Das Exlibris des Monats im Januar ist traditionell das PF, das die DEG bei einer Künstlerin oder einem Künstler für das beginnende Jahr in Auftrag gibt und das dem DEG-Magazin beigelegt wird. Da ein Mitgliederbeschluss festgelegt hat, dass die DEG aus Kostenersparnisgründen keines mehr in Auftrag geben soll, wäre ein solches PF eigentlich nicht mehr entstanden. Doch der Präsident der DEG – Utz Benkel – fand im Verbund mit der Enkelin des bekannten Exlibriskünstlers Hubert Rockenberger, der in Norwegen lebenden Annika Rockenberger, eine feine Lösung. „Um diese schöne Tradition für all unsere Mitglieder beizubehalten, habe ich unser Mitglied, den Holzstecher Horst Brandenburg aus Vorpommern beauftragt, ein PF zu gestalten und zu drucken. Das Honorar für diese Arbeit wurde von unserem Mitglied aus Norwegen Annika Rockenberger […] und von mir selbst aufgebracht. Thema des Blattes ist die weltpolitische Situation. Schnell hat er einen Entwurf vorgelegt, der sich – obwohl die Lage bekanntermaßen düster und problematisch ist – auf humoristische Weise diesem Thema annimmt.“ Auch vom Holzstecher selbst, Horst Brandenburg, gibt es ein berührendes Statement, in dem er auf das Motiv und seine Quelle blickt, dann in einem zweiten Absatz auf Die Axt Gottes von Simon Brett eingeht und seine Conclusio daraus verweist („Wir sollten es darstellen, das Leid der Welt, es bewegt die Menschen.“) und schließlich – noch ein paar Worte zu Technik, Druck und Ausführung, seiner Werkzeugausstattung und schließlich seinem Umgang mit dem Resultat verliert. Die Verse sind übrigens im Bleisatz gedruckt. Am Ende gibt es gute Wünsche des DEG-Präsidenten für alle Exlibris-Freunde. Und alle Informationen dazu – hier.
(André Schinkel/Pressemiteilung)