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Pirckheimer-Blog

Mo, 20.12.2021

Mendelssohn-Type

Seit Wochen sind unsere Mitarbeiter [der Offizin Haag-Drugulin, Dresden] nun schon dabei, neben dem täglichen Setzen und Drucken, die Schriftbestände im Nachbargebäude für den Umzug vorzubereiten; den Inhalt der vielen, meist nur unzureichend beschrifteten Pakete zu ordnen und zu registrieren. Alles Vorbereitungen für die Verlegung, denn die Räume stehen uns nicht mehr lange zur Verfügung. - Es war Anfang November, als ein unscheinbares Paket auftauchte mit dem lapidaren Vermerk »Mendelsohn«. Doch statt der erwarteten Bleilettern kamen Original-Matrizen der Mendelssohn-Type, wie sie richtig heißt, zum Vorschein. Jener Schrift, die Georg Mendelssohn 1921 - also vor genau 100 Jahren - für die Schriftgießerei Brüder Butter in Dresden geschaffen hat. Welche Überraschung, welche Sensation! 

Georg Mendelssohn war ein außergewöhnlicher Künstler. 1886 in Dorpat, heute Tartu, geboren, zog die Mutter, nach dem Tod des Vaters, mit ihm und seinen drei Geschwistern nach Jena. Schulbesuch, Abitur, Studium in Jena und Kiel, ein Aufenthalt in Italien. wo er Jakob Hegner kennenlernte. Wieder zurück: Studium an der Debschitz-Schule in München (1907/08). Mitglied im Deutschen Werkbund. Ausführung von Messinggravuren und erste Erfolge. Dann, mit 24 Jahren, ein Grand Prix auf der Weltausstellung 1910 in Brüssel. - Von Wolf Dohrn angeregt, zog Mendelssohn noch in dem gleichen Jahr mit der Familie nach Hellerau, wo er zusammen mit seinem Freunde Karl Schmidt in einem von Riemerschmid erbauten Doppelhaus wohnte. Hier schnitt er auf Drängen des feinsinnigen Druckers Jakob Hegner dann jene eigenwillige expressionistische Mendelssohn-Type, die gleich für mehrere Drucke verwendet wurde, vom Avalun Verlag, von Oda Weitbrecht und für den eigenen Verlag. Dank an Rainer Gerstenberg, daß wir sie hier zum Jahreswechsel zeigen können.

(Eckehart SchumacherGebler)

So, 19.12.2021

Matthias Frohl, Holzschnitt, 2021 | rechts: Jette Holz, 13 Jahre, Linolschnitt, 2021

... und aus Brandenburg zum Advent

... alle guten Wünsche zum neuen Jahr: Gesundheit, Kraft, Freude sowie Vernunft und Weisheit als Maßstab in der kleinen und großen Welt; vielleicht wachsen Kreativität bzw. Phantasie 2022 Flügel ...

(Matthias Frohl)

Woldn´t it be wonderful if we could all be a little more gentle with each other, and a little more empathy, and maybe we´d like each other a little big more.
Judy Garland, 100. Geburtstag 2022

(Galerie Sonnensegel)

 

Wünsche, die ich ebenfalls gern an alle Leser des Pirckheimer-Blogs weitergebe! (ad)

lks.: Utz Benkel, Linolschnitt, 2015 (nach einer Idee/Zeichnung von Daniela Sotier) | rechts: Elke Rehder, Schachspieler, Holzschnitt, 2021, Blattgröße 29,6 x 20,4 cm

Zwei Grüße zum 4. Advent

Fräulein Weihnachtsmann wünscht
euch ein besinnliches Weihnachtsfet
und einen guten Rutsch in ein gesundes
und friedliches neues Jahr.

(Deutsche Exlibris-Gesellschaft)

Frohe Weihnachten und ein gutes, gesundes neues Jahr 2022, in dem so mancher kluge Schachzug gelingen mag,
wünscht

Elke Rehder

 

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Sa, 18.12.2021

Bibliophiles des Monats

Das erste Jahr, in welchem im Blog der Pirckheimer-Gesellschaft "Bibliophiles des Monats" vorgestellt wurde, geht zu Ende.
Ein Überblick über das Jahr 2021 findet sich hier - vorgestellt wurden in diesem Jahr

Januar - Edition Schwarzdruck: BWL-Reihe (1999ff)
Februar - Pirckheimer-Gesellschaft: 29. Januar 1956 (1955)
März - LBA: Rote Wut und schwarze Galle (1991)
April - Bertolt Brecht: Gegen Verführung (2017)
Mai - BBA: Tellers Trauungsrede für Herrn von Itzenplitz und Fräulein von Friedland, 1792 (1928)
Juni - Klaus Waschk: Vor&NachBilder (2021)
Juli - Schweizerische Bibliophilen-GesellschaftBibliophilie (2021)
August - Ulrich Tarlatt: abschied von sara (1992)
September - miley: Ein Tagebuch (2002)
Oktober - Ingo Schulze: Kakoj Koschmar oдer You Are Welcome (2021)
November - Frans Masereel und das Buch (1961)
Dezember - Jacobus SchnellpfefferStecknadeln im Sofa (1997)

Das Spektrum der ersten mit diesem Ehrentitel bedachten Bücher ist zwar bereits annähernd breit gefächert, doch sollte durchaus auch Besonderes aus anderen Sammlungen, wie z.B. Buchobjekte, historisch Wertvolles oder Raritäten der Druckgraphik in dieser Rubrik auftauchen. Wir wissen, die Regalen der Pirckheimer beherbergen viele Schätze und auch Kuriosa.

Obwohl alle Freunde des Bibliophilen aufgerufen waren, Lieblingstitel für diese Rubrik vorzuschlagen und es auch einige Bekundungen gab das zu tun, fehlte es doch an der Tat. Damit nun nicht weiterhin ausschließlich Titel aus der Bibliothek des Blogbetreibers Bibliophiles des Monats werden, ist hiermit jeder (was jede einschließt) angesprochen, entsprechende Vorschläge einzureichen.

Fr, 17.12.2021

Schöpferlaunen - Galgenlieder

In der Kleinen Galerie des Winckelmann-Museums wird ab morgen aus Anlass des 150. Geburtstags von Christian Morgenstern die Ausstellung "Schöpferlaunen - Galgenlieder Wilhelm Höpfners Bilder nach Christian Morgensterns literarischen Humoresken" gezeigt.

Der Magdeburger Künstler Wilhelm Höpfner (1899-1968), dessen Nachlass das Museum besitzt, hinterließ in den fünf Jahrzehnten seines Wirkens ein enormes Werk an Druckgraphik. Seine Bilderwelt ist zauberhaft und phantasievoll, durchdrungen von Ironie und hintergründigem Humor, teils grotesk, teils surreal, doch bei aller Heiterkeit niemals weltfremd oder banal.
Die Gedichte von Christian Morgenstern (1871-1914) inspirierten Höpfner auf besondere Weise. Es war das Zusammenspiel von liebenswürdiger Komik und scharfsinnigem Tiefgang, worin der Zeichner im Dichter seinen geistigen Bruder gefunden hat.
Die kleine Ausstellung im Winckelmann-Museum zeigt Radierungen des Künstlers in Gegenüberstellung mit den Versen aus Morgensterns Gedichtzyklus „Galgenlieder", darunter Highlights wie das „Nasobem", das ,,ästhetische Wiesel" oder den „Werwolf". Höpfners Freude am bildlichen Fabulieren verbündet sich mit dem Sprachwitz in Morgensterns humoristischer Lyrik auf wunderbare Weise. Für Wilhelm Höpfner war es „das befreiende Lachen".

Die Ausstellung ist eine Kooperation mit der Morgenstern-Gesellschaft Werder und der Galerie 47 Birkenwerder.

Eröffnung: 18. Dezember 2021, 15 Uhr, Begrüßung: Prof. Dr. Max Kunze (Präsident der Winckelmann-Gesellschaft), Christians Morgenstern und seine Galgenlieder: Heinz-Jürgen Raßbach (Vorsitzender der Christian Morgenstern Gesellschaft), Wilhelm Höpfners Morgenstern-Illlustrationen: Dr. Kathrin Schade
Ausstellung: 18. Dezember 2021 - 20. März 2022, 2G

Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal

letzte DEG-Mitteilungen

Gemäß einem Beschluss des DEG-Vorstandes wurde das letzte, wie seit 30 Jahren von Klaus Thoms herausgegebene, Heft der DEG-Mitteilungen ausgeliefert: "Die bisherigen Mitteilungen sollen neu konzipiert werden und ab 2022 unter einem neuen Titel einmal jährlich zum Jahresende erscheinen."
Darin unter anderem eine zeitgemäße Betrachtung des Exlibris zum Thema "Impfungen lassen die Menschen hoffen", zu "Christian Morgenstern - ein Meister der komischen Lyrik" und "Die Dreigroschenoper, ihre Liedtexte und ihre Musik" von Heinz Neumaier.

DEG-Mitglieder erhielten gemeinsam mit den Mitteilungen die 2021 bereits zum zweiten Mal erschienene, gut gestaltete, gedruckte Jahresübersicht über das "Exlibris des Monats" mit Beiträgen von Ulrike Ladnar und Henry Tauber, sowie, wie wir mit Trauer zur Kenntnis nehmen mussten, zum letzten Mal von Heinz Decker.
In großem A4-Format und mit umfangreichen Informationen werden die Miniaturen vorgestellt, traditionell beginnend mit der Graphik des PF im Januar (Katarzyna Handzlik) bis zum Exlibris des Monats Dezember (Oleksandra Sysa für Cees Lith). Alle Exlibris werden, einschließlich der Texte zu den Hintergründen der Bucheignerzeichen, auch auf der Homepage der Gesellschaft vorgestellt, siehe hier.

Do, 16.12.2021

Gustave Doré, Rotkäppchen, um 1870, Foto: Sven Beham

Märchen Sagen und Symbole

Im Winckelmann-Museum findet eine Ausstellung zu Märchen, Sagen und Symbolen statt. Der Einfluss dieser Literaturgattungen prägt die Kunst seit Jahrtausenden. Die in den Geschichten überlieferten Erzählelemente und Erzählstrukturen finden sich heute wieder in der modernen Welt der Fantasy-Erzählungen und Filme.

Wie entstanden die Welt und das Leben in dieser Vielfalt, wie lautet der Plan der schicksalsbestimmenden, übernatürlichen Mächte, welche Ursachen haben Übel, Krankheit und Tod, und von welchen außergewöhnlichen Taten gibt es neue Kunde? Die Ausstellung stellt die Themen Märchen, Mythen, Legenden, Fabeln und Sagen vor, die einen fundamental wichtigen Bestandteil jeder Kultur und ihres kollektiven Gedächtnisses bilden. Dabei werden Spuren verfolgt, die sich durch die Erzählungen von Menschen verschiedener Kulturen ziehen. Diese Spuren beginnen tief in der Vorgeschichte und verbreiten sich zu einem frühen Zeitpunkt. Sie entfalten sich in den Mythen, Sagen, Fabeln, Legenden der Antike und führen in die Welt unserer europäischen Märchen, welche zunächst nur mündlich tradiert worden sind. Auch die Sagenwelt Liechtensteins wird dabei vorgestellt.

4. Dezember 2021 - 27. März 2022

Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal

links unten: Widmung "Für Max Lehmann mit bestem Dank Stefan Heym" in Kreuzfahrer von heute, Paul List Verlag , Leipzig-München 1950, Ausgabe für das Gebiet der Deutschen Demokratischen Republik (M.L. war seinerzeit Sekretär im Schriftstellerverband der DDR), im Vordergrund: "Erinnerungen ...", Verlag für Berlin-Brandenburg, Inh. André Förster

Stefan Heym (1913 - 2001)

Heute vor 20 Jahren starb Stefan Heym - einer der großen deutschen Literaten.

In der DDR arbeitete Heym als freier Schriftsteller und daneben publizistisch für Zeitungen und Zeitschriften. Von 1953 bis 1956 schrieb er, gemeinsam mit dem Pfarrer Karl Kleinschmidt, die Kolumne Offen gesagt für die Berliner Zeitung. 1956 wurde Heym ein Veröffentlichungsverbot auferlegt, 1959 wurde er mit dem Nationalpreis der DDR für Kunst und Literatur ausgezeichnet.
1976 gehörte Heym zu den Unterzeichnern der Petition, mit der DDR-Autoren gegen die Ausbürgerung Wolf Biermanns protestierten. 1979 wurde er aus dem Schriftstellerverband der DDR ausgeschlossen. Ende November 1989 war er Mitinitiator und Unterzeichner des Aufrufes "Für unser Land", in dem sich die Initiatoren gegen „eine Wiedervereinigung bzw. eine Konföderation mit der BRD“ und für den Erhalt einer eigenständigen DDR mit demokratischem Sozialismus aussprachen. Im November 1989 wurde er wieder in den Schriftstellerverband der DDR aufgenommen.
Bei der Bundestagswahl 1994 erhielt Heym als Parteiloser auf der Liste der PDS ein Direktmandat. "Den Juden und Anti-NS-Kämpfer demütigte 1994 die Kohl-Regierung, als Heym als Alterspräsident mit einer weisen Rede den 13. BT eröffnete. Um ihn zu verhindern, streuten westdeutsche Politiker und Medien gar noch das verleumderische Gerücht, der jahrelang von der Stasi überwachte Heym sei Stasi-Spitzel gewesen." (Ilko-Sascha Kowalczuk, Facebook)
Im Oktober 1995 legte er sein Mandat aus Protest gegen eine geplante Verfassungsänderung im Zusammenhang mit der Erhöhung der Diäten für Bundestagsabgeordnete nieder.

Michael Blümel, Eine mögliche Begegnung, nach Robotermärchen, 2019 / unten: Lothar Lempp

zum 100. Geburtstag von Stanisław Lem

„GoLEM Go!“

Am 12. September 2021 jährte sich 100. Geburtstag des Science-Fiction Autors, Essayisten und Philosophen Stanisław Lem, dessen in 57 Sprachen übersetzten Werke bis dato über 45 Millionen Mal verkauft wurden. Diesen ebenso genialen wie eigensinnig-phantasiebegabten Menschen zu ehren, ist das Anliegen der Bad Mergentheimer Künstler Lothar Lempp und Michael Blümel, deswegen begannen die beiden bereits 2019 sich mit dem Leben und Werk des polnischen Intellektuellen Lem zu beschäftigen. schon während ihrer Jugendzeit waren beide Künstler begeisterte Leser von Stanisław Lem’s einfallsreichen intergalaktischen Welten.

Lothar Lempp widmet sich hauptsächlich den plastischen Anregungen, die in Lems Werken zu finden sind. So wird beispielsweise das bevorzugte Werkzeug des Schriftstellers, die mechanische Schreibmaschine, einer Metamorphose unterzogen. So wie Lem klassische Formen neu verwendet, z.B. die Erzählform des Märchens, so verwendet Lempp die alte Tradition des Zinnfigurengießens um Lems futuristische Eskapaden lebendig werden zu lassen. Auch die dynamischen Prozesse eines planetaren Ozeans werden ins Bild gebracht - und nicht zu vergessen, der Humor der in vielen Werken des Autors präsent ist.

Michael Blümels Künstlerische Arbeitsschwerpunkte bzw. Ausgangspunkte sind oftmals literarische Quellen und so wird er seine Auseinandersetzungen einmal mehr einem Schriftsteller widmen, den er genrespezifisch, ergo im Bereich Science-Fiction, bis heute zu seinen Favoriten zählt. Zumeist beginnt Blümel mit dem direkten (Hinein)zeichnen auf Buchseiten in herkömmliche Buchausgaben, aus denen Künstlerunikatbücher werden, parallel folgen die ersten Skizzen und Studien, Graphit- und Acrylzeichnungen, in die z.B. Schrauben, Scharniere, Stahlfedern und dergleichen geklebt werden. Und so entstanden bis zum jetzigen Zeitpunkt inklusive der Zeichnungen in den insgesamt sechs Künstlerunikatbüchern – die in der Regel zwischen 20 und 50 Zeichnungen umfassen, über 600 Werke nach Stanisław Lem.

In Zusammenarbeit mit dem Harrassowitz Verlag erschien das Buch „Kosmos Lem“.

Vernissage/Soft Opening: 17. Dezember 2021, 18 Uhr
Ausstellung: 18. Dezember 2021 - 26. Februar 2022

Forum in der Au
Austraße 6, Bad Mergentheim

Mi, 15.12.2021

Hanne Reinhardt-Fischer, "Ein Engel für Thomas", Mischtechnik

Himmlische Heerscharen

Bibliophile beschränken ihre Sammlerleidenschaft häufig nicht nur auf das bedruckte Papier, wie jetzt auch eine Ausstellung aus den Beständen des Pirckheimers Wolfgang Zumpe, Schatzmeister des Leipziger Bibliophilen-Abend, beweist.

"Nicht vom Himmd hoch, aber aus der Obhut von Freunden und Bekannten und aus eigenem Bestand kamen geflügelte Wesen ins Kohrener Land. Auf Bildern, in Büchern, als allerlei Figuren und neuerdings auch als DVD, himmlische Heerscharen eben, deren Mitgliedern wir nur gelegentlich und zumeist nur einzeln begegnen. Allen voran, aus der Zeit als Götter noch selbst flogen, Pegasos und der Held Bellerophontes im fortwährenden Kampf gegen das Böse. Ihnen folgen alte und 'junge große und kleine Engel: tröstend, preisend, verklärend, belehrend, schützend, siegend, erinnernd, erheiternd und, o Gott (gut, dass Putten zu Hause blieben), sogar nackend. Solchen angesichts hege ich Zweifel, dass Engel geschlechtslos sind. Das behauptet nämlich mein Freund, ein malender und in der Ausstellung u.a. mit einem Engelsflügel präsenter Pfarrer, der es doch eigentlich wissen sollte. "Das Engel". Wäre es nicht schade um die schönen Engelinnen?"

(Wo!fgang Zumpe)

Ausstellung: 1. Oktober 2021 - 13. März 2022

Töpfermuseum Kohren-Sahlis
Baumgartenstraße 3, 04654 Frohburg

Aus dem Antiquariat 4/2021

Das letzte Heft des Jahres "Aus dem Antiquariat", eine Zeitschrift, die auch allen Mitgliedern der Maximilian-Gesellschaft zugestellt wird, enthält das Jahresregister 2021.

Roland Jäger beschäftigt sich mit dem Gebrauchsgraphiker und Buchgestalter Fritz Löwen, auch Lucien Lowen, (1893 - 1970) und Hans-Otto Keunecke untersucht den Nürnberger Antiquariatsbuchhandel im 17. Jahrhundert und stellt Deutschlands ältesten Antiquariatskatalog vor.
Weiterhin im Heft: ein Interview von Björn Biester mit Sibille Wieduwilt, Vorsitzende des Verbandes Deutscher Antiquare und seit 14 Jahren Inhaberin des Kunstantiquariats Tresor am Römer in Frankfurt am Main, zur gegenwärtigen Situation des Antiquariatsbuchhandels.

Di, 14.12.2021

Post aus Leipzig für die Bücherkinder

Rechtzeitig zur weihnachtlichen Buchübergabe an die Bücherkinder Brandenburg kam die Post von Egbert Herfurth, mit dessen Illustrationen zu Franz Fühmanns „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“ sie sich in ihrem diesjährigen Projekt auseinandersetzten. Das ist für die Kinder und unsere Arbeit ein Ritterschlag.

Wenn man ein Jahr lang gearbeitet hat, treffen auch Zweifel und Vorfreude und Wankelmut und Kühnheit aufeinander. Vor allem vor dem Hintergrund: Die für die Förderung der kulturellen Arbeit mit Kindern zuständige Ministerin für Kultur in Brandenburg hat weder persönlich geschrieben, noch sich für das übersandte Metzkes-Buch, entstanden im letztjährigen Projekt der Bücherkinder, gedankt, geschweige denn, selbst nach erneuter Anfrage, die Arbeit der Bücherkinder Brandenburg gefördert.

Am 16. Dezember 2021 erhalten die Bücherkinder Brandenburg ihre Bücher und die originalen Farbradierungen bei einer weihnachlichen Feier am Dom zu Brandenburg.

(Armin Schubert)

Mo, 13.12.2021

Dieter Goltzsche, Nixe, 2000, Kaltnadelradierung, 17,5 x 12,2 cm

Teile von Etwas

Am Dienstag wird in der Galerie der Berliner Graphikpresse die Ausstellung Dieter Goltzsche: Teile von Etwas. Radierungen aus den Jahren 1960 bis 2021 eröffnet.

Ende November 2021 erschien der dritte Band des Werkverzeichnisses der Radierungen von Dieter Goltzsche, der im Rahmen der Ausstellung in der Galerie erhältlich sein wird. Dieter Goltzsche schuf unter anderem einige Graphiken für die Pirckheimer-Gesellschaft, so z.B. die monogrammierte Algraphie "Porträt Peter Hille" als Beilage zu den Marginalien Heft 174.

Im Rahmen der Ausstellung findet ein Künstlergespräch mit Dieter Goltzsche und Sigrid Walther zum Radierwerk des Künstlers, den technischen und inhaltlichen Herausforderungen sowie dem neu erschienenen dritten Band des Werkverzeichnisses der Radierungen statt.

Eröffnung: 14. Dezember 2021, 18 Uhr, Einführende Worte: Anita Kühnel, 2G, Anmeldung erforderlich
Ausstellung: 14. Dezember 2021 - 11. Februar 2022 (20. Dezember 2021 - 11. Januar 2022 geschlossen)
Künstlergespräch: 27. Januar 2022

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin-Friedrichshain

So, 12.12.2021

© Harald Kretzschmar

Lebe Frohsinn

Eine Zeichnung mit vorweihnachtlichen Grüßen zum 3. Advent von Harald und Gisela Kretzschmar.

Sa, 11.12.2021

Von Sammellust bis Engelsturz

Im Altenburger E. Reinhold Verlag erscheint "Von Sammellust bis Engelsturz" von Dieter Gleisberg mit Beiträgen zu Kunst und Künstlern.

Dieser Titel enthält Texte u.a. zu Goethe, Heinrich Wilhelm Campe und Caspar David Friedrich über Max Klinger und Conrad Felixmüller bis hin zu Gerhard Kurt MüllerCarlfriedrich Claus und Thomas Ranft, sowie vielen anderen Künstlern.

25 Exemplare dieses Buches werden als Vorzugsausgabe mit einem Original-Farbholzschnitt "Engel 2021" von Karl-Georg Hirsch ausgeliefert. Jedes Blatt wurde vom Künstler gedruckt, handsigniert und nummeriert.

Das nächste Heft der Marginalien wird eine Besprechung des Titels von Jens-Fietje Dwars enthalten.

Dieter Gleisberg: Von Sammellust bis Engelsturz - Beiträge zu Kunst und Künstlern
E. Reinhold Verlag, Altenburg 2021
Festeinband, 21 x 27 cm, ca. 208 Seiten, ISBN 978-3-95755-067-5 
Normalausgabe: 29,80 €
Vorzugsausgabe mit einem Farbholzschnitt von Karl-Georg Hirsch: 69,80 €