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Pirckheimer-Blog

Mo, 03.05.2021

Born to be wild (1. Teil)
Dark side, Abb. © Julienne Jattiot

Einladung zur Subskription: Maskerade

Das Original Linolschnitt Buch von Julienne Jattiot "Maskerade", welches gerade von ihr und Thomas Siemon auf der »Präsident« Zylinderpresse aus 78 Linolplatten und 6 Holzplatten im atelier carpe plumbum in Leipzig gedruckt wird, kann noch bis zum 15. Juni 2021 zum Vorzugspreis von 30 Euro + Versand vorbestellt werden.
Zur Subskription wird das Buch signiert und enthält zusätzlich einen Druck von den Buchmotiven als Einzeldruckgrafik auf 240g Papier, Motive zur Auswahl hier.
Der Versand ist für Mitte Juni geplant. Fragen und Bestellungen bitte per Mail.

Das Buch wurde in der Entwicklungs- und Gestaltungsphase von September bis November 2020 mit einem Arbeitsstipendium im Rahmen des Kultur ans Netz Programm des Landes Sachsen-Anhalt gefördert.

Die Motive sind auch auf 240g Papier zum Einzelpreis von 15 Euros + Versand zu erwerben.

Julienne Jattiot, Maskerade
Schmutztitelblatt und Impressum: Handsatz, Cover: Klischeedruck.
30,5 x 21 cm. 52 Seiten, 13 Farbe
Auf 90g Fedrigoni Arena Papier gedruckt. Auflage: 400
Bindung: Buchbinderei Mönch, Leipzig

So, 02.05.2021

Projekt 1
Projekt 2
Projekt 3
Projekt 4, Fotos © Lisa Gümbel

Woven Structure Binding

»Meisterpreis-Kurswoche« im Centro del bel Libro in Ascona, Schweiz unter Leitung von Jan Zimmerlich.

Im ersten Projekt "dieser ungewöhnliche Vorgehensweise der [klebstofffreie Bindung durch Verweben der Bünde] wurden die verwendeten Lagen im Falz eingeschnitten, an den Stellen, wo sie durch die waagerecht verlaufenden Bünde verbunden werden sollten. Die Bünde wurden durch die Schlitze in die Lage geschoben, umliefen dort einen Kunststoffstreifen, der entlang des Falzes vom Kopf bis zum Fuß reichte. Die vor der ersten und hinter der letzten Lage überstehenden Bünde wurden in die Kartondeckel hineingeflochten. Somit blieben der Rücken offen und die Flechtbünde dort sichtbar.

Im zweiten Projekt wurde es deutlich komplizierter. Die Lagen wurden nicht wie beim ersten direkt miteinander verbunden, sondern wie bei der französischen Technik auf Onglets geheftet. Zum sogenannten Heften auf Onglets wurden kleine Webhülschen als Verbinder angefertigt. Eine weitere Schwierigkeit bestand im Anfertigen der Deckel durch das Hin- und Zurückweben der Bünde mit anderen Webbändern, sodass ein stabiles kariertes Muster entstand.

Als drittes Projekt wurden die Lagen ganz ohne Bünde miteinander verbunden. Sie wurden am Rücken jeder Lage horizontal eingeschnitten und jeder so entstandene Abschnitt abwechselnd nach vorne und nach hinten umgeknickt. Dann wurden die umgeknickten Teile jeder Lage miteinander verschachtelt zusammengesteckt und von oben jeweils ein Plastikstreifen hindurchgefädelt.

Als letztes Projekt wurde eine sehr dicke einlagige Bindung gewählt. Auch bei der dicken einzelnen Lage wurden die Bünde durch den Falz der Lage geführt. Zum Ausgleichen der späteren Deckel wurden am Rücken der Lage noch einige schmale Blatt Papier mitgebunden, die durch eine speziell entwickelte Falztechnik zurückgefalzt wurden.
Die Deckel bestehen aus durchsichtigen Hartplastikplatten aus dem Gartenbaubereich. Sie teilen sich in viele schmale Kammern auf, durch welche die Bünde gefädelt und mit Bügelperlen fixiert wurden.
"

(Lisa Gümbel, MDE-Sondernewsletter 01.2021)
© 2021 MDE – Meister der Einbandkunst e.V., All rights reserved.

Die in der Kurswoche entstandenen Arbeiten werden im September 2021 auf der BuchDruckKunst und dem Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Hamburg gezeigt.

Foto © Caroline Seidel

Holzdeckeleinband mit Stachelrochenleder

»Meisterpreis«-Kurswoche bei Esther Everding

"Geheftet wird bei dieser Technik auf Leinenzwirn oder Nylonfaden, der dann später die Verbindung von Buchblock und Deckeln herstellt. Für die Deckel werden MDF-Platten mit Holzfurnier kaschiert, auch an den Stehkanten, was sich als ziemliches Gefriemel erwies. Außerdem war natürlich jede Menge Schmirgeln und Schleifen angesagt, um das Furnier schön glatt und geschmeidig zu bekommen. Die Rückeneinlage und später der Stachelrochen werden direkt auf den Buchrücken geklebt.
Bei der Einbandgestaltung bin ich minimalistisch geblieben und habe neben einem Farbschnitt lediglich die zwei Astlöcher im Furnier für Stachelrochenledereinlagen genutzt.
"

(Caroline Seidel, MDE-Sondernewsletter 01.2021)
© 2021 MDE – Meister der Einbandkunst e.V., All rights reserved.

Die in der Kurswoche entstandenen Arbeiten werden im September 2021 auf der BuchDruckKunst und dem Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft in Hamburg gezeigt.

Sa, 01.05.2021

... hier wurde nichts zerschnitten, lediglich zwei Fotos ineinander montiert! © ad

Ungers Didot-Fraktur

Als "Bibliophiles des Monats" Mai wurde ein Faksimile-Druck der Ausgabe von Wilhelm Abraham "Tellers Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland, 1792" gewählt. Der Nachdruck erschien in einer Auflage von 500 Exemplaren, davon 300 nummeriert für die Teilnehmer am Stiftungsfest des Berliner Bibliophilen Abends 1928.

Herausgegeben und mit einem Nachwort versehen wurde das Faksimile von Ernst Crous (1882 - 1967), Kirchenhistoriker, Bibliothekar und Mitglied des BBA, der damit den Berliner Johann Friedrich Unger (1753 - 1804) und dessen Verdienste als Schweizerdegen und Schriftgestalter, u.a. als Schöpfer der für den Druck verwendeten Didot-Fraktur würdigte.
Mit dem Erwerb 1789 der deutschen Lizenz für die Didot vom französischen Typografen Firmin Didot versuchte Unger ursprünglich zur Popularisierung der neuen Antiqua-Schrifttypen beizutragen. Crous schreibt dazu im Nachwort: "Unger, immer nach dem Höchsten in seiner Kunst strebend und mit einem starken Sinn für den Geist der Zeit ausgestattet, hatte sich, sobald nur erst seine Druckerei auf festen Füßen stand, mit Eifer den lateinischen Didotschriften zugewandt, die eben damals jenseits der Grenzen das Neueste des Neuen waren. Er vertrieb diese Lettern, er druckte mit diesen Lettern Bücher, schöne Bücher, lateinische, französische, hauptsächlich deutsche. Es fehlte nicht an lautem Beifall, aber bald mußte Unger doch erkennen, daß auch der stürmischste Anlauf die Antiqua, wenigstens in seinen Tagen, nicht zu einem vollen Siege in Deutschland bringen könne. Da warf er denn, ebenso wie sein großer Rivale Breitkopf, entschlossen das Steuer herum und strebte nun einer zeitgemäßen Fraktur zu, einer Schrift, die ein gotisches Seitenstück zu Didots Antiqua sein würde."

(ad)

Faksimile der Ausgabe von Tellers "Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland 1792", Berlin, Unger, 1792 in Ungers Didot-Fraktur erschienen, mit Nachwort von Ernst Crous, Berlin 1928, Broschur mit montiertem Deckelschild, Fadenheftung, 16 nicht paginierte Seiten, 1 Abb., 20,6 x 12,7 cm

Fr, 30.04.2021

Screenshot der heutigen Online-Ausgabe

Mackensen illustriert Goethes frivolste Werke

"Mit sinnlichen Bildern hat der Sondershäuser Maler Gerd Mackensen eine Sammlung erotischer Geschichten und Gedichte von Johann Wolfgang Goethe illustriert. Mit Szenen wie bei heimlichen Blicken durch die Schlüssellöcher fremder Schlafzimmer erspäht, übersetzt Mackensen einige der rneistzensierten Texte vom meistzitierten deutschen Autoren in explizite Bildsprache. [...] in einem kunstvoll gestalteten Büchlein mit dem Titel „Erotica" [...] sind Werke versammelt, die Goethe selbst in einer verschlossenen Mappe verwahrt hielt, weil Freunde und Förderer ihm geraten hatten diese Texte nicht zu veröffentlichen", erklärt Jens-Fietje Dwars, der Herausgeber [...] „Einige der Texte wurden erst 70 Jahre nach dem Tod des Dichters erstmals gedruckt. Unverändert allerdings nur in kleinen Privatauflagen. [...] In unserer Ausgabe aber lassen wir natürlich keinen der noch so ausdrucksstarken Worte aus Goethes Originaltext weg", versichert er. Geradezu angestachelt von der mitunter derben Deutlichkeit des Dichters, habe er Zeichenstift und Pinsel ebenfalls ungehemmt freien Lauf gelassen, bekennt der Maler Gerd Mackensen. [...]"

(Timo Götz, in Thüringer Allgemeine, 30.4.2021)

Alle Galgenlieder, illustriert von Hans Ticha

Exklusiv für ihre Mitglieder gibt die Büchergilde Gutenberg zu seinem 150. Geburtstag "Alle Galgenlieder" von Christian Morgenstern in einer opulenten von Hans Ticha kongenial illustrierten Ausgabe heraus.

Die Galgenpoesie ist ein Stück Weltanschauung. Es ist die skrupellose Freiheit des Ausgeschalteten, Entmaterialisierten, die sich in ihr ausspricht. Man weiß, was ein mulus ist: Die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Schulbank und Universität. Nun wohl: ein Galgenbruder ist die beneidenswerte Zwischenstufe zwischen Mensch und Universum. Nichts weiter. Man sieht vom Galgen die Welt anders an und man sieht andre Dinge als Andre“, so der Autor im Vorwort. Die Galgenlieder wurden zunächst 1895 im kleinen privaten Freundeskreis, dem Bund der „Galgenbrüder“, bei Ausflügen zum Galgenberg in Werder bei Potsdam vorgetragen. Man traf sich in Kneipen, zelebrierte auf ironische Weise schön-schaurige Rituale und sang Morgensterns dazu verfasste Texte: die Galgen-Lieder. Erst später, nämlich 1905, kamen die Galgenlieder dann in Buchform heraus und begründeten den literarischen Ruhm Morgensterns.

Christian Morgenstern, Alle Galgenlieder
Galgenlieder. Palmström. Palma Kunkel. Der Gingganz
farbig, Leinen, geprägt und bedruckt, mit 63 farbigen Illustrationen von Hans Ticha, 14,0 x 21,0 cm, Farbschnitt, 368  S.
Preis für Mitglieder 28 €

Do, 29.04.2021

Fontane-Illustrationen des Sonnensegel e.V.

2019 jährte sich der Geburtstag Theodor Fontanes zum 200. Mal. Dieses Jubiläumsjahr nahmen Schülerinnen und Schüler des „von Saldern- Gymnasiums“ in Brandenburg a. d. Havel zum Anlass, sich außerhalb des Deutsch- Unterrichts mit Theodor Fontane zu beschäftigen. Im Rahmen eines Kunstkurses entstanden mehrfarbige Linolschnitt- Illustrationen zu Fontane- Texten, die ihnen im Schulalltag begegneten. Die Grafiken der Kursteilnehmer/innen wurden im GUTENBERG-DRUCKLADEN des „Sonnensegel e.V.“ gedruckt und in einem Kunstkalender vereint. Dieser Kalender kann nach wie vor in der Galerie „Sonnensegel“ erworben werden - Preis 20 Euro.

Ab heute sind die Illustrationen zu den bekanntesten Werken des Dichters im Gesundheitszentrum der Stadt Brandenburg a.H. (Praxis Frau Dr. Schwerin) zu sehen.

MVZ (Medizinisches Versorgungszentrum)
Johann-Carl-Sybel-Str. 1, 14776 Brandenburg

Ursula Lang, 2015, Foto © Ralf Parkner

IN ERINNERUNG AN URSULA LANG

Am 5. April starb Ursula Lang im Alter von 85 Jahren. In einem wichtigen Lebensabschnitt stand sie unerschütterlich an der Seite des Kunsthistorikers, Buchautors und Redakteurs Lothar Lang. Als Pädagogin war sie eine Freundin der bildenden Kunst; sammelte in bescheidenem Maße Grafik und Malerei. Auch später war sie freundschaftlich verbunden mit zahlreichen Künstlern, Gerhard Altenbourg, Dieter Goltzsche, Marlene Magnus, Max Uhlig, auch mit dem Schriftsteller Volker Braun. Schon vor einigen Jahren übereignete sie einen besonderen Teil ihrer umfangreichen Kinderbuchsammlung und ihre Sammlung von Neujahrsgrüßen der Staatsbibliothek Unter den Linden.

In mehr als 15 Jahren stand Ursula Lang an der Spitze der Regionalgruppe Berlin/Brandenburg mit den bewährten preußischen Tugenden: Disziplin und Pflichtbewusstsein, Fleiß und Ordnungsliebe. Den Widrigkeiten des Wegs von ihrem Wohnort Beeskow (Spree) trotzte sie mit Gelassenheit. Ihre langjährigen Kontakte zu Institutionen und Persönlichkeiten beförderten das breite Spektrum der Themen in den Jahresprogrammen. Das Moderieren der bibliophilen Abende im im regionalen Zentrum Berlin erforderte viel Umsicht und vorbereitende Kleinarbeit, die meist im Verborgenen blieben. Außerordentlich sind ihre Beiträge für die Marginalien. Das Register der Hefte 151–235 (1998–2019) weist 38 kürzere Berichte über die monatlichen Veranstaltungen und 120 größere Textbeiträge zu Themen ihrer speziellen Interessen und Vorlieben aus.

Wir betrauern ihren Tod nach langer schwerer Krankheit. Die freundliche aufgeschlossene Art wird allen Mitgliedern, die sie seit Jahrzehnten kannten, lange und dankbar in Erinnerung bleiben.

(Robert Wolf)

Mi, 28.04.2021

© Simon Malz

AEPM – Konferenz der europäischen Druckmuseen 2021

Seit einigen Jahren sind das Haus der Stadtgeschichte und das Klingspor Museum für Buch- und Schriftkunst Mitglieder in der Vereinigung der Europäischen Druckmuseen. Diese Organisation mit über 100 Mitgliedern bildet ein Forum, auf dem Austausch zur Geschichte und zu Themen der Technik und der Kunst des Druckens, den Erhalt des Wissens und die Pflege dieses zentral bedeutsamen Bereichs der Kulturgeschichte pflegen will. Es zeigt sich zunehmend ein vermehrtes Interesse daran, parallel zu der rasanten Entwicklung der digitalen Kommunikation die tradierte Technik des Druckens im Auge zu behalten. Das Wissen um die Technik wird ebenso wertgeschätzt wie die künstlerischen Ergebnisse, die bis heute und absehbar auch in der Zukunft den Anreiz beweisen, der von der Nutzung der originalgrafischen Drucktechniken ausgeht. Museen einerseits und nicht (mehr) an Organisationen gebundene Experten finden sich in der AEPM, um deren Ziele gemeinschaftlich und im Blick auf verschiedenste thematische Facetten zu erörtern.
Die AEPM ist als Dachverband aktiv, der da unterstützen will, wo das nachhaltige Aufrechterhaltender Thematik Drucken und Drucktechniken in Rede steht.
Die Konferenz bietet mit zahlreichen Fachvorträgen und Filmen ein digitales Forum für alle Menschen, die sich heute mit den Themen Drucken und Druckgrafik verbunden fühlen.

20.05.2021 – 22.05.2021, Anmeldung bei Dorothee Ader
Programm

per Zoom

Di, 27.04.2021

Papyrusmuseum Wien © Österreichische Nationalbibliothek/Pichler

Wiedereröffnung des Papyrusmuseums

Das Papyrusmuseum der Österreichischen Nationalbibliothek bietet die weltweit größte Ausstellung antiker Schriftstücke. Nach einem umfassenden Relaunch präsentiert sich das Museum in neuem Glanz: Statt der bisherigen Objektpräsentation in dicht aufgestellten Vitrinenreihen werden die rd. 400 Originalobjekte nun in zeitgemäßem Ambiente mit neuem Begrüßungsraum, großflächigen Wandillustrationen und neuem Lichtkonzept vorgestellt. Um ein abwechslungsreiches Museumserlebnis für unterschiedlichste Zielgruppen zu ermöglichen, wurde die Dauerausstellung um mehrere Medienstationen ergänzt, zusätzlich gibt es einen Audioguide in Deutsch, Englisch und für Gehörlose, einen Erlebnisraum zum antiken Totenkult und einen erweiterten Kinderbereich für das Kulturvermittlungsprogramm. Ein eigens konzipierter Medientisch informiert über die Arbeit der PapyrologInnen, den antiken Unterricht, die auf Papyrus vertretenen Sprachen und Schriften sowie das magische Satorquadrat.
Schon vor der Eröffnung des Museums gibt es am Samstag, 1. Mai und Sonntag, 2. Mai kostenlose Online-Führungen mit Dr. Bernhard Palme, dem Direktor des Papyrusmuseums, sowie Dr. Angelika Zdiarsky, der Kuratorin der Dauerausstellung.

Wiedereröffnung: 4. Mai 2021

Papyrusmuseum
Heldenplatz, Neue Burg, 1010 Wien

Mo, 26.04.2021

© Klingspor Museum

Künstlerbuch

Künstlerbuch – und was geht mich das an?

Gespräch mit Dr. Stephanie Jacobs (Deutsches Buch- und Schriftmuseum, Leipzig), Dr. Elke Purpus (Kunst- und Museumsbibliothek, Köln) und Prof. Dr. Peter Burschel (Herzog August Bibliothek, Wolfenbüttel)

Künstlerbuch: Was so selbstverständlich klingt, deckt begrifflich in Wirklichkeit eine enorme Spannweite der Konzeption und Machart von Buch ab. Völlig unterschiedlich sind die Inhalte und Konzepte, dazu die Materialien und deren Verwendung und Bearbeitung zum jeweiligen Buch. Die laufende Ausstellung „Born in the USA“ zeigt die ganze Spannbreite des zeitgenössischen Künstlerbuches. Begleitend zur Ausstellung sprechen nun drei Hauptverantwortliche renommiertester Bibliotheken über diese besonderen Rara in ihren riesigen Sammlungen verschiedenster Gattungen von Buch.
"Künstlerbuch - was geht mich das an?" - mit der zugespitzten Formulierung will Dr. Stefan Soltek, Leiter des Klingspor Museums, seine Kolleginnen und Kollegen „aus der Reserve“ locken. Welche Verbundenheit haben die Gesprächsteilnehmenden mit dem Künstlerbuch und welchen Platz nimmt es in den verschiedenen Institutionen ein. Wie sind die Erwartungen, wie sich das Künstlerbuch gegen die Änderungen der Kultur und Medienwelt seinen Platz sichern kann.

Freitag, 7. Mai, 14 Uhr, Anmeldung bei Dorothee Ader

per Zoom und zeitversetzt auf dem youtube-Kanal des Museums

Fr, 23.04.2021

Verlosung zum Welttag des Buches

Der Film "THE BOOKSELLERS – Aus Liebe zum Buch" konnte Ende letzten Jahres nach nur wenigen Tagen um den Kinostart herum aufgrund der Pandemiebeschränkungen leider kaum im Kino gezeigt werden.
Nunmehr wurde er jedoch pünktlich zum Welttag des Buches am 23. April 2021 auf DVD veröffentlicht und kann dann auch gestreamt werden.

Sieben Exemplare der DVD konnten anlässlich des Welttages des Buches durch die Pirckheimer-Gesellschaft verlost werden. Folgende Gewinner erhalten die DVD „The Booksellers“ in den nächsten Tagen mit der Post:

Udo H. / Neuenhagen
Wolfgang Z. / München
Gerhard Sch. / Biblis
Sven P. / Wilhelmshaven
Gertrud C. / Stralsund
Sigrid W. / Magdeburg
Christian F. / Berlin

Do, 22.04.2021

Goethe - Erotica
Gerd Mackensen, „Nur eine Nacht“, Lithografie auf 21 x 28 cm Büttenpapier

Außer der Reihe

Herausgegeben und gestaltet von Jens-Fietje Dwars erscheint in der Edition Ornament des quartus-Verlag "Johann Wolfgang Goethe. Erotica" mit Farbzeichnungen von Gerd Mackensen.

Goethe gehört nicht nur bis heute zu den meistzitierten, sondern war bis Mitte des 20. Jahrhunderts auch einer der meistzensierten Autoren deutscher Sprache. Eben weil er als Dichterfürst und "Lehrer der Nation" galt, durfte sein Werk nichts Unschickliches enthalten. Wobei er selbst Hand an seine Texte legte: Obszönes, wie "Hanswursts Hochzeit", Invektiven gegen die Doppelmoral der frömmelnden Speichellecker in den "Venezianischen Epigrammen" und sein Bekenntnis zur Lust an der Lust in den "Römischen Elegien" und dem späten Gedicht "Das Tagebuch" - all das hatte er in einer Mappe mit dem Titel "Erotica" ausgesondert und seinem Nachlass-Herausgeber Eckermann anvertraut. Die Editionsgeschichte der Texte gleicht einem Krimi, denn unliebsame Stellen wurden im Manuskript ausradiert, weggeschabt und abgeschnitten, als Geheimdepot im Staatsarchiv gelagert und erst 1914 in den Ergänzungsbänden der Weimarer Ausgabe gedruckt, und selbst dort noch unvollständig. Die vorliegende Ausgabe bringt all diese Texte, reduziert aber Goethe nicht auf das "Verbotene". Vielmehr folgt sie der Spur des Erotikers durch sein gesamtes Werk, um die Liebe - in all ihren Facetten und abgründigen Paradoxien - als den offenbar geheimen Motor seines Lebens und Dichtens freizulegen, sichtbar zu machen. Und dies dank der expressiv kraftvollen Zeichnungen des Malers Gerd Mackensen auf die denkbar schönste Weise.

192 Seiten, 15,5 x 24,5 cm, Festeinband in Ganzleinen schwarz mit Prägeschrift in Rot und Weiß sowie handgeleimtem Deckelschild in Prägung, durchgehend ganzseitige Farbabbildungen.
ISBN 978-3-947646-28-9, 39,90 EUR

Vorzugsausgabe A: Nr. 1 bis 20 mit der signierten Lithografie "Eine Nacht nur ..." sowie einer unikalen Originalzeichnung.
Da die Litho und ein Teil der Zeichnungen größer sind als das Format des Buches, fertigt die Buchbinderin Silke Steinhagen (Weimar) eine A4-Hülle aus 350 g-Karton mit eingelegtem Buch und einer Grafik-Mappe. Es besteht auch die Möglichkeit, weitere Originalzeichnungen, die für das Buch geschaffen wurden, zu erwerben, sie werden dann in der Mappe geliefert.
Preis ab 300 €, entspr. gewählter Zeichnung(en).

Vorzugsausgabe B: Nr. 21 bis 50 mit der signierten Lithografie "Eine Nacht nur ..."
Preis: 120 €

artGRAFIK Ahrenshoop

Die für Mai geplante artGRAFIK AHRENSHOOP, Messe für zeitgenössische Druckgrafik, Fotografie, Zeichnung & Künstlerbücher, wird "zu welchem Termin auch immer" stattfinden und wurde vorläufig erst einmal auf den September verschoben.

An ihr nehmen Angelika-Christina Brzóska / Dresden, Christophe Carbenay / Norden (Ostfriesland), Gerlinde Creutzburg / Langendamm, Tina Flau / Potsdam, Hans Götze / Ahrenshoop, Volkmar Herre / Stralsund, Rita Lass / Halle/S., Urte von Maltzahn-Lietz / Güstrow, Leipzig, Britta Matthies / Hohen Viecheln, Carola Pieper / Ahrenshoop, Gudula Zientek / Ribnitz-Damgarten, sowie die Pirckheimer Rainer Ehrt / Kleinmachnow, Henry Günther / Ribnitz-Damgarten, Linde Kauert / Postdam, Fred Lautsch / Stralsund und Klaus Raasch / Hamburg teil.

artGRAFIK AHRENSHOOP, geplant, noch unsicher: 9. - 12. September 2021

Strandhalle Ahrenshoop
Dorfstr. 16 b, 18347 Ahrenshoop

Mi, 21.04.2021

Anja Seidel, "Fürchte dich nicht!" | Plattenmaß 60,5 x 42 cm | Linolschnitt | 2018

STÖRENFRIEDE 

Die 13. Ausgabe der Biennale sächsischer Druckgrafik zeigt in der Ausstellung "Störenfriede" 100 Arbeiten von 78 Künstlerinnen und Künstlern, ausgewählt von einer Fachjury. Mit dieser Ausstellung zeigt das Museum für Druckkunst zum zweiten Mal die von der Neuen Sächsischen Galerie Chemnitz kuratierte Schau.

In den druckgrafischen Werken begegnen den Betrachtenden die Störenfriede auf mannigfaltige Art und Weise. Einerseits werden konkret erzählerische Perspektiven sowie symbolhafte Darstellungen aufgezeigt, andererseits begegnen uns die Störenfriede auch als überzeugende Auseinandersetzung mit Ordnung beziehungsweise deren Störung auf abstrahierter formaler Ebene. Kennzeichnend ist die Fortsetzung des Trends hin zu großformatigen, farbigen Werken, nicht selten als Unikat.

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.

Eröffnung: 23. April 2021, Anmeldung und tagesaktueller negativer Coronatest
Ausstellung: 25. April - 13. Juni 2021, unter Vorbehalt und mit Anmeldung

Werkstattmuseum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig