Pirckheimer-Blog

Büchergilde Verlagsgenossenschaft

Di, 30.04.2024

Die Büchergilde hat "Die Verwandlung" mit vielen kongenialen Blättern Rosy Lilienfelds anlässlich des 100. Todestags Franz Kafkas aufgelegt. Das Resultat ist nichts weniger als eine bibliophile Entdeckung. Die Kohlezeichnungen der Künstlerin, die Vertreterin einer "verschollenen Generation" ist und die 1942 in Auschwitz ermordet wurde, werden hier erstmals vorgelegt. Sie ergänzen den Kafka-Plot frappierend.

Bibliophiles dieses Monats: „Die Verwandlung“ von Franz Kafka

Caminante, son tus huellas / el camino, y nada más … (Machado)

Kafka und kein Ende: Wenn dem vor hundert Jahren im Alter von nur vierzig Jahren Gestorbenen nur der Hauch, ein Krümchen seines Ruhms zu Lebzeiten, wie er ihn (und auch noch gegen seinen Letzten Willen) im Tode traf, erreicht hätte, er hätte sich, Enttäuschung gewohnt, wohl gewundert und vielleicht auch verwahrt. Es ist aber so – Franz Kafkas (1883–1924) Werk ist zum Inbegriff der Verwerfungen des letzten (und wohl auch dieses) Jahrhunderts geworden. Die Verwandlung scheint da, neben den drei fragmentarisch gebliebenen Romanen Kafkas, ein Emblem dieses Erzählers geblieben zu sein; angesichts der großen Weitläufigkeit seines Werks, seiner Meisterschaft auch und vor allem in den kleinen Formen stellen sie letztlich nur das obere Pyramidion seines Wirkens dar.

Dass es so ist, verwundert indes nicht. Mit Das Urteil (1913) und In der Strafkolonie (1919) bildet Die Verwandlung, die 1915 erschien, eine exemplarische Novellen-Trilogie, die das Doppelthema der Unüberwindbarkeit von Instanzen, seien es Väter oder Vorgesetzte und das, was sein Nachgänger Wolfgang Koeppen (1906–1996) später mit dem elementaren Verdiktum „Wir sind von Anbeginn verurteilt“ (so in Jugend von 1976) treffend und schneidend beschrieb, mustergültig vor. Der Plot, in dem vom ersten Satz an das Verhängnis seine (sic!) Fühler ausstreckt, ist Signet und Vademecum einer der Blüten der Literatur der Moderne geworden, hinter dem sich jeweils ein Kosmos eröffnet, der die Gebresten der Existenz aufs Korn und mit buchhalterisch-advokatischer Akkuratesse wie kühler Anteilnahme in den Blick nimmt und damit die bedrückendsten Abgründe erzählt. 

Der Abyss entspringt dabei und fällt in die Tiefe seiner selbst, aus dem tiefsten Alltag heraus, der die sprichwörtliche Geworfenheit des Menschen, seine Entfremdung und Selbstentfremdung in der Moderne in sich trägt und hinter dem Biedermeier des Funktionierens, Funktionieren-Müssens hervorlugt. Gregor Samsa, der sich für seine saumselige Familie den Arsch aufreißt, findet sich in ein chitinbehängtes Monstrum, nun ... ja ... – verwandelt. Der Rest, wenn auch erst nach dem Tod Franz Kafkas und durch die vermittelnde Arbeit seines Freundes Max Brod (1884–1968), der den zu Kafka-Lebzeiten publizierten Texten den fulminanten Nachlass beigesellte, ist Literaturgeschichte. 

Ein bisschen scheint es auch so, dass im entwickelten Spätkapitalismus nun die Nachzehrer aufwachen und nicht nur das Andenken dieses Erzählers wahren, sondern ja auch einen gediegenen Euro damit machen mögen. Bei der Veröffentlichung von Die Verwandlung, Kafkas bekanntester und auch die Vielgestalt seines übrigen Werks ein wenig verdeckender Erzählung, im Programm der Büchergilde Gutenberg liegt der Fall anders. Dieses Buch ist weniger ob der Wiederauflage der Novelle ... – sondern aufgrund seiner illustrativen Beigabe verdienstvoll, würdig und auch besonders. Und es berührt, wenn man sich eingehend mit der Geschichte des Zustandekommens dieser Kombination des Textes mit den bisher unbekannten Zeichnungen Rosy Lilienfelds befasst.

Eben diese, die Novelle begleitenden Illustrationen sind die Entdeckung der Veröffentlichung der Büchergilde zum Kafka-Jahr, und sie erzählen von einer künstlerisch sowie menschlich aufregenden Wiederherstellung des Wissens um eine bedeutende Grafikerin einer verlorenen Generation. 2022 erstmals wieder in einer Ausstellung im Jüdischen Museum Frankfurt zugänglich gemacht, ist das Leben und Werk von Rosy Lilienfeld (1896–1942) einer mehr als überfälligen Rehabilitation zu unterziehen. Die verschollene Künstlerin ist dem Expressionismus zuzurechnen, als Jüdin wurde sie 1942 in Auschwitz ermordet. Über die Umstände des Wiederfindens der kongenialen Arbeiten zu Kafkas Text berichtet in einem Nachwort im Buch die Direktorin des Jüdischen Museums, Dr. Eva Sabrina Atlan. Dort wird am 06. Juni auch die Präsentation von Die Verwandlung stattfinden.

Das Buch, das diese und Kafkas Geschichte in sich trägt, ist inhaltlich wie gestalterisch nichts weniger als ein Ereignis. Die Düsternis beider Linien, der narrativen wie zeichnerischen, verbindet sich hier mit einer hohen bibliophilen Güte, Würde und Kunstfertigkeit, die, auch wenn man das von Gilde gewöhnt sein mag, noch einmal etwas absolut Besonderes hat. Rosy Lilienfeld findet so treffende Bilder für das passive Aufbegehren Gregor Samsas und die sich, nun ja, abkühlende Umgebung seiner Familie, für die er, zum Tier geworden, jetzt völlig nutzlos ist, dass es den Leser und Betrachter schubbert. Und man zugleich die Augen nicht davon lassen kann ... So ist denn diese Neuausgabe der Verwandlung eines der schönsten, ja, und umtreibendsten Bücher der Saison.

Franz Kafka: Die Verwandlung. Mit Illustrationen von Rosy Lilienfeld und einem Nachwort von Eva Sabrina Atlan. Frankfurt am Main: Büchergilde Verlagsgenossenschaft, gebunden, fadengeheftet mit Lesebändchen, Rundumfarbschnitt sowie Prägung, 112 Seiten, ISBN 978-3-76327-471-0, für 28 Euro.

(André Schinkel) 

So, 04.02.2024

Das Plakat zum 'Gilde'-Jubiläum schuf Frank Eißner.

1924–2024: 100 Jahre Büchergilde

Ein Holzschnitt eines Meisters seines Fachs zum 100. Geburtstag, das sollte wohl mehr als das richtige Begängnis für das Jubiläum sein, hat sich Wolfgang Grätz gedacht, um das Jubilate á la 2024 für die Büchergilde Gutenberg einzuläuten. Und hat einen ganz und gar Prädestinierten dafür gefunden: Aus Sachsen stammend, heute in Aschaffenburg wirkend, hat Frank Eißner dem mit einem neunfarbigen Holzschnitt in verlorener Form ganz und gar entsprechen können. Es bildet als Plakat gewissermaßen den Auftakt für die Feierlichkeiten zu 100 Jahre Büchergilde, deren bewegte Geschichte ein gesamtdeutsches Ereignis am bibliophilen Horizont darstellt, schart doch Grätz im Umfeld von Genossenschaft und Grafikbrief die besten Vertreterinnen und Vertreter der gegenwärtigen Grafikerschaft um sich und spielt neben Frankfurt (M.) mit Leipzig ein zweiter elementarer Buchort Deutschlands in dieser Historie eine wichtige Rolle. Und: Eißners Plakat ist mit einer Größe von 42 x 30 Zentimeter in einer 24er Auflage aufgelegt worden und zum Preis von 124 Euro bei der Büchergilde (direkter Link hier) zu bestellen und zu erwerben. Vom 05. Februar bis zum 06. April ist die Ausstellung zu 100 Jahre Büchergilde 1924–2024: Druckgrafik, Plakate, illustrierte Bücher im ehrwürdigen Frankfurt zu sehen (Büchergilde Buchhandlung & Galerie, An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main, direkt hinter der Konstabler Wache). Geöffnet ist die Schau Montag bis Freitag von 10 bis 19 Uhr und am Samstag von 10 bis 17 Uhr. Das dürfte nicht die letzte Feier dieser Art für die Gilde sein in diesem Jahr: Wohl dem ... und: Ehre, wem Ehre gebührt. Ja, Eißners Plakat gibt schon mal ein Vorgefühl dessen, Interessenten mögen sich beeilen.

(André Schinkel)

Sa, 16.12.2023

Die Büchergilde wird 100 und lädt zum Mittun ein.

Büchergilde Gutenberg ist eine Genossenschaft und wird 100

Die Büchergilde Gutenberg blickt auf das kommende Jahr, in dem sie ihren 100. Geburtstag feiert. 1924 vom Verband der Deutschen Buchdrucker gegründet, konnte sie über all die Jahre dem Auftrag der Gründer treu bleiben: Gute Inhalte zu Büchern machen, zu Büchern, die auffallend schön gestaltet sind, zu Preisen, die sich jederfrau und jedermann leisten kann. Und wie Sie sich sicherlich vorstellen können, gehört dazu ein ordentliches Maß an Unabhängigkeit – denn man muss auch schwimmen können gegen den Strom des Austauschbaren und Beliebigen ... 

Nun, um diese Unabhängigkeit zu sichern, hat sich die Büchergilde Verlagsgenossenschaft gegründet. Eine Genossenschaft von Menschen, die durch ihr gemeinsames Handeln die Freiheit und Selbstständigkeit der Büchergilde sichern. Heute möchten wir Sie im Auftrag der Büchergilde einladen: Werden doch auch Sie Genossin oder Genosse dieser Gemeinschaft – einer der wenigen Genossenschaften, die es in der Kulturbranche gibt. Jede Einlage kommt unmittelbar der Büchergilde zugute, sichert ihre Unabhängigkeit, macht schöne Bücher möglich, fördert junge Illustratorinnen und Illustratoren, mit denen sie derart ungewöhnliche Projekte realisieren können.

Mit 500 Euro erwerben Sie einen Anteil – ob allein oder zu zweit. Sie müssen selbstverständlich nicht „nachschießen“; und wenn Sie es denn einmal wollen sollten, bekommen Sie den Anteil auch zurück. Sie verlieren also nichts – und gewinnen viel: Sie werden zu einer/einem, lassen Sie es mich so sagen: Co-Verleger*in der Büchergilde, der einzigen literarischen Buchgemeinschaft in Europa. Mit herzlichen Grüßen: Robert Grieger im Auftrag von Alexander Elspas, dem Vorsitzenden des Vorstands der Büchergilde Gutenberg. Alle Informationen dazu finden sich auf deren Webseite.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 24.03.2023

"Press but better" – 99 Bücher des Projekts können über die Büchergilde Gutenberg erworben werden.
Exclusive Wörter, die es jeweils nur in einer Sprache gibt, spielen eine besondere Rolle im Projekt.

Press but Better: 99 Bücher

Limitierte Lettern-Kunst als Büchergilde-Nachwuchsförderung – unter dem Titel Press but better gibt es exclusiv 99 Buch-Exemplare eines besonderen Kunstprojekts bei der Büchergilde Gutenberg zu erwerben. Vierzehn Teilnehmerinnen und Teilnehmer eines Gestaltungsateliers an der Hochschule Augsburg produzierten dafür ganz außergewöhnliche Bücher. Es entstanden dabei handwerklich superbe Kunstwerke, die beeindrucken und „die Kreativität des künstlerischen Nachwuchses auf beste Art und Weise präsentieren“, wie Michael Wörgötter auf der Webseite der Büchergilde, die bekanntlich in der ausgewiesenen Buchstadt Frankfurt ansässig ist, schreibt.

Weiter heißt es in der Pressemeldung der Büchergilde Gutenberg: „Außergewöhnliches Format, ansprechendes Thema, ausgesuchte Machart: Die Design-Bücher der Augsburger KünstlerInnen vereinen alles, was Buchkunst-Fans suchen. [] Die Druckerzeugnisse wurden in allen Teilen in der Handsatz- und Buchdruckwerkstatt gefertigt, gesetzt in Blei und Holz, auf zwei Abziehpressen – einer Asbern und einer Grafix – gedruckt, und von Hand gebunden. 

Inhaltlich laden die besonderen Kunst-Bücher zu einer Entdeckungsreise um die Welt ein: Mit Wortschätzen, die nur in einer Sprache existieren. Die Teilnehmenden wählten schöne, witzige, oder gefühlvolle Ausdrücke verschiedener Sprachkreise, die mit spannenden Erklärungen aufwarten. Es wird snug (auf Englisch), man fühlt sich abbiocco (auf Italienisch) oder erlebt das tohuwabohu (auf Hebräisch).“ Das Projekt verweist damit auch explizit auf die ‚Weltsprache Kunst‘, die über alle Sprachgrenzen hinaus funktioniert und doch jedem Idiom sein ganz eigenes Gepräge lässt. 

Die gemeinsam von der Büchergilde wie der Hochschule Augsburg herausgegebene, von Michael Wörgötter betreute Auflage wurde gestaltet und produziert von Alaska Arad, Kim Bartsch, Hanna Berezniatska, Anian Huber, Amanda Ibrom, Emely Kahn, Jana Krafczyk, Rebecca Lanowski sowie Constanze Merk, Sonia Mesarova, Lena Sichert, Anna Wagner, Jeannette Wilhelm und Georg Zinsser. Jeder Interessent erhält bei Bestellung ein zufällig gewähltes Exemplar von Press but better. Das fahnenlang querformatige Buch ist in eine Leinenbroschur in verschiedenen Farben gehüllt, mit farbigem Vorsatzpapier, der Inhalt befindet sich auf zweifarbig bedrucktem Bütten (130g/qm) und wurde gesetzt und gedruckt aus Schriften der Augsburger Werkstatt. Jedes Buch hat 40 Seiten im Format von 49 x 15 cm, ist von Hand nummeriert und kostet 128 Euro.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 28.06.2022

Ausschnitt aus dem Büchergilde-Magazin 3/22 | © Büchergilde.de
Ausschnitt aus dem Büchergilde-Magazin 3/22 | © Büchergilde.de
vorn: Julia Penndorf, zweifarbiger Linolschnitt, gedruckt von Petra Schuppenhauer in ihrem Atelier PS in Leipzig

Das neue Magazin der Büchergilde

Das neue Magazin unserer Pirckheimer-Freunde der Büchergilde Gutenberg www.buechergilde-gutenberg.de lag jetzt im Briefkasten. Glückwunsch zu den vielen Neuerscheinungen. Zwei Bücher, die Pirckheimer-Freunden wichtig sein könnten, stellen wir – natürlich nur stellvertretend fürs breite Programm – kurz vor.
 

Mit Gunst und Verlaub

Unser Mitglied Jürgen Franssen und der Verein für die Schwarze Kunst wiesen schon darauf hin: Zum Thema ›Walz‹ hat die Büchergilde Gutenberg nun das bereits 1989 von Anne Bohnenkamp und Frank Möbus herausgegebene »Grundlagenwerk zur Walz« namens ›Mit Gunst und Verlaub‹ in einer überarbeiteten Auflage neu aufgelegt. Das Thema lebt immer noch. Auch der Verein bietet die Walz an – unter dem Motto »Handsatz und Buchdruck wandernd erlernen – Walz für Handsatz und Buchdruck«. Nach der Lektüre dieses Buches gelingt die Bewerbung unter www.verein-fuer-die-schwarzekunst.de vielleicht noch besser.
 

Und habt ihr denn etwa kein Träume

Unser Pirckheimer–Freund Ingo Schulze widmet sich Anna Seghers auf die ihm typische Art und Weise – fachlich fundiert, charmant und den Zugang zur Literatur eröffnend. Anna Seghers, eine der größten Erzählerinnen des 20. Jahrhunderts, sollten wir mal wieder lesen. Das Buch »Und habt ihr denn etwa kein Träume« ist pure haptische Kommunikation, nicht nur auf der literarischen Ebene.
 

Vorzugsausgabe

Ein Hinweis in eigener Sache sei noch gestattet. Unser Buch »KAKOJ KOSCHMAR OДER YOU ARE WELCOME« von Ingo Schulze ist noch in wenigen Exemplaren der limitierten Vorzugsausgabe mit einem zweifarbigen Linolschnitt von Julia Penndorf vorhanden. Natürlich von beiden Protagonisten des guten Buchs signiert. Einfach bei unserem Schatzmeister nachfragen.

(Ralph Aepler)

Fr, 30.04.2021

Alle Galgenlieder, illustriert von Hans Ticha

Exklusiv für ihre Mitglieder gibt die Büchergilde Gutenberg zu seinem 150. Geburtstag "Alle Galgenlieder" von Christian Morgenstern in einer opulenten von Hans Ticha kongenial illustrierten Ausgabe heraus.

Die Galgenpoesie ist ein Stück Weltanschauung. Es ist die skrupellose Freiheit des Ausgeschalteten, Entmaterialisierten, die sich in ihr ausspricht. Man weiß, was ein mulus ist: Die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Schulbank und Universität. Nun wohl: ein Galgenbruder ist die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Mensch und Universum. Nichts weiter. Man sieht vom Galgen die Welt anders an und man sieht andre Dinge als Andre“, so der Autor im Vorwort. Die Galgenlieder wurden zunächst 1895 im kleinen privaten Freundeskreis, dem Bund der „Galgenbrüder“, bei Ausflügen zum Galgenberg in Werder bei Potsdam vorgetragen. Man traf sich in Kneipen, zelebrierte auf ironische Weise schön-schaurige Rituale und sang Morgensterns dazu verfasste Texte: die Galgen-Lieder. Erst später, nämlich 1905, kamen die Galgenlieder dann in Buchform heraus und begründeten den literarischen Ruhm Morgensterns.

Christian Morgenstern, Alle Galgenlieder
Galgenlieder. Palmström. Palma Kunkel. Der Gingganz
farbig, Leinen, geprägt und bedruckt, mit 63 farbigen Illustrationen von Hans Ticha, 14,0 x 21,0 cm, Farbschnitt, 368  S.
Preis für Mitglieder 28 €