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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Fr, 02.07.2021

Jörg Seifert, Foto: © ad

Bierdeckelsprüche und Lieder zur Gitarre

karma, mantra, strandbar
ich bin mir nicht sicher, ob
wenn wir unseren inneren frieden gefunden haben
nicht längst schon tot sind.

(Jörg Seifert)

Jörg Seifert aus Annaberg war nicht der einzige Pirckheimer im Berliner ACUD Theater, als er gestern Bierdeckelsprüche aus seinem gerade erschienenen Katalog las und zur Gitarre frühe Texte, vor allem Liebeslieder, von Bertolt Brecht, aber auch Eigenes und Gedichte von Eva Strittmatter und Ingeborg Bachmann vortrug. Damit präsentierte sich der gelernte Bühnenbildner und vielseitige Künstler, bislang bekannt vor allem als Graphiker, Maler und Autor, als Leiter des Kunstkeller Annaberg, nunmehr auch als Sänger.

Die Frage, was denn Bierdeckelsprüche seien, wird im Katalog einleuchtend er- und geklärt:

Bierdeckeltexte
das schöne an ihrer produktion, man muss sich
kurzfassen. nein, es hat heut nicht geschneit und nicht einer
der toten, den täglichen, bei über 7 milliarden menschen,
ist auferstanden. ich kann nichts dafür, dass es nicht schneit.
und auch sonst für fast nichts, ehrlich!

Mi, 30.06.2021

© Karin Innerling

Pulp Painting

Am Freitag zeigt Karin Innerling in der Reihe "Buch des Monats" des Klingspor-Museums eine Auswahl neuer Buchobjekte. Sie hat sich in den letzten Jahren schwerpunktmäßig mit "Pulp Painting" - also geschöpften, gegossenen und mit flüssigem Papier gestalteten Papieren und den daraus entstandenen Buchobjekten beschäftigt. Es sind malerische Unikatbücher entstanden - oft mit handschriftlichen Texten - die eine neue Facette ihrer Arbeit zeigen.

2. Juli 2021, 14 Uhr, Teilnehmerzahl begrenzt
Eintritt 4 € (Mitglieder der Freundesvereinigung Klingspor Museum 2 €)

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach,

Nachruf der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft

Dr. Jeffrey B. Berlin (1946 - 2021)

Unser Mitglied Dr. Jeffrey B. Berlin ist am 24. Juni 2021 nach langer schwerer Krankheit im 76. Lebensjahr in Langhorne (PA) bei Philadelphia, USA verstorben.

"Prof. Berlin lehrte an verschiedenen US-amerikanischen Hochschulen. Vor seiner Emeritierung war er Professor für vergleichende Literaturwissenschaft und Dekan in Philadelphia. Berlins Forschungs- und Arbeitsschwerpunkte waren die deutschsprachige Literatur des 20. Jahrhunderts und speziell die Literatur des Wiener „Fin de siècle“. Neben literaturwissenschaftlichen Büchern legte er zahlreiche Briefeditionen vor und beschäftigte sich in vielen Aufsätzen mit Autoren wie Hermann Broch, Albert Einstein, Lion Feuchtwanger, Theodor Herzl, Hermann Hesse, Thomas Mann, Arthur Schnitzler, Franz Werfel, Carl Zuckmayer und Stefan Zweig.
Gemeinsam mit Knut Beck und anderen gab er die große „Stefan Zweig-Briefedition“ heraus,
[...]"
(aus dem Nachruf der Internationalen Stefan Zweig Gesellschaft)

Till Schröder kondolierte der Ehefrau Anne Berlin im Namen der Pirckheimer-Gesellschaft: "It is with great sadness that your news reach us. Even though I have had only the chance to briefly converse with your husband via mail I greatly enjoyed the exchange with such an open-minded, broadly interested and erudite counterpart. [...]
My fellow board members of our society and I extend our deepest sympathies to you and your loved ones. We wish you all the strength and support needed to overcome these dark days. We are proud to have counted your husband amongst us booklovers across the pond. His contributions will be missed."

Di, 29.06.2021

Aus dem Antiquariat 2/2021

Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst hat an ihre Mitglieder Heft 2/2021 von Aus dem Antiquariat ausgeliefert, wieder ohne die üblicherweise beigelegten "Mitteilungen für Mitglieder", jedoch mit eine kleinen Notiz zu dieser Gesellschaft:
"Die Maximilian-Gesellschaft für alte und neue Buchkunst überarbeitet ihren Auftritt im Internet und entwirft gemeinsam mit ihrem neuen Vorsitzenden Ulrich Johannes Schneider {Leipzig) eine Selbstdarstellung, die auch die Zeitschrift ›Aus dem Antiquariat‹ einschließt, die für Mitglieder kostenfrei ist. Außerdem geplant ist eine Rubrik ›Das sind wir‹ mit der Möglichkeit der Vorstellung in Bild und Text von Mitgliedern und ihren Sammlungsinteressen. Die neue Website soll im Juli 2021 online gehen."

Außerdem schreibt Thomas Reinecke über Die vielen Pseudonyme des Alfred Klement von Treldewehr, Dirk Heißerer über Thomas Mann bei der digiPress und Gerhard Leyerzapf forscht zur Identität von Frateco, Verfasser des Romans Don Quichote von München.

Mo, 28.06.2021

Goethe. Das Römische Carneval

Goethes Hymne an die Lebensfreude erscheint in The Baer Press von Wolfram Bender im Herbst 2021 mit einem Nachwort von Norbert Miller in einer einmaligen Auflage von 120 Exemplaren. Das mit der Hand gesetzte und auf handgeschöpftes Butten gedruckte Buch wird auch von Hand geheftet und gebunden. Rolf Escher schuf nach Venedig, Paris und Constantinopel wiederum 21 kongeniale Lithographien, mit den Leitmotiven Architektur und Maske, die in das Buch (19 x 28 cm) eingedruckt sind.

Die Edition de Tete umfaßt 83 handgebundene Exemplare in kupferfarbenem Halbpergament. - Die Vorzugsausgabe mit nur 25 Exemplaren wurde in scharlachfarbenes Oasenziegenleder gebunden und enthält eine zusätzliche Lithographie. - Für die Luxusausgabe (12 Exemplare) in gelbem Maroquin hat der Kunst/er a/le 22 Lithograpbien koloriert. - 20 Exemplare mit 22 einzeln signierten, großformatigen Lithographien werden in einer roten Leinenkassette als Suitenausgabe verwahrt.

Goethe. Das Römische Carneval.
21 Lithographien von Rolf Escher.
The Bear Press, 2021
Van-Dijck-Kursiv, 73 S., 19,5 x 28,5 cm
Subskriptionspreis bis 31.12.2021: 
Edition de Tete: £ 900, danach € 1100.
Vorzugsaugabe: € 1400, danach € 1600.
Luxusausgabe: Preis nach Anfrage.
Suitenausgabe: € 2000, danach € 2200. 

So, 27.06.2021

Verzeichnisses der Tiefdrucke mit Aquatintaradierung "Espressokocher mit Topf"

Hanif Lehmann - Radierungen aus 15 Jahren

Unseren Mitgliedern ist Hanif Lehmann, seit 2017 selbst Pirckheimer, bekannt, u.a. durch die originalgraphische Beilage zu den Marginalien #203, den Holzschnitt Entwässerungsgraben, oder die von ihm zum Jahrestreffen 2018 gestaltete Speisekarte und die Aquatintaradierung Bücherfenster.

Mit dem Verzeichnis "Radierungen aus fünfzehn Jahren. Verzeichnis der Tiefdrucke 2005 bis 2020" legt Hanif Lehmann nun einen eindrucksvollen Überblick über ein jetzt schon beachtliches Werk mit über 500 vorgestellten Blättern vor, der zur ausgefallenen Leipziger Buchmesse im März 2020 erscheinen sollten, inzwischen ist er erschienen und der Künstler hofft auf die BuchDruckKunst in Hamburg im September und die artbook.berlin im November 2021.

Für Hanif Lehmann ist eigentlich die Zeichnung seine künstlerischen Erarbeitung der Sicht auf die Welt. Die Radierung ist ihm somit nicht der Abschluss der Sichtung der Wirklichkeit, sondern, wie er im Vorwort schreibt, ein "alchimistisch-musikalischer Prozess, den [... er] die vorherige Zeichnung durchlaufen lassen kann, die Verwandlungen, die dabei geschehen, reizen" ihn. Durch die Radierung auf der Grundlage der Zeichnung kann er "sie verändern, ohne die Zeichnung selbst zu ändern. Aber ihre Tonart, Lautstärke, Instrumentation etc. kann [... er] völlig neu formulieren."

Seine Themen konzentrieren sich wesentlich auf die Mystik des Vergehenden, des Sterbenden, Grabstätten und fast verlassene Bauten in Böhmen und weiteren Regionen Osteuropas, daneben findet man bei Hanif Lehmann Interpretationen zum Werk von Nietzsche oder Edgar Allan Poe, Hölderlin, Verlaine, Loerke oder Baudelaire.
Und, in allen seinen Radierungen sieht man bei intensiver Betrachtung, die dieser Katalog auf seine Radierungen der letzten 15 Jahre nunmehr erlaubt, den Strich des vom Künstler verehrten Alfred Kubin.

Hanif Lehmann, Radierungen aus fünfzehn Jahren
widukind presse Dresden 2020
brosch., 120 S.
mit einer Originalradierung
47,- €

Fr, 25.06.2021

Wolfgang Müller: Tabea and Doris may surely still be present and absent at the same time? Schwarzweißfoto der Band von 1983, nach einem Konzept von Wolfgang Müller 2021 durch Gerhard Dörries farbbearbeitet.

One last interview

Von Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag) ist soeben in einer limitierten Edition erschienen: Wolfgang MüllerTabea Blumenschein - Ein letztes Interview.

Am 27. August 2018 verabredete sich Wolfgang Müller mit seiner langjährigen Freundin Tabea Blumenschein zu einem Interview in ihrer Wohnung in der Allee der Kosmonauten. Auf einem Notizzettel hatte er persönliche und künstlerische Stationen ihres Lebens notiert.
Dass es das vermutlich letzte Interview mit Tabea werden würde ahnte er zu diesem Zeitpunkt nicht.
Tabea Blumenschein war eine der eigenwilligsten und schillerndsten Persönlichkeiten der Westberliner Subkultur der 1970er und 1980er Jahre. Ob als Schauspielerin, Künstlerin, Performerin, Model, Modemacherin, Sängerin, Filmemacherin, Glamour- und Queer-Punkikone – ihre Präsenz und Stil machten sie unverwechselbar. Zu ihren Freunden und Freundinnen zählten die Filmemacherin Ulrike Ottinger, die Tänzerin Valeska Gert, der Schauspieler Udo Kier, der Künstler Martin Kippenberger, die Modedesignerin Claudia Skoda und die Schriftstellerin Patricia Highsmith. Und Tabea Blumenschein war seit 1980 Teil der von Wolfgang Müller und Nikolaus Utermöhlen gegründeten Kultband Die Tödliche Doris

Wolfgang Müller, Tabea Blumenschein - Ein letztes Interview
Hybriden-Verlag 2021
Edition: 64 Seiten, deutsch und englisch
Übersetzung ins Englische von Walter Crasshole
Filmstills aus Eva Vitija, Loving Highsmith, Produktion: Ensemble Film, Zürich und Lichtblick Film, Köln 2021.
Fotos von Gerhard Dörries und Wolfgang Müller
Audio-CD: Chris Dreier, Hero Workship – Special Tabea Blumenschein, Cashmere Radio, 2020. (Interview mit Wolfgang Müller mit Originalaufnahmen von Die Tödliche Doris).
Beilagen: siehe nebenst. Abb., Wolfgang Müller & Tabea Blumenschein: Zoo. Zeichnungen aus DRY (Reproduktion),1983
Edition: 100 copies,
signed & numbered
100 € (Postage Costs and Shipping = 7 €)

Mi, 23.06.2021

MARGINALIEN 241

Heute fand sich im Briefkasten und, dort wo es noch nicht ausgeliefert wurde, in den nächsten Tagen auch bei allen Pirckheimern, Heft 241 der Marginalien (2/2021).

Anlässlich des 90. Geburtstages unseres Mitglieds liegt dem Heft eine Ergänzung zur Jahresgabe 2018 bei: ein Personenregister zum alternativen Künstlerreport von Harald Kretzschmar "Stets erlebe ich das Falsche". Und, ebenfalls exklusiv für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, der Farbholzschnitt IMMER-WIEDER-NEU, 2019/2021 von Andrea Lange (Sonnenberg-Presse), von der Künstlerin in einer Auflage von 680 Exemplaren gedruckt. André Schinkel besuchte sie im Atelier: "Hinter geschlossenen Lidern, oder: Immer wieder neu"

"Diese Ausgabe der Marginalien ist ein Heft der Spurensuchen, des Aufnehmens des Fadens in die Vergangenheit. Denn dass diese mithin auch bestimmt, wer wir sind und wie wir heute leben, steht außer Frage. Alles ist durch alles bedingt, das gilt auch für die Geschichte. Die Menschheit ist ein gigantisches Puzzle mit eingebauter vierter Dimension. Wir vererben nicht nur Eigenschaften und Dinge, sondern geben auch Erzählung und Erfahrung weiter. Man muss die Spuren nur lesen wollen. Nun ist diese Einsicht für viele Sammler nicht neu. Sich für die Geschichte hinter den geliebten Objekten zu interessieren, erscheint vielen selbstverständlich. Und doch erstaunt immer wieder, mit welcher Akribie verblüffendes Wissen zu heben ist, wenn Sammler forschen. Peter D. Verheyen beispielsweise wollte mehr wissen über Ernst Collins Der Pressbengel von 1922. ..."
(Till Schröder, Vorab)

zum Inhalt hier

Mo, 21.06.2021

Bauhaus-Sammlung Herzogenrath

Im Oktober 2020 erschienen im Roten Antiquariat und der Galerie Meridian unseres Mitglieds Christian Bartsch die Kataloge "Fotografie und Archivalien", sowie "Kurt Kranz", nunmehr wurden die Kataloge "Bücher" und "Typografie und Kunst" ausgeliefert. Im Herbst findet das Angebot dieser Sammlung seinen Abschluss mit dem Katalog "Fotografie in Vintageprints".

Der aktuell erschienene 3. Katalog enthält 79 Positionen, darunter Plakate von Oskar Schlemmer, einen Holzschnitt von Lyonel Feininger, Lithografien von Oskar Schlemmer und Willi Baumeister, ein Heft von El. Lissitzky, eine Zeitungsbeilage und Hefte von László Moholy-Nagy u.v.a.m.

Der 4. Katalog enthält neben einer Bibliografie von Schriften zum Bauhaus von Wulf Herzogenrath Bücher zum Bauhaus, alphabetisch und chronologisch sortiert sowie eine chronologische Bauhaus-Rezeption in der DDR und ein Namensregister.

Zu beziehen sind die Kataloge über Rotes Antiquariat und Galerie C. Bartsch | Knesebeckstraße 13/14 | 10623 Berlin-Charlottenburg.

Sa, 19.06.2021

Screenshot http://www.melodieundrhythmus.com/

100. GEBURTSTAG VON WILLI SITTE (2)

"WILLI SITTES VITALISTISCHE ÄSTHETIK

Von Willi Sitte gemalt zu werden, verband sich mit der witzigen Vorstellung einer rosafarbigen Fleischlichkeit. Doch würde dabei an schieres Fleisch gedacht, das aus drei Vierteln Wasser, fast einem Viertel Eiweiß, etwas Fett und wenig Mineralstoffen besteht, oder an das durch Knochen, Sehnen und Knorpel zusammengehaltene Fleisch, sprächen wir nicht über Malerei.

Wer bei Willi Sittes Darstellungen von weiblichen Körpern über »quellende Fleischbatzen« spottet wie der Kritiker Christoph Tannert, verwechselt Farbmotiv mit Naturform. Er sieht nicht, wie »die Farbe sich aus der Gegenstandsbindung löst, um Ausdrucksträger […] zu werden«, so der Kunsthistoriker Hermann Raum. Wer Bedeutungsebenen durcheinanderbringt, obwohl er grundlegendes Wissen über Ästhetik durchaus sein Eigen nennt, erheischt eine politische Aburteilung Sittes und will zusammen mit der Person auch die Bilder als »instrumentalisierte Staatskunst« und als »Unkunst« ablehnen. Hier hängt das »Fleisch« der Bilder Sittes am Haken der sozialistischen Gesellschaftsidee, was einem CSU-Minister in einer Ausstellung als Auftrieb einer »trojanischen Herde« dünkte.

Willi Sittes Intention ist vergleichbar mit der des Bildhauers Alfred Hrdlicka: »Fleischmachen ist das zentrale Anliegen der bildenden Kunst.« …"

(Peter Arlt in Melodie & Rhythmus 3/2021)

Do, 17.06.2021

Katalog von Peter Arlt zur Merseburger Ausstellung - für Pirckheimer kostenlos

100. GEBURTSTAG VON WILLI SITTE

Am 28. Februar wäre Willi Sitte 100 Jahre alt geworden. Vor 15 Jahren wurde an diesem Tag auch die Willi-Sitte-Galerie eingeweiht. Die Willi-Sitte-Stiftung für realistische Kunst steht zwar voraussichtlich vor ihrer Auflösung - gefeiert wird dennoch!

Aus Anlass des 100. des Künstlers bereitet der Förderverein der Sitte-Galerie die Ausstellung „Merseburger Sprüche & Sprünge. Hommage auf den Realismus. Zum 100. Geburtstag Willi Sittes“ vor, Mitte Juli soll sie eröffnet werden und dann wird das Haus richtig voll hängen. „Auch mit Werken von Sitte, aber vor allem von Weggefährten“, darunter Wolfgang Mattheuer und Ursula Mattheuer-Neustädt, Bernhard Heisig, Uwe Pfeifer, Jochen Ehmke, Bernd Göbel, Klaus-Dieter Urban, so der Vorsitzende des Vereins Michael Finger. „Die Künstler schätzen, dass wir eine solche Ausstellung organisieren, und sie schätzen das künstlerische Werk Sittes.“

Kuratiert wird die Ausstellung vom Pirckheimer Peter Arlt, der zur Ausstellung auch einen Katalog herausgegeben hat, den er für Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft in begrenzter Stückzahl kostenlos zur Verfügung stellte. Der Katalog kann hier angefordert werden, wobei der Vorstand gegen eine Beteiligung an den Versandkosten nichts einzuwenden hätte.

Merseburger Sprüche & Sprünge
132 Seiten mit 133 farbig abgebildeten Werken
ISBN: 978-3- 947492-21-3

Ausstellung: 10. Juli 2021 - 17. Januar 2022

Willi-Sitte-Galerie Merseburg
Domstraße 15, 06217 Merseburg

Di, 15.06.2021

Brandenburger Bücherkinder arbeiten an einem neuen Projekt

Heute berichtet die Märkische Allgemeine:

"Trotz der Pandemie haben die Bücherkinder Brandenburg von Januar bis Juni 2021 an ihrem nächsten Buch gearbeitet. Diesmal befassen sich die Kinder noch bis Weihnachten 2021 mit der Arbeit des Illustrators Egbert Herfurth aus Leipzig zu seinem Buch von Franz Fühmann „Die dampfenden Hälse der Pferde im Turm von Babel“. Dazu hat der Hinstorff Verlag Rostock allen dieses Buch geschenkt, und Herfurth hat viele seiner Plakate zum Thema Buch und Lesen gestiftet.
In dieser Arbeit hinein, die wegen der Schulschließungen auch digital fortgesetzt und betreut werden musste, kamen aus Wegendorf vom Maler und Grafiker
Harald Metzkes für jedes Bücherkind je ein Farbholzschnitt zum schwedischen Märchen „Hänschen im Blaubeerwald“. Mit diesem Motivationsschub, der als Dank des Künstlers für das vorausgegangene Buch zu Metzkes & Metzkes gemeint war, ging die Arbeit für unsere neues Werk weiter.
„Jetzt, so kurz vor den Sommerferien nahm unsere Arbeit noch einmal ordentlich Fahrt auf, als
Christine Becker, die Witwe von Jurek Becker, mit den Kindern intensiv zum Thema Lautmalerei arbeitete“, berichtet Armin Schubert, der die Brandenburger Bücherkinder als Mentor betreut. Der Kameramann Joschka Lippelt hat dieses Arbeitstreffen mit seiner Filmkamera begleitet. Dazu möchte die Pirckheimer-Gesellschaft eine filmische Dokumentation zu dieser Arbeit erstellen.
[...]
Das Buch kann hoffentlich durch die Bücherkinder zur Buchmesse 2022 in Leipzig vorgestellt werden, so wie das in den Jahren davor mit Büchern zu Werner Klemke, zu Arno Mohr und Jurek Becker haben machen können."

(MAZ)

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Mo, 14.06.2021

Buchvorstellung des BODONI-Vielseithof

Der BODONI-Vielseithof stellt das Buch "Buskow – Die Geschichte eines Brandenburger Dorfes" vor.

Die Historikerin Dr. Christa Kouschil, seit Jahren der Bodoni-Community auf dem Bodoni-Vielseithof in Buskow verbunden, erschloss auf der Basis reicher und vielfältiger Archivalien, wohlwollend von Dorfbewohnern unterstützt, die Geschichte des Brandenburger Dorfes Buskow im Weichbild der Stadt Neuruppin. Es ist die Geschichte vor allem der Bauern, die Land und Hofwehr bis 1818 zu Lass-Besitz hatten, die Geschichte ihrer wachsenden feudalen Ausbeutung in einem zunehmend durch Gutswirtschaft geprägten Gemeinwesen. Bewusst stehen nicht die honorigen Adelsgeschlechter im Mittelpunkt der Untersuchungen, ungewollt aber auch nicht die wenig oder nichts besitzenden Kossäten, Büdner und Einlieger sowie die große Anzahl des Gesindes und der Tagelöhner − die Archivalien erwiesen sich darüber als unergiebig.
Geschehnisse der jüngeren und jüngsten Geschichte sucht der Leser nahezu vergebens. Das Buch ist eine Hommage an das kleine Dorf und seine Bewohner.

Buchvorstellung: 30. Juni 2021, 18 Uhr
Tickets, Eintritt frei

BODONI-Vielseithof, Buchwerk Bodoni e.V.
Buskower Dorfstraße 22
16816 Neuruppin

Christa Kouschil, Buskow – Geschichte eines Brandenburger Dorfes1800 - 1933
144 Seiten | Paperback
20,00 €

Detlef Thursch auf der letzten realen Antiquariatsmesse Leipzig 2019, Foto © Ursula Saile-Haedicke

Detlef Thursch (1952 - 2021)

"Heute erreichte mich die furchtbare Nachricht vom Tod meines lieben Kollegen Detlef Thursch.

Er war Veranstalter der Antiquariatsmessen von Düsseldorf, Frankfurt, Leipzig und vieler weiteren großer und kleiner Veranstaltungen. Bei ihm habe in Düsseldorf das erste mal an einer Antiquariatsmesse teilgenommen und noch vor kurzen sprachen wir darüber, dass es mit dem Antiquariatstag in Hamburg bald endlich wieder losgeht. Man konnte prächtig mit ihm zechen und streiten und ich werde ihn, dem unseren Branche, aber auch ich persönlich vieles verdanke, sehr vermissen.

Du hast „deinen Stand viel zu früh abgebaut“ lieber Detlef.

Mein Mitgefühl gilt seiner Frau und seinen Söhnen und allen denen er Freund war."

(Michael Solder)

So, 13.06.2021

Den Grafikbrief gibt es auch in der gedruckten Version

Der 237. Frankfurter Grafikbrief

Bezugnehmend auf die aktuelle Ausstellung in der Frankfurter Büchergilde-Buchhandlung "Junge Kunst aus alten Mauern: Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle" widmet sich der 237. Grafikbrief den Studenten und Alumni dieser Kunsthochschule.

Wolfgang Grätz ‚An dieser Hochschule hätte ich auch gern studiert‘, entfuhr es mir bei meinem ersten Nicht-Winter-Besuch der ‚Burg Giebichenstein Kunsthochschule Halle‘ vor einigen Wochen. Der Blick aus dem von schweren alten Holzbalken gehaltenen Werkstattsaal fällt durchs offene Fenster in einen als Park gestalteten Campus, auf dem zahlreiche Bronzeplastiken stehen, überragt vom mittelalterlichen Burgturm und hohen Wehrmauern.
Diese ‚Unterburg‘ wurde in den Jahren 1445 bis 1464 errichtet, auf die heute nicht mehr existierende Vorgänger- (‚Ober‘)burg berief Friedrich I. Barbarossa 1157 die Fürstenversammlung ein. 1921 wurde die Stadt Halle Eigentümerin der Burg und verlagerte ihre 1915 gegründete Kunstgewerbeschule dorthin. Diese verstand sich als Alternative zum Bauhaus, war zum Teil stärker kunsthandwerklich ausgerichtet, kooperierte beispielsweise aber auch mit der Staatlichen Porzellanmanufaktur Berlin, die in Halle ein Experimentalstudio einrichtete...
"

Dem folgt Neues aus Leipzig mit Beiträgen über Petra SchuppenhauerAugen:falter erforschen die PfaueninselFranziska Neubert illustriert Faber & Faber, sowie Subskriptionsbeginn für Fabers Leipziger Liebhaberdruck

Und ganz nebenbei steht dann noch der Satz "Unsere Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt ist nach 2018 und 2019 jetzt zum dritten Mal mit dem Deutschen Buchhandlungspreis ausgezeichnet worden!"
Wir wissen warum und gratulieren.

Frankfurter Grafikbrief online

Ausstellung: 7. Juni - 17. Juli 2021

Frankfurter Büchergilde & Galerie
An der Staufenmauer 9