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Pirckheimer-Blog

Do, 14.10.2021

Carlos Toruño, Ramo de violetas

Graphik-Kalender AZUL  -  BLAU

Mit dem Gedichtband AZUL von Rubén Darío begann 1888 die moderne Lyrik Lateinamerikas, und außerdem ist die Farbe Blau dort wie hier die Farbe der Hoffnung und der Ferne.
AZUL - BLAU ist die Nationalfarbe Nicaraguas, und aktuell die Farbe der nicaraguanischen Opposition gegen das korrupte und undemokratische Regime der Familie Ortega. Unter den Bedingungen zunehmender Armut, unter Corona und Perspektivlosigkeit herrscht Friedhofsruhe im Land. Dennoch sympathisieren auch in der Kalendergruppe nicht alle mit der Opposition. Es ist also auch der politischen Situation geschuldet, wenn das Thema AZUL nicht in jedem Fall zur Verwendung der Farbe geführt hat.

In jedem Fall aber konnten in diesem Sommer wieder die Farbholzschnitte gedruckt werden, auf handgeschöpftem Papier von Ingrid Rivera Motta und Danilo Rivera, und sogar der Transport der Blätter über Holland war möglich dank Arjens (MatagalpaTours) Hilfe.

Matagalpa-Graphik-Ausstellung, Universitätsbibliothek Wuppertal, ab 18. November 2021, Eröffnung:18 Uhr
Wochenende der Offenen Ateliertür der Edition Schwarze Seite, 13. und 14. November 2021

(Eckhard Froeschlin)

120.- € zzgl. 8.- € Versand; Postauslieferung ab 20. November 2020.
(Der Verkaufserlös geht zur Hälfte an die Autoren in Matagalpa, die andere in die Projektfinanzierung. Trägerschaft: Städtepartnerschafts-Verein Wuppertal - Matagalpa, c/o Heiner Flötotto, Grünewalder Berg 30, 42105 Wuppertal)

EDITION SCHWARZE SEITE
Alte Papierfabrik, Fabrikstr. 32-40, 72516 Scheer/Donau

Hubert Kretschmer

In der Reihe "Die Kunst des Sammelns" des Hybriden-Verlags ist der Band 7 erschienen: Ein Gespräch mit dem Sammler Hubert Kretschmer. Zeichnungen von Hartmut Andryczuk

Themen: Op Art – Medizinische Optik – Produzentengalerie – Berenger-Laurer – Printed Matter – Aktionsraum 1 – Günther Sarée – Reiner Speck – Distribution Kretschmer & Großmann – Rainer Pretzell – Joseph Wintjes – Sautter & Lackmann – Buchhandlung Robert Krauthammer – Robert Mapplethorpe – Jürgen Klauke – Volker Wilczek & Joseph Beuys – Sol LeWitt – Anita Kaegie – Pablo Stähli – Maja Oeri & Dieter Roth – 80 Bananenkisten voller Künstlereditionen – Objekt-Magazine – Ray Johnson – Mail Art – Daniel Buren – Die Postkarte als Kunstform – Archive Artist Publications, Archivsysteme – Säurefreie Boxen – Künstlerbücher im Stift Admont – Christoph Mauler – Marion Ackermann – Archiv der Avantgarden – Arte Povera 

Die Kunst des Sammelns, Bd. 7 – Hubert Kretschmer
Hybriden-Verlag 2021
Edition: 30 copies
650 €

Mi, 13.10.2021

Mit Familienbild aus dem Jahr 1944: Till Sailer, Foto: Elke Lang

Wohin nach Nazi-Deutschland?

Der Schriftsteller Till Sailer stellt in Frankfurt/O seinen neuen Roman vor.

Eine junge Frau, wohlbehütet aufgewachsen auf dem „Hypothekenhügel“ von Weimar, in Liebe gefesselt an eine Ehe mit drei Kindern, Jungs, steht nach Ende des Zweiten Weltkriegs wie unzählige andere deutsche Frauen als Witwe vor dem Nichts. Sie muss für sich und ihre Kinder eine neue Existenz suchen. Das Besondere an der Geschichte ist zum einen, dass sie noch immer in der Naziideologie verharrt, die durch ihren in den letzten Kriegstagen gefallenen Ehemann, einen leidenschaftlichen Erzieher in einer nationalsozialistischen Eliteschule, infiltriert worden war. Ihr liberaler Vater missbilligte diese Haltung. Er konnte ein hohes Amt in der Landesregierung antreten. Zum anderen ist die Grundlage dieses Romans mit dem Titel „Haus mit der Madonna“ ein Stück Familiengeschichte des Schriftstellers Till Sailer und ein Stück Zeitgeschichte.
Wo wohnen, wie mit einem abgebrochenen Studium und dem Makel einer völkischen Vergangenheit den Lebensunterhalt verdienen, wie mit den neuen politischen Umständen zurechtkommen, die sie ablehnt? Sie, die Mutter des Schriftstellers, versucht es im Osten, sie versucht es im Westen, und ihre Erlebnisse bewirken – auch unter dem Einfluss des Vaters – ein langsames politisches Umdenken. „Der arge Weg der Hanna Sewald“, so lautete anfangs Sailers Arbeitstitel, und mit dem Ende des Buches 1949, kurz vor der Gründung der DDR, ist die Geschichte noch lange nicht zu Ende erzählt, der Weg noch lange nicht geebnet. Der 1942 geborene Sohn denkt schon über eine Fortsetzung nach bis in eine Zeit hinein, die er selbst intensiv miterleben konnte. Authentisch wurde der Roman dennoch durch Briefe, die Erzählungen der Mutter und anderer Zeitzeugen sowie die Erinnerungen der zwei älteren Brüder. „Zwei Kapiteln aber“, so Till Sailer, „‚Burg Neuhaus‘ und ‚Zwischen Deutschland und Deutschland‘ erzählen von Ereignissen, die ich im Alter von sieben Jahren ganz allein erlebt habe und die mir noch immer deutlich vor Augen stehen.“

Nun steht die Premiere des im Mitteldeutschen Verlag erschienenen Buches mit einer Lesung des Autors im Kleist-Museum an. Ein Gespräch mit Verlagsleiter Roman Pliske schließt sich an. Die musikalische Umrahmung gestaltet Till Sailers Tochter, die Pianistin Juliane Burbaum.

(MOZ, 14.10.2021, S. 17)

Buchpremiere: 15.Oktober 2021 19 Uhr

Kleist-Museum Frankfurt

Bremerhavener Radierungen

Constanze Kreiser war zu einem zweimonatigen Stipendium im Wilke-Atelier Verein zur Kunstförderung e.V. tätig, dort werden jetzt ihre Arbeite gezeigt: "Zwielichtsituationen an den Wasserkanten".

"An Bremerhaven ist mir während meines zweimonatigen Stipendiums vor allem der Umgang mit dem Wasser aufgefallen: Die Präsenz der rein wirtschaftlich genutzten Wasserflächen und den dazugehörigen Überflutungsschutzmaßnahmen. Die nicht definierbaren Stadteingänge, weil die Stadt sich entlang der Weser unablässig weiterbewegt. Die nicht vorhandenen Durchblicke aus den zur Weserkante parallel geführten Straßen zum Wasser hin. Und am Horizont eine Art grauer Eminenz, ein Kranballet, die ausgelagerte Wirtschaft der Häfen und der Energiegewinnungsfelder, die sich meist nur schemenhaft abzeichnen. [...]
Versehen ist die maritime Landschaft zudem mit Türmen, Masten und Seezeichen, die optische und akustische Kommunikationsnetze aufspannen. Das ehemals flache Erscheinungsbild der norddeutschen Tiefebene hat eine senkrechte Dimension dazugewonnen. ….
Ich versuche mich in diesen Wochen an Portraits der Stadt und ihrer Umgebung. In zwei verschiedenen Formaten gucke ich auf maritime Details der Stahlbauära der letzten Jahrhunderte und auf die optischen Signalgeber einer Netzwerkära, wo alles mit allem zwecks Optimierung und Fernwirkung miteinander verbunden ist. …..
2 Monate sehe ich im Wilke Atelier den bewegten Lichtern von Schiffen, Leuchttürmen und am Himmel zu. Meine dabei entstehenden Radierungen versuchen diese Zwielichtsituationen zu erfassen, Zwischenräume und Zwischenzeiten der Entwicklung von Bremerhaven zu erspüren.
"
(Constanze Kreiser)

Ausstellung: 23. & 24. Oktober 2021 (3G und Maske)

Wilke Atelier
Am Alten Vorhafen 2, 27568 Bremerhaven

Pandemie vs. "Re:connect" in Frankfurt

Ab 20. Oktober soll Frankfurt wieder der Mittelpunkt der literarischen Welt werden. Allerdings wird die Buchmesse deutlich kleiner ausfallen als vor der Pandemie und auch teilweise virtuell bleiben.

Das Motto der 73. Ausgabe lautet «Re:connect - Welcome back to Frankfurt». Dieser Slogan scheint jedoch etwas zu weit gegriffen, denn die Messe wird bei Weitem nicht einmal die halb so groß wie in alten Zeiten sein. So nehmen in diesem Jahr nur 1.700 Aussteller an der Messe teil - 2019 war die Zahl mit fast 7.500 Ausstellern noch mehr als 4mal so groß und die Anzahl der teilnehmenden Länder ist auf weniger als 60% geschrumpft. Einige Pirckheimer werden dennoch mit dabei sein, so z.B. Christian Ewald mit der Katzengraben-Presse, Sven Uftring mit ASKU, Catharine J. Nicely mit PalmArtPress oder wie berichtet Hanfried Wendland. Die Pirckheimer-Gesellschaft selbst ist jedoch nicht mehr vertreten.
Leider wird auch die Besucheranzahl aufgrund der Zugangsbeschränkungen im günstigsten Fall maximal halb so groß sein wie vor der Pandemie.
Ehrengast Kanada will seinen, eigentlich bereits für 2020 vorgesehenen Gastland-Auftritt nachholen. Von den 60 Autorinnen und Autoren, die das Land in Frankfurt vertreten, kommen nur 9 real auf die Messe, auch die bekannteste Autorin des Landes, Margaret Atwood, wird nur virtuell zur Eröffnung zugeschaltet.

Frankfurter Buchmesse: 20. - 24. Oktober 2021

Di, 12.10.2021

ZÜRCHER ANTIQIARIATSTAG

Die für den 5.-7. November geplante 25. Antiquariats-Messe Zürich wurde entgegen den noch vor Kurzem optimistischen klingenden Ankündigungen abgesagt. Als Ersatz veranstaltet „Buchkultur in Zürich“ jedoch einen Antiquariats-Tag.

Teilnehmen werden 12 Antiquariate, u.a. EOS Antiquariat Benz, Biblion Leonidas Sakellaridis, Peter Bichsel Fine Books und August Laube Buch- und Kunstantiquariat und die Schweizerische Bibliophilen-Gesellschaft. Am ihrem Stand kann das in den Marginalien vorgestellte Jubiläumsbuch "Bibliophile - 33 Essays über die Faszination Buch" und das neueste LIBRARIUM, die Zeitschrift dieser Gesellschaft, jeweils zu einem Sonderpreis, erworben werden! 

Antiquariatstag: 7. November 2021
Vorträge: 11 Uhr Paul Michel zum Petrarca-Meister
14 Uhr Carol Ribi zu Warja Lavater-Honegger

Vortragssaal des Kunsthaus Zürich

Wolfgang Henne: bodensatzbücher band 283- 1, philisterdeutschharzköpfe,

gedankensplitter aus der süvorstadt

wOlfgAng hEnnE

neue deutsche bodensatzbibliothek  xxx  leipzig november mmxxI band 283 (300) xxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxxx mit texten von w.h

wir, die deutsche zeitgeschichte und wolfgang henne schenken den band 300 (283), ediert für den november 2021, der deutschen kulturgeschichte (bodensatzbücher bd. I - XVII,1987 - 1988, neue deutsche bodensatzbibliothek, band 1, mai 1992 – band 283, nov. 2021), ------ das periodikakonvolut umfasst zirka 10 000 einzelblätter, als wolfgang henne im auftrag der deutschen bücherei 1988 - 1990 das buchobjekt „ende des buchzeitalters ?!“ schuf, wurde ihm bewußt eine finale einzelleistung auf den weg bringen zu müssen, eine weitere weichenstellung zeichnete sich in der nacht in einem düsseldorfer hotel nach der eröffnung der großen nordrheinwestfälischen kunstausstellung im november '91 ab, maßstäblich und endgültig, neo rauch und wolfgang henne flanierten gedanklich, verbal bis in den frühen morgen hinein auf zukunftspfaden, diskutierten und steckten die malereiclaims und die künstlerischen periodikaclaims ab

buchaufnahme:

1 titelblatt, 1 linolschnitt, 2 siebdrucke, 2 farbsiebdrucke auf discounterwerbeflyern, 1 vierfarbensiebdruck, 1 originalpapiercoll. auf einem schulschnellhefter, 2 blatt tapetenbordüren, 2 s/w kopien, 12 farbkopien, 6 blatt schutz - bzw. schmuckpapiere, 8 blatt geschenkpapiere, 17 blatt text, kartonierter umschlag mit einer collage auf vorderdeckel, fadenheftung, zirka 21 cm x 29 cm, signiert, in einer rosefarbenen vliesstofftasche mit knopfdruck, mit   aufgedruckten 3- farbensiebdruck, --------  voraussichtlich 55 blatt

Mo, 11.10.2021

Tabor-Kalender 2022

Der Grafikkalender 2022 ist  k e i n  Coronakalender, nej, nej, er blickt wie immer optimistisch in das neue Jahr. Der Mensch braucht Perspektiven, am besten er läuft einfach los, wie die Frau von Linde Bischof, und wenn möglich mit Sonne auf der Brust und leuchtenden Augen. Der Mann von Ruprecht v. Kaufmann macht es vor, und die junge Frau von Barbara Lüdde hat die Hoffnung schon im Blick. Einen Rückblick auf die goldenen 60er gönnt sich Britta Lumer und das war doch auch die Zeit des HulaHoop-Reifens, der gerade wiederentdeckt wird. Caro Suerkemper lässt die Reifen schlingern und Menschen mit einem Camouflage-Hintergrund verschmelzen. Kryptisch wirkt das Zeichenblatt von Anina Brisolla und auch das Flächen und Liniengerüst von Pius Fox erschließt sich erst beim dritten Hingucken. Sind es Zahlen, Schriftzeichen, Hieroglyphen oder Spuren der Natur, urbane Formen, oder doch ein Blick von einer Drohne auf einen verlassenen Spielplatz? Bei Moritz Götze liegt viel bezeichnetes Papier herum, selbst die abgespitzten Späne des roten Stifts sind nicht weggepustet. Dagegen wirkt das Glashaus von Claas Gutsche doch sehr aufgeräumt. Christian Hellmichs Kiste könnte sowohl einen Vogel aufnehmen oder nach dem Motto: “Bitte lächeln, gleich kommt ein Vögelchen“ auch eine gut getarnte Radarfalle darstellen. Gefahr geht nicht von ihr aus, genauso wenig wie vom gelben Löwen, einer Arbeit von Fritz Poppenberg, der einen Jungen fixiert, aber durch eine Scheibe vor einer möglichen Attacke geschützt ist. Und was wäre ein Kalender ohne Blumen? Nicht komplett! Die hingetuschten Jasminblüten von Eva Räder sind einfach nicht weg zu denken. Das Bonusblatt von Christopher Lehmpfuhl, ist ein sechsfarbiger Linolschnitt der eine lichtdurchflutete Winterlandschaft darstellt und uns an aufkommende Kälte erinnert.

Diese Grafik hat eine 50er Auflage und kostet 350, aber zusammen mit dem Kalender, der einzeln 475 kostet nur 250, also zusammen 725. Der Kalender hat wieder eine Auflage von 125 Exemplaren und kommt im gewohnten Gewand daher.

TABOR PRESSE BERLIN
Taborstrasse 22, 10997 Berlin

So, 10.10.2021

48. Druck NeueKleiderDrucke

Legende vom Fußballplatz

Im Stillstand der Pandemie ist ein neues Buch von Hanfried Wendland entstanden und bei NeueKleiderDrucke erschienen: Ödön von Horváth "Legende vom Fußballplatz".
Hanfried Wendland hat dazu drei einfarbige und fünf mehrfarbige Linolschnitte gemacht, die teilweise handkoloriert sind.

Ödön von Horváth hat seinen Text als "Sportmärchen" bezeichnet, der Sport mit Phantasie verbindet: »Hans, ein siebenjähriger Bub, der kein Fußballspiel versäumt, holt sich im nassen Gras hinter dem Tor den Tod.
Ein Engel fuhrt Hansl himmelwärts. Seine Flügel leuchten in den Vereinsfarben von Ober- und Unterhaching, sein Kopfballspiel ist göttlich. "Seine schmalen Füße staken in purpurnen Fußballschuhen; an silberner Sternenschnur hing um seinen Hals eine goldene Schiedsrichterpfeife."
Wenn Engel Fußball spielen, gelten keine irdischen Regeln mehr. Neunzig Minuten sind eine Ewigkeit, das Spielfeld ist das All. Aber wenn ein Himmelsstürmer den Ball in die Milchstraße kickt, pfeift der Schiedsrichter ,wegen unfairer Kampfesweise" ab. Alles geht reell zu, auch im sinnlosesten Sport: Fußball bleibt auch hinter dem Himmelstor ein Kampf auf Biegen und Brechen. Hänschen will nicht mitspielen; seine "unermeßliche Seligkeit" liegt im Zuschauen. Freilich nicht mehr im Abseits, wo die Fieberhexe lauert, sondern auf einem Ehrenplatz an der Sonne: Tribüne„ Erste Reihe. Mitte.
Horváths "Legende'' ist kein Kindertotenlied, sondern die Fieberhalluzination eines Fans, geträumt auf den Federwölkchen unschuldiger Phantasie. Nur im Himmel gilt, was Pele einst als Erfolgsgeheimnis des Fußballs beschrieb: "Große Kinder spielen, und große Kinder schauen zu." Wenn wir Weltmeister werden, ist es ein Wunder. Wenn Borneo II gegen Alaska verliert, ohne daß sich erwachsene Männer in "ungeheuerlichsten hochdeutschen Fachausdrücken" und "trüben Weissagungen" spreizen, ist es ein bezauberndes Märchen.
«
(Martin Halter, FAZ, 2006)

Hanfried Wendland stellt das, ab sofort erhältliche, Buch zusammen mit Peter Rensch (Andante-Handpresse) zur Frankfurter Buchmesse an einem gemeinsamen Stand in Halle 3.l, Stand J 104 vor.

48. Druck NeueKleiderDrucke
drei einfarbige und fünf mehrfarbige Linolschnitte, teilweise handkoloriert
Vorzugsausgabe • 40 Seiten, Format 34 mal 24,5 cm
10 römisch numerierte Exemplare gedruckt auf 230 g/qm Alt-Lünen-Bütten
im Halbledereinband im bedruckten Schuber
460 € (Subskription bis 30.10.2021 - 410 €)
Normalausgabe • 24 Seiten
15 arabisch numerierte Exemplare
gedruckt auf 170 g/qm Natural Line als Broschur, Fadenheftung
Satz in 16 p mg. Baskerville • 34 x 24,5 cm
240 € (Subskription bis 30.10.2021 - 190 €)

Frankfurter Buchmesse: 20.-24. Oktober 2021

Sa, 09.10.2021

Mit Hingabe zur Buchgestaltung

"Zum Start der Reihe „Perlen der Literatur“ hat der Input Verlag aus Hamburg die ersten 13 Bände vorgelegt. Verlagsinhaber und Büchermacher Ralf Plenz führt hier seine Vorlieben für anspruchsvolle Literatur, handgemachte Bücher sowie für Kalligrafie zusammen. [...]
Jede Ausgabe, Hardcover mit Fadenbindung, bekommt ein individuelles Vorsatzpapier, dessen Design mit dem Inhalt zusammenhängt, und einen Leineneinband. Die Vorsatzpapiere gestaltet der Bruder des Verlegers, der Grafiker Jörn Plenz. Statt eines Lesebändchens bekommt jeder Band eine individuell gestaltete Banderole, die mehrere Funktionen erfüllt: Sie lässt, im Gegensatz zu einem Buchumschlag, die Haptik des Leineneinbands erspüren, wenn man das Buch in Händen hält; sie fungiert als Lesezeichen, enthält Informationen und ist auf der Außenseite von Ralf Plenz kalligrafisch mit Wortkunst gestaltet, die wiederum Bezüge zum Inhalt aufweist. [...]"

(Maren Schönfeld, in Die Auswärtige Presse)

... gesamten Artikel lesen.

Fr, 08.10.2021

Foto © Dieter Schnöpf

Leute, die Bücher machen

Dr. Michael Friedrichs spricht in dieser neuen Veranstaltungsreihe in Augsburg mit Experten über das Büchermachen.

Folge 1: Dr. Martha Schad ist freiberufliche Historikerin und Autorin. Sie studierte zwischen 1980 und 1985 Geschichte und Kunstgeschichte an der Universität Augsburg und schloss mit ihrer Dissertation Die Frauen des Hauses Fugger von der Lilie ab. Im Augsburger Wißner-Verlag hat sie u.a. einen sehr erfolgreichen Stadtführer veröffentlicht. Ihre Publikationsliste ist umfangreich, einige Werke wurden als Grundlage für eine filmische Darstellung verwendet und in bisher 16 Sprachen übersetzt. Von 2001 bis 2014 war sie ehrenamtliche Heimatpflegerin der Stadt Augsburg für kulturelle Angelegenheiten. Ihr Prachtband „Kochen mit Helene Weigel" wurde kürzlich neu aufgelegt.

Folge 2: Michael Moratti hat das Büchermachen von der Pike auf gelernt. Nach einer Ausbildung zum Lithograf und dem Drucktechnik-Studium war er 18 Jahre als Projektleiter in Augsburger Druckereien tätig. Seit 2014 ist er Verlagsleiter beim Wißner-Verlag. Im November erscheint von ihm der Comic „Jakob und das goldene Fugger-Ei", den er auch selbst zeichnet.

Folge 1: 13. Oktober 2021, 19 Uhr
Folge 2: 15. Dezember 2021 19 Uhr
Weitere Termine: 23. Februar und 4. Mai 2022, jeweils 19 Uhr

Bürgertreff Hochzoll e.V. im Holzerbau
Neuschwansteinstr. 23a, 86163 Augsburg

Do, 07.10.2021

Briefe an Hans

ein internatiomnales Mail-Art-Project

Eine Ausstellung in Erinnerung an Hans Hess (1951 - 2019) mit Beiträgen von über 190 Künstlern.

Die Ausstellungseröffnung wird musikalisch vom Duo Anna Schimkat und Michael Barthel begleitet. Die Beiden arbeiten seit 2016 als Duo im Bereich der elektroakustischen Musik, Lautpoesie und Installation. Gefördert durch den Musikfonds e.V., NEUSTART KULTUR, die Beauftragte der Bundesregierung für Medien und Kultur sowie der Kulturstiftung des Freistaates Sachsen.

Eine Dokumentation des Projekts ist in Arbeit und kann bereits vorbestellt werden.

Vernissage: 16. Oktober 2021, 17 Uhr
Ausstellung: 16. Oktober 2021 - 30. Januar 2022

Kunstkeller Annaberg
Wilischstr. 11, 09456 Annaberg-Buchholz

Mi, 06.10.2021

© Winckelmann-Museum

Stein zu Papier

Das Winckelmann-Museum wird in einer Ausstellung von Astrid WeicheltStein zu Papier. Funde und Fragmente in Abformungen zeigen.

Das Werk der Berliner Künstlerin Astrid Weichelt überrascht gleich auf dreifache Weise. Zum einen ist es das Material – flaches Büttenpapier – aus dem sie dreidimensionale Bildgeschöpfe formt. Zum zweiten unterliegen ihren Geschöpfen reale Relikte vergangener Kulturen, etwa Fragmente historischer Architektur oder Bruchstücke antiker Plastik, oft auch Büsten bekannter Persönlichkeiten. Zum dritten – und hier vollzieht sich der eigentliche kreative Akt künstlerischer Imagination – werden die originalen Fragmente in der Abformung ihres ursprünglichen Zwecks entzogen und ergeben völlig neue Sinnzusammenhänge.
Ihre Abformungen arrangiert Astrid Weichelt dann in Installationen, Wandbildern oder als Einzelobjekte. Durch diese Transformation entstehen ästhetisch reizvolle Figurationen mit überraschenden Wahrnehmungsperspektiven für den Betrachter. Die meist ironisch und zugleich nachdenklich stimmenden Assemblagen sensibilisieren, wecken Erinnerungen an längst Vergangenes und halten uns die Fragilität unseres Seins, die Endlichkeit von Gewohntem und die Vergänglichkeit von Ruhm vor Augen.

Eröffnung: 10. Oktober 2021, 15 Uhr, Begrüßung: Dr. Stephanie-Gerrit Bruer, Führung: Dr. Kathrin Schade
Ausstellung: 10. Oktober - 21. November 2021

Winckelmann-Museum
Winckelmannstraße 36 - 38, 39576 Hansestadt Stendal

Di, 05.10.2021

Abb.: E. Hartwig, o.T., 6/1995, Holzschnitt, 9,7 x 11,3 cm

Druckgraphik VII

Das Druckgraphik-Atelier präsentiert in seiner 117. Ausstellung Holzschnitte, Lithographien, Monotypien und Radierungen von Eberhard Hartwig, entstanden in den letzten ca. 25 Jahren.
Diese vermitteln die Ansätze von gegenständlichen Motiven, direkt vor der Natur als Zeichnung oder Kaltnadelradierung erarbeitet und zum Teil noch als Probedrucke, bis hin zur Abstraktion als Aquatinta oder Radier-Decollage, Lithographie, Holzschnitt oder Monotypie im Atelier ausgeführt.

Eberhard Hartwig, geboren 1957 in Berlin, Ausbildungen und Arbeit als Schriftsetzer sowie Drucker, Graphik bei u.a. W. Leber und in der Kulturakademie, studierte 1995-97 an der Hochschule der Künste Berlin (jetzt UdK) und leitet seit 1990 das Druckgraphik-Atelier.
Eberhard Hartwig´s Arbeiten sind „abbildende Kunst mit mehr oder weniger starken Tendenzen zum Ungegenständlichen, der reale Vorlagen vorausgegangen sind oder Pate gestanden haben ... Es sind Bilder, in denen sich gesehene Realität mit eigener Befindlichkeit und kreativer Gestaltungskraft durchdringen, die mit ihren aufgebrochenen, zergliedernden Elementen den Charakter ursprünglicher Chiffren erhalten. ... Dazu kommt das Prinzip der Reihung, das es in vielen seiner Bilder gibt, die sich in ihrer Abstraktion der Gegenstandslosigkeit nähern. ... Diese Bilder ... zeichnen sich durch eine Dichte und Tiefe aus, die der Künstler durch wiederholte Überlagerungen, durch in sich verwobene Strukturen und die Verschränkung der Räume erreicht. Offene Formen verzaubern fest Gefügtes.“ (Volkhard Böhm, Kunstwissenschaftler, 2011)

Ausstellung: bis 21. Dezember 2021
Midissage: 30. Oktober 2021, 17 Uhr

Mo, 04.10.2021

ENDINGER BÜCHERMARKT 2021

Nachdem der beliebte Endinger Büchermarkt pandemiebedingt schon zweimal ausfallen musste, findet die große Open-Air-Büchermeile in diesem Herbst am Kaiserstuhl im deutschen Südwesten und dem Dreiländereck wieder, erstmals und einmalig an zwei Tagen, statt.
Erwartet werden wieder 10.000 Besucher und bis zu 200 Händler aus Baden-Württemberg, dem Elsass und der Schweiz.
Die Tradition dieses Büchermarkts wurde 2006 begründet und der Organisator Wolfgang Koch, Buchbindermeister, Buchhändler und selbst passionierter Sammler, hat die Termine für die nächsten 10 Jahre bereits festgeschrieben.

Büchermarkt: 9. & 10. Oktober 2021

79346 Endingen am Kaiserstuhl