Pirckheimer-Blog

Fr, 16.10.2026

Andreas Eichler: Literarischer Vortrag im Lithaus Magdeburg

Andreas Eichler kehrt mit seinen literarischen Wanderungen am 22.10. im Literaturhaus in der Thiemstraße 07 in 39104 Magdeburg ein – er lädt zu einem Bildvortrag zu zwei Persönlichkeiten aus der Elbestadt, das teilen die Pirckheimer-Freunde Sigrid und Ralf Wege mit. Die Themen des um 19 Uhr beginnenden Vortrags werden sein: die große Mysterikerin Mechthild von Magdeburg (1207–1282), deren komplexes Werk Das fließende Licht der Gottheit bis heute ein Faszinosum ist, und die für das literarische Leben der Stadt zu DDR-Zeiten wichtige Autorin Christa Johannsen (1914–1981), die vor allem durch ihre Romane und nicht zuletzt ihre fördernde Arbeit eine etablierte Gestalt des Magdeburger Literaturbetriebs, die mehrfach ausgezeichnet wurde, war. Der vortragende Andreas Eichler ist der Geschäftsführer des Mironde Verlags in Niederfrohna, in dem auch seine dreibändigen Literarischen Wanderungen durch Mitteldeutschland erschienen. Der Eintritt für alle zur Veranstaltung, zu der Verlag, Literaturhaus und die Magdeburger Pirckheimer einladen, ist frei. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 15.10.2026

Fortschritt & Widerrede: Susann Hoch und Hans Bote in Leipzig

Noch bis zum 14.11.2026 ist die Ausstellung Fortschritt & Widerrede mit Hochdrucken von Hans Bote und Susann Hoch in der Galerie und Werkstatt von hochdruckpartner in Leipzig zu sehen. – Hans Bote präsentiert unter anderem seine Verdienstvolle Sammleredition Seltsame Vögel in Wort und Bild – allesamt satirische Typografiken. Ein umfangreiches Buch zur Kunst Hans Botes (auch mit seiner Malerei, die aktuell in der akanthus-Galerie im Westwerk (Karl-Heine-Straße 29, 04229 Leipzig) gezeigt wird) wird bei hochdruckpartner (in der Lützner Straße 85, 04177 Leipzig) am 14. November zur Finissage präsentiert. Susann Hoch zeigt in der Expostion unter anderem ihre nunmehr vollständige neunteilige Reihe Seltene Kinder – mit Holz- und Linolschnitt überdruckte Lithografien in der gemeinsamen Ausstellung bei hochdruckpartner. Zudem: Ein originalgrafisches Plakat zur Ausstellung (siehe Abbildung) ist für 15 Euro in der Galerie erhältlich. Weitere Info hier.
 
HDP-Ausstellung Fortschritt & Widerrede
Hochdrucke von Hans Bote und Susann Hoch.
hochdruckpartner Galerie+Werkstatt,
Lützner Straße 85, 04177 Leipzig,
Mi–Fr 14–18 Uhr, Sa 12–17 Uhr, bis 14.11.
 
(André Schinkel/hochdruckpartner/Pressemitteilung)

Mi, 14.10.2026

Das "Gleimhaus" ehrt Chodowiecki zum Geburtstag.

Chodowiecki-Schau im Gleimhaus

Anlässlich des 300. Geburtstags von Daniel Nikolaus Chodowiecki (1726–1801) lädt das Verbundprojekt Chodowiecki 300 dazu ein, den erfolgreichsten Grafiker des 18. Jahrhunderts und seine Zeit aus verschiedenen Perspektiven neu zu entdecken. Unter dem Jubiläumsmotto Happy Birthday Chodowiecki! haben sich 28 Einrichtungen in zwei Ländern zusammengeschlossen, den Meister zu feiern. Auch das ehrwürdige Gleimhaus, Pirckheimer-Mitglied aus Halberstadt, ist dabei. – Bis zum 15. November 2026 ist die Chodowiecki-Ausstellung des Museums der deutschen Aufklärung am Domplatz 31, 38820 Halberstadt, am Harz noch zu sehen. Sitten, Satire, Aufklärung. Kalenderkupfer von Daniel Chodowiecki heißt die Ausstellung der kleinen Kupfer in den Räumen des Gleimhauses, deren prägnanter Meister der Künstler war. Ein umfängliches Beiprogramm begleitet die Exposition, im Wallstein Verlag in Göttingen erschien ein Katalog. Die Jubiläumsinfos zu allen Orten und Aktionen anlässlich des 300. Ehrentags des großen Grafikers finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 13.10.2026

Gut: Auch für 2027 gibt es den bibliophilen b.a.c.H.-Kalender aus Halle an der Saale – für faire 29 Euro.

book art center Halle: Kalender

Auch für 2027 legt das book art center Halle (b.a.c.H.), bestehend aus den Buchkünstlerinnen und Grafikerinnen Annegret Frauenlob, Friederike von Hellermann, Magda Klemp, Rita Lass, Petra Reichenbach und Claudia Richter, einen traditionellen bibliophilen Taschenkalender vor. Nebst dem großzügigen Raum für Termine und Notizen sind in ihm die Arbeiten von zwölf Grafikerinnen präsentiert, das Buch ist feinst gearbeitet mit ockerfarbenem Cover ... und enthält auf der U3 zudem ein Geheimfach für ein kleines Schnerzchen. Und mit Claudia Richter und Rita Lass hat das book art center Halle auch zwei Meisterinnen der Einbandkunst (MDE) in ihren Reihen. Für 29 Euro ist die Preziose für jeden Tag zu haben. Zudem sind die sechs Künstlerinnen derzeit in einer Folge Events · Expositionen zu bewundern. Kontakt zu b.a.c.H. – post@bookartcenterhalle.de.

(André Schinkel)

Mo, 12.10.2026

PEN Europa wurde gegründet. | © PEN Deutschland.

Buchmesse in Frankfurt: Am 08.10. wurde der PEN Europa gegründet

Ein wichtiges Signal in bewegter Zeit: Am 08.10.2026 setzten der PEN Deutschland, der PEN Slowakei und der PEN Tschechien auf der Messe in Frankfurt ein lang gehegtes Wunschprojekt um und unterzeichneten ein Memorandum zur Gründung des PEN Europa. Das Netzwerk soll künftig „die Zusammenarbeit der europäischen PEN-Zentren stärken, gemeinsame Projekte fördern und den Einsatz für die Freiheit des Wortes, die Verständigung zwischen den Nationen und die Grundsätze der PEN-Charta bündeln ...“ Mit dem Beitritt weiterer PEN-Zentren in Europa wird die erste Fixierung der Gedanken und des Vorhabens noch differenzierter ausformuliert. Auch die PENs anderer Kontinente werden zum Austausch eingeladen. Die Abbildung zeigt den PEN-Präsidenten in Deutschland, Matthias Politycki, beim Unterzeichnen des Memorandums am 08.10.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

So, 11.10.2026

„Hoch Tief Flach“ – Ausstellung des Radiervereins in Ismaning

Vom 11. Oktober 2026 bis zum 17. Januar 2027 zeigt der Verein für Original-Radierung München e. V. seine Ausstellung Hoch Tief Flach in der Galerie im Schlosspavillon in Ismaning (Kallmann-Museum, Schlossstraße 3b, 85737 Ismaning). Zu sehen sind in ihr Arbeiten von: Thomas Bechinger, Philipp Hennevogl, Aron Herdrich, Franz Hoke, Gesa Puell, Michael Runschke, Thomas Sebening, Johannes Steubl sowie Bernd Zimmer. Der 1891 gegründete Verein für Original-Radierung München ist die älteste noch bestehende Vereinigung seiner Art. Die Ausstellung gibt einen Überblick über die Bandbreite ihrer aktuellen Arbeiten. Zu sehen sind Radierungen und Holzschnitte, aber auch Installationen, die mit Druck-/Abdruckverfahren arbeiten – Pflanzen und Landschaften, Figuren und abstrakte Formen zeigen, wie unterschiedlich diese Verfahren genutzt werden, auf Papier ebenso wie im Raum. Das Kallmann-Museum und die Galerie sind von Dienstag bis Sonntag – von 13 bis 17 Uhr geöffnet. Alle Informationen zur Ausstellung und zum Museum in Ismaning finden sich hier.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 10.10.2026

#verlagebesuchen ­­­­in Berlin und in Brandenburg – 30. & 31.10.2026

Auch in diesem Jahr laden Berliner und Brandenburger Verlage wieder ein, bei #verlagebesuchen 2026 mitzumachen und im Rahmen der Aktion ihre Türen zu öffnen und einen Blick hinter die Kulissen des Büchermachens zu gewähren. So einfach geht es: Laden Sie im Aktionszeitraum an einem der Tage vom 30. bis 31. Oktober 2026 Publikum in ihre Räumlichkeiten ein, um Ihren Verlag interessierten Leser*innen vorzustellen. Auf welche Weise dies geschieht, bleibt selbstverständlich Ihnen überlassen. Lesungen, Werkstattgespräche zwischen Autor*innen und dem Lektorat, Vorträge, Führungen, ein Kiezfest mit befreundeten Verlagen oder eine Schnitzeljagd – vieles ist denkbar und Ihrer Fantasie sind keine Grenzen gesetzt. Im Kern soll es darum gehen, dem Publikum anschaulich zu machen, welche immens wichtigen Beiträge die Verlage bei der Entstehung und Vermarktung von Büchern leisten. Mit dabei sind eine Reihe guter und schöner Verlage aus dem Ballungsraum: Argon, BeBra, Reprodukt, Matthes & Seitz, Edition Rugerup, Favoriten, Ullstein, KLAK und Voland & Quist, De Gruyter, die wunderbare Edition Monhardt ... und der seit langem legendäre Wagenbach Verlag. Im Rahmen unseres soft relaunch im letzten Jahr ist #verlagebesuchen 2026 noch auf den Raum Berlin und Brandenburg begrenzt. Eine Erweiterung auf den gesamten deutschsprachigen Buchmarkt streben wir aber in den kommenden Jahren wieder an. Die Aktion findet erneut in Kooperation mit der Berliner Buchmesse BuchBerlin statt. Alle weiteren Aktions-Infos gibt es hier.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

Fr, 09.10.2026

Literaturnobelpreis 2026 geht an kanadische Poetin Anne Carson

Der Nobelpreis für Literatur geht 2026 an die kanadische Dichterin, Übersetzerin und Philologin Anne Carson. Die 76-Jährige wird am 10. Dezember in Stockholm mit der höchsten literarischen Auszeichnung der Welt geehrt. Carsons Œuvre ist stark von den klassischen Quellen der antiken Kultur geprägt, ihre Gedichte und Adaptionen leben von der De- und Neukonstruktion und sind vielfach geehrt worden, mit dem Lannan-, dem Prinz-von-Asturien-Preis sowie einem Ehrendoktorat ihrer Heimatuniversität in Toronto. Ihr berühmtestes Buch ist Rot, ein Roman in Versen: übersetzt von Anja Utler. In Deutschland erschienen ihre Bücher u. a. bei S. Fischer und Matthes & Seitz.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 08.10.2026

Marginalien-Pakete sind zurück: Drei Bündel je zum Sonderpreis

Marginalien-Überraschungspakete zum Kennenlernen (Sonderpreis) sind zurück. Es ist ja gerade groß in Mode: sogenannte BlindBoxen: Man kauft etwas und weiß nicht, was drin ist. Wir hatten das schon früher und lassen es wieder aufleben, nur bei uns hat man zumindest eine Vorstellung, was einen erwartet: Bibliophile Erkenntnisse. Die Marginalien als einziges deutschsprachiges Journal, das sich der Buchkunst, -grafik und Bibliophilie widmet, feiert im nächsten Jahr den 70. Geburtstag. 

Wer in „alten“ Ausgaben der Marginalien blättert, kann immer wieder etwas Überraschendes finden. Gönnen Sie sich selbst das Vergnügen oder schenken Sie dieses einfach anderen Buch-, Kunst- und Grafikliebhabern. Drei Marginalien-Pakete hat der Vorstand bei der Sichtung der Lagerbestände geschnürt, die jetzt zum Sonderpreis erworben werden können. Wichtig: Die Zusammenstellung der Marginalien und Grafiken erfolgt zufällig. Man kann kein gezieltes Objekt erhalten. Im Fall eines Beitritts zur Pirckheimer-Gesellschaft im Jahr der Bestellung wird der Preis für das Paket auf den ersten Mitgliedsbeitrag angerechnet. Die abgebildeten Hefte und Drucke dienen zur Darstellung (man hat keinen expliziten Anspruch auf die im Bild gezeigten Hefte und Grafiken) des Angebots.

Es werden drei Pakete angeboten: drei Marginalien-Hefte ohne oder mit Grafik-Beilage(n). Ihr Preis liegt zwischen 5 und 20 Euro zuzügl. 2,95 Versand. Man findet sie hier im Pirckheimer-Shop.

(Robert Grieger)

Mi, 07.10.2026

Tove Jansson mit den Mumins. Der Vortrag in der LBO beginnt um 19 Uhr. | © Moomin Characters™

In Oldenburg: Tove Jansson und die Welt der Mumins am 07.10.26

Auf eine Reise in die Welt der Mumintrolle geht es am heutigen Mittwoch, 07. Oktober, 19 Uhr, bei einem Vortrag von Barbara Müller und Christian Panse. Die Veranstaltung findet auf Einladung der Oldenburgischen Bibliotheksgesellschaft in Kooperation mit der Oldenburger Bezirksgruppe der Deutsch-Finnischen Gesellschaft (DFG) in der Landesbibliothek Oldenburg (LBO) statt. Der Eintritt dafür ist frei. Tove Jansson (1914–2001) war eine der vielseitigsten, einflussreichsten finnischen Künstlerinnen des 20. Jahrhunderts. Sie gehörte zur schwedischsprachigen Minderheit Finnlands und wuchs als Tochter eines bekannten Bildhauers und einer erfolgreichen Grafikerin in Helsinki auf; die Familie führte ein Leben zwischen Bürgerlichkeit und Bohème. Tove Jansson selbst wirkte als Zeichnerin, Schriftstellerin, Malerin, Illustratorin, Karikaturistin und Comiczeichnerin. Weltruhm erlangte sie als Schöpferin der Welt der Mumins, jener nilpferdähnlichen Fantasiewesen, die sie zunächst als Geschichten für Kinder veröffentlichte. Seit 1947 zeichnete sie dann die ersten Mumin-Comics, die schnell auch im englischsprachigen Ausland populär wurden; sie richteten sich zunehmend auch an Erwachsene. Seit den 1960er Jahren sind diese Geschichten aus dem Mumintal auch bei uns bekannter geworden, zunächst über die Augsburger Puppenkiste, später auch über Animationsserien. Im Jubilatejahr 2026 stellen der Bremer Lehrer Christian Panse, der als Mumins-Spezialist gilt, und die Vorsitzende der Georg von der Vring-Gesellschaft, Barbara Müller, die auch an der Herausgabe des Briefwechsels T. J.s arbeitet, die Wesen und ihre Schöpferin in der LBO vor.

(André Schinkel/LBO/Pressemitteilung)

Di, 06.10.2026

Reminiszenz an Rainer Maria Rilke – von Rainer Ehrt.

Hamburger Bothe 36 erschienen

Der neue Hamburger Bothe, die Ausgabe 36 des Pirckheimer-Periodikums aus dem Norden, ist zu Monatsbeginn erschienen. Die Zeitschrift, deren Herausgabe seit dieser Ausgabe in den Händen von Peter Engel (der den Bothen mit Rudolf Angeli begründete) und Jürgen Meyer liegt, hat ein paar Neuerungen neben seinem Inhalt zu bieten: So ist er digital und zum Stöbern und Blättern auf Yumpu eingestellt; der Klick auf den Namen der Seite führt zur Lektüre. Die Nummer enthält eine ausführliche Würdigung Klaus Raaschs, den wir in diesem Jahr verloren, sowie einen feinen Abriss von Sabine Knopf zur Kinderbuchstadt Hamburg in der Historie. Um Handpressen geht es und um den schwierigen Autor Wolfgang Koeppen (1906–1996), einen heute schon wieder zu wenig gelesenen Autor, dessen Romane, insbesondere Tauben im Gras (1951) und Der Tod in Rom (1954), Erzählungen und Reisetexte Marksteine der Nachkriegliteratur sind. Auch der finale Endspurt zum doppelten Rilke-Jahr (150. Geburtstag 2025, 100. Todestag 2026) bildet sich in der Ausgabe ab, etwa in der Hommage Rainer Ehrts (siehe Abbildung). Feedback, Ideen, Vorschläge und Zuarbeit zum Hamburger Bothen sind ausdrücklich erwünscht und über die Direkt-Mail Peter_Engel@gmx.de herzlich erbeten. Die Rilke-Bücher werden, damit schließt sich der Kreis, 2027 auf der BDK gezeigt.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mo, 05.10.2026

Bis zum 15.11. in Stendal: Xagos "Apollon"-Bilder. Die Schau ist von 10 bis 17 Uhr geöffnet. Ihre Vernissage findet am 07. Oktober 2026, au point 17.30 Uhr statt.

Xago-Schau in Stendal ab dem 07. Oktober: „Apoll erfindet sich“

Der Berliner Künstler Xago – alias Rolf Xago Schröder – widmet sich in der Ausstellung dem Gott Apollon. Der Sohn des Zeus ist bekannt als Gott des Lichts, der Künste und der Weissagung. Seine Erscheinung ist von absoluter Schönheit. Zugleich konnte er grausam und mitleidlos sein. Xago lässt seinen Apoll in den verschiedensten Begebenheiten des Mythos agieren und setzt ihn so auf oft ungewöhnliche Weise in Szene. Ausgehend von berühmten Apollon-Skulpturen der griechischen Antike überstrahlt der Gott mit seiner Macht und Schönheit die anderen mythischen Protagonisten und lässt sie im Vergleich zu ihm unvollkommenen, verzerrt, fragil, fast wie Karikaturen erscheinen. Ergänzt werden die als Collage, in Mischtechnik geschaffenen Bilder durch Künstlerbücher. Xago im Winckelmann-Museum (Winckelmannstraße 36–38, 39576 Stendal) ist ab dem 07.10. zu sehn.

(Robert Grieger/Pressemitteilung)

So, 04.10.2026

Uta Schneider & Ulrike Stoltz feiern ihr 40. Jubiläum.

23.10. – Klingspor: 40 Jahre ‹usus›

„Tatsächlich: 40 Jahre künstlerische Zusammenarbeit & Improvisation. ‹usus›: Uta Schneider & Ulrike Stoltz“, so heißt es in Kürze in Offenbach. In der Tat, das Zweierteam ist Ende Oktober im Klingspor-Museum zu erleben: „Am 23. Oktober 2026, 17–22 Uhr feiern wir unsere langjährige Zusammenarbeit und Improvisation.“ Natürlich in dem renommierten Kunsthaus, „das für unsere künstlerische Arbeit im Bereich des Künstlerbuches seit Beginn ein besonderer Ort war und ist.“ Zur 40-Jahr-Feier haben sich die beiden Protagonistinnen etwas Besonderes ausgedacht: „Für unser Jubiläumsfest gibt es statt einer Ausstellung eine Spendenaktion. Wir bieten einige unserer Bücher zum Verkauf an, um anschließend den kompletten Erlös dieses Abends dem Klingspor-Museum zu spenden. Euer Geschenk für uns wird zum Geschenk für das Museum. So öffnen wir den Raum, gemeinsam eine Kulturinstitution und junge Kunst zu unterstützen. Wir hoffen, Ihr seid dabei.“ Die angebotenen Arbeiten umspannen alle vier Jahrzehnte der Zusammenarbeit, es werden auch Raritäten und Unikate dabei sein. Die Preisspanne der angebotenen guten Stücke bewegt sich zwischen 10 und 500 Euro. Gratis gibt es dazu Informationen und Anekdoten zu ihrer Entstehung – von den Künstlerinnen selbst und vor Ort. „Wir freuen uns auf Euch, auf das gemeinsame Feiern!“

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Sa, 03.10.2026

Buchkunstsalon Aschaffenburg

Im Corona-Jahr 2020 begründet, findet er 2026 bereits zum siebten Mal statt, der Buchkunstsalon Aschaffenburg, der es in dieser Zeit vollbrachte, zu einer Institution unter den einschlägigen Grafik- und Buchkunstmessen zu werden. Erfunden haben ihn seinerzeit Susanne Theumer, Frank Eißner und Bernhard Hench gemeinsam – in diesem Jahr nun vergrößert sich der Salon und zieht von seinen ursprünglichen Domizilen im Café Krèm und in der Riesengasse der ehrwürdigen Mainstadt ins Podium 30A (Würzburger Straße 30a (Rückgebäude Brasskreisel), 63739 Aschaffenburg), eine ehemalige Pumpenstation, die nun für öffentliche, vor allem kulturelle Zwecke genutzt werden soll. 

Wie in den anderen Jahren auch findet der 07. Buchkunstsalon synchron zum Wochenende der Buchmesse in Frankfurt am Main statt. Seinerzeit eine Reaktion auf die Einschränkungen durch Corona und die immer wieder in Aussicht stehende Absage der großen Messen, ist das heute auch ein wenig ein Signet und Markenzeichen geworden: Die kleine Messe hält, zumal Aschaffenburg an das große S-Bahn-System in der Südmitte des Landes angebunden ist, vom 09. bis 11.10.2026 das Ideal der direkten Begegnung, der kleinen Wege von Kunstwerk zu Kunstwerk hoch: nahbare Kunst, nahbare Künstlerinnen und Künstler, höchste Qualität, ein beeindruckendes Beiprogramm: Musik, Lesung, Theater – das bleibt, auch nach dem Umzug und um einige Highlights erweitert, erhalten.

Wo mehr Platz ist, können auch mehr tolle Ausstellende eingeladen werden. So präsentiert sich der Salon 2026 mit erweitertem Line-up, mischen sich Debütanten mit Wiedergängern, wobei die auch erstmals Vertretenen nicht selten, ja, zur Creme der Szene zu zählen sind. Neben den Gründereltern dabei sind in diesem Jahr: Andrea Ackermann, Urte von Maltzahn-Lietz, Cornelius Brändle sowie Hanneke van der Hoeven, edition sonblom, John Gerard, Wolfgang Grätz, Inka Grebner, Lün Juritz, Stefan Konrad, Martin Lang, LBA, KMK, Maria und Lutz Nevermann, Thomas Reche, Rollbuch, Katrin Stangl und Bear Press ... Désirée Wickler und Reinhard Paczesny sowie: Titi Zaadnoordijk. 

Dazu werden je ein Collage- (Hanna Müller) und Papierschöpfworkshop (Papiermühle Homburg) angeboten. Der 07. Buchkunstsalon ist am Freitag von 16 bis 20, am Samstag von 11 bis 19 sowie am Sonntag von 11 bis 17 Uhr für kleinen Eintritt geöffnet, das neue Domizil am Südosteck von Park Schöntal gut zu erreichen. Als Eintrittskartenmotiv dienten 2026 Aquarelle von Frank Eißner. 

(André Schinkel)

Fr, 02.10.2026

"Exlibris des Monats Oktober" – Franca Bartholomäi.

Das „Exlibris des Monats Oktober“

Das DEG-Exlibris des Monats, vorgestellt von Ulrike Ladnar, bezieht sich auf einen Passus aus einer Prosa Hugo von Hofmannsthals, Die Wege und die Begegnungen, das lautet: „Die Begegnung ist mehr ...“ Das Blatt schuf die Holzschneiderin Franca Bartholomäi für Wolfgang Wissing. Der schwer rezipierbare, zugleich meisterlich erzählte Text Hofmannsthals erfährt in der kleingrafischen Umsetzung der Künstlerin eine kongeniale Seitenführung: Hält das Rätselhafte und gibt ihr zugleich eine denkbare Entsprechung, die in der Frage nach der Figur Agur und dem Verhalten der beiden Dargestellten sich manifestiert – wie in den kundigen, erhellenden Ausführungen Ulrike Ladnars. Wie geht der Satz weiter? So: „... als die Umarmung halten kann.“ Eine überaus faszinierende Sache.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Do, 01.10.2026

Fred Rodrian (1926–1985) bei der Lektüre im Grünen.

In der SBB: 100 Jahre Fred Rodrian

Reden über Rodrian. Zum 100. Geburtstag des Autors und Verlegers heißt die Veranstaltung, die am 14. Oktober 2026 um 18 Uhr in der Staatsbibliothek zu Berlin (Wilhelm-von-Humboldt-Saal, Unter den Linden 08, 10117 Berlin) zu Ehren Rodrians stattfindet. Als Cheflektor und schließlich Direktor des Kinderbuchverlags Berlin gestaltete er die Kinderbuchszene der DDR maßgeblich mit, seine Bücher wie Hirsch Heinrich oder Das Wolkenschaf sind, illustriert von Werner Klemke, bis heute legendär. Die Veranstaltung beginnt mit einer Lesung von Fred Rodrians Texten, musikalisch begleitet von vertonten Gedichten seines Freunds Peter Hacks. Im Anschluss spricht Frau Prof. Dr. Eva Maria Kohl, verdienstvolle Emerita der halleschen Universität, zum Thema – 2022 erschien ihr Band Kindheitsgeschichten zur Kinder-/Jugendliteratur der DDR. Eine kleine Vitrinen-Ausstellung mit Werken und privaten Rodrian-Zeugnissen begleitet den Abend. Um Anmeldung wird gebeten. 

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Mi, 30.09.2026

StabiLiebling: K. Hokusais „Welle“

Es ist der wohl berühmteste Farbholzschnitt der Welt – die Große Welle von Katsushika Hokusai (1760–1849). Am 14. und 15. Oktober ist das Spitzenstück zusammen mit zwei weiteren Großwerken: Südwind, klares Wetter sowie Sommergewitter am Fuße des Berges, aus Hokusais Sechsunddreißig Ansichten des Berges Fuji in der Bayerischen Staatsbibliothek zu sehen. Zu sehen sind die drei je von 10 bis 19 Uhr, der Eintritt für die Schatzkammer ist frei, und im Fürstensaal gibt es je um 11, 13 und 17 Uhr dazu kleine Vorträge. Die BSB befindet sich in der Ludwigstraße 16, 80539 München.

(André Schinkel/Pressemitteilung)

Di, 29.09.2026

Deutscher Verlagspreis – Ehrung an insgesamt 85 Verlage vergeben

Das Börsenblatt des Börsenvereins des Deutschen Buchhandels hat am vergangenen Freitag die Preisträger des diesjährigen Deutschen Verlagspreises bekanntgegeben. Insgesamt werden 2026 85 unabhängige Verlage vom Staatsministerium für Kultur und Medien geehrt: 79 Häuser mit dem Gütesiegel und einer Dotierung von 18.000, drei mit einer Dotierung von 50.000 Euro, weiter werden je ein Nachhaltigkeits-, ein Innovationspreis (24.000 Euro) und für ein umsatzstarkes Verlagshaus ein undotiertes Gütesiegel vergeben. Die Verleihung erfolgt am 09.10.26 in Frankfurt.

Mit dabei sind viele renommierte unabhängige Verlage, auch erfreulicherweise einige noch nicht so bekannte. Ausgezeichnet werden u. a. der Anton G. Leitner Verlag, der Das Gedicht publiziert, der BeBra Verlag sowie der BuchkinderVerlag, BuchKunst Kleinheinrich, die E. A. Seemann Henschel Verlagsgruppe, der Elfenbein Verlag, Gans Verlag, Knabe Verlag Weimar, Kunstmann, mairisch, Matthes & Seitz, POP- und Rimbaud Verlag, Schöffling & Co., sisifo, Spector Books, SUKULTUR, Voland & Quist, Wunderhorn und der zu Klampen Verlag. Auch zwei Hörbuchverlage sind dabei.

Zum zweiten Mal nach 2024 wird auch der dr. ziethen verlag mit Sitz in Oschersleben geehrt, in dem neben einem frischen und sehr qualitätvollen aktuellen Paket Neuerscheinungen seit Ende der neunziger Jahre die Literaturzeitschrift des Landes Sachsen-Anhalt, oda – Ort der Augen, erscheint. Die Ausgaben sind auch stets mit einem Kunstteil bestückt, die jüngste Nummer, das Herbstheft, die 3/2026, mit Radierungen und Kohle-Kreidezeichnungen von Susanne Theumer (siehe Abb.), Gedichten von Andreas Reimann und Ralf Meyer, Prosa von Doro Leipoldt und Christoph Kuhn und der Antrittsrede von Anne Hahn als Magdeburger Stadtschreiberin – erschienen im September. 

Ein gutes Zeichen in bewegter Zeit. Partner des Deutschen Verlagspreises sind: der Börsenverein des Deutschen Buchhandels e. V., die Kurt Wolff Stiftung an der Seite des Kulturstaatsministeriums.

(Kevin Konopke/Pressemitteilung)

Mo, 28.09.2026

Made in Vienna – but not about it!

Es geht rund in Wien: Bis zum 30.09.26 ist in der Galerie Druck & Buch (Berggasse 21/2, A-1090 Wien) noch die Ausstellung Photos Tell Stories zu sehen – vom 06.10. bis zum 30.10.2026 gibt es die neue Schau: Gezeigt werden unter dem Titel Made in Vienna – but not about Vienna! die indirekt wienaffinen, also in der ehemals habsburgischen Metropole entstandenen Künstlerbücher. Susanne Padberg – die Betreiberin der Galerie – schreibt dazu: „Die Bandbreite der Buchkunst in Wien ist groß, wir zeigen eine Auswahl in Wien entstandener Künstlerbücher ...“ Zu sehen sind u. a. Arbeiten von Wolfgang Buchta, Katya Dimova, Josef Schwaiger, Natalia Weiss, Anna Wolf, außerdem von Jan Svenungsson und Desislava Unger. Geöffnet ist die Ausstellung Montag bis Freitag 11 bis 18 Uhr und außerhalb der Galeriezeiten nach Vereinbarung. Überdies stehen weitere interessante Aktionen der Galerie an – in Hadersdorf und Miami, auch davon wird zu gegebener Zeit hier zu berichten sein.

(André Schinkel)

So, 27.09.2026

"Mitglieder werben Mitglieder" – als Prämie werden Exemplare des "Wörterbuchs des Buches" versandt.

Mitglieder werben Mitglieder: Aktion samt illustrer Prämie

Es ist ein Buch über das Buch und könnte zugleich ein Kandidat für das schönste Buch des Jahres sein: Das illustrierte Wörterbuch des Buches, das Stephan Füssel im guten Verbund mit einigen der besten Grafikerinnen und Grafiker der Gegenwart mehr als zwanzig Jahre nach der letzten In-eins-Fassung bei Favoriten nochmal auf ein Level hebt, dass es jeder und jedem Bibliophilen wohlig in den Augen und am Herzen kitzelt. Und man kommt ganz leicht in seinen Besitz, denn es ist als die ultimative Prämie der Aktion „Mitglieder werben Mitglieder“ unserer Pirckheimer-Gesellschaft ausgelobt – wer ein Mitglied wirbt, bekommt ein Exemplar des Werks, das, soviel sei verraten, auch einfach sehr schön in der Hand liegt und voll allen Wissens über das Buch ist, als Dankeschön. Es lohnt sich also, für das eifrige Mitglied wie die Gesellschaft. – Die erfolgreiche Mitgliederwerbung kann dem Vorstand über den Emaillink info@pirckheimer-gesellschaft.org angezeigt werden. Das ursprünglich von Helmut Hiller verfasste und zwischen 1954 und 1991 betreute Standardwerk liegt seit 2002 in den editorischen Händen von Stephan Füssel und dürfte in jeder bibliophilen und buchhistorischen Sammlung zu den Glanzpunkten des Handapparats gehören ... als Prämie zumal.

(André Schinkel und Hans Rabenbauer/„Prämien“mitteilung)