Den renommierten Hans-Meid-Preis der Hans-Meid-Stiftung für das Jahr 2026 erhält die 1977 in Filderstadt geborene Illustratorin und Grafikerin Katrin Stangl, die in Köln lebt und arbeitet (momentan eigentlich im Künstlerhaus Lukas in Ahrenshoop, wo sie ein Stipendium hat) und auch als Autorin hervortrat. Die überaus gute Kunde meldet unter anderem das Feuilleton der Frankfurter Allgemeinen Zeitung von diesem Montag. Stangl, die an der Hochschule für Grafik und Buchkunst (HGB) in Leipzig studierte, ist eine Schülerin von Volker Pfüller (1939–2020), der eine große Zahl der heutigen Illustratoren-Elite begleitete – sie wurde bereits vielfach für ihr so umfangreiches wie motivreiches buchillustratorisches und grafisches Werk geehrt. Auch Postkartenserien, Plakate und Spieledesigns gehen auf sie zurück. 2018 wurde Katrin Stangl, die mit Heike Herold ein Atelier in Köln betreibt, mit dem Preis der Stiftung Buchkunst ausgezeichnet. Ihre Illustrationen erscheinen in zahlreichen namhaften Verlagen und Editionen, so in der Insel-Bücherei (vgl. die Abb.) oder bei der Büchergilde Gutenberg. Der Hauptpreis der Hans-Meid-Stiftung ist mit feinen 15.000 Euro dotiert. Er wurde in den vorhergehenden Jahren zuletzt unter anderem an die Holzschneiderin Petra Schuppenhauer, den Graphic-Novel-Künstler Jakob Hinrichs und die Kaltnadelradiererin Claudia Berg vergeben. Besonders hob die Jury bei der diesjährigen Vergabe die außerordentliche Vielfalt der künstlerischen Mittel hervor, mit der Katrin Stangl ihre Buchprojekte bearbeitet. Und – es gibt auch weitere Preis- und Stipendienvergaben im Hans-Meid-Preis-Vergabejahr 2026. So wurde Jan Peter Tripp der mit 5.000 Euro Ankaufswert verbundene Ehrenpreis für das Lebenswerk zugesprochen. Desweiteren werden vier Stipendien, stets mit 3.500 Euro dotiert, verliehen. Sie gehen an Johanna Rast, Hannah Plickert, Nora Ahrens und Tino Theumer. – Allen Geehrten sei hier von Herzen gratuliert! Die Verleihung der Preise findet am 26. November im Grassi-Museum in Leipzig statt.
(André Schinkel)