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Hanfried Wendland

Pirckheimer-Blog

Hanfried Wendland

Mi, 13.10.2021

Pandemie vs. "Re:connect" in Frankfurt

Ab 20. Oktober soll Frankfurt wieder der Mittelpunkt der literarischen Welt werden. Allerdings wird die Buchmesse deutlich kleiner ausfallen als vor der Pandemie und auch teilweise virtuell bleiben.

Das Motto der 73. Ausgabe lautet «Re:connect - Welcome back to Frankfurt». Dieser Slogan scheint jedoch etwas zu weit gegriffen, denn die Messe wird bei Weitem nicht einmal die halb so groß wie in alten Zeiten sein. So nehmen in diesem Jahr nur 1.700 Aussteller an der Messe teil - 2019 war die Zahl mit fast 7.500 Ausstellern noch mehr als 4mal so groß und die Anzahl der teilnehmenden Länder ist auf weniger als 60% geschrumpft. Einige Pirckheimer werden dennoch mit dabei sein, so z.B. Christian Ewald mit der Katzengraben-Presse, Sven Uftring mit ASKU, Catharine J. Nicely mit PalmArtPress oder wie berichtet Hanfried Wendland. Die Pirckheimer-Gesellschaft selbst ist jedoch nicht mehr vertreten.
Leider wird auch die Besucheranzahl aufgrund der Zugangsbeschränkungen im günstigsten Fall maximal halb so groß sein wie vor der Pandemie.
Ehrengast Kanada will seinen, eigentlich bereits für 2020 vorgesehenen Gastland-Auftritt nachholen. Von den 60 Autorinnen und Autoren, die das Land in Frankfurt vertreten, kommen nur 9 real auf die Messe, auch die bekannteste Autorin des Landes, Margaret Atwood, wird nur virtuell zur Eröffnung zugeschaltet.

Frankfurter Buchmesse: 20. - 24. Oktober 2021

So, 10.10.2021

48. Druck NeueKleiderDrucke

Legende vom Fußballplatz

Im Stillstand der Pandemie ist ein neues Buch von Hanfried Wendland entstanden und bei NeueKleiderDrucke erschienen: Ödön von Horváth "Legende vom Fußballplatz".
Hanfried Wendland hat dazu drei einfarbige und fünf mehrfarbige Linolschnitte gemacht, die teilweise handkoloriert sind.

Ödön von Horváth hat seinen Text als "Sportmärchen" bezeichnet, der Sport mit Phantasie verbindet: »Hans, ein siebenjähriger Bub, der kein Fußballspiel versäumt, holt sich im nassen Gras hinter dem Tor den Tod.
Ein Engel fuhrt Hansl himmelwärts. Seine Flügel leuchten in den Vereinsfarben von Ober- und Unterhaching, sein Kopfballspiel ist göttlich. "Seine schmalen Füße staken in purpurnen Fußballschuhen; an silberner Sternenschnur hing um seinen Hals eine goldene Schiedsrichterpfeife."
Wenn Engel Fußball spielen, gelten keine irdischen Regeln mehr. Neunzig Minuten sind eine Ewigkeit, das Spielfeld ist das All. Aber wenn ein Himmelsstürmer den Ball in die Milchstraße kickt, pfeift der Schiedsrichter ,wegen unfairer Kampfesweise" ab. Alles geht reell zu, auch im sinnlosesten Sport: Fußball bleibt auch hinter dem Himmelstor ein Kampf auf Biegen und Brechen. Hänschen will nicht mitspielen; seine "unermeßliche Seligkeit" liegt im Zuschauen. Freilich nicht mehr im Abseits, wo die Fieberhexe lauert, sondern auf einem Ehrenplatz an der Sonne: Tribüne„ Erste Reihe. Mitte.
Horváths "Legende'' ist kein Kindertotenlied, sondern die Fieberhalluzination eines Fans, geträumt auf den Federwölkchen unschuldiger Phantasie. Nur im Himmel gilt, was Pele einst als Erfolgsgeheimnis des Fußballs beschrieb: "Große Kinder spielen, und große Kinder schauen zu." Wenn wir Weltmeister werden, ist es ein Wunder. Wenn Borneo II gegen Alaska verliert, ohne daß sich erwachsene Männer in "ungeheuerlichsten hochdeutschen Fachausdrücken" und "trüben Weissagungen" spreizen, ist es ein bezauberndes Märchen.
«
(Martin Halter, FAZ, 2006)

Hanfried Wendland stellt das, ab sofort erhältliche, Buch zusammen mit Peter Rensch (Andante-Handpresse) zur Frankfurter Buchmesse an einem gemeinsamen Stand in Halle 3.l, Stand J 104 vor.

48. Druck NeueKleiderDrucke
drei einfarbige und fünf mehrfarbige Linolschnitte, teilweise handkoloriert
Vorzugsausgabe • 40 Seiten, Format 34 mal 24,5 cm
10 römisch numerierte Exemplare gedruckt auf 230 g/qm Alt-Lünen-Bütten
im Halbledereinband im bedruckten Schuber
460 € (Subskription bis 30.10.2021 - 410 €)
Normalausgabe • 24 Seiten
15 arabisch numerierte Exemplare
gedruckt auf 170 g/qm Natural Line als Broschur, Fadenheftung
Satz in 16 p mg. Baskerville • 34 x 24,5 cm
240 € (Subskription bis 30.10.2021 - 190 €)

Frankfurter Buchmesse: 20.-24. Oktober 2021

Fr, 06.08.2021

artbook.berlin2021

Die artbook.berlin, Messe für Künstlerbücher und Editionen, wird 2021 stattfinden. Die Pirckheimer-Gesellschaft wird wieder dabei sein und dort, nach einem Jahr der Unterbrechung dieser Buchkunstmesse, vielen Freunden wieder begegnen, darunter
Petrus Akkordeon
Andante Presse/Peter Rentsch
Peter Appelt
Atelier Tina Flau
Atelier Leonhardt
Atelier Quadranos/Heidrun Klimmey
Atelier Rolf Jahn
Alexander Behn/Atelier Müller
Tatjana Bergelt/Helsinki
Mina Braun/Nina Kaun
Mike Bruchner
Buchkinder Leipzig e.V.
Buchmanufraktur kasimir/Tilla Papyrum
Burg BUCHedition/Halle an der Saale
Carivari/Leipzig
cequi edition Malte Nies/Nora Tschimer
Alexa Daerr
Damocle Edizioni/Venedig
de.va.-eck
Lauriane Dine
Edition Ehrt/Kleinmachnow
Edition Feldpost
Edition Go
Edition Mückenschwarm
Edition Nardus
Edition Sand/Sven Märkisch
Edition Schwarzdruck/Julienne Jattiot
edition wasser im turm.berlin
Anja Ehrenberg
Heike Ellermann
Skadi Engeln
Annegret Frauenlob/Petra Reichenbach
Freundeskreis Miniaturbuch Berlin e.V.
Galerie Vinogradov
Gerard Paperworks
Nathalie Giraud
Siegfried Gwozsdz
Ute Hausfeld
Friederike von Hellerman
Hfg Offenbach/Studierende
Jürgen Höritzsch/Chemnitz
Monika Jäger
Katzengraben-Presse
Christiane Keppler
Elfriede M.Klepoch
Klingspor Museum Offenbach
Kordula Kral
Constanze Kreiser
Heike Küster
Katja Lang
Ruth Loibl
Neue Kleider Drucke
Sabine Nier
Offizin Schwarze Kunst
Original Hersbrucker Bücherwerkstätten
OTTO Graphic/Salamandre
Papierwerkstatt Sifft
Pegasus Presse
Quetsche/Heftlinge
Rollbuch Berlin
Hilla Rost/München
Schule für Bildende Kunst und Gestaltung
Gert Schwartz
Vladimir Sitnikov
Slowtype/Ludwigshafen
Sonnenberg Presse/Kemberg
Motoko Tachikawa/Paris
Uitgeverij Snood/Amsterdam
<usus> Offenbach,Berlin
Noor van der Brugge/Niederlande
Hanneke van der Hoeven
Verwande Objekte/Jule Mahn
Vogelpresse München
Uwe Warnke Verlag
Widukind Presse/Dresden
Kerstin Wittelmeyer
Titi Zaadnoordijk
Peter Zaumseil

weitere Informationen hier

19. - 21. November 2021

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz, Berlin/Kreuzberg.

Mo, 28.12.2020

pf 2021

Komm, laß uns schlafen gehn!
Das neue Jahr ist eine 
Sache von morgen.

                                      Buson

Ich wünsche ein gutes neues Jahr und eine Portion Gelassenheit in der Hoffnung, dass das neue besser wird als das alte,

mit herzlichen Grüßen, H. Wendland

Mo, 01.06.2020

Mascha Kaléko - Liebesgedichte

Der 47. Druck der NeueKleiderDrucke enthält Liebesgedichte von Mascha Kaléko, versehen mit handkolorierten Linolschnitten von Hanfried Wendland.

Mascha Kaléko kam als Tochter eines russischen Vaters und einer österreichischen Mutter 1907 in Chrzanów, Westgalizien, zur Welt. Aus Furcht vor Progromen gegen die jüdische Bevölkerung floh die Familie nach Deutschland, zunächst nach Marburg und später nach Berlin.
Mascha Kaléko veröffentlichte schon früh in Berliner Zeitungen und Zeitschriften ihre Gedichte - heitere und melancholische. 1935 erhielt sie Berufsverbot. Als der politische Druck für Mascha Kaleko als Jüdin in Deutschland lebensgefährlich wurde, wanderte sie 1938 mit ihrem Mann und ihrem Sohn nach New York aus. Ihrem Mann, dem Dirigenten und Komponisten Chemjo Vinaver, zuliebe übersiedelte sie 1959 nach Jerusalem. Dort litt sie sehr unter der sprachlichen und kulturellen Isolation. 1968 starb ihr Sohn. Nachdem 1973 auch Vinaver starb, fand sie im letzten Lebensjahr wieder Kraft zu schreiben.
1974 besuchte sie ein letztes Mal Berlin. Auf dem Weg zurück nach Jerusalem machte sie 1975 einen Zwischenhalt in Zürich, wo sie verstarb.

Normalausgabe
20 arabisch numerierte Exemplare mit 6 Gedichten und 6 handkolorierten Linolschnitten,
gedruckt auf 170 g/qm Natural Line,
Broschur, Fadenheftung 240 € (Subskription bis 30.6.2020 190 €)

Vorzugsausgabe
10 römisch numerierte Exemplare mit 9 Gedichten und 10 handkolorierten Linolschntten,
gedruckt auf 230 g/qm Alt-Lünen-Bütten,
Halblederband mim bedruckten Schuber 480 € (Subskription bis 30.6.2020 420 €)

NeueKleiderDrucke
Hanfried Wendland
Teltower Straße 11, 14109 Berlin

Do, 23.05.2019

46. Neue Kleider Druck

Der 46. Druck der Neue Kleider Drucke von Hanfried Wendland mit vier Erzählungen von Johannes Bobrowski mit neun mehrfarbigen Original-Holzschnitten vom Künstler illustriert.wird erstmals zur 25. Mainzer Minipressen-Messe vorgestellt. Es enthält die Erzählungen:

Lipmanns Leib (1962)
In Fingals Haus (1962)
Unordnung bei Klapat (1962)
Der Tänzer Malige (1965). 

Johannes Bobrowski wurde 1917 in Tilsit geboren. Aufgewachsen ist er auf beiden Seiten der Memel in einem Landstrich, wo Deutsche in engster Nachbarschaft mit Litauern, Polen und Russen lebten und in dem der jüdische Bevölkerungsanteil sehr hoch war. Sein Prosawerk hat das schwierige und schuldhafte Verhältnis der Deutschen zu ihren östlichen Nachbarvölkern bis in die jüngste Vergangenheit zum Gegenstand. Ab 1939 Soldat, kehrte Bobrowski zehn Jahre später aus sowjetischer Kriegsgefangenschaft zurück. Er starb 1965 in Ostberlin. 

Das Buch im Format 39 mal 29,5 cm ist auf 140g/qm Werkdruckpapier gedruckt. Es umfaßt 64 Seiten und ist von Christian Klünder, Berlin, von Hand gebunden. Der Text ist in der 14 p Magere Times-Antiqua gesetzt. Den Druck besorgte Peter Rensch, Berlin. 

Ausgabe A
Normalausgabe (Nummern 5/24 bis 24/24), 20 Exemplare im Halbleineneinband und im Schuber, 580 Euro.
Vorzugsausgabe im bedruckten Schuber mit einer Suite aller Grafiken im Halbledereinband, (Numme~ 1/24 bis 4/24), 4 Exemplare. Die Grafiken der Suite sind separat nummeriert und signiert, 730 Euro. 

Ausgabe B
Fünf römisch nummerierte Exemplare im Halbledereinband, im bedruckten Schuber und mit einer Suite aller Grafiken, zusätzlich zwei farbige, signierte Entwurfsmalereien, 880 Euro. 

Alle Bezieher erhalten bei Bestellung bis zum 15. Juni 2019 beide Ausgaben zum Einführungspreis:
Ausgabe A, Normalausgabe 490 Euro
Ausgabe A, Vorzugsausgabe 640 Euro
Ausgabe B 790 Euro. 

Mo, 19.11.2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Di, 06.02.2018

Pirckheimer in Leipzig 2017

Zwei wichtige Termine im März

Zwei für Freunde des Bibliophilen interessante Veranstaltungen stehen im nächsten Monat auf dem Programm, die

Leipziger Buchmesse vom 15. bis 18. März und die
BuchDruckKunst Hamburg am 24. und 25. März.

An der Leipziger Buchmesse wird, bereits das zweite Mal nach 1990, die Pirckheimer-Gesellschaft mit einem eigenen Stand teilnehmen. Die Gesellschaft wird an fast derselben Stelle wie 2017 in Halle 3 an Stand E513 zu finden sein, in trauter Nachbarschaft zu den Pirckheimern Wolfgang Grätz (Büchergilde artclub) und Jürgen Schweitzer (Edition Curt Visel) und in der Nähe der Pirckheimer Hartmut Andryczuk (Hybriden-Verlag), Jens Henkel (Burgart-Presse), Fred Lautsch (Mückenschweinverlag), Henry Günther (Edition Balance) und Christian Ewald (Katzengraben-Presse). Weitere Pirckheimer sind auf der 24. Antiquariatsmesse direkt neben dem Stand der Pirckheimer-Gesellschaft und auch in anderen Hallen anzutreffen.

Und bereits eine Woche später startet in Hamburg die 13. BuchDruckKunst, ebenfalls wieder mit Beteiligung von Mitgliedern der Pirckheimer-Gesellschaft. Klaus Waschk wird im Foyer Zeichnungen zum Kapital präsentieren und als Aussteller werden wie gewohnt Henry Günther, Rainer Ehrt, Claus Lorenzen und Hanfried Wendland dort vertreten sein.

Errata: Die Standnummer der Pirckheimer-Gesellschaft auf der Leipziger Buchmesse ist E 508 (wird im Ausstellerverzeichnis noch nicht angezeigt)

Do, 28.12.2017

Neujahrsgraphik: Hanfried Wendland

PF 2018

Ein gesundes und friedliches Neues Jahr wünscht

Hanfried Wendland

Do, 16.11.2017

Die Koffer für die artbook.berlin 2017 sind gepackt ...

Pirckheimer auf der artbook.berlin

Morgen startet die artbook.berlin nunmehr zum fünften Mal und die Pirckheimer werden wieder dabei sein ...

... waren von der ersten Stunde an bei dieser Buchkunstmesse dabei. Bei der ersten artbook.berlin waren wir vertreten durch unsere Mitglieder, bei der zweiten darüber hinaus mit einem Informationsstand der Pirckheimer-Gesellschaft und bei der vierten bereits durch Beteiligung am Programm. Die Koffer für die artbook.berlin 2017 sind gepackt und wir haben wieder Proben unserer Jahresgaben, der Graphischen Beilagen zu den Marginalien und viele Probehefte dieser Zeitschrift, originalgraphische Speisekarten und bibliophile Gaben zu Jahrestreffen und natürlich Aufnahmeanträge im Gepäck.

Auch viele Mitglieder unserer Gesellschaft sind 2017 mit eigenen Präsentationen auf der artbook vertreten, so u.a. Rainer Ehrt, Wolfgang Grätz, Christian Ewald und und und - näheres hier: artbook.berlin 2017. Also: ein Besuch lohnt!

17. November 2017, 16 - 20 Uhr
18. November 2017, 12 - 20 Uhr
19. November 2017, 11 - 17 Uhr

Kunstquartier Bethanien
Mariannenplatz 2 | 10779 Berlin

Fr, 30.06.2017

Peter Rensch, Andante Handpresse, daneben (verdeckt) Hanfried Wendland, Neue Kleider Drucke, Foto © Hendrik Liersch
Hendrik Liersch, Corvinus Presse, Foto © Gudrun Daum
Der Stand des Pirckheimers Peter Zitzmann, schPeZi Presse, bleibt leer. Nur ein Foto von ihm an der Stellwand. Foto © Hendrik Liersch

Hendrik Liersch meldet sich von der Mainzer Minipressen-Messe

Die 24. Messe in Mainz zu diesem sehr späten Termin präsentiert 260 interessante Buchmacher.

Den Förderpreis bekam der Kollektiv Tod Verlag. Im März in Hamburg waren sie meine Standbachbarn. Der Hauptpreistrträger Svato Zapletal macht nun als nächstes Buch Herz der Finsternis. Der Bleisatz dazu steht noch bei uns. Gesetzt von Harald Weller.

Diesmal gab es weniger Besucher am Eröffnungstag. Es war kein Feiertag wie sonst im Mai. Aber einige Sammler waren schon da und Künstlerbücher von mir haben neue Besitzer. Daher dankte Svato auch seinen Sammlern.

Ich denke dass diesmal viele Besucher erst am Wochenende kommen. Etliche haben mir ihren Besuch angekündigt. Familientreffen ist es eh. Mein Stand findet sich gegenüber Peter Rensch. In Sichtweite der Pirckheimer Jürgen Schweitzer. Um die Ecke der Pirckheimer Uwe Warnke.

(Hendrik Liersch)

Do, 29.12.2016

PF 2017





Ein glückliches und gesundes Neues Jahr wünscht
H. Wendland

(durch Klick auf den Umschlag kann Vorder- und Rückseite der Karte betrachtet werden)

Mi, 14.12.2016

Die Ausnahme und die Regel

Und schon wieder kann an dieser Stelle auf einen von einem Pirckheimer herausgegebenen Buch verwiesen werden: Mit seinem 41. Druck legte der Pirckheimer Hanfried Wendland "Die Ausnahme und die Regel" den dritten Titel von Bertolt Brecht in der Reihe NeueKleiderDrucke vor. Der Druck auf 80 Seiten im Format 39 x 29,5 cm enthält zwölf Farbholzschnitten von Hanfried Wendland.

Ausgabe A:
24 arabisch nummerierte Exemplare
18 Exemplare als Normalausgabe 580 €
6 Vorzugsexemplare mit einer Suite aller Graphiken 730 €
Ausgabe B:
4 römisch nummerierte Exemplare mit einer Suite aller Graphiken sowie einem Original-Druckstock 880,- €

Mo, 28.11.2016

Marginalien 223

Eine freudige Nachricht für alle Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft: Den nächsten Marginalien wird eine Radierung von Strawalde in einer der hier abgebildeten Versionen beiliegen.
Aber auch ohne beiliegender Graphik, die traditionell eben nur Mitglieder der Pirckheimer-Gesellschaft erhalten*, lohnt sich der Blick in das Heft 223, welches Anfang Dezember 2016 ausgeliefert wird. Jens-Fietje Dwars nimmt den 85. Geburtstag von Strawalde zum Anlass für eine ausführliche Würdigung des graphischen Schaffens dieses Berliner Malers und Filmregisseurs und Peter Arlt den 90. Geburtstag von Ursula Mattheuer-Neustädt für einen Artikel unter der Überschrift Bilder zur Literatur und zur Heimat. Claudia Fabian gewährt mit seinen Gedanken aus der Bayerischen Staatsbibliothek Einblick in die Sammelleidenschaft – Wissenschaftliche Bibliotheken und ihr Blick auf Sammlungen. Und in einem weiteren Artikel berichtet unter anderem Jürgen Engler unter dem Titel Von Fortschritt und Fortschnitt über Dreißig Jahre Künstlerbücher von Hanfried Wendland.
Strawalde signiert im Beisein des Druckers Dieter Bela die Radierungen für die Pirckheimer, Foto: Hendrik Liersch
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*um eine Mitgliedschaft bei der Pirckheimer-Gesellschaft zu beantragen, bitte hier klicken ...

Mo, 21.11.2016

das war die artbook.berlin 2016

Ein halbes Jahrzehnt artbook.berlin! Es haben sich Traditionen herausgeschält, Fehler der Anfangszeit wurden beseitigt und die künstlerische Qualität der gesamten Ausstellung befindet sich auf hohem Niveau.
Sicher gilt es für die Veranstalter noch immer Dinge zu verbessern, was aber am derzeitigen Ausstellungsort, dem Bethanien in Kreuzberg, ein Ort, der ansonsten sehr geeignet erscheint für die Messe, kaum zu lösen ist. Es fehlen Öffentlichkeit, Übersichtlichkeit, Möglichkeit der Zahlung mit Plastikgeld ...
Wenn auch leider zu wenig besucht, ist auf jeden Fall das erweiterte Rahmenprogramm hervorzuheben, zu nennen sind beispielhaft die Lesungen und Auftritte von Petrus Akkordeon, Sabine Theumer mit André Schinkel, Uwe Warnke zu Ottfried Zielke, ‹usus›, Matthias Gubig und natürlich die Mazzoka Show, illustrierte Musik von Osteuropa nach Westamerika. Nicht zu vergessen, die zwar auch kaum besuchte, aber stark beachteten Brandenburger Bücherkinder mit einer Kunstaktion gemeinsam mit Klaus Ensikat.
Das Gezeigte war durchweg interessant und sehenswert - hier stellte sich hochwertige Buchkunst, Illustration, Text und Arbeit mit dem Papier von seiner besten Seite vor. Lobend zu erwähnen, dass es dem Veranstalter wieder gelang, eine anspruchsvolle künstlerische Auswahl an Teilnehmern zusammen zu bringen und auf rein handwerkliches ohne künstlerischen Belang zu verzichten. So fiel es kaum auf, dass von wichtigen Buchkünstlern, auf der letzten Messe noch zu finden, der einen oder die andere fehlte - das Angebot war auch so kaum überschaubar. Unter den Ausstellern fanden sich auch Pirckheimer und viele Freunde dieser Gesellschaft und so konnte man vieles erfahren, was an künftigen Projekten im Raum steht, so von Marc Berger, Hanfried Wendland, Wolfgang Grätz und P.J. Moosbrugger, von Rainer Ehrt, augen:falter, der Tabor-Presse, Christian Ewald, Barbara Beisinghoff oder Henry Günther: ein unmögliches Unterfangen, alle zu nennen. Unter den Besuchern u.a. Xago, Richard Pietraß, Felix M. Furtwängler, die Pirckheimer Gerhard Rechlin, miley, Albrecht v. Bodecker, Helmut Mayer, Konrad Hawlitzki, Ulrich Goerdten und und und, einen kleinen Eindruck erhält man in der Fotostrecke auf Facebook, zu erreichen durch Klick auf eine der Abbildungen.
Der BBA und die Pirckheimer waren wieder mit einem eigenen Stand vertreten, letzteren betreute Till Schröder, Abel Doering, Ralph Aepler und Jutta Osterhof, immer auch im Kontakt nicht nur zu den Besuchern, sondern auch zu anderen Ausstellern, um die Attraktivität und die Öffentlichkeit der Pirckheimer-Gesellschaft zu fördern, Interesse an den Pirckheimern und ihrer Arbeit / ihrem Hobby zu wecken und es konnten, vor allem durch Ralph Aepler, auch ganz konkret Wege für eine, für alle lohnende, Zusammenarbeit abgesteckt werden.
Drei Tage und trotzdem zu wenig Zeit für Gespräche, trotzdem zu wenig Zeit, sich mit allen Exponaten gründlich zu beschäftigen. Aber die 6. artbook.berlin wird kommen!
(ad)