Pirckheimer-Blog

Fr, 17.04.2026

Olaf-Hajek-Ausstellung in Brandenburg a. d. H.: Tipp!

Im magischen Bildergarten: Olaf Hajek in Brandenburg (Havel)

Überall grünt und sprießt es, die Menschen werkeln in ihren Gärten und auf „Balkonien“. Auch die Galerie „Sonnensegel“ (Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg an der Havel) stellt sich auf den Frühling ein und lädt die Kunstinteressierten in den „magischen Bildergarten“ Olaf Hajeks ein. Die aktuelle Ausstellung zeigt Arbeiten von Hajek, der als virtuoser Illustrator und damit als toller Geschichtenerzähler bekannt wurde – auf kleinformatigen Acrylmalereien zündet der Künstler in handwerklicher Perfektion ein Feuerwerk von optischen Eindrücken und Bildeinfällen. Selten wurden Blumen, Obst und selbst Gemüse so fantasievoll in barocker Üppigkeit inszeniert ... In Kombination mit einer heiteren Figurenstaffage wirken die floralen Illustrationen wie der Blick in eine Theaterkulisse aus vergangenen Zeiten. Die Arbeiten entstanden für den Prestel-Verlag und wurden in drei erfolgreichen Kunst-Bilderbüchern veröffentlicht. The New York Times, The Guardian, Forbes, Rolling Stone, Süddeutsche Magazin und der Stern sind weitere Auftraggeber, die regelmäßig und gern auf den Bildkosmos von Olaf Hajek zurückgreifen. Die Illustrationen und freien Arbeiten des Künstlers waren unter anderem schon in Einzelausstellungen Hamburg und München, Berlin, Atlanta und Kapstadt zu sehen. Nun haben auch die Brandenburger und ihre Gäste die Gelegenheit, durch diesen ganz besonderen Bildergarten zu spazieren. Die Ausstellung ist vom 25. April bis zum 19. Juni 2026 in der Stadt an der Havel zu besichtigen. Die Vernissage für die Bilder Hajeks findet am 25.04. um 16 Uhr statt. Die Galerie ist Montag bis Donnerstag 08 bis 17 Uhr, Freitag von 08 bis 15 Uhr geöffnet. Der Eintritt beträgt einen eher symbolischen Euro. Der 1965 in Rendsburg geborene Künstler lebt heute in Berlin und Palma de Mallorca. Für sein Werk wurde er wiederholt geehrt und ausgezeichnet. Zuletzt stellte Olaf Hajek in Paris und Shanghai aus. Alle Informationen zu Im magischen Bildergarten gibt es bei Matthias Frohl und – unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 16.04.2026

Hamburger Graphic Novel Tage finden vom 04. bis 07. Mai statt

Die 14. Graphic Novel Tage finden 2026 vom 04. bis 07. Mai im Hamburger Literaturhaus (Schwanenwik 38, 22087 Hamburg) mit einem umfangreichen Programm und hoch illustren Gästen statt. Die Tage finden mit der Unterstützung der Mara & Holger Cassens Stiftung und der Freien und Hansestadt Hamburg, Behörde für Kultur und Medien, statt. Es werden gute Gäste wie Paul Karasik, Katia Fouquet, Keum Suk Gendry-Kim, Finja Frank, Reinhard Kleist, Joscha Baltes, Alison Bechdel und viele weitere erwartet – die Themen der Vorträge, Vorführungen, Lesungen, Workshops sind weitgefasst. Der Comic hat die Kinderstube hinter sich gelassen – und das nicht nur, weil er ins Literaturhaus einzieht. Dort war er schon des Öfteren, aber noch nie so erwachsen, so stark, mit so viel Qualität und in dieser Form: An vier aufeinander folgenden Abenden bringen die Hamburger Graphic Novel Tage (seit 2012) je einen internationalen und einen deutschen Comicstar miteinander ins Gespräch. Andreas Platthaus (FAZ), einer der renommiertesten Comickenner im deutschen Sprachraum, kuratiert und moderiert das Festival. Die 14. Hamburger Graphic Novel Tage garantieren: Frische Anregungen, neue Einsichten, große grafische Literatur ... Alle Infos zum Festival finden sich auf der Webseite des Hamburger Literaturhauses. Cool! Cool! Und: Cool!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mi, 15.04.2026

Premiere: Mit eigenem Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026!

Zu unserem diesjährigen Pirckheimer-Jubiläum feiern wir eine Premiere: Das erste Mal haben wir einen Stand auf dem Berliner Bücherfest 2026. Am Samstag und Sonntag, den 27. und 28. Juni 2026, wird dem Buch, der Literatur, dem Lesen und Diskutieren auf dem Bebelplatz wieder eine Bühne bereiten. Das Bücherfest wird vom Börsenverein Berlin-Brandenburg, einem Landesverband des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels mit Sitz in der Berliner Danckelmannstraße veranstaltet, das Event ist erfolgreich ausgebucht, die Anmeldungsmöglichkeiten für Aussteller sind erschöpft. Der begeisterte Zuspruch hat im letzten Jahr noch einmal die besondere Strahlkraft des Berliner Bücherfests unterstrichen, an dem auch in diesem Jahr mit der bewährten Kombination aus über hundert Marktständen für den Buchhandel und einem literarisch und gesellschaftspolitisch spannenden Lesungsprogramm in drei Veranstaltungszelten angeknüpft wird. Präsentiert wird ein breites Angebot für Menschen aller Generationen, für Literaturbegeisterte ebenso wie für Neugierige. Lesungen von prominenten Autorinnen und Autoren stehen gleichberechtigt neben Debüts, Belletristik und Sachbuch finden ihren Raum. Die gute Tradition, mehrere Autorinnen und Autoren aus unterschiedlichen Verlagen gemeinsam in moderierten Gesprächen zu präsentieren, wird fortgeführt. Das Programm des Berliner Bücherfests wird ab Mai öffentlich einsehbar sein. Alle anderen Informationen bekommt man schon jetzt über diesen Weblink. Auf geht’s zum Bücherfest!

(Robert Grieger)

Di, 14.04.2026

Berlin: African Book Festival 2026 findet vom 29. bis zum 31. Mai statt

Ein einzigartiges Merkmal des African Book Festivals ist die Entwicklung neuer Formate, die im Literaturbetrieb ihresgleichen suchen. Ein Großteil des Publikums sind junge Buchbegeisterte. Mit offenen Ausschreibungen, Abstimmungen und der Möglichkeit, Programmpunkte und Gäste vorzuschlagen, wir eingeladen sich bereits im Vorfeld an der Gestaltung des Fests aktiv zu beteiligen. Das Ziel ist ein leicht zugängliches Literaturerlebnis, bei dem Teilhabe großgeschrieben wird und das einen ganz besonderen Kontakt zwischen Autorinnen, Autoren und Lesenden ermöglicht. Das Programmteam von InterKontinental e. V. wird eng mit dem Kreativbeirat zusammenarbeiten, um Themenschwerpunkte und Gäste auszuwählen. Vom 29. bis 31. Mai 2026 feiert das African Book Festival afrikanische Autorinnen und Autoren und ihre Fans. InterKontinental e. V. ist ein Verein zur Förderung von Literatur aus Afrika im deutschsprachigen Raum. Das African Book Festival ist Berlins erstes und größtes Festival von und für Schreibende des Kontinents. Das Motto der Ausgabe für 2026 ist Welcome to the Club. Das dreitägige Literatur- und Performance-Event findet statt im Theater Aufbau Kreuzberg (tak) in der Prinzenstraße 85f in 10969 Berlin (mit der U-Bahn bis Moritzplatz), kuratiert von ‚The Audience‘. Unter diesem Weblink gibt es alle Info zum ABF 2026

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 13.04.2026

Editionsikone: der Bamberger Karl-May-Verlag steht zum Verkauf – er war über 113 Jahre in Familienhand.

Traditionsreich: Karl-May-Verlag aus Bamberg steht zum Verkauf

Der Karl-May-Verlag steht zum Verkauf. Das berichtet das Manager-Magazin. Sein Geschäftsführer Bernhard Schmid sucht nach einem neuen Verleger für den Familienbetrieb. Schmids Großvater hatte den Verlag 1913 mitgegründet; er selbst ist seit 2007 alleiniger Gesellschafter. Schmid erklärte, er wolle rechtzeitig Sorge tragen, dass der Verlag in guten Händen eine sichere Zukunft habe. Gegründet wurde der Karl-May-Verlag 1913 in Radebeul. Geschäftsführer Euchar Albrecht Schmid hatte vor dem Tod des Autors regen Kontakt zu Karl May. Dessen Witwe war als Rechteinhaberin ebenfalls an der Gründung des Verlags beteilitgt. Später zog der Verlag nach Bamberg. Die Bücher des Verlags haben optischen Wiedererkennungswert mit ihren traditionellen grünen Einbänden und der goldenen Schrift. Das Programm des Verlags besteht fast ausschließlich aus den Werken seines Namensgebers: Karl May gilt als einer der meistgelesenen Autoren deutscher Sprache überhaupt; am bekanntesten sind seine Geschichten um Winnetou. May wurde 1842 im Landkreis Zwickau geboren, er verstarb 1912 im elbsächsischen Radebeul. Der Verlag war für 113 Jahre in Familienhand. Auch der MDR und Deutschlandfunk berichteten. Der Beitrag des DLF vom 11.04. findet sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 12.04.2026

Kunstmühle kündigt Ausstellung ab April mit dem Digitalprojekt an

Flankiert von einem berührenden Spruch zu Angelegenheiten der Zeit (die mit dem heutigen Abend in Europa vielleicht ein wenig geordneter scheinen mögen) kündigt die zu den Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft zählende Neuhauser Kunstmühle eine Ausstellung aus dem eigenen Digitalprojekt, das weiter voranschreitend in Kooperation mit dem Verein Kultur 1 entsteht, an. Die 15 bisher fertiggestellten Drucke werden vom 20.04. bis 19.06. bei der Mietervereinigung Österreich (Reichsratsstraße 15, A-1010 Wien) gezeigt. Die Druckgrafiken können dort und bei der Kunstmühle selbst erworben werden, der Erwerb jedes Blatts unterstützt die Fortarbeit an dem vielgestaltigen Projekt. Die Wiener Exhibition zeigt u. a. Werke von fünf Künstlerinnen und Künstlern der Mühle. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 11.04.2026

Roland Berger (1942–2026). | © Abel Doering/Archiv

Abschied von Prof. Roland Berger

Am 04. April starb, wie von verschiedener Seite, so unter anderen der jungen Welt vom 09. April 2026, mitgeteilt wird, das langjährige (1969–2025) Pirckheimer-Mitglied Professor Dr. Roland Berger (1942–2026) nach langer Krankheit. Berger, der in Weinböhla in Sachsen geboren wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren im brandenburgischen Hohen Neuendorf, wo er seit 1996 gelebt hatte. Er war neben seiner Mitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft auch eine Reihe Jahre Vorstandsmitglied der Pirckheimer. Nach dem Abitur an der ABF der MLU Halle-Wittenberg studierte er Kunsterziehung und Deutsch an der Berliner Humboldt-Universität und war als Dozent tätig. 1976 erfolgte die Promotion, 1985 bis 1995 war er Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit am Fachbereich Kunsterziehung der Humboldt-Uni. Danach war er wieder als Lehrer und Dozent in den neuen Bundesländern tätig. Neben seiner kunstpädagogischen und akademischen Arbeit war Roland Berger auch immer als bildender Künstler tätig; sein umfangreiches Werk ist vielgestaltig und umfasst unter anderem Radierungen, Zeichnungen, Exlibris, Scherenschnitte – auch Plakate, Illustrationen und Publizistik ... Seine bevorzugten künstlerischen Haupttechniken waren indes der Holz- und der Linolschnitt, eines seiner thematischen Leitmotive ist der Harlekin. Er zeigte sein Werk in einer Vielzahl von Ausstellungen, seine Grafik erschien in Zeitungen, Zeitschriften, in der Edition Schwarzdruck – und nicht zuletzt auch in den Marginalien. So steuerte er u. a. etwa die Originalgrafische Beilage für die Mitglieder zum Heft 209 (Ausgabe 2013/1) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei, auch den Jahrestreffen widmete er seine Gabe. Insbesondere waren auch seine originellen Neujahrsgrüße beliebt. Roland Bergers Arbeiten waren international bekannt und geschätzt. Auch Frottagen und Plastisches sind Teil seines Werks.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Fr, 10.04.2026

Stand der Pirckheimer auf der 'BuchDruckKunst' – es sind zahlreiche weitere PG-Freunde in Hamburg, so neben den Genannten auch Henry Günther (mit der Edition 'BuchKunstBalance') sowie die Bücherkinder.

Viele Pirckheimer mit Ständen bei der BuchDruckKunst 2026 dabei

„Verrückt nach Buch & Grafik“ – dieser wunderbare Slogan der Pirckheimer-Gesellschaft trifft auf der diesjährigen BuchDruckKunst, die am anstehenden Wochenende im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) die Pforte öffnet, gleich in mehrerlei Weise zu: Neben Einzelausstellern wie Cornelius Brändle und Rainer Ehrt hat Rudolf Angeli bereits den Pirckheimer-Stand (Alte Fabrik, Stand 39) errichtet und wartet auf viele Interessenten. Auch die Bücherkinder Brandenburg samt ihrem Mentor, Pirckheimer Armin Schubert, sind mit eigenem Stand und Auftritt vor Ort (Neue Fabrik, EG). Unter den sechzig Ausstellenden finden sich auch die Meister der Einbandkunst und ein Teil der Crème der gegenwärtigen grafischen wie Buchkunst-Elite. Die Messe ist am 11. (10 bis 18) und 12. April (10 bis 17 Uhr) öffentlich zugänglich. Neben dem regulären Tages- wird auch ein Wochenendticket und ein günstiges Nachmittagsticket angeboten. Die Messe ist leicht via Auto, S- und U-Bahn (Haltestelle Barmbek) erreichbar. Alle Infos hier.

(André Schinkel)

Tolle "Farbwelten": Die neunjährige Nina zeigt ihrem Vater ihr Bild – bei der Ausstellungseröffnung in der "Sparkasse" in Wernigerode. | © Andreas Damm/ESN

Die „Farbwelten“ in Wernigerode

Das Kunstprojekt Farbwelten der Evangelischen Grundschule Ilsenburg – gemeinsam erstellt mit der Künstlerin Melanie Kuna-Drechsler, präsentiert seine Werke der Öffentlichkeit. Diesen Mittwoch, den 08. April 2026, fand die Vernissage der Ausstellung im Foyer der Geschäftsstelle der Harzsparkasse in der Gustav-Petri-Straße 08 in 38855 Wernigerode statt. Im Februar 2026 wurde die Schule zu einem bunten Experimentierraum: Im Projekt arbeiteten Kinder der 3. und 4. Klassen begeistert mit Farben und Materialien. Neben Melanie Kuna-Drechsler leitete Kunstlehrerin Katja Truthmann die Kids an. Nina ist eine der 47 Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht haben: „Mein Bild heißt Die bunten Pusteblumen. Ich habe mit Pinsel und Schwamm gearbeitet. Beim Malen hatte ich viel Spaß, weil man einfach so drauflos malen konnte. Ich finde, es sieht sehr bunt aus. Ich liebe Farben. Deshalb habe ich mit vielen bunten Farben gearbeitet. Beim Malen habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich habe auf einer Leinwand mit Tusche gemalt.“ Feine Sache! Die Schau in Wernigerode ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

(Andreas Damm/Evangelische Stiftung Neinstedt)

Do, 09.04.2026

Freier Eintritt in die Moritzburg zu Halle am 22. April.

Kunstmuseum Moritzburg Halle: Freier Eintritt am 22. April 2026

Mit einem Festakt in der Leopoldina begeht am 22. April die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ihr 30-jähriges Jubiläum – und aus diesem Anlass ermöglicht sie an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr allen Interessierten den freien Eintritt in das Kunstmuseum Moritzburg des Landes Sachsen-Anhalt (Friedemann-Bach-Platz 05, 06108 Halle an der Saale). Zu sehen sind die Sammlungspräsentation, die Sonderschau Wilhelm Lehmbruck. Ewig menschlich – sowie zwei Kabinettpräsentationen mit durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung geförderten Sammlungserweiterungen: Farben des Lichts. Internationales Studioglas und Feuer & Form. Keramik der Moderne. Die Moritzburg gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen in den neuen Bundesländern, sie liegt im Herzen der Saalestadt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 08.04.2026

10. KMDD: Künstlermesse Dresden

Die Künstlermesse Dresden findet auch in diesem Jahr, entgegen einiger Unsicherheiten im Vorfeld – und 2026 zum nunmehr zehnten Mal – statt. „Was Ende vergangenen Jahres noch alles andere als sicher schien, wird jetzt Realität: Die 10. KMDD findet statt! – Trotz Haushaltskürzungen und schwieriger kulturpolitischer Rahmenbedingungen setzt der Künstlerbund Dresden ein kraftvolles Zeichen für die Bildende Kunst – und feiert zugleich ein Jubiläum.“ Auch für die zehnte Ausgabe der KMDD hat der Künstlerbund Dresden e. V. etwa hundert Künstlerinnen und Künstler, darunter sowohl einzelne Positionen als auch Künstlergruppen, Produzentengalerien und schließlich Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden eingeladen. Sie findet wie auch in den Jahren zuvor im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Lingnerplatz 01, 01069 Dresden) statt und zwar vom 17. bis 19. April (Freitag 19 bis 22, Sonnabend 11 bis 20, Sonntag 11 bis 18 Uhr), die Tickets gibt es für 10 (ermäßigt 6, Familienticket 25) Euro. Das Freitags-Ticket gilt auch für die Eröffnung der Messe im Foyer des DHMD um 18 Uhr. Zum Jubiläum gibt es die Live-Performance des Ensemble AuditivVokal Dresden – mit einem Programm von Heinrich Schütz bis John Cage: In Anwesenheit aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler! Die vollständige Teilnehmerliste anbei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 07.04.2026

"Broken Voices": Das Cartonnmuseum in Basel zeigt vom 28.03. bis 21.06.2026 Arbeiten von José Muñoz. Der Argentinier wurde durch 'Alack Sinner' berühmt.

Basel: José Muñoz „Broken Voices“

Der argentinische Comickünstler José Muñoz erzählt in harten Schwarz-Weiß-Kontrasten – von drastischen Crime Storys um Detektiv Alack Sinner bis zur feinfühligen Biografie der Jazzlegende Billie Holiday. Originale, Skizzen, farbige Arbeiten zeigen ihn im Cartoonmuseum in Basel in einer umfassenden Retrospektive. Mit ihren Hardboiled-Storys um Privatdetektiv und Ex-Polizist Alack Sinner haben der aus Argentinien stammende Comiczeichner Muñoz und sein Landsmann, Autor Carlos Sampayo, einen Meilenstein der Comicgeschichte geschaffen. Anfang der 1970er Jahre nach Spanien emigriert, trifft der in Buenos Aires ausgebildete Muñoz in Barcelona Sampayo, der Argentinien ebenfalls aus politischen Gründen verlassen hat. Gemeinsam erschaffen sie den Antihelden Alack Sinner, der auf den ersten Blick alle Klischees der Zunft erfüllt: desillusioniert, melancholisch, einsam, dem Alkohol verfallen. Die 1975 gestartete, über Jahrzehnte fortgeführte Serie geht weit über die typischen Genregrenzen hinaus. Sie verwebt klassische Krimihandlung mit scharfer Gesellschaftskritik – etwa an Rassismus und Korruption – und nimmt Bezug auf Ereignisse wie den Vietnamkrieg oder die Anschläge vom 11. September. Die Figuren changieren zwischen beinahe realistischer Darstellung und grotesker Karikatur – ein spannungsgeladenes Wechselspiel von Alptraum und Wirklichkeit. Neben der Sinner-Reihe entstehen auch andere Werke wie Joe’s Bar und Sophie Going South, die mit lakonischem Humor ernste Themen behandeln. Spätere Arbeiten von Muñoz spiegeln seine Sehnsucht nach dem multikulturellen Lebensgefühl von Buenos Aires wider. Die Ausstellung im Cartoonmuseum Basel (Zentrum für narrative Kunst, St. Alban-Vorstadt 28, CH-4052 Basel, 28.03. bis 21.06.2026, Di–So 11–17 Uhr) zeigt Originalzeichnungen aus den Comicklassikern, Vorstudien, Illustrationen, Porträts sowie aktuelle freie Arbeiten in Farbe – Werke, die unter anderem mit dem Grand Prix des Comicfestivals in Angoulême ausgezeichnet wurden.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 06.04.2026

Vorgestellt im FISAE-Newsletter – 'Marginalien 260.'

Marginalien im FISAE-Newsletter

Die ganz neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile (Ausgabe 2026/1, Heft 260) der Pirckheimer-Gesellschaft, bildet im FISAE-Newsletter Nummer 522 wieder eine prominente Abteilung der Mitteilungen des internationalen Exlibris-Verbunds unter Klaus Rödels Federführung. Zusammen mit einer feinen Auswahl Abbildungen zu den Themen des neuen Hefts bietet der Mailletter das Verzeichnis des Inhalts und das Editorial von Redaktionsleiter und Pirckheimer-Vize Till Schröder in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Die Marginalien-Ausgabe befasst sich u. a. mit Pardon, bietet die Exegese Peter Arlts eines Baldwin-Zettl-Blatts und gedenkt neben anderen der großen Künstlerin Núria Quevedo. Außerdem bietet der Newsletter den Ostergrüßen am Anfang folgend zwei weitere illustre Themen: den Katalog über eine Ausstellung mit deutschen Exlibris des 20. Jahrhundert und eine Veröffentlichung zu den Exlibris tschechischer Ärzte mit einer umfänglichen Bibliografie einschlägiger Literatur, vermittelt durch Jan Langhammer.

(André Schinkel)

So, 05.04.2026

Druckfrisch: Neue "Wandelhalle für Bücherfreunde".

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die neue Ausgabe (Frühjahr 2026) der Wandelhalle für Bücherfreunde, die, seit 2015 unter der redaktionellen Ägide von Silvia Werfel, für die Gesellschaft der Bibliophilen e. V., die älteste Buch-Gesellschaft für Bibliophilie im deutschsprachigen Raum, herausgegeben wird, ist eben erschienen. Die jüngste Nummer des zweimal jährlich erscheinenden Periodikums versammelt wieder jede Menge Infos, Schau- und Lesestoff für das büchernärrische Volk. So bereitet ein umfängliches Editorial auf die Bibliophilentage der Gesellschaft, die abweichend von der Tradition nicht im Juni, sondern vom 07. bis 10.05. in Kassel stattfinden werden, auf die Tage in der Stadt des künstlerischen Weltdokumentenerbes (Gebrüder Grimm samt Grimmwelt  sowie das documenta-Archiv) vor. Ferner wird der aus Beständen der LBO rekonstruierte Roman Im Zeichen der Spinne von Mopsa Sternheim, 2025 bei Wallstein erschienen, als das gewürdigt, was er ist: Eine literarische Sensation. Es gibt ein feines Bilanz-Gespräch mit dem langjährigen Vorstand des LBA, Thomas Glöß, der sein Ehrenamt nach mehr als zehn Jahren abgab, zudem Nachrichten aus der Mainzer Gutenberg- und der Fränkischen Bibliophilengesellschaft. In der Rubrik Bibliophile Notizen wird die Reihe Exlibris im Porträt fortgesetzt und die Serie Einbandporträts zu Ehren von Sammler Wolfgang Brenner umbenannt. Kimberley Wegner schreibt zum Phänomen Inventing E. T. A. Hoffmann der Meister der romantischen Phantastik ist auch 250 Jahre nach seiner Geburt eine Ikone der Buch- und Illustrationskunst. Weitere Texte drehen sich um den Coverwettbewerb zu Kleists Zerbrochenem Krug bei Reclam, Curt Bloch, Ernst Fischer sowie Carola Willbrand, das Buch TYPE. Buchdruck in Europa und Asien und diverse andere Buchneuigkeiten. Abschließend werden zwei Ausstellungen mit Plakatkunst: Plakatfrauen und Unter Druck (beide in Wiesbaden), gewürdigt. Das Frühlingsheft endet mit der Einladung zur Mitgliederversammlung im Rahmen des Jahrestreffens, Geburtstags-Grüßen wie Neumitgliedern. Das Wandelhallen-Abo kostet 10 Euro im Jahr, die Lektüre lohnt sich!

(André Schinkel)

Sa, 04.04.2026

Verboten, verbrannt, verdrängt: Lesung Stadtbücherei Augsburg

Wie klingt Literatur, die man zum Schweigen bringen wollte? Am 11. Mai lassen junge Vorlesetalente gemeinsam mit Studierenden und Forschenden der Universität Augsburg diese Stimmen hörbar werden: Von Erich Kästners Pünktchen und Anton über Ilse Webers Trittrollerwettrennen bis zu Gedichten von Mascha Kaléko und Bertolt Brecht spannt sich an dem Tag im Mai ein breiter literarischer Bogen in der Stadtbücherei Augsburg am Ernst-Reuter-Platz 01 in 86150 Augsburg. Ein Leseabend voller Erinnerung, Mut und Lesefreude. Verboten, verbrannt, verdrängt, die Lesung „aus Kinderbüchern, die im Nationalsozialismus 1933–1945 verboten waren“ (so der beredte Beititel der Veranstaltung, der an die Verbote und Bücherverbrennungen im „Dritten Reich“ erinnert), wird getragen von der Universitätsbibliothek Augsburg, der Philologisch-Historischen Fakultät und dem Studienschwerpunkt Jüdische Studien der Universität der Stadt Augsburg, in Kooperation mit der Augsburger Stadtbücherei. Eines der frappierenden Beispiele für den Wahnsinn ist der Bericht von Erich Kästner, der der Verbrennung seiner Bücher, vgl. den Nachkriegsessay Kennst du das Land, in dem die Kanonen blühen? (in: Bei Durchsicht meiner Bücher, 1946) – am 10. Mai 1933 in Berlin, beiwohnte. Die Veranstaltung am 11.05. beginnt um 16.30 Uhr: „Wir laden alle Interessierten herzlich zur öffentlichen Lesung ein. Freier Eintritt, ohne Anmeldung – spontanes Dazustoßen möglich.“ Die Dauer der Lesung ist auf zwei Stunden angelegt, ähnliche Lesungen wird es landesweit geben.

(André Schinkel via Hans Rabenbauer)

Fr, 03.04.2026

"Exlibris des Monats": Druck von Horst Brandenburg.

Exlibris des Monats – „Der König der Lüfte“ Horst Brandenburgs

Das Exlibris des Monats für den April 2026 stammt von Horst Brandenburg und entstand für Heinz Haffki, der gleich auch die Ausführungen zur Arbeit beiträgt. Der Holzstich trägt den Titel Der König der Lüfte und zeigt einen Adler (eigentlich zwei, ein zweiter Vogel schwebt, mit dem Namen des Eigners auf den Schwingen, über der Szenerie), der in seinen Fängen den Druckerballen zum Holzstich trägt, auf dem sich der Text, „Ex Libris“, abzeichnet. Der Künstler verbindet damit die Leidenschaft des Eigners für Greifvögel mit der für das Exlibris gleichermaßen. „Nach ein paar Tagen, unvorbereitet und unangekündigt, kommt ein Bild, der erste Entwurf mit einem Adler und schon die Platte, wo er aufgezeichnet ist. Absolut erstaunt und sehr erfreut, harre ich der Dinge, die da kommen, und es geht Schlag auf Schlag (...)“, schreibt Haffki, und weiter: „Es entsteht eine Sehnsucht, die Vögel kreisen zu sehen. Man muss sich einlassen auf das Blatt, auf die Szenerie, um die Leichtigkeit des Blattes zu spüren. Für mich wird Bergluft, Leichtigkeit, Naturelles, meine Leidenschaft zu großen Vögeln und mein Beruf in gekonnter Weise zusammengeführt.“ Eine große Freude, die der Norddeutsche Horst Brandenburg dem süddeutschen Buchdrucker Heinz Haffki da bereitet. Der seiner sehr persönlichen Besprechung des Blatts zugleich ein Plädoyer für das Exlibris folgen lässt und auf die Tatsache verweist, dass Brandenburg auch weiter für die DEG arbeiten wird: „Ich würde mich sehr freuen, wenn andre Sammler ebenso begeistert über das Blatt urteilen würden, die Hochdrucktechniken wieder mehr geschätzt würden und sich die Konzentration nur auf C-Blätter und die großen Formate wieder etwas beruhigen würde ...“ Ja, so mög’ es sein und bleiben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 02.04.2026

"Schönste Deutsche Bücher" sind in der LBO zu sehn.

LBO: „Schönste Deutsche Bücher“

Die Schönsten Deutschen Bücher können wieder in der Landesbibliothek Oldenburg (LBO, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) besichtigt werden: Ab dem 07.04.2026 stellt die Landesbibliothek auch in diesem Jahr die preisge­krönten Publikationen des Wettbewerbs zur Schau. Die Bücher werden bis zum 02.05. gezeigt. Aus den rund 600 Einsendungen des vergangenen Jahrs hat eine Jury aus Expertinnen und Experten 25 ansprechendste Titel herausgefiltert, welche wiederum für die 14-köpfige Hauptjury als Grundlage dienten, um über das eine Schönste Deutsche Buch 2025 zu entscheiden. Dabei deckt die Auswahl ein breites Spektrum ab, das in fünf Kategorien gegliedert wird: 1. Allgemeine Literatur, weiterhin 2. Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher und 3. Ratgeber, Sachbücher, als 4. Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge sowie 5. Kinderbücher, Jugend­bücher. Ausgerichtet wird der Wettbewerb seit 1966 von der Stiftung Buchkunst, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Masse an jährlichen Neuveröffent­lichungen jene Werke zu fördern, die mit ihrer Qualität in technischer und künstlerischer Hinsicht herausstechen und – zu überzeugen wissen ... Dabei geht es der Stiftung ge­zielt darum, den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auch auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen zu lenken. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst erhielt in diesem Jahr der Bildband Buchenwald. Hierzu durchstreifte Christian Rothe sieben Jahre lang das Dickicht rund um das ehemalige gleichnamige Konzentrationslager und bietet einen ebenso eindrucksvollen wie feinfühligen Blick auf das schwierige Thema. Die Fotostrecken werden begleitet von den Texten ehemaliger KZ-Häftlinge. Weitere Preisträger sind: Fabian Saul und Karen Exner sowie die Bände Kulturtechnik Kochen und The Craft of Place. Die LBO ist Mo bis Fr 10–19, Sa 09–12 Uhr geöffnet.

(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)

Mi, 01.04.2026

Der neue, insgesamt achte Druck von Angeli & Engel erscheint im Mai und hat Wolfgang Borchert (1921–1947) zum Gegenstand: Subskription bis zum 15. Mai.

„Hamburger Bothe 33“ erschienen

Ganz ohne Spitzen geht es nicht in solcher Zeit – zumal, wenn man gewisse Kulturstaatsminister gegen sich und die papierene Welt ahnt: „... mit dieser Mail erreicht Sie unsere Nummer 33 – und wir gestehen offen: Wir hatten erwogen, Ihnen an diesem 01. April mitzuteilen, der Hamburger Bothe stelle sein Erscheinen ein, um fortan als KI-generierter Newsletter weiterzuleben. Doch dann besannen wir uns. Manche Dinge schreibt man lieber selbst. Im Anhang finden Sie das Gewohnte: sorgfältig Gesetztes, handverlesen Ausgewähltes – und keinen einzigen Algorithmus. Was darin wartet, verrät das Inhaltsverzeichnis; was darin verborgen liegt, entdecken Sie beim Lesen.“ Nun, da ist es gut, dass man sich noch einmal eines Besseren besann: Auch in Papierform ist der neue Bothe zu haben. Mit der Ankündigung der Auflösung der Maximilian-Gesellschaft setzt Abel Doering indes dem Heft zusätzlich ein reich bebommeltes Narrenkäpplein an die Adresse solcher politischer Kulturvergessenheit auf. Nun, Satire, wem Satire gebührt. Ansonsten geht’s natürlich höchlich seriös im Journal zu und gibt es gute News für die Bibliophilen im Norden wie in der übrigen Welt. Und so wird auf die BuchDruckKunst sich gefreut, das feine Buch von Wolfgang Neubert rezensiert und v. a. zur Subskription des neuen, des achten Drucks von Angeli & Engel eingeladen, das sich mit Wolfgang Borchert (1921–1947) als Maler und Zeichner befasst und bildnerische Arbeiten des berühmten Kahlschlag-Autors enthält. Das Buch, das in der Vorzugsausgabe ein radiertes Borchert-Porträt von Rainer Ehrt enthält, kann in zwei Formaten bis zum 15. Mai 2026 subskribiert werden. Interessenten wenden sich bitte an Rudolf_Angeli@web.de. Außerdem gibt es neben Fakten aus der Welt der Bibliophilie einen Hinweis auf den Serapion-Verlag, der E. T. A. Hoffmann edierte.

(Bert Blaubart/Pressemitteilung)

Di, 31.03.2026

Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse: Dank und Ausblick

Die Leipziger Buchmesse 2026 ist zu Ende. Es war wieder eine tolle Veranstaltung. Wir möchten uns bei allen bedanken: Helfern und Unterstützern (im Vorder- wie im Hintergrund), Besuchern, Mitgliedern, Gästen, Freunden, Familie ... einfach allen, durch die das möglich gemacht wurde.
Und ihr wisst ja, wie es heißt: Nach der Messe ist vor der Messe. Wir hoffen auf ein Wiedersehn zur Leipziger Buchmesse 2027. Und um es präziser zu machen: Vom 18. März 2027 bis 21. März 2027 findet die nächste Leipziger Buchmesse statt. Also habe ich wieder einen Blick drauf, um rechtzeitig den Frühbucherrabatt abzugreifen und wieder rechtzeitig in die Planung zu gehen. Auf ein Neues!

(Robert Grieger)

Mo, 30.03.2026

Harz: Trauer um Alexander Kluge. | © Thomas Peters

Ein großer Halberstädter: Stadt trauert um Alexander Kluge

In einem bewegenden Statement nimmt das renommierte Gleimhaus in Halberstadt Abschied von einem der großen Söhne der Stadt – am 25. März 2026 war der große Autor, Filmemacher und intellektuelle Tausendsassa Alexander Kluge in seiner Wahlheimat München im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine Herzens-Verbindung zu seiner „Vaterstadt“ hatte Alexander Kluge, der zu den bedeutendsten Denkern, Dokumentaristen und Schreibern der alten wie neuen Bundesrepublik zu zählen ist, nie verloren – 2017 bekam der vielfach, so auch mit dem Georg-Büchner-Preis und, ihn wohl besonders berührend, mit dem Klopstock-Preis des Landstrichs seiner Herkunft wie auch diversen Film- und Fernsehpreisen, Ausgezeichnete die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt, in der er 1932 als Sohn eines Arztes geboren wurde, verliehen. Mit dem Gleimhaus, seit vielen Jahren Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, hatte Kluge mehrere Projekte verwirklicht: „Das Gleimhaus realisierte in den vergangenen Jahren mehrere Ausstellungen zu und mit ihm. Eine dauerhafte Präsentation zu Alexander Kluges Leben und Werk ist für 2027 geplant. Das Gleimhaus verliert einen wichtigen Gesprächspartner und Freund. Wir sind traurig.“ Als Autor debütierte Kluge 1962 mit Lebensläufe. Er war Mitbegründer des Neuen deutschen Films. Sein Film Abschied von gestern (1966) mit seiner Schwester Alexandra in der Hauptrolle erhielt bei den Filmfestspielen in Venedig einen Silbernen Löwen. Eine Vielzahl Ehrungen und Auszeichnungen folgte dem nach, seine Stimme hatte international Gewicht. Seine Schilderung des Bombenangriffs auf Halberstadt am 08. April 1945 erschüttert. Am 28. Mai wird Kluge während der Jahrestagung der Akademie für Sprache und Dichtung während einer öffentlichen Veranstaltung im Großen Saal des Harztheaters seiner Vaterstadt (18.30 Uhr) noch einmal explizit geehrt; auch Ute Pott vom Gleimhaus wird dabei sein.

(André Schinkel)