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Klingspor-Museum

Pirckheimer-Blog

Klingspor-Museum

Do, 01.12.2016

Kinderwelten

Am 2. Advent wird im Klingspor Museum die Ausstellung „Kinderwelten. 61. Internationale Kinderbuchausstellung“ eröffnet. Mit Musik und Kinderaktionen. Die traditionelle Ausstellung neuer Bilderbücher aus zahlreichen Ländern zeigt eine Vielfalt von Themenstellungen und Bildsprachen auf. Die offene Präsentation erlaubt das Blättern und ein großer Lesetisch lädt zum Verweilen ein. In den Vitrinen wird eine Auswahl älterer und neuerer ABC-Bücher gezeigt. In vielfältiger künstlerischer Umsetzung wird Kindern das Alphabet im spielerischen Umgang mit Buchstaben nahegebracht.
Den Besucher erwarten neue Bilderbücher zum Blättern, Musik, Kinderaktionen und viele ABC-Bücher – Tieralphabete von Alligator bis Zebra, Buchstaben-Pop-ups, ABC-Gedichte und mehr.

Ausstellung: 4. Dezember 2016 - 12. Februar 2017

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Fr, 04.11.2016

Добрый день und Guten Tag!

Im November präsentiert das Klingspror Museum in verschiedenen Veranstaltungen Werke aus der Ausstellung „rundUmschlag. Die Vielfalt russischer Buchkunst“.
Am Sonntag gibt es um 11:30 Uhr eine Führung durch die Ausstellung. „rundUmschlag“ der Sammlung Albert Lemmens und Serge-Aljosja Stommels schlägt einen Bogen von der Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Kuratiert von Studierenden der Goethe Universität Frankfurt unter Leitung von Dr. Viola Hildebrand-Schat.
Um 15 Uhr: Ring … Mein Telefon – Eine russische Kindergeschichte in Reimen. Für Kinder von 7 – 12 Jahren. Was bestellen Tiere am Telefon? Das russische Kinderbuch wird von Studenten der Kunstgeschichte zweisprachig vorgelesen und gemeinsam mit den Kindern entdeckt.
Die Ausstellung endet am 20. November mit Führung und russischem Abend, den Besucher erwarten russische Lieder und Texte, Tee aus dem Samowar und Naschereien.

6. November 2016

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Do, 20.10.2016

Papierboote, der Abend der Buchkünstler

Dit is wat wij delen! „Das teilen wir!“

Den Künstlerbuchabend im Klingspor Museum gestaltet dieses Jahr das niederländisch-deutsche Künstlerpaar Mark Met & Carola Willbrand. Getreu dem diesjährigen Motto der Gastländer der Frankfurter Buchmesse Flandern & die Niederlande wählen sie den Titel: Dit is wat wij delen! Denn Mark Met und Carola Willbrand verbindet die Liebe zur niederländischen Sprache.
Künstlerbücher von Carola Willbrand
Mark Met ist Niederländer und spielt u.a. in seinen Schriftbildern mit seiner Muttersprache und mit seinem Namen „Met“, der im Niederländischen „mit“ bedeutet und den viele Deutsche für den legendären Honigwein halten. Carola Willbrand übersetzte in den letzten Jahren Kurzgeschichten von Marga Minco. Die niederländische Schriftstellerin Marga Minco ist die letzte Überlebende einer orthodox-jüdischen Familie. Jahrgang 1920, so alt wie die Mutter der Künstlerin, die kurz vor und nach Kriegsausbruch in Amsterdam lebte. Die spröden humorvollen Kurzgeschichten von Marga Minco aus den 50er Jahren waren bisher nicht ins Deutsche übersetzt worden. Carola Willbrand zeigt in ihren Künstlerbüchern die KünstlerInnenWelt.

21. Oktober 2016, 19 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 05.10.2016

Bibliophilie der Armut

„Spiel-& Polterbuch" von Günter Bruno Fuchs,
von Victor Otto Stomps auf Wellpappe gedruckt
Im Klingspor Museum Offenbach präsentiert der Direktor Dr. Stefan Soltek in einem Vortrag zum dem Thema „Bibliophilie der Armut. Die Buchkunst der Eremiten-Presse“ eine Auswahl von Büchern der Eremiten-Presse.

Vortrag: 25. Oktober 2016, 18 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Di, 04.10.2016

rundUmschlag

Majakowski / El Lissitzky: Dlja Golosa, Foto Klingspor Museum
Die Ausstellung „rundUmschlag. Die Vielfalt russischer Buchkunst“ der Sammlung Albert Lemmens und Serge-Aljosja Stommels schlägt einen Bogen von der Avantgarde Anfang des 20. Jahrhunderts bis in die Gegenwart. Nonkonformistisch waren die Bücher von Künstlern des Futurismus. Die Protagonisten des Konstruktivismus hingegen, allen voran El Lissitzky, stellten ihre Kunst in den Dienst des jungen Sowjetstaates, dessen Propaganda sich hervorragender Künstler wie Alexander Rodschenko oder Gustavs Klucis bediente. Die Kinderbuchillustration befand sich auf einem erstaunlichen Niveau, da zahlreiche renommierte Künstler als Illustratoren arbeiteten. Im Untergrund erschienen Künstlerpublikationen des sogenannten Samisdat in kleinsten Auflagen. Mit der Perestroika entwickelte sich eine rege, vielfältige Künstlerbuchszene. Kuratiert von Studierenden der Goethe Universität Frankfurt unter Leitung von Dr. Viola Hildebrand-Schat. Am Sonntag wird es eine Führung durch die Ausstellung geben.

Eröffnung: 13. Oktober, 19 Uhr
Ausstellung: 14. Oktober - 20. November 2016
Führung: 16. Oktober 2016, 11:30 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Kate Steinitz

Kate Steinitz. Avantgarde Künstlerin, Emigrantin, Kunsthistorikerin. Ein außergewöhnliches Leben.
Kate Steinitz, Billy. Originalentwurf. ca 1936
Aus Anlass des 100jährigen Bestehens der Synagoge in Offenbach stellt das Klingspor Museum Werke mit jüdischem Bezug aus seinen Beständen. Martina Weiß beleuchtet Leben und Werk der jüdisch-stämmigen Künstlerin Kate Steinitz. Steinitz war eine enge Freundin Kurt Schwitters‘, mit dem sie zusammen dadaistische Kinderbücher schuf. Ihr Haus in Hannover war der Treffpunkt vieler avantgardistischer Künstler. Heute ist die Künstlerin kaum noch bekannt. Zwei Gründe mögen eine größere künstlerische Entfaltung ihrer vielseitigen Talente verhindert haben, zum einen, dass sie eine Frau war und zum anderen, dass sie als Jüdin in die Emigration gezwungen wurde. Im amerikanischen Exil machte sie sich später einen Namen als Leonardo da Vinci Expertin. Mit dem Originalentwurf eines unveröffentlicht gebliebenen Kinderbuchs übereignete die Künstlerin dem Klingspor Museum eine besondere Kostbarkeit.

7. Oktober, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 01.08.2016

Seitenweise. Künstlerbücher. Sommer-Atelierwoche

Eine Woche am Stück künstlerisch arbeiten: Wir nutzen die sommerliche Atmosphäre im Offenbacher Hinterhofatelier, um uns auf die Suche nach neuen Möglichkeiten des Buchraums zu begeben: intuitiv oder konzeptionell, jedenfalls ganz individuell. 
Verschiedenste künstlerische Strategien lassen sich ins Buch übertragen. Beim Büchermachen sind wir Regisseur/innen, Zeichner/innen oder Autor/innen. Wir entdecken die Besonderheiten des Mediums, vor allem die zwei Seiten des Papiers und wie sich durch ihre (An)Ordnung eine poetische Kraft und Dramaturgie entwickeln lässt. 
Es können sowohl Anfänger/innen als auch Fortgeschrittene mitmachen: Jede/r wird in den eigenen Möglichkeiten und Ideen unterstützt und gefördert. Einzelkorrektur und gemeinsame Werkstattgespräche begleiten die Arbeitsprozesse.
Mit kurzen Impulsreferaten werden verschiedene gestalterisch-künstlerische Verfahren vorgestellt: Anhand aktueller Beispiele besprechen wir Bildsprache, Papiersorten, Formate, Konzepte, auch die Typografie. Und ein gemeinsamer Besuch des nahegelegenen Klingspor Museums eröffnet uns die Welt des internationalen zeitgenössischen Künstlerbuches und rundet den Intensivkurs ab.
Weitere Informationen durch Klick auf die Abb.
(Uta Schneider)

Workshop: 15. - 19.8.2016
Mindestens 4, maximal 7 Teilnehmer/innen.
Kosten: 400 €, exkl. Material

Hinterhofatelier
Offenbach

Di, 26.07.2016

New American Haggadah

Helga Horschig stellt die „New American Haggadah“ vor, eine Neuerscheinung aus dem Jahr 2012. In einem Internet-Blog heißt es dazu: „Jonathan Safran Foer, Nathan Englander, Jeffrey Goldberg, Lemony Snicket, Rebecca Newberger Goldstein und Nathaniel Deutsch: Das könnte das "Who is Who" der modernen jüdischen US-amerikanischen Intellektuellen sein und das ist es vermutlich auch. Gemeinsam haben sie aber eine neue Haggadah herausgebracht, die New American Haggadah. Mit Oded Ezer kommt noch ein innovativer israelischer Typograph hinzu. Zugleich ist es eine Haggadah, die den traditionellen Text mitbringt, ihn jedoch mit modernen Elementen verschmilzt und über die Typographie eine starke gestalterische Gewichtung erhält. Es hat den Anschein, als sei für alle etwas dabei: Für die jüdischen Hipster, für die Literaturbegeisterten, die Design-Interessierten, für die Orthodoxen, für die Liberalen oder einfach nur für alle, die sich intellektuell mit der Geschichte auseinandersetzen wollen, die zum Seder erzählt wird. Jedenfalls ein gutes Beispiel dafür, was alles machbar ist und über welche Wege man sich dem Thema annähern kann.“– Gezeigt werden auch weitere Haggadot aus der Sammlung des Klingspor Museums.

Buch des Monats: 5. August 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mi, 01.06.2016

Buch des Monats und weitere Buchschätze des Klingspor Museums

Von Alef bis Tav
Anlässlich des 100-jährigen Jubiläums der Synagoge in Offenbach werden in der Reihe „Buch des Monats“ Werke in hebräischer Schrift aus der Sammlung des Klingspor Museums präsentiert. Gezeigt werden u.a. kalligrafische Blätter von Werner Eikel mit Psalmen in Hebräisch und Deutsch und ein Schöpfungsalphabet aus dem Buch Sohar mit farbenprächtigen Buchstabenbildern von Josua Reichert.

Buch des Monats: 3. Juni 2016, 14 Uhr
Eintritt: 4 Euro, Mitglieder: 2 Euro

Hessen seitenweise
Buchschätze aus der Sammlung des Klingspor Museums
Abbildung: G. A. Bürger, Münchhausen. Mit Illustrationen von Bernhard Jäger
Frankfurt, Wien: Büchergilde Gutenberg, 1994. Foto: Klingspor Museum
Der Begründer einer vitalen Buchkunstszene im Rhein-Main-Gebiet ist Victor Otto Stomps mit seiner legendären Eremiten-Presse. In Frankfurt entstanden die einer anspruchsvollen buchkünstlerischen Tradition verpflichteten Drucke des Meistertypographen Gotthard de Beauclair. In Offenbach war die Hochschule für Gestaltung Ausgangsort vieler junger Buchkünstler. Thomas Bayrle und Bernhard Jäger (Abb.) sowie die Künstlergruppe Unica T sind beispielhaft zu nennen. Der Vortrag beleuchtet das vielfältige Schaffen von Buchkünstlern in Hessen von den Anfängen nach dem Zweiten Weltkrieg bis in die Gegenwart.
Anlässlich des Vortrags „Hessen seitenweise“ wird im Obergeschoss des Klingspor Museums eine Ausstellung mit hessischer Buchkunst aus eigenen Beständen zu sehen sein.

Vortrag von Nina Mößle: 9. Juni, 19 Uhr

è Klingspor Museum
Herrnstr. 80, 63065 Offenbach

Mo, 23.05.2016

Frutiger-Abend in Offenbach

Adrian Frutiger, Leben und Werk
Grafik: Simon Zirkunow
Zu den engen Freunden und Vertrauten des Schriftgestalters und Künstlers zählt Dr. Walter Greisner, langjähriger Geschäftsführer der Frankfurter Stempel AG. Die Erinnerungen, die er vortragen wird, ergänzt Otmar Hoefer, der Frutigers Kooperation mit der Linotype AG darstellen wird. Bemerkungen des Gestalters Simon Zirkunow zum Umgang mit Frutigers Schriften runden den Abend ab.

24. Mai 2016, 19 Uhr

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 11.05.2016

Provokant und bissig – Ottfried Zielke

Das Klingspor-Museum zeigt in seiner Sommerausstellung aus Anlass seines 80. Geburtstages unter dem Titel „Laut, bunt und böse, Buch und Grafik von Ottfried Zielke“ Unikatbücher des Berliner Malers, Grafikers und Karikaturisten.
Der Künstler beginnt 1993 auf Anregung des Künstlers und Verlegers Uwe Warnke großformatige Unikatbücher zu schaffen. Er arbeitet an Warnkes Künstlerzeitschrift Entwerter/Oder mit.
Foto: © Ottfried Zielke
In seinen Büchern setzt er sich kritisch mit dem Zeitgeschehen auseinander und thematisiert Konsumfetischismus, Amerikanisierung und die Bedrohung durch Rechtsradikalismus, immer vor dem Hintergrund des Verhältnisses von Ost- und Westdeutschland. Durch seine Arbeit als Karikaturist, für die er mehrfach ausgezeichnet wurde, bringt er Schärfe und oft auch eine erfrischende Portion Bosheit mit in seine Bücher. Seine Arbeiten sind in renommierten Sammlungen des In- und Auslandes vertreten.
In großformatigen handgeschriebenen Büchern schafft er ein Wechselspiel von verbalen und visuellen Elementen. Er selbst spricht von Malerbüchern, doch diese Malerbücher haben nichts gemein mit Inhalt und Form traditioneller Bibliophilie.
Bissigkeit, Witz und Ironie charakterisieren das Werk des „Arbeiter- und Bauernsohns“, wie sich Ottfried Zielke selbst bezeichnet. Die gewählten Texte sind äußerst vielfältig: Gedichte von Christian Morgenstern und Zeitgenössisches von Autoren, die ebenso wie Zielke selbst eine DDR-Biographie haben, setzt er kongenial in Schrift und Bild um.
Zur Ausstellung erscheint eine Begleitpublikation.

Ausstellung: 19. Mai - 14. August 2016

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 28.04.2016

Zwei Ausstellungen und eine Buchvorstellung in Offenbach

Nachdem die Ausstellungsräume vom 1. bis 11. Mai geschlossen bleiben wird im Klingspor-Museum die Ausstellung „Im Zwischenreich von Form und Farbe. Ina Lorenz“ eröffnet.
"Ina Lorenz verfügt über ein Bild-Œuvre von evidenter Konsistenz. Ihre Arbeiten beweisen Anspruch und Vermögen, im Zwischenfeld von Zeichnung und Farbkomposition eine Ebene einzuziehen, die voller Empfindsamkeit und dem Vermögen zu Zwischentönen geprägt ist. Ihr Weg, die Grenzen zwischen dem Fläche-Anlegen und Linie-Ziehen zu erkunden, führt sie auf einem nachvollziehbaren Weg, der offenkundig Richtung hält. Die Variabilität, mit der sie ihren Ausdruck als solchen mal der gegenständlich mal der offen zu lesenden Form anvertrauen, hat reichhaltige Ergebnisse einer profilierten Bildsprache aufzubieten." (aus der Ausstellungs-Ankündigung)
Ina Lorenz ist die Preisträgerin des Rudi-Seitz-Kunstpreises 2016. Die Preisverleihung findet im Rahmen der Ausstellungseröffnung statt. Ina Lorenz war Schülerin und Absolventin bei Hans Hillmann, Kassel/Frankfurt am Main.

Ausstellungseröffnung: 11. Mai 2016, 19.30 Uhr
Ausstellung: 12. Mai - 19. Juni 2016

Eine Woche später wird dann die Ausstellung „Laut, bunt und böse. Ottfried Zielke – Buch und Grafik“ eröffnet.
Ottfried Zielke (*1936, Berlin) zeigt in seiner Bildsprache und seinem Umgang mit dem Handschriftlichen einen unverkennbar eigenen Stil. Provokation, Witz und Ironie charakterisieren seine großformatigen Unikatbücher. Durch seine Arbeit als Karikaturist bringt er Schärfe und oft auch eine erfrischende Portion Bosheit mit in seine Bücher.

Ausstellungseröffnung: 18. Mai 2016, 19 Uhr
Ausstellung: 19. Mai - 14. August 2016

Ende des Monats stellt Prof. Dr. Heiner Boehnke im Klingspor-Museum das Buch „Zeichenvorrat, eine Auswahl jüngster Zeichnungen und Graphiken von Christian Goldberg“ mit dem Text von Dr. Stefan Soltek und in grafischer Gestaltung von Uta Schneider vor und wird den Künstler mit einer Lesung würdigen.

Buchvorstellung: 31. Mai 2016, 19 Uhr

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Do, 24.03.2016

Der Osterhas legt just ein Ei – da fliegt ein Schmetterling herbei …

Frohe Ostern!

Liebe Freunde des Klingspor Museums,

mit diesem Motiv aus dem Hasenbuch (Osterbuch) von K. F. von Freyhold wünschen wir Ihnen eine schöne Osterzeit!

Ihr Team des Klingspor Museums

 

 

Fr, 04.03.2016

Jedes Buch ein neuer Anfang

Die derzeit im Klingspor-Museum laufenden Alumni-Ausstellung zu Typografie und Buchgestaltung wurde gestern unter dem Titel "Buch muss sich neu erfinden" von Reinhold Gries in der Offenbach-Post vorgestellt.
Beim Rückblick auf 25 Jahre Lehrtätigkeit, an den Hochschulen in Mainz und Braunschweig lässt es die Offenbacher Typografie-Professorin Ulrike Stoltz an nichts fehlen im Klingspor-Museum. Rund 300 Exponate von gut 250 Studenten stehen für das hohe Niveau, das die renommierte Buchkünstlerin und Preisträgerin pflegt. Doch ihr Werk, auch aus Offenbacher Buchkunst-Werkstätten 'Unica T' und 'Usus' bekannt, steht nicht im Vordergrund.
Als Lehrende gibt sie zwar die Richtung an, pflegt aber den kreativen Dialog und setzt auf Motivation. 'Jedes Buch ist ein neuer Anfang' lautet ihr Motto. Dabei steht das Medium Buch mitten im Umbruch in unserer Gesellschaft. Stoltz dazu: 'Die Situation lässt sich mit der Malerei nach der Erfindung der Fotografie vergleichen. Damals besann sich die Malerei auf das. was ihr speziell eigen ist. Ganz ähnlich muss sich das Buch neu erfinden.'...
Viele Stoltz-Studenten nehmen Themen der Zeit auf. Florian Hardwig stellt am Leporello
'Modelle einiger Länder' vor. wie föderal unterschiedlich man in Deutschland das Schreiben lernt. Daneben karikiert das Collage-Buch 'Wir sind was volkt' Gegenwärtiges ... Es finden sich wandzeitungsartige Großblätter, konkrete und freie Poesie, kunstvoll Gefaltetes, Musterbücher, klassisch Gedrucktes und Gebundenes oder Fotobücher. Auffällig sind Gratwanderungen zwischen Menschlichem, Poetischem und Ästhetischem. ... Adrian Sterczeks Handsatzbuch .Schrift Form" wirkt wie ein Standardwerk zur Typographie. ...

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Ausstellung: 3. März - 30. April 2016,
Alumni-Treffen mit Kurzvorträgen und Präsentationen (9. April)
Führung durch Ulrike Stoltz mit anschl. Alumni-Party (30. April)

è Klingspor-Museum

Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Sa, 27.02.2016

Kunstpreis an zwei bedeutende Schriftkünstler

„H“ aus der Palatino Nova Light und „&“ aus der Zapfino (Hermann Zapf),
„G“ aus der Diotima Classic LT Prolight (Gudrun Zapf von Hesse)
Der Kunstpreis der Ike und Berthold Roland-Stiftung geht 2016 an die Schriftkünstlerin Gudrun Zapf von Hesse und posthum an den Schriftgestalter und Kaligrafen Hermann Zapf (1918 - 2015) für ihr international bedeutendes Werk. Der Preis wird am 6. März 2016 im Gutenberg-Museum verliehen.
Zu Hermann Zapf hiess es anlässlich einer Rückschau auf sein Lebenswerk 2015 im Klingspor-Museum: "
Zapf hat der Schrift sein Lebenswerk gewidmet und die Entwicklungsgeschichte des geschriebenen Worts in den Jahrzehnten nach dem zweiten Weltkrieg mit seinen Schriften maßgeblich geprägt. Palatino und Optima allein genügten, um dies zu belegen – vieles mehr hat der Protagonist in Hand- und Druckschrift geschaffen. Seine Kreativität hatte auch immer die technische Umsetzung im Blick. Dem Computerzeitalter öffnete er sich, ja er half, seine typografischen Errungenschaften an die Erfordernisse der digitalen Verbreitung anzupassen."
Bereits 2001 wurde der 2. September zum "Hermann und Gudrun Zapf Day" der Stadt San Francisco erklärt.