Pirckheimer-Blog

Klingspor-Museum

Do, 16.06.2022

Hot Printing

In Offenbach findet im Juli das erste Druckfestival "Hot Printing" statt.

Bunt und vielfältig wird es werden! Das Druckfestival wird Treffpunkt für ca. 60 Künstlerinnen und Künstler, die sich auf unterschiedlichste Art und Weise mit dem Thema Drucken beschäftigen. Eine junge und agile Szene zeigt ihre Druckerzeugnisse vom gesiebdruckten Plakat über traditionellen Buchdruck bis zum Comic oder Zine in Knallfarben aus dem Risodrucker.
Drucken spielt in Offenbach historisch eine große Rolle. Die Lithografie wurde ausgehend von Offenbach im 18. Jahrhundert in die Welt verbreitet und legte den Grundstein für Plakat- und Bilderdruck, wie er heute allgegenwärtig ist. Das Offenbacher Klingspor Museum sammelt Druckkunst ab 1900 mit dem Schwerpunkt auf moderne und zeitgenössische Druckerzeugnisse. Der Einladung zum Festival nach Offenbach folgte eine Flut an Bewerbungen aus aller Welt. Aussteller aus Offenbach und Umgebung freuen sich nun neben Druckbegeisterten aus Leipzig, Hamburg und Mexico City auf ebenso vielfältige Besucherinnen und Besucher des Festivals. Alle Standbetreiber beteiligen sich mit einem Programmpunkt, so dass nicht nur geschaut und geshoppt werden kann, sondern auch eigenes Drucken angesagt ist. Die Workshops richten sich sowohl an erfahrene Drucker, wie an alle anderen neugierigen Erwachsenen und Kinder, die vielleicht ein Festival-T-Shirt oder eine Postkarte drucken möchten.

Unter den Teilnehmern sind Barbara Beisinghoff, Buchkunst Burg Giebichenstein, Carpe Plumbum, Edition Schwarzdruck, Edition Wasser im Turm, Annegret Frauenlob, Freie Druckgrafik HfG Offenbach, Anja Harms und Eberhard Müller-Fries, Neue Cranach-Presse, ‹usus› Uta Schneider & Ulrike Stoltz, Verein für die Schwarze Kunst und DIE ZWIEBELFISCHE.
Parallel findet im benachbarten BOK - Bund Offenbacher Künstler die Ausstellung: Patrick Fauck »Der Mond brennt im Ofen / Druckgrafik« und im Haus der Stadtgeschichte Offenbach die Ausstellung: »Unbekannt – Farbholzschnitte vom Anfang des 20. Jahrhunderts« statt.

Festival: 9. und 10. Juli 2022
Ausstellung "Unbekannt": 10. Juli – 4. September 2022

Offenbach 
Hof des Büsing Palais
Klingspor Museum
Druckwerkstatt im Bernardbau u.a.

Fr, 03.06.2022

Experiment Druck

Offenbach ist ein maßgeblicher Ort der Druckgeschichte, es gilt als Wiege der Lithografie und die Schriftgießerei der Gebrüder Klingspor zeichnet für gewaltige Innovationen im Bereich der Schriftgestaltung verantwortlich.
Offenbach ist allerdings auch heute noch ein lebendiger Ort des Druckens. Nicht nur als Sitz eines der weltführenden Unternehmen für Druckmaschinen, sondern auch als Ort innovativer Druckkunst, die in kleinen Werkstätten entsteht.

Eine Ausstellung versammelt junge und experimentelle DruckerInnen sowie „AltmeisterInnen“ und zeigt die Vielfalt einer agilen Szene. Experimentelle Drucke von Picasso, H.N. Werkman oder Antoni Tàpies aus der Museumssammlung komplettieren die Schau.

Eröffnung: 15. Juni 2022, 19 Uhr
Ausstellung: 16. Juni - 4. September 2022

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Sa, 09.04.2022

Beyond the Archive

Die Pirckheimer-Gesellschaft hatte auf der artbook.berlin nord vor wenigen Tagen ihren Stand unmittelbar neben dem erstmals an dieser Messe teilnehmendem Klingspor Museum. Und dort fiel neben anderen Publikationen des Hauses vor allem ein Titel ins Auge:

Typografiestudenten und -absolventen der Hochschule für Gestaltung Offenbach sind in einem Kurs der Geschichte der Schriftgießerei Gebr. Klingspor nachgegangen mit dem Ziel, im Klingspor Museum eine Ausstellung zum Archiv dieser Firma zu kuratieren. Begleitend dazu entstand die Publikation „Beyond the Archive“ als Bestandteil dieser Ausstellung.
Es wird sowohl die Geschichte des Schriftproben-Archivs als auch die Geschichte der Schriftgießerei, sowie der Zusammenhang von Typografie und Zeitgeschichte behandelt. Der Titel des Abschnitts von Julia MeerGestaltung ist Ausdruck ihrer Zeit, aber auch prägend für die Zukunft“ könnte dabei das Motto dieses Katalogs sein.
Der hervorragend gestaltete „Katalog“ (132 S., brosch.), welcher mit historischen Fotos von Angestellten und aus dem Buch „Aus dem Betriebe“ (128) illustriert ist, besticht vor allem auch durch die abgebildeten Schriftproben. Es ist in einer Auflage von 175 Exemplaren erschienen.

Fr, 25.03.2022

Stand der Pirckheimer-Gesellschaft
Tamara Ivanova und Michael Bensman (die Maske fiel nur fürs Foto!)
Rainer Ehrt, Foto © ad

artbook.berlin nord

Nach zwei Jahren Corona-Pause heute endlich wieder ein Neustart der artbook.berlin, zurückgekehrt zu den Wurzeln in die Galerie Nord, diesmal mit 30 Ausstellern noch etwas kleiner, selbst die 1. artbook.berlin vor 10 Jahren war mit 45 Ausstellern größer, aber auch 2022 zeigte sich die Künstlerbuchmesse wieder mit gewachsener Qualität.

In der Begrüßungstüte für die Aussteller diesmal neben dem traditionellen Schoko-Buchstaben eine FFP2-Ma..., aber die Lust an der Begegnung von Buchkünstlern mit Sammlern und die Wunsch der Besucher an Gesprächen mit den Buchkünstlern war ungebrochen. Wie auch die Freude an kollegialen Begegnungen. Übrigens auch mit Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft.

Unter den Ausstellern finden sich alte Bekannte, wie Barbara Beisinghoff, Julienne Jattiot, Sabine Golde, Tamara Ivanova und Michael Bensman, Claudia Berg, Petrus Akkordeon, Peter Rensch, auch Pirckheimer, wie Hanfried Wendland, Rainer Ehrt, das Klingspor-Museum, Uta Schneider und Ulrike Stoltz (hier können nicht alle genannt werden).

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft konnte man einen ersten Blick in die Marginalien (244. Heft) werfen. Es enthält für Mitglieder, die das Heft am Montag im Briefkasten haben werden, den signierten Holzschnitt von Uwe Pfeifer "HIN UND HER".

Die Messe ist noch am Sonnabend von 14 bis 20 Uhr und Sonntag von 11 bis 17 Uhr geöffnet.

Galerie Nord/ Kunstverein Tiergarten Berlin-Moabit
Turmstraße 75, 10551 Berlin

Mi, 23.03.2022

© Ulrike Stoltz

Resonanzen & Gestrüpp

Als Buch des Monats stellt die renommierte Buchkünstlerin und Typografin Ulrike Stoltz im Klingspor Museum ihr Künstlerbuch „Caro Giordano. Resonanzen & Gestrüpp“ vor, welches 2020/21 im Rahmen des Künstlerbuchpreises der Herzog-August-Bibliothek entstand.
Aus unterschiedlichen Blickwinkeln nähert sich die Künstlerin dem Leben und Werk des italienischen Renaissance-Philosophen und Astronomen Giordano Bruno. Dabei recherchiert sie nicht nur die historischen Fakten und deren wissenschaftliche Aufarbeitung, sondern beschreibt auch ihre ganz persönliche Beziehung zu Bruno. Bei dieser Arbeit stößt sie auf Resonanzen oder verirrt sich im Gestrüpp – Erfahrungen, die in der künstlerischen Umsetzung sichtbar werden und sich in vielfältigen Verknüpfungen zwischen Kunst, Philosophie und Spiritualität niederschlagen.

1. April 2022, 18 Uhr, Anmeldung erforderlich

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 08.02.2022

© Turbo Type

Beyond the Archive

Von der Gießerei zum Klingspor Type Archive

In Offenbach war mit Gebr. Klingspor eine international bekannte Schriftgießerei ansässig, die mit ihrem künstlerischen Anspruch Maßstäbe setzte. Ihr Nachlass bildet heute einen der Kernbestände des Archivs im Museum. Die erhaltenen Objekte gewähren einen einmaligen Einblick in die Arbeitsprozesse der Schriftgestaltung im frühen 20. Jahrhundert.
Aber wie ist der Blick heute, 100 Jahre später, auf dieses Archiv und das darin lagernde Material? Wie kann es neu befragt werden? Und was können wir heute noch von ihm lernen?
Die Ausstellung entsteht in Zusammenarbeit mit dem Klingspor Institut für Schriftgestaltung und wird von HfG-Studierenden konzipiert und umgesetzt. Passend dazu wird zeitgleich das Klingspor Type Archive, eine digitale Archivplattform, entwickelt.

Ausstellung: 12. März - 29. Mai 2022, aktuell gilt 2G+

Klingspor-Museum
Herrnstraße 80, 63065 Offenbach

Fr, 28.01.2022

© Simon Malz

Demokratie im Kinderbuch

Tiere, fantastische Wesen, Menschen oder Pflanzen – in bunter Vielfalt findet sich eine Auswahl an Gestalten im Kinderbuch wieder, die das Aufwachsen von Kindern begleiten. Daneben findet im Bilderbuch eine Vermittlung von Werten und Ideen statt, die Erwachsene für Kinder wichtig und richtig finden. Das Kinderbuch ist damit ein sehr gutes Abbild für das, was eine Gesellschaft gerade als Konsens erachtet, und neue Ideen und Diskurse bilden sich dort rasend schnell ab. Seit einigen Jahren finden zunehmend auch politische Themen Eingang in das Angebot aktueller Kinderbücher und das Bedürfnis nach Demokratieerziehung schlägt sich in Titeln wie ‚Im Dschungel wird gewählt‘, ‚Die Bestimmer‘ oder ‚Die Stimme der Frauen‘ nieder. Dr. Dorothee Ader stellt für das Buch des Monats im Februar aktuelle Titel zum Thema zusammen und spricht über das Thema Demokratie im Kinderbuch.

Buch des Monats: 4. Februar 2022 14 Uhr

Fr, 07.01.2022

© Andrea Wunderlich

JEAN PAUL und die Kalligraphie

Jean Paul, der bedeutende Dichter der Romantik, im Kontext mit der Schriftkunst war zentrales Thema des Projektes Europa Scriptorium 2012, und wurde anlässlich von Jean Pauls 250. Geburtstag aufgegriffen. Federführend für Konzept und Organisation war dabei die Kalligrafie-Künstlerin Andrea Wunderlich, die ebenfalls in der fränkischen Heimat des Dichters zuhause ist.

Weitere namhafte europäische Schriftkünstler waren eingeladen, sich intensiv mit Jean Pauls literarischen Texten zu beschäftigen: außergewöhnliche Kunstwerke entstanden dazu.

Helga Horschig möchte damit die neue Buch-des-Monats-Jahresrunde beginnen und dieses Projekt, Marginalien zu Jean Paul und vor allem Andrea Wunderlichs Arbeiten dazu vorstellen.

14. Januar 2021, 16 Uhr

Klingspor-Museum
Herrnstraße 80, 63065 Offenbach

Mi, 01.12.2021

Monika Jäger, Was sie umgab. © Monika Jäger

Buch des Monats

Manchmal geschehen Dinge ganz unverhofft. So geht es auch Milla, als sie in eine Kaffeedose schaut und auf einmal in einer völlig anderen Welt landet. Wie kam sie dorthin und vor allem, wie kommt sie wieder zurück? Von dieser Frage und dem darauffolgenden Weg handelt das Künstlerbuch "was sie umgab" von Monika Jäger, das in der diesjährigen Kinderbuch-Ausstellung zu sehen ist. Dieses Buch und andere eröffnen fantastische Welten, die es zu entdecken gilt. Monika Jäger wird einige Werke aus der Kinderbuchausstellung neben ihren eigenen Arbeiten vorstellen. Einige gelesene Passagen machen Lust, mehr in der Ausstellung im Klingspor Museums ab 5. Dezember zu entdecken.

Buch des Monats: 3. Dezember 2021, 14 Uhr, 2G, Anmeldung erforderlich: Tel. 069 8065 - 21 64
Ausstellung: 5. Dezember 2021  20. Februar 2022, es gilt 2G

Klingspor-Museum
Herrnstraße 80, 63065 Offenbach

Mi, 22.09.2021

Katalog zur Ausstellung © Uwe Loesch. Foto: Klingspor Museum Offenbach

0, nix*

Von 2002 an bis heute verbindet die Ausstellungen des Klingspor Museums die Plakatgestaltung des international renommierten Gestalters Uwe Loesch. Er ist Träger des Gutenberg Preises der Stadt Leipzig, erhielt den Designpreis der Bundesrepublik Deutschland, zahlreiche Ausstellungen, Preise und Auszeichnungen auf Plakatbiennalen begleiten seinen Weg. Davon profitieren auch immer wieder die über 100 Plakate, die dem Buch- und Schriftmuseum in Offenbach sein grafisches Gesicht geben. Sie bilden den einen Schwerpunkt der Ausstellung. Der andere – erstmals öffentlich präsentiert – liegt auf der Vielfalt des typografischen Schaffens für Bücher, Zeitschriften und Programmankündigungen. Vieles erscheint als Geniestreich aus dem Moment heraus. Die Ausstellung demonstriert, wie kontinuierlich dabei das Modulieren von Überzeugungen die Handschrift des Uwe Loesch leitet.
Grafik Design kämpft mit dem Zuviel an Effekt und Zuwenig an Esprit. Uwe Loesch gehört zu denen, die sehenswert die Balance halten.
Zur Ausstellung erscheint ein Katalog (29 Euro).

24. September bis 14. November 2021, Einlass nur für 3G

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 15.09.2021

Johannes Strugalla, Foto © Klingspor-Museum

Johannes Strugalla, Quod libet

Die Stadtwerke Offenbach und das Klingspor Museum laden zum Besuch der Ausstellung "Die Bilder der Buchkünstler XI – Johannes Strugalla" ein.

Johannes Strugalla zählt zu den arriviertesten Künstlern, die Wort- und Bildkunst im Buch zu einer Aussage eigener Art assimilieren. Die Bücher, die er zusammen mit Francoise Despalles ediert (Editions Despalles, Mainz, Paris), gehören zum Kernbestand der Gattung „Künstlerbuch“, der sich das Klingspor Museum vornehmlich widmet. Nahezu sämtliche Bücher der Edition können im Lesesaal des Museums eingesehen werden.
Im steten Zu- und Ineinanderfließen gewinnt einerseits Typographie linear-zeichnerische Gestalt, agiert andererseits die gezeichnete Linie als gleichsam beredte Textur. Farbe spricht Bände.
Die Ausstellung öffnet das jüngste seiner Künstlerbücher „quod libet“ (2020/21) zur Begehung. Das Motiv des Einbands, blaue Wellen, dazu ausgesuchte Farbseiten und Textseiten ergänzen sich zu einer fließenden Bewegung an den Wänden entlang.
Die Monitore im Treppenhaus geben Einblick in die beiden Bücher „forma“ und „Zinnober“.
Mit dieser Ausstellungsreihe richten die Stadtwerke Offenbach Holding GmbH und das Klingspor Museum Offenbach den Blick auf die Malerei, Grafik und Druckgrafik von Künstlerinnen und Künstlern, deren Buchkunst das Klingspor Museum Offenbach sammelt.

Vernissage: 30. September 2021, 18 Uhr, Einlass nur für 3 G, Anmeldung erforderlich bis 26. September per E-Mail
Die Ausstellung ist für ca. ein Jahr zu sehen

Stadtwerke Offenbach Holding GmbH
Senefelderstraße 162
63069 Offenbach am Main

Fr, 10.09.2021

Foto © Galerie DRUCK & Buch

Rosa Lachenmeier: The Sound of New York Bridges

Gespräche über New York. Brücken bauen nach dem 11. September

Ursprünglich für den 4. Dezember 2020 als Buch des Monats geplant, findet die Vorstellung des neuen Buches von Rosa Lachenmeier 'The Sound of New York Bridges' durch die Buchkünstlerin im Klingspor Museum jetzt am kommenden Samstag statt, an einem Tag, an dem die Gedanken vieler in New York weilen.
Rosa Lachenmeier verbindet in ihrem Künstlerbuch Aufnahmen der Brücken über den East River, den Harlem River und den Hudson mit künstlerisch überarbeiteten Schallplatten. Ein Assoziationsfeld zu den Themen Bewegung, Musik, Innovation und Stadt entsteht und bildet nicht zuletzt eine Hommage an das Bedürfnis der Menschen, Verbindendes zu erschaffen.

11. September 2021, 15 Uhr, Einlass mit GGG, Anmeldung unter 069 8065 2164

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 01.09.2021

Hendrik Nicolaas Werkman, Foto: Hans Eckert, © Klingspor-Museum

Von Silberdisteln und blauen Booten

Niederländische Pressendrucke von 1910–1945.

Drucke niederländischer Pressen von außerordentlicher Seltenheit stehen im Mittelpunkt des nächsten Buchs des Monats. Von den frühen typografischen Meisterwerken der Zilverdistel über S. H. de Roos‘ Hügel- und J. F. van Royens Kunera-Presse, die noch deutlich den englischen Einfluss spüren lassen, bis hin zu den freien Grafiken eines Hendrik Nicolaas Werkman (1882-1945) zeigt Hans Eckert (Universitätsbibliothek Frankfurt) ausgewählte Beispiele. Das Klingspor Museum besitzt die größte Werkman-Sammlung außerhalb Hollands, die 1968 aus dem Besitz von August Henkels (1906-1975) angekauft werden konnte, der zu den engsten Vertrauten Werkmans gehörte.

3. September, 14 Uhr, die Teilnehmerzahl bei der Lesung ist begrenzt. Anmeldung erwünscht 069-8065-2164. Die Veranstaltung findet gemäß der aktuellen Abstands- und Hygienevorschriften, sowie der 3G-Regel statt.

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 30.07.2021

Little Boy

Stefan Soltek und Kerstin Appelshäuser-Walter präsentieren im Klingspor Museum als Buch des Monats das Bild vom Kind als Zeichen von Tod und Leben.

Frappierender, zynischer konnte die Atombombe nicht genannt werden, die die amerikanische AirForce am 6.8.1945 über Hiroshima zündete: Little boy. Über 200.000 Menschen starben sofort, bzw. in den folgenden Jahren. Eines der eindrucksvollsten Zeichen zur Bombardierung Hiroshimas hat der Plakatgestalter Uwe Loesch gesetzt. Seine Inszenierung des Kleinen Jungen (und später taucht das Motiv in anderen Zusammenhängen wieder auf) veröffentlichte er 1995 und erzielte mit diesem Plakat erhebliche Aufmerksamkeit. - Aber auch in der Serie von Plakaten, die unter der Überschrift Hiroshima Appeals bis heute jährlich entstehen, spielt das Motiv des Kindes eine Rolle. Dr. Stefan Soltek wird in seinem Vortrag die verschiedenen Werke vorstellen. Einen Blick in die Kunstgeschichte vergangener Epochen wird Dr. Kerstin Appelshäuser-Walter werfen. Sie beleuchtet die Figur des kleinen Jungen in der christlichen Ikonographie: sie spielt in der Religions- und Kulturgeschichte eine bedeutende Rolle, wenn es um die Darlegung der Sachverhalte von Leben und Tod geht. Im Mittelpunkt christlich orientierter Zivilisation steht natürlich Jesus Christus. Schon als Neugeborenem wird ihm die Wiege zum Opferaltar umgestaltet.

6. August 2021, 14 Uhr
Eintritt 4 € (Mitglieder der Freundesvereinigung Klingspor Museum 2 €)

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 30.06.2021

© Karin Innerling

Pulp Painting

Am Freitag zeigt Karin Innerling in der Reihe "Buch des Monats" des Klingspor-Museums eine Auswahl neuer Buchobjekte. Sie hat sich in den letzten Jahren schwerpunktmäßig mit "Pulp Painting" - also geschöpften, gegossenen und mit flüssigem Papier gestalteten Papieren und den daraus entstandenen Buchobjekten beschäftigt. Es sind malerische Unikatbücher entstanden - oft mit handschriftlichen Texten - die eine neue Facette ihrer Arbeit zeigen.

2. Juli 2021, 14 Uhr, Teilnehmerzahl begrenzt
Eintritt 4 € (Mitglieder der Freundesvereinigung Klingspor Museum 2 €)

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach,