Pirckheimer-Blog

Staatsbibliothek zu Berlin

Mo, 02.03.2026

Zur Lesung, zu Gespräch und Diskussion mit Michael Knoche lädt die SBB am 16.03.2026 nach Berlin ein.

Knoche: „Revolution im Leseland“

Zur Buchvorstellung und Diskussion zu Michael Knoches beim Wallstein-Verlag in Göttingen edierter Untersuchung Revolution im Leseland. Wissenschaftliche Bibliotheken der DDR nach der Wende lädt die Staatsbibliothek zu Berlin in den Wilhelm-von-Humboldt-Saal (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) am Montag, den 16. März 2026, um 18 Uhr ein. Im Gespräch, neben dem Verfasser der Monografie, Michael Knoche: Jens Bisky und Carola Pohlmann, die Moderation übernimmt Achim Bonte. – Nach dem Mauerfall 1989 standen auch die Bibliotheken der DDR vor einer radikalen Neuausrichtung. Gerade den Staats-, Landes- und Universitätsbibliotheken gelang jedoch – mit Unterstützung aus dem Westen – eine rasche und beispiellose Modernisierung. Die Lücken in den Sammlungen wurden geschlossen, die Gebäude saniert und mit zeitgemäßer Informationstechnologie ausgestattet. Diese Erneuerungsoffensive löste einen Schub aus, von dem das gesamtdeutsche Bibliothekssystem profitiert hat. Auch in personeller Hinsicht verlief die Umgestaltung bemerkenswert: Zwar wurde das Personal auf Leitungsebene streng evaluiert, aber anders als in vielen Bereichen der Hochschulen gab es keinen starken Elitenaustausch von West nach Ost. Die Personalstärke der Belegschaften blieb relativ konstant – auch wenn die Übernahme der Angestellten in das bundesdeutsche Tarifsystem konfliktträchtig war und viele Erwartungen enttäuschte. Immerhin blieb der Großteil der Arbeitsplätze erhalten. Während andernorts nur von Versäumnissen und Verlierern die Rede ist, belegt dieses Buch: Die wissenschaftlichen Bibliotheken nicht nur im Osten, sondern auch im Westen gehören zu den Gewinnern der Einheit. Die Lesung findet in Kooperation mit den Freunden der Staatsbibliothek zu Berlin e. V. statt. Alle Informationen zur Veranstaltung mit Michael Knoche in der SBB finden sich hier ... Um Anmeldung wird gebeten.

Michael Knoche: Revolution im Leseland.
Lesung, Gespräch und Diskussion
am 16. März 2026 um 18 Uhr, in
der Staatsbibliothek zu Berlin,
Wilhelm-von-Humboldt-Saal,
Unter den Linden 08, 10117 Berlin.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 27.02.2026

Pirckheimer Christoph Links liest am 24.03.2026 aus seinem neuen Buch – um Anmeldung wird gebeten.

Verschwundene Verlage der DDR

Zum Ende der DDR gab es nur noch 78 zugelassene Verlage, obwohl von der Sowjetischen Militäradministration nach 1945 noch mehr als 200 Editionshäuser eine Genehmigung erhalten hatten. Der Verlagshistoriker und Pirckheimer-Freund Christoph Links hat die Geschichte von 150 verschwundenen Verlagen recherchiert und geht der Frage nach, warum und wie sie verschwanden ... Er stellt sein Buch im Gespräch in der Staatsbibliothek zu Berlin (Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 08, 10117 Berlin) am 24. März 2026 (Beginn ist 18.30 Uhr) erstmals vor und präsentiert außergewöhnliche Fälle. Der Klarinettist Jan Hermerschmidt begleitet den Abend mit Schlagermelodien des verschwundenen Musikverlags Kurt Grabau. Alle Infos dazu finden sich hier. Um Anmeldung zur Veranstaltung wird gebeten. Besprechung des Buchs im Blog erfolgt gesondert.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Di, 24.02.2026

19.02., in der Stabi Berlin: Ein Abend für das "Mosaik".

Aufgewachsen mit den Digedags: Das „Mosaik“ von Hannes Hegen

Letzten Donnerstag durfte ich in der Staatsbibliothek zu Berlin (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) wieder für die Berlin-Brandenburger Gruppe der Pirckheimer-Gesellschaft einen Vortrag halten. Das Mosaik ist der sowohl älteste als auch auflagenstärkste erscheinende Comic aus deutscher Produktion. Und durch die am längsten währende zusammenhängende Erscheinungsgeschichte im Comic-Bereich steht das Mosaik auch im Guiness-Buch des Rekorde. Der Vortrag am 19.02. begann um 19 Uhr, und im Begleittext zum Event hieß es: „Generationen von Kindern sind in der DDR mit den Digedags aufgewachsen. Die drei kleinen Kerle, die Johannes Hegenbarth alias Hannes Hegen Mitte der 1950er Jahre zum Leben erweckt hatte, waren unterhaltsam und witzig. Bei ihren Reisen in der Gegenwart, der Vergangenheit und auch in der Zukunft konnte man vieles lernen, wurde aber niemals belehrt. Wer die Hefte heute noch besitzt, wie Pirckheimer Robert Grieger, kann sich glücklich schätzen, und das nicht nur, weil guterhaltene Hefte inzwischen auch sehr gute Preise erzielen. An diesem Abend erfuhren wir viel über den ‚Vater‘ der Digedags, und der Referent hatte neben den Heften auch eine Vielzahl an weiterführender Literatur mitgebracht.“ Und so war es: Ein spannender Abend, an dem sich wohl so mancher aus unseren Reihen in seine Kindheit und Jugend zurückversetzt fühlte, denn irgendwann hatte fast jeder Kontakt mit den munteren Knaben. Von Dezember 1955 bis Juni 1975 erschienen unter der Federführung von Hannes Hegen 221 Hefte, die in 23 Jahrhunderten Menschheitsgeschichte spielen und deren Haupthelden die Digedags: Dig, Dag und Digedag, waren. Die Serie wird seit 1976 mit den nachfolgenden Figuren der Abrafaxe bis heute weitergeführt. Das Thema Mosaik & Hannes Hegen wurde, das lag schon allein in der Sache begründet, farbenfroh, unterhaltsam und spannend präsentiert ... Und das hat mir sehr gefallen, und ich denke, ich konnte meine Zuhörer auf die Reise gut mitnehmen. So konnte ich an dem Abend in der Staatsbibliothek ein weiteres Thema meiner Sammelleidenschaft (was ich zuvor bereits durch die Themen Whisky & Buch sowie Alexandre Dumas vollzog) präsentieren. Der Vortrag fügte sich, denke ich, gut passend zu den vielen Jubiläen der letzten Jahre zum Thema Mosaik (800. Mosaik-Heft, 100 Jahre Hannes Hegen, 50 Jahre Abrafaxe, 600 Hefte Abrafaxe, 70 Jahre Mosaik) ein.

(Robert Grieger/Fotos: Abel Doering)

Fr, 23.01.2026

"Inventing E. T. A. Hoffmann (1776–2026)" – so heißt die jüngste Schau zu Ehren des großen Romantikers in der Stabi Kultur in Berlin, die am 26.02.26 eröffnet wird. Hoffmanns Geburtstag jährt sich morgen, am 24.01., zum 250. Mal. Der hoch begnadete Novellist war auch als Komponist, Kritiker und Zeichner aktiv.

Berlin: Inventing E. T. A. Hoffmann

Wie kaum ein anderer Schriftsteller ist der Romantiker E. T. A. Hoffmann (1776–1822) in seiner Rezeption aufgegangen. Seit über zweihundert Jahren übersetzt man seine Werke in neue Sprachen, Bilder und Kulturen. Noch heute inspiriert sein facettenreiches Werk Künstlerinnen & Künstler aus aller Welt, sich Hoffmann mit besonderen Liebe und Kreativität zu widmen. Nun, zum Jubiläum seines 250. Geburtstags würdigt die Ausstellung Inventing E. T. A. Hoffmann (1776–2026) daher die inspirierende Energie einer weltweiten Buchkultur, die seit fast einem Vierteljahrtausend den Blick auf Hoffmann prägt und immer wieder neu erfindet. Die Schau wird am 26.02. im Stabi Kulturwerk (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) eröffnet und ist bis zum 17.05.2026 zu sehen. Am 24. Januar jährt sich Hoffmanns Geburtstag zum 250. Mal, er gilt als der bedeutendste Novellist zwischen dem späten Goethe und Kafka. Die Vernissage erfolgt am 26.02. um 18 Uhr im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Staatsbibliothek. Anna Rozenfeld liest Hoffmanns Texte auf Jiddisch, Dennis Schäfer, der kuratierte, spricht zur Einführung und Jörg Holzmann spielt dazu romantische Musik. Danach kann die Ausstellung bis 22 Uhr besichtigt werden. Es wird um Anmeldung unter diesem Link gebeten.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 17.01.2026

Führung in der Staatsbibliothek zu Berlin – am 22.01.

Zur Erinnerung: Führung durch das Digitalisierungszentrum der Staatsbibliothek zu Berlin

Hier unsere kleine Erinnerung für die Veranstaltung am Donnerstag, den 22. Januar 2026, 17.15 Uhr: Führung durch das Digitalisierungszentrum der Staatsbibliothek zu Berlin. Die Führung wird von und mit Konstanze Rönnefahrt angeboten und durchgeführt. Gemeinsamer Treffpunkt für die Veranstaltung ist der Diensteingang links in der Säulenvorhalle vor dem Brunnenhof im Haus Unter den Linden (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) der Staatsbibliothek der Bundeshauptstadt. 

Führung durch das Digitalisierungs-
zentrum der Staatsbibliothek zu Berlin,
17.15 Uhr Diensteingang Säulenhalle,
Unter den Linden 08, 10117 Berlin

(Robert Grieger via Marina Fritsche/Ninon Suckow)

Mo, 12.01.2026

"Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken": Ab 12.02. lädt das Stabi Kulturwerk zur Ausstellung ein.

Im Stabi Kulturwerk: „Was lesen?“

Unter dem so beziehungsreichen Titel Was lesen? Verdrängte Texte wiederentdecken lädt das Stabi Kulturwerk (Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 08, 10117 Berlin) vom 12. bzw. 13.02. bis zum 10.05.2026 in einer Ausstellung zur Wahrnehmung von Literatur ein, die jenseits der Kanons und Listen stattfindet und nichtsdestotrotz vielleicht doch von Bedeutung ist. Die Schau schließt so Lücken und lässt eine andere Liste des bewahrten Wissens der Welt entstehen. Die Exhibition wird am 12.02. um 18 Uhr im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Stabi mit einem Grußwort von Julia von Blumenthal (Präsidentin der Humboldt-Uni) sowie einer Lesung der Schauspielerin Maria Hartmann eröffnet. Um Anmeldung zur Vernissage wird gebeten. Die Ausstellung kann Mi bis So von 10 bis 18 und Do von 10 bis 20 Uhr besucht werden – Eintritt/Begleitprogramm sind kostenlos.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 12.12.2025

Judith Schalansky, 2012 im Kartenlesesaal im Haus Potsdamer Straße. Am 21.01.26 stellt sie den MÄRZ-Reader in der 'Stabi' Berlin vor. | © Foto: Stabi Berlin

Das Buch als Gedächtnis der Welt

2024 fand in Paris eine internationale Konferenz zum Werk der vielfach ausgezeichneten Autorin und Buchgestalterin Judith Schalansky statt. Die Bedeutung des Buchs als materiales Objekt für ihr Schaffen zu erkunden, war Ziel dieser von Mandana Covindassamy, Agathe Mareuge und Bénédicte Terrisse organisierten Veranstaltung. Denn Judith Schalanskys zügelloses, ja, und ganz überwiegend in der Staatsbibliothek zu Berlin ausgelebtes Interesse an der Buchgeschichte ist konstitutiv für ihr Werk: Was bisher nicht als Literatur galt, wird von ihr in einen ausgeweiteten Literaturbegriff aufgenommen, vom Insularium der Renaissance bis hin zum Schulbuch des 20. Jahrhunderts. Der nun vorzustellende Tagungsband – als Reader Ende 2025 im Berliner Verlag MÄRZ erschienen und von Judith Schalansky selbst gestaltet – denkt Inhalt und Form daher auch zusammen. Der Reader versammelt nicht allein die wissenschaftlichen Konferenzbeiträge von 13 Forschenden, sondern zudem Proben jenes Materials, das diese überhaupt erst ermöglichte. Der Band wird am 21.01.26, 18 Uhr, im Dietrich-Bonhoeffer-Saal (Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin) der Stabi vorgestellt. Um Anmeldung wird gebeten. Autorin und Initiatorinnen werden anwesend sein.

(André Schinkel/Staatsbibliothek zu Berlin/Pressemitteilung)

So, 07.12.2025

Im "Stabi"-Fokus: Lothar Meggendorfer (1847–1925).

Lothar Meggendorfers Zimelien

Lothar Meggendorfer – eine Zimelienschau seiner schönsten Papierkunstwerke aus Anlass seines 100. Todestags heißt die Veranstaltung im monatlichen Fokus in der Staatsbibliothek zu Berlin, die für den Dezember am 15.12. um 16 Uhr im Raum Oxford (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) stattfindet. Lothar Meggendorfer (1847–1925) zählt bis heute zu den eindrucksvollsten Schöpfern von beweglichen Kinderspielbilderbüchern aller Art – er ist vielleicht der berühmtesten Künstler in diesem Metier der Vergangenheit. Geboten wird eine Werkschau seine schönsten Buchkunstwerke aus dem Tresormagazin der Stabi. In kleiner Runde können die Stücke aus der nächsten Nähe betrachten werden und kann man mit Expertinnen und Experten ins Gespräch kommen. Um die Anmeldung für die Fokus-Veranstaltung wird gebeten. Alle Informationen dafür befinden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 28.11.2025

Die Sammlung von Stefan Neuhaus gehört seit 2024 zum Bestand der Stabi. Vom 09.12. an wird sie Unter den Linden gezeigt. Die Eröffnung beginnt um 18.30 Uhr im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Bibliothek.

Stabi: Sammlung Stefan Neuhaus

2024 wurde die Sammlung Stefan Neuhaus in den Bestand der Staatsbibliothek zu Berlin übernommen. Seit den 1950ern baute der Berliner Comicenthusiast (1947–2022) diese systematisch auf, die Bandbreite des Comics, die Entwicklung des Genres bis in die Gegenwart dokumentierend. Die Sammlung enthält 4.400 Bücher und Hefte aus den Jahren 1951 bis 2022 ... die Hälfte davon aus den für den Comic-Markt bedeutenden Ländern USA, Frankreich und Belgien, weitere 1.000 Titel aus Deutschland – auch bedeutende Bestände aus Fernost. Kurator Christian Bachmann stellt herausragende Stücke der Sammlung vor. Anschließend diskutieren er, die Comic-Künstlerin Ulli Lust und der Journalist Andreas Platthaus über die Bedeutung der Gattung. Die Vernissage findet am 09. Dezember um 18.30 Uhr im Wilhelm-von-Humboldt-Saal (Unter den Linden 08, 10117 Berlin) der Stabi statt. Um Anmeldung zur Eröffnung wird gebeten. Die Stabi hat täglich geöffnet.

(André Schinkel/Pressemitteilung) 

So, 05.10.2025

„Materialisierte Heiligkeit“ ab dem 19.10.25 im Stabi Kulturwerk mit jüdischen Buchpretiosen zu sehen.

SBB: „Materialisierte Heiligkeit“

Heilige Bücher sind das Herzstück der jüdischen Schriftkultur, die sich seit ihren Anfängen im antiken Israel bis in die Gegenwart in beeindruckender Vielfalt und ästhetischer Ausdruckskraft entfaltet hat. Abschriften der Hebräischen Bibel, liturgische Schriftrollen und Gebetsbücher für die Feiertage strukturieren den Rhythmus von Lehre, Gebet und religiösem Ritus in der Synagoge und schaffen so einen Raum kultureller Identität jenseits des Alltäglichen. Als Handschrift gewinnt ein solcher Text eine besondere Bedeutung: Sein Wert bemisst sich nicht allein an der Qualität des Materials oder der künstlerischen Ausgestaltung, sondern auch an den persönlichen Tugenden des Schreibers und den Umständen, unter denen er geschrieben wurde. Die Ausstellung in der Stabi Berlin präsentiert ausgewählte hebräische Handschriften aus der bedeutenden Hebraica-Sammlung der Staatsbibliothek zu Berlin und eröffnet faszinierend Einblick in die jüdische Buchkunst und ihren kulturellen Kontext. An herausragenden Stücken der berühmten Erfurter Sammlung lassen sich etwa die kunstvolle hebräische Mikrographie, Spuren christlicher Hebraistik sowie die rituelle Herstellung von Torarollen studieren – darunter die größte hebräische Bibel des Mittelalters, zwei außergewöhnlich gut erhaltene aschkenasische Torarollen und ein großformatiges Gebetsbuch aus dem 14. Jahrhundert. Einblicke in die Blütezeit jüdischer Buchkunst bieten zudem reich illuminierte Ester-Rollen und Gebetbücher, unter anderem aus der renommierten Hamilton-Sammlung. Ein besonderes Highlight ist das aufwendig restaurierte Kalenderwerk des Judah Mehler Reutlingen. Die Schau im Stabi Kulturwerk ist vom 19.10.25 bis 25.01.26 zu sehen – Vernissage am 19.10., 12 Uhr.

(André Schinkel/SBB/Pressemitteilung)

Fr, 20.06.2025

Präsentation "Zeitdokumente und Nachwirkungen zum Spanischen Bürgerkrieg" in der Stabi zu Berlin.

Zeitdokumente zum Bürgerkrieg

Die Staatsbibliothek zu Berlin (Unter den Linden 8, 10117 Berlin) hat kürzlich eine umfängliche Sammlung zum Spanischen Bürgerkrieg übernommen. Die rund 2.900 Stücke befassen sich mit dem Krieg vor allem aus der Sicht deutschsprachiger Emigrantinnen und Emigranten, beziehen aber auch internationale Perspektiven ein. Einen wirkungsgeschichtlichen Schwerpunkt bildet das Erbe des Spanischen Bürgerkriegs im antifaschistischen Selbstverständnis der DDR. Am 10. Juli um 18.30 Uhr präsentiert die Stabi die Neuerwerbung im Rahmen einer Abendveranstaltung. Es sind auch Objekte aus der Sammlung Christof Kugler zu sehen. Der Eintritt ist frei, um Anmeldung wird gebeten. Die Präsentation wird im Wilhelm-von-Humboldt-Saal der Berliner Stabi stattfinden. 

(Staatsbibliothek zu Berlin/Pressemitteilung)

Do, 24.04.2025

Jacob und Wilhelm Grimm, "Marienkind", gezeichnet von Heinrich Lefler u. Joseph Urban, Mainz (Scholz), 1904. Heinrich Lefler (1863–1919) und Joseph Urban (1872–1933) gestalteten mit dem Legendenmärchen "Marienkind" der Brüder Grimm eines der schönsten Künstlerbilderbücher im Wiener Jugendstil der Zeit.

Grimm: 200 Jahre „Kleine Ausgabe“

Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm gehören zu den am meisten verbreiteten Büchern in deutscher Sprache. Richtig erfolgreich wurden sie erst durch die „Kleine Ausgabe“, die vor 200 Jahren erstmals im Verlag von Reimer in Berlin erschien. Hier wurden fünfzig Märchen aus der Sammlung speziell für Kinder ausgewählt. Ludwig Emil Grimm (1790–1863), der jüngere Bruder der Brüder Grimm, steuerte sieben Illustrationen bei. Auf ihrem Siegeszug durch die ganze Welt wurden die Märchen der Grimms ausgehend von dieser Ausgabe zum faszinierenden Gegenstand der Buch- und Illustrationskunst. Die Fokusausstellung im Stabi Kulturwerk (Unter den Linden 8, 10117 Berlin) zeigt einen kleinen Querschnitt durch die große Geschichte der Grimm-Illustrationen – von Ludwig Emil Grimm bis heute. Zu sehen sind europäische Märchen- und Kinderbücher aus drei Jahrhunderten, in denen die Welt der Grimms durch bezaubernde Bilder als Buchschmuck immer wieder neu gesehen wurde. Die Ausstellung ist bis zum 13. Juli zu sehen.

(André Schinkel/SBB/Pressemitteilung)

Sa, 01.03.2025

SBB, Buchvorstellung am 12.03.2025: "Sefer Evronot des Judah Mehler Reutlingen." | © Freunde der SBB

SBB: „Der Sefer Evronot des Judah Mehler Reutlingen“ am 12.03.2025

Buchvorstellung in Berlin: Das Werk Sefer Evronot des Judah Mehler Reutlingen ist eine der schönsten hebräischen Handschriften der Staatsbibliothek zu Berlin. 1649 vollendet, liefert sie eine Anleitung zur Berechnung des jüdischen Festkalenders. Das vorliegende Faksimile umfasst eine kommentierte Übersetzung der Texte durch Annett Martini und eine dreiteilige Einführung von Dieter Bingen, Matthias Schmandt und Annett Martini. Das Buch, das am 12.03. im Dietrich-Bonhoeffer-Saal der SBB (Potsdamer Straße 33, 10785 Berlin) vorgestellt wird, legt Zeugnis vom Zusammenleben zwischen Christen und Juden im frühneuzeitlichen Bingen ab. Die Veranstaltung beginnt um 19 Uhr. Tickets sowie Reservierungen können hier gebucht bzw. vorgenommen werden.

(Robert Grieger/Ninon Suckow/Pressemitteilung)

So, 19.01.2025

23.01.: Berliner Pirckheimer laden ins Casablanca ein.

„Die Bibliothek brennt – 20 Jahre nach der Tragödie in Weimar“

Erinnerung an den Kinoabend der Berliner Pirckheimer samt Gästen am 23.01.2025, 18 Uhr, im „Casablanca“ in Adlershof: „Die Bibliothek brennt – 20 Jahre nach der Tragödie in Weimar“

Viele Menschen aus Weimar wissen noch heute, wo sie am Abend des 02. September 2004 waren, als die Herzogin Anna Amalia Bibliothek in Flammen stand. Mehr 50.000 Bücher sind damals verbrannt, mehr als doppelt so viele wurden beschädigt. Der Tag ist tief im kollektiven Gedächtnis der Stadt Weimar verankert. Noch während des Brandes retteten Weimarer Bürgerinnen und Bürger mit einer Menschenkette tausende Bücher aus dem brennenden Haus. Die Spendenbereitschaft danach war einzigartig. 22.000 Menschen, Unternehmen und Institutionen beteiligten sich bisher neben Bund und Land an der Hilfsaktion. Die Berliner Pirckheimer laden ihre Mitglieder, die Mitglieder des Berliner Bibliophilen-Abends und die Freunde der Staatsbibliothek herzlich in das Kino Casablanca (in der Friedensstraße 12, 12489 Berlin-Adlershof) zur Präsentation der MDR-Dokumentation Die Bibliothek brennt – 20 Jahre nach der Tragödie in Weimar ein. Es handelt sich um eine geschlossene Veranstaltung für die Pirckheimer und ihre Gäste: am 23.01.2025, ab 18 Uhr. 

Der MDR-Film von Autorin Ute Gebhardt erinnert an die verheerende Brandnacht und zeigt, wie die Bibliothek wieder wie Phönix aus der Asche stieg ... Zu hören sind die Erlebnisse von Feuerwehrleuten, dem Polizeieinsatzleiter, dem ehemaligen Bibliotheksdirektor, dem damaligen Präsidenten der Klassikstiftung, den Nachfahren des Hauses Sachsen-Weimar-Eisenach sowie von Helferinnen und Helfern, Spenderinnen und Spendern. Es geht auch um Projekte, mit denen sich die Bibliothek für die Zukunft aufstellt: In der Restaurierungswerkstatt wird zum Beispiel gezeigt, welche neuen Methoden zur Rettung brandgeschädigten Schriftguts entwickelt wurden.

Die Bibliothek brennt – 20 Jahre
nach der Tragödie in Weimar
Veranstaltung der Berliner Pirckheimer
samt BBA und anderen Gästen:
im Kino Casablanca in Adlershof,
Friedensstraße 12, 12489 Berlin,
am Donnerstag, den 23. Januar 2025, um
18 Uhr (geschlossene Veranstaltung).

(Robert Grieger)

Mo, 06.01.2025

Vortrag und Diskussion zu Elisabeth Shaw – hier der "Kleine Angsthase" – am 10. Januar 2025 in der SBB.

„Was ich zeichne, muss ich nicht sagen“ – Elizabeth Shaws Weg

„Was ich zeichne, muss ich nicht sagen“: Elizabeth Shaws Weg in die Bilderbuchwelt für Kinder, so heißt eine Veranstaltung zu Ehren von Elisabeth Shaw (1920–1992), die am 10. Januar 2025 durch die Kinder- und Jugendbuchabteilung der Staatsbibliothek zu Berlin stattfindet. Die Staatsbibliothek beheimatet mehr als 1.000 Originalillustrationen, über 150 Entwürfe, mehrere Skizzenbücher und unzählige Skizzen aus dem künstlerischen Nachlass von Elizabeth Shaw, die viele Jahre – von 1946 bis zu ihrem Tod – in Berlin lebte: zu ihren veröffentlichten Werken als auch unveröffentlichtes Material. „In der Reihe Kinderbuch im Gespräch stellen wir die vielseitige Künstlerin und ihr Werk vor“, so der Pressetext der Bibliothek, „und laden Sie herzlich am Freitag, den 10. Januar 2025, um 18 Uhr zu der Veranstaltung ‚Was ich zeichne, muss ich nicht sagen.‘ Elizabeth Shaws Weg in die Bilderbuchwelt für Kinder in den Humboldt-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin, Unter den Linden 8, 10117 Berlin, ein.“ Und weiter: „Es erwarten Sie ein Vortrag von Prof. Dr. Eva Maria Kohl und eine Podiumsdiskussion mit der Tochter von Elizabeth Shaw, Anne Schneider, moderiert von Carola Pohlmann, der früheren Leiterin der Kinder- und Jugendbuchabteilung.  Die Veranstaltung wird durch eine kleine Ausstellung von Originalillustrationen von Elizabeth Shaw abgerundet. Um Anmeldung wird gebeten. Sie ist unter dem eingehängten Link der Staatsbibliothek möglich.

(Robert Grieger und Ninon Suckow/Pressemitteilung)