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Museum für Druckkunst

Pirckheimer-Blog

Museum für Druckkunst

Di, 30.11.2021

Angela Hampel, Plakat zum von der Pirckheimer-Gesellschaft organisierten Dresdener Grafikmarkt 1988

Unter dem Radar

Mit der Ausstellung „Unter dem Radar. Originalgrafische Kunstplakate aus Ostdeutschland seit 1975“ wird das Museum für Druckkunst Leipzig das druckgrafische Schaffen in der DDR in den Fokus rücken.

Am Beispiel von rund 100 handwerklich hergestellten Plakaten für Kunstausstellungen stehen nicht nur die Künstlerinnen und Künstler im Mittelpunkt. Die Schau richtet zwar hauptsächlich den Blick auf Künstlerinnen und Künstler, die in der DDR überwiegend druckgrafisch tätig waren. Dazu gehören etwa Angela Hampel, Michael Morgner, Max Uhlig und die Gruppe Clara Mosch. Zum anderen stellen die Plakate aber auch weniger bekannte Kunstorte und Kulturinitiativen vor, die neben dem staatlichen Kunstbetrieb der DDR von Ahrenshoop bis Zwickau existierten und heute, teils vergessen, teils noch fortbestehen.
Der Titel „Unter dem Radar" indes dürfte aus ideologischen Gründen gewählt worden sein und wirft ein falsches Licht auf das Schaffen der Künstler originalgraphischer Plakate in kleinen Auflagen, denn diese Initiativen entstanden durchaus innerhalb des staatlich geförderten Kunstbetriebs der DDR, nicht zuletzt in Organisationstrukturen wie der weiter bestehende Pirckheimer-Gesellschaft oder den im Dezember 1990 aufgelösten Verband Bildender Künstler der DDR.

Neben weiteren Leihgebern stammen die Exponate der Ausstellung zum überwiegenden Teil aus der Sammlung der Leipziger Galerie am Sachsenplatz!

Eröffnung: 3. Dezember 2021, entgegen früheren Ankündigungen nur online!
Ausstellung: voraussichtlich 7. Dezember 2021 - 25. März 2022

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Sa, 06.11.2021

Herzlichen Glückwunsch!

Heute vor 250 Jahren wurde Alois Senefelder geboren, nach Johannes Gutenberg vermutlich der zweitwichtigste Mensch für die Druckkunst.

1796 entwickelte er die Lithografie, den Steindruck. Daraus entwickelte man zu Beginn des 20. Jahrhunderts den Offsetdruck, der in der zweiten Hälfte des 20. Jahrhunderts den Buchdruck (Hochdruck) weitgehend ablöste. Außerdem ist seine Erfindung eng mit der Plakatkunst und dem Siegeszug der Litfaßsäule ab Mitte des 19. Jahrhunderts verknüpft.

Das Museum für Druckkunst Leipzig hat es sich zur Aufgabe gemacht, die künstlerischen Drucktechniken zu bewahren und vor allem lebendig zu halten. Das passiert unter anderem durch Führungen und Workshops, zum Beispiel zum Wochenende der Grafik, aber auch digital, z.B. auf dem YouTube-Kanal, da gibt es auch ein Video über die Lithografie.

Wochenende der Grafik: 13. und 14. November 2021

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

So, 31.10.2021

Hanif Lehmann, Barockgarten Großsedlitz mit 2 Sphinxen, 2019/20, Radierung, Aquatinta, 29 x 36 cm

hortus secretus

Noch bis zum 5. Juni 2022 ist die seit Ende November laufende 36. Leipziger Grafikbörse an verschiedenen Orten in Mitteldeutschland unterwegs. Sie entführt in den „hortus secretus“, den geheimen Garten. Zu diesem Thema haben über 100 Künstler, darunter auch Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft, grafische Arbeiten eingereicht, die derzeit im Museum für Druckkunst ausgestellt sein werden.

Die Künstler stammen überwiegend aus Sachsen, Sachsen-Anhalt und Thüringen, wobei die Stadt Leipzig einen Schwerpunkt bildet. Ihre Interpretationen des „hortus secretus“ reichen vom Garten als konkreten Ort bis zu gedanklichen, fantastischen Gärten. Dabei bedienen sie sich verschiedener Druckgrafischer Techniken und experimentieren auch mit Mischformen.

Durch die Ausstellung führt heute der Kunsthistoriker Rainer Behrends.

8. Oktober – 21. November 2021 Museum für Druckkunst Leipzig
28. November 2021 – 30. Januar 2022 Grafikmuseum Bad Steben
6. Februar – 19. April 2022 KunstWandelhalle Bad Elster
1. Mai – 5. Juni 2022 Kulturspeicher Dörenthe

Do, 14.10.2021

Abb.: Grafisch

Goethes Faust wird virtuell

An "Literatur goes Comic" sind wir dank des boomenden Marktes für Graphic Novel seit wenigen Jahren gewöhnt, kommt jetzt "Literatur goes virtuell"?

Während ersteres von Freunden des Buches nicht unbedingt negativ gesehen wurde, ja diese teilweise eine solche Neuinterpretation klassischer Texte begrüßten, da vielfach nicht nur neue Zugänge zur Literatur sondern sogar eigenständige Kunstwerke entstanden, dürfte die Reduzierung von Weltliteratur, die Trennung des Inhalts vom geschriebenen Text zum spielbaren Gebrauch für den Gamer, den Konsolen- oder Computerspieler, doch etwas problematischer sein. Es ist zwar damit keineswegs, wie eventuell befürchtet, eine weitere Etappe des Endes vom Buch eingeläutet, aber durchaus eine weitere Abwertung der Literatursprache und des gedruckten Kulturguts.

Dennoch, die Deutsche Nationalbibliothek vermeldet stolz: "Ein Klassiker der deutschen Literatur virtuell: Mit „Goethe VR“ bringt die Deutsche Nationalbibliothek an ihren beiden Standorten Goethes Faust I und II vom Buch auf die VR-Brille.
So wird eine virtuelle Welt erschaffen, die atmosphärisch und inhaltlich dem literarischen Vorbild entspricht und den Spieler*innen die Themen von Faust I und II auf visuell ansprechende Art näher bringt. Eine Produktion von ZDF Digital in Kooperation mit dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek, den Goethe-Instituten sowie dem Goethe-Museum Düsseldorf, gefördert von der Computerspieleförderung des Bundes.
Ab Ende Oktober wird die „Goethe VR“ im Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek in Leipzig sowie in der Deutschen Nationalbibliothek in Frankfurt am Main zu erleben sein.
"

Als Freund des Buches und als Bibliophile, als Freund von Literatur und Buchkultur wäre zwar eine Akzeptierung dieses Projekts nachvollziehbar, aber dessen Unterstützung durch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum der DNB bleibt mir unverständlich.

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Do, 30.09.2021

AUS DEM ANTIQUARIAT 3/2021

Angenehm überrascht hat das aktuelle Heft "Aus dem Antiquariat" - sowohl der reich bebilderte Beitrag von Adela Sophia Sabban über Christoph Meckel und die Eremiten-Presse von V.O. Stomps, als auch die Abhandlung von Michael Eschmann, über den Berliner Antiquar und Buchhändler Hugo Streisand (1877 - 1955).
Im Beitrag über die Eremiten-Presse wird deutlich, warum die Zusammenarbeit von Meckel und Stomps nahelag, sie entsprang der Verbindung von Wort und Bild im Buch. "Ich betrachte mein geteiltes Dasein und die geteilten Bereiche und Wirkungen: Literatur und Graphik. In meiner Person eines, verschmolzen, unteilbar und durch nichts zu trennen." (Christoph Meckel). Der Artikel von Michael Eschmann, Antiquar in Griesheim, ist eine weitere Facette seiner Beschäftigung mit dem Curriculum Vitae von Antiquaren.

Für Mitglieder der Maximilian-Gesellschaft ist die beigelegte Information über die Verlegung der Jahresversammlung, die ursprünglich in Ottobeuren stattfinden sollte, nach Leipzig wichtig.
Das Programm sieht Führungen durch die Bibliotheca Albertina, die Besichtigung des Verlags Faber & Faber, Führungen durch den Papyrus Ebers Schauraum und die Präsentation ausgewählter Handschriften und Nachlässe aus der UB Leipzig, eine Führung durch das Deutsche Buch- und Schriftmuseum und das Museum für Druckkunst Leipzig vor.

Jahrestreffen: 10. und 11. Dezember 2021
Mitgliederversammlung: 10. Dezember 2021, 15 Uhr

Vortragssaal der Bibliotheca Albertina

So, 06.06.2021

Druckstock für einen Blockdruck aus dem Deutschen Buch- und Schriftmuseum der Deutschen Nationalbibliothek © Museum für Druckkunst Leipzig

Ton - Holz - Blei

Die Anfänge der Schriftherstellung in Ostasien und Europa

Johannes Gutenberg erfand um 1450 die bewegliche Letter und löste damit eine europäische Medienrevolution aus. Doch in Asien wurde lange vorher mit Lettern aus Ton und später aus Holz und Metall experimentiert. Dennoch dominierte dort bis ins späte 19. Jahrhundert der Holztafeldruck. Die Ausstellung vergleicht die Schriftherstellung auf beiden Kontinenten und verdeutlicht, wie bedeutend Gutenbergs Ingenieursleistung war. Denn sein Handgießinstrument ermöglichte erstmals eine präzise Serienproduktion, die mit den asiatischen Techniken nicht zu erreichen war.

Zur Ausstellung erschien bereits ein Begleitheft:
Philip Clart, Elisabeth Kaske, Ulrich Johannes Schneider (Hg.): Buchkultur aus China – Leipziger Spuren (Schriften aus der Universitätsbibliothek, Band 46)
Leipziger Universitätsverlag 2021
Broschur, 116 Seiten, 22 €
ISBN: 978-3-96023-389-3

Eröffnung: 18.06.2021, 17 Uhr
Dauer: 20. Juni - 12. September 2021

Museum für Druckkunst Leipzig
Kabinett-Ausstellung
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Mo, 15.03.2021

Virtuell - Rund um den Tag der Druckkunst

Rund um den heutigen „Tag der Druckkunst“ zur Aufnahme der Drucktechniken als Immaterielles Kulturerbe organisieren Museen, Galerien und Druckwerkstätten in ganz Deutschland eine Vielfalt an Aktivitäten zur Vermittlung der Druckkunst.

Das Museum für Druckkunst, beteiligt sich unter dem Motto „Rund um den Tag der Druckkunst“ seit dem 12. März 2021 mit einem tollen Programm auf Facebook und YouTube.

Tag der Druckkunst: 15. März 2021

Mo, 28.09.2020

© Museum für Druckkunst Leipzig

From Futura to the Future

In Leipzig zeigt die Ausstellung „From Futura to the Future. International Letterpress Workers“ rund 300 Werke von internationalen Typografen, Grafikdesignern, Kalligrafen und Steindruckern, die in der Tradition des Bauhaus die Typografie als Mittel der Information, des Designs und der Kunst verwenden. Erstmals wird hier ein Überblick zu acht Jahren intensiver druckgrafischer Zusammenarbeit der internationalen Künstlergruppe präsentiert. Zusätzlich werden unabhängige typografische Arbeiten gezeigt, die in den Werkstätten der Letterpress Workers sowie während eines Workshops im Museum für Druckkunst unter Verwendung historischer Blei- und Holzlettern entstanden sind.

Die „International Letterpress Workers" treffen sich seit 2012 jährlich zu einem Workshop in Mailand. Dabei entstanden u.a. Arbeiten zu den Themen „A World without Electricity" (2012), „Let's dence" (2015), .Borders" (2014) oder „ True/False" (2019). Mit den Mitteln des klassischen Buchdrucks und einem Fundus an historischen Bleilettern, Holzbuchstaben und Bildklischees geben sie aktuellen Themen ein zeitgenössisches Gesicht.

Eröffnung: 1. und 2. Oktober, jeweils 17 Uhr, in Anwesenheit zahlreicher Letterpress Workers
Ausstellung: 4. Oktober - 5. November 2020

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Mi, 26.08.2020

Susann Hoch und Gabriele Sperlich druckten im Museum für Druckkunst einen Holzschnitt von Karl-Georg Hirsch für den originalgrafischen Kalender „hochdruckpartner und Gäste“ 2021. © Museum für Druckkunst Leipzig

Original-Hochdruck-Kalender 2021

Seit 2008 geben Hoch+Partner jährlich einen originalgrafischen Hochdruck-Kalender heraus. Dieser vereint 8 Grafiken von Künstlerinnen und Künstlern, die jüngst in der Galerie ausstellten, mit 4 Grafiken der Künstlergruppe selbst – in der Regel entstehen alle Blätter exklusiv nur für den Kalender (aktuell 110 Exemplare zzgl. 12 Belegexemplare für die beteiligten Künstler). Komplettiert wird der Kalender durch ein originalgrafisches Deckblatt, 12 Monatsblätter hinter den Grafiken sowie ein Informationsblatt mit Künstlernamen, Titeln und Angaben zur Technik. Natürlich sind alle Hochdrucke von Hand signiert und nummeriert. Das Papierformat der Grafiken beträgt 36 x 30 cm, mit Kalendarium hat der Kalender eine Gesamtgröße von 45 x 30 cm.
Dank des besonderen Engagements der beteiligten Künstler, die ihre Druckstöcke Hoch+Partner unentgeltlich zur Verfügung stellen, fließt der Erlös des Kalenders ausschließlich in die Galerie- und Projektarbeit.

Der Kalender 2021 zum Preis von 190 € (zzgl. Versand) kann hier bestellt werden.

Do, 13.08.2020

Lets print in Leipzig 2019 © Museum für Druckkunst

Let’s print in Leipzig 3

„Let’s print in Leipzig 3“ setzt die Kooperation dreier künstlerischer Druckwerkstätten (stein_werk. Werkstatt für Lithografie und Buchdruck / Thomas Franke, Atelier für Radierung / Maria Ondrejatelier carpe plumbum / Thomas Siemon) aus Leipzig mit dem Museum für Druckkunst fort.
Für neun Künstlerinnen und Künstler ist das Museum zwölf Sommertage lang gemeinsamer Schaffensraum. Zum Künstlerworkshop werden sie in an den historischen Pressen ihre grafischen Arbeiten umsetzen. Die anschließende Ausstellung zeigt die Ergebnisse und weitere grafische Arbeiten.
Die von den Akteuren eingeladenen Künstler werden an den historischen Pressen des Museums für Druckkunt ihre grafischen Arbeiten umsetzen, in diesem Jahr Benjamin Dittrich (Leipzig), B.C. Epker (Leeuwarden, NL), Margarete Lindau (Mannheim), Thomas Moecker (Leipzig), Stefanie Pojar (Leipzig), Susann Pönisch (Berlin), Maria Schumacher (Leipzig), Claus Georg Stabe (Berlin) und Aafke Ytsma (Leeuwarden, NL).
Der Künstlerworkshop ist während der Tage der Industriekultur öffentlich erlebbar!

Workshop: 31. August - 11. September 2020
Susstellungseröffnung: 11. September 2020, 17 Uhr in Anwesenheit der Künstler
Ausstellung: 13. September - 1. -november 2020

Museum für Druckkunst Leipzig

Fr, 17.04.2020

Neues aus dem Museum für Druckkunst

Auch wenn wir unsere Besucher während dieser unfreiwilligen Schließzeit sehr vermissen, versuchen wir uns auf das Positive zu konzentrieren. Zum Beispiel ist endlich einmal Zeit, noch unerfasste Objekte in Depot und Archiv aufzuspüren. Darunter waren auch chinesische Holzlettern. Genau 646 Stück, angeordnet in 34 Spalten. Einen Sinn ergeben sie leider nicht. Entweder war es von Anfang an nur eine Ansammlung diverser Zeichen, oder der Text ist irgendwann durcheinander geraten. Interessant sind sie für unsere Sammlung dennoch, weil sie für eine Variante der Schriftherstellung in Ostasien stehen und damit unsere Objekte zur Schriftherstellung in Europa gut ergänzen.

Kleiner Exkurs: In Ostasien wurden schon viel früher als in Europa Texte gedruckt. Auch mit beweglichen Lettern wurde dort lange vor Gutenberg experimentiert. Bereits im 7. Jhd. wurden Zeichen in Holztafeln geschnitten, um 1050 wurde mit einzelnen Lettern aus Ton gedruckt. Das erste nachweislich mit Metalllettern gedruckte Buch war das „Jikji“ in Korea, ein Buch über Zenlehren buddhistischer Priester. Dennoch setzen sich die beweglichen Lettern in Ostasien nicht auf die gleiche Weise durch wie Gutenbergs Bleilettern in Europa. Noch bis Ende des 19. Jhd. war der Holztafeldruck die bevorzugte Technik. Dies lag zum einen sicherlich an der Anzahl der Zeichen – es gibt über 100.000 chinesische Zeichen, ca. 5.000 sind für den alltäglichen Gebrauch nötig. Gutenberg goss nur 290 verschieden Typen, später umfasste ein deutschsprachiger Setzkasten sogar nur noch 120-130 Zeichen. Ein anderer Grund war die Herstellung. Gutenbergs Handgießinstrument war eine nicht zu unterschätzende Ingenieursleistung, die eine präzise und effiziente Serienproduktion ermöglichte. Mit den asiatischen Techniken war dies nicht zu erreichen.

(facebook.com/museumfuerdruckkunst)

Mo, 02.03.2020

Das Auge des Fotografen

Das  Museum für Druckkunst Leipzig stellt Industriekultur in der Fotografie seit 1900 Ausstellung  vor. Die Ausstellung stellt dar, wie die Fotografie zur bildlichen Repräsentantin der Industriekultur wurde: als Leistungsschau, Werbe- und Propagandamittel sowie als Werkzeug der Vermittlung. Dabei liegt der Schwerpunkt auf zwei bedeutenden Industriezentren: Mitteldeutschland und dem Ruhrgebiet. Vorgestellt werden Bildbeispiele aus Branchen wie der Montanindustrie, dem Maschinenbau sowie der Textil- und der Druckindustrie.

Präsentiert werden rund 110 Fotografien, u.a. von Hans Finsler (Kulturstiftung SachsenAnhalt, Kunstmuseum Moritzburg Halle/Saale), Evelyn Richter (Evelyn Richter Archiv der Ostdeutschen Sparkassenstiftung im Museum der bildenden Künste Leipzig), Bernd und Hilla Becher (Die Photographische Sammlung/SK Stiftung Kultur, Köln --- Bernd und Hilla Becher Archiv) bis hin zu unbekannten Aufnahmen aus sächsischen Archiven sowie aktuelle Positionen. 
 
Eröffnung: 6. März 2020
Ausstellung: 8. März - 28. Juni 2020

Mi, 28.08.2019

Das Grundgesetz typografisch

Seit dem 24. Mai 1949 bildet das Grundgesetz die Basis unserer demokratischen Gesellschaft. Eine Präsentation im Museum für Druckkunst Leipzig zeigt aus Anlass dieser 70 Jahre des Bestehens des GG eine Auswahl von 12 Blättern einer Serie, mit der der Typograf und Grafiker Oskar Bernhard vor mehr als 20 Jahren auf 14 Blättern die typografische Inszenierungen ausgewählter Grundgesetz-Artikel zu interpretieren begann..

Oskar Bernhard - Grundgesetz-Artikel
Rehlensche Handpresse, Nördlingen 1995 – 2005
gesetzt aus der Vendôme halbfett in 5 Cic., gedruckt auf 220g/m² Bütten-Karton als Handabzug
14 Blätter, 48 x 64 cm, Auflage: 10 Exemplare

Präsentation: 1. September - 27. Oktober 2019

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig

Do, 15.08.2019

Blick in die Ausstellung vom Vorjahr, © Museum für Druckkunst Leipzig

Let's print in Leipzig 2

Kulturerbe Drucktechnik erleben - Künstlerworkshop und Ausstellung 

Let’s print in Leipzig 2“ ist die Fortsetzung einer Kooperation dreier künstlerischer Druckwerkstätten aus Leipzig (stein_werk. Werkstatt für Lithografie und Buchdruck / Thomas Franke, Atelier für Radierung Leipzig / Maria Ondrej, atelier carpe plumbum / Thomas Siemon) mit dem Museum für Druckkunst. Die von den Akteuren eingeladenen Künstler werden an den historischen Pressen des Museums für Druckkunt ihre grafischen Arbeiten umsetzen, in diesem Jahr Marcin Dymek (Kraków, PL), Marlet Heckhoff (Leipzig), Elisabeth Howey (Leipzig), Éléonore Litim (Lyon, F), Selma van Panhuis (Leipzig), Jan Vičar (Telč, CZ), Steve Viezens (Nürnberg und Leipzig), Matthias Weischer (Leipzig), Christina Wildgrube (Leipzig)

Das Besondere des Workshops ist das experimentelle Format. Nur in den historischen Werkstätten des Museums für Druckkunst können gleichzeitig drei verschiedene Drucktechniken, der Hoch-, Tief- und Flachdruck, künstlerisch genutzt werden und ermöglichen somit neue grafische Ausdrucksformen. Unterstützt werden die Künstler von den Leitern der drei Druckwerkstätten. Der Druckworkshop ist im Rahmen der 7. Tage der Industriekultur Leipzig vom 22. bis 25. August öffentlich.

Künstlerworkshop:19. - 30. August 2019
Eröffnung: 30. August 2019, 19 Uhr
Ausstellung: 1. September - 20. Oktober 2019

Museum für Druckkunst Leipzig

Do, 27.06.2019

Blickfang-Serie von der Schriftgießerei Gebrüder Butter Dresden, Foto © Museum für Druckkunst Leipzig

Druckkunst 1919

Das Bauhaus und seine Vorläufer im grafischen Gewerbe

Mit einem Querschnitt durch das Jahr 1919 zeigt die Ausstellung am Beispiel von Plakaten, Werbedrucksachen, Firmenlogos, (Fach-)Zeitschriften, Büchern, Schriftmustern und Produktdesigns, wie innovativ das Druckgewerbe und die Gebrauchsgrafik in Deutschland kurz nach dem Ende des Ersten Weltkriegs waren. Schon vor der Gründung des Bauhauses hat die Druckkunst die Sichtweisen auf moderne Gestaltung geprägt und maßgeblich beeinflusst.

Durch den Ersten Weltkrieg wurde die rasante Entwicklung des grafischen Gewerbes, vor allem in Leipzig, jäh unterbrochen. Die auf der Bugra (Internationale Ausstellung für Buchgewerbe und Grafik) in Leipzig 1914 gezeigten Innovationen konnten erst mit dem Jahr 1919 wieder Raum greifen. Das Vakuum des Ersten Weltkriegs löste sich auf, ein Nebeneinander von Tradition und Moderne in der Gestaltung wurde im öffentlichen Raum sichtbar und machte Mut für viele Neuentwicklungen.

In vielen Bereichen wie der Typografie, der Buchgestaltung, in der Werbung für Konsumgüter, Messen und Maschinen gab es neue Ansätze, die vom Bauhaus begierig aufgegriffen und weiterentwickelt wurden. Nicht zu vergessen ist dabei auch die technische Entwicklung, z.B. im grafischen Maschinenbau, der moderne Formgestaltung erst möglich machte. Die Zusammenschau von gestalterischer und technischer Machbarkeit um 1920 ist dabei ein weiterer Schwerpunkt der Ausstellung und gleichzeitig ein Beitrag zu Industriekultur und Designgeschichte.

Zur Ausstellung erscheint ein Begleitheft.

Eröffnung: 28. Juni 2019
Ausstellung: 30. Juni - 27. Oktober 2019

Museum für Druckkunst Leipzig
Nonnenstraße 38, 04229 Leipzig