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Klingspor-Museum

Pirckheimer-Blog

Klingspor-Museum

Di, 02.12.2014

Hurra und Kanonendonner

Von patriotischer Propaganda zu realistischer Darstellung des Grauens reicht das Spektrum des Kinder- und Jungendbuchs, das im Ersten Weltkrieg das Geschehen in Wort und Bild fasste. Dies dokumentiert die Ausstellung aus Beständen des Instituts für Jugendbuchforschung der Goethe-Universität. Ergänzt werden Zeichnungen, mit denen Rudolf Koch, maßgeblicher Schriftgestalter in Offenbach, seine Eindrücke von drei Frontorten des Krieges festhielt. Parallel findet im Museum die traditionelle Ausstellung "Kinderwelten" statt.

Eröffnung: 6. Dezember 2014, 15 Uhr, Einführung: Prof. Dr. Hans-Heino Ewers, Institut für Jugendbuchforschung
Ausstellung: 6. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mo, 01.12.2014

Kinderwelten

59. internationale Kinderbuchausstellung
 
Auch in diesem Jahr zeigt die schon traditionelle Bilderbuchausstellung zahlreiche Neuerscheinungen aus vielen Ländern für Kinder und Erwachsene. Eine besondere Nachbarschaft geht die diesjährige Ausstellung mit Kinderbüchern aus dem Ersten Weltkrieg ein, die die aktuellen Verlagspublikationen ergänzen. In gemütlichen Leseecken lässt sich die ganze Vielfalt der aktuellen Bilderbücher lesen, blättern und anschauen. Allen Kindern, Eltern, Großeltern und Freunden: Herzlich willkommen! Bei dieser Ausstellung zahlen Kinder bis 14 Jahre keinen Eintritt. (Die Kosten übernimmt die Vereinigung Freunde des Klingspor-Museums e.V.).
 
Eröffnung: 6. Dezember 2014, 10 Uhr
Ausstellung: 6. Dezember 2014 bis 15. Februar 2015
 
è Klingspor-Museum
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Buch des Monats

Dr. Dorothee Ader stellt in der tarditionellen Reihe des Klingspor-Museums das Bilderbuch "Akim rennt" vor, das aktuell die Situation von Menschen und auch Kindern in Kriegsgebieten thematisiert. Das preisgekrönte Bilderbuch berührt mit seiner angenehm zurückhaltenden Erzählung und den skizzenhaften Bildern, die durch Mark und Bein gehen, ohne zu überfordern.

5. März 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 Euro, Mitglieder: 1,50 Euro


è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 10.10.2014

MDE-Rundbrief 2014.2

Soeben wurde der 2. Rundbrief der Meister der Einbandkunst ausgeliefert, der sich diesmal vorrangig dem Thema Sammeln widmet.
Johannes Baumgartner, der unter anderem eine zweibändige Bibliographie zu Struwwelpetriaden verfasste, berichtet über das Warum seiner Sammlung, Wulf D. v. Lucius stellt den Büchersammler Onno Feenders vor und es wird ein Einblick in die Sammlungen zur Buchkunst der Kunst- und Museumsbibliothek der Stadt Köln und mit zwei Beiträgen des Klingspor-Museums Offenbach gegeben.
Neben einer Betrachtungen zur lokalen und internationalen Einbandkunst finden sich in dem Heft auch ein Nachruf zum Pirckheimer-Mitglied Werner Kießig und zum englischen Buchbinder Ivor Robinson, der mit seinen kunstvollen Einbänden international bekannt wurde. Nicht unerwähnt bleiben darf in dieser unvollständigen Aufzählung auch ein Beitrag von Peter D. Verheyen über einen Stolperstein für Ernst Collin, Schriftsteller des ikonischen Pressbengel.

Di, 30.09.2014

zwei Buchkunst-Ausstellungen in Offenbach

Im Oktober und November zeigt das Klingspor-Museum gleich zwei Ausstellungen zur Buchkunst: Nordseits. Buchkunst aus Finnland und Schiffsholz für den Sänger. Das Kalevala-Projekt.
Finnland ist Partnerland der diesjährigen Frankfurter Buchmesse. Die unter diesem Thema stehende Ausstellung möchte das finnische Künstlerbuch, das hierzulande noch weitgehend unbekannt ist, vorstellen. Tatjana Bergelt kuratiert die Ausstellung. Die arrivierte Buchkünstlerin aus Deutschland hat seit einigen Jahren ihren Lebensmittelpunkt in Finnland und ist bestens mit der finnischen Buchkunstszene vernetzt.
Parallel dazu werden unter dem Thema Schiffsholz für den Sänger raumgreifende Buchskulpturen von Anja Harms und Eberhard Müller-Fries gezeigt. In diesem Projekt lebt Finnlands Epos über den Urvater und das Land Kalevala auf in den Büchern und Skulpturen der Künstlerin und des Bildhauers. Eindringlich in ihrer Stofflichkeit und Farbgebung, öffnen sie Bühnenräume, die den Mythos vergegenwärtigen. Skulptur und Buch – visuell greifbare Verweilzeichen innehaltender Lesart.
Die Künstlerbücher von Anja Harms werden auch auf der Frankfurter Buchmesse in Halle 4.1, Stande L6 zu sehen sein. Am 11. Oktober werden dort im Pavillion des Gastlandes Finnland in einem Kalevala-Frühstück, moderiert von Tilman Spreckelsen (FAZ) auch die Kalevala-BuchSkulpturen präsentiert.
 
Ausstellungen: 1. Oktober - 23. November 2014

è Klingspor-Museum
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Mo, 01.09.2014

Landschaft. Ansicht und Absicht…

Beispiele aus Werken der Museumssammlung. Vortrag von Dr. Stefan Soltek.
Hanif Lehmann, Porta Bohemica, Radierung (nicht im Bestand des Museums)
Das Sujet der Landschaft scheint im Museum für Buch und Schriftkunst nicht auf Anhieb einleuchtend. Und doch: Ob Ernst Ludwig Kirchner, Henri Matisse oder Robert Rauschenberg, schließlich Paula Scher oder Paul Stein – das Spektrum der Künstler ist groß, die Landschaften geschaffen haben, im Kontext mit Buch und Plakat und dadurch im Klingspor Museum präsent. Es gibt weite Blicke und Nahansichtiges, Bezauberndes und Aufrüttelndes – und derARTige Landschaftserlebnisse sollen aufgeschlagen und entrollt, und „Landschaft“ bis über den Horizont hinaus ersonnen werden.

Freitag, 5. September 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €

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Mi, 30.07.2014

Entgrenzt - Veronika Schäpers

Veronika Schäpers gehört zu den Protagonistinnen des zeitgenössischen Künstlerbuches. Ihre Arbeiten sprechen in gleichem Maße den Intellekt und die Sinne an. Keines ihrer Bücher gleicht dem anderen, gemeinsam ist ihnen nur die perfekte handwerkliche Verarbeitung raffinierter Materialien. Nach Abschluss einer Buchbinderlehre studierte sie an der Hochschule für Kunst und Design Burg Giebichenstein in Halle an der Saale Buch und Einband bei Ingrid Schultheiß. 1997 erhielt sie ein Stipendium bei dem Papierschöpfer Naoaki Sakamoto in Tokyo, danach verlegte sie bis 2012 ihren Lebensmittelpunkt nach Japan.
Die Materialien für Veronika Schäpers Bücher sind äußerst vielfältig, sie reichen von modernen Kunststoffen, mit Deskjetdrucker bedruckt, hin zu traditionellen japanischen Materialien wie Lack oder handgeschöpften Papieren, die zum Teil eigens für die Bücher angefertigt werden. Auch bei den Buchformen schöpft Schäpers aus einer großen Bandbreite, von der klassischen Codexform über die Buchrolle, dem Leporello bis hin zum Objekt. Immer nimmt die Auswahl der Materialien und die gesamte Buchgestaltung Bezug auf das Thema des Buches.
Veronika Schäpers hat sich folgendermaßen über ihre Arbeit geäußert: „Die Texte meiner Bücher liefern eine zentrale Idee, ein Konzept, auf das die gesamte Gestaltung und Materialauswahl aufgebaut wird. Sie werden jedoch nie von mir, sondern immer von einem Schriftsteller verfasst, mit dem ich einen Dialog über das Thema führe und als Ergebnis den dem Buch zugrundeliegenden Text erhalte. Das Buch soll nicht nur den Text spürbar machen, sondern das beschriebene Thema erweitern und erläutern. Diese erreiche ich nicht durch dem Wort gegenübergestellte Illustrationen, sondern durch eine Verflechtung des Textes mit der visuellen Gestaltung und den verwendeten Materialien. Zeitgenössische bzw. aktuelle Themen sind mir wichtig, ebenso wie der ständige Brückenschlag zwischen der östlichen und westlichen Kultur. Ich betrachte meine Position als die einer Vermittlerin zweier Kulturen. – Jedes Projekt bietet dabei einen neuen Blickwinkel auf meine Mittlerrolle und zwingt mich, immer wieder neu zu beginnen. Der Text ist dabei nur das auslösende Moment für einen Prozess des Sichtbarmachens, des Visualisierens von einem Thema, das mich beschäftigt. Daher nehmen die Bücher in ihrer endgültigen Form auch oft ein objekthaften Charakter an, indem ich ihnen eine besondere Hülle oder Verpackung geben, die das Sujet widerspiegelt“.
 
Eröffnung: Mittwoch 30. Juli, 19 Uhr
Ausstellung: 30. Juli bis 14. September 2014
Eintritt: 2,50 €


è Klingspor-Museum
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Japan auf Reisen

Vor unseren Augen vollzieht sich langsam eine Entwicklung, die entweder nicht wahr- oder zumindest fast stillschweigend hingenommen und von den betroffenen Interessengruppen kaum öffentlich beklagt wird: Der Untergang des Buches! Alteingesessene, große, gut sortierte Buchhandlungen müssen einander ähnelnden Kettengeschäften mit immer gleichem Angebot weichen, das E-Book verdrängt das gedruckte Buch und die Universitäten beklagen nicht zu übersehende Lese- und Schreibschwierigkeiten vieler Studienanfänger, die auf die Entfremdung vom geschriebenen Wort zurückzuführen sind.
Das Klingspor-Museum Offenbach bietet in Zusammenarbeit mit der Japanologie der Universität Frankfurt und dem Museum Angewandte Kunst Frankfurt in der Ausstellung “Japan auf Reisen” eine Annäherung an die einzigartige Kunst des Buches und des Farbdruckes in der japanischen Frühmoderne. Ein faszinierendes Spiegelbild einer Welt, die angesichts der weitgehenden Abschließung Japans der Außenwelt lange verborgen blieb, entfaltet sich. Als eines der wichtigsten Kulturgüter, das in dieser Zeit zur Blüte gelangte, ist der Blockdruck anzusehen, der mitunter in enger Verbindung zum Reisen steht. Das Reisen und die berühmten Orte entlang der Routen lieferten den Stoff und die Motive für Bücher und Einzelblattdrucke. Diese wiederum regten das Reisen an, indem sie die inländischen Sehenswürdigkeiten thematisierten und in Form der Reiseführer und der Reiseliteratur den Weg zu ihnen ebneten.
“Japan auf Reisen” – das ist also nicht nur im Sinne einer Beschäftigung mit den faszinierenden Einzelheiten der Reisekultur und ihrer kulturgeschichtlichen Bedeutung zu verstehen. Es geht symbolisch auch um die Entwicklung zum Buch; zu einer lesenden Gesellschaft, in der das Buch in all seinen Variationen einen ungleich höheren Stellenwert im Leben weiter Kreise der Bevölkerung einnahm als sonst irgendwo auf der Welt.

Eröffnung: Mittwoch 30. Juli, 19 Uhr
Ausstellung: 30. Juli bis 14. September 2014
Eintritt: 2,50 €


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Seelenbilder. Kalligraphien von Eva Aschoff

Eva Aschoffs (1900 – 1969) Kompositionen aus Malerei und Schrift sind gleichsam auf Papier gebannte Meditationen. Ihre Arbeiten, die den Einfluss japanischer Kalligraphie zeigen, sind stilistisch einzigartig. Die renommierte Buchbinderin betrieb von 1928 – 1964 eine Werkstatt für Handbeinbände in Freiburg. Neben ihrer buchbinderischen Ausbildung, unter anderem bei Franz Weiße in Hamburg und Frieda Thiersch in München, studierte sie auch einige Semester Schrift bei Ernst Schneidler an der Akademie in Stuttgart. Den Schwerpunkt ihres Einbandschaffens legte sie auf Pappbände, die sie mit unikaten Buntpapieren versah. In den 50er und 60er Jahren des 20. Jahrhunderts widmete sie sich intensiv freien schriftkünstlerischen Arbeiten. An ihnen wird deutlich, wie sehr sie von Ernst Schneidler, dem sie zeitlebens verbunden blieb, beeinflusst wurde.
Verhalten farbige Blätter, oftmals Monotypien, die zum Teil mit Pastellkreiden überarbeitet sind, bilden zumeist auch den Fond ihrer Schriftkunst. Charakteristisch für ihre Arbeiten ist die höchst eigenwillige Verbindung zwischen schriftlichen und bildlichen Elementen: In Auflösung begriffene Flächen aus verschwimmenden Farbfeldern, die mit fragmentarischen Textstücken beschrieben sind. Teilweise scheint sich der Text aufzulösen während einzelne Schlüsselwörter akzentuiert geschrieben sind. In zahlreichen Arbeiten überschreitet sie die Grenzen des Lesbaren und lässt die Tusche nur noch als scripturale Linie erscheinen.
Neben freien kalligraphischen Arbeiten zeigt die Ausstellung Einbände mit feinfühlig gestalteten Papieren, die kongenial die Handschriften des befreundeten Schriftkünstlers Rudo Spemann umhüllen. Aus wirtschaftlichen Gründen arbeitete sie auch für Verlage, so schuf sie Einbandpapiere für die Insel-Bücherei und gestaltete Broschuren für Anthologien asiatischer Gedichte des S. Fischer Verlages.

Eröffnung: Mittwoch 30. Juli, 19 Uhr
Ausstellung: 30. Juli bis 14. September 2014
 
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Mi, 28.05.2014

California Dreamin‘

Grabhorn Press
James Phillips Jr. 1935
Unter dem Thema "Buch des Monats" steht im Juni der Vortrag von Hans Eckert, Bibliothekar an der Universitätsbibliothek Frankfurt am Main „Fine printing in California 1920 – 1980“.
Seit den 1920er Jahren gilt Kalifornien als „Book State“. Zahlreiche Drucker und Privatpressen, wie z. B. die Grabhorn, Arion-, Plantin-, Allen-, Colt- und Greenwood-Press sind hier beheimatet.

Freitag, 6. Juni 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €

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So, 18.05.2014

... von der Straße her ...

Graphische Kunst aus dem Besitz der Mitglieder der NaturFreunde in Offenbach

Kunst gehört auf die Straße - forderten neben Bertolt Brecht und HAP Grieshaber auch viele andere Künstler. Zum 100. Geburtstag der Offenbacher NaturFreunde zeigt das Klingspor-Museum in der Ausstellung ...von der Straße her ... in einer exemplarischen Auswahl über 200 Plakate, Grafiken und illustrierte Künstlerbücher. Seit 1914 - also in über 100 Jahren - haben Mitglieder der Offenbacher NaturFreunde diese Objekte gesammelt und einen großen und in dieser Form unentdeckten Schatz neben dem bürgerlichen Mainstream verborgen. Diesen Schatz zu zeigen ist Ziel der Ausstellung - als Teil der kulturellen Aktivitäten der Offenbacher NaturFreunde seit ihrer Gründung 1914.
Illustration von E. Herfurth zu
Bertolt Brechts Hauspostille, Büchergilde Gutenberg 2006
Mitglieder der NaturFreunde gehören seit Anfang an zur „Straße". Da sind die Handwerksburschen, die auf der „Walz" nach Offenbach kommen. Ihre Schule, ihre Erfahrungen und Neugierde sind die „Straße". Sie lernten und brachten mit, was arbeitende Menschen an Können und Fertigkeiten in verschiedenen Regionen beherrschten, aber auch deren soziale Not und Unfreiheit.So lernten sie vielerorts Kunst als Form der Auseinandersetzung und ihre Ausdrucksformen kennen. Da sind auch die jungen Sozialisten, die auf der Straße Freiheit und Rechte einforderten. Ihnen wurde bescheinigt, dass sie auch Zeit und Geschmack an Kunst und Kultur fanden. Sie werden Teil der erstarkenden Arbeiterbewegung. Sich Wissen anzueignen und selbst zu organisieren ist ein Baustein ihrer Emanzipation. Dazu gehörte auch, Lieder und bildende Kunst als Chance der eigenen Entwicklung zu ergreifen, aber auch als Form der Auseinandersetzung und des gesellschaftlichen Kampfes.
1914 gegründet, unterbricht der 1. Weltkrieg sofort jede kulturelle Entwicklung und erstickt alle Möglichkeiten. Aufgrund dieser Erfahrung wird Bestandteil der Aktivitäten der Ortsgruppe der Kampf um den Frieden und eine demokratische und soziale Gerechtigkeit-und überdauert auch die Zeit des Faschismus. Die gesammelten Objekte der Mitglieder der Offenbacher NaturFreunde dokumentieren dies. Die Lage der arbeitenden Menschen, die Nöte Einzelner oder der,randständigen' Gruppen gehen nicht verloren.
Zufällig ist das Gezeigte in aller Unterschiedlichkeit der Sichtweisen dennoch nicht - zeigt aber die verschiedenen finanziellen Möglichkeiten der Sammler, die es sich häufig vom Munde absparen mussten. Es ist ein Mosaik einer Sehnsucht nach Gerechtigkeit und einer anderen Welt ohne Unterdrückung und Not. Aber auch Liebe, Fröhlichkeit und Schönheit haben darin Platz.

Eröffnung: Mittwoch, 21. Mai, 19 Uhr
Ausstellung: 22. Mai bis 13. Juli 2014

è Klingspor-Museum
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Fr, 02.05.2014

Feuerwerk der Kalligraphie

Ein kalligraphisches Potpourri vorgestellt und erläutert von Dr. Stefan Soltek.
Zum 100. Geburtstag von Karlgeorg Hoefer (1914 – 2000) zeigt das Klingspor-Museum eine Retrospektive seines Werks. Hoefers breitgefächertes Œuvre umfasst sowohl freie kalligraphische Arbeiten als auch angewandte Arbeiten, u.a. Typedesign und Entwürfe für Tapisserien. An dieser Stelle soll der Bogen etwas weiter gespannt werden als Hoefersche Œuvre umfasst - ins schwungvoll-überraschende Reich der Schriftkunst hinein sozusagen.

Freitag, 2. Mai 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €

è Klingspor-Museum
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Mi, 02.04.2014

Frans Masereel. Der Schrecken des Krieges

Vor 125 Jahren wurde Frans Masereel (1889 – 1972) im belgischen Blankenberghe geboren. Vor allem sein expressionistisches Frühwerk machte ihn zu einem der bedeutendsten Graphiker des 20. Jahrhunderts. Sein immenses graphisches Werk ist durch die Sammlung Paul Ritter beinah vollständig im Klingspor-Museum vertreten. Masereel blieb die Einberufung im Ersten Weltkrieg erspart. 1916 ging er nach Genf, um beim Internationalen Roten Kreuz mitzuarbeiten. Dort traf er Romain Rolland, über den er sich der pazifistischen Bewegung anschloss. Er arbeitete für die Zeitschrift „Les Tablettes“, in der er mit Holzschnitten Stellung gegen Krieg und Militarismus bezog. 1917 gründete er mit Claude L. Maguet die Tageszeitung „La Feuille“. Aus dieser Zeit stammen auch seine ersten Holzschnitt-Alben „Debout les Morts„ und „Les Morts parlent“. Der Humanist und Sozialist setzte sich zeitlebens für Frieden und Völkerverständigung ein. Martina Weiß beleuchtet das Engagement des Künstlers und zeigt Bücher und Graphiken, die mit leidenschaftlichen Anklagen die Grausamkeit von Kriegen schonungslos offenlegen.

Freitag, 4. April 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €

è Klingspor-Museum
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So, 02.03.2014

3 Ausstellungen im Klingspor-Museum

Schwungvoll. Karlgeorg Hoefer zum 100. Geburtstag
Glanzvoll. Werke von Rudolf Koch und Alfred Kubin
Kriegszeit


Buchumschlag: Karlgeorg Hoefer
Zum 100. Geburtstag von Karlgeorg Hoefer zeigt das Klingspor-Museum eine Retrospektive seines Werks. Hoefers breitgefächertes Oeuvre umfasst sowohl freie kalligraphische Arbeiten als auch angewandte Arbeiten.
Frisch restauriert präsentieren sich besondere Kostbarkeiten aus dem Museumsbesitz: Die großformatigen Schrift-Tapisserien des renommierten Schriftkünstlers Rudolf Koch und seiner Werkstatt mit biblischen Texten und eine Folge von Original-Federzeichnungen zu „Der Prophet Daniel“ von Alfred Kubin aus dem Jahr 1913. Sie konnte mit Hilfe eines Spendenaufrufs des Magazins „ Ars pro toto“ der Kulturstiftung der Länder restauriert werden.
Aus Anlass des Ausbruchs des Ersten Weltkriegs vor 100 Jahren zeigt das Klingspor Museum aus seinen Beständen ausgewählte Grafiken, in denen der Blick des Künstlers auf Themen des Kriegs gerichtet ist.

Ausstellungseöffnungen: 15. März 2014 15.30 Uhr

è Klingspor-Museum

Fr, 28.02.2014

E.G. Craig – die Bühne im Buch

Craig steht als einer der innovativsten und radikalsten Theaterreformer zu Beginn des 20. Jahrhunderts im Zentrum der Veranstaltung "Buch des Monats" des Klingspor-Museums im März. Sein Streit mit Max Reinhardt, seine Liebe zur Tänzerin Isadora Duncan und seine Freundschaft zu Harry Graf Kessler sind legendär, seine buchkünstlerische Arbeit ist dagegen wenig beachtet, die das Buch zur Bühne werden lässt. Dr. Dorothee Ader lädt ein zu einer Reise in das Theater um 1900, das in den Worten und Holzschnitten von E.G. Craig auch im Klingspor Museum beheimatet ist.

Freitag, 7. März 2014, 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €