Neu: In seinem aktuellen FISAE-Newsletter (Ausgabe 574) verweist Klaus Rödel auf ein für die Freundin, den Freund des Exlibris wichtiges Katalog-, Ansichts- und Nachschlagewerk in Bezug auf die hohe Zeit der buchaffinen Kleingrafik: „Mehr oder weniger alle Exlibrissammler besitzen neben ihren Exlibris auch einschlägige Literatur, um zu recherchieren, Information zu sammeln und fehlendes Wissen zu ergänzen. So habe ich auch seit 1964 versucht, eine einschlägige Fachbibliothek aufzubauen, die nach gut 60 Jahren etwa 8.500 Titel umfasst, von Jahrbüchern, Büchern, Katalogen, Zeitschriften, Mitteilungen bis zu Flyern, Einladungen, Speisekarten ... Für mich ist die Präsentation wesentlicher Publikationen aus verschiedenen Jahrzehnten eine wichtige Vermittlungsfunktion, und in diesem FISAE-Newsletter wird eine der wichtigen und vor allem aufschlussreichen Publikationen [zur Thematik] vorgestellt: Exlibris. Die Welt im Kleinformat. Klein- und Gebrauchsgrafik aus der Blütezeit des Exlibris, Museum Schloss Moyland, 08.03.2009 bis 14.06.2009.“ Die Ausstellung zum Katalog bezog sich seinerzeit auf die einstige private Exlibris-Sammlung von Franz Joseph und Hans van der Grinten im Schloss sowie eine Reihe Leihgaben aus dem Joseph Beuys Archiv des Landes Nordrhein-Westfalen und berücksichtigte etwa 500 Objekte mit einem starken Bezug auf die Blütezeit des Exlibris um 1900 und die nachfolgenden Jahrzehnte. Nebst einer umfangreichen Bild-Auswahl der damals gezeigten Stücke präsentiert Rödel die Informationen und Ausführungen, etwa aus dem Vorwort der Ausgabe von Dr. Bettina Paust (2009 Direktorin auf Schloss Moyland), in den für den Newsletter üblichen zehn Sprachen. Faszinierend: Die weitgefasste Auswahl der Blätter, von historisierend bis modern – von Kaisertreue über Mythologie bis Jugendstil und Werbung.
(André Schinkel)