Pirckheimer-Blog

Do, 02.06.2022

Anett Lau, Bildmitte: "Totentanz", Papierschnitt, Formular auf Kohle-, Büropapier, 2016, Foto © ad

Atelierbesuch bei Anett Lau

Eingeladen auf der artbook.berlin konnte ich mich bei einem Atelierbesuch bei Anett Lau mit dem umfangreichen Schaffen dieser Berliner Künstlerin vertraut machen, die, 1967 Greifswald geboren, nach Abschluss einer Ausbildung als Ingenieurin für Textildesign im Vogtland an der Kunsthochschule Berlin-Weissensee diplomierte.

Zwei Werkkataloge, "Wandernde Ornamente, freigelassene Muster, Identitätsräume und eine Torte" und "Muster in Schule und Alltag, Anett Lau's Arbeit mit Schüler*innen" geben einen Einblick in ihr bisheriges Œuvre, bestehend aus grafischen Arbeiten und Rauminterventionen.
Als künstlerische Materialien verwendet Anett Lau gern vorgedruckte Papiere. Für die Künstlerin sind diese Materialien wie eine Matrix, die sie als Ausdruck menschlicher Ordnung empfindet. Mit dem Schneidemesser bearbeitet sie Mustertapeten zu reliefartigen Papierschnitten, wie in der Serie Vorwand. Anders geht sie mit Formularen um. Mit einer Schreibmaschine vom Typ Erika stanzt sie Löcher in Papiere, so dass ein Totentanz entsteht. Ziffern des binären Codes tippt sie nach Mustern angeordnet in ihren Typewritings. Die so entstandenen Muster führen den Betrachtenden die Informationsexplosion der digitalen Welt vor Augen. Für einen Kunst im Öffentlichen Raum - Wettbewerb der Stadt Torgau untersucht die Künstlerin Ornamente der Architektur und hinterfragt dabei den Ursprung der Motive Lilie und Lebensbaum. Beide Motive hat sie zuvor in einem anderen Projekt über die Textilschulen des Vogtlands gefunden. Die künstlerische Arbeit mit diesen Motiven in Zeichnungen, Sieb- und Lichtdrucken dreht sich um die Frage: Warum wir Menschen heute diese zum Teil jahrtausendealten Motive immer noch als sehr ästhetisch empfinden und uns mit ihnen schmücken?

Der Atelierbesuch erfolgte vor 2 Tagen zum richtigen Zeitpunkt, jetzt, wo dieser Post veröffentlicht wird, befinden sich einige der gezeigten Objekte bereits auf dem Weg zur nächsten Ausstellung unter dem Thema "paper", in der Anett Lau gemeinsam mit Joanna Buchowska und Maike Sander ihre Werke ausstellt.

Vernissage: 10. Juni 2022, 19 Uhr
Ausstellung: 10. - 25. Juni 2022

Walden Kunstausstellungen
Ideal-Passage, Fuldastr. 56, 12043 Berlin

Mi, 01.06.2022

© BuchKunstBalance

Schwesterglocken

In der Ausstellung in Warnemünde werden Farbholzdrucke von Henry Günther gezeigt, die sich am Gegenstand der zeitgenössischer Literatur orientieren.

Ausgehend vom Thema der aktuellen Ausstellung "Schwesterglocken" werden Arbeiten zu dem Roman "Die Glocke im See" von Lars Mytting gezeigt; weitere Farbholzdrucke sind zu Gedichten von Reiner Kunze "luft der trottoire" entstanden, wie auch zu Gedichten von Sarah Kirsch und den aktuellen Projekten mit Ulrike Draesner "SCHWITTERS. MERZbau. Poem" und dem Einblattdruck "taucher. radebrech".

Norddeuten Neuesten Nachrichten

Eröffnung: 1. Juni 2022,  15 Uhr
Ausstellung: 1. Juni - 30. September 2022

EV.-Kirche Warnemünde

"Des Antiquars und Bücherfreundes Palmen-Gärtlein (benebst einigen Disteln und fast stachelichten Kaktussen), allwo einen geneigten Leser spatzieren führet der Doctor Guilelmus Juncus", hier in einer Liebhaberausgabe mit nachträglichem Pergamenteinband im Schuber

Bibliophiles des Monats: Palmen-Gärtlein

"Bibliophiles des Monats" Juni ist der Titel „Des Antiquars und Bücherfreundes Palmen-Gärtlein (benebst einigen Disteln und fast stachelichten Kaktussen), allwo einen geneigten Leser spatzieren führet der Doctor Guilelmus Juncus“.

Bei diesem, zum Stiftungsfest des Berliner Bibliophilen-Abends 1926 von W. J. (Wilhelm Junk) herausgegebenen Druck handelt es sich um ein selbstironisches und originell im Stil des 18. Jahrhunderts daherkommendes Büchlein (lt. Titel von 1726), welches dem Vorwort zufolge nicht dem BBA, sondern dem C.B.A. zugeeignet war.
Dazu heißt es erklärend (unkorrigiert): »Je mehr die Jahrtausende alte Ansicht, daß ein Buch dazu da ist, um gelesen zu werden, zu schwinden beginnt und einer besseren gegenteiligen Ueberzeugung Platz macht, desto unabweisbarer mußte bibliophil Interessierten die Pflicht erscheinen, einen Zusammenschluß zu erzielen von solchen Damen und Herren, welche – dieser Erkenntnis Rechnung tragend – die Verpflichtung auf sich zu nehmen bereit waren, Bücher zwar zu besitzen aber nie zu lesen. […] Um diesen Unfug zu steuern, gründete Dr. Kokatz nunmehr den C.B.A. („Club bibliophiler Analphabeten“).«
Der Autor, Wilhelm Junk (1866-1942), war Gründungsmitglied des Berliner Bibliophilen-Abend und naturwissenschaftlicher Antiquar, er emigrierte 1934 aufgrund seiner jüdischen Herkunft in die Niederlande.

[Doctor Guilelmus Juncus]: Des Antiquars und Bücherfreundes Palmen-Gärtlein …
Berliner Bibliophilen Abend 1926
gedruckt von H. Hohmann, Darmstadt
Englischbroschur, 8°, 38 S., Fadenbindung, Handbütten, nicht beschnitten
Aufl. 500 num. Expl.
(Im Kunstantiquariat Dörling, Hamburg, erschien 1974 ein Reprint dieses Titels in einer Auflage von 300 Exemplaren.)

Hamburger Bothe 10

Der Maler und Autor Rainer Ehrt setzt den entscheidenden Akzent in der zehnten Ausgabe des „Hamburger Bothen“. Der doppelt begabte Künstler, der mit dem Zeichenstift ebenso gewandt wie mit dem Schreibstift umzugehen weiß, liefert im zweiten Buch des neuen Verlags Angeli & Engel höchst bemerkenswerte Proben seines Könnens ab.
Wenn der Hinweis auf dieses neue Buch auch Schwerpunkt des neuen „Bothen“ ist, so treten die übrigen Beiträge dahinter doch nicht zurück. Da ist vor allem die Vorstellung des Schriftstellers und Literaturwissenschaftlers Urs Heftrich mit bisher unveröffentlichten Gedichten und einer intensiven Selbstpräsentation zu nennen. Dazu beschreiben gleich drei „Pirckheimer“, quer durch die Republik aus Halle, Joachimsthal und Böhl-Iggelheim, ihre Sammelfreuden und geben Einblicke in ihre Spezialgebiete. André Schinkel berichtet von den Vorstufen bibliophiler Produktionen, die es ihm besonders angetan haben, und Gisbert Amm beleuchtet sein Interesse an Gedichtbänden, das ihn zur Gründung seines „Lyrikhauses“ motiviert hat. Schließlich weist Peter Scherer auf die von ihm gesammelten Bücher hin, die im südfranzösischen Sanary-sur-Mer entstanden sind, einem Hauptort der deutschen Exilliteratur während der Nazi-Zeit.

Hamburger Bothe Nr. 10 (pdf)
Post für bibliophile Leser und Sammler

Di, 31.05.2022

aus der Ausstellung "Vorbilder*innen – Feminismus in Comic und Illustration", © Helena Janečić

20. Internationaler Comic-Salon Erlangen

Der 20. Internationale Comic-Salon in Erlangen findet in diesem Jahr wieder als Präsenzveranstaltung statt, es werden mehr als 25.000 Besucher erwartet.

Ein Festivalschwerpunkt ist der populärer Kunst aus Kongo gewidmet. Weitere Ausstellungen widmen sich feministischen Comics, queere Themen spielen eine zentrale Rolle im Programm. Über 20 Ausstellungen spiegeln die Vielfalt des Genres wider.
Vertieft werden die Themen in einem umfangreichen Vortrags- und Diskussionsprogramm, Comic-Lesungen, Comic Film Fest, Workshops und vielem mehr.
Mit „Kinder lieben Comics!“ ist jungen Leserinnen und Lesern ein Festival im Festival gewidmet, die besten Comics der letzten zwei Jahre werden mit dem Max und Moritz-Preis, der wichtigsten Auszeichnung für grafische Literatur im deutschen Sprachraum, ausgezeichnet.

Die zentrale Veranstaltung findet in diesem Jahr zum zweiten Mal in Messezelthallen auf dem Erlanger Schlossplatz und im Schlossgarten statt. Über 200 Aussteller – von den führenden Verlagen über die Hochschulen bis zu Künstlerinnen und Künstlern, die im Selbstverlag veröffentlichen – präsentieren dort ihr Programm, rund 400 Künstlerinnen und Künstler aus aller Welt zeichnen live und signieren ihre Bücher.

16. - 19. Juni 2022

Erlangen

Mo, 30.05.2022

Till Sailer erhält Literaturpreis

Der  ver.di-Literaturpreis Berlin-Brandenburg, der für das Genre Prosa ausgeschrieben war, geht an den in Brandenburg lebenden Autor und Pirckheimer Till Sailer für das Buch „Haus mit der Madonna“, erschienen 2021 im Mitteldeutscher Verlag.
Der Jury gehörten die Brandenburger Autorin Jana Weinert, der Berliner Autor Henning Kreitel sowie die langjährige Landesbezirksleiterin Berlin-Brandenburg, Susanne Stumpenhusen, an. Eingereicht waren 61 Werke Berliner und Brandenburger Autoren die erstmalig in den vergangenen 3 Jahren verlegt wurden.

Die feierliche Preisverleihung wird am 27. September 2022 im Saal Picasso der ver.di Bundesverwaltung in Berlin stattfinden.

Rolf Münzner: Folter, Schablitografie,1978

Kommentare zu Verrat und Gewalt

Die Ausstellung in der Galerie von Andreas Wolf und des Pirckheimers Archi Galentz kann und will keine Stellungnahme zum Krieg liefern, aber Positionen von Künstlerinnen und Künstlern präsentieren, die sich in der Vergangenheit mit existenziellen Themen des zivilisierten Daseins beschäftigt haben.

Gezeigt werden sowohl Kunstwerke aus eigener Sammlung als auch Werke von eingeladenen zeitgenössischen Künstlerinnen und Künstlern, so von Wladimir Anselm, Cristina Artola, Jan Bejšovec, Hans Joachim BillibEd DickmanGisa Hausmann, Julia KatanAnton LaikoPhilipp MagerRolf MünznerJosep RenauDaniel Sambo-Richter, Igor Zaidel und anderen.

Das einzig aktuelle Werk der Ausstellung wird Marina Koldobskaja in einer Performance am Eröffnungsabend in der Galerie realisieren. Sie ist in der Ukraine aufgewachsen und ist künstlerisch stark von ukrainischer Volkskunst beeinflusst. Seit Kriegsbeginn lebt sie außerhalb Russlands.

Eine zusätzliche Ebene in der Ausstellung bilden die schriftlichen Kommentare des ukrainischen Malers Gagik Kurginian zu den gezeigten Werken. Er hat mit seiner Familie zusammen seinen Wohnort im malerischen Uschgorod verlassen und lebt nun seit zwei Monaten in Berlin, das er von früheren Besuchen und Ausstellungsprojekten her kennt.

Ausstellung: 4. Juni bis 24. Juli 2022

Wolf & Galentz Kunstgalerie
Wollankstraße 112a, 13187 Berlin

So, 29.05.2022

Stand von Rainer Ehrt (lks.) und Thomas Offhaus
Stand von Henry Günther
Fotos: Henry Günther

1. art Grafik Ahrenshoop

Ahrenshoop - mondäne Fischerkatenromantik, Prominentenbadewanne, schönster hochpreisigster Ostseeurlaubsflecken - und eine Messe für Graphik, Künstlerbücher, Fotografie?

Höchste Zeit dafür, würde ich sagen, und großes Dankeschön an den Kollegen Henry Günther (Edition BuchKunstBalance), dass er die Sache mit der ihm eigenen Hartnäckigkeit drei Jahre lang betrieben und nun endlich zum Erfolg geführt hat. Denn ein Erfolg ist es - Von einem entspannten, sehr interessierten Publikum zahlreich besucht, und dies ausgestattet mit der Muße und Sensibilität, die man vielleicht nur im Urlaub aufbringt.

Wir wünschen uns, dass die erste art Grafik Ahrenshoop der Beginn einer langen Tradition ist!

(Rainer Ehrt)

Rundgang durch die art GRAFIK
Video: Henry Günther


26. - 29. Mai 2022

Strandhalle Ahrenshoop

Sa, 28.05.2022

miley, Ein Feuerschein dimmert durchs Unterholz, Holzschnitt, 2022, Blattgröße 34 x 48 cm

Bäume | Böden | Natur

Mit einer Verzögerung von zweieinhalb Jahren, verursacht durch Pandemie und Krieg, wird in vier Wochen endlich eine Ausstellung zu Bäumen, Bodenversiegelung und Stadtklima stattfinden, die dem Pirckheimer Michael Ley Herzensangelegenheit ist.

Wenn einem auch die Zeilen Bertolt Brechts aus den 30ern des letzten Jahrhunderts in den Sinn kommen:
"Was sind das für Zeiten, wo
Ein Gespräch über Bäume fast ein Verbrechen ist
Weil es ein Schweigen über so viele Untaten einschließt!
" (An die Nachgeborenen),
das Gespräch über Bäume bleibt ebenfalls wichtig.

Vorangegangen ist der kommenden Ausstellung u.a. eine Aktion, bei der durch Autos verursachte Abriebspuren auf in der Fahrspur platzierten Zinkplatten mittels einer Tiefdruckpresse sichtbar gemacht wurden, diese werden kombiniert mit in anderen Verfahren entstandenen Drucken präsentiert.
Zur Vernissage der vom Kantor Eggers kuratierten Ausstellung in der Berliner Heilandskirche wird miley in einer Druckdemo ebenfalls einige Radierungen drucken - in der Ausstellung selbst wird dann hauptsächlich eine Auswahl von Holzschnitten zum Thema zu sehen sein, aber auch Zeichnungen, Digitaldrucke und, und, und ...

Zur Ausstellung erscheint ein 16seitiges Künstlerbuch im Buchdruck in einer Auflage von 18 Exemplaren im Format 10,5 x 15 cm zum Preis von 18 Euro.

Vernissage: 24. Juni 2022, 19 Uhr, einführende Worte Udo Würtenberger

Heilandskirche
Berlin-Moabit, Thusneldaallee 1, 10555 Berlin

Fr, 27.05.2022

Kassandra von Aschenbach, Atlas (in diesem Jahr wieder im offenen Atelierhaus Prenzlauer Promenade 149 bis 153, 13189 Berlin dabei)

artspring – der mythos ist hin

Innerhalb des Kunstfestivals artspring, welches in Berlin in diesem Jahr unter dem Thema „der mythos ist hin“ stattfindet, versammelt die diesjährige Festivalausstellung in Pankow ca. 80 Positionen auf und aus Papier, die dem Thema auf der Spur sind.

Die artspring berlin wurde 2017 gegründet vor dem Hintergrund der drohenden Verdrängung der Bildenden Künstlern aus dem Stadtbezirk, da Arbeits- und Ausstellungsmöglichkeiten zunehmend der Immobilienspekulation zum Opfer fielen und auch nach wie vor fallen.

der mythos ist hin“ ist ein Zitat aus einem Film über den Prenzlauer Berg in der Umbruchszeit 1990. Der Film flaniert mit seinen Protagonisten, ohne zu kommentieren. Und so soll es auch in diesem Jahr mit den unterschiedlichen Akteuren „Begegnungen zwischen dem 1. Mai und dem 1. Juli“ geschehen, die den Begriff des Mythos befragen, feiern, geschehen lassen oder beschädigen. Welchen Mythos eigentlich? Den des Prenzlauer Berges? Von Pankow? Der Stadt Berlin? Dem Künstler als Person oder Vorkommnis? Wo ist euer Arkadien? Die politischen Ereignisse der letzten Wochen haben weitere Fragen nach Mythen und gebrochenen Mythen aufgeworfen, die wir hier ebenfalls kommentieren können.

Eröffnung: 8. Juni, 18 Uhr
Ausstellung: 8. bis 19. Juni 2022

Galerie Pankow
Breite Straße 8 in 13187 Berlin

Do, 26.05.2022

Ursula Strozynski – Regatta VII, Kaltnadelradierung 2004, Bildformat 42 x 31 cm, Bütten 56 x 34 cm, Auflage 35 Exemplare, sign. und num.

Deutsch-Niederländischen Grafikbörse

Am Himmelfahrtswochenende findet die Deutsch-Niederländischen Grafikbörse in Borken statt. Die Grafikbörse ist Deutschlands bedeutendste Messe für künstlerische Druckgrafik. Es sind Künstlerinnen und Künstler von Berlin bis München vertreten, von Leipzig bis Amsterdam. Zudem ist die Grafikbörse 1987 entstanden aus kommunaler Initiative für das Zusammenwachsen Europas von unten: Ziel war es, in der grenznahen Region (bis nach Holland sind es von Borken aus keine 15 km) eine Begegnung zwischen holländischer und deutscher Kultur zu ermöglichen. Seit 34 Jahren sorgen die kommunalpolitisch Verantwortlichen wie auch die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter der Stadt und des Landkreises Borken mit beseeltem Engagement für diese unglaubliche Kontinuität und eine Messe in angenehm quasi familiärer Atmosphäre!

Am Gemeinschaftsstand Büchergilde artclub und Frankfurter Grafikbrief wird neben einer Auswahl besonders attraktiver Druckgrafiken eine fast komplette Übersicht über das buchkünstlerische Werk von Hansen-Bahia, Pressendrucke aus der burgart presse Rudolstadt, u.a. eine Luxusausgabe von Klaus Süß‘ Afrika-Buch Kholomodumo gezeigt, Vorzugsausgaben von Georg Koenigstein mit handbemalten Schubern und etliche Grafiken aus der „Zu wissen, es ist Bütten“-Ausstellung des Büchergilde artclub.

In der Stadt gibt es zahlreiche weitere Ausstellungen, u.a. haben sich 30 Geschäfte zu einer großen Schaufenster-Galerie zusammengeschlossen, die jeweils eine/n Künstler/in präsentieren.

(nach einer Information von Wolfgang Grätz)

Eröffnung: 27. Mai 2022, 17 Uhr, Life-Musik und Getränke
Messe: 27. - 29. Mai 2022

Stadthalle
46325 Borken/Westfalen, Am Vennehof 1

Mi, 25.05.2022

Poetische Miniaturen XIII: Ulrike Draesner / Thomas Offhaus, SCHWITTERS, the wall / Merzbau / Poem

Künstlerbücher in Gotha

Im Rahmen einer Ausstellung in Gotha mit Malerbüchern, Druckgrafik und Malerei von Thomas Offhaus, sowie zeitgenössischen Künstlerbüchern der »BuchKunstBalance« von Henry Günther, wird das Künstlerbuch aus der Reihe Poetische Miniaturen (XIII) von Ulrike Draesner und Thomas Offhaus "SCHWITTERS / the wall / MERZbau / Poem", welches von Henry Günther bei BuchDruckBalance herausgegeben wurde, präsentiert.

Buchvorstellung: 30. Juni 2022, 19 Uhr
Ausstellung: 30. Juni - 30. Juli 2022

Stadtbibliothek "Heinrich Heine", Hanns-Cibulka-Saal
Friedrichstr. 4-7, 99867 Gotha

Poetische Miniaturen XIII
Ulrike Draesner / Thomas Offhaus, SCHWITTERS, the wall / Merzbau / Poem
mit Grafiken von Thomas Offhaus im Hoch- und Tiefdruckverfahren (Linolätzung, Intagliotypie Monotypie)
15 signierte und nummerierte Unikatexemplare + 7 Künstler e.a.
Buchformat: 23 x 14 cm
mit einer Audio-Montage auf CD von Thomas Offhaus und dem von Ulrike Draesner, Henry Günther und Thomas Offhaus gelesenen deutschen Text
BuchKunstBalance, 2022
Euro 275

Di, 24.05.2022

DIE ALBATROSS CONNECTION

Michele K. Troy stellt im Gutenberg-Museum ihr neues Buch DIE ALBATROSS CONNECTION Drei Glücksrittter und das »Dritte Reich« vor.

Wie gelang es drei tollkühnen Verlegern während des "Dritten Reichs" die Deutschen mit angelsächsischer Literatur zu versorgen ohne dabei von den Nazis ertappt zu werden? Mit dieser spannenden Geschichte des Albatross-Verlags beschäftigt sich die Buchautorin und Professorin für Englische Literatur.
»Michele K. Troy hat die ganz und gar exzeptionelle Geschichte eines der erfolgreichsten Verlage des vorigen Jahrhunderts geschrieben.« (Mark Lehmstedt)
Nach der Lesung gibt es die Möglichkeit, das Buch zu erwerben und sich von der Autorin signieren zu lassen.

Buchvorstellung: 31. Mai 2022, 15.30, Begrüßung: Dr. Ulf Sölter, Direktor des Gutenberg-Museums, Moderation: Prof. Dr. Corinna Norrick-Rühl, Universität Münster

Gutenberg-Museum, Vortragssaal
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

Michele K. Troy Die Albatross Connection Drei Glücksritter und das »Dritte Reich
Aus dem Englischen von Herwig Engelmann
Europaverlag Berlin, München, Wien, Zürich 2022
544 Seiten gebunden mit Schutzumschlag 16 x 24 cm
42,00 €
ISBN 978-3-95890-380-7

Mo, 23.05.2022

Mitteilungen der ÖEG 1 /2022

Das gerade erschienene Heft der Mitteilungen der Österreichischen Exlibris-Gesellschaft ist mit einem Beitrag von Dr. Hans Werner Sokop dem Exlibris zum Dante-Aligheri-Jahr gewidmet.

Des weiteren enthält es Jahresendgedanken des Vorsitzenden Tillfried Cernajsek, sowie Mitteilungen aus  der ÖEG, Informationen zu Ausstellungen, Zeitschriften und Bücher.

Abschließend findet sich der Hinweis, dass dieses Heft das letzte sein könnte, sofern sich nicht Nachfolger für die Redaktion finden sollte.

So, 22.05.2022

Barbara Beisinghoff, „Polar“, 200 x 300 cm, Malerei auf Leinwand

Zeitraum

In der Burg Dringenberg eröffnete heute die Ausstellung ZeiTraum mit großformatige Malerei von Barbara Beisinghoff und einer in den Raum gelegte „Zeitschneise“ aus Künstlerbüchern und Licht/Wasserzeichen „Is time long or is it wide?“

Im Künstlerbuch „Tag und Nacht“ sind blaue Nachtseiten geschlossen, gelbe Tagseiten geöffnet. „Im Dämmer sind weitere Räume zu ahnen. Die Zeit, die uns bewusst ist, nur ein hauchschmaler Streif auf einem ungeheuren größtenteils finsteren Körper.“ (Christa Wolf)

Barbara Beisinghoff studierte Kunsterziehung und Freie Malerei von 1964 - 1968 in Hannover und ist  freischaffend seit 1977. Sie erhielt zahlreiche nationale und internationale Preise, u.a. Georg-Christoph-Lichtenberg-Preis 1988. Kunstpreis Hameln-Pyrmont 1990. Internationaler Senefelder-Preis 1991. Kulturpreis Dreieich 1997. Heitland Foundation Preis 1999. Stadtdrucker-Preis Mainz 2002. Ausstellungen u.a. in der Galerie Forum Amalienpark, Berlin 2009. ICPNA, Gutenberg-Museum Mainz 2003, Zitadelle Spandau 2000. Dauerhaft sind Arbeiten von Barbara Beisinghoff im Haus des Papiers (Seydelstraße 30 / Ecke Elisabeth-Mara-Straße, 10117 Berlin) zu sehen.

Eröffnung: 22. Mai 2022, Einführung: Dr. Alexandra Sucrow
Ausstellung: 22. Mai - 3. Juli 2022

Kulturverein ARTD Driburg
Historisches Rathaus
Burgstraße 30, 33014 Bad Driburg / Dringenberg

Sa, 21.05.2022

Abb.: huntenkunst.org

HUNTENKUNST

Nach zwei Jahren ohne Huntenkunst findet diese Veranstaltung an diesem Wochenende wieder statt.

In diesem Jahr hat das Festival mehr als 250 Teilnehmer. Die SSP-Halle in Ulft wird in ein echtes “Kunstdorf” verwandelt. Am Stand 161/162 präsentiert Anja Harms ihre Werke.
In diesem Jahr stehen Künstler aus Estland im Mittelpunkt. Neun Künstler aus diesem Land sind in einem speziellen Pavillon untergebracht.
Der internationale Charakter der Huntenkunst wird durch die Teilnahme vieler Länder zum Ausdruck gebracht. In und um Huntenkunst gibt es verschiedene kulturelle Aktivitäten, die einen längeren Aufenthalt rechtfertigen. Der DRUpark ist das kulturelle Herz der Region.

Inzwischen laufen die Vorbereitungen für Huntenkunst 2023 (12. - 14. Mai).

20. - 22. Mai 2022

SSP-Halle im DRU Industriepark
7071 TJ Ulft, Niederlande

Fr, 20.05.2022

Antiquar Erich Bürck, Berlin 2016, Foto: Michael Eschmann

Erich Bürck wird 70 Jahre alt

Der Berliner Antiquar Erich Bürck (geb. 1952 in Baden-Baden) feiert am 5. Juni 2022 seinen 70. Geburtstag. Zunächst war er als Student der Germanistik und Geschichte in Freiburg/Breisgau und Berlin tätig. Die Liebe zum Buch, aber auch die Sehnsucht, den Geldbeutel aufzubessern, machte ihn ab 1980 zum „Fliegenden Antiquar“ mit regelmäßigem Bücherstand an der TU Berlin. Später folgten auch Flohmärkte („Straße des 17. Juni“). Wie viele damalige mobile Händler träumte er vom eigenen Ladengeschäft. Dies wurde endlich 1988 in Schöneberg in der Winterfeldtstraße 44 wahr. Der Verfasser dieser Zeilen erinnert sich noch sehr genau an die ganz eigene Stimmung, die in dem kleinen Verkaufsraum am Nollendorfplatz herrschte. Waren andere Antiquariate eher oftmals stundenlang leer, gab es bei Erich Bürck immer mindestens einen Besucher. Es war eine Art von menschlicher Begegnungsstätte. Hier wurde etwas gepflegt, das anderswo verpönt war: das kultivierte „Schwätzchen“. Enthusiastisch vom Inhaber initiiert, zog es von nah und fern alle angenehmen und unangenehmen „Geister“ an. Es gab ein ungeschriebenes Gesetz, dass man diesen Gedankenaustausch durch Zwischenfragen nicht stören durfte. Bestenfalls nur dann, wenn es um ein kurzfristiges Bezahlen eines Verkaufsgegenstandes ging. „Du musst warten. Ich bin im Gespräch.“ Bekam ich mehr als einmal zu hören. Irgendwann wurde es mir dann aber zu bunt und ich drohte in den üblichen Geschäftsöffnungszeiten nicht noch einmal zu kommen. Das war dann auch gut so. Wir verlagerten unsere Treffen auf abends und hatten dadurch viele schöne Stunden mit tollen Gesprächen. 2013 wurde das Ladengeschäft aufgegeben. Fortan erfolgte der Verkauf über das Internet. Erich Bürck wurde Mitglied der Pirckheimer- und Maximiliangesellschaft, er trat ferner dem Verband der deutschen Antiquare (VDA) und der Giaq (Gründungsmitglied) bei. Unerwähnt dürfen zwei kleine bibliophile Schriften nicht bleiben. Hier fungierte er als Herausgeber: George Orwell: Erinnerungen an eine Buchhandlung (mit Illustrationen von Wilhelm Scharch) und Ernst Jünger: Steglitz 1933 (mit den Illustrationen von Klaus Heidtke). Auf den ersten Blick glaubt man, es handele sich um Publikationen zum Buchhandel, es sind jedoch (versteckte) Texte zum Antiquariatsbuchhandel. Durch die schönen Illustrationen sind sie nicht ganz billige Sammlerstücke (im Internet) geworden. Erich Bürck ist Sammler von Buchhändlermarken, beschäftigt sich mit Vita und Werk von Ernst Jünger, und liebt das gemeinsame Reisen mit Ehefrau Conny durch die ganze Welt. Was nur wenige bisher wussten und jetzt wissen es viele, er ist ein talentierter (Porträt-) Zeichner.

(Michael Eschmann)

Do, 19.05.2022

links: ATAK, White trash carnival, 1998, Siebdruck, 30 x 42 cm (Detail), Rüdiger Giebler, Die Teilnehmer, 2020, Aquarell, Kreide, Tusche, 35 x 50 cm (Detail)

IM SCHATTEN DER EREIGNISSE

Der Verein für Original-Radierung München e.V. bereitet eine Ausstellung vor, die wegen Corona im Dezember verschoben wurde und jetzt nachgeholt wird: ATAK & Rüdiger Giebler "IM SCHATTEN DER EREIGNISSE".

Eröffnung: 9. Juni 2022, 19 Uhr, Begrüßung: Moritz Götze, Einführung: Niels Beintker
Ausstellung: 10. Juni - 1. Juli 2022

Radierverein München
Ludwigstrasse 7 Innenhof | 80539 München

Mi, 18.05.2022

art Grafik Ahrenshoop

Zum ersten Mal findet im Künstlerort Ahrenshoop eine Messe für zeitgenössische Kunst statt, die Künstler aus dem gesamten Bundesgebiet vereint. Durch die künstlerische Praxis befindet sich die Druckkunst in einem stetigen Prozess. Neue künstlerische Ausdrucksformen werden durch immer neue technische Möglichkeiten präsentierbar.
Die Tradition der künstlerischen Drucktechnik wird aktuell vor allem von Bildenden Künstlern gepflegt. Hoch-, Tief-, Flach- und Durchdruck und deren Mischformen ermöglichen grafische Werke von hoher Qualität.

Rainer Ehrt / Kleinmachnow
Tina Flau / Potsdam
Hans Götze / Ahrenshoop
Henry Günther / Ribnitz-Damgarten
Ute Hausfeld / Berlin
Volkmar Herre / Stralsund
Susann Hoch / Leipzig
Linde Kauert / Postdam
Katja Lang / Berlin
Rita Lass / Halle/S.
Fred Lautsch / Stralsund
Urte von Maltzahn-Lietz / Güstrow, Leipzig
Britta Matthies / Hohen Viecheln
Thomas Offhaus / Gotha
Klaus Raasch / Hamburg
Gudula Zientek / Ribnitz-Damgarten

26. - 29. Mai 2022

Strandhalle Ahrenshoop

Di, 17.05.2022

Eckehart SchumacherGebler

Mainzer Gutenberg-Preis 2022

Den Gutenberg-Preis der Internationalen Gutenberg-Gesellschaft in Mainz e.V. und der Landeshauptstadt Mainz erhalten 2022 erstmalig zwei Kandidaten: Prof. Dr. Jeffrey F. Hamburger und Eckehart SchumacherGebler.
Der Mainzer Gutenberg-Preis wird seit 1968 verliehen, anfänglich alle drei Jahre, seit 1994 im jährlichen Wechsel mit dem Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig, der bereits seit der Internationalen Buchkunstausstellung iba 1959 zweijährlich vergeben wird.

Der Kunst- und Kulturwissenschaftler Prof. Dr. Jeffrey F. Hamburger lehrt an der Harvard University. Er ist Autor mehrerer Standardwerke wie „Unter Druck. Europäische Buchmalerei im Zeitalter Gutenbergs“ und die Reihe „Buchmalerei des 15. Jahrhunderts in Mitteleuropa“.

Unser langjähriges Mitglied Eckehart SchumacherGebler ist ausgebildeter Drucker und Schriftsetzer und seit 2013 Honorarprofessor für Druckkunst an der Hochschule der Bildenden Künste Saar. In Dresden betreibt SchumacherGebler zudem die Offizin Haag-Drugulin, ein Studio für Typografie, sowie einen Verlag. Im Jahr 1994 gründete er das Museum für Druckkunst in Leipzig, das als „arbeitendes Werkstattmuseum“ die handwerklich-künstlerischen Drucktechniken vermittelt. Im Jahr darauf rief er zudem die „Leipziger Typotage“ ins Leben, die sich jedes Jahr im Rahmen einer internationalen Tagung der Schriftgeschichte und der zeitgenössischen Typografie widmen. In seinen Unternehmen hält SchumacherGebler bis heute die Buchdruckkunst lebendig.