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Pirckheimer-Blog

Sa, 20.11.2021

Arena Berlin, Besucheransturm 16 Uhr
Am Stand des Verlags der 9 Reiche
comediantes Verlag Leipzig (Fotos ad)

BuchBerlin 2021

Die Buchberlin trat nie mit dem Anspruch auf, das Spektrum der großen Buchmessen wie Frankfurt oder Leipzig durch eine Buchmesse in der Hauptstatt zu erweitern.

Dennoch war die 7. BuchBerlin eine Enttäuschung. Nicht nur aufgrund der (mit wenigen Absagen) teilnehmenden nur 300 Verlage und Autoren, für die sich eine halb so großen Anzahl von Besuchern interessierte, die trotz Ausgrenzung der Ungeimpften nur maskiert Zutritt bekamen und den Messebesuch dann getrübt durch die beschlagener Brille erlebten, sondern durch das vorrangig auf Esoterik, Religionen und Fantasy begrenzte Angebot der vorrangig als Self Publisher tätigen Autoren, selbsternannten Schamanen und spirituellen Ratgebern von Lebenstipps für den Alltag. Und es wurde deutlich, dass es leider auf dem Gebiet des Self Publishing kaum jemanden zu geben scheint, der Bücher produziert, die einem Buchliebhaber nicht das Grauen lehren.

Positiv anzumerken ist das, wenn auch etwas überbordende, Angebot queerer Literatur und es gab selbstredend auch erfreuliche Entdeckungen, vor allem bei den Kinderbüchern. Neben den in diesem Bereich mehrheitlich zu findenden Self Publishern mit gut gemachten Titeln war hier auch der Kindermann Verlag vertreten, auf der Messe fanden sich auch weitere Perlen der Buchproduktion, so vom Verlag Klaus Wagenbach oder von Steffen Marciniak mit seinem Verlag der 9 Reiche, der u.a. auch die Anthologie "Entführung in die Antike" aus der PalmArtPress der Pirckheimerin Catharine J. Nicely vorstellte, in welcher er Mitautor ist. Zu nennen ist von den Teilnehmern auf jeden Fall auch #BerlinAuthors, ein Literaturnetzwerk, welches junge Autoren beim Weg zu Literatur engagiert und selbstlos unterstützt. Auch beim Berliner Indyverlag Satyr, dem Leipziger Verlag comediantes und die für Bibliophile interessante Ausnahme unter den Ausstellern frankfurter edition unikat, ... resonanz und ... kamishibai lohnt ein Besuch.

In kommenden Posts werden einzelne Aussteller genauer vorgestellt.

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Fr, 19.11.2021

Glückscode

Vom Pirckheimer Gisbert Amm / Lyrikhaus Joachimsthal erschien bei Hendrik Liersch in der Corvinus-Presse der Titel Glückscode in zwei Ausgaben.

In einer Volksausgabe in japanische Bindung kann das Buch für 20 € bestellt werden.
Das Künstlerbuch in einer Auflage von 22 Exemplaren hat als Frontispiz eine unikate Originalzeichnung von Miguel Ruibal und kostet 250 €. Das Buch und die Kassette wurden von Stefan Cseh gebunden.

Do, 18.11.2021

Buchpremiere mit Henrik Schrat

Der Berliner Künstler Henrik Schrat präsentiert den zweiten Band „Dornenrose – Liebe & Reise“ aus der Reihe Rodung – Kreuzung – Lichtung, der Gesamtausgabe der neu bebilderten Grimm’schen Märchen in fünf  Bänden im Textem Verlag.

Nach der Buchpremiere wird noch ans Lagerfeuer mit Glühwein geladen, sofern das Wetter mitspielt.

Nach dem erste Band „Schneefall – Himmel & Hölle“, der im vergangenen Jahr erschienen ist, steht der zweite Band im Zeichen von Liebe und Reise und enthält berühmte Märchen wie Dornröschen und Rumpelstilzchen. Dabei interpretiert Henrik Schrat in seinen Zeichnungen die Märchen neu und schafft zeitgenössische Settings, in denen er mitunter Personen des öffentlichen Lebens oder der Popkultur auftauchen lässt.

Henrik Schrat (*1968) arbeitet mit verschiedenen Formen visuellen Erzählens. Er greift dabei auf populäre Geschichten – von Märchen bis zu „Starship Enterprise“ – zurück, um sie als Metaphern für Zeitgenössisches einzusetzen. So entstehen komplexe und doppelbödige Erzählungen. Schrat studierte in Dresden Malerei und Bühnenbild und schloss an der Slade School of Fine Art in London mit einem Master of Arts ab. Es folgte die Promotion (PhD. Phil.) an der University of Essex. Seit 2019 hält er die Gastprofessur an der Hunan City University, China.

5. Dezember 2021, 14 Uhr, es gilt 2G, um Anmeldung unter wird gebeten.

Hansabibliothek
Altonaer Str. 15, 10557 Berlin

Mi, 17.11.2021

Udo Würtenberger, zweifarbiger Holzschnitt

Aurelius-Vita und Armenische Nachtigall

Holzschnitt- und Linolschittzyklen von Udo Würtenberger, Layout und Schriftsatz: Michael Ley.

In einer Ausstellung der Galerie Udo Würtenberger werden die „Vita Sancti Aurelii", die mittelalterliche Nacherzählung des Lebens und Wirkens des Heiligen Aurelius und ,,Die armenische Nachtigall", eine Sammlung von Liebesgedichten des armenischen Schriftstellers Nahabed Kutschak aus dem 16.Jahrhundert gezeigt.
Beide Werke wurden in Anlehnung an die mittelalterliche Buchmalerei mit farbigen Holz- und Linolschnitten versehen und als Buch-Unikate gestaltet.

Ausstellungseröffnung: 12. Dezember 2021, 12 Uhr. Musikalische Gestaltung: Quartett Leolino, Hamburg ABGESAGT!
Ausstellung: 16. Dezember 2021 - 14. Januar 2022 ABGESAGT!

Galerie Udo Würtenberger
Elberfelder Straße 10, 10555 Berlin

Di, 16.11.2021

Katalog der vorjährigen Ausstellung
Arkadi-Michailowitsch-Kolchanow Eisgang. Siedlung Dimkovo, Holzstich, 20x20 cm (Stockmaß), 1982
Philipp Mager: Traum von Fliegen III, 2021, 89 x 126 cm (Stockmaß), Linoldruck

Druckgrafik

Die Berliner Kunstgalerie Wolf & Galentz präsentiert zahlreiche druckgrafische Arbeiten auf Papier aus 100 Jahren, die frühesten aus den 1920er-Jahren, die jüngsten von 2021. Die Ausstellung knüpft an die Druckgrafikausstellung vom vergangenen Jahr an: War die erste Druckgrafikausstellung bei Wolf & Galentz einem einzigen, nämlich dem selten gewordenen Genre Holzstich gewidmet, so lotet die kommende Schau die Grenzen und Möglichkeiten der Druckgrafik überhaupt aus. Werke verschiedenster druckgrafischer Techniken werden gezeigt, auch einige spannende experimentelle; die Formate reichen von Miniaturen bis hin zu ungewöhnlich großformatigen Arbeiten; die Künstler stammen aus Ost- und Westdeutschland, Russland, Armenien, Frankreich, Belgien und Österreich. Der Schwerpunkt liegt dabei auf der Präsentation von Künstler aus Russland, der Kaukasusregion und Deutschland.

Die Ausstellung zeigt historische und zeitgenössische künstlerische Grafik, darunter Werke von Michail Wercholantsew, frühe Bücher mit Originalgrafiken von Wassili Masjutin und Pawel Schillingowski sowie ein berühmtes Picasso-Porträt von Georgi Echeistow von 1934. Die Familie von Arkadi Kolchanow vertraute uns mehrere sehr seltene Holzstiche des Meisters an. Der langjährige Drucker von Konrad Felixmüller, Hans-Jürgen Wilke, leiht uns Werke aus seiner Sammlung. Wir durften einige Blätter aus dem Nachlass von Jürgen Wittdorf zur Ausstellung aussuchen, ebenso Lithografien in Schabtechnik von Rolf Münzner und Andreas Dress aus der DDR. Einige Linoldrucke von Künstlerinnen aus der Sowjetunion der 1960er- und 1970er-Jahre, die eine eigene Ausstellung verdient hätten, werden aus Platzmangel in einer Mappe präsentiert.
Miniaturen – Exlibris und andere – von Meistern der Gattung wie Gerard Gaudaen aus Belgien und Anatoli Kalaschnikow aus der UdSSR werden ebenso zu sehen sein, wie die für das Genre ungewöhnlich großformatigen Drucke von Christian Stock, Philipp Mager und Anton Laiko.
Es werden Linolschnitte und Radierungen von Klaus Fußmann und Jahresgrüße von seinem Schüler Hans-Joachim Billib gezeigt. Die Siebdrucke aus den 1970er-Jahren von Jürgen Peters, in Werkstätten in den USA hergestellt, bestechen durch Klarheit und herausragende Qualität. Eine Reihe von Radierungen von Aude de Kerros, die Tief- und Hochdruckverfahren auf einem Blatt vereinen, manifestieren die Meisterschaft der Künstlerin aus Paris.
Neben klassischen drucktechnischen Verfahren werden auch experimentelle Ansätze gezeigt, so zum Beispiel die Drucke von Swetlana Wedernikowa aus Sankt Petersburg, die in einer einzigartigen Technik entstanden sind, da der Künstlerin nach dem Ende der Sowjetunion keine Lithografiewerkstatt mehr zur Verfügung stand und sie daraufhin eine eigene Drucktechnik entwickelte, bei der sie ölhaltige Farbe mit einer Radierpresse verwendete. Weiterhin sind Offsettdrucke von Ruth Wolf-Rehfeldt, experimentelle Litho-, Radierungs- und Kupferstichmonotypien und andere ungewöhnliche Arbeiten bis hin zu Hologrammen von Jürgen Eichler zu sehen.

Die Ausstellung wird flankiert von einem Rahmenprogramm mit Vorträgen: Joachim Pohl spricht als Ost-Berliner Galerist über seine Sammlung von amerikanisch-britische Druckgrafik. Der Drucker Hans-Jürgen Wilke erzählt von seinen Erfahrungen. Pascal Johanssen, Mitgründer und Leiter des Museums Direktorenhaus Berlin, stellt die Sammlung von Papierarbeiten und Druckgrafik seines Museums vor und geht auf die Rolle des Festivals Illustrative für die Entstehung der Sammlung ein.

Eröffnung: 26. November 2021, 18 Uhr
Ausstellung: 28. November 2021 - 6. Februar 2022
Joachim Pohl: "Wie kommt ein Künstler und Kurator in der DDR zu einer Sammlung mit Druckgrafiken der Popart?" 28. November 2021, 16:30 Uhr

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

Mo, 15.11.2021

BUCHBERLIN 2021

Am kommenden Wochenende öffnet die 7. BUCHBERLIN ihre Türen. Über 300 unabhängige Verlage und Selfpublisher aus ganz Deutschland werden ihr Programm vorstellen. Stöbern Sie in besonderen Büchern, die es nicht in jeder Buchhandlung gibt, und entdecken Sie tolle Geschenkideen.

Aktuell kursieren gerade Gerüchte über eine Absage der BUCHBERLIN 2021. Das ist falsch! Zum einen gibt es derzeit nur eine Empfehlung des RKI, dass Großveranstaltungen abgesagt werden sollten, keine Verpflichtung. Zum anderen ist die Berliner Buchmesse laut Definition keine Großveranstaltung. Die BUCHBERLIN findet statt, es gilt 2G und Maskenpflicht!

Es werden jedoch nur eine begrenzte Anzahl von Besuchern pro Tag auf der Veranstaltung zugelassen. Diese beläuft sich auf etwa 1.500. Daher wird empfohlen, schon vorab Online-Tickets zu erwerben.

Messe: 20./21. November 2021

ARENA Berlin
(Nähe S-Bhf. Treptower Park)

Bezirksmuseum Marzahn: Emil Stumpp / Kurt Schwaen

Berliner Porträts der 1920er- und 30er- Jahre

Der Maler und Zeichner Emil Stumpp (1886-1941) ist heute in Deutschland eher unbekannt. In den 1920er- und 30er-Jahren gehörte er zu den wichtigsten Pressezeichnern seiner Zeit. Er porträtierte bekannte Persönlichkeiten aus Politik, Wissenschaft, Kunst und Gesellschaft und ließ seine „Modelle“ die Zeichnungen eigenhändig unterschreiben. Stumpp hinterließ ein immenses Gesamtwerk von zwanzigtausend Lithografien, unzähligen Aquarellen, Zeichnungen und mehreren hundert Ölgemälden.

Nach seinem Tod gründeten seine Tochter Hedwig und deren Mann Kurt Schwaen das Emil-Stumpp-Archiv. Sie kuratierten daraus eine Ausstellung, die im Juni 1945 als erste Kunstausstellung überhaupt nach Kriegsende in Berlin-Wilmersdorf gezeigt wurde. In den Folgejahren betreute das Ehepaar Schwaen diese Archivbestände weiterhin sorgsam und ermöglichte über Jahrzehnte weitere Stumpp-Ausstellungen in Ost- und Westdeutschland. Ende der 1980er-Jahre ließ Schwaen auf seinem Grundstück in Mahlsdorf einen eigenen Bungalow für diese Werke errichten.

Seit den 1990er-Jahren ist der größte Teil des Nachlasses im Emil-Stumpp-Archiv konzentriert, das sich heute in Gelnhausen befindet. Es wird von Michael Stumpp, einem Neffen Emil Stumpps, betreut. Daneben gibt es weitere Sammlungen u.a. im Deutschen Historischen Museum in Berlin, im Institut für Zeitungsforschung in Dortmund, im Deutschen Bundestag, in vielen Museen und in privaten Graphiksammlungen.

Die Ausstellung zeigt eine kleine Auswahl von Porträts, die vom Kurt-Schwaen-Archiv zur Verfügung gestellt wurden.

Ausstellung: 15. November 2021 - 8. Juli 2022
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 2
12685 Berlin, Alt-Marzahn 55

”Wer möchte nicht am Leben bleiben …“

Wie am 16. August hier berichtet, findet parallel im Bezirksmuseum eine Sonderausstellung über den Komponisten Kurt Schwaen (1909- 2007) statt, hierzu gibt es ein Ausstellungsgespräch mit der Pirckheimerin Dr. Ina Iske-Schwaen zu ihrer jahrzehntelange Arbeits- und Lebensgemeinschaft mit ihrem Mann mit der Museumsleiterin Dorothee Ifland, in der Dr. Ina Iske-Schwaen an einem Beispiel den Werdegang einer Komposition von der ersten Idee bis zur Aufführung im Konzertsaal erläutert.

Gespräch: 24. November 2021,18 Uhr
Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf, Haus 1
12685 Berlin, Alt-Marzahn 51

So, 14.11.2021

am Buch waren beteiligt: Harald Weller, Monika Rinck, Petrus Akkordeon, Stefan Cseh (von lks. nach rechts)
Ill. Petrus Akkordeon

Die Füchse im April

In der Berliner Lettrétage geht es an diesem Abend um Füchse, und niemand weiß, um was nicht noch alles. Die beiden Lyriker Monika Rinck und Mikael Vogel werden erstmals gemeinsam aus ihren Werken lesen und neben den Füchsen auch andere Tiere erwähnen, ehren, bewundern, bedichten und betrauern. Dabei werden Petrus Akkordeon und Hendrik Liersch von der Corvinus Presse Berlin das dort erschienene Buch "Füchse im April" von Monika Rinck und Petrus Akkordeon vorstellen.
Das Buch, 28 Seiten. 27 mal 38,5 cm, erscheint jeweils in 22 Exemplaren, numerierte und signiert in Kassette von Stefan Cseh á 400 €, die Volksausgabe á 50 €.

Monika Rinck lebt in Berlin und Wien. Seit 1989 diverse Veröffentlichungen in vielen Verlagen. Sie übersetzt, gemeinsam mit Orsolya Kalász aus dem Ungarischen, kooperiert mit Musikern und Komponisten und unterrichtet als Professorin am Institut für Sprachkunst an der Universität für Angewandte Kunst in Wien.

Mikael Vogel, geb. 1975 in Bad Säckingen, lebt in Berlin. Er hat bislang sechs Gedichtbände veröffentlicht.

6. Dezember 2021, Anmeldung erforderlich

Lettrétage e.V. im ACUD Studio
Veteranenstraße 21, 10119 Berlin

Sa, 13.11.2021

Rolf Biebl, »Akt im Raum«, (2021), dreifarbiger Siebdruck (Serigraphie) auf Munken Print Cream (300 g/m²), 19 x 28 cm, Blatt: 20 x 29 cm, sign & dat., Prägestempel, Aufl. 250 Expl.

Rolf Biebl

In der vom Pirckheimer Andreas Wessel betreuten jW-Kunstedition ist die achte Graphik erschienen, der dreifarbige Siebdruck »Akt im Raum« von Rolf Biebl, gedruckt von Reiner Slotta.

Rolf Biebl wurde 1951 geboren und studierte von 1973 bis 1978 Bildhauerei an der Kunsthochschule Berlin-Weißensee. Er war an der Akademie der Bildenden Künste in Budapest, der Akademie der Künste der DDR und der Kunsthochschule Berlin-Weißensee tätig und gründete zusammen mit Clemens Gröszer und Harald K. Schulze die Künstlergruppe NEON REAL. Seit den 1990er Jahren setzt er sich verstärkt mit der Malerei auseinander.

Der menschliche Körper steht im Zentrum seiner Kunst. Zahlreiche seiner bildhauerischen Arbeiten sind im öffentlichen Raum in Berlin, Rostock, Frankfurt (Oder) und Cottbus zu finden.

Plakat zur Ausstellung / © R. Wege
Plakat zur Ausstellung / © R. Wege
Thomas Ranft in seinem Atelier | ® Ralf Wege
Thomas Ranft in seinem Atelier | ® Ralf Wege

Thomas Ranft - Radierungen zu Hölderlins "Hyperion"

Mit eineinhalb Jahren coronabedingter Verzögerung wird am 17. November 2021 die Ausstellung mit Radierungen des Künstlers Thomas Ranft zu Friedrich Hölderlins Briefroman "Hyperion" in Magdeburg eröffnet. Der Künstler wird anwesend sein. In die Ausstellung führt die Kulturwissenschaftlerin Eva Reulecke ein. Musikalisch begleitet Frank Schöpke die Eröffnung.

Die Vernissage war ursprünglich für März 2020 geplant. Trotz der Verschiebung ist der Anlass der Schau geblieben: Zwei Jubiläen werden gewürdigt – der 250. Geburtstag von Friedrich Hölderlin und der 75. Geburtstag von Thomas Ranft. Eine Verbindung zwischen beiden knüpft mit »Hyperion« eines der bekanntesten Werke Hölderlins, dessen erster Band 1779 erschien. Thomas Ranft hat in Auseinandersetzung mit diesem Werk zwei Grafikmappen mit je elf Radierungen sowie 15 experimentellen Blättern geschaffen.

Die Kunsthistorikerin Hanneke Heinmann schreibt 2013 in ihrem Text "Thomas Ranft und Hölderlins Hyperion": »Thomas Ranft zeigt in Kunst und Handeln, dass der Wert des Individuums und der Kampf für ein höheres Ziel jenseits von routienemäßiger Bürgerpflichterfüllung bestimmende Leitlinien sind. Hier scheint er ein geistiger Bruder des Romanhelden Hyperion zu sein. … Zudem entdeckt Ranft mit feinem Gespür in Hölderlins Textpassagen eigene alte Bildfindungen, die er umdeutet und weiterbearbeitet. Er hält sich an seine Maxime, den Text als Anstoß für Reflexionen und freie Improvisationen über die vorgefundenen Themen zu nutzen.«

Die Ausstellung ist eine Veranstaltung des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e.V. »Willibald Pirckheimer«, der Schwesterorganisation der Pirckheimer-Gesellschaft. Sie wird gefördert vom Land Sachsen-Anhalt, unterstützt durch das Kulturbüro der Landeshauptstadt Magdeburg und den Verein Literaturhaus Magdeburg e.V.

(Sigrid Wege)

Ausstellungseröffnung: 17. November 2021, 19 Uhr, freier Eintritt
Ausstellung: 18. November 2021 - 11. Februar 2022

Literaturhaus Magdeburg und HOT Alte Bude Magdeburg

Endgültige Absage auch für 2021

Am 30. September wurde an dieser Stelle darüber informiert, dass die Jahresversammlung der Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst, die ursprünglich im April 2020, später dann im Herbst 2020 in Ottobeuren stattfinden sollte, erst nach Leipzig im Frühjahr, später in den Herbst 2021 verlegt wurde.

Schweren Herzens hat sich der Vorstand der Maximilian-Gesellschaft entschlossen, die Jahresversammlung in Leipzig Anfang Dezember 2021 ebenfalls abzusagen.

Nach derzeitigem Stand soll die Jahresversammlung nunmehr in Ottobeuren am 23. und 24. September 2022 stattfinden. Über die Fortführung der Aktivitäten werden Maximilianer auf der Homepage informiert.

Fr, 12.11.2021

Fotos: ad

Whisky und Buch

Ein sowohl geistiger und diesmal auch hochgeistiger Genuss war der gestrige Pirckheimer-Abend der Berlin-Brandenburger Regionalgruppe unter dem Thema "Whisky und Buch" mit dem Vortrag von Robert Grieger, in welchem er die Welt des Whiskys aus der Sicht eines Bücherfreundes vorstellte.

Bücherfreunde wissen, dass ein guter Tropfen, respektvoll genossen und ein gutes Buch kein Gegensatz sein müssen und die Geschichte der Literatur liefert dazu ausreichend Beispiele. Diesem Anreiz folgend, war Robert Grieger, Sammler von Büchern zum Thema Whisky nicht erst in Corona-Zeiten, wenn auch seitdem verstärkt, bemüht, in der virtuellen Welt Freunde beider geistigen Genüsse zusammenzuführen, so z.B. u.a. als Herausgeber der Berliner Whisky Depesche, und hat in Zusammenarbeit mit Matthias Hartinger von Whisky and Talk 2021 zum Welttag des Buches die Facebook-Gruppe Bücher rund um Whisk(e)y & Co. ins Leben gerufen.

An diesem Abend wurden nun auch Whisky und Bibliophiles real geboten. Theodor Fontane, Sir Walter Scott, Arthur Conan Doyle, auch Douglas Adams und andere bedeutende Literaten waren im Zusammenhang mit Whisky zu erwähnen. Genauso Größen wie Alfred Barnard, Michael Jackson, Dave Broom, Hans Offringa und weitere.

Und Robert Grieger hat, man verzeihe die Platitude, damit den Beweis angetreten, dass das Sammeln von Büchern keine trockene Angelegenheit ist.

Do, 11.11.2021

Katrin Magens, "Lagune 1" (Ausschnitt), 2012, mehrfarbiger Holzschnitt, Druckstock 50 x 50 cm

​​​​​​​8. Biennale Buchkunst

Ein Fest für die Sinne – auch in der Pandemie!

43 Künstlerinnen und Künstler höchsten Ranges werden an der von Gudrun Illert, Atelier G, zum 8. Mal veranstalteten Biennale Buchkunst Weimar teilnehmen.

Der wachsende Zuspruch von Ausstellern und Publikum gleichermaßen zeigt die zunehmende Bedeutung von Künstlerbüchern auch im digitalen Zeitalter - statt glatter Benutzeroberflächen Sinnlichkeit erleben: einzigartige und unverwechselbare Arbeiten, gefertigt mit Enthusiasmus & Herzblut, zum Sehen, Fühlen, Riechen … Künstlerbücher spiegeln ihr Thema mal ernsthaft, mal ironisch, heiter und tiefsinnig wider, fast immer mit einem „genialen perspektivischen Dreh“, wie es eben nur mit den Mitteln eines Buches zu bewerkstelligen ist. Die gezeigten Arbeiten vermitteln das ganze Spektrum der Künstlerbücher. Die Bücher liegen offen und entfalten ihren Reichtum beim Blättern. In ihrer Vielseitigkeit zeigen sie Experimentierfreude mit den Techniken und den Ausdrucksmöglichkeiten des Mediums. Sie sind Mittler zwischen freier und angewandter Kunst. Sämtliche grafischen Techniken findet man neben einander: Photogramme, Aquatinta, Holzschnitte, Zeichnungen, Malerbücher, Mappenwerke, Lithografien - oft Unikate. Es ist wirklich ein Fest für die Sinne! Konzentration auf das Wesentliche, feinsinniges Zusammenspiel von Form und Inhalt, beide zusammen machen das besondere Kunsterlebnis aus. Es wird gezeigt, wie Buchgestaltung mit großem Aufwand aber auch mit waghalsigem Minimalismus auf die Spitze getrieben ist. Farbigkeit, Papierqualitäten, Typografie, Grafik, Aufmachung und Funktionalität vereinen sich zu ganz besonderen Buchobjekten. Es gibt Raritäten in winzigen Auflagen und kostbar ausgestattete Vorzugsausgaben.

Alle Ausstellungsstücke können direkt erworben werden.
Die Künstlerinnen und Künstler sind anwesend und laden zum Gespräch ein.

27. und 28. November 2021

congress centrum weimarhalle (Seminargebäude)
Unesco-Platz 1, 99423 Weimar

Mi, 10.11.2021

Abb. © artpeers.de

Grafiksammler aufgepasst ...

Die Interessen in Literatur, Grafik und Buchkunst sind eng miteinander verbunden. Bei Artpeers Kunstauktionen findet man eine grosse Menge originaler Künstlergrafiken wie Radierungen, Holz-/Linolschnitte, Lithographien, Siebrucke, die aus illustrierten Ausgaben stammen.

Sammler handsignierter Originalgrafiken, Sammler von Drucken auf Pergament, auf besonderen Papierarten wie Büttenpapier, Velinpapier oder Japanpapier oder auf sonstigen ungewöhnlichen Stoffen, Sammler von Signaturen und Sammler von Sondereditionen kommen sicherlich auf ihre Kosten.

Zu den gesuchten Sammlerstücken gehört u.a. die nebenstehend abgebildete und allen Pirckheimern sicher bekannte Sonderedition des Künstlers Markus Lüpertz, eine Interpretation des Buches „Das Grundgesetz“. 
In 19 großformatigen und ausklappbaren Illustrationen veranschaulicht der Maler, Bildhauer, Musiker und Dichter Markus Lüpertz unsere wichtigsten Grundrechte. Die illustrierte Sonderausgabe des Grundgesetzes ist in Leder gebunden und mit einem Goldschnitt versehen. Mit Essay von Peter Sloterdijk.
Die zugehörige Bronzeskulptur zeigt einen für den Künstler typischen antikisierten Torso. (nähere Informationen hier)

(Angelika Groenendijk)

Di, 09.11.2021

Prägnante Episoden ...

Stipendiatinnen der Manufaktur Willi Beck, die gern etwas mehr gewußt hätten über die Rolle der Frauen in der Geschichte der grafischen Industrie, schufen eine aus 12 Plakaten bestehenden Serie "Frauen im Graphischen Gewerbe".

Da der Schwarzdrucker ja ohnehin der Meinung ist, dass die meisten Dinge, die Männer so machen, auf Anregung, Druck oder zumindest Hilfestellung von Frauen zurückgehen, war diese Initiative junger Druckerinnen auch eine Anregung für Marc Berger und der Weg zu einer ersten Postkartenidee nicht weit. Und aus einer Postkarte wurde schnell eine Serie. Zwölf Sternstunden um zwölf historisch verbürgte Frauen, die die Druckgeschichte entscheidend geprägt haben. Ob die Worte immer genauso wie beschrieben wirklich gefallen sind, kann man zwar nicht beweisen. Das Gegenteil aber auch nicht.

Weil der Schwarzdrucker momentan zu wenig Zeit hat, diese Postkarten standesgemäß im Buchdruck zu drucken, wurde daraus (erstmal) dieses Plakat. Ist ja auch viel schöner und praktischer als ein MUSS für die Wand jeder feministischen Druckwerkstatt aller denkbaren Geschlechter.

Marc Berger, Prägnante Episoden aus der wirklich wahren Geschichte der schwarzen Kunst
Edition Schwarzdruck 2021
100er-Erstauflage digital gedruckt auf 115g-Affichenpapier im Format von 50x70cm
16 € zzgl. Versand

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