig zur Exposition im eigenen Haus die Arbeiten der vier Hochdruckpartner auf Reisen und werden in Kooperation mit dem Verein für Original-Radierung München e. V. und drei weiteren Beiträgern (Walter Amann, Wolfgang Schikora, Ulrich Zierold) des KingKongKunstkabinetts in der bayerischen Kapitale bis zum 06.04. gezeigt. Alle Infos und weiterführende Weblinks zu den Präsentationen finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Regionaltreffen Rhein-Main-Neckar im Hotel Krone.

Regionaltreffen in Hirschberg

 Die Regionalgruppe Rhein-Main-Neckar der Pirckheimer-Gesellschaft trifft sich Donnerstag, am 19. März 2026, im Hotel Krone (Landstraße 9–11, 69493 Hirschberg) um 19 Uhr zur ersten und Frühlingszusammenkunft in diesem Jahr. Wolfgang Vogel (slowtype) berichtet über sein aktuelles Projekt: Heinrich Heines Wintermärchen, illustriert und im Handsatz realisiert. Zuvor gibt es vor Ort einen Imbiss für alle Teilnehmenden. „Ich freue mich auf unser Wiedersehen und bitte um eine kurze Nachricht über Ihre Teilnahme. Die kurzfristige Einladung bitte ich zu entschuldigen. Mit herzlichen bibliophilen Grüßen“, schreibt Pirckheimerin Marita Hoffmann in ihrer Einladung. Es wird gebeten, sich unter ihrer Mail m.hoffmann@llux.de dazu zu melden bei Teilnahmeinteresse.

(André Schinkel)

So, 15.03.2026

15. März 2026: Tag der Druckkunst

Der Tag der Druckkunst findet am heutigen 15. März 2026 statt: Rund um diesen Tag können Künstlerinnen und Künstler, Druckwerkstätten, Museen, Hochschulen, Kunstvereine sowie andere Akteure zeigen, wie lebendig die gegenwärtige Druckkunst ist: von traditionellen Techniken bis zu den experimentellen Formen. Veranstaltungen wie Symposien und Kurse, Ausstellungen und Workshops, Vorführungen und viele andere Events konnten ab dem 01. Januar 2026 auf der dafür eingerichteten, hier verlinkten Website eingetragen werden. Der schöne Grund dafür: Am 15. März 2018 wurden die traditionellen Drucktechniken in das Bundesweite Verzeichnis des immateriellen Kulturerbes der Deutschen UNESCO-Kommission aufgenommen. „Ein Tag zum Feiern, finden wir!“, heißt es dazu bei den Initiatoren. Und weiter: „Deshalb findet immer am 15. März der Tag der Druckkunst statt. In einer Vielzahl von Veranstaltungen wird rund um diesen Tag bundesweit bis hin ins benachbarte europäische Ausland eindrucksvoll bewiesen, wie lebendig dieses Kulturerbe ist!“ Nahezu 400 Veranstaltungen wurden auf dem Portal der Website eingetragen. Auch im Bereich der Pirckheimer-Gesellschaft sind Events gemeldet: So erschien heute Vormittag der 05. Brandenburger Bilderbogen mit insgesamt 16 Beteiligten in der Galerie „Sonnensegel“ in Brandenburg an der Havel (der Blog berichtete). Organisiert wird der Tag vom Bundesverband Bildender Künstlerinnen und Künstler e. V., der die Belange von zirka 10.000 Künstlerinnen und Künstlern im Land vertritt. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 14.03.2026

Die 'Neuhauser Kunstmühle' schenkt Berlin ein Buch.

Erinnerung: Die Vorstellung der „Jahreszeiten“ von Marika Voss

Das Künstlerbuch Jahreszeiten von Marika Voss gelangte vor Kurzem als großzügige Schenkung der Neuhauser Kunstmühle an die Staatsbibliothek zu Berlin (SBB, Unter den Linden 08, 10117 Berlin), in deren Besitz es sich nun dauerhaft befindet. Am 19. März 2026 um 18 Uhr stellen die Künstlerin und Nikolaus Topic-Matutin, Pirckheimer und der Betreiber der Kunstmühle, dieses ganz besondere Buch vor. Die Berliner Künstlerin Marika Voss ist der in Niederösterreich (Obere Hauptstraße 01, A-3192 Hohenberg) ansässigen Kunstmühle eng verbunden und hat dort eine Reihe Werke gestaltet. Treffzeit und -punkt für alle Interessenten in der Staatsbibliothek ist spätestens 17.50 Uhr am Diensteingang links in der Säulenvorhalle vor dem Brunnenhof. Der Eintritt ist frei.

(Marina Fritzsche/Ninon Suckow)

Fr, 13.03.2026

Das neue Heft der "Marginalien" ist eben erschienen.

Marginalien: Heft 260 erschienen

Pünktlich im Vorfeld der Leipziger Buchmesse, die vom 19. bis 22. März in die Stadt an Pleiße, Parthe und Weißer Elster einlädt, ist die neue Ausgabe der Marginalien, Ausgabe 2026/1 (Heft 260) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei quartus erschienen. Die Nummer ist auf verschiedene Weise eine Ausgabe der Würdigungen und Rückblicke geworden, wie Chefredakteur und stellvertretender Vorstand der Gesellschaft, Till Schröder, gleich im Vorab-Editorial vermerkt: Zum Einen ist das genauso geplant und komponiert; zum anderen gebieten das die Geschehnisse in der Zeit. So ist das Heft auch eines des Gedenkens, Erinnerns und Nachrufens geworden: Gleich viermal wird die große Malerin und Grafikerin Núria Quevedo in der Ausgabe gewürdigt – die Spanierin, die viele Jahrzehnte in Berlin lebte, war verehrt und bewundert und auch einigen Protagonisten der Pirckheimer-Gesellschaft, Armin Schubert etwa, sehr nah und vertraut, eins der Bücher der Bücherkinder ist u. a. ihr als Hommage gewidmet. Der Verleger und Pirckheimer Michael Faber erinnert an Maler, Zeichner, Bildhauer und Grafiker Hermann Naumann, ja, und auch der Autor, Sammler, Herausgeber und Bibliophile Manfred Jendryschik, der 2025 in seiner Wahlheimatstadt Leipzig starb, wird gewürdigt. Der gebürtige Dessauer war der mitteldeutschen Künstlerszene eng verbunden. Ferner gibt es einen Text zu einem leicht übersehenen Jubiläum der Messe in Leipzig, zwei Beiträge zur Satirezeitschrift pardon, die dank Till Kaposty-Bliss wieder auflebt: eine Liebeserklärung von Norbert Grewe und das Interview mit dem Neu-Initiator. Das Verschwinden der Buchhandlungen beleuchtet Ralf Plenz, und Peter Arlt verweist auf Amboß & Hämmer von Baldwin Zettl. Um Spiralbindung geht es, und in der Originalgrafischen Beilage samt Begleittext um die Kunst der Schweizerin Olga Prader. Dem gut gefüllten Rezensions-Teil folgen Nachrichten für Bibliophile, das Geburtstagstableau und Ausstellungs-Infos. Auch Archiv-Splitter gibt es, eine neue Rubrik, die Wissenswertes und Skurriles aus 70 Jahren Pirckheimer-Gesellschaft berichtet. Ein rundum gut gefülltes Marginalien-Heft also: Das bibliophile Frühjahr kann kommen.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 12.03.2026

Die Franckeschen Stiftungen zu Halle an der Saale – Haupthaus & Wiese. | © Uwe Gaasch (CC BY-SA 4.0)

Auftakt des „Wir“-Festivals 2026

Das überregional stark beachtete WIR-Festival in Halle an der Saale, das sich als Reaktion auf die rechte Buchmesse Seitenwechsel gegründet hat, ist zurück. Ermutigt durch den großen Zuspruch aus der Bevölkerung und ­angesichts der Landtagswahlen in Sachsen-Anhalt will das WIR-Festival wachsen: Weitere Einzelpersonen, Netzwerke, Stiftungen und Institutionen möchten sich unserer Initiative ­anschließen. Sie hat das Potential, über Halle hinaus in die Region zu wirken und weitere Netzwerke zu ähnlichen Aktivitäten zu motivieren. Den symbolischen Auftakt gibt es heute um 15 Uhr auf der Wiese vor dem Haupthaus der Franckeschen Stiftungen: Zum Termin pflanzen Kinder und Erwachsene gemeinsam einen WIR-Schriftzug aus Horn-Veilchen, direkt vor dem Historischen Waisenhaus ... und Mitwirkende am WIR-Festival stehen vor Ort zum Gespräch zur Verfügung. 

(Bert Blaubart/Pressemitteilung)

Mi, 11.03.2026

Neu: Hans Ticha in Nürnberg. | © VG Bild-Kunst 2026

„Ticha“ – der Meister in Nürnberg

Man registriert es etwas ungläubig, aber will man den Meldungen und Hinweisen glauben, ist es die erste große Retrospektive von Hans Ticha in den alten Bundesländern überhaupt, dabei lebt der Meister der unverkennbaren Bildfiguren seit vielen Jahren erst im Rheinland, dann in Hessen. Auch das Neue Museum Nürnberg (Klarissenplatz, 90402 Nürnberg), das die schlicht selbstbetitelte Ausstellung vom 27.03. bis zum 14.06.2026 zeigt, weist darauf ausdrücklich hin. Hans Ticha, 1940 im böhmischen Bodenbach geboren, wuchs im sächsischen Schkeuditz auf, studierte in Berlin u. a. bei Werner Klemke und Arno Mohr und gehörte dort, wohnhaft in der Nähe des Kollwitzplatzes, zur Szene der Prenzlauer-Berg-Kultur. Mit seinem an den erweiterten Ausdrucksmöglichkeiten der Moderne geschulten Werk gilt er als Nestor einer klaren Sprache, die trotz ihrer Nähe zur Pop Art von höchster symbolischer Ästhetik und vollkommener Unbestechlichkeit im Ausdruck geprägt ist, was es ihm in der DDR nicht immer leicht machte. Nichtsdestotrotz wirkte er vorbildhaft für die nachfolgende Grafikergeneration, ohne an Einzigartigkeit einzubüßen ... 1990 ging der v. a. auch als Illustrator Gerühmte nach Mainz, 1993 ins hessische Maintal, wo er heute noch lebt und – seine kritische Sicht der Dinge beibehielt. In Nürnberg werden neben Grafik und Zeichnungen auch seine nicht weniger ikonischen Gemälde gezeigt. Die Exposition, die in Kooperation mit der Kunsthalle Rostock zustande kam, wird am 26.03.2026 um 19 Uhr eröffnet. Zur Vernissage im NMN sprechen das Direktorenduo Simone Schimpf (Nürnberg), Jörg-Uwe Neumann (Rostock) und einführend zur Schau Kurator Thomas Heyden. Das Museum Nürnberg öffnet wie folgt: Di, Mi, Fr, Sa und So 10 bis 18 Uhr, Do 10 bis 20 Uhr – am Montag ist geschlossen. Alle weiteren Infos finden sich hier.

(André Schinkel via Christian von Hoffen)

Di, 10.03.2026

Tag der Druckkunst in der Galerie „Sonnensegel“ in Brandenburg

Zum insgesamt fünften Mal hat die Brandenburger Galerie „Sonnensegel“ (Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg a. d. Havel) sechzehn befreundete Künstlerinnen und Künstler eingeladen, gemeinsam einen Brandenburger Bilderbogen zu gestalten. 2026 sind mehrfarbige Originalgrafiken im Postkartenformat zum Thema Voyage, Voyage entstanden, welche nun am Tag der Druckkunst traditionell am 15. März zum 05. Brandenburger Bilderbogen vereint werden. Thomas Barthel, Thomas Blase, Sebastian Block, Thomas Bratzke, Matthias Frohl, Friederike Greiner, Torsten Illner, Nancy Jahns, Flor Elisabeth Janke, Heike Isenmann, Sven Märkisch und Steffi Möbius sowie Petra Schuppenhauer, Janine Wentorf, Olaf Wegewitz und Lana Yanovska – haben sich in diesem Jahr auf die grafische „Sonnensegel“- Reise begeben. Und die drucktechnische Endfertigung des Kunst-Plakates findet am 15. März 2026, ab 10 Uhr, im Druckladen der Galerie „Sonnensegel“ statt. Besucher sind willkommen und können den Bilderbogen auch sogleich druckfrisch erwerben. Im Zeitraum von 10 bis 12 Uhr kann an dem Tag zudem die aktuelle „Sonnensegel“-Ausstellung Roter Faden mit Malerei und Grafik der renommierten Dresdner Künstlerin Angela Hampel, die Brandenburg und der Galerie u. a. durch die Projekte der Brandenburger Bücherkinder verbunden ist, besichtigt werden. Der Eintritt dafür ist frei; die Arbeiten Hampels sind bis zum 27.03. zu sehen. Betreiber und Freunde der Galerie laden herzlich zum Tag der Druckkunst am 15. an die Havel ein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 09.03.2026

"Hortus luminis" heißt die gemeinsame Ausstellung von Sylvia Döhler und Uwe Klos in Wildenfels – die "Pflanzen im Licht" zeigt und bis 03.05. zu sehen ist.

In Wildenfels: „Hortus luminis“

Hortus luminis: Pflanzen im Licht heißt die gemeinsame Ausstellung von Sylvia Döhler und Pirckheimer-Freund Uwe Klos, die seit dem 06. März 2026 und bis zum 03. Mai des Jahres in der Schlossgalerie auf Schloss Wildenfels (Schlossstraße 02, 08134 Wildenfels) im Zwickauer Land zu sehen sein wird. „Die Natur hält zahlreiche Wunder bereit. Pflanzen zeigen sich in mannigfaltigen Formen, Blätter und Blüten ziehen die Betrachter in ihren Bann. Eine besondere Freude ist es, bei einem Spaziergang durch den Wald das Sonnenlicht durch das dichte Blätterdach fallen zu sehen. Im Frühling leuchten die hellen Buschwindröschen am Wegesrand auf, im Herbst werden trockene Gräser zu grafischen Linien in der Landschaft. Dem faszinierenden Zusammenspiel von Pflanzen und Licht widmen sich Sylvia Döhler und Uwe Klos in der aktuellen Ausstellung der Schlossgalerie ...“ heißt es in der Einladung zur Ausstellung. Und weiter: „Uwe Klos nutzt die althergebrachte Technik des Fotogramms. Er präsentiert botanische, florale Motive. Das Verfahren ist Fotografie ohne Kamera.“ Was heißt: „Der 1800 geborene William Henry Fox Talbot nannte die Ergebnisse einst ‚fotogenische Zeichnungen’. Jedes Bild wird als Handabzug in speziellen und aufwendigen Einzelschritten belichtet und ist ein Unikat. Es sind Schattenbilder mit einzigartiger Ästhetik. Die monochrome Darstellung der Naturelemente von Uwe Klos eröffnet ungewohnte Blicke auf die Welt. Pflanzenformen spiegeln sich ebenso in den Arbeiten der Textilkünstlerin Sylvia Döhler. Ihre Wandbehänge und Leuchten sind ein Zusammenspiel modernen Handwerks mit traditioneller Ausdruckskraft. Die Ausstellung ist ein Dialog der Künste und zweier kreativer Positionen. Es zeigt sich, wie ein ähnliches Thema immer wieder auf ganz unterschiedliche Art und Weise interpretiert werden kann.“ Alle Infos zur Schau der Erfurterin, des Cossengrüners sind am Satzbeginn verlinkt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 08.03.2026

Berlin: Abschied von Michael Ley

Am 06. Januar starb der Künstler und Pirckheimer-Freund Michael Ley (1953–2026) in Berlin. Am 06. März wurde ihm zu Ehren die Gedenkausstellung Abschied von Freunden in der Galerie Wolf & Galentz (Wollankstraße 112a, 13187 Berlin) mit Werken von Ley selbst, Achim Borsdorf, Udo Würtenberger und Giuliana Del Zanna eröffnet. Sie wird bis zum 19. April zu sehen sein und ist am Sonntag von 14.30 bis 17.30 Uhr und Montag von 17.30 bis 21.30 Uhr geöffnet. Die Beisetzung und Trauerfeier für Michael Ley findet am Donnerstag, den 19. März 2026, um 12 Uhr auf dem Friedhof St. Hedwig, Ort: Ollenhauerstraße 63, 13403 Berlin statt. Anfahrt mit dem Bus: M21, 122 bis Ollenhauerstraße, oder mit dem PKW: Parkplatz Friedhof Humboldtstraße, Treffpunkt: Kapelle. Die Abbildung zeigt eines der in der Galerie Wolf & Galentz ausgestellten Werke von Michael Ley.

(Ninon Suckow/André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 07.03.2026

"Visions of Wonder" – Poughkeepsie, New York (USA).

Poughkeepsie: Visions of Wonder

Im Rahmen der Ausstellung Visions of Wonder, die sich in Poughkeepsie, New York, am Vassar College (Main Library) mit der bildnerischen Darstellung zu den Märchenstoffen der Gebrüder Grimm befasst und die noch bis zum 08. Juni 2026 zu sehen ist, wird auch das originalgrafische Buch Die Wilden Schwäne (nach dem Text bei Hans Christian Andersen und dem ganz ähnlichen Plot bei den Grimms) von Barbara Beisinghoff gezeigt. Zur Schau kann auch der Online-Katalog Visions of Wonder: Illustrating Grimms’ Tales Across Two Centuries unter dem anhängenden Link in Augenschein genommen werden, ein Kapitel widmet sich dort auch dem unikalen Beisinghoff-Werk. Ausstellung und Katalog ehren zudem die Bild-Arbeit von Kult-Illustrator Maurice Sendak.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 06.03.2026

Holger Uske: "Aufbruch des Windes. Gedichte 1975–1986" ist erschienen 2025 in der Edition Sinnbild in Suhl, broschiert, 124 Seiten, ohne ISBN, mit Grafiken von Annette Wiedemann, und ist beim Autor für 15 Euro erhältlich (50 Exemplare in der ersten Auflage).

Gelesen übers Jahr · III: „Aufbruch des Windes“ von Holger Uske

David Gilmour 80

Dieses Buch erscheint, wie sein Verfasser in seiner Vorbemerkung andeutet, vierzig Jahre nach seiner Entstehung, es ist das erste Skript, das Holger Uske beim Berliner Union-Verlag einreichte – 1987 war das; und im Sommer 1990 bekam er es zurück, ungedruckt. Die DDR hatte es simpel verhindert, und ihr aus der Wende aufsteigender Nachruch zudem. Aber irgendwie ging es dem Suhler Dichter und Liedermacher, mithin die gute Seele des Südthüringer Literaturvereins, nicht aus dem Kopf. Und auch wenn sein Urheber sich eine Weile fragte, ob es noch richtig und gut sein, diese Texte zu bringen, und auch wenn es nun nur in einer Kleinstauflage von 50 Stück vorliegt – es ist gut, dass es da ist! Denn das Büchel, hinter das sich auch Freunde des Autors mitdahinterklemmten, um es erscheinen zu lassen, ist es schon ganz „ein Uske“. Und berichtet (so der Eingangstext) „vom neuen und alten Widerstehen“. Vom Mut, den das kostet, damals wie heute, als Selbstbehauptung und wo die „Kraft des Wortes (...) im Schwinden“ ist. Und weiter steht da: „Ich hoffe, dass dieses lediglich in einer Kleinstauflage gedruckte Büchlein mehr ist als nur ein Zeitzeugnis. Denn es erzählt auch vom (beinahe) Möglichen von einst und vom damals wie heute nötigen (sic:) mutigen Widerspruchsgeist, um auch geistig zu überleben. Der ‚Wind‘ im ‚Wald‘ ist noch immer – oder längst wieder zum Sprung bereit.“ Ein Zeitzeugnis im schönsten und berührenden Sinne sind diese Lieder und Gedichte Uskes, die von der Liebe sprechen, dem Wunsch nach Behaustheit, aber auch von den Miss- und wackligen Umständen ihrer Zeit, die sich in den Iden der Zeit berühren und wohl auch wiederholen. Und sind zugleich das starke Statement, ein kraftvoller Auftritt des Dichters, der der gebürtige Riesaer Holger Uske bis heute geblieben ist – forschend und fragend, instistiv leise und doch auch unbestechlich, auf die Segnungen der Kunst rekurrierend, widerständig und innig zugleich. Und immer wieder die Liebe, auf diesen Seiten im Buch, auf denen die Perlschrift vor wechselnden Farben parliert, konkret und metaphysisch: „Nur das Licht / In uns gilt ...“ Mit Grafik von Annette Wiedemann, die auch Ende der 1980er schon die Gestaltung hätte übernehmen mögen. Gestaltet von Andreas Kuhrt. Endend mit einer großen Reminiszenz: „Mein bestes Gedicht / Ist mein Sohn“. Ein schönes bezeugendes berührendes Buch, nach soviel Jahrn: Gut, dass es nun da ist.

(André Schinkel)