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Michael Ley

Pirckheimer-Blog

Michael Ley

Mi, 01.09.2021

Ein Tagebuch

Bibliophiles des Monats September ist ein im Jahr 2002 entstandenes und vor wenigen Tagen erstmals öffentlich vorgestelltes Künstlerbuch von miley.
Nach einer Kehlkopfentfernung führte er ein visuelles Tagebuch, in welchem er Zeichnungen, Artefakte der Krankheit und Therapie, kleine Texte und Fotos vereinte. Diese Chronik ist nicht wie ein echtes Tagebuch mit täglichen Einträgen gefüllt, sondern wurde diskontinuierlich bedient. Dort wo Platz war, kam der Beitrag hin.
Ein Antrieb, eine Aufforderung für das Entstehen dieses Buches war dem Künstler die Installation von Joseph Beuys, dessen Geburtstag sich am 12. Mai zum 100sten mal jährte: "Zeige Deine Wunde" von 1976.

»Mit dem Kehlkopf verliert man seine Stimme, ein wichtiger Bestandteil der Identität. [...] Nicht jeder versteht diese "Roboterstimme". Ich war nach der OP ein anderer Mensch - wie mit einem neuen Betriebssystem - ohne es gleich zu realisieren. Erst nach und nach sickert die Erkenntnis durch, dass alles von nun an anders ist. Eine andere Welt tut sich auf, die keinesfalls besser ist als meine alte Welt war bzw. ist.«

(miley)

Ein starkes Buch, das man nicht leichtfertig zur Hand nehmen kann, geradezu ungern, aber wenn das geschah, ist man gezwungen, es intensiv zur Kenntnis zu nehmen, vom Inhalt her wie in seiner Ästhetik.

miley, Tagebuch 2002
Unikat, Spiralheftung, 200 Seiten (unpaginiert), handschriftlich, mit Zeichnungen, Collagen, Ausstanzungen

Sa, 28.08.2021

miley mit Andruck-Presse und Multimedia-Installation "reset"
Galerie Würtenberger druckt in der Ausstellung Walter Karberg "Zeichen"
Studio 22, Walter Karberg "Wege", Fotos ad

Ortstermin Moabit - reset

Der erste Tag des Ortstermins 2021 führte u.a. zu den Pirckheimern Michael Ley und Udo Würtenberger.

Tiefe Einblicke in das Reset infolge einer folgenreichen Operation gab ein Künstlerbuch von miley, entstanden vor 20 Jahren, welches in Kürze hier vorgestellt wird.
Aktuell beschäftigt sich miley mit den Schnittstellen digitaler und analoger Drucktechniken und demonstrierte diese an einer transportablen Andruck-Hochpresse (Nudel) mit einem gelaserten Druckstock und einem geschnittenen Stock, bzw. den Ergebnissen seiner Arbeit an einer Tiefdruckpresse mit Radierungen in Kupfer, korrodiert und einer Solarplate-Druckplatte.

In der Galerie Würtenberger ist derzeit eine Ausstellung mit dem frühen Werk des Berliner Künstlers Walter Karberg (1935 - 2017) zu sehen, wenige 100 m weiter kann parallel zu dieser Ausstellung im Studio 22 (Anette Wörner) das spätere Werk dieses ehemaligen Professors an der FHSS betrachtet werden.

Selbstverständlich darf die Ausstellung <Doku.Argu.Experi.Pig.> mit experimentellen Installationen, Videos und Klangräumen in der Galerie Nord des Kunstvereins Tiergarten nicht unerwähnt bleiben, ein sehr beklemmendes Erlebnis auf dem Hintergrund mit Sirenengeheul vorbeirasender Fahrzeugkolonnen der Polizei zur Verhinderung von Protesten gegen Coronamaßnahmen und dem permanenten Lärm von Hubschraubern, was wie ein Bestandteil der Installationen wirkten.

(ad)

Sa, 03.07.2021

Plakat von miley zum Ortstermin in seinem Atelier

Ortstermin 2021

2021 wird der Ortstermin Moabit und im Hansaviertel nach vielen Jahren wieder für alle Sparten der Kunst geöffnet. Mit dem diesjährigen Festivalthema RESET wird der ORTSTERMIN auch in seiner künstlerischen Bandbreite neu starten. ‚to reset‘ steht für einen Vorgang, der ein elektronisches Gerät wieder auf die Werkseinstellungen zurücksetzt. Diese Entscheidung kann notwendig werden, wenn Abläufe und Anforderung nicht mehr adäquat bewerkstelligt werden können oder fehlerhaft sind.

Angewendet auf das gesellschaftliche System ist hier die Frage zu stellen, ob dieses ‚zurücksetzen auf' überhaupt möglich ist. Die Gesellschaft befindet sich derzeit in einem Schwebezustand des Abwartens. Warten auf den Neustart, Warten auf die wiederkehrenden sozialen Begegnungen und den Austausch, Warten auf ein Öffnen der Geschäfte und Institutionen. Zurückgeworfen auf Grundbedürfnisse fangen wir an, uns selbst und unser soziales Miteinander zu hinterfragen ...

weitere Informationen hier

Fr, 27.11.2020

Sammlerfreuden 2020

Beim Berlin-Brandenburger Pirckheimer-Abend im Dezember letzten Jahres kam die Bezeichnung "Mein Buch des Jahres" auf - im Gegensatz dazu hatte auch jemand sein "Unbuch des Jahres" dabei und es wurde auch über "Mein Nichtbuch des Jahres" berichtet. Da nun in diesem Jahr der Sammlerabend ausfallen muss, hat der Vorstand beschlossen, die "Bücher des Jahres" wenigstens virtuell zu präsentieren: Jeder, der am 3. Dezember etwas zum traditionellen Sammlerabend mitgebracht hätte, schreibt ein paar Sätze auf über das Objekt und warum gerade dies sein Buch (oder seine Grafik usw.) des Jahres ist, dazu eins, zwei Bilder.
Damit können Pirckheimer und Freunde wenigstens auf diese Weise teilhaben an den Sammlerfreudendes letzten Jahres unserer Mitglieder.

Mehr als zehn Beiträge zu den Büchern des Jahres sind bereits eingetroffen und hier zu lesen und zu bewundern. Die Aktion ist damit aber keineswegs abgeschlossen, Beiträge sind weiterhin willkommen.

So, 22.11.2020

Mailart in Zeiten von Corona

... umseitig mein Plan, um aus der Pandemie-Zone heraus zu kommen. Nicht praktikabel, aber vielleicht ein bisschen lustig. Das Vorbild, Horst Hussel, hätte sicher noch bessere Wege gefunden ...

(miley)

Mi, 09.09.2020

Gruß nach Sachsen-Anhalt

Mit nebenstehendem Linolschnitt grüßt miley alle Teilnehmer des diesjährigen Jahrestreffens der Pirckheimer-Gesellschaft in Halberstdt, Aschersleben und Quedlinburg vom 18.- 20. September 2020 und bedauert, in diesem Jahr an unserem Treffen nicht teilnehmen zu können.

Fr, 31.07.2020

miley - Notizbuch, verschiedene Papiere, teilweise Offset oder mit Holzschnitten bedruckt, 11,5 x 10,3 cm, 2020

16. Ortstermin Moabit

Es beginnen sich die Meldungen zu wieder stattfindenden kulturellen Veranstaltungen zu mehren. So erreichte mich, gestaltet als Unikatbuch, eine Einladung zum Ortstermin 20 Kunstfestival in Moabit.

Fast 200 Künstler und Kulturschaffende, darunter auch die Pirckheimer miley, Würtenberger und Noske, die hier als Künstlerkollektiv Drittbrett vorgestellt wurden, sind dem Aufruf zur Teilnahme trotz aller Unsicherheiten gefolgt. Sie öffnen Ateliers, Werkstätten und Privatwohnungen, präsentieren kuratierte Ausstellungen und Musikperformances und laden zu Veranstaltungen und Gesprächen ein, die weit über die Festivalthematik hinausreichen.
In der Galerie Nord (Turmstraße) haben die Künstler der Ausstellung bis hierher und nicht weiter . this far and no further bereits seit Juli einen thematischen Raum für das Festival geöffnet. Ihre Beiträge loten Fragestellungen zu Aus- und Abgrenzungen im physischen, sozialen und politischen Raum, die Komplexität und Verzahnung gesellschaftspolitisch relevanter Prozesse und aus ihnen resultierende Ambivalenzen aus. Hier entwickelt sich aus einer Rauminstallation eine Festivalzentrale als Ort der Begegnung für Künstler und Besucher und Plattform für Diskussionen, Performances und Konzerte. Das beliebte Videoscreening In between entsendet anlässlich der Festivaleröffnung neun künstlerische Kurzfilme in den nächtlichen städtischen Raum der Turmstraße und am Wochenende finden moderierte Kunst-Rundgänge durch Moabit statt.

28. - 30. August 2020

Berlin Moabit
Kunstverein Tiergarten

Mi, 29.07.2020

Das Pfeifen im Walde

Auch zu Zeiten von Corona arbeiten die Künstler in ihren Ateliers weiter, nur ihre Themen haben sich mitunter geändert oder zumindest um ein C erweitert. Und sie warten wie derzeit jeder auf das Abflauen der Infektionen.

Der Pirckheimer miley sagt jedoch selbst zu seinem zweifarbigen Holzschnitt "C.: eine globale Pandemie löst sich auf", seine Graphik sei für ihn so etwas wie das Pfeifen im Walde.

Do, 23.04.2020

Drittbrett

Das Logo der drei Pirckheimer Udo Würtenberger, Werner Noske und Michel Ley, die sich zu Drittbrett zusammengefunden haben, ist die Chimäre, ein Sagengeschöpf als Mischung aus allem möglichen Getier, in diesem Fall aus drei Holzstöcken der beteiligten Künstler, jeweils 40 x 40 cm.

Jetzt stellen die drei Holzschneider, die Interessierte u.a. bereits auf der artbook.berlin 2019 kennenlernen konnten, ihre Arbeiten und die Techniken des Holzschnitts in einem Katalog vor (siehe nebenstehende Abb.) - anlässlich des Ortstermins in Moabit (Berlin) vom 28. - 30. August 2020 werden sie ihre Werke in der Galerie Udo Würtenberger unter dem Thema "bis hierher und nicht weiter" ausstellen.

Mo, 16.12.2019

einszweidrei im Sauseschritt ...

In zwei Wochen ist wieder ein Jahr vorüber - es beginnt somit die Zeit, in der sich Pirckheimer Weihnachts- und Neujahrswünsche senden, von denen einige hier vorgestellt werden.
Den Anfang macht nebenstehender zweifarbiger Holzschnitt von miley mit dem Zitat frei nach Wilhelm Busch aus Julchen "Einsweidrei im Sauseschritt läuft die Zeit - wir laufen mit."

Sa, 18.05.2019

Bäume

Der Pirckheimer miley stellte heute eine neue Arbeit vor, das 18seitige Künstlerbuch "Bäume" (im Innentitel "Trees") mit teilweise mehrfarbigen Holzschnitten.

Das Büchlein aus starkem Karton ist als Heft fadengebunden, die Auflage beträgt 10 Exemplare.
Die nebenstehende Abb. zeigt auf einer Doppelseite im Mittelteil die Graphik "Sturmbaum". Weitere Abbildungen im Facebookkonto von Abel Doering (Anmeldung erforderlich). 

Mi, 26.12.2018

miley - Zeitstrom, 2018

PF 2019

... der willkürliche Wechsel der Jahreszahl - eine menschgemachte Zäsur im ZEITSTROM. Diese Größe "Zeit" bleibt ein Mysterium, etwas ungreifbares und noch weniger Abbildbares. Es dennoch zu versuchen ist vielleicht Trotz um ein Zeichen zu setzen, nicht im ZEITSTROM zu versinken ...
(miley)

Mo, 19.11.2018

artbook.berlin 2018

Zum siebenten Mal sind 3 Tage artbook.berlin zu Ende gegangen.

Am Stand der Pirckheimer-Gesellschaft fanden sich zu dieser Künstlerbuchmesse, an der die Pirckheimer sich jetzt das sechste Mal beteiligten, Beispiele unserer Publikationen und Arbeiten unserer Mitglieder, darunter einige Jahresgaben, verschiedene Hefte der Marginalien und graphische Beilagen, Künstlerbücher von Brigitte Iseli-Neustäbler und von XAGO, die Jahresgabe von Harald Kretzschmar, Ausstellungskataloge und vieles mehr.
Der Stand wurde von Till Schröder und Abel Doering betreut und von weiteren Pirckheimern besucht, wie Sigrid und Ralf Wege, Albrecht von Bodecker, Matthias Gubig, Jutta Osterhof, Klaus Ensikat, Jürgen Wilke ... Andere Pirckheimer taten das ihre, auf das Wirken der Gesellschaft am eigenen Stand hinzuweisen, wie Hanfried Wendland, Christian Ewald, miley, Rainer Ehrt, Johanna Binger und Wolfgang Grätz, Claus Lorenzen, sowie Udo Haedicke. Nach nicht so gut besuchten ersten Tagen gab es dann doch noch einen Besucherrekord am Sonntag und natürlich kamen sie alle bei uns vorbei: Jens Ziegler, Zoppe Voskuhl, Hendik Liersch, Ulrich Goerdten, Petrus Akkordeon und und und ... Es wäre auch nicht zu verstehen, wenn sich dieser Besucherrekord nicht zu guter Letzt doch noch eingestellt hätte, denn die Messe war hochkarätig besetzt, wie man hier nochmals nachlesen kann.

Hier gehts zu einer kleinen Fotostrecke zur artbook.berlin 2018, © Abel Doering

Di, 07.08.2018

von lks.: Udo Würtenberger, Michael Ley, Werner Noske

Drittbrett

Die Grundidee der drei Pirckheimer Udo Würtenberger, Werner Noske und Michel Ley: Gemeinsam geschaffene Grafiken in der Art der gefalteten Arbeit von Yves Tanguy (cadavre exquis). Anstelle eine  Zeichnung wird jedoch der Holzschnitt genutzt. 

Als erstes wurde so das Logo für Drittbrett geschaffen, siehe nebenstehende Abb. Drei Holzstöcke, jeder 40 x 40 cm, mit gewissen Vorgaben, damit die „Anschlüsse“ passen. Im Zusammendruck entsteht dann diese Chimäre, ein Sagengeschöpf als Mischung aus allem möglichen Getier.

Die drei Holzschneider halten sich an gemeinsam vereinbarte Vorgaben für die Gestaltung weiterer Arbeiten. So werden das Thema, die Technik oder das Format festgelegt. Jeder hat genügend Freiraum, um eine eigenständige Arbeit zu entwickeln.
Die Werke werden jeweils am 1. jeden Monats im Internet unter www.drittbrett.de zu sehen sein. Nach einem Jahr verlassen die drei Holzschneider die Internetplattform und stellen zum Abschluss ihre Arbeiten in Berlin und Baden-Württemberg aus.

Sa, 19.05.2018

hoch hinaus

Anläßlich des Ortstermins Moabit 2018 wird der Pirckheimer Michael Ley gemeinsam mit Martin Gietz in der Galerie Würtenberger ausstellen.

Der Turm zu Babel reichte bis in die Wolken.
(Darf denn das sein? Wie hoch bauen wir heute?)

Zur Ausstellung "hoch hinaus" werden von Martin Gietz große Holzschnitte zu sehen sein, er arbeitet u.a. mit einer Straßenwalze. Michael Ley wird Holzschnitte und Video-Intellationen zeigen.

Vernissage: 1. Juni 2018, 19 Uhr
Ortstermin: 1. - 3. Juni 2018 (Galerie Würtenberger 15 - 20 Uhr)

Galerie Würtenberger
Elberfelder 10, Berlin Moabit