Pirckheimer-Blog

Literaturhaus

Di, 16.12.2025

Tove Janssons „Welt der Mumins“

Vor 80 Jahren erfand die finnische Künstlerin Tove Jansson die Mumins, die kultigen rundlichen Trolle, die derzeit weltweit gefeiert werden. Ihre Geschichten sind ein Plädoyer für Toleranz, Empathie und Abenteuerlust. Das Literaturhaus München stellt sie erstmals in einer Ausstellung vor. Im Mumintal regieren Geborgenheit, Freundschaft und Humor, aber auch eine Prise Anarchie und Rebellion, dazu jener satirische Esprit, dem Tove Jansson in den 30er und 40er Jahren ihren Erfolg als politische Karikaturistin verdankte. Diese Mischung, fern jeder aufgesetzten Idylle, dabei voller Poesie und Eigensinn, bezaubert Erwachsene und Kinder gleichermaßen: Sie spricht das innere Kind im Erwachsenen an, freut Nostalgiker, die mit den Mumins aufgewachsen sind, und beflügelt bei Kindern ihre ureigene Vorstellungskraft. Das Finstere und das Helle, das Katastrophale und das Komische erscheinen hier in einem Gleichgewicht, das keinem Zeitgeist verhaftet ist, aber ganz besonders in unsere Epoche passt. In der Ausstellung können Mumin, Schnüferl, Schnupferich, die kleine Mü und viele andere Figuren mit ihren wundersamen Geschichten erlebt werden. Originalillustrationen, Animationen, Hörstationen und ein Pfad voller Überraschungen laden dazu ein, die Welt der Mumins zu entdecken. Für alle ab sechs Jahren! Eine Ausstellung des Literaturhauses München, mit freundlicher Unterstützung durch die Freunde und Förderer des Literaturhauses München und den Rotary Club München. Das Begleitprogramm wird unterstützt durch die Deutsch-Finnische Gesellschaft und Gesellschaft macht Schule (der Ort: Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München, Salvatorplatz 01, 80333 München). Die Ausstellung ist vom 18.12.2025 bis zum 12.04.2026 zu sehen. Alle Infos zu Tove Janssons Die Welt der Muminshier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Do, 11.12.2025

Das Literaturhaus Leipzig ist in Finanzierungsgefahr.

Literaturhaus Leipzig in Gefahr

Das Haus des Buches (Literaturhaus Leipzig) ist nach vielfältiger Meldung in den Printmedien in Gefahr. Das 1996 eröffnete Haus beherbergt neben diversen Sälen für Veranstaltungen und vielen literarischen Vereinen (darunter der Leipziger Bibliophilen-Abend, der Sächsische Literaturrat und die Gesellschaft für zeitgenössische Lyrik) Büros für zahlreiche Unternehmen, die in der Buch-Stadt ansässig sind, und befindet sich im ehemaligen Graphischen Viertel der Messemetropole. Nun soll die Finanzierung für das Haus, das auf Initiative des Börsenvereins entstand und Mitglied des renommierten Netzwerks deutschsprachiger Literaturhäuser in drei Ländern ist, nicht mehr realisierbar sein. Ebenjenes Netzwerk hat eine Petition gestartet unter dem Titel Es muss doch eine Lösung geben! – und auch der Literaturrat appelliert an die Verantwortlichen, die Einrichtung sei unbedingt zu erhalten. Der Imageverlust für Leipzig bei Schließung, zumal vergleichbare Häuser in Berlin, Rostock, Halle, Stuttgart erfolgreich arbeiten, wäre nicht abzusehen. Das sei allen erspart.

(André Schinkel)

Do, 13.11.2025

LBA: "Bücherlust" im HdB. | © by Ekkehard Schulreich

LBA: Von der „Lust auf die Bücher“

„Bücherlust“ verbindet Qualität von Text, Druck, Gestaltung: Über 120 Jahre ist das Maßstab des Leipziger Bibliophilen-Abends. Ausstellung im Foyer des Literaturhauses Leipzig gibt Einblicke

Von Sperontes’ Singender Muse an der Pleiße bis zur neuesten Edition der Reihe 24x34. Grafik öffnet sich ein Kosmos – die Jahresausstellung Bücherlust. Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends 1904 bis 2025 im Literaturhaus Leipzig gibt Einblick in die Drucke des LBA von seinen Ursprüngen bis in die Gegenwart. Zu sehen ist nicht nur ein angesichts der Begrenztheit des Foyers und der intensiven Publikationstätigkeit in all den Jahrzehnten kleiner Teil an Büchern, Mappen, originalgrafischen Blättern. Plakate, Flyer, Einladungen vermitteln darüber hinaus einen Eindruck von den LBA-Aktivitäten und zeigen, dass auch dabei auf gestalterische Qualität Wert gelegt wird.

Was mich so fasziniert: Der LBA ist nicht geradlinig, nicht einseitig. Wir sehen ein Geflecht an Drucktechniken, Einbänden, literarischen Inhalten“, sagte Eberhard Patzig zur Vernissage am 07. November. Er sprach von einem „Universum“. Gemünzt war das auf die Drucke aus der Anfangszeit des Vereins, zu sehen in zwei Vitrinen am Eingang. Darunter – ein Hauptwerk – die Festschrift zum 25-jährigen Bestehen 1929: Die Leipziger 99; ein Titel, der auf die damalige Begrenzung der Mitgliederzahl abzielte. Der Befund trifft aber für die Schau als Ganzes zu. Für Eberhard Patzig und für Thomas Glöß, die diese 12. Ausstellung eine Reminiszenz und ein Abschiedsgeschenk: Zwölf Jahre waren beide an der Spitze des Vereinsvorstandes des Leipziger Bibliophilen-Abends tätig.

„Längst werden wir über unsere Publikationstätigkeit identifiziert“, sagte Thomas Glöß. Er verwies darauf, dass die Wiederaufnahme dessen bereits in den letzten Jahren der DDR begann – angestoßen durch Herbert Kästner, der die Leipziger Regionalgruppe der Pirckheimer leitete, die Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends vorantrieb und heute Ehrenmitglied ist. 

Wie breit das Spektrum ist, wie faszinierend, erschließt sich dem Besucher bei einem Blick in die Vitrinen, beim Wandeln zwischen den Stellwänden. Da ist die Schriftbild-Reihe, beispielhaft Nummer 05: Hanns Eisler Dr. Faustus mit Schablithografien von Michael Triegel. Da sind die Leipziger DruckeGilgamesch mit Radierungen von Reinhard Minkewitz (Nr. 17) und Blaubart mit Farbholzschnitten von Klaus Süß (Nr. 19). Da sind die Paradiesischen Dialoge, die mit Edition sieben ihren Abschluss jetzt gefunden haben – zum Beispiel Gedichte Hans-Eckhardt Wenzels und Lithografien von Johannes Heisig (Nr. 01) – und Das Lied von der Erde mit Lithografien von Sighard Gille (Nr. 05). Da ist die Reihe 24x34. Grafik. Der aktuelle neunte Druck vereint einen Text von Wilhelm Bartsch und eine Aquatinta-Radierung von Wolfgang Buchta.

Eine Klammer um beide Vereine – den Leipziger Bibliophilen-Abend, der von 1904 bis 1933 bestand, und den 1991 wiederbelebten – bildet die ausgestellte Jahresgabe 2023. Sie zeigt die vier Exlibris des LBA: jene von Bruno Héroux und Walter Tiemann aus der Anfangszeit und jene von Oswin Volkamer (1996) und endlich Robert Schmiedel (2023) ... Die Ausstellung im Foyer des Literaturhauses in Leipzig (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) ist bis zum 08. Januar 2026 zu sehen.

(Ekkehard Schulreich)

Di, 11.11.2025

„Andere Bücher 2025“ in München

Seit dem Jahr 2006 präsentieren sich am ersten Adventswochenende im Literaturhaus München (am Salvatorplatz 01 in 80333 München) unabhängige Verlage aus Deutschland, Österreich und der Schweiz und zeigen ihre besonderen Bücher und Programme mit viel Herzblut: Prosa, Pop und Poesie, literarische Neu- und Wiederentdeckungen sowie illustrierte Bücher und Graphic Novels, Kinderbücher und Kalender, druckgrafische Werke und buchkünstlerische Editionen. Im gesamten dritten Obergeschoss werden unabhängige Verlage von ihren Macherinnen und Machern selbst vorgestellt ... Bücherliebende wie Verlegende zusammengebracht. Mit dabei: traditionsreiche Verlage sowie Neuentdeckungen. Andere Bücher, schöne Bücher und mutige Bücher – hier findet man sie. Die Messe findet am Samstag, den 29.11., von 11 bis 18 Uhr, und am Sonntag, den 30.11.2025, ebenfalls 11 bis 18 Uhr, statt, der Eintritt ins Literaturhaus ist frei. Zu den ausstellenden Verlagen gehören unter anderem Aviva (Berlin), CulturBooks (Hamburg), edition fünf und der Eisele Verlag (München), die Edition Moderne und der Geparden Verlag (Zürich), Guggolz sowie Jaja, Kibitz, Korbinian, Transit, Reprodukt, März, Secession und der Verbrecher Verlag aus der Hauptstadt. – Es stellen außerdem aus: Wallstein aus Göttingen, der Verlag Das Wunderhorn aus Heidelberg, Antje Kunstmann, Mixtvision und Kjona aus München. Ferner: der Gans Verlag aus Berlin, Voland & Quist (Berlin und Dresden), Rotopol aus Kassel, Strapazin (München und Zürich), kunstanstifter (Mannheim), Leykam (Graz), MaroVerlag (Augsburg), Volk (München) und – der renommierte Peter Hammer Verlag (Wuppertal) n. v. a. Alle Infos zur Messe unter dem Link des Literaturhauses.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 09.11.2025

"Worte und Bilder" heißt die Ausstellung zu Horst-Dieter Gölzenleuchter im Literaturhaus Magdeburg. Sie wird am 22.11.2025 von Gerd Gruber eröffnet.

Horst-Dieter Gölzenleuchter in Magdeburg: „Worte und Bilder“

Horst-Dieter Gölzenleuchter – ein vielseitiger Künstler aus Bochum zeigt seine Werke vom 22. November 2025 bis zum 16. Januar 2026 im Literaturhaus Magdeburg (Thiemstraße 07, 39104 Magdeburg) bei den Magdeburger Pirckheimern. Der Künstler fand im Bündeln von Berufen seine Berufung – als Poet, Schriftsteller, Bildender Künstler, Setzer, Drucker, Buchbinder und Verleger. Gölzenleuchter, den Freunde und Sammler schlicht „Oskar“ nennen, stieß Zeitschriften und Druckwerkstätten im Ruhrgebiet an – folgte den Anregungen vieler Künstler der westdeutschen Grafik wie HAP Grieshaber, in den weiten Kosmos „Holzschnitt“ mit vielen Grafiken und eigenen Büchern einzutauchen. Dazu kamen Stahlskulpturen, Ankäufe in Sammlungen im In- und Ausland, sowie Ausstellungen nicht nur in Deutschland, sondern auch bis nach Indien. Eine Jubiläumsschau mit Holzschnitten, Grafiken und Texten wird im Literaturhaus Magdeburg gezeigt. Der Verein der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. „Willibald Pirckheimer“ würdigt den Künstler und sein Werk mit dieser Werkschau. Zu sehen sind Bücher, Mappenwerke sowie Holzschnitte, Radierungen. Zur Eröffnung spricht Pirckheimer-Freund Dr. Gerd Gruber aus Lutherstadt Wittenberg am 22.11. um 15 Uhr. Alle Informationen zur Ausstellung finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 06.11.2025

Der LBA lädt zur Vernissage von "Bücherlust" am 07. November um 18 Uhr ins Literaturcafé im Haus des Buches ein. Es werden die Drucke aus der bewegten Geschichte des Vereins (von 1904 bis 2025) gezeigt.

LBA: „Bücherlust“ von 1904–2025

Der LBA lädt zur Ausstellungseröffnung von „Bücherlust“. Die Drucke des Leipziger Bibliophilen-Abends 1904–2025 am 07.11. um 18 Uhr ins Literaturcafé im Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) ein. Die wechselvolle Geschichte des Vereins lässt sich am besten mit den Dingen präsentieren, die sein Wesen ausmachen – mit seinen Drucken: Ganz gleich, ob es sich dabei um Ausgaben des von 1904 bis 1933 existierenden „alten“ oder des 1991 wiedergegründeten „neuen“ LBA handelt, die Qualität von Text, Gestaltung und Druck war immer der Maßstab – und ist es bis heute. Für eine Standortbestimmung und Neuausrichtung ist es von Zeit zu Zeit geboten, Bilanz zu ziehen. Zuletzt geschah dies 2016f. mit der Ausstellung Gedrucktes bleibt. 25 Jahre Wiedergründung des Leipziger Bibliophilen-Abends. Seitdem sind viele neue Drucke entstanden, und damit bietet sich die Gelegenheit, diese in den Kontext der gesamten Publikationstätigkeit des LBA zu stellen. Die Schau zeichnet mit den Büchern, Mappenwerken, Grafiken des Vereins ein beeindruckendes Bild von der Vielfalt des grafischen und buchkünstlerischen Schaffens in Leipzig in einem Zeitraum von 120 Jahren. Der Eintritt ist frei. Das HdB liegt inmitten der Messestadt und ist leicht erreichbar.

(André Schinkel via Thomas Glöß/Pressemitteilung)

Mo, 06.10.2025

Der Leipziger Bibliophilen-Abend präsentiert in "24 x 34 Grafik" – Wolfgang Buchta und Wilhelm Bartsch.

LBA: Präsentation „24 x 34 Grafik“

Der Grafiker Wolfgang Buchta (Wien) und der Autor Wilhelm Bartsch (Halle an der Saale) haben im Laufe der Jahre schon bei mehreren Projekten zusammengearbeitet. Üblicherweise reagiert bei einer solchen künstlerischen Auseinandersetzung der Grafiker auf das Werk des Autors. Dass in diesem Fall umgekehrt Wolfgang Buchta mit einer handkolorierten Aquatinta-Radierung vorgelegt und Wilhelm Bartsch darauf mit einem Text reagiert hat, macht einen der besonderen Reize dieser Edition aus. Seit 2020 erscheint beim Leipziger Bibliophilen-Abend die Reihe 24 x 34 Grafik in der Auflage von 99 Exemplaren, namensgebend ist das einheitliche Maß der Reihengestaltung. Immer stehen sich ein originalgrafisches Blatt – vom Künstler signiert – und eine Seite Text – Buchdruck auf Bütten – gegenüber, eine stets neue und immer spannende Korrespondenz von Text zu Bild und umgekehrt. Präsentiert wird die Nummer 9 der Reihe in Anwesenheit von Autor und Grafiker am 07.10.2025, 18.30 Uhr, im Literaturcafé des Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig). Der Eintritt zur Veranstaltung ist frei. Alle Infos zum Leipziger Bibliophilen-Abend finden sich hier

(André Schinkel via Thomas Glöß/Pressemitteilung)

Di, 02.09.2025

Tina Flau – am 17.09.25 im Literaturhaus Magdeburg.

Tina Flau: Vortrag in Magdeburg

Ich hoffe auf alles und erwarte nichts – Künstlerbücher von Tina Flau wird das Kunst-Thema am  17. September 2025 um 19 Uhr im Literaturhaus Magdeburg (Thiemstraße 07, 39104 Magdeburg) sein. Die Künstlerin holt an diesem Tag ihren ursprünglich für April geplanten Vortrag im Rahmen ihrer Einladung bei den Magdeburger Pirckheimern nach – wie Vorständin Sigrid Wege sich freut mitzuteilen. Und: „Sie antizipiert den Widerspruch zum Gegebenen, deutet positiv und negativ zusammen“, schrieb Werner Arnold über sie, sie damit in großer Nähe zum Dichter Wolfgang Hilbig verortend, „stellt die Ordnung dem Chaos, also der ungeordneten Leere, die geordnet wird, gegenüber.“ Es wird ein interessanter Abend zu den Sichten Tina Flaus: „Provokatorische Werke müssen noch lange nichts in Frage stellen. Ordnung und Unordnung bedingen sich.“ Und es wird der Abgleich mit ihrem Werk möglich sein. Der Eintritt zur Veranstaltung im Literaturhaus ist frei. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Fr, 11.07.2025

"Everything Matters" – Ausstellung zu Susan Sontag im Literaturhaus München. | © Catherina Hess/LHM

In München: „Everything Matters“

Abgesehen von einer Sommerpause im August ist die im Mai eröffnete Ausstellung Susan Sonntag:  „Everything Matters“ im Literaturhaus (Stiftung Buch-, Medien- und Literaturhaus München, Salvatorplatz 01, 80333 München) der bayerischen Kapitale noch bis zum 30. November zu sehen. „Für die brillante Essayistin, Schriftstellerin, Kulturbesessene war es gleichermaßen wichtig zu lesen, zu schreiben, zu schauen, zu handeln, zu leben. Die Ausstellung im Literaturhaus München stellt diese Ikone philosophischen Denkens im 20. Jahrhundert in fünf Stationen vor und inszeniert eine Zeitreise an ihren Lebensort New York und zu ihren Lebensmenschen“, heißt es im Text zur Schau auf der Seite des LHM. Die Ausstellung ist von Mo bis So 11 bis 18 Uhr, am Do 11 bis 20 Uhr zu sehen. Der Eintritt: 8 (ermäßigt 6 bzw. 3, letzte Runde ab 17.30 Uhr 4) Euro. Weitere Infos: hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 30.06.2025

05.07.25: Kleine Verlage am Großen Wannsee im LCB.

Gartenmesse und Konzert: Kleine Verlage am Großen Wannsee

Kleine Verlage am Großen Wannsee – das ist die alljährliche Devise zum Sommereintritt beim LCB (Literarisches Colloquium Berlin, Am Sandwerder 05, 14109 Berlin). In diesem Jahr findet die Messe der „Kleinen“ samt Präsentationen, Lesungen und Musik am Sonnabend, den 05. Juli 2025, ab 14 Uhr statt. Die Location, direkt am S-Bahnhof Wannsee gelegen, ist leicht zu erreichen, der Eintritt für Gartenmesse und Konzert kostet fluffige 9 (ermäßigt 5) Euro. „Unser traditionelles Fest unabhängiger Verlage am Großen Wannsee feiert in diesem Jahr sein 20. Jubiläum! Seien Sie mit dabei und lernen die Autor:innen und Bücher unserer Gastverlage kennen, stöbern Sie an den Ständen in Haus und Garten oder lauschen den Lesungen mit Blick auf den See. Der Musiker und Songwriter Hannes Wittmer spielt ab 19.30 Uhr Songs aus seinem aktuellen Album Sag es allen Leuten“, heißt es in der Einladung auf der LCB-Seite. Die beteiligten Verlage: Albino, avant, AvivA, Berenberg, Büchergilde, Droschl, Edition Orient, eta, FVA, Gans, Guggolz, Hydre Éditions, Kanon, kookbooks, Kopf & Kragen, Das Kulturelle Gedächtnis, Leykam, Limmat, mairisch, Maro, März, mikrotext, Mitteldeutscher Verlag, Mixtvision, Müry Salzmann, Edition Nautilus, Orlanda, ferner: PalmArtPress, Parasitenpresse, Poetenladen, Reprodukt, Rotpunkt, Satyr, Secession, der Verbrecher-Verlag, Verlagshaus Berlin, Voland & Quist, Weissbooks, Verlag Das Wunderhorn und endlich XS. Das Who-is-who der ambitionierten Verlagshäuser also. Tickets sind online bestellbar – auf dem Gelände ist nur Barzahlung möglich. Einzig der literarische Süßmoppi bleibt heime: Hunde sind nicht erlaubt. Aber das wird die Freude an Kleine Verlage am Großen Wannsee sicher nicht mindern.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 15.04.2025

Frauke Ottos Buchkunst: im Mai im Haus des Buches.

Frauke Otto im Haus des Buches

„Die Bücher von Frauke Otto“, schrieb Viola Hildebrand-Schat (Goethe-Universität Frankfurt) über das Schaffen der Künstlerin in den Marginalien (Heft 2024/1), „obgleich keineswegs materiell opulent ausgestattet, kehren hervor, welche Rolle das Material spielt, mithin wie sich Material selbst zur Sprache bringt und sinnkonstituierend wirkt.“ Die Kunst der gebürtigen Nordhäuserin, die seit vielen Jahren in Halle lebt und dort an der Kunsthochschule arbeitet, ist ab dem 13. Mai im Leipziger Haus des Buches (Gerichtsweg 28, 04103 Leipzig) zu sehn. Frauke Ottos Bücher sind in den großen Sammlungen dieser Welt prominent vertreten. Die Vernissage am 13.05. beginnt um 18 Uhr, der Eintritt ist frei. Zentraler Ort der Schau im Haus ist das Literaturcafé. Alle Infos dazu hier.

(André Schinkel)

Mo, 14.04.2025

Veranstaltung mit Tina Flau in MD wird verschoben.

Veranstaltung wird verschoben!

Liebe Freunde von Kunst und Kultur, leider müssen wir Ihnen kurzfristig mitteilen, dass die für kommenden Mittwoch (16. April 2025) geplante Veranstaltung mit der Buchkünstlerin Tina Flau abgesagt werden muss. Wie uns heute mitgeteilt wurde, ist die Künstlerin unerwartet erkrankt und kann aus gesundheitlichen Gründen nicht im Literaturhaus Magdeburg (Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg-Buckau) zu Gast sein. Wir bedauern dies außerordentlich und hoffen auf Ihr Verständnis, dass wir diese Entscheidung nicht zu ändern vermögen. Wir wünschen Tina Flau gute und schnelle Besserung. Selbstverständlich planen wir, einen Ersatztermin mit der Künstlerin zu finden. Sobald der neue Termin feststeht, werden wir Sie umgehend an dieser Stelle informieren. 

(Sigrid Wege)

Mi, 12.03.2025

Ab 19 Uhr: Buchpremiere mit Tobias Wagner in Halle.

Tobias Wagner: Buchpremiere mit „Death in Brachstedt“ in Halle

„Der 15-jährige Leo lebt zusammen mit seinem zunehmend verwirrten Vater. Als der eines Morgens spurlos verschwindet, nutzt Leo die Gelegenheit: Endlich sturmfrei! Mit seinem besten Freund Henri, einem Film-Nerd durch und durch, stürzt er sich in eine bizarre, aufregende Woche. Sie drehen den Kurzfilm Death in Brachstedt, eine abenteuerliche Flucht aus der Realität. Während sie sich bei den Dreharbeiten im heruntergekommenen Hotel seines Onkels austoben, ignoriert Leo gekonnt die drohende Katastrophe. Diese schwebt über Wagners emotional ergreifendem Debüt, das Unbehagen und Leichtigkeit raffiniert nebeneinander stellt. Doch das Ende wird kommen. Ohne Schnitt.“ So der Teaser des Verlags Beltz & Gelberg angesichts des Jugendromandebüts von Tobias Wagner, der für dieses Skript im Mai mit dem Peter-Härtling-Preis 2025 ausgezeichnet wird: Die Ehrung ist mit der In-Verlag-Nahme des Buches gekoppelt. Heute um 19 Uhr wird der gebürtige und in der Wolle gewaschene Hallenser sein Buch erstmals in echt vorstellen, im edlen Literaturhaus seiner Heimatstadt (Bernburger Straße 8, 06108 Halle an der Saale), im Grünen Salon. Ja, und es wird neben seinem Fanclub aus dem Halleschen Dichterkreis, dem er seit vielen Jahren angehört, auch der eine oder andere weitere Besucher berührt, belustigt und dann wieder (sic!) ergriffen sein. Und wer Tobias Wagners Werdegang verfolgt, freut sich mit ihm, denn da hat einer mit Geduld und Langmut eine Sache zu einem guten Ende geführt, die nun an dem ihr gemäßen Platz Unterkunft fand. Und wer sein Werk kennt, weiß, dass er noch eine ganze Reihe Plots auf der Pfanne hat ... eine Andeutung dafür findet sich in seinem Halleschen Autorenheft, das dem eigentlichen Debüt als Leseprobe vorausging. Death in Brachstedt gibt’s im Softcover à 14 Euro. Fein jemacht, Meiner!

(André Schinkel)

Fr, 14.02.2025

Ein „Börde-Einhorn“ auf dem Weg nach Magdeburg: Am 19.02. ist die Corvinus Presse an der Elbe zu Gast.

Corvinus: „Börde-Einhorn“ trabt von Berlin nach Magdeburg

Künstlerbücher der Corvinus Presse und Vortrag im Literaturhaus Magdeburg am 19.02.2025

Ein „Börde-Einhorn“ trabt von Berlin nach Magdeburg, so heißt es in der Einladung des Vereins der Bibliophilen und Graphikfreunde Magdeburg und Sachsen-Anhalt e. V. „Willibald Pirckheimer“, und so ist es auch.  Am Mittwoch, 19. Februar 2025, kommt der Verleger und Inhaber der legendären Corvinus Presse aus Berlin nach Magdeburg. Um 19 Uhr wird Hendrik Liersch im Literaturhaus der Elbestadt (Thiemstraße 7, 39104 Magdeburg) einen Einblick in seine Arbeit geben. Er hat dafür zahlreiche Bücher im Gepäck, in denen die Gäste blättern können. Erstmals in Magdeburg zu sehen ist das „Börde-Einhorn“. Der künstlerische Vater dieser Grafik ist Illustrator und Lyriker Petrus Akkordeon, der ebenfalls im Literaturhaus dabei sein wird. Einige „Börde-Einhörner“ könnten an diesem Abend neue Besitzer finden. Die Veranstaltung des Schwestervereins der Pirckheimer-Gesellschaft ist öffentlich. Der Eintritt ist frei. Hendrik Liersch stellt in der Corvinus Presse seit 1990 Pressendrucke, Künstlerbücher und Bücher in größeren Auflagen her. Dabei kann er auf bislang mehr als 240 Künstlerbücher zurückblicken. Für seine buchkünstlerischen Leistungen erhielt er den V. O. Stomps Preis 2009 der Stadt Mainz. Nahezu alle Bücher enthalten Grafiken, Zeichnungen, Linolschnitte oder Radierungen zum Beispiel von Horst Hussel, Schoko Casana Rosso, Frank Wildenhahn, Zoppe Voskuhl, Kay Voigtmann oder eben Petrus Akkordeon. Die Bücher der Corvinus Presse sind nicht nur in den Regalen vieler Sammler zu finden, sondern auch in namhaften Bibliotheken in aller Welt. Sie wurden unter anderem in der Universitätsbibliothek der Freien Universität (Campus Dahlem), der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig, ja, sowie in der Französischen Nationalbibliothek in Paris oder in der British Library in London ausgestellt. Die Magdeburger Pirckheimer um Sigrid und Ralf Wege laden herzlich ins MDer Literaturhaus ein!

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 25.11.2024

Zur "Doppelherzlesung" luden Nele Heyse und André Schinkel ins Magdeburger Literaturhaus ein – beide lasen aus ihren neuen Büchern. Im Publikum waren auch Pirckheimer zu Gast. | © by Sabine Raczkowski

Doppelherzlesung in Magdeburg

In der wundervollen und von den Magdeburger Pirckheimern realisierten Ausstellung zu 30 Jahre Common Sense, der bibliophilen Literaturzeitschrift, die Ulrich Tarlatt und Jörg Kowalski in der Bernburger Edition Augenweide herausgaben, fand am letzten Freitag, den 22.11., ab 19 Uhr ein literarisches Tandem mit der ehemaligen Magdeburger Stadtschreiberin, Schauspielerin und Autorin Nele Heyse und Pirckheimerfreund André Schinkel statt. Beide lasen, integriert in ein gemeinsames Gespräch, aus ihren neuen Büchern Liebe rechnet sich nicht und Mondlabyrinth, die im Mitteldeutschen Verlag erschienen. Beide sind (Schinkel ist zugleich der Lektor Heyses) mit ihrer Arbeit jeweils vertraut und kamen so über die Gedichte hinaus immer wieder mit sich und dem Publikum ins Gespräch: Es drehte sich um Wohl und Wehe der Schreibarbeit, um Liebe und Zeit, schließlich sogar ums Innerste bis in die Iden der Archäologie. Ein wohltuender Abend. Im Publico waren auch einige Kollegen und Freunde: Sabine Raczkowski, Reiner Bonack und Wahid Nader, der 2025 einen ganzen Band Schinkels ins Arabische übersetzt vorzulegen gedenkt. Und schließlich Matthias Brenner, der allseits bekannte Mime und Prinzipal a. D. des neuen theaters in Halle. Es muss einem vielleicht noch nicht ganz kulturbange sein. Die Schau wird noch bis zum 13.12. gezeigt. 

(Kevin Konopke)