Pirckheimer-Blog

Sa, 19.06.2010

Günter Grass

Meisterstücke
Galeriegespräch mit Günter Grass am Sonntag, dem 4. Juli 2010, 14 Uhr. Bitte haben Sie Verständnis dafür, dass zur Teilnahme an dieser Veranstaltung eine Voranmeldung per Mail oder Fax bis zum 30. Juni erbeten wird.
Ausstellung: 8. Juni bis 7. August 2010
Für die Dauer der Ausstellung wurde ein kleines Lesecafé eingerichtet, in welchem eine Vielzahl an Büchern des Autors Günter Grass zu finden sind, in denen geschmökert werden kann. Zum Verkauf stehen Kataloge des Günter Grass-Hauses Lübeck sowie Bücher des Steidl Verlages Göttingen. Als Vorzugsgraphik erscheint ein Steindruck "Traube mit Schnecken", signiert und limitiert in einer Auflage von 80 arabisch und 20 römisch numerierten Blättern. Der Vorzugspreis bis Ausstellungsende beträgt 120 €, danach 240 €.

è
Kunsthaus Müller
Galerie für zeitgenössische Kunst
Markt 6
07343 Wurzbach/Thüringen
*
Verlag Bärbel Müller

Do, 17.06.2010

Tende Strömfeld Simonetta

40 Jahre Verlag Stroemfeld / Roter Stern
1970-2010


2008 konnte - nach über 32 Jahren - die Frankfurter Hölderlin-Ausgabe (20 Bände und drei Faksimile-Supplemente) abgeschlossen werden.
In diesem Jahr erscheint der Band IV/3 Briefe III der Brandenburger Kleist-Ausgabe (BKA), die dann - 1988 begonnen - auch vollständig vorliegt.
Der Herbst 2009 gehörte Vladimir Nabokov, wie die FAZ schrieb: "Es liegt an einer Publikation, die beim Stroemfeld Verlag herauskommt: die Übersetzung von Puschkins Eugen Onegin, samt Nabokovs Kommentar dazu... Vorbildlicher als hier geschehen, kann man mit einem Buch als Übersetzerin kaum umgehen. Sie hat damit Nabokov einen Traum erfüllt... Wir haben nicht nur die beste Nabokov-Ausgabe der Welt, sondern auch den besten Onegin." (Andreas Platthaus) Die Übersetzerin Sabine Baumann erhält im Juni 2010 den großen NRW-Übersetzerpreis.

Ausstellung: 2. August bis 4. September 2010

Deutschen Nationalbibliothek
Frankfurt am Main
Adickesallee 1

Di, 15.06.2010

Lesung mit Elmar Faber

Trotz des heißen Wetters, der Fußball-WM, der Strandparty, und was sonst noch alles in und um Storkow los war, hatten sich doch immerhin zwanzig Literaturinteressierte am Freitag beim Burg-Salon des Burg-Kultur-Vereins eingefunden. Aus Leipzig war der Verleger Elmar Faber gekommen, um aus seinem Buch „Nürnberger Pakete“ zu lesen. Der Berliner Jürgen Gottschalk mit seinem Akkordeon bot dazu stimmungsvollen Irish Folk, Kleszmer und eine Musette.

„Ich bin kein Schriftsteller, ich bin Verleger“, stellte er gleich am Anfang klar. Entstanden waren die zehn Erzählungen aus der Erlebniswelt seiner Kindheit in Thüringen bei einem Kuraufenthalt. „Es gibt Leute, die man nie wieder vergessen kann, und außerdem wollte ich versuchen, dieser Landschaft ein Denkmal zu setzen“, war sein Schreibantrieb. Zu den unvergesslichen Leuten gehörten der Latein liebende, feingeistige Gymnasiallehrer Dr. Aegidius und dessen Widersacher, der proletarisch geprägte, etwas grobschlächtige Neulehrer Fliederbusch, der Mobbing betreibt, das aus den sozialen Umständen heraus zwar nicht entschuldbar, aber erklärbar ist. „An beiden Figuren hat mich interessiert, wie sie mit dem damaligen gesellschaftlichen Umbruch fertig geworden sind. Es war eine vergleichbare Zeit zu heute“, so Faber.


In diesem kleinen Kreis entwickelte sich auch, einem Salon-Charakter entsprechend, ein Gespräch, das zu Betrachtungen über die Sprache führte, bei der sich der Germanist Faber an der schriftstellerischen Tradition des 19. Jahrhunderts orientiert. Allgemein bedauert wurde, dass mit dem statistisch ermittelten Verfall des Reichtums an Wortschatz in der Sprache der Jugend auch Fantasie und Utopien verloren gehen. In der Politik sei das ebenso. „Klischees wie ‚alternativlos‘ oder ‚historisch‘ können für alles mögliche verwendet werden, so wie ‚cool‘ und ‚geil‘ in der Jugendsprache“, führte Elmar Faber als Beispiele an. Wer gekommen war, hatte es nicht bereut, und auch nach dem offiziellen Teil nutzten viele die Gelegenheit, dem Experten spezielle Fragen zum medialen Literaturbetrieb zu stellen.
 
(Elke Lang)

Louis Lamm (1871 - 1943)

Am 14. Juni 2010 referierte unser Mitglied Jürgen Gottschalk vor dem è Berliner Bibliophilen Abend über den Berliner Antiquar, Verleger und Mäzen Louis Lamm. Herr Gottschalk würdigte einen weiteren jüdischen Buchschaffenden, der in den Jahren vor 1933 für Berliner Bücherfreunde bedeutsam war, der 1933 mit 16 Rheinkähnen (!), beladen mit dem wichtigsten Teil seines Buchfundus, nach Amsterdam emigrierte und 1943 gemeinsam mit seiner Tochter von den Nazis ermordet wurde. Als Quellen für seine aufschlussreichen und engagiert vorgetragenen Informationen dienten dem Historiker Gottschalk, der auch beim BBA Mitglied ist, neben den Stücken seiner Sammlung vor allem die Eigendarstellungen von Louis Lamm in den "Neuen jüdischen Monatsheften" 1919 über seine Tätigkeit als Antiquar und Verleger, von Peter M. Manasse: "Louis Lamm (1871-1943) - Antiquar und Verleger in Berlin und Amsterdam." (Amsterdam 2009), sowie ein Zeitschriftenaufsatz von Werner Schroeder "Aus dem Antiquariat", Heft 6/2009, wobei ihm als aufmerksamem Bibliophilen auch Fehler und Lücken nicht verborgen blieben, die er durch seine Recherchen aufdecken und häufig beseitigen konnte. Interessant für die Hörer waren natürlich auch die Darstellungen Gottschalks über das Kreuzen der Lebenslinien des Referenten mit dem Schicksal der Bücher von Louis Lamm, von denen er einige Exemplare vorstellte, die ihm kostbar geworden sind.

Fr, 11.06.2010

Bernhard Brach-Zinek (1902 - 1980)

Bauhäusler
Karikaturist
bildender Künstler


Skizzen der 20er und 30er Jahre

... 1927 wurde ... (Zinek) für 2 Semester in die Schlemmer-Klasse des Bauhauses in Dessau aufgenommen. ... Wegen der drückenden Not und der Versorgung der Familie übersiedelte Zinek 1928 nach Berlin und nahm dort die Stelle eines künstlerischen Beirat in fester Anstellung in der graphischen Abteilung des Ullstein-Verlagesan. Die Bezahlung war ausreichend und er konnte sich frei - mit allen nötigen Materialien und technischen Hilfsmitteln versehen - dem Zeichnen, Malen und auch Schreiben widmen. In dieser Zeit entstanden großartige Karikaturen und Serien von Zeichnungen, die ganz dem Duktus seiner Lehrmeister - wie z.B. Schlemmer - und der großen modernen Zeitströmungen folgten. ...
 (W.J. Meyke)

Ausstellung: 10. Juni bis 31. Juli 2010

Rotes Antiquariat und
è Galerie C. Bartsch
Knesebeckstr. 13/14
10623 Berlin

Antiquariatsliste Juni 2010

Die neue Antiquariatsliste unseres Mitglieds Christian Bartsch umfasst weitgehend Neueingänge seit Herausgabe des Frühjahrskatalogs aus den Bereichen Kunst und Literatur. 35 Seiten 332 Titel, 55 Abb. Der Katalog steht è hier als PDF zur Verfügung.

und Galerie C. Bartsch
Knesebeckstr. 13/14
10623 Berlin

1 Kommentar:
Die Aktion was amazing, I loved the Oskar Kokoschka lithographic cover! Also the E.L Kirchner and Beckman covers. German art (Deutsche Kunst?) is, in my opinion the best of all early 20th century avant garde.
(John Abell)

Do, 10.06.2010

Newspaper-Art

400 Jahre Zeitung in der Kunst

STADTMUSEUM SIIEGBURG
15.. JULI – 5. SEPTEMBER 2010

ERÖFFNUNG
Donnerstag, 15. Juli 2010, 19.30 Uhr
EINFÜHRUNG
Franz Josef Wiegelmann
[Historisches Pressearchiv, Siegburg]

Literatur zur Ausstellung
Franz Josef Wiegelmann
NEWSPAPER-ART
400 Jahre Zeitung in der Kunst
52 farbige Seiten, geheftete Broschur
24x33 cm
ISBN 978-3-939431-50-3, € 10,-

STADTMUSEUM SIEGBURG
MUSEUMSSCHAUFENSTER & GALERIIE
Mo. geschl. | Di.–Sa. 10–17 Uhr | So. 10–18 Uhr
Markt 46
D-53721 Siegburg
Tel. 02241.55733

è Bernstein-Verlag, Gebr. Remmel, Bonn

Mi, 09.06.2010

Lutz Nessing

Zweiheit


Unikat-Farbwalzenbogen und
Schwarze Quadrate auf weißem Büttenkarton.

è Lutz Nessing Konkreter Druck

Sonnabend, 26. Juni und Sonntag, 27. Juni 2010,
von 14 bis 18 Uhr. Der Künstler ist anwesend.

Hinweis: Die Ausstellung „Zweiheit” von Lutz Nessing,
mit Druckgraphiken und Farbwalzenbogen,
wird auf Grund des gezeigten Interesses
und der Freizeiteinschränkung durch die WM
für die Sommermonate verlängert.

Nach telefonischer Absprache mit der Galerie
haben Sie weitere Möglichkeiten,
diese Ausstellung zu besuchen.

Irina Jentsch «Art & Stage» Showroom
Dietrich-Bonhoeffer-Straße 17
10407 Berlin-Prenzlauer Berg
Telefon 030-45 03 88 31

Di, 08.06.2010

Neue Jubelrufe aus Bücherstapeln

Angebot von Vorzugsexemplaren des Almanachs Neue Jubelrufe aus Bücherstapeln

   Nach der allgemein positiven Aufnahme des Almanachs zum Jubiläum 50 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft Jubelrufe aus Bücherstapeln hat der Vorstand die Herausgabe eines Folgebandes beschlossen. Er beschäftigt sich ausschließlich mit Widmungsexemplaren im Besitz von Sammlern, teils erworben auf dem Antiquariatsmarkt, teils empfangen aus der Hand von Autoren oder Illustratoren. Beteiligt sind 33 Pirckheimer-Freunde, die ihre Bücherregale durchforstet haben, sich an den Erwerb der Widmungsexemplare erinnern und schildern, warum ihnen diese Bücher wichtig sind. Dabei kommt Anekdotisches nicht zu kurz, die Interessen der Sammler werden sichtbar und da und dort wird der Aufbau der Sammlung erläutert. Es fehlt auch nicht an kritischen Einwänden gegen die Jagd nach Widmungsexemplaren. Das Buch ist mit über 50 Abbildungen reich illustriert. Die Fertigstellung ist für den Sommer dieses Jahres geplant. Alle Pirckheimer erhalten ein Exemplar als Gabe. Wie beim letzten Mal kann auch alternativ ein Exemplar der Vorzugsausgaben bestellt werden. Bezahlt wird dann nur der Aufpreis, den die beigegebenen Graphiken kosten. Das Buch ist ähnlich gestaltet wie der Jubiläumsalmanach:
   Neue Jubelrufe aus Bücherstapeln. Widmungsexemplare aus dem Besitz von Sammlern. Ein Almanach. Hrsg. im Auftrag der Pirckheimer-Gesellschaft v. Carsten Wurm. Gestaltet v. Heinz Hellmis. Wiesbaden: Harrassowitz-Verlag, 2010. ca. 180 S., 53 Abb. 4°. Pp.
   Normalausgabe: Mit einem originalgraphischen Lesezeichen von Gerhard Lahr, Holzschnitt (Druck: Schwarzdruck Marc Berger, Berlin). Auflage: 520 Exemplare. / Vorzugsausgabe A: Mit zwei zusätzlichen Originalgraphiken: Radierung von Kurt Löb, Amsterdam, Serigraphie von Dieter Goltzsche. Auflage: 118 Exemplare. Preis 130 Euro; für Pirckheimer (statt Gabe): 65 Euro. / Vorzugsausgabe B: Mit einer lose beiliegenden Originalzeichnung von Dieter Goltzsche. Auflage: 18 Exemplare. Preis: 250 Euro, für Pirckheimer (statt Gabe): 130 Euro.
   Bestellungen sind zu richten an: Abel Doering, Driesener Str. 13, 10439 Berlin, E-Mail.

Bernd Zeller "125 Top Thüringer"

Satirische Porträts von prominenten, bekannten und weniger bekannten Persönlichkeiten, deren Leben oder Wirken mit Thüringen in Verbindung stehen, hat Karikaturist Bernd Zeller zusammengestellt.
In gewohnt spitzer, aber nie verletzender Manier bildet der Zeichner, der unter anderem für die Thüringer Allgemeine regelmäßig Cartoons liefert, die Gesichter seiner Thüringer ab. Die Personen scheinen zur Kenntlichkeit entstellt, sie werden Zellers humoristischem Blick unterzogen, doch behalten sie gerade dadurch ihre Individualität und ihr eigenes, spezielles Charisma.
So entsteht eine ungewöhnliche Mischung porträtierter Thüringer aus Geschichte, Kunst, Medien, Politik und anderen Bereichen.

Ausstellung vom 21. Mai bis 15. August 2010
è Sommerpalais Greiz
Greizer Park Postfach 1146, 07961 Greiz
Tel. (0 36 61) 70 58-0 Fax (0 36 61) 70 58-25
*
E-Mail

Fr, 04.06.2010

Erhard Holley

Pastelle und Aquarelle


Fast 15 Jahre lang hat Erhard Holley zusammen mit seiner Frau Gudrun originalgrafische Bücher, Einblattdrucke und Grafiken in der MEG art Presse verlegt, nun hat er diese Tätigkeit beendet, um sich ganz der eigenen künstlerischen Arbeit widmen zu können.
So bedauerlich das Ende so ilustrer Reihen wie die der "Erotischen Märchen" ist, so erfreulich sind die neuesten Arbeiten Holleys, der, von Haus Pysiker, nach 1989 an der Burg Giebichensteinin Halle seine in der DDR begonnene Ausbildung vervollkommnete.
Auf jahrhundertealte Papiere, Briefe, Landkarten oder Kassenbuchseiten zaubert er seine in pikanter Farbigkeit meisterhaft gemalte und gezeichnete Pflanzenwelt. Holley, geboren 1947, lebt und arbeitet in Karow/Sachsen-Anhalt.
(Wolfgang Grätz)

Ausstellung im Kabinett  bis 15. Juli 2010

è
Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt
An der Staufenmauer 9
60311 Frankfurt/M

Grafikbrief relaunched


Wie die Büchergilde Buchhandlung & Galerie Frankfurt/Main mitteilt, wird der Webauftritt des Frankfurter Grafikbrief überarbeitet. Deutlich wurde die Struktur und damit die Menüführung verbessert, wobei der Betreiber Wolfgang Grätz ausdrücklich darum bittet, mit Kritik und Vorschlägen zur Verbesserung der Nutzerfreundlichkeit beizutragen. Neben dem aktuellen Grafikbrief findet man auf der Seite ein umfangreiches, informatives und gut bebildertes Verzeichnis von Künstlern und Verlagen, sowie zu Themen von A - Z, wodurch die Seite fast zu einem Nachschlagwerk zur aktuellen Buchkunst und Grafik wird, wie sie von der Büchergilde angeboten wird. Ebenso findet sich ein Archiv zu vegangenen Ausstellungen. Als "Bonbon" wird der Besucher alle 10 Tage ein neues, besonderes Bild auf der Startseite finden, im Moment ist es die Carborundum-Radierung von Pierre Marie Brisson mit dem Titel Trois.

Di, 01.06.2010

Gemeinschaftskatalog der Antiquare 2010

Heute erscheint der diesjährige "Gemeinschaftskatalog der Antiquare":
78 Antiquariate und 9 Inserenten aus 6 europäischen Ländern offerieren auf 2?4 Seiten ausgesuchte Stücke aus den Bereichen Autographen, Bücher, Fotographie, Graphik, Handschriften, Skulpturen und Werbegraphik.
Das breite Spektrum des Angebots erstreckt sich vom Frühdruck bis zur Avantgarde der Moderne. Preislich bewegen sich die Angebote im 2- bis 5-stelligen, vorwiegend aber im 3-stelligen Euro-Bereich, um außer den arrivierten auch jüngeren Sammlern die Möglichkeit zum Erwerb eines seit langem begehrten Objekts zu geben.
Der Katalog kann gegen eine Schutzgebühr von 5 € über die Geschäftsstelle der Genossenschaft der Internet-Antiquare eG in 13353 Berlin, Luxemburger Str. 31, Fax 030 - 46 60 49 36 oder per E-Mail bestellt werden.
weitere Informationen è
siehe hier.

Buch des Monats

Der ausgebüxte Engel oder Kunstbücher (nicht nur) für Kinder

Das perfekte Kunstbuch fördert nicht nur die Entdeckerlust, verabreicht Geschichte/n in kleinen Häppchen und lädt zum Staunen ein, sondern lässt den Betrachter ganz nah an die Kunst heran. Kinder brauchen Künstlergeschichten zum Weiter- und Wiedererzählen. Sonst bleibt der Petersdom nichts weiter als ein großes Haus und der wertvollste Picasso nur ein Gesicht, in dem Augen und Nase verrutscht sind. Vor allem für Kinder gilt: Man sieht nur, was man kennt, man erkennt nur, was man schon einmal gesehen hat. Helga Horschig präsentiert eine Auswahl an Kunstbüchern, die die wunderbare Welt der Farben und Formen vermitteln können.

04. Juni 2010 14 Uhr
Eintritt: 2,50 €, Mtgl. 1,50 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mo, 31.05.2010

Überhaupt

GÜNTHER KIESER
GRAFIK PLAKAT PLASTIK


Köpfe ziehen sich als ein Grundmotiv durch das Werk des international renommierten Plakatgestalters Günther Kieser. Seit Jahrzehnten gibt Günther Kieser der Musik, vornehmlich dem Jazz, ein Gesicht im wahrsten Sinne des Wortes mit Plakaten beispielsweise für Count Basie, Oscar Peterson oder Dave Brubeck. In den 70er und 80er Jahren war er mit der Gestaltung der Plakate für die führenden Jazz Festivals in Berlin und Frankfurt betraut. Nicht nur für den Jazz, sondern auch für Opern oder Rockkonzerte war Kieser prägend, mit Postern für Jimi Hendrix und Frank Zappa schuf er Plakatgeschichte. Für den Hessischen Rundfunk übernahm Kieser viele Jahre die graphische Gestaltung. Bislang gar nicht bekannt ist Kiesers plastisches Werk, das im Fokus dieser Ausstellung steht und erstmals neben dem Gestalter den Bildenden Künstler zum Vorschein bringt, eine Entdeckung. 
Günther Kieser wurde 1930 in Kronberg geboren, er studierte an der Werkkunstschule Offenbach Grafik-Design und lehrte an der renommierten Bergischen Universität Wuppertal. Seit 1951 arbeitet er freischaffend als Graphikdesigner vornehmlich im kulturellen Bereich. Sein Werk wurde vielfach ausgezeichnet, Günther Kieser ist Mitglied der Alliance Graphique Internationale.

Die Ausstellung wird von einem limitierten Leporello mit Darstellungen der Plastiken und einem Faltblatt begleitet

Ausstellung: 30. Juni bis 29. August 2010
Eintritt 2.50 €

è Klingspor-Museum
Herrnstr. 80
63065 Offenbach

Mi, 26.05.2010

Schrift- und Buchkunst als Lebensaufgabe

Ein Leben in rasanter Geschwindigkeit und die Dynamik bleibt


Heinz Hellmis, Mitglied der Pirckheimer-Gesellschaft, wurde durch seine Arbeit mit Schrift zum bekannten Büchermacher und Literaturfreund. Er war viele Jahre Künstlerischer Leiter des Aufbau-Verlages, ist der Gestalter der MARGINALIEN und Gutenberg-Preisträger der Stadt Leipzig. Die Austellung zeigt aus der Zeit von 1949 bis 2010 Schriftblätter, Kalligraphie, Entwürfe für Satzschriften, Buchgestaltungen, Schutzumschläge, Einbände und Schriftplakate, sowie alle neuen Gestaltungen der Edition ZWIEFACH.

Ausstellung: 4. Juni bis 4. Juli 2010

è Künstlerhof Roofensee, Stechlin, OT Menz
è Einladung zur Vernissage

è Edition ZWIEFACH

Di, 25.05.2010

Stimmen aus dem Wüstensand

Briefkultur im griechisch-römischen Ägypten

Die Ausstellung präsentiert außergewöhnliche, amüsante, aber auch berührende Beispiele sowohl von Privatbriefen als auch offizieller Korrespondenz. Neben griechischen und lateinischen Briefen zeigen koptische und arabische Schreiben die multilinguale Kultur des antiken Ägypten und demonstrieren die Entwicklung der Kommunikation über einen Zeitraum vom 3. Jh. v. Chr. bis zum 8. Jh. n. Chr.
Privatbriefe auf Papyrus stellen im Rahmen der antiken Überlieferung aufgrund ihres unmittelbaren und persönlichen Charakters eine besonders faszinierende Textgattung dar. Die zumeist unmittelbar verständliche Situation der Briefe und etliche Nachrichten allgemein-menschlichen bzw. allzu menschlichen Inhalts geben vielfältige Einblicke in das Alltagsleben. Zu solchen Privatbriefen tritt als zweite Gruppe die offizielle Korrespondenz. Im Schriftverkehr zwischen Amtsträgern, aber auch in Verlautbarungen der Regierung und Verwaltung an die Bevölkerung manifestieren sich Herrschafts­stil und hierarchische Strukturen.

Ausstellung: 10. Juni 2010 – 15. Januar 2011


Josefsplatz 1
1010 Wien
Tel. (+43 1) 534 10-270

Mo, 24.05.2010

ein Ort zum Lesen

Im Netz finden Sie jetzt einen kleinen Eindruck von der Aktion am 10.05.2010 im Gedenken an die Bücherverbrennung.
Die Veranstalter der Aktion waren in der Zeit von 11- 19 Uhr mit 50 Stühlen und 50 Büchern vor Ort auf dem Bebelplatz. Es gab viele interessante und spannende Gespräche mit Besuchern und Passanten aller Altersgruppen.
Es wird bereits überlegt, wie sich "ein Ort zum Lesen" mit Blick auf das kommende Jahr weiterentwickeln könnte, um dann auch das Ziel der 100 Stühle und 100 Bücher, wie wir es für dieses Jahr vorgesehen war, erreichen zu können.

è ein Ort zum lesen

Fr, 21.05.2010

BBA - relaunched



Der Webauftritt des è Berliner Bibliophilen Abend wurde in die Hände von Abel Doering gelegt. Dieser übernahm vorsichtig das bisherige Design und Konzept der Seite, verbesserte die Optik etwas und entfernte veraltete Scripts, so dass das Seite schnelle geladen wird. Das Erscheinungsbild sollte jetzt wieder so sein, wie ursprünglich gedacht. Hinzugefügt wurden einige Informationen, vor Allem zu Publikationen der letzten Jahre, sowie eine lange vermisste Suchfunktion.

siehe auch è Börsenblatt

1 Kommentar:
Die geringfügigen bibliographischen Korrekturen zu den BBA-Publikationen sind zu loben.
Wesentliche Teile der Publikationen des BBA konnten durch die rechtzeitige Emigration von Dr. Abraham Horodisch [1898-1987] und Dr. Emil F. Tuchmann [1885-1963] im Jahre 1933 ins Ausland verbracht werden.
Dazu gehörten auch die vollständigen Druckerzeugnisse von Aldus-Druck, Berlin. Die Brüder Erich und Reinhold Scholem hatten diese Möglichkeit 1937-38 nicht mehr.
(Hartmut Erlemann)

Do, 20.05.2010

Antiquariatsliste Mai 2010

Die neue Antiquariatsliste unseres Mitglieds Christian Bartsch konzentriert sich diesmal thematisch auf den gesamten Socialistica-Bereich. Aufgrund des geringen Umfangs von 33 Seiten beschränkt sich die Liste auf eine nur knappe Beschreibung der jeweiligen Titel, von denen immerhin 367 enthalten sind.

è Rotes Antiquariat
und Galerie C. Bartsch
Knesebeckstr. 13/14
10623 Berlin