Pirckheimer-Blog

Mi, 05.11.2025

Exlibris des Monats im November

Das DEG-Exlibris des Monats für den November des Jahres – es stammt von Siegfried Otto Hüttengrund, einem renommierten und, nun ja, selbst ein bisschen geheimnisvollen Künstler aus Westsachsen, und wurde für Marina Stappen geschaffen. Und in der Tat: „In welchem Monat könnten diese Exlibris-Betrachtungen zu den altägyptischen Göttern Isis und Anubis besser passen als in den November“, so beschreibt es DEG-Rezensent Heinz Neumaier in seiner eingehenden Betrachtung des Blattes, das tief in die Geschichte der wohl erstaunlichsten Kultur dieser Welt lotet. Und: „Nicht nur Historiker sind seit Jahrhunderten von der ptolemäischen Königin Kleopatra VII. (69–30 v. Chr.) fasziniert. Wie kaum eine andere Potentatin ist ihre Person in der Kunst- und Filmwelt von herausragender Bedeutung. Als Frau an der Spitze eines Königreiches, in dem der Pharao(nen)-Titel im Normalfall lediglich Männern zugänglich war, gelang es ihr, sich selbst als Inkarnation der Göttin Isis zu inszenieren, um als Herrscherin politische Macht auszuüben, sowie den Isiskult und damit ihre eigene Person weit über die Grenzen ihres Königreiches in anderen Ländern zu etablieren.“ Weiter: „Für Marina Stappen schuf der Maler und Grafiker Siegfried Otto Hüttengrund (*1951) ein Exlibris mit der Darstellung Kleopatras als Isis-Göttin, an deren Seite der Totengott Anubis zu sehen ist.“ Und es verweist auf einen weiteren Großen: „Der Exlibriskünstler, der seine Werke häufig mit einem S.O.H.-Monogramm kennzeichnet, hat hier die Technik des Holzrisses angewandt, bei der er mit dem Radiergriffel feinste Linien in harte Holzflächen ritzt und darauf Abzüge im Hochdruckverfahren herstellt. Die Eignerin sammelt Blätter zum Gesamtwerk des englischen Schriftstellers William Shakespeare. So ist auch anzunehmen, dass dessen 1606/1607 fertiggestellte Tragödie Antonius und Cleopatra bei der Entstehung dieses Exlibris Pate gestanden ist.“ Und noch einiges Faszinierendes ist da zu lesen. Der ganze Text findet sich auf der DEG-Seite.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 04.11.2025

Die Leipziger Stadtbibliothek lädt am 05.11.2025 zum Vortrag an den Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11 ein.

Stadtbibliothek Leipzig: Vortrag

Am 05.11.2025 um 18 Uhr findet in der Stadtbibliothek Leipzig (Wilhelm-Leuschner-Platz 10/11, 04107 Leipzig) im Huldreich-Groß-Saal, ein Vortrag zum Thema Das Haus der Frau auf der Bugra 1914 statt. Ausgehend von den vorhergehenden Weltausstellungen wird ein Bogen geschlagen bis zur Internationalen Ausstellung für Buchgewerbe und Graphik 1914 in Leipzig. Deren Präsident hatte die Idee, ein eigenes Haus zur Arbeit von Frauen auf der Bugra zu errichten. Daran waren zahlreiche Komitees aus dem In- und Ausland beteiligt. Es gab unter den einzelnen Abteilungen auch einen Bereich für Bibliophilie, daneben freie Grafik, Gebrauchsgrafik und vieles weitere. Die Stadt Leipzig erlebte damals seinen niemals mehr erreichten Höhepunkt als Buchstadt. Insofern stellt der Vortrag eine Verknüpfung aus der Geschichte der Buchstadt und der Frauenbewegung dar.

(André Schinkel via Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 03.11.2025

Wolfgang Fiedler organisierte auch 2025 das 'BET' ...

Das 36. Berliner Exlibris-Treffen

An jedem ersten November-Wochenende treffen sich Exlibris-Freunde in Berlin-Friedrichshain – so auch in diesem Jahr am 01. November; wieder organisiert von Wolfgang Fiedler, der in diesem Jahr die bemerkenswerte Ausstellung Don Quijote im Exlibris – Im Gedenken an Paul G. Becker zusammenstellte. 463 Exlibris von 380 Künstlern und Künstlerinnen. Zum Thema trug der DEG-Ehrenpräsident Paul G. Becker (1931–2024) sage und schreibe 1.300 Exlibris zusammen. Das Gros der ausgestellten Stücke aus der Sammlung Becker stellte Joachim Schlosser zur Verfügung. Zu Gast waren der neue DEG-Präsident Utz Benkel, Künstler und Schatzmeister Andreas Raub, die Künstler Norbert Salzwedel, Erhardt Beitz und Falk Geißler und aus Wittenberg die Elena Kiseleva. Der am weitesten angereiste Gast war das finnische DEG-Mitglied Olli Ylönen. „Unser ehemaliger Präsident Henry Tauber, der eng mit Paul G. Becker befreundet war, führte kenntnisreich in die Ausstellung und das Thema ein. Wolfgang Fiedler ist zu danken, dass er jedes Jahr die Arbeit auf sich nimmt dieses Treffen samt Ausstellung vorzubereiten und durchzuführen“, heißt es auf der Webseite der Deutschen Exlibris-Gesellschaft e. V. Der ganze Text ist nachlesbar unter diesem Link.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 02.11.2025

Die 'WUB' findet vom 01. bis 08.11. bundesweit statt.

WUB 2025 vom 01. bis 08. November

Die WUB 2025: Die Woche der unabhängigen Buchhandlungen findet vom 01. bis zum 08. November 2025 statt. Eine ganze Woche lang zeigen sich über 1.000 unabhängige Buchhandlungen in ganz Deutschland buchstäblich von ihren schönsten Seiten. „Inhabergeführte Buchläden sind nicht wegzudenken aus unseren Städten und Regionen. Ihr Beitrag zum wirtschaftlichen, kulturellen und gesellschaftlichen Leben ist von beachtlicher Bedeutung. Das ist für diejenigen, denen diese Bedeutung längst klar ist, ein guter Grund zu feiern – und für alle anderen eine schöne Gelegenheit zu erfahren, dass es gute Bücher auch ganz in der Nähe gibt.“ Alle Infos zur WUB gibt es hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 01.11.2025

Entwerter/Oder: Die „Blätter für Licht“ im „Zeitschriftenunwesen“

Entwerter/Oder: Die „Blätter für Licht“ und das sogenannte „Zeitschriftenunwesen“ heißt die neue Ausstellung des Freundeskreises Willy-Brandt-Haus e. V. (Stresemannstraße 28 in 10963 Berlin), die vom 07. November 2025 bis zum 12. April 2026 zu sehen ist. Im März 1982 entstand in Ostberlin mit Entwerter/Oder eine originalgrafische Künstlerzeitschrift. Ihre Gründer waren: Uwe Warnke und Siegmar Körner. Die Seiten der Zeitschrift wurden von einer Reihe namhafter Künstlerinnen und Künstlern gestaltet und werden bis 2026 nun im Willy-Brandt-Haus gezeigt. 500 Beteiligte aus 15 Ländern haben sich an insgesamt 130 Ausgaben der Zeitschrift beteiligt. Die Ausstellung zeigt Arbeiten aus allen Schaffensperioden mit Fokus auf die 1980er Jahre. Zu sehen sind Grafiken aller Techniken, Fotografien, Objekte, Handschriften und Texte. Die Publikation war ein Versuch, eine Zeitschrift jenseits von Genehmigungs- und Kontrollverfahren zu gestalten, selbstbestimmt zu agieren und den Arbeiten von jungen Beiträgerinnen und Beiträgern ein Podium zu bieten. Mit dabei waren unter anderem Claus Bach, Kurt Buchwald, Harald Hauswald, Ruth Wolf-Rehfeldt, Strawalde und Peter Wawerzinek. Anlässlich der Ausstellung wird im November 2025 eine letzte Ausgabe von Entwerter/Oder erscheinen. Die Ausstellungseröffnung findet am Donnerstag, den 06.11.2025, um 19 Uhr (Einlass ab 18.30 Uhr) statt. Es sprechen zur Begrüßung Mirja Linnekugel und Dietmar Nietan. Die Einführung in die Schau findet mit Kurator Uwe Warnke („Wir waren jung und auf Ärger vorbereitet.“) im Anschluss statt. Alle Informationen zur Exposition gibt es hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 31.10.2025

Schau "Dichterikone. Goethe sammeln, erforschen, verehren, vermitteln" in Leipzig – ab 06. November.

Goethe: sammeln und erforschen, verehren, vermitteln der Ikone

Zur Eröffnung der Ausstellung Dichterikone. Goethe sammeln, erforschen, verehren, vermitteln lädt die Bibliotheca Albertina (Beethovenstraße 06, 04107 Leipzig) in die Pleißestadt am 06.11.2025 ein. Die Vernissage findet mit einem Eröffnungsvortrag von Kuratorin Dr. Katrin Löffler und anschließendem gemeinsamen Rundgang durch die Ausstellung statt. Ab dem 07. November ist dann Dichterikone. Goethe sammeln, erforschen, verehren, vermitteln bis zum 01. Februar 2026 im Ausstellungsraum der Bibliotheca zu sehen, täglich von 10 bis 18 Uhr, Do bis So bis 21 Uhr, der Eintritt ist frei. Das Sammeln von Objekten, die zum Leben und Werk eines Schriftstellers gehören, vor allem von Autographen und wertvollen Drucken, entwickelte sich im 19. Jahrhundert zu einer Praxis bürgerlicher Kultur. Johann Wolfgang von Goethe nahm dabei eine Sonderstellung ein, er avancierte nach der Reichsgründung 1871 zum bedeutendsten und Nationaldichter der Deutschen.

Das 100. Gründungsjubiläum der Leipziger Goethe-Gesellschaft bietet nun die Gelegenheit, den Zusammenhängen zwischen den wertvollen Goetheana-Beständen in der Universitätsbibliothek Leipzig und den Forschungs-, Editions- und Sammelpraktiken in ihren jeweiligen Kontexten nachzugehen. Weitgehend unbekannt ist, dass Leipzig ein Zentrum des Autographenhandels wurde, der sich als Zweig des Antiquariats professionalisierte. Ebenso lassen sich Fragen zu aktuellen Formen der Auseinandersetzung mit Werk und Nachlass von Schriftstellern stellen ... Was bedeuten sie für ihre Sammler, was sagt das Sammeln über den Stellenwert von Literatur aus? Warum, wo und wann wird zu bestimmten Autoren und Autorinnen gesammelt, sei es regional, überregional oder transnational? Und was leisten literarische Gesellschaften? Die Ausstellung entstand in Zusammenarbeit mit der Leipziger Goethe-Gesellschaft e. V. und zeigt unter anderem Leihgaben aus dem Sächsischen Staatsarchiv und der Kustodie der Universität Leipzig. Alle Infos – hier.

Dichterikone. Goethe sammeln, 
erforschen, verehren, vermitteln
06. November 2025, 18 Uhr,
Vortragsaal in der
Bibliotheca Albertina,
Beethovenstraße 06,
in 04107 Leipzig

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Do, 30.10.2025

Die Anthologie "Der doppelte Sisiphus" erschien im Verlag Das Wunderhorn ("Poesie der Nachbarn 36").

Buch des Monats: „Der doppelte Sisiphus“ (armenisch-deutsch)

Es dürfte als eines der ältesten und bedeutendsten Kulturvölker des Abendlandes gelten: Das Volk der Armenier, die, zeitweise in ganz Kleinasien zuhause, heute im Südkaukasus, in Sichtweite ihres heiligsten Bergs, des zweigipfligen Ararat, leben. Die große und in der jüngeren Moderne wie Gegenwart tragische Geschichte der Armenier dürfte – an sich – keinen unberührt lassen: Nach dem Genozid im Ersten Weltkrieg empfindet die armenische Ethnie den Verlust von Bergkarabach 2023 als schweren Einschnitt ... Die armenische Literatur der Gegenwart ist von großem Reichtum, was mithin die Anthologie zum 36. Durchgang von Poesie der Nachbarn beweist: Im Sommer 2024 lud Herausgeber und Hausleiter Hans Thill je sechs armenische und deutsche Autorinnen und Autoren zur Nachdichtungswoche ins Künstlerhaus Edenkoben in der Pfalz ein. In der kommenden Woche wird nun das Resultat, die Anthologie Der doppelte Sisiphus, erschienen im Verlag Das Wunderhorn, in Mainz, Trier und Koblenz vorgestellt. Aus Jerewan reisen eigens die Dichterinnen Gohar Galstyan und Arpi Voskanyan an, flankiert von ihren Nachdichterinnen und Nachdichtern. Das Buch selbst zeigt, wie tief auch die Dichtung der Gegenwart im Land um den Sewansee von Geschichte und Religion geprägt ist. Und wie reich zugleich die Herangehensweise der Deutschen ist, sich diesen Texten zu nähern, teils folgen den Originalen explizit bis zu drei Nachdichtungen der Teilnehmenden. Ein berührendes und wichtiges Buch. By the way: Auch in Sachsen-Anhalt gab es vom 24. bis 26.10.25 eine deutsch-armenische Begegnung. Auf Haus Sonneck trafen sich Hermine Navasardyan und Armenuhi Drost-Abgaryan mit Autorinnen und Autoren des Landes zu Austausch und Nachdichtung. Diese Anthologie, Brücken der Sehnsucht, erscheint im März 2026, auch in zwei Sprachen, im Mitteldeutschen Verlag. (Der doppelte Sisyphus. Gedichte aus Armenien. Heidelberg: Verlag Das Wunderhorn 2025, 190 Seiten, geb., zweisprachig, ISBN 978-388423-728-1, für 26 Euro).

(Bert Blaubart)

Mi, 29.10.2025

In Stendal: „Die Welt – ein Schiff“

Die Museums-Kuratorin Dr. Kathrin Schade führt am 29. Oktober 2025 um 18.30 Uhr durch die aktuelle Sonderausstellung des Winckelmann-Museums (Winckelmannstraße 36–38, in 39576 Stendal): Rückkehr aus Troja – Die Abenteuer des Odysseus. Zeichnungen von Peter Nagengast und Werke weiterer Künstler der Gegenwart. Peter Nagengast (1935–1985) schuf diesen Zyklus von Zeichnungen in zwei Fassungen zu den Irrfahrten des Odysseus im Auftrag des Aufbau-Verlages, der 1986 Homers Odyssee in der Prosaübertragung (und in der Nachfolge seiner Ilias-Übertragung von 1972) des renommierten Altphilologen Gerhard Scheibner (1912–1994) neu herausgab. Neben den Originalzeichnungen von Nagengast zeigt die Ausstellung Bildwerke von 16 weiteren Künstlern. Die Ausstellung des Museums, das Mitglied unserer Gesellschaft ist und über die der Blog mehrfach berichtete, ist noch bis zum 23. November zu sehen. Öffnungszeiten: Di bis So, jeweils 10 bis 17 Uhr.

(Othmar Kasulke/Pressemitteilung)

Di, 28.10.2025

Lucky Luke wird 80 – das Artwork!

Im Jahr 2026 feiert Lucky Luke seinen sage und schreibe 80. Geburtstag und ist damit der älteste und langlebigste Comic-Cowboy der Welt. Der schauraum: comic + cartoon in Dortmund (– direkt gegenüber dem Dortmunder Hauptbahnhof, Parkmöglichkeiten am Freistuhl) setzt sich mit der Ausstellung an die Spitze des Gratulanten und feiert bereits ab 14. November 2025 ins Jubeljahr hinein. Ausschließlich mit originalen Comicseiten (Tusche auf Papier), sprich: feinstes Artwork! Die Ausstellung, die am 14.11. auch Vernissage feiert, ist bis zum 06.04.2026 zu sehen und präsentiert seltene Originalseiten und -zeichnungen sowie Archivalien und Erstveröffentlichungen von 1946 bis heute. Erwähnenswert sind insbesondere die Originalseiten von Morris (d. i. Maurice De Bevere, 1923–2001, Zeichner) und René Goscinny (1926–1977, Texter) aus den 1950er und 1960er Jahren. Zu Lebzeiten des Zeichners und seiner Frau/Witwe war dergleichen nicht möglich, weil Morris nie auch nur eine Seite aus dem Haus gelassen hat. Die heutige Erbengemeinschaft ist da etwas weniger streng, so dass sich seit einem Jahr circa zwei Dutzend Seiten im Besitz von Privatsammlern befinden. Im Anschluss an die Eröffnungsreden und die Einführung durch Kurator Dr. Alexander Braun kann die Ausstellung im schauraum besucht werden. In der Jubilate-Schau gratulieren auch eine Reihe weiterer Größen des Comic-Gewerbes, der Eintritt in den schauraum: comic + cartoon (genaue Adresse: Max-von-der-Grün-Platz 07, 44137 Dortmund) ist frei. Der schauraum: comic + cartoon ist ein Projekt der Dortmunder Kulturbetriebe in enger Zusammenarbeit mit der uzwei im Dortmunder U (Programm) und der Stadt- und Landesbibliothek (Bibliothek und Lektorat).

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 27.10.2025

Berlin: Neon Schatten Überschall

Neon – Schatten – Überschall heißt die Ausstellung im Neurotitan im Haus Schwarzenberg (Rosenthaler Straße 39, 10178 Berlin), die am Sonnabend, den 25.10.2025, um 18 Uhr ihre Vernissage feierte, bis zum 27.11. gezeigt wird, jeweils von Montag bis Samstag von 12 bis 20 Uhr zu sehen ist. „Ein Flirren aus Farbe, ein Aufblitzen, ein Knall! Linien jagen durch den Raum, Formen tauchen auf und verschwinden. Geschichten aus dem Hier und Jetzt, aus Vergangenheit und Zukunft berichten von UFO-Landungen, metaphysischen Außerirdischen und anthropomorphen Insekten. Aber auch von verlorenen Orten, menschlichen Beziehungen und absonderlichen Reisen“, heißt es. Und weiter: „Zwischen Zeichen, Sprechblasen und Rasterpunkten lenkt die Ausstellung den Blick auf urbane Welten, auf Abgründe, Erinnerungsräume und visionäre Szenarien – dorthin, wo Neonlicht auf Schatten trifft und Zeichnung, Comic und Illustration ihre ganze erzählerische Kraft entfalten.“ Gezeigt werden in der Ausstellung Arbeiten von Katia Fouquet sowie Jakob Hinrichs, Sophia Martineck, Paul Paetzel, Henning Wagenbreth: Zeichnungen, Comics, Illustrationen, Plakate, Objekte nebst einem umfassenden Begleitprogramm. Das Haus Schwarzenberg feiert in diesem Jahr sein dreißigstes Jubiläum; und mit der Entwicklung Berlins zu einem Zentrum der Illustrations- und Comic-Kunst sind die fünf Zeichnerinnen und Zeichner, neben vielen anderen, engstens verbunden. Sie haben alle, wenn auch zu unterschiedlichen Zeiten, in Berlin ihren künstlerischen Entwicklungsweg begonnen und sich dann mit ihren Illustrationen, Plakaten, Büchern, Graphic Novels und Druckgrafiken in Deutschland wie auch international einen guten Namen gemacht.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 26.10.2025

"Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz" im Museum Wilhelm Busch in Hannover.

Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz (Hannover)

Schau im Museum Wilhelm Busch: Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz

Seit dem 26. September und bis zum 08. März 2026 zeigt das Museum Wilhelm Busch in Hannover seine neue Ausstellung Böse!? Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz in seinen Räumen. Das Deutsche Museum für Karikatur und Zeichenkunst feiert damit den 160. Geburtstag von Max und Moritz, der bekanntesten Bildergeschichte von Wilhelm Busch (1832–1908), die im Oktober 1865 erstmals erschien. Ja, Max und Moritz, die vielleicht ungezogensten Kinder der Welt, werden in diesem Jahr 160 Jahre alt ... Das Museum Wilhelm Busch Hannover widmet den beiden Unverbesserlichen darum eine Sonderausstellung. In Böse?! Widerstand und Verbrechen – 160 Jahre Max und Moritz begegnen Besucher*innen den bösen Buben und ihrem Schöpfer Wilhelm Busch ganz persönlich und erfahren, wie alles kam, wie es eben kam. Die Schau versucht, Antworten auf die vielen Fragen zu Max und Moritz zu finden: Wer kennt die beiden heute, was verbindet man mit ihnen und wie entstand die Bildergeschichte? Und: Sind Max und Moritz eigentlich für Kinder geeignet? Welche Rolle spielen Ungehorsam, Widerstand und Verbrechen in Buschs Geschichten? Und wie gegenwärtig sind diese Themen in unserer Gesellschaft? Die Ausstellung ist in fünf Kapitel gegliedert: Wilhelm Buschs Münchner Jahre (1854 bis 1868): Freunde. Feste. Arbeit sowie Die bösen Buben: Entwicklung. Entstehung. Erbe; Böse?!: Streiche. Widerstand. Verbrechen; Die prominenten Buben: Bild. Inhalt. Marke und Die vorbildlichen Buben: Impuls. Vorlage. Auseinandersetzung. Alle weiteren Böse?! -Infos finden sich unter diesem Link. Adresse: Georgengarten 01, 30167 Hannover. Das Museum ist Dienstag bis Sonntag 11 bis 17 Uhr geöffnet. Am 24.12. und 31.12. ist es geschlossen. 

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Sa, 25.10.2025

Peter Nagengasts "Rückkehr aus Troja" – in Stendal.
Lilo (2. v. r.) und Robert Nagengast (r.) im Gespräch mit Gästen bei der Ausstellungseröffnung "Rückkehr aus Troja" im Winckelmann-Museum in Stendal.

Nagengasts „Rückkehr aus Troja“

Der Berliner Künstler Peter Nagengast (1935–1985) schuf in seinem letzten Lebensjahr einen umfangreichen Zyklus von Zeichnungen zu den Irrfahrten des Odysseus. Diese sind noch bis zum 23. November 2025 im Winckelmann-Museum in Stendal zu sehen. Ergänzt wird die Schau mit Werken von sechzehn Gegenwartskünstlern aus dem Sammlungsbestand des Museums, die sich mit Themen um Troja und die Odyssee auseinandersetzen. Darunter sind dem Buch- und Grafikfreund so vertraute Namen wie Klaus Süß, Ulrich Hachulla, Dagmar Ranft-Schinke sowie Rolf Xago Schröder oder Alfred Traugott Mörstedt und Ronald Paris. 

„Die ausgestellten Skizzen und Zeichnungen zeigen, wie intensiv sich Peter Nagengast mit der Antike auseinandergesetzt hat“, sagte zur Eröffnung Museumsdirektorin Dr. Stephanie-Gerrit Bruer. Sie begrüßte zur Vernissage im Winckelmann-Museum die Witwe des Künstlers Lilo Nagengast sowie den Sohn Robert. Robert Nagengast freute sich, dass das „letzte große Werk“ seines Vaters in Stendal in einem so umfangreichen Rahmen gezeigt wird – in dem Jahr, in dem sich sein Todestag zum 40. Mal jährt und er seinen 90. Geburtstag gefeiert hätte. Bereits während seiner Gymnasial-Zeit habe sich sein Vater für die Antike interessiert, die ihn sein Leben lang begleitet habe, bis zur 1986 bei Aufbau erschienenen Odyssee mit seinen Illustrationen – sein „letzter großer Bildzyklus.“

Zur Ausstellung ist ein umfangreicher Katalog mit 156 Seiten und 102 Farbabbildungen erschienen. Er ist an der Museumskasse zum Sonderpreis erhältlich. In ihm schreibt Käthe Wenzel: „Unter Nagengasts suchenden, spröden Strich tauchen die altbekannten Gestalten neu und ungewohnt aus dem Nebel auf: Schön, aber befremdlich: eulenäugig, mächtig, aber verformt, fast shakespearehaft, oder wie entfernte Cousinen von Hoffmanns Erzählungen … Athene, Kirke, Odysseus …“ In ihrem Katalogbeitrag Die Welt ein Schiff setzt sich Dr. Kathrin Schade, die wissenschaftliche Kuratorin des Winckelmann-Museums, mit der Figur des Odysseus in modernen Bildwerken des Stendaler Sammlungsbestandes auseinander. Abgerundet wird der Katalog mit einer kurzen Biografie Peter Nagengasts und einem ausführlichen Verzeichnis der ausgestellten Werke. 

Die Gestaltung des Katalogs hat übrigens Robert Nagengast übernommen, selbst Künstler und Grafiker. Für das Cover entschied er sich für ein Zusammenspiel zweier Zeichnungen seines Vaters.

Rückkehr aus Troja. Die Abenteuer des Odysseus. 
Katalog zur Ausstellung im Winckelmann–Museum,
Winckelmannstraße 36–38, 39576 Stendal, 
vom 04. Oktober bis zum 23. November 2025, 
Dienstag bis Sonntag von 10 bis 17 Uhr,
Katalog-ISBN: 978-3-9825616-5-3, 29,95 Euro.

(Sigrid und Ralf Wege)

Fr, 24.10.2025

Einladung in die Werkstatt von Olaf Nie am 20.11.25 in Weßling

Ich lade Sie herzlich am Donnerstag, den 20. November 2025 um 15 Uhr in die Werkstatt von Olaf Nie (Ettenhofener Straße 42, 82234 Weßling) ein. Seit 35 Jahren Handbuchbindermeister und Restaurator, arbeitet er in den letzten 15 Jahren auch als bildender Künstler. In seiner Werkstatt für Einzel- und Sonderfertigung bietet er vom gestalteten Einband über Reparaturen/Restaurierungen bis zur Fertigung von Kassetten und Schmuckschachteln alle Arbeiten eines Handbuchbinders an. Als bildender Künstler beschäftigt er sich mit Collagen aus Bedrucktem der Jahrhunderte. Gern gibt er uns Einblicke in seine Arbeit, stellt sich unseren Fragen und freut sich auf einen anregenden Austausch. Auf seiner Seite www.olaf-nie.de kann man sich über Nies Arbeiten informieren. Aus Platzgründen können leider diesmal nur acht Mitglieder teilnehmen. Also bitte gleich anmelden – wer zuerst kommt, mahlt zuerst. Anmeldung an: rabenbauer@pirckheimer-gesellschaft.org

(Mit lieben Grüßen: Hans Rabenbauer/Regionalgruppe der Pirckheimer in Bayern)

Do, 23.10.2025

Und auch die Büchergilde wurde 2025 geehrt ... Fein!

Die Deutschen Verlagspreise 2025 auf der Buchmesse verliehen

Auch auf der Buchmesse in Frankfurt wurden im Beisein von Staatskulturminister Wolfram Weimer die Deutschen Verlagspreise in insgesamt vier ehrenden Kategorien vergeben: als Spitzenpreise, Gütesiegel, Nachhaltigkeitspreis und undotiertes Gütesiegel (für Verlage über der Umsatzgrenze). Die Spitzenehrungen (dotiert mit 50.000 Euro) gingen an den Konkursbuch Verlag, am März und Unrast. Unter den Gütesiegel-Geehrten (18.000 Euro) befindet sich unter anderem die Büchergilde Gutenberg. Der Preis fördert mittlere und kleine unabhängige Verlagshäuser, die laut Aussage von Wolfram Weimer die Vielfalt in der deutschen Editionsszene aufrechterhalten. Allen Geehrten sei von Herzen gratuliert! Es wurde in Frankfurt zünftig gefeiert. Die vollständige Liste findet sich hier.

(André Schinkel/Pressemiteilung)

Mi, 22.10.2025

Die Herbstausgabe der "Wandelhalle" ist erschienen.

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die Wandelhalle (Ausgabe 2/2025), das Periodikum der Gesellschaft der Bibliophilen e. V., der ältesten Bibliophilen-Gesellschaft in Deutschland, ist unter der bewährten Redaktionsführung von Silvia Werfel erschienen. Das Heft, das zweimal jährlich (für Mitglieder der GdB kostenfrei und ansonsten für lässige 10 Euro pro Jahrgang zu haben) aufgelegt wird, versammelt wieder eine Reihe Neuigkeiten und Wissenswertes aus der Welt des schönen Buchs auf 48 Seiten. Im Editorial gibt die langjährige Vorsitzende der Gesellschaft, Frau Dr. Annette Ludwig unter dem Beititel Konstante mit Varianz einen Vorausblick auf die nächste Jahrestagung der GdB, die vom 07. bis 10. Mai 2026 in der documenta- und Grimm-Weltstadt Kassel stattfinden wird, und mit der anvisierten Tagung läuft zugleich eine Versuchsanordnung mit, das zweite Mai-Wochenende für die Bibliophilentage fest zu etablieren. Und im Anschluss gibt sich Silvia Werfel selbst die Ehre mit einem wunderbaren Rückblick auf das 2025er Jahrestreffen im Bamberg, das im Zeichen von E. T. A. Hoffmann und Paul Maar stand und flankiert von einem reichen Bilderbogen an Eindrücken keine Wünsche übrig lässt. Dem folgt in der Rubrik Aus anderen Gesellschaften der Rückblick auf die Jahrestagung der DEG in Memmingen. Auch wird das DEG-Jahrbuch 2025 vorgestellt, und im ersten Beitrag der Rubrik Bibliophile Notizen geht es gleich noch einmal um das Exlibris: eine Lithografie von Wilhelm Behrens für Ernst von Mirbach-Harff aus der Sammlung Dr. Blum ... Weiter widmet sich das Heft einer bis dato unbekannten Einbandkünstlerin: Marie J. S. Ostermann, ferner Lovis Corinth wie auch Otto Rohse – und Marc Strehler schreibt über das Glück des Sammelns. Die Ausgabe endet mit den Lesefrüchten, dem Nachruf auf Hansgeorg Schmidt-Bergmann sowie der Einladung, noch am Freundschaftsalbum für die Anna Amalia mitzuwirken. Ganz am Schluss gibt es Hoteltipps für Kassel (s. o.) und einige Personalia für die GdB. Wieder ein wunderbar gefülltes, üppiges Heft. 

(André Schinkel)

Di, 21.10.2025

Im Jahre 2025 findet der "Tag der Bibliotheken" zum 30. Mal statt. Zahlreiche Büchereien beteiligen sich.

„Tag der Bibliotheken“: 24.10.2025

In diesem Jahr findet der Tag der Bibliotheken nun schon zum 30. Mal statt! Zu diesem Jubiläum bieten viele Bibliotheken wieder zahlreiche Veranstaltungen für ihre Besucher*innen an. Einen besonderen Grund zum Feiern haben die Städtischen Bibliotheken Dresden, die am 24.10. den Preis als Bibliothek des Jahres 2025 verliehen bekommen. Zu diesem Anlass kann die Bibliothek z. B. mit der Taschenlampe erkundet werden ... und auf dem „grünen Pfad“ lassen sich die Angebote zum Thema Nachhaltigkeit entdecken. Und am 27.10.25 erhält die Stadtbibliothek Siegburg den Preis Bibliothek des Jahres in kleinen Kommunen und Regionen 2025 und feiert das mit einem kleinen Festival, das am Tag der Bibliotheken beginnt. Dabei kann man unter anderem einen Einblick in die Arbeit hinter den Kulissen der Bibliothek bekommen. Außerdem wird das Projekt Bücherecke aus dem Knast vorgestellt, eine Kooperation mit der JVA Siegburg. Die Janusz-Korczak-Bibliothek in Berlin organisiert zum Thema Banned Books in den USA eine öffentliche Lese-Chor-Veranstaltung. Die Stadtbibliothek Saarbrücken bietet Trickfilmworkshops, eine Rätseljagd durch die Bibliothek sowie einen Workshop zum Thema Zeichne deinen eigenen Comic an. Bei den Stadtbüchereien Düsseldorf gibt es einen Schnuppertag, bei dem an einem Live-Podcast teilgenommen werden kann, ein Buch-Talk stattfindet sowie Einblicke ins Musikstudio oder den KI-Kiosk gewährt werden. Auch wissenschaftliche Bibliotheken beteiligen sich am Tag der Bibliotheken – so die Unibibliothek Essen, die Bibliotheken der Stiftung Bauhaus Dessau und der Hochschule Anhalt. Die Helmut-Schmidt-Universität Hamburg gewährt Einblicke zum Thema Künstliche Intelligenz. Und auch die Bibliothek des Leibniz-Zentrums für Archäologie in Mainz lädt ein. Ein guter Tag für das Buch!

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 20.10.2025

Jahrestreffen zum Jubiläum 2026 der Pirckheimer-Gesellschaft

In der Mitgliederversammlung 2025 in Hannover wurden zwar einige Orte als Wunsch in die Diskussion geworfen, es fanden sich aber keine Organisatoren. Somit wurde die Entscheidung in die Hände des Vorstands gegeben – der legte zeitnah los und kann nun seine Wahl für 2026 verkünden. 

Nach einigen Sondierungen und Rücksprachen hat sich Hans Rabenbauer (der Schatzmeister und damit Mitglied des Vorstands unserer Gesellschaft) dazu bereit erklärt, diese überaus anspruchsvolle Aufgabe zu übernehmen – gerade für 2026, in dem die Pirckheimer das 70-jährige Jubiläum der Gründung als Gesellschaft feiern, eine besonders spezielle Aufgabe. Dementsprechend ist der nun gewählte Ort ein ganz besonderer: Nürnberg – die Heimat Willibald Pirckheimers (1470–1530), und ein frühes Zentrum von Renaissance, Humanismus, der Druck- wie Bildenden Künste zumal. 

Vielen Dank an Hans Rabenbauer für die bevorstehende Arbeit im Namen der ganzen Gesellschaft!

Jahrestagung der Pirckheimer-
Gesellschaft 2026 in Nürnberg:
Vom 11. bis 13. September 2026
in W. Pirckheimers Heimatstadt.

(Vorstand der Pirckheimer-Gesellschaft)

So, 19.10.2025

Eine der schönsten Lieben der Welt: Vitrinenausstellung zur Bibliophilie im DHM in Berlin

Und im Anschluss ab Ende Oktober: Vitrinenausstellung zu diversen Schadensbildern von Büchern

Vitrinenausstellung zur Bibliophilie: Zwischen der Langen Nacht der Museen (30.08.2025) und dem Tag der Bibliotheken (24.10.2025) zeigt die DHM-Bibliothek eine Vitrinenausstellung zur Bibliophilie (Deutsches Historisches Museum, Unter den Linden 02, 10117 Berlin). In der gezeigten Präsentation erfährt man, welche Eigenschaften eine bibliophile Person auszeichnet, seit wann es das Phänomen des Büchersammelns gibt und welche Gründe Buchliebhaber dazu animieren, eine eigene private Buchsammlung aufzubauen. Optisch sehr aufwendig gestaltete und unikale Objekte aus der Bibliothekssammlung legen Zeugnis über eine der schönsten Lieben der Welt – der Bücherliebe – ab. Die Ausstellung kann innerhalb der Öffnungszeiten Montag bis Donnerstag 09 bis 16 Uhr und Freitag 09 bis 13 Uhr besucht werden. Eine Führung durch die Ausstellung ist im Rahmen des Tags der Bibliotheken buchbar. Und das hat gute Tradition im DHM: Die Bibliothek präsentiert im Rahmen ihrer Öffnungszeiten in regelmäßigen Abständen besondere Stücke aus ihrer Sammlung. So ist auch bereits die nächste Vitrinenausstellung angekündigt – sie widmet sich ab Ende Oktober allen Sachverhalten zum Thema Schadensbilder von Büchern. „Ab Oktober 2025 sind dort Bücher zu sehen, die verschiedene Schadensbilder aufweisen. Anhand von kaputten Einbänden und Schäden in den Bänden selbst wird gezeigt, wie solche Mängel entstehen, welche Maßnahmen im Vorfeld ergriffen werden können, um diese zu vermeiden und welche Schritte unternommen werden können, um Schäden zu beheben. Die Ausstellung soll ein Bewusstsein dafür schaffen, wie wichtig ein umsichtiger Umgang mit Büchern sowohl im Privatbereich, als auch in einer Kulturgut bewahrenden Einrichtung, wie die des DHM, ist.“ Alle Schau-Informationen dazu finden sich hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Die Jugendliteraturpreise 2025 auf der Buchmesse verliehen

„Bücher, die Mut machen“ standen bei der diesjährigen Verleihung der Jugendliteraturpreise im Rahmen der Buchmesse in Frankfurt am Freitag im Zentrum und auf der Agenda: Mut machend in einer unübersichtlichen und brodelnden Zeit. Bundesfamilienministerin Karin Prien überreichte die Auszeichnungen in insgesamt fünf regulären und zwei Sonder-Kategorien. Ausgezeichnet wurden Berta Paramo und die Übersetzerin Stefanie Kuballa-Cottone für ihr Buch Läuse. Handbuch zum Überleben auf Menschen in der Sachkategorie. Desweiteren wurden Jens Rassmus (im Ressort Bilderbuch) für Regentag und Karen Köhler mit Himmelwärts (Sparte Kinderbuch) geehrt. Auch wurden ausgezeichnet: Sarah Jäger, Dirk Reinhard und Maren Amini. Ja, und schließlich wurde noch ein Sonderpreis für das Gesamtwerk Illustration verliehen. Die Extra-Ehrung wurde an Antje Damm vergeben, deren Bücher, am bekanntesten wohl Frag mich!, als stilbildend anzusehen sind. Mut machen in wackliger Ära, das ist aller Ehren wert. Glückwunsch an die sieben Gepriesenen!

(André Schinkel)

Sa, 18.10.2025

6. BuchKunstSalon hat begonnen

Gestern begann in Aschaffenburg der 06. Buchkunstsalon, den Susanne Theumer, Bernhard Hench und Frank Eißner in der Coronazeit begründeten und der eine Alternative zu den großen Messen bietet: In kleinem Ambiente bieten Buch- und Grafikenthusiasten und -enthusiastinnen ihre Werke und Arbeiten an. Die kleine Metropole im nordwestlichen Zipfel Bayerns an Main und Aschaff scheint für eine solche Aktion geradezu prädestiniert – überschaubar, und doch ist alles vorhanden von der Infrastruktur bis zur großen Geschichte und Kultur. Noch heute und morgen bis in den frühen Abend empfangen die Ausstellerinnen und Aussteller ihre Sammler, Käufer und sonst sich Interessierenden im Herzen der mainfränkischen Stadt. Die kleine, feine Messe ist dabei flankiert von einem nicht unerheblichen Kulturbeiprogramm: mit Theater, Musik und Aktionen. An zwei Orten, deren Zentromer das Café Krèm Bernhard Henchs, der sich als Magnet und gute Seele für die Kulturschaffenden nicht nur seiner Region erwiesen hat, bildet, ist alles konzentriert auf das bibliophile und/oder schönst gebundene Buch, edle Kalender, Originalgrafik und -zeichnungen ... Und die Kundschaft der Eingeladenen weiß das familiäre und zugleich professionelle Engagement in Aschaffenburg zu schätzen. Das alles ist für kleinen Eintritt zu haben: nur 3 Euro kostet die Karte, und die Türen zum buch- und grafikschönen Glück öffnen sich ... das kann man ja mal versuchen, in Leipzig oder Frankfurt für diesen Obolus sich bis zu den Buchkunstständen durchzukämpfen ... Und es wird auch 2025 viel geboten, neben den Protagonisten sind in diesem Jahr wieder eine Reihe illustrer Künstlerinnen, Künstler, Herausgeber und Editionen vor Ort: Andrea Ackermann sowie Claudia Richter, Inka Grebner, Wolfgang Grätz von der Büchergilde Gutenberg ... die edition sonblom, der Verlag Thomas Reche, die edition wasser im turm.berlin, Martin Lang, John Gerard, Rollbuch und The Bear Press. Die Karten gelten für beide Salon-Orte, die in der City unmittelbar in Nachbarschaft sind: Riesengasse 10 und Herstallstaße 20. Heute bis 19, morgen bis 17 Uhr. Hingehn!

(André Schinkel)