„Von Hand geschöpft, gesetzt, gedruckt, gebunden: Mein Morgenstern. Ein Buch zum 111. Todestag von Christian Morgenstern“: Unter diesem Slogan reist momentan eine ganz besondere Reminiszenz und/oder Reverenz für den Dichter (1871–1914), der soviel mehr war als der Schöpfer von Fisches Nachtgesang, durch die Lande. Vom 01. März bis zum 03. Mai 2026 ist das Resultat, ein Gemeinschaftswerk von 60 Künstlerinnen und Künstlern, nun im Stadtmuseum Mainburg (Abensberger Straße 15, 84048 Mainburg) zu bewundern und in Augenschein zu nehmen; ja, und auch selbst kann man setzerisch interaktiv werden. Was gibt es zu sehen in der Hallertau? Der Verein für die Schwarze Kunst, die Meister der Einbandkunst (MDE), die Papiermühle Homburg und die Büchergilde Gutenberg haben in einer zweijährigen Projektkooperation die Werke für diese Ausstellung geschaffen im Verbund mit 60 Protagonistinnen und Protagonisten der Druck-, Papier- und Buchbindekunst. Die Schau feiert das Handwerk, lösungsorientierte Zusammenarbeit und die Kreativität von, wie für Wort, Schrift und Bild. Weiter heißt es in der Ankündigung des Museums: „Das Setzen mit Bleibuchstaben und das Drucken von Morgenstern-Gedichten auf einer sog. Nudel (kleine Handpresse) können Besucher selbst erleben.“ Und mehr noch: „Das Ergebnis – Mein*Morgenstern mit eigenem Namen – können sie gleich mitnehmen.“ Ein rundum feines Paket also: tolle Kunst und was Eigenes dazu. Und dass der 111. Ehrentag für Morgenstern, der am 31. März, also innerhalb der Exposition, auch Geburtstag hat, bereits 2025 war, ist dabei nebensächlich.
(André Schinkel/Pressemitteilung)