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Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft

Pirckheimer-Blog

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Mo, 01.02.2021

HAMBURGER BOTHE, Ausgabe 2

Im Frühsommer 2020 haben Peter Engel und Rudolf Angeli eine Regionalgruppe für den Norden (Hamburg, Bremen, Schleswig-Holstein) aus der Taufe gehoben.
Leider kam es bisher wegen Corona zu keinem einzigen Treffen. Peter Engel und Rudolf Angeli entschlossen sich daher zu einer regelmäßigen Rundmail, die die Regionalgruppe zusammenführen soll. Der Bothe erscheint alle zwei Monate.

"Bereits nach der Erstausgabe können wir uns über ein wachsendes Interesse freuen. Mehr Pirckheimer Mitglieder im Norden und mehr "Gast-Leser" versprechen für die Zukunft breitgefächerte Themen und Inhalte.
Der Bothe "lebt" von den Beiträgen der Leserschaft; diese sollen immer den Schwerpunkt bilden. Wir bitten alle Leser um Zuschriften mit persönlichen Vorstellungen, Berichten über Sammelleidenschaften und künstlerischen Aktivitäten. Das wachsende Netzwerk der Bibliophilen wird uns allen viel Freude bringen."

(Rudolf Leonardo Angeli und Peter Engel)

Hamburger Bothe, Ausgabe 2 (pdf, 607 KB)

Sa, 30.01.2021

BuchDruckKunst und Jahrestreffen 2021 finden statt

Der neue Termin der BuchDruckKunst und für das Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft steht fest.

Für das Jahrestreffen parallel zur BuchDruckKunst bleibt vermutlich das Programm bestehen wie geplant. Dieses Programm war für den März weitgehend vorbereitet und kann den Marginalien Heft 4/2020 entnommen werden. Teilnehmer können nach Terminbekanntgabe in Hamburg bei unserem Tagungshotel IntercityHotel Hamburg-Barmbek ihr Zimmer aus dem Kontingent "Pirckheimer Jahrestagung" buchen, bereits getätigte Buchungen werden entsprechend den Wünschen der Teilnehmer umgebucht. Der Teilnehmerbeitrag wird sich auf 97 € belaufen und beinhaltet wie gehabt 7 Euro für eine Reiserücktrittsversicherung.

Zur BuchDruckKunst 2021 erscheint neben weiteren Vorzugsausgaben die Zeichnung von Rainer Ehrt als Ultrachromeprint in feinster Auflösung auf Büttenkarton. Motivformat 44 x 35 cm, Papierformat 59,4 x 42 cm, signiert und numeriert. Das Blatt kann bis zum 1. Juni zum Subskriptionspreis von 48 € (danach 68 €) erworben werden.

Rainer Ehrt, Jahrgang 1960, studierte in den achtziger Jahren Schrift, Grafikdesign und Illustration an der Hochschule für Kunst und Design Halle / Burg Giebichenstein. Er ist seither sowohl als Cartoonist, Illustrator und Künstlerbüchermacher als auch auf dem Gebiet der freien Grafik, Malerei und Bildhauerei unterwegs. Seine Bildsprache ist figürlich-ironisch mit vielfältigen historischen, mythologischen und literarischen Bezügen. Unter anderen erhielt er den Brandenburgischen Kunstpreis, den Grand Prix World Press Cartoon und den Publikumspreis des Deutschen Karikaturenpreises. Zum 200. Geburtstag von Theodor Fontane zeichnete er 2019 den Dichter für eine Sonderbriefmarke. Der Pirckheimer Rainer Ehrt lebt und arbeitet in Kleinmachnow bei Berlin.

Jahrestreffen und BuchDruckKunst: 24. bis 26. September 2021

Tagungshotel: IntercityHotel Hamburg-Barmbek

Fr, 29.01.2021

29. Januar 1956

Das Heftchen "29. Januar 1956", als "Bibliophiles des Monats Februar" aus gutem Grund drei Tage zu früh vorgestellt, war der erste Druck der Pirckheimer-Gesellschaft und auch die erste Gabe an ihre Mitglieder - es erschien aus Anlass der vor 65 Jahren an eben diesem Tag stattfindenden Gründungsversammlung im ehemaligen Café Budapest in der heutigen Karl-Marx-Allee in Berlin.

Die Gründungsveranstaltung sollte ursprünglich 1955 in der Bibliothek des Kulturbundes in der Berliner Mauerstraße, begleitet von einer Ausstellung mit Büchern aus Beständen von Bruno Kaiser, zu Schillers 150. Todestag stattfinden, weshalb der Druck zur Gründungsfeier die Anekdote von Friedrich Schiller "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547" nach dem Text des Erstdrucks im Deutschen Merkur vom Oktober 1788, sowie den Abdruck der von Schiller genutzten Quelle aus "J. Söffings Res in Ecclesia et Politica Christiana gestae, Rudolstadt 1670 pag. 199 sequ." enthält.

Die Gesamtherstellung übernahm die Hochschule für angewandte Kunst Berlin-Weißensee. Auf dem Titel der 20seitigen fadengehefteten Broschur im Format 14,8 x 21,5 cm prangt erstmalig ein von Werner Klemke geschaffener Holzstich, der bis heute, wenn auch nicht mehr farbig, das Logo der Gesellschaft ist, Seite 5 ziert eine, ebenfalls von ihm geschaffene Vignette (Abbildungen). Der Text wurde gesetzt aus der 10 Punkt Bodoni und mit Blick auf die im Gründungsjahr zu erwartende Mitgliederzahl in 250 Exemplaren auf Faserpapier im Buchdruck gedruckt.

Obwohl diese bibliophil ansprechend gestaltete Gabe zur Gründung nichts mit den ein Jahr später ins Leben gerufenen klammergehefteten, auf Werkdruckpapieren gedruckten Mitteilungsblättern der Pirckheimer-Gesellschaft , den Marginalien, gemein hat, wird sie aufgrund des Formats und einer ähnlichen Umschlaggestaltung unter Pirckheimern mitunter auch "Heft Null der Marginalien" genannt.

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Di, 26.01.2021

Fortsetzung der Plakatreihe „Freiheit“

Es ist mehr als zehn Jahre her, dass die Galerie „Sonnensegel“ für eine Druckaktion im Rahmen eines ZDF-Gottesdienstes in Wittenberg die Plakatreihe „Freiheit“ erfand.

Der Motivkreis mit der gedruckten Kombination der Porträts von Philosophen, Politikern sowie Kulturschaffenden und einem von diesen Personen verfassten Text zum Thema „Freiheit“ wurde seitdem immer wieder erweitert, siehe hier.

Die jüngsten Drucke würdigen die Schriftstellerin Brigitte Reimann bzw. erinnern an die „runden“ Geburtstage von Friedrich Engels im Jahr 2020 sowie von Friedrich Dürrenmatt (2021).

Sämtliche Motive der im Handpressendruck erstellten  Reihe sind in der Galerie „Sonnensegel“ erhältlich. Nähere Informationen hier

(Matthias Frohl)

Sonnensegel e.V.
Gotthardtkirchplatz 4/5, 14770 Brandenburg a.d. Havel

Mo, 25.01.2021

Und im Kopf wuchern Wiesen

In der Corvinus Presse von Hendrik Liersch, vorgestellt von Elke Lang in den Marginalien Heft 239, ist „Und im Kopf wuchern Wiesen“ mit Gedichten von Elisabeth Wesuls und Linolschnitten von Marcela Miranda erschienen.

Von Elisabeth Wesuls, deren im Buch enthaltenen Gedichte fast ausnahmslos zum ersten Mal veröffentlicht werden, wurde 1954 im Erzgebirge geboren. 1986 erschien von ihr im Verlag Neues Leben das Poesiealbum 216. Die lebt und arbeitet als Autorin und Heilpraktikerin in Berlin. und ist mit Gerd Adloff verheiratet.

Die 1956 in Argentinien geborene italienische Grafikerin und Kunstpädagogin Marcela Miranda hat an 300 Wettbewerben und Ausstellungen teilgenommen und zahlreiche Auszeichnungen erhalten, so die Plakette für die beste Sammlung ex libris und ist in vielen Zeitschriften der Corvinus Presse BODY & SOUL vertreten.

Elisabeth Wesuls, Und im Kopf wuchern Wiesen, Gedichte
mit Linolschnitten von Marcela Miranda
Corvinus Presse 2020
Normalausgabe mit 3 Linolschnitten
Japanische Bindung, 68 Seiten, nicht paginiert
180 Expl., 22 €
Vorzugsausgabe mit 7 signierten Linolschnitten
Handbindung Buch und Kassette: Stefan Cseh, 72 Seiten
22 nummerierte und signierte Expl., 300 €

Sa, 23.01.2021

20. Spätdruck - Preußische Tugenden

Seit 2003 gibt Matthias Gubig grafische Pressendruckbücher der Reihe Spätdruck heraus; Werke klassischer und Gegenwartsautoren sowie eigene Texte sind darin vertreten. Gubig gestaltet die Bücher und versieht sie mit Originalgrafiken. Diese und einige der Texte druckt er in seiner Werkstatt selbst. 

Sein 20. Spätdruck trägt den Titel "Preußische Tugenden, Ein Heldenlied in zehn Strophen" und enthält mehrfarbige Zeichnungen auf Nyloprintplatten mit Forexschnitten.

Matthias Gubig, Preußische Tugenden, Ein Heldenlied in zehn Strophen
Blankenfelde 2020
Leporello-Buch, 48 S. mit 9 Orig.-Grafiken in verschiedenen Techniken
Pappband mit originalgrafischem Schild, 16,5 x 30 cm
Auflage 24 Expl., im Impressum signiert und nummeriert
280 €

Fr, 22.01.2021

oben: Radierung von Steffen Volmer | unten: Holzschnitt von Lothar Seruset in Mittwinter

Pressendrucke aus Verlegerhand

"... Der Begriff [Pressendruck] bezeichnet handgemachte Bücher in sehr kleinen Auflagen, deren Illustrationen von einem oder mehreren Künstlern als Originalgrafiken geschaffen werden, also keine Reproduktionen sind, wie sie in normalen illustrierten Büchern verwendet werden. Und auch der Text, die Schrift, wird „in der Presse gedruckt“, d.h. hochstehende Lettern pressen sich in das Papier. Früher geschah das im Bleisatz, zuerst gesetzt aus einzelnen Bleilettern, dann wurden im „Linotype“-System ganze Zeilen in Blei gegossen und nach dem Druck wieder eingeschmolzen. Heute kommen beide Techniken aus Kostengründen kaum mehr vor, der Text wird zumeist im Fotosatz gesetzt und dann ein Klischee aus Kunststoff hergestellt – gedruckt wird jedoch im Buchdruck auf der Presse (also nicht von der Rotationswalze oder im Tintenstrahlverfahren). So ein Textklischee kann man sich vorstellen wie den Druckstock eines Holzschnitts, von dem auch nur die hochstehenden Teile der Platte abgedruckt werden.
Sehr häufig werden Pressendrucke von Künstlerinnen und Künstlern herausgegeben, die auf solche originalgrafischen Bücher spezialisiert sind, etwa von
Peter Renschs Andante Handpresse, der Frank Eißner Handpresse, früher Roswita Quadfliegs Ramin Presse oder der Otto Rohse Presse. Das bedeutet, die Künstler suchen sich ihre Autoren oder Texte aus und illustrieren sie mit eigenen Originalgrafiken. Lektorat, Illustration, Druck und Vertrieb liegen also weitgehend in einer Hand.
Daneben gab und gibt es aber auch zahlreiche Pressen, die von Verleger/inne/n betrieben werden. Zwischen 1890 und 1930 entstand als Gegenpol zur lieblosen industriellen Massenproduktion von Büchern diese Buchkunstbewegung, deren Ziel die künstlerische Gesamtgestaltung des Buches war, das Streben nach perfekter Harmonie von Text, Schriftart, Illustration, Papier, Druck und Bucheinband. Es entstanden private Druckpressen, um eine hohe Buchkultur zu bewahren. Betreiber waren so illustre Leute wie der Großherzog
Ernst Ludwig von Hessen oder Harry Graf Kessler, dessen Cranach Presse die wohl bis heute werthaltigsten Bücher hervorbrachte.
Verleger wählen die Texte aus, die sie einer Pressendruck-Adelung für würdig erachten, suchen sich die ihrer Meinung nach dazu passenden Künstler, verfügen über das Geld, Papierlieferanten, Drucker, Buchbinder, Künstler und Autoren vorab zu bezahlen und sehen dann zu, dass dieses Geld durch Verkauf wieder reinkommt. Manche Verleger können einen Teil der Produktion selbst bewerkstelligen:
Reinhard Scheuble war ein Meisterdrucker und -setzer, was den aufwändigen Bänden der Quetsche sehr zugute kam, Henry Günther konnte die Drucke der Edition Balance selbst binden – das hilft sehr, Kosten zu sparen. ..."

(Wolfgang Grätz, 235. Grafikbrief)

Abb.: 2 Pressendrucke der Quetsche
Katja Lange-Müller - Böse Schafe, mit 3 zweiseitigen Original-Farbradierungen von Steffen Volmer
Ulrike Draesner - Mittwinter, mit Farbholzschnitten von Lothar Seruset | Nachworte von Kerstin Hensel und Matthias Gubig

Ausstellung: 25. Januar bis mindestens 31. März 2021, angepasst an eine mögliche Lockdownverlängerung

Frankfurter Büchergilde & Galerie
An der Staufenmauer 9, 60311 Frankfurt am Main

Mi, 20.01.2021

Kater Klemke

Wie man es von Matthias Haberzettl, Sammler und ausgewiesener Kenner von Werner Klemke (1917 - 1994) kennt, erschien zum Jahresbeginn gemeinsam mit einem Neujahrsgruß ein Heftchen mit einem Einblick in seine Sammlung.

Klemkes "Kater-Unikate" lautet in diesem Jahr das Thema seiner 12seitigen Publikation, vorgelegt in 125 Exemplaren. Darin findet man Widmungen und Einzeichnungen, gezeichnete Vorlagen für Wandkalender, u.a. für den Leipziger Verleger Karl Quarch und fünf Blätter mit Skizzen zu seinem wohl am weitesten verbreiteten Werk "Die Kinder- und Hausmärchen der Brüder Grimm". Aber auch Bilder von Ausstellungen in Kyoto und Tokyo, sowie Zeichnungen seiner Tochter Christine Klemke, was die weltweite Verehrung und Lebendigkeit der Arbeiten dieses beliebten Illustrators zeigt.

Di, 19.01.2021

Wiedereröffnung der Staatsbibliothek

Das im Jahr 1914 eröffnete Gebäude Unter den Linden 8 war im Zweiten Weltkrieg von Bombentreffern teils schwer beschädigt worden. Nach der Wiedervereinigung Deutschlands und der damit einhergehenden Zusammenführung der beiden Standorte der Staatsbibliothek zu Berlin (Potsdamer Straße, Unter den Linden) nahm der Bund sich der gewaltigen Aufgabe an, das denkmalgeschützte Gebäude mit hohem planerischen und finanziellen Einsatz instand zu setzen, zu ergänzen und es auf einen modernen technischen Stand zu bringen.
Seit dem Jahr 2005 wurde das Haus bei laufendem Bibliotheksbetrieb umfassend saniert, erweitert und modernisiert. Im November 2019 wurde das Gebäude der Staatsbibliothek an die Stiftung Preußischer Kulturbesitz übergeben. Danach folgten die Umzüge der umfangreichen Bestände und der Büros sowie diverse Rückbauarbeiten. Unter anderem war der Eingang dieses größten historischen Baukomplexes im Zentrum Berlins an den Boulevard Unter den Linden zurückzuverlegen.

Nun ist alles bereit. Sobald es die Pandemie-Bestimmungen erlauben, werden die Tore zum Gebäude geöffnet, um in den sechs Sonderlesesälen, im Allgemeinen Lesesaal und in Gruppenarbeitsräumen die Leserinnen und Leser an 663 Arbeitsplätzen zu empfangen. Vorerst sind alle Freunde der Staatsbibliothek ganz herzlich eingeladen zur Teilnahme am Livestream der Eröffnungsfeier

Im Anschluss an Begrüßungs- und Festreden nehmen wir Sie mit auf einen kurzen virtuellen Rundgang durch das Gebäude.

25. Januar 2021 um 13 Uhr, YouTube-Kanal der Staatsbibliothek Berlin
Der Stream ist danach permanent aufrufbar unter dieser Adresse.

Mo, 18.01.2021

Radierung von Peter Padubrin-Thomys

LOCKERUNG DES LOCKDOWNS AN HITLERS GEBURTSTAG

Unter diesem Titel ist als MMM-Diarium 1/2020 im Hybriden-Verlag das Tagebuch von Hartmut Robert Andryczuk vom 1. Februar bis 30. April 2020 erschienen. Es enthält Originalarbeiten von 

Peter Padubrin-Thomys
Jorge Herrera Fuentealba,
Thomas Glatz,
Hartmut Andryczuk,
Wolfgang Henne

Themen: Besuch bei Sam Fuller und seiner Sammlung. Knet-Pinguine und Lautgedichte von Artaud. Fitnessstudio Aspria und „Weltbilder“ aus Wuhan. Ulrich Woelk – Mars. Keine Maskenschutz in den Apotheken. Leipziger Buchmesse – abgesagt. Ferienreise nach Usedom – ebenfalls abgesagt. Börsenkurse Richtung Süden. Geisterspiele nach Bergamo. Alle auf die Raumstation? Was machen wir nach dem Krieg? Boris Palmer! Merkel: „You can´t send astronauts to the sun, because they would burn!“ Trump: „What if I send them at night?“

LOCKERUNG DES LOCKDOWNS AN HITLERS GEBURTSTAG
Series: MMM-DIARIUM
30 copies
300 €

Fr, 15.01.2021

BWL-Reihe der Edition Schwarzdruck

Als "Bibliophiles des Monats Januar" wird hiermit die BWL-Reihe vorgestellt, in der auch schon eine Jahresgabe des Berliner Bibliophilen-Abend erschien, eine bibliophile Taschenbuchreihe mit anspruchsvoller neuer und wiederentdeckter Lyrik und Prosa bekannter und weniger bekannter deutschsprachiger Autoren, man sollte nicht auf den Namen der Reihe hereinfallen! Alle Bücher erscheinen im Format von 12 x 20 cm und haben einen handgesetzten und buchgedruckten Schutzumschlag mit einem originalen Linolschnitt des Pirckheimers Roland Berger, teilweise von ihm illustriert. Jede Auflage umfaßt 333 von Hand nummerierte Exemplare.

In der Reihe erschienen unter anderem Titel von Michael Mäde, Günther Rücker, Wolfgang Kohlhaase, Waltraud Lewin, Arthur West, Steffen Mensching und Ulrich Goerdten. Die öffentliche Buchpremiere des zuletzt erschienenen Bandes 25 aus Anlass des 80. Geburtstages Bernd Schirmers im März 2020 war eine der ersten durch die Pandemie-Auflagen verhinderte Veranstaltung.

Die Reihe BWL erscheint bei der Edition Schwarzdruck, Gransee.

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Mi, 13.01.2021

© Klingspor Museum

Helfried Hagenberg / Buch 76

Diesem Buch gab sein Autor den Titel seines Entstehungsjahrs: 76. es begeht somit seinen 45. Geburtstag; und es steht seinem sehr glücklichen Eigentümer - dem Klingspor Museum - gut zu Gesicht, dankbar für den Erwerb zu sein. Helfried Hagenberg überraschte auf der 6 documenta mit diesem und anderen Büchern - im Handel erworbenen Kladden, denen er, so auf seine Art schreibend, den Text als minutiöses Arrangement von Linien und Kanten in den Leib seiner Seiten schnitt. Wortlos. Grandios. Nicht ein reißerisches Kunststück, sondern ein Kunstwerk von jener Weise der Innewerdung, wie die sich aus einem sinnlich-gedanklichen Anliegen ausbildet, das jenseits der Schrift eine Beredtheit des Grafischen formt.

Dass es zeitlos ist, beweist, wie es in die Zeit passt. In die der Reduktion, der Schließung, der Wendung ins Tieferliegende, wie es der Virus verschreibt. Nein, seine Umstände lösen nicht nur - wenn auch viel zu viel - Leid aus. Er gibt die Chance, im Weniger ein bestimmtes Mehr auszumachen. Buch 76 - so leise, so filigran, so vielsagend ins Papier flüsternd, in der Flachheit von Nichts den Raum für Alles eröffnend - dieses Buch gerät, an seinem 45. Geburtstag zum Kind dieser, unserer Tage. Es sagt: nicht alles ist stumm, weil uns die Worte fehlen. Gerade so schräg, wie es erscheint, weist es geradlinig nach vorne. Ausblick in ein Jahr un/erwartbarer Einsichten.

Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 12.01.2021

© Brigitte Iseli-Neustäbler

PF 2021

Ich stand etwas länger im Atelier - aus diesem Grunde komme ich erst jetzt dazu, Euch ein gesundes 2021 zu wünschen. Ein wenig mehr Frieden und etwas mehr Weisheit würde ich mir im 2021 von manchen Entscheidungsträgern wünschen. Unter diesem Aspekt habe ich meinen Holzschnitt-Jahresgruss gedruckt . Die Karten werden Mitte nächster Woche versandfertig sein und in den nächsten Tagen aus Basel eintreffen. Rückblickend bedanke ich mich, für die Unterstützung, welche ich trotz Lockdown erfahren habe. Vielleicht sehen wir uns im Juni 2021 zu einer geplanten Einzelausstellung in Basel, wenn Chorona dies zulässt. Ich arbeite unerschocken weiter, denn Kreativität bleibt erhalten.

(Brigitte Iseli-Neustäbler)

Fr, 08.01.2021

Pamphlet 4

In den Poem Pamphlets, einer unabhängige Verlagsinitiative zu Text, Typografie und Typografie, erschien vom Pirckheimer Dan Reynolds das Essay „Louis Hoell and the making of the Eckmannschrift”. 

Louis Hoell schnitt die Stempel für die einzige veröffentlichte Schrift, die Otto Eckmann je entworfen hat. Die Entstehungsgeschichte der Eckmannschrift wurde oft erzählt. Rückblickend war es diese Schrift, die Karl Klingspors Ruf als Schriftgießer begründete. Doch anstatt die Eckmannschrift aus Klingspors oder Eckmanns Sicht zu betrachten, lenkt Dan Reynolds Essay mit seltenem und unveröffentlichtem Material aus dem Klingspor-Archiv den Fokus auf das, was Hoells Gestaltbeiträge zu dem Projekt gewesen sein könnten.

In der von Jérôme Knebusch und Alice Savoie herausgegebenen Reihe Poem Pamphlet erschienen bislang „About the Blumenbuch” von Jérôme Knebusch, „Robert Thorne and the origin of the ´modern´ fat face” von Sébastien Morlighem und „Ratdolt´s Index characterum, the earliest know type specimen” von Riccardo Olocco.

Dan Reynolds, Louis Hoell and the making of the Eckmannschrift, engl. 
Poem-Editions, Frankfurt a.M., 2020
brosch., 20 Seiten, 12 × 20 cm, Klammerheftung
Offsetdruck auf unbeschichtetem Papier
8 €

Mo, 04.01.2021

NACHKLANG

Ulrich Tarlatt stellt in der Edition Augenweide vor: NACHKLANG

Die Hefte 1 - 4 liegen vor, die letzten Hefte 5 + 6 und 7 + 8 sind in Vorbereitung. NACHKLANG 5 + 6 vermutlich im Februar und 7 + 8 im Sommer ... das dann der AUSKLANG.

NACHKLANG 1

Gil Schlesinger - Jörg Kowalski - Veit Hofmann - Peter Angermann - Annerose Kirchner - Cees Andriessen - Frieder Heinze - Hans Eichhorn - Anette Groschopp - Timm Kregel - Klaus Süß

NACHKLANG 2

Dietrich Schön - Ergon - Friederike Mayröcker - Bela Chekurishvili - Franz Mon - Renate Langgemach - Heinz Jahn - Uta Zaumseil - Wolfgang Henne - Raymond Waydelich - Wilhelm Bartsch

NACHKLANG 3

Michael Morgner - Ralf Meyer - Susann Hoch - Osmar Osten - Oskar Manigk - Wieland Krause - Thomas Böhme - Moritz Götze - Reinhard Bufler - Uljana Wolf - Thomas Virnich

NACHKLANG 4

Madeleine Heublein - Jan Wagner - Hans Scheib - Sigrid Sigurdsson - Dieter Goltzsche - Heike Pillemann - Christoph Wilhelm Aigner - Holger Bunk - Bodo Korsig - Heino Naujoks - Angela Hampel

Beiträge für die nächsten Hefte liegen bereits vor von Jürgen Brodwolf - Richard Pietraß - Wolfram Adalbert Scheffler - Peter Wawerzinek - Hartwig Ebersbach - Felix Droese - Jan Kuhlbrodt - Max Uhlig - Helge Leiberg - Michael Augustin - Leiko Ikemura - Birgit Kreipe - Eun Nim Ro - Hartmut Andryczuk - Charly Loth - Friedemann Hahn - Bernd Zimmer - Markus Daum - Thomas Rosenlöcher - Volker Braun - André Schinkel - Lutz Seiler - Wolfgang Troschke - Peter Bömmels - Walter Libuda - Reinhard Stangl - Volker Lehnert - Werner Liebmann - Andreas Maier - Christian Lehnert - Thomas Florschuetz - Franz Erhard Walther - Bettina van Haaren, zugesagt haben noch Olaf Martens - Timm Ulrichs - Via Lewandowsky - Gerhard Rühm - Falko Behrendt - Michael Lentz - Hans Peter Adamski - Olaf Wegewitz.