Aldinen: Buchschätze der venezianischen Renaissance heißt die Kabinettausstellung, die seit dem 19.02. und noch bis zum 21.03.2026 in der Landesbibliothek Oldenburg (Pferdemarkt 15, 26121 Oldenburg) zu sehen ist. Über fünf Jahre hat der Bonner Literaturwissenschaftler Professor Dr. Detlef Haberland am Katalog der Drucke des Aldus Manutius und seiner Nachfolger in der Landesbibliothek Oldenburg gearbeitet und darin 275 kostbare Bücher aus der Renaissance erstmals wissenschaftlich beschrieben und untersucht. Der italienische Humanist Aldus Manutius gründete 1495 in Venedig einen Verlag, der sich besonders den Texten griechischer und römischer Autoren widmete. Seine Bücher, Aldinen genannt, wurden wegen ihrer herausragenden philologischen Qualität schon im 16. Jahrhundert hoch geschätzt und setzten auch in Typographie und Gestaltung neue Maßstäbe. Mit einer Festveranstaltung am 18. Februar stellte die Landesbibliothek diesen lange verborgenen Schatz nun der Öffentlichkeit vor. „Historische Kulturschätze – seien es Bücher oder andere Objekte – können nur für die Forschung fruchtbar werden, wenn sie wissenschaftlich erschlossen und öffentlich sichtbar gemacht werden“, betonte Anna Teschner, Referatsleiterin im Niedersächsischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur, bei der Eröffnung der Ausstellung im Februar. Mit einer eigenhändigen Dürer-Miniatur in einem der Werke gab es zudem eine handfeste Sensation vermelden. Die LBO ist Mo bis Fr 10 bis 19, Sa 09 bis 12 Uhr offen. Der Eintritt ist frei.
(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)