Pirckheimer-Blog

Sa, 11.04.2026

Roland Berger (1942–2026). | © Abel Doering/Archiv

Abschied von Prof. Roland Berger

Am 04. April starb, wie von verschiedener Seite, so unter anderen der jungen Welt vom 09. April 2026, mitgeteilt wird, das langjährige (1969–2025) Pirckheimer-Mitglied Professor Dr. Roland Berger (1942–2026) nach langer Krankheit. Berger, der in Weinböhla in Sachsen geboren wurde, verstarb im Alter von 83 Jahren im brandenburgischen Hohen Neuendorf, wo er seit 1996 gelebt hatte. Er war neben seiner Mitgliedschaft in der Pirckheimer-Gesellschaft auch eine Reihe Jahre Vorstandsmitglied der Pirckheimer. Nach dem Abitur an der ABF der MLU Halle-Wittenberg studierte er Kunsterziehung und Deutsch an der Berliner Humboldt-Universität und war als Dozent tätig. 1976 erfolgte die Promotion, 1985 bis 1995 war er Professor mit künstlerischer Lehrtätigkeit am Fachbereich Kunsterziehung der Humboldt-Uni. Danach war er wieder als Lehrer und Dozent in den neuen Bundesländern tätig. Neben seiner kunstpädagogischen und akademischen Arbeit war Roland Berger auch immer als bildender Künstler tätig; sein umfangreiches Werk ist vielgestaltig und umfasst unter anderem Radierungen, Zeichnungen, Exlibris, Scherenschnitte – auch Plakate, Illustrationen und Publizistik ... Seine bevorzugten künstlerischen Haupttechniken waren indes der Holz- und der Linolschnitt, eines seiner thematischen Leitmotive ist der Harlekin. Er zeigte sein Werk in einer Vielzahl von Ausstellungen, seine Grafik erschien in Zeitungen, Zeitschriften, in der Edition Schwarzdruck – und nicht zuletzt auch in den Marginalien. So steuerte er u. a. etwa die Originalgrafische Beilage für die Mitglieder zum Heft 209 (Ausgabe 2013/1) der Zeitschrift für Buchkunst & Bibliophilie der Pirckheimer-Gesellschaft bei, auch den Jahrestreffen widmete er seine Gabe. Insbesondere waren auch seine originellen Neujahrsgrüße beliebt. Roland Bergers Arbeiten waren international bekannt und geschätzt. Auch Frottagen und Plastisches sind Teil seines Werks.

(André Schinkel im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft)

Fr, 10.04.2026

Stand der Pirckheimer auf der 'BuchDruckKunst' – es sind zahlreiche weitere PG-Freunde in Hamburg, so neben den Genannten auch Henry Günther (mit der Edition 'BuchKunstBalance') sowie die Bücherkinder.

Viele Pirckheimer mit Ständen bei der BuchDruckKunst 2026 dabei

„Verrückt nach Buch & Grafik“ – dieser wunderbare Slogan der Pirckheimer-Gesellschaft trifft auf der diesjährigen BuchDruckKunst, die am anstehenden Wochenende im Museum der Arbeit in Hamburg-Barmbek (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) die Pforte öffnet, gleich in mehrerlei Weise zu: Neben Einzelausstellern wie Cornelius Brändle und Rainer Ehrt hat Rudolf Angeli bereits den Pirckheimer-Stand (Alte Fabrik, Stand 39) errichtet und wartet auf viele Interessenten. Auch die Bücherkinder Brandenburg samt ihrem Mentor, Pirckheimer Armin Schubert, sind mit eigenem Stand und Auftritt vor Ort (Neue Fabrik, EG). Unter den sechzig Ausstellenden finden sich auch die Meister der Einbandkunst und ein Teil der Crème der gegenwärtigen grafischen wie Buchkunst-Elite. Die Messe ist am 11. (10 bis 18) und 12. April (10 bis 17 Uhr) öffentlich zugänglich. Neben dem regulären Tages- wird auch ein Wochenendticket und ein günstiges Nachmittagsticket angeboten. Die Messe ist leicht via Auto, S- und U-Bahn (Haltestelle Barmbek) erreichbar. Alle Infos hier.

(André Schinkel)

Tolle "Farbwelten": Die neunjährige Nina zeigt ihrem Vater ihr Bild – bei der Ausstellungseröffnung in der "Sparkasse" in Wernigerode. | © Andreas Damm/ESN

Die „Farbwelten“ in Wernigerode

Das Kunstprojekt Farbwelten der Evangelischen Grundschule Ilsenburg – gemeinsam erstellt mit der Künstlerin Melanie Kuna-Drechsler, präsentiert seine Werke der Öffentlichkeit. Diesen Mittwoch, den 08. April 2026, fand die Vernissage der Ausstellung im Foyer der Geschäftsstelle der Harzsparkasse in der Gustav-Petri-Straße 08 in 38855 Wernigerode statt. Im Februar 2026 wurde die Schule zu einem bunten Experimentierraum: Im Projekt arbeiteten Kinder der 3. und 4. Klassen begeistert mit Farben und Materialien. Neben Melanie Kuna-Drechsler leitete Kunstlehrerin Katja Truthmann die Kids an. Nina ist eine der 47 Schülerinnen und Schüler, die mitgemacht haben: „Mein Bild heißt Die bunten Pusteblumen. Ich habe mit Pinsel und Schwamm gearbeitet. Beim Malen hatte ich viel Spaß, weil man einfach so drauflos malen konnte. Ich finde, es sieht sehr bunt aus. Ich liebe Farben. Deshalb habe ich mit vielen bunten Farben gearbeitet. Beim Malen habe ich mich sehr gut gefühlt. Ich habe auf einer Leinwand mit Tusche gemalt.“ Feine Sache! Die Schau in Wernigerode ist während der Öffnungszeiten der Sparkasse zu besichtigen. Der Eintritt ist frei.

(Andreas Damm/Evangelische Stiftung Neinstedt)

Do, 09.04.2026

Freier Eintritt in die Moritzburg zu Halle am 22. April.

Kunstmuseum Moritzburg Halle: Freier Eintritt am 22. April 2026

Mit einem Festakt in der Leopoldina begeht am 22. April die Ostdeutsche Sparkassenstiftung ihr 30-jähriges Jubiläum – und aus diesem Anlass ermöglicht sie an diesem Tag von 10 bis 18 Uhr allen Interessierten den freien Eintritt in das Kunstmuseum Moritzburg des Landes Sachsen-Anhalt (Friedemann-Bach-Platz 05, 06108 Halle an der Saale). Zu sehen sind die Sammlungspräsentation, die Sonderschau Wilhelm Lehmbruck. Ewig menschlich – sowie zwei Kabinettpräsentationen mit durch die Ostdeutsche Sparkassenstiftung geförderten Sammlungserweiterungen: Farben des Lichts. Internationales Studioglas und Feuer & Form. Keramik der Moderne. Die Moritzburg gehört zu den bedeutendsten Kunstsammlungen in den neuen Bundesländern, sie liegt im Herzen der Saalestadt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 08.04.2026

10. KMDD: Künstlermesse Dresden

Die Künstlermesse Dresden findet auch in diesem Jahr, entgegen einiger Unsicherheiten im Vorfeld – und 2026 zum nunmehr zehnten Mal – statt. „Was Ende vergangenen Jahres noch alles andere als sicher schien, wird jetzt Realität: Die 10. KMDD findet statt! – Trotz Haushaltskürzungen und schwieriger kulturpolitischer Rahmenbedingungen setzt der Künstlerbund Dresden ein kraftvolles Zeichen für die Bildende Kunst – und feiert zugleich ein Jubiläum.“ Auch für die zehnte Ausgabe der KMDD hat der Künstlerbund Dresden e. V. etwa hundert Künstlerinnen und Künstler, darunter sowohl einzelne Positionen als auch Künstlergruppen, Produzentengalerien und schließlich Studierende der Hochschule für Bildende Künste Dresden eingeladen. Sie findet wie auch in den Jahren zuvor im Deutschen Hygiene-Museum in Dresden (Lingnerplatz 01, 01069 Dresden) statt und zwar vom 17. bis 19. April (Freitag 19 bis 22, Sonnabend 11 bis 20, Sonntag 11 bis 18 Uhr), die Tickets gibt es für 10 (ermäßigt 6, Familienticket 25) Euro. Das Freitags-Ticket gilt auch für die Eröffnung der Messe im Foyer des DHMD um 18 Uhr. Zum Jubiläum gibt es die Live-Performance des Ensemble AuditivVokal Dresden – mit einem Programm von Heinrich Schütz bis John Cage: In Anwesenheit aller beteiligten Künstlerinnen und Künstler! Die vollständige Teilnehmerliste anbei.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 07.04.2026

"Broken Voices": Das Cartonnmuseum in Basel zeigt vom 28.03. bis 21.06.2026 Arbeiten von José Muñoz. Der Argentinier wurde durch 'Alack Sinner' berühmt.

Basel: José Muñoz „Broken Voices“

Der argentinische Comickünstler José Muñoz erzählt in harten Schwarz-Weiß-Kontrasten – von drastischen Crime Storys um Detektiv Alack Sinner bis zur feinfühligen Biografie der Jazzlegende Billie Holiday. Originale, Skizzen, farbige Arbeiten zeigen ihn im Cartoonmuseum in Basel in einer umfassenden Retrospektive. Mit ihren Hardboiled-Storys um Privatdetektiv und Ex-Polizist Alack Sinner haben der aus Argentinien stammende Comiczeichner Muñoz und sein Landsmann, Autor Carlos Sampayo, einen Meilenstein der Comicgeschichte geschaffen. Anfang der 1970er Jahre nach Spanien emigriert, trifft der in Buenos Aires ausgebildete Muñoz in Barcelona Sampayo, der Argentinien ebenfalls aus politischen Gründen verlassen hat. Gemeinsam erschaffen sie den Antihelden Alack Sinner, der auf den ersten Blick alle Klischees der Zunft erfüllt: desillusioniert, melancholisch, einsam, dem Alkohol verfallen. Die 1975 gestartete, über Jahrzehnte fortgeführte Serie geht weit über die typischen Genregrenzen hinaus. Sie verwebt klassische Krimihandlung mit scharfer Gesellschaftskritik – etwa an Rassismus und Korruption – und nimmt Bezug auf Ereignisse wie den Vietnamkrieg oder die Anschläge vom 11. September. Die Figuren changieren zwischen beinahe realistischer Darstellung und grotesker Karikatur – ein spannungsgeladenes Wechselspiel von Alptraum und Wirklichkeit. Neben der Sinner-Reihe entstehen auch andere Werke wie Joe’s Bar und Sophie Going South, die mit lakonischem Humor ernste Themen behandeln. Spätere Arbeiten von Muñoz spiegeln seine Sehnsucht nach dem multikulturellen Lebensgefühl von Buenos Aires wider. Die Ausstellung im Cartoonmuseum Basel (Zentrum für narrative Kunst, St. Alban-Vorstadt 28, CH-4052 Basel, 28.03. bis 21.06.2026, Di–So 11–17 Uhr) zeigt Originalzeichnungen aus den Comicklassikern, Vorstudien, Illustrationen, Porträts sowie aktuelle freie Arbeiten in Farbe – Werke, die unter anderem mit dem Grand Prix des Comicfestivals in Angoulême ausgezeichnet wurden.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Mo, 06.04.2026

Vorgestellt im FISAE-Newsletter – 'Marginalien 260.'

Marginalien im FISAE-Newsletter

Die ganz neue Ausgabe der Marginalien, der Zeitschrift für Buchkunst und Bibliophile (Ausgabe 2026/1, Heft 260) der Pirckheimer-Gesellschaft, bildet im FISAE-Newsletter Nummer 522 wieder eine prominente Abteilung der Mitteilungen des internationalen Exlibris-Verbunds unter Klaus Rödels Federführung. Zusammen mit einer feinen Auswahl Abbildungen zu den Themen des neuen Hefts bietet der Mailletter das Verzeichnis des Inhalts und das Editorial von Redaktionsleiter und Pirckheimer-Vize Till Schröder in deutsch, englisch, französisch und italienisch. Die Marginalien-Ausgabe befasst sich u. a. mit Pardon, bietet die Exegese Peter Arlts eines Baldwin-Zettl-Blatts und gedenkt neben anderen der großen Künstlerin Núria Quevedo. Außerdem bietet der Newsletter den Ostergrüßen am Anfang folgend zwei weitere illustre Themen: den Katalog über eine Ausstellung mit deutschen Exlibris des 20. Jahrhundert und eine Veröffentlichung zu den Exlibris tschechischer Ärzte mit einer umfänglichen Bibliografie einschlägiger Literatur, vermittelt durch Jan Langhammer.

(André Schinkel)

So, 05.04.2026

Druckfrisch: Neue "Wandelhalle für Bücherfreunde".

Neue „Wandelhalle“ erschienen

Die neue Ausgabe (Frühjahr 2026) der Wandelhalle für Bücherfreunde, die, seit 2015 unter der redaktionellen Ägide von Silvia Werfel, für die Gesellschaft der Bibliophilen e. V., die älteste Buch-Gesellschaft für Bibliophilie im deutschsprachigen Raum, herausgegeben wird, ist eben erschienen. Die jüngste Nummer des zweimal jährlich erscheinenden Periodikums versammelt wieder jede Menge Infos, Schau- und Lesestoff für das büchernärrische Volk. So bereitet ein umfängliches Editorial auf die Bibliophilentage der Gesellschaft, die abweichend von der Tradition nicht im Juni, sondern vom 07. bis 10.05. in Kassel stattfinden werden, auf die Tage in der Stadt des künstlerischen Weltdokumentenerbes (Gebrüder Grimm samt Grimmwelt  sowie das documenta-Archiv) vor. Ferner wird der aus Beständen der LBO rekonstruierte Roman Im Zeichen der Spinne von Mopsa Sternheim, 2025 bei Wallstein erschienen, als das gewürdigt, was er ist: Eine literarische Sensation. Es gibt ein feines Bilanz-Gespräch mit dem langjährigen Vorstand des LBA, Thomas Glöß, der sein Ehrenamt nach mehr als zehn Jahren abgab, zudem Nachrichten aus der Mainzer Gutenberg- und der Fränkischen Bibliophilengesellschaft. In der Rubrik Bibliophile Notizen wird die Reihe Exlibris im Porträt fortgesetzt und die Serie Einbandporträts zu Ehren von Sammler Wolfgang Brenner umbenannt. Kimberley Wegner schreibt zum Phänomen Inventing E. T. A. Hoffmann der Meister der romantischen Phantastik ist auch 250 Jahre nach seiner Geburt eine Ikone der Buch- und Illustrationskunst. Weitere Texte drehen sich um den Coverwettbewerb zu Kleists Zerbrochenem Krug bei Reclam, Curt Bloch, Ernst Fischer sowie Carola Willbrand, das Buch TYPE. Buchdruck in Europa und Asien und diverse andere Buchneuigkeiten. Abschließend werden zwei Ausstellungen mit Plakatkunst: Plakatfrauen und Unter Druck (beide in Wiesbaden), gewürdigt. Das Frühlingsheft endet mit der Einladung zur Mitgliederversammlung im Rahmen des Jahrestreffens, Geburtstags-Grüßen wie Neumitgliedern. Das Wandelhallen-Abo kostet 10 Euro im Jahr, die Lektüre lohnt sich!

(André Schinkel)

Sa, 04.04.2026

Verboten, verbrannt, verdrängt: Lesung Stadtbücherei Augsburg

Wie klingt Literatur, die man zum Schweigen bringen wollte? Am 11. Mai lassen junge Vorlesetalente gemeinsam mit Studierenden und Forschenden der Universität Augsburg diese Stimmen hörbar werden: Von Erich Kästners Pünktchen und Anton über Ilse Webers Trittrollerwettrennen bis zu Gedichten von Mascha Kaléko und Bertolt Brecht spannt sich an dem Tag im Mai ein breiter literarischer Bogen in der Stadtbücherei Augsburg am Ernst-Reuter-Platz 01 in 86150 Augsburg. Ein Leseabend voller Erinnerung, Mut und Lesefreude. Verboten, verbrannt, verdrängt, die Lesung „aus Kinderbüchern, die im Nationalsozialismus 1933–1945 verboten waren“ (so der beredte Beititel der Veranstaltung, der an die Verbote und Bücherverbrennungen im „Dritten Reich“ erinnert), wird getragen von der Universitätsbibliothek Augsburg, der Philologisch-Historischen Fakultät und dem Studienschwerpunkt Jüdische Studien der Universität der Stadt Augsburg, in Kooperation mit der Augsburger Stadtbücherei. Eines der frappierenden Beispiele für den Wahnsinn ist der Bericht von Erich Kästner, der der Verbrennung seiner Bücher, vgl. den Nachkriegsessay Kennst du das Land, in dem die Kanonen blühen? (in: Bei Durchsicht meiner Bücher, 1946) – am 10. Mai 1933 in Berlin, beiwohnte. Die Veranstaltung am 11.05. beginnt um 16.30 Uhr: „Wir laden alle Interessierten herzlich zur öffentlichen Lesung ein. Freier Eintritt, ohne Anmeldung – spontanes Dazustoßen möglich.“ Die Dauer der Lesung ist auf zwei Stunden angelegt, ähnliche Lesungen wird es landesweit geben.

(André Schinkel via Hans Rabenbauer)

Fr, 03.04.2026

"Exlibris des Monats": Druck von Horst Brandenburg.

Exlibris des Monats – „Der König der Lüfte“ Horst Brandenburgs

Das Exlibris des Monats für den April 2026 stammt von Horst Brandenburg und entstand für Heinz Haffki, der gleich auch die Ausführungen zur Arbeit beiträgt. Der Holzstich trägt den Titel Der König der Lüfte und zeigt einen Adler (eigentlich zwei, ein zweiter Vogel schwebt, mit dem Namen des Eigners auf den Schwingen, über der Szenerie), der in seinen Fängen den Druckerballen zum Holzstich trägt, auf dem sich der Text, „Ex Libris“, abzeichnet. Der Künstler verbindet damit die Leidenschaft des Eigners für Greifvögel mit der für das Exlibris gleichermaßen. „Nach ein paar Tagen, unvorbereitet und unangekündigt, kommt ein Bild, der erste Entwurf mit einem Adler und schon die Platte, wo er aufgezeichnet ist. Absolut erstaunt und sehr erfreut, harre ich der Dinge, die da kommen, und es geht Schlag auf Schlag (...)“, schreibt Haffki, und weiter: „Es entsteht eine Sehnsucht, die Vögel kreisen zu sehen. Man muss sich einlassen auf das Blatt, auf die Szenerie, um die Leichtigkeit des Blattes zu spüren. Für mich wird Bergluft, Leichtigkeit, Naturelles, meine Leidenschaft zu großen Vögeln und mein Beruf in gekonnter Weise zusammengeführt.“ Eine große Freude, die der Norddeutsche Horst Brandenburg dem süddeutschen Buchdrucker Heinz Haffki da bereitet. Der seiner sehr persönlichen Besprechung des Blatts zugleich ein Plädoyer für das Exlibris folgen lässt und auf die Tatsache verweist, dass Brandenburg auch weiter für die DEG arbeiten wird: „Ich würde mich sehr freuen, wenn andre Sammler ebenso begeistert über das Blatt urteilen würden, die Hochdrucktechniken wieder mehr geschätzt würden und sich die Konzentration nur auf C-Blätter und die großen Formate wieder etwas beruhigen würde ...“ Ja, so mög’ es sein und bleiben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 02.04.2026

"Schönste Deutsche Bücher" sind in der LBO zu sehn.

LBO: „Schönste Deutsche Bücher“

Die Schönsten Deutschen Bücher können wieder in der Landesbibliothek Oldenburg (LBO, Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) besichtigt werden: Ab dem 07.04.2026 stellt die Landesbibliothek auch in diesem Jahr die preisge­krönten Publikationen des Wettbewerbs zur Schau. Die Bücher werden bis zum 02.05. gezeigt. Aus den rund 600 Einsendungen des vergangenen Jahrs hat eine Jury aus Expertinnen und Experten 25 ansprechendste Titel herausgefiltert, welche wiederum für die 14-köpfige Hauptjury als Grundlage dienten, um über das eine Schönste Deutsche Buch 2025 zu entscheiden. Dabei deckt die Auswahl ein breites Spektrum ab, das in fünf Kategorien gegliedert wird: 1. Allgemeine Literatur, weiterhin 2. Wissenschaftliche Bücher, Fachbücher, Lehrbücher und 3. Ratgeber, Sachbücher, als 4. Kunstbücher, Fotobücher, Ausstellungskataloge sowie 5. Kinderbücher, Jugend­bücher. Ausgerichtet wird der Wettbewerb seit 1966 von der Stiftung Buchkunst, die es sich zur Aufgabe gemacht hat, in der Masse an jährlichen Neuveröffent­lichungen jene Werke zu fördern, die mit ihrer Qualität in technischer und künstlerischer Hinsicht herausstechen und – zu überzeugen wissen ... Dabei geht es der Stiftung ge­zielt darum, den Blick der Öffentlichkeit über den Inhalt hinaus auch auf buchgestalterische und buchherstellerische Spitzenleistungen zu lenken. Den mit 10.000 Euro dotierten Preis der Stiftung Buchkunst erhielt in diesem Jahr der Bildband Buchenwald. Hierzu durchstreifte Christian Rothe sieben Jahre lang das Dickicht rund um das ehemalige gleichnamige Konzentrationslager und bietet einen ebenso eindrucksvollen wie feinfühligen Blick auf das schwierige Thema. Die Fotostrecken werden begleitet von den Texten ehemaliger KZ-Häftlinge. Weitere Preisträger sind: Fabian Saul und Karen Exner sowie die Bände Kulturtechnik Kochen und The Craft of Place. Die LBO ist Mo bis Fr 10–19, Sa 09–12 Uhr geöffnet.

(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)

Mi, 01.04.2026

Der neue, insgesamt achte Druck von Angeli & Engel erscheint im Mai und hat Wolfgang Borchert (1921–1947) zum Gegenstand: Subskription bis zum 15. Mai.

„Hamburger Bothe 33“ erschienen

Ganz ohne Spitzen geht es nicht in solcher Zeit – zumal, wenn man gewisse Kulturstaatsminister gegen sich und die papierene Welt ahnt: „... mit dieser Mail erreicht Sie unsere Nummer 33 – und wir gestehen offen: Wir hatten erwogen, Ihnen an diesem 01. April mitzuteilen, der Hamburger Bothe stelle sein Erscheinen ein, um fortan als KI-generierter Newsletter weiterzuleben. Doch dann besannen wir uns. Manche Dinge schreibt man lieber selbst. Im Anhang finden Sie das Gewohnte: sorgfältig Gesetztes, handverlesen Ausgewähltes – und keinen einzigen Algorithmus. Was darin wartet, verrät das Inhaltsverzeichnis; was darin verborgen liegt, entdecken Sie beim Lesen.“ Nun, da ist es gut, dass man sich noch einmal eines Besseren besann: Auch in Papierform ist der neue Bothe zu haben. Mit der Ankündigung der Auflösung der Maximilian-Gesellschaft setzt Abel Doering indes dem Heft zusätzlich ein reich bebommeltes Narrenkäpplein an die Adresse solcher politischer Kulturvergessenheit auf. Nun, Satire, wem Satire gebührt. Ansonsten geht’s natürlich höchlich seriös im Journal zu und gibt es gute News für die Bibliophilen im Norden wie in der übrigen Welt. Und so wird auf die BuchDruckKunst sich gefreut, das feine Buch von Wolfgang Neubert rezensiert und v. a. zur Subskription des neuen, des achten Drucks von Angeli & Engel eingeladen, das sich mit Wolfgang Borchert (1921–1947) als Maler und Zeichner befasst und bildnerische Arbeiten des berühmten Kahlschlag-Autors enthält. Das Buch, das in der Vorzugsausgabe ein radiertes Borchert-Porträt von Rainer Ehrt enthält, kann in zwei Formaten bis zum 15. Mai 2026 subskribiert werden. Interessenten wenden sich bitte an Rudolf_Angeli@web.de. Außerdem gibt es neben Fakten aus der Welt der Bibliophilie einen Hinweis auf den Serapion-Verlag, der E. T. A. Hoffmann edierte.

(Bert Blaubart/Pressemitteilung)

Di, 31.03.2026

Nach der Buchmesse ist vor der Buchmesse: Dank und Ausblick

Die Leipziger Buchmesse 2026 ist zu Ende. Es war wieder eine tolle Veranstaltung. Wir möchten uns bei allen bedanken: Helfern und Unterstützern (im Vorder- wie im Hintergrund), Besuchern, Mitgliedern, Gästen, Freunden, Familie ... einfach allen, durch die das möglich gemacht wurde.
Und ihr wisst ja, wie es heißt: Nach der Messe ist vor der Messe. Wir hoffen auf ein Wiedersehn zur Leipziger Buchmesse 2027. Und um es präziser zu machen: Vom 18. März 2027 bis 21. März 2027 findet die nächste Leipziger Buchmesse statt. Also habe ich wieder einen Blick drauf, um rechtzeitig den Frühbucherrabatt abzugreifen und wieder rechtzeitig in die Planung zu gehen. Auf ein Neues!

(Robert Grieger)

Mo, 30.03.2026

Harz: Trauer um Alexander Kluge. | © Thomas Peters

Ein großer Halberstädter: Stadt trauert um Alexander Kluge

In einem bewegenden Statement nimmt das renommierte Gleimhaus in Halberstadt Abschied von einem der großen Söhne der Stadt – am 25. März 2026 war der große Autor, Filmemacher und intellektuelle Tausendsassa Alexander Kluge in seiner Wahlheimat München im Alter von 94 Jahren gestorben. Seine Herzens-Verbindung zu seiner „Vaterstadt“ hatte Alexander Kluge, der zu den bedeutendsten Denkern, Dokumentaristen und Schreibern der alten wie neuen Bundesrepublik zu zählen ist, nie verloren – 2017 bekam der vielfach, so auch mit dem Georg-Büchner-Preis und, ihn wohl besonders berührend, mit dem Klopstock-Preis des Landstrichs seiner Herkunft wie auch diversen Film- und Fernsehpreisen, Ausgezeichnete die Ehrenbürgerwürde seiner Heimatstadt, in der er 1932 als Sohn eines Arztes geboren wurde, verliehen. Mit dem Gleimhaus, seit vielen Jahren Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, hatte Kluge mehrere Projekte verwirklicht: „Das Gleimhaus realisierte in den vergangenen Jahren mehrere Ausstellungen zu und mit ihm. Eine dauerhafte Präsentation zu Alexander Kluges Leben und Werk ist für 2027 geplant. Das Gleimhaus verliert einen wichtigen Gesprächspartner und Freund. Wir sind traurig.“ Als Autor debütierte Kluge 1962 mit Lebensläufe. Er war Mitbegründer des Neuen deutschen Films. Sein Film Abschied von gestern (1966) mit seiner Schwester Alexandra in der Hauptrolle erhielt bei den Filmfestspielen in Venedig einen Silbernen Löwen. Eine Vielzahl Ehrungen und Auszeichnungen folgte dem nach, seine Stimme hatte international Gewicht. Seine Schilderung des Bombenangriffs auf Halberstadt am 08. April 1945 erschüttert. Am 28. Mai wird Kluge während der Jahrestagung der Akademie für Sprache und Dichtung während einer öffentlichen Veranstaltung im Großen Saal des Harztheaters seiner Vaterstadt (18.30 Uhr) noch einmal explizit geehrt; auch Ute Pott vom Gleimhaus wird dabei sein.

(André Schinkel)

So, 29.03.2026

Arte: „Ein Tier für alle Wünsche“

Wenn eine Sache ins Laufen kommt und scheinbar nicht mehr zu stoppen ist, nennt man das einen Lauf. So ist das im Moment mit den Brandenburger Bücherkindern ... Mit ihren Arbeiten zum Thema Einhorn haben die – seit vielen Jahren auch von der Pirckheimer-Gesellschaft unterstützten – kreativen Kinder und Jugendlichen aus der Havelstadt unter der Ägide ihres rührigen Mentors, Pirckheimer-Freund Armin Schubert, ganz offenbar nicht nur einen Nerv getroffen. In glücklicher Fügung mit den Tatsachen, dass die Stadt an der Havel einen Einhornteppich besitzt und zudem im Potsdamer Museum Barberini eine umfassende Ausstellung zum Thema, die sich soeben auf den Weg ins Einhorn-Mekka, das Musée de Cluny in Paris aufmacht, stattfand, hat die Kreativgang um Schubert in der Reihe ihrer Bücher eines über den Mehrwert des Einhorns verfasst und gezeichnet und weithin, bis ins Nachbarland Frankreich eben, Aufmerksamkeit erfahren. Auch Arte war da und ließ die Brandenburger Bücherkinder auch Teil seiner Dokumentation über das wohl alleredelste aller Fabelwesen werden, das zugleich ambivalente und zaubrige Aspekte vereint ... Nach seiner Vor-Premiere im Museum in Potsdam gibt es, wie auch das Programm-Magazin des Senders für April ankündigt, nun den Termin der Erstausstrahlung: Am 19.04.2026 um 16.45 Uhr wird der Film bei Arte gezeigt. Später wird er auch im Musée de Cluny in der Schau zu sehen sein. Im Anschluss lesen die Kinder anlässlich des Welttages des Buches am 24.04.2026 in Potsdam (der Blog berichtete). Davor werden sie bzw. ihre Arbeit auf der BuchDruckKunst in Hamburg und – zum Familientag im Pariser Museum präsent sein. Fabelhafte Tage (sic!) für das Buch und die Kreativität: Wohl dem.

(André Schinkel)

Sa, 28.03.2026

Die "Banned Books" sind zur Zeit in Greifswald in der Stadtbibliothek "Hans Fallada" (bis 28.04.) zu sehen.
Tipp: Die Wanderausstellung "Banned Books" ist in Mecklenburg-Vorpommern unterwegs und zur Zeit in der Stadtbibiothek von Greifswald zu sehen. Für weitere Ausstellungsorte bestehen Möglichkeiten: Bitte beim Pirckheimer Matthias Wehry melden, der zugleich der Direktor der Landesbibliothek in MV ist.

MV: Ausstellung „Banned Books“

Im Februar ging es los: Eine Wanderausstellung zum Thema „Banned Books“ nimmt Anlauf. Die von der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern zusammen mit dem Landesverband MV im Deutschen Bibliotheksverband (dbv) erdachte Ausstellung feierte vom 17. bis 27. Februar Premiere in Schwerin. Nun wanderte sie weiter nach Greifswald – in die Stadtbibliothek „Hans Fallada“ (Stadtbibliothek, Knopfstraße 18–20, 17489 Greifswald), wo sie bis 28. April zu sehen ist.

Die Ausstellung Banned Books setzt sich mit einer aktuellen Entwicklung in den Vereinigten Staaten auseinander: der zunehmenden Entfernung von Büchern aus Schulen und Bibliotheken, die Themen wie Rassismus, Geschlechteridentität, sexuelle Orientierung, Geschichte, Politik oder gesellschaftliche Ungleichheiten behandeln. 2024 dokumentierte die American Library Association (ALA) 2.452 aus US-amerikanischen Bibliotheken verbannte Titel. Seit 2021 hat PEN America fast 23.000 Bücherverbote in öffentlichen Schulen der USA dokumentiert. Die Ausstellung präsentiert eine Auswahl dieser verbannten Bücher und erzählt die Geschichten hinter den Debatten. 

„Diese Zensur wird von Gruppen mit konservativen Standpunkten vorangetrieben – und hat sich auf fast alle Bundesstaaten ausgeweitet“, so der PEN America. „Sie richtet sich vor allem gegen Bücher über Rassismus oder Bücher, in denen Menschen mit anderer Hautfarbe und LGBTQ+-Personen sowie entsprechende Themen vorkommen, sowie gegen Bücher für ältere Leser, die sexuelle Anspielungen enthalten oder über sexuelle Gewalt aufklären.“ Den book ban haben in den vergangenen Jahren viele Bücher erreicht: große Klassiker wie Charles Darwins On the Origin of Species, Anne Franks Tagebücher, moderne Literatur wie Margaret Atwoods The Handmaid’s Tale oder auch Haruki Murakamis Kafka on the Shore. Auch Literatur von Minderheiten und der Bürgerrechtsbewegung wurden aus Schul-, Stadt- und Hochschulbibliotheken entfernt, so James Baldwins Go Tell It On the Mountain, Roxanne Dunbar-Ortiz An Indigenous Peoples History of the United States. Literatur zur sexuellen Orientierung wie Maia Kobabes Gender Queer oder Alex Ginos George wurden auf Druck einzelner Interessenvertretungen ebenso aus den Regalen entfernt wie Art Spiegelmans Graphic-Novel-Klassiker Maus oder J. K. Rowlings Harry Potter.

Bücherverbote sind nicht nur ein amerikanisches Thema – sie berühren zentrale Fragen unserer Gesellschaft. In der Ausstellung blättern Sie eigenständig durch die Seiten der gebannten Romane, Streitschriften, Studien, Graphic Novels, Kinder- und Wörterbücher – gewinnen so einen Eindruck davon, was eine Gesellschaft verliert, wenn Bücher zensiert werden. Weitere Ausstellungs-Orte sind für die Schau geplant. Interessierte Institutionen können sich bei der Landesbibliothek Mecklenburg-Vorpommern melden, Ansprechpartner ist der Pirckheimerfreund Matthias Wehry.

(Till Schröder/Pressemitteilung)

Fr, 27.03.2026

Franz Gabriel Walther: Die "Klausbrücke im Frühling". Zu sehen am 09. und 10.05.26 – Geiststraße in Halle.

Illustrer Lenz in der Geiststraße

Unter dem Titel Illustrer Lenz will die Ateliergemeinschaft in der Geiststraße 26 in 06108 Halle an der Saale im Verbund mit dem L'Atelier des Rêves dem Trübsinn der gegenwärtigen Welt am 09. und 10. Mai 2026 mit ihrem Frühlings-Kunstmarkt etwas entgegensetzen. Etwa 20 Künstlerinnen und Künstler diverser Sparten werden daran teilnehmen, den künstlerischen Schwerpunkt bilden nach wie vor Illustration und Grafik. Zu sehen sind dabei u. a. Arbeiten von Franz Gabriel Walther und Danilo Pockrandt. Überhaupt hat sich die Gemeinschaft für 2026 viel vorgenommen. Der Welt etwas zu entgegnen, es ist dringend nötig. Dazu heißt es in der Einladung ganz explizit: „Damit das gelingt, freuen wir uns über Ihre Unterstützung, indem Sie uns treu bleiben.“ Und so soll es ja sein. Blätter von Pockrandt und Walther wird es auch zur Nacht der Kirchen im August zu sehen geben.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 26.03.2026

Am 11./12.04. findet wieder die "BuchDruckKunst" in Hamburg statt – 60 Ausstellende werden erwartet.

Im Vorblick: BuchDruckKunst 2026

Am Wochenende nach Ostern ist es soweit: Die neue BuchDruckKunst geht am 11. und 12. April 2026 in Hamburg-Barmbek im Museum der Arbeit (Wiesendamm 03, 22305 Hamburg) beherzt an den Start! Die drei Topics der Messe: Druckgrafik, Künstlerbücher, Druckhandwerk. Das Traditions-Event führt mit ihren über 60 Ausstellenden diese drei Topics zusammen. Ja – zudem zeigen sie die Aussteller und Ausstellerinnen mit ihren individuellen Schwerpunkten in ihren Werken und Editionen. Auch die Pirckheimerfreunde, vertreten durch Rudolf Angeli, sind bei der Messe dabei. Wie sich überhaupt das Tableau der Ausstellenden illuster liest. Eine der vielen Neuerungen auf der Messe: Das 5-Euro-Nachmittagsticket! Das neue BDK-Logo symbolisiert die Überschneidungen und das Zusammenwirken der Topic-Trias. Auch Klaus Raasch, viele Jahre für die Organisation der BDK zuständig und überaus erfolgreich, ist dabei. – Alle Infos zur Messe finden sich sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 25.03.2026

BuchKunstPotsdam am 24. & 25.04.

Die BuchKunstPotsdam lädt am 24. und 25. April 2026 in die Stadt- und Landesbibliothek (Am Kanal 47, 14467 Potsdam) in die brandenburgische Landeshauptstadt ein. Diverse ausgewählte originalgrafische und Künstlerbücher brandenburgischer Künstlerinnen, Künstler und Editionen aus dem Bestand der Bibliothek werden in der von Constanze Kreiser und Tina Flau organisierten Schau samt Veranstaltungen bereits ab dem 01. April in der SLB gezeigt. Mit dabei sind – Christiane Wartenberg, Rudolf Sittner, die ursprünglich in Berlin, jetzt in Potsdam beheimatete Herzattacke, die Edition Sand von Pirckheimer-Freund Sven Märkisch aus Brandenburg an der Havel, ferner aus den Reihen der Pirckheimer Matthias Gubig, Julia und Rainer Ehrt aus Kleinmachnow, die Organisatorinnen selbst, Steffen Thiemann, Jana Wilsky, Karla Sachse, Mike Bruchner und Siegfried Gwosdz. Zwei Programmhighlights werden die Lesungen am 24. sein, denn um 16 Uhr tritt Armin Schubert mit seinen Bücherkindern auf, und um 18 Uhr lesen aus dem 38. Jahrgang der Kunst- und Literaturzeitschrift Herzattacke Andreas Altmann, Eberhard Häfner & Ina Strelow. Die Kunstmesse findet am 25. von 11 bis 16 Uhr im Veranstaltungssaal der Stadt- und Landesbibliothek statt. Die Künstlerinnen, Künstler wie auch Vertreter der Editionen werden laut SLB-Info anwesend sein. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 24.03.2026

Die Visualisierung für den Erweiterungsbau der LBO.

Erweiterungsbau auf gutem Weg

In Zeiten, wo uns nicht einmal mehr Chuck Norris helfen kann, ist das keine schlechte Nachricht: Ab 2027 wird auf dem Gelände der Landesbibliothek Oldenburg ein modernes Büchermagazin gebaut – der Ausschuss für Haushalt und Finanzen des Niedersächsischen Landtags hat in seiner Sitzung vom 18. März 2026 für den Anbau grünes Licht gegeben. Unter optimalen klimatischen, sicherheitstechnischen und energetischen Bedingungen wird dort künftig der kostbare historische Buchbestand der Landesbibliothek untergebracht. Der Neubau soll außerdem den zusätzlichen Raumbedarf der Landesbibliothek für die nächsten dreißig Jahre decken. Heute schon verfügt die LBO über einen Bestand von mehr als einer Million gedruckter und digitaler Medien. Die LBO ist seit 1987 in der ehemaligen Infanteriekaserne am Pferdemarkt in Oldenburgs Innenstadt untergebracht. Das für etwa 570.000 Bücher ausgelegte Gebäude beherbergt heute mehr als 750.000 Bände. Nach der Fertigstellung des Erweiterungsbaus können auch ausgelagerte Bestände der LBO zurückkehren. Der Entwurf dafür stammt vom Bremer Architekturbüro Haslop, Kruse & Partner.

(André Schinkel)