Pirckheimer-Blog

Fr, 04.02.2022

Der Künstlerbuch-Almanach Common Sense (SLUB Dresden, Sign. 1.G.4.45)

Der Gemeinsame Nenner

1989, kurz vor dem Ende der DDR, erschien der erste Band des Künstlerbuch-Almanachs COMMON SENSE. Er steht in der Tradition der Künstlerbücher und originalgrafischen Zeitschriften, die vor allem in der späten DDR ein viel genutztes Medium experimentierfreudiger Künstler und kritischer Literaten waren, trotz und wegen der (kultur-) politischen Einschränkungen zu publizieren. Konzipiert als Jahrespublikation, vereint der Almanach COMMON SENSE Beiträge einer Vielzahl von Künstler und Autoren; bis zum Abschluss der Reihe 2018 waren es über 500 Beteiligte. Herausgegeben wurde er vom Schriftsteller Jörg Kowalski und dem Künstler Ulrich Tarlatt, die 1987 in Halle (Saale) die edition augenweide gegründet hatten, um Künstlerbücher mit mehr Freiraum für künstlerische und literarische Experimente, als es das Verlagswesen der DDR vorsah, herzustellen.

Schon zu Beginn der 1980er Jahre kamen Herausgeber dieser Publikationen auch auf die Sächsische Landesbibliothek, heute SLUB Dresden, zu, um die Bücher für den Erwerb anzubieten. Der Zustimmung und Unterstützung Burghard Burgemeisters, des damaligen Generaldirektors, ist es zu verdanken, dass die Bibliothek fortan, ergänzend zur offiziellen Verlagsproduktion, auch diese nicht unproblematischen, weil ohne Druckgenehmigung erschienenen Medien regelmäßig erwarb. Auch der neuen Almanach gelangte fortan bis zur Fertigstellung des letzten Bandes 2018 als Fortsetzungsbestellung vollständig in den Bestand.

Der Abschluss des Almanachs nach 30 Jahren ist Ausgangspunkt für die neue Ausstellung in der Corty-Galerie der SLUB Dresden. Anhand von über 100 Einzelgrafiken lässt sie 30 Jahre COMMON SENSE Revue passieren und setzt den Almanach in den Kontext der 1986 gegründeten Grafik- und Künstlerbuchsammlung der SLUB Dresden, deren Schwerpunkt auf der nonkonformen Buchkunst der späten DDR liegt und die zu einer der herausragenden Sammlungen des Hauses zählt.

Ausstellung: 31. Januar - 3. Juli 2022

SLUB Dresden | Corty-Galerie

Do, 03.02.2022

Baldwin Zettl, Sternenschauer, Kupferstich 2019, 38 x 53,5 cm (22 x 36 cm)

Baldwin Zettl, Sternenschauer

1988 war der Titel von Willibald Pirckheimer "Verteidigungsrede oder Selbstlob der Gicht", illustriert mit zehn Kupferstichen von Baldwin Zettl, Jahresgabe unserer Gesellschaft. Auch das erste Blatt der 2019 begründeten Sammlung von Originalgraphik „Edition Pirckheimer“ stammt von Baldwin Zettl.

Den Meister des Kupferstichs präsentieret die akanthus galerie im westwerk leipzig derzeit in einer über das gesamte Schaffen reichenden Werkschau, darunter so bekannte Blätter wie „Die sieben Todsünden“ (2000) und Einzelblätter aus den Zyklen „Faust I“ (2005) oder „Dantons Tod“ (2011/12).

Der Inhaber der Galerie Jürgen M. Pietsch gibt in einer exklusive und limitierte Auflage von 49 Exemplaren, nummeriert und signiert, den Kupferstich „Sternenschauer" von 2019 dieses Künstlers heraus, gedruckt auf Kupferstichkarton, Römerturm 250g, mit dem Prägestempel der Galerie und einem, von Manfred Jendryschik für dieses Blatt verfassten Text "Die Weltall-Legende, ein Nebenstrang". Die Edition kostet 500 Euro.

Ausstellung: 3. Dezember 2021 - 26. Februar 2022

​akanthus-galerie im westwerk
Karl-Heine-Straße 89, 04229 Leipzig

Mi, 02.02.2022

Abb. © Galerie DRUCK & BUCH

Friedrich Hölderlin "MNEMOSYNE"

Im Rahmen Ausstellung "Best of 2021" der der Galerie DRUCK & BUCH findet am Donnerstag ein Buchgespräch mit Anja Harms zu ihrem neuen Künstlerbuch zu Friedrich Hölderlin statt.

Die Künstlerin hat in diesem Buch dem rätselhaften Gedicht von Friedrich Hölderlin "MNEMOSYNE" Raum gegeben.
Bilder, Formen und Materialien thematisieren zusammen mit Friedrich Hölderlins Text Erinnerung und ihren Widerpart, das Ver­gessen. Die diffusen Flächen, malerisch mit Acrylfarben in vielen Schichten aufgetragen, korrespondieren mit dem Verschwinden des Textes auf durchscheinendem Transparent­papier. Zeichnerische schwarze Linien, als Linolschnitte gedruckt, bilden einen harten Kontrast zu den weichen Flächen; sie bewegen sich im Grenzbereich zwischen figürlichen und abstrakten Formen.

Buchgespräch (online): 3. Februar 2022, 19 Uhr

Link zum Gespräch

James Joyce, Ulysses, hinten: Erstausgabe 1922, vorn: Vorzugsausgabe von Volk und Welt 1980, Vignette Horst Hussel

100 Jahre Ulysses

Heute vor 100 Jahren erschien der Roman „Ulysses“ im Verlag der Pariser Buchhandlung Shakespeare & Company in einer Auflage von 1.000 nummerierten Exemplaren. In 18 Episoden beschreibt James Joyce, der am Erscheinungstag 40 wurde, das Leben von Leopold Bloom, einem Anzeigenakquisiteur bei einer Dubliner Tageszeitung.

Der Roman erschien in in der DDR unter Lizenz des Suhrkamp Verlags 1980 in der Übersetzung von Hans Wollschläger im Verlag Volk und Welt im Rahmen der Gesamtausgabe des Autors in Einzelbänden. Beigelegt sind dieser Ausgabe eine Worterklärung und ein Nachwort von Wolfgang Wicht.

Das 100. Jubiläum der Erstveröffentlichung feiert Suhrkamp mit der Kampagne „30 Tage Ulysses lesen“. Diese soll mit einem Newsletter helfen, die erste Episode des Klassikers zu lesen. Dazu werden die ersten 70 Seiten in Leseabschnitte mit einer Lesezeit von maximal 10 Minuten unterteilt. Angereichert werden die Textstücke mit Hintergrundinformationen und Buchtipps rund um James Joyce und sein Werk. Unter allen Newsletter-Abonnenten werden zehn Exemplare der Jubiläumsausgabe in Wunschfarbe verlost. Mehr Informationen: 100 Jahre »Ulysses« von James Joyce. Der erste Newsletter wird heute verschickt.

Di, 01.02.2022

Hamburger Bothe 8

... In der aktuellen Ausgabe stellt sich der Maler, Zeichner und Graphiker Rainer Ehrt mit einem eingehenden Text über sein Leben und sein Schaffen, auch über seine politische Sicht auf dieses Land selbst vor und präsentiert sich auch in einem Bild. Beide Seiten dieses Künstlers, seine schriftstellerischen und natürlich auch seine bildnerischen, sollen in einem Buch zusammengeführt werden, das der Verlag Angeli & Engel herausbringt, versehen mit einer originalgraphischen Beilage für die Vorzugsausgabe. Dafür können sich Interessenten schon jetzt vormerken lassen. Auch einen Autor präsentieren wir – wie gewohnt – in dieser Nummer des „Bothen“. Diesmal ist es der Schriftsteller Manfred Hausin, der vor allem mit Gesellschaftskritischem hervorgetreten ist und viele Texte für engagierte Liedinterpreten wie Hannes Wader, Joana oder die „Melankomiker“ verfasst hat. ...

(Peter Engel, Editorial)

Hamburger Bothe Nr. 8 (pdf)
Post für bibliophile Leser und Sammler

rechts: Mein Vorurteil gegen diese Zeit, Büchergilde Gutenberg 1932 | lks.: Literatur-Alphabet, Jahresgabe 1979 der Pirckheimer-Gesellschaft

Bibliophiles des Monats - Mein Vorurteil gegen diese Zeit

Bibliophiles des Monats“ Februar ist eine Ausgabe der Büchergilde Gutenberg von 1932 „Mein Vorurteil gegen diese Zeit. Karl Rössing. 100 Holzschnitte.
Die Ausgabe enthält 99 ganzseitige Abbildungen in Originalgröße von Galvanoplastiken nach den Originalstöcken, sowie 1 Schlussvignette, nach Holzstichen von Karl Rössing. Den Abbildungen ist ein Vorwort des Künstlers vorangestellt. Das Buch hat das Format 4°, enthält 207 S., in Originalleinen mit Textprägung, gebunden mit SchU.

Ein Reprint dieses klassischen Buches politischer Graphik der Weimarer Republik erschien 1974 aus Anlass des 50jährigen Bestehens der Büchergilde Gutenberg.

Das Werk des 1987 neunzigjährig verstorbenen Österreichers Karl Rössing ist den Mitgliedern unserer Gesellschaft gut vertraut; es wurde ausführlich mehrfach in den Marginalien behandelt und ist auch heute noch Thema von Pirckheimer-Abenden. So hielt der Schriftkünstler Prof. Fritz H. Ehmcke aus München, der selbst einen großen Anteil an der Beförderung moderner Buchkunst hatte und 1963 den Gutenberg-Preis der Stadt Leipzig erhielt, 1960 vor den Pirckheimern in mehreren Regionalgruppen Vorträge zu Karl Rössing, einem politischen Künstler, der den Holzstich bevorzugte und mit diesem vorwiegend im Kleinformat eine beispielhafte Aussagekraft erreichte und der sich ab den 50ger Jahren mehr dem Clair-Obscur-Stich zuwandte, den er in Drucken größeren Formats auch als Wandgraphik anwandte. Mit seiner Illustration von etwa 40 Büchern leistete er Hervorragendes. Neben dem hier vorgestellten sei hier nur "Münchhausen" (Kurt Wolff Verlag 1919) und Gottfried Kellers "Der Schmied seines Glücks" (Insel-Verlag 1921) genannt.

1979 erhielten Pirckheimer als Jahresgabe die erstmals in Buchform erschienene Neuausgabe „Literatur-Alphabet“ von Karl Rössing mit 18 ganzseitigen, in Originalgröße reproduzierten Holzstichen, eine einmalige Auflage in 1400 Expl., gestaltet von Albert Kapr und gesetzt und gedruckt in den Werkstätten der Hochschule für Grafik und Buchkunst Leipzig.

Mo, 31.01.2022

Alice Wanke, Eigenexlibris (Ex musicis), zweite Fassung, 1936. Radierung, 140 x 138 mm

Exlibris Jahrbuch 71

Als Band 71 liegt nun das immer mit einer gewissen Spannung erwartete Jahrbuch der Österreichischen Exlibris Gesellschaft vor, das wie die Vorgänger eine Anzahl wichtiger Informationen über das Geschehen auf dem Bereich des Exlibris in Österreich berichtet, umfangsreich und gut illustriert. Das Jahrbuch ist nicht im Mitgliedsbeitrag der ÖEG enthalten und kann separat gekauft werden.

Der erste Artikel berichtet über das Künstlerehepaar Luigi Kasimir und Tanna Kasimir-Hoernes und ist eine Ergänzung zu den Daten, die bereits auf der Internetseite der ÖEG stehen.
Der folgende Artikel bezeugt, dass sich das Jahrbuch nicht nur mit Exlibris beschäftigt. Georg von Oppel berichtet eingehend über Leben und Werk des akademischen Malers und Radierers Hans Massmann (geboren in Bukarest 1887 und verstorben in Wien 1973), der im ursprünglichen Sinne auch Exlibris schuf. Sein von Hand mit Tinte oder Tusche direkt in die Bücher eingetragenes Eigner Zeichen ist noch vom Jugendstil beeinflusst. Dem Jahrbuch ist als einzige Originalbeilage der Nachdruck einer Strichätzung beigefügt.
In einem weiteren Artikel stellen Irmgard Linke-Traunfellner und Eleonore (Nora) Strebl einen Briefwechsel zur Verfügung zwischen Rudolf Schmidt (1894 - 1980), Bildhauer und Medailleur und Franz Traunfellner (1913 - 1986), Maler und Grafiker.
Johannes Diethart und Karl F. Stock beschäftigen sich mit griechischen Devisen auf Exlibris und präsentieren nicht weniger als 18 Exlibris mit einer Spannweite von Hector Böhmer, Willibald (Bilibaldus) Pirckheimer über Gabriele D’Annunzio bis zu Paul Pfister und Remo Palmirami.
Ein interessantester Artikel des Jahrbuches stammt aus der Feder von Claudia Karolyi: Nachgewiesene Exlibris, nicht realisierte Entwürfe und motiv-verwandte freie Grafik von Alice Wanke.
Weiter sind zwei Cossmann-Texte für alle Cossmann-Verehrer (und deren gibt es noch immer viele) von Bedeutung, denn sie liefern eine sehr persönliche Beschreibung aus der Sicht des Künstlers seiner Kindheit und seiner Ausbildungszeit wie auch Namen einiger seiner Lehrer.

(Klaus Rödel, FISAE Newsletter 99)

So, 30.01.2022

Abb. zu "Die Brüder Grimm und ihre Zeit": Die Märchenerzählerin erzählt Kindern Märchen unter einer Laube, in der sich Zwerge tummeln. Altkolorierter Kupferstich in: Deutsches Märchenbuch, hrsg. von Ludwig Bechstein, Leipzig 1874
Katalog "Märchen, Sagen und Symbole"
Wolpertinger, Abb. zu "Fabeln und Fabelwesen"

Märchen, Sagen und Symbole

1.530 Kilogramm schwer ist der Katalog „Märchen, Sagen und Symbole“. Doch dieses Gewicht ist nicht der Grund, um auf ihn im Pirckheimer-Blog hinzuweisen. Er bietet nicht nur, wie der Titel vermuten lässt, einen Überblick über Sagen, Märchen und Symbole, sondern hält auch mehrere Aspekte bereit, die den Buch- und Grafiksammler besonders interessieren dürften.
Erschienen ist der Katalog zur gleichnamigen Ausstellung des Liechtensteinischen LandesMuseums Vaduz, die am 31. März vergangenen Jahres eröffnet wurde. Dank einer Kooperation mit dem Winckelmann-Museum ist die Ausstellung „Märchen, Sagen und Symbole“ aktuell ebenfalls in Stendal (Altmark) zu sehen, noch bis zum 27. März 2022.

Der liechtensteinischen Museumsdirektors Prof. Dr. Rainer Vollkommer betont, dass die Publikation genau genommen kein Ausstellungskatalog ist, sondern ein Begleitbuch, das sich inhaltlich an die Ausstellung anlehnt und mit Beiträgen zur Thematik und einer Auswahl von in der Ausstellung gezeigten Objekten, Büchern und Dokumenten vertiefte Einblicke in einzelne Bereiche gibt. 15 Autorinnen und Autoren, nicht nur aus Liechtenstein haben daran mitgewirkt. Rund 632 teils ganzseitige Abbildungen illustrieren die Themen, angefangen von der Steinzeit bis zur Gegenwart.
In seiner Rede zur Eröffnung der Ausstellung sagte Rainer Vollkommer: „Es hat noch nie auf der Welt eine Ausstellung gegeben, wo man die Entwicklung von Sagen, Märchen, Mythen, Legenden und Fabeln von ihren Ursprüngen betrachtet bis in die heutige Zeit.“ Das spiegelt sich auch im Begleitbuch wider.

Im ersten Teil setzen sich verschiedene Autoren vertiefend mit einzelnen Themen auseinander. Den Anfang macht Kurt Wehrberger mit einem Beitrag über den Löwenmensch vom Lonetal, eine fast 30 Zentimeter große Figur in menschlicher Haltung mit einem Tierkopf. Ihr Alter wird auf rund 40.000 Jahre geschätzt.
Dr. Wolfgang Wettengel, Ägyptologe und stellvertretender Kurator der Ausstellung, befasst sich in mehreren, umfassend bebilderten Beiträgen mit aus seiner Sicht drei internationalen Wurzeln: erstens den Mythen, zweitens den Sagen und drittens den Märchen. Insbesondere geht er auf die Brüder Grimm und ihre Zeit ein sowie auf Schloss Neuschwanstein und König Ludwig II., der oft als „Märchenkönig“ tituliert wird. Die Gegenwart spielt eine Rolle, wenn sich Wettengel den Märchen im 21. Jahrhundert widmet mit ihren „neuen Helden“ wie dem Zauberer Sauron aus Tolkiens „Herr der Ringe“, Harry Potter aus Joanne K. Rowlings Romanen oder Luke Skywalker als der „Lichtgestalt“ von „Star Wars“.
Vor allem für Sammler von Sagen- und Märchenbüchern unter den Pirckheimern könnte ein Beitrag besonderes Interesse wecken. Auf 22 Seiten beschäftigt sich der „Märchenpapst“ Heinz Rölleke speziell mit Liechtensteiner Sagen. „Eine solche wissenschaftliche Analyse“ habe es bisher noch nicht gegeben, so die Einschätzung von Rainer Vollkommer.
Nicht so speziell, aber doch insbesondere für den Bibliophilen von Interesse sind zwei Beiträge von Dr. Andreas Bode, der „Zur Illustration der Märchen der Brüder Grimm in Deutschland“ und über „Illustrationen zu anderen bedeutenden Märchensammlungen“ geschrieben hat.
Beim Thema Illustration haben sich die Ausstellungsmacher etwas Besonderes einfallen lassen. Sie haben die Künstlerin Eliane Schädler gewinnen können, zehn ausgewählte Liechtensteiner Sagen zu illustrieren. Gezeigt wird aber nicht nur das Ergebnis. Eliane Schädler lässt in ihrem Beitrag im Begleitbuch die Leser am Entstehungsprozess teilhaben. Angefangen von der Recherche zu vorhandener Literatur und Bildumsetzung über die eigen Ideenfindung und die wichtigsten Etappen in der Umsetzung. Eliane Schädler schreibt über ihre Annährung an die Aufgabe: „Die meisten der Liechtensteiner Sagen sind landschaftlich verortet, dafür sind die wenigsten zeitlich verankert. Der Ort lässt also nur begrenzten Interpretationsspielraum, die Zeit ist hingegen völlig offen. Obwohl das Jetzt, die Vergangenheit und die Gegenwart im selben Bild dargestellt werden können, fand ich für diese Illustrationen den Entscheid nötig, ein einigermaßen kohärentes Zeitbild zu erzeugen.“ Anhand ausgewählter Bildbeispiele zeigt sie den Weg von der Idee zur Skizze, weiter zur Farbskizze, zur verfeinerten Farbskizze und Linienzeichnung bis zur fertigen Illustration, einer Gouache.

Der zweite Teil des Begleitbuches – der klassische Katalogteil - zeigt eine Auswahl der ausgestellten Objekte, jeweils ergänzt mit kurzen Kommentaren. Er beginnt mit der Abbildung einer Götterliste aus Ton aus dem 26. Jh. vor Christus, die einen der frühesten Belege des Gilgamesch enthält und endet mit den bereits erwähnten zehn Illustrationen, die Eliane Schädler für die Ausstellung geschaffen hat. So lange, wie Märchen, Sagen und Symbole die Entwicklung des Menschen begleiten, so umfassend finden diese ihren Niederschlag in Kunst und Kultur, wovon der Katalogteil einen entsprechend breitgefächerten Eindruck vermittelt, von Tontafeln und Keramik über Waffen, Zeichnungen und Drucke, Aquarelle und Holzskulpturen, Blechschilder, einem Schachspiel und Handschriften bis hin zu Bronzen oder Schulwandbildern.

(Ralf Wege)

Rainer Vollkommer (Hrsg.), Märchen, Sagen und Symbole
Vaduz 2021
632 Abbildungen, 404 Seiten, dtsch./engl.
38 Euro
ISBN 978-3-9525059-3-9

Sa, 29.01.2022

66 Jahre Pirckheimer-Gesellschaft

Vor 66 Jahren fand im Berliner Café Budapest die Gründungsveranstaltung der Pirckheimer-Gesellschaft statt. Diese Organisation ist damit zwar nur halb so alt, wie die beiden anderen überregionalen deutschen Bibliophilen-Verbände, aber von der Mitgliederzahl auch die zweitstärkste von ihnen.

In Erinnerung an die Gründung verloste die Pirckheimer-Gesellschaft einige Bücher bei Beantwortung der Frage nach dem Titel ihres ersten Drucks, der den Anwesenden auf der Gründungsveranstaltung übergeben wurde. Dieser Titel wurde vor genau einem Jahr hier als Bibliophiles des Monats vorgestellt.

Die richtige Antwort lautet also "29. Januar 1956".

Dieser erste Druck der Pirckheimer-Gesellschaft enthält zwei Texte: die Anekdote "Herzog von Alba bei einem Frühstück auf dem Schlosse zu Rudolstadt im Jahre 1547" von Friedrich Schiller und die betreffende Passage der von Schiller für seine Schrift genutzten Quelle aus "Res in Ecclesia et Politia Christiana gestae Rudolstadt 1670" von J. Söffing. Die Nennung mindestens eines dieser Titel galt damit ebenfalls als richtige Antwort. Ebenso wurde als korrekte Antwort auch "Heft Null der Marginalien" gewertet. Insider nennen dieses Heft so, da das Layout dieses Drucks für die ersten dreizehn Ausgaben der Marginalien übernommen wurde.

Gewonnen haben

  • Udo H. (Neuenhagen) - Rainer Ehrt, "Zerstreute Sammlung, Erotische Geschichten", VEVAIS Editions 2021
  • Gabriele A. (Markranstädt) - Gorch Fock, "Seefahrt ist not!", Perlen der Literatur Bd. 2, Input-Verlag 2021
  • Sabine M. (Altenburg) - Georg Orwell, "1984", Perlen der Literatur Bd. 5, Input Verlag 2021
  • Gerhard P. (Halle) - Hannelore Valencak, "Das Fenster zum Sommer", Perlen der Literatur Bd.11, Input-Verlag 2021
  • Michael L. (Nürnberg) - Franz Werfel, "Eine blassblaue Frauenschrift", Perlen der Literatur Bd. 13, Input-Verlag 2021

Wir danken den Stiftern der Gewinne. Die Bücher gehen den Gewinnern in den nächsten Tagen zu.

Fr, 28.01.2022

© Simon Malz

Demokratie im Kinderbuch

Tiere, fantastische Wesen, Menschen oder Pflanzen – in bunter Vielfalt findet sich eine Auswahl an Gestalten im Kinderbuch wieder, die das Aufwachsen von Kindern begleiten. Daneben findet im Bilderbuch eine Vermittlung von Werten und Ideen statt, die Erwachsene für Kinder wichtig und richtig finden. Das Kinderbuch ist damit ein sehr gutes Abbild für das, was eine Gesellschaft gerade als Konsens erachtet, und neue Ideen und Diskurse bilden sich dort rasend schnell ab. Seit einigen Jahren finden zunehmend auch politische Themen Eingang in das Angebot aktueller Kinderbücher und das Bedürfnis nach Demokratieerziehung schlägt sich in Titeln wie ‚Im Dschungel wird gewählt‘, ‚Die Bestimmer‘ oder ‚Die Stimme der Frauen‘ nieder. Dr. Dorothee Ader stellt für das Buch des Monats im Februar aktuelle Titel zum Thema zusammen und spricht über das Thema Demokratie im Kinderbuch.

Buch des Monats: 4. Februar 2022 14 Uhr

Do, 27.01.2022

Angela Hampel, Liebespaar aus Faun und Nymphe beim Schmaus von Weintrauben unterm Flötenspiel eines Faunes, Menükarte zum Jahrestreffen der Pirckheimer-Gesellschaft, Algrafie 2015

Vom Ende einer grafischen Drucktechnik

Die Leipziger Druckerei Hensel schließt

Es gibt sie erst seit den 1960er-Jahren – die oft mit dem irreführenden Namen „Offset-Lithografie“ (einen Stein gibt‘s hier ja nicht) bezeichnete Flachdruckgrafik oder Algrafie (Lithos = griech.: , deren Blüte mit dem Siegeszug der Rotationsdruckmaschinen begann: Eine dünne, lichtempfindlich beschichtete Alu-Druckplatte, auf die von einem Film Bild und Text belichtet werden können, wird auf einen großen Zylinder gespannt, der erst über ein Farbwerk läuft und dann die Farbe auf einen anderen Zylinder, eine große Gummiwalze abgibt, die das Ganze dann wieder seitenrichtig aufs Papier druckt. (Offset von englisch set off ‚absetzen‘ im Sinne von ‚übertragen‘).

Nun ist mit der Digitalisierung der nächste technische Quantensprung da, er löst zwar das Offsetverfahren noch nicht komplett ab, weil vor allem bei höheren Auflagen der Digitaldruck noch teurer ist, aber es gibt praktisch keine Druckerei mehr, die Druckplatten von von Künstlern gezeichneten Filmen belichtet – die Vorlagen kommen jetzt als Dateien.

Eine der letzten Druckereien, die noch belichten konnte und zudem die Mühe auf sich genommen hat, nach dem Druck für Künstler in Sonderfarben die Maschinen auseinanderzubauen und für den Normalbetrieb zu reinigen, war die von Jörg Hensel in Leipzig. Er hat in dieser Technik jahrelang für die Büchergilde die „Tollen Hefte“ gedruckt und für den artclub wunderbare Grafiken…

(Wolfgang Grätz, in 241. Grafikbrief)

Mi, 26.01.2022

Erich Wegener - Ein zu Unrecht vergessener Künstler

Vor knapp 6 Jahren wurde hier über die erste größere Werkschau aus dem Nachlass Erich Wegeners in der jW-Ladengalerie berichtet, kuratiert von ihrem Leiter Michael Mäde.
Angeregt wurde diese Ausstellung durch Gerd Gruber, einem Sammler, der es sich zur Aufgabe machte, nach zu Unrecht vergessenen Künstlern zu recherchieren. Zu diesen dem Vergessen Entrissenen gehört Erich Wegener, Mitglied der Berliner Assoziation Revolutionärer Bildender Künstler Deutschlands (ASSO) und Leiter ihrer Arbeiterzeichnergruppe, dessen Name sich bislang in keinem Künstlerlexikon befindet.

Nun erschien vom Pirckheimer und passionierter Sammler proletarischer und antifaschistischer Malerei und Graphik des 20. Jahrhunderts, Gerd Gruber, im Magazin Glück auf, Nr. 43 Dezember 2021, ein umfangreicher Artikel über Leben und Werk dieses Künstlers, der allen Interessierten als PDF hier mit Einverständnis des Grube Anna - Bergbau-Informationszentrum e.V. zur Verfügung gestellt wird. Das gedruckte Magazin zum Preis von 3 € kann hier bestellt werden.

Di, 25.01.2022

Stand von Jürgen Höritzsch, Borken 2019, Foto J. Höritzsch, fb

Grafikbörse Borken verschoben

Die Pandemiemaßnamen machten eine Verschiebung der seit 1988 jedes Jahr am ersten Märzwochenende stattfindenden Deutsch-Niederländische Grafikbörse Borken auf Ende Mai 2022 erforderlich. Im vergangenen Jahr musste die Messe ganz ausfallen, nun hoffen die Verantwortlichen von Kreis- und der Stadtverwaltung, „dass es Ende Mai wieder möglich sein wird, möglichst unbeschwert viele Grafikenthusiasten in Borken begrüßen zu dürfen“. Das Interesse an der 34. Auflage der Grafikbörse sei groß.

Diese Terminverschiebung macht zwar eine Reise ins Münsterland noch attraktiver, ist allerdings auch eine schlechte Nachricht für Freunde der Mainzer Minipressen-Messe, die bereits seit längerem ebenfalls für dieses Wochenende geplant ist.

27. - 29. Mai 2022

Stadthalle Vennehof
46325 Borken (Westf.)

Mo, 24.01.2022

Der Artikel ist online hinter einer Paywall verborgen.

Der Bücherraub

In der Ausgabe DIE ZEIT Nr. 4/2022 vom 20. Januar 2022 findet sich ein interessanter Artikel von Moritz Aisslinger über einen spektakulären Diebstahl wertvoller Bücher.

Gestohlen wurden u.a. alle 80 Bücher des Berliner Antiquars Michael Kühn, die für die Antiquariatsmesse 2017 in Los Angeles durch ein Transportunternehmen in London zwischengelagert wurden. Dabei hatten es die mafiamäßig organisierten, professionell vorgehenden Diebe offensichtlich ursprünglich gar nicht vornehmlich auf die insgesamt 168 für die Messe vorgesehenen Bücher im Wert von insgesamt 2 Millionen Euro abgesehen, unter ihnen eine Erstausgabe von Johannes Kepler aus der Bibliothek von Albert Einstein, sowie Titel von Isaac Newton, Galileo Galilei, Dantes Göttliche Komödie aus dem Jahre 1569, eine 1502 gedruckte Ausgabe der Tragödien des Euripides und andere wertvolle Bücher der europäischen Geistesgeschichte. Auf die lohnende Beute kamen die Diebe durch den mit Bleistift in einigen Büchern notierten Preis, scheiterten dann aber z.B. dilettantisch beim Versuch, 2 Exemplare im Wert von 80 Tausend Euro für 45 Euro illegal über das Internet an den Mann zu bringen.

Der Raub wurde 2020 aufgeklärt und auch Michael Kühn bekam seine Bücher zurück, einige Exemplare waren aufgrund der unsachgemäßen Lagerung jedoch von Schimmel zerfressen und taugten nur noch für den Müll.

So, 23.01.2022

Reale 36. Antiquaria 2022 abgesagt

Pandemiebedingt muss nun auch die 36. Antiquaría, geplant von 17. - 19. Februar 2022 in der Musikhalle Ludwigsburg, abgesagt werden: in Baden-Württemberg sind nach wie vor keine Messen erlaubt. Und selbst wenn sich die Situation in den nächsten Wochen etwas entspannen sollte, ist mit strengen Hygiene- und Zugangsvorschriften und kurzfristigen Unwägbarkeiten zu rechnen, die eine Durchführung unserer Messe unmöglich machen, deren Herzstück Kommunikation, Austausch, Nähe ist.  

Die 56 Aussteller aus Deutschland, Frankreich, Österreich, Schweiz und Großbritannien waren voller Schwung, Optimismus und in großr Vorfreude auf die reale Begegnung mit ihren Kund*innen in der Musikhalle, was auch auf den vier Porträtseiten im Messekatalog deutlich wird. Umso grösser ist nun die Enttäuschung bei allen Beteiligten.

So bleibt in diesem Jahr der Messekatalog mit den Beiträgen aller 56 Aussteller, der ab sofort online einzusehen ist, alle Titel sind sofort verkäuflich!

Mit dem Rahmenthema "Dissens - Gegenbewegung in der Gesellschaft", dem ein Teil des Angebotes gewidmet ist, wird gezeigt, wie schon in der Vergangenheit Gegenbewegungen immer wieder in die Gesellschaftsentwicklung eingewirkt und sie beeinflusst haben - im Positiven wie im Negativen: vom kleinen sozialen Verbund wie der Familie über alle gesellschaftlichen Bereiche wie Kunst, Kultur, Wissenschaft, Religion, Politik. Dies zeigt uns, dass Dissens zu einer offenen Gesellschaft gehört, früher wie heute. Dazu z.B. die Schrift von Galileo Galilei: Il saggiatore, Bologna 1655. Euro 2200

Stattfinden wird die Verleihung des Antiquaria-Preises an Patrick Rössler am 17. Februar 2022 um 20 Uhr im "Podium" der Musikhalle: mit begrenzter Teilnehmerzahl unter Beachtung der aktuellen Coronavorgaben und nur mit Anmeldung.
Die Preisverleihung wird aufgezeichnet und ist ab 22. Februar 2022 hier zu sehen.

Sa, 22.01.2022

Legende © Gutenberg-Museum

Morgen ist Tag der Handschrift

Am 23. Januar wird der "Tag der Handschrift" international gefeiert.

So auch im Gutenberg-Museum Mainz. Viele der Lettern im Druckladen des Gutenberg-Museums haben mit der Handschrift mehr gemein, als man auf den ersten Blick vermuten würde. Denn die Schriften, die wir zum Drucken nutzen, beruhen auf der Handschrift. Als Gutenberg bewegliche Lettern aus Blei herstellte, um damit seine berühmte Bibel zu drucken, war es ihm ein Anliegen, die Lettern möglichst der damals gängigen Handschrift anzugleichen. Auch heute noch werden Schriften genutzt, die eine Handschrift imitieren, so zum Beispiel auch die Schrift „Legende“.

Fr, 21.01.2022

Nocturne (2015), © Tobias Gellscheid.

Road to Nowhere

Virtuose Grafiken, die sich auf die Popkultur als Phänomen der westlichen Nachkriegszeit fokussieren, sind seit 20. Januar im Gutenberg-Museum erlebbar! Die Sonderausstellung „Road to Nowhere. Druckgrafiken von Tobias Gellscheid“ präsentiert neue Arbeiten des 20. Stadtdruckers Tobias Gellscheid.
Holz- und Linolschnitt sowie der Holzstich sind Gellscheids bevorzugte technische Medien. Er amtierte von 2018-2019. Der virtuose Grafiker fokussiert sich auf die Popkultur als Phänomen der westlichen Nachkriegsgesellschaften, Holz- und Linolschnitt sowie der Holzstich sind Gellscheids bevorzugte technische Medien.

Ausstellung: 20. Januar - 22. Mai 2022

Gutenberg-Museum
Liebfrauenplatz 5, 55116 Mainz

 

Do, 20.01.2022

Goltzsche, Dieter: (Kopf), Offsetlithographie in Braun, 1975, 610 x 425

Gespräch mit Dieter Goltzsche abgesagt

Das am 13. Dezember hier angekündigte Künstlergespräch mit Dieter Goltzsche und Sigrid Walther in der Galerie der Berliner Graphikpresse zum Radierwerk des Künstlers, sowie dem neu erschienenen dritten Band des Werkverzeichnisses der Radierungen, im Rahmen der Ausstellung Teile von Etwas. Radierungen aus den Jahren 1960 bis 2021 muss aufgrund der sich zuspitzenden Infektionslage leider abgesagt werden.

Der Ende November 2021 erschienene dritte Band des Werkverzeichnisses der Radierungen von Dieter Goltzsche, der unter anderem einige Graphiken für die Pirckheimer-Gesellschaft schuf, wird dennoch in der weiterhin geöffneten Galerie erhältlich sein wird.

Ausstellung: 14. Dezember 2021 - 11. Februar 2022

Galerie der Berliner Graphikpresse
Silvio-Meier-Str. 6, 10247 Berlin-Friedrichshain

Mi, 19.01.2022

Hans-Christoph Rackwitz, "Marktkirche, Halle / S., ll" 2012. 65 x 50 cm

HANS-CHRISTOPH RACKWITZ - GRAFIK

"Obwohl ich während meines Studiums an der "Burg" bei Professor Frank Ruddigkeit und hervorragenden Druckern, wie Gerhard Günther, in fast allen grafischen Techniken unterwiesen wurde, hat sich mehr und mehr die Bevor­zugung der Radierung herauskristallisiert. Die spitze Nadel entspricht dem Bleistift in der Zeichnung, und so kann ich die Klarheit und den Detailreichtum der Architektur als auch die schwungvolle oder bizarre Linienführung in der Natur wiedergeben. Neben der bewußten Steuerung setze ich gern den Kontrast des Zufalls, indem Asphalt und Säure eigene Wege bestreiten - manchmal mildere ich sie durch Schleifen ab. Oft ist es ein langer Weg, bis ich mit dem Ergebnis zufrieden bin."
(Hans-Christoph Rackwitz)

Eröffnung: 15. Februar um 17 Uhr, Einführende Worte: Reinhard Rex, Vorsitzender des Vereins "Freunde des Himmelreichs", Musik: Thomas König, Violine
Ausstellung: 15. Februar - 11. März 2022

Galerie Himmelreich
Breiter Weg 213b, Ecke Danzstraße, 39104 Magdeburg

Di, 18.01.2022

Für erwachsene Märchenfreunde!

Morgen gibt es im Winckelmann-Museum eine Sonderführung durch unsere Ausstellung „Märchen, Sagen und Symbole“.

Wie entstanden die Welt und das Leben in dieser Vielfalt, wie lautet der Plan der schicksalsbestimmenden, übernatürlichen Mächte, welche Ursachen haben Übel, Krankheit und Tod, und von welchen außergewöhnlichen Taten gibt es neue Kunde? Die Ausstellung stellt die Themen Märchen, Mythen, Legenden, Fabeln und Sagen vor, die einen fundamental wichtigen Bestandteil jeder Kultur und ihres kollektiven Gedächtnisses bilden. Dabei werden Spuren verfolgt, die sich durch die Erzählungen von Menschen verschiedener Kulturen ziehen. Diese Spuren beginnen tief in der Vorgeschichte und verbreiten sich zu einem frühen Zeitpunkt. Sie entfalten sich in den Mythen, Sagen, Fabeln, Legenden der Antike und führen in die Welt unserer europäischen Märchen, welche zunächst nur mündlich tradiert worden sind.  Der Einfluss dieser Literaturgattungen prägt die Kunst seit Jahrtausenden. Die in den Geschichten überlieferten Erzählelemente finden sich heute wieder in der modernen Welt der Fantasy-Erzählungen und Filme.

19. Januar 2022, 15:00 Uhr, 2G, eine Voranmeldung ist bis bis 16 Uhr am 18. Januar erforderlich.

Winckelmann-Museum
Winckelmannstr. 36-38, 39576 Stendal