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Pirckheimer-Blog

Di, 24.08.2021

Peter Padubrin-Thomys - Die Heimkehr des verlorenen Sohnes

Jedes Stück ein Unikat

Unter dem Titel "Tagträumereien" findet in Kürze eine Ausstellung des Leipziger Pirckheimers Peter Padubrin-Thomys statt.

Padubrin-Thomys erzählt Geschichten in seinen realistisch-phantastischen Bildern. Vom Stil her eine Mischung zwischen art brut, Kinderzeichnung und Comic. Er lädt in seinen Arbeiten zum Tagträumen ein. Er erfindet und schafft seine Realitäten, deren Plausibilität und Glaubwürdigkeit, Ernst und Witz er vermittels formaler und stilistischer Entscheidungen schafft. Zu seinen Bild-Erfindungen verfasst er Bedeutung stiftende Bildtitel, teils extra knapp, teils poetisch plaudernd, oft mit fein proportioniertem Witz, die nie die Nacherzählungen der im Bild erzählten Geschichten sind, sondern dem Geist der Bilder zusätzliche Dimensionen eröffnen.

Ausstellung: 14. September - 9. Oktober 2021

Kunstwerk Ladengalerie
Rathausstraße 4, 67433 Neustadt an der Weinstraße

Mo, 23.08.2021

Bernd Friedrich: Weite Landschaft II (Havelland) 1991, Chinesische Tusche

Grafiken aus fünf Jahrzehnten

Die "Helle Panke" zeigt das zeichnerische Werk aus fünf Jahrzehnten des Pirckheimers Bernd Friedrich in ausgewählten Grafiken in einer Ausstellung.

Die Eröffnung wird von Hannes Zerbe am Piano musikalisch begleitet.

Eröffnung: 17. September 2021, 19 Uhr, einführende Worte Rainer K. Langner, aufgrund derzeitig geltender Vorschriften ist eine Anmeldung per E-Mail unter helle-panke oder telefonisch (030 47538724) erforderlich.
Ausstellung: 17. September - 30. November 2021

Helle Panke
10437 Berlin, Kopenhagener Str. 9

So, 22.08.2021

Zeichnung von Hartmut Andryczuk (Vorzugsausgabe)

Anna Hoffmann - VLUST

Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag) hat Gedichte von Anna Hoffmann veröffentlicht. 

Anna Hoffmann (* 1971 in Bergen auf Rügen) studierte in Greifswald, Berlin und Halle Kunstgeschichte, Geschichte und Philosophie. Sie schreibt Lyrik, Prosa, Songtexte, Libretti. Ihre Arbeiten wurden seit 1998 in Literaturzeitschriften, originalgrafischen Künstlerzeitschriften und Anthologien in Deutschland, Österreich und Großbritannien veröffentlicht.

und wieder 

und wieder
trugen sie seinen namen in schichtpläne 
schlossen seinen schmerz in stromkreise 

seit er unter ihren tüchern schmolz und stank 
wie eine schweinehälfte in der sonne
hing er an ihren armaturen 
im festen glauben an gar nichts 

und lag in angst vor angst vor jedem
der ihn bloß ansah den demolierten leib 
vergraben im mull eine sauber verpackte last 

zwei tage später war sein blick verflogen weg 
doch seine hände erinnerten mich hielten 
zitternd bis die dosis erhöht wurde 

zurück komm zurück mit der vogelkutsche zurück
ich will dass du wieder am küchentisch sitzt
und zeitung liest und deinen kaffee kalt werden lässt

Anna Hoffmann, VLUST (Normalausgabe)

Sechsundsechzig Seiten, Kartoneinband, Prägung, Fotoabzug – signiert und nummeriert, 
Audio-CD von Anna Hoffmann
Auflage: 150 Exemplare, 35 €

Anna Hoffmann, VLUST (Vorzugsausgabe)
Achtundsiebzig Seiten, Leineneinband, Prägung, Fotoabzug – signiert und nummeriert, Audio-CD von Anna Hoffmann, sechs Originalzeichnungen von Hartmut Andryczuk und Vignetten auf der Rückseite, signiert
Auflage: 30 Exemplare, 350 €

ISBN 978-3-00-069719-7 (Bestellmöglichkeit)

Sa, 21.08.2021

Fabulae de domino Keunorum

»Consilia contra violentiam
Cum Dominus Keuner, cogitandi, in praetorium dixit ante multus contra violentiam, vidi, populo recipet et vadit. Circum videt et videt post tibi violentiam.
„Quod dixisti?" rogavit violentiam
. ...«

Dem Brecht-Freund werden diese Worte bekannt vorkommen, zumindest, wenn er oder sie das Latinum hat - anderen, die so wie ich des Lateinischen nur oberflächlich mächtig sind, sei hier das Original angefügt:
»Maßnahmen gegen die Gewalt
Als Herr Keuner, der Denkende, sich in einem Saale vor vielen gegen die Gewalt aussprach, merkte er, wie die Leute vor ihm zurückwichen und weggingen. Er blickte sich um und sah hinter sich stehen – die Gewalt.
"Was sagst du?" fragte ihn die Gewalt.
...«

Diese doppelte geistige Herausforderung, der Brechtche Text und die lateinische Wiedergabe, ist Matthias Kubitz, Herausgeber und Übersetzer ins Lateinische einiger von Bertolt Brechts "Geschichten vom Herrn Keuner" zu verdanken. Matthias Kubitz hat Germanistik und Geschichte studiert und sich in seiner Abschlussarbeit mit Robert Gernhardt und Ernest Hemingway beschäftigt. Seitdem steht das Nachdenken über Literatur im Zentrum seines Schaffens.

(ad)

Books on Demand, 2019
geb., 32 Seiten
ISBN: ‎978-3749432004
12,99 €

Fr, 20.08.2021

Johannes Häfner (ICHverlag 2016), "Bertolt Brecht - Radwechsel", Aufl.: 28 Exemplare, Foto: ad, siehe https://bit.ly/3swW2Se

Druck & Buch

Die Buchkunstmesse „Druck & Buch“ findet wieder im Rahmen des 41. Erlanger Poetenfests statt.

Seit 2008 ist die „Druck & Buch“ zu einem festen und unverzichtbaren Bestandteil des Erlanger Poetenfests geworden, die viele neue Interessierte der „schwarzen Kunst“ gewinnen konnte. Nach einer pandemiebedingten Pause im Jahr 2020 präsentiert sie nun zum bereits 13. Mal Buchkunst, die diesen Namen auch wirklich verdient.
Diese Buchkunst-Ausstellung will eine künstlerische Vielfalt zeigen, die handwerklichen Traditionen ebenso verpflichtet ist, wie experimentellen Techniken. Das Spektrum reicht dabei von in Bleisatz gesetzten Büchern mit Original-Grafiken über Buchkleinodien in japanischer Blockbindung bis hin zu Computergrafik- und Unikatbüchern. Der Gründer der „Druck & Buch“, Peter Zitzmann, verstarb 2017 überraschend nach kurzer Krankheit. Nach der Auflösung des Vereins „Druck & Buch e. V.“ führt Johannes Häfner die Veranstaltung im Rahmen des Erlanger Poetenfests weiter fort.

20 Künstler stellen ihre Werke vor, darunter die Pirckheimer Wolfram Benda (The Bear Press), Johannes Häfner (ICHverlag Häfner+Häfner) und Hanif Lehmann (widukind-presse). Weitere Aussteller sind Dreier Press, edition bim, edition wasser im turm.berlin, Gerard Paperworks, Sabine Golde (Carivari), Karl-Friedrich Groß, Handsatzwerkstatt Fliegenkopf, Mühleisen-Presse, Eberhard Müller-Fries, Gerhard Multerer, Neue Cranach Presse, officin albis, Original Hersbrucker Bücherwerkstätte, Rehlensche Handpresse Nördlingen, Hilla Rost, Sonnenberg-Presse Lichtenau und Annette Vogel.

28./29. August 2021

Redoutensaal Foyer
Theaterplatz 1, 91054 Erlangen

Do, 19.08.2021

Philosophische Bilderbuchwelten

Nach einer langen, den Einschränkungen durch die Corona-Pandemie geschuldeten Pause, kann wieder zu einer Veranstaltung mit der französische Illustratorin und Schriftstellerin Rébecca Dautremerin der Staatsbibliothek zu Berlin eingeladen werden.

Die 1971 geborene Künstlerin studierte Grafikdesign an der École nationale supérieure des Arts Décoratifs (ENSAD) in Paris. Heute gehört Rébecca Dautremer zu den bekanntesten Illustratoren in Frankreich und ist auch weltweit einem breiten Publikum bekannt. Ihre Bücher wurden in 21 Sprachen übersetzt, in deutscher Sprache erschienen bisher das Bilderbuch „Prinzessinnen“, (EA 2004, dt. 2008), „Die Bibel“ (2014), beide in Zusammenarbeit mit dem Schriftsteller Philippe Lechermeier, der Band „Das Stundenbuch des Jacominus Gainsborough“ (EA 2018, dt. 2019), für das Dautremer 2019 mit dem Deutsch-Französischen Jugendliteraturpreis ausgezeichnet wurde, sowie „Punkt 12“ (EA 2019, dt. 2020), ein Spielbilderbuch, das eine Szene aus dem „Stundenbuch des Jacominus Gainsborough“ aufgreift und in Form eines Miniaturtheaters gestaltet.

Der Abend mit dem Titel „Philosophische Bilderbuchwelten – Rébecca Dautremer im Gespräch“ findet im Rahmen des „internationalen literaturfestivals berlin“ statt. Eine Ausstellung mit Büchern von Rébecca Dautremer ergänzt die Veranstaltung.

Gespräch: 10. September 2021, 17 Uhr, 
aufgrund der aktuellen behördlichen Hygienevorschriften ist eine Voranmeldung bis zum 1. September 2021 per E-Mail erforderlich. Bei pandemiebedingter kurzfristige Programmänderungen erfolgt ein E-Mail-Information an die Angemeldeten. Ein Betreten der Räume ist nur mit Mund-Nasenbedeckung und unter Einhaltung der Abstands- und Hygieneregeln gestattet.

Dietrich-Bonhoeffer-Saal der Staatsbibliothek zu Berlin
Potsdamer Straße 33, Berlin-Tiergarten

Mi, 18.08.2021

Foto: Elke Lang

Tagebücher

Am vergangenen Sonntag fand im Garten der Pirckheimerin Elke Lang in Spreewerder das 4. literarisch-musikalische Sommerfest statt. Das diesjährige Thema lautete "Tagebücher".

Elke Lang gab Einblicke in die Tagebücher des Kunstwissenschaftlers Prof. Lothar Lang und der Schriftsteller Till Sailer in die seines Vaters.

(Ralf Parkner)

Di, 17.08.2021

Bibliophiler Einwurf

Das Projekt "Bibliophile Einwürfe" ist eine Textauskoplung der Zwischentexte zu dem Projekt von Harald Kugler "Die Bücherwelt", das zahlreiche Buchempfehlungen enthält und zwischendurch durch bibliophile Einwürfe aufgelockert wird.
Der Band enthält ein Frontispiz des Pirnaer Künstlers Pedro.
Inhaltsübersicht der Textbeiträge

  1. Bücherwelten
  2. Über Bücher
  3. Bücherliebhaber
  4. Von der Macht der Bücher
  5. Die Aura
  6. Treue Freunde
  7. 1978 – Ein Buch erzählt
  8. Der Seelenwurm
  9. Gras des Vergessens
  10. Die Vorstellung
  11. Was ist Bibliophilie
  12. Dichter haben ihre Zeit
  13. Das Erbe
  14. Geisterseher
  15. Die Arglosigkeit
  16. Die imaginäre und verpflichtende Kraft der Bücher
  17. Der Einfluss des Schreibens auf den Geist
  18. Zur DDR-Buchkultur
  19. Was machen Bibliophile
  20. Anmerkungen zu Rath Horn
  21. Abschied, wiederanders
  22. Eingebucht
  23. Preis der Bücher
  24. Autografen
  25. Bücherkisten
  26. Was du ererbt von deinen Vätern hast …

Das Büchlein ist so recht geeignet zum kurzweiligen Lesen über die Bücherliebhaberei. Der Band wird als Hardcover in der Reihe der Einbogendrucke des Pirckheimers erscheinen, umfasst ca. 82 Seiten und kostet ohne Versand 12 €.

Vorbestellungen per E-Mail der 1. Auflage gerne erwünscht.

Mo, 16.08.2021

Kurt Schwaen, Foto: Rex Schober

”Wer möchte nicht im Leben bleiben…“

Gestern eröffnete im Beisein von Ina Iske-Schwaen, Pirckheimerin und Leiterin des Kurt-Schwaen-Archivs, eine Ausstellung über den Komponisten.

Wie kein anderer hat Kurt Schwaen (1909–2007) das Musikleben in der DDR geprägt. Gemeinsam mit Bertolt Brecht, Günter Kunert und vielen anderen Schriftstellern schrieb er zahllose Lieder und Kantaten, komponierte für Kinder und Erwachsene, schuf ungewöhnliche Kammermusik und Orchesterwerke, vertonte u.a. den Film „Der Fall Gleiwitz“. Nur mit viel Glück überlebte der überzeugte Kommunist die NS-Diktatur. Nach dem Krieg engagierte er sich mit großem Einsatz für den Wiederaufbau des Musiklebens.
In Zusammenarbeit mit dem Kurt-Schwaen-Archiv präsentiert das Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf bekannte und unbekannte Fotos und Dokumente, längst verschollen geglaubte Theaterkulissen und Werkzeuge für die Herstellung von Noten sowie zahlreiche Hörbeispiele aus dem Werk des Komponisten.

Ausstellung 16. August 2021 bis 22. April 2022

Bezirksmuseum Marzahn-Hellersdorf Haus 1
Alt-Marzahn 51, 12685 Berlin

So, 15.08.2021

Albert Schaefer-Ast »... und wundere mich, dass ich noch lebe«

In wenigen Tagen erscheint im Eulenspiegel-Verlag eine Auswahl von Briefen und Burlesken von Albert Schaefer-Ast (1890-1951), zu welchem die Pirckheimer Till Schröder das Vorwort und Harald Kretzschmar das Nachwort verfassten. Herausgegeben wird der Titel vom 1925 geborenen Ehemann der Tochter Albert Schaefer-Asts, John Buck, der als Journalist in London lebt.

Albert Schaefer-Ast war in ganz Deutschland für seine humorvollen Zeichnungen, Illustrationen und aquarellierten Naturstudien bekannt. Die Nazis belegten ihn mit Berufsverbot. Der Maler zog sich nach Prerow auf dem Darß zurück und durchlebte gefährliche und von Hungertod und Typhus bedrohte Zeiten. Seiner jüdischen Frau und ihrer Tochter Susanne gelang unabhängig voneinander die Flucht nach Großbritannien. Über Jahre schrieben sie sich, erst 1951 kam es zu einem Wiedersehen der drei in Berlin; kurz darauf starb Schaefer-Ast. Seine hier erstmals veröffentlichten Briefe an Frau und Tochter sind liebevolle private und berührende zeitgeschichtliche Zeugnisse eines Künstlers in schwierigsten Verhältnissen. Sie werden begleitet von Zeichnungen, deren schwungvoll-karger Strich die unverwechselbare Handschrift des Künstlers und seine den Widrigkeiten trotzende heitere Phantasie offenbaren.

John Buck (Hrsg.): Albert Schaefer-Ast »... und wundere mich, dass ich noch lebe«
Briefe und Burlesken von Albert Schaefer-Ast
40 Seiten, 19 x 12 cm, geb.
mit Zeichnungen, mit Lesebändchen
erscheint 18. August 2021, 16 €
ISBN 978-3-359-03016-4

Fr, 13.08.2021

Arsène Lupin, Büchergilde Gutenberg 2021

Annika Siems illustrierte Arsène Lupin

Maurice Leblancs Arsène Lupin, Der Gentleman-Gauner wurde exklusiv für Büchergilde Mitglieder von Annika Siems illustriert.

Arsène Lupin, der Gentleman-Gauner und Meister der Verkleidungskunst, brilliert im rasanten Schlagabtausch mit seinen Gegenspielern. Intrigen, falsche Fährten, Täuschungen und Verrat – nichts kann dem Meisterdieb gefährlich werden. Selbst ein Aufenthalt im berüchtigten Gefängnis von Paris hält ihn nicht davon ab, seine diebischen Vorhaben in die Tat umzusetzen. Galant wickelt Lupin seine Geschäfte ab, entwendet prächtige Diamanten, teuerste Gemälde und brisante Dokumente. Nur eines bringt den Kunstkenner und Maler aus der Fassung: die Liebe zu einer Frau. Annika Siems' grandiose Aquarellzeichnungen fangen die Atmosphäre der Abenteuer des feinsinnigen Gentleman-Gauners gekonnt ein. Chic und charmant.
Neun höchst unterhaltsame Coups von Arsène Lupin, der literarischen Kultfigur des Fin de Siècle!

Übersetzung von Martin Barkawitz, geprägtes und bedrucktes Leinen, bedrucktes Vorsatzpapier, 240 Seiten, Buchgestaltung von Cosima Schneider und Clara Scheffler.
Preis für Mitglieder 24 €

Mi, 11.08.2021

Bibliophilia, Intagliotypie von Regina Stiegeler und Renè Schäffer

,,Liebe Leser ... ''

Bücher, Graphiken, Plastiken und angewandte Kunst zum Thema Lesende 

In einer Sonderausstellung im Töpfermuseum Kohren-Sahlis werden Exponate aus Sammlungen der Leipziger Bibliophilen gezeigt.

Es geht die Mär, dass Bibliophile - die Liebhaber schöner Bücher - solche gar nicht lesen, sondern aus Angst vor Schmutz und Eselsohren sogleich in den Schrank stellen. Dieser beinahe üblen Nachrede beschloss der Vorstand des Leipziger Bibliophilen-Abend entschieden entgegenzutreten und rief seine Mitglieder auf, nun ja, nicht etwa zu lesen, sondern anlässlich des 30. Jahrestages seiner Wiedergründung im Januar 2021 Bücher, Graphiken und sonstiges Allerlei der Darstellung lesender für eine Ausstellung des Vereins zu entbehren, die im Leipziger Literaturhaus stattfinden sollte. 

Der Aufruf fand reichlich Widerhall und so trotzte ein buntes Völkchen von Lesern aller erdenklichen Art zwar verspätet und verkürzt im März und April 2021 dem Unbill der Corona-Viren etwas Ausstellungspräsenz ab, verlangte aber hernach ganz mit Recht weitere Beachtung. Was Wunder wenn Leipziger Bibliophile deshalb die Gelegenheit nutzen, einen Teil ihrer lesenden Lieblinge in die Sommerfrische nach Kohren-Sahlis zu schicken, auf dass sie Ihnen, dem Töpfermuseum sei Dank, Freude und Anregung bereiten, mal wieder zu lesen, zumindest aber beim Lesen zuzusehen.

Ausstellung: 7. Mai bis 5. September 2021, mit eventuell pandemiebedingte Einschränkungen 

Museen Kohren-Sahlis/Stadt Frohburg
Töpfermuseum
Baumgartenstraße 3, 04654 Frohburg

Di, 10.08.2021

27. ANTIQUARIA-Preis für Buchkultur

Der 27. Antiquaria-Preis 2021 geht an den Buchkünstler Olaf Wegewitz für sein beeindruckendes Werk von hohem bildnerischem und haptischem Reiz, siehe hier.

Einblicke in das Werk des Preisträgers.

Die Preisverleihung konnte coronabedingt im Januar nicht stattfinden und wird nun nachgeholt. Die Laudatio hält der Schriftsteller Ingo Schulze. Das Platzangebot ist begrenzt, daher ist eine Teilnahme nur mit Anmeldung möglich.
Ein Nachweis geimpft oder gesundet oder getestet ist erforderlich.

Zum Nachsehen: Aufzeichnung der Preisverleihung ab 13. September 2021 unter www.antiquaria-ludwigsburg.de

Preisverleihung: 9. September 2021, 18 Uhr

Podium‘ der Musikhalle Ludwigsburg

Mo, 09.08.2021

19. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen

Am 1. August wurde die 19. Deutsche Internationale Grafik-Triennale Frechen mit über 150 druckgrafische Werken von 56 Künstlerinnen und Künstlern aus 19 Ländern eröffnet.

Die Preisträger:

  • Juan ESCUDERO aus Spanien bekommt für seine Radierungen den ersten Preis. Escuderos Werke gestalten mit ihren subtilen feinen geätzten Linien, eine Oberfläche, die wie die von Wellen bewegte Oberfläche eines Ozeans anmutet oder wie ein Seidenstoff, der vom Wind bewegt wird. Auch Escuderos Bilder enthalten ein Rätsel, das einen tiefen Eindruck hinterlässt.
  • Die Siebdrucke von Ann Aspinwall aus den USA – ihr wurde der zweite Preis zuerkannt - ziehen unsere Blicke auf sich. Tief gestaffelte Landschaften in faszinierend leuchtenden Farben, Wasser, Land, Himmel, wellenförmige Linien verlieren sich am Horizont.
  • Christina Weyda, die mit dem dritten Preis ausgezeichnet wird, erschafft in ihrer Serie über das Wesen der Bäume rätselhafte, autonome Bildräume mit einer eigenartigen Tiefe, in denen sich vielgestaltige Flächen und prägnante Linien begegnen.
  • Der Förderpreis geht an Maikel Stricker, der noch an der TU Dortmund studiert und mit zarten, reduzierten Radierungen von Flusslandschaften in hellen Grautönen überzeugt hat. Auch er bewegt sich mit seiner Drucktechnik bis an die Grenze dessen, was möglich ist und von uns noch wahrgenommen werden kann.
  • Darüber hinaus wurden drei honourable mentions vergeben: an Cees Andriessen (NL), Hossein Abdi (Iran) und Ariane Fruit (FR).

Es erschien ein Katalog in hoher Druckqualität (15 Euro).

1. - 22. August 2021

Stadtsaal
Kolpingplatz 1, 50226 Frechen

Sa, 07.08.2021

© Gutenberg-Museum

neuer Museumsdrucker in Mainz

Vom Gautschen zum Drucken und von Shanghai nach Mainz - das waren Stationen von Thomas Ruh, dem neuen Museumsdrucker des Gutenberg-Museums. Als ausgebildeter Offset- und Buchdrucker und Handwerksmeister im Druckgewerbe, arbeitete Thomas Ruh in der größten Stadt Chinas für einen deutschen Maschinenhersteller. "Asien ist ein faszinierender Kontinent und an meine Zeit dort erinnere ich mich immer gerne". Zurück in Deutschland war er "Packer" im Team um Gautschmeister Harro Neuhardt beim alljährlichen "Gautschen", einem Höhepunkt der Mainzer Johannisnacht. "Die Verbindung zum Gutenberg-Museum und die Leidenschaft für das Druckhandwerk war schon immer Teil meines beruflichen und persönlichen Lebens". Den "Jünger Gutenbergs“ Thomas Ruh kann man in der rekonstruierten Gutenberg-Werkstatt im Untergeschoss des Gutenberg-Museums bei der Arbeit in stündlichen Druckvorführungen zusehen.